[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Drucktastenschaltergehäuse und einen Drucktastenschalter,
insbesondere für die Verwendung in Kraftfahrzeugen.
[0002] In Fahrzeugen wird eine Vielzahl von Schaltern eingesetzt, die beispielsweise für
die Betätigung der Warnblinkanlage oder aber auch für andere Zwecke, wie für die Betätigung
der Heizung oder Klimaanlage, verwendet werden können. Je nach Einbauposition des
Schalters ist die dafür zur Verfügung stehende Einbautiefe begrenzt.
[0003] In den meisten Schaltern werden sogenannte Mikroschalter verwendet, die eine geringe
Größe aufweisen und daher dem Erfordernis der geringen Einbautiefe Rechnung tragen.
Zusätzlich sind in Schaltern eine Vielzahl weiterer elektrischer bzw. elektronischer
Komponenten, wie beispielsweise Lichtquellen, durch die der Schalter beleuchtet werden
kann, vorgesehen. Diese Komponenten werden zusammen mit dem Mikroschalter in der Regel
in einem als Schalterkammer bezeichneten Raum angeordnet.
[0004] Zur Kontaktierung des Schalters mit der zu betätigenden Kraftfahrzeugkomponente oder
einem Steuergerät werden in der Fahrzeugindustrie heutzutage vorwiegend Steckkontakte
verwendet. Diese Steckkontakte werden in einem Gehäuse, das als Steckerkammer oder
Steckerwanne bezeichnet wird, gehalten, insbesondere um einen Schutz gegen Abknicken
der Steckkontakte zu bieten.
[0005] Zur Betätigung des Schalters ist eine Taste bzw. eine Tasterkappe vorgesehen, die
mit den elektronischen Komponenten, die in der Schalterkammer vorgesehen sind, zusammenwirken
kann.
[0006] Die Steckerkammer und die Schalterkammer können zwei Räume darstellen, die entweder
einstückig ausgebildet sind, d. h. eine gemeinsame Grundplatte aufweisen, von deren
einer Seite sich die Steckerkammer und von deren gegenüberliegenden Seite sich die
Schalterkammer erstreckt. Die beiden Kammern können aber auch aus zwei unterschiedlichen
Gehäusen gebildet sein, die über Klemmverbindungen oder Rastvorrichtungen miteinander
verbunden werden. Dieser Aufbau eines Schaltergehäuses weist allerdings den Nachteil
auf, dass das Schaltergehäuse eine große Einbautiefe besitzt und viele verschiedene
Teile, die je nach dem Einsatzgebiet des Schalters andere Ausgestaltungen aufweisen,
hergestellt und gelagert werden müssen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Drucktastenschaltergehäuse und
einen Drucktastenschalter zu schaffen, die eine geringe Einbautiefe aufweisen, ohne
dass der Drucktastenschalter über eine Konsole, in der der Schalter eingebaut ist,
mehr als notwendig hinausragt, und die universell eingesetzt werden können.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe ideal gelöst werden
kann, wenn eine kompakte Bauweise für das Drucktastenschaltergehäuse gewählt wird.
[0009] Die Aufgabe wird daher erfindungsgemäß durch ein Drucktastenschaltergehäuse gelöst,
das mindestens eine Führung für zumindest einen Teil einer Taste und eine Steckerkammer,
in der zumindest ein Steckkontakt vorgesehen ist, umfasst, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steckerkammer zumindest durch einen Teil der Führung gebildet wird.
[0010] Als Führung der Taste wird im Folgenden der Bereich bezeichnet, der zumindest einen
Teil der Taste, vorzugsweise den Rahmen bzw. den unteren Rand aufnimmt und die Bewegung
der Taste nur in vorbestimmten Richtungen zulässt.
[0011] Durch die Wahl der erfindungsgemäßen kompakten Bauweise kann die Führung außer zur
Führung eines Teils des Taste auch der Ummantelung und damit dem Schutz der Steckkontakte
dienen und dadurch ein zusätzlicher Raumbedarf für eine gesonderte Steckerkammer vermieden
werden.
[0012] Vorzugsweise stellen die Führung für die Taste und die Steckerkammer ein integrales
Bauteil dar. Durch diese integrale Bauweise kann die Herstellung des Drucktastenschaltergehäuses
wirtschaftlich effizient erfolgen, da zum einen die Herstellungskosten gesenkt werden
können und eine Präzision, die bei einzelnen Teilen, die durch Rast- oder Klemmverbindungen
miteinander verbunden werden müssen, notwendig ist, nicht eingehalten werden muss.
