[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur verfahrbaren Anordnung einer Schiebetür
gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bzw. 8.
[0002] Schiebetüren sind üblicherweise an einer durchgehenden, länglichen Laufschiene verfahrbar
angehängt. Dazu sind der Schiebetür Laufwagen mit Laufrädern zugeordnet, die in oder
an der Laufschiene verfahrbar geführt sind. Bei Schiebetüren, die entlang einer Wand
verlaufen ist die Laufschiene üblicherweise über einer Türöffnung positioniert und
erstreckt sich seitlich über diese hinaus, damit die Schiebetür vollständig aus dem
Bereich der Türöffnung geschoben werden kann. Die Türöffnung selbst ist in der Regel
mit einer Zarge aus Holz, Stahl oder Kunststoff bekleidet.
[0003] Um die Laufschiene optisch zu verdecken und vor Staub oder anderen ungünstigen Umwelteinflüssen
zu schützen kann oberhalb und an der von der Wand weggerichteten Seite der Laufschiene
eine üblicherweise abgewinkelte Blende vorgesehen sein, die sich bis unter einen oberen
Rand der Schiebetür erstreckt. Die Befestigung der Laufschiene oberhalb der Zarge
führt dazu, dass die Blende bei bekannten Vorrichtungen eine beträchtliche Höhe aufweist,
was das gesamte Erscheinungsbild der Schiebetür beeinträchtigt.
[0004] Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen zur Reduzierung der Höhe der Blende die
Schiebetür im Bereich der Laufschiene mit einer Ausnehmung bzw. einem Falz versehen
ist. Im Bereich dieses Falzes ist der Laufwagen über Montagelaschen mit der Tür verbunden.
Durch diese Ausgestaltung der Schiebetür wird erreicht, dass sich die Höhe der Blende
um das Höhenmaß des Falzes verringert, weil der Abstand des oberen Randes der Schiebetür
zur Laufschiene verringert wird. Nachteilig an dieser Lösung ist jedoch, dass der
Falz bei montierter Schiebetür den Zugang zum Laufwagen erschwert und eine Justierung
der Höhenlage der Schiebetür ohne Demontage der Schiebetür unmöglich macht.
[0005] Ein weiteres Problem bei der Montage von Schiebetüren besteht in der Ausrichtung
der Laufschiene. Üblicherweise wird die Laufschiene mittels Haltern an der Wand befestigt.
Bekannt ist auch die Befestigung mittels spezieller Halter an der Zarge. Insbesondere
bei der Befestigung der Laufschiene an der Wand stellt sich das Problem, dass der
Wandverlauf in der Regel ungleichmäßig ist, mit der Folge, dass diese Maßtoleranzen
bei der Montage der Laufschiene ausgeglichen werden müssen. Zum Ausgleich dieser Maßtoleranzen
ist es beispielsweise bekannt Unterlegscheiben bei der Befestigung der Halter an der
Wand zu verwenden. Die Anordnung der Unterlegscheiben ist jedoch mitunter zeitaufwendig,
da zunächst für jeden Halter die Stärke der Unterlegscheiben ermittelt werden muss,
bevor die Halter befestigt werden können.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bekannte Vorrichtungen
zur verfahrbaren Anordnung einer Schiebetür zu verbessern und insbesondere die Justierung
der Höhenlage der Schiebetür bzw. die Ausrichtung der Laufschiene zu vereinfachen.
[0007] Eine Vorrichtung zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
Auf Grund des Durchbruchs bzw. der Durchbrüche in der Laufschiene ist der Zugriff
auf den Laufwagen zur Justierung desselben auch dann möglich, wenn die Schiebetür
am Laufwagen befestigt ist. Eine Demontage der Schiebetür zur Einstellung des Laufwagens
ist somit unnötig. Damit wird auch die Justierung der Höhenlage der Schiebetür erleichtert,
da die Justierung des Laufwagens direkt eine Veränderung der Höhenlage der Schiebetür
bewirkt. Es ist somit zur Justierung der Schiebetür nicht mehr erforderlich, die Schiebetür
zunächst zu demontieren, nachfolgend den Laufwagen zu verstellen, um danach die Schiebetür
wieder zu montieren und den Erfolg der Einstellung zu kontrollieren. Iterative Wiederholungen
dieser Prozedur bis sich die Schiebetür auf der gewünschten Höhe befindet entfallen
somit ebenfalls. Die Vorrichtung ist nicht nur zum Einsatz bei eingangs beschriebenen
gefälzten Schiebetüren geeignet, sondern für alle Arten von Schiebetüren.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind mehrere Halter zur Befestigung
der Laufschiene vorgesehen, wobei die Laufschiene mindestens einen weiteren Durchbruch
zur Befestigung der Laufschiene an den Haltern aufweist. Auf diese Weise kann die
Laufschiene einfach an Haltern im Türbereich angeordnet werden. Weiterhin können mindestens
einige Halter Durchbrüche aufweisen, die mit den Durchbrüchen zur Justierung des Laufwagens
in der Laufschiene korrespondieren, so dass die Laufwagen durch Halter und Laufschiene
hindurch zugänglich sind. Durch die korrespondierende Lage der Durchbrüche in den
Haltern und der Laufschiene wird das Auffinden der Durchbrüche erleichtert, wenn die
Halter über die Laufschiene hinwegstehen. Der Laufwagen der Schiebetür muss dann nur
noch in den Bereich eines Halters geschoben werden, um durch die Durchbrüche hindurch
zugänglich zu sein.
[0009] Nach einer anderen Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Blende
zur insbesondere seitlichen und oberseitigen Abdeckung der Laufschiene vorgesehen,
wobei die Blende in den Durchbrüchen zur Justierung des Laufwagens befestigbar ist.
Die Durchbrüche zur Justierung des Laufwagens erfüllen in diesem Fall eine Doppelfunktion.
