[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen von Webmaschinen und eine Webmaschinenanlage,
die aus zumindest einer Musterwebmaschine und wenigstens einer entsprechend artikel-
oder warenspezifisch einzustellenden anderen Webmaschine besteht.
[0002] Bei der Herstellung einer bestimmten Gewebetype (Artikel) auf einer Webmaschine müssen
zunächst verschiedene, an dem Webvorgang beteiligte Baugruppen der Waschmaschine mechanisch
so eingestellt werden, dass sich ein optimaler Maschinenlauf und ein einwandfreier
Gewebeausfall ergeben. Solche an dem Webvorgang beteiligte Baugruppen sind z.B. der
Streichbaum und die Kettwächtereinrichtung, deren Lageeinstellung wesentlich die Fachgeometrie
und damit den Gewebeausfall und die Kettbruchhäufigkeit bestimmen. Zu diesen Baugruppen
gehören u.a. auch Einrichtungen, die den Hub der Schäfte bei der Fachbildung und damit
die Winkelverhältnisse des Webfachs beeinflussen. Eine Aufgabe des Personals in der
Weberei besteht darin, diese warenspezifische optimale Einstellung der Webmaschine
für einen bestimmten Artikel zu finden und die Webmaschine, auf der dieser Artikel
produziert werden soll, entsprechend einzustellen. Dieser Vorgang ist verhältnismäßig
zeitaufwendig und erfordert eine gewisse Erfahrung auf Seiten des Personals. Er wird
dadurch erleichtert, wenn die an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen, wie an sich
bekannt, zumindest zu ihrem wesentlichen Teil, automatisch verstellbar ausgebildet
sind, derart, dass sie Stellglieder aufweisen, die von einer elektrischen Steuerungseinrichtung
der Webmaschine angesteuert werden. Die Steuerungseinrichtung ist mit Eingabemitteln
in Form von Tastaturen, etc. ausgerüstet, die die Eingabe der warenspezifischen Daten
in die Steuerungseinrichtung erlauben. Außerdem weist die Steuerungseinrichtung Überwachungseinrichtungen
auf, die den Istzustand der Einstellung der am Webvorgang beteiligten Baugruppen überwachen
und erforderlichenfalls die Einstellung während des Webvorgangs so verändern, dass
immer optimale Arbeitsverhältnisse vorliegen.
[0003] In den meisten Webereien werden gleiche Gewebetypen (Artikel) auf verschiedenen Webmaschinen
gleichzeitig produziert. Die optimale Einstellung dieser Webmaschinen erfolgt heute
meist in der Weise, dass zunächst in Versuchsläufen beim ersten Lauf eines Artikels
auf einer ausgewählten Webmaschine, der sogenannten "Musterwebmaschine", die optimalen
Einstelldaten ermittelt werden. Diese Musterwebmaschine weist vorteilhafterweise an
dem Webvorgang beteiligte Baugruppen auf, die, wie erwähnt, eine motorische Veränderung
der Einstellungen (z.B. Streichbaumhöhe, Abstand der Kettwächter zum letzten Schaft,
Kettfadenspannung, Hub der Schäfte, etc.) auch noch bei laufender Webmaschine ermöglichen.
Die so empirisch gefundenen, optimalen warenspezifischen Einstelldaten können in der
Steuerungseinrichtung der Webmaschine gespeichert und bei Bedarf mit den übrigen warenspezifischen
Daten oder Artikeldaten wieder abgerufen und zur automatischen Einstellung der Webmaschine
benutzt werden. Einrichtungen zur motorischen Einstellung eines Streichbaums und Kettwächters
einer Webmaschine zur Erzeugung einer bestimmten Fachgeometrie und die oben geschilderte
Vorgangsweise beim Einstellen einer Webmaschine sind bspw. in der US-A 5,261,463 und
in der DE 197 40 309 A1 der Anmelderin beschrieben.
[0004] Sollen gleiche Gewebetypen (Artikel), wie erwähnt, auf verschiedenen Webmaschinen
produziert werden, so ist das Übertragen der auf der Musterwebmaschine ermittelten
artikel- oder warenspezifischen Einstelldaten von der Musterwebmaschine auf eine andere
Webmaschine dann unproblematisch, wenn beide Webmaschinen, zumindest in dem Bereich
der an dem Webvorgang beteiligten verstellbaren Baugruppen, identisch sind. Die Webmaschinen
sind dazu in modernen Webereien häufig durch sogenannte Leitsysteme miteinander vernetzt
oder verkettet.
