[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontaktbuchsenhalterung für elektrische Steckverbinder,
bei denen die Kontaktbuchsen, in längsgerichteten Aufnahmekammern eines innerhalb
eines Steckergehäuses verriegelbaren Isolierkörpers aufgenommen und gegen axiales
Verschieben gesichert festgelegt sind, wobei die Kontaktbuchsen in den zueinander
parallelen Aufnahmekammern des Isolierkörpers über mit einem zwischen ihrem Buchsenbereich
und ihrem Anschlußbereich für Einzelleiter ausgebildeten Sockelteil zusammenwirkende,
schräg zur Buchsenachse ausgerichtete Haltefinger bzw. Haltenasen gegen axiales Verschieben
gesichert sind und wobei die den Buchsenbereich der Kontaktbuchsen aufnehmenden Längenabschnitte
der Aufnahmekammern des Isolierkörpers wenigstens zu dessen freien Ende hin eine den
Buchsendurchmesser übersteigende lichte Weite aufweisen.
[0002] Eine solche Kontaktbuchsenhalterung für elektrische Steckverbinder ist aus der DE-OS
34 08 860 bekannt. Bei dieser bekannten Kontaktbuchsenhalterung besteht ein in einem
Steckergehäuse festsetzbarer Isolierkörper aus zwei zueinander komplementär ausgebildeten
und mit zueinander fluchenden Aufnahmekammern für Kontaktbuchsen ausgestatteten Isolierkörperhälften,
deren eine mit radial zu den in ihre Aufnahmekammern eingesetzten Kontaktbuchsen verformbaren
Haltenaben ausgestattet ist und deren andere die Haltenaben aufnehmende, radiale Erweiterungen
der Aufnahmekammern aufweist. Die Haltenaben weisen dabei im unbelasteten Zustand,
d.h. vor dem Einsetzen der Kontaktbuchse im Bereich ihres freien Endes eine von der
Kreisform abweichende, insbesondere viereckige Querschnittsform auf und werden durch
das Einsetzen der Kontaktbuchse verformt, wodurch erreicht wird, daß die Haltenaben
an den Kontaktbuchsen vorgesehene Haltebunde hintergreifen und die Kontaktbuchse dadurch
gegen ein Herausziehen nach Rückwärts sichern. Eine Sicherung der Kontaktbuchse gegen
ein herausziehen nach vorne ist dabei, bei zusammengesetztem Isolierkörper durch die
Anlage deren Haltebunde an den radial gerichteten Erweiterungen der Aufnahmekammern
erreicht.
Mit einer solcherart ausgebildeten Kontaktbuchsenhalterung kann eine unbewegliche
Verriegelung der Kontaktbuchsen nicht erreicht werden, so daß die Buchsenbereiche
der Kontaktbuchsen in den sie aufnehmenden Aufnahmekammern in einer verhältnismäßig
labilen Weise radial beweglich sind, was zwar im Interesse eines gegenseitigen Ausrichtens
von Buchse und Stift beim Zusammenführen von Vater-und Mutterstecker bis zu einem
bestimmten Ausmaß erwünscht ist, aber andererseits auch zu höchst unerwünschten bleibenden
Schägstellungen der Buchse in der Aufnahmekammer führen kann.
[0003] Bei einer anderen aus der EP-OS 0 352 088 bekannten Kontaktbuchsenhalterung ist der
Kontaktbuchse eine besondere Halteklammer zugeordnet, welche einerseits formschlüssig
mit der Kontaktbuchse im Eingriff steht und andererseits über einen Kranz radial ausgekröpfter
Federbügel eine Verengung der Aufnahmekammer für die Kontaktbuchse hintergreift, wodurch
die Kontaktbuchse zunächst in Auszugsrichtung gesichert im Isolierkörper bzw. in der
Aufnahmekammer festgelegt ist. Ferner ist die Halteklammer mit einem Kranz von Federfingern
ausgestattet, über welche sie sich an einer Schulter der Verengung der Aufnahmekammer
abstützt und so die Kontaktbuchse auch in Einschubrichtung gegen den Isolierkörper
abstützt. Bei einer solchen Gestaltung der Befestigung der Kontaktbuchse in einem
Isolierkörper ergibt sich zwar zwangsweise eine federnde Zentrierung der Kontaktbuchse
in der Aufnahmekammer, jedoch ist der für diese Art der Befestigung der Kontaktbuchse
im Isolierkörper erforderliche Aufwand nur in besonderen Fällen zu rechtfertigen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Kontaktbuchsenhalterung der eingangs
näher bezeichneten Bauart für elektrische Steckverbinder dahingehend zu verbessern,
daß die Kontaktbuchsen auch bei Vermeidung zusätzlicher Teile innerhalb der sie aufnehmenden
Aufnahmekammern des Isolierkörpers einerseits schwimmend radial beweglich sind, andererseits
aber bei jedem Trennen der Steckverbindung immer wieder in eine zur Kammerachse koaxiale
Stellung ausgerichtet werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch gelöst, daß jeder Kontaktbuchse
eine mit einem geringen Abstand zu deren freiem Ende in der zugehörigen Aufnahmekammer
angeordnete und federnd elastisch ausgebildete Zentriereinrichtung zugeordnet ist.
