(19)
(11) EP 1 273 325 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.01.2003  Patentblatt  2003/02

(21) Anmeldenummer: 02014795.5

(22) Anmeldetag:  04.07.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A63F 9/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 04.07.2001 DE 20111052 U

(71) Anmelder: Schrader, Reiner
85598 Baldham (DE)

(72) Erfinder:
  • Schrader, Reiner
    85598 Baldham (DE)

(74) Vertreter: Lindner, Manfred Klaus, Dipl.-Phys. 
Patentanwälte Walter-Eggers-Lindner Göllheimer Strasse 5
81241 München
81241 München (DE)

   


(54) Zusammenspiel, Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels, Grussgeschenk sowie Verwendung eines Zusammensetzspiels als Grussgeschenk


(57) Die Erfindung betrifft ein Zusammensetzspiel mit Zusammensetzteilen, die zu einem Objekt zusammenfügbar und fixierbar sind, wobei die Zusammensetzteile mittels eines wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels fixierbar sind. Weiterhin schafft die Erfindung ein Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels mit Zusammensetzteilen zum Zusammensetzen zu einem vorgegebenen Objekt, wobei die Zusammensetzteile zu einem Objekt zusammengesetzt und danach mittels eines wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels fixiert werden. Ferner schafft die Erfindung ein-Grußgeschenk oder einen Merchandising-Artikel, das bzw. der aus einem solchen Zusammensetzspiel besteht, sowie die Verwendung eines solchen Zusammensetzspiels als Grußgeschenk oder Grußkarte oder Merchandising-Artikel.


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zusammensetzspiel, ein Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels, einen Grußgeschenk oder Merchandising-Artikel sowie eine Verwendung eines Zusammensetzspiels als Grußgeschenk oder Merchandising-Artikel.

[0002] Zusammensetzspiele, wie z.B. Puzzles, sind ein weit verbreiteter Zeitvertreib. Bei Bilderpuzzles wird es oft gewünscht, dass die zusammengesetzten Bilder dauerhaft aufbewahrt werden. Dazu wird in der Praxis von einem Anwender die Rückseite des Bilderpuzzles mit einem Kleber bestrichen, dann darauf eine Unterlage aufgelegt und schließlich das Aushärten des Klebers abgewartet. Das Puzzlebild ist dann dauerhaft fixiert und kann beispielsweise als Bild aufgehängt werden. Diese Vorgehensweise hat verschiedene Nachteile. Zunächst muß das Bildpuzzle auf seine Bildseite gelegt werden, wozu das zusammengesetzte Bildpuzzle umgedreht werden muß, da es während des Zusammensetzens auf seiner Rückseite liegt, damit der Anwender das Bild zum Hinzufügen weiterer Puzzleteile während des Zusammensetzens sehen kann. Das Umdrehen des aus nur lose verbundenen Puzzleteilen zusammengesetzten Bildpuzzles ist jedoch schwierig und birgt die Gefahr, dass das zusammengesetzte Bildpuzzle ganz oder teilweise wieder auseinanderfällt. Ist das Umdrehen gelungen, so ist es ungünstig, dass die auf die mit Kleber versehene Rückseite des zusammengesetzten Bildpuzzles aufgelegte Unterlage nach dem Kontakt mit dem Kleber kaum noch oder nicht mehr justiert werden kann. Weiterhin ist bei der vorbeschriebenen Vorgehensweise nachteilig, dass der Kleber durch die Zwischenräume zwischen einzelnen Puzzleteilen hindurchdringen kann, was einerseits zu unschönen Kleberrückständen auf der Bildseite des Bildpuzzles und andererseits zum Festkleben des Bildpuzzles mit seiner Bildseite an dem Arbeitsplatz führen kann.

[0003] Es ist aus beispielsweise dem deutschen Gebrauchsmuster 74 16 430 bekannt geworden, für ein Puzzlespiel eine selbstklebende Unterlage vorzusehen. Eine solche Unterlage hat jedoch den Nachteil, dass entweder die Puzzleteile einzeln auf die Unterlage aufgesetzt werden müssen, oder die Unterlage auf die Rückseite des zusammengesetzten Puzzlebildes aufgelegt wird. In beiden fällen ist es schwierig, das Puzzlebild in seinem zusammengesetzten Zustand optimal auf der Unterlage angeordnet zu haben. Es ist ferner bei einer solchen Fixierart nachteilig, dass die Klebeschicht der Unterlage speziell geschützt werden muß, solange sie nicht benötigt wird, oder aber durch Verschmutzung unbrauchbar werden kann.

[0004] Z.B. die dt. 26 03 337 A1 offenbart ein Zusammensetzspiel, bei dem die Puzzleteile mittels Magnetkräften an einer Unterlage haften. Diese Art der Fixierung eines zusammengesetzten Bildpuzzles ist zum einen wegen der erforderlichen magnetischen und metallischen Materialien teuer und birgt zum anderen die Gefahr, dass das zusammengesetzte Bildpuzzle im laufe der Zeit von der Unterlage rutscht, wenn das Bildpuzzle zusammen mit der Unterlage als Bild aufgehängt wird.

[0005] Die Erfindung hat zum Ziel, die Nachteile des Standes der Technik bei einem Zusammensetzspiel sowie einem Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels zu vermeiden.

[0006] Zur Erreichung des Ziels schafft die vorliegende Erfindung ein Zusammensetzspiel nach dem Anspruch 1 sowie ein Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels nach dem Anspruch 25. Weitere vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0007] Ein Zusammensetzspiel mit Zusammensetzteilen, die zu einem Objekt zusammenfügbar und fixierbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzteile mittels eines wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels fixierbar sind.