[0005] In der Praxis kommt es aber vor, dass in einer Weberei Webmaschinen unterschiedlicher
Bauart und/oder Baugröße für das Weben gleicher Gewebetypen (Artikel) eingesetzt werden
sollen. Bei diesen Webmaschinen sind in der Regel die an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen unterschiedlich gestaltet. Gründe für diese Verschiedenheit können auch
in dem technischen Fortschritt (alte/neue Webmaschinen) oder in Systemunterschieden
(z.B. Luft-/Greiferwebmaschinen, breite/schmale Webmaschinen) liegen. Die Fachgeometrie
wird z.B. u.a. von folgenden maschinenspezifischen Gegebenheiten beeinflusst, die
bei unterschiedlichen Webmaschinen auch durchaus verschieden sind:
- Lage des Bindepunktes;
- Position des ersten bzw. letzten Schafts mit seinen Litzen;
- Tiefe der Maschinenseitenwand, an der der Streichbaum und der Kettwächter befestigt
sind,
- Streichbaumdurchmesser und Streichbaumanordnung (Einfach- oder Doppelstreichbaum).
[0006] Aufgrund dieser maschinenspezifischen Unterschiede kann z.B. ein an der Mustermaschine
ermittelter bestimmter Einstellwert "Streichbaumhöhe" bei einer Webmaschine mit einem
abweichenden Streichbaumdurchmesser zu einer anderen, nicht erwünschten Fachgeometrie
führen.
[0007] In der Praxis bedeutet dies, dass bei der Herstellung des gleichen Gewebetyps (Artikels)
auf Webmaschinen verschiedener Bauart jede dieser Webmaschinen eigens für sich eingestellt
werden muss, was zeit- und personalaufwendig ist. Auch ein Nachstellen der an dem
Webvorgang beteiligten Baugruppen der einzelnen Webmaschinen während des Betriebs
ist nur an jeder Webmaschine für sich möglich.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es hier, abzuhelfen und einen Weg zu weisen, der es erlaubt,
die warenspezifische Ein- und Nachstellung von Webmaschinen unterschiedlicher Bauart,
insbesondere bei der Herstellung eines gleichen Artikels, wesentlich rationeller und
damit kostengünstiger zu gestalten, wobei gleichzeitig ein gleichmäßig optimaler Warenausfall
auf den einzelnen Webmaschinen gewährleistet ist.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe dient das erfindungsgemäße Verfahren gemäß dem Patentanspruch
1. Eine erfindungsgemäße Webmaschinenanlage ist Gegenstand des Patentanspruchs 4.
[0010] Bei dem neuen Verfahren werden die auf der Musterwebmaschine ermittelten artikel-
oder warenspezifischen Einstelldaten zusammen mit den maschinenspezifischen Daten
ihrer an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine, d.h. die Daten,
die den Bauzustand der Webmaschine beschreiben, ermittelt und gespeichert. Außerdem
werden bei der auf das Weben der gleichen Webware (Artikel) einzustellenden, wenigstens
einen anderen Webmaschine ebenfalls die den Bauzustand dieser anderen Webmaschine
kennzeichnenden Daten, d.h. die maschinenspezifischen Daten, deren an dem Webvorgang
beteiligter Baugruppen ermittelt. Mit Hilfe eines entsprechenden Steuerprogramms eines
Rechners werden die maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine und der anderen
einzustellenden Webmaschinen miteinander verglichen. Bestehende Unterschiede werden
erkannt und dazu verwendet, aus den warenspezifischen Einstelldaten der Musterwebmaschine
die für die einzustellende Webmaschine geltenden, für den Artikel warenspezifischen
Einstelldaten abzuleiten und daraus Steuerbefehle für Stellglieder der an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen der einzustellenden Webmaschine zu erzeugen, die deren Stellgliedern
zugeführt werden.
[0011] Die Daten können in einem Rechenprogramm der Steuerung der Musterwebmaschine verarbeitet
werden, in das die waren- und/oder maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine
und wenigstens die maschinenspezifischen Daten der einzustellenden Webmaschine eingegeben
werden. Alternativ kann auch so vorgegangen werden, dass die Daten in einem Rechenprogramm
eines von der Musterwebmaschine und der einzustellenden Webmaschine getrennten Zentralrechners
verarbeitet werden, in das die waren- und/oder maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine
und wenigstens die maschinenspezifischen Daten der einzustellenden Webmaschine eingegeben
werden.
[0012] Eine weitere Möglichkeit kann darin bestehen, die betreffenden Daten in dem Rechnermittel
der einzustellenden Webmaschine zu verarbeiten. Dabei werden die in der Musterwebmaschine
ermittelten Einstelldaten dem Rechnermittel der einzustellenden Webmaschine signalübertragend
zugeführt, in dem Rechnermittel verarbeitet und als für die einzustellende Webmaschine
optimale Einstelldaten in geeigneter Weise dargestellt und/oder den betreffenden Stellmitteln
der einzustellenden Webmaschine zugeführt.
[0013] Das neue Verfahren erlaubt es, die auf einer Musterwebmaschine ermittelten, für den
jeweils herzustellenden Artikel warenspezifischen Einstelldaten der an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen zur Einstellung der entsprechenden Baugruppen anderer Webmaschinen
unterschiedlicher Bauart zu verwenden, so dass zusätzliche Einstellarbeiten an diesen
anderen Webmaschinen entfallen und selbsttätig gewährleistet ist, dass alle Webmaschinen
die beabsichtigte optimale webtechnische Einstellung für die Herstellung des gleichen
Artikels haben.
