[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen.
[0002] Bei Verfahren der eingangs genannten Art werden üblicherweise Reinigungsstrahlen
aus einer Düse, mehreren oder einer Vielzahl von Düsen einer Anordnung zum Fördern
von Reinigungsflüssigkeit zur Beaufschlagung z.B. einer zu reinigenden Oberfläche
von zu reinigendem Gut ausgesandt. Ein ausreichendes Reinigungsergebnis wird bei einer
derartigen Beaufschlagung des zu reinigenden Gutes durch die Menge der chemischen
Zusätze, die der Reinigungsflüssigkeit beigemischt werden können, aber hauptsächlich
durch eine ausreichende Dauer der Beaufschlagung des zu reinigenden Gutes mit dem
Impuls des Reinigungsstrahls und den dabei über die Zeitdauer erfolgenden mechanischen
Abtrag von Verschmutzungen auf dem zu reinigenden Gutes erzielt. Dies bedeutet neben
dem für das Fördern der Reinigungsflüssigkeit notwendigen Aufwand an Energie eine
lange Dauer des Reinigungsprogrammes.
[0003] Dokument DE-B-1 293 984 offenbart ein Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen
zu schaffen, bei dem Energie eingespart und die Dauer des Reinigungsprogrammes verkürzt
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0006] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren der Erhöhung des Impulses der Tropfen eines Reinigungsstrahles
wird zwangsläufig die Intensität des mechanischen Abtrages auf der Oberfläche des
zu reinigenden Gutes erhöht, d.h. die Wirksamkeit des Reinigungsstrahles verbessert,
wodurch, da, wie eingangs erläutert, ein ausreichendes Reinigungsergebnis hauptsächlich
durch eine ausreichende Dauer der Beaufschlagung des zu reinigenden Gutes und den
dabei über die Zeitdauer erfolgenden mechanischen Abtrag von Verschmutzungen auf dem
zu reinigenden Gutes erzielt wird, die Dauer des Reinigungsprogrammes verkürzt und
damit weniger Energie zur Förderung der Reinigungsflüssigkeit benötigt wird. Bei Reinigungsverfahren,
bei denen die Reinigungsflüssigkeit nicht wiederverwendet wird, wird mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren weiterhin dadurch noch eine beträchtliche Menge an Reinigungsflüssigkeit
eingespart. Mit der Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen
der eingangs genannten Art geschaffen, bei dem Energie eingespart und die Dauer des
Reinigungsprogrammes verkürzt werden kann.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Gas in eine strömende
oder stehende Reinigungsflüssigkeit eingeblasen. Die erfindungsgemäße Beaufschlagung
kann entsprechend des gewünschten Reinigungsprozesses durch Auswahl einer der aufgezeigten
Varianten optimiert werden.
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das Gas stetig oder intermittierend
eingeblasen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei dieser Ausführungsform auch entsprechend
des gewünschten Reinigungsprozesses durch Auswahl einer der aufgezeigten Varianten
weiter optimiert werden.
[0009] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird das Gas mit
oder ohne Zusatzmittel eingeblasen. Damit könnte sogar eine gesonderte Zugabe von
Zugabemitteln, z.B. Reinigungsmittel etc. eingespart werden.
[0010] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Verfahren
in Haushaltgeräten und in besonders vorteilhafter Weise in Geschirrspülmaschinen angewandt.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß durch die Erhöhung der Wirkung des Reinigungsstrahles
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in Haushaltgeräten, insbesondere in Geschirrspülmaschinen,
besonders gute Reinigungsergebnisse erzielt werden.
[0011] Die Erfindung wird nachstehend anhand den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
von Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert. Es
zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Haushalt-Geschirrspülmaschine mit der Vorrichtung
zur Durchführung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 3
- den zeitlichen Verlauf eines Sprühimpules nach einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung.
[0012] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
benannt.
