[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Druckverfahren zur Übertragung von Drucksubstanz
von einem Farbträger auf einen Bedruckstoff nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
sowie eine Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 13.
[0002] Unter einem Druckverfahren wird in erster Linie ein Verfahren zur beliebig häufigen
Vervielfältigung von Text- und/oder Bildvorlagen mittels einer Druckform, die nach
jedem Abdrucken neu eingefärbt wird, verstanden. Im allgemeinen wird hier zwischen
vier grundsätzlich verschiedenen Druckverfahren unterschieden. So ist zum einen das
Hochdruckverfahren bekannt, bei dem die druckenden Elemente der Druckform erhaben
sind, während die nicht druckenden Teile vertieft sind. Hierzu gehört beispielsweise
der Buchdruck und der sogenannte Flexo- oder auch Anilindruck. Des weiteren sind Flachdruckverfahren
bekannt, bei denen die druckenden Elemente und die nicht druckenden Teile der Druckform
im wesentlichen in einer Ebene liegen. Hierzu gehören der Offset-Druck aber auch mehr
im künstlerischen Bereich bekannte Verfahren, wie z. B. der Steindruck. Beim Offset-Druck
wird genau genommen die eingefärbte Zeichnung auf der Druckplatte nicht direkt auf
den Bedruckstoff gedruckt, sondern zuerst auf einen Gummizylinder oder ein Gummituch
übertragen und von diesem wird dann erst der Bedruckstoff bedruckt. Wenn im folgenden
von Bedruckstoff die Rede ist, soll aber sowohl der eigentliche Bedruckstoff, d.h.
das zu bedruckende Material, als auch ein beliebiges Übertragungsmittel, wie z.B.
ein Gummizylinder, verstanden werden. Ein drittes Verfahren ist das sogenannte Tiefdruckverfahren,
bei dem die druckenden Elemente der Druckform vertieft liegen. Hierzu gehören eine
Reihe von manuellen Techniken, wie z. B. der Kupferstich und die Radierung. Ein industriell
angewandtes Tiefdruckverfahren ist der Rakeltiefdruck. Schließlich ist noch ein Durchdruckverfahren,
das manchmal auch als Siebdruckverfahren bezeichnet wird, bekannt, bei dem an den
druckenden Stellen die Farbe durch siebartige Öffnungen der Druckform auf den Bedruckstoff
übertragen wird.
[0003] Diese Druckverfahren zeichnen sich allesamt dadurch aus, daß sie eine mehr oder minder
aufwendig erstellte Druckform benötigen, so daß diese Druckverfahren lediglich bei
sehr hohen Auflagen, üblicherweise weit über 1000 Stück, wirtschaftlich arbeiten.
So muß beispielsweise bei der Hochdruckformherstellung zunächst ein Rasterfilm der
zu druckenden Vorlage erzeugt werden, welcher mittels einer lichtempfindlichen Schicht
auf das Material der Druckform kopiert wird. Da die nicht druckenden Teile einer Hochdruckform
gegenüber den druckenden Teilen vertieft sein müssen, werden die metallischen Druckformen
anschließend geätzt bzw. Kunststoffdruckformen ausgewaschen. Diese Druckformen können
jedoch lediglich für das Drucken einer bestimmten Vorlage verwendet werden. Soll eine
andere Vorlage gedruckt werden, so muß eine neue Hochdruckform hergestellt werden.
[0004] Zum Drucken von kleinen Auflagen werden bereits Drucker eingesetzt, die im allgemeinen
an eine elektronische Datenverarbeitungsanlage angeschlossen werden. Diese verwenden
im allgemeinen digital ansteuerbare Drucksysteme, die in der Lage sind, einzelne Druckpunkte
auf Bedarf zu drukken. Solche Drucksysteme benutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen
Drucksubstanzen auf unterschiedlichen Bedruckstoffen. Einige Beispiele von digital
ansteuerbaren Drucksystemen sind: Laserdrucker, Thermodrucker und Tintenstrahldrucker.
Digitale Druckverfahren zeichnen sich dadurch aus, daß sie keine Druckformen benötigen.
[0005] So ist beispielsweise aus der GB 2 007 162 ein elektrothermisches Tintendruckverfahren
bekannt, bei dem in einer geeigneten Tintendüse die auf Wasser basierende Tinte durch
elektrische Impulse kurzzeitig bis zum Sieden erhitzt wird, so daß sich blitzartig
eine Gasblase entwickelt und ein Tintentropfen aus der Düse herausgeschossen wird.
Dieses Verfahren ist unter dem Begriff "Bubblejet" allgemein bekannt. Diese thermischen
Tintendruckverfahren haben jedoch den Nachteil, daß sie einerseits sehr viel Energie
für das Verdrucken eines einzelnen Druckpunktes verbrauchen und andererseits nur für
Druckfarben geeignet sind, die auf Wasserbasis aufbauen. Überdies muß mit der Düse
jeder einzelne Druckpunkt getrennt angesteuert werden. Piezoelektrische Tintendruckverfahren
leiden dagegen unter dem Nachteil, daß die dabei benötigten Düsen leicht verstopfen,
so daß hierfür nur sehr spezielle und teure Farben verwendet werden können.
[0006] Des weiteren ist aus der DE 195 44 099 bekannt, daß mit Hilfe eines Laserstrahls
oder einer elektrothermischen Aufheizung feste Drucksubstanzen aufgeschmolzen werden
können und dadurch übertragen werden können. Dabei wird ein transparenter Zylinder
auf der Oberfläche homogen mit kleinen Näpfchen versehen. Diese Näpfchen werden anschließend
mit geschmolzener flüssiger Farbe gefüllt und mit üblichen Verfahren abgerakelt. Im
Anschluß daran wird die zu verdruckende Farbe gezielt von innen durch den Zylinder
hindurch durch Laserstrahlbeschuß oder durch elektrothermische Verfahren aufgeschmolzen
und somit entleert und dadurch ein Druckpunkt gesetzt. Auch bei diesem Verfahren ist
die Auswahl der Drucksubstanz stark eingeschränkt, da es für den Druckprozeß notwendig
ist, daß die Drucksubstanz möglichst schnell und energiesparend einen Phasenübergang
von der festen in die flüssige Phase zeigt. Überdies ist bei diesem Druckverfahren
das Befüllen der Näpfchen mit schmelzbarer Farbe problematisch.
[0007] Aus der DE 197 46 174 ist bekannt, daß ein Laserstrahl durch sehr kurze Pulse in
einer Drucksubstanz, die sich in Näpfchen einer Druckwalze befindet, einen Vorgang
induziert, so daß die Drucksubstanz eine Volumen- und/oder Positionsänderung erfährt.
Dadurch wächst die Drucksubstanz über die Oberfläche der Druckform an und die Übertragung
eines Druckpunktes auf einem hieran angenäherten Bedruckstoff ist möglich. Bei diesem
Verfahren ist jedoch von Nachteil, daß sich das Befüllen der Näpfchen aufgrund der
geringen Näpfchendurchmesser sehr schwierig gestaltet. Die EP 0 947 324 A1 beschreibt
einen Drucker, in dem Tinte in einem im wesentlichen durchgehenden Film auf einem
Farbträger aufgetragen ist. Auf die dem Film abgewandte Seite des Farbträgers wird
zum Drucken ein Laserstrahl gerichtet, der den Farbträger bis zu einer Absorptionschicht
an der der Tinte zugewandten Seite des Farbträgers durchdringt. Der Laserstrahl löst
auf dieser Absorptionsschicht einen akustischen Puls aus, der eine Übertragung eines
Tintentröpfchen von dem Farbträger auf den Bedruckstoff hervorruft.
[0008] Bei der Verwendung eines lichtdurchlässigen Farbträgers, bei dem der Laserstrahl
von innen durch den Farbträger auf die Absorptionsschicht fokussiert wird, hat sich
jedoch in manchen Fällen gezeigt, daß entweder die auf die Drucksubstanz übertragene
Energie nicht ausreicht, um ein Farbtropfen aus der Drucksubstanz herauszulösen, oder
die Gefahr besteht, daß durch die übertragene Energiemenge die Absorptionsschicht
von dem Farbträger abgelöst wird,
[0009] Erfindungsgmäß werden diese Probleme gelöst durch ein Druckverfahren nach Anspruch
1 und eine Druckmaschine nach Anspruch 13. Dadurch, daß die Drucksubstanz einen homogenen
Film bildet, wird erreicht, daß aufgrund der Adhäsion bzw. der Kapillarkraft zwischen
Drucksubstanz, Farbträger und gegebenenfalls der Druckform eine einfache Befüllung
etwaiger Näpfchen bzw. Öffnungen erreicht wird. Dies liegt offenbar u. a. daran, daß
sich bei der Zufuhr von Drucksubstanz auf den Farbträger keine Lufteinschlüsse bilden.
[0010] Als Farbträger kommt beispielsweise ein zylindrischer Körper zur Anwendung, der sich
vorzugsweise um seine eigene Achse dreht. An diesem Farbträger wird mit Vorteil der
Bedruckstoff, z. B. Papier, Kunststoffolie, Metallfolie, aber auch biegesteife Materialien
wie Glas oder Metall, mit einer Transportgeschwindigkeit vorbeibewegt, die in etwa
der Umfangsgeschwindigkeit des zylindrischen Körpers entspricht. Es versteht sich
aber, daß die Umfangsgeschwindigkeit des zylindrischen Körpers auch größer als die
Vorschubgeschwindigkeit des Bedruckstoffes sein kann.
[0011] Um die Vielfalt der verwendbaren Drucksubstanzen zu erhöhen wird die Energie von
der energieabgebenden Einrichtung zunächst in ein Vermittlungsmaterial und anschließend
von dem Vermittlungsmaterial auf die Drucksubstanz übertragen. Das Vermittlungsmaterial
ist vorzugsweise ein lichtabsorbierendes Material, das mit Vorteil in Form einer Schicht
auf dem Farbträger angeordnet wird. Die Energieübertragung von dem Vermittlungsmaterial
auf die Drucksubstanz kann beispielsweise durch Übertragung von Wärmeenergie erfolgen.
D. h., daß durch die energieabgebende Einrichtung an dem betreffenden gewünschten
Ort zunächst das Vermittlungsmaterial erhitzt wird, welches wiederum Wärmeenergie
an die Drucksubstanz abgibt. Es ist jedoch auch möglich, daß der Energieübertrag durch
einen Impulsübertrag erfolgt. D. h. hier wird innerhalb des Vermittlungsmaterials
eine Positions- und/oder Volumenänderung des Materials induziert, so daß durch die
Bewegung bzw. Ausdehnung des Vermittlungsmaterials ein Impuls auf die Drucksubstanz
übertragen wird. Vorzugsweise wird bei diesem indirekten Druckverfahren die energieabsorbierende
Schicht möglichst optimal auf die Absorption des Energiestrahls abgestimmt, so daß
die einzusetzende Energie für die Übertragung eines Druckpunktes weiter abgesenkt
werden kann.
