(19)
(11) EP 1 267 120 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.12.2002  Patentblatt  2002/51

(21) Anmeldenummer: 01114322.9

(22) Anmeldetag:  13.06.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F21V 23/02, F21V 15/06, F21V 7/00, F21V 1/12, F21V 1/00
// F21W131/405
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: BÄ*RO GmbH & Co. KG
42799 Leichlingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Kirsten, Martin, Dr. Dipl.-Ing.
    51399 Burscheid (DE)
  • Schütte, Bernhard
    40764 Langenfeld (DE)

(74) Vertreter: Paul, Dieter-Alfred, Dipl.-Ing. et al
Paul & Albrecht, Patentanwaltssozietät, Hellersbergstrasse 18
41460 Neuss
41460 Neuss (DE)

   


(54) Innenleuchte, insbesondere zur Beleuchtung von Warenpräsentationsflächen


(57) Die Erfindung beschreibt eine Innenleuchte, insbesondere zur Beleuchtung von Warenpräsentationsflächen, mit einem transparenten Leuchtenschirm (2) und einem optischen System (5, 6) mit einem Leuchtmittel (5), welche dadurch gekennzeichnet ist, daß das optische System (5, 6) in einem oberhalb des Leuchtenschirms (2) vorgesehenen Leuchtmittelraum (3) positioniert ist und durch eine Lichteintrittsöffnung (2a) an der Oberseite des Leuchtenschirms in diesen Licht abstrahlt und daß am unteren Rand des Leuchtenschirms (2) ein nach innen ragender, diffus reflektierender Steg (9) vorgesehen ist, der zumindest einen Teil des austretenden Lichts in den Leuchtenschirm (2) zurück reflektiert.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Innenleuchte, insbesondere zur Beleuchtung von Warenpräsentationsflächen, mit einem transparenten Leuchtenschirm und einem optischen System mit einem Leuchtmittel.

[0002] Warenpräsentationsflächen wie beispielsweise Kühltheken, Obstschütten, Verkaufsregale etc. werden in der Regel künstlich beleuchtet. Ziel ist es dabei, die Oberflächen möglichst gleichmäßig auszuleuchten. Zu diesem Zweck werden beispielsweise Innenleuchten der eingangs genannten Art mit transparenten Leuchtenschirmen eingesetzt. Diese herkömmlichen Innenleuchten haben den Nachteil, daß von ihnen eine Blendwirkung ausgeht, da das Leuchtmittel von außen als besonders helle Stelle oder Fläche sichtbar ist. Des weiteren besitzen die Innenleuchten nur eine geringe Lichtlenkung mit der Folge, daß lediglich ein kleiner Teil des Lampenlichtstroms tatsächlich die zu beleuchtende Nutzfläche trifft. Des weiteren werden in solchen Innenleuchten häufig stehende Leuchtmittel und rotatiossymmetrische Reflektoren eingesetzt, die jeweils eine kreisrunde leuchtende Fläche erzeugen. Dies bringt den Nachteil mit sich, daß in der Kreismitte hohe Spitzenbeleuchtungsstärken erzielt werden mit der Folge, daß die Waren verblassen und ausbleichen können, und außerdem bei breiten Lichtverteilungen ein großer Teil des kreisrunden Lichtkegels nicht auf die Verkaufsmöbel, sondern in den Kunden- und Bedienungsraum fällt. Im Ergebnis ergibt sich ein schlechter Nutzbeleuchtungswirkungsgrad.

[0003] Alternativ werden deshalb auch Leuchten mit einem liegenden Leuchtmittel eingesetzt, die ovale leuchtende Flächen erzeugen. Zur Beleuchtung von länglichen Präsentationsflächen stellen diese Leuchten mit einem liegenden Leuchtmittel zwar eine Verbesserung dar, jedoch wird der Leuchtenschirm nach wie vor ungleichmäßig ausgeleuchtet.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Innenleuchte der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Leuchtenschirm gleichmäßig ausgeleuchtet wird und insbesondere Blendwirkungen vermieden werden.

[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das optische System in einem oberhalb des Leuchtenschirms vorgesehenen Leuchtmittelraum positioniert ist und durch eine Lichteintrittsöffnung an der Oberseite des Leuchtenschirms in diesen Licht abstrahlt, und daß am unteren Rand des Leuchtenschirms ein nach innen ragender, diffus reflektierender Steg vorgesehen ist, der zumindest einen Teil des austretenden Lichts in den Leuchtenschirm zurückreflektiert.

[0006] Bei den bekannten Innenleuchten bestand in bereits beschriebener Weise das Problem, daß sich das Leuchtmittel für einen Betrachter durch den transparenten Schirm als helle Fläche deutlich abgezeichnet hat. Dies wird nun erfindungsgemäß vermieden, indem das Leuchtmittel außerhalb des Lampenschirms in dem Leuchtmittelraum untergebracht ist, mit der Folge, daß eine gleichmäßige Ausleuchtung des Lampenschirms erreicht wird.

