[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, einen
Glasbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5 und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 6.
[0002] Bekannte Profilierungen unter dem Boden von Glasbehältern dienen dazu, eine definierte
Standfläche an dem Glasbehälter zu schaffen, mit welcher der Glasbehälter auf einer
Unterlage aufgestellt werden kann. Bekannte Profilierungen weisen sichelförmige, radiale
oder in mehreren Reihen angeordnete punktförmige Profilierungselemente auf. Diese
Profilierungselemente sind bei runden Glasbehältern auf zur Längsachse der Glasbehälter
konzentrischen Kreisen angeordnet. Bei unrunden Glasbehältern befinden sich die Profilierungselemente
üblicherweise entlang einer Außenseite des Bodens. Normalerweise sind die bekannten
Profilierungselemente in gleichbleibendem Abstand voneinander angeordnet.
[0003] Bekannt ist es auch, die Nummer derjenigen Form der Glasformmaschine, durch welche
der Glasbehälter hergestellt wurde, in Form eines Punktcodes außen auf dem Glasbehälter
anzubringen. Dieser Punktcode ist maschinell lesbar und befindet sich bei den bekannten
Ausführungsformen entweder radial nach außen gerichtet oberhalb des Bodens des Glasbehälters
oder auf einem konzentrischen Kreis unter dem Boden.
[0004] Aus der US 3 963 918 A ist es bei einem Formnummernlesegerät an sich bekannt, eine
Glasflasche in einer Prüfstation aus ihrer Transportbewegung anzuhalten. In den Boden
der Flasche sind Linsen in einer Anordnung eingeformt, die in codierter Form der Nummer
derjenigen Form einer Glasformmaschine entspricht, in der die Flasche hergestellt
wurde. Die Flasche steht jedoch nicht auf den Linsen, sondern auf einem zusätzlichen
äußeren Umfangsring des Bodens (Fig. 5B). Durch Relativdrehung der Flasche und eines
Abtastkopfes in der Prüfstation werden die Linsen abgetastet und entsprechende elektrische
Signale erzeugt, die zur Entcodierung ausgewertet werden. Dieses Gerät erfordert verhältnismäßig
hohen Aufwand für die Codierung der Flasche und für die Gewinnung der Abtastsignale.
[0005] Eine ähnliche Lösung mit den gleichen Nachteilen schlägt die US 3 991 883 A für das
Formnummernlesen vor. Hier ist ein konzentrischer Ring unter dem Boden der Flasche
in Sektoren eingeteilt. In zwei diametral gegenüberliegenden Sektoren sind für Start
und Stopp des Lesens je vier Linsen angebracht, während in jedem der übrigen Sektoren
entweder nur eine (= binäre 1) oder gar keine Linse (= binäre 0) vorgesehen ist. So
ist die Formnummer binär codiert.
[0006] Besondere Arten der Codierung einer Flasche sind aus der DE 36 37 210 C2, der US
3 745 314 A, der DE 196 51 924 A1, Fig. 4, und der DE 28 45 300 C3 für das Formnummernlesen
an sich bekannt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Erkennung von Glasbehältern nach unterschiedlichen
Kriterien zu verbessern und zu erleichtern.
[0008] Diese Aufgabe ist hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst. So kann zum Zweck der Erkennung die ohnehin vorhandene Profilierung unter
dem Boden der Glasbehälter ausgenutzt werden. Auf diese Weise lassen sich mit geringem
Aufwand die Formnummer und andere Produktionsdaten maschinenlesbar codieren. Zusätzlich
ist es möglich, Pfandbehälter in maschinenlesbarer Weise zu kodieren, um auf diese
Weise die Rückzahlung des Pfandes zu mechanisieren. Desgleichen können pfandlose Einwegglasbehälter
maschinell dem Recycling zugeführt werden, ohne dass eine Pfandauszahlung erfolgt.
[0009] Diese Vorteile sind auch mit den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 4 erreichbar.
[0010] Die erfindungsgemäße Aufgabe ist auch durch den Glasbehälter gemäß Anspruch 5 gelöst.
Die besondere Ausgestaltung der Profilierung an seinem Boden gestattet die verschiedenen
vorerwähnten Nutzungen.
