[0001] Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Bautechnik, insbesondere auf dem
Gebiet der Abdichtung von erdberührten Bauteilen.
[0002] Erdberührte Bauteile sind solche Bauteile eines Baus, welche bei dem fertigen Baukörper
unterhalb der Erdoberfläche liegen. Derartige Bauteile werden gegen Eindringen von
Wasser geschützt. Regelmäßig wird eine Bitumenschicht von außen aufgebracht. Diese
Schutzschicht des Bauteils wird vor dem Verfüllen wenigstens mit einer Noppenbahn,
die auch als Drainagebahn ausgebildet sein kann, abgedeckt. Die Noppenbahn soll verhindern,
dass beim Verfüllen Gegenstände die wasserundurchlässige Schutzschicht durchstoßen
und besteht heutzutage meistens aus einer Kunststoffbahn, die mit einer Vielzahl von
in parallelen Reihen angeordneten Noppen versehen ist. Die Noppen sind in eine wasserundurchlässige
Kunststoffplatte eingestanzt, ohne dass diese hierdurch durchstoßen wird. Zusätzlich
zu der reinen mechanischen Schutzfunktion kann die Noppenbahn auch eine wasserabführende
Funktion haben. Gängige, als Drainagebahnen ausgebildete Noppenbahnen haben eine auf
der Stirnseite der Noppen aufgebrachte Geotextilschicht. Hierdurch wird zwischen der
Geotextilschicht und der Kunststofffolie ein Sickerraum gebildet, in dem seitlich
in Richtung auf die Noppenbahn durch die Geotextilschicht eindringendes Wasser zwischen
den Noppen nach unten versickern kann. Wasserabführende Leitungen am unteren Ende
der Drainagebahn sorgen für die Abfuhr des gesammelten Wassers.
[0003] Im Stand der Technik ist es bekannt, nach Abschluss der Abdichtungsarbeiten und einer
materialspezifischen Wartezeit eine Noppenbahn unmittelbar in Höhe der zukünftig verlaufenden
Geländeoberkante (GOK) anzubringen. Die Bahn wird beispielsweise mit Nägeln oder selbstklebenden
Dübeln befestigt. Auch ist es üblich, die Bahn mit Holzbalken oder Latten abzustützen.
Im Stand der Technik wird die Länge der Bahn derart gewählt, dass sie zunächst weit
oberhalb der zukünftigen Geländeoberkante endet. Nach Verfüllen der Baugrube wird
die Bahn dann unmittelbar über der GOK abgeschnitten und gegebenenfalls mit einer
L-förmigen Leiste abgedeckt. Die vorgenannten Befestigungsmöglichkeiten der Bahn bis
zum endgültigen Verfüllen der Grube haben Nachteile. Beim Befestigen der Schutzbahn
muss der ausführende Arbeiter bei einem Kellergeschoss mit einer Geschosshöhe von
rund 2,50 m über Kopf arbeiten, um die Bahnen sowohl zu halten, als auch festzunageln.
Holzbalken bzw. Latten zum Abstützen der Bahn behindern die Verfüllung und insbesondere
das schichtweise Verdichten der Verfüllung. Im übrigen wirken beim Verfüllen nach
unten gerichtete, bisweilen erhebliche Zugkräfte auf die Bahn, was zum Versagen einer
notdürftig ausgebildeten Halteeinrichtung führen kann. Schließlich verrutscht die
Schutz- bzw. Drainagebahn bei nicht zuverlässiger Halterung und kann nicht in ihre
ursprüngliche Position zurückversetzt werden, ohne das Anfüllmaterial wieder zu entfernen.
[0004] Bei einer punktuellen Belastung im Bereich des oberen Endes durch Nägel oder beispielsweise
selbstklebende Dübel kann ferner nicht verhindert werden, dass sich die Bahn zumindest
abschnittsweise von der Wandung abhebt. Hierdurch kann zwischen den einzelnen Befestigungspunkten
beim Verfüllen Erdreich bzw. bei Mauerarbeiten Mörtel, ferner Schmutz, Schutt, Nägel
und dergleichen zwischen die Bahn und die Wandung gelangen. Die eigentliche Schutzfunktion
der Bahn wird damit unterlaufen. Zwar ist es im Stand der Technik bekannt, die Bahn
nach dem Zuschneiden auf Höhe der GOK abzuschneiden und die so entstandene Kante mit
einer L-förmigen Profilleiste abzudecken. Die Profilleiste wird jedoch regelmäßig
erst nach dem Verfüllen angebracht und kann erst ab diesem Zeitpunkt wirksam werden.
Zu Beachten ist ferner, dass das Anlegen der Bahn von einem anderen Gewerk durchgeführt
wird, als das Abschneiden eines Überstandes der Bahn, das Verfüllen mit Erdreich und
das Anbringen der L-Profilleiste. Erfahrungsgemäß führen auf verschiedene Gewerke
verteilte Verantwortlichkeiten bei Bautätigkeiten nicht zu den gewünschten qualitativ
guten Erfolgen.
[0005] Bei Drainagebahnen ergibt sich zusätzlich das Problem, dass Verschmutzung zwischen
das Geotextilmaterial und die Kunststofffolie gelangen kann, wodurch die Drainagebahn
verstopft und unbrauchbar wird.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebenen Probleme
zu lösen. Der vorliegenden Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine
Lösung bereitzustellen, mit der eine einfache Halterung der Noppenbahn an der Gebäudewandung
erreicht werden kann. Der vorliegenden Erfindung liegt ferner das Problem zugrunde,
eine Bauwerksabdeckung mit einer Noppenbahn anzugeben, bei welcher die Noppenbahn
zuverlässig und sauber gegenüber der Gebäudewandung gehalten ist.