[0008] Vorzugsweise sind die Zusammensetzteile flächig und weisen eine Oberseite und eine Auflageunterseite auf, wobei das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel insbesondere als Schicht auf der Auflageunterseite aufgebracht ist. Alternativ oder zusätzlich können die Zusammensetzteile flächig sein und eine Oberseite und eine Auflageunterseite aufweisen, wobei das Zusammensetzspiel eine Unterlage enthält, auf die die Zusammensetzteile mit ihrer Auflageunterseite auflegbar sind, und wobei das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel auf der Unterlage beispielsweise als Schicht aufgebracht ist.

[0009] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass die Zusammensetzteile mit Ausnahme des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels und insbesondere die Oberseite der Zusammensetzteile derart wärmebeständig sind/ist, dass sie durch die Wärmeaktivierung des Adhäsionsmittels nicht beeinträchtigt werden. In einer Weiterbildung davon ist vorgesehen, dass die Oberseite der Zusammensetzteile eine wärmebeständige Schutzschicht, insbesondere eine wärmebeständige Lackschicht aufweist.

[0010] Bevorzugt ist es, wenn das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel auf die Wärme eine Bügeleisens oder beispielsweise handelsüblichen Backofens, insbesondere bei einer niedrigen Temperaturstufe und bevorzugt im Bereich der niedrigsten Temperaturstufe, reagiert. Dadurch wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass die zusammengesetzten Zusammensetzteile auf die Unterlage aufbügelbar oder mittels eines "Backvorganges" fixierbar, oder anders ausgedrückt durch Hitze- oder Wärmeeinwirkung im Backofen aufbackbar, sind.

[0011] Weiterhin kann in Verbindung mit den vorstehenden Ausgestaltungen der Erfindung oder auch alleine, d.h. auch ohne wärmeaktivierbares Adhäsionsmittel, vorgesehen sein, dass wenigstens ein Zusammensetzteil vom Anwender individuell gestaltbar ist. Dabei kann ferner das individuell gestaltbare Zusammensetzteil eine Ausrichtmarkierung enthalten und/oder ein Ausrichtteil für das individuell gestaltbare Zusammensetzteil vorgesehen sein, und/oder das individuell gestaltbare Zusammensetzteil kann in Größe, Gestaltung und/oder Aufmachung von den nicht individuell gestaltbaren Zusammensetzteilen verschieden sein. Alternativ oder zusätzlich kann das Zusammensetzspiel ein Motiv ergeben, und es kann ein in der Form zu dem individuell gestaltbaren Zusammensetzteil identisches Zusammensetzteil enthalten sein, das ohne individuelle Gestaltung zu dem Motiv des Zusammensetzspiels paßt.

[0012] Die vorstehenden Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich dadurch weiterbilden, dass eine Verpackung vorgesehen ist, auf der Anschriften- und Absenderangabenbereiche vorbereitet sind, und die vorzugsweise Verschlußeinrichtungen enthält, mittels denen die Verpackung versandfertig verschließbar ist.

[0013] Es liegt im Rahmen der Erfindung, zumindest ein Zusammensetzteil größer als die übrigen Zusammensetzteile auszugestalten. Vorzugsweise sind wenigstens die Zusammensetzteile einer Gruppe von Zusammensetzteilen größer als die übrigen Zusammensetzteile.

[0014] Vorzugsweise sind Temperaturtestmittel enthalten, mittels denen die geeignete Temperatur zur Aktivierung des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels feststellbar ist. Bevorzugt enthalten die Temperaturtestmittel mit temperatursensitivem Material beschichtetes oder getränktes Papier. Statt Papier kann auch jegliches anderes geeignetes Trägermaterial verwendet werden. Alternativ oder zusätzlich ist insbesondere vorgesehen, dass das temperatursensitive Material in Abhängigkeit von der Temperatur eine bestimmte Farbe zeigt. Vorteilhafterweise ist eine Mehrzahl von mit dem temperatursensitiven Material beschichteten und voneinander getrennten Flächen auf einem Papier oder auf einer entsprechenden Mehrzahl von Papieren vorgesehen.

[0015] Ohne Einschränkung können die Temperaturtestmittel auch andere Ausgestaltungen haben, wie beispielsweise ein zumindest im Bereich der Aktivierungstemperatur des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels messendes Thermometer. Grundsätzlich sind jegliche Einrichtungen als Temperaturtestmittel geeignet, die Auskunft darüber geben und dadurch sicherstellen können, ob bzw. dass der Aktivierungstemperaturbereich des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels von einer Heizeinrichtung zum Erwärmen des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels bereitgestellt wird.

[0016] Eine Andere Weise zum Erreichen des Ziels der vorliegenden Erfindung besteht in einem Zsammensetzspiel mit Zusammensetzteilen, die zu einem Objekt zusammenfügbar sind, wobei eine erste Art von Zusammensetzteilen in einem zusammengesetzten Zustand fixierbar ist, der einen Freiraum für wenigstens ein Zusammensetzteil einer zweiten Art von Zusammensetzteilen enthält, und dass das wenigstens eine Zusammensetzteil der zweiten Art von Zusammensetzteilen in dem Freiraum fixierbar ist. Vorzugsweise ist das wenigstens eine Zusammensetzteil der zweiten Art in dem Freiraum innerhalb der zusamemngesetzten Zusammensetzteilen der ersten Art mittels einer Kleberschicht fixierbar, wobei die Kleberschicht insbesondere Selbstklebeeigenschaften enthält und vor einem Gebrauch zum Fixieren des wenigstens einen Zusammensetzteils der zweiten Art in dem Freiraum durch eine Abdeckschicht geschützt und unwirksam ist.

[0017] Die vorstehenden Versionen können dadurch weitergebildet werden, dass die Zusammensetzteile der ersten Art zweilagig sind und insbesondere eine Unterlagenschicht und eine Trägerschicht mit vorzugsweise einer Bildschicht enthalten.