[0012] Es soll an dieser Stelle betont werden, daß für das erfindungsgemäße Verfahren nicht
unbedingt eine Druckform im klassischen Sinne notwendig ist. Zwar ist es möglich,
den zylindrischen Farbträger mit eine Druckform bildenden Vertiefungen, den sogenannten
Näpfchen, zu versehen, die im wesentlichen auf der Außenfläche des Farbträgers aufgebracht
sind, die jedoch untereinander eine Verbindung aufweisen, so daß die Drucksubstanz,
die sich in benachbarten Vertiefungen befindet, eine Verbindung hat. Es ist jedoch
auch möglich, völlig auf besondere Formelemente zu verzichten. So ist es beispielsweise
möglich, den zylindrischen Farbträger ohne Vertifungen auszuführen. Durch Abgabe eines
fokussierten Laserstrahls auf einen ausgewählten Ort wird lokal eine Volumen- und/oder
Positionsänderung der Drucksubstanz induziert, so daß sich ein Farbtröpfchen lokal
von der im wesentlichen homogenen Farbschicht ablöst. Dabei muß die Ablösung nicht
allein aufgrund der induzierten Energie erfolgen, es reicht vielmehr dann, wenn der
Bedruckstoff genügend dicht an die Drucksubstanz angenähert ist, völlig aus, wenn
durch die induzierte Energie eine Positionsänderung der Drucksubstanz erfolgt, so
daß durch die lokale Erhebung der Drucksubstanz diese den Bedruckstoff berührt und
es dadurch zur Ablösung kommt.
[0013] Die "Druckform" wird aufgrund der Trägheit der verbleibenden Drucksubstanz quasi
von der umgebenden Drucksubstanz gebildet.
[0014] Die Dicke des Druckpunktes kann hier vorzugsweise über die Variation der Laserenergie
und/oder über die Variation der Pulslänge eingestellt werden.
[0015] Alternativ oder in Kombination hierzu ist es möglich, daß der Durchmesser des Druckpunktes
über die Variation der Laserenergie und/oder über die Variation der Pulslänge eingestellt
wird.
[0016] Die Auflösung des Druckverfahrens kann daher nahezu beliebig eingestellt werden.
Außerdem kann die Positionierung des Druckpunktes frei gewählt werden. Im Gegensatz
dazu stehen bei dem bekannten Verfahren nach der DE 197 46 174 lediglich definierte
Positionen, nämlich die Positionen der Näpfchen, zur Verfügung. Auch wenn bei einer
guten Auflösung die Anzahl der Näpfchen auf dem Farbträger durchaus mehr als 100 Millionen
betragen kann, so ist durch einen solchen Farbträger die Punktrasterung und die Größe
der Punkte vorgegeben. Für den Fall, daß auf solche formgebenden Elemente gänzlich
verzichtet wird, wird vorzugsweise zwischen Farbträger und Bedruckstoff bzw. Drucksubstanz
auf dem Farbträger und Bedruckstoff ein Abstand eingehalten, der vorzugsweise mindestens
10 µm, besonders bevorzugt etwa 50 µm, beträgt. Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren
berührt hier der Bedruckstoff die "Druckform" bzw. den Farbträger nicht. Dies hat
den Vorteil, daß aufwendige Rakelvorrichtungen nicht benötigt werden.
[0017] Mit Vorteil beträgt die Pulslänge des verwendeten Laserpulses weniger als 1 µs, vorzugsweise
von weniger als 500 ns, besonders bevorzugt zwischen 100 bis 200 ns. Durch die sehr
kurze Pulslänge (bei ausreichender Gesamtenergie) wird die Laserenergie sehr gut lokal
begrenzt und man erreicht damit ein sauberes Verdrucken von Druckpunkten, ohne daß
sich die Kapillarkräfte der einen durchgehenden Film bildenden Drucksubstanz negativ
bemerkbar machen. Mit Vorteil wurden sogar bereits Laserpulse mit einer Pulsdauer
von wenigen Femtosekunden verwendet.
[0018] Bei dem beschriebenen Druckverfahren wird ein Laserstrahl auf den Farbträger bzw.
in die Drucksubstanz fokussiert. Wird das Laserlicht absorbiert, so wird in der Drucksubstanz
Wärme erzeugt, was dazu führt, daß das Lösungsmittel nahezu schlagartig verdampft
und ein Teil der Drucksubstanz von dem Farbträger weggeschleudert wird. Damit das
Verfahren optimal funktioniert, muß dafür Sorge getragen werden, daß die Energie vom
Laserstrahl in die Drucksubstanz schnell und punktgenau übertragen wird. Dieser Energieübertrag
kann entweder durch Verwendung von Druckfarben, die für den Laserstrahl nicht absorbierend
sind, z. B. pigmentierte Farben, erfolgen, da an der Pigmentoberfläche der Drucksubstanz
das Laserlicht unmittelbar absorbiert wird, oder es muß eine Absorptionsschicht vorgesehen
sein, die das Laserlicht zunächst absorbiert und die Energie dann an die Drucksubstanz
überträgt.
[0019] Der Lichstraht ist bei Druckmaschine nach Anspruch 13 nicht durch den Farbträger
hindurch, sondern von der mit Drucksubstanz behafteten Seite des Farbträgers auf die
Absorptionsschicht gerichtet. Der Lichtstrahl wird in diesem Fall zunächst durch die
(nichtabsorbierende) Drucksubstanz gelenkt und trifft dann auf die Absorptionsschicht.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß bei einer solchen Anordnung die Gefahr
des Ablösens der Absorptionsschicht von dem Farbträger deutlich reduziert ist.
[0020] Weiterhin hat sich ebenso überraschend gezeigt, daß die Bewegungsrichtung des energieaufnehmenden
Druckfarbentröpfchens nur sehr schwach von dem Winkel abhängt, mit dem der Lichtstrahl
auf der Oberfläche der Drucksubstanz auftrifft. Es ist daher nicht unbedingt notwendig,
wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform der Fall, daß dem Farbträger gegenüber
ein lichtdurchlässiges Übertragungsmittel angeordnet ist, durch das der Lichtstrahl
geleitet wird, so daß er in etwa senkrecht auf der Oberfläche der Drucksubstanz auftrifft.
[0021] Es kann vielmehr, wie auch im Zusammenhang mit den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen
gezeigt ist, der Laserstrahl ,schräg', d.h. mit der Normalen auf der Drucksubstanzoberfläche
einen Winkel größer als 0° und vorzugsweise kleiner als 75°, besonders bevorzugt kleiner
als 60° einschließen. Um eine optimale Übertragung des Druckpunktes auf den Bedruckstoff
oder das Übertragungsmittel zu gewährleisten, wird der Abstand zwischen Fokuspunkt
des Lichtstrahles und Ort des zu setzenden Druckpunktes auf dem Bedruckstoff oder
Übertragungsmittel kleiner als 2mm, vorzugsweise kleiner als 1 mm, besonders bevorzugt
sogar kleiner als 0,5 mm gewählt.
[0022] Der Anspruch 13 betrifft eine Druckmaschine zum Bedrucken eines Bedruckstoffes mit
einem Farbträger und einer energieabgebenden Einrichtung, die derart angeordnet und
ausgebildet ist, daß Energie gezielt auf bestimmte Bereiche des Farbträgers übertragen
werden kann, wobei der Farbträger dafür vorgesehen ist, Drucksubstanz im wesentlichen
einen homogenen bzw. durchgehenden Film bildend aufzunehmen. Dabei ist der Farbträger
mit Vorteil als zylindrischer Körper ausgebildet, der vorzugsweise als Hohlzylinder
mit einer im wesentlichen glatten Oberfläche ausgebildet ist.
[0023] Alternativ dazu kann für manche Anwendungsfälle es jedoch von Vorteil sein, wenn
der Farbträger eine ebene Platte ist. Prinzipiell sind sowohl die Ausbildung als Zylinder
als auch als ebene Platte möglich, wobei im Falle des Hohlzylinders das Nachfüllen
der Drucksubstanz leicht möglich ist, während im Falle der ebenen Platte die Zuführung
des Bedruckstoffes leicht verwirklichbar ist.
[0024] Der Farbträger weist in einer zweckmäßigen Ausführungsform eine Dicke zwischen 1
mm und 20 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm und 10 mm und besonders bevorzugt etwa 5
mm auf.
[0025] Der als Zylinder ausgebildete Farbträger kann eine maximale Abweichung von der idealen
Zylinderform unterhalb von 200 µm, vorzugsweise unterhalb von 100 µm, insbesondere
unterhalb von 80 um aufweisen.
[0026] Insbesondere für den Fall, daß Bedruckstoff und Farbträger bzw. Druckform beim Druckvorgang
voneinander beabstandet angeordnet sind, wird vorzugsweise ein definierter Abstand
sehr genau eingehalten. Daher ist in einer zweckmäßigen Ausführungsform vorgesehen,
daß der zylindrische Farbträger eine Außenlagerung aufweist. Durch diese Außenlagerung
kann der Abstand zwischen Bedruckstoff und Farbträger exakt eingestellt werden. Eine
im allgemeinen vorhandene Ovalität des zylindrischen Farbträgers wird durch die Außenlagerung
aufgefangen. Die Außenlagerung kann beispielsweise aus mindestens einer, vorzugsweise
zwei, besonders bevorzugt 3 Rollen oder Walzen bestehen, auf denen der zylindrische
Farbträger aufliegt. Vorzugsweise wird die Außenlagerung derart präzise ausgeführt,
daß der Abstand zwischen Farbträger und Bedruckstoff während der Rotation des Farbträgers
um weniger als 50 µm, vorzugsweise weniger als 20 µm und besonders bevorzugt um weniger
als 10 µm variiert. Darüber hinaus ist selbstverständlich eine Herstellung der zylindrischen
Außenfläche des Farbträgers (Drucktrommel) mit möglichst geringen Toleranzen von Vorteil,
vor allem für die Laufruhe und die Einhaltung eines konstanten Abstandes. Auf die
Außenlagerung könnte jedoch wahrscheinlich nur dann verzichtet werden, wenn für transparente
Hohlzylinder mit einem Außendurchmesser in der Größenordnung von 300 mm die Toleranzabweichungen
der Mantelfläche unter den oben angegebenen Variationswerten, vorzugsweise unter 10
µm gehalten werden können Um die Vielfalt der verwendbaren Drucksubstanzen zu erhöhen,
ist auf dem Farbträger eine Absorptionsschicht angeordnet, die vorzugsweise eine Dicke
aufweist, die kleiner als 10 µm, vorzugsweise kleiner als 5 µm, besonders bevorzugt
kleiner als 1 µm oder noch besser kleiner als 0,5 µm ist.
[0027] Insbesondere in den Anwendungsfällen, in denen eine höhere Farbschichtdicke auf dem
Bedruckstoff erwünscht ist, hat es sich gezeigt, daß die Oberfläche des die Drucksubstanz
aufnehmenden Abschnitts des Farbträgers möglichst nicht vollständig glatt (im Sinne
von optisch glänzend) ausgeführt wird, sondern etwas matt oder aufgerauht. Dies kann
beispielsweise durch die Verwendung von Milchglas erfolgen. Besonders gute Ergebnisse
wurden mit Oberflächen erreicht, die eine arithmetische Mittenrauhheit von mindestens
0,1 µm, vorzugsweise zwischen 0,5 µm und 5 µm, besonders bevorzugt etwa zwischen 1
µm und 2 µm aufweist. Auch solche Farbträgeroberflächen werden im Sinne der vorliegenden
Erfindung noch als "im wesentlichen glatt" angesehen, im Unterschied zu gezielt mit
makroskopischen Vertiefungen (Näpfchen oder Rillen) bzw. Erhebungen versehenen Oberflächen.