[0011] Gemäß Anspruch 6 oder 7 ergeben sich gut erkennbare Profilierungselemente.
[0012] Die vorerwähnte Aufgabe ist hinsichtlich der Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs
8 gelöst. Es ergeben sich die zu Anspruch 1 geltend gemachten Vorteile auch hier.
[0013] Die Merkmale des Anspruchs 9 bieten eine sehr universelle Abtastvorrichtung, ohne
dass der Glasbehälter zur Abtastung um seine Längsachse gedreht werden müsste.
[0014] Gleiches gilt sinngemäß für die Abtastvorrichtung gemäß Anspruch 10.
[0015] Durch die Merkmale des Anspruchs 11 steht eine mechanische Abtastvorrichtung zur
Verfügung, die robust ist und ebenfalls universell eingesetzt werden kann.
[0016] Gemäß Anspruch 12 ist nur ein Lückentastelement oder sind verhältnismäßig wenige
Lückentastelemente erforderlich, wodurch der bauliche Aufwand verringert wird.
[0017] Durch die Merkmale der Ansprüche 13 und 14 wird jeweils eine sichere Erkennung des
Glasbehälters ermöglicht.
[0018] Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Ansicht von unten gemäß Linie l-l in Fig. 2 auf den Boden eines Glasbehälters,
Fig. 2 eine Schnittansicht nach Linie ll-ll in Fig. 1,
Fig. 3 bis 5 jeweils eine Ansicht von unten auf den Boden anderer Glasbehälter,
Fig. 6 ein Blockschaltbild für eine Erkennungsvorrichtung mit CCD-Kamera,
Fig. 7 schematisch eine Erkennungsvorrichtung mit einer mechanischen Abtastvorrichtung,
Fig. 8 schematisch eine Erkennungsvorrichtung mit kapazitiven Sensoren,
Fig. 9 die Ansicht gemäß Linie IX-IX in Fig. 8 mit zwei unterschiedlichen Ausführungsformen
der kapazitiven Sensoren,
Fig. 10 eine Ansicht von unten auf einen weiteren Glasbehälter und
Fig. 11 die Schnittansicht nach Linie Xl-Xl in Fig. 10 in verkleinerter Darstellung.
[0019] Fig. 1 zeigt einen Glasbehälter 1 mit einer Längsachse 2 und einem Boden 3, der an
einer Formanschlussnaht 4 in einen Rumpf 5 des Glasbehälters 1 übergeht. Die Formanschlussnaht
bezeichnet in an sich bekannter Weise den Formspalt zwischen den beiden Fertigformhälften
und dem zugehörigen Fertigformboden derjenigen Fertigform, in welcher der Glasbehälter
1 hergestellt wurde.
[0020] Außen an dem Boden 3 ist eine sichelförmige Profilierungselemente 6 aufweisende Profilierung
7 angebracht. Die Profilierungselemente 6 sind auf einem zu der Längsachse 2 konzentrischen
Kreis normalerweise in gleichbleibendem Abstand voneinander angeordnet und erstrecken
sich von dem Boden 3 weg nach außen.
[0021] Gemäß Fig. 2 kann der Glasbehälter 1 mit den Profilierungselementen 6 auf einer Unterlage
8 aufgestellt werden.
[0022] Gemäß Fig. 1 ist eines der Profilierungselemente 6 fortgelassen, wodurch an dieser
Stelle eine Lücke 9 in der Profilierung 7 geschaffen wurde. Wie an den Beispielen
der Fig. 6 bis 9 noch näher erläutert werden wird, kann die Lücke 9 maschinell abgetastet
und dadurch ein Lückensignal gewonnen werden. Das Lückensignal wird anschließend dazu
verwendet zu erkennen, dass es sich bei dem geprüften Glasbehälter 1 um einen solchen
mit der oder ohne die Lücke 9 handelt. Beispielsweise kann der Lücke 9 die Bedeutung
gegeben werden, dass es sich bei dem zugehörigen Glasbehälter 1 um eine Einweg-Pfandflasche
handelt, für welche dem Einlieferer Pfand zurückzuerstatten ist.
