[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schloßvorrichtung mit einem Zahlenschloß, das
Zahlenräder aufweist, an denen ein Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses einstellbar
ist, und einem Sekundärschloß.
[0002] Ein Schloßriegel einer derartigen aus einem Zahlenschloß und einem Sekundärschloß
kombinierten Schloßvorrichtung wird entweder durch Einstellung des Schlüsselgeheimnisses
am Zahlenschloß oder durch Betätigung des Sekundärschlosses oder sowohl durch Einstellung
des Schlüsselgeheimnisses am Zahlenschloß als auch durch Betätigung des Sekundärschlosses
geöffnet bzw. in eine Freigabestellung für einen nachgeordneten Mechanismus verbracht.
[0003] Bei der Nutzung derartiger kombinierter Schloßvorrichtungen kann es vorkommen, daß
- aus welchen Gründen auch immer - das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses verloren
geht oder daß zufällig und unbemerkt das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses verstellt
wird. Ist entsprechend das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses verloren gegangen,
so kann dieses nur mit Hilfe einer aufwendigen mechanischen vorrichrung oder durch
Einsatz von Decodierhilfen od.dgl. wieder aufgefunden werden, wenn nicht die gesamte
Schloßvorrichtung ausgebaut werden soll.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte, ein Zahlenschloß
und ein Sekundärschloß aufweisende Schloßvorrichtung derart weiterzubilden, daß ein
Wiederauffinden eines einmal verloren gegangenen Schlüsselgeheimnisses des Zahlenschlosses
der Schloßvorrichtung erheblich erleichtert wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Zahlenschloß eine Schlüsselgeheimniseinstelleinrichtung
aufweist, die mittels des Sekundärschlosses in Betrieb setzbar ist und mittels der
aus jeder beliebigen Stellung der Zahlenräder das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses
automatisch einstellbar ist. Durch Betätigung des Sekundärschlosses können erfindungsgemäß
stets die Zahlenräder des Zahlenschlosses in diejenige Position verbracht werden,
die dem Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses entspricht. Eine aufwendige Mechanik
zur Wiederauffindung eines verloren gegangenen Schlüsselgeheimnisses kann entfallen;
die zeitaufwendige und viel Feingefühl erfordernde Decodierhilfe ist im Falle der
erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung ebenfalls überflüssig.
[0006] Zweckmäßigerweise hat die Schloßvorrichtung ein Schloßriegelbetätigungsglied, mittels
dem ein Schloßriegel der Schloßvorrichtung zwischen seiner Offen- und seiner Zustellung
verstellbar ist, wenn an den Zahlenrädern des Zahlenschlosses das Schlüsselgeheimnis
eingestellt ist und/oder das Sekundärschloß betätigt wird.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung
hat deren Zahlenschloß ein Sperrstück, das in Richtung auf die Achse der Zahlenräder
vorgespannt ist, aus seiner Sperr- in seine Freigabestellung gerät, wenn an den Zahlenrädern
das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses eingestellt ist, und in eine von der Achse
der Zahlenräder entfernte Ruhestellung verstellbar ist.
[0008] Am Schloßriegelbetätigungsglied der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung ist zweckmäßigerweise
ein Blockierglied angeordnet, welches zwischen einer Blockier- und einer Freigabestellung
verstellbar ist. Eine Betätigung des Schloßriegelbetätigungsglieds ist entsprechend
nur dann möglich, wenn das Blokkierglied sich in seiner Freigabestellung befindet.
[0009] Das Sekundärschloß ist vorteilhaft so am Schloßriegelbetätigungsglied angeordnet,
daß das schloßriegelbetätigungsgliedseitige Blockierglied mittels des Sekundärschlosses
zwischen seiner Blockier- und seiner Freigabestellung verstellbar ist.
[0010] Eine Inbetriebsetzung der Schlüsselgeheimniseinstelleinrichtung der erfindungsgemäßen
Schloßvorrichtung ist in einfacher Weise realisierbar, wenn das Sperrstück des Zahlenschlosses
mittels des Schloßriegelbetätigungsglieds aus seiner Sperrstellung in seine Ruhestellung
verstellbar ist, wenn sich das Blockierglied des Schloßriegelbetätigungsglieds in
seiner Freigabestellung befindet.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Schlüsselgeheimniseinstellvorrichtung
des Zahlenschlosses der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung je Zahlenrad des Zahlenschlosses
eine Kurvenscheibe auf, die drehfest mit dem ihr zugeordneten Zahlenrad verbindbar
ist.
[0012] In mechanisch-konstruktiv wenig aufwendiger Weise läßt sich die Schlüsselgeheimniseinstellvorrichtung
des Zahlenschlosses der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung realisieren, wenn die
Schlüsselgeheimniseinstellvorrichtung neben den Kurvenscheiben eine Federeinrichtung
aufweist, mittels der die Kurvenscheiben und damit die drehfest mit den Kurvenscheiben
verbundenen Zahlenräder des Zahlenschlosses in Richtung auf die dem Schlüsselgeheimnis
des Zahlenschlosses entsprechende Stellung vorgespannt sind.