Durch die integrale Bauweise können auch günstige Herstellungsverfahren, wie ein Zweikomponenten-Spritzgussverfahren
mit Metallisierung einzelner Bestandteile, verwendet werden, was zu einer weiteren
Reduzierung der Einbauhöhe des Drucktastenschaltergehäuses und damit des Drucktastenschalters
führen kann.
[0013] In einer Ausführungsform kann zumindest ein Teil der Führung gleichzeitig einen Raum
zur Aufnahme von elektronischen Bauteilen definieren. Ein separates Element, das den
für die Aufnahme von elektronischen Bauteilen, wie einem Mikroschalter, notwendigen
Raum definiert, ist daher erläßlich, wodurch erneut die Herstellung vereinfacht wird.
Der Raum, der der Aufnahme von elektronischen Bauteilen dient, wird im folgenden auch
als Schalterkammer bezeichnet.
[0014] Bevorzugt weist das Drucktastenschaltergehäuse die Form einer Wanne auf, die an einer
Seite offen ist und deren Seitenwände doppelwandig ausgebildet sind. Eine solche Form
des Drucktastenschaltergehäuses ist vorteilhaft, da deren Herstellung auch mit günstigen
Verfahren, wie Spritzgussverfahren, erfolgen kann. Zudem kann die Wandstärke bei einer
solchen Wannenform mit doppelwandigen Seitenwänden gering gewählt werden, da das Gehäuse
durch diese Form bereits eine gewisse Stabilität aufweist. Die doppelwandigen Seitenwände
können als Führung für die Taste dienen. In dieser Führung können zur weiteren Stabilisierung
des Gehäuses Verstärkungen vorgesehen sein. Diese können durch Stege in dem durch
die doppelwandigen Seitenwände gebildeten Führungsschacht gebildet werden.
[0015] Vorzugsweise weist das Drucktastenschaltergehäuse eine Grundplatte auf, die auf der
einen Seite zumindest ein elektronisches Bauteil tragen kann und auf der anderen Seite
mindestens einen Steckkontakt aufweist. Diese Grundplatte, die vorzugsweise eben ausgebildet
ist, kann Vorsprünge zur Befestigung einzelner elektronischer Bauteile aufweisen.
Durch die ebene Ausgestaltung der Grundplatte können alle elektronischen Bauteile
nebeneinander auf dieser angebracht werden. Die Einbauhöhe des Drucktastenschalters
wird daher weitestgehend lediglich durch die Höhe der elektronischen Bauteile bestimmt,
die aber heutzutage in geringen Größen und damit mit geringen Höhen zur Verfügung
stehen.
[0016] An dem Gehäuse kann im Bereich des Raums, der der Aufnahme der elektronischen Bauteile
dient, ein Federsitz für eine Druckfeder, die mit der Taste zusammenwirken kann, vorgesehen
sein. Durch das Vorsehen der Druckfeder in dem Bereich, der auch für die elektronischen
Bauteile genutzt wird, kann eine weitere Verringerung der Einbautiefe erzielt werden.
Bei herkömmlichen Drucktastenschaltern muss eine Druckfeder in der Regel an dem unteren
Rand der Taste angreifen, um ein gleichmäßiges Herunterdrücken der Taste sicherzustellen.
Bei dem erfindungsgemäßen Gehäuse ist es aber ausreichend, wenn die Druckfeder in
der Schalterkammer vorgesehen ist und somit mit einem Bereich der Innenseite der Taste
in Eingriff steht. Der Grund für diese einfache Anordnung der Feder ist, dass ein
ungleichmäßiges Herunterdrücken und damit ein Verkippen der Taste durch die bei dem
erfindungsgemäßen Gehäuse mögliche große Führungslänge des Randes der Taste verhindert
wird. Die Druckfeder muss daher lediglich eine gewisse Kraft gegen die Taste aufbringen,
um ein versehentliches Betätigen eines der elektronischen Bauteile zu verhindern.