Einerseits wird bei montierter Schiebetür der Zugriff zur Justierung des Laufwagens
ermöglicht, andererseits wird eine Befestigungsmöglichkeit für die Blende zur Verfügung
gestellt. Zur Justierung des Laufwagens ist in diesem Fall gegebenenenfalls zunächst
die Blende zu entfernen.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass je ein Durchbruch
zur Justierung des Laufwagens und je ein Durchbruch zur Befestigung der Laufschiene
an den Haltern paarweise im Abstand zueinander angeordnet sind. Vorzugsweise sind
die Durchbrüche sowohl an den Haltern, als auch in der Laufschiene derart angeordnet.
Weiterhin können die Durchbrüche, insbesondere Bohrungen, im Bereich einer Oberseite
der Laufschiene angeordnet sein.
[0011] Zur Verstellung der Höhenlage der Schiebetür kann ein Tragbolzen des Laufwagens durch
mindestens einen Durchbruch hindurch verdrehbar sein. Vorzugsweise weist der Tragbolzen
hierzu im Bereich eines oberen freien Endes ein Werkzeugaufnahmemittel, insbesondere
eine Vertiefung in Form z.B. eines Vierkants, Imbus oder dergleichen auf, das durch
einen Durchbruch hindurch zugänglich ist, insbesondere mit einem entsprechenden Werkzeug,
wobei es sich um ein handelsübliches Werkzeug handeln kann.
[0012] Eine weitere Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe, bei der es sich
auch um eine Weiterentwicklung der vorstehend beschriebenen Lösung handeln kann, weist
die Merkmale des Anspruchs 8 auf. Danach ist vorgesehen, dass wenigstens einige Halter
mindestens zweiteilig ausgebildet sind und jeweils ein Halterteil aufweisen, dass
im Bereich der Wand befestigbar ist und jeweils ein weiteres Halterteil aufweisen,
dass an der Laufschiene befestigbar ist. Dabei sind die Halterteile derart aneinander
befestigbar, dass der Abstand der Laufschiene zur Wand einstellbar ist. Diese Art
der Halter ermöglicht eine besonders einfache Montage und Ausrichtung der Laufschiene.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Abstand der Laufschiene
zur Wand durch eine Verdrehung der Halterteile gegeneinander einstellbar. Hierzu kann
einerseits ein Gewindezapfen auf der von der Wand abgewandten Seite des Halterteils
zur Befestigung im Bereich der Wand angeordnet sein und andererseits ein Distanzstück
auf der der Wand zugewandten Seite des Halterteils zur Befestigung an der Laufschiene
vorgesehen sein, wobei das Distanzstück vorzugsweise ein Innengewinde aufweist, sodass
die Halterteile miteinander verschraubbar sind. Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen
Halter in einem Bereich der Laufschiene eingesetzt, der seitlich außerhalb der Türöffnung
liegt.
[0014] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der Beschreibung
enthalten. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden
nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- ein Vertikalschnitt durch einen oberen Teil einer gefälzten Schiebetür im Bereich
einer Türöffnung,
- Fig. 2
- eine Laufschiene für eine Schiebetür in räumlicher Darstellung im Bereich einer Türöffnung,
- Fig. 3
- eine Laufschiene mit einem Halter in räumlicher Darstellung,
- Fig. 4
- ein Laufwagen in einer Laufschiene in Seitenansicht,
- Fig. 5
- ein Halter für eine Laufschiene in räumlicher Darstellung,
- Fig. 6
- ein Vertikalschnitt durch den Halter gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- ein weiterer Halter für eine Laufschiene in Draufsicht
- Fig. 8
- ein Vertikalschnitt durch den Halter gemäß Fig. 7,
- Fig. 9
- ein weiterer Halter für eine Laufschiene in Draufsicht,
- Fig. 10
- ein Vertikalschnitt durch den Halter gemäß Fig. 9,
- Fig. 11
- ein Vertikalschnitt durch einen oberen Teil einer gefälzten Schiebetür im Bereich
einer Türöffnung,
- Fig. 12
- ein Teil des Vertikalschnitts gemäß Fig. 11 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 13
- eine alternative Befestigung der Laufschiene im Türbereich im Vertikalschnitt,
- Fig. 14
- ein Vertikalschnitt durch einen oberen Teil einer stumpfen Schiebetür im Bereich einer
Türöffnung,
- Fig. 15
- eine alternative Befestigung eine Schiebetür an einem Laufwagen in Seitenansicht,
- Fig. 16
- eine weitere alternative Befestigung eine Schiebetür an einem Laufwagen in Seitenansicht,
- Fig. 17
- ein Fangstopper für eine Schiebetür in Seitenansicht,
- Fig. 18
- eine Grundplatte des Fangstoppers gemäß Fig. 13 in Draufsicht,
- Fig. 19
- die Grundplatte gemäß Fig. 14 in einer Seitenansicht,
- Fig. 20
- der Fangstopper gemäß Fig. 13 bis 15 in räumlicher Darstellung,
- Fig. 21
- eine weitere alternative Befestigung einer stumpfen Schiebetür an einem Laufwagen
in Seitenansicht,
- Fig. 22
- die Befestigung der Schiebetür gemäß Fig. 18 in Draufsicht,
- Fig. 23
- die Befestigung gemäß Fig. 18 in Seitenansicht und
- Fig. 24
- eine Darstellung eines Teils der Befestigung gemäß Fig. 18 in Seitenansicht.
[0015] Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Schiebetür 30, die vor einer Türöffnung
31 in einer Wand 32 verschiebbar ist. Die Türöffnung 31 weist im Randbereich eine
Bekleidung in Form einer Zarge auf, die aus seitlichen, flach an der Wand 32 verlaufenden
Bekleidungsfuttern 33 und an der Innenseite der Türöffnung 31 verlaufenden Futterbrettern
34 besteht. Oberhalb und seitlich der Türöffnung 31 ist eine längliche Laufschiene
35 angeordnet, die über mehrere Halter 36 am Futterbretter 34 der Zarge befestigt
sind. Die Halter 36 erstrecken sich dabei im Bereich der Türöffnung 31 durch das Bekleidungsfutter
33 hindurch. In der Laufschiene 35 sind mindestens zwei Laufwagen 37 längsverfahrbar,
wobei Laufrollen 38 des Laufwagens 37 auf schräg gerichteten Tragschenkeln 39 der
Laufschiene 35 abrollen.
