[0001] Die Erfindung betrifft eine hydraulische Windensteuerung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Windensteuerungen werden eingesetzt, um eine Winde im Fieren-, Hieven-
und Mooring-Betriebszustand zu verwenden.
[0003] Aus dem Typenblatt RD 65/050/03.96 der Anmelderin ist eine Windensteuerung bekannt,
bei der die Winde von einem verstellbaren Hydromotor angetrieben wird. Bei einer solchen
Steueranordnung wird die Winde vorzugsweise von einem verstellbaren Hydromotor angetrieben.
Mit einem vorgesteuerten, proportional verstellbaren und in einer Mittelstellung federzentrierten
Wegeventil werden die Strömungspfade eines Druckmittels zwischen einer Druckmittelquelle,
dem Hydromotor und einem Druckmittelvorratsbehälter gesteuert. Zur Steuerung der Verstellung
des Wegeventils und des Hydromotors dient ein Vorsteuergerät mit einem willkürlich
betätigbaren Steuerhebel, der aus einer Neutralstellung zum unterschiedlich schnellen
Fieren über einen bestimmten Fierenwinkelbereich in die eine Richtung und zum unterschiedlich
schnellen Hieven über einen bestimmten Hievenwinkelbereich in die entgegengesetzte
Richtung auslenkbar ist. In die Geschwindigkeitsänderung der Winde gehen dabei zwei
Verstellungen ein. Zum einen wird bei einer Auslenkung des Steuerhebels das Wegeventil
immer weiter geöffnet, so daß sich die dem Hydromotor zufließende Druckmittelmenge
immer weiter erhöht. Zum anderen wird das Schluckvolumen des Hydromotors verkleinert.
Es ist denkbar, den Öffnungsquerschnitt des Wegeventils und das Schluckvolumen des
Hydromotors parallel zueinander zu verändern. Im Stand der Technik ist jedoch vorgesehen,
daß bis zu einem Vorsteuerdruck von z.B. 18 bar nur das hydraulisch vorgesteuerte
Wegeventil und im Bereich eines Vorsteuerdruckes von z.B. 20 bis 30 bar nur der verstellbare
Hydromotor verstellt wird.
[0004] Im Mooring-Betrieb soll die Trosse unter einer vorgebbaren Spannung gehalten werden.
Diese Spannung kann durch das Schluckvolumen des Hydromotors eingestellt werden. Im
Stand der Technik wird der Steuerhebel des Vorsteuergeräts zum Hieven-Betrieb der
Winde in die eine Richtung und zum Fieren-Betrieb der Winde in die andere Richtung
gegen die Kraft einer Rückstellfeder aus einer Neutralstellung ausgelenkt. Für den
Mooring-Betrieb, der meist über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden soll,
ohne daß der Steuerhebel von Hand in einer bestimmten Stellung gehalten wird, ist
bei der bekannten hydraulischen Steueranordnung für den Steuerhebel eine Feststellbremse
vorgesehen, die den Steuerhebel innerhalb des Hievenwinkelbereichs gegen die Kraft
der Rückstellfeder in einer einem bestimmten Schluckvolumen des Hydromotors entsprechenden
Position festhält.
[0005] Bei der bekannten hydraulischen Steueranordnung wird im Hieven-Betrieb die einzustellende
Größe, nämlich die Geschwindigkeit der Trosse mit zunehmendem Auslenkwinkel des Steuerhebels
größer. Im Mooring-Betrieb ist die einzustellende Größe das vom Hydromotor ausgeübte
Drehmoment. Dieses wird mit zunehmendem Auslenkwinkel des Steuerhebels kleiner, ein
Verhalten, das den üblichen Vorstellungen von der Einstellung einer Größe über einen
Steuerhebel widerspricht und deshalb zu Fehleinstellungen führen kann. Nachteilig
bei der bekannten hydraulischen Steuerung ist auch, daß sich Hieven-Betrieb und Mooring-Betrieb
nicht anhand der Stellung des Steuerhebels unterscheiden lassen.
[0006] Zur Überwindung dieses Nachteils wird in der nachveröffentlichten DE 199 13 275.5
der Anmelderin eine verbesserte Windensteuerung vorgeschlagen, bei der der Steuerhebel,
von der Neutralstellung aus gesehen, jenseits des Hievenwinkelbereichs über einen
Mooringwinkelbereich auslenkbar ist, wobei mit zunehmender Auslenkung des Steuerhebels
im Mooringwinkelbereich der Hydromotor in Richtung größeres Schluckvolumen verstellt
wird. Damit nimmt mit zunehmender Auslenkung des Steuerhebels das vom Hydromotor ausübbare
Drehmoment zu, was der üblichen Vorstellung von einer Steuerung entspricht und die
Wahrscheinlichkeit einer Fehlsteuerung verringert. Außerdem sind nun der Winkelbereich,
in dem sich der Steuerhebel zum Hieven befindet, und der Winkelbereich für den Mooring-Betrieb
voneinander getrennt, so daß schon aus der Stellung des Steuerhebels ein Hinweis auf
eine unterschiedliche Betriebsweise entnommen werden kann.
[0007] Während des Mooring-Betriebszustandes wird die Geschwindigkeit, mit der die Trosse
eingeholt wird, auf einen kleinen Wert begrenzt. Bei der vorbeschriebenen Lösung erfolgt
dies durch eine in einer Bypassleitung zum Wegeventil angeordneten Düse und einem
Steuerventil, das beim Übergang des Steuerhebels vom Hievenwinkelbereich zum Mooringwinkelbereich
in eine Mooringstellung umschaltbar ist, in der die Düse im Sinne einer Begrenzung
der Drehzahl des Hydromotor auf kleine Werte im über den Hydromotor führenden Strömungspfad
des Druckmittels liegt. Eine solche Begrenzung der Drehzahl des Hydromotors ist vor
allem für die Drehrichtung vorteilhaft, in der die Trosse aufgewickelt wird. Reißt
z.B. im Mooring-Betrieb eine Trosse, so geschieht das Aufwickeln nur mit der begrenzten
Geschwindigkeit, so daß das lose Seil nicht wild in der Gegend herumschlägt und Personen
gefährdet. Auch ist die Geschwindigkeit der Trosse beim vorschriftswidrigen Betrieb
der Winde, in dem im Mooring-Betrieb eine Last bewegt wird, die Geschwindigkeit nur
klein und somit die Gefährdung von Personen gering.
[0008] D.h., bei der in der DE 199 13 275.5 beschriebenen Lösung wird das Wegeventil im
Mooring-Betriebszustand in seine Neutralstellung gebracht und über die Bypassleitung
umgangen, wobei die Düse den Druckmittelstrom zum Hydromotor begrenzt.
[0009] Bei den bekannten Windensteuerungen erfolgt die Drehzahleinstellung bis zu etwa 50
% des maximal einstellbaren Steuerdruckes über das Wegeventil, während im Bereich
von 50 % bis zum maximal einstellbaren Steuerdruck die Drehzahleinstellung des Verstellmotors
durch Verändern des Schwenkwinkels erfolgt.