Zudem kann die Druckfeder der sogenannten "Entklapperung" dienen. Dies bedeutet, dass
selbst, wenn zwischen dem Mikroschalter und der Taste ein geringes Spiel vorhanden
ist, die Taste aufgrund der Druckfeder eine Vorspannung aufweist und aus diesem Grund
nicht klappert. Da ein Vorsehen einer Druckfeder in dem erfindungsgemäßen Druckschalter,
beispielsweise in dem Führungsschacht, nicht notwendig ist, können in diesem beispielsweise
Verstärkungsstege vorgesehen werden, die die Stabilität des Drucktastenschaltergehäuses
erhöhen.
[0017] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auch durch einen Drucktastenschalter
gelöst, der zumindest eine Taste, ein Drucktastenschaltergehäuse mit einer Führung
für zumindest einen Teil der Taste und zumindest eine elektronische Komponente, sowie
mindestens einen Steckkontakt umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein
Teil der Führung für den Teil der Taste den mindestens einen Steckkontakt umgibt.
Die zumindest eine elektronische Komponente und der mindestens eine Steckkontakt sind
hierbei vorzugsweise an einer Grundplatte auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet.
Dadurch kann zum einen der Zugriff auf den Steckkontakt, der beispielsweise zum Einbringen
eines Steckers notwendig ist, ermöglicht und zum anderen ein Zusammenwirken zwischen
den elektronischen Bauteilen und der Taste gewährleistet werden.
[0018] An den Rändern der Grundplatte schließt sich in einer Ausführungsform die Führung
des Teils der Taste an. Zumindest ein Teil dieser Führung stellt die seitliche Begrenzung
für einen Raum dar, in dem sich der mindestens eine Steckkontakt befindet.
[0019] Das mindestens eine elektronische Bauteil, das in dem Drucktastenschalter vorgesehen
ist und vorzugsweise auf der Grundplatte des Drucktastenschaltergehäuses angeordnet
ist, kann einen Mikroschalter darstellen. Dieser kann durch Herunterdrücken der Taste
betätigt werden und zumindest mit einem der Steckkontakte, die vorzugsweise auf der
anderen Seite der Grundplatte vorgesehen sind, elektrisch verbunden sein.
[0020] Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung weitere elektronische Bauteile, wie Beleuchtungseinrichtungen
oder Funktionskontrollvorrichtungen vorzusehen. Diese können der Kennzeichnung des
Drucktastenschalters dienen oder aber anzeigen, dass die mit dem Drucktastenschalter
verbundene Komponente aktiviert bzw. eingeschaltet ist. Als Beleuchtungseinrichtungen
oder Funktionskontrollvorrichtungen können bekannte Vorrichtungen, insbesondere die
in der Kraftfahrzeugindustrie verwendeten Vorrichtungen, eingesetzt werden.
[0021] Insbesondere bei Drucktastenschaltern, die Beleuchtungseinrichtungen oder Funktionskontrollvorrichtungen
umfassen, die mit Lichtquellen arbeiten, umfasst die Taste des Drucktastenschalters
vorzugsweise zumindest einen Lichtleiter. Dieser kann beim Herunterdrücken der Taste
mit der jeweiligen Beleuchtungseinrichtung oder Funktionskontrollvorrichtung in Kontakt
gebracht werden und so auf der Oberseite der Taste einen Lichtpunkt oder ein Symbol
erkennen lassen. Auch im nicht heruntergedrückten Zustand der Taste sind die Symbolbeleuchtung
und Funktionskontrollleuchte vorzugsweise beleuchtet. Dies wird bewirkt, indem das
Licht der eingesetzten Lichtquellen auch den für einen Tastenhub notwendigen Abstand
zu der Einkopplungsstelle an den Lichtleitern überbrückt.
[0022] Um bei Drucktastenschaltern, die mehr als eine Lichtquelle besitzen, beispielsweise
für Drucktastenschalter, die Beleuchtungseinrichtungen und Funktionskontrollvorrichtungen
aufweisen, einen Einfluss einer Lichtquelle auf die einer anderen Lichtquelle zugeordnete
Anzeige zu vermeiden, kann der Drucktastenschalter zumindest eine Lichtschottwand
aufweisen, die die Abstrahlung einer Lichtquelle begrenzt. Diese wird vorzugsweise
an der Unterseite der Taste angeordnet.