[0023] In allen Zeichnungsfiguren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszahlen versehen.
[0024] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 weist die Profilierung 7 am Boden 3 des Glasbehälters
1 Lücken 10 bis 13 auf. Die sich wiederum axial nach außen erstreckenden Profilierungselemente
6 sind hier bezüglich der Längsachse 2 radial orientiert, könnten aber ebenso gut
sichelförmig wie in Fig. 1 ausgebildet sein. In der Lücke 10 fehlen vier Profilierungselemente
6, in der Lücke 11 fehlt ein Profilierungselement 6, und in den Lücken 12 und 13 fehlen
jeweils zwei Profilierungselemente 6. Zwischen den Lücken 10 und 11 einerseits sowie
12 und 13 andererseits ist jeweils ein Profilierungselement 6 vorhanden. Zwischen
den Lücken 11 und 12 sind dagegen zwei Profilierungselemente stehen gelassen. Durch
diese Aufeinanderfolge der Lücken 10 bis 13 und der dazwischen angeordneten Profilierungselemente
6 ist der Code 0000.0..00.00 repräsentiert, der nach dem international gebräuchlichen
Punktcode (dot code) die Zahl 14 bedeutet. In diesem Code bedeutet eine "0" ein fehlendes
Profilierungselement 6 und ein "." ein vorhandenes Profilierungselement. Durch den
erwähnten Punktcode sind wenigstens die Zahlen von 1 bis 90 durch unterschiedliche
Aufeinanderfolgen von "0" und "." repräsentiert. Bei der Zahl 14 kann es sich z.B.
um die Nummer derjenigen Fertigform einer Glasformmaschine handeln, in welcher der
Glasbehälter 1 hergestellt wurde. Durch maschinelle Erkennung der Zahl Nr. 14 anhand
der Codierung in der Profilierung 7 lässt sich also auf die Fertigform Nr. 14 rückschließen.
Sobald an dem Glasbehälter 1 Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, kann irgendwo
stromabwärts von der Glasformmaschine auf die Fertigform 14 rückgeschlossen werden,
die entsprechende Korrekturen benötigt.
[0025] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 weist die Profilierung 7 zwei Lücken 15 und
16 auf, die, bezogen auf die Längsachse 2, unter einem Winkel 17 in Umfangsrichtung
voneinander entfernt angeordnet sind. In diesem Beispiel fehlen in der Lücke 15 zwei
Profilierungselemente 6 und in der Lücke 16 drei Profilierungselemente 6. Die Anzahl
der in jeder Lücke fortzulassenden Profilierungselemente richtet sich danach, wie
groß die jeweilige Lücke sein muss, um eine ausreichende Erkennungssicherheit zu gewährleisten.
In vielen Fällen wird es genügen, nur ein einziges Profilierungselement 6 fortzulassen,
wie dies in Fig. 1 für die Lücke 9 gezeigt ist. Der Erkennungssicherheit kann es dienen,
wenn statt der nur einen Lücke 9 in Fig. 1 zwei Lücken 15, 16, wie in Fig. 4, oder
auch noch mehr als zwei Lücken vorgesehen sind. Auch der Winkel 17 dient zur weiteren
Absicherung der Erkennung des Glasbehälters 1. So wird der Glasbehälter 1 nicht nur
erkannt, wenn zwei Lücken festgestellt werden. Vielmehr ist es zusätzlich erforderlich,
dass diese Lücken 15, 16 unter dem vorgegebenen Winkel 17 zueinander angeordnet sind.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 weist die Profilierung 7 zwei zur Längsachse
2 konzentrische kreisförmige Folgen von sich wiederum axial nach außen erstreckenden,
punktförmigen Profilierungselementen 6 auf. Die äußere Folge der Profilierungselemente
6 weist keine Lücken auf. Die im Zusammenhang mit Fig. 3 beschriebenen Lücken 10 bis
13 mit den dazwischen angeordneten Profilierungselementen 6, die insgesamt in codierter
Form wiederum die Zahl "14" verkörpern, sind in der inneren Folge der Profilierungselemente
6 angeordnet. So sind die Standsicherheit und allgemeine Handhabbarkeit des Glasbehälters
1 durch die Lücken 10 bis 13 praktisch nicht beeinträchtigt, weil die äußere Folge
der Profilierungselemente 6 nicht unterbrochen ist.
