[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen prosodischer Markierungen
und eine Vorrichtung zur Umsetzung des Verfahrens.
[0002] Bei der Aufbereitung von unbekanntem Text für die Sprachsynthese in einem TTS-System,
('text to speech'-Systemen) bzw. Text/Sprache-Umsetzungssystemen, ist ein wesentlicher
Schritt die Aufbereitung und Strukturierung des Textes für die nachfolgende Generierung
der Prosodie. Um prosodische Parameter für Sprachsynthesesysteme zu erzeugen, wird
ein zweistufiger Ansatz verfolgt. Dabei werden in der ersten Stufe zunächst prosodische
Marker bzw. prosodische Markierungen erzeugt, die dann in der zweiten Stufe in physikalische
Parameter umgesetzt werden.
[0003] Als prosodische Markierungen können insbesondere Phrasengrenzen und Wortakzente (pitch-accent)
dienen. Unter Phrasen werden Gruppierungen von Wörtern verstanden, die innerhalb eines
Textes in der Regel zusammen gesprochen werden, also ohne dazwischen eingeschoben
liegende Sprechpausen. Sprechpausen liegen erst an den jeweiligen Enden der Phrasen,
den Phrasengrenzen, an. Durch das Einlegen derartiger Pausen an den Phrasengrenzen
der synthetisierten Sprache wird deren Verständlichkeit und Natürlichkeit wesentlich
gesteigert.
[0004] In der Stufe 1 eines derartigen zweistufigen Ansatzes bereiten sowohl die stabile
Vorhersage bzw. Bestimmung von Phrasengrenzen als auch die von Akzenten Probleme.
[0005] In einer Veröffentlichung ist unter dem Titel "A hierarchical stochastic model for
automatic prediction of prosodic boundary location" von M. Ostendorf und N. Veilleux
in Computational Linguistics, 1994, ein Verfahren veröffentlicht worden, in dem zur
Bestimmung von Phrasengrenzen "Classification and Regression Trees" (CART) verwendet
werden. Die Initialisierung eines solchen Verfahrens erfordert ein hohes Maß an Expertenwissen.
Der Aufwand steigt bei diesem Verfahren mit der angestrebten Genauigkeit überproportional.
[0006] Auf der Konferenz Eurospeech 1997 ist unter dem Titel "Assigning phase breaks from
part-of-speech sequences" von Alan W. Black und Paul Taylor ein Verfahren veröffentlicht
worden, in dem die Phrasengrenzen mit einem "Hidden-Markov-Modell" (HMM) bestimmt
werden. Zur Erzielung einer guten Vorhersage-Genauigkeit für eine Phrasengrenze ist
ein Trainingstext mit beträchtlichem Umfang notwendig. Die Erstellung dieser Trainingstexte
ist teuer, da hierzu Expertenwissen notwendig ist.
[0007] Der Artikel "An RNN-Based Prosodic Information Synthsizer for Mandarin Text-to-Speech",
von Sin-Hong Chen et al. in "IEEE Transactions on Speech and Audio Processing", US,
IEEE Inc. New York, Bd. 6, Nr. 3, 1.Mai 1998, Seiten 226-239, offenbart ein Verfahren
zum Bestimmen prosodischer Markierungen, bei dem die Markierungen auf der Basis linguistischer
Kategorien durch ein neuronales Feed-Forward-Netzwerk bestimmt werden.
[0008] Aus Yuyiko Yamaguchi et al.: "A Neural Network Approach to Multi-Language Text-to-Speech
System", in: "Proceedings of the International Conference on Spoken Language Processing
(ICSLP)", JP, Tokyo, ASJ, 18. November 1990, Seiten 325-328, ist ein Verfahren bekannt,
bei dem mit Hilfe eines vernetzten neuronalen Feed-Forward-Netzwerk syntaktische Grenzen
bestimmt werden.
[0009] Demnach ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Aufbereitung
und Strukturierung eines unbekannten gesprochenen Texts zu schaffen, das mit einem
kleineren Trainingstext trainiert werden kann und etwa ähnliche Erkennungsraten wie
bekannte Verfahren erzielt, die mit größeren Texten trainiert werden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 1 und ein neuronales
Netzwerk gemäß Patentanspruch 6 gelöst.
[0011] Demnach werden in einem erfindungsgemäßen Verfahren prosodische Markierungen durch
ein neuronales Netzwerk auf der Basis linguistischer Kategorien bestimmt. In Abhängigkeit
von der jeweiligen Sprache eines Textes sind Unterteilungen der Wörter in verschiedene
linguistische Kategorien bekannt. Bei der deutschen Sprache werden im Rahmen dieser
Erfindung beispielsweise 14 Kategorien, für die englische Sprache z.B. 23 Kategorien
vorgesehen. Unter Kenntnis dieser Kategorien wird ein neuronales Netzwerk so trainiert,
daß es Strukturen erkennen kann und so auf der Basis von Gruppierungen von z.B. 3
bis 15 aufeinander folgenden Wörtern eine prosodische Markierung vorhersagt bzw. bestimmt.