[0013] In den im folgenden Ausführungsbeispielen wird das erfindungsgemäße Verfahren zur
Reinigung mit Reinigungsstrahlen an einer Vorrichtung zur Förderung von Flüssigkeiten
nach dem Taktpropfenverfahren gezeigt und beschrieben.
[0014] Eine Vorrichtung 1 zur Förderung von Flüssigkeiten nach dem Taktpropfenverfahren
in den gezeigten und beschriebenen Ausführungsbeispielen weist eine Anordnung 10 auf,
in der die Flüssigkeit durch ein unter Druck stehendes Gas beaufschlagt wird, wobei
die Flüssigkeit in der Anordnung 10 durch das Gas mit einem Druck beaufschlagt wird,
der zwischen zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen
Druckniveau die Flüssigkeit nachfließt und durch Anlegen des höheren Druckniveaus
in die gewünschte Förderrichtung gefördert wird. Das Gas wird in den gezeigten Ausführungsbeispielen
mittels eines Verdichters 2 unter Druck gestellt. An den Verdichter 2 in Strömungsrichtung
des Gases nach dem Verdichter 2, das heißt an einem Druckausgang 3 des Verdichters
2, ist ein Druckbehälter 4 angeschlossen, in den das Gas eingeleitet und bevorratet
wird.
[0015] Weiterhin weist die Anordnung 10 einen mit einem Flüssigkeitsbehälter 9 flüssigkeitsleitend
verbundenen Druckraum 11 auf. In den Druckraum 11 wird das Gas, gesteuert durch ein
Ventil 5, eingeleitet. Dieses Ventil 5 zur Steuerung der Einleitung des Gases in den
Druckraum 11 ist in einer Verbindungsleitung 21 zwischen dem Druckbehälter 4 und einem
Eintritt 20 des Gases in den Druckraum 11 angeordnet. Mit dem Druckraum 11 und dem
Flüssigkeitsbehälter 9 ist eine Flüssigkeitsableitung 12 flüssigkeitsleitend verbunden.
Eine Flüssigkeitsleitung 13 ist von dem Flüssigkeitsbehälter 9 bis zur Flüssigkeitsableitung
12 fortgesetzt und weist eine Abzweigung 14 zu dem Druckraum 11 auf. Zwischen dem
Flüssigkeitsbehälter 9 und dem Druckraum 11 ist ein Ventil 15 zum Öffnen und Schließen
der Verbindung zwischen dem Flüssigkeitsbehälter 9 und dem Druckraum 11 angeordnet,
das im Ausführungsbeispiel ein Rückschlagventil mit kugelförmigem Schließkörper ist,
das einen Flüssigkeitsauslaß aus dem Flüssigkeitsbehälter 9 bei Auftreten einer gegen
den Flüssigkeitsbehälter 9 gerichteten Strömung verschließt. Zwischen dem Druckraum
11 und der Flüssigkeitsableitung 12 ist ein Ventil 16 zum Öffnen und Schließen der
Flüssigkeitsableitung 12 angeordnet, das im Ausführungsbeispiel ein Rückschlagventil
mit kugelförmigem Schließkörper ist, das die Flüssigkeitsableitung 12 bei Auftreten
einer gegen den Flüssigkeitsbehälter 9 oder gegen den Druckraum 11 gerichteten Strömung
verschließt. Der Druckraum 11 weist einen weiteren mit einem Ventil 17 gesteuerten
Eingang 18 auf, an den eine Entlüftungsleitung 19 angeschlossen ist. Der Eintritt
20 des Gases in den Druckraum 11 in Gebrauchslage, d.h. aus frontaler Sicht auf die
Figuren 1 und 2, oben und der Eintritt der Flüssigkeitsleitung 13, d.h. die Abzweigung
14, unten angeordnet ist.