[0018] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels mit Zusammensetzteilen zum Zusammensetzen zu einem vorgegebenen Objekt ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzteile zu einem Objekt zusammengesetzt und danach mittels eines wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels fixiert werden.

[0019] Bei einem anderen oder mit dem vorstehenden Verfahren kombinierbaren erfindungsgemäßen Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels mit Zusammensetzteilen zum Zusammensetzen zu einem vorgegebenen Objekt ist vorgesehen, dass zumindest ein Zusammensetzteil individuell gestaltet wird und danach die Zusammensetzteile zu einem Objekt zusammengesetzt werden. Dies kann dadurch weitergebildet werden, dass das Zusammensetzspiel nach dem individuellen Gestalten des zumindest einen Zusammensetzteils und vor dem Zusammensetzen der Zusammensetzteile zu einem Objekt an einen anderen Anwender übergeben wird, von dem das Zusammensetzen der Zusammensetzteile zu einem Objekt vorgenommen werden kann.

[0020] Weitere verfahrensmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den analogen Umsetzungen der Vorrichtungsvarianten, die weiter oben angegeben wurden.

[0021] Bei einer anderen grundsätzlichen Verfahrensvariante im Rahmen der vorliegenden Erfindung zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels mit Zusammensetzteilen zum Zusammensetzen zu einem vorgegebenen Objekt wird zunächst eine erste Art von Zusammensetzteilen in einem zusammengesetzten Zustand fixiert wird, der einen Freiraum für wenigstens ein Zusammensetzteil einer zweiten Art von Zusammensetzteilen enthält, und wird dann das wenigstens eine Zusammensetzteil der zweiten Art von Zusammensetzteilen in dem Freiraum fixiert. Dieses Verfahren kann weitergebildet werden, indem das wenigstens eine Zusammensetzteil der zweiten Art von Zusammensetzteilen vor dem Einsetzten in den Freiraum individuell gestaltet wird. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Zusammensetzspiel nach dem Fixieren der Zusammensetzteile der ersten Art von einer Person an eine andere Person übergeben oder verschickt wird, damit letztere das wenigstens eine Zusammensetzteil der zweiten Art in den Freiraum einsetzt und dort fixiert.

[0022] Im Rahmen der Erfindung wird ferner ein Grußgeschenk oder Merchandising-Artikel geschaffen, bestehend aus einem Zusammensetzspiel nach der Erfindung. Die Erfindung betrifft daher auch eine Verwendung eines Zusammensetzspiels als Grußgeschenk oder Grußkarte.

[0023] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen, die nicht beschränkend sondern lediglich exemplarisch zu verstehen sind, unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Zusammensetzspiels in der Form eines Bildpuzzles,

Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels eines Zusammensetzteils der Ausführung des Zusammensetzspiels nach Fig. 1,

Fig. 3 einen Ausschnitt einer Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer Unterlage eines Zusammensetzspiels gemäß der Erfindung,

Fig. 4 ein Beispiel für Temperaturtestmittel eines Zusammensetzspiels gemäß der vorliegenden Erfindung,

Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bestandteils eines Zusammensetzspiels gemäß der vorliegenden Erfindung, und

Fig. 6 eine schematische Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zusammensetzspiels gemäß der vorliegenden Erfindung mit eingezeichneten Herstellungsmaßnahmen.



[0024] In den einzelnen Figuren der Zeichnung sind gleiche oder ähnliche oder gleich oder ähnlich wirkende Teile mit denselben Bezugszeichen versehen oder vergleichbar dargestellt, so dass sich Teile sowie deren Kombinationen, Funktionen und Wirkungsweisen für einen Fachmann auch aus der Betrachtung der Figuren der Zeichnung alleine, deren Vergleich und/oder den nachfolgend beschriebenen Angaben ggf. alleine ohne weiteres erschließen, auch wenn keine Bezugnahmen zwischen einzelnen Figuren und/oder zwischen Figuren und Text explizit angegeben oder dargestellt sind.

[0025] In der Fig. 1 ist ein Zusammensetzspiel 1 gezeigt, das aus einem Bildpuzzle besteht. Das Zusammensetzspiel 1 ist bereits aus allen seinen Zusammensetzteilen 2 zusammengesetzt. Es sind zwar nicht alle Zusammensetzteile 2 gleich groß, jedoch haben sie im wesentlichen dieselbe Größe mit Ausnahme des Zusammensetzteils 2', das in der Mitte des Bildpuzzles eingesetzt ist. Auf dem mittleren Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' ist eine Ausrichtmarkierung 3 vorgesehen, auf die später näher eingegangen wird.

[0026] Die Zusammensetzteile 2 haben alle beispielsweise den Aufbau, der in der Seitenansicht der Fig. 2 dargestellt ist und auch für das Zusammensetzteil 2' gilt auch wenn nachfolgend nicht gesondert darauf eingegangen wird. Zur Stabilität der Zusammensetzteile enthalten diese je eine Trägerschicht 4, beispielsweise aus Karton. Mit dieser Trägerschicht 4 ist eine Bildschicht 5 fest verbunden, die die Oberseite jedes Zusammensetzteils 2 bestimmt. An der Auflageunterseite jedes Zusammensetzteils 2 ist eine Schicht 6 aus einem wärmeaktivierbaren Adhäsiosmittel aufgebracht.

[0027] Alternativ oder zusätzlich kann, wie in der Fig. 3 schematisch dargestellt ist, das Zusammensetzspiel 1 eine Unterlage 7 enthalten, auf deren Oberseite, auf die die zusammengesetzten Zusammensetzteile 2 und 2' aufgelegt werden können, eine Schicht 6' aus wärmeaktivierbarem Adhäsionsmittel vorgesehen ist.

