[0001] Die Erfindung betrifft ein im Oberbegriff des Ansprüches 1 beschriebenes Verfahren
zum Umhüllen von scharfkantigen Stückguteinheiten, insb. quader- bzw. würfelförmigen
Stückgutstapeln, die bspw. aus (i.a. auf einer Palette gestapelten) palettierten Mauersteinen
od.dgl. bestehen, mit einer aus Kunststoff (wie insb. Polyethylen) bestehenden, schlaüch-
oder haübenförmigen Stretchfolie, welche eine fertig umhüllte Stückguteinheit jeweils
wenigstens an ihren (i.a. vier) Seitenflächen unter ihr durch Querdehnung eingeprägter
innerer horizontaler Umfangsspannung vollständig umhüllt, vorzugsweise (insb. bei
der Folie während des Überziehens über die jeweils zu umhüllende Stückguteinheit zusätzlich
zum horizontalen Querstretch eingeprägtem vertikalen Längsstretch) an ihrer Unterseite
(von deren Rändern her) mit einem sog. "Unterstretch" wenigstens teilweise überdeckt,
und damit ggf. auch die Unterseite der Stückguteinheit wenigstens teilweise umhüllt,
und welche die Stückguteinheit bei haubenförmiger Ausbildung der Stretchfolienumhüllung
auch an ihrer Oberseite vollständig überdeckt, wie dieses immer dann vorgesehen ist,
wenn einem Stückgutstapel durch die Stretchfolienumhüllung nicht nur eine gegenüber
seinem nicht umhüllten Zustand erhöhte Stapelfestigkeit (Formfestigkeit) verliehen
werden soll, die ein relatives Verrutschen von Stückgutteilen bzw. ganzen Stückgutlagen
verhindert, sondern wenn der Stückguteinheit außerdem ein Schutz gegen Witterungseinflüsse
und/oder eine Verschmutzung verliehen werden soll/muß.
[0002] Ein solcher Witterungsschutz wird von der Praxis zwar regelmäßig gefordert, ist aber
in Ausnahmefällen entbehrlich, bspw. wenn es sich bei den zu umhüllenden Stückguteinheiten
um palettierte (Mauer-)Steinstapel od.dgl. handelt, die weder gegen Witterungseinflüsse
durch Regen oder Schnee, noch auch gegen ein Verstauben oder eine sonstige Verschmutzung
empfindlich sind. In derartigen Fällen wird daher häufig aus Kostengründen auf eine
haubenförmige Ausbildung der Stretchfolienumhüllung verzichtet, und in Kauf genommen,
daß an der nur teilweise durch Folie überdeckten Oberseite der Stückguteinheiten bei
deren Lagerung und Transport ggf. Feuchtigkeit und Schmutzpartikel unter die Folienverpackung
der nur an ihren Seitenwänden vollständig umhüllten Stückguteinheiten eindringen können,
weil man bei einem Verzicht auf eine haubenförmige Ausbildung der Stretchfolienumhüllung
zu einer erheblichen Einsparung von Folienmaterial kommt, und unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten
seit eh und je bemüht ist, den erforderlichen Einsatz der für eine Verpackung erforderlichen
Menge an relativ aufwendiger Kunststoffolie auf das unbedingt erforderliche Maß zu
reduzieren. Deshalb arbeitet man in der Folienverpackungstechnologie auch mit möglichst
dünnen Folien.
[0003] Ganz unabhängig davon, ob man eine Stretchfolienumhüllung für eine Stückguteinheit
haubenförmig ausbildet oder schlauchförmig beläßt, unterliegt eine Folienumhüllung
bereits bei ihrer Anbringung (aber auch beim Umsetzen fertig umhüllter Ladeeinheiten
bzw. bei deren Transport) an scharfen Kanten and Ecken, (nachfolgend auch als "kritische
Stellen" bezeichnet) der Stückguteinheiten einer Einrißgefahr. Das ist ohne weiteres
nachvollziehbar, wenn man bedenkt, daß die für derartige Zwecke zum Einsatz kommende
Folie aus den oben bereits angesprochenen Kostengründen i.a. lediglich eine Materialdicke
von Bruchteilen eines Millimeters aufweist, nämlich derzeit üblicherweise nur ca.
80 - 150 µ, wobei aber auch bereits noch erheblich dünnere Folien (z.B. 40 µ) erfolgreich
getestet worden und zum Einsatz gekommen sind.
[0004] Man könnte diese Einrißgefahr an den gesamten kritischen Stellen einer zu umhüllenden
Stückguteinheit zwar durch eine deutliche Erhöhung der Foliendicke reduzieren bzw.
eliminieren, käme aber bspw. bei einer Verdoppelung der Foliendicke (von z.B. 100
µ auf 200 µ) ersichtlich zwangsläufig zu einer Verdoppelung des Materialeinsatzes,
und damit zu einer Verdoppelung der Verpackungs-Materialkosten, was für die Praxis
nicht akzeptabel ist.
[0005] Bei dem von der vorliegenden Erfindung betroffenen Verfahren wird jeweils ein aus
Stretchfolie bestehender Umhüllungs-Abschnitt eines i.a. als sog. Seitenfaltenschlauch
ausgebildeten Kunststoff-Folienschlauches, der in seinem zugeführten Ausgangszustand
einen (i.a. erheblich) kleineren Umfang aufweist als die jeweils zu umhüllende Stückguteinheit,
an seinem jeweils der zu umhüllenden Stückguteinheit zugekehrten freien (Zuführ-)Endabschnitt
von (i.a. vier) bügelartigen (auch als "Stretchbügel", "Reckbügel" oder "Reffbügel"
bezeichneten) Multifunktionselementen (nachstehend auch kurz als "Bügel" bezeichnet)
aufgenommen und nach dem Aufnehmen seines vorgeöffneten (im Bevorratungszustand flach
zusammengefalteten) zugeführten freien Endabschnittes (i.a. noch völlig bzw. zumindest
i.w. ungedehnt) aufgespreizt, um sodann vorzugsweise in i.w. konzentrisch zur Schlauch-
bzw. Stückgut-Längsmittelachse verlaufenden Falten auf die Multifunktionselemente
aufgerefft zu werden.
[0006] Unabhängig davon, ob eine Stückguteinheit mit einer schlauch- oder haubenförmigen
Kunststoffumhüllung versehen werden soll, wird der von den Multifunktionselementen
(vorgeöffnet) aufgenommene, (zumindest noch i.w. ungedehnt) aufgespreizte sowie auf
diese aufgereffte (Umhüllungs-)Schlauchabschnitt an seinem von der jeweils zu umhüllenden
Stückguteinheit abgekehrten oberen Ende vom Schlauchvorrat abgetrennt (im Falle einer
Haubenbildung ggf. nach seinem Abschweißen mit einer Quemaht an seinem oberen Ende),
und mittels der Multifunktionselemente in einen Überziehzustand quergedehnt, in dem
jede Schlauchabschnitt- bzw. Hauben-Seitenwand in einer gemeinsamen Projektionsebene
einen Sicherheitsabstand (von z.B. 15 cm) zu der ihr beim Überziehen zugeordneten
Stückgut-Seitenwand aufweist, damit es beim Überziehen des (ggf. haubenförmig ausgebildeten)
Umhüllungs Schlauchabschnittes über die jeweils zu umhüllende Stückguteinheit nicht
zu einer Kollision der die Umhüllungs- Folie haltenden Multifunktionselemente mit
aufgrund eventueller Unregelmäßigkeiten seitlich vorstehenden Abschnitten der zu umhüllenden
Stückguteinheit kommen kann, und schließlich in seinem quergedehnten Überziehzustand
über die jeweils zu umhüllende Stückguteinheit gezogen.
[0007] Dabei legt sich im Verlaufe des Überziehvorgangs entweder der durch Querabschweißung
geschlossene Haubenboden ("Haubendeckel") oder aber ein über die Multifunktionselemente
nach dem Aufreffen planmäßig nach oben vorstehenden Randabschnitt des schlauchförmigen
Umhüllungs-Schlauchabschnittes an die Oberseite der Stückguteinheit an, und kann sich
an dieser in der Art eines Widerlagers abstützen, so daß die auf die Multifunktionselemente
aufgereffte Folie mithin beim weiteren Absenken der i.a. an einem gemeinsamen Hubrahmen
angeordneten Multifunktionselementes sukzessiv von diesen abgleitet, und sich unter
(i.a. erheblicher) Umfangsdehnung ("Querstretch") und vollständiger Umhüllung der
Seitenflächen der Stückguteinheit an die Stückguteinheit fest anlegt, und zwar i.a.
so, daß diese an den Randabschnitten ihrer Unterseite vom unteren Endabschnitt des
Umhüllungs-Schlauchabschnittes mit einem sog. Unterstretch untergriffen wird. Dieser
Unterstretch steht im fertigen Umhüllungszustand ggf. nicht über die Unterseite der
an ihren Seitenflächen vollständig umhüllten Stückguteinheit (ggf. einer unter den
Stückgutteilen eines Stückgutstapels angeordneten Paletie) i.w. vertikal nach unten
vor, sondern legt sich aufgrund der auch ihm eingeprägten Umfangsdehnung i.w. (horizontal)
flach an den umlaufenden Randabschnitt der Unterseite der Stückguteinheit an.
[0008] Ein solcher Unterstretch, wie er insb. gem. der DE 40 19 127 Al zweckmäßig und wirksam
zu verwirklichen ist, ist insb. dann erforderlich, wenn zu umhüllende Stückguteinheiten
mit einer Stretchfolienhaube umhüllt werden, die im fertigen Anlagezustand nicht nur
in horizontaler Querrichtung quergestretcht ist, sondern gem. der EP 0 344 815 dabei
zusätzlich auch noch in vertikaler Längsrichtung längsgestretcht, also im fertigen
Umhüllungszustand biaxial gestretcht, weil die vertikal (in Haubenlängsrichtung) längsgestretchten
Haubenseitenwände daran gehindert werden müssen, sich nach dem vollständigen Abgleiten
der Folie von den Multifunktionselementen (aufgrund der ihnen durch den Längsstretch
eingeprägten inneren vertikalen Längsspannung) bis über die Unterseite der jeweils
umhüllten Stückguteinheit hochzuziehen (in der Praxis und Literatur auch als "Halbmondbildung"
bezeichnet, da die Folie zwar i.a. an den unteren Ecken des Stapels/der Palette gehalten
wird, ihr unterer Rand aber zwischen zwei benachbarten Ecken einen halbmondförmigen
Verlauf annimmt). Denn dadurch ginge der ihnen beim Überziehen (vorzugsweise i.w.
allein durch Reibung der Folie an den Multifunktionselementen) eingeprägte vertikale
Längsstretch (wenigstens teilweise) wieder verloren, die hierdurch angestrebten erheblichen
Vorteile würden (wenigstens teilweise) nicht erreicht, und ein angestrebter Witterungsschutz
wäre an den Seitenwänden nur unvollkommen zu erreichen.
