[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen mit einer Sicherungseinrichtung versehenen
Rolladen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur Einbruchssicherung ist es bekannt, einen geschlossenen Rolladen gegen ein Hochschieben
zu sichern.
[0003] Dabei kommen Sicherungseinrichtungen zum Einsatz, durch die beispielsweise die Welle,
auf die die Lamellen beim Hochziehen aufgewickelt werden, blockiert wird.
[0004] Aus der DE 93 07 280 U1 ist ein Rolladen bekannt, bei dem die Sicherungseinrichtung
aus einem federbelasteten Riegelteil besteht, das in Sicherungsstellung formschlüssig
in eine Schließöffnung eines Rolladenkastens eingreift.
[0005] Dies setzt jedoch zunächst eine entsprechende Ausbildung des Rolladenkastens voraus,
die in der Praxis nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren ist.
[0006] Darüber hinaus ist die Sicherungseinrichtung nur in einer bestimmten Position in
Sicherungsstellung bringbar, die voraussetzt, daß der Rolladen immer exakt vollständig
herabgelassen wird. Bei einem in der Praxis durchaus vorkommenden, nicht vollständigen
Schließen des Rolladens, bei dem dann beispielsweise die letzten oberen Lamellen nicht
aneinander liegen, kommt die Sicherungseinrichtung nicht in Eingriff, so daß der Rolladen
in diesem Fall nicht gegen Hochschieben gesichert ist.
[0007] Darüber hinaus ist die bekannte Sicherungseinrichtung in der Hohlkammer einer Lamelle
plaziert, was insbesondere dann Montageprobleme mit sich bringt, wenn diese Hohlkammer
zu Isolationszwecken ausgeschwankt ist.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Rolladen der gattungsgemäßen
Art so weiter zu entwickeln, daß seine Funktionssicherheit verbessert und die Montage
der Sicherungseinrichtung vereinfacht wird.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Rolladen gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1
aufweist.
[0010] Diese konstruktive Ausbildung der Sicherheitseinrichtung ermöglicht eine sehr einfache
Herstellung und Montage, wobei der Schnappbolzen integraler Bestandteil beispielsweise
der letzten, bezogen auf die Schließstellung des Rolladens oberen Lamelle sein kann.
[0011] Dabei ist zur gelenkigen Verbindung zweier Lamellen der gemeinsame Verbindungsbereich
im Querschnitt gesehen als zwei Haken ausgebildet, die ineinander greifen. Der Schnappbolzen
wird innerhalb der durch den oberen insoweit freien Haken der letzten Lamelle, d.
h. in die durch diese Haken gebildete Hinterschneidung eingeschoben. Insoweit ist
keine besondere Bearbeitung der Lamelle erforderlich.
[0012] Lediglich ein kleiner Durchbruch, durch den ein Zugband geführt wird, das mit der
Welle verbunden ist, ist vorzusehen, wobei mittels des Zugbandes der Schnappbolzen
bei einem Verdrehen der Welle zum Aufwickeln der Lamellen den Schnappbolzen aus seiner
Eingriffsstellung herauszieht.
[0013] Durch die Anordnung mehrerer übereinander angeordneter ortsfester Aufnahmen wird
der Eingriff der Sicherungseinrichtung auch dann gewährleistet, wenn der Rolladen
nicht vollständig geschlossen ist, d. h., wenn die oberen Lamellen mit Lücken zueinander
stehen. Bei Entlastung der Welle wird der Schnappbolzen in die nächstliegende Aufnahme
einrasten, und zwar spätestens dann, wenn von außen versucht wird, den Rolladen hochzuschieben.
Dabei sorgt die trichterförmige Ausbildung jeder Aufnahme, wie sie nach einem weiteren
Gedanken der Erfindung vorgesehen ist, für ein Eingleiten in eine sich daran anschließende
Arretierbohrung.
[0014] Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung ist vorgesehen, den Schnappbolzen in einer
Hülse zu führen, in der eine Druckfeder gelagert ist, die sich zum einen am Grund
der Hülse, die dem Austrittsbereich des Schnappbolzens gegenüberliegt, und an der
zugewandten Stirnseite des Schnappbolzens abstützt.
[0015] Hierdurch wird ein selbsttätiges Einrasten des Schnappbolzens in eine ortsfeste Aufnahme
gewährleistet, während beim Aufwickeln des Rolladens das Zugband den Schnappbolzen
gegen die Kraft der Druckfeder aus der Aufnahme herauszieht.