[0007] Zur Lösung des obigen Problems wird mit der vorliegenden Erfindung eine bodenseitige
Profilleiste zur Halterung von einer die äußere Wandung von Gebäuden bis etwa zu ihrer
Gebäudeoberkante schützenden Noppenbahn mit einem ersten Profilabschnitt zur Ausbildung
einer an die Gebäudewandung anlegbaren Anlagefläche, einem an der der Anlagefläche
abgewandten Vorderseite von diesem ersten Profilabschnitt abgehenden zweiten Profilabschnitt
sowie einem mit dem zweiten Profilabschnitt verbundenen in sich im wesentlichen parallel
zu dem ersten Profilabschnitt erstreckenden dritten Profilabschnitt vorgeschlagen,
bei welcher die drei Profilabschnitte eine im wesentlichen U-förmige Aufnahme für
die Noppenbahn ausbilden und die einen endseitig an dem dritten und/oder dem ersten
Profilabschnitt angeordneten, unmittelbar auf die Noppenbahn einwirkenden Befestigungsabschnitt
aufweist.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Profilleiste bilden der erste, der zweite und der dritte
Profilabschnitt eine U-förmige Aufnahme für die Noppenbahn aus. Die erfindungsgemäße
Profilleiste hat ferner einen Befestigungsabschnitt, der an dem dritten und/oder dem
ersten Profilabschnitt angeordnet sein kann und welcher unmittelbar auf die Noppenbahn
einwirkt. Mit anderen Worten ist der Befestigungsabschnitt bei der erfindungsgemäßen
Profilleiste derart ausgestaltet, dass die Noppenbahn unmittelbar in der Profilleiste
gehalten werden kann. Als unmittelbare Halterung im Sinne der vorliegenden Erfindung
wird eine Halterung angesehen, bei der die Noppenbahn nicht mit gesonderten Haltemitteln
versehen werden muss, die mit der erfindungsgemäßen Profilleiste eine formschlüssige
Wirkverbindung eingehen.
[0009] Dementsprechend weist die erfindungsgemäße Profilleiste den Vorteil auf, dass die
Noppenbahn ohne vorherige Vorarbeiten direkt nach der Befestigung der bodenseitigen
Profilleiste an dem Gebäude in die Profilleiste eingeschoben und dort verankert werden
kann.
[0010] Die erfindungsgemäße bodenseitige Profilleiste unterscheidet sich von einer aus der
FR-2 668 190 bekannten Leiste zum Einen dadurch, dass erfindungsgemäß der erste, zweite
und dritte Profilabschnitt eine U-förmige Aufnahme ausbilden. Zwar weist der parallel
zu einer Wandung angeordnete dritte Profilabschnitt bei dem Stand der Technik einen
in Richtung auf die Wandung vorstehenden Befestigungsabschnitt auf, der an der freien
Endseite des dritten Profilabschnittes befestigt ist. Dieser wirkt jedoch nicht unmittelbar
auf eine Schmutzfängerbahn ein. Vielmehr ist an dem oberen Ende der Schmutzfängerbahn
ein Widerhaken befestigt, der mit dem Befestigungsabschnitt verrastet. Insofern weist
die aus der genannten französischen Schrift bekannte Profilleiste den Nachteil auf,
dass die zu befestigende Bahn zunächst dadurch vorbereitet werden muss, dass der Widerhaken
endseitig an der Bahn montiert wird. Erst danach ist es möglich, die Bahn in dem Profil
zu verankern. Da ferner bei der aus der FR-2 668 190 bekannten Profilleiste ein erster
Profilabschnitt fehlt, gleitet die Bahn zusammen mit dem Widerhaken bis zum Verrasten
an der Profilleiste an der Oberfläche der Wandung. Aufgrund von Rauhigkeiten wird
diese Gleitbewegung erschwert.
[0011] Aus der DE-OS-22 44 386 sowie der parallelen französischen Offenlegungsschrift FR-2
193 129 ist eine Wandanschluss-Schiene zur Halterung von dichtenden Einhängen, wie
beispielsweise Folien oder Blechen bekannt. Auch diese vorbekannte Profilleiste erfordert
eine vorherige Vorbereitung des Einhanges. So muss beispielsweise endseitig an de
Einhang ein Einhangkopfprofil befestigt werden, welches den Einhang in der Profilleiste
hält. Im Falle eines aus Blech gebildeten Einhanges ist es alternativ möglich, das
Blech endseitig zur Ausbildung eines Widerhakens zu umbiegen. Die aus diesem Dokument
vorbekannte Profilleiste ist ferner derart ausgestaltet, dass sie sich nicht zur Halterung
von Noppenbahnen eignet. Insbesondere fehlt ein unmittelbar auf die Noppenbahn einwirkender
Befestigungsabschnitt.
[0012] Eine aus der GB-A-2 290 807 vorbekannte Leiste, die mit der Befestigung von wasserführenden
Blechen und betrifft damit ein Hilfsmittel für die regenabweisende Abdeckung von Gebäuden.
Die in diesem Dokument offenbarte Profilleiste eignet sich dementsprechend nicht zum
Einsatz als bodenseitige Profilleiste. Weitere Profilleisten für Dachdeckerarbeiten
sind aus der DE-OS-23 11 046, der US-1,924,008, US-5,357,720 sowie der US-3,793,795
bekannt. Sämtliche vorbekannte Profilleisten eignen sich insbesondere nicht zur Halterung
von Noppenbahnen, welche im wesentlichen unterhalb der Geländeoberkante eines Gebäudes
zum Schutz einer wasserundurchlässigen Schutzschicht vorgesehen werden.
[0013] Während die erfindungsgemäße Profilleiste derart ausgestaltet ist, dass der erste,
zweite und dritte Profilabschnitt in vorgegebener Anordnung zueinander ausgerichtet
sind und beim Einschieben der Noppenbahn nach Art eines Rastmittels vorzugsweise elastisch
federn, um die U-förmige Aufnahme zum Einschieben der Noppenbahn zu vergrößern, offenbaren
die europäischen Patentveröffentlichungen EP-0 666 381 A1 und EP-0 377 376 A1 eine
Profilleiste, bei welcher eine sich im wesentlichen parallel zu der Gebäudewandung
erstreckende Abdeckung über ein Filmscharnier mit dem Rest der Profilleiste verbunden
ist. Die Abdeckung dient lediglich der Kaschierung des oberen Endes einer Schutzfolie.
Sie kann aber nicht die zum Halten der Folie erforderlichen Haltkräfte aufbringen.
Diese Haltekräfte werden vielmehr entweder durch einen Nagel bewirkt, welcher die
Abdeckung sowie einen ersten Profilabschnitt unter Zwischenlage der Folie durchsetzt
(EP-0 666 381 A1) oder aber durch Anlöten einer Schutzbahn an einen wandseitigen Profilabschnitt
(EP-0 377 376 A1).