[0012] Weiterhin wird für ein erfindungsgemäßes Verfahren ein zweistufiger Ansatz gewählt,
der das Erfassen der Eigenschaften jeder prosodischen Markierung durch neuronale Autoassoziatoren
und das Auswerten der von jedem der Autoassoziatoren ausgegebenen detaillierten Ausgangsinformationen,
die als sogenannter Fehler-Vektor vorliegt, in einem neuronalen Klassifikator beinhaltet.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Anwendung von neuronalen Netzen wird ermöglicht, bei der
Erzeugung prosodischer Parameter für Sprachsynthesesysteme Phrasengrenzen genau vorherzusagen.
[0014] Das erfindungsgemäße neuronale Netz ist robust gegenüber "wenigem" bzw. einem geringen
Umfang von Trainingsmaterial (engl.: sparse training material).
[0015] Die Verwendung neuronaler Netzwerke gestattet zeit- und kostensparende Trainingsverfahren
und eine flexible Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens und eine entsprechende
Vorrichtung auf beliebige Sprachen. Es ist wenig zusätzlich aufbereitete Information
und wenig Expertenwissen zum Initialisieren eines solchen Systems einer bestimmten
Sprache erforderlich. Das erfindungsgemäße neuronale Netzwerk ist deshalb gut geeignet,
um mit einem multilingualen TTS-System Texte aus mehreren Sprachen zu synthetisieren.
Da die erfindungsgemäßen neuronalen Netzwerke ohne Expertenwissen trainiert werden
können, können sie kostengünstiger als bekannte Verfahren zum Bestimmen von Phrasengrenzen
initialisiert werden.
[0016] In einer Weiterbildung umfaßt die zweistufige Struktur mehrere Autoassoziatoren,
die jeweils auf eine Phrasierungsstärke für alle auszuwertenden linguistischen Klassen
trainiert werden. So sind Teile des neuronalen Netzwerkes klassenspezifisch ausgebildet.
Das Trainingsmaterial ist in der Regel statistisch asymmetrisch ausgebildet ,d.h.,
daß viele Wörter ohne Phrasengrenzen, aber nur wenige mit Phrasengrenzen vorhanden
sind. Im Gegensatz zu Verfahren nach dem Stand der Technik wird eine Dominanz innerhalb
eines neuronalen Netzes dadurch vermieden, daß ein klassenspezifisches Training der
jeweiligen Autoassoziatoren durchgeführt wird.
[0017] Vorteilhafte Weiterbildungen eines erfindungsgemäßen Verfahrens sind der Gegenstand
von Unteransprüchen.
[0018] Das vorliegende Verfahren wird im folgenden unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert.
[0019] In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 schematisch ein neuronales Netzwerkwerk gemäß der Erfindung;
Fig. 2 eine Ausgabe bei einfacher Phrasierung anhand eines Beispieltexts;
Fig. 3 ein Beispiel für eine Ausgabe mit ternärer Bewertung der Phrasierung anhand
eines Textbeispiels;
Fig. 4 schematisch eine bevorzugte Ausführungsform eines neuronalen Netzwerkes;
Fig. 5 schematisch einen Autoassoziator während des Trainings (links) und während
des Betriebs (rechts);
Fig. 6 schematisch ein Blockschaltbild des neuronalen Netzwerkes nach Fig. 4 mit den
mathematischen Zusammenhängen; und
Fig. 7 schematisch einen erweiterten Autoassoziator, und
Fig. 8 ein Computersystem zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens in einem
Blockschaltbild.
[0020] In der Figur 1 ist schematisch ein erfindungsgemäßes neuronales Netzwerkwerk 1 mit
einem Eingang 2, einer Zwischenschicht 3 und einem Ausgang 4 zum Bestimmen prosodischer
Markierungen dargestellt. Der Eingang 2 ist aus neun Eingangsgruppen 5 zur Durchführung
einer 'part-of-speech'- (POS-) Sequenz Untersuchung aufgebaut. Jede der Eingangsgruppe
5 umfaßt in Anpassung an die deutsche Sprache 14 Neuronen 6, die aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht alle in Fig. 1 dargestellt sind. Es ist also je ein Neuron 6 für eine der linguistischen
Kategorie vorhanden. Die linguistischen Kategorien sind beispielsweise folgendermaßen
unterteilt:
Tabelle 1:
| linguistische Kategorieren |
| Kategorie |
Beschreibung |
| NUM |
Numerale |
| VERB |
Verben |
| VPART |
Verbpartikel |
| PRON |
Pronomen |
| PREP |
Präpositionen |
| NOMEN |
Nomen, Eigennamen |
| PART |
Partikel |
| DET |
Artikel |
| CONJ |
Konjunktionen |
| ADV |
Adverben |
| ADJ |
Adjektive |
| PDET |
PREP+DET |
| INTJ |
Interjektionen |
| PUNCT |
Satzzeichen |
[0021] Der Ausgang 4 ist durch ein Neuron mit einem kontinuierlichen Verlauf ausgebildet,
das bedeutet, daß die Ausgangswerte alle Werte eines bestimmten Zahlenbereiches, der
z.B. alle reellen Zahlen zwischen 0 und 1 umfaßt, annehmen können.
