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(11) |
EP 1 268 935 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.02.2006 Patentblatt 2006/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.12.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/013030 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/048311 (05.07.2001 Gazette 2001/27) |
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| (54) |
SICHERHEITSPAPIER MIT AUFGEBRACHTER CODIERUNG AUS LUMINESZIERENDEN MELIERFASERN UND
VERFAHREN ZUR MASCHINELLEN ÜBERPRÜFUNG DIESER CODIERUNG
ANTIFALSIFICATION PAPER PROVIDED WITH APPLIED CODING CONSISTING OF LUMINESCENT MOTTLED
FIBERS AND PROCESS FOR MECHANICAL VERIFICATION OF THIS CODING
PAPIER DE SURETE MUNI D'UN CODE APPLIQUE DESSUS, A BASE DE FIBRES CHINEES LUMINESCENTES
ET PROCEDE POUR LA VERIFICATION MECANIQUE DE CE CODE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
23.12.1999 DE 19962790
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2003 Patentblatt 2003/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHWENK, Gerhard
82178 Puchheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klunker . Schmitt-Nilson . Hirsch |
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Winzererstrasse 106 80797 München 80797 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 122 470 US-A- 4 463 970
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DE-C- 677 711
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitspapier mit Melierfasern mit lumineszierenden.
Eigenschaften und die eine Codierung bilden, sowie ein Verfahren zur Überprüfung dieser
Codierung.
[0002] Die Verwendung von Melierfasern als Sicherheitsmerkmal für Sicherheitsdokumente ist
bereits seit langem bekannt. Sie bestehen üblicherweise aus kurzen Kunststoff oder
Baumwollfasern, die während der Papierherstellung in Sicherheitspapiere eingebracht
werden. Melierfasern haben gegenüber anderen Sicherheitsmerkmalen, wie Planchetten
oder Glimmerplättchen, den Vorteil, dass Melierfasern kleiner und visuell unauffälliger
sind und daher einen geringeren störenden Einfluss auf den ästhetischen Gesamteindruck
des Sicherheitsdokuments ausüben.
[0003] Die DE 677 711 offenbart unter UV-Licht fluoreszierende Melierfasern, die der Papiermasse
vor der Blattbildung zugemischt werden, so dass die Melierfasern anschließend willkürlich
verteilt im Volumen des fertigen Sicherheitspapiers vorliegen. Es können auch unterschiedlich
fluoreszierende Melierfasern verwendet werden, so dass unter UV-Beleuchtung eine Mischfluoreszenz
auftritt.
[0004] Auch die DE 3122 470-C2 offenbart ein Sicherheitspapier mit darin eingebrachten lumineszierenden
Melierfasern. Die Melierfasern bestehen hier aus Celluloseacetat, die im Faservolumen
mit schmalbandig emittierenden Lumineszenzstoffen aus der Gruppe der Lanthanid-Chelate
eingefärbt sind. Diese Lumineszenzstoffe können in bis zu 20-mal höherer Konzentration
als die bis dahin bekannten lumineszierenden Stoffe ins Fasermaterial eingebracht
werden, und zeichnen sich darüber hinaus durch ein relativ schmalbandiges Emissionsspektrum
aus. Die Melierfasern können auch zu Sicherheitsfäden verdrillt oder verwoben werden.
Werden hierfür unterschiedlich lumineszierende Einzelfasern verwendet, kann damit
auch eine Codierung erzeugt werden, die auf einer Auswertung der An- oder Abwesenheit
bestimmter lumineszierender Stoffe beruht. Bei visueller Betrachtung stellen derartige
gezwirnte oder gesponnene Fäden ein hervorragendes Echtheitsmerkmal dar. Jedoch ist
die Intensität der Lumineszenz der einzelnen Fasern trotz der relativ hohen Lumineszenzausbeute
der vorgeschlagenen Lumineszenzstöffe zu gering, um in der Praxis eine sichere maschinelle
Echtheitsprüfung durchrühren zu können.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitspapier
mit lumineszierenden Melierfasern vorzuschlagen, die eine Codierung darstellen, wobei
die Codierung maschinell sehr gut lesbar sein soll.
[0006] Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Überprüfung der
Codierung vorzuschlagen.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterentwicklungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Der Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass für eine maschinelle Prüfung der Melierfasern
mit einem ausreichenden Signal/Rauschverhältnis die Melierfasern mit unterschiedlichen
lumineszierenden Eigenschaften ausreichend räumlich voneinander getrennt angeordnet
werden müssen. Aus diesem Grund werden auf dem erfindungsgemäßen Sicherheitspapier
nicht überlappende Teilbereiche definiert, in denen jeweils eine bestimmte Art von
Melierfasern mit bestimmten lumineszierenden Eigenschaften angeordnet ist. Eine Codierung
kann dabei durch eine definierte geometrische Anordnungen der Teilbereiche, und/oder
durch die An- bzw. Abwesenheit der Melierfasern dargestellt werden.