[0016] Die Hülse kann fester Bestandteil einer Verschlußplatte sein, die die Lamelle stirnseitig
verschließt. Hierdurch wird eine Fixierung des Schnappbolzens erreicht, die dauerhaft
auch bei häufiger Betätigung des Rolladens unverändert bleibt.
[0017] Die Aufnahme, in die der Schnappbolzen eingreift, ist in einem Aufnahmeteil vorgesehen,
das in eine Hohlkammer einer Führungsschiene gesteckt und dort befestigt ist, wobei
die Führungsschiene der Lamellenführung dient und sich unmittelbar an einen Rolladenkasten
anschließt, in dem die Welle gelagert ist.
[0018] Eine bevorzugte Ausführung des Aufnahmeteiles sieht ein angeformtes Gleitstück vor,
das sich ausgehend vom Ende der Führungsschiene in Bewegungsrichtung des Rolladens
erstreckt und einen Anrollschutz bildet, an dem die Vorderseiten der Lamellen beim
Hochziehen des Rolladens anliegen. Somit wird verhindert, daß die Lamellen der Wandung
des Kastens anschlagen, der üblichereweise aus Metall besteht, während das Aufnahmeteil
vorzugsweise aus Kunststoff gebildet ist.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
[0021] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Teilausschnitt eines erfindungsgemäßen Rolladens in einer perspektivischen Ansicht,
- Figur 2
- eine Einzelheit des Rolladens in einer Explosivdarstellung.
[0022] In den Figuren ist ein Rolladen 1 dargestellt, der aus einer Vielzahl gelenkig miteinander
verbundener Lamellen 2 besteht und der auf eine Welle 3 aufwickelbar ist, wozu an
der Welle 3 ein Anschlußband 4 befestigt ist, das andererseits mit der zugeordneten
letzten Lamelle 2 des Rolladens verbunden ist.
[0023] Die Welle 3 ist an einer Blende 10 eines nicht dargestellten Kastens gelagert.
[0024] In herabgelassener Stellung des Rolladens 1, wie sie in der Figur 1 dargestellt ist,
ist der Rolladen 1 gegen Hochschieben durch eine Sicherungseinrichtung gesichert,
die aus einem Schnappbolzen 7 besteht, der in dieser Position selbsttätig in eine
ortsfeste Aufnahme 15 eingreift.
[0025] Dabei verläuft der Schnappbolzen 7 parallel und axial verschiebbar zu den Lamellen
2 und ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel innerhalb einer Hinterschneidung plaziert,
die durch ein Haken 5 gebildet wird, der an der Oberkante der Lamelle 2 angeformt
ist.
[0026] Diese, sich über die gesamte Länge der gleich ausgebildeten Lamellen 2 erstreckenden
Haken 5 korrespondieren jeweils mit einem unteren Haken der benachbarten Lamelle,
wodurch sich eine gelenkige Verbindung ergibt.
[0027] Die Aufnahme 15 ist in einem Aufnahmeteil 6 vorgesehen, das einen Zapfen 16 aufweist,
der in eine Hohlkammer 17 eines Führungsprofiles 11 eingesteckt ist.
[0028] Dieses Führungsprofil 11 dient der seitlichen Führung des Rolladens 1.
[0029] Wie insbesondere in der Figur 2 sehr deutlich zu erkennen ist, sind mehrere Aufnahmen
15 in dem Aufnahmeteil 6 angeordnet, wobei sie auf einer sich in Längsachsrichtung
des Führungsprofils 11 erstreckenden Achse angeordnet sind.
[0030] Durch die Mehrzahl von Aufnahmen 15 kann das Aufnahmeteil 6 universell eingesetzt
werden, d. h., es ist auch dann benutzbar, wenn die letzte Lamelle 2 eines Rolladens
1 gegenüber der eines anderen, bezogen auf das Führungspropfil 11, tiefer liegt.
[0031] Das Aufnahmeteil 6 weist weiter ein Gleitstück 8 auf, das parallel zu dem Rolladen
1 verläuft, also rechtwinklig zu den Aufnahmen 15 angeordnet ist. Dabei bildet das
Gleitstück 8, das über die Welle 3 hinaus nach oben ragt, eine Anlage für die Lamellen
2, so daß diese insbesondere beim Hochziehen des Rolladens 1 nicht an der parallel
verlaufenden Wand des Kastens anliegen.