[0009] Obwohl die Stretchfolien-Verpackungstechnologie trotz in technischer wie auch wirtschaftlicher
Hinsicht höchst befriedigender Ergebnisse nach wie vor insb. in ihrer Ausbildung als
Stretchhauben-Verpackungstechnologie erhebliche Probleme unterschiedlichster Art bereiten
kann, konzentriert sich die vorliegende Erfindung i.w. auf die weiter oben bereits
kurz angesprochene Problematik, die bei der Stretchfolien-Verpackungstechnologie aufgrund
"kritischer Stellen" wie scharfer Kanten und/oder spitzer Ecken an der Ober- oder/und
Unterseite zu verpackender Stückguteinheiten dadurch entsteht, daß es an derartigen
kritischen Stellen von mit Stretchfolie zu umhüllenden Stückguteinheiten (bspw./insb.
den Stapel-Oberkanten sowie den oberen Ecken von Mauersteinstapeln od.dgl.) bei deren
Kontakt mit der von den Multifunktionselementen abgeglittenen, i.a. unter einer erheblichen
Umfangsspannung (oder sogar einer die Folie noch stärker beanspruchenden Biaxialspannung)
stehenden Folie zu einem punktförmigen Penetrieren bzw. einem linienförmigen Einschneiden
der unter erheblicher Spannung stehenden, relativ dünnen Kunststoffolie kommen kann.
[0010] Diese Problematik hat in den jüngst vergangenen Jahren eher zu- als abgenommen, da
mit fortschreitender Weiterentwicklung der zum Einsatz kommenden Kunststoffolien die
den Folien einprägbaren Dehnungen enorm gestiegen sind, so daß zwischenzeitlich ein
Querstretch von 50 % und zum Teil sogar noch erheblich mehr durchaus praktikabel ist.
Dabei sind die der Folie beim Umhüllungsvorgang eingeprägten Spannungen entsprechend
groß, so daß die Beschädigungsgefahr an kritischen Stückgutbereichen entsprechend
gestiegen ist. Kommt es aber in einer derart gespannten, dünnen Kunststoffolie mit
einer Dicke von bspw. 100 µ (oder gar nur z.B. 40 µ) auch nur zu einer punktförmigen
Lochbildung, so reißt die Folie - ausgehend von ihrer punktförmigen Verletzung - unverzüglich
weiter ein. Bei einem initialen linienförmigen Aufschneiden einer entsprechend gedehnten
Folienhaube oder eines schlauchförmigen Umhüllungs-Schlauchabschnittes bspw. an der
scharfkantigen Oberseite eines aus Mauersteinen bestehenden Stückgutstapels ist das
Verpackungsergebnis i.a. noch verheerender.
[0011] Aus der DE-A-38 32 557 ist ein Verfahren zum vollständigen Umhüllen von palettenlos
gebildeten, quader- bzw. würfelförmigen Stückgutstapeln (deren - im fertigen Gebrauchszustand
- unterste Stückgutlage als Sonderschicht an zwei einander gegenüberliegenden Seiten
längliche Aufnahmenischen für Tragmittel eines Hubgerätes aufweist) mittels zweier
gegenläufig über einen Stapel gezogener Stretchfolienhauben bekannt, bei dem sich
im oberen Randbereich einer fertig umhüllten Ladeeinheit eine einlagige Folienverstärkung
ergibt.
[0012] Bei diesem Verfahren wird beim Stapeln vor dem Auflegen der Sonderschicht auf die
Oberseite der bis dahin obersten Stückgutlage ein ggf. als Flachfolie ausgebildeter,
bahnförmiger Materialabschnitt aufgelegt, der seitlich über die Stapelkontur vorsteht.
Nach dem Auflegen der Sonderschicht wird eine erste Stretchfolienhaube so über den
Stapel gezogen, daß der Haubenrand den Stapel an seiner Unterseite mit einem Unterstretch
untergreift, wobei sich der überstehende Randabschnitt der Flachfolie an die Seiten
der dabei unter der Sonderschicht befindlichen zweitobersten Stückgutlage anlegt.
Danach wird die Haube im Bereich der Nischen in diese einprofiliert und dort so mit
der Flachfolie verbunden, daß sie der Nischenkontur folgt.
[0013] Anschließend wird der Stapel um 180° in seine Gebrauchsstellung gewendet, so daß
die Sonderschicht nunmehr die unterste Stückgutlage bildet, und - wiederum von oben
- mit einer zweiten Folienhaube überzogen, welche entweder den über die Sonderschicht
vorstehenden unteren Randabschnitt der nunmehr zweituntersten Stückgutlage untergreift
oder bereits darüber endet. Dabei ergibt sich im ersteren Fall im unteren Randbereich
der zweituntersten Stückgutlage durch die Flachfolie und durch die erste Haube eine
zweilagige Folienverstärkung und im letzteren Fall durch die Flachfolie eine einlagige
Folienverstärkung. Der von der Sonderschicht gebildete untere Randbereich des Stapels
ist nicht folienverstärkt.
[0014] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der weiter oben
beschriebenen Gattung in sowohl technischer als auch wirtschaftlich befriedigender
Weise dahingehend zu verbessern, daß auch Stückguteinheiten, die in ihrem oberen und/oder
unteren Randbereich scharfe Kanten und/oder spitze Ecken aufweisen, mit möglichst
wenigen Arbeitschritten und den zum Ubersiehen des Umhüllungs-Schlauchabschnittes
ohnehin vorhandenen Einrichtungen bzw Elementen in ihren Kritischen Zweichen mittels
eines Verstünkungs-Schlauchabschnittes einwandfrei umhüllt umhüllt werden können,
ohne daß es zu einer Beschädigung der Umhüllungsfolie kommt.
[0015] Die Lösung dieser Anfgabe erfolgt erfindungsmäß durch die kennzeichnenden Merkmale
des Ansprüches 1.
[0016] Das könnte zwar (unter lediglich technischen Gesichtspunkten) auch durch Verwendung
eines dikkeren und damit widerstandsfähigeren Folienmaterial geschehen, oder aber
durch zwei- oder mehrfaches Überziehen einer Folienhaube, doch wären diese Arbeitsweisen
bzw. das mit ihnen zu erzielende Ergebnis unter Kostengesichtspunkten nicht akzeptabel.
[0017] Das gleiche gilt im Ergebnis für die Anbringung eines irgendwie gearteten Kantenschutzes
von Hand zwischen den maschinellen Taktzeiten, und/oder eine aufwendige Erweiterung
der Verpackungsmaschine durch zusätzliche Kantenschutz-Anbringungs-Einrichtungen,
die nicht nur den Investitionsaufwand entsprechend erhöhen und die Anfälligkeit der
Maschine vergrößern würden, sondern vor allem auch zu einer erheblichen Verminderung
der Maschinenleistung (Durchsatz fertiger Ladeeinheiten je Zeiteinheit) führen.
[0018] Der Verstärkungs-Schlauchabschnitt kann erheblich kürzer als der Umhüllungs-Schlauchabschnitt
sein, weil er nur als Verstärkung für den Umhüllungs-Schlauchabschnitt an einer kritischen
Stelle der jeweils zu umhüllenden Stückguteinheit dient also bspw. im Falle recht
gleichmäßiger, qaderförmiger Mauersteinstapel, wie sie mit einem guten Palettierer
ohne weiteres auf einer Flachpalette zu bilden sind, ggf. lediglich für die scharfkantige
umlaufende Oberkante des Steinstapels mit ihren vier Ecken, so daß es für eine Verstärkung
dieser "kritischen Stelle" völlig ausreicht, wenn eine derartige Stückguteinheit beiderseits
ihrer umlaufenden Oberkante (also einerseits an ihren vier Seitenflächen, und andererseits
auf ihrer Oberseite) mit einem im Verhältnis zur Stapelhöhe relativ schmalen, ringförmigen
Folienabschnitt versehen wird, der zumindest zweilagig ausgebildet ist.
[0019] Obwohl praktikabel ist, wenn ein Verstärkungs-Schlauchabschnitt in seinem zugeführten
Ausgangszustand einen Umfang aufweist, der i.w. gleich dem Umfang der jeweils zu umhüllenden
Stückguteinheit ist, der also - anders als der Umhüllungs-Schlauchabschnitt - im fertigen
Umhüllungszustand kaum oder gar nicht gedehnt ist, da der Verstärkungs-Schlauchabschnitt
ja nichts zur Erhöhung der Formstabilität der Stückguteinheit beizutragen braucht,
sondern lediglich einer Verstärkung der Folienumhüllung an einer kritischen Stelle
der Stückguteinheit dienen soll, ist eine solche Ausgestaltung unter mehreren Gesichtspunkten
nicht als optimal anzusehen.
[0020] Ein wesentlicher Grund hierfür liegt schon darin, daß der Umhüllungs-Schlauchabschnitt
einerseits und der Verstärkungs-Schlauchab andererseits dann jeweils aus einem unterschiedlichen
Schlauchvorrat gespeist werden müssen, von denen bei jedem Umhüllungsvorgang alternierend
Schlauchmatenal zugeführt werden muß, was zwangsläufig zu einer Verkomplizierung der
Maschine und zu einer vermeidbaren Reduzierung der Durchsatzleistung führen würde.
[0021] Es kommt hinzu, daß es schon zur reibschlüssigen-Verankerung eines nicht als Haube
ausgebildeten Verstärkungs-Schlauchabschnittes an der Oberseite einer zu umhüllenden
Stückguteinheit höchst zweckmäßig ist, wenn auch er - ebenso wie der Umhüllungs-Schlauchabschnitt
- in seinem ungedehnten Ausgangszustand einen kleineren Umfang als der jeweils zu
umhüllende Stückgutstapel aufweist, weil er an der Oberseite der zu umhüllenden Stückguteinheit
beim Überziehvorgang gehalten werden soll, sich bei einer solchen umfangsmäßigen Dimensionierung
des Schlauchmaterials mit seinem dem zu umhüllenden Stückgut abgekehrten oberen Randabschnitt,
der beim Überziehen nach oben über die oberen Enden der Multifunktionselemente vorsteht,
beim Überziehen selbsttätig fest unter Haft-Reibschluß an die Oberseite der zu umhüllenden
Stückguteinheit anlegt, und beim weiteren Absenken der Multifunktionselemente - gleichsam
als Widerlager - ermöglicht, daß das von den Multifunktionselementen (in aufgereffter
Form) gehaltene Folienmaterial nach und nach von den Multifunktioselementen abgleitet
und sich an die Seitenflächen des Stückgutstapels unter entsprechender Umfangsdehnung
und damit unter dieser Dehnung entsprechender innerer Spannung fest anlegt. Es bedarf
hierfür dann also weder gesonderter Verankerungsmaßnahmen, noch auch irgendwelcher
zusätzlicher Elemente oder sonstiger Mittel.