[0014] Die erfindungsgemäße Webmaschinenanlage besteht aus wenigstens einer Musterwebmaschine
und wenigstens einer auf die Herstellung der gleichen Webware wie auf der Musterwebmaschine
einstellbaren anderen Webmaschine. Die Musterwebmaschine ist mit einstellbaren, an
dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der vorgenannten Art und einer programmgesteuerten
Steuerungseinrichtung zur Ansteuerung von Stellgliedern dieser Baugruppen ausgerüstet.
Die Steuerungseinrichtung weist Mittel zur Eingabe von zur Herstellung einer bestimmten
Webware erforderlichen, warenspezifischen Einstelldaten auf. Bei der anderen einstellbaren
Webmaschine sind die an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen ebenfalls einstellbar,
wobei deren Stellglieder von einer Steuerungseinrichtung ansteuerbar sind. Die Anlage
verfügt über ein Leitsystem über das warenspezifische Einstelldaten zu der Steuerungseinrichtung
der einzustellenden Webmaschine übertragbar sind. Sowohl die Musterwebmaschine als
auch die einzustellende Webmaschine verfügen über Mittel zur Erfassung von maschinenspezifischen
Daten ihrer an dem Webvorgang jeweils beteiligten Baugruppen. Es sind programmgesteuerte
Rechnermittel vorgesehen, in die zumindest warenspezifische Einstelldaten der Musterwebmaschine
und maschinenspezifische Daten der jeweils am Webvorgang beteiligten Baugruppen der
Musterwebmaschinen und der einzustellenden Webmaschine eingebbar sind. Die Rechnermittel
vergleichen die maschinenspezifischen Daten der an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen
der Musterwebmaschine und der einzustellenden Webmaschine miteinander und ermitteln
abhängig von diesem Datenvergleich die für die einzustellende Webmaschine geltenden
warenspezifischen Einstelldaten. Sie erzeugen sodann entsprechende Steuerbefehle für
Stellglieder der an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der einzustellenden Webmaschine,
die diesen Stellgliedern zugeführt werden.
[0015] Die Rechnermittel können Teil der Steuerungseinrichtung der Musterwebmaschine, Teil
einer zentralen Datenverarbeitungseinrichtung oder Teil der Steuerungseinrichtung
der jeweilig einzustellenden Webmaschine sein.
[0016] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, es zeigen:
- Fig. 1
- eine Webmaschinenanlage gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- an dem Webvorgang beteiligte Baugruppen einer der Webmaschinen nach Figur 1, in einer
schematischen Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Vorrichtung zum Einstellen des Streichbaums einer der Baugruppen nach Fig. 1,
in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 4
- eine Einrichtung zum Einstellen des Kettwächters einer der Baugruppen nach Fig. 1,
in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 5
- ein Diagramm zur Veranschaulichung der Verknüpfung der Webmaschinen der Webmaschinenanlage
nach Fig. 1 und
- Fig. 6
- ein Diagramm zur Veranschaulichung einer alternativen Form der Verknüpfung der Webmaschinen
einer erfindungsgemäßen Webmaschinenanlage.
[0017] Von einer mehrere Webmaschinen umfassenden Webmaschinenanlage sind in Fig. 1 drei
Webmaschinen schematisch dargestellt, die mit 1, X1 und X2 bezeichnet sind. Jede der
Webmaschinen 1, X1, X2 ist mit einer einen programmgesteuerten Rechner enthaltenden
Steuerungseinrichtung (CPU) versehen, die bei der Webmaschine 1 mit 2 und bei den
Webmaschinen X1, X2 jeweils mit 3 bezeichnet ist. Die Steuerungseinrichtungen 2, 3
der Webmaschinen 1, X1 und X2 sind durch ein bei 4 angedeutetes Leitsystem elektrisch
miteinander vernetzt. An das Leitsystem 4 sind in der Praxis eine größere Anzahl von
Webmaschinen Xn angeschlossen, die häufig unterschiedlicher Bauart und/oder Baugröße
sind. Darunter können bspw. Greiferwebmaschinen, Luftwebmaschinen und andere Webmaschinen
auch unterschiedlicher Webbreite sich befinden.
[0018] Von den drei in Fig. 1 dargestellten Webmaschinen 1, X1, X2 ist die Webmaschine 1
die sogenannte Muster- oder Vorbildwebmaschine. Sie wird dazu benutzt, vor der Herstellung
eines neuen Gewebetyps (Artikels) in Versuchsläufen des Artikels auf diese Musterwebmaschine
die optimale Einstellung der für den Webprozess oder -vorgang wesentlichen Baugruppen
zu ermitteln, um so einen optimalen Maschinenlauf, gute Nutzeffekte und einen einwandfreien
Gewebeausfall bei der Herstellung des Gewebes in der Produktion zu gewährleisten.