[0032] Der Schnappbolzen 7 ist längs verschieblich in einer Hülse 12 gelagert, die ortsfest,
wie beschrieben, in dem Haken 5 festgelegt ist und die fest mit einer Verschlußplatte
14 verbunden ist, die die offene Stirnseite der letzten Lamelle 2 verschließt.
[0033] In der Hülse 12 ist eine Druckfeder 13 angeordnet, die sich einerseits an dem der
Verschlußplatte 14 abgewandten Boden der Hülse 12 und andererseits an der der Aufnahme
15 abgewandten Stirnseite des Schnappbolzens 7 abstützt.
[0034] An dieser Stirnseite des Schnappbolzens 7 ist ein Zugband 9 befestigt, das durch
die Druckfeder 13 und durch den Boden der Hülse 12 geführt ist und an der Welle 3
befestigt ist.
[0035] Beim Hochziehen des Rolladens 1 und einer damit notwendigen Drehung der Welle 3 im
Uhrzeigersinn werden das Anschlußband 4 und das Zugband 9 zunächst gespannt, wobei
eine Zugkraft auf den Schnappbolzen 7 ausgeübt wird, der gegen die Kraft der Druckfeder
12 aus der Aufnahme 15 herausgezogen wird, so daß die Verriegelung aufgehoben ist.
[0036] Die Länge des Zugbandes 9 insgesamt entspricht etwa der Länge des Anschlußbandes
4 und ist so dimensioniert, daß das Zugband 9 lediglich dem Herausziehen des Schnappbolzens
7 aus der Aufnahme 15 dient, während mittels des Anschlußbandes 4 der Rolladen 1 hochgezogen
wird.
[0037] Im Ausführungsbeispiel ist lediglich die Anordnung einer Sicherungseinrichtung an
einer Seite des Rolladens 1 beschrieben. Selbstverständlich können im Bedarfsfall
an beiden Seiten des Rolladens 1 solche Sicherungseinrichtungen vorgesehen sein.
1. Mit einer Sicherungsvorrichtung versehener, aus einer Vielzahl gelenkig miteinander
verbundener Lamellen (2) bestehender Rolladen (1), der auf eine Welle (3) aufwickelbar
ist, wobei die Sicherungseinrichtung ein federbelastetes Riegelteil aufweist, das
in Schließstellung des Rolladens (1) in eine seitliche, ortsfeste Aufnahme (15) eingreift
und mittels der Welle (3) beim Hochziehen des Rolladens (1) aus der Aufnahme (15)
herausziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelteil als Schnappbolzen (7) ausgebildet ist, der vorzugsweise in dem oberen
freien Haken (5) der letzten Lamelle (2) festgelegt ist, und daß mehrere übereinander
angeordnete Aufnahmen (15) vorgesehen sind.
2. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (15) in einem Aufnahmeteil (6) angeordnet sind, das mit einem Führungsprofil
(11), in dem der Rolladen geführt ist, verbunden ist.
3. Rolladen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (6) einen Zapfen (16) aufweist, der in einer Hohlkammer (17) des
Führungsprofils (11) angeordnet ist.
4. Rolladen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (6) mit einem Gleitstück (8) versehen ist, das parallel zu den Lamellen
(2) verläuft.
5. Rolladen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (8) in Hochziehrichtung des Rolladens (1) gesehen über die Welle (3)
hinausragt.
6. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnappbolzen (7) in einer Hülse (12) gelagert ist, die fest mit der der Welle
(3) zugeordneten letzten Lamelle (2) verbunden ist.
7. Rolladen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (12) an einer Verschlußplatte (14) befestigt ist, die an der Stirnseite
der Lamelle (2) angeschlossen ist.
8. Rolladen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hülse (12) eine Druckfeder angeordnet ist, die sich einerseits an dem dem
Schnappbolzen (7) abgewandten Boden der Hülse (12) und andererseits an der zugeordneten
Stirnfläche des Schnappbolzens (7) abstützt.
9. Rolladen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schnappbolzen (7) ein Zugband (9) angeschlossen ist, das andererseits an der
Welle (3) befestigt ist.
10. Rolladen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugband (9) durch die Druckfeder (13) und den Boden der Hülse (12) geführt ist.
11. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Aufnahme (15) trichterförmig ausgebildet ist und ausgehend von der dem Schnappbolzen
(7) zugewandten Seite in eine Bohrung mündet, die in ihrem Durchmesser etwa dem Durchmesser
des Schnappbolzens (7) entspricht.