[0022] Schon unter diesen Gesichtspunkten ist daher vorgesehen, daß jeder Verstärkungs-Schlauchabschnitt
in seinem ungedehnten Ausgangszustand einen kleineren Umfang als die jeweils zu umhüllende
Stückguteinheit aufweist, und zwar den gleichen Umfang wie das Schlauchmaterial für
den Umhüllungs-Schlauchabschnitt, und daß er aus dem gleichen Material besteht wie
der Umhüllungs-Schlauchabschnitt, so daß alle Schlauchabschnitt von demselben Schlauchvorrat
zugeführt und von diesem abgetrennt werden können.
[0023] Das hat zur Folge, daß auch jeder Vestärkungs-Schlauchabschnitt im fertigen Anbringungszustand
unter der gleichen Umfangsdehnung (= Querstretch) an der Stückguteinheit anliegt.
Dieses mag prima facie als nachteilig angesehen werden, weil die Folie in einem (insb.
erheblich) gedehnten Zustand nicht nur entsprechend dünner wird, sondern auch aus
anderen Gründen leichter verletzlich ist als im ungedehnten bzw. weniger gedehnten
Zustand, doch kann man diesen zunächst weniger vorteilhaft erscheinenden Effekt zumindest
dann in einen (weiteren) Vorteil ummünzen, wenn man die Höhe eines Verstärkungs-Schlauchabschnittes
beim Umhüllen von Stückgutstapeln so ausbildet, daß er im angebrachten Zustand wenigstens
zwei Stückgutlagen umfaßt. Denn dann trägt er - außer seiner Verstärkungsfunktion
- auch noch zur weiteren Erhöhung der Stapelfestigkeit bei, und zwar bei einem im
oberen Abschnitt eines Stückgutstapels angeordneten Verstärkungs-Schlauchabschnitt
in demjenigen Bereich des Stapels, der wegen seiner geringsten Auflast und demgem.
der niedrigsten Reibungskraft zwischen zwei übereinander angeordneten Stückgutlagen
hinsichtlich eines gegenseitigen Verrutschens einzelner Stückgutteile oder gar ganzer
Stückgutlagen beim Auftreten seitlicher Beschleunigungen besonders gefährdet ist.
[0024] Wie sich bei entsprechenden Versuchen (insb. mit relativ dünnem Folienmaterial, und/oder
insb. mit relativ großen Querstretchwerten von 50 % und mehr) herausgestellt hat (insb.
wenn der Umhüllungs-Schlauchabschnitt vor seinem Abtrennen vom Schlauchvorrat durch
Abschweißen einer Quemaht als Haube ausgebildet wird, und wenn ihm beim Überziehen
zusätzlich zu dem Querstretch noch ein vertikaler Längsstretch eingeprägt wird, die
Folienhaube also im fertigen Umhüllungszustand biaxial gestretcht ist, und demgem.
unter entsprechenden inneren Spannungen an der umhüllten Stückguteinheit anliegt),
reicht es bei insb. harten und scharfkantigen Stückgutteilen wie z.B. Klinkersteinen
oft nicht aus, den Stückgutstapel an seiner umlaufenden Oberkante (und damit auch
an seinem besonders gefährlichen oberen Ekken) umlaufend mit einem einlagigen Verstärkungs-Schlauchabschnitt
gleicher Materialstärke zu versehen, sondern geboten und daher erfindungsgemäß, vorgesehen,
daß das Folienmaterial der Folienverstärkung (wenigstens) zweilagig ausgebildet wird.
[0025] Hierfür könnte man zwar nacheinander zwei oder mehr einlagige Verstärkungs-Schlauchabschnitte
nacheinander an einer kritische Stelle der zu umhüllenden Stückguteinheit anbringen.
Erheblich zweckmäßiger ist jedoch des erfindungsgemäße Verfahrensweise bei welcher
ein an einer kritischen Stelle der zu umhüllenden Stückguteinheit anzubringender,
ringförmiger Verstärkungs-Schlauchabschnitt zwar zweil-oder mehrlagig angebracht wird,
jedoch aus einem einteiligen Schlauchabschnitt besteht.
[0026] Hierfür werden die Multifunktionselemente zu Beginn eines Verpackungsvorgangs zum
Aufnehmen eines Verstärkungs-Schlauchabschnittes zunächst jeweils in eine einander
angenäherte Aufnahmestellung gefahren, und aus dieser Aufnahmestellung relativ zu
dem zugeführten Schlauch-Endabschnitt in dessen offenes freies Ende verfahren, wie
dieses aus der bekannten Stretchhauben-Verpackungstechnologie ohne Folienverstärkung
bekannt ist, und auch hier später beim Umhüllungs-Schlauchabschnitt praktiziert wird.
Danach wird der aufgenommene Verstärkungs-Schlauchabschnitt durch die Multifunktionselemente
wiederum in an sich bekannter Weise mit dem von ihnen aufgenommenen Schlauch-Endabschnitt
durch diagonales Auseinanderfahren (i.w. ungedehnt) aufgespreizt, und anschließend
ein Schlauchabschnitt vorgegebener Länge in i.w. konzentrisch zur Schlauch- bzw. Stückgut-Längsachse
verlaufenden Falten auf die Multifunktionselemente aufgerefft.
[0027] Nach dem Aufreffen wird der Verstärkungs-Schlauchabschnitt mit Abstand zum freien
Schlauchende in vorgegebener Länge vom zugeführten Schlauchvorrat abgetrennt, und
ggf. so auf die Multifunlaionselemente nachgerefft (d.h. weiter aufgerefft), oder
ggf. mittels der reversiert zum Reffvorgang angetriebenen Reffrollen soweit von den
Multifunktionselementen abgerefft (d.h. nach oben hin freigegeben), daß der obere
freie Rand des im übrigen auf die Multifunktionselemente aufgerefften Verstärkungs-Schlauchabschnittes
um ein vorgegebenes Maß über das obere Ende der Multifunktionselemente vorsteht. Dieser
über die Multifunktionselemente nach oben vorstehende Randabschnitt des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
wird (in Analogie zu dem gebräuchlichen Begriff "Unterstretch") nachstehend auch als
"Oberstretch-Abschnitt" bzw. kurz als "Oberstretch" bezeichnet, wenn er sich beim
Überziehen des Verstärkungs-Schlauchabschnittes in der Art eines Widerlagers für das
nachfolgende sukzessive Abgleiten von Folie von den Multifunktionselementen auf der
Stückgut-Oberseite abstützt/unter Haftreibung verankert. Hierfür benötigt er eine
bestimmte Mindestlänge bzw. -höhe.
[0028] Wenn eine Stückguteinheit an ihrem i.a. besonderes kritischen umlaufenden oberen
Rand (einschließlich dessen besonders kritischer Ecken) mit einem Verstärkungs-Schlauchabschnitt
versehen werden soll, durchfahren die Multifunktionselemente beim Absenken aus ihrer
Überziehstellung eine Zwischenstellung, in der der von ihnen quergestretcht gehaltene
Verstärkungs-Schlauchabschnitt mit seinem nach oben frei vorstehenden Randabschnitt
als (einlagiger) "Oberstretch" (gleichsam als Widerlager) auf der Stückgut-Oberseite
zur Anlage kommt, und sich unter Haftreibung an dieser abstützt, bis der Verstärkungs-Schlauchabschnitt
in einer ersten unteren Arbeitsstellung soweit von den Multifunktionselementen abgeglitten
ist, daß er sich in der vorgesehenen Höhe der Folienverstärkung einlagig an die Seitenwände
der Stückguteinheit (fest) angelegt hat.
[0029] Zwecks Bildung eines einteiligen, zweilagigen VerstärkungsSchlauchabschnittes im
oberen Randbereich der Stückguteinheit werden die Multifunktionselemente aus dieser
ersten unteren Arbeitsstellung - unter weiterem Abgleiten von Folienmaterial, das
sich dabei als äußere zweite Verstärkungslage auf die bereits an den Seitenwänden
der Stückguteinheit befindliche erste Verstärkungslage legt - bis in eine (höhere)
zweite untere Arbeitsstellung angehoben, in welcher sie den Verstärkungs-Schlauchabschnitt
völlig freigegeben haben, wobei sich dessen ursprünglich unterer Endabschnitt unter
der dem Schlauchmaterial eingeprägten Umfangsdehnung als (obere) zweite Oberstretchlage
auf der bereits am Randabschnitt der Stückgut-Oberseite abgelegten (unteren) ersten
Oberstretchlage ablegt.
[0030] Nach dieser zweilagigen Anbringung eines einteiligen Verstärkungs-Schlauchabschnittes
an der (danach mit dem Umhüllungs-Schlauchabschnitt zu umhüllenden) Stückguteinheit
werden die Multifunktionselemente wieder gemeinsam nach oben in ihre Ausgangsstellung
gefahren, um nunmehr in bekannter Weise einen Umhüllungs-Schlauchabschnitt (i.a. als
Folienhaube) vom Schlauchvorrat aufzunehmen, aufzuspreizen, gerefft zu halten, in
die Überziehstellung querzustretchen, und schließlich über die zu umhüllende Stückguteinheit
zu ziehen.
[0031] Soll dagegen der i.w. einer Verstärkung dienende Verstärkungs-Schlauchabschnitt aus
bestimmten Gründen dreilagig oder noch mehrlagiger ausgebildet werden, so muß in der
angehobenen zweiten unteren Arbeitsstellung, in welcher die Verstärkungsfolie bereits
zweilagig an den Seitenwänden des Stückgutstapels anliegt, nicht nur noch ein ausreichender
ringförmiger Folienabschnitt auf den Multifunktionselementen vorhanden sein, sondern
es muß weiterhin dafür Sorge getragen werden, daß in der zweiten unteren Arbeitsstellung
wiederum - wie bereits zu Beginn des Anbringungsvorgangs für den Verstärkungs-Schlauchabschnitt
- ein (zunächst noch auf die Multifunktionselemente aufgereffter) Folienabschnitt
(als weiterer späterer "Oberstretch") nach oben über die Multifunktionselemente vorsteht,
der sich nachfolgend zwecks weiterer Verankerung der Folie ebenfalls in der Art eines
"Oberstretches" (als dritte und vierte Oberstretchlage) an die Oberseite der Stückguteinheit
fest anlegen und dabei reibschlüssig verankern kann. Dieser ringförmige Folienabschnitt
ist ersichtlich nunmehr zweilagig , und müß vor einem erneuten Absenken der Multifunktionselemente
aus der zweiten unteren Arbeitsstellung zunächst einmal von diesen abgerefft werden.
[0032] Es werden daher etwa in der zweiten unteren Arbeitsstellung die reversierbar antreibbaren
Reffrollen - falls sie zwischendurch von den Multifunktionselementen nach außen in
eine Ruhestellung gefahren worden sind - wiederum von außen an die Multifunktionselemente
mit der noch von diesen aufgerefften Folie herangefahren, und im Sinne eines Abreffens
in umgekehrter Richtung wie beim (Auf-)Reffen angetrieben, bis sie soviel Folie von
den Multifunktionselementen abgerefft haben, daß diese sich als (einteilige) zweite
und dritte Oberstretchlage beim erneuten Absenken der Multifunktionselemente fest
auf die erste Oberstretchlage gelegt hat, und unter Reibschluß der zweiten Oberstretchlage
zur ersten Oberstretchlage sowie der dritten Oberstretchlage zur zweiten Oberstretchlage
wiederum ein Widerlager bildt, gegen welches beim erneuten weiteren Absenken der Multifunktionselemente
weitere Folie von diesen abgleiten und sich als dritte Verstärkungslage von außen
fest an die bereits vorhandene zweite Verstärkungslage des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
an den Seitenwänden der Stückguteinheit anlegen kann.
[0033] Ist eine dreilagige Folienverstärkung vorgesehen, so werden die Multifunktionselemente
aus der zweiten unteren Arbeitsstellung in die erste untere Arbeitsstellung abgesenkt,
bis die Folie vollständig von den Multifunktionselementen abgeglitten ist, und sie
wieder in ihre Ausgangsstellung verfahren werden können. Ist dagegen eine vier- oder
etwa noch höherlagige Folienverstärkung vorgesehen, so wird dieser Vorgang sinngemäß
solange wiederholt, bis in der zweiten unteren Arbeitsstellung bzw. in der ersten
unteren Arbeitsstellung das ringförmige Schlauchmaterial des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
vollständig von den Multifunktionselementen abgeglitten ist, und diese danach unverzüglich
wieder in ihre obere Ausgangsstellung verfahren werden, um den eigentlichen Umhüllungsvorgang
in konventioneller Weise durchzuführen.
[0034] Dabei ist von Fall zu Fall zu prüfen, ob bspw. bei vierlagiger Anbringung eines einteiligen
Verstärkungs-Schlauchabschnittes die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Verfahrensvariante
zweckmäßig erscheint, oder ob es nicht - insb. im Hin-blick auf den Durchsatz der
Verpackungsmaschine - unter Umständen zweckmäßiger ist, einen vierlagigen Verstärkungs-Schlauchabschnitt
(ohne anderenfalls erforderliches Zwischen-Abreffen) durch wiederholte Anbringung
eines jeweils zweilagigen Verstärkungs-Schlauchabschnittes zu realisieren, den zweiten
Schlauchabschnitt also ggf. aus zwei oder mehr ringförmigen Schlauchabschnitten zu
bilden, die nach einander an einer kritischen Stelle der jeweils zu umhüllenden Stückguteinheit
angebracht werden.
[0035] Eine bevorzugte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist im Anspruch 2 beschrieben.
[0036] Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf eine
Zeichnung weiter erläutert, wobei die gemachten Hinweise z.T. keineswegs nur beispielspezifisch
sind, sondern sich z.T. erkennbar auch ganz allgemein auf die vorliegende Erfindung
beziehen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine etwas schematisierte Teildraufsicht auf wesentliche Bestandteile (bügelförmige
Multifunktionselemente; zugeordnete Reffeinheiten) einer Stretchfolien-Verpackungsmaschine
in Richtung des Pfeiles I in Fig. 2 gesehen;
- Fig. 2
- eine gegenüber Fig. 1 erheblich vergrößerte Teildarstellung eines Bügels in einer
Seitenansicht von außen gem. dem Pfeil II in Fig. 1 gesehen;
- Fig. 3
- einen mittleren vertikalen Teilschnitt durch die Darstellung gem. Fig. 2 in Richtung
der Schnittlinie III-III gesehen;
- Fig. 4
- eine stark schematische und vereinfachte Teildarstellung (in einer Seitenansicht von
vom, teilweise im Schnitt) auf einen mit Stretchfolie zu umhüllenden Stückgutstapel
kurz nach Beginn eines Verpackungszyklus, wobei ein aus Stretchfolie bestehender Verstärkungs-Schlauchabschnitt
bereits auf die Multifunktionselemente aufgerefft ist, und der obere Randabschnitt
des Umhüllungs-Schlauchabschnittes über die oberen Enden der Multifunktionselemente
(nach innen) vorsteht;
- Fig. 5
- die Anordnung gem. Fig. 4 beim Absenken der (gemeinsam an einem nicht dargestellten
Hubrahmen angeordneten) Multifunktionselemente in deren Überziehzustand, wobei sich
der nach oben über die Multifunktionselemente vorstehende obere Randabschnitt des
Verstärkungs-Schlauchabschnittes gerade (als "Oberstretch") auf die Oberseite des
(auf einer Flachpalette abgestützten) zu umhüllenden Stückgutstapels auflegt;
- Fig. 6
- die Anordnung gem. den Fig. 4 und 5 in einer ersten unteren Arbeitsstellung, in der
sich der Verstärkungs-Schlauchabschnitt gerade über die vorgesehene Höhe an die Seitenwände
des Stückgutstapels einlagig angelegt hat, wobei der zunächst bis in diese Stellung
abgesenkte Hubrahmen danach zunächst wieder begrenzt angehoben wird;
- Fig. 7
- eine Zwischenstellung beim Hochfahren der Multifunktionselemente aus der ersten unteren
Arbeitsstellung in eine angehobene zweite untere Arbeitsstellung, wobei eine zweite
Folienlage des Verstärkungs-Schlauchabschnittes gelegt wird;
- Fig. 8
- den fertigen zweilagigen Anlagezustand des Verstärkungs-Schlauchabschnittes am oberen
Endabschnitt des Stückgutstapels, nachdem der Verstärkungs-Schlauchabschnitt vollständig
von den Multifunktionselementen abgeglitten ist, die danach aus dieser Arbeitsstellung
nach oben in ihre Ausgangsstellung verfahren werden, um nachfolgend den Umhüllungs-Schlauchabschnitt
vom Schlauchvorrat aufzunehmen, aus dem bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
durch Abschweißen einer Quernaht eine Folienhaube gebildet und vom Schlauchvorrat
abgetrennt wird, mit welcher der bereits mit dem zweilagigen Verstärkungs-Schlauchabschnitt
an seinem oberen Endabschnitt verstärkte Stückgutstapel sodann in bekannter Weise
überzogen wird;
- Fig. 9
- die fertig umhüllte Ladeheit; und
- Fig. 10
- ein Zwischenergebnis einer weiteren Verfahrensvariante, bei welcher die gesamte Ladeeinheit
(einschließlich Palette) oder nur der Stückgutstapel mit einem zwar einteiligen, jedoch
zweilagigen Verstärkungs-Schlauchabschnitt umhüllt werden soll, jedoch nicht am oberen;
sondern am unteren Endabschnitt der Ladeeinheit bzw. des Stapels.
[0037] Fig. 1 zeigt in einer vereinfachten Teildraufsicht beispielhaft wesentliche Komponenten
einer Vorrichtung zum Umhüllen von Stückguteinheiten 1, nämlich quader- bzw. würfelförmigen
Stückgutstapeln mit quadratischem Querschnitt, mit einer aus Kunststoff (bspw./insb.
Polyethylen) bestehenden, haubenförmigen Stretchfolienumhüllung 2, welche eine fertig
umhüllte (verpackte) Stückguteinheit 1 jeweils an ihren vier Seitenflächen unter ihr
durch Querdehnung eingeprägter innerer Umfangsspannung vollständig umhüllt, die Stückguteinheit
1 an deren Unterseite von den Rändern her mit einem sog. Unterstretch untergreift,
und damit auch diese teilweise umhüllt, und aufgrund einer haubenförmigen Ausbildung
der Stretchfolienumhüllung auch die Oberseite der Stückguteinheit 1 vollständig überdeckt.
[0038] Hierfür ist die Vorrichtung mit einem als Seitenfaltenschlauch ausgebildeten (nicht
dargestellten) Schlauchvorrat aus Kunststoff-Stretchfolie versehen, der in flach zusammengelegtem
Vorratszustand zu einer Schlauchrolle aufgehaspelt ist, von welcher aus jeweils bei
Bedarf Schlauchfolie zugeführt wird. Die Vorrichtung weist daher eine (nicht dargestellte)
i.w. aus Stütz- und Umlenkrollen bestehende Zuführeinrichtung auf, mittels welcher
jeweils zum Umhüllen einer der Vorrichtung zugeführten Stückguteinheit 1 ein Schlauchabschnitt
vom Schlauchvorrat abgezogen und der zu umhüllenden Stückguteinheit 1 so zuzuführen
ist, daß zu Beginn eines Verpackungszyklus der freie Endabschnitt des Folienschlauches
oberhalb der jeweils zu umhüllenden Stückguteinheit 1 frei herabhängt.
[0039] Da das Schlauchmaterial im Bevorratungszustand flach zusammengefaltet ist, und die
dabei aneinander anliegenden Schlauchlagen aufgrund von Adhäsionskräften aneinander
"kleben", muß der Folienschlauch zunächst an seinem freien Endabschnitt in geeigneter
Weise vorgeöffnet werden, damit er anschließend von Aufnahmeelementen aufgenommen
und weiterhin so behandelt werden kann, daß er schließlich als Haube über die Stückguteinheit
1 gezogen werden kann. Dieses Voröffnen kann bspw. durch Saugköpfe od.dgl. geschehen,
die von außen her an den freien Schlauch-Endabschnitt herangefahren werden, und/oder
z.B. durch keilförmige, schwertartige Voröffnungselemente, die im Zuführ-Bewegungspfad
des Folienschlauches liegen, und beim Überziehen des Schlauches über diese Elemente
dafür sorgen, daß er zumindest an seinem freien Endabschnitt so weit geöffnet wird,
daß geeignete Aufnahmeelemente in das freie Schlauchende eingefahren werden können.
[0040] Hierfür dienen vier i.a. an einem gemeinsamen antreibbaren Hubrahmen 14 angeordnete,
bügelförmig ausgebildete Aufnahmeelemente ("Bügel") 3, die jedoch während des weiteren
Verfahrensablaufes noch mehrere andere Funktionen haben, und daher als "Multifunktionselemente"
bezeichnet werden können. Sie dienen nämlich nicht nur zum Aufnehmen des freien Schlauch-Endabschnittes,
wofür sie in einem zur Längssymmetrieachse diagonal zusammengefahrenen Aufnahmezustand
in das freie Schlauchende hineingefahren werden, sondern danach zunächst auch zum
dehnungsfreien Aufspreizen des freien Schlauch-Endabschnittes, wobei sie aus ihrer
Aufnahmestellung (i.a. synchron) horizontal in eine Aufspreizstellung auseinander
gefahren werden.
