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EP 1 269 101 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.05.2007 Patentblatt 2007/21 |
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Anmeldetag: 20.03.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/003155 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/073368 (04.10.2001 Gazette 2001/40) |
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EINSCHIESSGERÄT FÜR HANDFEUERWAFFEN
ADJUSTING DEVICE FOR SMALL ARMS
APPAREIL DE REGLAGE POUR ARME A FEU DE POING
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH IT LI |
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Priorität: |
27.03.2000 DE 10015196
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2003 Patentblatt 2003/01 |
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Patentinhaber: Briol, Thomas |
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72221 Haiterbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Briol, Thomas
72221 Haiterbach (DE)
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Vertreter: Späth, Dieter |
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ABACUS Patentanwälte
Klocke Späth Barth
European Patent and Trademark Attorneys
Kappelstrasse 8 72160 Horb 72160 Horb (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 046 181 GB-A- 210 334
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DE-A- 4 000 091 US-A- 5 081 783
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Einschießgerät für Handfeuerwaffen mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Einschießgerät ist bekannt aus der DE 32 04 082 A1. Das bekannte Einschießgerät
weist ein Dreibein-Gestell auf, auf dem eine Handfeuerwaffe, beispielsweise ein Luft-
oder ein Kleinkalibergewehr einspannbar ist. Die Einspannung ist im wesentlichen starr,
eine gewisse Beweglichkeit kommt dadurch zustande, dass ein Schaft der Handfeuerwaffe
mit einer Druckluftmanschette umschlossen ist. Eine präzise und reproduzierbare Einspannung
der Handfeuerwaffe und eine naturgetreue Simulation einer Rückstoßbewegung der Handfeuerwaffe,
wie sie bei der Schussabgabe eines Sportschützen stattfindet, ist mit dem bekannten
Einschießgerät nicht möglich.
[0003] GB-A-210 334 offenbart eine Einschießeinrichtung laut Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Einschießgerät so auszubilden,
dass eine Rückstoßbewegung, wie sie bei der Schussabgabe durch einen Sportschützen
stattfindet, möglichst naturgetreu und reproduzierbar simuliert wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Das
erfindungsgemäße Einschießgerät für Handfeuerwaffen mit den Merkmalen des Anspruchs
1 weist eine Einspannvorrichtung zum fest fixierten Einspannen der Handfeuerwaffe
auf. Des weiteren weist das erfindungsgemäße Einschießgerät eine Führung für die Einspannvorrichtung
auf, die die Einspannvorrichtung bogenförmig nach hinten, d.h. in Rückstoßrichtung,
und zugleich hinten nach unten beweglich führt. Mit hinten ist die Seite der Einspannvorrichtung
gemeint, die in einer vorgesehenen Einspannlage der Handfeuerwaffe einer Mündung der
Handfeuerwaffe abgewandt ist, an der sich also beispielsweise ein Schaft eines Gewehrs
befindet. Durch die bogenförmige Führung der Einspannvorrichtung bewegt sich die Handfeuerwaffe
bei einer Schussabgabe in Rückstoßrichtung und zugleich schwenkt ein Lauf der Handfeuerwaffe
mit der Mündung nach oben. Die Führung ist so ausgebildet, dass eine Handfeuerwaffe
eine Rückstoßbewegung, wie sie bei einer Schussabgabe durch einen Sportschützen in
Folge des Rückstoßes stattfindet, weitestgehend naturgetreu vollführt. Des weiteren
weist das erfindungsgemäße Einschießgerät mindestens ein Federelement auf, das den
Rückstoß der Handfeuerwaffe bei einer Schussabgabe abfängt und die Handfeuerwaffe
nach der Schussabgabe wieder in die ursprüngliche Position zurückbewegt.
