[0001] Die Erfindung betrifft eine Displayanordnung für Teppichbodenmuster.
[0002] Mit solchen im Fachhandel üblich verwendeten Teppichbodenmustern gibt es bei grösseren
Musterkollektionen zumeist Platzprobleme. So kann z.B. eine Teppichbodengrosshandelskollektion
aus 30 Bodenqualitäten mit je ca. 10 Farben bestehen, was mindestens 300 Muster in
der Grösse 40x60 cm ergibt. In den Verkaufsgeschäften sind zumeist Musterwände aufgestellt,
wo für jedes Muster ein Fach vorgesehen ist. Für die genannte Kollektion benötigt
man daher 300 Fächer, die kaum zur Verfügung gestellt werden. Konkret bedeutet dies,
dass zumeist nur ein Teil des vollständigen Musterprogrammes in der Musterwand untergebracht
wird, was einen Umsatzverlust bedeutet.
[0003] Durch die vorliegende Erfindung soll eine Displayanordnung gefunden werden, mit der
kosten- und platzsparend unter Verwendung der herkömmlichen Fächer in Musterwänden
eine grosse Zahl von Mustern untergebracht werden kann und die sich in das übliche
Erscheinungsbild von Musterwänden einordnet.
[0004] Gemäss vorliegender Erfindung ist die Displayanordnung dadurch gekennzeichnet, dass
sie zumindest einen biegsamen Materialmusterstreifen als Aussenhülle und an einer
Kante über ein erstes Gelenk zumindest eine Mustertafel aufweist. Nach weiteren Merkmalen
kann an der ersten Mustertafel über ein zweites Gelenk eine zweite und gegebenenfalls
über ein drittes Gelenk eine dritte Mustertafel angeordnet sein. Weitere bevorzugte
Merkmale sind den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen zu
entnehmen.
[0005] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Fig.1 zeigt eine Aufsicht auf die Musterseite der aufgebreiteten Displayanordnung.
Fig. 2 zeigt die Ansicht auf eine zusammengeklappte Displayanordnung, wie sie im Regal
steht.
[0006] Gemäss Fig. 1 umfasst die Displayanordnung einen biegsamen Materialmusterstreifen
1, nämlich einen Teppichmusterstreifen, mit der Vorderseite (Florseite des Teppichs)
zum Betrachter. Über ein erstes Gelenk 2 ist eine erste Mustertafel 3 und daran über
ein zweites Gelenk 4 eine zweite Mustertafel 5 befestigt. Auf jeder der Mustertafeln
sind je 10 Musterstücke 6 befestigt. Die Verbindung zwischen dem Materialmusterstreifen
1 und dem ersten Gelenk 2 erfolgt über eine Aufnahmelasche 7, an der mittels drei
Nieten 8 der Materialmusterstreifen 1 befestigt ist. Es können auch mehr als ein Materialmusterstreifen
1 vorgesehen werden.
[0007] Bevorzugt bestehen die Mustertafeln 3, 5 aus kunststoffkaschiertem Karton oder einem
anderen steifen Material. Die Gelenke 2, 4 und auch die Aufnahmelasche 7 sind bevorzugt
ebenfalls aus der Kunststoffkaschierung gebildet, wobei die Aufnahmelasche 7 zur Versteifung
einen Kartonstreifen eingelegt haben kann. Im Rahmen der Erfindung können diese Elemente
aber auch anders ausgebildet sein, wobei z.B. die Mustertafeln 3, 5 aus steifem Kunststoff
bestehen und die Tafeln über Gelenke, wie Textilstreifen oder Metallringe oder dgl.
zusammenhängen.
[0008] Die Fig.1 zeigt die Displayanordnung so, wie sie dem Kunden aufgebreitet wird. Z.B.
kann der Materialmusterstreifen 1 die übliche Mustergrösse von 40 x 60 cm aufweisen,
so dass die Qualität gut erkennbar ist. Die Musterstücke 6 können dann die verschiedenen
Farbtönungen der gleichen Qualität darstellen.
[0009] Auf der Rückseite zumindest einer der Mustertafeln können die üblichen Produktinformationen
oder Reklameaufdrucke aufgebracht sein.
[0010] Die Fig. 2 zeigt die Displayanordnung in zusammengeklapptem Zustand mit Sicht auf
die Kante in einem Regalfach 9 einer aufgeschnittenen Musterwand. Die übliche Ansichtseite
ist mit dem Pfeil 11 eingezeichnet. Wie aus der Darstellung zu sehen ist, wirkt der
Materialmusterstreifen 1 als Aussenhülle, die um die zusammengeklappten Mustertafeln
3, 5 U-förmig herumgeschlagen sind. Die übrigen Merkmale tragen die gleichen Bezugszeichen
wie in Fig. 1 und die Anordnung erklärt sich daher von selber.
[0011] Der Betrachter, der entlang der Musterwand in Richtung des Pfeiles 10 auf die Muster
sieht, kann die gewünschte Produktqualität aussuchen, wie man in einer Bibliothek
Bücher auswählen kann. Nach Herausnahme der Displayanordnung wird diese aufgefaltet,
wie in Fig.1 dargestellt, wobei alle Farbnuancen ersichtlich sind.
[0012] Die Displayanordnung kann gemäss Erfindung entweder eine Mustertafel 3 oder, wie
dargestellt, zwei Mustertafeln 5 aufweisen. Bei den üblichen Abmessungen ist auch
noch die Anordnung einer dritten Mustertafel möglich, die über ein drittes Gelenk
an der zweiten Mustertafel hängt. In zusammengeklapptem Zustand würde die dritte Mustertafel
zwischen die erste und zweite Mustertafel zu liegen kommen. Alternativ könnte eine
dritte Mustertafel auch wie ein Innenblatt eines Buches am Gelenk 4 angeordnet werden,
wobei dann jedoch der Nachteil besteht, dass nach dem Aufklappen nicht alle Musterstücke
6 nebeneinanderliegen können. Die Zahl der Mustertafeln einer Displayanordnung ist
lediglich durch die verfügbare Breite der Regalfächer 9 und das Erfordernis der leichten
Handhabbarkeit limitiert.
[0013] Die Displayanordnung ist auch für andere biegsame Materialien geeignet.
1. Displayanordnung für Teppichbodenmuster, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung zumindest einen biegsamen Materialmusterstreifen (1) als Aussenhülle
und an einer Kante über ein erstes Gelenk (2) zumindest eine Mustertafel (3) aufweist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Mustertafel (3) über ein zweites Gelenk (4) eine zweite und gegebenenfalls
über ein drittes Gelenk eine dritte Mustertafel(5) angeordnet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mustertafeln (3, 5) aus steifem Material, wie Karton, Kunststoffplatten oder
dgl. bestehen.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mustertafeln (3, 5) aus steifem Material bestehen, die mit Kunststoffolie kaschiert
sind und dass die Gelenke (2, 4) durch biegsame Streifen der Kunststoffkaschierung
gebildet sind.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auch das zweite und gegebenenfalls dritte Gelenk (4) aus der Kunststoffkaschierung
gebildet sind.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gelenk (2) eine Aufnahmelasche (7) für die Befestigung des Materialmusterstreifens
(1) aufweist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Materialmusterstreifen (1) eine Grösse aufweist, die die erste Mustertafel (3)
oder die zusammengeklappten ersten, zweiten und gegebenenfalls dritten Mustertafeln
(3, 5) U-förmig umhüllt.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite zumindest einer der Mustertafeln (3, 5) zur Aufnahme von Produktinformationsdaten
oder Werbeaufdrucken eingerichtet ist.