GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bearbeitung und Erstellung von
elektronischen Publikationsdokumenten und die geeignete Vorrichtung hierzu. Bei den
Publikationsdokumenten gibt es keine Einschränkung für deren späteren Gebrauchszweck.
Insbesondere handelt es sich um Druckvorlagen wie z. B. Anzeigen aus dem Zeitungs-
und Zeitschriftenbereich, aber auch Publikationsdokumente für die Darstellung auf
beliebigen elektronischen, visuellen Anzeigegeräten.
BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
[0002] Der respektive Prozess, der sich bei Publikationsdokumenten durch Inhaltsänderungen
auf das Layout auswirkt ist aufwendig und damit kosten- und zeitintensiv. Außerdem
sind
sehr häufig Qualitätsverluste durch unbeabsichtigte Layoutveränderungen oder gar der Zerstörung
der Gestaltung mit jeder Inhaltsänderungen verbunden.
[0003] Selbst einfache inhaltliche Änderungen können nur von Experten wie Grafiker, Reinzeichner
oder DTP-Profis vorgenommen werden, die auf komplizierte Grafikprogramme geschult
sein müssen. Dieser Umstand bindet Kreativitätspotential und verschwendet Arbeitszeit
für unnötige automatisierbaren Aufgaben.
[0004] Bei Inhaltlichen Änderungen in Publikationsdokumenten durch Laien besteht gegenwärtig
die Gefahr der Zerstörung des einheitlichen Corporate Designs. Der Hauptgrund hierfür
besteht darin, dass heutige Publikationsdokumente keine Intelligenz enthalten, die
eine Zerstörung der zugrundeliegenden Gestaltung bei manuellem Eingriff ausschließen.
[0005] US-A-5 740 338 beschreibt ein Verfahren, bei dem gerastete Bilddaten mit einer Bildvorlage
zusammengefügt und anschließend auf einem Drucker ausgegeben werden. Somit entsteht
ein neues Bild, aber keine neue Vorlage, die selbst variabel wäre.
EP-A-0 837 401 beschreibt ein Verfahren, bei dem Vorlagen bereitgestellt werden, welche
Platzhalter in Dokumentpositionen als austauschbare Teile enthält, die von einem Prozess
mit unterschiedlichen Daten versorgt werden. Den Platzhaltern sind Variablen zugeordnet
und es soll primär ermöglicht werden, dass gleicher Inhalt in verschiedenen Layouts
auf unterschiedlichen Druckern ausgegeben werden kann. Auch hier handelt es sich um
das Erstellen einer finalen Druckvorlage und nicht um das Erstellen einer variablen
Druckvorlage.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die beschriebenen Nachteile im Stand der
Technik zu vermeiden und ein Verfahren, eine Vorrichtung, sowie ein "intelligentes"
Dokumentenformat und ein Computerprogramm zur ferngesteuerten Erstellung und Bearbeitung
von Publikationsdokumenten vorzuschlagen. Neben der Trennung von Inhalt und Design
wird bei Inhaltsanpassungen, über die in diesen intelligenten Publikationsdokumenten
enthaltenen Regeln sichergestellt, dass keine ungewollten Designänderungen entstehen
können.
[0007] Der ökonomische Erfindungszweck besteht in dem kosten- und zeitsparenden, wirtschaftlichen
Nutzen gegenüber den mit heutigem Stand der Technik vergleichbaren Abläufen. Beim
konsequenten Einsatz der Erfindung ist zu erwarten, daß sich der Produktionsablauf
bei der klassischen Publikationserstellung stark vereinfachen wird und neue effektivere
Arbeitsbedingungen schaffen wird.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und eine
Vorrichtung nach Anspruch 10. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die Erfindung kann als ein Softwaresystem zur Steuerung der zugrundeliegenden Templatetechnologie
realisiert werden, wobei das Softwaresystem aufweist: eine Einrichtung zur Erstellung
und Bearbeitung der Templates auf einem entfernten Computersystem (Server), wobei
die Template-Erstellung/Bearbeitung auf dem Server stattfindet und ferngesteuert über
einen lokalen Webbrowser, wie er heute standardgemäß im Internet Verwendung findet
bedient wird; eine Einrichtung zur Erstellung und Bearbeitung der Templates auf einem
lokalen Computer ist eine zusätzliche Möglichkeit diese Templates auch ohne Server
zu erstellen und bearbeiten; eine Einrichtung die es ermöglicht ferngesteuert Inhaltsänderungen
in Publikationsdokumenten auf einem Server-Computersystem vorzunehmen und anschließend
Design und Inhalt in den Templates neu zusammenzuführen, wobei der ferngesteuerte
Eingabedialog zum einen über einen Standard-Web-Browser erfolgen kann, dem zur Eingabekontrolle
eine Voransicht des geänderten Publikationsdokumentes dem jeweils initiierenden Browserdialog
bereitgestellt wird und zum anderen über sogenannte Batch-Schnittstellen zu Fremdprozessen
automatisch mit neuen Inhalten versorgt wird.
[0010] Die Erfindung erlaubt zum Beispiel die schwierige Aufgabe, im Rahmen der Corporate
Design Richtlinien einer Marke bzw. einer Kampagne eine ansprechende Anzeige zu erstellen,
für den Endanwender auf die sehr. viel einfachere Aufgabe reduziert, zwischen Varianten
auszuwählen. die Gesamtaufgabe ist damit nicht leichter geworden, erlaubt es aber,
den komplexen Teil einmal für alle nachfolgenden Prozesse zu erledigen. Darüber, wie
genau die Aufteilung beschaffen ist, entscheidet nicht das Kernel, sondern die mit
dem Kernel verwendeten "intelligenten" Templates.
[0011] Die Erfindung kann beispielsweise dazu verwendet werden, dass lokale Werbetreibende
(z. B. Handelspartner, Niederlassungen, beliebige Personen) mit.zentral vorgegebene
Gestaltungsvorlagen unter Wahrung eines vorgegebenen Qualitätsstandards über das Internet
Inhaltsänderungen vornehmen können ohne dabei das Design zu zerstören.