[0022] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind neun Eingangsgruppen 5 zum Eingeben
der Kategorien der einzelnen Wörter vorgesehen. An die mittlere Eingangsgruppe 5a
wird die Kategorie des Wortes angelegt, von dem bestimmt werden soll, ob am Ende des
Wortes eine Phasengrenze vorliegt oder keine Phasengrenze vorliegt. An die vier Eingangsgruppen
5b auf der linken Seite der Eingangsgruppe 5a werden die Kategorien von den Vorläufern
des zu untersuchenden Wortes und an die auf der rechten Seite angeordneten Eingangsgruppen
5c die Nachfolger des zu untersuchenden Wortes angelegt. Vorläufer sind alle Wörter,
die im Kontext unmittelbar vor dem zu untersuchenden Wort angeordnet sind. Nachfolger
sind alle Wörter, die im Kontext unmittelbar nachfolgend auf das zu untersuchende
Wort angeordnet sind. Hierdurch wird mit dem erfindungsgemäßen neuronalen Netzwerk
1 nach Fig. 1 ein Kontext von max. neun Wörtern ausgewertet.
[0023] Bei der Auswertung wird die Kategorie des zu untersuchenden Wortes an die Eingangsgruppe
5a angelegt, das heißt, daß an das Neuron 6, das der Kategorie des Wortes entspricht,
der Wert +1 und an die übrigen Neuronen 6 der Eingangsgruppe 5a der Wert -1 angelegt
wird. In entsprechender Weise werden die Kategorien der vier zu dem zu untersuchenden
Wort vorhergehenden bzw. nachfolgenden Wörter an die Eingangsgruppen 5b, bzw. 5c angelegt.
Sollten keine entsprechenden Vorläufer bzw. Nachfolger vorhanden sein, wie es z.B.
am Anfang und am Ende eines Textes der Fall ist, werden an die Neuronen 6 der entsprechenden
Eingangsgruppen 5b, 5c der Wert 0 angelegt.
[0024] Eine weitere Eingangsgruppe 5d ist zum Eingeben der vorhergegangen Phrasengrenzen
vorgesehen. An dieser Eingangsgruppe 5d können die letzten neun Phrasengrenzen eingegeben
werden.
[0025] Für die deutsche Sprache - mit 14 linguistischen Kategorien - weist der Eingangsraum
eine beachtliche Dimension m von 135 (m = 9 * 14 + 9) auf. Eine zweckmäßige Unterteilung
der linguistischen Kategorien der englischen Sprache umfaßt 23 Kategorien, so daß
die Dimension des Eingangsraumes 216 beträgt. Die Eingangsdaten bilden einen Eingangsvektor
x mit der Dimension m.
[0026] Das erfindungsgemäße neuronale Netzwerk wird mit einer Trainingsdatei trainiert,
die einen Text und die Informationen zu den Phrasengrenzen des Textes umfaßt. Diese
Phrasengrenzen können rein binäre Werte enthalten, das heißt, lediglich Informationen,
ob eine Phrasengrenze vorliegt oder ob keine Phrasengrenze vorliegt. Wird das neuronale
Netzwerk mit einer derartigen Trainingsdatei trainiert, so ist die Ausgabe am Ausgang
4 binär. Der Ausgangs 4 erzeugt an sich kontinuierliche Ausgangswerte, die jedoch
mittels einer Schwellwertentscheidung diskreten Werten zugeordnet werden.
[0027] In Fig. 2 ist ein Beispielssatz dargestellt, der hinter den Begriffen "Wort" und
"Phrasengrenze" jeweils eine Phrasengrenze aufweist. Hinter den anderen Wörtern dieses
Beispielsatzes gibt es keine Phrasengrenze.
[0028] Für bestimmte Anwendungen ist es vorteilhaft, wenn die Ausgabe nicht nur binäre Werte,
sondern mehrstufige Werte enthält, das heißt, daß Informationen über die Stärke der
Phrasengrenze berücksichtigt werden. Hierzu ist das neuronale Netzwerk mit einer Trainingsdatei
zu trainieren, die mehrstufige Informationen zu den Phrasengrenzen umfaßt. Die Abstufung
kann von zwei Stufen bis an sich beliebig viele Stufen umfassen, so daß eine quasi
kontinuierliche Ausgabe erzielt werden kann.