[0016] In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform der Vorrichtung 1 zur Förderung
von Flüssigkeiten nach dem Taktpropfenverfahren weist die Anordnung 10 eine Verbindung
23 zwischen dem Druckraum 11 und einer Saugleitung 7 des Verdichters 2 auf, wobei
die Saugleitung 7 des Verdichters 2 in Strömungsrichtung des Gases nach der Abzweigung
für die Verbindung 23 mit dem Ventil 17 des weiteren mit einem Ventil 17 gesteuerten
Eingangs 20 des Druckraumes 11 ein weiteres Ventil 8 zum Öffnen oder Schließen der
Saugleitung 7 gegenüber der Umgebung aufweist.
[0017] In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform der Vorrichtung 1 zur Förderung
von Flüssigkeiten nach dem Taktpropfenverfahren wird, wie oben schon erläutert, in
der Anordnung 10 die Flüssigkeit durch das Gas mit einem Druck beaufschlagt, der zwischen
zwei Druckniveaus abwechselnd so verändert wird, daß bei einem niedrigen Druckniveau
die Flüssigkeit nachfließt und durch Anlegen des höheren Druckniveaus in die gewünschte
Förderrichtung gefördert wird., wobei in der Anordnung 10 bei dem niedrigen Druckniveau,
ein Unterdruck herrscht, so daß die Flüssigkeit angesaugt wird und beim Anlegen des
höheren Druckniveaus ein Überdruck herrscht.
[0018] Alternativ zu der oben angeführten Verbindung mit einer Saugleitung 7 des Verdichters
2 ist es natürlich auch möglich den benötigten Unterdruck mit einem zusätzlichen Verdichter
zu erzeugen und diesen an die Verbindung 23 anzuschließen.
[0019] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen
weist die Anordnung 10 eine Verbindung 22 zwischen der Flüssigkeitsableitung 12 und
dem Druckbehälter 4 auf. In der Verbindung 22 ist ein weiteres Ventil 6 zur Steuerung
der Einleitung des Gases in die Flüssigkeitsableitung 12 angeordnet.
[0020] Die Förderung von Flüssigkeit nach dem Taktpropfenverfahren unter Einfügung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen wird in dem in Fig. 1 und 2 gezeigten
Ausführungsbeispiel wie folgt ausgeführt:
[0021] Die Ventile 5, 6, 8 und 16 sind anfänglich geschlossen, die Ventile 15 und 17 sind
geöffnet. Die Verbindung zwischen dem Flüssigkeitsbehälter 9 und dem Druckraum 11
ist unter dem Flüssigkeitsniveau N1 des Flüssigkeitsbehälters 9 angeordnet, so daß
sich die Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter 9 auf das Flüssigkeitsniveau N1 und
in dem Druckraum 11 aufgrund der weiter unten beschriebenen Saugfunktion des Unterdruckes
auf das wesentlich höhere Flüssigkeitsniveau N1' erstreckt. Durch Öffnen des Ventils
5 wird das unter einem Überdruck stehende Gas in den Druckraum 11 eingeleitet, wodurch
die Flüssigkeit bis zu einem unteren Flüssigkeitsniveau N2 verdrängt wird. Dabei wird
das Ventil 15 geschlossen und das Ventil 16 geöffnet, so daß die Flüssigkeit weiter
in die Flüssigkeitsableitung 12 eindringt, wobei eine gleiche Menge Flüssigkeit aus
der Flüssigkeitsableitung 12 zu entsprechenden Flüssigkeitsverbraucher bewegt wird.
[0022] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen wird die
Reinigungsflüssigkeit vor dem Austritt mit einem unter Druck stehenden Gas beaufschlagt
und dadurch zusätzlich beschleunigt wird, wodurch die Flüssigkeit nach dem Austritt
einen höheren Impuls aufweist. Im beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird das Beaufschlagen der strömenden Reinigungsflüssigkeit gewählt.