[0007] Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, daß an dem Steg, welcher an der Lichtaustrittsöffnung des Lampenschirms vorgesehen ist, ein Teil des austretenden Lichtes in den Lampenschirm zurückgeworfen wird, dieser also zusätzlich erhellt wird.

[0008] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung besteht der Leuchtenschirm aus lichtdurchlässigem Material, beispielsweise einem Acrylmaterial, das aufgrund seiner Oberflächenstruktur totalreflektienrende Eigenschaften aufweist. Durch diese Oberflächenstruktur wird eine gleichmäßige Ausleuchtung des Lampenschirmes noch unterstützt.

[0009] Um die gleichmäßige Ausleuchtung des Leuchtenschirms zu optimieren, kann dieser weiterhin derart ausgebildet und in einem Leuchtmittelraum angebracht sein, daß ein Teil des von dem optischen System abgestrahlten Lichts direkt in das Material des Leuchtenschirms eintritt.

[0010] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Leuchtmittel eine Hochdruck-Entladungslampe in liegender Brennlage ist. Durch den Einsatz solcher Hochdruck-Entladungslampen ist die konzentrierte Erzeugung von hohen Lichtströmen und damit ein hoher Leistungsumsatz auf kleinem Raum möglich. Außerdem erlaubt es der Einsatz solcher Leuchtmittel in liegender Brennlage gegebenenfalls in Kombination mit entsprechenden Reflektoren, die beispielsweise eine batwing-Lichtstärkeverteilung erzeugen, längliche Flächen gleichmäßig auszuleuchten, so daß die Anzahl von Leuchten, die für eine Ausleuchtung einer langgestreckten Präsentationsfläche erforderlich ist, gering gehalten werden kann.

[0011] Die Vorschaltgeräte, die beim Einsatz solcher Hochdruck-Entladungslampen erforderlich sind, können beispielsweise in einem benachbart von dem Leuchtmittelraum und insbesondere oberhalb von diesem vorgesehenen Betriebsgeräteraum vorgesehen sein, der von dem Leuchtmittelraum thermisch isoliert ist, so daß die Vorschaltgeräte durch die im Betrieb auftretende Wärmeentwicklung durch das Leuchtmittel nicht beeinträchtigt werden. Beispielsweise können zwischen dem Leuchtmittelraum und dem Betriebsgeräteraum Hitzeschilder vorgesehen sein.

[0012] Im übrigen kann der Steg am unteren Rand des Leuchtenschirms teilweise lichtdurchlässig sein und das durchgelassene Licht diffus streuen. Beispielsweise kann der Steg wie auch der Lampenschirm aus einem Acrylmaterial bestehen.

[0013] Schließlich kann der Steg selektiv reflektierend sein, um bestimmte Farbanteile herauszufiltern. In gleicher Weise kann der Lichteintrittsöffnung des Leuchtenschirms ein Filter vorgeschaltet sein, der bestimmte Farbanteile aus dem vom Leuchtmittel abgestrahlten Licht ausfiltert, um die Komplementärfarben zu betonen.

[0014] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung verwiesen.

[0015] In der Zeichnung zeigt die einzige Figur eine Innenleuchte gemäß der vorliegenden Erfindung in schematischer Querschnittsansicht. Die Innenleuchte 1, welche insbesondere zur Ausleuchtug von langgestreckten Flächen wie beispielsweise Tiefkühltruhen, Obstschütten, Verkaufsregalen etc. eingesetzt werden kann, umfaßt einen runden Leuchtenschirm 2 aus einem transparenten Acrylmaterial, der an seiner Oberseite eine kleinere Lichteintrittsöffnung 2a und an seiner Unterseite eine größere Lichtauchstrittsöffnung 2b aufweist. Unter dem Leuchtmittelraum 3 ist mit einem Ansatz 3a der Leuchtschirm 2 angebracht, wobei das Licht durch die Lichteintrittsöffnung 2a in den Leuchtschim eintritt. In dem Leuchtmittelraum 3 ist ein Kastenreflektor 6 üblicher Bauart gehalten, der an seine zur Lichteintrittsöffnung 2a des Leuchtenschirms 2 weisenden Unterseite offen ist. Innerhalb des Reflektors 6 ist in liegender Brennlage eine Hochdruck-Entladungslampe 5 angeordnet, die in eine entsprechende Lampenfassung 4 eingesteckt ist. Die Hochdruck-Entladungslampe 5 kann beispielsweise als Metallhalogendampflampe oder als Natriumhochdrucklampe mit verbesserter Farbwiedergabe ausgebildet sein.