[0019] Die an der Musterwebmaschine 1 ermittelte optimale Einstellung der an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen auf den jeweils herzustellenden Artikel, d.h. die warenbezogenen
Einstelldaten, werden dann dazu benutzt, die mit der Musterwebmaschine 1 vernetzten
andern Webmaschinen X1, X2 .... Xn entsprechend warenspezifisch einzustellen, so dass
sie ebenfalls den gleichen Artikel mit optimaler Qualität und unter optimalen Arbeitsbedingungen
weben.
[0020] Die hauptsächlichen an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der Webmaschinen sind
schematisch in Fig. 2 dargestellt. Die Einstellung dieser Baugruppen ist u.a. für
die Fachgeometrie bestimmend und damit für den ordnungsgemäßen Webvorgang von entscheidender
Bedeutung.
[0021] Von einem drehbar gelagerten Kettbaum 5 wird eine bei 6 angedeutete Webkette über
einen Streichbaum 7 geführt, durch den die Kettfäden der Webkette 6 näherungsweise
in eine horizontale Ebene umgelenkt werden, die das erzeugte Gewebe 8 enthält. Die
Kettfäden 6a, 6b der Webkette 6 verlaufen, ausgehend von dem Streichbaum 7, durch
Litzen von Schäften 9, durch die sie für einen Schusseintrag von dem mit 10 bezeichneten
Bindepunkt aus in ein Oberfach und ein Unterfach aufgeteilt werden. Das Riet dieser
Webmaschine ist mit 11 bezeichnet. Die Schusseintragselemente sind nicht weiter dargestellt.
Das erzeugte Gewebe 8 wird über einen Brustbaum 12 und einen Riffelbaum 13 einem Warenbaum
14 zugeleitet, auf dem es aufgewickelt wird.
[0022] Wie aus Fig. 2 ohne Weiteres zu ersehen, hängen die Winkel, die die Kettfäden 6a,
6b des Ober- und des Unterfachs miteinander und mit der Horizontalebene einschließen
von der Stellung des Streichbaumes 7 und dem Hub der Schäfte 9 ab. Abhängig von dem
herzustellenden Gewebe 8 muss deshalb der Streichbaum 7 auf eine jeweils optimale
Sollstellung einjustiert werden. Dem Streichbaum 7 sind deshalb im Bereiche seiner
Lagerstellen Stellmittel zugeordnet, die es erlauben, den Streichbaum 7 in der Horizontalrichtung
und in der Vertikalrichtung zu verstellen, wie dies durch Pfeile 15 bzw. 16 angegeben
ist. Der Streichbaum 7 mit seinen Stellmitteln bildet eine der an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen.
[0023] In der Nähe des Streichbaumes 7 ist eine mit 17 bezeichnete Kettwächtereinrichtung
vorgesehen, die sich über die Breite der Webmaschine erstreckt und die Kettfäden 6a,
6b der Webkette 6 in dem Bereich zwischen dem Streichbaum 7 und den Schäften 9 auf
Kettfadenbruch überwacht. Im Falle des Auftretens eines Kettfadenbruchs stellt sie
die Webmaschine ab. Da die Kettwächtereinrichtung 17 für ihre ordnungsgemäße Funktion
in einer vorbestimmten Zuordnung zu den Kettfäden 6a, 6b stehen muss, ist es bei einer
Verstellung des Streichbaums 7 in der Regel erforderlich auch die Kettwächtereinrichtung
17 entsprechend nachzustellen. Sie ist deshalb im Bereiche ihrer Lagerstellen an dem
Maschinengestell ebenfalls mit zugeordneten Stellmitteln ausgerüstet, die im Einzelnen
in Fig. 4 dargestellt sind. Die Kettwächtereinrichtung mit ihren Stellmitteln bildet
eine andere an dem Webvorgang beteiligte Baugruppe.
[0024] Eine dritte, an dem Webvorgang beteiligte Baugruppe ist u.a. die Antriebs- und Lagereinrichtung
des Riets 11, die z.B. zur Einstellung eines optimalen Schussfadensanschlags warenspezifisch
einstellbar ist. Eine andere an dem Webvorgang beteiligte Baugruppe wird durch die
Schäfte 9 mit ihren Antriebs- und Lagereinrichtungen gebildet, die ebenfalls warenspezifisch
einstellbar sein können, um die Fachgeometrie für den jeweiligen Artikel zu optimieren.
Weitere an dem Webvorgang beteiligte Baugruppen, die ggfs. einer warenspezifischen
Einstellung bedürfen, umfassen den Brustbaum 12 und die Riffelwalze 13 sowie ggfs.
die Antriebsvorrichtung des Warenbaums 14 und andere Einrichtungen zur Steuerung der
Kettfadenspannung. Die Lagerungen und Stelleinrichtungen dieser weiteren an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen sind in Fig. 2 nicht weiter angedeutet; sie sind an sich bekannt.
[0025] Die technische Ausbildung der Lager- und Stellmittel von an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen einer Webmaschine sind in den Fig. 3, 4 anhand der den Streichbaum 7 und
die Kettwächtereinrichtung 17 umfassenden Baugruppen beispielhaft veranschaulicht.
[0026] Fig. 3 zeigt, dass der Streichbaum 7 auf beiden Maschinenseiten im Prinzip jeweils
auf einer Lasche 18 um eine horizontale Welle 19 schwenkbar gelagert ist, die in endseitigen
Lagerteilen aufgenommen ist, welche als Horizontalschlitten 20 ausgebildet und in
der durch die Pfeile 15 angedeuteten Horizontalrichtung verfahrbar jeweils auf einem
Vertikalschlitten 21 gelagert sind. Auf jeder der Maschinenseiten ist der Vertikalschlitten
21 an dem bei 22 ausschnittsweise angedeuteten Maschinengestell entsprechend dem Pfeil
16 vertikal verfahrbar geführt. Bei 24 ist eine Kettfadenspannungsausgleichseinrichtung
angedeutet.
[0027] Die einen Teil von Stellmitteln bildenden Horizontal- und Vertikalschlitten 20, 21
sind jeweils über Schraubspindelgetriebe mit Gewindespindeln 25, 26 in der Horizontal-
bzw. Vertikalrichtung verfahrbar. Die den beiden Stellfunktionen, nämlich der Verstellung
des Streichbaums 7 in der Horizontal- und in der Vertikalrichtung zugeordneten Gewindespindeln
25, 26, werden jeweils durch ein Stellglied 30 betätigt, das einen elektromotorischen
Antrieb aufweist. Jedem der Stellglieder 30 ist ein Sensor 31 zugeordnet, der ein
für die jeweilige Ist-Stellung des zugeordneten Schlittens 20 bzw. 21 kennzeichnendes
Signal abgibt. Die Stelleinheiten 30 sind über Steuerleitungen 33 oder jeweils einen
Bus mit der Steuereinrichtung 2 bzw. 3 der jeweiligen Webmaschine verbunden, der die
Daten über die Ist-Stellung des Schlittens 20 bzw. 21 übermittelt. Die Steuereinrichtung
vergleicht diese Ist-Stellungsdaten mit von einer Bedienungsperson vorgegebenen oder
über ein Datennetz übermittelten Solldaten. Abhängig von dem Ergebnis des Vergleiches
wird ein Stellsignal erzeugt, das an die Stellglieder 30 übermittelt wird, die über
die Schlitten 20 bzw. 21 den Streichbaum 7 in seine Sollstellung überführen.
[0028] Fig. 4 zeigt die über entsprechende Stellmittel erfolgende Einstellung der Kettwächtereinrichtung
17. Diese Stellmittel sind im Prinzip ähnlich wie die anhand der Fig. 3 erläuterten
Stellmittel des Streichbaums 7 aufgebaut. Gleiche Teile sind deshalb mit gleichen
Bezugszeichen versehen und nicht nochmals erläutert. Die Kettwächtereinrichtung weist
die einzelnen Kettfäden abtastende Lamellen 35 auf, die an Schienen 36 auf und ab
beweglich geführt und auf einem Schwenktisch 37 angeordnet sind, der um eine Horizontalachse
380 schwenkbar auf dem Horizontalschlitten 20 der Stellmittel gelagert ist. Ein mit
dem jeweiligen Horizontalschlitten 20 verbundener Drehantrieb bildet ein Stellglied
38, das den Schwenktisch 37 um die Horizontachse 380 verschwenken kann. Das Stellglied
38 erhält ebenso wie die den Horizontal- und Vertikalverstellbewegungen zugeordneten
Stellglieder 30 Steuersignale, die es veranlassen, den Schwenktisch 37 derart zu positionieren,
dass die Lamellen 35 der Kettfädenwächtereinrichtung 17 die richtige Lage zu den von
ihnen überwachten Kettfäden 6a, 6b der Webkette 6 einnehmen. Den Stellgliedern 30,38
sind wiederum Sensoren 31 zur Ermittlung der Ist-Stellung der von ihnen verstellten
Elemente zugeordnet, die entsprechende Signale an die Steuerungseinrichtung 2 bzw.
3 geben, wo sie mit eingegebenen warenspezifischen Solleinstelldaten verglichen werden.
Aus dem Vergleich werden die Einstelldaten für die Stellglieder 30, 38 abgeleitet,
wie dies an sich bekannt ist.
[0029] Wie bereits erwähnt, sind die Musterwebmaschine 1 und die Webmaschinen X1, X2 ....
Xn in der Regel unterschiedlicher Bauart oder Baugröße. Demgemäß sind die Lage des
Bindepunkts 10 (Fig. 2), die Position des ersten bzw. letzten Schafts 9 mit seinen
Litzen, die Tiefe der Maschinenseitenwand 22 (Fig. 3) an der der Streichbaum 7 und
die Kettwächtereinrichtung 17 befestigt sind ebenso unterschiedlich wie der Streichbaumdurchmesser
und die Anordnung und Ausbildung der Streichbaumbaugruppe. Grundsätzlich Gleiches
gilt häufig auch für die den Brustbaum 12 enthaltende Baugruppe und die Baugruppen,
die die Lagerung und den Antrieb der Schäfte 9 und des Riets 11 umfassen.