[0010] Bei der eingangs beschriebenen Lösung war es erforderlich, den Steuerkolben des Wegeventils
vollständig auszulenken, bevor die Drehzahländerung über die Einstellung des Schwenkwinkels
des Verstellmotors erfolgte. Die zuvor beschriebene Lösung ermöglicht es, aufgrund
der Drosselung des Druckmittelstroms zum Verstellmotor die Einstellung des Schwenkwinkels
und damit des Drehmomentes im Mooring-Betriebszustand in der Mittelstellung des Wegeventils
durchzuführen.
[0011] Problematisch bei der letztgenannten Lösung ist allerdings, daß ein vergleichsweise
hoher schaltungstechnischer Aufwand erforderlich ist, um die Bypassleitung mit der
Düse auszubilden.
[0012] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Windensteuerung zu schaffen,
bei der eine einfache Einstellung des Drehmoments im Mooring-Betriebszustand mit minimalen
schaltungstechnischen Aufwand erforderlich ist.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine Windensteuerung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0014] Erfindungsgemäß wird die hydraulische Windensteuerung derart ausgeführt, daß das
Wegeventil zur Steuerung der Druckmittelströmung zwischen der Druckmittelquelle und
dem Verstellmotor im Mooring-Betriebszustand mit einer vorbestimmten Druckdifferenz
beaufschlagbar ist, über die das Wegeventil lediglich teilausgelenkt wird. D.h., die
Begrenzung der Druckmittelströmung zum Verstellmotor erfolgt durch Teilauslenkung
des Wegeventils, wobei der Steuerdruck so gewählt ist, daß die Drehmomenteinstellung
über die Veränderung des Schwenkwinkels des Verstellmotors möglich ist.
[0015] Erfindungsgemäß erfolgt somit die Begrenzung der Druckmittelströmung alleine durch
geeignete Ansteuerung des Wegeventils, so daß auf die Bypassleitung mit einer Düse
zur Begrenzung der Druckmittelströmung verzichtet werden kann. Die Windensteuerung
kann somit wesentlich einfacher als beim beschriebenen Stand der Technik ausgeführt
werden.
[0016] Es wird bevorzugt, wenn das Wegeventil hydraulisch in seine Zwischenposition verstellt
wird. Dazu wird das Wegeventil mit zwei Steuerräumen ausgeführt, die mit einer vorbestimmten
Steuerdruckdifferenz beaufschlagbar sind. Diese Steuerdruckdifferenz wird so gewählt,
daß das Wegeventil in die vorbestimmte Zwischenposition gebracht wird.
[0017] Der Aufbau der Windensteuerung ist besonders einfach, wenn die Steuerdrücke von einem
Steuerkanal abgegriffen werden, der denjenigen Steuerdruck führt, der zur Verstellung
des Schwenkwinkels benutzt wird. Von diesem Steuerkanal zweigen dann zu jedem Steuerraum
jeweils ein Steuerleitung ab, wobei in einer Steuerleitung eine Ventilanordnung vorgesehen
ist, um die vorbestimmte Steuerdruckdifferenz einzustellen.
[0018] Diese Ventilanordnung kann beispielsweise ein Druckreduzierventil oder eine hydraulische
Potentiometerschaltung sein. Bei einer derartigen hydraulischen Potentiometerschaltung
sind eine Zulaufdüse und ein Stromventil in einer Steuerleitung in Reihe geschaltet,
wobei zwischen den beiden Elementen die zweite Steuerleitung abzweigt. Das Stromventil
kann beispielsweise als Ablaufdüse ausgeführt sein, wobei deren Öffnung vorzugsweise
mit einem größeren Durchmesser als derjenige der Zulaufdüse ausgeführt ist.
[0019] Nachteilig bei der Verwendung einer Ablaufdüse ist, daß sich die Steuerdruckdifferenz
mit dem über die Ablaufdüse abströmenden Druckmittelstrom ändert. Dieser Mangel läßt
sich beheben, in dem anstelle der Ablaufdüse ein Mengenregler eingesetzt wird. Ein
derartiger Mengenregler hält den zum Tank hin abfließenden Druckmittelvolumenstrom
konstant, so daß auch die Steuerdruckdifferenz in den beiden Steuerräumen des Wegeventils
konstant ist.
[0020] Ähnlich wie bei der in der DE 199 13 275.5 beschriebenen Lösung sind das Steuerventil
und die mit dem Steuerhebel zusammenwirkenden Ventileinrichtung in einem Vorsteuergerät
zusammengefaßt. Dieses Vorsteuergerät hat des weiteren ein verstellbares Pilotventil
mit einem Vorsteuerdruckanschluß, der über das durch die Auslenkung des Steuerhebels
betätigte Steuerventil mit den verschiedenen Vorsteuerkammern des Wegeventils verbindbar
ist. Ein Vorsteuergerät mit einem Pilotventil, dessen Vorsteuerdruckanschluß über
ein Steuerventil mit der einen oder der anderen Vorsteuerkammer eines proportional
verstellbaren Wegeventils verbindbar ist, bringt den Vorteil mit sich, daß das Verhalten
der Vorsteuerung unabhängig davon, in welche Richtung der Steuerhebel aus seiner Neutralstellung
ausgelenkt wird, durch Toleranzen im Pilotventil nicht in unterschiedlicher Weise
beeinflußt wird. Wird also z.B. das Pilotventil bei einer Auslenkung des Steuerhebels
aus der Neutralstellung unabhängig von der Richtung in Abhängigkeit vom Winkel jeweils
in gleicher Weise betätigt, so sind auch bei gleichem Auslenkwinkel die Vorsteuerdrücke
gleich. Bei einer Einstellung des Pilotventils werden die Vorsteuerdrücke in beide
Auslenkrichtungen in gleicher Weise beeinflußt.
[0021] Für eine lastunabhängige Steuerung der Drehzahl einer Winde ist einer Zumeßblende
des proportional verstellbaren Wegeventils eine Druckwaage zugeordnet, die eine feste
Druckdifferenz über die Zumeßblende aufrechterhält.
[0022] In einer Druckleitung zum Steuerventil befindet sich vorteilhafterweise ein Rückschlagventil,
das in Richtung Zufluß von Druckmittel von der Druckmittelquelle zum Hydromotor öffnet.
Außerdem ist ein Druckbegrenzungsventil vorhanden, das zwischen den beiden Anschlüssen
des Hydromotors angeordnet ist und durch das der Druck am im Mooring-Betrieb mit Druck
beaufschlagten Anschluß des Hydromotors auf einen Maximalwert begrenzt ist. Beim Nachlassen
vom Seil im Mooring-Betrieb fließt Druckmittel vom druckbeaufschlagten Anschluß des
Hydromotors auf kurzem Wege über das Druckbegrenzungsventil zum anderen Anschluß.
Der Hydromotor muß keine große Druckmittelmenge über lange Leitungen nachsaugen, was
mit der Gefahr von Kaviatation verbunden wäre. Erfolgt die Steuerdruckversorgung intern
über ein Druckreduzierventil, so wird dies mit seinem Druckanschluß an die Bypassleitung,
und zwar stromauf der Düse, angeschlossen, wobei das Rückschlagventil zwischen dem
Druckanschluß und der Druckmittelquelle angeordnet ist.