[0014] Wie sich aus dem Obigen ergibt, kann durch die erfindungsgemäße bodenseitige Profilleiste
eine Noppenbahn vor Verfüllen der Baugrube zuverlässig, jedoch besonders einfach an
dem Bauwerk befestigt werden. Die Profilleiste wird hierzu zunächst mit dem Bauwerk
verbunden, vorzugsweise an einer vertikalen Gebäudewandung. Die erfindungsgemäße Profilleiste
bleibt nach dem Verfüllen der Baugrube mit dem Bauwerk verbunden und dient als dauerhafte
Abschlussleiste in Höhe der Geländeoberkante. Im Gegensatz zu den aus dem Stand der
Technik bekannten Haltemitteln zur Halterung der Noppenbahn beim Verfüllen ist die
erfindungsgemäße Profilleiste dementsprechend als permanentes Bauteil am Gebäude ausgelegt.
Insofern ist es zu bevorzugen, die Länge des zweiten Profilabschnittes und die winkelige
Ausrichtung desselben zu dem ersten und vorzugsweise dem dritten Profilabschnitt derart
zu wählen, dass die Profilleiste als Putzabschlussprofil einsetzbar ist. Vorzugsweise
weist der erfindungsgemäße Profilabschnitt einen den ersten Profilabschnitt über den
zweiten Profilabschnitt verlängernden Montageabschnitt auf, der vorzugsweise derart
ausgestaltet ist, dass sich aufgebrachter Putz an diesem den zweiten Profilabschnitt
überragenden Profilabschnitt verkrallen kann. Hierzu weist der Montageabschnitt jedenfalls
an seiner nach außen gerichteten Oberfläche vorzugsweise eine gestanzte, gelochte
oder gegebenenfalls gesandstrahlte Oberfläche auf. Die erfindungsgemäße Profilleiste
hat bei dieser bevorzugten Ausgestaltung nach Anbringung an das Bauwerk zwei Funktionen:
Zum Einen hält und stützt die Profilleiste die Schutzbahn; zum Anderen gibt sie die
Stärke der aufzubringenden Putzschicht vor und schließt die Putzschicht nach unten
sauber ab. An dem Gebäude ergibt sich ein sauberer Übergang zwischen dem oberhalb
der Geländeoberkante befindlichen Putz und dem darunter liegenden Teil des Gebäudes.
Eventuelle Höhendifferenzen beim Anschütten und Verfüllen der Baugrube werden durch
die Längserstreckung des dritten Profilabschnittes ausgeglichen. Die Geländeoberkante
befindet sich mit anderen Worten jeweils leicht oberhalb der Unterkante des dritten
Profilabschnittes.
[0015] Im Hinblick auf die Verwendung von Drainagebahnen, d.h. Noppenbahnen, auf deren Noppenoberseite
eine Geotextilschicht aufgebracht ist, ist es zu bevorzugen, den zweiten Profilabschnitt
als durchgehende, sich zwischen dem ersten und dem dritten Profilabschnitt erstreckende
Stirnabdeckfläche auszubilden. Durch diese Stirnabdeckfläche wird die Stirnseite der
von der Profilleiste gehaltenen Noppenbahn abgedeckt. Ein Einbringen von Schmutz zwischen
die Geotextilschicht und die Kunststofffolie wird verhindert. Im Falle einer Noppenbahn
ohne Geotextilschicht verhindert ein entsprechend ausgebildeter zweiter Profilabschnitt
das Eindringen von Verschmutzung zwischen der Bahn und der Gebäudewandung, beispielsweise
beim Verfüllen oder späteren Verputzen und bei Arbeiten an über der Wandung liegenden
Geschossen.
[0016] Aus gleichem Grund ist es zu bevorzugen, den dritten Profilabschnitt als eine durchgehende
Stirnabdeckfläche für die endseitige Seitenfläche der in der Profilleiste gehaltenen
Noppenbahn auszubilden. Insbesondere bei Verwendung von scharfkantigen Zähnen zur
Halterung der Drainagebahn in der Profilleiste ist es nicht auszuschließen, dass die
Geotextilschicht verletzt wird. Sofern der dritte Profilabschnitt eine zumindest den
Befestigungsabschnitt abdeckende Seitenabdeckfläche aufweist, wird ein Eindringen
von Schmutz zwischen die Geotextilbahn und die Kunststofffolie sicher verhindert.
[0017] Der Befestigungsabschnitt ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass er eine lösbare
Befestigung der Noppenbahn in der Profilleiste ermöglicht. Es kann nämlich beim Verfüllen
und beim nachfolgenden Verdichten der Baugrube nicht vollkommen ausgeschlossen werden,
dass die Noppenbahn verletzt wird. Dann gewährleistet nur ein Austausch der defekten
Bahn einen sicheren Schutz bzw. eine zuverlässige Drainage. Bei einer bevorzugten
Weiterbildung wird eine derartige lösbare Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt
und der Noppenbahn dadurch gebildet, dass der dritte Profilabschnitt elastisch gegenüber
der Wandung bzw. dem ersten Profilabschnitt nach außen verschwenkbar ist. Durch Verschwenken
des dritten Profilabschnittes wird die U-förmige Aufnahme vergrößert, d.h. die sich
gegenüberliegenden ersten und dritten Profilabschnitte werden zumindest in dem Bereich
einer Einschuböffnung der U-förmigen Aufnahme derart elastisch voneinander entfernt,
dass der Abstand der beiden Profilabschnitte zueinander größer als die Stärke der
Noppenbahn wird. Die Noppenbahn lässt sich in dieser Stellung problemlos aus der Profilleiste
herausziehen.