[0013] Das Zahlenschloß kann je Zahlenrad eine Kupplungsscheibe aufweisen, die einen abgeflachten
Außenumfangsabschnitt aufweist, der bei an den Zahlenrädern eingestelltem Schlüsselgeheimnis
dem Sperrstück zugewandt ist, so daß das Sperrstück in seine Freigabestellung gerät,
und die in und außer drehfesten Eingriff mit dem ihr zugeordneten Zahlenrad bringbar
und drehfest mit der ihr zugeordneten Kurvenscheibe verbunden ist.
[0014] Zweckmäßigerweise sind die Kurvenscheiben fest mit den Kupplungsscheiben verbunden,
wobei die Kurvenscheiben auch einstückig mit den Kupplungsscheiben ausgebildet sein
können.
[0015] Die Kurvenscheiben können mittels jeweils eines Verbindungsabschnitts mit den Kupplungsscheiben
verbunden sein.
[0016] Die Axialerstreckung des Verbindungsabschnitts entspricht zweckmäßigerweise zumindest
der Axialbewegung der Kupplungsscheiben zwischen deren Eingriffs- und Außereingriffsstellung
mit den Zahlenrädern, da dann die Funktion der Kupplungsscheiben nicht beeinträchtigt
wird.
[0017] Vorteilhaft sind die Kurvenscheiben als Herzkurvenscheiben ausgebildet, deren Herzspitzen
mittels der Federeinrichtung in diametrale Gegenüberlage zur Federeinrichtung verstellbar
und zu den abgeflachten Außenumfangsabschnitten der Kupplungsscheiben so angeordnet
sind, daß letztere dem Sperrstück zugewandt sind, wenn sich die Herzspitzen in diametraler
Gegenüberlage zur Federeinrichtung befinden.
[0018] Das Schloßriegelbetätigungsglied ist vorteilhaft als Drehknopf ausgebildet.
[0019] Der Drehknopf hat zweckmäßigerweise auf seiner Außenumfangsfläche eine Rampe, mittels
der das Sperrstück des Zahlenschlosses, welches Sperrstück einen zum Drehknopf vorstehenden
und mit der Rampe zusammenwirkenden Vorsprung aufweist, in seine Ruhestellung verstellbar
ist.
[0020] Die die Kurvenscheiben beaufschlagende Federeinrichtung ist gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung durch Federschenkel einer Multifunktionsfeder
ausgebildet, wobei diese Multifunktionsfeder des weiteren einen Federarm, mittels
dem das Sperrstück in Richtung auf die Außenumfangsfläche der Kupplungsscheiben vorgespannt
ist, und Rastvorsprünge aufweist, die mit Rastkerben der Zahlenräder in und außer
Rasteingriff bringbar sind.
[0021] Die Verstellung der Zahlenräder in deren dem Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses
entsprechende Position ist gewährleistet, wenn das Sperrstück bei seiner Verstellung
in seine Ruhestellung die Rastvorsprünge der Multifunktionsfeder außer Eingriff mit
den Rastkerben der Zahlenräder stellt.
[0022] Vorteilhaft ist das Blockierglied als Druckriegel ausgebildet, der in einer im Drehknopf
ausgebildeten, sich bis zu dessen Außenumfangsfläche erstreckenden radialen Ausnehmung
zwischen seiner Blockier- und seiner Freigabestellung verstellbar gehaltert und mittels
einer Feder in Richtung auf seine Blockierstellung vorgespannt ist, wobei der Druckriegel
in einem Niveau des Drehknopfes angeordnet ist, das dem Niveau des dem Drehknopf zugewandten
Vorsprungs des Sperrstücks entspricht, wenn sich das Sperrstück in seiner Sperrstellung
befindet.
[0023] Um eine Verstellung des Drehknopfes aus der Offen- in die Zustellung auch bei verstelltem
Schlüsselgeheimnis zu gewährleisten, weist der Druckriegel vorteilhaft auf seiner
in Offenstellung des Drehknopfs dem Vorsprung des Sperrstücks zugewandten Stirnfläche
eine Schräge auf, mittels der der Druckriegel bei einer Drehung des Drehknopfes aus
dessen Offen- in dessen Zustellung im Zusammenwirken mit dem Vorsprung des sich in
seiner Sperrstellung befindenden Sperrstücks gegen die Kraft der Feder aus seiner
Blockier- in seine Freigabestellung stellbar ist.
[0024] Wenn der Druckriegel einen Eingriffsabschnitt aufweist, mit dem bei Betätigung des
Sekundärschlosses ein sekundärschloßseitiges Eingriffsglied in Eingriff bringbar ist,
durch das der Druckriegel bei Öffnen des Sekundärschlosses aus seiner Blockier- in
seine Freigabestellung verstellbar ist, ist in wenig aufwendiger Weise eine Inbetriebsetzung
der Schlüsselgeheimniseinstelleinrichtung des Zahlenschlosses der erfindungsgemaßen
Schloßvorrichtung möglich.