[0016] Über einen aufrechten Tragbolzen 40, der durch einen Schlitz 41 an der Unterseite
der Laufschiene 35 nach unten aus der Laufschiene 35 heraustritt, ist jeder Laufwagen
37 über eine Montagelasche 42 mit der Schiebetür 30 verbunden. Die Schiebetür 30 weist
im gezeigten Ausführungsbeispiel ein gefälztes Blatt auf, nämlich mit einen Falz 43
im Bereich der Oberseite der Schiebetür 30. Im Bereich des Falzes 43 ist die Schiebetür
30 über die Montagelaschen 42 und den Tragbolzen 40 an den Laufwagen 37 aufgehängt.
Der Falz 43 kann dabei über die gesamte Oberseite der Schiebetür durchgehend verlaufend
oder lediglich im Bereich der Montagelasche 42 ausgebildet sein. Oberhalb der Laufschiene
35 und an der von der Wand 32 abgewandten Seite der Laufschiene 35 ist eine Blende
80 angeordnet, die aus einem horizontal gerichteten Schenkel 81 und einem aufrechten
Schenkel 82 besteht.
[0017] Weitere Details der Schiebetür 30 und deren Befestigung im Bereich der Türöffnung
31, sowie im dahinterliegenden Wandbereich, sind der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung
der Anmelderin vom 22.12.1999 mit dem Aktenzeichen 299 22 4814.3 entnehmbar, deren
gesamter Inhalt zum Zwecke einer vollständigen Offenbarung zum Gegenstand der vorliegenden
Anmeldung gemacht wird.
[0018] Eine Besonderheit der vorliegenden Anmeldung betrifft die Anordnung von Durchbrüchen
44 in der Laufschiene 35. Die Durchbrüche 44 sind durch kreisförmige Bohrungen im
Bereich einer Oberseite 45 der Laufschiene 35 gebildet. Vorzugsweise sind mehrere
Durchbrüche 44 in Abständen in der Laufschiene 35 vorgesehen. Die Durchbrüche 44 dienen
zur Justierung der Laufwagen 37. Die Justierung erfolgt vorzugsweise während der Laufwagen
37 in der Laufschiene 35 angeordnet ist und weiterhin vorzugsweise bei montierter
Schiebetür 30. Durch die Durchbrüche 44 hindurch ist jeweils der Zugriff auf den Tragbolzen
40 eines Laufwagens 37 möglich. Im gezeigten Ausführungsbeispiel (Fig. 4) erfolgt
dies mittels eines geeigneten Werkzeugs, beispielsweise eines Inbus-Schlüssels 46,
der durch die Durchbrüche 44 hindurch mit dem Tragbolzen 40 in Eingriff bringbar ist.
Zur Justierung der Höhe des Laufwagens 37 und damit zur Verstellung der Höhenlage
der Schiebetür 30 wird der Tragbolzen 40 verdreht. Der Tragbolzen 40 verfügt im gezeigten
Ausführungsbeispiel über unterschiedliche Gewinde, insbesondere linksgängige und rechtsgängige
Gewinde, die von entgegegesetzten Enden des Tragbolzens 40 ausgehen. Der Tragbolzen
40 ist mit einem oberen Endbereich durch eine unverdrehbar im jeweiligen Laufwagen
37 gelagerte Mutter 111 hindurchgeschraubt. Ein unterer Endbereich des Tragbolzens
37 mit einem Gewinde an der Gewinderichtung ist in die Montagelasche 42 am oberen
Rand der Schiebetür geschraubt. Durch Verdrehen des Tragbolzens 40 wird dieser entwederzugleich
in die Mutter 111 des Laufwagens 37 und die Montagelasche 42 der Schiebetür 30 hineingeschraubt
oder aus beiden hinausgeschraubt, also die Schiebetür 30 angehoben oder angebracht.
Zur Verdrehung des Tragbolzen 40 ist am oberen freien Ende desselben ein Werkzeugaufnahmemittel,
und zwar hier ein ein Innensechskant für einen Inbus-Schlüssel 46, vorgesehen. Zur
Verstellung des Laufwagens 37 wird zunächst die Mutter 47 gelöst und der Laufwagen
37 durch Verdrehung des Tragbolzens 40 entsprechend des Doppelpfeils 48 verstellt.
Zur Sicherung der Positionen des Laufwagen 37 wird die Mutter 47 abschließend wieder
angezogen und dabei gekontert, wozu der Tragbolzen 40 mit dem Inbus-Schlüssel 46 unverdrehbar
gehalten wird.
[0019] Die Durchbrüche 44 sind mit Abstand zueinander in Längsrichtung der Laufschiene 35
angeordnet, sodass bei Verwendung von mehr als einem Laufwagen 37 die Schiebetür 30
in möglichst geringem Maße verschoben werden muss. Vorteilhafterweise sind die Durchbrüche
44 in einem derartigen seitlichen Abstand angeordnet, der dem Abstand der Tragbolzen
40 benachbarter Laufwagen 37 entspricht.