Eine federnd elastisch ausgebildete Zentriereinrichtung gewährleistet einerseits eine
schwimmende radiale Beweglichkeit der Buchse innerhalb der Aufnahmekammer, so daß
sich beim Zusammenfügen einer Steckverbíndung die Buchse auf den einzuführenden Stift
ausrichten kann, was besonders bei Steckverbindern mit einer großen Anzahl von Steckkontakten
vorteilhaft ist, bewirkt aber andererseits nach dem Trennen der Steckverbindung auch
eine selbsttätige Rückstellung der Kontaktbuchse in eine zur Achse der Aufnahmekammer
koaxiale Lage, so daß bleibende Schrägstellungen von Kontaktbuchsen in den Aufnahmekammern
ausgeschlossen sind.
[0006] Eine vorteilhafte Verwirklichungsform einer erfindungsgemäßen Kontaktbuchsenhalterung
sieht vor, daß die Zentriereinrichtungen aus jeweils wenigstens zwei an der Buchse
anliegenden, mit dem Isolierkörper materialeinheitlich ausgebildeten und schräg gegen
die Buchsenachse angestellten Zentrierfingern bestehen. Eine exakte Ausrichtung der
Kontaktbuchsen wird hierbei insbesondere dadurch erreicht, daß je Aufnahmekammer drei
Zentrierfinger für die zugehörige Kontaktbuchse vorgesehen sind.
[0007] Darüber hinaus kann zweckmäßigerweise vorgesehen sein, daß die Kontaktbuchsen einen
sich über einen Teil ihrer Länge hin verjüngenden und zu ihrem freien Ende hin wieder
ausladenden Konturverlauf aufweisen und die Zentrierfinger im Bereich ihres kleinsten
Durchmessers an den Kontaktbuchsen anliegen. Eine solche Gestaltungsweise bringt den
Vorteil mit sich, daß bei insgesamt nicht vergrößerter Aufnahmekammer die Zentrierfinger
eine verhältnismäßig starke, gegen die Kontaktbuchsen gerichtete Neigung aufweisen
können, woraus eine verhältnismäßig weiche Federung resultiert.
[0008] Sofern hierbei die Kontaktbuchsen über einen Teil ihrer Länge hin geschlitzt sind
sollte die Anordnung bzw. gegenseitige Ausrichtung der Kontaktbuchsen und der Zentrierfinger
so gewählt sein, daß die Schlitze der Buchse von den Zentrierfingern jeweils wenigstens
teilweise übergriffen sind.
[0009] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Einzelnen beschrieben. In der Zeichnung
zeigt die
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch einen Isolierkörper einer Steckverbinderhälfte;
- Figur 2
- eine ausschnittweise Darstellung zu Figur 1 im vergrößerten Maßstab:
- Figur 3
- einen Teilquerschnitt entlang der Linie A - A in Figur 2.
[0010] Bei der im Ausführungsbeispiel gezeigten Kontaktbuchsenhalterung für elektrische
Steckverbinder, sind die Kontaktbuchsen 1 in einem in einer an sich bekannten und
in der Zeichnung nicht besonders dargestellten Weise innerhalb eines gleichfalls nicht
im Einzelnen gezeigten Steckergehäuses verriegelbaren Isolierkörper aufgenommen und
gegen axiales Verschieben gesichert festgelegt. Der Isolierkörper besteht aus zwei
hinsichtlich ihrer Querschnittsform zueinander deckungsgleich ausgebildeten, mit zueinander
fluchtenden Aufnahmekammern 2 für die Kontaktbuchse 1 ausgestatteten Isolierkörperhälften
3 und 4.