Anwendungsfall am Beispiel "Anzeigenlokalisierung"
[0012] Eine vom Markeninhaber beauftragte Agentur erstellt z. B. eine Anzeige, die seinem
festgelegten Corporate Design entspricht. Diese Anzeige dient als Musteranzeige. Die
Erfindung ermöglicht dem lokalen Werbetreibenden über das Internet die Modifizierung
oder den Austausch einzelner "genehmigter" Text- und Bildelemente unter Beibehaltung
aller für das Corporate Design relevanten Merkmale. Die Anpassung der Musteranzeige
kann von den lokalen Werbetreibenden selbständig in einem bedienerfreundlichen Browserfenster
vorgenommen werden. Die Einbeziehung regionaler Agenturen entfällt.
[0013] Die zentral erstellte Musteranzeige und die anzupassenden Anzeigenelemente werden
zur weiteren Bearbeitung in ein Computerprogramm eingelesen. Diese Musteranzeige und
ihre Ersetzungselemente werden z. B. von Layoutexperten einer Werbeagentur mit Standard-Publishing-Programmen
produziert und z.B. als EPS-Datei zur Verfügung gestellt. Damit ist eine problemlose
Anpassung an die bestehende Software-Umgebung gesichert. Sowohl die Anzeigenvorlage
als auch die Anzeigenelemente, die den Vertragspartnern für die Modifizierung ihrer
Lokalanzeige zur Verfügung stehen, können auf gewohnte Weise erstellt werden.
[0014] Der Markeninhaber und die beauftragte Agentur legen mit den Corporate Design-Vorgaben
zentral fest, welche Anzeigenelemente fest, welche Anzeigenelemente Variabel sein
sollen. Außerdem werden die Ersetzungselemente definiert.
[0015] Die Anpassung der Anzeige nehmen die Vertragspartner in einem Browserfenster vor.
Ein Computerprogramm auf einem entfernten Computer (Server), der über das Internet
mit dem Computer (Client) des Vertragspartners verbunden ist realisiert die Integration
der modifizierten Anzeigenelemente unter genauer Berücksichtigung des festgelegten
Corporate Design.
[0016] Als Ergebnis entstehen einheitliche Anzeigen, die alle signifikanten Merkmale des
vorgegebenen Corporate Designs aufweisen und die angepassten Elemente der jeweiligen
Vertragspartner enthalten. Das zentrale Marketing-Management erfährt eine deutliche
Effizienzsteigerung, da durch dieses Verfahren die Corporate Design-Vorgaben systematisch
gesichert sind. Abstimmungen mit lokalen Agenturen entfallen.
Template Technologie
[0017] Die Template-Technologie ermöglicht durch parametrisierte Druckvorlagen die Trennung
von Design und Inhalt und damit erhebliche Effizienzsteigerungen bei der Verarbeitung
von Design in Publishingdokumenten. Design und Inhalt können jeweils getrennt erstellt
und wiederverwendet werden. Die bisher übliche Wiederholung von aufwendigen, kostenintensiven
Prozessen und fehleranfälligen manuellen Arbeitsschritten bei inhaltlichen Änderungen
entfällt.
[0018] Die Template Technologie basiert auf grundlegenden Mechanismen der Informatik, die
auf eine neue Art und Weise kombiniert werden. Zu diesen Mechanismen gehören Variablen
und die Bindung von Variablen an Werte, partielle Auswertung, formale Parameter etc.
[0019] Es werden Template-Objekte definiert. Wie normale Objekte in der objektorientierten
Programmierung haben diese Template-Objekte einen Zustand der durch die Belegung ihrer
Variablen definiert wird und "Verhalten" das durch diese Belegung beeinflusst wird.
[0020] Im Gegensatz zu normalen Objekten können in Template-Objekten Variablen aber auch
(noch) unbelegt sein [Template-Currying], sie verhalten sich damit wie die Parameter
von Prozeduren. Die unbelegten (freien) Variablen sind Parameter des Templates. Ein
Template-Objekte "weiss" welche seiner Parameter frei und welche gebunden sind. Nur
freie Parameter können extern beeinflusst werden.
[0021] Für maximale Flexibilität sollten möglichst viele [alle] Parameter frei gehalten
werden. Das Template-Currying sowie Defaults erlauben dies ohne die Komplexität für
den Endanwender unmöglich werden zu lassen.
[0022] Ein Template-Objekt wird erst durch die Kombination mit einer Belegung aller seiner
freien Variablen vollständig. Eine Belegung ist eine Zuordnung von Variablen(-namen)
zu Werten. Durch sie werden die freien Parametervariablen eines Templates an spezifische
Werte gebunden. Sind sie einmal gebunden stehen sie nicht mehr weiter als Parameter
zur Verfügung.
[0023] Template-Objekte können auch mit unvollständigen Belegungen kombiniert werden, also
solchen in denen nicht alle freien Variablen des Template-Objekts an einen Wert gebunden
werden. Aus dieser Kombination von Template+Bindungen entsteht ein neues Template-Objekt
mit den jetzt noch verbleibenden freien Variablen als Parameter. Dieses neue Objekt
bezieht sich dabei weiter auf seine Konstituenten.
[0024] Durch diesen Mechanismus können Templates exakt auf bestimmte Anwendungen zugeschnitten
werden: der Template-Konfigurator belegt alle Paramater bis auf die, die vom Endanwender
veränderbar sein sollen. [Dieser Punkt ist von zentraler Bedeutung]
[0025] Es können sogenannte Default-Belegungen definiert werden. Diese binden wie normale
Belegungen Werte an Parametervariablen, die so gebundenen Variablen stehen jedoch
weiterhin für Bindungen zu Verfügung. Neuere Bindungen haben dabei Priorität über
alte Bindungen.
[0026] Bindungen können als Werte auch wieder Templates enthalten, diese Templates sind
dann "Unter-Templates" des Templates an das sie gebunden werden. Dadurch kann eine
Hierarchie von Templates aufgebaut werden.