Bei diesen Ausführungsformen mit mattierten Oberflächen können auch mehrere Farbschichten
hintereinander 'verdruckt' werden. Dadurch, daß die Oberfläche des Farbträger nicht
vollständig glatt ist, ist der Farbträger in der Lage eine erhöhte Menge an Drucksubstanz
aufzunehmen. Das ,Verdrucken' eines Punktes hat dann zur Folge, daß am selben Ort
noch genügend Drucksubstanz auf dem Farbträger verbleibt, um weitere Druckpunkte zu
verdrucken.
[0028] Die Druckform Kann in Form eines Netzes ausgebildet sein, so daß anstelle von Näpfchen
oder Rillen sogennante Maschen vorgesehen sind. Die netzform hat den Vorteil, daß
sich die Verbindung der einzeln Maschen untereinander automatisch ergibt, ohne daß
entsprechende Verbindungskanäle vorgesehen werden müssen. Mit anderen Worten bildet
auch hier die Drucksubstanz einen im wesentlichen durchgehenden Film entlang des Farbträgers.
[0029] Die Ausbildung des Druckträgers in der Weise, daß die Drucksubstanz eine durchgehende,
zusammenhängende Schicht bildet, wobei der zum Ablösen eines Drucktropfens erforderliche
Energieübertrag so kurzzeitig erfolgt, daß der Tropfen sich in wohldefinierter Form
und Größe ablöst, ermöglicht die Verwendung einer großen Vielfalt von Drucksubstanzen.
[0030] Die energieabgebende Einrichtung besteht vorzugsweise aus mindestens einer Laserquelle.
Unter Umständen können als Laserquellen auch Anordnungen von Laserdioden verwendet
werden, jedoch sind derzeit noch "klassische" Laser bevorzugt, mit einer Leistung
in der Größenordnung von 50 - 100 W oder auch mehr. Eine zweckmäßige Ausführungsform
sieht überdies eine Fokussiereinrichtung vor, die den Laserstrahl auf einen vorbestimmten
Punkt auf dem Farbträger fokussiert. Diese Fokussiereinrichtung kann beispielsweise
eine f-theta-Optik sein. Selbstverständlich können aber auch alle anderen entsprechend
fokussierenden Einrichtungen verwendet werden.
[0031] Die Anordnung einer Umlenkeinrichtung kann von großem Vorteil sein, mit deren Hilfe
die Laserstrahlen, die von der energieabgebenden Vorrichtung abgegeben werden, auf
die Drucksubstanz umgeleitet werden.
[0032] Die Umlenkeinrichtung kann beispielsweise ein Umlenkspiegel sein, wobei vorzugsweise
das Lot auf der reflektierenden Fläche und das Lot auf der Bedruckstoffebene zum Zeitpunkt
des Bedrukkens einen Winkel von etwa 45° einschließen.
[0033] Diese Anordnung hat den Vorteil, daß der Laserstrahl im wesentlichen parallel zur
Rotationsachse des Farbträgers ausgerichtet werden kann und somit die energieabgebende
Einrichtung neben dem Farbträger angeordnet werden kann.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform ist zusätzlich eine von der energieabgebenden
Einrichtung getrennte Adressiereinrichtung vorgesehen, die angesteuert wird, um den
Laserstrahl auf den entsprechenden Punkt auf dem Druckträger abzubilden. Diese Adressiereinrichtung
kann beispielsweise einen um seine Achse drehbaren Polygonspiegel aufweisen. Dies
hat den Vorteil, daß die Energieabgebende Einrichtung für die Adressierung der einzelnen
Druckpunkte nicht bewegt werden muß.
[0035] Ein auf einen Polygonspiegel mit zum Beispiel acht gleichmäßig (unter 45°) zueinander
abgewinkelten Facetten ermöglicht im Prinzip die Ablenkung eines Laserstrahls zwischen
einem Minimal- und einem Maximalwinkel, die einen Bereich von 90° einschließen. Allerdings
muß für die Verwendung der f-theta-Optik der verwendete Laserstrahl beträchtlich aufgeweitet
werden und der Polygonspiegel hat selbstverständlich eine endliche Größe, wobei die
Laserenergie nur dann vollständig genutzt werden kann, wenn der aufgeweitete Strahl
vollständig auf die gerade aktive Facette des Polygonspiegels auftrifft. Der im Prinzip
im Dauerbetrieb zur Verfügung stehende Laserstrahl (auch wenn es sich gegebenenfalls
um einen gepulsten Laser mit ultrakurzen Impulsen und entsprechend kurzen Pulsabständen
handeln kann) kann nicht oder jedenfalls nicht mit seiner vollen Leistung verwendet
werden, solange der aufgeweitete Strahl auf den Eckbereich zwischen zwei benachbarten
Facetten auftrifft. Bei den in der Praxis zur Anwendung kommenden Aufweitungen und
einer vernünftig handhabbaren Größe des Polygonspiegels führt dies letztendlich dazu,
daß nur ein Ablenkbereich des Laserstrahls am Polygonspiegel von etwa 45° verwendet
werden kann (bei einem Polygonspiegel mit acht Facetten), so daß innerhalb dieses
45°-Bereiches eine vollständige Druckzeile liegen bzw. abgetastet werden muß. Während
der weiteren Drehung des Polygonspiegels, während welcher der Laserstrahl über einen
Eckbereich zwischen zwei benachbarten Facetten hinwegstreicht, kann der Laserstrahl
nicht genutzt werden, d.h. es findet eine kurzzeitige Druckpause statt.
[0036] In einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist daher vorgesehen,
daß der Laserstrahl in einer Art "Zeitmultiplex-Verfahren" aufgespalten bzw. über
zwei verschiedene Wege geleitet wird, wobei der eine Strahlteil so gerichtet wird,
daß er genau dann aus einer entsprechend gewählten und vorzugsweise um 20° bis 80°
versetzten Richtung voll auf die betreffende Polygonfacette auftrifft, während der
andere Zweig des Strahles auf einen Eckbereich am Übergang zwischen zwei Facetten
auftreffen würde. Die Umschaltung zwischen den beiden Strahlzweigen, die vorzugsweise
unter einem um 45° relativ zueinander versetzten Winkel auf den Polygonspiegel auftreffen,
kann zum Beispiel durch eine verspiegelte Shutterscheibe (Unterbrecherscheibe) erfolgen,
die abwechselnd Durchgangsöffnungen und Spiegelflächen hat und die mit der Rotation
des Polygonspiegels in geeigneter Weise synchronisiert wird, so daß der Strahl entweder
hindurchgeleitet oder durch einen Spiegel der Shutterscheibe umgelenkt wird, so daß
er über einen anderen Weg läuft als der Strahl, der durch die entsprechenden Lücken
der Shutterscheibe hindurchtritt und auf einem ersten Pfad auf den Shutterspiegel
auftrifft.
[0037] Alternativ anstelle der Shutterscheibe wäre auch die Verwendung eines polarisierten
Laserstrahls in Verbindung mit einem elektrooptischen Modulator möglich. Der elektrooptische
Modulator dreht die Polarisationsrichtung des Laserlichts, der dann anschließend an
einem Polarisationsfilter entweder um 90° reflektiert oder aber bei passender Polarisationsrichtung
des Lasers vollständig durch den Filter hindurchgeleitet wird. Auch auf diese Weise
läßt sich eine abwechselnde Führung bzw. Umleitung des Strahls entlang zweier verschiedener
Pfade realisieren, die durch entsprechende elektronische Ansteuerung des elektrooptischen
Modulators wiederum mit der Drehung des Polygonspiegels synchronisiert wird, so daß
zu jedem Zeitpunkt einer der beiden Strahlen voll auf eine Facettenfläche des Polygonspiegels
auftrifft, während der Strahl über den andern Pfad ansonsten auf einen Übergangsbereich
zwischen zwei Polygonfacetten auftreffen würde. Auf diese Weise kann man das Tastverhältnis
(duty cycle) des Laserstrahls, welches aufgrund der praktischen Beschränkungen ansonsten
nur etwa 0,5 beträgt, auf den Maximalwert 1 erhöhen.
[0038] Es versteht sich, daß anstelle eines Einzellasers auch ein Laserarray verwendet werden
kann.
[0039] Die Absorptionsschicht besteht vorzugsweise aus kristallinem Material, wobei die
Größe der einzelnen Kristalle möglichst klein sein sollte. Als Absorptionsschicht
ist mit Vorteil nanokristallines Material, z. B. Kohlenstoff oder sogenannter "Gasruß"
zum Einsatz gekommen, wobei die Größe der einzelnen Kristalle etwa zwischen 10 und
1000 nm betrug. Die Größe der einzelnen Kristalle wird mit Vorteil kleiner als die
Wellenlänge des verwendeten Laserlichts gewählt.
[0040] Die Absorptionsschicht wird vorzugsweise mit Polysilicat auf dem Druckträger befestigt.
[0041] Die Absorptionsschicht muß einerseits aktiv genug sein, um das Licht zu absorbieren
und gleichzeitig in der Lage sein, möglichst viel dieser Energie möglichst unmittelbar
an die Drucksubstanz weiter zu geben. Andererseits muß die Absorptionsschicht derart
beschaffen sein, daß sie nicht von dem Lichtstrahl von dem Farbträger abgelöst wird.
[0042] Dadurch daß der Lichtstrahl durch die Drucksubstanz hindurch auf die Absorptionsschicht
geleitet wird, drückt der von dem Laserstrahl auf die Absorptionsschicht übertragene
Impulsübertrag die Absorptionsschicht auf den Farbträger und löst nicht die Absorptionsschicht
von dem Farbträger.
[0043] Es hat sich überraschend gezeigt, daß der Lichtstrahl nicht unbedingt senkrecht auf
die Absorptionsschicht bzw. den Farbträger auftreffen muß. Die von dem Lichtstrahl
induzierte Volumen-und/oder Positionsänderung verläuft meist im wesentlichen in Richtung
der Normalen auf der Oberfläche des Farbträgers.
[0044] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie
der beigefügten Figuren. Es zeigen:
Figur 1 a) und 1 b)
als Vergleichsbeispiel eine schematische Schnittansicht eines Ausschnittes durch den
Farbträger einschließlich Druckform,
Figur 2a) bis 2 d)
schematische Darstellungen eines Druckverfahrens als Vergleichsbeispiele,
Figur 3a) und 3 b)
Schnittansichten für zwei alternative Ausführungsformen,
Figur 4a) und 4 b)
verschiedene Ausführungsformen eines Druckwerkes als Vergleichsbeispiele
Figur 5a) und 5 b)
Schnittansichten alternativer Vergleichsbeispiele
Figur 6 eine schematische Darstellung einer Umlenkoptik als ein Vergleichsbeispiel,
Figur 7 schematisch eine Strahlführung entlang zweier Pfade zur Erhöhung des Duty-Cycle
und
Figur 8 eine Prinzipdarstellung einer weiteren alternativen Druckanordnung,
Figur 9 eine schematische Darstellung einer Druckanordnung, die auf dem in Figur 8
dargestellten Prinzip beruht und
Figur 10 eine Prinzipdarstellung einer weiteren alternativen Druckanordnung und
Figur 11 a) und 11b)
eine schematische Darstellung einer Druckanordnung, die auf dem in Figur 10 dargestellten
Prinzip beruht.