[0041] Diese Aufspreizstellung bildet zugleich auch die Reffstellung der Bügel 3, in welcher
Schlauchmaterial in erforderlicher Länge in i.w. konzentrischen Falten zur Schlauch-Längsachse
mittels Reffrollen 7 auf die Bügel aufgerefft wird, die dabei als Widerlager und Haltemittel
dienen. Dieses Aufreffen erfolgt durch sog. Reffeinheiten 5, die jeweils einem Bügel
3 zugeordnet sind, an ihrem dem betreffenden Bügel 3 zugekehrten Endabschnitt eine
reversierbar antreibbare Reffrolle 7 aufweisen, und aus einer äußeren Ruhestellung
so horizontal an die Bügel 3 heranzufahren sind, daß die Reffrolle 7 jeweils unter
einem einstellbaren Andruck an der Außenseite des ihr zugeordneten Bügels 3 anliegt.
Dabei ist die von den Bügeln 3 aufgenommene, ungedehnt aufgespreizte Folie 2 zwischen
der Außenseite jedes Bügels 3 und der Reffrolle 7 der diesem zugeordneten Reffeinheit
5 angeordnet/eingeklemmt, so daß die in Aufreffrichtung 8 angetriebene Reffrolle 7
jeweils unter Reibschluß Folie auf den ihr zugeordnete Bügel 3 aufreffen kann. Die
Reffrollen 7 besitzen zweckmäßigerweise einen elastischen Mantel 7'.
[0042] Fig. 1 zeigt in ihrem mittleren Teil über einer mit strichpunktierten Linien angedeuteten
Stückguteinheit 1, deren Längsmittelachse mit M bezeichnet ist, vier solcher bügelartig
ausgebildeten Multifunktionselemente (Bügel) 3 in deren Aufspreiz- bzw. Reffstellung.
Im Hinblick auf die würfelförmige Konfiguration des Stückgutstapels 1 mit quadratischer
Querschnittsfläche sind auch die Bügel 3 in jeder Arbeitsstellung symmetrisch zur
Längsmittelachse M angeordnet, und zwar in ihrer in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien
dargestellten Aufspreiz- und Aufreffstellung jeweils in einem Eckbereich des von ihnen
aufgenommenen und ungedehnt aufgespreizten Folienschlauches, der als Folienhaube 4
über den jeweils zu umhüllenden Stückgutstapel 1 gezogen werden soll. Denn die Folienhaube
4 soll ja im fertigen Umhüllungszustand unter erheblicher horizontaler (Umfangs-)Querdehnung
an den Seitenflächen des Stapels 1 anliegen, so daß sie demgemäß im noch ungedehnten
Aufspreizzustand einen entsprechend kleineren Umfang als der Stapel 1 aufweisen muß.
[0043] Bevor die Bügel 3 insb. unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 im einzelnen weiter
erläutert werden, sei unter Hinweis auf Fig. 1 noch angemerkt, daß die Reffeinheiten
5, die sich beim Aufnehmen und Aufspreizen des Folienschlauches noch in ihrer nach
außen gefahrenen Ruhestellung befinden, wie dieses in Fig. 1 unten links dargestellt
ist, gemäß dem dort eingezeichneten Doppelpfeil 6 translatorisch horizontal hin und
her verfahrbar sind, nämlich aus jener Ruhestellung, in welcher ihre Reffrolle 7 jeweils
einen Abstand a zum jeweils zugeordneten Bügel 3 aufweist, in eine Reffstellung (=
Aufspreizstellung), wie sie in Fig. 1 unten rechts beispielhaft dargestellt ist. In
dieser Reffstellung liegen mithin alle vier Reffeinheiten 5 mit ihrer Reffrolle 7
an der Außenseite des Folienschlauches/der Folienhaube 4 an, und dieser wiederum mit
seiner Innenseite an der Außenseite des jeweiligen Bügels 3. Werden dabei die Reffrollen
7 in der durch einen Pfeil 8 angedeuteten Drehrichtung angetrieben, so wird mithin
Schlauchmaterial von dem Schlauchvorrat abgezogen und in konzentrisch zur Längsmittelachse
M verlaufenden Falten auf die Bügel 3 aufgerefft. Dabei befindet sich die Anlagestelle
jeder Reffrolle 7 in einem Abstand
f unterhalb des oberen Bügelrandes 15', weil die Folie 2 anderenfalls nicht durch die
von den Reffrollen 7 mittig am jeweiligen Bügel 3 erzeugten Reibkräfte über die Seitenabschnitte
3" der Bügel 3 gezogen werden könnte, die sich beidseitig zum mittleren Bügel-Scheitelbereich
3' befinden (s. insb. Fig. 1) : Sie würde bereits an den äußeren Randbereichen des
gekrümmten mittleren Scheitelbereiches 3' hängenbleiben.
[0044] Sobald ausreichend viel Folienmaterial auf die Bügel 3 aufgerefft worden ist, fahren
zwei (nicht dargestellte) Schweißbacken einer (nicht dargestellten) oberhalb des Stückgutstapels
1 angeordneten Schweißeinrichtung unter Einklemmen des Folienschlauches zusammen,
und schweißen diesen mit einer Quernaht 11 zu, da bei dem in Fig. 1 vorliegenden Ausführungsbeispiel
der Stückgutstapel 1 nicht nur mit einem Umhüllungs-Schlauchabschnitt umhüllt werden
soll, welcher die Stapeloberseite im fertigen Umhüllungszustand nicht (allenfalls
teilweise) überdeckt, sondern mit einer an einem Ende geschlossenen Folienhaube 4.
[0045] Zu deren Bildung wird der mit einer Querschweißnaht 11 versehene Schlauchabschnitt
oberhalb der zuvor gebildeten Querschweißnaht 11 mit einer (nicht dargestellten) Schneideinrichtung
vom Schlauchvorrat abgetrennt, so daß das geschlossene Haubenende danach zwischen
die vier Bügel 3 nach unten fällt, und dort zunächst beutelartig nach unten durchhängt.
Da es zur Schaffung optimaler Ladeeinheiten oft nicht nur höchst zweckmäßig ist, sondern
i.a. unverzichtbar, daß das geschlossene Haubenende 10 (i.a. als "Haubendeckel" bezeichnet)
im fertigen Umhüllungszustand nicht ungedehnt oder gar in Falten auf der Oberseite
des Stückgutstapels 1 aufliegt, sondern - wie die Hauben-Seitenwände - biaxial straff
gespannt ist, erfolgt nach dem Abtrennen der Haube 4 vom Schlauchvorrat noch ein sog.
Nachreffen mittels der im Reffsinne angetriebenen Reffrollen 7. Dabei wird weiterhin
Folie auf die Bügel 3 aufgerefft, bis der Haubendeckel 10 (zumindest i.w.) gestrafft
ist, und die Bügel 3 werden sodann aus ihrer Aufspreiz- und Reffstellung gem. den
Pfeilen 9 (ebenfalls synchron) diagonal zur Längsmittelachse M nach außen in eine
Überziehstellung verfahren, in der sie jeweils einen Sicherheitsabstand s von i.a.
ca. 10 - 15 cm zum Stückgutstapel 1 aufweisen, um sie beim Überziehen der Folienhaube
4 kollisionsfrei mittels des Hubrahmens 14 nach unten absenken zu können. Dieser Überziehzustand
ist in Fig. 1 oben links beispielhaft an einem der vier Bügel 3 im Ausschnitt dargestellt.
[0046] Beim Überziehen legt sich mithin der Haubendeckel 10 auf die Oberseite 39 des Stückgutstapels
1 auf und bildet damit ein Widerlager, gegen welches die Haube 4 beim Absenken der
Bügel 3 sukzessiv von den Bügel 3 abgleiten/abgezogen werden kann.
[0047] Wenn das Schlauchmaterial wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einem Seitenfaltenschlauch besteht, so ist die beim Abschweißen gebildete Quernaht
11 in ihrem mittleren Bereich 11' zweilagig und in ihren beiden äußeren Bereichen
11" jeweils vierlagig. Der Haubendeckel 10 weist zwei einander spiegelsymmetrisch
gegenüber liegenden V-förmige bzw. dreiecksförmige mehrlagige Folienbereiche 12 auf,
die auch als Folientaschen bezeichnet werden können, da sie jeweils zu ihrem die Grundlinien
des rechteckigen Dreiecks bildenden Rand 13 hin offen sind.
[0048] Nachfolgend werden die Bügel 3 insb. unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 beispielhaft
beschrieben. Alle vier Bügel 3 sind an einem gemeinsamen Hubrahmen 14 befestigt, der
sich zu Beginn jedes Verpackungszyklus in einer oberen Endposition (Ausgangsstellung)
befindet, und aus dieser gesteuert absenkbar ist. Die Bügel 3, die in der Pionierzeit
der Stretchhauben-Verpackungstechnologie i.a. fingerartig ausgebildet waren, sind
jeweils in ihrem mittleren (Scheitel-)Bereich 3' gekrümmt, und weisen beiderseits
an den gekrümmten mittleren Abschnitt 3' anschließend jeweils einen i.w. gestreckten
bzw. in der Draufsicht i.w. linearen Seitenabschnitt 3" auf. Der obere Randabschnitt
15 jedes Bügels 3 besitzt einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Durchmesser d.
Er ist mittig auf einen in der Draufsicht i.w. in gleicher Weise bügelförmig geformten
Stützabschnitt 17 mit Schweißnähten 18 aufgeschweißt. Da die Dicke b des Stützabschnittes
17 kleiner ist als der Durchmesser d des oberen Randabschnittes 15 jedes Bügels 3,
steht der obere Randabschnitt 15 mithin nach innen und insb. auch nach außen über
den Stützabschnitt 17 über, so daß damit an der Außenseite jedes Bügels 3 unterhalb
seines oberen Randabschnittes 15 eine Hinterschneidung 19 geschaffen ist, weil der
Haube 4 beim Überziehen über den Stapel 1 zusätzlich zu dem horizontalen Querstretch
mittels der Bügel 3 ein vertikaler Längsstretch eingeprägt werden soll, wofür die
erwähnte Hinterschneidung 19 zwecks Vergrößerung der Reibungskraft zwischen der Folie
und den Bügeln 3 höchst zweckmäßig ist.
[0049] Da in der Stretchfolien-Verpackungstechnologie zunehmend mit größerem Querstretch
gearbeitet wird, weil die Folienhersteller zwischenzeitlich Folien zur Verfügung stellen,
die ohne weiteres eine Dehnung von 50 % und zum Teil deutlich mehr schadlos vertragen,
die Arbeitsweise mit einem derart hohen Querstretch im Anlagezustand zu einer noch
deutlich höheren Querdehnung im Überziehzustand führt, die Folie aber ja in der Überziehposition
der Bügel 3 während des Überziehvorgangs sukzessiv von den Bügeln 3 abgleiten soll,
und dieses bei derart hohen Dehnungen zu erheblichen Problemen führt, wenn die Folie
in den gekrümmten mittleren Scheitelbereichen der Bügel 3 unter Gleitreibung von ihnen
abgleiten muß, sind erfindungsgemäß besondere Maßnahmen vorgesehen, um diese Probleme
zu lösen.