[0023] Erfindungsgemäß ist eine hydraulisch lüftbare mechanische Bremse vorgesehen, die
über ein Wechselventil vom Wegeventil oder vom Steuerventil mit Druckmittel versorgt
werden kann.
[0024] Hinsichtlich weiterer Details, insbesondere der Windensteuerung und des dabei verwendeten
Vorsteuergerätes, die in der vorliegenden Anmeldung nicht ausdrücklich offenbart sind,
sei der Einfachheit halber auf die Offenbarung der nachveröffentlichten Anmeldung
DE 199 13 275.5 der Anmelderin verwiesen, deren Offenbarung zu derjenigen der vorliegenden
Anmeldung zu zählen ist.
[0025] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 das Ausführungsbeispiel in einem Schaltbild, in das schematisch auch Steuerhebel
und die Winkelbereiche, in denen sich der Steuerhebel während der verschiedenen Betriebsarten
befindet, dargestellt sind;
Figur 2 eine vergrößerte Darstellung eines Steuerventils aus Figur 1 und
Figur 3 eine Prinzipdarstellung eines hydraulischen Potentiometers, das durch das
Steuerventil gemäß Figur 2 realisiert ist.
[0026] In Figur 1 ist eine Winde 10 gezeigt, die über ein Getriebe 11 von einem verstellbaren
Hydromotor 12 nach entgegengesetzten Richtungen antreibbar ist. Zwischen der Abtriebswelle
des Hydromotors und dem Getriebe ist eine Bremse 13 angeordnet, die über einen einfachwirkenden
Hydrozylinder 14 betätigbar ist. Der Hydrozylinder 14 ist nach Art eines Differentialzylinders
aufgebaut, dessen Kolben und Kolbenstange von einer Feder im Sinne eines Eingriffs
der Bremse verschiebbar sind. Durch Beaufschlagung des Ringraumes 15 des Hydrozylinders
14 mit Druckmittel werden Kolben und Kolbenstange entgegen der Kraft der Feder zurückbewegt
und dadurch die Bremse 13 gelüftet. Das Schluckvolumen des Hydromotors 12 läßt sich
in Abhängigkeit von einem am Steuereingang 16 aufgebrachten Steuerdruck stufenlos
verstellen und ist um so kleiner, je größer der Steuerdruck ist. Für die Verstellung
sind ein als Differentialzylinder ausgebildeter Stellzylinder 17 und ein Pumpenregelventil
18 vorhanden. Dieses besitzt einen Tankanschluß, der mit einer Leckölleitung 19 verbunden
ist, einen Druckanschluß, der über zwei Rückschlagventile 20 mit jeweils dem Motoranschluß
21 oder 22 verbunden ist, und einen mit dem kolbenstangenabseitigen Druckraum des
Stellzylinders 17 verbundenen Zylinderanschluß. Der kolbenstangenseitige Druckraum
des Stellzylinders 17 ist mit dem Druckanschluß des Pumpenregelventils 18 verbunden.
Der Kolbenschieber des Pumpenregelventils 18 wird im Sinne einer Verbindung des Zylinderanschlusses
mit dem Druckanschluß vom Steuerdruck und im Sinne einer Verbindung des Zylinderanschlusses
mit dem Tankanschluß von einer ersten, auf einen festen Wert eingestellten Druckfeder
und von einer zweiten Druckfeder beaufschlagt, deren Vorspannung sich mit der Position
des Kolbens und der Kolbenstange des Stellzylinders 17 ändert. Kolben und Kolbenstange
des Stellzylinders 17 nehmen also jeweils eine solche Position ein, daß die durch
den aufgebrachten Steuerdruck erzeugte Kraft und die von den Federn erzeugte Kraft
sich am Kolben des Pumpenregelventils 18 das Gleichgewicht halten. Auf diese Weise
läßt sich durch den Steuerdruck ein bestimmtes Schluckvolumen des Hydromotors 12 einstellen.
[0027] Quelle für das Druckmittel, das dem Hydromotor 12 zugeführt wird, ist eine Verstellpumpe
25, die Hydrauliköl aus einem Tank 26 ansaugt und in eine Zulaufleitung 27 abgibt.
Die Verstellpumpe 25 ist mit einem Druckregler 28 versehen, schwenkt also, wenn in
der Zulaufleitung 27 der am Druckregler 28 eingestellte Druck erreicht wird, auf ein
Hubvolumen zurück, das ausreicht, um den eingestellten Druck in der Zulaufleitung
27 aufrechtzuerhalten. Zur Absicherung der gesamten Steueranordnung gegen zu hohe
Drücke ist ein Druckbegrenzungsventil 29 an die Zulaufleitung 27 angeschlossen. Das
maximale Hubvolumen der Verstellpumpe ist so ausgelegt, daß diese noch nicht bis auf
Anschlag ausgeschwenkt ist, wenn auch unter Berücksichtigung einer gleichzeitigen
Betätigung mehrerer hydraulischer Verbraucher maximale Druckmittelmenge angefordert
wird.
[0028] Die Drehzahl, mit der sich der Hydromotor 12 dreht, und die Drehrichtung sind mit
einem proportional verstellbaren Wegeventil 35 steuerbar. Dieses ist in einer Mittelstellung
federzentriert und kann hydraulisch betätigt werden. Es besitzt insgesamt sechs Anschlüsse,
nämlich einen Zulaufanschluß 36, dem Druckmittel aus der Zulaufleitung 27 über eine
Druckwaage 37 zufließen kann, einen Ablaufanschluß 38, der direkt mit einer Tankleitung
39 verbunden ist, einen zweiten Ablaufanschluß 40, der über ein Bremsventil 41 mit
der Tankleitung 39 verbunden ist, einen ersten Verbraucheranschluß 42, der über eine
Verbraucherleitung 43 mit dem Motoranschluß 21 verbunden ist, einen zweiten Verbraucheranschluß
44, der über eine Verbraucherleitung 45 mit dem Motoranschluß 22 verbunden ist und
einen Bremsenanschluß 46, über den der Ringraum 15 des Hydrozylinders 14 mit Druckmittel
beaufschlagbar ist.