[0023] Zur Durchführung dieses Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
nun das Ventil 5 geschlossen und das weitere Ventil 6 zur Steuerung der Einleitung
des Gases in die Flüssigkeitsableitung 12 geöffnet werden - oder es kann, in umgekehrter
Reihenfolge, zuerst das weitere Ventil 6 zur Steuerung der Einleitung des Gases in
die Flüssigkeitsableitung 12 geöffnet und dann das Ventil 5 geschlossen werden -,
wodurch in beiden alternativen Verfahrensschritten das Gas in die Flüssigkeitsableitung
12 geleitet wird und das erfindungsgemäße Beaufschlagen der Reinigungsflüssigkeit
mit einem unter Druck stehenden Gas erfolgt, wodurch erfindungsgemäß die Reinigungsflüssigkeit
zusätzlich beschleunigt wird und die Flüssigkeit nach dem Austritt einen höheren Impuls
aufweisen. Weiterhin wird ein Nachdrücken der in der Flüssigkeitsableitung 12 befindlichen
Flüssigkeit bewirkt, so daß nochmals Flüssigkeit zu entsprechenden Flüssigkeitsverbrauchem
bewegt wird.
[0024] In der Fortsetzung des Taktpropfenverfahren wird nun das Ventil 16 sowie auch das
Ventil 6 und das Ventil 8 geschlossen und das Ventil 17 geöffnet, wodurch das in dem
Druckraum 11 befindliche Gas über die Entlüftungsleitung 19 und die Saugleitung 7
zum Verdichter 2 geleitet wird und ein Unterdruck in der Druckkammer 11 entsteht.
Durch den Unterdruck oder, für den Fall, daß das Ventil 15 kein Rückschlagventil ist,
durch Fremdsteuerung öffnet sich nun das Ventil 15, so daß Flüssigkeit durch den in
der Druckkammer 11 herrschenden Unterdruck aus dem Flüssigkeitsbehälter 9 in den Druckraum
11 eingesaugt wird. Das Ventil 16 wird in Schließlage gehalten. Nun wird das Ventil
17 geschlossen und gleichzeitig wird das Ventil 8 wieder geöffnet. Dieser Vorgang
wird nun solange Flüssigkeitsförderung benötigt wird wiederholt.
[0025] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Verfahren in Haushaltgeräten
angewandt. In Fig. 2 wird eine Geschirrspülmaschine 25, im gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Haushalt-Geschirrspülmaschine beschrieben, in der das Taktpropfenverfahren und
das erfindungsgemäße Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen mit einer Vorrichtung
1 in der in der Fig. 1 gezeigten und beschriebenen, bevorzugten Ausführungsform durchgeführt
wird. Bei dieser Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Vorrichtung 1 ist
das Gas Luft und die Flüssigkeit eine Reinigungsflüssigkeit, mit der in der Geschirrspülmaschine
25 zu reinigendes Gut beaufschlagt wird, nämlich Wasser, das ggf. mit Reinigungs-
oder Klarspülmitteln vermischt und ggf. auch mit abgetragenen Speiseresten verschmutzt
ist.
[0026] Der Flüssigkeitsbehälter 9 der Vorrichtung 1 wird bei der Geschirrspülmaschine 25
von dem untersten Abschnitt eines Spülbehälters 26 gebildet, der üblicherweise Pumpentopf
oder Ablaufwanne genannt wird und in dem sich die von dem in Geschirrkörben 27, 28
eingefüllten, nicht gezeigten zu reinigendem Gut, z.B. Besteck, Teller, Tassen, Gläser
usw., zurücklaufenden Reinigungsflüssigkeit sammelt. Das zu reinigende Gut wird mit
der Reinigungsflüssigkeit durch Sprüheinrichtungen, z.B. sogenannten Sprüharmen 29,
30, beaufschlagt. Die Reinigungsflüssigkeit wird in der in Fig. 2 gezeigten und beschriebenen
Anordnung mittels der Vorrichtung 1, wie zu Fig. 1 beschrieben, in die mit den Zuleitungen
zu den Sprüharmen 29, 30 verbundene Flüssigkeitsableitung 12 gefördert und vor Austritt
aus nicht näher beschriebenen Düsen der Sprüharme 29, 30 in der Flüssigkeitsableitung
12, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, mit einem unter Druck stehenden Gas beaufschlagt.