[0027] Die ungebundenen Parameter aller untergeordneten Templates werden dem sie einbindenden
Template zugeordnet. Die möglicherweise komplexe Unterstruktur eines Templates bleibt
somit im Normalfall versteckt, kann aber von entsprechenden Werkzeugen sichtbar gemacht
werden. (Werkzeuge für Template-Ersteller). [Abstraktion]
[0028] Anstatt eines spezifischen Werts kann eine Variable auch an eine andere Variable
gebunden werden. Damit ist ihr Wert abhängig vom Wert dieser anderen Variable.
[0029] Eine besondere Art der abhängigen Bindung ist die strukturelle Vererbung. Dabei wird
der Wert einer Parametervariable nicht an eine spezifische andere Variable gebunden,
sondern es wird der Wert einer Variable gleichen Namens eines übergeordneten Templates
übernommen.
[0030] Bei struktureller Vererbung kann es passieren, dass eine freie Variable durch diesen
Mechanismus keinen Wert zugewiesen bekommt. Es sollte daher zuvor ein Default-Wert
definiert werden.
[0031] Strukturelle Vererbung kann auch anders definiert werden: als abhängige Bindung mit
mehreren Outputs (also push vs. pull). Dadurch werden undefinierte Zustände vermieden.
Der Wert einer Variable kann auch an eine beliebige Prozedur gebunden werden, die
diesen Wert berechnet. (Dies ergibt sich aus (a) der Tatsache das Prozeduren ein Spezialfall
von Templates sind und (b) Werte auch Templates sein können. Weiterhin ergibt sich,
dass eventuell Parameter der Prozedur sich wieder in die Template/Bindungs Systematik
einfügen).
[0032] Es können auch Beziehungen zwischen Variablen definiert werden. Mit diesen lassen
sich gültige Variablenbindungen vom System errechnen oder es wird festgestellt, dass
es keine gültige Belegung gibt. Diese Beziehungen können z. B. arithmetisch, logisch
sein, Ungleichheiten enthalten etc. Abhängige Bindungen sind z. B. nur ein Spezialfall
von Beziehungen.
[0033] Es können aus Templates durch Verfeinerung neue Templates mit zusätzlichem Verhalten
und zusätzlichen freien Variablen (und/oder Bindung bestimmter vorhandener freier
Variablen) erzeugt werden.
[0034] Aus konkreten Objekten können (wieder) Templates erstellt werden indem feste Attribute/Objekte
durch eine Parametervariable ersetzt werden (dabei wird der derzeitige Wert üblicherweise
als Default übernommen). Dies ist möglich sowohl für Unterobjekte als auch für Attribute.
[0035] Damit Daten aus unstrukturierten Dateiformaten in das Template-Konzept einbezogen
werden können, müssen automatisch oder assistiert Strukturen erkannt werden.
Kernel
[0036] Der Kernel erlaubt es, zusammen mit der dazugehörenden Template-Technologie, die
Komplexität von Problemstellungen bei der Erstellung von Publikationsdokumenten aufzuteilen
und Teile getrennt voneinander zu behandeln. Von großer Bedeutung ist hier die Trennung
in die Designobjekte und deren Bearbeitung. Die Designobjekte sind vollständig durch
ihre jeweiligen Templates beschrieben und können über den Kernel bearbeitet bzw. ausgewertet
werden.
[0037] Die Templates stehen für die unterschiedlichen Designvarianten zur gesteuerten Variantenmodifikation
zur Verfügung. Über die beschriebene Parameterbindung wird nur auf die zulässigen
"gewollten" Gestaltungsvariationen eingeschränkt. Als Zusatzinformationen können weitere
Gestaltungsregeln automatisch "gewollte" Designvarianten erzeugen. Alle Designvarianten
liegen in Form von Templates als elektronische Repräsentation auf einem digitalen
Speichermedium und können über den Kernel verarbeitet, variiert, dupliziert und als
direkte elektronische Vorlage für nachgeschaltete Prozesse umgewandelt werden. Geeignete
Formate für nachgeschaltete Prozesse sind derzeit z. B. EPS, TIFF, PDF, SVG, HTML
und XML, es gibt jedoch keine Beschränkung auf diese beispielhafte Auswahl.
[0038] Der Kernel stellt eine stets erweiterbare virtuelle Maschine zur Verarbeitung von
Templates zu Templatevarianten also abgeleiteten Templates dar. Erweiterbar bedeutet
hier, dass der Kernel den Anforderungen entsprechend in seiner Mächtigkeit beliebig
wachsen kann. Nur der Kernel enthält das Wissen darüber wie die Templates und die
darin enthaltenen Regeln auszuführen bzw. umzusetzen sind. Er ist also die zentrale
Vorrichtung für die Erstellung und Bearbeitung von Templates.
Verfahren zur Erstellung von Templates und Templatevarianten
[0039] Das Verfahren zur Erstellung von Templates basiert vorzugsweise auf einem Computerprogramm
und kann sowohl auf einem lokalen als auch einem entfernten Rechner ausgeführt werden.
Die Ausführung kann durch eine natürliche Person oder durch ein weiteres Computerprogramm
ferngesteuert werden. Das ferngesteuerte Verfahren der Erstellung und Bearbeitung
bedient sich hierbei derzeit Standardtechnologien wie z. B. Internet, Intranet und
World Wide Web oder WAP, beschränkt sich allerdings nicht hierauf.