[0029] In der federzentrierten Mittelstellung des Wegeventils 35 sind dessen Anschlüsse
36, 40 und 44 abgesperrt. Die Anschlüsse 42 und 46 sind mit dem Anschluß 38 und damit
mit dem Tank 26 verbunden. Durch Beaufschlagung einer ersten Steuerkammer 47 mit einem
Steuerdruck wird der Ventilkolben des Wegeventils 35 je nach Höhe des Steuerdrucks
verschieden weit in eine erste Arbeitsstellung verschoben, in der der Ablaufanschluß
38 abgesperrt ist. Der Verbraucheranschluß 42 und der Bremsenanschluß 46 sind gemeinsam
über eine Zumeßblende 48, deren Öffnungsquerschnitt vom Maß der Verschiebung des Ventilkolbens
abhängt, mit dem Zulaufanschluß 36 verbunden. Der Verbraucheranschluß 44 ist über
eine Ablaufdrossel 49 mit dem Ablaufanschluß 40 verbunden. Ist die Steuerkammer 47
von Druck entlastet und wird eine zweite Steuerkammer 50 mit Steuerdruck beaufschlagt,
so gelangt der Ventilkolben des Wegeventils 35 aus der Mittelstellung verschieden
weit in eine zweite Arbeitsstellung, in der der Verbraucheranschluß 42 ungedrosselt
mit dem Ablaufanschluß 38 verbunden ist. Der Bremsenanschluß und der andere Verbraucheranschluß
44 sind gemeinsam über die Zumeßblende 48 mit dem Zulaufanschluß 36 verbunden. Der
Ablaufanschluß 40 ist abgesperrt. Der maximale Verschiebeweg des Ventilkolbens in
die beiden entgegengesetzten Richtungen ist durch verstellbare Anschläge 51 begrenzt.
[0030] Die Druckwaage 37 ist gemäß den geschilderten Verbindungen zwischen den verschiedenen
Anschlüssen des Wegeventils 35 in dessen beiden Arbeitsstellungen jeweils stromauf
der Zumeßblende 48 angeordnet. Der Regelkolben der Druckwaage 37 wird in Richtung
Schließen vom Druck stromauf der Zumeßblende und in Richtung Öffnen von einer Druckfeder
52 und von einem Druck beaufschlagt, der über eine Steuerleitung 53 aufgebracht wird,
die mit dem Bremsenanschluß des Wegeventils und somit jeweils mit dem im Vorlauf zum
Hydromotor 12 liegenden Verbraucheranschluß 42 oder 44 des Wegeventils 35 verbunden
ist. Der Druck ist also jeweils gleich dem Druck stromab der Zumeßblende 48. Somit
regelt die Druckwaage 37 eine bestimmte, der Kraft der Feder 52 äquivalente Druckdifferenz
über die Zumeßblende 48 ein. Die über die Zumeßblende 48 fließende Druckmittelmenge
hängt somit nur noch vom Öffnungsquerschnitt der Zumeßblende ab und ist vom Lastdruck
und vom Pumpendruck unabhängig.
[0031] Der Regelkolben des Bremsventils 41 wird in Öffnungsrichtung vom am Verbraucheranschluß
42 des Wegeventils 35 und damit auch in der Verbraucherleitung 43 und am Motoranschluß
21 anstehenden Druck und in Schließrichtung von der Kraft einer Druckfeder 54 und
von einem über eine Steuerleitung 55 aufgebrachten Vorsteuerdruck beaufschlagt, der
konstant im Bereich von z.B. 40 bar liegt. Die beiden Drücke wirken an gleich großen
Flächen, so daß das Bremsventil 41 bei ziehender Last zusammen mit der Drossel 49
den Ablauf von Druckmittel vom Hydromotor 12 über die Verbraucherleitung 45 jeweils
so stark androsselt, daß in der Verbraucherleitung 43 ein Druck aufgebaut wird, der
am Regelkolben des Bremsventils eine Kraft erzeugt, die der Kraft der Druckfeder 54
und der vom Vorsteuerdruck erzeugten Kraft das Gleichgewicht hält. Die Drehzahl des
Hydromotors 12 ist also auch bei ziehender Last durch den Öffnungsquerschnitt der
Zumeßblende 48 bestimmt. Außerdem ist der Druck am Bremsenanschluß 46 des Wegeventils
35 auch bei ziehender Last so hoch, daß die Bremse 13 gelüftet bleibt.
[0032] Zwischen den beiden Verbraucherleitungen 43 und 45 ist ein Druckbegrenzungsventil
60 angeordnet, das auf einen Druck eingestellt ist, der um 10 - 20 bar über dem von
der Verstellpumpe 25 eingeregelten Druck, aber unter dem Einstelldruck des Druckbegrenzungsventils
29 liegt.
[0033] Das Wegeventil 35, die Druckwaage 37, das Bremsventil 41 und das Druckbegrenzungsventil
60 sind in einer Ventilplatte 61 untergebracht. Auf diese ist ein Vorsteuergerät 65
aufgebaut, in das eine absperrbare Druckleitung 66 führt, die stromauf der Druckwaage
37 von der Zulaufleitung 27 ausgeht.
[0034] Das Vorsteuergerät 65 enthält zwei Druckreduzierventile 68 und 69, ein Steuerventil
70, ein Rückschlagventil 71, diverse Wechselventile 67, 72, 73, 74 und 75, zwei Dämpfungsdüsen
76, zwei Entlastungsdüsen 77 und verschiedene Kanäle zur Verbindung der Ventile untereinander.
Das Rückschlagventil 71 liegt in der Bypassleitung 66 und sperrt zur Zulaufleitung
27 hin. Stromab des Rückschlagventils 71 ist das Druckreduzierventil 68 mit seinem
Druckanschluß an die Druckleitung 66 angeschlossen. Ein Entlastungsanschluß des Druckreduzierventils
68 ist mit einem Leckagekanal 78 verbunden. Das Druckreduzierventil 68 ist auf einen
festen Wert eingestellt und regelt an seinem Regelausgang und in einem Vorsteuerdruckversorgungskanal
79, an den auch die zum Bremsventil 41 führende Steuerleitung 55 angeschlossen ist,
z.B. den schon erwähnten Druck in Höhe von 40 bar ein. Das zweite Druckreduzierventil
69, das mit seinem Druckanschluß an den Kanal 79, mit seinem Entlastungsanschluß an
den Kanal 78 und mit seinem Regelausgang an einen Vorsteuerdruckkanal 80 angeschlossen
ist, ist durch Verschwenken eines Steuerhebels 81 aus einer Neutralstellung verstellbar.
Die Schwenkachse des Steuerhebels 81 ist mit 82 bezeichnet. Am Steuerhebel ist eine
Steuerscheibe 83 mit einer Steuerkurve befestigt, an der ein Betätigungsstößel 84
des Druckreduzierventils 69 anliegt. Die Steuerkurve ist so gestaltet, daß bei einer
Verschwenkung des Steuerhebels aus der Neutralstellung zunächst unabhängig von der
Schwenkrichtung das Druckreduzierventil 69 in gleicher Weise verstellt wird. Und zwar
nimmt der Vorsteuerdruck im Kanal 80 ausgehend von einem Schwenkwinkel von etwa 8
Grad bis zum Schwenkwinkel von 45 Grad kontinuierlich, wenn auch nicht unbedingt überall
mit der gleichen Steigung, zu. Für die Verschwenkung in die eine Richtung ist der
Schwenkwinkel des Steuerhebels 81 auf etwa 50 Grad begrenzt. In diese Richtung wird
der Steuerhebel zum Fieren, also zum Abrollen der Trosse von der Winde 10 verschwenkt.