[0045] In den Figuren 1 a) und b) sowie Figuren 2 a) d) sind verschiedene nicht beanspruchte
Vergleichsbeispiele eines Farbträgers mit und ohne Druckform dargestellt. In den Figuren
1 a) und b) ist der Farbträger 2 von einer Druckform 1 bedeckt, die auf der dem Farbträger
zugewandten Seite sogenannte Vorkammern 5 besitzt, die mit einem Absorptionsmaterial
10 gefüllt sind. Die Vorkammern 5 sind von den Näpfchen 6, die mit Drucksubstanz 8
gefüllt sind, durch eine elastische Membrane 4 getrennt. Die Näpfchen 6 sind hier
durch sogenannte Stege 3 an der dem nicht näher dargestellten Bedruckstoff zugewandten
Seite getrennt. Zusätzlich sind die einzelnen Näpfchen durch entsprechende Verbindungskanäle
(hier nicht gezeigt) miteinander verbunden, damit die Drucksubstanz einen wesentlichen
homogenen Film bilden kann, der sich über mehrer Näpfchen hinwegerstreckt. Der in
Figur 1 b) gezeigte Ausschnitt unterscheidet sich vom Ausschnitt 1 a) dadurch, daß
die Druckform 1 keine von den Näpfchen 6 getrennte Vorkammern 5 besitzen, sondern
in diesem Fall das Absorptionsmaterial 10 in der Druckform 1 am Boden der Näpfchen
6 verankert ist, so daß der Energiestrahl 7 zuerst von einem Absorptionsmaterial 10
in Wärme umgewandelt wird. Das Absorptionsmaterial muß nicht unbedingt in getrennten
Kammern angeordnet werden, sondern kann beispielsweise auch als durchgehende Schicht
ausgebildet sein.
[0046] Innerhalb des im gezeigten Vergleichsbeispiel zylindrisch geformten Farbträgers 2
befindet sich eine energieabgebende Einrichtung, hier in Form einer Laseranordnung,
die in der Lage ist, durch mindestens einen Strahl jedes Näpfchen 6 anzusprechen.
Dabei ist das Laserlicht so steuerbar, daß über die Breite des Farbträgers 2 im Bereich
des Druckspaltes, d. h. in dem Bereich, in dem der Bedruckstoff dem Farbträger bzw.
der Druckform angenähert ist, die an der Oberfläche der Druckform 1 befindlichen Drucksubstanz
8 selektiv ansteuerbar ist.
[0047] In den Figuren 2 a) bis d) sind weitere Vergleichsbeispiele gezeigt. In diesen Beispielen
ist die Drucksubstanz 8 auf den Farbträger aufgebracht. In Figur 2 a) ist der energieinduzierende
Vorgang, d. h. der Druckvorgang, gezeigt. Die Näpfchen 6 sind mit Drucksubstanz 8
gefüllt, wobei hier Absorptionsmaterial 10 als Dispersion in die Drucksubstanz 8 eingebracht
wurde. Es soll an dieser Stelle betont werden, daß das Absorptionsmaterial 10 nicht
unbedingt erforderlich ist, wenn entsprechend geeignete Drucksubstanzen verwendet
werden. Nur für den Fall, daß die Drucksubstanz nicht in der Lage ist, die eingebrachte
Energie zu absorbieren, ist die Verwendung eines Absorptionsmittels, z. B. als durchgehende
Schicht oder durch Hinzumischen des Absorptionsmaterials in die Drucksubstanz, notwendig.
[0048] Der Energiestrahl 7 wird in Figur 2 a) in das Näpfchen 6 fokussiert. Die in der Drucksubstanz
8 befindlichen Absorptionskörper 10 nehmen die Energie des Energiestrahls 7 auf und
wandeln sie in Wärme um, so daß das in der Drucksubstanz 8 befindliche Lösungsmittel
verdampft. Durch diese schlagartige Verdampfung des Lösungsmittels wird die Drucksubstanz
8 aus dem Näpfchen 6 geschleudert.
[0049] In den in den Figuren 1 a) und b) gezeigten Vergleichsbeispielen mit einer Membran
muß der Energieübertrag nicht unbedingt durch eine Wärmeübertragung erfolgen. Es ist
vielmehr auch möglich, daß das durch den Laserstrahl erhitzte Absorptionsmittel sich
ausdehnt und der Drucksubstanz über die Membran 5 einen Impuls überträgt, der dafür
sorgt, daß sich die Drucksubstanz 8 über die Außenkontur des Farbträgers bzw. der
Druckform erhebt.
[0050] In Figur 2 b) ist im wesentlichen der gleiche Vorgang dargestellt wie in Figur 2
a). Hier ist jedoch das Absorptionsmaterial 10 nicht in die Drucksubstanz 8 eingebracht,
sondern als feste Schicht auf dem Näpfchenboden in der Druckform 1 angeordnet. Daraus
wird deutlich, daß das Absorptionsmittel nicht unbedingt durch eine Membran 5 von
der Drucksubstanz 8 getrennt sein muß. Der Energiestrahl 7 wird hier von dem schichtförmigen
Absorptionsmaterial 10 in Wärme umgewandelt, welche wiederum das Lösungsmittel in
der Drucksubstanz 8 zum Sieden bringt. Durch diese schlagartige Verdampfung des Lösungsmittels
wird die Drucksubstanz 8 aus dem Näpfchen 6 geschleudert.
[0051] In Figur 2 c) ist eine Vergleichsbeispiel ohne separate Druckform gezeigt. Hier befindet
sich lediglich die Drucksubstanz 8 als homogener Film auf dem Druckfarbträger 2. Auch
hier führt ein Laserpuls 7 zu einer Bewegung der Drucksubstanz 8 über die Außenkontur
des Farbträgers hinaus. Mit anderen Worten kann das Drucken von Punkten auch völlig
ohne Druckform 1, die zu einer Art Portionierung der Drucksubstanz 8 führt, vorgenommen
werden. Die Ansteuerung der Druckpunktmenge sowie dessen Ausdehnung erfolgt dann durch
die Steuerung der Pulsenergie und der Pulslänge.
[0052] In der Figur 2 d) ist ein Vergleichsbeispiel mit besonders geformten Näpfchen 6 gezeigt.
Deutlich zu erkennen ist, daß die Näpfchen im wesentlichen aus einem Kanal bestehen,
der sich auf beiden Seiten erweitert. Dadurch, daß, wie in der mittleren Abbildung
von Figur 2 d) gezeigt ist, der Laserstrahl in den erweiterten Bereich des Kanals
fokussiert wird, der dem Farbträger 2 zugewandt ist, wird die relativ schwache Gasblasenbildung
in der Drucksubstanz 8 verstärkt und aufgrund der düsenartigen Form in Richtung des
Bedruckstoffes ausgerichtet. Durch diese düsenartige Form des Kanals bzw. der Näpfchen
kann die zum Drucken benötigte Energie reduziert werden.
[0053] In Figur 3 a) ist eine Ausführungsform mit Druckform gezeigt, bei der die Verbindung
der einzelnen Näpfchen zu erkennen ist. Die Druckform 1 besitzt nämlich auf der dem
Farbträger 2 zugewandten Seite eine aufgerauhte Seite 16, so daß sich zwischen Farbträger
2 und Druckform 1 ein Spalt 13 bildet, der eine homogene Verteilung der Druckfarbe
8 der Näpfchen 9 durch auftretende Kapillarkräfte zwischen Druckform 1, Farbträger
2 und Drucksubstanz 8 gewährleistet. Überdies werden Lufteinschlüsse verhindert und
eine homogene und definierte Befüllung der Näpfchen mit Drucksubstanz wird möglich.
[0054] In der in Figur 3 b) gezeigten Ausführungsform ist ebenfalls auf dem Farbträger 2
eine Druckform 1 angeordnet. Die Druckform 1 ist hier jedoch als Netz 18 ausgebildet
und weist daher anstelle der Näpfchen sogenannte Maschen 15 auf. Das Netz erlaubt
auch hier eine homogene Verteilung der Drucksubstanz 8 durch den sich bildenden Spalt
13.
[0055] In der Figur 4 a) ist der zylindrische Farbträger 2 als Ganzes gezeigt, wobei die
Druckform 1 den zylindrischen Druckzylinder bzw. den Farbträger 2 nahtlos umschließt.
Die Laseranordnung 7 befindet sich im Inneren des Druckzylinders 2.
[0056] Alternativ dazu kann die Druckform 1 den zylindrischen Druckzylinder bzw. den Farbträger
2 auch als Band umlaufen, wie in Figur 4 b) gezeigt ist. Auch hier befindet sich die
Laseranordnung 7 im Inneren des Druckzylinders 2.
[0057] Wie in der Ausführungsform in Figur 4 c) gezeigt, muß der Farbträger 2 nicht unbedingt
als rotierender Zylinder ausgebildet sein. Hier läuft die Druckform 1 hingegen als
Band an einem fest verankerten Druckkopf 16 vorbei. Im Inneren des Druckkopfes 16
ist eine Laseranordnung 17 angeordnet, die aufgrund des begrenzten Platzes auf Halbleitertechnik
aufgebaut sein kann.
[0058] In dem Vergleichsbeispiel von Figur 5 a) ist der Farbträger 2 zylindrisch geformt.
Mit dem Farbträger 2 ist keine Druckform 1 verbunden, sondern auf dem Farbträger 2
ist die Drucksubstanz 8 als homogener Film aufgebracht. Vorgesehen ist hier jedoch
eine Druckform 1, die getrennt vom Farbträger 2 angeordnet ist und die hier die Form
einer Blende hat. Durch Rotation des Farbträgers 2 wird mit Hilfe eines standardisierten
Farbsystems die Zuführung der Drucksubstanz gesichert. Bei diesem Beispiel ist zu
beachten, daß der Abstand der blendenartigen Druckform 1 von dem Farbträger 2 in etwa
der Schichtdicke des Drucksubstanzfilmes entspricht. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet,
daß nie zu viel Drucksubstanz 8 dem eigentlichen Druckvorgang zugeführt wird und somit
ein Herausquellen der Drucksubstanz 8 vermieden wird.
[0059] In Figur 5 b) ist der Farbträger 2 als flache Scheibe ausgebildet, so daß sich die
Drucksubstanz 8 als homogener Film auf der Unterseite des flachen Farbträgers 2 befindet.
Die Druckform 1 ist hier ebenfalls getrennt vom Farbträger 2 und hat ebenfalls Blendenform.
Die Zuführung der Drucksubstanz wird hier durch periodisches Hin- und Herbewegen des
flachen Druckträgers 2 gesichert.
[0060] Schließlich zeigt Figur 6 eine Umleitoptik, die mit Vorteil zusammen mit einer Druckmaschine
eingesetzt wird. Es versteht sich daß diese Umleitoptik für alle Druckverfahren angewendet
werden kann, bei denen ein Laserstrahl gezielt auf einen bestimmten Punkt eines Farbträgers
abgebildet werden soll.