[0040] Die Erstellung von Templates geschieht in folgenden Phasen:
(a) Einlesen logisch unstrukturierter aber graphisch strukturierter Druckvorlagen
in druckbereiten Formaten
(b) logisches Erkennen und Analysieren von graphischen Strukturmerkmalen innerhalb
der Druckvorlage
(c) Erzeugen einer logischen Komponentenstruktur aus den graphischen Strukturmerkmalen
(d) Zuordnung dieser logischen Komponenten zu beliebig parametrisierbaren Substitutionselementen
(beliebig parametrisierbar = maximale Freiheit)
(e) Vereinfachung der Substitutionselemente durch Festlegung von Parametern
- Aufteilung der Parameter in feste und variable Anteile
- Aufteilung wird vom Benutzer festgelegt, nicht von der Programmstruktur
(f) Erzeugung einer parametrisierten Vorlage (Template) aus:
- der Originalvorlage ihrer Komponentenstruktur (via Strukturmerkmale)
- den Substitutionselementen ihrer festen und variablen Parametern
- den Vorgaben für die variablen Parameter
- der Zugang zwischen Substitutionselementen und Komponenten der Druckvorlage
[0041] Verfahren zur Erzeugung von Gestaltungsvarianten aus Templates
[0042] Das Verfahren zur Erzeugung von Gestaltungsvarianten basiert vorzugsweise ebenfalls
auf einem Computerprogramm, das auf einem lokalen und einem entfernten Rechner ausgeführt
werden kann. Die Ausführung kann durch eine natürliche Person oder durch ein weiteres
Computerprogramm ferngesteuert werden.
[0043] Die Erzeugung von Gestaltungsvarianten geschieht in folgenden Phasen:
(g) Automatische Erzeugung von Formularen aus der parametrisierten Druckvorlage über
die Auswertung der Templates
(h) Automatische Erzeugung einer Voransicht aus der Druckvorlage mit den aktuellen
Werten der variablen Parameter (optional)
(i) Substitution der variablen Parameter der parametrisierten Druckvorlage durch Ausfüllen
des Formulars oder durch von einem Computerprogramrn erzeugten Werten
(j) Anpassung der Druckvorlage an die aktuelle Parameterlage der Substitutionselemente
(k) Ablage der so erzeugten Gestaltungsvariante als Template mit enthaltener parametrisierter
druckfähiger Vorlage auf einem digitalen Speichermedium wie z. B. Festplatte CD-ROM,
DVD etc.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0044] Durch die folgenden Ausführungen in Verbindung mit den Zeichnungen werden die Bedeutung
und die Vorteile der Erfindung weiter verdeutlicht, in denen
Figur 1 ein Flußdiagramm zur Erläuterung der Phasen zur Erstellung eines Templates
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt;
Figur 2 ein Fußdiagramm zur Erläuterung der Verfahrensschritte zur Erstellung einer
Gestaltungsvariante über das Internet gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung zeigt;
Figur 3 eine schematische Darstellung eines Templates gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt;
Figur 4 eine schematische Darstellung eines fertiggestellten Gestaltungsvariante als
parametrisierte druckfähige Vorlage zeigt; und
Figur 5 eine schematische Darstellung einer bevorzugten erfindungsgemäßen Hardware-Konfiguration
ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0045] Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Detail erläutert.
Zunächst seien die verwendeten Begriffe näher definiert:
- Eine logisch unstrukturierte Druckvorlage bezeichnet ein in elektronischer Form auf einem Speichermedium gehaltenes Dokument,
das mit einem Standard-Publishing-Programm erstellt und graphisch strukturiert wurde.
Die unstrukturierte Druckvorlage enthält alle elektronisch kodierten Informationen
die für die Visualisierung des zugrundeliegenden Dokuments erforderlich ist. Es gibt
keine systematische Aufteilung logischer Visualisierungs-Komponenten, wie z. B. Textspalten,
Überschriften, Bilder, Logos etc., aus denen sich das Dokument zusammensetzt. Vielmehr
werden bei der Darstellung unstrukturierter Druckvorlagen die Pixel einzeln angesteuert.
- Aus graphischen Strukturmerkmalen werden logische Visualisierungskomponenten von kodierten Visualisierungsverfahren
über ihren zugrundeliegenden Programmkode abgeleitet.
- Eine Komponentenstruktur bezeichnet eine systematische Unterteilung der logischen Visualisierungs-Komponenten,
wie z. B. Textspalten, Überschriften, Bilder, Logos etc., aus denen sich das Dokument
zusammensetzt.
- Parametrisierbare Substitutionselemente bezeichnen logischen Visualisierungs-Komponenten, wie z. B. Textspalten, Überschriften,
Bilder, Logos etc., die durch freie oder eingeschränkte Pararneterwertebereiche durch
z. B. externen, programmgesteuerten Eingriff in Inhalt und Form verändert werden können.
- Ein parametrisierte Vorlage (Template) bezeichnet eine strukturierte Vorlage, die in elektronischer Form auf einem Speichermedium
gehalten, zusätzlich zur druckfähigen Vorlage ihre bezugnehmende systematische Aufteilung
der logischen Visualisierungs-Komponenten, wie z. B. Textspalten, Überschriften, Bilder,
Logos etc. enthält. Die Druckfähige Vorlage wird ebenfalls in elektronischer Form
in einem bekannten Standardformat wie z. B. EPS, TIFF, PDF, SVG, HTML und XML, auf
einem Speichermedium gehalten. Der Ablageort der druckfähigen Vorlage muss dabei nicht
notwendigerweise mit dem Speicherort des zugehörigen Templates übereinstimmen. Es
ist ausreichend, wenn sich im Template eine Referenz befindet, wie z. B. eine im Internet
übliche URL, über die der genaue Speicherort über das Internet lokalisert werden kann.
- Ein Gestaltungsvariante bezeichnet eine parametrisierte Vorlage (Template), welche z. B. durch externen programmgesteuerten
Eingriff in Inhalt und Form verändert wurde und alle Komponenten, einschließlich der
druckfähigen Vorlage, in einem Datenpaket (Bundle) auf einem elektronischen Speicher
hält.
Jede fertiggestellte Gestaltungsvariante bezeichnet ein durch die Erfindung auf der
Basis der unstrukturierten Vorlage abgeleitetes Template, wobei aus jedem Template
beliebig viele Gestaltungsvarianten erzeugt werden können. Dieses liegt vorzugsweise
in elektronischer Form vor und dient z. B. als Werbemittel, wie etwa Anzeigen aller
Art, Broschüren, Zeitschriften aber auch sogenannte Akzidenzdrucksachen wie: Biefbögen,
Visitenkarten, Gratulationskarten, Trauerkarten. Neben den klassischen Drucksachen
erhalten zunehmend personalisierte Publikations-Dokumente Bedeutung. Diese eignen
sich besonders für die direkt auf elektronischem Wege erreichbare Ausgabe auf Digitaldruckern,
CTP-Systemen und Bildschirmen über das Internet.