[0028] Das Zusammensetzen aller Zusammensetzteile 2 und 2' kann, wenn die Zusammensetzteile den in der Fig. 2 gezeigten Aufbau haben, auf einer beliebigen Unterlage (nicht gezeigt) erfolgen, auf der das fertig zusammengesetzte Zusammensetzspiel 1 schließlich fixiert werden soll. Wenn die Zusammensetzteile 2 und 2' nicht den in der Fig. 2 gezeigten Aufbau haben, ist es erforderlich, die Unterlage 7, die in der Fig. 3 gezeigt ist, zu verwenden, wobei die Zusammensetzteile 2 und 2' direkt auf der Schicht 6' dieser Unterlage 7 zusammengesetzt werden können. Alternativ ist es auch möglich, die Zusammensetzteile 2 und 2' zunächst auf einem beliebigen Arbeitsplatz (nicht gezeigt) zusammenzusetzen und dann einfach auf die vorgenannte beliebige Unterlage oder die Unterlage 7 zu schieben. Ohne Beschränkung kann ferner eine Kombination der Zusammensetzteile 2 und 2' gemäß der Fig. 2 mit einer Unterlage 7 vorgesehen sein, wie sie schematisch und exemplarisch in der Fig. 3 gezeigt ist.

[0029] Wenn letztlich die zusammengesetzten Zusammensetzteile 2 und 2' auf der vorgenannten beliebigen Unterlage (nicht gezeigt) oder der Unterlage 7 liegen, können die Zusammensetzteile 2 und 2' darauf optimal ausgerichtet werden, da die Klebeschicht(en) 6 und/oder 6' noch keine Adhäsionswirkung haben.

[0030] Bei der weiteren Vorgehensweise kommen nun die Temperaturtestmittel 8 gemäß der Fig. 4 ins Spiel. Die Temperaturtestmittel 8 bestehen beispielsweise aus einem Blatt Papier, wie jenes, auf dem die Fig. 4 dargestellt ist, die somit als Muster der Temperaturtestmittel 8 angesehen werden kann.

[0031] Dieses Papierblatt (nicht bezeichnet) weißt Flächen 9 auf, die mit temperatursensitivem Material 10 beschichtet sind.

[0032] Wird zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels ein Bügeleisen (nicht gezeigt) verwendet, so kann dessen Temperatur mit den Temperaturtestmitteln 8 getestet werden. Entsprechend einer dem Zusammensetzspiel 1 beigefügten Anweisung wird zunächst das Bügeleisen auf seine niedrigste Temperaturstufe eingestellt. Wenn sichergestellt ist, dass das Bügeleisen seine entsprechend eingestellte Betriebstemperatur erreicht hat, kann nach Spielanweisung die erste Fläche 9 unter der Bezeichnung "Testpuzzle 1" nach Vorschrift gebügelt werden.

[0033] Das temperatursensitive Material 10, das auf der Fläche 9 des Temperaturtestmittels 8 aufgebracht ist, ist bei Temperaturen unterhalb der Aktivierungstemperatur des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels blau. Wird die Temperatur, bei der das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel, aus dem die Schichten 6 und 6' bestehen, überschritten, so verfärbt sich das temperatursensitive Material 10 rot. Nur wenn die Temperatur, die vom Bügeleisen (nicht gezeigt) ausgeht, der Temperatur entspricht, die zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels benötigt wird, zeigt das wärmesensitive Material 10 in der Fläche 9 eine grüne Farbe.

[0034] Es ist für den Fachmann verständlich, dass nicht nur eine exakte Temperatur zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers geeignet ist, sondern ein Temperaturbereich. Das wärmesensitive Material 10 kann entsprechend abgestimmt werden, dass es in dem relevanten Temperaturbereich, in dem eine Aktivierung des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels möglich ist, die grüne Farbe zeigt, und unterhalb eines solchen Temperaturbereichs blau bzw. oberhalb eines solchen Temperaturbereichs rot ist.

[0035] Wenn die Temperatur des Bügeleisens noch nicht ausreicht, d.h. das temperatursensitive Material blau bleibt, kann die Bügeleisentemperatur höher eingestellt werden und auf derselben Fläche 9 ein weiterer Test durchgeführt werden. War jedoch die Temperatur des Bügeleisens zu hoch, so dass sich das temperatursensitive Material 10 der Fläche 9, die zu der Beschriftung "Testpuzzle 1" in der Fig. 4 gehört, rot verfärbt hat, so ist die Bügeleisentemperatur herabzuregeln. Nach Erreichen der nunmehr eingestellten Betriebstemperatur kann diese auf ihre Eignung, das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel zu aktivieren, erneut getestet werden, indem das wärmesensitive Material 10 der Fläche 9 gebügelt wird, die zu der Aufschrift "Testpuzzle 2" in der Fig. 4 gehört.

[0036] Wenn das wärmesensitive Material 10 nach einem Bügelvorgang, bei dem eine zu hohe Bügeleisentemperatur festgestellt wird, durch Abkühlung wieder regeneriert, d.h. blau wird, wie es im vorliegenden Ausführungsbeispiel vorgesehen ist, kann auch nach der Feststellung einer zu hohen Bügeleisentemperatur dieselbe Fläche 9 nochmals verwendet werden.

[0037] Sobald nun durch die Grünverfärbung des temperatursensitiven Materials 10 einer Testfläche 9 festgestellt wird, dass das Bügeleisen eine geeignete Temperatur zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels hat, kann die Oberseite der zusammengefügten Zusammensetzspiel- oder Puzzleteile 2 und 2' gebügelt werden. Um eine Beschädigung der Bildschicht 5 durch die Temperatur des Bügeleisens zu vermeiden, kann die Bildschicht 5 mit einer Schutzschicht 11 versehen sein, die beispielsweise aus einem entsprechend temperaturbeständigen Lack besteht.