[0061] Dargestellt ist in Figur 6 der Farbträger 2, der als Zylinder ausgebildet ist. Innerhalb
des Zylinders befindet sich ein Umlenkspiegel 21, der hier mit der Mittelachse des
Zylinders 2 einen Winkel von 45 ° einschließt. Der Laserstrahl 7 wird hier zunächst
an einem ersten Umlenkspiegel 24, der nicht unbedingt vorhanden sein muß, auf die
Adressiereinheit 23, die hier als Polygonalspiegel ausgeführt ist, gerichtet. Die
Adressiereinheit 23 ist ansteuerbar, so daß mit Hilfe des Polygonalspiegels 23 die
Umlenkung des Laserstrahls 7 bestimmt werden kann. Nachdem der Laserstrahl 7 von der
Adressiereinrichtung 23 umgelenkt worden ist, passiert er eine Fokussiereinrichtung,
die hier als f-theta-Anordnung ausgebildet ist und welche die Bezugszahl 22 trägt.
Danach trifft er auf den Umlenkspiegel 21 und wird auf die Oberfläche des Farbträgers
2 fokussiert. Beispielhaft sind zwei alternative Strahlenverläufe 7' dargestellt,
die sich bei entsprechend eingestellter Adressiereinrichtung 23 ergeben könnten. Durch
Ansteuern des Polygonalspiegels 23 kann so, ohne daß der eigentliche Laser bewegt
werden muß, jeder Punkt eine Linie, die auf der Oberfläche des Farbträgers 2 parallel
zur Rotationsachse des Farbträgers 2 verläuft, angesteuert werden. Genauer gesagt
durchläuft der Fokuspunkt des Lasers während der Rotation des Polygonspiegels jeden
Punkt dieser Linie, wobei er an jedem Punkt (bzw. Pixel entsprechend der möglichen
Auflösung) ein- oder ausgeschaltet sein kann.
[0062] In Figur 7 erkennt man eine Laserquelle 32, die einen Laserstrahl erzeugt, weicher
in zwei verschiedene Laserstrahlen 7 und 7' aufgespalten wird. Diese Aufspaltung erfolgt
jedoch nicht mit einem herkömmlichen Strahlteiler, welcher kontinuierliche Strahlen
7 bzw. 7' der halben Leistung erzeugen würde, sondern aus einer verspiegelten Unterbrecherscheibe
(Shutter), der abwechselnd Lücken zum Hindurchlassen eines Laserstrahls 7 und verspiegelte
Flächen zum Ablenken des Laserstrahls 7' aufweist. Die Lücken und verspiegelten Flächen
nehmen vorzugsweise jeweils gleich lange Winkelsektoren ein und wechseln einander
ab. In der, bevorzugten Ausführungsform, in der auch ein acht Facetten aufweisender
Polygonspiegel 23 verwendet wird, weist auch die Unterbrecherscheibe 28 acht Durchlaßöffnungen
und acht verspiegelte Flächen auf, die gleichmäßig um den Umfang der Unterbrecherscheibe
28 verteilt sind. Der Antrieb 29 für die Unterbrecherscheibe 28 wird über eine Synchronisiervorrichtung
33 in geeigneter Weise mit der Rotation des Polygonspiegels 23 synchronisiert, wobei
die genaue Art der Synchronisation nachstehend noch beschrieben wird.
[0063] Analog zur Datenübertragung könnte man auch von einer Zeitmultiplex-Aufteilung des
Laserstrahls in die Strahlen 7, 7' sprechen, die allerdings nichts mit der hochfrequenten
Ein- und Ausschaltung des Laserstrahls zur Adressierung der einzelnen Druckpunkte
einer Abtastzeile zu tun hat, die der vergleichsweise niederfrequenten Strahlunterbrechung
und -Umlenkung überlagert ist.
[0064] Nach der Strahlaufteilung erfolgt in den Einheiten 30 bzw. 31 eine Strahlaufweitung,
die erst später in der in Figur 7 nicht mehr gezeigten, jedoch in Figur 6 dargestellten
f-theta-Optik 22 benötigt wird.
[0065] Der eine Teilstrahl 7 läuft durch eine Lücke der Unterbrecherscheibe 28 und die Strahlaufweitung
31 hindurch, trifft auf einen Spiegel 27 und wird von dort unter einem festen Winkel
(entsprechend der Stellung des Spiegels 27) auf den Polygonspiegel 23 reflektiert,
der um seine zur Papierachse senkrecht verlaufende, zentrale Achse rotiert. Der Strahl
7' wird zunächst durch die verspiegelten Segmente der Unterbrecherscheibe 28 nach
oben abgelenkt, durchläuft die Strahlaufweitung 30, trifft anschließend auf einen
Spiegel 25 und von dort auf einen Spiegel 26, der wiederum den Strahl auf den Polygonspiegel
23 richtet. Man beachte, daß die Spiegel hier nur schematisch wiedergegeben sind und
der Spiegel 26 auf jeden Fall so ausgerichtet wird, daß der Strahl auf den Polygonspiegel
23 fällt. Dabei werden aber die Auftreffpunkte der Stahlen 7 bzw. 7' auf dem Polygonspiegel
so gewählt, daß sie etwa, in Umfangsrichtung des Polygonspiegels gemessen, um die
halbe Länge einer Facettenfläche gegeneinander versetzt sind.
[0066] Es sei angenommen, daß der Polygonspiegel 23 entgegen dem Uhrzeigersinn rotiert,
wobei die Laserstrahlen 7, 7' immer in einzelne Pakete zerlegt wiedergegeben sind,
was der abwechselnden Unterbrechung der beiden Strahlen entspricht, wobei allerdings
realistischerweise die einzelnen "Pakete" wesentlich länger sind und mit entsprechend
größeren Lücken dargestellt werden müßten. Die unterbrochene Strahldarstellung in
Figur 7 entspricht daher eher den einzelnen Druckpunktimpulsen, die in einer Abtastzeile
auf den Druckträger gerichtet werden.
[0067] In Figur 7 ist ein Zustand dargestellt, wo der Laserstrahl 7 noch durch eine Lücke
in der Unterbrecherscheibe 28 hindurchtritt und über den Spiegel 27 auf eine der Facettenflächen
auftrifft. Die Länge der Lücke bzw. Unterbrechung in der Unterbrecherscheibe 28 ist
dabei so bemessen, daß die betreffende Facette des Polygonspiegels den Bereich, auf
welchem der Strahl 7 auftrifft, nahezu vollständig durchläuft. D.h., der Strahl 7
trifft erstmals dann auf der betreffenden Facette des Polygonspiegels auf, wenn die
vorangehende Ecke zwischen benachbarten Facetten diesen Bereich soeben passiert hat.
Während der Polygonspiegel sich weiter dreht, verändert sich die relative Ausrichtung
der Polygonspiegelfacette zu dem Laserstrahl 7, was dazu führt, daß der von dem Polygonspiegel
reflektierte Laserstrahl 7 einen Winkelbereich überstreicht, der näherungsweise von
einer Horizontalen bis zu einem 45°-Winkel reicht, wobei in der Momentdarstellung
gemäß Figur 7 dieser 45°-Winkel nahezu erreicht ist.
[0068] Kurz bevor der Laserstrahl 7 auf die nächste Ecke am Übergang zur nächstfolgenden
Facette trifft, wird der Strahl 7 durch die Unterbrecherscheibe 28 unterbrochen, so
daß nunmehr der Strahl 7' auf die betreffende Facette gelenkt wird, und dabei zunächst
unmittelbar hinter der Ecke zur vorangehenden Facette auf dieselbe Facette auftrifft,
die vorher von dem Strahl 7 bestrichen wurde. Hier geschieht derselbe Vorgang wie
im Falle des Strahles 7, d.h. der Strahl 7' wird, ausgehend von einer Ablenkung etwa
45° abwärt gegenüber einer Horizontalen bis in etwa einer Horizontalen verschwenkt,
während der Polygonspiegel sich weiter entgegen dem Uhrzeigersinn dreht. Danach hat
die nächste Ecke zum Übergang der nächsten Facette den Auftreffpunkt des Strahles
7 passiert und gleichzeitig gibt die Unterbrecherscheibe 28 wiederum den Strahl 7
frei, so daß der Strahl 7' verschwindet und der der Strahl 7 nunmehr auf die nächste
Facette auftrifft. Wie bereits erwähnt, ist die Darstellung in Figur 7 lediglich schematisch
und die eingezeichneten Positionen und Winkel müssen nicht exakt mit denen einer realistischen
Konstruktion realisierten Positionen und Winkeln übereinstimmen.
[0069] Der wesentliche Grund für diese Ausgestaltung liegt darin, daß die Strahlen 7, 7'
im Verhältnis zur effektiven Länge der einzelnen Facetten relativ stark aufgeweitet
sind und nicht nutzbar sind, solange sie nicht mit ihrem vollen Strahlquerschnitt
auf eine der Facetten auftretten. Die Nutzungszeit (Duty cycle) des Lasers liegt daher
nur bei etwa 50% bzw. 0,5. Man kann aber durch Aufteilung des Laserstrahls in die
beiden Teilstrahlen 7, 7' dennoch einen Duty-Cycle von 1 (Tastverhältnis 1) erreichen
kann, d.h. während der eine Strahl inaktiv sein muß, weil er den Bereich einer Ecke
am Übergang zwischen zwei Facetten passiert, kann der andere Strahl, dessen Auftreffpunkt
mindestens um den Betrag des Strahldurchmessers bzw. der Strahlbreite, und zum Beispiel
etwa um eine halbe Facettenlänge versetzt ist, aktiv sein, so daß man die im wesentlichen
kontinuierlich zur Verfügung stehende Laserenergie auch kontinuierlich nutzt. Es versteht
sich, daß die Unterbrechung des Strahles mit Hilfe der Unterbrecherscheibe unabhängig
ist von der sonstigen Adressierungsunterbrechung, mit welcher die einzelnen Punkt
eines Druckbildes angesteuert werden.
[0070] Im übrigen kann man anstelle der Unterbrecherscheibe auch ein Polarisationsfilter
verwenden, wenn der Laser mit polarisiertem Licht arbeitet, wobei vor ein entsprechendes
Polarisationsfilter noch ein elektrooptischer Modulator geschaltet wird, welcher in
der Lage ist, die Polarisationsebene um 90° zu verdrehen. Je nachdem ob der elektrooptische
Modulator aktiv ist, läßt dann der Polarisationsfilter die Laserstrahlung ungehindert
passieren oder reflektiert sie durch entsprechende Anordnung um 90°, so daß man exakt
dieselbe Aufteilung in die Strahlen 7, 7' erhalten kann, wie sie anhand der Unterbrecherscheibe
beschrieben wurde.
[0071] Bei den bislang dargestellten nicht beanspruchten Vergleichsbeispielen wurde die
Energie bzw. der Laserstrahl durch den (transparenten) Farbträger in die Absorptionsschicht
oder in die Drucksubstanz fokussiert. In Figur 8 ist dagegen dargestellt, daß dies
nicht notwendig ist. Vielmehr wird der Laserstrahl von der anderen Seite, d.h. von
der mit Drucksubstanz behafteten Seite des Farbträgers, in die Drucksubstanz bzw.
die Absorptionsschicht fokussiert.
[0072] In Figur 8 wird der Laserstrahl 7 durch einen durchsichtigen Glaszylinder, der hier
lediglich als Übertragungsmittel dient, durch die Druckfarbe 8 hindurch auf die auf
dem Farbträger 2 aufgebrachte Absorptionsschicht 10 im Punkt 9 fokussiert. Die Absorptionsschicht
10 absorbiert zumindest einen Teil der Energie aus dem Laserstrahl 7 und gibt diese
in die Drucksubstanz 8 weiter. Dadurch kommt es zu einer schlagartigen lokalen Erhitzung
der Druckfarbe und ein Druckfarbentropfen 11 wird explosionsartig aus der Druckfarbenschicht
8 herausgelöst. Dieser Druckfarbentropfen 11 gelangt auf den Glaszylinder 12. Auf
diese Art könnte ein Glaszylinder bedruckt werden. Im allgemeinen soll jedoch auf
nichttransparente Bedruckstoffe 34 gedruckt werden, so daß der auf dem Glaszylinder
12 plazierte Druckpunkt auf den Bedruckstoff 34 übertragen werden muß.