[0009] Durch die Anordnung in begrenzten Teilbereichen lassen sich die Melierfasern mit
den unterschiedlichen Eigenschaften einfach lokalisieren und die lumineszierenden
Eigenschaften unabhängig voneinander ohne gegenseitige Beeinflussung messen. Da in
einem Teilbereich nur Melierfasern mit einer bestimmten lumineszierenden Eigenschaft
vorhanden sind, erhöht sich die Intensität des Messsignals gegenüber den bekannten
Sicherheitsdokumenten bereits aufgrund der höheren Flächendichte an Melierfasern im
zu prüfenden Messbereich. Die Signalausbeute kann zusätzlich gesteigert werden, wenn
spezielle lumineszierende Stoffe mit einer intensitätsstarken schmalbandigen Lumineszenzemission
verwendet werden, wie sie beispielsweise in der US-A-5,448,582 beschrieben sind. Bei
diesen Lumineszenzstoffen handelt es sich um Mehrphasensysteme, die ein optisch "pumpbares"
lichtemittierendes Material, lichtstreuende Zentren und ein transparentes Matrixmaterial
enthalten. Diese Materialien zeigen laserähnliche Effekte mit einer spektral extrem
schmalbandigen Emission. Ein weiterer Vorteil dieser Materialien ist, dass die Wellenlänge
der Emissionsbande in begrenzten Bereichen bei der Herstellung eingestellt werden
kann.
[0010] Die lichtstreuenden Zentren bestehen aus partikelförmigen, transparenten Materialien
mit einem vorzugsweise hohen optischen Brechungsindex. Bei einer Blitzlichtanregung
absorbiert der Lumineszenzstoff einen Teil des Blitzlichts und wird dadurch in einem
angeregten, sogenannten "optisch gepumpten" Zustand überführt. Das Lumineszenzlicht
ensteht durch spontane Emission aus dem angeregten Zustand, wobei zumindest ein Teil
des emittierten Lumineszenzlichts das Material nicht direkt verlässt, sondern an den
lichtstreuenden Zentren teilweise mehrfach gestreut wird. Dies führt zu einer hohen
Verstärkung der emittierten Lichtintensität sowie zu besonders schmalen Emissionsbanden.
[0011] Die Verwendung von lumineszierenden Stoffen mit schmalbandiger Emission hat den Vorteil,
dass bei der Messung des Lumineszenzlichts der spektrale Empfindlichkeitsbereich eines
Detektors auf ein enges spektrales Intervall, in dem die Emissionsbande liegt, abgestimmt
werden kann. Dadurch wird Hintergrundlicht aus benachbarten Spektralbereichen bei
der Messung unterdrückt und das Signal/Rausch-Verhältnis verbessert.
[0012] Andere vorzugsweise schmalbandig emittierende Lumineszenzstoffe sind jedoch ebenso
verwendbar, da das Messsignal nicht allein durch die Intensität der emittierten Lumineszenzstrahlung
eines Pigments bestimmt wird, sondern auch von der in die Melierfaser einbringbaren
Konzentration an Lumineszenzstoff, sowie der Flächendichte der Melierfasern auf dem
Papier.
[0013] Bei der Wahl der Flächendichte ist allerdings zu beachten, dass die Melierfasern
mit zunehmender Flächendichte visuell stets mehr auffallen und zu einer zunehmenden
Störung des ästhetischen Gesamteindrucks des oft mit einer künstlerischen Darstellung
bedruckten Sicherheitspapiers führen. Die Flächendichte von Melierfasern sollte daher
im Bereich 2 bis 20 Melierfasern pro Quadratzentimeter liegen. Die Störung des ästhetischen
Gesamteindrucks kann allerdings auch durch geeignete Positionierung der Teilbereiche
auf dem Sicherheitspapier verringert werden. Das heißt, die Teilbereiche werden vorzugsweise
so angeordnet, dass das Hauptmotiv der künstlerischen Darstellung nicht überdeckt
wird.
[0014] Da die Melierfasern, wie bereits erwähnt, bei visueller Betrachtung des Sicherheitsdokuments
möglichst wenig in Erscheinung treten sollen, bestehen die Melierfasern gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform aus transparenten Kunststofffasern, die im Volumen mit
im visuellen Spektralbereich ebenfalls weit gehend transparenten Lumineszenzstoffen
eingefärbt sind.
[0015] Sofern die Lumineszenzstoffe eine gewisse Eigenfarbe aufweisen, können sie bei entsprechender
Lumineszenzlichtintensität auch in so geringen Konzentrationen in die Melierfaser
eingebracht werden, dass die Faser selbst nach wie vor weitgehend transparent erscheint.
[0016] Alternativ können die Fasern allerdings auch nur oberflächlich, beispielsweise in
einem Färbebad, mit dem Lumineszenzstoff versehen werden
[0017] Als Fasermaterialien können auch andere Materialien verwendet werden, die sich zu
dünnen Fasern verarbeiten lassen, wie beispielsweise Seide oder Baumwolle.