[0023] Der Drucktastenschalter kann weiterhin eine Druckfeder umfassen, die zwischen einer
Grundplatte des Drucktastenschaltergehäuses, von der die elektronischen Komponenten
getragen werden, und der Taste, die in dem Drucktastenschaltergehäuse geführt wird,
wirkt. Die Vorteile der Anordnung der Druckfeder zwischen der Taste und der Grundplatte
im Gegensatz zu anderen möglichen Einbauorten, wie beispielsweise am unteren Rand
der Taste, sind oben bereits unter Bezug auf das Drucktastenschaltergehäuse beschrieben
worden.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen, die sich auf
Ausführungsbeispiele der Erfindung beziehen, beschrieben. Es zeigen:
Figur 1: eine schematische, perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Drucktastenschalters;
Figur 2: eine schematische, perspektivische Darstellung eines herkömmlichen Drucktastenschalters
mit aufgesetzter Steckerkammer;
Figur 3: eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Drucktastenschaltergehäuses von oben;
Figur 4: eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Drucktastenschaltergehäuses von unten;
Figuren 5 und 5a: perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäß verwendeten Taste;
Figur 6: eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Drucktastenschalters (ohne Taste);
Figur 7: eine schematische Schnittansicht entlang der Linie A-A in Figur 6; und
Figur 8: eine schematische Schnittansicht entlang der Linie B-B in Figur 6.
[0025] In Figur 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Drucktastenschalters 1
dargestellt. An der Vorderseite ist die Taste 2 gezeigt, die mit dem dahinter dargestellten
Drucktastenschaltergehäuse 3 über Rastnasen 21 verbunden ist, die in Öffnungen 31
des Drucktastenschaltergehäuses eingreifen. An der Vorderseite der Taste 2 ist eine
Lichtanzeige 22 dargestellt. Das Drucktastenschaltergehäuse 3 wird unter Bezugnahme
auf die Figuren 3, 4 und 6 bis 8 später genauer beschrieben.
[0026] In Figur 2 ist ein Drucktastenschalter nach dem Stand der Technik dargestellt. An
den Teil des Drucktastenschaltergehäuses, in dem die elektronischen Bauteile aufgenommen
sind und in dem die Taste geführt wird, ist eine Steckerwanne aufgesetzt. Wie sich
aus dieser Darstellung im Vergleich zu Figur 1 ergibt, ist die Länge und damit die
Einbautiefe des Drucktastenschalters nach dem Stand der Technik erheblich größer als
die des erfindungsgemäßen Drucktastenschalters 1.
[0027] In Figur 3 ist eine Ansicht von oben auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Drucktastenschaltergehäuses 3 gezeigt. Das Gehäuse 3 weist eine Grundplatte 32 auf,
die von einem Führungsschacht 33, der im wesentlichen die Form eines Ringspaltes aufweist,
umgeben ist. Dieser Ringspalt stellt die Führung der Taste, insbesondere des Tastenrahmens
dar. Der Führungsschacht 33 wird in der dargestellten Ausführungsform durch zwei im
wesentlichen parallel verlaufende Wände begrenzt. Die erste Wand 331 schließt sich
unmittelbar an die Grundplatte 32 an und erstreckt sich im wesentlichen senkrecht
von dieser nach unten. Die erste Wand 331 ist mit einer dazu im wesentlichen parallelen
zweiten Wand 332 an dem von der Grundplatte 32 entfernten Ende der ersten Wand 331
verbunden. Die zweite Wand 332 erstreckt sich im wesentlichen parallel zu der ersten
Wand 331 von deren Verbindung bis über die Grundplatte 32 hinaus.
Der Betrag, um den die zweite Wand 332 länger ist als die erste Wand 331, ist damit
die Höhe, um die die zweite Wand 332 über die Grundplatte hinausragt. Dieser überstehende
Bereich 333 definiert die Höhe der Schalterkammer 4, die später genauer beschrieben
wird.
[0028] Wie in der Figur 3 ebenfalls gut zu erkennen ist, sind in dem Führungsschacht 33
Verstärkungsstreben 35 eingearbeitet, die sich zwischen den beiden Wänden 331 und
332 des Führungsschachtes 33 im wesentlichen senkrecht zu diesen erstrecken. Die Verstärkungsstreben
35 erstrecken sich vom unteren Ende der ersten und zweiten Wand 331 und 332 vorzugsweise
bis zur Hälfte der Gesamthöhe der ersten Wand 331. Durch diese relativ geringe Höhe
der Verbindungsstreben muss der Rahmen 24 der Taste 2 nicht über dessen gesamte Höhe
mit Schlitzen 25 versehen sein. Dies trägt dazu bei, dass die Stabilität der Taste
durch die Schlitze 25 nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt wird.