Eine fertiggestellte Gestaltungsvariante kann als Shop-Produkt and den Besteller geliefert
werden. Ein Shop-Produkt kann zusätzlich weitere Informationen wie z. B. Preisangaben
für bestimmte Mengen enthalten.
[0046] Figur 1 zeigt schematisch die wesentlichen Schritte zur Erstellung eines erfindungsgemäßen
Templates durch den Designer oder Template-Ersteller. Im ersten Schritt 11 wird eine
logisch unstrukturierte Druckvorlage in das erfindungsgemäße Computerprogramm MetaAd
Creator zur Erstellung von Templates eingelesen. Diese unstrukturierte Druckvorlage
wurde z. B. mit einem Standardprogramm erstellt und befindet sich in einem druckbereiten
Format wie z. B. EPS, PS, PDF, SVG etc. und wird dann in Verfahrensschritt 12 durch
das erfindungsgemäße Computerprogramm MetaAd Creator analysiert und auf graphische
Strukturmerkmale untersucht. In 13 wird aus den gefundenen wesentlichen Strukturmerkmalen
eine logische Komponentenstruktur aufgebaut. Die Komponentenstruktur umfasst gegebenenfalls
feste und/oder variable logische Komponenten. Zu den variablen Komponenten passende
parametrisierbare Substitutionselemente werden dem Designer oder Template-Ersteller
als gebundene Parameternamen über das Benutzerinterface im MetaAd Creator angezeigt
In Schritt 14 erfolgt die Zuordnung der jeweils interessierenden variablen Komponenten
zu beliebig parametrisierbaren Substitutionselementen. Die Parameter können durch
den Designer oder Template-Ersteller in ihrem Wertebereich auf einen Wertevorrat eingeschränkt
werden. Es kann z. B. eine bestimmte Farbpalette oder eine festgelegte Gruppe von
Werbetexten als Substitutionselemente zugeordnet werden. Manchmal ist es jedoch sinnvoll
den Wertevorrat nicht einzuschränken. Ein Beispiel hierfür ist, wenn künftige Benutzer
die Möglichkeit erhalten sollen Textkomponenten durch beliebige eigene Texte ersetzen
zu können. In Schritt 15 wird die parametrisierte Druck- oder Designvorlage (Template)
erzeugt. die alle variablen bzw. Ersetzungskomponenten und/oder Regeln enthält. Diese
Designvorlage wird nach der Speicherung auf einem digitalen Datenträger wie z. B.
Festplatte als MetaAd Template bezeichnet und steht sofort als Vorlage zur Erzeugung
einer beliebigen Anzahl von Gestaltungs- oder Designvarianten zur Verfügung. Es kann
auch ein geeignetes Archivsystem über eine beliebig konfigurierbare Schnittstelle
zur Archivierung programmgesteuert angeschlossen werden. Hierin könnten MetaAd Templates,
Gestaltungsvarianten und auch Substitutionselemente archiviert und verwaltet werden.
[0047] Figur 2 zeigt schematisch die wesentlichen Schritte zur Erstellung einer erfindungsgemäßen
Designvariante durch den Besteller oder Benutzer. Im ersten Schritt 21 wird die Einwahl
des Bestellers oder Benutzers vollzogen. Anschließend wird in 22 seine Autorisierung
durch Überprüfung eines individuellen Kennwortes durch das erfindungsgemäße Computerprogramm
MetaAd Web-Deploy vorgenommen. Nach Bestätigung seiner Zugangsberechtigung wird ihm
die ferngesteuerte Bearbeitung seiner MetaAd Templates durch MetaAd Web-Deploy ermöglicht.
In Schritt 23 wird eine Designvariante bzw. Template vom Besteller oder Benutzer ausgewählt
In Schritt 24 werden durch Zuordnung der Substitutionselemente zu den variablen Parametern
bzw. Komponenten Designvarianten der MetaAd Templates erstellt. Dabei bezeichnet Designvarianten
alle die MetaAd Templates, welche auf diese Weise aus dem ursprünglich vom Designer
oder Template-Ersteller erstellten Original-Template, entstanden sind.
[0048] Das Original-Template ist strukturgleich, wird jedoch nicht überschrieben durch die
vorgenommenen Änderungen. Bei den Substitutionselementen können z. B. Bilder oder
Textelemente eines fest vorgegebenen Wertebereichs durch Besteller- oder Benutzer-Auswahl
ersetzt werden. Der Wertebereich für Substitutionselemente muss aber nicht notwendig
eingeschränkt sein sondern kann auch durch den Ersteller oder Designer zur uneingeschränkten
Änderung von Parameterwerten geöffnet sein. Zum Beispiel kann dies sinnvoll sein,
wenn für Texte die freie Texteingabe oder die Zuordnung von Farben zu Texten oder
Geometrien ermöglicht werden soll.
[0049] Die Substitutionselemente können ferner als Ergebnisse von Programmaufrufen bereitgestellt
werden. In diesem Fall wird das Modul MetaAd Batch-Deploy zur automatischen Parameterbindung
durch programmgenerierte Werte benutzt. Durch MetaAd Batch-Deploy kann auch die gesamte
Besteller- oder Benutzer-Dialog entfallen und alle Designvarianten durch die programmgesteuerte
Bereitstellung von Substitutionselementen bestimmt werden.
