[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz für eine insbesondere in Katastrophenfällen
aufstellbare quaderförmige Hauseinheit.
[0002] Nach Katastrophen, wie Erdbeben, Erdrutschen oder Überschwemmungen müssen insbesondere
dann, wenn nachts die Außentemperaturen stark absinken, sehr schnell Notunterkünfte
bereitgestellt und errichtet werden. Solche Notunterkünfte sind in der Regel Zelte
in verschiedenster Ausgestaltung mit Bodenabdeckungen. Derartige Notunterkünfte sind
bei starkem Regen oder Schneefällen und bei niedrigen Außentemperaturen unzureichend.
[0003] Man verwendet deshalb auch sogenannte Unterkunftscontainer, die als Ganzes auf Lastwagen
oder zerlegt in Bodenfläche, Dachfläche und vier Wände transportiert und aufgestellt
werden. Für das Tragen und Aufstellen dieser Bauelemente sind aufgrund ihres relativ
hohen Gewichts mehrere Personen erforderlich. Für die Aufstellung ist eine vorherige
Planierung der Bodenfläche nötig. Bei starken Regenfällen kann es zu bodenseitigen
Durchfeuchtungen kommen.
[0004] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, einen Bausatz aus Bauelementen
bereitzustellen, aus denen sich schnell und unkompliziert eine statisch stabile Hauseinheit
aufstellen lässt, wobei jedes der Bauelemente so ausgelegt ist, dass es von einer
Person getragen werden kann, für die Montage zwei, maximal drei Personen genügen und
für das Aufstellen lediglich eine Richtlatte, eine Wasserwaage und ein einfacher Werkzeugsatz
genügen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Bausatz für eine insbesondere in Katastrophenfällen
aufstellbare quaderförmige Hauseinheit mit zwei Längswänden, mit zwei Querwänden,
mit zwei zueinander geneigten Dachflächen, die in einem zu den Längswänden parallelen
First aneinanderstoßen, und mit einer ebenen Bodenfläche gelöst, die die folgenden
durch Befestigungselemente verbindbaren Bauelementen aufweist.
[0006] Zum Aufstellen der quaderförmigen Hauseinheit werden vier Fundamentplatten benötigt,
von denen an jeder wenigstens zwei davon hochstehende Bolzen befestigt sind. Die Fundamentplatten
werden gewöhnlich aus Beton hergestellt, wobei die Bolzen eingegossen sind. Die Fundamentplatten
sind relativ flach, wiegen etwa dreißig Kilo und werden an vier, den Ecken der zu
errichtenden Hauseinheit entsprechenden Stellen positioniert und mittels Richtlatte
und Wasserwaage nivelliert, wofür nur geringe Erdbewegungen erforderlich sind.
[0007] Damit die Fundamentplatten einen ausreichenden Bodenandruck haben, werden auf ihnen
pro Fundamentplatte wenigstens eine, vorzugsweise drei beschwerende Stahlplatten so
aufgelegt, dass die Bolzen der Fundamentplatte durch in den Stahlplatten vorbereitete
Bohrungen hindurchgehen. Jede der Stahlplatten hat etwa das Gewicht einer Fundamentplatte
und kann von einer Person transportiert werden.
[0008] Auf die Oberseite der Stahlplatten jeder Fundamentplatte wird dann eine Basisplatte
aufgesetzt, in der ebenfalls Bohrungen für die Durchführung der Bolzen der Fundamentplatte
vorgesehen sind. Die Basisplatte wird dann durch auf die Bolzen aufgeschraubte Muttern
gegen die Stahlplatten fixiert. Die Basisplatte ist am unteren Ende einer Profilstütze
angeschweißt, von denen für den Bausatz vier vorgesehen sind.
[0009] Jede Profilstütze hat in einem wenigstens einer Treppenstufenhöhe entsprechenden
Abstand von der Basisplatte in den Ebenen der Längswände jeweils wenigstens ein unteres
Aufnahmeprofil, an ihrem anderen Ende in den Ebenen der Längswände wenigstens ein
oberes Aufnahmeprofil und in den Ebenen der Querwände und der Dachflächen jeweils
einen angeschweißten Dachträgerstutzen, der in einem Stirnflansch endet. Oberhalb
des unteren Aufnahmeprofils und unterhalb des oberen Aufnahmeprofils hat jede Profilstütze
jeweils wenigstens eine sich in den Ebenen der Längswände erstreckende Spannlasche
sowie eine weitere am Dachträgerstutzen angebrachte, sich in der Ebene der zugehörigen
Dachfläche erstreckende Spannlasche.
[0010] Zu dem Bausatz gehören zwei untere Querträger, die an den Profilstützen in der Ebenen
der Bodenfläche durch vorbereitete Befestigungsmittel festlegbar sind, gewöhnlich
bestehend aus Schraubenbolzen, Muttern und vorbereiteten Bohrungen.
[0011] Der Bausatz weist ferner zwei Dachträger auf, von denen jeder einen der Neigung der
Dachflächen entsprechenden stumpfen Firstwinkel hat und in einem Flansch endet, der
bei der Montage der Hauseinheit bei entsprechend aufgestellten Profilstützen in Position
gegenüber dem jeweiligen Stirnflansch gegenüberliegender Dachträgerstutzen gebracht
wird, so dass die Stimflansche mithilfe in den Flanschen vorbereiteter Bohrungen,
durch diese hindurchgeführter Schrauben und mittels Muttern verbunden werden können.
[0012] Jeder Dachträger hat an seinem First ein sich zu den Ebenen der Längswände parallel
erstreckendes firstseitiges Aufnahmeprofil und auf jeder Seite des Aufnahmeprofils
jeweils eine sich in der Dachfläche erstreckende Spannlasche. Vorzugsweise sind zwei
firstseitigen Aufnahmeprofile an jedem Dachträger vorgesehen, die symmetrisch zum
First an ihn angrenzend angebracht sind.