[0020] Eine weitere Besonderheit betrifft die Ausbildung der Halter 36. Die Halter 36 weisen
nämlich ebenfalls Durchbrüche 49 auf, deren Gestalt in etwa den Durchbrüchen 44 in
der Laufschiene 35 entspricht. Die Laufschiene 35 wird derart an den Haltern 36 befestigt,
dass die Durchbrüche 44 in der Laufschiene 35 und die Durchbrüche 49 in den Haltern
36 miteinander korrespondierend angeordnet sind. Weiterhin weisen die Halter 36 einen
weiteren Durchbruch 50 auf, der zur Befestigung der Laufschiene 35 an den Haltern
36 dient. Entsprechend weist die Laufschiene 35 korrespondierende Durchbrüche 51 auf,
die mit einer Absenkung versehen sind, zur Aufnahme eines Schraubenkopfes. Die Durchbrüche
44, 49, 50, 51 sind zweckmäßigerweise in Form von Gewindebohrungen oder dergleichen
ausgebildet. Eine Schraube 52 zur Verbindung der Laufschiene 35 mit jeweils einem
Halter 36 wird von unten in die Laufschiene 35 eingeschraubt (Fig. 1). Die Durchbrüche
49 und 50 in den Haltern 36 respektive die Durchbrüche 44 und 51 in der Laufschiene
35 sind dem Abstand 53 zueinander angeordnet. Der Abstand 53 ist vorzugsweise geringer
als 50 mm, insbesondere geringer als 30 mm. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt
der Abstand 53 etwa 22 mm.
[0021] Die Durchbrüche 49 im Halter 36 und die Durchbrüche 44 in der Laufschiene 35 dienen
weiterhin zur Befestigung der Blende 80. Dabei kann der horizontale Schenkel 81 der
Blende 80 mittels einer Schraube, eines Bolzens oder dergleichen in den vorstehend
genannten Durchbrüchen 44, 49 befestigt werden. Zur Justierung des Laufwagens 37 muss
entsprechend zunächst die Blende 80 entfernt werden, um durch die Durchbrüche 44,
49 Zugriff zum Laufwagen 35 zu erhalten.
[0022] Eine weitere Besonderheit besteht hinsichtlich der Verstellmöglichkeit der Halter
36 (Fig. 5 und 6). Außerhalb des Bereichs der Türöffnung 31, bzw. außerhalb der Bekleidungsfutter
33 der Zarge werden die Halter 36 direkt an der Wand 32 befestigt. Insbesondere im
Bereich von Altbauten ist in diesem Bereich eine Verstellmöglichkeit erforderlich,
um Unebenheiten im Wandverlauf ausgleichen zu können. Auch im Neubaubereich kann sich
dieses Erfordernis beispielsweise bei ungleichmäßiger Dicke des Wandputzes ergeben.
Zum Ausgleich der Maßtoleranzen im Wandbereich ist der Halter 36 zweiteilig ausgebildet
und besteht im wesentlichen aus zwei Halterteilen, nämlich einer Wandplatte 54 und
einem Laufschienenwinkel 55. Dabei wird die Wandplatte 54 an der Wand 32 befestigt
und der Laufschienenwinkel 55 an der Laufschiene 35.
[0023] Der Laufschienenwinkel 55 verfügt über einen horizontal gerichteten Schenkel 56 in
dem die Durchbrüche 49 und 50 zur Justierung des Laufwagens 37 und zur Befestigung
der Laufschiene 35 angeordnet sind. Ein vertikal gerichteter Schenkel 57 des Laufschienenwinkels
55 weist auf der der Wand 32 zugewandten Seite ein Distanzstück 58 mit einem Innengewinde
auf. Korrespondierend zum Distanzstück 58 weist die Wandplatte 54 auf der von der
Wand 32 abgewandten Seite einen entsprechenden Gewindezapfen 59 auf. Dabei ist das
Distanzstück 58 mit dem Laufschienenwinkel 55 und der Gewindezapfen 59 mit der Wandplatte
54 jeweils unverdrehbar befestigt, beispielsweise verschweißt. Oberhalb des Gewindezapfens
59 ist eine Bohrung 60 in der Wandplatte 54 vorgesehen, zur Befestigung der Wandplatte
54 an der Wand 32. Die Halteteile werden miteinander verbunden in dem der Laufschienenwinkel
55 mit dem Distanzstück 58 auf die Wandplatte 54 mit dem Gewindezapfen 59 aufgeschraubt
wird oder vice versa. Zur Verstellung der Halter 36 werden die Halteteile durch Verdrehung
gegeneinander einfach so weit wie benötigt miteinander verschraubt.
[0024] Bei der Montage der Halter 36 wird zunächst die Wandplatte 54 an der Wand 32 befestigt
und danach der Laufschienenwinkel 55 mit dem Distanzteil 58 auf den Gewindezapfen
59 die Wandplatte 54 aufgesteckt. Nachfolgend wird das Distanzteil 58 soweit auf den
Gewindezapfen 59 aufgedreht, dass die Bohrungen 49 und 50 vorzugsweise aller Halter
36 fluchten. Entsprechend kann für jeden Halter ein abweichender Abstand 61 zur Wand
32 eingestellt werden. Danach wird die Laufschiene 35 an den Laufschienenwinkeln 55
befestigt. Der Halter 36, bzw. die nachfolgend beschriebenen alternativen Ausgestaltungen,
wird vorzugsweise zusammen mit der vorbeschriebenen Laufschiene 35 eingesetzt. Selbstverständlich
kann der Halter 36 aber auch zusammen mit herkömmlichen Laufschienen 35 verwendet
werden.
[0025] Weitere alternative Ausgestaltungen des Halters 36 zeigen die Fig. 7, 8 und 9, 10.