[0006] Das erfindungsgemäße Einschießgerät dient zunächst zur Justierung einer Handfeuerwaffe
und ihrer Visiereinrichtung sowie zur Überprüfung von Handfeuerwaffen. Des weiteren
dient das erfindungsgemäße Einschießgerät zur Ermittlung eines Streukreises von Handfeuerwaffen
in Abhängigkeit von einer verwendeten Munition. Da das erfindungsgemäße Einschießgerät
die Rückstoßbewegung der Handfeuerwaffe weitest gehend naturgetreu simuliert, lässt
sich der Streukreis einer Handfeuerwaffe in Abhängigkeit von der verwendeten Munition
realitätsnah ermitteln. Weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Einschießgeräts ist,
dass sich ein Einfluss unterschiedlicher Munition auf den Streukreis einer Handfeuerwaffe
und durch die weitestgehend naturgetreue Simulation der Rückstoßbewegung der Handfeuerwaffe
auch die Auswirkung auf das Schießergebnis eines Schützen vorhersehen lässt. Mit dem
erfindungsgemäßen Einschießgerät lässt sich dadurch eine Munition ermitteln, mit der
eine bestimmte Handfeuerwaffe einen kleinen Streukreis und somit eine hohe Treffgenauigkeit
aufweist. Die Munition kann sogar individuell für einen bestimmten Schützen geprüft
werden. Dies ist als erheblicher Vorteil anzusehen. Das Einschießgerät ist leicht
zu Handhaben, es weist eine hohe Präzision, Reproduzierbarkeit des Schießergebnisses
und Streukreises auf. Des weiteren bietet das erfindungsgemäße Einschießgerät eine
gute Kontrollmöglichkeit einer Handfeuerwaffe bei schlechten Schießergebnissen eines
Schützen.
[0007] Die Führung, die die Rückstoßbewegung der Einspannvorrichtung mit eingespannter Handfeuerwaffe
bei einer Schussabgabe weitestgehend naturgetreu simuliert kann beispielsweise als
Schiebeführung mit bogenförmigen Führungsbahnen ausgebildet sein. Eine Ausgestaltung
der Erfindung sieht ein Gelenkviereck mit zumindest einem schräg stehenden Glied vor.
Durch Länge und Ausrichtung der vier Glieder des Gelenkvierecks lässt sich die gewünschte
Bogenführung erreichen. Das Gelenkviereck hat den Vorteil, dass es sich einfach und
preisgünstig herstellen lässt.
[0008] Als Federelement, das den Rückstoß der Handfeuerwaffe bei der Schussabgabe abfängt
und die Handfeuerwaffe nach der Schussabgabe in die ursprüngliche Position zurück
bewegt kommen grundsätzlich alle bekannten Federelemente wie beispielsweise Spiralfeder,
Federband oder Kunststofffeder in Betracht. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht
zwei Blattfedern als Federelemente vor, die zugleich zwei einander nicht benachbarte
Glieder des die Führung der Einspannvorrichtung bildenden Gelenkvierecks bilden. Diese
Ausgestaltung der Erfindung hat zunächst den Vorteil, dass die Federelemente zugleich
Elemente der Führung für die Handfeuerwaffe bilden. Zugleich wird mit Blattfedern
eine kippsichere Führung und eine Führung in einer Ebene senkrecht zu den Blattfedern
erreicht.
[0009] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Rückstoßdämpfer vor, der die Rückstoßbewegung
dämpft. Dadurch wird ein hartes Anschlagen der Einspannvorrichtung mit der eingespannten
Handfeuerwaffe am Ende der Rückstoßbewegung oder beim Zurückbewegen in die ursprüngliche
Position vermieden. Des weiteren wird durch den Rückstoßdämpfer eine Dämpfung des
Rückstoßes simuliert, wie sie bei der Schussabgabe durch Sportschützen durch Schulteranlage
oder ausschließliches Halten der Handfeuerwaffe mit der Hand auftritt. Als Rückstoßdämpfer
kommen bekannte Dämpferelemente wie beispielsweise Gasdruck- oder Öl(Viskositäts)dämpfer
in Frage.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht eine Vorspanneinrichtung vor,
mit der eine dem Rückstoß der Handfeuerwaffe entgegengerichtete Vorspannkraft des
Federelements einstellbar ist. Dadurch lässt sich das Einschießgerät an unterschiedliche
Schützen anpassen, die eine Handfeuerwaffe verschieden stark gegen den Rückstoß abstützen.
Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht somit eine gute und individuelle Anpassung
des Einschießgeräts an den jeweiligen Schützen und somit eine Justierung der Handfeuerwaffe
und ihrer Visiereinrichtung angepasst an den Schützen und eine Ermittlung des Streukreises
ebenfalls angepasst an den jeweiligen Schützen.
[0011] Die Vorspanneinrichtung kann beispielsweise eine Stellschraube sein, die die Einspannvorrichtung
abhängig von ihrer Stellung unterschiedlich weit und stark gegen das Federelement
drückt. Dadurch wird eine Feder-Vorspannkraft, mit der das Federelement die Einspannvorrichtung
bei der Schussabgabe entgegen der Rückstoßrichtung drückt, einstellbar. Eine Stellschraube
ist eine einfache und preisgünstige Möglichkeit für die Ausbildung der Vorspanneinrichtung.
[0012] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht eine Druckmessdose oder dgl. zum Messen der
Vorspannkraft vor, durch die die Vorspannkraft reproduzierbar einstellbar ist.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Einschießgerät in perspektivischer Darstellung;
- Figur 2
- das Einschießgerät aus Figur 1 in Seitenansicht;
- Figur 3
- das Einschießgerät aus Figur 1 in Draufsicht,
- Figur 4
- das Einschießgerät aus Figur 1 in Stirnansicht von hinten; und
- Figur 5
- das Einschießgerät aus Figur 1 in Stirnansicht von.
[0014] Das in der Zeichnung dargestellte, erfindungsgemäße Einschießgerät für Handfeuerwaffen
weist eine Grundplatte 1 zur starren Befestigung auf einer stabilen Unterlage wie
beispielsweise einem Betonsockel, einem stabilen und feststehenden Tisch, über Winkelhalter
an einer Wand oder an sonstigen feststehenden oder fest verankerten Teilen auf. Die
Grundplatte 1 wird beispielsweise mit der Unterlage verschraubt. Mit etwas Abstand
über der Grundplatte 1 ist eine Basisplatte 2 angeordnet, die sich über eine Dreipunktbefestigung
auf der Grundplatte abstützt. Die Dreipunktbefestigung wird von drei durch die Basisplatte
2 durchgeschraubten Stellschrauben 20 gebildet. Durch Verdrehen der Stellschrauben
20 lässt sich die Basisplatte seitlich neigen und um eine gedachte Querachse schwenken.
Letzteres dient zur Höheneinstellung der Schussrichtung. Die Basisplatte ist durch
drei Befestigungsschrauben 21 mit der Grundplatte 1 verbunden. Die Befestigungsschrauben
21 werden angezogen, nachdem die Stellschrauben 20 eingestellt worden sind.
[0015] Auf der Basisplatte 2 liegt eine Drehplatte 3 auf, die mittels eines Drehlagers 4
um eine vertikale, gedachte Drehachse auf der Basisplatte 2 drehbar ist. Das Drehlager
4 dient zur Einstellung der Schussrichtung in seitlicher Richtung. Mittels einer Klemmschraube
19 ist die Drehplatte 3 auf der Basisplatte 2 festlegbar.
[0016] Mit Abstand oberhalb der Drehplatte 3 ist eine im Querschnitt U-förmige Leiste 13
mit ihrer offenen Seite nach oben angeordnet, in die eine nicht dargestellte Handfeuerwaffe,
insbesondere ein Gewehr, beispielsweise ein Luft- oder Kleinkalibergewehr, einlegbar
bzw. auflegbar ist. Zum besseren Auflegen kann ein Adapter 18 oder eine Auflage, wie
beispielsweise der in Figuren 1 und 3 sichtbare Klotz, in die Leiste 13 ein- bzw.