[0029] In Fig. 3 ist ein Beispielsatz mit einer dreistufigen Auswertung mit den Ausgangswerten
0 für keine Phrasengrenze, 1 für eine primäre Phrasengrenze und 2 für eine sekundäre
Phrasengrenze dargestellt. Nach dem Begriff "sekundären" befindet sich eine sekundäre
Phrasengrenze und nach den Begriffen "Phrasengrenze" und "erforderlich" eine primäre
Phrasengrenze.
[0030] In Fig. 4 ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen neuronalen Netzes
dargestellt. Dieses neuronale Netz umfaßt wiederum einen Eingang 2, der in Fig. 4
lediglich schematisch als ein Element dargestellt ist, aber genauso wie der Eingang
2 aus Fig. 1 aufgebaut ist. Die Zwischenschicht 3 besteht bei diesem Ausführungsbeispiel
aus mehreren Autoasscziatoren 7 (AA1, AA2, AA3) die jeweils ein Modell für eine vorbestimmte
Phrasierungsstärke darstellen. Die Autoassoziatoren 7 sind Teilnetzwerke, die zum
Detektieren einer bestimmten Phrasierungsstärke trainiert werden. Der Ausgang der
Autoassoziatoren 7 ist mit einem Klassifikator 8 verbunden. Der Klassifikator 8 ist
ein weiteres neuronales Teilnetzwerk, das auch den anhand von Fig. 1 bereits beschriebenen
Ausgang umfaßt.
[0031] Das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel umfaßt drei Autoassoziatoren, wobei mit
jedem Autoassoziator eine bestimmte Phrasierungsstärke detektiert werden kann, so
daß dieses Ausführungsbeispiel zur Detektion zweier unterschiedlicher Phrasierungsstärken
und dem Vorliegen keiner Phrasierungsgrenze geeignet ist.
[0032] Jeder Autoassoziator wird mit den Daten der Klasse, die er darstellt, trainiert.
D.h., daß jeder Autoassoziator mit den zu der von ihm repräsentierten Phrasierungsstärke
gehörenden Daten trainiert wird.
[0033] Die Autoassoziatoren bilden den m-dimensionalen Eingangsvektor
x auf einen n-dimensionalen Vektor
z ab, wobei n << m gilt. Der Vektor
z wird auf einen Ausgangsvektor
x' abgebildet. Die Abbildungen erfolgen mittels Matrizen
w1 ∈ R
n×m und
w2 ∈ R
n×m. Die gesamte in den Autoassoziatoren ausgeführte Abbildung kann durch folgende Formel
dargestellt werden:

wobei tanh elementweise angewendet wird.
[0034] Die Autoassoziatoren werden so trainiert, daß ihre Ausgangsvektoren
x' so genau wie möglich mit den Eingangsvektoren
x übereinstimmen (Fig. 5 linke Seite). Hierdurch wird die Information des m-dimensionalen
Eingangsvektors
x auf den n-dimensionalen Vektor z komprimiert. Hierbei wird davon ausgegangen, daß
keine Informationen verlorengehen und das Modell die Eigenschaften der Klasse erfaßt.
Das Kompressionsverhältnis m:n der einzelnen Autoassoziatoren kann unterschiedlich
sein.
[0035] An die Eingangs- und Ausgangsseite der einzelnen Autoassoziatoren werden beim Training
nur die Eingangsvektoren
x angelegt, die den Zuständen entsprechen, bei denen die den jeweiligen Autoassoziatoren
zugeordneten Phrasengrenzen auftreten.
[0036] Beim Betrieb wird für jeden Autoassoziator ein Fehler-Vektor
erec = (x-x')2 berechnet (Fig. 5, rechte Seite). Die Quadrierung erfolgt hierbei elementweise. Dieser
Fehler-Vektor
erec ist ein "Abstandsmaß", das dem Abstand des Vektors
x' zum Eingangsvektor
x entspricht und somit indirekt proportional zur Wahrscheinlichkeit ist, daß die dem
jeweiligen Autoassoziator zugeordnete Phrasengrenze vorliegt.
[0037] Das vollständige die Autoassoziatoren und den Klassifikator umfassende neuronale
Netzwerk ist schematisch in Fig. 6 dargestellt. Es zeigt Autoassoziatoren 7 für k
Klassen.
[0038] Die Elemente p
i des Ausgangsvektors
p werden gemäß folgender Formel berechnet:

wobei A
i(x)=w
2(i)tanh(w
1(i)x) gilt und tanh als elementweise Operation ausgeführt wird und diag (w
1(i),...,w
m(i)) ∈ R
m×m eine Diagonalmatrix mit den Elementen (w
1(i),...,w
m(i)) darstellt.
[0039] Die einzelnen Elemente p
i des Ausgangsvektors
p geben die Wahrscheinlichkeit an, mit welcher eine Phrasengrenze am Autoassoziator
i detektiert worden ist.