[0050] In Schritt 25 werden die im MetaAd Template eingebetteten Druckvorlagen an die aktuelle
Parameterlage der Substitutionselemente angepasst. Hiermit ist die temporäre Designvariante
fertiggestellt. Bei Bedarf wird in Schritt 26 ein Vorschaubild zur Überprüfung erzeugt,
welches für die Visualisierung der Designvariante zum Web-Browser des Bestellers oder:
Benutzers gesendet wird. Hierdurch wird ein interaktive Arbeitsweise mit unmittelbarer
Kontrolle durch die Visualisierung aller vorgenommenen Veränderungen von Inhalt und
Gestaltung in einer Designvariante oder des jeweiligen MetaAd Original-Templates ermöglicht.
[0051] In Schritt 27 wird diese Designvariante zur Archivierung im Besteller- oder Benutzerverzeichnis
für die einen Designvarianten abgelegt. Es kann auch ein geeignetes Archivsystem über
eine beliebig konfigurierbare Schnittstelle zur Archivierung programmgesteuert angeschlossen
werden. Hierin könnten MetaAd Templates, Gestaltungsvarianten und auch Substitutionselemente
archiviert und verwaltet werden.
[0052] In Schritt 28 wird optional ein Bestellvorgang eingeleitet. Der Besteller hat hier
die Möglichkeit eine Warenkorbfunktion oder andere Kauf- und Bezahlvorgänge zu starten
und einen Druckauftrag zu platzieren. Nach Eingabe der Druckauftragsdaten und Absenden
der Auftragsbestätigung wird über das MetaAd Template ein Druckauftrag in einer Druckereieinrichtung
generiert. Die Druckauftragsdaten können ebenfalls im MetaAd Template enthalten sein.
Die komplette Abwicklung des so platzierten Druckauftrages einschließlich Bezahlung
kann über MetaAd Web-Deploy erfolgen.
[0053] In Schritt 29 wird die druckfähige Vorlage aus der Designvariante unter Berücksichtigung
der Druckauftragsdaten gedruckt.
[0054] Figur 3 zeigt ein MetaAd Template mit festen bzw. statischen und variablen bzw. dynamischen
Visualisierungs-Komponenten, wobei die dynamischen Visualisierungs-Komponenten im
MetaAd Creater als Defaultwerte an Parameter gebunden werden, welche dann zu einem
späteren Zeitpunkt durch Substitutionselemente ersetzt werden. Dieser Ersetzungsvorgang
findet über die Anwendung der erfindungsgemäßen Programme MetaAd Web-Deploy, MetaAd
Batch-Deploy, MetaAd GUI-Deploy oder aber erneut MetaAd Creater an dem MetaAd Template
statt.
[0055] Bei 31 kann das Logol z. B. durch andere Logos ersetzt werden, die als Substitutionselemente
in Frage kommen. Die statischen Visualisierungs-Komponenten 32 und 33 sind fest an
Parameter gebunden und nicht für die spätere Ersetzung freigegeben.
[0056] Durch 34 und 37 soll angezeigt werden, dass über eine MetaAd-Anwendung eine Ersetzung
durch beliebigen Text erfolgen kann. Die Schriftwahl und die Schriftgröße sind in
diesem Beispiel fest vorgegeben und es kann nur eine Inhaltsänderung erfolgen. Allerdings
könnte hier auch durch weitere freie Parameter zu diesem Substitutionselement z. B.
die Schriftfarbe, Type, Größe etc. variabel gehalten werden.
[0057] Bei den Komponenten 35 und 36 handelt es sich um dynamische Visualisierungs-Komponenten
vom Typ Bild. Auch hier sind den freien Parametern zunächst Defaultwerte zugeordnet,
welche dann durch eine MetaAd-Anwendung ersetzt werden können.
[0058] Figur 4 zeigt eine Gestaltungsvariante, die strukturgleich zum MetaAd Original-Template
aus Figur 3 ist. Wesentlich ist bei dieser Figur, dass sie eine konkrete Gestaltungsvariante
darstellt, welche durch den Ersetzungsmechanismus einer MetaAd-Anwendung auf ein MetaAd
Original-Template entstanden ist.
[0059] Das als Defaultwert gebundene Logol des Parameters aus 31 ist durch ein anderes Logo
41 ersetzt worden. Bei 42 und 43 konnte keine Anderung erfolgen. Durch 44 und 47 wird
gezeigt, daß die freien Parameter aus Figur 3 durch neue Texte ersetzt wurden.
[0060] Figur 5 zeigt eine bevorzugte Hardware-Konfiguration zur Ausführung der Erfindung.
Bezugszeichen 51 bezeichnet Besteller oder Benutzer, die mittels Client-Computer in
einem Standard-Webbrowser über das Internet oder Intranet z. B. Designvarianten von
vorliegenden Templates auf einem zentralen Server erzeugen. Die Verfahrensschritte
zur Erzeugung von Designvarianten wurden unter Bezugnahme auf Figur 2 erläutert.
[0061] Bezugszeichen 52 bezeichnet einen oder mehrere Designer oder Template-Ersteller,
die auf ihrem lokalen Computer Templates erstellen und über das Inter- oder Intranet
auf einem zentralen Server übertragen. Sie können diese aber auch mittels Client-Computer
in einem Standard-Webbrowser direkt über das Inter- oder Intranet erzeugen.
[0062] Bezugszeichen 53 bezeichnet die Verbindung zwischen Besteller, Benutzer, Designer
oder Template-Ersteller und Anwendungsserver über das Inter- oder Intranet.
[0063] Bezugszeichen 54 bezeichnet den Anwendungsserver, auf dem die Web-Applikation die
Ausführung der Anweisungen der Besteller, Benutzer und Designer oder Template-Ersteller
vollzieht, wie unter Bezugnahme auf Figur 2 erläutert wurde. Die Druckvorlagen, Substitutionselemente
etc. werden in einer geeigneten Datenhaltung 55 bereitgestellt. Die Hardwarekonfiguration
ist nicht auf einen bestimmten Computertyp festgelegt.
1. Verfahren zum Erstellen von variablen Druckvorlagen durch
Bereitstellen einer logisch unstrukturierten und graphisch strukturierten Basisdruakvorlage,
welche in Form eines Programmcodes vorliegt,
Automatisches Erkennen (12) mindestens eines graphischen Strukturmerkmals (31 bis
37) der Basisdruckvorlage,
Automatisches Erzeugen (13) mindestens einer logischen Komponente auf der Grundlage
des mindestens einen graphischen Strukturmerkmals (31 bis 37) und
Automatisches Erstellen (15) einer variablen Druckvorlage unter Verwendung der mindestens
einen logischen Komponente.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das mindestens eine graphische Strukturmerkmal (31
bis 37) die graphische Darstellung einer logischen Komponente wie die eines Wortes,
einer Überschrift, einer Textspalte, eines Bildes oder dergleichen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die logische Komponente durch ein Substitutionselement,
das individuell erzeugt oder aus einer Vielzahl auswählbar ist, ersetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Substitutionselement selbst eine parametrisierte
oder nicht parametrisierte Druckvorlage ist
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die mindestens eine logische Komponente
parametrisiert wird, indem die dem mindestens einen Strukturmerkmal zugrunde liegende
Graphik mit mindestens einer Funktion verknüpft wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die parametrisierte logische Komponente einen Parameter
für eine Formatzuweisung, Farbzuweisung und/oder einer Regelverknüpfung aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Regelverknüpfung eine funktionale Verknüpfung
mit einer Datenbank ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Basisvorlage eine von einem
Standard-Publishing-Programm erstellte Druckvorlage ist.
9. Verfahren zum Variieren oder Vervollständigen einer nach einem der Ansprüche 1 bis
8 erstellten Druckvorlage durch
Bereitstellen der Druckvorlage auf einem Applikationsserver (54) in einem Datennetz,
vorzugsweise dem Internet,
Einwählen (21) eines Benutzers in den Applikationsserver, insbesondere unter Überprüfung
(22) einer Zugangsberechtigung und
Zuordnen (23, 24) von Substitutionselementen zu parametrisierten Komponenten durch
einen Benutzer oder Client.
10. Vorrichtung zum Erstellen von variablen Druckvorlagen mit
einer Analyseeinrichtung zum Erkennen mindestens eines graphischen Strukturmerkmals
(31 bis 37) einer logisch unstrukturierten und graphisch strukturierten Basisdruckvorlage,
welche in Form eines Programmcodes vorliegt,
einer Syntheseeinrichtung zum Erzeugen mindestens einer logischen Komponente auf der
Grundlage des mindestens einen graphischen Strukturmerkmals und
einer Editoreinrichtung zum Erstellen einer variablen Druckvorlage unter Verwendung
der mindestens einen logischen Komponente.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei das mindestens eine graphische Strukturmerkmal
die graphische Darstellung einer logischen Komponente wie die eines Wortes, einer
Überschrift, einer Textspalte, eines Bildes oder dergleichen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Komponente durch ein Substitutionselement,
das individuell erzeugbar oder aus einer Vielzahl auswählbar ist, ersetzbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei das Substitutionselement selbst eine parametrisierte
oder nicht parametrisierte Druckvorlage ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die mindestens eine logische
Komponente in der Syntheseeinrichtung parametrisierbar ist, indem die dem mindestens
einen Strukturmerkmal zugrunde liegende Graphik mit mindestens einer Funktion verknüpft
wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei die parametrisierte logische Komponente einen
Parameter für eine Formatzuweisung, Farbzuweisung und/oder einer Regelverknüpfung
aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei die Regelverknüpfung eine funktionale Verknüpfung
mit einer Datenbank (55) ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, wobei die Basisvorlage eine von einer
Standard-Publishing-Einrichtung erstellte Druckvorlage ist.
18. System zum Variieren oder Vervollständigen einer mit einer Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 10 bis 17 erstellten Druckvorlage mit
einer Applikationsservereinrichtung (54) zum Bereitstellen der Druckvorlage in einem
Datennetz (53), vorzugsweise dem Internet,
einer Clienteinrichtung (51) zum Einwählen eines Benutzers in den Applikationsserver
(54), insbesondere unter Überprüfung einer Zugangsberechtigung, wobei
Substitutionselemente zu parametrisierten logischen Komponenten durch einen Benutzer
oder Client von der Clienteinrichtung (51) aus zuordenbar sind.
19. Computerprogramm, das ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 implementiert.
20. Datenträger, auf dem ein Computerprogramm nach Anspruch 19 gespeichert ist.
21. Computersystem, in dem ein Computerprogramm nach Anspruch 19 gespeichert und lauffähig
ist.
1. Method for producing variable printing patterns by providing a logically unstructured
and graphically structured basic printing pattern which is present in the form of
a program code,
automatically detecting (12) at least one graphical structural feature (31 to 37)
of the basic printing pattern,
automatically producing (13) at least one logical component based on the at least
one graphical structural feature (31 to 37), and
automatically producing (15) a variable printing pattern by using the at least one
logical component.
2. Method according to claim 1, wherein the at least one graphical structural feature
(31 to 37) is the graphical representation of a logical component as that of a word,
a title, a text column, a picture or the like.
3. Method according to claim 2, wherein the logical component is replaced by a substitution
element, which is generated individually or is selectable from a plurality.
4. Method according to claim 3, wherein the substitution element itself is a parameterized
or a non-parameterized printing pattern.
5. Method according to any of the claims 1 to 4, wherein the at least one logical component
is parameterized by linking the graphic underlying the at least one structural feature
to at least one function.
6. Method according to claim 5, wherein the parameterized logical component has a parameter
for a format allocation, color allocation and/or rule linkage.
7. Method according to claim 6, wherein the rule linkage is a functional linkage to a
database.
8. Method according to any of the claims 1 to 7, wherein the basic pattern is a printing
pattern produced by a standard publishing program.
9. Method for varying or completing a printing pattern produced according to any of the
claims 1 to 8 by providing the printing pattern on an application server (54) in a
data network, preferably the Internet,
login (21) of a user into the application server, especially with verification (22)
of an access authorization, and
associating (23, 24) substitution elements with parameterized components by a user
or client.