[0018] Die Teilbereiche, in welchen die Melierfasern angeordnet werden, haben bevorzugt
die Form von Streifen, die sich über die gesamte Breite des Sicherheitsdokuments erstrecken.
Sie weisen vorzugsweise eine Breite im Bereich von 5 mm bis 30 mm auf. Die Teilbereiche
können jedoch auch jede beliebige andere Umrissformen, wie rechteckig, rund, oval,
sternförmig etc. aufweisen.
[0019] Erfindungsgemäß werden die Melierfasern bei der Herstellung des Sicherheitspapiers
so eingebracht, dass die Melierfasern wenigstens teilweise mit dem Fasergewebe des
Papiers vernetzt und daher an der Oberfläche des Papiers wenigstens teilweise von
Papierfasern überdeckt sind.
[0020] Bei der Herstellung von Rundsiebpapier stellt das sogenannte Wilcox-Verfahren beispielsweise
ein geeignetes Verfahren zum Einbringen von Melierfasern in endlosen, streifenförmigen
Teilbereichen dar. Dabei werden die Melierfasern in einer wässrigen Suspension aufgeschlämmt
und bei der Papierherstellung durch ein Rohr, dessen Ende eine spezielle Austrittsdüse
aufweist, auf das sich drehende Rundsieb nahe der Stelle aufgebracht, an der die Blattbildung
auf dem Rundsieb gerade beginnt. Durch einen innerhalb des Rundsiebs erzeugten Unterdruck
wird die Schicht der so aufgebrachten Melierfasern dabei unmittelbar entwässert, wodurch
sich die Melierfasern zusammen mit der ersten Lage der sich auf dem Rundsieb anlagernden
Papierfasern fest auf das Rundsieb legen.
[0021] Bei der Herstellung von Langsiebpapieren können die Fasern in ähnlicher Weise auf
das Langsieb aufgebracht werden.
[0022] Je nach Art der Codierung werden parallel zueinander mehrere Aufbringstationen für
Melierfasern mit unterschiedlichen lumineszierenden Eigenschaften in der Papiermaschine
angeordnet. Die Zuführvorrichtungen der Melierfasern werden dabei entsprechend der
aufzubringenden Codierung gesteuert. Besteht die Codierung allein in der geometrischen
Anordnung der mit unterschiedlichen Melierfasern versehenen Teilbereiche, so werden
die Zuführvorrichtungen zu Beginn der Papierproduktion entsprechend an der Papiermaschine
positioniert. Die Melierfaserzufuhr erfolgt anschließend kontinuierlich.
[0023] Besteht die Codierung ausschließlich oder zusätzlich in der An- oder Abwesenheit
einer oder mehrerer Arten von Melierfasern, so muss die Zufuhr dieser Melierfasern
entsprechend der Codierung gestoppt werden. Falls sich die Codierung innerhalb der
Herstellung einer Papierbahn nicht ändert, genügt es auch hier, die benötigten Zufuhrvorrichtungen
zu Beginn der Produktion entsprechend zu platzieren.
[0024] Die Codierung kann dabei beliebige Informationen darstellen, z.B. die Denomination,
Ausgabedatum, ausgebendes Land oder dergleichen.
[0025] Das fertiggestellte Sicherheitspapier, das neben der erfindungsgemäßen Codierung
selbstverständlich weitere Sicherheitselemente, wie z.B. einen Sicherheitsfaden oder
dergleichen, aufweisen kann, wird anschließend in üblicher Weise weiterverarbeitet,
insbesondere bedruckt und in einzelne Sicherheitsdokumente, wie Banknoten, Aktien,
Schecks oder dergleichen, zerschnitten.
[0026] Bei der maschinellen Überprüfung der Sicherheitsdokumente gemäss Anspruch 17 wird
die Codierung mit entsprechenden Sensoren für die jeweilige auszuwertende lumineszierende
Eigenschaft der Melierfasern gemessen und mit einem Referenzwert verglichen. Bei der
auszuwertenden lumineszierenden Eigenschaft kann es sich beispielsweise um die Lumineszenzwellenlänge
oder die Abklingzeit der Lumineszenzstrahlung handeln.
[0027] Beispielhafte Ausführungsformen und weitere Vorteile der Erfindung werden im Folgenden
anhand der Figuren erläutert. Es wird darauf hingewiesen, dass die Figuren keine massstabsgetreue
Darstellung der Erfindung bieten, sondern lediglich der Veranschaulichung dienen.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf ein Sicherheitsdokument, hier eine Banknote, mit drei streifenförmigen
Teilbereichen, in die Melierfasern eingebracht sind;
- Fig. 2a, b
- eine Aufsicht auf zwei Sicherheitsdokumente mit je vier streifenförmigen Teilbereichen,
die eine unterschiedliche Codierung darstellen;
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus dem Wellenlängen-Spektrum mit vier festgelegten Wellenlängen-Intervallen
für ein Codiersystem aus vier verschiedenen lumineszierenden Stoffen;
- Fig. 4
- eine Anordnung zum Messen der lumineszierenden Eigenschaften von Melierfasern, die
in verschiedenen Teilbereichen in ein Sicherheitsdokument eingebracht sind;
- Fig. 5
- den zeitlichen Verlauf der elektrischen Signale am Ausgang des Lichtdetektors aus
der Anordnung von Fig. 4 bei der Überprüfung des Dokuments gemäß Fig. 2a.