[0029] Auf der Grundplatte 32 ist in der Figur 3 schematisch ein Federsitz 36 angedeutet,
der in Form eines Vorsprungs auf der Grundplatte 32 ausgebildet ist. Weiterhin sind
Erhebungen 37 und Durchlässe 38 gezeigt. Diese können der Positionierung und Kontaktierung
der auf die Grundplatte 32 aufzubringenden elektronischen Bauteile dienen.
[0030] Auf der gegenüberliegenden Seite der Grundplatte 32 sind, wie in Figur 4 gezeigt,
Steckkontakte 39 in Form von Kontaktstiften vorgesehen. Die Steckkontakte 39 sind
in einer Wanne 5 angeordnet. Die Wanne 5 wird von oben durch die Grundplatte 32 und
an den Seiten von den Wänden 331 des Führungsschachtes 33 begrenzt. Nach unten ist
die Steckerkammer bzw. - wanne 5 offen.
[0031] Eine Ausführungsform einer Taste 2, die mit dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten
Drucktastenschaltergehäuse 3 zusammenwirken kann und auch als Tasterkappe bezeichnet
wird, ist in Figuren 5 und 5a gezeigt. Die Deckplatte 23 der Taste 2, die in der Darstellung
oben liegt, dient als Berührfläche für den Benutzer und als Anzeigefeld. Diese Vorderseite
kann je nach Wunsch eben, oder in einer leicht gebogenen Form ausgebildet sein.
[0032] Auf der Innenseite der Deckplatte 23 schließt sich ein Rahmen 24 an, der sich im
wesentlichen senkrecht von der Innenseite der Deckplatte 23 aus erstreckt. Der Rahmen
24 bildet zusammen mit der Deckplatte 23 die Napfform der Taste 2. Der Rahmen 24 stellt
den Teil der Taste 2 dar, der in dem Führungsschacht 3 geführt wird. Der Rahmen 24
ist vorzugsweise nicht an dem äußeren Rand des Deckels 23, sondern in geringem Abstand
davon angeordnet. Dadurch kann die Größe der Deckplatte 23 unabhängig von den für
den Rahmen 24 erforderlichen Maßen gewählt werden. Zudem wird durch den Übergang von
Rahmen 24 zu Deckplatte 23 eine Schulter 26 an den äußeren Rändern der Deckplatte
23 gebildet, mit der die Taste 2 beim Herunterdrücken mit der oberen Kante des Bereichs
333 der Führungswand 332 zusammentreffen kann. Der Weg, um den die Taste 2 nach unten
gedrückt werden kann, ist somit begrenzt. Der Rahmen 24 ist in der dargestellten Form
durch Schlitze 25 unterbrochen. Die Schlitze 25 sind in dem Rahmen 24 so verteilt,
dass diese in die Verstärkungsstege 35, die in dem Führungsschacht 33 des Drucktastenschaltergehäuses
3 vorgesehen sind, eingreifen. Dadurch kann die Taste 2 bewegt werden, ohne dass diese
mit den Verstärkungsstegen 35 kollidiert.
[0033] Die Funktionsweise und die weiteren Bestandteile einer möglichen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Drucktastenschalters werden nunmehr mit Bezug auf die Figuren
6, 7 und 8 erläutert.
[0034] Die Draufsicht auf einen Drucktastenschalter 1, bei der aus Gründen der leichteren
Erkennbarkeit die Taste nicht dargestellt ist, lässt die auf der Grundplatte 32 des
Drucktastenschaltergehäuses 3 angeordneten Bauteile erkennen. In der dargestellten
Ausführungsform sind eine Suchbeleuchtungs-LED (Licht emittierende Diode) 6 als Lichtquelle,
sowie ein Mikroschalter 7 nebeneinander angeordnet. Versetzt dazu sind ebenfalls nebeneinander
angeordnet eine Druckfeder 8 und eine Funktionskontrollen-LED 9.
[0035] Der in Figur 7 gezeigte Schnitt entlang der Linie A-A der Figur 6 zeigt auch die
über der in Figur 6 gezeigten Ansicht befindliche Taste 2 und deren Bestandteile.