[0013] Der Bausatz weist sechs Längsträger auf, wenn jeder Dachträger nur ein firstseitiges
Aufnahmeprofil hat. Hat jeder Dachträger zwei firstseitige Aufnahmeprofile, umfasst
der Bausatz sieben Längsträger. Die Länge der Längsträger ist für die Erstreckung
zwischen den unteren Aufnahmeprofilen der Profilstützen, zwischen den oberen Aufnahmeprofilen
der Profilstützen, zwischen den firstseitigen Aufnahmeprofilen der Dachträger sowie
für die mittige Erstreckung zwischen den unteren Querträgern bemessen. Die unteren,
oberen und firstseitigen Längsträger werden mit ihren Enden auf die jeweiligen Aufnahmeprofile
aufgelegt und durch Befestigungsmittel in Form von vorbereiteten Bohrungen, Schraubenbolzen
und Muttern festgelegt. Der Längsträger für die mittige Erstreckung zwischen den unteren
Querträgern wird an diesen mittels vorbereiteter Bohrungen, Schrauben und Muttern
befestigt.
[0014] Wenn aus den bisher erwähnten Bauelementen des Bausatzes die Haueinheit errichtet
ist, bedarf sie noch einer statischen Stabilisierung. Zu diesem Zweck sind vier Spannelemente
mit Anschlussenden für die Befestigung an den oberen und unteren Spannlaschen der
Profilstützen für eine sich kreuzende Anordnung in den Ebenen der Längswände sowie
vier Spannelemente mit Anschlussenden für die Befestigung an den dachstützenseitigen
und firstseitigen Spannlaschen für eine sich kreuzende Anordnung in den Ebenen der
Dachflächen vorgesehen. Jedem Spannelement ist ein Spannschloss zugeordnet, so dass
durch Drehen des Spannschlosses an jedem Spannelement, das gewöhnlich aus einer Stahlstange
oder aus Stahldraht besteht, die erforderliche Zugspannung eingestellt werden kann.
[0015] An dem aus den erwähnten Bauelementen des Bausatzes errichteten Skelett werden zur
Ausbildung der Hauseinheit Wand- und Abdeckelemente angebracht. Dafür hat der Bausatz
vorzugsweise Längselemente, deren Länge für die Erstreckung zwischen jeweils einem
oberen Längsträger und einem unteren Längsträger und deren Anzahl abhängig von ihrer
Breite für die Bildung der Längswände bemessen ist, Querwandelemente, deren Länge
und Abschrägung an vorgegebener Position für die Erstreckung zwischen jeweils einem
Dachträger mit angrenzenden Dachträgerstutzen und einem unteren Querträger und deren
Anzahl abhängig von ihrer Breite für die Bildung der Querwände bemessen ist, Dachabdeckelemente,
deren Länge für die Erstreckung von einem oberen Längsträger zum firstseitigen Längsträger
bis zum First und deren Anzahl abhängig von ihrer Breite für die Bildung der Dachflächen
bemessen ist, sowie Bodenabdeckelemente, deren Länge und deren Anzahl abhängig von
ihrer Breite für die Überdeckung der Bodenfläche bemessen ist, deren Ebene von den
Oberseiten der unteren Längsträger, des unteren mittigen Längsträgers und der unteren
Querträger gebildet wird.
[0016] In entsprechenden Längswandelementen oder Querwandelementen können an geeigneten
Stellen Öffnungen für den Einsatz eines Fensters oder einer Tür ausgebildet sein,
wobei unterhalb der Tür an dem entsprechenden unteren Längsträger oder Querträger
eine L-förmige Stufenplatte angeschweißt ist, um das Betreten der Hauseinheit zu erleichtern,
deren Innenboden sich etwa einen halben Meter über dem Außenboden, auf dem oder in
dem die Fundamentplatten angeordnet sind, befindet.
[0017] Um sowohl die erforderliche Festigkeit, das geringe Gewicht für ein einfaches Tragen
und eine thermische Isolierung zu gewährleisten, verwendet man für die Längswandelemente,
die Querwandelemente, die Dachabdeckelemente und die Bodenabdeckelemente vorzugsweise
ein steifes Sandwich-Material mit einer beidseitigen Außenschicht aus Blech oder Kunststoff
und einer Innenschicht aus wärmedämmendem Hartschaumstoff.
[0018] Damit sie die erforderliche Festigkeit haben, werden die Profilstützen vorzugsweise
aus Doppel-T-Stahlprofilen gefertigt. Für die Längsträger und Querträger können je
nach geforderter Statik U-, Kasten- oder Doppel-T-Stahlprofile verwendet werden. Als
Aufnahmeprofile eignen sich L-Stahlprofile, wobei deren Aufnahmeflächen für die beiden
oberen und firstseitigen Längsträger zweckmäßigerweise wie die Dachflächen geneigt
sind, die einen Firstwinkel von 175° bis 160°, vorzugsweise von 170° einschließen.
[0019] Für die Serienfertigung sind die Aufnahmeprofile und die Spannlaschen an den Profilstützen,
an den Dachträgerstutzen und an den Dachträgern zweckmäßigerweise jeweils auf zwei
gegenüberliegenden Seiten vorgesehen.