[0029] Figur 1 zeigt eine Aufsicht auf ein Sicherheitsdokument 1, hier eine Banknote, die
aus Sicherheitspapier 2 hergestellt ist. Auf dem Sicherheitsdokument 1 ist der Rand
3 eines Bildfelds gestrichelt gezeigt, worin oftmals eine künstlerisch gestaltete
bildliche Darstellung 4 (in der Figur nicht gezeigt) aufgedruckt ist. Auf dem Sicherheitsdokument
1 sind mit strichpunktierten Linien drei streifenförmige Kontrollbereiche 8a, 8b,
8c angedeutet. Sie bezeichnen die Bereiche, in denen der Detektor die Eigenschaften
der lumineszierenden Melierfasern überprüft. Ihre Lage auf dem Sicherheitsdokument
1 ist daher durch die zu prüfende Codierung bestimmt.
[0030] Der Abstand zwischen den Kontrollbereichen 8a und 8b ist mit a bezeichnet und der
Abstand zwischen den Kontrollbereichen 8b, 8c mit b, wobei die Abstände a, b in der
gezeigten Ausführungsform verschieden sind. Das Verhältnis zwischen den Abständen
a, b kann dabei beispielsweise ganzzahlig gewählt werden. Innerhalb der drei streifenförmigen
Kontrollbereiche 8a, 8b, 8c liegen streifenförmige Teilbereiche 5a, 5b, 5c, in denen
Melierfasern in das Sicherheitspapier 2 eingebracht sind. Die Begrenzungslinien der
streifenförmigen Teilbereiche 5a, 5b, 5c sind in der Figur 1 mit durchgezogenen Linien
dargestellt. Die durchgezogenen Linien dienen allerdings lediglich der Veranschaulichung
und sind auf einem echten Sicherheitsdokument nicht vorhanden.
[0031] In der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform sind alle streifenförmigen Teilbereiche
5a, 5b, 5c mit Melierfasern der gleichen Art A versehen, d.h. in allen Teilbereichen
5a, 5b, 5c befinden sich Melierfasern mit der gleichen lumineszierenden Eigenschaft.
Die Codierung wird in dieser Ausführungsform allein durch die Abstände a, b der Teilbereiche
5a, 5b, 5c bzw. der Kontrollbereiche 8a, 8b 8c dargestellt.
[0032] Figur 2 zeigt am Beispiel zweier Sicherheitsdokumente 1a, 1b eine andere Möglichkeit
für eine erfindungsgemäße Codierung. In diesem Fall ist der Abstand a zwischen den
einzelnen Kontrollbereichen 8a, 8b, 8c, 8d konstant und die Codierung wird durch die
An- bzw. Abwesenheit von einem oder mehreren Teilbereichen mit speziellen Melierfasern
innerhalb der Kontrollbereiche 8a, 8b, 8c, 8d dargestellt. Die in den Teilbereichen
angeordneten Melierfasern unterscheiden sich hierbei in der zu prüfenden lumineszierenden
Eigenschaft. Das Dokument 1a beispielsweise weist nur innerhalb der Kontrollbereiche
8a, 8b Teilbereiche 7a, 7b auf, in welchen sich Melierfasern der Art A bzw. B befinden,
wohingegen das Dokument 1b nur in den Kontrollbereichen 8a, 8d mit Melierfasern A,
D aufweisenden Teilbereichen 7a, 7d versehen ist.
[0033] Das Codierungssystem besteht demnach aus vier Arten von lumineszierenden Melierfasern,
A, B, C, D, die sich hinsichtlich einer oder mehrerer ihrer lumineszierenden Eigenschaften
unterscheiden und deren An- oder Abwesenheit in vorgegebenen Kontrollbereichen überprüft
wird. Wird der Anwesenheit der richtigen lumineszierenden Eigenschaft im vorgegebenen
Kontrollbereich der logische Zustand "1" zugeordnet und der Abwesenheit des entsprechenden
Stoffes der Zustand "0", so lassen sich mit Hilfe des beschriebenen Codierungssystems
2
4-1= 15 sinnvolle Binärcodierungen darstellen.
[0034] Bei einer Überprüfung des Dokuments 1a innerhalb der längs des Dokuments verlaufenden
Messspur 10 würde ein entsprechender Detektor in diesem Fall die binäre Codierung
1100 feststellen. Für das Dokument 1b ergibt sich die binäre Codierung 1 0 0 1.