[0038] Es ist für den Fachmann ohne weiteres verständlich, dass die im Zusammenhang mit dem vorstehenden Ausführungsbeispiel angegebenen Farben lediglich exemplarisch sind. Bei entsprechenden Temperaturtestmitteln hängen die im konkreten Ausführungsfall auftretenden Farben von den verwendeten temperatursensitiven Mitteln und dem Temperaturbereich zur Aktivierung des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers ab.

[0039] Außer der dargestellten Temperaturbestimmungsmethode für das Bügeleisen oder jegliche andere geeignete Einrichtung, um die Wärmeenergie zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers in geeigneter Weise einstellen zu können, können auch andere dem Fachmann bekannte Verfahren und Einrichtungen eingesetzt werden, wie z.B. Temperaturmeßstreifen, einfache Thermometer jeglicher geeigneten Bauart. Es kommt nur darauf an, den Temperaturbereich zu ermitteln und zu bestätigen, in dem das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel aktiviert wird oder ist.

[0040] Durch die Erfindung wird es somit ermöglicht, dass die Zusammensetzteile 2 und 2' an jedem beliebigen Ort zusammengesetzt und auf eine oder die Unterlage 7 geschoben werden können oder direkt auf letzterer zusammengesetzt werden können. Danach kann ein auf diese Weise erhaltenes Bild auf der beliebigen oder der Unterlage 7 fixiert werden, nachdem das Bild entsprechend bezüglich der beliebigen oder der Unterlage 7 ausgerichtet wurde. Beim Fixieren der Zusammensetzteile 2 und 2' auf der beliebigen oder der Unterlage 7 kann es nicht passieren, dass das Adhäsionsmittel zwischen einzelnen Zusammensetzteilen 2 und 2' hindurchtritt und zu unschönen Kleberflecken oder Verklebungen mit der Umgebung führt. Wenn das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel durch die vom Bügeleisen abgegebene Wärme aktiviert wird, wird es flüssig, und verteilt sich zwischen den Zusammensetzteilen 2, 2' und der beliebigen oder der Unterlage 7. Wenn das Bügeln entsprechend einer Spielanweisung für eine ausreichende Zeit durchgeführt wurde, kann es eingestellt werden, so dass das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel danach abkühlen und aushärten kann.

[0041] Durch die vorliegende Erfindung wird sozusagen ein Heißklebeverfahren bei einem Zusammensetzspiel geschaffen, dessen einzelne Zusammensetzteile in bestimmter Anordnung fest mit einer Unterlage verbunden werden sollen. Dadurch läßt sich auf einerseits besonders einfache Weise eine andererseits äußerst dauerhafte Verbindung der Zusammensetzteile 2 und 2' mit der beliebigen oder der Unterlage 7 erreichen.

[0042] Bei Verwendung von Zusammensetzteilen 2, 2', die eine Schicht 6 aus wärmeaktivierbarem Adhäsionsmittel haben, mit einer Unterlage 7, die mit einer Schicht 6' aus wärmeaktivierbarem Adhäsionsmittel versehen ist, kann vorgesehen sein, dass sich die Materialien der Schichten 6 und 6' ein Zweikomponentensystem bilden und sich entsprechend ergänzen.

[0043] Außer einer Erwärmung mittels eines Bügeleisens kann die zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels erforderliche Wärme beispielsweise auch durch Bestrahlen mit einer Lampe, wie insbesondere einer Rotlicht- oder Wärmelampe, durch zeitlich befristetes Einlegen der zusammengesetzten Zusammensetzteile 2 und 2' auf der beliebigen oder der Unterlage 7 in einen entsprechend eingestellten Backofen oder bei geeigneter Wahl des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels auch durch eine Mikrowellenbehandlung erreicht werden. Grundsätzlich kann auch ein solches Adhäsionsmittel vorgesehen sein, dass beispielsweise mittels eines Warm-/Heißluftgebläses, wie eines üblichen Haushaltsföns, aktiviert werden kann; dabei ist jedoch darauf zu achten, dass der Temperaturbereich, innerhalb dem das Adhäsionsmittel aktiviert ist, problemlos durch die Warmluft ausreichend genau bereitgestellt werden kann. Die letztgenannten Wärmezufuhrmöglichkeiten neben dem Bügeleisen sind insbesondere dann von Interesse, wenn es sich beispielsweise bei dem Zusammensetzspiel 1 um ein sog. 3D-Puzzle handelt. Bei einem solchen 3D-Puzzle können die einzelnen Puzzle- oder Zusammensetzteile 2 den in der Fig. 2 gezeigten Aufbau haben, so dass sie durch das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel nach dessen Aktivierung und nachfolgendem Aushärten fest miteinander verbunden sind. Dabei können auch beliebige Zwischenstadien des Aufbaus des Zusammensetzspiels fixiert werden, so dass ein unabsichtliches Auseinanderfallen eines bereits erreichten Zusammensetzgrades sicher gewährleistet werden kann.

[0044] Lediglich als Beispiel wird ein Temperaturbereich von ungefähr 120 °C bis etwa 150 °C zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers angegeben. Im Falle eines herkömmlichen Bügeleisens zur Bereitstellung der entsprechenden Wärmeenergie entspricht dies in der Regel etwa der niedrigsten Betriebsstufe des Bügeleisens. Genaueres ist im Einzelfall durch eine dem Zusammensetzspiel 1 beigefügte Anleitung zu regeln. Auch als exemplarische Angabe ist zu verstehen, dass ein Zuführen der Wärmeenergie beispielsweise von einem Bügeleisen mit einer Temperatur von etwa 120 °C bis ca. 150 °C für ungefähr 60 Sekunden vorzusehen ist. Auch dieser Wert ist den Anwendern für jede konkrete Ausführung des Zusammensetzspiels 1 mittels einer geeigneten Anleitung mitzuteilen, die dem Zusammensetzspiel 1 beizufügen ist.