[0040] Wenn die Wahrscheinlichkeit p
i größer als 0,5 ist, wird dies als Vorliegen einer entsprechenden Phrasengrenze i
bewertet. Ist die Wahrscheinlichkeit p
i kleiner als 0,5, so bedeutet dies, daß die Phrasengrenze i hier nicht vorliegt.
[0041] Hat der Ausgangsvektor
p mehr als zwei Elemente p
i, so ist es zweckmäßig, den Ausgangsvektor
p derart zu bewerten, daß diejenige Phrasengrenze vorliegt, deren Wahrscheinlichkeit
p
i am größten im Vergleich zu den übrigen Wahrscheinlichkeiten p
i des Ausgangsvektors
p ist.
[0042] In einer Weiterbildung der Erfindung kann es zweckmäßig sein, falls eine Phrasengrenze
ermittelt wird, deren Wahrscheinlichkeit p
i im Bereich um 0,5, z.B. im Bereich von 0,4 bis 0,6, liegt, eine weitere Routine durchzuführen,
mit der das Vorliegen der Phrasengrenze überprüft wird. Diese weitere Routine kann
auf einem regelgetriebenen als auch auf einem datengetriebenen Ansatz beruhen.
[0043] Beim Training mit einer Trainingsdatei, die entsprechende Phrasierungsinformationen
umfaßt, werden in einer ersten Trainingsphase die einzelnen Autoassoziatoren 7 jeweils
auf ihre vorbestimmte Phrasierungsstärke trainiert. Wie es oben angegeben ist, werden
hierbei an die Eingangs- und die Ausgangsseite der einzelnen Autoassoziatoren 7 die
Eingangsvektoren
x angelegt, die der Phrasengrenze entsprechen, die dem jeweiligen Autoassoziator zugeordnet
ist.
[0044] In einer zweiten Trainingsphase werden die Gewichtungselemente der Autoassoziatoren
7 festgehalten und der Klassifikator 8 trainiert. An die Eingangsseite des Klassifikators
8 werden die Fehler-Vektoren
erec der Autoassoziatoren und an der Ausgangsseite die Vektoren, die die Werte für die
unterschiedlichen Phrasengrenzen enthalten, angelegt. In dieser Trainingsphase lernt
der Klassifikator aus den Fehler-Vektoren die Ausgangsvektoren
p zu bestimmen.
[0045] In einer dritten Trainingsphase wird eine Feineinstellung aller Gewichtungselemente
des gesamten neuronalen Netzwerkes (der k Autoassoziatoren und des Klassifikators)
durchgeführt.
[0046] Durch die oben beschriebene Architektur eines neuronalen Netzwerkes mit mehreren
jeweils auf eine bestimmte Klasse trainierten Modellen (hier: den Autoassoziatoren)
und einem übergeordneten Klassifikator ist es möglich, einen Eingangsvektor mit sehr
großer Dimension auf einen Ausgangsvektor mit kleiner Dimension bzw. ein Skalar zuverlässig
korrekt abzubilden. Diese Netzwerkarchitektur kann auch vorteilhaft bei anderen Anwendungen
eingesetzt werden, bei welchen Elemente unterschiedlicher Klassen behandelt werden
müssen. So kann es z.B. zweckmäßig sein, diese Netzwerkarchitektur auch bei der Spracherkennung
zum Detektieren von Wort und/oder Satzgrenzen einzusetzen. Hierfür sind die Eingangsdaten
entsprechend anzupassen.
[0047] Der in Figur 6 gezeigte Klassifikator 8 weist Gewichtungsmatrizen GW auf, die jeweils
einem Autoassoziator 7 zugeordnet sind. Die dem i-ten Autoassoziator 7 zugeordnete
Gewichtungsmatrix GW weist in der i-ten Zeile Gewichtungsfaktoren w
n auf.Die übrigen Elemente der Matrix sind gleich Null. Die Anzahl der Gewichtungsfaktoren
w
n entspricht der Dimension des Eingangsvektors, wobei jeweils ein Gewichtungselement
w
n in Beziehung zu einer Komponente des Eingangsvektors steht. Besitzt ein Gewichtungselement
w
n einen größeren Wert als die übrigen Gewichtungselemente w
n der Matrize, so bedeutet dies, daß die korrespondierende Komponente des Eingangsvektors
von großer Bedeutung für die Bestimmung der Phrasengrenze, die durch den Autoassoziator
ermittelt wird, dem die entsprechende Gewichtungsmatrix GW zugeordnet ist.
[0048] Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden erweiterte Autoassoziatoren verwendet
(Fig. 7), die eine bessere Erfassung von Nichtlinearitäten erlauben. Diese erweiterten
Autoassoziatoren führen folgende Abbildung aus:

wobei (·) := (
w1 · x) gilt, und die Quadrierung (·)
2 und der tanh elementweise ausgeführt werden.