[0025] Das Sekundärschloß ist vorteilhaft als zylindrisches Schlüsselschloß ausgebildet,
das in einer etwa mittig im Drehknopf ausgebildeten Aufnahmeausnehmung angeordnet
ist.
[0026] Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Schloßvorrichtung;
- Figur 3
- den Schnitt A - A in Figur 2; und
- Figur 4
- den Schnitt B - B in Figur 2.
[0028] Eine in Figur 1 in Explosionsdarstellung gezeigte erfindungsgemäße Schloßvorrichtung
dient dazu, beispielsweise ein in den Figuren nicht dargestelltes Gepäck- oder Möbelstück
zu verschließen.
[0029] Hierzu weist ein Zahlenschloß der erfindungsgemäßen Schloßvorrichtung im dargestellten
Ausführungsbeispiel drei Zahlenräder 1 auf, die drehbar um eine Achswelle 2 des Zahlenschlosses
herum angeordnet sind. Die Zahlenräder 1 sitzen nicht unmittelbar auf der Achswelle
2, sondern zwischen den Zahlenrädern 1 und der Achswelle 2 sind koaxial zur Achswelle
2 bzw. zu den Zahlenrädern 1 Kupplungsscheiben 3 vorgesehen, von denen jeweils eine
jeweils einem Zahlenrad 1 zugeordnet ist. Die Kupplungsscheiben 3 besitzen einen Abschnitt
mit größerem Durchmesser, in dessen Außenumfang ein Einstich 4 ausgebildet ist. An
dem sich an den Abschnitt großen Durchmessers anschließenden Abschnitt kleinen Durchmessers
sind auf der Außenumfangsfläche Eingriffselemente 5 angeordnet. Mit dem Abschnitt
kleinen Durchmessers, der die Eingriffselemente 5 aufweist, ragt jede Kupplungsscheibe
3 in Axialrichtung in das ihr zugeordnete Zahlenrad 1, wobei auf der Innenumfangsfläche
jedes Zahlenrads 1 Aufnahmeelemente 6 für die Eingriffselemente 5 der Kupplungsscheibe
3 vorgesehen sind. Durch Axialverschiebung der Kupplungsscheiben 3 in bezug auf die
Zahlenräder 1 können die kupplungsscheibenseitigen Eingriffselemente 5 in und außer
Eingriff mit den zahlenradseitigen Aufnahmeelementen 6 gestellt werden. Wenn die Zahlenräder
1 in bezug auf die Kupplungsscheiben 3 und damit in bezug auf die Achswelle 2 frei
drehbar sind, kann das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses eingestellt bzw. geändert
werden. Sobald der Eingriff zwischen den zahlenradseitigen Aufnahmeelementen 6 und
den kupplungsscheibenseitigen Eingriffselementen 5 dann durch eine entsprechende Relativbewegung
der Kupplungsscheiben 3 wieder hergestellt wird, ist das neue Schlüsselgeheimnis am
Zahlenschloß eingestellt.
[0030] Zur Axialverschiebung der Kupplungsscheiben 3 dient ein Codierblech 7, welches in
Axialrichtung der Achswelle 2 verschieblich innerhalb einer Gehäuseschale 8 aufgenommen
ist. Das Codierblech 7 weist, wie aus Figur 1 hervorgeht, einen nach unten offenen
kastenförmigen Querschnitt auf, wobei in der Oberwand drei Ausnehmungen 9 ausgebildet
sind, durch die hindurch die Zahlenräder 1 nach außen vorstehen. Jede Ausnehmung 9
weist an ihrer in Figur 1 rechten Begrenzungswand einen Steg 10 auf, der im montierten
Zustand des Zahlenschlosses jeweils mit einem Einstich 4 einer Kupplungsscheibe 3
in Eingriff ist.
[0031] Das Codierblech 7 wird in seiner Längsrichtung durch die Achswelle 2 durchragt, wobei
zwischen dem in Figur 1 rechten Ende des Codierblechs 7 und dem entsprechenden Ende
der Gehäuseschale 8 eine Feder 11 angeordnet ist, die das Codierblech 7 in diejenige
Richtung vorspannt, in der die Kupplungsscheiben 3 mit ihren Eingriffselementen 5
in Eingriff mit den Aufnahmeelementen 6 der Zahlenräder 1 sich befinden.
[0032] An ihrem dem der Feder 11 zugeordneten Ende entgegengesetzten Ende weist die Achswelle
2 eine Radialerweiterung 12 auf, deren dem Codierblech 7 zugewandte Radialstufe 13
gegen die in Figur 1 linke Außenwand 14 des Codierblechs 7 anliegt, da die in dieser
Außenwand 14 vorgesehene, zur Aufnahme der Achswelle 2 dienende Bohrung 15 hinsichtlich
ihres Durchmessers dem normalen Durchmesser der Achswelle 2 entspricht.