[0020] Wenn dies der Fall ist, lässt sich der beschriebene erste Bausatz durch einen zweiten
Bausatz für einen Querwandseitigen Anbau einer zweiten Hauseinheit aus Bauelementen
in der Ausgestaltung des ersten Bausatzes verwenden. Der untere Querträger des ersten
Bausatzes bei der ersten Hauseinheit wird nicht montiert und als äußerer unterer Querträger
des zweiten Bausatzes bei der zweiten Hauseinheit eingesetzt. Der erweiterte Bausatz
hat zusätzlich zwei Fundamentplatten mit wenigstens einer Stahlplatte, eine weitere
mittige Fundamentplatte ohne Zuordnung einer Stahlplatte, zwei Profilstützen mit Dachträgerstutzen,
einen weiteren Dachträger, bei nur einem firstseitigen Längsträger fünf Längsträger
und bei zwei firstseitigen Längsträgern sechs Längsträger, einen mittigen unteren
Längsträger, der endseitig für die Verbindung mit der Mitte des vom ersten in den
zweiten Bausatz übernommenen äußeren unteren Querwandträgers und mit dem mittigen
unteren Längsträger des ersten Bausatzes ausgebildet ist und der an dieser Verbindungsstelle
eine vorzugsweise durch Verschweißen angebrachte Fußstütze mit einer Basisplatte mit
Bohrungen für die Aufnahme der Bolzen der weiteren mittigen Fundamentplatte aufweist,
sowie Wand- und Abdeckelemente für zwei weitere Längswände, zwei weitere Dachflächen
und eine weitere Bodenfläche, jeweils in den beschriebenen Ausgestaltungen.
[0021] Bei dem so erweiterten Bausatz lässt sich unter Aufrechterhaltung der Bedingungen,
dass eine Person jedes Bauelement durch Tragen transportieren kann und für das Aufstellen
der erweiterten Hauseinheit nur zwei, maximal drei Personen genügen, mit einem geringen
Mehraufwand an Bauelementen das Wohnraumvolumen verdoppeln, wobei keine zusätzlichen
Spannelemente erforderlich sind. Im Hinblick auf die gewünschte Anordnung von Fenstern
oder Türen können jedoch die einer Längswand oder einer Dachfläche zugeordneten sich
kreuzenden Spannelemente des ersten Bausatzes dem zweiten Bausatz für die Anordnung
in der benachbarten Längswand bzw. in dem benachbarten Dachfeld der zweiten Hauseinheit
zugeordnet werden, ohne dass dadurch die durch die Spannelemente erreichte Gesamtstabilität
der erweiterten Hauseinheit beeinträchtigt wird.
[0022] Die aus den Bauelementen des erfindungsgemäßen Bausatzes mithilfe geeigneter Befestigungselemente
in einfacher Weise und schnell aufgestellte Einzel- oder Doppelhauseinheit hat aufgrund
der Hochlage des Innenbodens keine Probleme bezüglich Bodenfeuchtigkeit und außenbodenseitigem
Wasserabfluss. Der freie Raum unter der Bodenfläche ermöglicht die Anbringung von
Rohren, Kabeln und Pumpen unter der Bodenfläche. Auf ihr kann eine Duschwanne aufgestellt
werden. Aufgrund der Abdeckungen in Sandwichbauweise ist eine ausreichende Wärmedämmung
gewährleistet, so dass eine Isolation gegenüber niedrigen Außentemperaturen gewährleistet
ist, andererseits die Hauseinheit auch als Kühlraum nutzbar ist. Aufgrund der gewählten
Materialien lässt sich die unmöblierte Hauseinheit durch Auspritzen mit Wasser oder
mit einem Dampfstrahler leicht reinigen, ja sogar steril halten. Infolge ihrer Statikauslegung
ist die aus dem erfindungsgemäßen Bausatz errichtete Hauseinheit auch in Gebieten
einsetzbar, in denen starke Nachbeben nach Erdbeben erwartet werden, da die Konstruktion
auch stabil bleibt, wenn sich eine oder mehrere Fundamentplatten aufgrund von bebenbedingten
Bodenprofilveränderungen absenken oder angehoben werden. Selbst wenn es in einem Extremfall
zum Bruch von Abdeckelementen oder Tragteilen des Bausatzes kommt, ist die Verletzungsgefahr
für Personen aufgrund der niedrigen Masse der Bauelemente gering.
[0023] Anhand von Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Bausatzes
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine aus einem erfindungsgemäßen Bausatz errichtete Hauseinheit,
- Fig. 2
- die Hauseinheit von Fig. 1 in der Seitenansicht,
- Fig. 3
- die Hauseinheit von Fig. 1 in der Draufsicht,
- Fig. 4
- die Hauseinheit von Fig. 1 in der Stirnansicht,
- Fig. 5
- perspektivisch die Einzelheit A von Fig. 4,
- Fig. 6
- die Einzelheit B von Fig. 1,
- Fig. 7
- die Einzelheit C von Fig. 4,
- Fig. 8
- die Einzelheit D von Fig. 2,
- Fig. 9
- perspektivisch eine aus einem erweiterten Bausatz aufgebaute erweiterte Hauseinheit,
- Fig. 10
- die erweiterte Hauseinheit in der Seitenansicht,
- Fig. 11
- die erweiterte Hauseinheit in der Draufsicht, und
- Fig. 12
- die Einzelheit E von Fig. 9.
[0024] Die in Fig. 1 bis 4 gezeigte Hauseinheit hat zwei Längswände 21a, 21b, zwei Querwände
20a, 20b, zwei zueinander geneigte Dachflächen 22a, 22b, die in einem zu den Längswänden
21a, 21b parallelen First 24 aneinanderstoßen, und eine ebene Bodenfläche 23a. Diese
Hauseinheit lässt sich aus einem Bausatz mit den folgenden durch Befestigungselemente
verbindbaren Bauelementen aufstellen, nämlich aus vier Fundamentplatten 30, zwölf
Stahlplatten 32, vier Profilstützen 33, zwei unteren Querträgern 43a, 43b, zwei Dachträgern
44, sieben Längsträgern 50a bis 50g, acht Spannelementen 52a bis 52d, bzw. 54a bis
54d sowie aus entsprechend bemessenen Längswandelementen 60, Querwandelementen 61,
Dachabdeckelementen 62 und Bodenabdeckelementen 63.