[0049] Bei Versuchen ist ein erfindungsgemäßes neuronales Netzwerk mit einem vorbestimmten
englischen Text trainiert worden. Der gleiche Text wurde zum Trainieren eines HMM-Erkenners
verwendet. Als Leistungskriterien wurden im Betrieb die Prozentzahl der korrekt erkannten
Phrasengrenzen (B-corr), der insgesamt korrekt beurteilten Wörter, unabhängig davon,
ob eine oder keine Phrasengrenze folgt (Gesamt), und der nicht-korrekt erkannten Wörter
ohne Phrasengrenze (NB-ncorr) ermittelt. Bei diesen Versuchen wurde ein neuronales
Netzwerk mit den Autoassoziatoren nach Fig. 6 und ein neuronales Netzwerk mit den
erweiterten Autoassoziatoren verwendet. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Tabelle 2
| |
B-corr |
Gesamt |
NB-ncorr |
| erw. Autoass. |
80,33% |
91,68% |
4,72% |
| Autoass. |
78,10% |
90,95% |
3,93 |
| HMM |
79,48% |
91,60% |
5,57% |
[0050] Die in der Tabelle aufgeführten Ergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäßen neuronalen
Netzwerke bzgl. der korrekt erkannten Phrasengrenzen und der insgesamt korrekt erkannten
Wörter etwa gleiche Ergebnisse wie ein HMM-Erkenner liefern. Jedoch sind die erfindungsgemäßen
neuronalen Netzwerke bzgl. der fehlerhaft detektierten Phrasengrenzen, an Stellen,
wo es an sich keine Phrasengrenze gibt, wesentlich besser als der HMM-Erkenner. Diese
Art von Fehler ist bei der Sprache-zu-Text-Umsetzung besonders gravierend, da diese
Fehler eine dem Zuhörer sofort auffallende Fehlbetonung erzeugen.
[0051] In weiteren Versuchen wurde eines der erfindungsgemäßen neuronalen Netzwerke mit
einem Bruchteil des bei den obigen Versuchen verwendeten Trainingstextes (5%, 10%,
30%, 50%) trainiert. Hierbei wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Tabelle 3
| Bruchteil des Trainingstextes |
B-corr |
Gesamt |
NB-ncorr |
| 5% |
70,50% |
89,96% |
4,65% |
| 10% |
75,00% |
90,76% |
4,57% |
| 30% |
76,30% |
91,48% |
4,16% |
| 50% |
78,01% |
91,53% |
4,44% |
[0052] Mit Bruchteilen von 30% und 50% des Trainingstextes wurden ausgezeichnete Erkennungsraten
erzielt. Mit einem Bruchteil von 10% und 5% des ursprünglichen Trainingstextes sind
zufriedenstellende Erkennungsraten erzielt worden. Dies zeigt, daß die erfindungsgemäßen
neuronalen Netzwerke auch bei geringem Trainingsumfang gute Erkennungsraten liefern.
Dies stellt einen wesentlichen Fortschritt gegenüber bekannten Phrasengrenzen-Erkennungsmethoden
dar, da das Aufbereiten von Trainingsmaterial kostenintensiv ist, da hier Expertenwissen
eingesetzt werden muß.
[0053] Das oben beschriebene Ausführungsbeispiel weist k Autoassoziatoren auf. Für eine
präzise Bewertung der Phrasengrenzen kann es zweckmäßig sein, eine große Anzahl Autoassoziatoren
zu verwenden, wobei bis zu 20 Autoassoziatoren zweckmäßig sein können. Hierdurch wird
eine quasi kontinuierlicher Verlauf der Ausgabewerte erzielt.
[0054] Die oben beschriebenen neuronalen Netzwerke sind als Computerprogramme realisiert,
die selbständig auf einem Computer zum Umsetzen der linguistischen Kategorie eines
Textes in dessen prosodischer Marker ablaufen. Sie stellen somit ein automatisch ausführbares
Verfahren dar.
[0055] Das Computerprogramm kann auch auf einen elektronisch lesbaren Datenträger gespeichert
werden und so auf ein anderes Computersystem übertragen werden.
[0056] Ein zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignetes Computersystem ist
in Fig. 8 gezeigt. Das Computersystem 9 weist einen internen Bus 10 auf, der mit einem
Speicherbereich 11, einer zentralen Prozessoreinheit 12 und einem Interface 13 verbunden
ist. Das Interface 13 stellt über eine Datenleitung 14 eine Datenverbindung zu weiteren
Computersystemen her. An dem internen Bus sind ferner eine akustische Ausgabeeinheit
15, eine grafische Ausgabeeinheit 16 und eine Eingabeeinheit 17 angeschlossen. Die
akustische Ausgabeeinheit 15 ist mit einem Lautsprecher 18, die grafische Ausgabeeinheit
16 mit einem Bildschirm 19 und die Eingabeeinheit 17 mit einer Tastatur 20 verbunden.