[0045] Weitere Angaben zur Vorgehensweise beim Befestigen der zusammengesetzten Zusammensetzteile 2, 2' auf einer Unterlage, wie z.B. der Unterlage 7, können sein, wie das beispielsweise verwendete Bügeleisen über die zusammengesetzten Zusammensetzteile 2, 2' bewegt (hin und her, kreisförmig, von der Mitte nach außen, etc.) und/oder darauf aufgedrückt (nicht, schwach, mittelmäßig, stark) werden soll. Der Druck, der beim Bügeln aufgebracht werden kann, stellt einen weiteren Vorteil der Verwendung eines Bügeleisens zum Bereitstellen der zum Aktivieren des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers dar, da durch das Gewicht des Bügeleisens und eventuell zusätzlichen Druck durch den Anwender die zusammengesetzten Zusammensetzteile 2, 2' auf die Unterlage (beispielsweise die Unterlage 7) gedrückt werden, was den Klebeprozeß und damit die möglichst dauerhafte Verbindung der zusammengesetzten Zusammensetzteile 2, 2' mit der Unterlage begünstigt. Schließlich kann im Rahmen der erwähnten Anleitung noch eine Wartezeit nach dem "Aufbügeln" oder anderweitig Erwärmen der Zusammensetzteile 2, 2' auf und/oder mit der Unterlage vorgeschrieben oder empfohlen werden.

[0046] Ein Zusammensetzspiel 1 kann gemäß einer Ausführung auch als Grußgeschenk oder Grußkarte oder Merchandising-Artikel 12 dienen, wie nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 erläutert wird.

[0047] Zunächst wird wenigstens das Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' von einer Person, die das Zusammensetzspiel 1 als Grußgeschenk oder Merchandising-Artikel verschenken will, aus der Verpakkung (nicht gezeigt) des Zusammensetzspiels 1 entnommen. Das Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' ist wesentlich größer als die übrigen Zusammensetz- oder Puzzleteile 2 des Zusammensetzspiels 1 und liegt in der Mitte des letzteren.

[0048] Das Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' kann mit einer persönlichen Widmung, wie beispielsweise dem Namen eines zu Beschenkenden oder einem Gruß versehen werden. Der entsprechende Inhalt der Widmung wird dazu einfach mittels eines Kugelschreibers, Füllers oder Filzstiftes auf den dafür auf dem Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' vorgesehenen Platz eingetragen. Damit die Schrift nicht bezüglich eines Motivs, das auf dem Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' vorgesehen ist, falsch ausgerichtet ist, enthält das Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' eine Ausrichtmarkierung 3, zu der in der Spielanleitung für den Schenkenden angegeben ist, dass sie beispielsweise am dem Schenkenden beim Ausfüllen der Widmung zugewandten unteren Rand des Zusammensetz- oder Puzzleteils 2' sein soll.

[0049] Danach wird das Zusammensetz- oder Puzzleteil 2' mit der persönlichen Widmung wieder in die Verpackung zurückgegeben. Die Verpackung kann zur Vereinfachung eines Versandes Zusammensetzspiels 1 beispielsweise auf dem Postweg über geeignete Verschließeinrichtungen (nicht gezeigt) verfügen, die dem Fachmann ohne weiteres bekannt sind. Als Bestandteil der Erfindung wird angesehen, eine Verpackung eines Zusammensetzspiels 1 mit solchen geeigneten Verschließeinrichtungen zu versehen, nicht aber die Ausgestaltung der letzteren beispielsweise mit Klammern, Klebeverschlüssen zum einmaligen oder mehrmaligen Gebrauch, Klettverschlüssen, Einstecklaschen, Faltungstechniken usw.

[0050] Ebenfalls zur Vereinfachung des Versandes des Zusammensetzspiels 1 kann die Verpackung (nicht gezeigt) selbst zum Aufbringen von Anschriften- und Absenderangaben vorbereitet sein, indem entsprechende Bereiche (nicht gezeigt) auf der Verpackung geeignet gestaltet sind. Zum Versand müssen nur die Bereich mit den entsprechenden Angaben ausgefüllt werden. Als eine weitere Möglichkeit zur Vereinfachung des Versandes des Zusammensetzspiels 1 kann letzteres vorbereitete Aufkleber (nicht gezeigt) für die Anschriften- und Absenderangaben enthält, die im Falle eines Versandes einfach analog zu den Bereichen auf der Verpackung ausgefüllt und danach oder davor auf die Verpackung geklebt werden.

[0051] Die Verpackung kann ein Karton oder aber auch ein tütenartiges Kuvert sein. Der Verkaufsverpackung kann auch neben den bisher behandelten Komponenten des Zusammensetzspiels 1 eine Versandverpackung beiliegen.

[0052] Durch Versand oder direkte Übergabe erhält der Beschenkte das Grußgeschenk oder den Merchandising-Artikel in Form des Zusammensetzspiels 1. Nach dem Öffnen der Verpackung kann der Beschenkte die Zusammensetzteile 2 und 2' des Zusammensetzspiels 1 zusammensetzen und gelangt dadurch zu dem zusammengesetzten Objekt mit einem Motiv mit persönlicher Widmung, wie z.B. einem Geburtstagsgruß, einen Neujahrsgruß oder andere Glückwünsche. Auch der Gruß- oder Wunschgrund kann Bestandteil der ausfüllbaren persönlichen Widmung sein. Um das Grußgeschenk oder den Merchandising-Artikel zur Erinnerung oder aus anderen Gründen im zusammengesetzten Zustand aufbewahren zu können, kann der Beschenkte nun einfach die Fixierung mittels des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers durchführen, wie es bereits weiter oben beschrieben wurde.

[0053] Das Zusammensetzspiel kann jedoch im Rahmen der Erfindung in jeglicher Ausgestaltung gemäß den vorliegenden Unterlagen und insbesondere im Rahmen der Ansprüche als Grußgeschenk oder Merchandising-Artikel gestaltet sein und verwendet werden.

