[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung einer elektrischen Schaltanordnung
mit einem Paar elektrischer Kontakte auf einen vorbestimmten Kontaktabstand und eine
elektrische Schaltanordnung mit einem Paar elektrischer Kontakte, deren Kontaktabstand
zueinander einstellbar ist.
[0002] Die Einstellung bestimmter, vorgegebener Kontaktabstände kann vielfach erst bei der
Endmontage vorgenommen werden, weil bei der Herstellung der beteiligten Bauteile und
der Vormontage von Bauteilegruppen Maßabweichungen nur im Rahmen zulässiger Toleranzen
eingehalten werden können, die sich im günstigsten Falle ausgleichen können, im ungünstigsten
Falle aber summieren und zu unzulässig hohen Abweichungen vom vorgegebenen Kontaktabstand
führen können. Die Kontakte zur Betätigung der Hupe sind bei Kraftfahrzeugen üblicherweise
im Lenkrad untergebracht und um ein vorgegebenes Maß voneinander beabstandet, damit
vom fahrbaren Untergrund bzw. von der Antriebsmaschine ausgelöste Schwingungen nicht
zu einem ungewollten Hupsignal führen können. Zur Auslösung des Hupsignals muß der
Fahrer eine selbsttätig rückstellende Tasteinrichtung drücken, die um mindestens den
Kontaktweg relativ zum Lenkrad beweglich, im übrigen aber mit dem Lenkrad verbunden
ausgebildet ist. Es versteht sich von selbst, daß der Bewegungsspielraum der Tasteinrichtung
nicht beliebig groß gewählt werden kann, weil der konstruktive Aufwand hierfür in
vertretbarem Rahmen bleiben muß und weil das Auslösen des Hupsignals nicht durch einen
zu langen Reaktionsweg verzögert werden darf. Ist der Bewegungsspielraum der Tasteinrichtung
andererseits kleiner als der Kontaktabstand, kann kein Hupsignal ausgelöst werden.
Aus all dem ergibt sich, daß nur geringe Abweichungen von einem vorgegebenen Kontaktabstand
zugelassen werden können und daß man auf eine Einstellung des Kontaktabstandes bei
der Endmontage nicht verzichten kann.
[0003] Die US-A-3 069 516 zeigt eine elektrische Schaltanordnung mit einem Paar elektrischer
Kontakte und ein Verfahren zur Einstellung der elektrischen Schaltanordnung auf einen
vorbestimmten Kontaktabstand. Ein erster Kontakt ist unverschieblich auf einem beweglichen
ersten Bauteil und ein zweiter Kontakt unverschieblich auf einem unbeweglichen zweiten
Bauteil angeordnet. Die Einstellung des Kontaktabstands erfolgt, indem eine Fühlerleere,
deren Dicke dem gewünschten Kontaktabstand entspricht, zwischen die Kontakte eingeschoben
wird. Anschließend wird das erste Bauteil, ein Schnappelement, mit dem darauf befindlichen
ersten Kontakt so lange auf das zweite Bauteil zubewegt, bis beide Kontakte an der
Fühlerleere anliegen.
[0004] Aus der WO 97 42643 A ist ein elektromagnetisches Relais bekannt, bei dem ein vorbestimmter
Kontaktabstand zwischen zwei Kontakte eingestellt wird, wobei einer der Kontakte unverschieblich
auf einem beweglichen Bauteil gehalten ist. Der den Kontakt haltende Bereich des Bauteils
ist plastisch leicht verformbar ausgebildet und wird plastisch verformt, bis der Kontaktabstand
einen vorgegebenen Wert erreicht hat.
[0005] Mit der Erfindung wird die Einstellung eines Kontaktabstandes ermöglicht, die einerseits
äußerst zuverlässig ist und andererseits mit möglichst geringem Aufwand durchgeführt
werden kann.
[0006] Dies wird durch ein Verfahren zur Einstellung einer elektrischen Schaltanordnung
mit einem Paar elektrischer Kontakte auf einen vorbestimmten Kontaktabstand gemäß
Anspruch 1 erreicht.
[0007] Dem liegt die Erwägung zugrunde, daß man bei der Vormontage gar nicht erst versucht,
einen bestimmten Kontaktabstand anzustreben, sondern allenfalls eine grobe Annäherung,
die es erlaubt, den vorgegebenen Kontaktabstand bei der Endmontage mit einem Minimum
an Aufwand einstellen zu können.
[0008] Eine zweckmäßige Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist im Unteranspruch 2 beschrieben.
Weitere Einzelheiten werden anhand der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen
Figur 1a und b eine Ausführungsform mit einem den Kontakt unverschieblich haltenden
Bereich, der leicht verformbar ausgebildet ist; und
Figur 2a und b eine Ausführungsform mit einem plastisch verformbaren Bereich zur Ausbildung
des Gegenkontaktes.
[0009] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 1a und b ist der Kontakt 1" im Bauteil 2 axial
unverschieblich gehalten und der den Kontakt 1" haltende Bereich 4 des beweglichen
Bauteils 2 plastisch leicht verformbar ausgebildet, um den gewünschten Kontaktabstand
leicht einstellen zu können. Bei der Montage wird das bewegliche Bauteil 2 aus einer
Ruhestellung in eine Arbeitsstellung gebracht und dann dafür gesorgt, daß der Kontakt
1" den Gegenkontakt 6 im unbeweglichen Bauteil 5 berührt. Der Bereich 4 ist dabei
so ausgebildet, daß er relativ zum Bauteil 2 leicht nach oben oder unten schwenkbar
ist, wobei dieses Verschwenken auf jeden Fall mit einer bleibenden, also plastischen
Formänderung, verbunden ist.
[0010] In ähnlicher Weise kann man die Einstellung des Kontaktabstandes auch über einen
plastisch verformbaren Bereich 6 des Gegenkontaktes ausbilden (Figuren 2a und b).
Auch in diesem Fall wird das bewegliche Bauteil 2 mit dem darin fest verankerten Kontakt
1" aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung bewegt und dann durch plastische
Umformung dafür gesorgt, daß eine Berührung zwischen dem Kontakt 1" und dem Gegenkontakt
6 sichergestellt ist. Die plastische Umformung des Gegenkontaktes 6 kann wiederum
in beiden Richtungen erfolgen.
1. Verfahren zur Einstellung einer elektrischen Schaltanordnung mit einem Paar elektrischer
Kontakte auf einen vorbestimmten Kontaktabstand, wobei
ein erster Kontakt (1") axial unverschieblich auf einem dem ersten Kontakt (1")
zugeordneten beweglichen Bauteil (2) gehalten und ein zweiter Kontakt auf einem dem
zweiten Kontakt zugeordneten Bauteil (5) angeordnet ist, und
das Verfahren folgende Schritte aufweist:
(i) die Bauteile werden relativ zueinander über den vorbestimmten Kontaktabstand aufeinander
zu bewegt;
(ii) der den ersten Kontakt (1") haltende Bereich (4) oder ein plastisch verformbarer
Bereich (6) wird bis zum physikalischen Kontakt des an dem dem zweiten Kontakt zugeordneten
Bauteil (5) wird bis zum physikalischen Kontakt der beiden Kontakte plastisch verformt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der haltende Bereich (4) derart weit vorgeformt ist, daß der voreingestellte Kontaktabstand
kleiner ist als der gewünschte und daß der gewünschte Kontaktabstand durch Rückformen
des haltenden Bereiches (4) eingestellt wird.