[0016] Oberhalb des Leuchtmittelraumes 3 ist ein Betriebsgeräteraum 7 vorgesehen, in welchem die Vorschaltgeräte für die Hochdruck-Entladungslampe 5 untergebracht sind. Der Leuchtmittelraum 3 und der Betriebsgeräteraum 7 sind thermisch gegeneinander isoliert. Hierzu sind zwischen den beiden Räumen 3, 7 zwei Hitzeschilder 8 vorgesehen.

[0017] An der offenen Unterseite des Reflektors 6 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Filter 10 vorgesehen, welcher aus dem Licht vor dem Eintritt in den Lampenschirm 2 bestimmte Farbanteile herausfiltert. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Oberfläche des Reflektors 6 selektiv reflektierend sein.

[0018] Am unteren Rand des Leuchtenschirms 2 ist ein ringförmiger Steg 9 vorgesehen, der in die Lichtaustrittsöffnung 2b hineinragt und diese begrenzt. Dieser Steg 9 besteht aus einem teilweise reflektierenden und teilweise diffus streuenden Material, beispielsweise Acryl.

[0019] Im Betrieb tritt das von der Hochdruck-Entladungslampe 5 erzeugte Licht gegebenenfalls nach Reflektion an dem Reflektor 6 durch die Lichteintrittsöffnung 2a in den Leuchtenschirm 2 ein, wobei bestimmte Farbanteile durch den Filter 10 ausgefiltert werden. Ein Teil des in den Leuchtenschirm 2 eintretenden Lichts trifft auf den Leuchtenschirm 2 und/oder den Steg 9, wo es entweder in den Leuchtenschirm 2 diffus zurückreflektiert wird oder diffus streuend austritt. Durch die auftretenden Reflektionen und die diffuse Lichtstreuung beim Austritt wird eine gleichmäßige Ausleuchtung des Leuchtenschirms 2 erreicht. Insbesondere wird durch die Unterbringung des Leuchtmittels 5 in dem Leuchtmittelraum 3 außerhalb des Leuchtenschirms 2 erreicht, daß das Leuchtmittel 5 selbst für einen Betrachter nicht unmittelbar sichtbar ist und sich insbesondere nicht als heller Fleck in dem Lampenschirm abzeichnet.


Ansprüche

1. Innenleuchte, insbesondere zur Beleuchtung von Warenpräsentationsflächen, mit einem transparenten Leuchtenschirm (2) und einem optischen System (5, 6) mit einem Leuchtmittel (5), dadurch gekennzeichnet, daß das optische System (5, 6) in einem oberhalb des Leuchtenschirms (2) vorgesehenen Leuchtmittelraum (3) positioniert ist und durch eine Lichteintrittsöffnung (2a) an der Oberseite des Leuchtenschirms in diesen Licht abstrahlt und daß am unteren Rand des Leuchtenschirms (2) ein nach innen ragender, diffus reflektierender Steg (9) vorgesehen ist, der zumindest einen Teil des austretenden Lichts in den Leuchtenschirm (2) zurück reflektiert.
 
2. Innenleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das optische System (5, 6) einen Reflektor (6) aufweist, welcher Licht, das von dem Leuchtmittel (5) nach oben oder zur Seite hin abgestrahlt wird, in Richtung der Lichteintrittsöffnung (2a) des Leuchtenschirms (2) reflektiert.
 
3. Innenleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Leuchtmittel eine Hochdruck-Entladungslampe (5) in liegender Brennlage ist.
 
4. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtmittelraum (3) als Leuchtendom ausgebildet ist.
 
5. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtenschirm (2) aus lichtdurchlässigem Material, das aufgrund seiner Oberflächenstruktur totalreflektierende Eigenschaften aufweist.
 
6. Innenleuchte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtenschirm (2) aus einem transparenten Kunststoffmaterial besteht.
 
7. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtenschirm (2) rund ist.
 
8. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtenschirm (2) derart ausgebildet und an dem Leuchtmittelraum (3) angebracht ist, daß ein Teil des von dem optischen System (5, 6) abgestrahlten Lichts direkt in das Material des Leuchtenschirms (2) eintritt, um diesen auszuleuchten.
 
9. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß benachbart von dem Leuchtmittelraum (3), insbesondere oberhalb des Leuchtmittelraums (3) ein Betriebsgeräteraum (7) zur Aufnahme von Vorschaltegeräten des Leuchtmittels (5) vorgesehen ist und der Betriebsgeräteraum (7) von dem Leuchtmittelraum (3) thermisch isoliert ist.
 
10. Innenleuchte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Leuchtmittelraum (3) und dem Betriebsgeräteraum (7) Hitzeschilde (8) vorgesehen sind.
 
11. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (9) am unteren Rand des Leuchtenschirms (2) teilweise lichtdurchlässig ist und das durchgelassene Licht diffus streut.
 
12. Innenleuchte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (9) selektiv reflektierend ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht