[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrtreppe mit einer Mehrzahl von Treppenstufen, welche
jeweils eine Trittfläche und eine Frontfläche aufweisen.
[0002] Bei einer Fahrtreppe bewegt sich ein Stufenband mit Treppenstufen vom schrägen zum
waagrechten Bereich, wobei sich die Frontfläche der Treppenstufe, auch Setzstufenteil
genannt, gegenüber der Trittfläche, auch Trittstufenteil genannt, der nachfolgenden
Treppenstufe bewegt. Diese unvermeidbare Bewegung kann eine Gefahrenquelle bilden,
auf die der Sicherheit halber hingewiesen werden soll.
[0003] Aus der Schrift US 4,756,398 ist eine Fahrtreppe bekannt, bei der die Frontfläche
der Treppenstufen aus einem lichtleitenden Material gefertigt ist oder farbig bemalt
ist. Im ersten Fall weist diese bekannte Lösung den Nachteil auf, dass der Treppenstufenkörper
extra aus zwei verschiedenen Materialien gefertigt werden muss, das heisst die Trittfläche
aus dem für Fahrtreppen üblichen Material und die Frontfläche aus einem lichtleitenden
Material. Dies führt zwangläufig zu höheren Fertigungszeiten und Fertigungskosten
der Treppenstufe. Im zweiten Fall weist diese bekannte Lösung den Nachteil auf, dass
nur der Stufenspalt beleuchtet wird und nicht die ganze bewegte Frontfläche der Treppenstufe.
Dies führt dazu, dass die Gefahrenzone vom Fahrtreppenbenutzer schlecht wahrgenommen
wird und die mögliche Gefahr nicht erkannt wird.
[0004] Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, eine Fahrtreppe der eingangs genannten
Art vorzuschlagen, welche die vorgenannten Nachteile nicht aufweist und mit einfach
herstellbaren Mitteln eine leichtere und sicherere Erkennbarkeit der Gefahrenzone
ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Ein Vorteil ist darin zu sehen, dass der Stufengrundkörper aus einem einzigen für
Fahrtreppenstufen üblichen Material bestehen kann.
[0007] Durch die in den abhängigen Patentansprüchen aufgeführten Massnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Fahrtreppe möglich.
[0008] Die lösbare Anordnung des Bauelementes auf der Frontfläche hat den Vorteil, dass
das Bauelement leicht austauschbar ist.
[0009] Weiter ist die Tatsache vorteilhaft, dass die Bauelemente zusammen kombinierbar sind,
um sich an verschiedenen Stufenbreiten anzupassen.
[0010] Alle erläuterten Merkmale sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
[0011] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den schematischen Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Globaldarstellung einer Fahrtreppe,
Fig. 2 das Detail A aus Figur 1 in vergrössertem Massstab,
Fig. 3 eine teilweise explodierte Darstellung einer Fahrtreppenstufe nach einer ersten
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 4 einen seitlichen Schnitt von zwei Fahrtreppenstufen gemäss der Erfindung,
Fig. 5 eine teilweise explodierte Darstellung einer Fahrtreppestufe nach einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 6 ein Detail eines mehrteilig ausgeführten Bauelementes.
[0012] Figur 1 zeigt die seitliche Globaldarstellung der Fahrtreppe 1, die ein Stufenband
2 aufweist, welches Treppenstufen 3 umfasst. Das Stufenband 2 weist zwei waagrechte
Bereiche 4 und einen schrägen Bereich 5 auf.
[0013] Figur 2 zeigt in vergrössertem Massstab das Detail A aus Figur 1, wobei die Ausbildung
der Treppenstufen 3 deutlicher angegeben ist. Eine Treppestufe 3 weist eine Trittfläche
3.1, auch Trittstufenteil genannt, und eine Frontfläche 3.2, auch Setzstufenteil genannt,
auf. Wenn sich die Fahrtreppe 1 nach oben vom schrägen Bereich 5 zum waagrechten Bereich
4 bewegt, bewegt sich die Frontfläche 3.2 einer Stufe 3 gegenüber der Trittfläche
3.1 der nachfolgenden Stufe 3. Um diese Bewegung zu erlauben, ist zwischen den beiden
genannten Flächen ein Stufenspalt 6 vorhanden, welcher durch eine, als Lichtquelle
dienende Beleuchtungseinrichtung 7 beleuchtet wird. Die Beleuchtungseinrichtung 7
befindet sich vorzugsweise unterhalb der Fahrtreppenstufen 3 und ist an nichtbewegten
Teilen der Fahrtreppe 1, wie zum Beispiel am Fahrtreppetragkörper 8, auch Fachwerk
genannt, befestigt.
[0014] In Figur 3 wird die Ausbildung einer Fahrtreppenstufe gemäss einer ersten Ausführungsform
der Erfindung angegeben. Auf mindestens einem Teil der Frontfläche 3.2 der Stufe 3
wird ein als Lichtleiter dienendes Bauelement 9 montiert, das in diesem Beispiel als
transparentes Bauelement ausgeführt ist und in unmontiertem Zustand in Figur 3 dargestellt
ist. Die Stufe 3, auch als Stufengrundkörper bezeichnet, besteht aus dem für Fahrtreppenstufen
üblichen Material, wie zum Beispiel Aluminium-Druckguss. Das Bauelement 9 kann vorzugsweise
lösbar mit der Frontfläche 3.2 der Stufe 3 verbunden sein, beispielsweise durch Verschraubung
mit dem Aluminiumstufenkörper. Das Bauelement 9 kann somit leicht ausgetauscht werden.