[0054] In der Fig. 5 ist ein wesentlicher Bestandteil noch eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Zusammensetzspiels 1 gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Zusammensetzteil 2', das beispielsweise für eine persönliche Widmung an einen zu Beschenkenden gestaltet sein kann, bereits fest mit der Unterlage 7' verbunden. Die übrigen Zusammensetzteile 2, von denen lediglich drei stellvertretend gezeigt sind, können vom Beschenkten hinzugefügt werden, bis das Zusammensetzspiel 1 vollständig zusammengesetzt ist. Auch bei dieser Ausführung des Zusammensetzspiels 1 können entweder die Zusammensetzteile 2 oder die Unterlage 7' mit der Schicht 6 bzw. 6' aus oder mit wärmeaktivierbarem Adhäsionsmittel oder Kleber versehen sein, oder beide Schichten 6 und 6' sind im Fall z.B. eines Zweikomponentensystems des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels oder Klebers vorgesehen. Das Befestigen der Zusammensetzteile 2 auf der Unterlage 7' erfolgt nach dem vollständigen Zusammensetzen des Zusammensetzspiels 1 auf der Unterlage 7' dann, wie es weiter oben beschrieben wurde.

[0055] Eine weitere Möglichkeit, das Zusammensetzspiel 1 noch attraktiver zu gestalten besteht darin, auf der Unterlage 7 oder 7' bereits ein Motiv aufzudrucken. Dieses Motiv kann dasselbe sein wie dasjenige, das sich aus den Zusammensetzteilen 2 und 2' zusammensetzen läßt, oder aber es kann ein vom Motiv, das sich aus den Zusammensetzteilen 2 und 2' ergibt verschieden sein. Beispielsweise kann bei verschiedenen Motiven jeweils auf der Unterlage und den Zusammensetzteilen 2 und 2' eine Bildgeschichte aus zwei Bildern vorgesehen sein. Im Fall der Unterlage 7' mit dem darauf vorbefestigten Zusammensetzteil 2' paßt der Motivteil des letzteren dann zu beiden Motiven.

[0056] Bei einer weiteren kostengünstigen Variante des Zusammensetzspiels 1 gibt es ein- und zweilagige Teile, die verklebt werden. Im Fall dieses Ausführungsbeispiels geschieht dies jedoch als Selbstklebeversion, so dass eine Wärmeaktivierung, wie beispielsweise mittels eines Bügeleisens entfällt. Die vorliegend erläuterte Variante ist in der Fig. 6 in einer schematischen Schnittansicht gezeigt, in der ferner Herstellungsmaßnahmen eingezeichnet sind.

[0057] Erreicht wird die Selbstklebeeigenschaft durch das zusätzliche Auftragen eines Selbstklebeverbundes aus Papier als Substrat, einer Klebeschicht 6" und einem Silikonpapier als Schutz- oder Abdeckschicht 12. Dieser Verbund wird als Zwischenlage zwischen einem oberen und einem unteren Karton, aus dem die die Zusammensetzteile 2 gefertigt sind, eingeklebt. Durch eine geeignete Stanztechnik, die auch der Fig. 6 zu entnehmen ist, wird erreicht, dass der Spieler, wie auch bei anderen Varianten der Erfindung, zunächst beispielsweise grössere zweilagige Zusammensetzteile 2 zusammensetzt. Die zweilagigen Zusammensetzteile 2 enthalten als obere Lage die Trägerschicht 4, auf deren Oberseite die Bildschicht 5 angebracht ist, und als untere Lage eine Unterlagenschicht 7". Die Unterlagenschicht 7" und die Trägerschicht 4 sind mittels der Klebeschicht 6" fest miteinander verbunden.

[0058] In der oberen Lage oder Trägerschicht 4 ist wenigstens ein Freiraum für mindestens ein weiteres Zusammenstzteil 2. Im Bereich des Freiraums ist die Unterlagenschicht 7" mit dem Selbstklebeverbund aus Papier, Kleber und Silikonpapier als Schutz- oder Abdeckschicht 12 versehen und kann letztere abgezogen werden. Dadurch liegt die Klebeschicht 6" frei und das Zusammenstzteil 2 kann in den Freiraum eingesetzt werden, wobei es durch die Klebeschicht 6" automatisch an die Unterlagenschicht 7" geklebt wird. Damit wird ein fester Verbund aller Zusammensetzteile 2 erreicht.

[0059] Ein Spieler kann somit in Ruhe den Ort, d.h. den Freiraum, für das Zusammenstzteil 2 suchen, dann das Schutzpapier, das die Abdeckschicht 12 für die Klebeschicht 6" in diesem Bereicht darstellt, abziehen und dieses Zusammenstzteil 2 sicher und fest einkleben. Die Möglichkeiten für die Gestaltung des Zusammenstzteils 2 sind dieselben wie jene, die bereits weiter oben erläutert wurden. Beispielsweise kann das Zusammensetzteil 2 für den Freiraum individuell mit Namen oder anderen Angaben versehen werden. Das Zusammensetzspiel 1 kann auch von einem ersten Spieler bis auf das Zusammensetzteil 2 für den Freiraum zusammegesetzt, fixiert und dann an einen zweiten Spieler verschickt werden, der das Zusammensetzspiel 1 komplettiert, indem er den Freiraum mit den entsprechenden Zusammensetzteilen 2 füllt, die automatisch mittels der Kleberschicht 6" fixiert werden. So kann beispielsweise eine Geburtstagskarte besonders attraktiv gestaltet werden, indem sowohl der Schenkende, als auch der Beschenkte Spielspaß haben.