[0030] Aufgrund dieser Unterschiede können die an der Musterwebmaschine 1 ermittelten optimalen
warenspezifischen Einstelldaten für einen bestimmten Artikel nicht ohne Weiteres dazu
verwendet werden, die mit der Musterwebmaschine 1 vernetzten Webmaschinen X1, X2 ....
Xn entsprechend warenspezifisch so einzustellen, dass sie den gleichen Artikel optimal
weben. Sind bspw. die Streichbaumdurchmesser bei der Musterwebmaschine 1 und der einzustellenden
Webmaschine X1 voneinander verschieden, so kann ein an der Musterwebmaschine 1 ermittelter
warenspezifischer Einstellwert "Streichbaumhöhe" bei einer entsprechenden Einstellung
der Webmaschine X1 nicht zu der gewünschten optimalen Fachgeometrie führen.
[0031] Um unabhängig von den vorerwähnten Unterschieden in Aufbau, Type und dergleichen
der einzelnen Webmaschinen die Webmaschinen X1, X2 ... Xn waren- oder artikelspezifisch
leicht einzustellen zu können, sind die insbesondere aus Fig. 5 oder Fig. 6 zu entnehmenden
Maßnahmen getroffen.
[0032] Vor der Herstellung einer neuen Gewebetype, d.h. eines bestimmten Artikels, werden
zunächst die im Vorstehenden erörterten, an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen
der Musterwebmaschine auf diesen Artikel warenspezifisch eingestellt. Dies geschieht,
wie erwähnt, in der Regel anhand von Probeläufen auf der Grundlage von vorher in die
Steuerungseinrichtung 2 der Musterwebmaschine 1 eingegebenen, für den Artikel kennzeichnenden
Daten. Die so ermittelten optimalen, warenspezifischen Einstelldaten der an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine 1 werden in einem entsprechenden Programm
in deren Steuerungseinrichtung 2 gespeichert.
[0033] Außerdem werden über ein entsprechendes Programm die maschinenspezifischen Daten
von an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine 1 ermittelt und
ebenfalls in der Steuerungseinrichtung 2 gespeichert. Diese maschinenspezifischen
Daten der Musterwebmaschine 1 umfassen insbesondere:
[0034] Die Koordinaten der Lage des Bindepunkts 10 (Fig. 2), die Position der Webschäfte
9 zu dem Bindepunkt 10, die Position der Kettwächtereinrichtung 17 zu dem Bindepunkt
10, die Position des Streichbaums 7 zu dem Bindepunkt 10 und den Durchmesser des Streichbaums
7. Abhängig von der Art des herzustellenden Artikels und der Bauart der Musterwebmaschine
können noch weitere für die Maschinenkonfiguration kennzeichnende, maschinenspezifische
Daten der Musterwebmaschine, von Bedeutung sein. Auch diese weiteren maschinenspezifischen
Daten werden erforderlichenfalls ermittelt und in das entsprechende Rechenprogramm
der Steuerungseinrichtung 2 eingegeben. Dazu zählen bspw. die Hubhöhe der Schäfte
9, die Position des Brustbaums 12 bezüglich des Streichbaums 7 und des Bindepunkts
10, die Schussfadeneintragssteuerung einschl. des Schussfadenanschlags und dergleichen.
[0035] Für die einzustellenden Webmaschinen X1, X2 ... Xn werden die gleichen, für deren
an dem Webvorgang beteiligte Baugruppen geltenden, maschinenspezifischen Daten ermittelt
und in ein entsprechendes Rechnerprogramm deren jeweiliger Steuerungseinrichtung 3
eingegeben, wo sie gespeichert werden.
[0036] Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform enthält die Steuerungseinrichtung
2 der Musterwebmaschine einen Rechner, dem die gespeicherten maschinenspezifischen
Daten der Musterwebmaschine 1 und der einzustellenden Webmaschinen X1, X2 ... Xn zugeführt
werden, wie dies durch die Verknüpfungslinien 40 schematisch angedeutet ist. Der Rechner
der Musterwebmaschine 1 erhält außerdem die zuvor in der beschriebenen Weise an der
Musterwebmaschine 1 ermittelten und gespeicherten artikelspezifischen Einstelldaten
der an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine 1.