[0033] Das der Feder 11 entgegengesetzte Ende der Achswelle 2 ist in einer Stellnut 16 eines
Drehknopfes 17 aufgenommen. Die Tiefe der Stellnut 16 variiert, so daß durch Drehung
des Drehknopfes 17 die Achswelle 2 gegen die Kraft der Feder 11 in Axialrichtung versetzt
werden kann. Da bei einer entsprechenden axialen Bewegung der Achswelle 2 aufgrund
der codierblechseitigen Radialstufe 13 der Radialerweiterung 12 das Codierblech in
gleicher Richtung wie die Achswelle 2 bewegt wird und da sich mit dem Codierblech
7 aufgrund des Eingriffs zwischen dessen Stegen 10 und den kupplungsscheibenseitigen
Einstichen 4 auch die Kupplungsscheiben 3 in die entsprechende Richtung bewegen, wird
der Eingriff zwischen den Kupplungsscheiben 3 und den Zahlenrädern 1 aufgehoben, so
daß in der entsprechenden Stellung des Drehknopfes 17 eine Verstellung des Schlusselgeheimnisses
des Zahlenschlosses möglich ist. Sobald der Drehknopf 17 wieder aus dieser eine Verstellung
des Schlüsselgeheimnisses zulassenden Stellung entfernt ist, drückt die Feder 11 das
Codierblech 7 in entgegengesetzter Richtung, so daß mit dem Codierblech 7 auch die
Kupplungsscheiben 3 zurück in diejenige Stellung wandern, in der die Zahlenräder 1
und die Kupplungsscheiben 3 aufgrund des Eingriffs zwischen den kupplungsscheibenseitigen
Eingriffselementen 5 und den zahlenradseitigen Aufnahmeelementen 6 drehfest zueinander
angeordnet sind.
[0034] Der Drehknopf 17 sitzt verdrehbar in einer zylindrischen Aufnahme 18 eines eine Abdeckplatte
19 aufweisenden Aufnahmeteils 20, in dem die Gehäuseschale 8 angeordnet ist.
[0035] Mittels des Drehknopfes 17 ist ein in den Figuren nicht dargestellter Schloßriegel
des Zahlenschlosses bzw. der Schloßvorrichtung in und außer Eingriff mit einer in
den Figuren ebenfalls nicht dargestellten Schloßfalle stellbar; hierbei wird der Drehknopf
17 zwischen seiner Offen- und seiner Zustellung verdreht. Der Drehknopf 17 ist an
seiner dem Schloßriegel zugewandten Stirnseite in geeigneter Weise mit dem Schloßriegel
verbunden.
[0036] Auf der Unterwand der nach oben offenen Gehäuseschale 8 ist eine Multifunktionsfeder
21 angeordnet. Die Multifunktionsfeder 21 hat zumindest einen Federarm 22, mittels
dem ein oberhalb der Multifunktionsfeder 21 innerhalb der Gehäuseschale 8 angeordnetes
Sperrstuck 23 in Richtung auf dessen Freigabestellung vorgespannt wird.
[0037] Das Sperrstuck 23 sitzt zwischen der Multifunktionsfeder 21 und dem Codierblech 7
und weist Durchrechungen 24 für die Zahlenräder 1 auf. Es liegt mit seiner Oberfläche
gegen die Außenumfangsflächen der Kupplungsscheiben 3 an. Es kann seine Freigabestellung
nur dann einnehmen, wenn bei an den Zahlenrädern 1 eingestelltem Schlüsselgeheimnis
des Zahlenschlosses entsprechend die Kupplungsscheiben 3 mit in den Figuren nicht
dargestellten abgeflachten Außenumfangsabschnitten dem Sperrstück 23 zugewandt sind.
Dann wird das Sperrstück 23 mittels des Federarms 22 der Multifunktionsfeder 21 in
in Figur 1 aufwärtiger Richtung gedrückt.
[0038] Sobald an den Zahlenrädern 1 das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses eingestellt
und das Sperrstück 23 mittels des Federarms 22 der Multifunktionsfeder 21 aufwärts
versetzt ist, verläßt das Sperrstück 23 mit einem mit dem Drehknopf 17 in Eingriff
befindlichen Vorsprung 25 eine eine Drehung des Drehknopfes 17 blockierende Stellung
und nimmt seine Freigabestellung ein, in der ein Öffnen des Zahlenschlosses durch
Drehen des Drehknopfes 17 möglich ist.
[0039] Die Multifunktionsfeder 21 weist auf ihrer den Zahlenrädern 1 zugewandten Seite Rastvorsprünge
26 auf, die mit Rastkerben 27 der Zahlenräder 1 in Eingriff bringbar sind. Hierbei
ist jeder Rastkerbe 27 jedes Zahlenrads 1 eine definierte Stellung des Zahlenrads
1 zugeordnet, und zwar eine Stellung, in der eine bestimmte Zahl des Zahlenrads 1
korrekt in Durchbrechungen 28 der Abdeckplatte 19 des Aufnahmeteils 20 positioniert
ist.
[0040] Die von den Rastvorsprüngen 26 der Multifunktionsfeder 21 ausgeubten Rastkrafte sind
ausreichend groß, um die Zahlenräder 1 in den eingestellten Stellungen zu halten.
Durch eine vergleichsweise geringe, auf die Zahlenräder 1 ausgeübte Drehkraft können
die Rastvorsprünge 26 aus den Rastkerben 27 der Zahlenräder 1 herausgedrückt werden
und können die Zahlenräder 1 entsprechend in andere Stellungen verstellt werden.