Statt eines zweiteiligen Halters 36 (Fig. 5 und 6) können die Halter 62 auch einteilig
ausgebildet sein. In einem einfachen Ausführungsbeispiel gem. Fig. 7 und 8 weist der
Halter 62 einen horizontal gerichteten Schenkel 63 und einen vertikal gerichteten
Schenkel 64 auf. Der vertikal gerichtete Schenkel 64 verfügt über eine Bohrung 65
zur Befestigung des Halters 62 an der Wand 32. Im horizontal gerichteten Schenkel
64 sind ein Schlitz 66 einerseits und ein Langloch 67 andererseits vorgesehen. Der
Schlitz 66 erstreckt sich dabei ausgehend etwa von der Quermitte des Schenkels 64
durchgehend bis zur von der Wand 32 abgewandten Seite des Schenkels 64. Der Schlitz
66 gleicht hinsichtlich seiner Funktion dem Durchbruch 50, dient also zur Befestigung
der Laufschiene 35 am Halter 62. Das Langloch 67 dient zur Justierung des Laufwagens
37 bzw. zur Befestigung der Blende 80 am Halter 62. Durch die Verwendung des Langlochs
67 und des Schlitzes 66 kann die Laufschiene 35 optimal hinsichtlich des Abstandes
zur Wand 32 ausgerichtet werden. Durch das Langloch 67 wird weiterhin verhindert,
dass die Laufschiene 35 nach dem Lösen der Befestigungsmittel aus den Haltern 62 ungewollt
herausfällt. Fig. 9 und 10 zeigen eine Abwandlung des vorstehend beschriebenen Halters
62, nämlich einen Halter 68 mit einer zusätzlichen Kröpfung 69. Im Bereich der Kröpfung
69 ist der Halter 68 zweifach um 90° abgewinkelt, sodass der horizontal gerichteten
Schenkel 64 und der vertikal gerichtete Schenkel 63 in einem Winkel 70 von etwa 90°
zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise weist der vertikal gerichtete Schenkel
63 einerseits eine größere Kontaktfläche zur Wand 32 auf, andererseits wird zusammen
mit der Kröpfung 69 die Belastbarkeit des Halters 68 gegenüber dem Halter 62 erhöht,
bei etwa gleicher Bauhöhe.
[0026] Die Befestigung der Laufschiene 35 an den vorstehend beschriebenen Haltern 62 und
68 erfordert im Unterschied zur Eingangs ist beschriebenen Lösung mit einer Gewindebohrung
abweichend ausgebildete Befestigungsmittel, nämlich eine Schraube, Bolzen oder dergleichen
und eine entsprechende Kontermutter. Fig. 11 und 12 zeigen ein mögliches Ausführungsbeispiel
für einen derartige Befestigung. Bei dem gezeigten Halter 71 handelt es sich um einen
zweifach geköpften und in etwa z-förmigen Halter, wie er in der eingangs genannten
deutschen Gebrauchsmusteranmeldung der Anmelderin beschrieben ist. Weiterhin fehlt
sowohl das Langloch, als auch der Schlitz, die zur Erläuterung der abgewandelten Befestigungsmethode
jedoch nicht zwingend erforderlich sind. Die Besonderheit dieser Befestigungsmethode
besteht darin, dass die Kontermutter im Bereich des horizontal gerichteten Schenkels
72 des Halters 71 durch eine Einschlagmutter 73 ersetzt wird, die in eine entsprechende
Bohrung 74 in der Blende 80 platziert wird. Hierbei muss das Türblatt der Schiebetür
30 in einer sogenannten Durchgangsstellung eingehängt werden und darf zumindest solange
nicht verschoben werden, bis die Laufschiene 35 und die Blende 80 mit dem Halter 71
verschraubt sind.
[0027] Fig. 13 zeigt einen weiteren, in besonderer Art ausgestalteten Halter 75. Dieser
ist zwischen dem Bekleidungsfutter 33 und der Wand 23 oberhalb der Türöffnung 31 angeordnet
und verläuft etwa auf einer Höhe mit der Laufschiene 35. Der Halter 75 weist eine
etwa U-förmige Gestalt auf, wobei zwei äußere, horizontale gerichtete Schenkel 76
an der Wand 23 anliegen und ein mittlerer, vertikal gerichteter Steg 77 an der Innenseite
des Bekleidungsfutters 33 anliegt. Die Laufschiene 35 ist im Bereich einer aufrechten
Seitenwand über ein Befestigungsmittel 78, beispielsweise eine Schraube, Bolzen oder
dergleichen, durch das Bekleidungsfutter 33 hindurch am Halter 75 befestigt. Hierzu
weisen beide aufrechte Seitenwände der Laufschiene 35 eine Ausnehmung 79 auf. Durch
die Ausnehmung 79 in der vom Bekleidungsfutter 33 abgewandten aufrechten Seitenwand
der Laufschiene 35 wird das Befestigungsmittel 78 mit einem entsprechenden Werkzeug
arretiert. Es können mehrere Halter 75 in Abständen im Wandbereich angeordnet sein,
vorzugsweise handelt es sich jedoch bei dem Halter 75 um ein durchgehendes Profil,
das zumindest im Bereich der Türöffnung 31 angeordnet ist und in der Wand 32 befestigt
ist.
[0028] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der eingangs beschriebenen Schiebetürbefestigung
ist in Fig. 14, 15 und 16 dargestellt. Der Aufbau von Laufschiene 35, Halter 36, Blende
80, etc. sowie den Durchbrüchen 44, 49, 50, 51 und deren Funktion ist im wesentlichen
übereinstimmend mit dem Ausführungsbeispiel gem. Fig. 1 bis 4, jedoch handelt es sich
bei der Schiebetür 30 gem. Fig. 14 um eine stumpfe Schiebetür 30, also ohne den in
Fig. 1 gezeigten Falz 43. die Besonderheit des in Fig. 14 bis 16 gezeigten Ausführungsbeispiels
besteht in der Befestigung der Schiebetür 30 am Tragbolzen 40. die Montagelasche 42
ist in diesem Fall nicht beidseitig gekröpft ausgebildet, wie gem. Fig. 4, sondern
im wesentlichen flach. Die Montagelasche 42 kann wie gezeigt an der Oberseite der
Schiebetür 30 durchgehend anliegen. Entsprechend ist im Bereich der Oberseite der
Schiebetür 30 eine Aussparung für den Kopf 83 des Tragbolzens 40 vorgesehen. Zur Montage
der Schiebetür 30 wird zunächst der Tragbolzen 40 mit der Montagelasche 42 durch Drehung
des Tragbolzens 40 mittels des Inbus-Schlüssels 46 hoch geschraubt. Danach wird das
Blatt der Schiebetür 30 unter die Laufschiene 35 gestellt und der Tragbolzen 40 mit
der Montageplatte 42 wieder herab gelassen, derart, dass der Kopf 83 in die entsprechende
Aussparung an der Oberseite der Schiebetür 30 tritt. Nachfolgend wird die Montageplatte
42 an der Schiebetür 30 befestigt und die Tür in der Höhenlage ausgerichtet. Abschließend
wird die Höhenlage der Schiebetür 30 durch kontern der Mutter 47 fixiert. In Fig.