auf diese aufgelegt werden. An Seiten der U-förmigen Leiste 13 sind drei Paare Spannlaschen
10, 11 starr angebracht, die von der Leiste 13 nach oben stehen. In die Spannlaschen
10, 11 sind Spannschrauben 14 eingedreht, mit denen eine zwischen die Spannlaschen
10, 11 eingelegte und auf die Leiste 13 aufgelegte Handfeuerwaffe fest fixiert einspannbar
ist. Zur Aussteifung sind zwei der drei Spannlaschenpaare 11 an ihren freien, oberen
Enden durch Bolzen 12 miteinander verbunden. Die Leiste 13 mit den Spannlaschen 10,
11, den Spannschrauben 14 und den Bolzen 12 bildet eine Einspannvorrichtung 10 bis
14, in die eine Handfeuerwaffe, insbesondere ein Gewehr, fest fixiert einspannbar
ist.
[0017] An einem hinteren Ende der U-förmigen Leiste 13 sind zwei Stäbe 22 nach hinten abstehend
angebracht, die an ihren hinteren, der Leiste 13 fernen Enden durch eine Querplatte
23 miteinander verbunden sind. Durch die Querplatte 23 ist eine Stützschraube 24 durchgeschraubt.
Die Stäbe 22 mit der Querplatte 23 und der Stützschraube 24 bilden eine Schaftstütze
für einen Schaft eines in die Einspannvorrichtung 10 bis 14 eingespannten nicht dargestellten
Gewehrs. Die Schaftstütze 22, 23, 24 verhindert ein langsames und schrittweises Lockern
des eingespannten Gewehrs durch wiederholte Schussabgabe.
[0018] Zur Verbindung der Einspannvorrichtung 10 bis 14 mit der Drehplatte 3 sind zwei Blattfedern
8, 9 vorgesehen, die querstehend und mit Abstand hintereinander angeordnet sind. Die
Blattfedern 8, 9 sind über Füße 4 bis 7 mit der Drehplatte 3 und der Leiste 13 der
Einspannvorrichtung 10 bis 14 verbunden.
[0019] Wie in Figuren 1 und 2 zu sehen steht die vordere Blattfeder 8 senkrecht und die
hintere Blattfeder 9 schräg nach hinten oben. Durch ihre Federelastizität halten die
Blattfedern 8, 9 die Einspannvorrichtung 13 bis 14 beweglich, sie bilden eine Führung
für die Einspannvorrichtung 10 bis 14. Auf Grund der Schrägstellung der hinteren Blattfeder
9 ergibt sich eine Bogenführung, die Einspannvorrichtung 10 bis 14 wird auf einer
gedachten, bogenförmigen Bahn über der Drehplatte 3 beweglich geführt. Bei einer Schussabgabe
einer in der Einspannvorrichtung 10 bis 14 eingespannten Handfeuerwaffe bewegt sich
die Einspannvorrichtung 10 bis 14 in Rückstoßrichtung und zugleich mit ihrem hinteren
Ende nach unten. Die Schussrichtung ist in Figuren 1 bis 3 nach links, die Rückstoßrichtung
dem gemäß nach rechts. Das hintere Ende ist dasjenige, an welchem die Stäbe 22 der
Schaftabstützung 22, 23, 24 und insbesondere deren Querplatte 23 angeordnet sind.
Durch die bogenförmige Führung schwenkt bei einer Schussabgabe ein Lauf der nicht
dargestellten, in die Einspannvorrichtung 10 bis 14 eingespannten Handfeuerwaffe mit
der Mündung nach oben, wie dies auch bei einer Schussabgabe durch einen die Handfeuerwaffe
im Anschlag haltenden Schützen der Fall ist. Die Rückstoßbewegung der Handfeuerwaffe
wird durch die bogenförmige Führung der Einspannvorrichtung 10 bis 14 der erfindungsgemäßen
Einschießvorrichtung weitestgehend naturgetreu simuliert.