[0015] Figur 4 zeigt im Querschnitt zwei nacheinander liegenden Stufen 3 eines Stufenbandes
2 gemäss der ersten Ausführungsform der Erfindung. Die Frontfläche 3.2 der Stufe 3
ist mit dem transparenten Bauelement 9 versehen und wird von der unter den Stufen
3 befindlichen Beleuchtungseinrichtung 7 beleuchtet. Das Bauelement 9 erfüllt die
Funktion eines Lichtleiters. Es wird somit nicht nur der Stufenspalt 6, sondern auch
die bewegte Frontfläche 3.2 der Stufe 3 beleuchtet. Zur besseren Lichtausbeute kann
die Beleuchtungseinrichtung 7 mit einem Reflektor 7.1 oder Hohlspiegel versehen sein.
Zum Schutz vor Beschädigungen und Verunreinigungen kann vorzugsweise eine transparente
Abdeckung 7.2 vor der Beleuchtungseinrichtung 7 vorgesehen sein. Um die Unterseite,
das heisst die der Beleuchtungseinrichtung 7 zugekehrte Seite des Bauelementes 9 von
eventuellen Verunreinigungen zu säubern, kann eine Reinigungseinheit 10, zum Beispiel
eine bürstenartige Reinigungseinheit, unterhalb der Stufen 3 montiert sein.
[0016] Das Bauelement 9 kann ein- oder mehrteilig ausgeführt sein. Zweckmässigerweise besteht
es jedoch aus mehreren Teilen, woraus sich ein modulares System ableiten lässt. Bei
der kleinsten Stufenbreite b = 600 mm würden dabei als Einheit ein rechter und ein
linker Teil dienen, die jeweils eine Breite b von 300 mm aufweisen. Bei einer Stufenbreite
von b = 800 mm wird zusätzlich ein Mittelstück verwendet. Bei der Variante b = 1000
mm kommen damit zwei zusätzliche Mittelstücke zum Einsatz. Durch Überlappung U dieser
Teile können Toleranzen T ausgeglichen werden (siehe Figur 6). Diese Toleranzen T
können beispielsweise durch Herstellungsungenauikeiten, Montageungenauigkeiten, Wärmeausdehnung
und so weiter entstehen.
[0017] Figur 5 zeigt eine Stufe 3 gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Diese
Variante stellt die Verwendung und die Beleuchtung der zum Sockelblech der Fahrtreppe
grenzenden beiden Kanten 11 der Stufe 3 dar. Auf diesen Kanten 11 werden zwei Bauelemente
9' aus transparentem Material montiert. Die Beleuchtung erfolgt wie bei der kompletten
Frontfläche 3.2 der oben beschriebenen ersten Ausführungsform. Die Befestigung erfolgt
wie bisher, das heisst durch Verschraubung mit dem Aluminiumstufenkörper, wobei beide
Bauelemente 9' ebenfalls lösbar auf den Stufen 3 angeordnet sein können, das heisst
auf der Frontfläche 3.2 der Stufe 3.
[0018] Bei allen Ausführungsformen der Erfindung kann als Material für das Bauelement zum
Beispiel ein transparenter Kunststoff, der gegebenenfalls farbig oder fluoreszierend
eingefärbt ist, verwendet werden. Alle andere Materialien, die zur Erreichung des
Zwecks der Erfindung geeignet sind, können auch verwendet werden.
1. Fahrtreppe mit einer Mehrzahl von Treppenstufen (3), welche jeweils eine Trittfläche
(3.1) und eine Frontfläche (3.2) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Frontfläche (3.2) ein als Lichtleiter dienendes Bauelement (9; 9') angeordnet
ist, wobei das Bauelement (9; 9') das von einer Lichtquelle (7) erzeugte Licht aussendet.
2. Fahrtreppe nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauelement (9; 9') transparent ausgebildet ist.
3. Fahrtreppe nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauelement (9; 9') einteilig oder mehrteilig ausgeführt ist.
4. Fahrtreppe nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauelement (9; 9') auf der Frontfläche (3.2) lösbar angeordnet ist.
5. Fahrtreppe nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauelement (9; 9') farbig ausgeführt ist.
6. Fahrtreppe nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bauelement (9; 9') aus Kunststoff ist.
7. Fahrtreppe nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquelle (7) unterhalb der Treppenstufen (3) angeordnet ist.
8. Fahrtreppe nach Patentanspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquelle (7) zur besseren. Lichtausbeute einen Reflektor (7.1) aufweist.
9. Fahrtreppe nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Reinigung des Bauelementes (9; 9') eine Reinigungseinheit (10) unterhalb der Treppenstufen
(3) angeordnet ist.