[0050] Der im ganzen mit 3 bezeichnete Bügel gem. den Fig. 2, 3, der in einer Draufsicht
von oben eine gleichschenklige L-Form mit einem abgerundeten mittleren Scheitelbereich
3' aufweist, an welchen sich beidseitig jeweils ein i.w. gerader äußerer Seitenabschnitt
3" anschließt, und von dessen gegenüber dem Bügel-Stützabschnitt 17 verdickten oberem
Randabschnitt 15 ein i.w. flächiger Stützabschnitt 17 nach unten gerichtet ist, der
an dem Hubrahmen 14 (horizontal beweglich) gehalten ist, ist in seinem mittleren (Scheitel-)Bereich
3' mit einer - sich bei dem Ausführungsbeispiel gem. Fig. 2 keineswegs über den gesamten
gekrümmten Scheitelbereich 3' erstreckenden - im Ganzen mit 50 bezeichneten (Folien-Förder-)Einrichtung
versehen, mittels welcher (jeweils im Zusammenwirken mit der zugeordneten Reffrolle
7) nicht nur Folie auf den jeweiligen Bügel 3 aufzureffen ist, sondern mittels welcher
insb. auch die auf die Bügel 3 aufgereffte, quergestretchte Umhüllungsfolie in der
Überziehstellung der Bügel 3 während des Überziehvorgangs oberhalb der mittig an den
jeweiligen Bügel 3 herangefahren und im Gegensinne zur Drehrichtung beim Reffen angetriebenen
Reffrolle 7 bis zum Verlassen des oberen Bügel-Randes 15' steuerbar über den Bügel
3 zu bewegen ist.
[0051] Hierfür weist der Bügel 3 gem. den Fig. 2 und 3 unterhalb seines oberen Randes 15'
und auch noch deutlich unterhalb des oberen Randabschnittes 15 in seinem von der zugeordneten
Reffrolle 7 beaufschlagbaren, mittleren Bereich einen reversierbar antreibbaren, vertikalen
(Klein-)Gurtförderer 51 mit einem in sich geschlossenen Flachriemen 52 als Fördergurt
auf, der an seinem oberen Ende vom oberen Bügel-Randabschnitt 15 und an seinem unteren
Ende von einem unteren Umlenkelement 53 umgelenkt ist, so daß sein äußeres eines Trum
("Obertrum") 54 an der Außenseite und sein inneres anders Trum ("Untertrum") 55 an
der Innenseite des flächigen Bügel-Stützabschnittes 17 verläuft.
[0052] Der endlose Flachriemen 52 ist durch eine unterhalb des oberen Bügel-Randabschnittes
15 im Stützabschnitt 17 mittig vorgesehene, fensterartige Ausnehmung 56 geführt (und
erst danach endlos gemacht), deren nach unten abgerundete Oberkante das untere Umlenkelement
53 für den Flachriemen 52 bildet. Die mit größerem Abstand f zum oberen Bügelrand
15' vorgesehene fensterartige Ausnehmung 56 weist eine Breite g auf, die etwas größer
als die Breite h des Flachriemens 52 ist, sowie eine Höhe j, die etwas größer ist
als die Dicke k des Flachriemens 52, der im übrigen in Fig. 3 (in Relation zu den
übrigen Abmessungen) zur besseren Deutlichkeit halber dicker als in Wirklichkeit dargestellt
ist.
[0053] Zum/beim Aufreffen von Folie auf die Bügel 3 werden mittels einer programmgesteuerten
Gesamt-Steuereinrichtung die Reffeinheiten 5 synchron gem. dem Pfeil 27 in Fig. 3
gegen den ihnen jeweils zugeordneten Bügel 3 gefahren, so daß ihre Reffrolle 7 mit
vorgegebenem, eingestellten Andruck am zugeordneten Bügel 3 anliegt. Dabei fahren
die Reffrollen 7, die dabei gem. dem Pfeil 8 in Aufreffrichtung angetrieben sind,
jedoch nicht unmittelbar gegen den Bügel-Stützabschnitt 17, da ihre Drehachse 28 sich
dabei in einem Abstand f unterhalb des oberen Bügelrandes 15' befindet, der etwas
kleiner als der Abstand f' der fensterartigen Ausnehmung 56 zum oberen Rand 15' ist.
Denn das dem Bügel 3 zugekehrte äußere Ende der Reffrolle 7 befindet sich noch im
Höhenbereich des Riemens 52, wird aber auch nicht unmittelbar an diesen angedrückt,
sondern an die vor dem Reffen bereits von den Bügeln 3 am freien zugeführten Endabschnitt
aufgenommene und dehnungsfrei aufgespreizte Folie.
[0054] Beim späteren Abziehen von Folie von den Bügeln 3 während des Überziehvorgangs sind
die Verhältnisse - wie oben bereits ausgeführt worden ist - völlig anders: Da das
Abziehen der Folie von den Bügeln 3 in der Überziehstellung der Bügel 3 erfolgt, in
welcher die Folie am stärksten horizontal quergestretcht ist, liegt sie dann mithin
schon aufgrund ihrer großen inneren Umfangsspannungen mit erheblichem Andruck an den
Bügeln 3 - und damit auch an den Flachriemen 52 ihrer (Klein-)Gurtförderer 51 - an.
Die während des Überziehvorgangs entgegen dem Reff-Drehsinne (entgegen den Pfeilen
8) angetriebenen Reffrollen 7 prägen der an den Flachriemen 52 fest anliegenden Folie
wiederum unter Andruck eine - nunmehr vertikal nach oben gerichtete - Reibungskraft
ein. Da dabei aber der Reibschluß zwischen Folie und Flachriemen 52 wegen der in der
Überziehstellung erheblich höheren Andruckkraft entsprechend größer ist als beim Reffen,
werden die Flachriemen 52 der (Klein-)Gurtförderer 51 dabei von den Reffrollen 7 (gleichsam
per "Außenantrieb") über die Folie angetrieben und bewegen sich gemäß den Pfeilen
57 um ihre Umlenkstellen 15 und 53, wobei jeder Folienabschnitt, der den Kontaktbereich
mit der Reffrolle 7 nach oben verlassen hat, ohne Relativbewegung zum Riemen 52 von
dessen Obertrum 54 mitgenommen wird und den Bügel 3 am oberen Bügelrand 15' gleitreibungsfrei
verläßt. Das gilt sogar auch für den schlauchförmigen unteren Randabschnitt der Folie,
wenn sich der freie untere Folienrand von der Kontaktstelle mit der Reffrolle 7 nach
oben bewegt hat. Denn auch dann bleibt er in innigem Haftreibungskontakt mit dem Flachriemen
52, der ihn oberhalb der Reffrolle 7 sukzessive gleitreibungsfrei nach oben bewegt,
bis schließlich der untere Folienrand den oberen Bügelrand 15' nach einer komplett
gesteuerten Abgleitbewegung verlassen hat.
[0055] Während sich die vorstehenden Ausführungen sowohl auf die Anbringung des Umhüllungs-Schlauchabschnittes
(ggf. in Form einer Folienhaube 4) als auch die Anbringung eines Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 beziehen (können), werden nachfolgend nunmehr beispielhafte zunächst Verfahrensabläufe
beim Anbringen eines Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 an einer zu umhüllenden Stückguteinheit
1 beschrieben, und zwar (unter Bezugnahme auf die Fig. 4-9) zunächst ein beispielhafter
Verfahrensablauf beim Anbringen eines einteiligen, zweilagigen Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 am oberen Endabschnitt eines Stückgutstapels 1, dessen scharfkantige Oberseite
39 eine "kritische Stelle" im Sinne der einleitenden Ausführungen bildet, an der die
Gefahr eines Einschneidens des (nicht verstärkten) Umhüllungs-Schlauchabschnittes
besteht, und der daher an dieser "kritischen Stelle" vor dem Überziehen des als Folienhaube
4 ausgebildeten Umhüllungs-Schlauchabschnittes durch einen Verstärkungs-Schlauchabschnitt
40 - die kritische Stelle übergreifend - überdeckt werden soll, ehe die der Umhüllung
dienende Folienhaube 4 über den Stapel 1 gezogen wird.
[0056] Fig. 4 zeigt - stark schematisiert - einen Zwischenzustand kurz nach Beginn eines
Verpakkungszyklus, in dem die vier bügelförmigen Multifunktionselemente 3 (von denen
in der Seitenansicht gem. Fig. 4 nur zwei erkennbar sind) einen Verstärkungs-Schlauchabschnitt
40 bereits in konzentrischen Falten zur Längsmittelachse M halten, nachdem sie zu
Beginn des Verpackungszyklus aus ihrer Ausgangsstellung nach innen verfahren, in den
vorgeöffneten freien Endabschnitt des zugeführten Seitenfaltenschlauches hineingefahren,
aus dieser Aufnahmestellung in ihre Aufspreiz- bzw. Reffstellung verfahren, und nach
dem Aufreffen von Folie sowie dem Abtrennen des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40
vom Schlauchvorrat gem. den Pfeilen 9 in Fig. 1 unter gleichzeitiger horizontaler
Querdehnung des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 in die in Fig. 4 dargestellte
Überziehstellung verfahren worden sind.
[0057] In dieser Überziehstellung liegt der Verstärkungs-Schlauchabschnitt 40 also unter
einem erheblichem horizontalen Querstretch an den Außenseiten der bügelförmigen Multifunktionselemente
3 an, und er steht mit seinem oberen Endabschnitt 41 über den gleichsam wulstförmigen
oberen Randabschnitt 15 der Multifunktionselemente 3 über. Da der Verstärkungs-Schlauchabschnitt
40 unter erheblichem Querstretch steht, sein oberer Endabschnitt 41 aber nicht (wie
der übrige Abschnitt des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40) durch ein Widerlager
abgestützt ist, zieht sich der obere Endabschnitt 41 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 aufgrund der Elastizität des Folienmaterials mithin zur Mitte hin zusammen, wie
dieses in Fig. 4 erkennbar ist.
[0058] Natürlich liegt der dem nicht durch die Multifunktionselemente 3 abgestützten oberen
Randabschnitt 41 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 unmittelbar benachbarte Schlauchabschnitt
42 genauso fest am oberen Randabschnitt der Multifunktionselemente 3 an wie die Falten
43 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40. Wenn in den Fig. 4 ff. zwischen dem Schlauchabschnitt
42 und dem oberen Randabschnitt 15 der Multifunktionselemente 3 ein spaltförmiger
Zwischenraum eingezeichnet worden ist, und wenn die Falten 43 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 als abstehendes Faltenpaket eingezeichnet worden sind, so erfolgte dieses in diesen
systematischen Darstellungen lediglich der besseren Übersicht halber.
[0059] Die Reffrollen 7 der (nicht eingezeichneten) zugehörenden Reffeinheiten 5 sind in
dem Zwischenzustand nicht (mehr) angetrieben. Sie können nach dem Aufreffen des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 (und ggf. einem Nachreffen oder einem Abreffen von Folie zur Einstellung des oberen
Endabschnittes 41 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40) wieder nach außen in ihre
Ruhestellung verfahren worden sein, oder aber auch im Stillstand (ggf. im Leerlauf)
in Anlage an der Außenseite des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 verbleiben.