[0018] Der Befestigungsabschnitt kann bei der erfindungsgemäßen bodenseitigen Profilleiste
in Längsrichtung der Profilleiste unveränderlich ausgebildet sein. Mit anderen Worten
hat die Profilleiste an jedem beliebigen Schnitt in ihrer Längsrichtung bei dieser
Ausgestaltung eine identische Querschnittsform. Alternativ kann der Befestigungsabschnitt
auch mehrere in Profillängsrichtung hintereinander angeordnete, spitz zulaufende Halteecken
aufweisen. Die Halteecken sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass die Noppenbahn
bei einer nach unten gerichteten Auszugskraft von den Halteecken aufgeschnitten werden,
wodurch eine innige Verbindung zwischen der Noppenbahn und der bodenseitigen Profilleiste
erzeugt werden kann. Der Befestigungsabschnitt kann einstückig an der erfindungsgemäßen
bodenseitigen Profilleiste vorgesehen sein. Alternativ ist es möglich, den Befestigungsabschnitt
an einem separaten Bauteil vorzusehen, welches beispielsweise mittels Verrasten bei
der Herstellung der Profilleiste mit dieser verbunden wird. Bei dieser Ausgestaltung
ist es möglich, die ersten bis dritten Profilabschnitte aus einem ersten Material,
beispielsweise als extrudiertes Kunststoffprofil herzustellen, wohingegen der Befestigungsabschnitt
aus einem gebogenen, gegebenenfalls gezackten Blech ausgebildet ist.
[0019] Im Hinblick auf eine einfache Montage der Noppenbahn ist es weiterhin zu bevorzugen,
den Befestigungsabschnitt derart auszubilden, dass die Einschuböffnung der U-förmigen
Aufnahme trichterförmig durch den Befestigungsabschnitt verengt wird. Ein in der Baugrube
stehender Bauarbeiter kann die Noppenbahn aufgrund der trichterförmigen Einschuböffnung
zuverlässig unterhalb der Profilleiste positionieren. Die Steifigkeit der Bahn erlaubt
das Einschieben derselben, selbst dann, wenn die Bahn nicht unmittelbar unterhalb
ihres oberen Endes gefasst wird. Beim nachfolgenden Einschieben der Bahn in die U-förmige
Aufnahme dient der erste Profilabschnitt als Gleitfläche.
[0020] Die trichterförmige Einschuböffnung wird vorzugsweise dadurch vergrößert, dass der
Befestigungsabschnitt den dritten Profilabschnitt nach vorne verlängernd ausgebildet
ist. Bei dieser bevorzugten Ausgestaltung ist der Befestigungsabschnitt vorzugsweise
an dem unteren, freien Ende des dritten Profilabschnittes befestigt und verlängert
sich nach außen über die äußere Abdeckseite des dritten Profilabschnittes. Durch diese
einfache Maßnahme wird die trichterförmige Einschuböffnung vergrößert, wodurch das
Einschieben der Noppenbahn in die U-förmige Aufnahme erleichtert wird.
[0021] Eine besonders einfache Montage der erfindungsgemäßen Profilleiste wird gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung dadurch geschaffen, dass eine
sich im wesentlichen rechtwinkelig zu dem ersten Profilabschnitt erstreckende Haltefläche
vorgesehen ist, die an der Rückseite, d.h. den ersten Profilabschnitt wandseitig überragend
vorgesehen ist. Vor dem Aufmauern einer Wand kann die Profilleiste mit dieser Haltefläche
an das Kellergeschoss aufgelegt werden. Die Profilleiste wird dann beim Mauern des
nächsten Geschosses in das Bauwerk eingebunden. Die Haltefläche kann hierzu eine Lochung
zum Einbringen von Dübeln an einer beliebigen Stelle aufweisen. Zu diesem Zweck ist
die Haltefläche vorzugsweise durch eine Vielzahl von Löchern durchsetzt. Alternativ
können auch einige wenige Montagelöcher in diskreten Abständen in Längsrichtung des
Profilabschnittes entweder an der Haltefläche oder an dem Befestigungsabschnitt vorgesehen
sein. Durch diese Löcher wird dem Benutzer jeweils eine Stelle vorgegeben, an welcher
er die Profilleiste über die Haltefläche bzw. dem Befestigungsabschnitt zu befestigen
hat.
[0022] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Profilleiste sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0023] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen
Profilleiste in Verbindung mit der Zeichnung. In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- eine Seitenansicht auf das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
- Figur 4
- eine Seitenansicht durch das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel;
- Figur 5
- eine Seitenansicht einer gegenüber Figur 4 abgewandelten Ausführungsform;
- Figur 6a
- eine Seitenansicht eines gegenüber dem in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiels abgewandelten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 6b-d
- das in Figur 6a gezeigte Ausführungsbeispiel beim Einführen einer Drainagebahn;
- Figur 7
- ein gegenüber dem in Figuren 4 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel abgewandeltes
weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Profilleiste;
- Figur 8
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Profilleiste;
- Figur 9
- ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Profilleiste; und
- Figur 10
- das in Figur 9 gezeigte Ausführungsbeispiel mit einer in die Profilleiste eingebrachten
Noppenbahn.
[0024] In Figur 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Profilleiste
gezeigt. Gezeigt ist ein Längenabschnitt der Profilleiste. Die Profilleiste hat einen
ersten Profilabschnitt 2, der an seiner einer nicht dargestellten Wandung zugewandten
Rückseite eine Anlagefläche 4 ausbildet. An der Vorderseite des ersten Profilabschnittes
2 ist ein zweiter Profilabschnitt 6 angeordnet, der sich im wesentlichen rechtwinklig
von dem ersten Profilabschnitt erstreckt. Hierdurch wird oberhalb des zweiten Profilabschnittes
6 an dem ersten Profilabschnitt 2 ein Montageabschnitt 8 ausgebildet, der vorliegend
mehrere in Profillängenrichtung hintereinander angeordnete Bohrungen 10 zur Befestigung
der Profilleiste an einem Bauteil aufweist.