[0041] Jede Kupplungsscheibe 3 ist drehfest mit jeweils einer Herzkurvenscheibe 29 verbunden.
[0042] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede Herzkurvenscheibe 29 mittels eines
sich in Axialrichtung der Achswelle 2 erstreckenden Verbindungsabschnitts 30 mit der
ihr zugeordneten Kupplungsscheibe 3 ausgebildet. Die Herzkurvenscheibe 29 sitzt jeweils
auf der dem Abschnitt mit größerem Durchmesser der Kupplungsscheibe 3, in dessen Außenumfang
der Einstich 4 ausgebildet ist, abgewandten Stirnseite der jeweiligen Kupplungsscheibe
3.
[0043] Die Axialabmessung des Verbindungsabschnitts 30 jeder Herzkurvenscheibe 29 ist zumindest
so groß wie die Axialabmessung der kupplungsscheibenseitigen Eingriffselemente 5,
so daß die zur Verstellung des Schlüsselgeheimnisses des Zahlenschlosses erforderliche
axiale Verstellbarkeit der mit den Herzkurvenscheiben 29 einstückig ausgebildeten
Kupplungsscheiben 3 in bezug auf die ihnen jeweils zugeordneten Zahlenräder 1 gewährleistet
bleibt.
[0044] Der Verbindungsabschnitt 30, mittels dem im dargestellten Ausführungsbeispiel des
Zahlenschlosses jede Herzkurvenscheibe 29 mit der ihr zugeordneten Kupplungsscheibe
3 einstückig verbunden ist, ist verzichtbar, falls die Abmessungen der Herzkurvenscheiben
29 so gewählt werden, daß diese in auch die kupplungsscheibenseitigen Eingriffselemente
5 aufweisenden Abschnitte kleineren Durchmessers der Kupplungsscheiben 3 in deren
Eingriffsstellung aufnehmenden Mittelausnehmungen 31 der Zahlenräder 1 eindringen
können, wenn der drehfeste Eingriff zwischen den Eingriffselementen 5 der Kupplungsscheiben
3 und den diesen zugeordneten Aufnahmeelementen 6 der Zahlenräder 1 aufgehoben wird.
[0045] Jede Herzkurvenscheibe 29 ist exzentrisch in bezug auf die Achswelle 2, wobei Herzspitzen
32 der Herzkurvenscheiben 29 in einer ihnen gemeinsamen festen räumlichen Zuordnung
zu den in den Figuren nicht dargestellten abgeflachten Außenumfangsabschnitten der
Kupplungsscheiben 3 sind.
[0046] Jeder Herzkurvenscheibe 29 ist ein Federschenkel 33 der Multifunktionsfeder 21 zugeordnet,
welcher durch die ihm zugeordnete Durchbrechung 24 des Sperrstücks 23 hindurch in
Richtung auf die Herzkurvenscheibe 29 aus der Multifunktionsfeder 21 soweit ausgelenkt
ist, daß er ständig in Anlage gegen die jeweilige Herzkurvenscheibe 29 ist.
[0047] Die feste räumliche Zuordnung zwischen den Herzspitzen 32 der Herzkurvenscheiben
29 und den für das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses maßgeblichen abgeflachten
Außenumfangsabschnitten der Kupplungsscheiben 3 ist so gewählt, daß die mit den Kupplungs-
3 und damit den Herzkurvenscheiben 29 in drehfestem Eingriff befindlichen Zahlenräder
1 durch die auf die Herzkurvenscheiben 29 einwirkenden Federschenkel 33 der Multifunktionsfeder
21 immer dann in die dem Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses entsprechende Stellung
verstellt werden, wenn außer durch die Federschenkel 33 der Multifunktionsfeder 21
keine Krafte auf die Kupplungsscheiben 3, die Zahlenrader 1 oder die mit den Kupplungsscheiben
3 fest verbundenen bzw. einstückigen Herzkurvenscheiben 29 ausgeübt werden, wobei
dann die Herzkurvenscheiben 29 mittels der an ihnen anliegenden Federschenkel 33 der
Multifunktionfeder 21 soweit verstellt werden, bis die Herzspitze 32 jeder Herzkurvenscheibe
29 dem jeweiligen Federschenkel 33 der Multifunktionsfeder 21 diametral gegenüberliegt
und entsprechend an den Zahlenrädern 1 das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses
eingestellt ist.