[0025] Wie in Fig. 1 bis 5 zu sehen ist, hat jede Fundamentplatte zwei quadratische Flächen,
eine für die Auflage auf dem Boden und die andere für die Aufnahme von Stahlplatten
32 sowie vier rechteckige Randflächen. Die aus Beton hergestellte Fundamentplatte
30 trägt von jeder Auflagefläche hochstehende Schraubbolzen 31, die bei ihrer Herstellung
in den Beton eingegossen und fixiert werden. Jeder Aufnahmefläche sind aufeinander
drei Stahlplatten 32 zugeordnet, in denen Bohrungen 35 so vorgesehen sind, dass sich
die Bolzen 31 durch sie hindurch bei fluchtender Ausrichtung der Stahlplatten 32 und
durch entsprechende Bohrungen 35 in einer Basisplatte 34 einer Profilstütze 33 erstrecken.
Die Sicherung der Basisplatte 34 und der Stahlplatten 32 auf der Fundamentplatte 30
erfolgt durch nicht gezeigte Muttern, die auf die Gewinde der Bolzen 31 aufgeschraubt
und festgezogen werden. Die zueinander parallelen Umfangsflächen nehmen ausgehend
von der Fundamentplatte 30 über die beschwerenden Stahlplatten 32 zur Basisplatte
34 hin stufenweise ab. Auf der Basisplatte 34 ist eine Profilstütze 33 aus einem Doppel-T-Profil
aus Stahl angeschweißt.
[0026] Wie aus den Figuren 1 bis 4 und 8 zu ersehen ist, hat jede Profilstütze 33 in einem
wenigstens einer Treppenstufenhöhe entsprechenden Abstand von der ihrem einen Ende
entsprechenden Basisplatte 34 in den Ebenen der Längswände 21a, 21b jeweils wenigstens
ein L-förmiges unteres Aufnahmeprofil 36, an ihrem anderen Ende in den Ebenen der
Längswände 21a, 21b wenigstens ein oberes L-förmiges Aufnahmeprofil 37 und in den
Ebenen der Querwände 20a, 20b und der Dachflächen 22a, 22b jeweils einen angeschweißten
Dachträgerstutzen 38, der in einem Stirnflansch 39 endet. Oberhalb des unteren Aufnahmeprofils
36 und unterhalb des oberen Aufnahmeprofils 37 ist jeweils eine sich in den Ebenen
der Längswände 21a, 21b erstreckende Spannlasche 40, 41 an der Profilstütze 33 angeschweißt.
Eine weitere Spannlasche 42 ist am Dachträgerstutzen 38 so angeschweißt, dass sie
sich in der zughörigen Ebene der Dachfläche 22a, 22b erstreckt.
[0027] Wie aus Fig. 8 zu ersehen ist, besteht der untere Querträger 43a aus einem Doppel-T-Profil
aus Stahl, an dem eine Basisplatte 74 angeschweißt ist, in der Bohrungen ausgebildet
sind. Entsprechende Bohrungen sind in den T-Flanschen der Profilstütze 33 so vorgesehen,
dass bei fluchtenden Bohrungen und nach Festlegen durch Muttern und Schrauben die
Oberseite des Querträgers 43a in der Ebene der Bodenfläche 23a liegt. An dem Steg
der Profilstütze 33 ist das L-förmige untere Aufnahmeprofil 36 senkrecht zu dem Querträger
43a angeschweißt. Auf der horizontalen Aufnahmefläche des L-förmigen unteren Aufnahmeprofils
36 wird der untere Längsträger 50a, der als Kastenprofil ausgebildet ist, aufgelegt
und mittels Schraubenbolzen und Mutter so festgelegt, dass sich seine Oberseite in
der Ebene der Bodenfläche 23a befindet. An dem Steg der Profilstütze 33 ist auf seiner
Längsmitte und oberhalb des Aufnahmeprofils 36 die sich in der Ebene der Längswand
21a erstreckende Sparinlasche 40 angeschweißt, die eine Bohrung aufweist. Das Spannelement
52 ist an einem Anschlussende 56 festgelegt, das ebenfalls eine Bohrung aufweist.
Das Anschlusselement 56 wird an der Spannlasche 40 durch eine durch die Bohrungen
hindurchgeführte und durch die Mutter gesicherte Schraube mit vorgegebenem Winkel
festgelegt.
[0028] Wie aus Fig. 4 zu sehen ist, ist die Aufnahmefläche des sich in der Ebene der Längswand
21a erstreckenden L-förmigen oberen Aufnahmeprofils 37 entsprechend der Neigung des
Dachträgerstutzens 38 geneigt, wodurch sich der von einem oberen Aufnahmeprofil 37
aufgenommene Längsträger 50d, 50e mit Kastenprofil mit seiner Oberseite in der Ebene
der Dachflächen 22a bzw. 22b erstreckt.
[0029] Wie aus Fig. 4 und 7 zu ersehen ist, besteht jeder Dachträger 44 aus zwei Doppel-T-Profilen,
die an ihren einen Enden am First 24 unter Bildung des Firstwinkels α, der bei dem
gezeigten Ausführungsbeispiel 170° beträgt, miteinander verschweißt sind, und an deren
gegenüberliegenden Enden jeweils senkrecht dazu ein Stirnflansch 45 angeschweißt ist,
der vier Bohrungen aufweist. Der Stirnflansch 39 an jedem, von einem Doppel-T-Profil
gebildeten Dachträgerstutzten 38, ist mit entsprechenden Bohrungen versehen, so dass
bei fluchtender Ausrichtung der Bohrungen in den Flanschen 39 und 45 zueinander eine
Verbindung durch Bolzen und Muttern vorgenommen werden kann, so dass der Dachträger
44 fluchtend zu den beiden mit ihm verbundenen Dachträgerstutzen 38 ausgerichtet ist.