[0025] Unterhalb des Montageabschnittes 8 erstreckt sich im wesentlichen parallel zu dem
ersten Profilabschnitt 2, d.h. im wesentlichen rechtwinklig zu dem zweiten Profilabschnitt
6 ein dritter Profilabschnitt 12. Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Profilleiste
besteht aus einem gekanteten Blech und hat einen Befestigungsabschnitt, der vorliegend
durch zwei nach innen umbogene Laschen 14a, 14b gebildet ist. Aus dem durchgehenden
Blechstreifen des dritten Profilabschnitts 12 sind hierfür nach unten offene U-förmige
Schlitze, vorzugsweise durch Stanzen ausgebildet. Die Laschen 14a, 14b sind an ihrem
dem ersten Profilabschnitt 2 zugewandten Ende nach innen, d.h. zu dem ersten Profilabschnitt
2 hin umbogen und im unteren Bereich des dritten Profilabschnittes weiterhin mit dem
Blechmaterial verbunden. Unmittelbar unterhalb der Verbindung zwischen den Laschen
14a, 14b und dem dritten Profilabschnitt 12 ist durch Umbiegen des freien Endes des
dritten Profilabschnittes 12 ein Führungsabschnitt 16 gebildet. Dieser Führungsabschnitt
16 ist einteilig mit den Laschen 14a, 14b und dem dritten Profilabschnitt 12. Der
Führungsabschnitt 16 dient vorliegend aufgrund seines nach außen gebogenen Verlaufes
der Verlängerung einer durch die Laschen 14a, 14b gebildeten trichterförmig verengten
Einschuböffnung 18 zwischen dem ersten und dem dritten Profilabschnitt 2; 12. Durch
diese Einschuböffnung 18 kann bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Noppenbahn
in eine durch die drei Profilabschnitte 2, 6, 12 gebildete U-förmige Aufnahme 19 eingeschoben
werden.
[0026] Das in den Figuren 1 und 2 gezeigte Ausführungsbeispiel wird durch die Bohrungen
10 an der Wandung eines Gebäudes befestigt. Danach wird von unten eine hier nicht
dargestellte Drainage- oder Noppenbahn in die U-förmige Aufnahme 19 durch die Einschuböffnung
18 eingeschoben. Die Noppenbahn liegt dabei zunächst an dem ersten Profilabschnitt
an und gleitet an dieser ab. Mit weiterer Vorschubbewegung in Richtung auf die Einschuböffnung
18 gleitet die Noppenbahn gegen die inwärtige Seite des Führungsabschnittes 16 und
verschwenkt hierdurch den dritten Profilabschnitt 12 gegenüber dem ersten Profilabschnitt
2. Bei Fortschreiten der Einschubbewegung der Noppenbahn in die U-förmige Aufnahme
19 werden die Laschen 14a, 14b gleichfalls in Richtung auf den dritten Profilabschnitt
12 umbogen und geben den Durchgang zu der U-förmigen Aufnahme 19 frei. Die Noppenbahn
schlägt schließlich mit ihrer Stirnseite gegen die Innenseite des zweiten Profilabschnitts
2. Der dritte Profilabschnitt 12 wird aufgrund der elastischen Verformung dauerhaft
zumindest mit seinen Laschen 14a, 14b gegen die Vorderseite der Noppenbahn gedrückt.
Wirkt eine nach unten gerichtete Zugkraftgegen die Noppenbahn, so verhaken sich die
Laschen 14a, 14b mit ihren spitz zulaufenden vorderen Halteecken 20a in der Noppenbahn.
Aufgrund der elastischen Vorspannung der Blechstreifen, insbesondere der Laschen 14a,
14b wirkt die Profilleiste somit selbsthemmend gegenüber einer nach unten gerichteten
Auszugskraft der Noppenbahn.
[0027] Sollte es vorkommen, dass eine schadhafte, in die U-förmige Aufnahme 19 eingesetzte
Noppenbahn entfernt werden muss, so kann der Benutzer gegen das freie Ende des dritten
Profilabschnittes 12, d.h. gegen den Führungsabschnitt 16 drücken, um den dritten
Profilabschnitt 12 von dem ersten Profilabschnitt 2 mittels Verschwenken zu beabstanden.
[0028] In den Figuren 3 und 4 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel gezeigt. Gleiche
Teile sind gegenüber dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 und 2 mit gleichen Bezugsziffern
versehen. Das in den Figuren 3 und 4 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
zum einen von dem Vorherigen dadurch, dass an dem Führungsabschnitt 16 ein den Befestigungsabschnitt
des Profils ausbildender gezahnter Blechstreifen 22 mittels Löten befestigt ist. Weiterhin
befindet sich an dem oberen Ende des ersten Profilabschnittes 2 eine von der Anlagefläche
4 rückwärtig abgehende Haltefläche 24. Mit der Haltefläche 24 wird die Profilleiste
beispielsweise auf eine Mauerkrone aufgelegt, gegebenenfalls durch Dübel, die hier
nicht dargestellt und an der Haltefläche 24 ausgebildete Ausnehmungen eingreifen,
befestigt, um die Profilleiste zu montieren und fixieren.
[0029] Der Blechstreifen 22 weist an seinem vorderen Ende eine gezackte Struktur auf. Diese
kann V-förmig, wellen- oder zinnenförmig ausgebildet sein. Im Belieben des Fachmannes
stehen sämtliche Ausgestaltungen, bei denen ein Blechstreifen 22 vorgesehen ist, der
an der Rückseite des dritten Profilabschnittes 12 angeordnet und im wesentlichen schräg
auf den zweiten Profilabschnitt 6 hin geneigt ist. An dem wandseitigen Ende dieses
Blechstreifens 22 sind scharfkantige Zähne 20b ausgebildet, welche sich in der Oberfläche
der Bahn einschneiden.
[0030] In Figur 5 ist eine Querschnittsdarstellung eines alternativen Ausführungsbeispiels
gezeigt. Bei diesem alternativen Ausführungsbeispiel ist der Befestigungsabschnitt
durch ein Rastteil 26 ausgebildet, welches mit dem freien unteren Ende des dritten
Profilabschnittes 12, genauer gesagt mit dem freien Ende des Führungsabschnittes 16
verbunden ist. Das Rastteil 26 besteht aus einem umbogenen Blechstreifen, dessen befestigungsseitiges
Ende C-förmig ausläuft. Das freie Ende 28 dieses C-Abschnittes erstreckt sich im wesentlichen
rechtwinklig zu dem Blech des Befestigungsabschnittes 16. Dieser wiederum ist an seinem
freien Ende spitz zulaufend ausgebildet und hat eine Rampe 29, deren Rückseite von
dem C-förmigen Ende des Blechstreifens 22 umgriffen wird. Durch diese Ausgestaltung
ist eine einfache und ohne Werkzeuge herstellbare Rastverbindung geschaffen.