Die Taste 2 weist eine Deckplatte 23 mit einem sich an der Rückseite der Deckplatte
23 anschließenden Rahmen 24 auf. Dieser Rahmen 24 wird in den Führungsschacht 33 des
Drucktastenschaltergehäuses 3 eingeführt und über den größten Teil seiner Länge darin
geführt. Die zwischen Deckplatte 23 und Rahmen 24 gebildete Schulter 26 liegt im heruntergedrückten
Zustand vorzugsweise auf der oberen Kante der äußeren Wand 332 des Führungsschachtes
33 auf und begrenzt so den Verschiebungsweg der Taste 2 nach unten und bestimmt die
Höhe der Schalterkammer 4.
[0036] Auf der Innenseite der Deckplatte 23, die im eingeführten Zustand der Grundplatte
32 des Drucktastenschaltergehäuses 3 zugewandt ist, ist in der dargestellten Ausführungsform
ein Suchbeleuchtungslichtleiter 27 angeordnet. Dieser weist einen Vorsprung 271 auf,
über den dieser im heruntergedrückten Zustand mit der Suchbeleuchtungs-LED 6 in Kontakt
treten kann. An einen Bereich 272 des Suchbeleuchtungslichtleiters 27, der von dem
Vorsprung 271 beabstandet ist, liegt das Betätigungselement 71 für den Mikroschalter
7 an.
[0037] Auf der Seite der Grundplatte 32, die der Seite gegenüberliegt, auf der die elektronischen
Bauteile des Drucktastenschalters 1 angeordnet sind, ist ein Steckkontakt 39 in Form
eines Kontaktfingers dargestellt. Dieser erstreckt sich von der Grundplatte 32 weg
im wesentlichen senkrecht. Dieser Steckkontakt 39, sowie die gegebenenfalls weiteren
vorgesehenen Steckkontakte 39, die in dem Schnitt in Figur 7 nicht zu erkennen sind,
ist in einer Steckerkammer 5 angeordnet. Diese wird durch die Grundplatte 32 nach
oben und zu den Seiten durch die Führungsschächte 33, genauer gesagt durch die ersten
Wände 331, begrenzt. Die Steckerkammer 5, die in der dargestellten Ausführungsform
eine Wannenform aufweist, weist eine Tiefe auf, die größer ist als die Länge des bzw.
der darin befindlichen Steckkontakte 39. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die
Steckkontakte 39 während der Lagerung der Drucktastenschalter 1 nicht verbogen werden
und dass ein mit den Steckkontakten 39 zu verbindender Stecker nicht abgewinkelt wird,
was ebenfalls zu einem Abknicken der Steckkontakte 39 führen kann. Schließlich kann
durch die große Länge der Steckerkammer 5 eine größere Führungslänge für den Rahmen
24 der Taste 2 bereitgestellt werden, da die Seitenwände der Steckerkammer 5 auch
gleichzeitig einen Teil des Führungsschachts 33 für den Rahmen 24 der Taste 2 darstellen.
[0038] Schließlich ist in Figur 8 ein Schnitt entlang der Linie B-B in Figur 6 gezeigt.
An der Grundplatte ist ein Federsitz 36 in Form eines Vorsprungs vorgesehen. Um diesen
Federsitz 36 ist eine Druckfeder 8 gelagert, die sich nach unten gegen die Grundplatte
32 und nach oben gegen die Innenseite der Deckplatte 23 der Taste 2 abstützt. Weiterhin
ist an der Deckplatte 23 der Taste 2 ein Funktionskontrollenlichtleiter 28 vorgesehen,
der sich durch die Deckplatte 23 erstreckt und außen in der Lichtanzeige 22 endet.
Zwischen der Druckfeder 8 und dem Funktionskontrollenlichtleiter 28 ist eine Lichtschottwand
29 vorgesehen. Diese ist an der Innenseite der Deckplatte 23 befestigt und erstreckt
sich im eingebauten Zustand der Taste 2 in die Richtung der Grundplatte 23. Vorzugsweise
ist die Lichtschottwand 29 mit der Deckplatte 23 der Taste 2 einstückig ausgebildet
und erstreckt sich winkelförmig um den Funktionskontrollenlichtleiter 28.
[0039] Auf der Grundplatte ist in einer Position, die der Position des Funktionskontrollenlichtleiters
28 entspricht, eine Funktionskontrollen-LED 9 angeordnet. Diese kann, wie dargestellt,
durch eine Erhebung 37 auf der Grundplatte 32 gegen ein Verschieben geschützt sein.