[0030] Zu beiden Seiten des Firsts 24 ist, wie in Fig. 7 gezeigt ist, am Steg des Doppel-T-Profils
des Dachträgers 44 senkrecht zu ihm jeweils ein L-förmiges firstseitiges Aufnahmeprofil
46 bzw. 47 so angeschweißt, dass sich seine Aufnahmefläche parallel zu den Flanschen
des Dachträgers 44 erstreckt. Auf die Auflagefläche des Aufnahmeprofils 46 ist der
kastenförmige Längsträger 50f so aufgelegt und mittels Schraubenbolzen und Mutter
über entsprechende Bohrungen verbunden, dass sich seine Oberseite in der Ebene der
Dachfläche 22a befindet. Auf der anderen Seite des Firsts 24 ist am Steg des Dachträgers
44 das davon senkrecht abstehendes L-förmiges Aufnahmeprofil 47 so angeschweißt, dass
seine Aufnahmefläche parallel zu den Flanschen des Dachträgers 44 auf dieser Seite
des Firsts 24 ist. Auf die Aufnahmefläche des Aufnahmeprofils 47 ist der kastenförmige
Längsträger 50g so aufgelegt und durch entsprechende Bohrungen mit Schrauben und Muttern
so verbunden, dass sich seiner Oberseite in der Ebene der Dachfläche 22b befindet.
[0031] Im Abstand von dem Aufnahmeprofil 46 bzw. 47 ist an dem Steg des Dachträgers 44 auf
seiner Längsmitte parallel zur entsprechenden Dachfläche 22a bzw. 22b eine senkrecht
abstehende Spannlasche 48 angeschweißt, die mit einer Bohrung versehen ist. Jedes
dachseitige Spannelement 54 hat ein Anschlussende 56 mit einer Bohrung, die fluchtend
zu der Bohrung in der Spannlasche 48 ausgerichtet wird. Bei fluchtenden Bohrungen
erfolgt eine Befestigung durch Durchführen eines Schraubenbolzens und Sicherung mittels
einer Mutter in der gewünschten Ausrichtung des Spannelements 54.
[0032] Wie aus Fig. 1 bis 4 zu ersehen ist, erstrecken sich die Spannelemente 52 in den
Ebenen der Längswände 21a und 21b jeweils von der oberen Spannlasche 41 der einen
Profilstütze 33 zur unteren Spannlasche 40 der anderen Profilstütze, wodurch sie sich
mittig kreuzen. Mittels Spannschlössern 53 lassen sich die Spannelemente 52 in Form
einer Stange oder bestehend aus Draht entsprechend spannen. Die dachflächenseitigen
Spannelemente 54 erstrecken sich jeweils zwischen einer firstseitigen Spannlasche
48 am Dachträger 44 und einer dachträgerstutzenseitigen Spannlasche 42, so dass sie
sich ebenfalls mittig in jeder Dachfläche 22a bzw. 22b kreuzen. Die aus einer Stange
oder Draht bestehenden Spannelemente 54 lassen sich durch Spannschlösser 55 entsprechend
spannen.
[0033] Wie aus Fig. 1 und 6 zu ersehen ist, hat der mittige Längsträger 50c an seinen Enden
jeweils einen angeschweißten Befestigungsflansch 75, dem ein entsprechender mittiger
Befestigungsflansch 76 zugeordnet ist, der an den Längskanten der Flansche der Querträger
43 bzw. 43b angeschweißt ist. Die Befestigungsflansche 75 und 76 weisen Bohrungen
auf, durch die bei fluchtender Ausrichtung Schraubenbolzen hindurchgeführt und mittels
Muttern gesichert werden können, wobei die Bohrungen so vorgesehen sind, dass sich
die Oberseiten der Querträger 43a und 43b, des Längsträgers 50c ebenso wie die Oberseiten
der Längsträger 50a und 50b in der Ebene der Bodenfläche 23a befinden.
[0034] Wenn das in Fig. 1 gezeigte Gerüst der Hauseinheit aus den beschriebenen Bauelementen
des Bausatzes stabil errichtet ist, müssen die offenen Flächen abgedeckt werden, wofür
SandwichPlatten mit Außenschichten aus Metall oder Kunststoff und einer Innenschicht
aus Hartschaumstoff verwendet werden.
[0035] Die Längswandelemente 60 werden gemäß Fig. 2 nebeneinander am oberen Längsträger
50d und am unteren Längsträger 50a mittels Metallschrauben abdichtend nebeneinander
befestigt, wobei an vorgegebenen Stellen in einem oder mehreren Längswandelementen
60 beispielsweise ein Fenster 70 vorgesehen sein kann.
[0036] Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, werden die Querwände 21a bzw. 21b von Querwandelementen
61 gebildet, die auf ihrer Oberseite entsprechend der Neigung der Dachträger 44 abgeschrägt
sind. Die Querwandelemente 61 werden in vorgegebener Zuordnung nebeneinander abdichtend
angeordnet und mittels Stahlschrauben an dem Dachträger 44, dem Dachträgerstutzen
38 und an dem unteren Querträger 43a bzw. 43b befestigt. An geeigneter Stelle kann
in einem Querwandelement 61 ein Öffnung für eine Tür 71 ausgespart sein, unterhalb
der an dem entsprechenden Querträger eine L-förmige Stufe 69 angeschweißt ist, deren
Trittstufe sich auf einer Zwischenhöhe zwischen der inneren Bodenfläche 23a und dem
Außenboden befindet, auf dem die Fundamentplatten 30 ruhen.
[0037] Die Abdeckelemente 62 erstrecken sich zwischen den jeweils bereits der Dachneigung
angepassten oberen Längsträgern 50d, 50e und den firstseitigen Längsträgern 50f, 50g
und stoßen am First 24 abdichtend aneinander, wodurch geschlossene Dachflächen 22a
und 22b gebildet werden.
[0038] Auf der Ebene der Bodenfläche 23a werden zwischen den Querträgern 43a, 43b Bodenabdeckelemente
63 nebeneinander abdichtend angeordnet, die sich von dem Längsträger 50a über den
mittigen Längsträger 50c zum Längsträger 50b erstrecken und jeweils mittels Stahlschrauben
festgelegt werden.