Eine Verschwenkung des Steuerhebels in die andere Richtung erfolgt zum Hieven, wenn
also die Trosse auf die Winde 10 aufgerollt werden soll. Dabei kehrt der Steuerhebel
81 sowohl bei einer Verschwenkung in Richtung Fieren als auch bei einer Verschwenkung
in Richtung Hieven aufgrund einer auf ihn wirkenden Rückstellvorrichtung wieder in
seine Neutrallage zurück, wenn er losgelassen wird. In Richtung Hieven ist der Steuerhebel
allerdings bis zu einem Schwenkwinkel von etwa 100 Grad verschwenkbar, wobei er bei
einer Verschwenkung über etwa 54 Grad hinaus in der dann von ihm eingenommenen Position
verbleibt, auch wenn er losgelassen wird. In diesem Bereich wird die Winde 10 im Mooring
betrieben. Die drei Winkelbereiche Fieren, Hieven und Mooring sind in Figur 1 schraffiert
angedeutet und mit den Bezugszahlen 85 für das Fieren, 86 für das Hieven und 87 für
das Mooring versehen. Dabei ist die Steuerscheibe 83 so gestaltet, daß im Mooringwinkelbereich
87 der Druck im Kanal 80 mit zunehmendem Schwenkwinkel des Steuerhebels 81 abnimmt.
[0035] Das Steuerventil 70 wird durch den Steuerhebel 81 mechanisch betätigt. Sein bewegliches
Ventilelement ist schematisch in Figur 2 dargestellt und vorzugsweise als Drehschieber
ausgebildet, dessen Drehachse mit der Achse 82 des Steuerhebels 81 zusammenfällt.
Es kann insgesamt vier funktionsmäßig unterscheidbare Schaltstellungen einnehmen und
besitzt 6 Anschlüsse, von denen ein Anschluß 89 stromab des Rückschlagventils 71 mit
der Druckleitung verbunden ist. Zu einem Anschluß 90 führt der Vorsteuerdruckkanal
80. Ein Anschluß 91 ist mit dem Leckagekanal 78 verbunden. Die drei restlichen Anschlüsse
92, 93 und 94 führen jeweils zu einem ersten Eingang eines Wechselventils 72 bzw.
73 bzw. 74. Der zweite Eingang des Wechselventils 74 ist mit dem Bremsenanschluß 46
des Wegeventils 35 verbunden. Vom Ausgang dieses Wechselventils führt eine Leitung
95 zum Ringraum 15 des Hydrozylinders 14. Der zweite Eingang jedes der beiden Wechselventile
72 und 73 ist jeweils mit einem externen Anschluß 99 verbunden, der vorliegend verschlossen
ist, jedoch die Möglichkeit bietet, die Winde mit einem zweiten Vorsteuergerät zu
steuern, das entfernt von dem aus der Platte 61 und dem Vorsteuergerät 65 bestehenden
Block angeordnet ist. Für den Fall dieser Fernsteuerung und für den Fall kleiner Vorsteuerdrücke
ist die Leitung zwischen dem Anschluß 46 des Wegeventils 35 und dem Wechselventil
74 nötig, da dann über diese Leitung der Ringraum 15 des Hydrozylinders 14 mit Druck
beaufschlagbar ist. Vom Ausgang des Wechselventils 72 führt über eine Dämpfungsdüse
76 eine Steuerleitung 96 zu der Steuerkammer 50 und vom Ausgang des Wechselventils
73 ebenfalls über eine Dämpfungsdüse 76 einer Steuerleitung 97 zur Steuerkammer 47
des Wegeventils 35. Das Wechselventil 75 liegt mit einem Eingang am Ausgang des Wechselventils
72 und mit seinem anderen Eingang am Ausgang des Wechselventils 73. Sein Ausgang ist
über eine Leitung 100 mit einem Eingang des Wechselventils 67 verbunden. Dessen anderer
Eingang ist über eine Verbindungsleitung 102 mit dem Regelausgang des Druckreduzierventils
68 verbunden. In der Verbindungsleitung 102 ist ein weiteres Druckreduzierventil 103
vorgesehen, über das der Druck auf etwa 18 - 20 bar verringert wird.
[0036] Der Ausgangsanschluß des Wechselventils 67 ist mit dem Druckanschluß P eines Schaltventils
104 verbunden, der in der federvorgespannten Grundposition über einen Arbeitsanschluß
A an eine Steuerleitung 98 angeschlossen ist, die zum Steuereingang 16 des Hydromotors
12 geführt ist. Ein zweiter Arbeitsanschluß B ist in der Grundposition über einen
Tankanschluß T mit einer Rücklaufleitung 105 verbunden, die im Leckagekanal 78 mündet.
[0037] Durch Handbetätigung läßt sich das Schaltventil 104 in seine zweite Schaltposition
bringen, in der die Steuerleitung 98 mit dem Tankanschluß verbunden ist, so daß der
Steuereingang 16 entlastet ist und der Verstellmotor 12 in seine Grundposition mit
maximalen Schwenkwinkel zurückgeschwenkt ist.
[0038] Das Steuerventil 70 nimmt in der Neutralstellung des Steuerhebels 81 eine Position
ein, in der die Anschlüsse 89 und 90 abgesperrt und die anderen Anschlüsse mit dem
Tankkanal 78 verbunden sind. Die Steuerleitungen 95, 96, 97 und 98 sind zum Kanal
78 von Druck entlastet. Das Wegeventil 35 befindet sich somit in seiner Mittelstellung.
Der Hydromotor 12 steht auf maximalem Schluckvolumen. Die Bremse 13 hat gegriffen.
[0039] Es werde nun der Steuerhebel zum Fieren in den Winkelbereich 85 verstellt. Dadurch
gelangt das Steuerventil 70 in eine Schaltstellung (a), in der die Anschlüsse 89 und
94, die Anschlüsse 90 und 93 und die Anschlüsse 91 und 92 jeweils miteinander verbunden
sind. Somit wird über die Anschlüsse 90 und 93 sowie das Wechselventil 73 und die
Steuerleitung 97 die Steuerkammer 47 des Wegeventils 35 mit einem Steuerdruck beaufschlagt.
Dieser Steuerdruck steht über das Wechselventil 75, die Leitung 100, das Wechselventil
67 und das Schaltventil 104 auch am Steuereingang 16 des Hydromotors 12 an. Die Steuerkammer
50 des Wegeventils 35 ist über die Steuerleitung 96, das Wechselventil 72 sowie die
Anschlüsse 91 und 92 des Steuerventils 70 bzw. über die eine Entlastungsdüse 77 von
Druck entlastet. Das Wegeventil 35 wird somit in eine Position gebracht, in der der
Zulaufanschluß 36 über die Zumeßblende 48 mit dem Verbraucheranschluß 42 und mit dem
Bremsenanschluß 46 verbunden ist. In der Verbraucherleitung 43 und in der Zulaufleitung
27 baut sich ein Druck auf, der über das Wechselventil 74 auch im Ringraum 15 des
Hydrozylinders 14 ansteht und schließlich genügt, um die Bremse zu lüften. Von der
Hydropumpe 25 gefördertes Druckmittel kann nun über die Zulaufleitung 27, die Druckwaage
37, das Wegeventil 35 und die Verbraucherleitung 43 zum Hydromotor 12 und von dort
über die Verbraucherleitung 45 die Drosselöffnung 49 des Wegeventils 35 und über das
Bremsventil 41 zum Tank 26 strömen. Die Trosse wird von der Winde 10 abgewickelt.