[0031] Das Einbringen und Haltern einer Bahn in die in den Figuren 3 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiele
der Profilleisten erfolgt in gleicher Weise, wie dies vorstehend unter Verweis auf
die Figuren 1 und 2 beschrieben worden ist.
[0032] Bei dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel kann der Blechstreifen 22 auf einen
ersten, zweiten und dritten Profilabschnitt 2, 6, 12 umfassenden Profilgrundkörper
aus Kunststoff aufgeschoben sein. Soweit die Profilleiste aus Metall ausgeformt wird,
ist Edelstahl oder Aluminium zu bevorzugen. Im Hinblick auf einen möglichst guten
Anschluss bei eventuellen bodenseitigen Anschlussarbeiten ist es weiterhin zu bevorzugen,
die Profilleiste aus Zinkblech oder verzinktem Blech herzustellen.
[0033] Die Länge des zweiten Profilabschnitts 6 ist derart gewählt, dass zumindest die Noppenbahn
in der Profilleiste aufgenommen werden kann. Darüber hinaus kann der zweite Profilabschnitt
2 als Putzleiste ausgebildet sein. Auch ist es möglich, den zweiten Profilabschnitt
im Hinblick auf einer wasserabweisende Funktion spezifisch auszubilden. In diesem
Fall übernimmt der Profilabschnitt gleichzeitig die Funktion einer Tropfkante.
[0034] In Figur 6a ist eine Abwandlung des in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiels gezeigt.
Gleiche Teile sind auch hier - wie auch bei den übrigen in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen
- mit den gleichen Bezugszeichen, wie in den Figuren 1 und 2 versehen. Das in Figur
6a gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich im wesentlichen von dem in Figur
4 gezeigten Ausführungsbeispiel dadurch, dass der Befestigungsabschnitt 30 einstückig
an dem Führungsabschnitt 16 angeformt ist.
[0035] Das in Figur 6a gezeigte Ausführungsbeispiel der Profilleiste ist aus gebogenem Blech
gebildet. Der dritte Profilabschnitt 12 ist zunächst zur Ausbildung des Führungsabschnittes
16 nach außen umbogen. Von dem unteren, freien Ende des Führungsabschnittes 16 erstreckt
sich der Befestigungsabschnitt 30 schräg in Richtung auf die U-förmige Aufnahme und
verlängert sich über die Innenseite des dritten Profilabschnittes 12, die Einschuböffnung
18 trichterförmig verjüngend und bildet stirnseitig eine Rastkante 31 aus. Das Blechmaterial
des Profils liegt also endseitig des dritten Profilabschnittes doppelwandig.
[0036] Doppelwandig liegt das Blechmaterial auch im Bereich des Montageabschnittes 8, welcher
- wie der vorher beschriebene Montageabschnitt - Bohrungen zur Befestigung der Profilleiste
an einer Gebäudewandung aufweist.
[0037] Im Hinblick auf eine möglichst gute Wetterbeständigkeit ist das die Profilleiste
bildende Blech vorzugsweise ein verzinktes Blech oder aber ein Edelstahlblech. Das
Blech hat vorzugsweise eine derartige Wandstärke, dass die Einschuböffnung 18 durch
Verschwenken des dritten Profilabschnittes 12 gegenüber einem an einer Gebäudewandung
befestigten ersten Profilabschnitt 2 geweitet werden kann. Hierbei bleibt die im wesentlichen
rechtwinklige Ausrichtung zwischen dem zweiten Profilabschnitt und dem dritten Profilabschnitt
12 erhalten, wohingegen die sich im wesentlichen parallel erstreckenden doppellagigen
Blechbahnen im Bereich des Montageabschnittes 8 ein wenig öffnen.
[0038] In den Figuren 6b bis 6d ist das Einführen einer Drainagebahn 42 gezeigt. Die Drainagebahn
42 hat eine Kunststofffolie 44, in welche Noppen 46 eingestanzt sind. Die Noppen 46
verlaufen jeweils in Reihen parallel zu der axialen Erstreckung der Profilleiste.
Die Drainagebahn 42 weist ferner eine von den Noppen 46 mit Abstand zu der Kunststorffolie
44 gehaltene Geotextilschicht 48 auf. Zwischen zwei benachbarten Reihen von Noppen
46 ist die Geotextilschicht 48 vor dem Einführen in die Profilleiste mit einem Schlitz
50 versehen worden. Ein hierfür in die Geotextilbahn eingebrachtes Messer wird beim
Ausbilden des Schlitzes 50 durch die benachbarten Reihen der Noppen 46 geführt.
[0039] Beim Einführen der Drainagebahn 42 in die Profilleiste durch die Einschuböffnung
18 stößt die Drainagebahn 42 zunächst mit ihrer Oberkante gegen den Führungsabschnitt
16 und gleitet an diesem ab, wobei hierdurch die durch das Profilteil gebildete Ausnehmung
19 geöffnet wird, d.h. das Profil wird gespreizt. Beim fortschreitenden Einschieben
der Drainagebahn 42 in die Profilleiste bleiben die hierbei bewirkten elastischen
Rückstellungskräfte erhalten. Sobald der Schlitz 50 die Rastkante 31 des Befestigungsabschnittes
30 passiert, stellt sich der Profilabschnitt elastisch zurück, d.h. das Raststück
31 tritt in den unterhalb des Schlitzes 50 gebildeten Zwischenraum zwischen einander
gegenüberliegenden Reihen von Noppen 46 ein und verrastet gegen den Fuß der Noppen
46 der oberhalb des Schlitzes 50 liegenden Noppenreihe. Sollte jedoch die Drainagebahn
42 mit ihrem Schlitz 50 die Rastkante 31 des Befestigungsabschnittes 30 passieren,
so findet die Einschubbewegung der Drainagebahn 42 in die Profilleiste ihr Ende, wenn
die Oberkante der Drainagebahn 42 gegen die Innenkante des zweiten Profilabschnittes
6 stößt. Spätestens bei einer dem Einschieben entgegengesetzten Abzugsbewegung wird
die Rastkante 31 durch den Schlitz 50 hindurchtreten und gegenüber der entsprechenden
Noppenreihe verrasten.