[0048] Der Drehknopf 17 weist an seinem mit dem Vorsprung 25 des Sperrstücks 23 in Verbindung
stehenden Außenumfangsabschnitt eine Rampe 34 auf, mittels der bei einer Verstellung
des Drehknopfes 17 das Sperrstück 23 gegen die Kraft des es vorspannenden Federarms
22 der Multifunktionsfeder 21 aus seiner Anlage gegen die Umfangsflächen der Kupplungsscheiben
3 in seine Ruhestellung herausgedrückt wird. Hierbei wird die Anlage zwischen dem
Sperrstück 23 und den Umfangsflächen der Kupplungsscheiben 3 aufgehoben. Des weiteren
drückt das Sperrstück 23 mit seiner Unterseite die Rastvorsprünge 26 der Multifunktionsfeder
21 außer Eingriff mit den Rastkerben 27 der Zahlenräder 1, so daß die Zahlenräder
1 einschließlich der Kupplungsscheiben 3 und der mit diesen einstückigen Herzkurvenscheiben
29 auf der Achswelle 2 frei drehbar sind. Da die Federschenkel 33 der Multifunktionsfeder
21 auch in dieser Stellung des Sperrstücks 23 in Anlage an den Herzkurvenscheiben
29 verbleiben, wird durch die Federkraft der Federschenkel 33 jede Herzkurvenscheibe
29 und damit jedes Zahlenrad 1, welches über die ihm zugeordnete Kupplungsscheibe
3 drehfest mit der ihm zugeordneten Herzkurvenscheibe 29 verbunden ist, in seine dem
Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses entsprechende Stellung gedreht, da jeder Federschenkel
33 so auf die ihm zugeordnete Herzkurvenscheibe 34 einwirkt, daß diese in die Position
verstellt wird, in der ihre Herzspitze 32 in diametrale Gegenüberlage zum Federschenkel
33 gerät.
[0049] Aufgrund der gewählten festen räumlichen Zuordnung zwischen den Herzspitzen 32 der
Herzkurvenscheiben 29 und den dem Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses zugeordneten
abgeflachten Außenumfangsabschnitten der Kupplungsscheiben 3 geraten die Zahlenräder
1 so in ihre dem Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses entsprechende Stellung.
[0050] Wenn an den Zahlenrädern 1 zwecks Öffnung des Zahlenschlosses das Schlüsselgeheimnis
eingestellt wird, wird das Sperrstück 23 mittels des Federarms 22 der Multifunktionsfeder
21 gegen die abgeflachten Außenumfangsabschnitte der Kupplungsscheiben 3 gedrückt.
Hierbei gerät der Vorsprung 25 des Sperrstücks 23 in seine eine Drehung des Drehknopfes
17 zulassende Freigabestellung.
[0051] In Freigabestellung des Sperrstücks 23 bzw. seines Vorsprungs 25 ist letzterer in
einem Axialniveau des Drehknopfes 17 angeordnet, in dem er nicht in Anlage an einen
Druckriegel 35 gerät, der in einer Ausnehmung 36 des Drehknopfes 17 aufgenommen ist
und mittels einer Feder 37 in radial auswärtiger Richtung zur Außenmantelfläche des
Drehknopfes 17 hin vorgespannt ist.
[0052] In Sperrstellung des Sperrstücks 23 bzw. seines Vorsprungs 25 ist letzterer in einem
Axialniveau des Drehknopfes 17 angeordnet, in dem er in Anschlag gegen den Druckriegel
35 gerät, wenn versucht wird, den Drehknopf 17 bei am Zahlenschloß nicht eingestelltem
Schlüsselgeheimnis zu drehen.
[0053] Der Druckriegel 35 weist eine Schräge 38 an derjenigen Stirnseite auf, gegen die
der Vorsprung 25 des Sperrstücks 23 in Anlage gerät, wenn der Drehknopf 17 aus seiner
Offenstellung bei am Zahlenschloß nicht mehr eingestelltem Schlüsselgeheimnis in seine
Zustellung gedreht wird. Durch das Zusammenwirken des sperrstückseitigen Vorsprungs
25 mit der druckriegelseitigen Schräge 38 wird der Druckriegel 35 gegen die Kraft
der Feder 37 in die Ausnehmung 36 des Drehknopfes 17 hineingedrückt, so daß eine Bewegung
bzw. Drehung des Drehknopfes 17 aus dessen Offen- in dessen Zustellung auch bei am
Zahlenschloß nicht eingestelltem Schlüsselgeheimnis möglich ist.
[0054] Eine Drehung des Drehknopfes 17 in umgekehrter Richtung, d.h. aus seiner Zu- in seine
Offenstellung, wird bei am Zahlenschloß nicht eingestelltem Schlüsselgeheimnis durch
die Blokkieranlage zwischen dem sperrstückseitigen Vorsprung 25 und dem drehknopfseitigen
Druckriegel 35 verhindert.
[0055] Der Drehknopf 17 ist mit einer sich in seiner Axialrichtung erstreckenden Aufnahmeausnehmung
39 ausgebildet, in der im dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Schloßvorrichtung ein etwa zylindrisches Schlüsselschloß 40 angebracht ist.