Dabei sorgt, auch wenn eine ziehende Last an der Trosse hängt, das Bremsventil 41
dafür, daß der Abfluß von Druckmittel vom Hydromotor 12 zum Tank nur gedrosselt geschehen
kann, so daß in der Verbraucherleitung 43 ein bestimmter Druck aufrechterhalten wird.
Dieser reicht aus, um die Bremse 13 gelüftet zu halten. Außerdem wird die Geschwindigkeit,
mit der die Trosse abgespult wird, allein durch den von der Auslenkung des Steuerhebels
81 abhängigen Steuerdruck bestimmt. Dabei wird die Geschwindigkeit der Winde 10 auf
zweierlei Weise beeinflußt. Etwa bis zu einem Auslenkwinkel von 25 Grad wird nur das
Wegeventil 35, jedoch nicht der Hydromotor 12 verstellt. Dieser verbleibt bei maximalem
Schluckvolumen und maximalem Drehmoment. Das Drehmoment ist in Figur 1 durch die radiale
Ausdehnung der Felder 85, 86 und 87 angedeutet. Nach einer Auslenkung des Steuerhebels
81 von 25 Grad ist das Wegeventil 35 voll offen. Bei einer weiteren Auslenkung des
Steuerhebels 81 wird nun das Schluckvolumen des Hydromotors 12 verkleinert, wodurch
sich seine Drehzahl erhöht, sein Drehmoment aber erniedrigt. Dies ist durch die geringer
werdende radiale Erstreckung des Feldes 85 in Figur 1 angedeutet.
[0040] Wird ausgehend von der gezeigten Neutralstellung der Steuerhebel 81 in den Hievenwinkelbereich
86 verschwenkt, so gelangt das Steuerventil 70 in eine Position (b), in der wiederum
die Anschlüsse 89 und 94 miteinander verbunden sind. Der Anschluß 90 ist nun jedoch
mit dem Anschluß 92 und der Anschluß 91 mit dem Anschluß 93 verbunden. Somit ist die
Steuerkammer 47 von Druck entlastet und die Steuerkammer 50 des Wegeventils 35 mit
einem vom Auslenkwinkel des Steuerhebels 81 abhängigen Vorsteuerdruck beaufschlagt.
Dieser steht auch am Steuereingang 16 des Hydromotors 12 an. Das Wegeventil 35 gelangt
in seine zweite Arbeitstellung, in der von der Verstellpumpe 25 gefördertes Druckmittel
über die Zulaufleitung 27, die Druckwaage 37, die Anschlüsse 36 und 44 mit der dazwischenliegenden
Zumeßblende 48 und über die Verbraucherleitung 45 dem Hydromotor 12 zufließen kann.
Der Abfluß des Druckmittels vom Hydromotor 12 erfolgt über die Verbraucherleitung
43 sowie die Anschlüsse 42 und 38 des Wegeventils 35 zum Tank 26. In der Verbraucherleitung
45 und in der Zulaufleitung 27 baut sich ein lastabhängiger Druck auf, der genügt,
um die Bremse 13 zu lüften. Die Trosse wird nun auf die Winde 10 aufgespult.
[0041] Wird der Steuerhebel 81 noch weiter in den Mooringwinkelbereich 87 verschwenkt, so
gelangt das Steuerventil 70 in eine Schaltstellung (c), in der der Anschluß 94 mit
dem Anschluß 89 verbunden ist.
[0042] Wie bereits vorstehend erwähnt, kann das Ventilglied des Steuerventils 70 beispielsweise
als Drehschieber oder in sonstiger geeigneter Weise ausgeführt sein. Zur Verdeutlichung
der Vorschaltung in der Schaltposition (c) ist das Schaltsymbol des Steuerventils
70 in Figur 2 vergrößert dargestellt. In dieser Schaltposition (c) ist wie bei den
vorbeschriebenen Schaltpositionen "Hieven" (b) und "Fieren" (a) der Anschluß 89 mit
dem Anschluß 94 verbunden, so daß Druckmittel über die Druckleitung 66, das Wechselventil
74 und die Leitung 95 in den Ringraum 15 des Hydrozylinders 14 geführt und der Bremseingriff
gelöst wird. Die Steuerkurve 83 des Steuerhebels 81 ist so gewählt, daß sich in der
Mooring-Schwenkposition des Steuerhebels 81 ein Steuerdruck einstellt, der mehr als
50 % des maximal einstellbaren Steuerdrucks entspricht. D.h., der Steuerdruck befindet
sich in einem Bereich, in dem der Schwenkwinkel des Hydromotors 12 zur Drehzahlerhöhung
verringert wird.
[0043] Hierzu wird das Wegeventil 35 über eine durch das Steuerventil 70 realisierte hydraulische
Potentiometerschaltung mit einer Steuerdruckdifferenz beaufschlagt, durch die der
Ventilschieber des Wegeventils 35 in eine Zwischenposition verschoben wird.
[0044] Das Grundprinzip dieser hydraulischen Potentiometerschaltung sei anhand Figur 3 erläutert.
[0045] Wie eingangs bereits beschrieben, wird das Druckmittel aufgrund der Verschwenkung
des Steuerhebels 81 über die beiden Druckreduzierventile 68, 69 auf den gewünschten
Steuerdruck gebracht und liegt über den Vorsteuerdruckkanal 80 an dem in den Figuren
2 und 3 angedeuteten Anschluß 90 des Wegeventils 70 an. Innerhalb des Wegeventils
70 verzweigt der Vorsteuerdruckkanal 80 in eine erste Steuerleitung 106 und eine zweite
Steuerleitung 107, die hin zu den lediglich angedeuteten Anschlüssen 92 bzw. 93 und
von dort zu den Steuerräumen 47 bzw. 50 des Wegeventils 35 führen. In der ersten Steuerleitung
106 ist eine Zulaufdüse 108 vorgesehen. Stromabwärts der Zulaufdüse 108 zweigt ein
Tankkanal 109 ab, der zum Anschluß 92 geführt ist. In diesem Tankkanal 109 ist ein
weiteres Stromregelventil - beim dargestellten Ausführungsbeispiel beispielsweise
eine Ablaufdüse 110 - angeordnet. Über diese beiden hintereinander geschalteten Düsen
108, 110 läßt sich der Steuerdruck im Steuerraum 47 gegenüber dem Steuerdruck im Steuerraum
50 um eine vorbestimmte Druckdifferenz reduzieren, so daß der Ventilschieber des Wegeventils
35 im Mooring-Bereich teilausgelenkt ist. Die beiden Düsen 108 und 110 sind derart
gewählt, daß der Druckmittelstrom zum Motoreingang 22 auf einen vergleichsweise geringen
Wert begrenzt ist.