[0040] Eine derart mit der Profilleiste verrastete Drainagebahn 42 kann in axialer Richtung
der Profilleiste ohne Weiteres verschoben werden, da die Profilleiste keine Halteecken,
Zähne oder dergleichen aufweist, welche die Beweglichkeit der Drainagebahn 42 in Längsrichtung
der Profilleiste behindern. Dementsprechend können die Dränagebahnen zunächst mit
Abstand zu der Stoßkante der jeweils vorher befestigten Bahn eingeführt und dann in
Längsrichtung der Profilleiste solange verschoben werden, bis die Seitenkanten benachbarter
Bahnen aneinander stoßen. Aufgrund der Verrastung des Rastkante 31 gegenüber einer
Reihe von Noppen 46 verlaufen die Längsseiten benachbarter Bahnen parallel zueinander.
Die Bahnen können somit ohne Überlappung nahezu spaltfrei nebeneinander zur Anlage
gebracht werden.
[0041] Wie den Figuren 6a bis 6d zu entnehmen ist, hat die Rastkante 31 einen lotrechten
Abstand A von dem ersten Profilabschnitt 2, welcher geringer als die Stärke S der
Drainagebahn 42 ist, so dass die Rastkante 31 beim Einschieben der Drainagebahn 42
in die U-förmige Aufnahme 19 durch die elastische Vorspannung der Profilleiste in
die Zwischenräume benachbarter Noppen 46 gedrängt wird. Die Rastkante 31 kann unter
Zwischenlage der Geotextilschicht 48 an einer Reihe von Noppen 46 anliegen. Dementsprechend
kann mitunter darauf verzichtet werden, vor dem Einschieben der Drainagebahn 42 einen
Schlitz 50 auszubilden. Die Geotextilschicht 48 kann durch die elastischen Rückstellkräfte
der Profilleiste regelmäßig so weit gedehnt bzw. gegenüber den Stirnseiten der Noppen
46 verschoben werden, dass ein formschlüssiges Anliegen der Rastkante 31 mitunter
auch unter Zwischenlage der Geotextilschicht 48 möglich ist.
[0042] Bei dem in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispiel wird auf den separaten, den dritten
Profilabschnitt nach vorne überragenden Führungsabschnitt verzichtet. Der dritte Profilabschnitt
12 ist gegenüber dem ersten Profilabschnitt 2 nach außen geneigt. Die trichterförmige
Einschuböffnung 18 wird zwischen der unteren Kante des dritten Profilabschnittes 12
und der Innenfläche des zweiten Profilabschnittes 2 gebildet und durch den unmittelbar
an den dritten Profilabschnitt 12 anschließenden Befestigungsabschnitt 30 trichterförmig
verjüngt. Die Rastkante 31 auch dieses Profilabschnittes 30 hat einen lotrechten Abstand
A von dem ersten Profilabschnitt 2, welcher geringer als die Stärke S der einzuführenden
Noppenbahn (mit oder ohne Geotextilschicht) ist.
[0043] Bei dem in Figur 8 dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken sich der erste und
der dritte Profilabschnitt 2, 12 in etwa parallel zueinander. Der Befestigungsabschnitt
30 ist an dem unteren Ende des ersten Profilabschnittes 2 angeordnet und erstreckt
sich die Einschuböffnung 18 verjüngend in Richtung auf den dritten Profilabschnitt
12. Dieser dritte Profilabschnitt 12 überragt zumindest die Rastkante 31 nach unten.
Dementsprechend wird die maximale Einschuböffnung zwischen der Unterkante des ersten
Profilabschnittes 2 und der Unterkante des dritten Profilabschnittes 12 gebildet und
durch den Befestigungsabschnitt 30 vorliegend in Richtung auf den dritten Profilabschnitt
12 verjüngt.
[0044] In Figur 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Profilleiste
gezeigt, bei welcher die Einschuböffnung 18 unterhalb des dritten Profilabschnittes
12 und zwischen dem freien Ende des dritten Profilabschnittes 12 und einem endseitig
an dem ersten Profilabschnitt 2 angeordneten Befestigungsabschnitt 30 ausgespart ist.
Die Einschuböffnung 18 öffnet sich seitlich zu der Vorderseite des Profils. Auch hier
hat die Rastkante 31 des Befestigungsabschnittes 30 einen lotrechten Abstand A vorliegend
zu dem dritten Profilabschnitt 12, welcher geringer als die Stärke S der einzuschiebenden
Noppenbahn ist. Der Abstand zwischen dem die Rastkante 31 ausbildenden freien Ende
des Befestigungsabschnittes 30 und der Unterkante des dritten Profilabschnittes 12
in einer Richtung parallel zu dem ersten Profilabschnitt 2 entspricht in etwa der
Breite B eines Noppenfußes der Noppenbahn (vgl. Figur 10). Der Befestigungsabschnitt
30 überragt ferner bei diesem Ausführungsbeispiel den ersten Profilabschnitt in etwa
um die Höhe H, welche den Abstand der Stirnseite der Noppen 46 zu der noppenseitigen
Oberfläche der Kunststofffolie wiedergibt.
[0045] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Noppenbahn durch die sich seitlich öffnende
Einschuböffnung 18 eingeführt, und zwar regelmäßig so weit, bis die Oberkante der
Noppenbahn 42 gegen die Innenseite des zweiten Profilabschnittes 6 stößt. Die Noppenbahn
42 wird nun losgelassen und hängt sich unterhalb der Profilleiste aus. Hierdurch wird
die in Figur 10 gezeigte Verankerung der Noppenbahn 42 an der Profilleiste bewirkt,
bei welcher eine Reihe von Noppen 46 mit ihrem Fuß gegen die Rastkante 31 anliegen.