[0035] Selbstverständlich kann die Zahl der verwendeten Kontrollbereiche sowie die Zahl
der unterschiedlichen Melierfasern beliebig variiert werden. So können beispielsweise
auch für alle Kontrollbereiche die gleichen Melierfasern mit dem gleichen Lumineszenzstoff
verwendet werden. Dies hat den Vorteil, dass der Aufbau des Sensors wesentlich einfacher
gestaltet werden kann.
[0036] Soll die Codierung dagegen noch komplizierter gestaltet werden, so können analog
zu der in Fig.1 gezeigten Ausführungsform zusätzlich die Abstände der Kontrollbereiche
variiert werden.
[0037] Bei der Überprüfung des Dokuments können beliebige Eigenschaften der in den Melierfasern
enthaltenen Lumineszenzstoffe ausgewertet werden, wie z.B. die Lumineszenzwellenlänge
oder die Abklingzeit der Lumineszenzstrahlung.
[0038] Fig. 3 zeigt für den Fall der wellenlängenabhängigen Auswertung eine mögliche spektrale
Verteilung der Emissionswellenlängen des oben beschriebenen Codierungssystems aus
vier Arten A, B, C, D von Melierfasern, die sich im hier gezeigten einfachsten Fall
zumindest hinsichtlich ihrer Emissionswellenlänge unterscheiden. Der Lumineszenzstoff
A emittiert demnach bei kürzeren Wellenlängen als die Lumineszenzstoffe B, C, D. Wie
aus Fig. 3 ersichtlich, zeigen alle Stoffe A, B, C, D jeweils eine sehr schmalbandige
Lumineszenzemission, die mit derjenigen der anderen verwendeten Lumineszenzstoffe
nicht überlappt, so dass die Lumineszenzstoffe A, B, C, D sehr gut voneinander zu
unterscheiden sind. Die Lumineszenzintensität der Stoffe ist ebenfalls ausreichend
hoch, so dass die Stoffe maschinell sicher erkannt und nachgewiesen werden können.
[0039] Fig. 4 zeigt schematisch eine mögliche Anordnung zum Detektieren und Auswerten einer
Codierung, die mit Hilfe der in Fig. 3 gezeigten, Emissionslinien aufweisenden Lumineszenzstoffe
bzw. Melierfasern dargestellt ist.
[0040] Üblicherweise findet die Überprüfung der Banknote in einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung
statt, durch welche die Banknoten mit Hilfe eines Transportsystems mit hohen Geschwindigkeiten
an den Sensoren vorbeigeführt werden. In der Fig. 4 wird dieser Transport der erfindungsgemäßen
Banknote 2 durch den Pfeil 11 angedeutet. Die Banknote läuft dabei an einer Beleuchtungsquelle
12 vorbei, deren Strahlung mit Hilfe einer Optik 13 auf das Dokument fokussiert wird.
Die Beleuchtungsquelle 12 ist so gewählt, dass sie Strahlung der Anregungswellenlänge
der einzelnen Lumineszenzstoffe emittiert. Liegen die Anregungswellenlängen der einzelnen
Lumineszenzstoffe in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen, kann es sinnvoll sein,
als Beleuchtungsquelle mehrere Anregungsquellen zu verwenden, die jeweils Licht im
Bereich einer der Anregungswellenlängen emittieren. Wird ein Bereich des erfindungsgemäßen
Dokuments 2 beleuchtet, in welchem sich gemäß der Erfindung lumineszierende Melierfasern
befinden, so werden diese zur Lumineszenz angeregt. Die häufig diffuse Lumineszenzstrahlung
14 wird schließlich über eine weitere Optik 15 auf einen Detektor 16 fokussiert. Dieser
Detektor 16 enthält vorzugsweise ein Spektrometer mit einem Diodenarray, wobei jede
der Dioden für eine der Emissionswellenlängen 23a bis 23d empfindlich ist.
[0041] Wird beispielsweise die Banknote 1a gemäß Fig. 2a unter der in Fig. 4 gezeigten Messvorrichtung
vorbeitransportiert und zeigen die Melierfasern A, B, die in Fig. 3 dargestellten
Emissionslinien 23a, 23b, so nimmt der Detektor in den den Kontrollbereichen 8a, 8b,
8c, 8d zugeordneten Messkanälen die in Fig. 5 gezeigten Signale auf.
[0042] In Fig. 5 sind die Signale I der den einzelnen Melierfaserarten A, B, C, D zugeordneten
Messkanäle über der Zeit t aufgetragen. Die strichliert eingezeichneten Zeitfenster
30a, 30b, 30c, 30d entsprechen den Kontrollbereichen 8a, 8b, 8c, 8d und bezeichnen
die Messfenster, in welchen jeweils ein Signal erwartet wird. Wird die Note 1a in
Richtung des Pfeils 11 unter dem Sensor vorbeigeführt, wird zuerst der Kontrollbereich
8d beleuchtet. Da sich innerhalb dieses Kontrollbereichs keine Melierfasern befinden,
nimmt der zugehörige Messkanal im Zeitfenster 30d kein Signal wahr. Da auch die Melierfasern
der Art C nicht vorhanden sind, erhält der zugehörige Messkanal ebenfalls kein Signal.