16 ist eine weitere Abwandlung der vorstehend beschriebenen Lösung dargestellt. Im
Unterschied hierzu ist der Tragbolzen 40 in einer Gewindebuchse 84 auf der Montagelasche
42 befestigt. Die Höhenlage der Schiebetür 30 kann durch ein Rechts-Links Gewinde
an der Laufwerksschraube 85 verstellt werden.
[0029] Die Fig. 17 bis 20 zeigen ein weiteres Detail der Schiebetürbefestigung, nämlich
einen Radfänger 86, der vorzugsweise dazu dienen kann die Schiebetür 30 beim Verschieben
in einem Endbereich 87 der Laufschiene 35 zu halten. Hierzu ist der Radfänger 86 innerhalb
der Laufschiene 35 positioniert. Der Radfänger 86 besteht im wesentlichen aus einem
Federblech 88, einem Halteblech 89, einem Stopper 90, sowie diversen Befestigungsmitteln.
Das Federblech 88 ist ein im Grundriss etwa rechteckiges Blech mit einer Stärke von
beispielsweise 3 mm. In Längsrichtung des Federblechs 88 sind mit Abstand zueinander
drei kreisförmige Bohrungen 91 vorgesehen. An zwei langen Seitenkanten 92 des Federblechs
88 sind einander gegenüberliegend zwei längliche Rücksprunge 93 positioniert. Ausgehend
von einer kurzen Seitenkante 94 des Federblechs 88 erstreckt sich eine durchgehende
Vertiefung 95 in Längsrichtung des Federblechs 88 zwischen den Rücksprüngen 93 hindurch
bis zur ersten Bohrungen 91. Die Vertiefung 95 ist im Hersteller etwa dreieckig oder
halbkreisförmig ausgebildet. Das Halteblech 89 weist vorzugsweise eine größere Stärke
als das Federblech 88 auf. Im Grundriss ist das Halteblech 89 etwa rechteckig mit
einem flachen Querschnitt, der beidseitig im Randbereich nach unten abgewinkelt ist.
Der Stopper 90 hat im gezeigten Ausführungsbeispiel eine rotationssymmetrische Gestalt,
die im Querschnitt im wesentlichen kegelstumpfförmig ist. Der Stopper 90 besteht zumindest
im Bereich der Außenfläche aus einem elastischen Material.
[0030] Der Radfänger 86 ist im wesentlichen innerhalb der Laufschiene 35 positionierbar.
Hierzu wird das Halteblech 89 über das Federblechs 88 gelegt und mittels einer Befestigungsschraube
96, die durch eine der Bohrungen 91 hindurch verläuft, in der Laufschiene 35 befestigt.
Der Stopper 90 wird oberhalb des Halteblechs 89 im Bereich einer weiteren Bohrung
91 positioniert und mittels einer Regulierungsschraube 97, die durch diese Bohrung
91 hindurch verläuft, an Federblech 88 und Halteblech 89 befestigt. Einen Teil des
Federblechs 88, nämlich der Abschnitt mit der Vertiefung 95, sowie der seitlichen
Rücksprünge 93 ragt dabei seitlich über den Stopper 90 in Richtung hinaus und ist
einem Laufwagen 37 zugewandt.
[0031] Beim Verschieben der Schiebetür 30 in Richtung des Radfängers 86 im Endbereich 87
der Laufschiene 35 wird der Laufwagen 37 am Herausfahren aus der Laufschiene 35 durch
den Stopper 90 gehindert. In der seitlichen Endstellung der Schiebetür 30 stößt der
Laufwagen 37 gegen den Stopper 90. Zudem werden die Laufrollen 38 in den Rücksprüngen
93 gehalten, die die genaue Endlage des Laufwagens 37 vorgegeben (Fig. 13). Die Längsrichtung
der Rücksprünge 93 ist vorzugsweise größer als der Durchmesser der Laufrollen 38,
wodurch das Herausfahren der Laufrollen 38 aus den Rücksprüngen 93 erleichtert wird.
Hierzu kann weiterhin auch die Neigung des Federblechs 88 mittels der Regulierungsschraube
97 verstellt werden. Durch Herausdrehen der Regulierungsschraube 97 kann die Neigung
des Federblechs 88 vergrößert werden, wodurch das Herausfahren der Laufrollen 38 weiter
erleichtert wird.