[0027] Der zeitlichen Verlauf in Verbindung mit dem Taktpropfenverfahren eines mit dem zu
den Fig. 1 und 2 gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen
Verfahrens erzeugten Sprühimpulses ist in Fig. 3 gezeigt, wobei die Fig. 3 den zeitlichen
Ablauf und den erzeugten Wasserdruck ab dem Zeitpunkt des Öffnen des Ventils 17 zum
Ansaugen der Reinigungsflüssigkeit in den Druckraum 11 zeigt. Der Zeitraum zum Ansaugen
ist in Fig. 3 mit Ts bezeichnet und beträgt etwa eine Sekunde. Nun wird über eine
Zeitdauer Tp von etwa einer halben Sekunde eine Pause eingelegt.
[0028] Danach folgt die Beaufschlagung der Reinigungsflüssigkeit mit dem unter Druck stehenden
Gas vor dem Austritt der Reinigungsflüssigkeit nach dem erfindungsgemäßen Verfahren,
wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung eine impulsartige Förderung der
Reinigungsflüssigkeit durch Öffnen des Ventils 5 mit einer Impulshöhe lf von im Ausführungsbeispiel
ca. 310 Millibar und das Nachdrücken durch Öffnen des Ventils 6 mit einer lmpulshöhe
In von im Ausführungsbeispiel zusätzlich ca. 90 Millibar zusammen über eine Zeitdauer
Ti von im Ausführungsbeispiel einer halben Sekunde durchgeführt wird. Mit dieser sehr
kurzen Impulsdauer Ti wird die Reinigungswirkung der unter Druck auf das zu reinigende
Gut aufgebrachten Reinigungsflüssigkeit optimiert.
[0029] Alternativ könnte nach dem erfindungsgemäßen Verfahren das Gas auch in eine stehende
Reinigungsflüssigkeit eingeblasen werden. Weiterhin ist das erfindungsgemäße Verfahren
auch mit einem intermittierend eingeblasenen Gas durchführbar. Auch eine Beigabe von
Zusatzmittel zu dem Gas ist nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich.
[0030] Bei einer Beaufschlagung des zu reinigenden Gutes im zeitlichen Abstand, wie z.B.
bei dem oben geschilderten Taktpropfenförderverfahren, erfolgt bei jedem Beginn der
Beaufschlagung ein Druckanstieg in der beaufschlagenden Reinigungsflüssigkeit sowie
bei jedem Ende der Beaufschlagung ein Abfall des Druckes in der beaufschlagenden Reinigungsflüssigkeit.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß durch das abwechselnde Ansteigen und Abfallen
des Druckes der Reinigungsflüssigkeit und der damit verursachten abwechselnde Ansteigen
und Abfallen der auf die Verschmutzungen auf dem zu reinigenden Gut wirkenden mechanischen
Kräfte, ein gutes Reinigungsergebnis bei einer kurzen Dauer der Beaufschlagung erreicht
wird.
[0031] Dieses Reinigungsergebnis wird, wie ebenfalls in der Praxis nachgewiesen, noch wesentlich
verbessert, wenn, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, die Förderung der Reinigungsflüssigkeit
durch Beaufschlagung mit einem unter Druck stehenden Gas vor dem Austritt und damit
impulsartig erfolgt, wobei das abwechselnde Ansteigen und Abfallen des Druckes der
Reinigungsflüssigkeit und der damit verursachten abwechselnde Ansteigen und Abfallen
der auf die Verschmutzungen auf dem zu reinigenden Gut wirkenden mechanischen Kräfte
in sehr kurzer Zeitdauer und damit sehr intensiv stattfindet.