[0060] Beim Absenken der an einem (hier nicht dargestellten) gemeinsamen Hubrahmen 14 angeordneten
Multifunktionselemente 3 mit dem auf sie aufgerefften Verstärkungs-Schlauchabschnitt
40 in der Überziehstellung der Multifunktionselemente 3 kommt zunächst der obere Endabschnitt
41 mit dem zu umhüllenden Stückgutstapel 1 in Eingriff und legt sich - die scharfen
Kanten 39' an der Oberseite 39 des Stapels 1 übergreifend - am Randabschnitt der Oberseite
39 des Stapels 1 umlaufend auf die Oberseite 39 auf. Dadurch ergibt sich zwischen
der Unterseite des oberen Endabschnittes 41 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40
und der Stapeloberseite 39 ein (Haft-)Reibschluß, wenn die Multifunktionselemente
3 gem. den Pfeilen 44 danach aus dem Zustand gem. Fig. 5 weiter abgesenkt werden.
[0061] In dem Zwischenzustand gem. Fig. 5 werden die Reffrollen 7 erneut angetrieben, und
zwar in umgekehrter Drehrichtung wie beim Aufreffen, damit das beim weiteren Absenken
der Multifunktionselemente 3 erfolgende sukzessive Abgleiten von Folienmaterial des
Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 von den Multifunktionselementen 3 gesteuert und
damit problemlos erfolgen kann. Die Reffrollen 7 liegen dabei (wie in der schematischen
Darstellung der Fig. 5 nicht zu erkennen ist) jeweils an einer oberen Rolle jedes
Multifunktionselementes 3 unter steuerbarem Andruck an.
[0062] Wenn die Multifunktionselemente 3 bis in eine erste untere Arbeitsstellung (Fig.
6) abgesenkt worden sind, in welcher sich der Verstärkungs-Schlauchabschnitt 40 über
(etwas mehr als) die Höhe h an die vier Seitenflächen des Stückgutstapels 1 angelegt
hat, wird der Hubrahmen 14 mit den an ihm angeordneten Multifunktionselementen 3 angehalten
und wieder nach oben bis in eine zweite untere Arbeitsstellung gem. Fig. 8 bewegt,
in welcher der Verstärkungs-Schlauchabschnitt 40 vollständig von den Multifunktionselementen
3 abgeglitten ist.
[0063] Fig. 7 zeigt eine Zwischenstellung nach dem Reversieren des Hubrahmenantriebes. Da
sich das Folienmaterial des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 aufgrund der ihm eingeprägten
Umfangsdehnung nach dem Abgleiten von den Multifunktionselementen 3 sogleich unter
entsprechender Haftreibung fest an die Stapelseitenflächen anlegt, ist es möglich,
eine beabsichtigte zweilagige Ausbildung des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 am
oberen Endabschnitt des Stapels 1 mit einem einteiligen Schlauchabschnitt auszuführen:
Wie Fig. 7 zeigt, wird beim Reversieren des Haubrahmenantriebes das von den Multifunktionselementen
3 nunmehr sukzessiv abgleitende Folienmaterial um 180° umgelenkt, und legt sich dabei
zweilagig an den Stapel 1 an, und zwar zunächst natürlich an dessen Seitenflächen.
[0064] Erreicht der Hubrahmen 14 mit den Multifunktionselementen 3 beim weiteren Hochfahren
gem. dem Pfeil 45 seine zweite untere Arbeitsstellung gem. Fig. 8, in welcher der
Verstärkungs-Schlauchabschnitt 40 vollständig von den bügelförmigen Multifunktionselementen
3 abgeglitten ist, so hat er sich zweilagig an den oberen Endabschnitt des Stapels
1 angelegt, und liegt dabei auch zweilagig mit einem Oberstretch 46 auf dem äußeren
Randabschnitt der Oberseite 39 des Stapels 1 umlaufend auf, so daß die scharfen Kanten
39'am umlaufenden Rand mithin durch eine zweilagige Folienverstärkung eines einteiligen
Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 umhüllt sind.
[0065] Anschließend wird der Hubrahmen 14 mit den an ihm angeordneten Multifunktionselementen
3 wieder in seine Ausgangsstellung nach oben verfahren, um nunmehr den Umhüllungs-Schlauchabschnitt
(vom selben Schlauchvorrat) in bekannter Weise aufzunehmen, aufzuspreizen etc., und
letztlich über den Stückgutstapel 1 zu ziehen, und zwar bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Haube 4. Der Umhülltings-Schlauchabschnitt 4 wird daher zwecks Haubenbildung mit
einer Quernaht 11 abgeschweißt, wenn ausreichend viel Folienmaterial vom Schlauchvorrat
abgezogen und auf die Multifunktionselemente 3 aufgerefft worden ist, sodann vom Schlauchvorrat
abgetrennt, nachgerefft, bis der Haubendeckel 4'' in ungedehntem Aufspreizzustand
etwa horizontal verläuft, und sodann durch diagonales Auseinanderfahren der Multifunktionselemente
3 in deren Überziehstellung horizontal quergestretcht, wobei beim nachfolgenden Überziehvorgang
der Haube 4 durch die Multifunktionselemente 3 auch noch ein Vertikalstretch eingeprägt
wird, und die Haube längenmäßig so bemessen ist, daß sie sich im fertigen Umhüllungszustand
(s. Fig. 9) mit einem Unterstretch 47 entweder an die Unterseite der den Stückgutstapel
1 abstützenden Palette 48 anlegen kann (s. links in Fig. 9), oder an die Unterseite
des Stapels 1 (s. Fig. 9 rechts).
[0066] Wenn in Fig. 9 zwischen den beiden Lagen des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40
und dem Verstärkungs-Schlauchabschnitt 40 zum Stapel 1 bzw. zur Haube 4 und/oder den
einzelnen Abschnitten der Haube 4 und dem Stapel 1 (an dessen Oberseite 39 und seinen
Seitenwänden) ein (z.T. sogar erheblicher) Abstand eingezeichnet ist, so erfolgte
dieses bei dieser schematischen Darstellung lediglich der besseren Deutlichkeit halber.
Irgendwelche Zwischenräume zwischen einander benachbarten Folienabschnitten sowie
diesen und dem Stapel sind im fertigen Umhüllungszustand selbstverständlich tatsächlich
nicht vorhanden. Vielmehr liegen alle Folienabschnitte im fertigen Umhüllungszustand
aufgrund des erheblichen Quer- und Längsstretches sowie der hierdurch dem Folienmaterial
eingeprägten inneren Spannungen ganz fest aneinander bzw. am Stapel 1 an.
[0067] Schließlich zeigt Fig. 10 eine weitere beispielhafte Variante, bei welcher die "kritische
Steile" der zu verpackenden Stückguteinheit 1 im unteren Randbereich der Palette 48
liegt (linker Teil von Fig. 4), bzw. durch scharfkantige Ränder 49' der Unterseite
49 der Stückeinheit 1 gebildet wird, so daß - entsprechend der Ladeeinheit gem. Fig.
9 - eine einteilige, zweilagige Folienverstärkung an einem unteren umlaufenden Rand
der zu verpackenden Stückguteinheit 1 gebildet werden soll. Die Verfahrensschritte
sind dabei entsprechend und in Kenntnis der vorstehenden Darlegungen ohne weiteres
ermittelbar: Der auf die Multifunktionselemente 3 aufgereffte Verstärkungs-Schlauchabschnitt
40 wird so auf diese aufgerefft, daß sein oberer Randabschnitt 41 zunächst entweder
nicht oder aber nur so wenig über die oberen Randabschnitte 15 der Multifunktionselemente
3 vorsteht, daß es Absenken der Multifunktionselemente 3 nicht zu einer Verankerung
des oberen Randabschnittes 41 als Oberstretch auf der Oberseite 39 der zu umhüllenden
Stückguteinheit 1 kommen kann, sondern daß der obere Randabschnitt 41 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 bei weiterem Absenken der Multifunktionselemente 3 mit nach unten genommen wird.
[0068] Bereits während des weiteren Absenkens oder aber in einer unteren Arbeitsstellung,
wie sie unten rechts in Fig. 10 eingezeichnet ist, wird der obere Endabschnitt 41
des auf die Multifunktionselemente 3 in deren Überziehstellung unter Querstretch gehaltenen
Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 mittels der an die oberen Rollen 20 der Multifunktionselemente
3 herangefahrenen und im Abreffsinne angetriebenen Reffrollen 7 so viel Folie abgerefft,
daß sich der obere Randabschnitt 41 des Verstärkungs-Schlauchabschnittes 40 als,erste
Verstärkungslage an die Unterseite 49 des Stapels 1 bzw. die Unterseite der Palette
48 fest anlegen und damit ein Widerlager bilden kann, gegen welches beim nachfolgenden
Hochfahren der Multifunktionselemente 3 Folie von den Multifunktionselementen 3 abgleiten
und sich als untere erste Verstärkungslage an die Seitenflächen der Stückguteinheit
1 anlegen kann.
[0069] Hat der Hubrahmen 14 mit den Multifunktionselementen 3 eine angehobene Arbeitsstellung
erreicht, in welcher sich die erste Folienlage des Verstärkungs-Schlauchabschnittes
40 fest an den Stapel und die Palette 48 seitlich angelegt hat, so daß sie beim nachfolgenden
erneuten Absenken der Multifunktionselemente 3 nach unten ein (Haftreibungs-)Widerlager
für die von den Multifunktionselementen 3 weiterhin abzuziehende Folie bildet, die
sich dabei als äußere zweite Verstärkungslage an die innere Folienlage fest anlegt,
so wird der Hubrahmenantrieb erneut reversiert, und der Hubrahmen 14 wiederum nach
unten in eine Stellung gefahren, welcher der Verstärkungs-Schlauchabschnitt 40 vollständig
von den Multifunktionselementen 3 abgeglitten ist, wobei sich sein unterer Randabschnitt
nach dem Abgleiten von den Multifunktionselementen 3 als äußere untere Verstärkungslage
auf die innere erste Verstärkungslage legt. Anschließend können die Multifunktionselemente
3 dann zur Einleitung des eigentlichen Umhüllungsvorgangs wiederum in ihre obere Ausgangslage
verfahren werden, um aus dieser den Umhüllungsvorgang mit dem - ggf. als Haube 4 ausgebildeten
- Umhüllungs-Schlauchabschnitt einzuleiten.
[0070] Es ist offenkundig, daß ggf. an einer zu umhüllenden Stückguteinheit mehrere Verstärkungs-Schlauchabschnitte
40 angeordnet werden können, wenn das zu umhüllende Stückgut 1 dieses erfordert bzw.
für zweckmäßig erscheinen läßt.