[0032] In Fig. 21 bis 24 ist eine weitere alternative Schiebetürbefestigung gezeigt. Wie
in den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist dabei ein Laufwagen 37 in
einer Laufschiene 35 horizontal verfahrbar gelagert. Die Schiebetür 30 ist wiederum
über je einen Tragbolzen 40 an den Laufwagen 37 befestigt. Im Unterschied zu den vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Tragbolzen 40 aber nicht über eine Montagelasche
an der Schiebetür 30 befestigt, sondern im Bereich eines Haltemittels 98. Das Haltemittel
98 verfügt über eine im wesentlichen kastenförmige, rechteckige äußere Kontur und
ist vorzugsweise oberflächenbündig im Bereich der Oberseite der Schiebetür 30 in dieser
eingelassen. Das Haltemittel 98 besteht im wesentlichen aus einer oberen Befestigungsschiene
99, einer Halteschiene 100 und einer seitlichen Abdeckplatte 101. die Befestigungsschiene
99 verläuft oberflächenbündig mit der Oberseite der Schiebetür 30 und schließt das
Haltemittel 98 nach oben hin ab. An der Oberseite der Befestigungsschiene 99 sind
im Bereich von zwei gegenüberliegende Längsrändern 102 jeweils eine Vertiefung beziehungsweise
Nut 103 vorgesehen, die über die gesamte Länge der Befestigungsschiene 99 durchgehend
verläuft. Im Bereich der Nut 103 die Befestigungsschiene 99 über Schrauben 104 mit
der Schiebetür 30 verbunden, wobei die Köpfe der Schrauben in der Nut 103 oberseitig
bündig versenkt sind. Im Bereich einer mittigen Längsachse 105 ist in der Befestigungsschiene
99 ein länglicher Durchbruch 106 vorgesehen. Der Durchbruch 106 verläuft ausgehend
von der Längsmitte der Befestigungsschiene 99 durchgehend bis zum seitlichen Rand
derselben. Im Bereich des Durchbruchs 106 verläuft auch der Tragbolzen 40, wobei ein
Bolzenkopf 107 des Tragbolzens 40 unterhalb der Befestigungsschiene 99 angeordnet
ist. Die Querabmessung des Durchbruchs 106 ist geringer als der Durchmesser des Bolzenkopfs
107, sodass die Schiebetür 30 am Laufwagen 37 gehalten wird. Zwischen Bolzenkopf 107
und Befestigungsschiene 99 verläuft weiterhin die Halteschiene 100. Die Halteschiene
100 ist von plattenartiger Gestalt, die im Bereich von Querrändern 108 um 90° unten
abgewinkelt ist. Die Halteschiene 100 erstreckt sich durchgehend etwa vom Endbereich
87 der Laufschiene 35 bis in die Nähe des gegenüberliegenden Endbereichs des Haltemittels
98. Die Halteschiene 100 weist wie die Befestigungsschiene 99 einen längs verlaufenden
Durchbruch auf, durch den sich der Tragbolzen 40 hindurch erstreckt. In der Nähe des
Endbereichs 87 der Laufschiene 35 ist das Haltemittel 98 durch die Abdeckplatte 101
verschließbar. Die Abdeckplatte 101 wird mit zwei Schrauben 109 an der Befestigung
schienen 99 fixiert.
[0033] Bei der Montage der Schiebetür 30 an der Laufschiene 35 wird wie folgt vorgegangen:
zunächst wird in die Oberseite der Schiebetür 30 eine Ausnehmungen eingefräst, deren
Abmessungen den Abmessungen des Haltemittels 98 entsprechen, sodass dieses bündig
eingesetzt werden kann. Die Ausnehmung wird dabei so angeordnet, dass das Haltemittel
98 direkt an einer aufrechten schmalen Seitenfläche 110 der Schiebetür 30 anschließt.
Danach wird die Befestigungsschiene 99 mit den Schrauben 104 an der Schiebetür 30
fixiert. Weiterhin wird die Schiebetür 30 unter die Laufschiene 35 gestellt, sodass
der Tragbolzen 40 sich seitlich neben der Schiebetür 30 befindet. Zusammen mit der
Halteschiene 100 wird dann der Bolzenkopf 107 seitlich in den Durchbruch 106 eingeschoben,
bis die Halteschiene 100 sich komplett innerhalb des Haltemittels 98 befindet. Der
Tragbolzen 40 kann in dieser Position am Ende des Durchbruchs 106 angeordnet sein
(Fig. 22). Anschließend wird die Abdeckplatte 101 mit der Befestigungsschiene 99 verschraubt
und somit das Haltemittel 98 seitlich verschlossen.
[0034] Zur Justierung der Höhenlage der Schiebetür 30 ist es nicht erforderlich die Schiebetür
komplett zu demontieren. In diesem Fall wird lediglich die Abdeckplatte 101 gelöst
und die Schiebetür 30 mit der Befestigungsschiene 99 gegenüber dem Laufwagen 37 und
der Halteschiene 100 verschoben. Alternativ kann auch die Halteschiene 100 im Bereich
der entfernten Abdeckplatte 101 mit dem Tragbolzen 40 aus der Schiebetür seitlich
herausgezogen werden, sodass jedenfalls im Ergebnis der Tragbolzen 40 seitlich neben
der Schiebetür 30 angeordnet ist und somit zur Justierung zugänglich ist. Dabei wird
die Schiebetür 30 über die Halteschiene 100 und die Befestigungsschiene 99 weiterhin
am Laufwagen 37 gehalten.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 30
- Schiebetür
- 31
- Türöffnung
- 32
- Wand
- 33
- Bekleidungsfutter
- 34
- Futterbrett
- 35
- Laufschiene
- 36
- Halter
- 37
- Laufwagen
- 38
- Laufrollen
- 39
- Tragschenkel
- 40
- Tragbolzen
- 41
- Schlitz
- 42
- Montagelasche
- 43
- Falz
- 44
- Durchbruch
- 45
- Oberseite
- 46
- Inbus-Schlüssel
- 47
- Mutter
- 48
- Doppelpfeil
- 49
- Durchbruch
- 50
- Durchbruch
- 51
- Durchbruch
- 52
- Schraube
- 53
- Abstand
- 54
- Wandplatte
- 55
- Laufschienenwinkel
- 56
- Schenkel
- 57
- Schenkel
- 58
- Distanzstück
- 59
- Gewindezapfen
- 60
- Bohrung
- 61
- Abstand
- 62
- Halter
- 63
- Schenkel
- 64
- Schenkel
- 65
- Bohrung
- 66
- Schlitz
- 67
- Langloch
- 68
- Halter
- 69
- Kröpfung
- 70
- Winkel
- 71
- Halter
- 72
- Schenkel
- 73
- Einschlagmutter
- 74
- Bohrung
- 75
- Halter
- 76
- Schenkel
- 77
- Steg
- 78