[0037] Anhand eines Rechenprogrammes vergleicht der Rechner der Steuerungseinrichtung 2
der Musterwebmaschine 1 die maschinenspezifischen Einstelldaten der an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine 1 mit den entsprechenden maschinenspezifischen
Daten der einzustellenden Webmaschinen X1, X2 .... Xn. Aus den festgestellten Unterschieden
der für jede Webmaschine miteinander verglichenen, zusammengehörigen maschinenspezifischen
Daten, bspw. der Streichbaumdurchmesser etc., errechnet der Rechner der Steuerungseinrichtung
2 der Musterwebmaschine 1 die Modifikationen, denen die für die Musterwebmaschine
1 ermittelten warenspezifischen Einstelldaten unterworfen werden müssen, um sie für
eine entsprechende optimale Einstellung der jeweils zugehörigen Baugruppe der einzustellenden
Webmaschine X1 bzw. X2 bzw. ...Xn verwenden zu können. Mit anderen Worten, der Rechner
der Musterwebmaschine 1 leitet in Abhängigkeit von dem Vergleich der maschinenspezifischen
Daten der Musterwebmaschine 1 und der jeweils einzustellenden Webmaschine X1, X2 ...
Xn aus den für die Musterwebmaschine 1 ermittelten und gespeicherten warenspezifischen
Einstelldaten die entsprechenden warenspezifischen Einstelldaten der jeweils einzustellenden
Webmaschine ab.
[0038] Aus den so errechneten warenspezifischen Einstelldaten der an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen jeder der einzustellenden Webmaschinen X1, X2 ... Xn erzeugt der Rechner
der Steuerungseinrichtung 2 der Musterwebmaschine 1 Steuerbefehle für Stellglieder
30, 38 (Fig. 3, 4), welche Stellglieder an den einzustellenden Webmaschinen vorhanden
sein können, und ggfs. für Einstellglieder weiterer Baugruppen der einzustellenden
Webmaschine. Diese Steuerbefehle werden der Steuerungseinrichtung 3 der jeweils einzustellenden
Webmaschine X1, X2 ... Xn, wie durch die Verknüpfungslinien 41 angedeutet, zugeführt,
so dass die jeweilige Steuerungseinrichtung 3 die entsprechenden Stellglieder ihrer
Baugruppen ansteuern und die optimale warenspezifische Einstellung dieser Baugruppen
vornehmen kann. Die Verknüpfungslinien 40, 41 sind dabei Teile des Leitsystems 4 der
Fig. 1.
[0039] Für einzustellende Webmaschinen X1, X2 .... Xn, die nicht über entsprechende Stellglieder
30, 38 verfügen, werden die Steuerbefehle in geeigneter Weise digital dargestellt,
wonach ein manuelles Einstellen der an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der einzustellenden
Webmaschinen erfolgt.
[0040] Die Ausführungsform nach Fig. 6 unterscheidet sich in der Verknüpfung der Steuerungseinrichtungen
2 der Musterwebmaschine 1 und der Steuerungseinrichtungen 3 der einzustellenden Webmaschinen
X1, X2, X3 von der Anordnung nach Fig. 5.
[0041] Während bei der Webmaschinenanlage nach Fig. 5 der die maschinenspezifischen Daten
der Musterwebmaschine 1 und der einzustellenden Webmaschine X1, X2 miteinander vergleichende
Rechner, der die warenspezifischen Einstelldaten für die einzustellenden Webmaschinen
X1, X2 berechnet, Teil der Steuerungseinrichtung 2 der Musterwebmaschine 1 ist, ist
bei der Webmaschinenanlage nach Fig. 6 ein Zentralrechner 42 vorgesehen, der sowohl
von der Musterwebmaschine 1 als auch von den einzustellenden Webmaschinen X1, X2 und
X3 getrennt angeordnet sein kann. Dem Zentralrechner 42 werden von der Steuerungseinrichtung
2 der Musterwebmaschine 1 und von den Steuerungseinrichtungen 3 der einzustellenden
Webmaschinen X1, X2, X3 die maschinenspezifischen Daten dieser Webmaschinen eingegeben.
Außerdem erhält er von der Steuerungseinrichtung 2 der Musterwebmaschine 1 die warenspezifischen
Einstelldaten für die an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine
1. Aus diesen warenspezifischen Einstelldaten der Musterwebmaschine 1 errechnet der
Zentralrechner 42 in der oben beschriebenen Weise die warenspezifischen Einstelldaten
für die entsprechenden an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen jeder der einzustellenden
Webmaschinen X1, X2, X3 ... Xn. Diese für die jeweilige Webmaschine X1, X2 .... Xn
geltenden warenspezifischen Einstelldaten werden zu Steuerbefehlen verarbeitet, die
über die jeweilige Steuereinrichtung 3 den jeweiligen Stellgliedern 30, 38 (Fig. 2,
3) etc. der zugehörigen an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen zugeleitet werden.
[0042] Die Verarbeitung der für die jeweils einzustellende Webmaschine X1, X2, X3 ... Xn
geltenden warenspezifischen Einstelldaten zu entsprechenden Steuerbefehlen erfolgt
in der Regel in dem Zentralrechner 42; sie kann grundsätzlich aber auch in den Steuerungseinrichtungen
3 der einzustellenden Webmaschinen X1, X2, X3 ..... Xn geschehen, denen zu diesem
Zwecke von dem Zentralrechner 42 die für die jeweilige einzustellende Webmaschine
geltenden warenspezifischen Einstelldaten zugeleitet werden.