[0073] In Figur 9 ist schematisch der Aufbau einer Druckmaschine, die die soeben beschriebene
Anordnung verwendet, dargestellt. Ein Laserstrahl 7 wird durch den Glaszylinder 12
hindurch auf den gegebenenfalls mit einer Absorptionsschicht 10 versehenen Farbträger
2, der hier in Walzenform ausgebildet ist, fokussiert. Ist der Farbträger 2 mit einer
Druckform 1 ausgestattet, so können sich Glaszylinder 12 und Farbträger 2 berühren.
Hat der Farbträger jedoch keine speziell ausgebildete Druckform 1, sondern ist lediglich
von der Drucksubstanz 8 benetzt, so sollten, wie oben beschrieben, Glaszylinder 12
und Farbträger 2 voneinander beabstandet sein.
[0074] Der Farbträger 2 ist in ein Farbwerk 20 integriert, das neben dem Farbträger 2 noch
eine Tauchwalze 19 und ein Drucksubstanzbad 8 aufweist. Die Tauchwalze 19 taucht mit
ihrer äußeren Kontur in das Drucksubstanzbad 8 ein. Wird die Tauchwalze 19 gedreht,
so wird dadurch sichergestellt, daß die Oberfläche der Tauchwalze 19 mit Drucksubstanz
behaftet ist. Die Tauchwalze ist dem Farbträger 2 zumindest so weit angenähert, daß
eine Übertragung der Drucksubstanz 8 von der Tauchwalze 19 auf den Druckträger 2 erfolgt.
[0075] Durch das Farbwerk 20 ist somit sichergestellt, daß sich jederzeit Drucksubstanz
8 auf der Oberfläche des Farbträgers 2 befindet. Trift nun der Laserstrahl auf die
Oberfläche des Farbträgers 2, so wird lokal, entweder direkt oder über eine Absorptionsschicht
8, eine Volumen- und oder Positionsänderung der Drucksubstanz 8 induziert, so daß
ein Tropfen mit Drucksubstanz 8 von dem farbträger 2 auf den Glaszylinder 12 übertragen
wird, Der Glaszylinder wird in der in Figur 9 gezeigten Anordnung im Uhrzeigersinn
gedreht, so daß der Flächenabschnitt des Glaszylinders 12 auf den der Drucksubstanztropfen
übertragen wurde, irgendwann mit der zwischen Stützzylinder 35 und Glaszylinder 12
verlaufenden Druckstoffbahn 34 in Berührung kommt. Ähnlich dem Offset-Druck wird daher
zunächst die Druckfarbe auf dem Glaszylinder 12 positioniert und erst in einem nachfolgenden
Schritt auf dem eigentlichen Bedruckstoff 34 positioniert.
[0076] Da im allgemeinen die Drucksubstanz 8 nicht vollständig von dem Glaszylinder auf
den Bedruckstoff 34 übertragen wird, wird mit Vorteil eine Reinigungswalze 14 verwendet,
mit der der Glaszylinder 12 gereinigt wird.
[0077] Wie bereits ausgeführt wurde ist es nicht unbedingt notwendig, daß der Laserstrahl
7 senkrecht auf den Farbträger 2 auftrifft. In Figur 10 ist daher eine andere Anordnung
dargestellt. Hier schließt der Laserstrahl 7 mit der Normalen auf der Farbträgerfläche
einen Winkel α ein. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß der Winkel β zwischen
der Farbträgerfläche und der Richtung des aus der Drucksubstanz herausgelösten Druckfarbenpunkts
nahezu unabhängig von dem Winkel α ist. In Figur 10 ist daher der Bedruckstoff 34
dem Farbträger 2 angenähert, wobei zum Drucken eines Druckpunktes der Laserstrahl
7 seitlich zwischen Bedruckstoff 34 und Farbträger 2 auf den Fokuspunkt 9 in der Absorptionsschicht
10 oder der Drucksubstanz 8 konzentriert wird. Ein Tropfen 11 der Drucksubstanz 8
erfährt aufgrund der Wärmeentwicklung in der Drucksubstanz 8 eine Volumen- und/oder
Positionsänderung, so daß er nahezu senkrecht zu der Farbträgerfläche den Drucksubstanzfilm
8 verläßt.
[0078] In Figur 11 a) und 11b) ist beispielhaft eine Druckmaschine dargestellt, die die
gerade beschriebene Laseranordnung verwirklicht. Eine Farbträgerwalze 2 ist in ein
Farbwerk integriert, das neben der Farbträgerwalze 2 noch die Übertragungswalze 36
sowie das Vorratsbad mit Druckfarbe 8 umfaßt. Mit Hilfe des Farbwerkes wird sichergestellt,
daß die Farbträgerwalze 2 an ihrer Oberfläche immer mit Drucksubstanz 8 benetzt ist.
Der Laserstrahl 7 wird direkt auf die Drucksubstanz bzw. die Absorptionsschicht auf
der Farbträgerwalze 2 gerichtet. Im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Anordnungen
wird hier der Laserstrahl 7 nicht zunächst durch einen transparenten Körper geführt,
so daß er senkrecht zu der Oberfläche der Drucksubstanz auf diese bzw. die darunter
liegende Absorptionsschicht auftrifft.
[0079] Wie in Figur 11a) vergrößert dargestellt ist, trifft der Laserstrahl 7 auf die Absorptionsschicht
der Farbträgerwalze 2, die kontinuierlich mit einer für den Laserstrahl transparenten
Druckfarbe eingefärbt wird. Dabei wird der Fokus des Laserstrahls 7 unter einem bestimmten
Winkel auf die Oberfläche der Farbwalze projiziert. Dieser Winkel wird mit Vorteil
so gewählt, daß die Entfernung zwischen Fokuspunkt und Bedruckstoff optimal ist. Anschließend
wird der Laserstrahl in der beschriebenen Art und Weise zeilenweise über die Farbwalze
geführt und durch An- und Ausschalten des Lasers die Informationen, bzw. die Druckpunkte
übertragen. Bei eingeschaltetem Laser wird das Laserlicht in der Absorptionsschicht
absorbiert, das Lösungsmittel in der Druckfarbe verdampft, und es wird lokal eine
Volumen- und/oder Positionsänderung der Drucksubstanz induziert, so daß der entstehende
Druckfarbentropfen den gewünschten Druckpunkt setzt. Die Bahnstützwalze führt den
Bedruckstoff so, daß der Abstand zwischen Bedruckstoff und Fokuspunkt möglichst kleine
wird, der Bedruckstoff aber weder den Laserstrahl unterbricht noch die Farbwalze berührt.
Mit Vorteil weist die Farbträgerwalze 2 einen kleineren Durchmesser auf als die Bahnstützwalze
35.
[0080] Durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Druckmaschinen wird
ein digitales Druckverfahren zur Verfügung gestellt, daß es erlaubt nahezu alle denkbaren
Drucksubstanzen bzw. Bedruckstoffe zu verdrucken bzw. zu bedrucken. So können beispielsweise
auch leitfähige Beschichtungen oder ätzende Substanzen auf Leiterplatten aufgebracht
werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit besteht im rapid prototyping. Die Farbwalzen
können aus nahezu allen Materialien, vorzugsweise aus Metall oder Keramik, sein. Des
weiteren können sie porös sein oder rauhe Oberflächen aufweisen.
Bezugszeichenliste:
[0081]
- 1
- Druckform
- 2
- Farbträger
- 3
- Stege
- 4
- elastische Membran
- 5
- Vorkammern
- 6
- Näpfchen
- 7, 7'
- Laserstrahl
- 8
- Drucksubstanz
- 9
- Fokuspunkt
- 10
- Absorptionsmaterial
- 11
- Drucksubstanztropfen
- 12
- Glaszylinder 13 Spalt
- 14
- Reinigungswalze
- 15
- Maschen
- 16
- aufgerauhte Seite
- 17
- Laseranordnung
- 18
- Netz
- 19
- Tauchwalze
- 20
- Farbwerk
- 21
- Umlenkspiegel
- 22
- f-theta-Anordnung (Optik)
- 23
- Adressiereinrichtung
- 24
- Umlenkspiegel
- 25
- Spiegel
- 26
- Spiegel
- 27
- Spiegel
- 28
- Unterbrecherscheibe (Shutter)
- 29
- Antrieb der Unterbrecherscheibe
- 30
- Vorrichtung zur Strahlaufweitung
- 31
- Vorrichtung zur Strahlaufweitung
- 32
- Laserquelle
- 33
- Synchronisiervorrichtung
- 34
- Bedruckstoff bzw. Bedruckstoffbahn
- 35
- Stützzylinder
- 36
- Übertragungswalze
1. Druckverfahren zur Übertragung von Drucksubstanz (8) von einem Farbträger (2) auf
einen Bedruckstoff oder ein Übertragungsmittel, bei dem mittels eines induzierten
Vorgangs einer energieabgebenden Einrichtung die Drucksubstanz (8) eine Volumen- und/oder
Positionsänderung erfährt und dadurch eine Übertragung eines Druckpunktes auf den Bedruckstoff oder das Übertragungsmittel
erfolgt, wobei die Drucksubstanz (8) im wesentlichen einen durchgehenden Film bildend
auf dem Farbträger (2) aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß Energie von der energieabgebenden Einrichtung zunächst in ein Vermittlungsmaterial
und anschließend von dem Vermittlungsmaterial auf die Drucksubstanz (8) übertragen
wird, wobei die energieabgebende Einrichtung Energie in Form von Licht durch die Drucksubstanz
hindurch auf das Vermittlungsmaterial abgibt und dadurch eine Volumen- und/oder Positionsänderung der Drucksubstanz (8) induziert.
2. Druckverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbträger (2) ein zylindrischer Körper verwendet wird, der vorzugsweise um seine
eigene Achse gedreht wird.
3. Druckverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bedruckstoff mit einer Transportgeschwindigkeit an dem Farbträger (2) vorbeibewegt
wird, die auf die Umfangsgeschwindigkeit des zylindrischen Körpers abgestimmt ist.
4. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als energieabgebende Einrichtung eine Laserstrahlung (7) emittierende Einrichtung
verwendet wird, wobei der Laserstrahl (7) auf zu druckende, ausgewählte Punkte auf
dem Farbträger (2) gerichtet und vorzugsweise fokussiert wird.
5. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Energie von der energieabgebenden Einrichtung direkt in die Drucksubstanz (8) übertragen
wird.
6. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Vermittlungsmaterial ein lichtabsorbierendes Material verwendet wird, das vorzugsweise
in Form einer Schicht auf dem Farbträger (2) angeordnet wird.
7. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieabgabe durch Emission eines Laserpulses erfolgt.
8. Druckverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Druckpunktes über die Variation der Laserenergie und/oder über die
Variation der Pulslänge eingestellt wird.
9. Druckverfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Druckpunktes über die Variation der Laserenergie und/oder über
die Variation der Pulslänge eingestellt wird.
10. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Farbträger (2) und Bedruckstoff ein Abstand eingehalten wird, der vorzugsweise
mindestens 10 µm, besonders bevorzugt etwa 50 µm, beträgt.
11. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Laserpuls mit einer Pulslänge von weniger als 1 µs, vorzugsweise von weniger
als 500 ns, besonders bevorzugt weniger als 200 ns zur Energieübertragung verwendet
wird.
12. Druckverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Laserstrahl in kurzen Zeitabständen abwechselnd über zwei verschiedene Pfade
und aus verschiedenen Richtungen und auf um mindestens die Strahlbreite bis zu etwa
einer halben Facettenlänge versetzten Punkten auf den Polygonspiegel gelenkt wird,
wobei die Winkelbereiche der durch den Polygonspiegel abgelenkten Teilstrahlen aneinander
anschließen.
13. Druckmaschine zum Bedrucken eines Bedruckstoffes mit einem Farbträger (2) und einer
energieabgebenden Einrichtung, die derart angeordnet ist, daß Energie gezielt auf
bestimmte Bereiche des Farbträgers (2) übertragen werden kann, wobei der Farbträger
(2) dafür vorgesehen ist, Drucksubstanz (8) im wesentlichen einen durchgehenden Film
bildend aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Farbträger (2) eine Absorptionsschicht (10) angeordnet ist und die energieabgebende
Einrichtung derart angeordnet ist, daß die Energie von der mit Drucksubstanz behafteten
Seite des Farbträgers auf die Absorptionsschicht gerichtet ist.
14. Druckmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbträger (2) ein zylindrischer Körper ist, der vorzugsweise als Hohlzylinder
ausgebildet ist oder eine ebene Platte ist.
15. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbträger (2) aus durchscheinendem Material, vorzugsweise aus Glas besteht.
16. Druckmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbträger (2) eine Dicke zwischen 1 mm und 20 mm, vorzugsweise zwischen 2 mm
und 10 mm, besonders bevorzugt etwa 5 mm hat.
17. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Absorptionsschicht (10) vorzugsweise eine Dicke aufweist, die kleiner als 10
µm, vorzugsweise kleiner als 5 µm, besonders bevorzugt kleiner als 1 µm ist.
18. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des die Drucksubstanz (8) aufnehmenden Abschnitts des Farbträgers
(2) eine arithmetische Mittenrauhheit von mindestens 0,1 µm, vorzugsweise zwischen
0,5 µm und 5 µm, besonders bevorzugt etwa zwischen 1 µm und 2 µm aufweist.
19. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Farbträgers eine großräumige Toleranzabweichung von einer idealen
ebenen bzw. zylindrischen Fläche von höchstens 20µ, vorzugsweise höchstens 5µm hat.
20. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmaschine eine Druckform (1) aufweist.
21. Druckmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) eine Vielzahl von Näpfchen und/oder Rillen aufweist, die zur Aufnahme
von Drucksubstanz (8) vorgesehen sind.
22. Druckmaschine nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) in etwa Netzform hat.
23. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Vertiefungen der Druckform (1), die zur Aufnahme von Drucksubstanz (8) dienen,
miteinander verbunden sind.
24. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) an dem Farbträger (2) befestigt angeordnet ist.
25. Druckmaschine nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) und der Farbträger (2) einstückig ausgebildet sind.
26. Druckmaschine nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) lösbar an dem Farbträger (2) befestigbar ist.
27. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 20 bis 24 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) als Band, vorzugsweise als endloses Band ausgeführt ist.
28. Druckmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (1) die Form einer Blende hat, die getrennt von dem Farbträger (2)
und zwischen diesem und dem Bedruckstoff angeordnet ist.
29. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß keine Druckform (1) vorgesehen ist.
30. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die energieabgebende Einrichtung aus mindestens einer Laserquelle besteht.
31. Druckmaschine nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fokussiereinrichtung (22) vorgesehen ist, die den Laserstrahl (7) auf einen
vorbestimmten Punkt auf dem Farbträger (2) fokussiert.
32. Druckmaschine nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Fokussiereinrichtung eine f-theta-Optik (22) ist.
33. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umlenkeinrichtung (21) vorgesehen ist.
34. Druckmaschine nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung (21) ein Umlenkspiegel (21) ist, wobei vorzugsweise das Lot
auf der reflektierenden Fläche und das Lot auf der Bedruckstoffebene zum Zeitpunkt
des Bedruckens einen Winkel von etwa 45° einschließen.
35. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 30 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß eine Adressiereinrichtung vorgesehen ist.
36. Druckmaschine nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Adressiereinrichtung einen um seine Achse drehbaren Polygonspiegel aufweist.
37. Druckmaschine nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umlenkeinrichtung vorgesehen ist, durch welche der Laserstrahl in kurzen Zeitabständen
abwechselnd über zwei verschiedene Pfade geführt und durch Ablenkspiegel abwechselnd
aus zwei verschiedenen Richtungen und in Umfangsrichtung des Polygonspiegels auf um
mindestens die Strahlbreite und zum Beispiel um etwa eine halbe Facettenlänge versetzte
Punkte auf den Polygonspiegel gerichtet werden.
38. Druckmaschine nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkeinrichtung eine mit dem Polygonspiegel synchronisierbare Shutterscheibe
ist, die abwechselnd verspiegelte Flächen und Durchlaßöffnungen aufweist.
39. Druckmaschine nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß der Laser ein polarisierter Laser ist und die Ablenkeinrichtung aus einem elektrooptischen
Modulator in Kombination mit einem oder mehreren Polarisationsfiltern besteht.
40. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß der als Zylinder ausgebildete Farbträger auf seiner Außenseite gelagert ist, und
vorzugsweise in dem Winkelbereich Lagerelemente aufweist, in welchem auch der Bedruckstoff
den kleinsten Abstand zur Oberfläche des Farbträgers erreicht.
41. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 40, dadurch gekennzeichnet, daß ein Übertragungsmittel (12) vorgesehen ist, das vorzugsweise aus lichtdurchlässigem
Material besteht.
42. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß die energieabgebende Einrichtung derart angeordnet ist, daß sie einen Lichtstrahl
unter einem Winkel α zu der Normalen auf der Drucksubstanzfläche von größer als 0°
und vorzugsweise kleiner als 75 ° abgeben kann.
1. Printing process for the transfer of printing substance (8) from an ink carrier (2)
onto an imprinting material or a transfer means, in which the printing substance (8)
undergoes a change in volume and/or position by means of an induced procedure of an
energy-releasing apparatus, and thereby a transfer of a printing point onto the imprinting
material or the transfer means takes place, wherein the printing substance (8) is
applied essentially forming a continuous film on the ink carrier (2), characterised in that energy from the energy-releasing apparatus is initially transferred into an exchange
material and then from the exchange material onto the printing substance (8), wherein
the energy-releasing apparatus releases energy in the form of light through the printing
substance onto the exchange material and thereby induces a change in the volume and/or
position of the printing substance (8).
2. Printing process according to claim 1, characterized in that there is used as an ink carrier (2) a cylindrical body which is preferably rotated
about its own axis.
3. Printing process according to claim 2, characterized in that the imprinting material is moved past the ink carrier (2) at a transport speed which
is matched to the circumferential speed of the cylindrical body.
4. Printing process according to one of claims 1 to 3, characterized in that there is used as an energy-releasing apparatus an apparatus emitting laser radiation
(7), the laser beam (7) being directed towards and preferably focused on selected
points to be imprinted on the ink carrier (2)
5. Printing process according to one of claims 1 to 4, characterized in that energy from the energy-releasing apparatus is transferred directly into the printing
substance (8).
6. Printing process according to one of claims 1 to 5, characterized in that there is used as an exchange material a light-absorbing material which is preferably
arranged in the form of a layer on the ink carrier (2)
7. Printing process according to one of claims 1 to 6, characterized in that the release of energy takes place by emission of a laser pulse.
8. Printing process according to claim 7, characterized in that the thickness of the printing point is set via the variation of the laser energy
and/or via the variation of the pulse length.
9. Printing process according to claim 7 or 8, characterized in that the diameter of the printing point is set via the variation of the laser energy and/or
via the variation of the pulse length.
10. Printing process according to one of claims 1 to 9, characterized in that there is maintained between the ink carrier (2) and the imprinting material a distance
which is preferably at least 10 µm, particularly preferably roughly 50 µm.
11. Printing process according to one of claims 1 to 10, characterized in that a laser pulse with a pulse length of less than 1 µs, preferably of less than 500
ns, particularly preferably less than 200 ns is used for the energy transfer.
12. Printing process according to one of claims 1 to 10, characterized in that the laser beam is guided in short time intervals alternately over two different paths
and from various directions and on points, staggered by at least the width of the
beam up to roughly half a facet length, onto the polygonal mirror, the angle ranges
of the part-beams deflected by the polygonal mirror joining one another.
13. Printing machine for the imprinting of an imprinting material with an ink carrier
(2) and an energy-releasing apparatus, which is arranged such that energy can be transferred
in a targeted manner onto specific areas of the ink carrier (2), wherein the ink carrier
(2) is provided in order to receive printing substance (8) essentially forming a continuous
film, characterized in that an absorption layer (10) is arranged on the ink carrier (2), and the energy-releasing
apparatus is arranged such that the energy is directed onto the absorption layer from
the side of the ink carrier to which printing substance adheres.
14. Printing machine according to claim 13, characterized in that the ink carrier (2) is a cylindrical body which is preferably developed as a hollow
cylinder or is a flat plate.
15. Printing machine according to one of claims 13 to 14, characterized in that the ink carrier (2) consists of translucent material, preferably of glass.
16. Printing machine according to claim 15, characterized in that the ink carrier (2) has a thickness of between 1 mm and 20 mm, preferably between
2 mm and 10 mm, particularly preferably roughly 5 mm.
17. Printing machine according to one of claims 13 to 16, characterized in that the absorption layer (10) preferably has a thickness which is smaller than 10 µm,
preferably smaller than 5 µm, particularly preferably smaller than 1 µm.
18. Printing machine according to one of claims 13 to 16, characterized in that the surface of the section of the ink carrier (2) receiving the printing substance
(8) has an arithmetic central roughness of at least 0.1 µm, preferably between 0.5
µm and 5 µm, particularly preferably roughly between 1 µm and 2 µm.
19. Printing machine according to one of claims 13 to 17, characterized in that the surface of the ink carrier has an extensive tolerance deviation from an ideal
plane or cylindrical surface of at most 20 µ, preferably at most 5 µm.
20. Printing machine according to one of claims 13 to 19, characterized in that the printing machine has a printing plate (1).
21. Printing machine according to claim 20, characterized in that the printing plate (1) has a plurality of cells and/or grooves which are provided
to receive printing substance (8).
22. Printing machine according to claim 20 or 21, characterized in that the printing plate (1) has a roughly grid form.
23. Printing machine according to one of claims 20 to 22, characterized in that several recesses of the printing plate (1) which serve to receive printing substance
(8) are connected to one another.
24. Printing machine according to one of claims 20 to 23, characterized in that the printing plate (1) is arranged secured to the ink carrier (2).
25. Printing machine according to claim 24, characterized in that the printing plate (1) and the ink carrier (2) are developed in one piece.
26. Printing machine according to claim 24, characterized in that the printing plate (1) can be secured in detachable manner to the ink carrier (2).