- Befestigungsmittel
- 79
- Ausnehmung
- 80
- Blende
- 81
- Schenkel
- 82
- Schenkel
- 83
- Kopf
- 84
- Gewindebuchse
- 85
- Laufwerksschraube
- 86
- Radfänger
- 87
- Endbereich
- 88
- Federblech
- 89
- Halteblech
- 90
- Stopper
- 91
- Bohrung
- 92
- Seitenkante
- 93
- Rücksprung
- 94
- Seitenkante
- 95
- Vertiefung
- 96
- Befestigungsschraube
- 97
- Regulierungsschraube
- 98
- Haltemittel
- 99
- Befestigungsschiene
- 100
- Halteschiene
- 101
- Abdeckplatte
- 102
- Längsrand
- 103
- Nut
- 104
- Schraube
- 105
- Längsachse
- 106
- Durchbruch
- 107
- Bolzenkopf
- 108
- Querrand
- 109
- Schraube
- 110
- Seitenfläche
- 111
- Mutter
1. Vorrichtung zur verfahrbaren Anordnung einer Schiebetür (30) im Bereich einer Türöffnung
(31), mit einer länglichen Laufschiene (35), und mit mindestens einem in der Laufschiene
(35) verfahrbaren Laufwagen (37) oder dergleichen der an der Schiebetür (30) befestigbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (35) mindestens einen Durchbruch (44, 51) zur Justierung des Laufwagens
(37) bei montierter Schiebetür (30) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch vorzugsweise mehrere Halter (36, 62, 68, 72) zur Befestigung der Laufschiene (35),
wobei die Laufschiene (35) je Halter (36, 62, 68, 72) mindestens einen weiteren Durchbruch
(44, 51) zur Befestigung der Laufschiene (35) an dem oder jedem Halter (36, 62, 68,
72) aufweist, und vorzugsweise die Durchbrüche (44, 49, 50, 51), insbesondere Bohrungen
im Bereich einer Oberseite der Laufschiene (35) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einige Halter (36, 62, 68, 72) Durchbrüche (49, 50) aufweisen, die mit
den Durchbrüchen (44, 51) zur Justierung des Laufwagens (37) in der Laufschiene (35)
korrespondieren, wobei vorzugsweise die Halter (36, 62, 68, 72) jeweils zwei paarweise
im Abstand (53) zueinander angeordnete Durchbrüche (49, 51) aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blende (80) zur mindestens oberseitigen Abdeckung der Laufschiene (35) vorgesehen
ist, wobei die Blende (80) in den Durchbrüchen (44, 49, 50, 51) zur Justierung des
Laufwagens (37) befestigbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Durchbruch (44, 49) zur Justierung des Laufwagens (37) und je ein Durchbruch
(50, 51) zur Befestigung der Laufschiene (35) an den Haltern (36, 62, 68, 72) paarweise
im Abstand (53) zueinander angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung der Höhe der Schiebetür (30), insbesondere durch Verminderung des
oberen Randes der Schiebetür (30) zum jeweiligen Laufwagen (37), ein Tragbolzen (40)
des jeweiligen Laufwagens (37) durch mindestens einen Durchbruch (44, 49, 50, 51)
hindurch verdrehbar ist, wobei vorzugsweise zur Verdrehung des Tragbolzens (40) dieser
im Bereich eines oberen freien Endes ein Werkzeugangriffsmittel, z.B. eine Vertiefung
in Form eines Vierkants, Imbus oder dergleichen aufweist, das durch einen der Durchbrüche
(44, 49, 50, 51) hindurch zugänglich ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragbolzen (40) gegensinnige Gewinde aufweisen, die vorzugsweise von gegenüberliegenden
Enden der Tragbolzen (40) ausgehen, wobei das eine Gewinde in Halterungen am oberen
Rand der Schiebetür (30) eingreift und das andere, gegensinnige Gewinde mit dem Laufwagen
(37) in Verbindung steht.
8. Vorrichtung zur verfahrbaren Anordnung einer Schiebetür (30) im Bereich einer Türöffnung
(31) einer Wand (32), mit einer länglichen Laufschiene (35) und vorzugsweise mehreren
Haltern (36) zur Befestigung der Laufschiene (35) an der Wand (32) und mit mindestens
einem in der Laufschiene (35) verfahrbaren Laufwagen (37) oder dergleichen der an
der Schiebetür (30) befestigbar ist, insbesondere nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige Halter (36) mindestens zweiteilig ausgebildet sind und jeweils
ein Halterteil aufweisen, dass im Bereich der Wand (32) befestigbar ist und jeweils
ein weiteres Halterteil aufweisen, dass an der Laufschiene (35) befestigbar ist, wobei
die Halterteile derart miteinander verbindbar sind, dass der Abstand der Laufschiene
(35) zur Wand (32) einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Laufschiene (35) zur Wand (32) durch Verdrehung der Halterteile gegeneinander
einstellbar ist, wozu vorzugsweise auf der von der Wand (32) abgewandten Seite des
Halterteils zur Befestigung im Bereich der Wand (32), insbesondere einer Wandplatte
(54), ein Gewindezapfen (59) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Wand (32) zugewandten Seite des Halterteils zur Befestigung an der Laufschiene
(35), insbesondere eines Laufschienenwinkels (55), ein Distanzstück (58) vorgesehen
ist, und vorzugsweise das Distanzstück (58) ein Innengewinde aufweist, sodass die
Halterteile miteinander verschraubbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Aufschrauben des Distanzstücks (58) des Laufschienenwinkels (55) auf den Gewindezapfen
(59) der Wandplatte (54) der Abstand der Laufschiene (35) zur Wand (32) veränderbar
ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindezapfen (59) und/oder der das Distanzstück (58) jeweils unverdrehbar an
der Wandplatte (54) bzw. dem Laufschienenwinkel (55) befestigt sind, insbesondere
geschweißt.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (36) zur Anordnung seitlich neben der Türöffnung (31) oder zur Anordnung
außerhalb von Bekleidungsfuttern (33) einer Türzarge vorgesehen sind.