[0039] Wie aus Fig. 1 und 9 zu ersehen ist, können die Aufhahmeprofile 36, 37, 46 und 47
und die Spannlaschen 40, 41, 42 und 48 an den Profilstützen 33, den Dachträgerstutzen
38 und den Dachträgern 44 jeweils auf zwei gegenüberliegenden Seiten vorgesehen werden,
wodurch die erste Hauseinheit um eine zweite Hauseinheit auf einfache Weise vergrößert
werden kann.
[0040] Dafür wird der erste Bausatz um einen zweiten Bausatz für einen querwandseitigen
Anbau der zweiten Hauseinheit aus Bauelementen in der Ausgestaltung des ersten Bausatzes
erweitert. Der untere Querträger 43b des ersten Bausatzes, dabei wird als äußerer
unterer Querträger der zweiten Hauseinheit verwendet.
[0041] Die zusätzlichen Bauelemente des zweiten Bausatzes bestehen aus drei Fundamentplatten
30, von denen zwei jeweils drei Stahlplatten 32 zugeordnet sind und eine für eine
mittige Anordnung ohne Zuordnung von Stahlplatten vorgesehen ist, aus zwei Profilstützen
33 mit Dachträgerstutzen 38, aus einem Dachträger 44, aus sieben Längsträgern 50h
bis 50o, von denen einer der mittige Längsträger 50o ist, der endseitig für die Verbindung
mit der Mitte des äußeren vom ersten in den zweiten Bausatz übernommenen unteren Querwandträgers
43b und mit dem mittigen Längsträger 50c des ersten Bausatzes ausgebildet ist und
an dieser Verbindungsstelle eine Fußstütze 66 mit einer Basisplatte 67 mit Bohrungen
68 für die Aufnahme der Bolzen der weiteren mittigen Fundamentplatte 30 aufweist,
sowie aus Wand- und Abdeckelementen für zwei weitere Längswände, für zwei weitere
Dachflächen und für eine weitere Bodenfläche jeweils in der Ausgestaltung des ersten
Bausatzes.
[0042] Die Querwandelemente der Querwand 20a des ersten Bausatzes werden zur Bildung der
Querwand 20c des zweiten Bausatzes verwendet, da die erweiterte Hauseinheit zunächst
innen durchgehend offen ist. Zur Unterteilung des Innenraums können jedoch auch entsprechende
weitere nicht gezeigte Innenwandelemente vorgesehen werden.
[0043] Wie aus Fig. 12 zu ersehen ist, besteht die Fußstütze 66 ebenso wie der weitere mittige
Längsträger 50o aus einem Doppel-T-Profil, wobei die Verschweißung in einem Gehrungswinkel
von 45° vorgenommen ist. Der mittige Längsträger 50c des ersten Bausatzes hat an seinem
Ende eine angeschweißte Stirnplatte 65 mit Bohrungen, denen Bohrungen in den Flanschen
der Fußstütze 66 so zugeordnet sind, dass bei fluchtender Ausrichtung der Bohrungen
und der Befestigung der Längsträger 50c und 50o mit der Hilfe von durch die Bohrungen
hindurchgeführter und durch Muttern abgesicherter Schrauben die Oberseiten des Längsträgers
50c des ersten Bausatzes und des Längsträgers 50o des zweiten Bausatzes in Ebene der
Bodenflächen 23a, 23b liegen. Die Länge der Fußstütze 66 ist so bemessen, dass ihre
Basisplatte 68 auf der mittigen Fundamentplatte 30 ohne zusätzliche Stahlplatten aufliegt,
wobei für die Befestigung der Basisplatten 67 an der Fundamentplatte 30, wie beschrieben,
an der Fundamentplatte 30 Bolzen hochstehen, die durch entsprechend Bohrungen 68 in
der Basisplatte 67 hindurchgeführt und mittels nicht gezeigter Muttern festgelegt
sind.
[0044] Wie aus Fig. 9 bis 11 zu sehen ist, genügt es für eine ausreichende Statik, wenn
die Spannelemente des ersten Bausatzes nur bei der ersten Hauseinheit angeordnet sind.
Die vorgesehen Statik bleibt jedoch auch dann erhalten, wenn die einer Längswand 21a,
21b oder einer Dachfläche 22a, 22b zugeordneten, sich kreuzenden Spannelemente 52,
54 des ersten Bausatzes dem zweiten Bausatz für die Anordnung in der benachbarten
Längswand 21c, 21d bzw. in dem benachbarten Dachfeld 22c, 22d der zweiten Hauseinheit
zugeordnet werden.
[0045] Wie aus Fig. 11 zu ersehen ist, ist der von dem unteren Längsträger 50i und dem oberen
Längsträger 501 gebildeten Längswand 21d eine L-förmige Stufenplatte 69 zugeordnet,
die an dem unteren Längsträger 50i so befestigt ist, dass sich ihre Trittstufe auf
halber Höhe zwischen dem Außenboden, auf dem sich die Fundamentplatten 30 befinden,
und der inneren Bodenfläche 23b erstreckt. Über der Trittstufe 69 ist in der Längswand
21d eine nicht gezeigte Türe angeordnet. In den äußeren Querwänden 43a und 43c (Fig.
11) können Fenster vorgesehen sein. Unterhalb des mittleren Dachträgers 44 von Fig.