An das Computersystem 9 können über die Datenleitung 14 und das Interface 13 Text
übertragen werden, die im Speicherbereich 11 abgespeichert werden. Der Speicherbereich
11 ist in mehrere Bereiche unterteilt, in denen Texte, Audiodateien, Anwendungsprogramme
zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens und weitere Anwendungs- und Hilfsprogramme
gespeichert sind. Die als Textdatei abgespeicherten Texte werden mit vorbestimmten
Programmpaketen analysiert und die jeweiligen linguistischen Kategorien der Wörter
ermittelt. Danach werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren aus den linguistischen
Kategorien die prosodischen Marker ermittelt. Diese prosodischen Marker werden wiederum
in ein weiteres Programmpaket eingegeben, das die prosodischen Marker zur Erzeugung
von Audiodateien verwendet, die über den internen Bus 10 zur akustischen Ausgabeeinheit
15 übertragen und von dieser am Lautsprecher 18 als Sprache ausgegeben werden.
[0057] In den hier dargestellten Beispielen ist nur eine Anwendung des Verfahrens auf die
Vorhersage von Phrasengrenzen beschrieben worden. Das Verfahren kann bei ähnlichem
Aufbau einer Vorrichtung und einem angepaßten Training aber auch zur Auswertung eines
unbekannten Textes hinsichtlich einer Vorhersage von Betonungen, z.B. gemäß den international
standardisierten ToBI-Labeln (tones and breaks indices), und/oder der Satzmelodie
genutzt werden. Diese Anpassungen haben in Abhängigkeit von der jeweiligen Sprache
des zu verarbeitenden Textes zu erfolgen, da die Prosodie stets sprachspezifisch ist.
1. Verfahren zum Bestimmen prosodischer Markierungen, wobei als prosodische Markierungen
Phrasengrenzen und Wortakzente dienen, wobei
- auf der Basis linguistischer Kategorien prosodische Markierungen durch ein neuronales
Netzwerk (1) bestimmt
gekennzeichnet durch die Schritten
- Erfassen der Eigenschaften jeder prosodischen Markierung durch neuronale Autoassoziatoren (7), die auf jeweils eine bestimmte prosodische Markierung
trainiert sind, und
- Auswerten der von jedem der Autoassoziatoren (7) ausgegebenen Ausgangsinformationen
in einem neuronalen Klassifikator (8).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als prosodische Markierungen Phrasengrenzen bestimmt und vorzugsweise auch ausgewertet
und/oder bewertet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Eingang (2) des Netzwerkes (1) die linguistischen Kategorien von zumindest drei
Wörtern eines zu synthetisierenden Textes angelegt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Autoassoziatoren (1) für eine jeweilige vorbestimmte Phrasengrenze trainiert
sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Training des neuronalen Klassifikators (8) nach dem Training aller Autoassoziatoren
(7) erfolgt.
6. Neuronales Netzwerk zum Bestimmen prosodischer Markierungen, wobei als prosodische
Markierungen Phrasengrenzen und Wortakzente dienen, mit
einem Eingang (2), einer Zwischenschicht (3) und einem Ausgang (4), wobei der Eingang
zum Erfassen von linguistischen Kategorien von Wörtern eines zu analysierenden Textes
ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß Eigenschaften jeder prosodischen Markierung durch neuronale Autoassoziatoren (7)
erfassbar sind, die auf jeweils eine bestimmte prosodische Markierung trainiert sind,
und
daß die von jedem der Autoassoziatoren (7) ausgegebenen Ausgangsinformationen in einem
neuronalen Klassifikator (8) auswertbar sind.
7. Neuronales Netzwerk nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (3) zumindest zwei Autoassoziatoren (7) aufweist.
8. Neuronales Netzwerk nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Eingang (2) Eingangsgruppen (5) aufweist, welche mehrere Neuronen (6) besitzen,
die jeweils einer linguistischen Kategorie zugeordnet sind, und jede Eingangsgruppe
zum Erfassen der linguistischen Kategorie eines Wortes des zu analysierenden Textes
dient.
9. Neuronales Netzwerk nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Netzwerk zum Ausgeben einer binären, tertiären oder quatären Phrasierungsstufe
ausgebildet ist.
10. Neuronales Netzwerk nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Netzwerk zum Ausgeben eines quasikontinuierlichen Phrasierungsbereichs ausgebildet
ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch,
die Verwendung eines Neuronalen Netzwerkes nach einem dei Ansprüche 6 bis 10.
12. Vorrichtung zum Bestimmen prosodischer Markierungen mit einem Computersystem (9),
das einen Speicherbereich (11) aufweist, in dem ein Programm zum Ausführen eines Neuronaler.
Netzwerkes nach einem der Ansprüche 6 bis 10 gespeichert ist
1. Method for determining prosodic markers, phrase boundaries and word accents serving
as prosodic markers,
- prosodic markers being determined by a neural network (1) on the basis of linguistic
categories,
characterized by the following steps;
- acquisition of the properties of each prosodic marker by neural autoassociators
(7) which are trained to in each case one specific prosodic marker, and
- evaluation of the output information output by each of the autoassociators (7) in
a neural classifier (8).