[0027] In Fig. 6 wird der Boden 3 des Glasbehälters 1 von unten durch eine Ringleuchte 18
beleuchtet, die über ein Kabel 19 mit einem Blitzgerät 20 verbunden ist. Das Blitzgerät
20 wird über eine Leitung 21 durch ein Bildverarbeitungssystem 22 gesteuert. Koaxial
mit der Längsachse 2 des Glasbehälters 1 ist unterhalb des Bodens 3 eine CCD-Kamera
23 als Bestandteil einer Abtastvorrichtung 24 angeordnet. Die CCD-Kamera 23 erzeugt
elektrische Bildsignale, die - entsprechend den Lücken 9 bis 13, 15 und 16 - jeweils
Lückensignale aufweisen. Diese Bildsignale einschließlich der Lückensignale werden
über eine Leitung 25 in das Bildverarbeitungssystem 22 eingegeben und dort verarbeitet.
An das Bildverarbeitungssystem 22 sind z.B. ein Monitor 26, ein oder mehrere Aktoren
27 sowie Sensoren 28 angeschlossen. Der Monitor 26 zeigt ein Bild 29 eines Bodens
einer Flasche mit sichelförmigen Profilierungselementen 6 und Lücken 15, 16 gemäß
Fig. 4. Allerdings sind in Fig. 6 die Profilierungselemente 6 sichelförmig wie in
Fig. 1 ausgebildet.
[0028] Mit der Anordnung gemäß Fig. 6 lassen sich codierte Glasbehälter sehr sicher erkennen.
[0029] Gemäß Fig. 7 weist die Abtastvorrichtung 24 Lückentastelemente 30 und 31 auf. Diese
sind relativ zu dem Boden 3 des Glasbehälters 1 in der Unterlage 8 in den Richtungen
der Doppelpfeile 32 bewegbar gelagert und in Richtung auf den Boden 3 durch eine Druckfeder
33 vorgespannt. Jedes Lückentastelement 30, 31 trägt unten eine Fahne 34 und 35, die
jeweils mit einem stationären Sensor 36 und 37 zusammenwirkt.
[0030] Fig. 7 zeigt, wie das Lückentastelement 30 in die Lücke 9 der Profilierung 7 eingreift.
Dadurch wurde die Fahne 34 in den Wirkbereich des Sensors 36 angehoben. Der Sensor
36 ist über eine Leitung 38 mit einer Auswerteeinrichtung 39 verbunden, mit der der
Sensor 37 über eine Leitung 40 verbunden ist.
[0031] Das andere Lückentastelement 31 liegt an der Unterseite von Profilierungselementen
6 an. Dies bedeutet, dass seine Fahne 35 nicht im Wirkungsbereich des Sensors 37 angeordnet
ist. So gibt in der in Fig. 7 gezeichneten Anordnung der Sensor 36 ein Lückensignal
in die Auswerteeinrichtung 39, während dies bei dem Sensor 37 nicht der Fall ist.
Die Auswerteeinrichtung 39 kann über eine Leitung 41 mit einem oder mehreren Aktoren
42 verbunden sein.
[0032] Wenn nur ein einziges Lückentastelement in der Abtastvorrichung 24 vorgesehen ist,
könnte dies z.B. einen Glasbehälter 1 gemäß Fig. 1 erkennen, der ebenfalls nur eine
Lücke 9 in der Profilierung 7 aufweist. Dazu müsste allerdings der Glasbehälter um
seine Längsachse 2 so lange gedreht werden, bis das Lückentastelement, wie in Fig.
7 dargestellt, in die Lücke 9 eingreift.
[0033] Alternativ könnten Lückentastelemente über den gesamten Umfang der Profilierung 7
angeordnet sein. Bei nur einer Lücke 9 würde dann irgendeines der Lückentastelemente
in die Lücke 9 eingreifen und das gewünschte Lückensignal in die Auswerteeinrichtung
39 liefern. Hier wäre allerdings der mechanische Aufwand vergleichsweise hoch.