[0060] In der Fig. 6 sind die einzelnen Schichten des Aufbaus des Zusammensetzspiels 1 bezeichnet und darüber hinaus mittls Pfeilen Stanzrichtungen und Stanztiefen bei der Herstellung der Zusammensetzteile 2 und 2" aus einem zunächst einstückigen, zweilagigen Bild gezeigt. Nach dem Stanzen werden die zweilagigen Zusammensetzteile 2 mittels der Klebeschicht 6" hergestellt. In den Bereichen, in denen das Zusammensetzteil 2" später in den Freiraum eingesetzt wereden soll, wird das Schutzpapier als Abdeckschicht 12 auf der Klebeschicht 6" belassen.

[0061] Statt zweilagige Zusammensetzteile 2 zu verwenden, können auch einlagige Zusammensetzteile 2, die aus der Trägerschicht 4 und der Bildschicht 5 bestehen, und eine separate Unterlagenschicht 7 verwendet werden. Die Zusammensetzteile 2 werden dann zunächst zusammengesetzt, bis auf den Freiraum, und werden dann auf eine Klebeschicht 6 oder die Klebeschicht 6" auf der Unterlagenschicht 7 gelegt, wodurch sie mit der Unterlagenschicht 7 fest verbunden werden. Die Zusammensetzteile 2 können auch direkt auf einer Klebeschicht 6 oder der Klebeschicht 6" auf der Unterlagenschicht 7 zusammengesetzt und so auf der Unterlagenschicht 7 fixiert werden. In dem Freiraum verbleibt die Abdeckschicht 12 so lange auf der Klebeschicht 6", bis das/die entsprechende(n) Zusammensetzteil(e) eingesetzt wird/werden.

[0062] Es ist nicht erforderlich, dass die Klebeschicht 6" flächig vorhanden ist oder dass die Abdeck- oder Schutzschicht 12 flächig ablösbar ist. Es genügt beispielsweise, wenn Klebepunkte 13 existieren um jegliche Zusammensetzteile 2 zu fixieren.

[0063] Die Erfindung ist anhand der Ausführungsbeispiele in der Beschreibung und in den Zeichnungen lediglich exemplarisch dargestellt und nicht darauf beschränkt, sondern umfaßt alle Variationen, Modifikationen, Substitutionen und Kombinationen, die der Fachmann den vorliegenden Unterlagen insbesondere im Rahmen der Ansprüche und der allgemeinen Darstellungen in der Einleitung dieser Beschreibung sowie der Beschreibung der Ausführungsbeispiele und deren Darstellungen in der Zeichnung entnehmen und mit seinem fachmännischen Wissen sowie dem Stand der Technik kombinieren kann. Insbesondere sind alle einzelnen Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung und ihrer Ausführungsbeispiele kombinierbar.


Ansprüche

1. Zusammensetzspiel mit Zusammensetzteilen, die zu einem Objekt zusammenfügbar und fixierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzteile (2, 2') mittels eines wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels fixierbar sind.
 
2. Zusammensetzspiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zusammensetzteile (2, 2') flächig sind und eine Oberseite und eine Auflageunterseite aufweisen, und dass das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel auf der Auflageunterseite (Schicht 6) aufgebracht ist, und/oder
dass die Zusammensetzteile (2, 2') flächig sind und eine Oberseite und eine Auflageunterseite aufweisen, dass eine Unterlage (7) enthalten ist, auf die die Zusammensetzteile (2, 2') mit ihrer Auflageunterseite auflegbar sind, und dass das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel auf der Unterlage (7) aufgebracht ist (Schicht 6'),
wobei vorzugsweise die Zusammensetzteile (2, 2') mit Ausnahme des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels und insbesondere die Oberseite der Zusammensetzteile (2, 2') derart wärmebeständig sind/ist, dass sie durch die Wärmeaktivierung des Adhäsionsmittels nicht beeinträchtigt werden, wobei bevorzugt die Oberseite der Zusammensetzteile (2, 2') eine wärmebeständige Schutzschicht (11), insbesondere eine wärmebeständige Lackschicht aufweist.
 
3. Zusammensetzspiel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wärmeaktivierbare Adhäsionsmittel auf die Wärme eine Bügeleisens oder Backofens, insbesondere bei einer niedrigen Temperaturstufe und bevorzugt im Bereich der niedrigsten Temperaturstufe, reagiert, wobei vorzugsweise die zusammengesetzten Zusammensetzteile (2, 2') auf die Unterlage (7) aufbügelbar oder durch Hitzeoder Wärmeeinwirkung im Backofen aufbackbar sind.
 
4. Zusammensetzspiel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Temperaturtestmittel (8) enthalten sind, mittels denen die geeignete Temperatur zur Aktivierung des wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels feststellbar ist,
wobei bevorzugt die Temperaturtestmittel (8) ein Thermometer oder mit temperatursensitivem Material (10) beschichtetes oder getränktes Papier enthalten, wobei vorzugsweise das temperatursensitive Material (10) in Abhängigkeit von der Temperatur eine bestimmte Farbe zeigt, und/oder wobei eine Mehrzahl von mit dem temperatursensitiven Material (10) beschichteten und voneinander getrennten Flächen (9) auf einem Papier oder auf einer entsprechenden Mehrzahl von Papieren vorgesehen ist.
 
5. Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels mit Zusammensetzteilen zum Zusammensetzen zu einem vorgegebenen Objekt, wobei die Zusammensetzteile (2, 2') zu einem Objekt zusammengesetzt und danach mittels eines wärmeaktivierbaren Adhäsionsmittels fixiert werden.
 
6. Verfahren zum Zusammensetzen eines Zusammensetzspiels nach Anspruch 5, mit einem Zusammensetzspiel nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
 
7. Grußgeschenk oder Merchandising-Artikel, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Zusammensetzspiel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 besteht.
 
8. Verwendung eines Zusammensetzspiels nach einem der Ansprüche 1 bis 4 als Grußgeschenk oder Grußkarte oder Merchandising-Artikel.
 




Zeichnung













Recherchenbericht