2. Method according to Claim 1,
characterized
in that, as prosodic markers, phrase boundaries are determined and preferably also evaluated
and/or assessed.
3. Method according to Claim 1 and/or Claim 2,
characterized
in that the linguistic categories of at least three words of a text to be synthesized are
applied to the input (2) of the network (1).
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized
in that the autoassociators (1) are trained for a respective predetermined phrase boundary.
5. Method according to Claim 4,
characterized
in that the neural classifier (8) is trained after the training of all the autoassociators
(7).
6. Neural network for determining prosodic markers, phrase boundaries and word accents
serving as prosodic markers, having an input (2), an intermediate layer (3) and an
output (4), the input being designed for acquiring linguistic categories of words
of a text to be analysed,
characterized
in that properties of each prosodic marker can be acquired by neural autoassociators (7)
which are trained to in each case one specific prosodic marker, and
in that the output information output by each of the autoassociators (7) can be evaluated
in a neural classifier (8) .
7. Neural network according to Claim 6,
characterized
in that the intermediate layer (3) has at least two autoassociators (7).
8. Neural network according to Claim 6 or 7,
characterized
in that the input (2) has input groups (5) having a plurality of neurons (6) each assigned
to a linguistic category, and each input group serves for acquiring the linguistic
category of a word of the text to be analysed.
9. Neural network according to one of Claims 6 to 8,
characterized
in that the network is designed for outputting a binary, tertiary or quaternary phrasing
stage.
10. Neural network according to one of Claims 7 to 9,
characterized
in that the network is designed for outputting a quasi-continuous phrasing region.
11. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized by
the use of a neural network according to one of Claims 6 to 10.
12. Device for determining prosodic markers having a computer system (9), which has a
memory area (11) in which a program for executing a neural network according to one
of Claims 6 to 10 is stored.
1. Procédé pour déterminer des marquages prosodiques, des limites de phrase et des accents
de mot servant de marquages prosodiques,
- des marquages prosodiques étant déterminés par un réseau (1) neuronal sur la base
de catégories linguistiques, caractérisé par les étapes suivantes
- enregistrement des propriétés de chaque marquage prosodique par des auto-associateurs
(7) neuronaux, qui sont entraînés, sur respectivement un marquage prosodique défini,
et
- analyse des informations de sortie éditées par chacun des auto-associateurs (7)
dans un classificateur (8) neuronal.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des limites de phrases sont définies comme des marquages prosodiques et analysées
et/ou évaluées également de préférence.
3. Procédé selon la revendication 1 et/ou la revendication 2,
caractérisé en ce que
à l'entrée (2) du réseau (1), on établit les catégories d'au moins trois mots d'un
texte à synthétiser.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications,
caractérisé en ce que
les auto-associateurs (1) sont entraînés pour une limite de phrase prédéfinie respective.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'entraînement du classificateur (8) neuronal s'effectue après l'entraînement de
tous les auto-associateurs (7).
6. Réseau neuronal pour la détermination de marquages prosodiques, des limites de phrases
et des accents de mot servant de marquages prosodiques, avec
une entrée (2), une couche intermédiaire (3) et une sortie (4), l'entrée pour l'enregistrement
de catégories linguistiques de mots d'un texte à analyser étant réalisée,
caractérisé en ce que
des propriétés de chaque marquage prosodique peuvent être enregistrées par des
auto-associateurs (7) neuronaux, qui sont entraînés sur respectivement un marquage
prosodique défini, et
en ce que les informations de sortie éditées par chacun des auto-associateurs (7) peuvent être
analysées dans un classificateur (8) neuronal.
7. Réseau neuronal selon la revendication 6,
caractérisé en ce que,
la couche intermédiaire (3) présente au moins deux auto-associateurs (7).
8. Réseau neuronal selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que
l'entrée (2) présente des groupes d'entrée (5) qui ont plusieurs neurones (6),
lesquels sont attribués respectivement à une catégorie linguistique, et chaque groupe
d'entrée sert à l'enregistrement de la catégorie linguistique d'un mot du texte à
analyser.
9. Réseau neuronal selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
le réseau est conçu pour l'édition d'un niveau de phrasage binaire, tertiaire ou
quaternaire.
10. Réseau neuronal selon l'une quelconque des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le réseau est réalisé pour l'édition d'une zone de phrasage quasi continue.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé par
l'utilisation d'un réseau neuronal selon l'une quelconque des revendications 6
à 10.
12. Dispositif pour la détermination de marquages prosodiques avec un système informatique
(9), qui présente une zone de mémoire (11) dans laquelle est mémorisé un programme
pour l'exécution d'un réseau neuronal selon l'une quelconque des revendications 6
à 10.