[0034] Alternativ könnten mehrere Lückentastelemente im Abstand voneinander vorgesehen sein,
die mit entsprechenden Lücken in der Profilierung 7 zusammenwirken. Auch dazu müsste
der Glasbehälter 1 um seine Längsachse 2 so lange gedreht werden, bis die Lückentastelemente
in die zugehörigen Lücken eingreifen.
[0035] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 und 9 weist die Abtastvorrichtung 24
eine mit den Profilierungselementen 6 und mit der wenigstens einen Lücke 9 fluchtende
Anordnung kapazitiver Sensoren 43 auf. Eingänge 44 aller Sensoren 43 sind in einer
gemeinsamen Ebene der Unterlage 8 angeordnet.
[0036] Wie Fig. 9 zeigt, können die Querschnitte der Sensoren 43 beispielsweise rund oder
rechteckig sein. Bei rechteckiger Ausbildung kann ein Durchmesserbereich der zu prüfenden
Glasbehälter 1 mit denselben Sensoren 43 geprüft werden, wenn die Sensoren 43 mit
ihrer Längsrichtung im Wesentlichen radial bezüglich der Längsachse 2 angeordnet sind,
wie dies in Fig. 9 dargestellt ist.
[0037] An Ausgängen 45 der Sensoren 43 ergeben sich unterschiedliche elektrische Signale,
je nach dem, ob dem Eingang 44 eine Profilierungselement 6 oder eine Lücke 9 gegenüberliegt.
Die Ausgangssignale werden über Leitungen 46 in die Auswerteeinrichtung 39 eingegeben,
die über die Leitung 41 den Aktor 42 ansteuert.
[0038] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 10 und 11 sind die Profilierungselemente
6 der Profilierung 7 als Vertiefungen in einem Standring 47 am Boden 3 des Glasbehälters
1 ausgebildet. Wenn wenigstens eine dieser Vertiefungen 6 fortgelassen wird, entsteht
die Lücke 9 oder mehrere Lücken entsprechend den zuvor beschriebenen Ausführungsformen.
Jede dieser Lücken kann entsprechend den zuvor geschilderten Ausführungsbeispielen
maschinell abgetastet werden.
1. Verfahren zur maschinellen Erkennung von Glasbehältern (1),
wobei jeder Glasbehälter (1) einen Boden (3) und unter dem Boden (3) eine Profilierung
(7) aufweist,
wobei die Profilierung (7) im Abstand von einander angeordnete Profilierungselemente
(6) aufweist, und wobei der Glasbehälter (1) mit der Profilierung (7) auf einer Unterlage
(8) aufgestellt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Profilierungselement (6) fortgelassen wird,
dass durch das Fortlassen jedes Profilierungselements (6) eine Lücke (9 bis 13,15,16)
in der Profilierung (7) geschaffen wird,
dass die wenigstens eine Lücke (9 bis 13,15,16) maschinell abgetastet und dadurch
ein Lückensignal gewonnen wird,
und dass jedes Lückensignal ausgewertet und zur Erkennung des Glasbehälters (1) verwendet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass durch Aufeinanderfolgen von Profilierungselementen (6) und Lücken (9 bis 13,15,16)
der an sich bekannte Punktcode an dem Glasbehälter (1) realisiert wird,
wobei der Punktcode die Nummer einer Form einer Glasformmaschine verkörpert, in welcher
Form der betreffende Glasbehälter (1) hergestellt wurde.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet dass durch eine Aufeinanderfolge von Profilierungselementen (6) und Lücken (9 bis 13,15,16)
eine Codierung von den Glasbehälter (1) betreffenden Daten realisiert wird,
und dass es sich bei diesen Daten z.B. handelt um die Bezeichnung derjenigen Glasformmaschine,
durch welche der Glasbehälter (1) hergestellt wurde, und/oder um Angaben zum Zeitraum
der Herstellung des Glasbehälters (1) und/oder um Produktionsdaten.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass durch die wenigstens eine Lücke (9 bis 13,15,16) verkörpert wird, dass es sich bei
dem betreffenden Glasbehälter (1) um einen Pfandbehälter handelt,
und dass die zugehörigen Lückensignale zur Pfandrückzahlung an einen Einlieferer des
Pfandbehälters verwendet werden.