[0056] Dieses Schlüsselschloß 40 ist mittels eines in den Figuren nicht dargestellten Schlüssels
betätigbar, wobei es innerhalb der Aufnahmeausnehmung 39 des Drehknopfes 17 drehbar
ist. Bei einer Drehung des Schlüsselschlosses 40 innerhalb der Aufnahmeausnehmung
39 gerät ein schlüsselschloßseitiges Eingriffsglied 41 so in Eingriff mit einem entsprechend
ausgebildeten Eingriffsabschnitt 42 des Druckriegels 35, daß letzterer bei weiterer
Drehung des Schlusselschlosses 40 gegen die Kraft der Feder 37 radial einwarts soweit
in die ihm zugeordnete Ausnehmung 36 des Drehknopfs 17 zurückgezogen wird, daß er
nicht mehr in Anlage gegen den Vorsprung 25 des Sperrstücks 23 gerät, wenn der Drehknopf
17 bei am Zahlenschloß nicht eingestelltem Schlüsselgeheimnis aus seiner Zu- in seine
Offenstellung bewegt wird.
[0057] Bei der nun möglichen Drehung des Drehknopfes 17 bei nicht eingestelltem Schlüsselgeheimnis
wird der Vorsprung 25 des Sperrstücks 23 und damit das Sperrstück 23 selbst durch
die Rampe 34 gegen die Kraft des Federarms 22 der Multifunktionsfeder 21 auf letztere
zu und von den Kupplungsscheiben 3 weg gedrückt, wobei auch der Eingriff zwischen
den multifunktionsfederseitigen Rastvorsprüngen 26 und den zahlenradseitigen Rastkerben
27 aufgehoben wird.
[0058] Nur die Federschenkel 33 der Multifunktionsfeder 21 wirken nach wie vor auf die Herzkurvenscheiben
29 ein, so daß die Herzkurvenscheiben 29 und mit ihnen die zu ihnen drehfest angeordneten
Kupplungsscheiben 3 und Zahlenräder 1 in die dem Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses
entsprechende Stellung gedreht werden.
[0059] Mittels des Schlüsselschlosses 40 ist es somit möglich, ein aus welchen Gründen auch
immer verloren gegangenes Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses wieder oder ein ungewollt
eingestelltes Schlüsselgeheimnis erstmalig aufzufinden.
1. Schloßvorrichtung mit einem Zahlenschloß, das Zahlenräder (1) aufweist, an denen ein
Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses einstellbar ist, und einem Sekundärschloß (40),
dadurch gekennzeichnet, daß das Zahlenschloß eine Schlüsselgeheimniseinstelleinrichtung (29, 33) aufweist, die
mittels des Sekundärschlosses (40) in Betrieb setzbar ist und mittels der aus jeder
beliebigen Stellung der Zahlenräder (1) das Schlüsselgeheimnis des Zahlenschlosses
automatisch einstellbar ist.
2. Schloßvorrichtung nach Anspruch 1, mit einem Schloßriegelbetätigungsglied (17), mittels
dem ein Schloßriegel der Schloßvorrichtung zwischen seiner Offen- und seiner Zustellung
verstellbar ist, wenn an den Zahlenrädern (1) des Zahlenschlosses das Schlüsselgeheimnis
eingestellt ist und/oder das Sekundärschloß (40) betätigt wird.
3. Schloßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, deren Zahlenschloß ein Sperrstück (23) aufweist,
das in Richtung auf die Achse der Zahlenräder (1) vorgespannt ist, aus seiner Sperr-
in seine Freigabestellung gerät, wenn an den Zahlenrädern (1) das Schlüsselgeheimnis
des Zahlenschlosses eingestellt ist, und in eine von der Achse der Zahlenräder (1)
entfernte Ruhestellung verstellbar ist.
4. Schloßvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, mit einem Blokkierglied (35), das am Schloßriegelbetätigungsglied
(17) angeordnet und zwischen einer Blockier- und einer Freigabestellung verstellbar
ist.
5. Schloßvorrichtung nach Anspruch 4, deren Sekundärschloß (40) so am Schloßriegelbetätigungsglied
(17) angeordnet ist, daß das schloßriegelbetätigungsgliedseitige Blokkierglied (35)
mittels des Sekundärschlosses (40) zwischen seiner Blockier- und seiner Freigabestellung
verstellbar ist.
6. Schloßvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, bei der das Sperrstück (23) des Zahlenschlosses
mittels des Schloßriegelbetätigungsglieds (17) aus seiner Sperrstellung in seine Ruhestellung
verstellbar ist, wenn sich das Blokkierglied (35) des Schloßriegelbetätigungsglieds
(17) in seiner Freigabestellung befindet.
7. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Schlüsselgeheimniseinstellvorrichtung
(19, 33) des Zahlenschlosses je Zahlenrad (1) desselben eine Kurvenscheibe (29) aufweist,
die drehfest mit dem ihr zugeordneten Zahlenrad (1) verbindbar ist.
8. Schloßvorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Schlüsselgeheimniseinstellvorrichtung
(29, 33) des Zahlenschlosses eine Federeinrichtung (21, 33) aufweist, mittels der
die Kurvenscheiben (29) und damit die drehfest mit den Kurvenscheiben (29) verbundenen
Zahlenräder (1) des Zahlenschlosses in Richtung auf die dem Schlüsselgeheimnis des
Zahlenschlosses entsprechende Stellung vorgespannt sind.
9. Schloßvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, deren Zahlenschloß je Zahlenrad (1) eine
Kupplungsscheibe (3) aufweist, die einen abgeflachten Außenumfangsabschnitt aufweist,
der bei an den Zahlenrädern (1) eingestelltem Schlüsselgeheimnis dem Sperrstück (23)
zugewandt ist, so daß das Sperrstück (23) in seine Freigabestellung gerät, und die
in und außer drehfesten Eingriff mit dem ihr zugeordneten Zahlenrad (1) bringbar und
drehfest mit der ihr zugeordneten Kurvenscheibe (29) verbunden ist.
10. Schloßvorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Kurvenscheiben (29) fest mit den Kupplungsscheiben
(3) verbunden sind.
11. Schloßvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der die Kurvenscheiben (29) einstückig
mit den Kupplungsscheiben (3) ausgebildet sind.
12. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der die Kurvenscheiben (29)
mittels jeweils eines Verbindungsabschnitts (30) mit den Kupplungsscheiben (3) verbunden
sind.
13. Schloßvorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Axialerstreckung des Verbindungsabschnitts
(30) zumindest der Axialbewegung der Kupplungsscheiben (3) zwischen deren Eingriffs-
und Außereingriffsstellung mit den Zahlenrädern (1) entspricht.
14. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 - 13, bei der die Kurvenscheiben als
Herzkurvenscheiben (29) ausgebildet sind, deren Herzspitzen (32) mittels der Federeinrichtung
(21, 33) in diametrale Gegenüberlage zur Federeinrichtung (21, 33) verstellbar und
zu den abgeflachten Außenumfangsabschnitten der Kupplungsscheiben (3) so angeordnet
sind, daß letztere dem Sperrstück (23) zugewandt sind, wenn sich die Herzspitzen (32)
in diametraler Gegenüberlage zur Federeinrichtung (21, 33) befinden.
15. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, deren Schloßriegelbetätigungsglied
als Drehknopf (17) ausgebildet ist.
16. Schloßvorrichtung nach Anspruch 15, deren Drehknopf (17) auf seiner Außenumfangsfläche
eine Rampe (34) aufweist, mittels der das Sperrstück (23) des Zahlenschlosses, welches
Sperrstück (23) einen zum Drehknopf (17) vorstehenden und mit der Rampe (34) zusammenwirkenden
Vorsprung (25) aufweist, in seine Ruhestellung verstellbar ist.
17. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, bei der die die Kurvenscheiben
(29) beaufschlagende Federeinrichtung (21, 33) durch Federschenkel (33) einer Multifunktionsfeder
(21) ausgebildet ist, die des weiteren einen Federarm (22), mittels dem das Sperrstück
(23) in Richtung auf die Außenumfangsfläche der Kupplungsscheiben (3) vorgespannt
ist, und Rastvorsprünge (26) aufweist, die mit Rastkerben (27) der Zahlenräder (1)
in und außer Rasteingriff bringbar sind.
18. Schloßvorrichtung nach Anspruch 17, bei der das Sperrstück (23) bei seiner Verstellung
in seine Ruhestellung die Rastvorsprünge (26) der Multifunktionsfeder (21) außer Eingriff
mit den Rastkerben (27) der Zahlenräder (1) stellt.
19. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, bei der das Blockierglied als
Druckriegel (35) ausgebildet ist, der in einer im Drehknopf (17) ausgebildeten, sich
bis zu dessen Außenumfangsfläche erstreckenden radialen Ausnehmung (36) zwischen seiner
Blockier- und seiner Freigabestellung verstellbar gehaltert und mittels einer Feder
(37) in Richtung auf seine Blockierstellung vorgespannt ist, wobei der Druckriegel
(35) in einem Niveau des Drehknopfes (17) angeordnet ist, das dem Niveau des dem Drehknopf
(17) zugewandten Vorsprungs (25) des Sperrstücks (23) entspricht, wenn sich das Sperrstück
(23) in seiner Sperrstellung befindet.
20. Schloßvorrichtung nach Anspruch 19, bei der der Druckriegel (35) auf seiner in Offenstellung
des Drehknopfes (17) dem Vorsprung (25) des Sperrstücks (23) zugewandten Stirnfläche
eine Schräge (38) aufweist, mittels der der Druckriegel (35) bei einer Drehung des
Drehknopfes (17) aus dessen Offen- in dessen Zustellung im Zusammenwirken mit dem
Vorsprung (25) des sich in seiner Sperrstellung befindenden Sperrstücks (23) gegen
die Kraft der Feder (37) aus einer Blockier- in seine Freigabestellung stellbar ist.
21. Schloßvorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, bei der der Druckriegel (35) einen Eingriffsabschnitt
(42) aufweist, mit dem bei Betätigung des Sekundärschlosses (40) ein sekundärschloßseitiges
Eingriffsglied (41) in Eingriff bringbar ist, durch das der Druckriegel (35) bei Öffnen
des Sekundärschlosses (40) aus seiner Blockier- in seine Freigabestellung verstellbar
ist.
22. Schloßvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 21, deren Sekundärschloß als zylindrisches
Schlüsselschloß (40) ausgebildet ist, das in einer etwa mittig im Drehknopf (17) ausgebildeten
Aufnahmeausnehmung (39) angeordnet ist.