1. Verfahren zum Einstellen von Webmaschinen bei dem
- für wenigstens eine Webware spezifische Einstelldaten von an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen einer Musterwebmaschine ermittelt und gespeichert werden,
- für die Musterwebmaschine maschinenspezifische Daten ihrer an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen ermittelt und gespeichert werden,
- für wenigstens eine andere, auf die Herstellung der gleichen Webware einzustellende
Webmaschine entsprechende maschinenspezifische Daten deren an dem Webvorgang beteiligter
Baugruppen ermittelt und mit den maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine
verglichen werden und
- in Abhängigkeit von dem Vergleich der maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine
und der einzustellenden Webmaschine aus den warenspezifischen Einstelldaten der Musterwebmaschine
für die einzustellende Webmaschine geltende, für die genannte Webware warenspezifische
Einstelldaten für die einzustellende Webmaschine abgeleitet werden und daraus Steuerbefehle
für Stellglieder der an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen der einzustellenden
Webmaschine erzeugt werden, die den Stellgliedern zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in einem Rechenprogramm der Steuerung der Musterwebmaschine verarbeitet
werden, in das die waren- und/oder maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine
und wenigstens die maschinenspezifischen Daten der einzustellenden Webmaschine eingegeben
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in einem Rechenprogramm eines von der Musterwebmaschine und der einzustellenden
Webmaschine getrennten Zentralrechners verarbeitet werden, in das die warenund/oder
maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine und wenigstens die maschinenspezifischen
Daten der einzustellenden Webmaschine eingegeben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in einem Rechenprogramm der jeweilig einzustellenden Webmaschine verarbeitet
werden, in das die waren- und/oder maschinenspezifischen Daten der Musterwebmaschine
und die maschinenspezifischen Daten der einzustellenden Webmaschine eingegeben werden.
5. Webmaschinenanlage bestehend aus
- wenigstens einer Musterwebmaschine (1) mit einstellbaren, an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen und einer programmgesteuerten Steuerungseinrichtung (2) zur Ansteuerung
von Stellgliedern (30,38) dieser Baugruppen, die Mittel zur Eingabe von zur Herstellung
einer bestimmten Webware erforderlichen warenspezifischen Einstelldaten aufweist,
- wenigstens einer auf die Herstellung der gleichen Webware einstellbaren, anderen
Webmaschine (X1, X2 ...Xn) mit einstellbaren, an dem Webvorgang beteiligten Baugruppen
und einer Steuerungseinrichtung (3) zum Ansteuern von Stellgliedern (30,38) der an
dem Webvorgang beteiligten Baugruppen,
- einem Leitsystem (4) über das warenspezifische Einstelldaten zu der Steuerungseinrichtung
(3) dieser einzustellenden Webmaschine (X1, X2, ...Xn) übertragbar sind, wobei
- die Musterwebmaschine (1) und die einzustellende Webmaschine (X1, X2, ...Xn) Mittel
zur Erfassung von maschinenspezifischen Daten der an dem Webvorgang jeweils beteiligten
Baugruppen aufweisen und
- programmgesteuerten Rechnermitteln, denen zumindest warenspezifische Einstelldaten
der Musterwebmaschine (1) und maschinenspezifische Daten der jeweils am Webvorgang
beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine (1) und der einzustellenden Webmaschine
(X1, X2, ...Xn)eingebbar sind und die die maschinenspezifischen Daten der an dem Webvorgang
beteiligten Baugruppen der Musterwebmaschine und der einzustellenden Webmaschine miteinander
vergleichen und, abhängig von diesem Datenvergleich, die für die einzustellende Webmaschine
(X1, X2,...Xn) geltenden, warenspezifischen Einstelldaten der einzustellenden Webmaschine
ermitteln und Steuerbefehle für Stellglieder (30;38) der an dem Webvorgang beteiligten
Baugruppen der einzustellenden Webmaschine erzeugt, die diesen Stellgliedern zugeführt
werden.
6. Webmaschinenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechnermittel Teil der Steuerungseinrichtung (2) der Musterwebmaschine (1) sind.
7. Webmaschinenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechnermittel Teil einer zentralen Datenverarbeitungseinrichtung (42) sind, der
zumindest die waren- und/oder maschinenspezifische Daten der Musterwebmaschine (1)
und maschinenspezifische Daten der einzustellenden Webmaschine (X1, X2, ...Xn) zugeführt
werden und die daraus die warenspezifischen Einstelldaten für die einzustellende Webmaschine
ableitet, aus denen die entsprechenden Steuerbefehle für die Stellglieder der einzustellenden
Webmaschine erzeugt werden.
8. Webmaschinenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechnermittel Teil der Steuerungseinrichtung (3) der einzustellenden Webmaschine
(X1, X2,..... Xn) sind.