[0046] Der Durchmesser der Ablaufdüse 110 ist vorzugsweise größer als derjenige der Zulaufdüse
108, wobei sich beispielsweise ein Größenverhältnis von 0,8 zu 0,6 bewährt hat.
[0047] Der am Anschluß 92 anliegende höhere Steuerdruck wird über die Wechselventile 72,
75, 74 sowie über das Schaltventil 104 zum Steuereingang 16 des Hydromotors 12 geführt,
so daß der Schwenkwinkel entsprechend verändert wird.
[0048] Bei der vorbeschriebenen hydraulischen Potentiometerschaltung besteht ein gewisser
Nachteil darin, daß der über die Ablaufdüse 110 zum Tank hin abströmende Druckmittelvolumenstrom
abhängig von dem über den Steuerhebel 81 eingestellten Steuerdruck ist. D.h., die
in den Steuerräumen 47, 50 anliegende Steuerdruckdifferenz ändert sich in Abhängigkeit
vom eingestellten Steuerdruck. Dieser Nachteil läßt sich beseitigen, in dem anstelle
der Ablaufdüse 110 der in Figur 3 angedeutete Mengenregler 112 eingesetzt wird, über
den der zum Tank hin abströmende Volumenstrom und damit auch der Druckabfall über
der Zulaufdüse 108 konstant gehalten wird. Auf diese Weise läßt sich das Wegeventil
35 unabhängig von der Größe des Steuerdrucks stets auf die gleiche Zwischenposition
im Mooring-Betriebszustand einstellen.
[0049] Der vorbeschriebene Aufbau ermöglicht es, bei sehr geringem schaltungstechnischen
eine geringe Druckmittelmenge auch über das Wegeventil 35 zu steuern, so daß eine
zuverlässige Ansteuerung des Verstellmotors 12 gewährleistet ist.
[0050] Offenbart ist eine hydraulische Windensteuerung, bei der ein Verstellmotor zum Antrieb
der Winde über ein Wegeventil mit Druckmittel versorgt wird. Die Ansteuerung des Wegeventils
erfolgt über ein mit einem Steuerhebel in Wirkverbindung stehendes Steuerventil. In
einem Mooring-Betriebszustand kann das Wegeventil mit einer vorbestimmten Steuerdruckdifferenz
beaufschlagt werden, so daß der Druckmittelstrom zum Verstellmotor reduziert ist.
1. Hydraulische Windensteuerung mit einem proportional verstellbaren Wegeventil (35)
zur Steuerung der hydraulischen Verbindung zwischen einem verstellbaren Hydromotor
(12) und einer Druckmittelquelle (25) oder einem Tank (26), wobei das Wegeventil (35)
über ein Steuerventil (70) mit einem Steuerdruck beaufschlagbar ist, das über einen
Stellhebel (81) zum Einstellen eines Hieven-, Fieren- oder Mooring-Betriebszustandes
verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegeventil (35) im Mooring-Betriebszustand in eine Zwischenposition teilauslenkbar
ist.
2. Windensteuerung nach Patentanspruch 1, wobei das Wegeventil (35) zwei Steuerräume
(47, 50) hat, die im Mooring-Betriebszustand mit einer vorbestimmten Steuerdruckdifferenz
beaufschlagbar sind.
3. Windensteuerung nach Patentanspruch 2, mit zwei zu den Steuerräumen (47, 50) führenden
Steuerleitungen (106, 107), wobei in einer Steuerleitung (106) eine Ventilanordnung
(108, 110; 112) zur Einstellung der Steuerdruckdifferenz vorgesehen ist.
4. Windensteuerung nach Patentanspruch 3, wobei die Ventilanordnung ein Druckreduzierventil
hat.
5. Windensteuerung nach Patentanspruch 3, wobei die Ventilanordnung eine hydraulische
Potentiometerschaltung mit einer Zulaufdüse (108) und einem Stromventil (110, 112)
ist, und die zweite Steuerleitung (107) zwischen der Zulaufdüse (108) und dem Stromventil
(110, 112) abzweigt.
6. Windensteuerung nach Patentanspruch 5, wobei das Stromventil eine Ablaufdüse (110)
ist.
7. Windensteuerung nach Patentanspruch 5, wobei das Stromventil ein Mengenregler (112)
ist.
8. Windensteuerung nach einem der Patentansprüche 5 bis 7, wobei die Ventilanordnung
in das Steuerventil (70) integriert ist.
9. Windensteuerung nach einem der Patentansprüche 3 bis 8, wobei der Steuerhebel (81)
und das Steuerventil (70) Teil eines Vorsteuergerätes (65) sind, das des weiteren
ein verstellbares Pilotventil (69) mit einem Vorsteuerdruckanschluß (80) umfaßt, der
durch Betätigung des Steuerhebels (81) mit zumindest einer der Vorsteuerkammern (47,
50) verbindbar ist.
10. Windensteuerung nach Patentanspuch 9, wobei in Serie zu einer bei einer Verstellung
des Wegeventils (35) aus der Mittelstellung heraus proportional geöffneten Zumeßblende
(48) eine eine feste Druckdifferenz über die Zumeßblende (48) aufrechterhaltende Druckwaage
(37) angeordnet ist.
11. Windensteuerung nach Anspruch 9 oder 10, mit einem Rückschlagventil (71), das in der
Druckleitung (66) angeordnet ist und in Richtung Zufluß von Druckmittel von der Druckmittelquelle
(25) zum Hydromotor (12) öffnet, und mit einem Druckbegrenzungsventil (60) das zwischen
den beiden Anschlüssen (21, 22) des Hydromotors (12) angeordnet ist und durch das
der Druck an dem im Mooring-Betrieb mit Druck beaufschlagten Anschluß (22) des Hydromotors
(12) auf einen Maximalwert begrenzt ist.
12. Windensteuerung nach Patentanspruch 8, wobei stromaufwärts der Ventilanordnung (108,110;112)
an die Druckleitung (66) der Druckanschluß eines Druckreduzierventils (68) angeschlossen
ist und das Rückschlagventil (71) zwischen dem Druckanschluß und der Druckmittelquelle
(25) angeordnet ist.
13. Windensteuerung nach Patentanspruch 12, wobei der Regelausgang des Druckreduzierventils
(68) mit einem Eingang eines Wechselventils (67) verbunden ist, dessen anderer Eingang
mit dem über das Steuervenil (70) eingestellten Steuerdruck beaufschlagt ist und dessen
Ausgang über ein handbetätigtes Schaltventil (104) mit dem Steuereingang (16) des
Hydromotors (12) verbunden ist.
14. Windensteuerung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der Winde (10)
eine hydraulisch lüftbare mechanische Bremse zugeordnet ist.
1. Hydraulic winch control with a proportionally adjustable distributing valve (35) for
the control of the hydraulic connection between a hydraulic regulating motor (12)
and a pressure-medium source (25) or a reservoir (26), wherein the distributing valve
(35) can be acted on by a control pressure by means of a control valve (70) which
is adjustable by means of an operating lever (81) for the setting of a hauling-in,
paying-out, or mooring operating-state, characterized in that, in the mooring operating state, the distributing valve (35) can be displaced partially
to an intermediate position.