[0020] Die Blattfedern 8, 9 bilden mit der Leiste 13 der Einspannvorrichtung 10 bis 14 und
der Drehplatte 3 ein ungleichseitiges Viereck, wie in der Seitenansicht gemäß Figur
2 gut sichtbar. Gemeinsam mit der Leiste 13 und der Drehplatte 3 bilden die Blattfedern
8, 9 eine Art Gelenkviereck, wobei eine gelenkige Verbindung der die Glieder des Gelenkvierecks
bildenden Blattfedern 8, 9, der Leiste 13 und der Drehplatte 3 durch die Federelastizität
der Blattfedern 8, 9 ersetzt ist. Die beiden Blattfedern 8, 9 bilden zwei einander
nicht benachbarte Glieder 8, 9 dieses Gelenkvierecks 3, 8, 9, 13, das seinerseits
die bogenförmige Führung der Einspannvorrichtung 10 bis 14 bildet. Auf Grund der Schrägstellung
der hinteren Blattfeder 9 ergibt sich die oben beschriebene, bogenförmige Führung
der Einspannvorrichtung 10 bis 14, die die gewünschten Bewegung der Einspannvorrichtung
10 bis 14 in Rückstoßrichtung und zugleich am hinteren Ende nach unten bei einer Schussabgabe
bewirkt.
[0021] Außer ihrer Funktion, die Einspannvorrichtung 10 bis 14 auf der beschriebenen, bogenförmigen
Bahn bei der Schussabgabe zu führen, stützen die beiden Blattfedern 8, 9 die Einspannvorrichtung
10 bis 14 gegen den Rückstoß bei der Schussabgabe ab und bewegen die Einspannvorrichtung
10 bis 14 nach der Schussabgabe zurück in deren ursprüngliche Position. Durch die
federnde Abstützung der Einspannvorrichtung 10 bis 14 gegen den Rückstoß bei einer
Schussabgabe wird eine Abstützung einer eingespannten Handfeuerwaffe erzielt, die
näherungsweise einer Abstützung an einer Schulter einer von einem Sportschützen im
Anschlag gehaltenen Handfeuerwaffe entspricht, die ebenfalls nicht starr, sondern
nachgebend und elastisch ist.
[0022] An einem vorderen Ende der Drehplatte 3 ist ein Gegenhalter 15 nach oben abstehend
angebracht, durch den eine Stellschraube 16 durchgeschraubt ist. Die Stellschraube
16 drückt gegen den Adapter 18 (Adapterplatte) am vorderen Ende der Leiste 13 der
Einspannvorrichtung 10 bis 14. Durch Drehen der Stellschraube 16 lässt sich eine Vorspannkraft
einstellen, mit der die Blattfedern 8, 9 die Einspannvorrichtung 10 bis 14 gegen die
Stellschraube 16 drücken. Dadurch lässt sich das erfindungsgemäße Einschießgerät an
verschiedene Schützen anpassen, die eine Handfeuerwaffe unterschiedlich fest gegen
den Rückstoß bei der Schussabgabe abstützen. Zwischen der Stellschraube 16 und dem
Adapter 18 am vorderen Ende der Leiste 13 kann eine Druckmessdose 17 oder eine sonstige
Einrichtung zum Messen der Vorspannkraft der Blattfedern 8, 9 angeordnet sein, wie
es in der Zeichnung dargestellt ist. Durch die Kraftmessdose 17 lässt sich die Vorspannkraft
präzise und reproduzierbar einstellen.
[0023] Das beschriebene und dargestellte, erfindungsgemäße Einschießgerät ist prinzipiell
auch für Pistolen geeignet, wobei dazu die Einspannvorrichtung 10 bis 14 beispielsweise
mit einem Adapter zu modifizieren ist, um eine Pistole fest fixiert und sicher gegen
Lockern einspannen zu können.
1. Einschießgerät für Handfeuerwaffen, mit einer Einspannvorrichtung zum fest fixierten
Einspannen der Handfeuerwaffe und einem Federelement (8, 9), das einen Rückstoß der
Handfeuerwaffe bei einer Schussabgabe abfängt, und dadurch gekennzeichnet, dass das Einschießgerät eine Führung (3, 8, 9, 13), die die Einspannvorrichtung (10 bis
14) bogenförmig in Rückstoßrichtung und zugleich hinten nach unten beweglich führt,
aufweist.
2. Einschießgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (3, 8, 9, 13) der Einspannvorrichtung (10 bis 14) als Gelenkviereck mit
einem schräg stehenden Glied (9) ausgebildet ist.
3. Einschießgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschießgerät zwei Blattfedern (8, 9) als Federelemente aufweist, die zugleich
zwei einander nicht benachbarte Glieder (8, 9) des die Führung der Einspannvorrichtung
(10 bis 14) bildenden Gelenkvierecks (3, 8, 9, 13) bilden.
4. Einschießgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschießgerät einen Rückstoßdämpfer aufweist.
5. Einschießgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschießgerät eine Vorspanneinrichtung (15, 16) zum Einstellen einer dem Rückstoß
der Handfeuerwaffe entgegengerichteten Vorspannkraft des Federelements (8, 9) aufweist.
6. Einschießgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspanneinrichtung (15, 16) eine Stellschraube (16) aufweist.
7. Einschießgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschießgerät eine Druckmessdose (17) zum Messen der Vorspannkraft aufweist.
1. Test apparatus for hand guns, the said apparatus including a clamping device for clamping
the hand guns in a fixedly secure manner and a spring element (8, 9), which absorbs
the hand gun recoil when a shot is fired, characterised in that there is provided a guide means (3, 8, 9, 13), which guides the clamping device (10
to 14) so as to be displaceable in a curved manner in the direction of recoil and
at the same time backwards and downwards
2. Test apparatus according to claim 1, characterised in that the guide means (3, 8, 9, 13) of the clamping device (10 to 14) is in the form of
a four-bar mechanism with an inclined member (9).
3. Test apparatus according to claim 2, characterised in that the test apparatus includes two leaf springs (8, 9) as spring elements, which, at
the same time, form two non-adjacent members (8, 9) of the four-bar mechanism (3,
8, 9, 13) that forms the guide means of the clamping device (10 to 14).
4. Test apparatus according to claim 1, characterised in that the test apparatus includes a recoil damper.
5. Test apparatus according to claim 1, characterised in that the test apparatus includes a pre-tensioning device (15, 16) for adjusting a pre-tensioning
force of the spring element (8, 9) that is set in the opposite direction to the recoil
of the hand gun.
6. Test apparatus according to claim 5, characterised in that the pre-tensioning device (15, 16) includes an adjusting screw (16).
7. Test apparatus according to claim 5, characterised in that the test apparatus includes a pressure pick (17) for measuring the pre-tensioning
force.
1. Chevalet de réglage pour arme à feu de poing, comprenant un dispositif de fixation
pour immobiliser l'arme à feu de poing, et un élément à ressort (8, 9) qui absorbe
un recul de l'arme à feu de poing lors d'un tir, caractérisé en ce que le chevalet de réglage présente un dispositif de guidage (3, 8, 9, 13) qui guide
le dispositif de fixation (10 à 14) en courbe dans le sens du recul, et en même temps
vers le bas à l'arrière.
2. Chevalet de réglage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (3, 8, 9, 13) du dispositif de fixation (10 à 14) est réalisé
sous forme de quadrilatère articulé doté d'un élément (9) disposé en oblique.
3. Chevalet de réglage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le chevalet de réglage présente, en tant qu'éléments à ressort, deux ressorts à lame
(8, 9) qui constituent simultanément deux éléments non adjacents (8, 9) du quadrilatère
articulé (3, 8, 9, 13) formant le dispositif de guidage du dispositif de fixation
(10 à 14).
4. Chevalet de réglage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le chevalet de réglage présente un amortisseur de recul.
5. Chevalet de réglage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le chevalet de réglage présente un dispositif de précontrainte (15, 16) pour régler
la force de précontrainte de l'élément à ressort (8, 9), qui s'oppose au recul de
l'arme à feu de poing.
6. Chevalet de réglage selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de précontrainte (15, 16) présente une vis de réglage (16).
7. Chevalet de réglage selon la revendication 5, caractérisé en ce que le chevalet de réglage présente une boîte dynamométrique (17) pour mesurer la force
de précontrainte.