Weiterhin kann diese Erhebung 37 mit der Lichtschottwand 29 der Taste 2 dazu dienen,
dass kein Licht von der Funktionskontrollen-LED 9 und dem Funktionskontrollenlichtleiter
28 in andere Bereiche der Schalterkammer 4 eintritt.
[0040] Auch in der Figur 8 ist ein Steckkontakt 39 an der Unterseite der Grundplatte 32
zu erkennen, der von der Führung 33 umgeben ist, die somit zusammen mit der Grundplatte
32 die Steckerkammer oder -wanne 5 bildet.
[0041] Das erfindungsgemäße Drucktastenschaltergehäuse 3 kann für sämtliche, insbesondere
in der Kraftfahrzeugindustrie vorgesehenen Steckverbindungen verwendet werden. So
kann das Drucktastenschaltergehäuse beispielsweise für 4-polige Steckerverbindungen,
wie in den Figuren dargestellt, aber auch für Steckerverbindungen mit mehr oder weniger
Polen verwendet werden.
[0042] Die Herstellung des Drucktastenschaltergehäuses kann durch unterschiedliche Verfahren
erfolgen. Besonders vorteilhaft wird das Drucktastenschaltergehäuse aber durch ein
sogenanntes MID-(moulded interconnected device)Verfahren hergestellt. Dieses Verfahren
stellt ein Zweikomponenten-Spritzgussverfahren dar, bei dem eine Komponente metallisiert
und damit leitfähig wird. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass auf üblicherweise
erforderliche Leiterplatten verzichtet werden kann und somit die Bauhöhe des Drucktastenschaltergehäuses
und damit des gesamten Drucktastenschalters um mehr als 1,0mm, in der Regel um 1,5mm
verringert werden kann. Dieses Verfahren lässt sich bei dem erfindungsgemäßen Drucktastenschaltergehäuse
besonders gut anwenden, da damit in einem Herstellungsverfahren sowohl die Führung
für die Taste, insbesondere den Tastenrahmen, die Grundplatte der Schalterkammer und
gleichzeitig die Steckerwanne mit den darin geschützten Steckkontakten erzeugt werden
kann.
[0043] Durch die Integration der Steckerkammer in die Führung der Taste kann eine Reduzierung
von bis zu 50% der Bauhöhe des Drucktastenschaltergehäuses und damit des Drucktastenschalters
im Vergleich zu herkömmlichen Drucktastenschaltern, bei denen die Steckerkammer aufgesetzt
ist, erzielt werden.
[0044] Die Einbautiefe des Drucktastenschalters wird in der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
im wesentlichen durch die Bauhöhe der elektronischen Bauteile und der Höhe der Taste,
die für eine gute Haptik und eine sichere Führung gegen Verkanten notwendig ist, bestimmt.
Mit dem erfindungsgemäßen Drucktastenschaltergehäuse kann die Taste über eine Länge
von beispielsweise 13,6 mm geführt werden. In herkömmlichen Drucktastenschaltern,
bei denen die Einbautiefe erheblich höher ist wird die Taste in der Regel nur einer
geringen Länge geführt, beispielsweise auf ca. 12,0 mm. Demzufolge kann durch das
erfindungsgemäße Drucktastenschaltergehäuse bei erheblicher Reduktion der Einbautiefe
die Führungslänge der Taste erhöht werden.
[0045] Die Abmessungen in der Breite und Länge der Deckplatte und damit der durch den Schalter
auszuleuchtende Bereich können je nach Verwendungszweck variiert werden. Es kann beispielsweise
ein Symbolfeld von 11 x 11mm ausgeleuchtet werden, was für die heutzutage verwendeten
Symbole für Tasten für Kraftfahrzeuge ausreichend ist.
[0046] Der Drucktastenschalter und das Drucktastenschaltergehäuse gemäß der Erfindung wurden
im Vorstehenden im wesentlichen für Einzeltastschalter beschrieben. Es ist aber für
den Fachmann ersichtlich, dass die Erfindung auch ohne weiteres auf Mehrfachtastschalter
übertragen werden kann.
[0047] Somit kann der erfindungsgemäße Drucktastenschalter und das erfindungsgemäße Drucktastenschaltergehäuse
einen universellen Drucktastenschalter für nahezu jede Schaltaufgabe in einem Fahrzeug
liefern, wodurch eine große Produktvielfalt vermieden werden kann.