2. Winch control according to Claim 1, wherein the distributing valve (35) has two control
chambers (47, 50) which can be acted on by a predetermined control pressure-difference
in the mooring operating state.
3. Winch control according to Claim 2, with two control lines (106, 107) leading to the
control chambers (47, 50), wherein a valve arrangement (108, 110; 112) for the adjustment
of the control pressure-difference is provided in one control line (106).
4. Winch control according to Claim 3, wherein the valve arrangement comprises a pressure-reducing
valve.
5. Winch control according to Claim 3, wherein the valve arrangement is a hydraulic potentiometer
circuit with a supply nozzle (108) and a flow-control valve (110, 112) and the second
control line (107) branches off between the supply nozzle (108) and the flow-control
valve (110, 112).
6. Winch control according to Claim 5, wherein the flow-control valve is a delivery nozzle
(110).
7. Winch control according to Claim 5, wherein the flow-control valve is a volume governor
(112).
8. Winch control according to any one of Claims 5 to 7, wherein the valve arrangement
is incorporated in the control valve (70).
9. Winch control according to any one of Claims 3 to 8, wherein the operating lever (81)
and the control valve (70) are part of a pilot device (65) which includes, in addition,
an adjustable pilot valve (69) with a pilot pressure connection (80) which is connectible
to at least one of the control chambers (47, 50) by operation of the operating lever
(81).
10. Winch control according to Claim 9, wherein, in series with a metering aperture (48)
which is opened proportionally upon a displacement of the distribution valve (35)
out of the central position, there is arranged a pressure regulator (37) which maintains
a fixed pressure difference through the metering aperture (48).
11. Winch control according to Claim 9 or Claim 10, with a non-return valve (71) which
is arranged in the pressure line (66) and opens in the direction of the inward flow
of pressure medium from the pressure-medium source (25) to the hydraulic motor (12),
and with a pressure-control valve (60) which is arranged between the two connections
(21, 22) of the hydraulic motor (12) and by means of which the pressure on that connection
(22) of the hydraulic motor (12) which is acted on by pressure in the mooring operation
is limited to a maximum value.
12. Winch control according to Claim 8, wherein the delivery connection of a pressure-reducing
valve (68) is connected to the pressure line (66) upstream of the valve arrangement
(108, 110; 112) and the non-return valve (71 ) is arranged between the delivery connection
and the pressure-medium source (25).
13. Winch control according to Claim 12, wherein the control output of the pressure reducing
valve (68) is connected to an input of a shuttle valve (67) the other input of which
is acted on by the control pressure set by the control valve (70) and the output of
which is connected to the control input (16) of the hydraulic motor (12) via a hand-operated
on-off valve (104).
14. Winch control according to any one of the preceding claims, wherein a hydraulically
releasable mechanical brake is associated with the winch (10).
1. Commande de treuil hydraulique comportant une soupape de distribution (35) à réglage
proportionnel pour commander la liaison hydraulique entre un moteur hydraulique réglable
(12) et une source de fluide sous pression (25) ou un réservoir (26), la soupape de
distribution (35) pouvant être chargée par l'intermédiaire d'une soupape de commande
(70) avec une pression de commande, qui est réglable par l'intermédiaire d'un levier
de réglage (80) servant à régler un état de fonctionnement de halage, de filage d'amarre
ou d'amarrage, caractérisée en ce que dans l'état de fonctionnement d'amarrage, la soupape de distribution (35) peut être
partiellement déviée dans une position intermédiaire.
2. Commande de treuil selon la revendication 1, dans laquelle la soupape de distribution
(35) comporte deux chambres de commande (47,50), qui, dans l'état de fonctionnement
d'amarrage, peuvent être chargées par une différence de pression de commande prédéterminée.
3. Commande de treuil selon la revendication 2, comportant deux canalisations de commande
(106,107) aboutissant aux chambres de commande (47,50), un dispositif à soupape (108,110;112)
servant à régler la différence de pression de commande étant prévu dans une canalisation
de commande (106).
4. Commande de treuil selon la revendication 3, dans laquelle le dispositif à soupape
est une soupape de détente de pression.
5. Commande de treuil selon la revendication 3, dans laquelle le dispositif à soupape
est un circuit potentiométrique hydraulique comportant une buse d'admission (108)
et une soupape de régulation d'écoulement (110,112), et que la seconde canalisation
de commande (107) se ramifie entre la buse d'amenée (108) et la soupape d'écoulement
(110,112).
6. Commande de treuil selon la revendication 5, dans laquelle la soupape de régulation
d'écoulement est une buse d'évacuation (110).
7. Commande de treuil selon la revendication 5, dans laquelle la soupape de régulation
d'écoulement est un régulateur de quantité (112).
8. Commande de treuil selon l'une des revendications 5 à 7, selon laquelle le dispositif
à soupape est intégré dans la soupape de commande (110).
9. Commande de treuil selon l'une des revendications 3 à 8, dans laquelle le levier de
commande (80) et la soupape de commande (110) font partie d'un appareil de commande
pilote (65), qui comprend par ailleurs une soupape pilote réglable (69) comportant
un raccord de pression de commande pilote (80), qui peut être relié à au moins l'une
des chambres de commande pilotes (47,50) au moyen de l'actionnement du levier de commande
(81).
10. Commande de treuil selon la revendication 9, dans laquelle en série avec un diaphragme
de mesure (48) ouvert proportionnellement lors d'un réglage de la soupape de distribution
(35) à partir de la position médiane, est disposée une balance de pression (35), qui
maintient la différence de pression fixe par l'intermédiaire du diaphragme de mesure
(48).
11. Commande de treuil selon la revendication 9 ou 10, comportant une soupape antiretour
(71), qui est disposée dans la canalisation de pression (66) et s'ouvre dans la direction
du flux arrivant de fluide sous pression provenant de la source de fluide sous pression
(25) d'un moteur hydraulique (12), et comportant une soupape de limitation de pression
(60), au moyen de laquelle la pression au niveau du raccord (22), chargé par une pression
lors du fonctionnement au démarrage, du moteur hydraulique (12) est limitée à une
valeur maximale.
12. Commande de treuil selon la revendication 8, dans laquelle le raccord de pression
d'une soupape de détente de la pression (68) est raccordé, sur le côté amont de le
dispositif à soupape (108, 110; 112), à la canalisation de pression (66), et la soupape
antiretour (71) est disposée entre le raccord de pression et la source (25) de fluide
sous pression.
13. Commande de treuil selon la revendication 12, dans laquelle la sortie de régulation
de la soupape de réduction de pression (68) est reliée à une entrée d'une soupape
à deux voies (67), dont l'autre entrée est chargée par la pression de commande réglée
au moyen de la soupape de commande (70), et dont la sortie est reliée à l'entrée de
commande (16) du moteur hydraulique (12) par l'intermédiaire d'une soupape de commutation
actionnée manuellement (104).
14. Commande de treuil selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle un frein
mécanique, pouvant être aéré par voie hydraulique, est associé au treuil (10).