11 kann eine nicht gezeigte Trennwand mit Durchgangstür zwischen den Bodenflächen
22 und 23b (Fig. 10) vorgesehen werden.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 20a, b, c
- Querwand
- 21 a, b, c, d
- Längswand
- 22a, b, c, d
- Dachfläche
- 23a, 23b
- Bodenfläche
- 24
- First
- 30
- Fundamentplatte
- 31
- Bolzen
- 32
- Stahlplatte
- 33
- Profilstütze
- 34
- Basisplatte
- 35
- Bohrung
- 36
- unteres Aufnahmeprofil
- 37
- oberes Aufnahmeprofil
- 38
- Dachträgerstützen
- 39
- Stirnflansch
- 40
- untere Spannlasche
- 41
- obere Spannlasche
- 42
- dachträgerstutzenseitige Spannlasche
- 43a, b
- Querträger
- 44
- Dachträger
- 45
- Stirnflansch
- 46
- firstseitiges Aufnahmeprofil
- 48
- firstseitige Spannlasche
- 50a, b, h, i
- unterer Längsträger
- 50c, o
- mittiger unterer Längsträger
- 50d, e, k, l
- oberer Längsträger
- 50f, g, m, n
- firstseitiger Längsträger
- 52
- Spannelement Längswand
- 53
- Spannschloss
- 54
- Spannelement Dach
- 55
- Spannschloss
- 56
- Anschlussenden
- 60
- Längswandelement
- 61
- Querwandelement
- 62
- Dachabdeckelement
- 63
- Bodenabdeckelement
- 65
- Stimplatte
- 66
- Fußstütze
- 67
- Basisplatte
- 68
- Bohrung
- 69
- Stufenplatte
- 70
- Fenster
- 71
- Tür
- 74
- Basisplatte
- 75
- Befestigungsflansch
- 76
- Befestigungsflansch
1. Bausatz für eine insbesondere in Katastrophenfällen aufstellbare quaderförmige Hauseinheit
mit zwei Längswänden (21a, 21b), mit zwei Querwänden (20a, 20b), mit zwei zueinander
geneigten Dachflächen (22a, 22b), die in einem zu den Längswänden (21a, 21b) parallelen
First (24) aneinander stoßen, und mit einer ebenen Bodenfläche (23a), wobei zu dem
Bausatz die folgenden durch Befestigungselemente verbindbaren Bauelemente gehören:
a) vier Fundamentplatten (30), von denen an jeder wenigstens zwei davon hochstehende
Bolzen (31) befestigt sind,
b) pro Fundamentplatte (30) wenigstens eine beschwerende Stahlplatte (32), die Bohrungen
(35) für die Aufnahme der Bolzen (31) der Fundamentplatte (30) aufweist,
c) vier Profilstützen (33), von denen jede
- an ihrem einen Ende eine Basisplatte (34) mit Bohrungen (35) für die Aufnahme der
Bolzen (31) der Fundamentplatte (30),
- in einem wenigstens einer Treppenstufenhöhe entsprechenden Abstand von der Basisplatte
(34) in den Ebenen der Längswände (21a, 21b) jeweils wenigstens ein unteres Aufnahmeprofil
(36),
- an ihrem anderen Ende in den Ebenen der Längswände (21a, 21b) wenigstens ein oberes
Aufnahmeprofil (37) und in den Ebenen der Querwände (20a, 20b) und der Dachflächen
(22a, 22b) jeweils einen angeschweißten Dachträgerstutzen (38), der in einem Stirnflansch
(39) endet,
- oberhalb des unteren Aufnahmeprofils (36) und unterhalb des oberen Aufhahmeprofils
(37) jeweils wenigstens eine sich in den Ebenen der Längswände (21a, 21b) erstreckende
Spannlasche (40, 41) und
- eine am Dachträgerstutzen (38) angebrachte, sich in den zughörigen Ebenen der Dachflächen
(22a, 22b) erstreckende Spannlasche (42) aufweist,
d) zwei an den Profilstützen (33) in der Ebene der Bodenfläche (23) festlegbare untere
Querträger (43a, 43b),
e) zwei Dachträger (44), von denen jeder
- einen der Neigung der Dachflächen (22a, 22b) entsprechenden stumpfen Firstwinkel
(α) hat,
- in einem Stirnflansch (45) endet, der für eine Verbindung mit dem Stirnflansch (39)
am zugewandten Dachträgerstutzen (38) der Profilstütze (33) ausgebildet ist,
- am First (24) ein sich zu den Ebenen der Längswände (21a, 21b) parallel erstreckendes
firstseitiges Aufnahmeprofil (46, 47) hat und
- auf jeder Seite des Aufnahmeprofils (46, 47) jeweils eine sich in der Eben der Dachflächen
(22a, 22b) erstreckende Spannlasche (48) aufweist,
f) sechs Längsträger (50a bis 50f), deren Länge jeweils für die Erstreckung zwischen
den unteren Aufnahmeprofilen (36) der Profilstützen (32), zwischen den oberen Aumahmeprofilen
(39) der Profilstützen (33), zwischen den firstseitigen Aumahmeprofilen (46, 47) der
Dachträger (44) sowie für die mittige Erstreckung zwischen den unteren Querträgern
(43a, 43b) bemessen ist,
g) vier Spannelemente (52a bis 52d) mit Anschlussenden (56) für die Befestigung an
den oberen und unteren Spannlaschen (40, 41) der Profilstützen (33) für eine sich
kreuzende Anordnung in den Ebenen der Längswände (21a, 21b),
h) vier Spannelemente (54a bis 54d) mit Anschlussenden (56) für die Befestigung an
den dachstützenseitigen und firstseitigen Spannlaschen (42, 48) für eine sich kreuzende
Anordnung in den Ebenen der Dachflächen (22a, 22b) und
i) Wand- und Abdeckelemente (60, 61, 62, 63) für die Längs- und Querwände (21a, 21b,
20a, 20b) sowie für die Dachflächen (22a, 22b) und die Bodenfläche (23a).