Erst wenn der Teilbereich 7b bzw. der Kontrollbereich 8b unter der Sensoranordnung
vorbeitransportiert wird, zeichnet der Sensor im Zeitfenster 30b die Emissionsbande
23b des Lumineszenzstoffs B auf. Analoges gilt für den nachfolgenden Teilbereich 7a
bzw. das Signal 23a im Zeitfenster 30a. Bedeutet, wie bereits erläutert, das Vorhandensein
der Lumineszenzemission 23a, 23b, 23c, 23d im richtigen Zeitfenster 30a, 30b, 30c,
30d eine binäre "1" und das Fehlen eine binäre "0", so wird durch die Signale in Fig.
5 der Code 1 1 0 0 dargestellt.
1. Sicherheitspapier (2) mit Melierfasern (A, B, C, D), die zum Zwecke einer Codierung
eine lumineszierende Eigenschaft aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitspapter (2) einen oder mehrere separate Teilbereiche (5a, 5b, 5c; 7a,
7b) aufweist in dem oder in denen jeweils nur eine Art von Melierfasern (A,B,C,D)
vorliegt, deren Gesamtfläche kleiner ist als die Fläche des Sicherheitsdokuments (1;
1a; 1b), wobei die Melierfasern (A, B, C, D) ausschließlich in diesen Teilbereichen
(5a, 5b, 5c; 7a, 7b) in der Papiermasse verteilt vorliegen.
2. Sicherheitspapier (2) mit Melierfasern (A, B, C, D), die zum Zwecke einer Codierung
eine lumineszierende Eigenschaft aufweisen, dadurch gekennzeichnet,daß das Sicherheitspapier (2) wenigstens zwei separate Teilbereiche (5a, 5b, 5c; 7a,
7b) aufweist in denen jeweils nur eine Art von Melierfasern (A,B,C,D) vorliegt, deren
Gesamtfläche kleiner ist als die Fläche des Sicherheitsdokuments (1; 1a; 1b) und in
denen die Melierfasern (A, B, C, D) ausschließlich vorliegen.
3. Sicherheitspapier (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitspapier (2) wenigstens zwei Arten von Melierfasern (A, B, C, D) enthält,
die sich hinsichtlich ihrer lumineszierenden Eigenschaften unterscheiden.
4. Sicherheitspapier (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in beiden Teilbereichen (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) die gleichen Melierfasern (A, B, C,
D) vorliegen.
5. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Melierfasern (A, B, C, D) lumineszierende Stoffe mit charakteristischen Lumineszenzeigenschaften
enthalten.
6. Sicherheitspapier (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die lumineszierenden Stoffe eine spektral schmale Emissionsbande (23a, 23b, 23c,
23d) aufweisen.
7. Sicherheitspapier (2) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die lumineszierenden Stoffe außerhalb des visuellen Spektralbereichs emittieren.
8. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die lumineszierenden Stoffe optische Verstärkermaterialien sind, die ein optisch
pumpbares, lichtemittierendes Material, lichtstreuende Zentren, und ein transparentes
Matrixmaterial aufweisen.
9. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die lumineszierenden Stoffe im Volumen der Melierfasern (A, B, C, D) vorliegen.
10. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Melierfasern (A, B, C, D) mit den lumineszierenden Stoffen eingefärbt sind.
11. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Melierfasern (A, B, C, D) aus einem Kunststoffmaterial bestehen.
12. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Melierfasern (A, B, C, D) bei der Papierherstellung in das Sicherheitspapier
(2) eingebracht werden.
13. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Melierfasern (A, B, C, D) mittels des Wilcox-Verfahrens in das Sicherheitspapier
(2) eingebracht werden.
14. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilbereiche (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) die Form von Streifen haben.
15. Sicherheitspapier (2) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Streifen im Bereich von 5 mm bis 30 mm liegt.
16. Sicherheitspapier (2) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Melierfaserdichte in den Teilbereichen (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) im Bereich von 2
bis 20 Melierfasern (A, B, C, D) pro Quadratzentimeter liegt.