5. Glasbehälter (1),
der einen Boden (3) und unter dem Boden (3) eine Profilierung (7) aufweist,
wobei die Profilierung (7) im Abstand von einander angeordnete Profilierungselemente
(6) aufweist, und wobei der Glasbehälter (1) mit der Profilierung (7) auf einer Unterlage
(8) aufgestellt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Profilierung (7) des Glasbehälters (1) wenigstens ein Profilierungselement
(6) fehlt,
und dass die Profilierung (7) an der Stelle jedes fehlenden Profilierungselements
(6) eine Lücke (9 bis 13,15,16) aufweist.
6. Glasbehälter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierungselemente (6) sich von dem Boden (3) weg nach außen erstrecken.
7. Glasbehälter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierungselemente (6) als sich zum Inneren des Glasbehälters (1) hin erstreckende
Vertiefungen in einem Standring (47) des Bodens (3) ausgebildet sind.
8. Vorrichtung zur maschinellen Erkennung von Glasbehältern (1),
wobei jeder Glasbehälter (1) einen Boden (3) und unter dem Boden (3) eine Profilierung
(7) aufweist,
wobei die Profilierung (7) im Abstand von einander angeordnete Profilierungselemente
(6) aufweist, und wobei der Glasbehälter (1) mit der Profilierung (7) auf einer Unterlage
(8) aufgestellt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Profilierung (7) des Glasbehälters (1) wenigstens ein Profilierungselement
(6) fehlt,
dass durch das Fehlen jedes Profilierungselements (6) eine Lücke (9 bis 13,15,16)
in der Profilierung (7) geschaffen ist,
dass eine Abtastvorrichtung (24) zur maschinellen Abtastung der wenigstens eine Lücke
(9 bis 13,15,16) und zur Erzeugung eines Lückensignals vorgesehen ist,
und dass die Lückensignale in eine Auswerteeinrichtung (39) zur Erkennung des Glasbehälters
(1) eingebbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung (24) eine ein Bild des Bodens (3) aufnehmende CCD-Kamera (23)
aufweist,
dass die CCD-Kamera (23) elektrische Bildsignale erzeugt,
und dass die Bildsignale das wenigstens eine Lückensignal aufweisen und in die als
Bildverarbeitungssystem (22) ausgebildete Auswerteeinrichtung (39) zur Erkennung des
Glasbehälters (1) eingebbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung (24) eine mit den Profilierungselementen (6) und mit der wenigstens
einen Lücke (9 bis 13,15,16) fluchtende Anordnung kapazitiver Sensoren (43) aufweist,
dass Eingänge (44) aller Sensoren (43) in einer gemeinsamen Ebene (8) angeordnet sind,
und dass Ausgänge (45) der Sensoren (43) mit der Auswerteeinrichtung (39) verbunden
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung (24) wenigstens ein mit einer Lücke (9 bis 13,15,16) zusammenwirkendes
Lückentastelement (30) aufweist,
dass jedes Lückentastelement (30) relativ zu dem Boden (3) bewegbar und in Richtung
auf den Boden (3) federnd vorgespannt ist,
dass die axiale Stellung jedes Lückentastelements (30) durch einen Sensor (36;37)
feststellbar ist,
dass jeder Sensor (36;37) eines mit einer Lücke (9 bis 13,15,16) zusammenwirkenden
Lückentastelements (30) das Lückensignal erzeugt,
und dass ein Ausgang jedes Sensors (36;37) mit der Auswerteeinrichtung (39) verbunden
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Glasbehälter (1) relativ zu dem wenigstens einen Lückentastelement (30) um eine
Längsachse (2) des Glasbehälters (1) drehbar ist, bis das wenigstens eine Lückentastelement
(30) mit der zugehörigen Lücke (9 bis 13,15,16) zusammenwirkt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierungselemente (6) sich von dem Boden (3) weg nach außen erstrecken.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierungselemente (6) als sich zum Inneren des Glasbehälters (1) hin erstreckende
Vertiefungen in einem Standring (47) des Bodens (3) ausgebildet sind.