An der einen Isolierkörperhälfte 3 sind deren der anderen Isolierkörperhälfte 4 zugewandte
Stirnfläche 5 überragende, bei in die Aufnahmekammern 2 eingesetzten Kontaktbuchsen
1 jeweils unter radialer Spannung mit einer Schulter 6 der Kontaktbuchse 1 im Eingriff
stehende Kontakthaltefinger 7 ausgebildet. Die Kontaktbuchsen 1 umfassen jeweils einen
Buchsenbereich 8, einen Sockelteil 9 und einen als Crimpanschluß ausgebildeten Anschlußbereich
10 für Einzelleiter, wobei der Sockelteil 9 die dem Angriff eines Kontakthaltefingers
7 zugeordnete Schulter 6 bildet. Über die Länge des Buchsenbereiches 8 der Kontaktbuchsen
1 hin sind die Aufnahmekammern 2 als zylindrische Hohlräume ausgebildet und weisen
dem Kontaktbuchsendurchmesser gegenüber eine größere lichte Weite auf. Etwa über die
ihrem freien Ende zugewandte Hälfte 11 der Länge ihres Buchsenbereiches 8 hin weisen
die Kontaktbuchsen 1 einen sich konisch verjüngenden Konturverlauf 12 auf, der zu
ihrem freien Ende hin wieder in einen ausladenden Konturverlauf 13 übergeht. In jeder
der Aufnahmekammern 2 sind jeweils drei mit dem Isolierkörperteil materialeinheitlich
und einteilig ausgebildete Zentrierfinger 14 angeordnet, welche schräg zur Achse der
Aufnahmekammer 2 ausgerichtet sind und an den Kontaktbuchsen 1 jeweils in der Nähe
deren freien Endes angreifen. Wie dies besonders deutlich aus der Figur 2 ersichtlich
ist greifen die Zentrierfinger 14 im Übergangsbereich zwischen dem sich konisch verjüngenden
Konturverlauf 12 und dem wieder ausladenden Konturverlauf 13 an den Kontaktbuchsen
1 an. Aus der Darstellung der Figur 3 ist ferner noch ersichtlich, daß bei über einen
Teil der Länge ihres Buchsenbereiches 8 hin geschlitzten Kontaktbuchsen 1 die gegenseitige
Anordnung von Kontaktbuchse 1 und Aufnahmekammer 2 bzw. Zentrierfingern 14 derart
getroffen ist, daß die Schlitze 15 der Kontaktbuchse 1 jeweils wenigstens teilweise
von einem Zentrierfinger übergriffen sind.
1. Kontaktbuchsenhalterung für elektrische Steckverbinder, bei denen die Kontaktbuchsen,
in längsgerichteten Aufnahmekammern eines innerhalb eines Steckergehäuses verriegelbaren
Isolierkörpers aufgenommen und gegen axiales Verschieben gesichert festgelegt sind,
wobei die Kontaktbuchsen in den zueinander parallelen Aufnahmekammern des Isolierkörpers
über mit einem zwischen ihrem Buchsenbereich und ihrem Anschlußbereich für Einzelleiter
ausgebildeten Sockelteil zusammenwirkende, schräg zur Buchsenachse ausgerichtete Haltefinger
bzw. Haltenasen gegen axiales Verschieben gesichert sind und wobei die den Buchsenbereich
der Kontaktbuchsen aufnehmenden Längenabschnitte der Aufnahmekammern des Isolierkörpers
wenigstens zu dessen freien Ende hin eine den Buchsendurchmesser übersteigende lichte
Weite aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Kontaktbuchse eine mit einem geringen Abstand zu deren freiem Ende in der zugehörigen
Aufnahmekammer angeordnete und federnd elastisch ausgebildete Zentriereinrichtung
zugeordnet ist.
2. Kontaktbuchsenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriereinrichtungen aus jeweils wenigstens zwei an der Buchse anliegenden,
mit dem Isolierkörper materialeinheitlich ausgebildeten und schräg gegen die Buchsenachse
angestellten Zentrierfingern bestehen.
3. Kontaktbuchsenhalterung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß je Aufnahmekammer drei Zentrierfinger für die zugehörige Kontaktbuchse vorgesehen
sind.
4. Kontaktbuchsenhalterung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbuchsen einen sich über einen Teil ihrer Länge hin verjüngenden und zu
ihrem freien Ende hin wieder ausladenden Konturverlauf aufweisen und die Zentrierfinger
im Bereich ihres kleinsten Durchmessers an den Kontaktbuchsen anliegen.
5. Kontaktbuchsenhalterung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbuchsen über einen Teil ihrer Länge hin geschlitzt sind und die Schlitze
der Buchse von den Zentrierfingern wenigstens teilweise übergriffen sind.