[0048] Mit dem erfindungsgemäßen Drucktastenschalter und Drucktastenschaltergehäuse kann
daher auf einfache Weise ein Schalter zur Verfügung gestellt werden, der aufgrund
seiner geringen Einbautiefe universell eingesetzt werden kann, ohne, dass die Funktion
des Schalters, oder die Sicherheit gegen beispielsweise Abknicken der Steckkontakte
verringert wird, oder Einbußen bei andern qualitätsbestimmenden Größen, wie der Wandstärke
gemacht werden müssen. Durch den erfindungsgemäßen Drucktastenschalter und das erfindungsgemäße
Drucktastenschaltergehäuse können somit Entwicklungskosten und - kapazitäten, sowie
Herstellungs- und Lagerungskosten eingespart werden und zudem das Bestreben nach einer
Vereinheitlichung der Schalterhaptik vorangebracht werden.
1. Drucktastenschaltergehäuse (3), das mindestens eine Führung (33) für zumindest einen
Teil (24) einer Taste (2) und eine Steckerkammer (5), in der zumindest ein Steckkontakt
(39) vorgesehen ist, umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerkammer (5) zumindest durch einen Teil (331) der Führung (33) gebildet
wird.
2. Drucktastenschaltergehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (33) und die Steckerkammer (5) ein integrales Bauteil darstellen.
3. Drucktastenschaltergehäuse nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (333) der Führung (33) gleichzeitig einen Raum (4) zur Aufnahme
von elektronischen Bauteilen (6, 7, 9) definiert.
4. Drucktastenschaltergehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieses die Form einer Wanne aufweist, die an einer Seite offen ist und deren Seitenwände
doppelwandig ausgebildet sind.
5. Drucktastenschaltergehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Führungsschacht (33) für die Führung des Teils (24) einer Taste (2) in zumindest
einem Teil der Seitenwände liegt.
6. Drucktastenschaltergehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine Grundplatte (32) aufweist, die auf der einen Seite zumindest ein elektronisches
Bauteil (6, 7, 9) tragen kann und auf der anderen Seite mindestens einen Steckkontakt
(39) aufweist.
7. Drucktastenschaltergehäuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (32) eben ausgebildet ist.
8. Drucktastenschaltergehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Führung (33) Verstärkungen (35) zur Stabilisierung des Gehäuses (3) vorgesehen
sind.
9. Drucktastenschaltergehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (3) im Bereich des Raums (4), der der Aufnahme der elektronischen
Bauteile dient, ein Federsitz (36) für eine Druckfeder (8), die mit der Taste (2)
zusammenwirken kann, vorgesehen ist.
10. Drucktastenschalter (1), der zumindest eine Taste (2), ein Drucktastenschaltergehäuse
(3) mit einer Führung (33) für zumindest einen Teil (24) der Taste (2) und zumindest
eine elektronische (6, 7, 9) Komponente, sowie mindestens einen Steckkontakt (39)
umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (31) der Führung (33) für den Teil (24) der Taste (2) den mindestens
einen Steckkontakt (39) umgibt.
11. Drucktastenschalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine elektronische Komponente (6, 7, 9) und der mindestens eine Steckkontakt
(39) an einer Grundplatte (32) auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind.
12. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Rändern der Grundplatte (32) die Führung (33) des Teils (24) der Taste
(2) anschließt und zumindest ein Teil (331) dieser Führung (33) die seitliche Begrenzung
für einen Raum (5) darstellt, in dem sich der mindestens eine Steckkontakt (39) befindet.
13. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Komponente einen Mikroschalter (7) darstellt.
14. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Komponente mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (6) darstellt.
15. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Komponente mindestens eine Funktionskontrollvorrichtung (9) darstellt.
16. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Taste (2) zumindest einen Lichtleiter (27, 28) umfasst.
17. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Druckfeder (8) umfasst, die zwischen einer Grundplatte (32) des Drucktastenschaltergehäuses
(3), auf der die elektronischen Komponenten (6, 7, 9) getragen werden, und der Taste
(2), die in dem Drucktastenschaltergehäuse (3) geführt wird, wirkt.
18. Drucktastenschalter nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass dieser zumindest eine Lichtschottwand (29) aufweist, die die Strahlung einer Lichtquelle
(9) begrenzt.
19. Drucktastenschalter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtschottwand (29) an der Unterseite einer Deckplatte (23) der Taste (2) angeordnet
ist.