27. Printing machine according to one of claims 20 to 24 or 26, characterized in that the printing plate (1) is designed as a belt, preferably as a continuous belt.
28. Printing machine according to claim 20, characterized in that the printing plate (1) has the form of a diaphragm that is arranged separate from
the ink carrier (2) and between the latter and the imprinting material.
29. Printing machine according to one of claims 13 to 19, characterized in that no printing plate (1) is provided.
30. Printing machine according to one of claims 13 to 29, characterized in that the energy-releasing apparatus consists of at least one laser source.
31. Printing machine according to claim 30, characterized in that a focusing apparatus (22) is provided which focuses the laser beam (7) on a predefined
point on the ink carrier (2).
32. Printing machine according to claim 31, characterized in that the focusing apparatus is an f-theta lens system (22).
33. Printing machine according to one of claims 30 to 32, characterized in that a reflection apparatus (21) is provided.
34. Printing machine according to claim 33, characterized in that the reflection apparatus (21) is a reflecting mirror (21), the vertical on the reflecting
surface and the vertical on the imprinting material plane preferably forming an angle
of roughly 45° at the time of imprinting.
35. Printing machine according to one of claims 30 to 34, characterized in that an addressing apparatus is provided.
36. Printing machine according to claim 35, characterized in that the addressing apparatus has a polygonal mirror rotatable about its axis.
37. Printing machine according to claim 36, characterized in that a reflection apparatus is provided by which the laser beam is guided in short time
intervals alternately over two different paths and directed by deflecting mirrors
alternately from two different directions and in circumferential direction of the
polygonal mirror onto points, staggered by at least the width of the beam and for
example by roughly half a facet length, onto the polygonal mirror.
38. Printing machine according to claim 37, characterized in that the deflection apparatus is a shutter disk, synchronizable with the polygonal mirror,
which alternately has metallized surfaces and passage openings.
39. Printing machine according to claim 37, characterized in that the laser is a polarized laser and the deflection apparatus consists of an electro-optical
modulator in combination with one or more polarization filters.
40. Printing machine according to one of claims 13 to 39, characterized in that the ink carrier developed as a cylinder is housed on its outside, and preferably
has in the angle range bearing elements in which the imprinting material also achieves
the smallest distance from the surface of the ink carrier.
41. Printing machine according to one of claims 13 to 40, characterized in that a transfer means (12) is provided which preferably consists of light-permeable material.
42. Printing machine according to one of claims 13 to 41, characterized in that the energy-releasing apparatus is arranged such that it can emit a light beam at
an angle α to the normal on the imprinting substance surface of more than 0° and preferably
less than 75°.
1. Procédé d'impression destiné à transférer une substance d'impression (8) d'un support
de couleur (2) sur une matière d'impression ou un moyen de transfert, dans lequel
la substance d'impression (8) subit une variation de volume et/ou de position par
un processus induit par un dispositif générateur d'énergie de sorte qu'il est effectué
un transfert d'un point d'impression sur la matière d'impression ou le moyen de transfert,
la substance d'impression (8) étant appliquée sur le support de couleur (2) sensiblement
sous forme d'un film continu, caractérisé en ce que l'énergie est transférée tout d'abord du dispositif générateur d'énergie à un matériau
intermédiaire puis du matériau intermédiaire à la substance d'impression (8), le dispositif
générateur d'énergie délivrant de l'énergie sous forme de lumière au matériau intermédiaire
à travers la substance d'impression de façon à induire une variation de volume et/ou
de position à la substance d'impression (8).
2. Procédé d'impression selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise comme support de couleur (2) un corps cylindrique qui tourne avantageusement
autour de son propre axe.
3. Procédé d'impression selon la revendication 2, caractérisé en ce que le matériau d'impression est déplacé devant le support de couleur (2) à une vitesse
de défilement qui est adaptée à la vitesse périphérique du corps cylindrique.
4. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise comme dispositif générateur d'énergie un dispositif émettant un faisceau
laser (7), le faisceau laser (7) étant dirigé et avantageusement focalisé sur des
points sélectionnés à imprimer sur le support de couleur (2).
5. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'énergie est transférée du dispositif générateur d'énergie directement à la substance
d'impression (8).
6. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on utilise comme matériau intermédiaire un matériau absorbant la lumière qui est
placé avantageusement sous la forme d'une couche sur le support de couleur (2).
7. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'énergie est délivrée par émission d'une impulsion laser.
8. Procédé d'impression selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'épaisseur des points d'impression est réglée par variation de l'énergie du laser
et/ou de la longueur d'impulsion.
9. Procédé d'impression selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le diamètre du point d'impression est réglé par variation de l'énergie du laser et/ou
de la longueur d'impulsion.
10. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'on maintient entre le support de couleur (2) et le matériau d'impression une distance
qui est avantageusement d'au moins 10 µm, de façon particulièrement préférée d'environ
50 µm.
11. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, pour transférer l'énergie, on utilise une impulsion laser ayant une longueur d'impulsion
de moins de 1 µs, avantageusement de moins de 500 ns, de façon particulièrement préférée
de moins de 200 ns.
12. Procédé d'impression selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le faisceau laser est dévié vers le miroir polygonal sur de courtes périodes alternativement
en empruntant deux chemins différents, en provenance de directions différentes et
en direction de points décalés d'au moins la largeur du faisceau à environ la moitié
d'une longueur de facette, les plages angulaires des faisceaux partiels déviés par
le miroir polygonal étant contiguës.
13. Machine d'impression destinée à imprimer un matériau d'impression au moyen d'un support
de couleur (2) et d'un dispositif générateur d'énergie, laquelle machine d'impression
est disposée de sorte que l'énergie peut être transférée de façon ciblée vers des
régions déterminées du support de couleur (2), le support de couleur (2) étant destiné
à absorber la substance d'impression (8) sensiblement en formant un film continu,
caractérisée en ce qu'une couche d'absorption (10) est disposé sur le support de couleur (2), et en ce que le dispositif générateur d'énergie est disposé de sorte que l'énergie est dirigée
du côté du support de couleur, doté de la substance d'impression, sur la couche d'absorption.
14. Machine d'impression selon la revendication 13, caractérisée en ce que le support de couleur (2) est un corps cylindrique qui est avantageusement conformé
en cylindre creux ou qui est une plaque plane.
15. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 14, caractérisée en ce que le support de couleur (2) est en un matériau transparent, avantageusement en verre.
16. Machine d'impression selon la revendication 15, caractérisée en ce que le support de couleur (2) a une épaisseur comprise entre 1 mm et 20 mm, avantageusement
entre 2 mm et 10 mm, de façon particulièrement préférée d'environ 5 mm.
17. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 16, caractérisée en ce que la couche d'absorption (10) a avantageusement une épaisseur qui est inférieure à
10 µm, avantageusement inférieure à 5 µm, de façon particulièrement préférée inférieure
à 1 µm.
18. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 16, caractérisée en ce que la surface de la portion du support de couleur (2) qui reçoit la substance d'impression
(8) a une rugosité moyenne arithmétique d'au moins 0,1 µm, avantageusement comprise
entre 0,5 µm et 5 µm, de façon particulièrement préférée comprise à peu près entre
1 µm et 2 µm.
19. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 17, caractérisée en ce que l'écart de tolérance sur une grande étendue entre la surface du support de couleur
et une surface idéale plane ou cylindrique est de 20 µm maximum, avantageusement de
5 µm maximum.
20. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 19, caractérisée en ce que la machine d'impression comporte un bloc d'impression (1).
21. Machine d'impression selon la revendication 20, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) comporte un grand nombre de godets et/ou de rainures qui
sont destinés à recevoir la substance d'impression (8).
22. Machine d'impression selon la revendication 20 ou 21, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) a sensiblement la forme d'un réseau.
23. Machine d'impression selon l'une des revendications 20 à 22, caractérisée en ce que plusieurs cavités dans le bloc d'impression (1), qui servent à recevoir la substance
d'impression (8), sont reliées.
24. Machine d'impression selon l'une des revendications 20 à 23, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) est disposé en étant fixé au support de couleur (2).
25. Machine d'impression selon la revendication 24, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) et le support de couleur (2) sont conformés d'une seule
pièce.
26. Machine d'impression selon la revendication 24, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) peut être fixé de façon amovible au support de couleur (2).
27. machine d'impression selon l'une des revendications 20 à 24 ou 26, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) est réalisé sous la forme d'une bande, avantageusement d'une
bande sans fin.
28. Machine d'impression selon la revendication 20, caractérisée en ce que le bloc d'impression (1) a la forme d'un obturateur qui est placé entre le support
de couleur (2) et le matériau d'impression en étant séparé du support de couleur (2).
29. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 19, caractérisée en ce qu'il n'est prévu aucun bloc d'impression (1).
30. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 19, caractérisée en ce que le dispositif générateur d'énergie est constitué d'au moins une source laser.
31. Machine impression selon la revendication 30, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de focalisation (22) qui focalise le faisceau laser (7)
sur un point prédéterminé du support de couleur (2).
32. Machine d'impression selon la revendication 31, caractérisée en ce que le dispositif de focalisation est une optique f-thêta (22).
33. Machine d'impression selon l'une des revendications 30 à 32, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de déviation (21).
34. Machine d'impression selon la revendication 33, caractérisée en ce que le dispositif de déviation (21) est un miroir de déviation (21), la perpendiculaire
à la surface réfléchissante et la perpendiculaire au plan d'impression formant avantageusement
au moment de l'impression un angle d'environ 45°.
35. Machine d'impression selon l'une des revendications 30 à 34, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif d'adressage.
36. Machine d'impression selon la revendication 35, caractérisée en ce que le dispositif d'adressage comporte un miroir polygonal pouvant tourner autour de
son axe.
37. Machine d'impression selon la revendication 36, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de déviation permettant de guider le faisceau laser pendant
de courtes périodes en lui faisant emprunter alternativement deux chemins différents
et de l'orienter vers le miroir polygonal au moyen de miroirs de déviation alternativement
depuis deux directions différentes et dans la direction périphérique du miroir polygonal
vers des points décalés d'au moins la largeur du faisceau et par exemple d'au moins
la moitié d'une longueur de facette.
38. Machine d'impression selon la revendication 37, caractérisée en ce que le dispositif de déviation est un disque obturateur qui peut être synchronisé avec
le miroir polygonal et qui présente alternativement des surfaces réfléchissantes et
des ouvertures de passage.
39. Machine d'impression selon la revendication 37, caractérisée en ce que le laser est un laser polarisé et en ce que le dispositif de déviation est constitué d'un modulateur électrooptique en combinaison
avec un ou plusieurs filtres de polarisation.
40. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 39, caractérisée en ce que le support de couleur conformé en cylindre est monté sur un côté extérieur, et comporte
avantageusement des éléments de support dans la plage angulaire dans laquelle la matière
d'impression se trouve à ia plus petite distance de la surface du support de couleur.
41. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 40, caractérisée en ce qu'il est prévu un moyen de transfert (12) qui est avantageusement en matériau transparent.
42. Machine d'impression selon l'une des revendications 13 à 41, caractérisée en ce que le dispositif générateur d'énergie est disposé de façon à pouvoir délivrer un faisceau
lumineux qui fait par rapport à la normale à la surface de la substance d'impression
un angle α supérieur à 0° et avantageusement inférieur à 75°.