10. Device for producing variable printing patterns comprising an analyzing means for
detecting at least one graphical structural feature (31 to 37) of a logically unstructured
and graphically structured basic printing pattern which is present in the form of
a program code,
a synthesizing means for producing at least one logical component based on the at
least one graphical structural feature, and
an editor means for producing a variable printing pattern by using the at least one
logical component.
11. Device according to claim 10, wherein the at least one graphical structural feature
is the graphical representation of a logical component as that of a word, a title,
a text column, a picture or the like.
12. Device according to claim 11, wherein the component is replaceable by a substitution
element, which is generable individually or is selectable from a plurality.
13. Device according to claim 12, wherein the substitution element itself is a parameterized
or a non-parameterized printing pattern.
14. Device according to any of the claims 10 to 13, wherein the at least one logical component
is parameterizable in the synthesizing means by linking the graphic underlying the
at least one structural feature to at least one function.
15. Device according to claim 14, wherein the parameterized logical component has a parameter
for a format allocation, color allocation and/or rule linkage.
16. Device according to claim 15, wherein the rule linkage is a functional linkage to
a database (55).
17. Device according to any of the claims 10 to 16, wherein the basic pattern is a printing
pattern produced by a standard publishing means.
18. System for varying or completing a printing pattern produced with a device according
to any of the claims 10 to 17, comprising
an application server means (54) for providing the printing pattern in a data network
(53), preferably the Internet,
a client means (51) for the login of a user into the application server (54), especially
with verification of an access authorization, wherein
substitution elements can be associated with parameterized logical components by a
user or client from the client means (51).
19. Computer program, which implements a method according to any of the claims 1 to 9.
20. Data carrier, on which a computer program according to claim 19 is stored.
21. Computer system, in which a computer program according to claim 19 is stored and able
to run.
1. Procédé de réalisation de maquettes d'impression variables par:
mise à disposition d'une maquette de base non structurée logiquement et structurée
graphiquement qui se présente sous forme d'un code de programme,
détection automatique (12) d'au moins une caractéristique de structure graphique (31
à 37) de la maquette de base,
génération automatique (13) d'au moins une composante logique sur la base d'au moins
une caractéristique de structure (31 à 37) et
génération automatique (15) d'une maquette variable de la au moins une composante
logique.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la au moins une caractéristique de structure
graphique (31 à 37) est la représentation graphique d'une composante logique telle
que celle d'un mot, d'un titre, d'une colonne de texte, d'une image, etc.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel la composante logique est remplacée
par un élément de substitution pouvant être généré de manière individuelle ou pouvant
être sélectionné à partir d'une multitude.
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel l'élément de substitution lui-même est
une maquette paramétrée ou non paramétrée.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel la au moins une composante
logique est paramétrée en combinant la graphique à l'origine de la au moins une caractéristique
de structure avec au moins une fonctionnalité.
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel la composante logique paramétrée présente
un paramètre d'affectation de format, de couleur et/ou du couplage logique de règles.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel le couplage logique de règles est une
liaison fonctionnelle avec une base de données.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel la maquette de base est
une maquette établie par le programme de publication standard.
9. Procédé destiné à varier ou à compléter une maquette réalisée selon une des revendications
1 à 8 par
mise à disposition de la maquette sur un serveur d'application (54) à l'intérieur
d'un réseau informatique, de préférence sur l'lnternet,
entrée (21) d'un utilisateur dans le serveur d'application, notamment en vérifiant
(22) son autorisation d'accès et
affectation (23,24) d'éléments de substitution à des composantes paramétrées effectuée
par un utilisateur ou client.
10. Dispositif de réalisation de maquettes variables comprenant :
un dispositif d'analyse destiné à la détection d'au moins une caractéristique de structure
graphique (31à 37) d'une maquette de base non structurée logiquement et structurée
graphiquement qui se présente sous forme d'un code de programme ;
un dispositif de synthèse destiné à générer au moins une composante logique sur la
base de la au moins une caractéristique de structure graphique et
un dispositif d'édition destiné à la réalisation d'une maquette variable en utilisant
la au moins une composante logique.
11. Dispositif selon la revendication 10, dans lequel la au moins une caractéristique
de structure graphique est la représentation graphique d'une composante logique telle
que celle d'un mot, d'un titre, d'une colonne de texte, d'une image, etc.
12. Dispositif selon la revendication 11, dans lequel la composante peut être remplacée
par un élément de substitution susceptible d'être généré individuellement ou d'être
sélectionné à partir d'une multitude.
13. Dispositif selon la revendication 12, dans lequel l'élément de substitution lui-même
est une maquette paramétrée ou non paramétrée.
14. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 13, dans lequel la au moins une composante
logique peut être paramétrée par le dispositif de synthèse en combinant la graphique
à l'origine de la au moins une caractéristique de structure avec au moins une fonctionnalité.
15. Dispositif selon la revendication 14, dans lequel la composante logique paramétrée
présente un paramètre d'affectation du format, de la couleur et/ou du couplage logique
de règles.
16. Dispositif selon la revendication 15, dans lequel le couplage logique de règles est
une liaison fonctionnelle avec une base de données (55).
17. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 16, dans lequel la maquette de base
est une maquette réalisée par un dispositif de publication standard.
18. Système destiné à varier ou à compléter une maquette réalisée par un dispositif selon
une des revendications 10 à 17 et comprenant :
un serveur d'application (54) prévu pour la mise à disposition de la maquette sur
un réseau informatique (53), notamment l'Internet,
un dispositif de client (51) destiné à entrer un utilisateur dans le serveur d'application
(54), notamment en vérifiant son autorisation d'accès, dans lequel
des éléments de substitution à des composantes logiques paramétrées peuvent être affectés
par un utilisateur ou un client à partir du dispositif de client (51).
19. Programme informatique pour PC mettant en oeuvre le procédé selon une des revendications
1 à 9.
20. Support de données destiné au stockage du programme informatique selon la revendication
19.
21. Système d'ordinateur dans lequel est stocké un programme informatique selon la revendication
19 et dans lequel il est apte à fonctionner.