17. Verfahren zur maschinellen Überprüfung einer Codierung in einem Sicherheitsdokument
(1; 1a; 1b) unter Verwendung eines Sicherheitspapiers (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 16, umfassend die Schritte:
a) Messen von Lumineszenzeigenschaften der in den Teilbereichen (5a, 5b, 5c; 7a, 7b)
des Sicherheitspapiers (2) enthaltenen Melierfasern (A, B, C, D) mittels eines Sensors
(12, 13, 15, 16),
b) Ermitteln der Codierung des Sicherheitspapiers (2) aus den Sensormeßwerten, und
c) Vergleichen der ermittelten Codierung mit einem Referenzwert.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schritt a) zum Messen der Lumineszenzeigenschaften der Melierfasern (A, B, C,
D) Emissionsspektren (23a, 23b, 23c, 23d) außerhalb des visuellen Spektralbereiches
gemessen werden.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schritt a) zum Messen der Lumineszenzeigenschaften eines bestimmten Melierfasertyps
dessen individuelles Emissionsspektrum (23a, 23b, 23c, 23d) gemessen wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Schritt a) überprüft wird, ob in je zwei unterschiedlichen Teilbereichen
(5a, 5b, 5c; 7a, 7b) unterschiedliche Melierfasern (A, B, C, D) vorliegen.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Schritt a) streifenförmige Teilbereiche (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) überprüft werden.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Schritt a) Streifen einer Breite von 5 mm bis 30 mm überprüft werden.
1. A security paper (2) with mottling fibers (A, B, C, D) having a luminescent property
for the purpose of a coding, characterized in that the security paper (2) has one or more separate partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b)
in which only one type of mottling fibers (A, B, C, D) is present in each case and
whose total surface area is smaller than the surface area of the security document
(1; 1a; 1b), the mottling fibers (A, B, C, D) being distributed in the paper pulp
solely in said partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b).
2. A security paper (2) with mottling fibers (A, B, C, D) having a luminescent property
for the purpose of a coding, characterized in that the security paper (2) has at least two separate partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b)
in which only one type of mottling fibers (A, B, C, D) is present in each case and
whose total surface area is smaller than the surface area of the security document
(1; 1a; 1b) and in which the mottling fibers (A, B, C, D) are solely present.
3. The security paper (2) according to claim 2, characterized in that the security paper (2) contains at least two types of mottling fibers (A, B, C, D)
which differ with respect to their luminescent properties.
4. The security paper (2) according to claim 2, characterized in that the same mottling fibers (A, B, C, D) are present in both partial areas (5a, 5b,
5c; 7a, 7b).
5. The security paper (2) according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the mottling fibers (A, B, C, D) contain luminescent substances with characteristic
luminescent properties.
6. The security paper (2) according to claim 5, characterized in that the luminescent substances have a spectrally narrow emission band (23a, 23b, 23c,
23d).
7. The security paper (2) according to claim 5 or 6, characterized in that the luminescent substances emit outside the visual spectral range.
8. The security paper (2) according to at least one of claims 5 to 7, characterized in that the luminescent substances are optical intensifying materials which have an optically
pumpable, light-emitting material, light-scattering centers, and a transparent matrix
material.
9. The security paper (2) according to at least one of claims 5 to 8, characterized in that the luminescent substances are present within the volume of the mottling fibers (A,
B, C, D).
10. The security paper (2) according to at least one of claims 5 to 8, characterized in that the mottling fibers (A, B, C, D) are dyed with the luminescent substances.
11. The security paper (2) according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the mottling fibers (A, B, C, D) consist of a plastic material.
12. The security paper (2) according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the mottling fibers (A, B, C, D) are incorporated into the security paper (2) during
papermaking.
13. The security paper (2) according to at least one of claims 1 to 12, characterized in that the mottling fibers (A, B, C, D) are incorporated into the security paper (2) by
means of the Wilcox process.
14. The security paper (2) according to at least one of claims 1 to 13, characterized in that the partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) have the form of strips.
15. The security paper (2) according to claim 14, characterized in that the width of the strips is in the range of from 5 mm to 30 mm.
16. The security paper (2) according to at least one of claims 1 to 15, characterized in that the mottling fiber density in the partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) is in the range
of from 2 to 20 mottling fibers (A, B, C, D) per square centimeter.
17. A method for machine testing of a coding in a security document (1; 1a; 1b) using
a security paper (2) according to one of claims 1 to 16, comprising the steps of:
a) measuring luminescent properties of the mottling fibers (A, B, C, D) contained
in the partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) of the security paper (2) by means of a
sensor (12, 13, 15, 16),
b) determining the coding of the security paper (2) from the sensor measuring values,
and
c) comparing the determined coding with a reference value.
18. The method according to claim 17, characterized in that in step a) emission spectra (23a, 23b, 23c, 23d) outside the visual spectral range
are measured for measuring the luminescent properties of the mottling fibers (A, B,
C, D).
19. The method according to claim 17 or 18, characterized in that in step a) the individual emission spectrum (23a, 23b, 23c, 23d) of a certain type
of mottling fibers is measured for measuring the luminescent properties thereof.
20. The method according to claim 17, characterized in that in step a) it is tested whether different mottling fibers (A, B, C, D) are present
in two different partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b).
21. The method according to any of claims 17 to 20, characterized in that in step a) strip-shaped partial areas (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) are tested.