2. Bausatz nach Anspruch 1, mit
- Längswandelementen (60), deren Länge für die Erstreckung zwischen jeweils einem
oberen Längsträger (50d, 50e) und einem unteren Längsträger (50a, 50b) und deren Anzahl
abhängig von ihrer Breite für die Bildung der Längswände (21a, 21b) bemessen ist,
- Querwandelementen (61), deren Länge und Abschrägung an vorgegebener Position und
deren Anzahl abhängig von ihrer Breite für die Erstreckung zwischen jeweils einem
Dachträger (44) mit angrenzenden Dachträgerstutzen (38) und einem unteren Querträger
(43a, 43b) für die Bildung der Querwände (20a, 20b) bemessen ist,
- Dachabdeckelementen (62), deren Länge für die Erstreckung von einem oberen Längsträger
(50d, 50e) zum firstseitigen Längsträger (50f, 50g) und bis zum First und deren Anzahl
abhängig von ihrer Breite für die Bildung der Dachflächen (22a, 22b) bemessen ist,
und
- Bodenabdeckelementen (63), deren Länge und deren Anzahl abhängig von ihrer Breite
für die Überdeckung der Bodenfläche (23a) bemessen ist, deren Ebene von den Oberseiten
der unteren Längsträger (50a, 50b), des unteren mittigen Längsträgers (50c) und der
unteren Querträger (43a, 43b) gebildet wird.
3. Bausatz nach Anspruch 2, bei welchem die Längswandelemente (60), die Querwandelemente
(61), die Dachabdeckelemente (62) und die Bodenabdeckelemente (63) aus einem steifen
Sandwich-Material mit einer beidseitigen Außenschicht aus Blech oder Kunststoff und
einer Innenschicht aus wärmedämmendem Hartschaumstoff bestehen.
4. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche
- mit zwei firstseitigen Aufhahmeprofilen (46, 47) an jedem Dachträger (44), die symmetrisch
zum First (24) an ihn angrenzend angebracht sind, und
- mit einem weiteren firstseitigen Längsträger (50f).
5. Bausatz nach Anspruch 4, bei welchem die Aufhahmeflächen der firstseitigen und oberen
Aufnahmeprofile (46, 47, 37) die Neigung der Dachflächen (22a, 22b) haben.
6. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem der Firstwinkel (α) eines
jeden Dachträgers (44) 175° bis 160°, vorzugsweise 170° beträgt.
7. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Profilstützen (33)
Doppel-T-Stahlprofile sind.
8. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Längsträger (50a
bis 50g) und die Querträger (43a, 43b) U-, Kasten- oder Doppel-T-Stahlprofile sind.
9. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem jeder Fundamentplatte
(30) drei Stahlplatten (32) zugeordnet sind, deren Umfang dem der Fundamentplatten
(30) entspricht oder kleiner als deren Umfang ist.
10. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Aufnahmeprofile (36,
37, 46, 47) L-Stahlprofile sind.
11. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Spannlaschen (41,
42, 48) aus Stahl an den Profilstützen (33) und an den Dachträgerstützen (38) und
Dachträgern (44) angeschweißt sind.
12. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem jedes Spannelement (52,
54) aus einem Stangen- oder Drahtmaterial aus Stahl besteht und mit einem Spannschloss
(53, 55) versehen ist.
13. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Fundamentplatten
(30) aus Beton bestehen.
14. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Längs- und/oder Querwandelemente
(60, 61) für die Aufnahme wenigstens einer Tür (71) und wenigstens eines Fensters
(70) vorbereitet sind.
15. Bausatz nach Anspruch 14, mit einer einer Tür (71) in einem der Wandelemente (60,
61) zugeordneten, an einem unteren Längsträger (50a, 50b) oder an einem unteren Querträger
(43a, 43b) befestigten L-förmigen Stufenplatte (69).
16. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Aufnahmeprofile (36,
37, 46, 47) und die Spannlaschen (40, 41, 42, 48) an den wenigstens zwei Profilstützen
(33) mit Dachträgerstutzen (38) und an wenigstens einem Dachträger (44) jeweils auf
zwei gegenüberliegenden Seiten vorgesehen sind.
17. Erster Bausatz nach Anspruch 16, erweitert durch einen zweiten Bausatz für einen querwandseitigen
Anbau einer zweiten Hauseinheit aus Bauelementen in der Ausgestaltung des ersten Bausatzes,
dessen unterer Querträger der ersten Hauseinheit als äußerer unterer Querträger (43b)
der zweiten Hauseinheit zugeordnet wird, mit zusätzlich
- drei Fundamentplatten (30,) von denen zwei wenigstens eine Stahlplatte (32) zugeordnet
ist und von denen
- eine für eine mittige Anordnung ohne Zuordnung einer Stahlplatte vorgesehen ist,
- zwei Profilstützen (33) mit Dachträgerstutzen (38),
- einem Dachträger (44),
- wenigstens sechs, vorzugsweise sieben Längsträgern (50h bis 50n), von denen einer
der mittige Längsträger (50o) ist, der endseitig für die Verbindung mit der Mitte
des vom ersten in den zweiten Bausatz übernommenen äußeren unteren Querwandträgers
(43b) und mit dem mittigen Längsträger (50c) des ersten Bausatzes ausgebildet ist
und an dieser Verbindungsstelle eine Fußstütze (66) mit einer Basisplatte (67) mit
Bohrungen (68) für die Aufnahme der Bolzen (31) der weiteren mittigen Fundamentplatte
(30) aufweist,
- sowie Wand- und Abdeckelementen (60, 62, 63) für zwei weitere Längswände (21c, 21d),
für zwei weitere Dachflächen (22c, 22d) und für eine weitere Bodenfläche (23b), jeweils
in der Ausgestaltung des ersten Bausatzes.
18. Erweiterter Bausatz nach Anspruch 17, bei welchem die Fußstütze (66) an dem mittigen
Längsträger (50o) angeschweißt ist.
19. Erweiterter Bausatz nach Anspruch 17 oder 18, bei welchem die einer Längswand (21a,
21b) oder einer Dachfläche (22a, 22b) zugeordneten sich kreuzenden Spannelemente (52,
54) des ersten Bausatzes dem zweiten Bausatz für die Anordnung in der benachbarten
Längswand (21c, 21d) bzw. in dem benachbarten Dachfeld (22c, 22d) der zweiten Hauseinheit
zuordenbar sind.
20. Erweiterter Bausatz nach einem der Ansprüche 17 bis 19 mit Wandelementen zur Innenraumerweiterung.