[0032] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren der Erhöhung des Impulses der Tropfen eines Reinigungsstrahles
wird zwangsläufig die Intensität des mechanischen Abtrages auf der Oberfläche des
zu reinigenden Gutes erhöht, d.h. die Wirksamkeit des Reinigungsstrahles verbessert,
wodurch, da ein ausreichendes Reinigungsergebnis hauptsächlich durch eine ausreichende
Dauer der Beaufschlagung des zu reinigenden Gutes und den dabei über die Zeitdauer
erfolgenden mechanischen Abtrag von Verschmutzungen auf dem zu reinigenden Gutes erzielt
wird, die Dauer des Reinigungsprogrammes verkürzt und damit weniger Energie zur Förderung
der Reinigungsflüssigkeit benötigt wird. Bei Reinigungsverfahren, bei denen die Reinigungsflüssigkeit
nicht wiederverwendet wird, wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren weiterhin noch
eine beträchtliche Menge an Reinigungsflüssigkeit eingespart. Mit der Erfindung ist
ein Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen der eingangs genannten Art geschaffen,
bei dem Energie eingespart und die Dauer des Reinigungsprogrammes verkürzt werden
kann.
1. Verfahren zur Reinigung mit Reinigungsstrahlen, wobei eine Reinigungsflüssigkeit vor
dem Austritt in einer Flüssigkeitsableitung (12) mit einem unter Druck stehenden Gas
durch Öffnen eines Ventils (6) beaufschlagt wird und dadurch die Reinigungsflüssigkeit beschleunigt wird, wodurch die Flüssigkeit nach dem Austritt
einen höheren Impuls aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit impulsartig, mit dem unter Druck stehenden Gas, durch Öffnen
eines Ventils (5) gefördert wird, und durch Öffnen des weiteren Ventils (6) nachgedrückt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas in eine strömende oder stehende Reinigungsflüssigkeit eingeblasen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, dass das Gas stetig oder intermittierend eingeblasen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas mit oder ohne Zusatzmittel eingeblasen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in Haushaltgeräten angewandt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in Geschirrspülmaschinen (25) angewandt wird.
1. Method of cleaning by cleaning jets, wherein a cleaning liquid prior to issue is acted
on in a liquid duct (12) by a gas, which is disposed under pressure, by opening of
a valve (6) and the cleaning liquid is thereby accelerated, whereby the liquid after
issue has a higher impulsion, characterised in that the cleaning liquid is conveyed in pulsed manner by the gas, which is disposed under
pressure, by opening of a valve (5) and is kept at pressure by opening the further
valve (6).
2. Method according to claim 1, characterised in that the gas is blown into a flowing or a stationary cleaning liquid.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the gas is blown in constantly or intermittently.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the gas is blown in with or without an additive.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the method is used in domestic appliances.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the method is used in dishwashing machines (25).
1. Procédé de nettoyage au moyen de jets de nettoyage, un liquide de nettoyage étant
sollicité, avant de sortir, par un gaz sous pression dans une conduite de dérivation
de liquide (12) moyennant l'ouverture d'une soupape (6) et le liquide de nettoyage
étant ainsi accéléré, sur quoi le liquide présente une impulsion plus élevée après
sa sortie, caractérisé en ce que le liquide de nettoyage est transporté par impulsions au moyen du gaz sous pression,
moyennant l'ouverture d'une soupape (5) et en ce qu'il est refoulé encore moyennant l'ouverture de l'autre soupape (6).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le gaz est insufflé dans un liquide de nettoyage s'écoulant ou étant au repos.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le gaz est insufflé de manière permanente ou intermittente.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le gaz est insufflé avec ou sans additifs.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le procédé est appliqué dans des appareils ménagers.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le procédé est appliqué dans des lave-vaisselle (25).