22. The method according to claim 21, characterized in that in step a) strips with a width of from 5 mm to 30 mm are tested.
1. Papier de sûreté (2) avec des fibres chinées (A, B, C, D), qui présentent une propriété
luminescente pour l'application d'un codage, caractérisé en ce que le papier de sûreté (2) présente une ou plusieurs zones partielles séparées (5a,
5b, 5c ; 7a, 7b), dans laquelle ou dans chacune desquelles on a seulement un type
de fibres chinées (A, B, C, D), leur surface globale étant inférieure à la surface
du document de sûreté (1 ; 1a; 1b), les fibres chinées (A, B, C, D) étant présentes
réparties dans la masse de papier exclusivement dans ces zones partielles (5a, 5b,
5c ; 7a, 7b).
2. Papier de sûreté (2) avec des fibres chinées (A, B, C, D), qui présente une propriété
luminescente pour l'application d'un codage, caractérisé en ce que le papier de sûreté (2) présente au moins deux zones partielles (5a, 5b, 5c ; 7a,
7b) séparées, dans chacune desquelles on a un seul type de fibres chinées (A, B, C,
D), dont la surface globale est inférieure à la surface du document de sûreté (1 ;
1a ; 1b) et dans lesquelles les fibres chinées (A, B, C, D) sont présentes exclusivement.
3. Papier de sûreté (2) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le papier de sûreté (2) contient au moins deux types de fibres chinées (A, B, C,
D), qui se différencient en ce qui concerne leurs propriétés luminescentes.
4. Papier de sûreté (2) selon la revendication 2, caractérisé en ce que les mêmes fibres chinées (A, B, C; D) sont présentes dans les deux zones partielles
(5a, 5b, 5c ; 7a, 7b).
5. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les fibres chinées (A, B, C, D) contiennent des substances luminescentes avec des
propriétés de luminescence caractéristiques.
6. Papier de sûreté (2) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les substances luminescentes présentent une bande d'émission (23a, 23b, 23c, 23d)
étroite au plan spectral.
7. Papier de sûreté (2) selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les substances luminescentes émettent en dehors de la plage spectrale visuelle.
8. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que les substances luminescentes sont des matériaux d'amplificateur optiques qui présentent
un matériau émettant de la lumière et pouvant être pompé visuellement, des centres
de diffusion de lumière et un matériau de matrice transparent.
9. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que les substances luminescentes sont présentes dans le volume des fibres chinées (A,
B, C, D).
10. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que les fibres chinées (A. B, C, D) sont teintées avec les substances luminescentes.
11. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les fibres chinées (A, B, C, D) sont à base d'un matériau synthétique.
12. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les fibres chinées (A, B, C, D) sont introduites lors de la fabrication du papier
dans le papier de sûreté (2).
13. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les fibres chinées (A, B, C, D) sont introduites au moyen du procédé de Wilcox dans
le papier de sûreté (2).
14. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les zones partielles (5a, 5b, 5c ; 7a, 7b) ont la forme de bande.
15. Papier de sûreté (2) selon la revendication 14, caractérisé en ce que la largeur des bandes est de l'ordre de 5 mm à 30 mm.
16. Papier de sûreté (2) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la densité de fibre chinée dans les zones partielles (5a, 5b, 5c; 7a, 7b) se situe
dans la plage de 2 à 20 fibres chinées (A, B, C, D) par centimètre carré.
17. Procédé pour le contrôle mécanique d'un codage dans un document de sûreté (1; 1a;
1b) avec l'utilisation d'un papier de sûreté (2) selon l'une quelconque des revendications
1 à 16, comprenant les étapes suivantes :
a) mesure de propriétés de luminescence des fibres chinées (A, B, C, D) contenues
dans les zones partielles (5a, 5b, 5c ; 7a, 7b) du papier de sûreté (2) au moyen d'un
capteur (12, 13, 15, 16),
b) fourniture du codage du papier de sûreté (2) à partir des valeurs de mesure du
capteur, et
c) comparaison du codage calculé avec une valeur de référence.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'à l'étape a), pour la mesure des propriétés de luminescence des fibres chinées (A,
B, C, D), les spectres d'émission (23a, 23b, 23c, 23d) sont mesurés hors de la zone
spectrale visuelle.
19. Procédé selon la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce qu'à l'étape a), pour la mesure des propriétés de luminescence d'un type de fibre chinée
défini, son spectre d'émission individuel (23a, 23b, 23c, 23d) est mesuré.
20. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'à l'étape a) on vérifie si différentes fibres chinées (A, B, C, D) sont présentes
dans respectivement deux zones partielles (5a, 5b, 5c ; 7a, 7b) différentes.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 20, caractérisé en ce qu'à l'étape a) des zones partielles en forme de bande (5a, 5b, 5c ; 7a, 7b) sont contrôlées.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce qu'à l'étape a) des bandes d'une largeur de 5 mm à 30 mm sont vérifiées.