[0046] Die in den Figuren 8 bis 10 gezeigten Ausführungsbeispiele eignen sich insbesondere
zu einer Anordnung der Noppenbahn derart, dass die Noppen 46 zwischen der Kunststofffolie
48 und der Gebäudewandung angeordnet sind. Demgegenüber eignen sich die in Figuren
1 bis 7 gezeigten Ausführungsbeispiele zu einer Anordnung der Noppenbahn 42 derart,
dass die Kunststofffolie flächenbündig an dem ersten Profilabschnitt anliegt.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 2
- erster Profilabschnitt
- 4
- Anlagefläche
- 6
- zweiter Profilabschnitt
- 8
- Montageabschnitt
- 10
- Bohrung
- 12
- dritter Profilabschnitt
- 14a
- Lasche
- 14b
- Lasche
- 16
- Führungsabschnitt
- 18
- Einschuböffnung
- 19
- U-förmige Aufnahme
- 20a
- Halteecken
- 20b
- Zähne
- 22
- Blechstreifen
- 24
- Haltefläche
- 26
- Rastteil
- 28
- freies Ende
- 29
- Rampe
- 30
- Befestigungsabschnitt
- 31
- Rastkante
- 42
- Drainagebahn/Noppenbahn
- 44
- Kunststofffolie
- 46
- Noppe
- 48
- Geotextilschicht
- 50
- Schlitz
- A
- lotrechter Abstand zwischen ersten Profilabschnitt und Rastkante
- S
- Stärke der Noppenbahn
- B
- Breite des Noppenfußes
1. Bodenseitige Profilleiste zur Halterung von einer die äußere Wandung von Gebäuden
bis etwa zu ihrer Geländeoberkante schützenden Noppenbahnen (42) mit
einem ersten Profilabschnitt (2) zur Ausbildung einer an die Gebäudewandung anlegbaren
Anlagefläche (4),
einem an der der Anlagefläche (4) abgewandten Vorderseite von diesem ersten Profilabschnitt
(2) abgehenden zweiten Profilabschnitt (6)
sowie einem mit dem zweiten Profilabschnitt (6) verbundenen und sich im wesentlichen
parallel zu dem ersten Profilabschnitt (2) erstreckenden dritten Profilabschnitt (12);
bei welcher die drei Profilabschnitte (2, 6, 12) eine im wesentlichen U-förmige Aufnahme
(19) für die Noppenbahn (42) ausbilden und
einem endseitig an dem dritten und/oder dem ersten Profilabschnitt (2, 12) angeordneten,
unmittelbar auf die Noppenbahn (42) einwirkenden Befestigungsabschnitt (14, 22, 30).
2. Bodenseitige Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Befestigungsabschnittes (14, 22, 30) einen Abstand (A) zu dem
gegenüberliegenden Profilabschnitt (2, 12) hat, der geringer als die Stärke (S) der
Noppenbahn (42) ist.
3. Bodenseitige Profilleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (14, 22, 30) eine Einschuböffnung (18) der U-förmigen Aufnahme
(19) trichterförmig verengend angeordnet ist.
4. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (14, 22, 30) an seinem freien Ende eine Haltekante (31)
aufweist, die derart ausgebildet ist, dass sie nach Art eines Rastmittels zwischen
benachbarte Noppen (46) der Noppenbahn (42) zur Wirkanlage bringbar ist.
5. Bodenseitige Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (14) mehrere in Profillängsrichtung hintereinander angeordnete
spitz zulaufende Halteecken (20) aufweist.
6. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (14, 22, 30) den dritten Profilabschnitt (12) nach vorne
verlängernd ausgebildet ist.
7. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (30) an dem ersten Profilabschnitt (2) angeordnet ist und
dass der dritte Profilabschnitt (12) den Befestigungsabschnitt (30) überdeckt
8. Bodenseitige Profilleiste nach einem vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilabschnitt (2) über die Einschuböffnung (18) hinaus verlängert ist.
9. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderseite des ersten Profilabschnittes (2) eine ebene Gleitfläche aufweist.
10. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des zweiten Profilabschnittes (6) derart ist, dass die Profilleiste als
Putzabschlussprofil ausgebildet ist.
11. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilleiste als extrudiertes Kunststoffprofil ausgebildet ist.
12. Bodenseitige Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, durch gekennzeichnet, dass die Profilleiste aus gekantetem Blech gebildet ist.
13. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Profilabschnitt (12) elastisch gegenüber der Wandung bzw. dem ersten Profilabschnitt
(2) nach außen verschwenkbar ist.
14. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche gekennzeichnet durch eine sich im wesentlichen rechtwinklig zu dem ersten Profilabschnitt (2) erstreckende,
auf der Rückseite angeordnete Haltefläche (24).
15. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche gekennzeichnet durch einen den ersten Profilabschnitt (2) über den zweiten Profilabschnitt (6) verlängernden
Montageabschnitt (8).
16. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Montageabschnitt (8) wenigstens eine Bohrung (10) ausgespart ist.
17. Bodenseitige Profilleiste nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschuböffnung unterhalb des dritten Profilabschnittes (12) zwischen dem freien
Ende des dritten Profilabschnittes (12) und dem Befestigungsabschnitt (30) sich zu
der Vorderseite des Profils öffnend vorgesehen ist.
18. Bodenseitige Profilleiste nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Profilabschnitt (2) über den dritten Profilabschnitt (12) verlängert ist
und dass der Befestigungsabschnitt (30) an einem unteren freien Ende des ersten Profilabschnittes
(2) vorgesehen ist.
19. Bodenseitige Profilleiste nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (30) den ersten Profilabschnitt (2) in etwa um die Höhe
(H) der auf der Noppenbahn angeordneten Noppen überragt.
20. Bodenseitige Profilleiste nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem freien Ende des dritten Profilabschnittes (12) und dem Befestigungsabschnitt
(30) in etwa der Breite (B) eines Noppenfußes der Noppenbahn (42) entspricht.
21. Bauwerksabdeckung zum Schutz einer auf einer Gebäudewandung angebrachten Außenabdichtung
umfassend eine Noppenbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppenbahn (42) an ihrem oberen Ende in einer bodenseitigen Profilleiste nach
einem der vorherigen Ansprüche gehalten ist.
22. Bauwerksabdeckung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Haltekante (31) des Befestigungsabschnittes (30) und dem
ersten Profilabschnitt (2) geringer als die Stärke (S) der Noppenbahn ist.
23. Bauwerksabdeckung nach Anspruche 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppenbahn (42) mit einer von den Noppen (46) der Noppenbahn (42) gehaltenen
Geotextilschicht (48) versehen ist, die zur Ausbildung einer Eintrittsöffnung (50)
für den Befestigungsabschnitt (30) zwischen benachbarten Noppen (46) geschlitzt und/oder
teilweise entfernt ist.
24. Bauwerksabdeckung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (30) unter Zwischenlage der Geotextilschicht (48) an der
Noppenbahn (42) anliegt.