[0071] Dabei mag das erfindungsgemäße Verfahren prima facie relativ zeitaufwendig wirken
mit der Folge einer erheblichen Verminderung der Maschinenleistung (Durchsatzkapazität).
Dem ist jedoch tatsächlich nicht so, da sich gezeigt hat, daß sich bei entsprechender
Steuerung selbst relativ kompliziert ausgebildete Ladeeinheiten mit (ggf. mehrfacher)
mehrlagiger Verstärkung mit überraschend kurzen Taktzeiten realisieren lassen.
[0072] Tatsächlich kann man die Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens insgesamt
ja auch nicht mit gattungsgemäßen Verfahren vergleichen, bei denen die fertig umhüllten
Ladeeinheiten an kritischen Stellen keinerlei Schutz gegen Beschädigungen der Folie
aufweisen, sondern muß es mit denkbaren Alternativen ins Verhältnis setzen, bei denen
ein Schutz gegen eine Folienbeschädigung auf andere Weise geschaffen werden muß (bspw.
durch eine Auspolsterung oder ähnliche Maßnahme von Hand). Wenn man bei solchen denkbaren
Alternativen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung anstellt, kommt man bei einer Vergleichsberechnung
beim erfindungsgemäßen Verfahren selbst unter Berücksichtigung einer gewissen Kapazitätsverminderung
zu überraschend günstigen Werten, weil schon der Investitionsaufwand kaum größer ist
als bei einer konventionellen Stretchhauben-Verpackungsmaschine (es bedarf lediglich
einer modifizierten Steuerung), da mit den ohnehin vorhandenen Elementen und Baugruppen
gearbeitet werden kann, und weil die erforderliche partielle Folienverstärkung überdies
aus ein und demselben Schlauchvorrat vorgenommen werden kann.
[0073] Wenn man dabei die für die einzelnen Verfahrensschritte erforderlichen Taktzeiten
durch geschickte Steuerung minimalisiert, und wenn man Verfahrensschritte soweit irgend
möglich sogar zeitlich überlappen läßt (bspw. kann das Zuführen von Schlauchmaterial
bereits während des Herausfahrens einer fertig umhüllten Ladeeinheit aus der Vorrichtung
erfolgen, und das Zufördern einer zu umhüllenden Ladeeinheit, wenn weiter oben bereits
vorbereitende Verfahrensschritte für das Anbringen des/eines Verstärkungs-Schlauchabschnittes
getroffen werden), ist die Durchsatzeinbuße gegenüber Verpackungsverfahren ohne Folienverstärkung
überraschend und durchaus akzeptabel klein, insb. wenn nicht nur der/ein Verstärkungs-Schlauchabschnitt
40 nach dem Abtrennen vom Schlauchvorrat als solcher verbleibt, sondern auch der nachfolgend
aufzubringende Umhüllungs-Schlauchabschnitt nicht als Folienhaube 4 übergezogen werden
muß, um der zu umhüllenden Stückguteinheit außer einer erhöhten Formfestigkeit auch
einen verläßlichen Witterungsschutz zu verleihen, wie dieses bspw. bei aus Mauersteinen
gebildeten Stapeln regelmäßig der Fall ist.
1. Procédé d'enveloppement d'unité de produit en morceaux (1), en particulier de piles
de produits en morceaux à forme parallélépipédique ou cubique, avec une feuille étirable
(4), enveloppant complètement une unité de produit en morceaux (1) dont l'enveloppement
est achevé, chaque fois au moins sur ses faces latérales sous l'effet d'une contrainte
périphérique intérieure inculquée par une extension transversale, en saisissant, de
préférence, par le dessous sa face inférieure (49), et, en cas de réalisation en forme
de hotte en recouvrant également sa face supérieure (39), procédé pour lequel chaque
fois un tronçon de tuyau d'enveloppement (4) d'un tuyau en feuille de matière synthétique
stockée en réserve présente, à son état initial, tel qu'amené, une périphérie plus
longue que celle de l'unité de produit en morceaux (1) chaque fois à envelopper, est
logé, à son tronçon d'extrémité libre, par des éléments multifonctions (3) du genre
d'étrier et écarté, est retroussé de façon sensiblement concentrique à l'axe médian
longitudinal (M) du tuyau, respectivement du produit en morceaux sur les éléments
multifonctionnels (3), et sur son extrémité supérieure, opposée à l'unité de produit
en morceaux (1) chaque fois enveloppé, est séparé de la réserve de tuyau, le cas échéant
est coupé avec soudage avant la séparation sur son extrémité supérieure, à l'aide
d'un cordon transversal (11), est étiré transversalement à l'aide des éléments multifonctionnels
(3) en un état de traction excessive et dans cet état est tiré sur l'unité de produits
en morceaux (1) chaque fois à envelopper, sachant que l'unité de produits en morceaux
(1) chaque fois à envelopper, avant l'enveloppement, est entourée avec le tronçon
de tuyau d'enveloppement (4), conformé le cas échéant en hotte dans sa zone de bordure
supérieure et/ou inférieure, qui entoure son bord supérieur, respectivement inférieur,
avec un tronçon de tuyau de renforcement (40), en ce que les éléments multifonctionnels
(3) pour supporter un tronçon de tuyau de renforcement (40) sont passés en une position
de logement mutuellement approchée, dans l'extrémité libre du tuyau amené et, dans
celui-ci, sont écartés sensiblement sans étirement par écartement en diagonale, un
tronçon de tuyau de renforcement (40) de longueur prédéterminée est retroussé en un
pliage s'étendant sensiblement concentriquement par rapport à l'axe médian longitudinal
(M) du tuyau respectivement du produit en morceaux, sur les éléments multifonctionnels
(3), et est séparé de la réserve de tuyau et les éléments multifonctionnels (3) sont
passés avec étirement transversal horizontal du tronçon de tuyau de renforcement (40)
de leur position ouverte par écartement respectivement rabattue vers l'extérieur en
une position de recouvrement et, en formant un renforcement de feuille dans la zone
de bordure supérieure de l'unité de produit en morceaux (1), sont abaissés en une
position de travail inférieure, à laquelle le tronçon de tuyau de renforcement (40),
maintenu à son extrémité supérieure sur la face supérieure de l'unité de produit en
morceaux (1), s'est placée sous forme de renforcement en feuille monocouche sur l'unité
de produit en morceaux (1), et en ce que les éléments multifonctionnels (3), après
le glissement complet du tronçon de tuyau de renforcement (40) depuis l'intérieur,
de nouveau sont relevés à leur position initiale supérieure, caractérisé en ce que les éléments multifonctionnels (3), dans le but et en formant un renforcement par
feuille au moins à deux couches, sont avant la levée à leur position initiale supérieure
d'abord levés en une position de travail inférieure à laquelle le rebord supérieur
se trouve au-dessus de la face supérieure de l'unité de produits en morceaux (1),
et le tronçon de tuyau de renforcement (40) est soit complètement tombé de ceux-ci
par glissement et se place par son tronçon de bordure inférieure sur la face supérieure
(39) de l'unité de produit en morceaux (1), ou dans lequel, dans le but de former
au moins une autre couche de renforcement, avant une nouvel abaissement des éléments
multifonctionnels à leur position de travail inférieure, d'abord une quantité de feuille
est retroussée par le haut par les éléments multifonctionnels (3), en ce que la feuille abaissée par retroussement, lors du nouvel abaissement subséquent des
éléments multifonctionnels (3) à leur première position de travail inférieure, est
ancrée sur la face supérieure (39) de l'unité de produit en morceaux (1) avec une
friction d'adhésion, et en ce que les éléments multifonctionnels (3) ensuite sont levés de leur première position de
travail (3) inférieure à leur position initiale supérieure, et en ce que, pour former un renforcement en feuilles à au moins deux couches dans la zone de
bordure inférieure de l'unité de produit en morceaux (1), le tronçon de tuyau de renforcement
(40) est retroussé sur les éléments multifonctionnels (3), de manière que son tronçon
de bordure supérieure (41) ne fasse pas saillie vers le haut sur les éléments multifonctionnels
(3), ou bien fasse saillie si peu que, lors de l'abaissement des éléments multifonctionnels
(3) de leur position de travail supérieure, il ne peut se produire son ancrage sur
la face supérieure (39) de l'unité de produit en morceaux (1); en ce que les éléments multifonctionnels (3) sont abaissés de leur position initiale supérieure,
d'abord en une position de travail inférieure, à laquelle leur bord supérieur se trouve
au-dessous de la zone de bordure inférieure, à envelopper par le tronçon de tuyau
de renforcement (40), de l'unité de produits en morceaux (1); en ce que, à cette position abaissée inférieure, par les éléments multifonctionnels (3) est
retroussée une quantité de feuille telle que le tronçon de bordure supérieure (41)
du tronçon de tuyau de renforcement (40), dans le cas d'une levée prévue ensuite des
éléments multifonctionnels (3) en une position de travail levée, à laquelle une première
couche de renforcement a été appliquée sur l'unité de produit en morceaux (1), est
ancré en face inférieure de l'unité de produit en morceaux (1) par friction; et en ce que les éléments multifonctionnels (3), en formant une deuxième couche de renforcement,
sont abaissés de la position de travail levée, de nouveau à la position d'abaissement
inférieure, à laquelle le tronçon de tuyau de renforcement (40) soit est laissé tombé
complètement par glissement de ceux-ci et s'applique, par son tronçon de bordure supérieure,
sur la face inférieure de l'unité de produit en morceaux (1), soit dans lequel, dans
le but d'au moins une autre couche de renforcement, avant une levée des éléments multifonctionnels
(3) à leur position de travail levée, de nouveau, par les éléments multifonctionnels
(3) est retroussée une quantité de feuille faisant que la feuille retroussée, lors
de la nouvelle levée subséquente des éléments multifonctionnels (3), est ancrée par
une friction d'adhésion sur la face inférieure de l'unité de produit en morceaux.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments multifonctionnels (3), dans le but de former un renforcement de feuille
à plusieurs couches dans la zone de bordure supérieure ou inférieure de l'unité de
produit en morceaux (1), avant la levée à leur position initiale avec dépose respective
d'une couche d'emballage en feuilles, sont à plusieurs reprises déplacés dans un sens
et dans l'autre entre la première et la deuxième position de travail inférieure, respectivement
entre la position abaissée inférieure et la position de travail levée, jusqu'à ce
que la feuille soit complètement tombée d'eux par glissement, sachant qu'alors, à
la deuxième position de travail inférieure, respectivement à la position abaissée
inférieure, par les éléments multifonctionnels (3) est retroussée une quantité de
feuille telle que celle-ci, lors d'un nouvel abaissement ou d'une nouvelle levée des
éléments multifonctionnels (3), sous l'effet d'une friction d'adhésion, puisse être
appliquée en tant que contre-appui, à la manière d'un étirement par le dessus ou le
dessous, sur la face supérieure ou la face inférieur de l'unité de produit en morceaux
(1).