[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bedrucken von Substraten mittels
digitalem Offset-Druck, wobei ein Toner aus Pigment-Polymerpartikeln in einer Kohlenwasserstoffträgerflüssigkeit
zum Einsatz kommt, sowie die Substrate und ihre Beschichtung.
[0002] Im Stand der Technik ist eine Vielzahl verschiedener Druckverfahren bekannt. Zum
Bedrucken von Substraten nach farbigen Vorlagen ist das lithographische Offset-Druckverfahren
als schnelles und besonders hochwertige Drucke erzeugendes Verfahren geschätzt. Für
einzelne Vorlagen oder geringe Auflagenzahlen eignet sich das herkömmliche Offsetverfahren
jedoch nicht, da relativ hohe Kosten für die Herstellung der lithographischen Druckvorlage
anfallen. Ein für solche Einzeldrucke besser geeignetes Verfahren ist die Xerographie,
bei der für jedes einzelne bedruckte Substrat ein trockener Toner individuell aufgetragen
wird. Damit sind die Kosten pro Druck unabhängig von der Auflagenzahl. Ein weiteres
für Einzeldrucke geeignetes Verfahren für digitale Vorlagen stellen die Laser- und
Inkjet-Drucker dar, wobei Laserdrucker auch xerographisch drucken. Die Xerographie
hat den Nachteil, dass durch die Verwendung fester Tonerpartikel die erzielbare Auflösung
eingeschränkt ist.
[0003] Das Verfahren des digitalen Offset-Drucks verbindet die Flexibilität der Xerographie
mit der hohen Auflösung und Farbbrillanz des Offset-Drucks. Hierbei wird die digitale
Vorlage direkt in ein elektrostatisches Bild auf der Fotobildplatte umgesetzt, auf
die Druckwalze übertragen und dann auf das Substrat aufgedruckt. Da keine Druckvorlage
erstellt werden muss, kann im Prinzip genau wie bei der Xerographie bei jedem Druckvorgang
ein neues Motiv gedruckt werden. Der Toner ist jedoch wie beim lithographischen Offset-Druck
eine Tinte bzw. Paste, so dass die durch die Staubbildung bedingte Beschränkung der
Auflösung bei der Xerographie beim digitalen Offset-Druck vermieden wird. Die gewünschte
hohe Auflösung erfordert einen speziellen Toner, der aus Pigment-Polymerpartikeln
in einer Kohlenwasserstoffträgerflüssigkeit besteht. Druckmaschinen und entsprechende
Toner sind von der Firma Indigo N.V., Niederlande kommerziell erhältlich. Diese Toner
sind unter anderem in den US-Patenten 6,146,803 und 5,935,754 beschrieben.
[0004] Es hat sich gezeigt, dass diese Toner auf vielen Substraten nicht ausreichend haften,
so dass einerseits die Druckqualität leidet und andererseits die Übertragung des Drucks
von der Druckwalze auf das Substrat unbefriedigend ist.
[0005] Für Papier ist eine Beschichtung mit einer Dispersion von 10 % Polyamid in Propanol
vorgeschlagen worden. Diese altert jedoch mit der Zeit und ist auch wegen der Verwendung
eines organischen Lösemittels nicht optimal.
[0006] Für Kunststoffsubstrate beschreibt die WO 01/22172 A1 eine Beschichtung der zu bedruckenden
Substrate mit einem Überzug, der mindestens 25 % SiO
2 enthält. Erwähnt werden Überzüge aus UV-härtbaren Acrylestern, Acrylcopolymeren,
Styrol-Acryl-Copolymeren, Polyvinylalkoholen, Diamin-terminiertem Poly (propylenoxid)
und Polyethylenterephthalaten. Die Anwendbarkeit einer solchen Beschichtung ist jedoch
beschränkt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu grunde, ein Verfahren zum Bedrucken
von Substraten bereitzustellen, mit dem die vorteilhaften Eigenschaften des digitalen
Offset-Drucks voll genutzt werden können.
[0008] Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass eine Beschichtung aus einem Ethylen-Acrylsäure-Copolymer
ein Bedrucken der verschiedensten Substrate mit dem speziellen Toner im digitalen
Offset-Druck ermöglicht.
[0009] Die Aufgabe wird demnach durch ein Verfahren zum Bedrucken von Substraten mittels
digitalem Offset-Druck mit einem Toner, der Pigment-Polymerpartikel in einer Kohlenwasserstoffträgerflüssigkeit
enthält, gelöst, wobei das Substrat vor dem Bedrucken mit einer Beschichtung versehen
wird, die mindestens 25 % eines Copolymers aus Ethylen und einer Acrylsäure der Formel
I
CH
2=CR
1-COOR
2
bei der R
1 für H oder CH
3 und R
2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, sowie gegebenenfalls weitere
Polymere und Hilfsstoffe enthält.
[0010] Als Ethylen-Acrylsäure-Copolymer kommen statistische und Blockcopolymere aus Ethylen
und (Meth)acrylsäure sowie (Meth)acrylsäure-Alkylestern in Betracht. Die Alkylestergruppe
weist gegebenenfalls vorzugsweise 1 bis 6 C-Atome, insbesondere 1 bis 3 C-Atome auf,
d.h. R
2 steht vorzugsweise für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl oder Hexyl und insbesondere
für CH
3, C
2H
5 oder C
3H
7. (Meth)acrylsäure bezeichnet Methacrylsäure, Acrylsäure oder deren Gemische. Erfindungsgemäß
besonders geeignet sind Ethylen-Acrylsäure-Copolymer, Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer,
Ethylen-Acrylsäure-Copolymer, Ethylen-Ethylmethacrylat-Copolymer, Ethylen-Methylacrylat-Copolymer,
Ethylen-Methylmethacrylat-Copolymer und Mischungen aus zwei oder mehreren davon. Besonders
bevorzugt werden Ethylen-Acrylsäure-Copolymer und Ethylen-Methacrylsäure-Copolymer,
insbesondere Ethylen-Acrylsäure-Copolymer.
[0011] Es wird angenommen, daß auch Propylen- und andere Polyolefin-Copolymere anstelle
von Ethylen-Copolymeren verwendet werden können, dies ist jedoch unter dem Gesichtspunkt
der Kosten nicht bevorzugt.
[0012] Copolymere aus Ethylen und Acrylsäuren der Formel I sind seit langem bekannt und
kommerziell erhältlich. Das mittlere Molekulargewicht liegt typischerweise im Bereich
von 100000 bis 1000000. Üblicherweise sind mehr als 50 Mol-%, bevorzugt mehr als 80
Mol-% Ethylenmonomere enthalten. Die Copolymere kommen erfindungsgemäß als wässrige
Dispersion zum Einsatz. Die Dispersionen können übliche Hilfstoffe wie Emulgatoren,
Dispersionsmittel, Stabilisatoren etc. enthalten.
[0013] Im Folgenden wird der Einfachheit halber die Erfindung anhand von Ethylen-Acrylsäure-Copolymer
beschrieben, es versteht sich, daß auch alle anderen oben genannten Copolymere gleicherweise
zum Einsatz kommen können.
[0014] Dem Ethylen-Acrylsäure-Copolymer können bis zu 75 %, vorzugsweise bis zu 50 % und
insbesondere bis zu 25 % andere Polymere zugemischt werden, insbesondere Polyurethane.
Weiterhin kann der Beschichtung bis zu 20 %, bevorzugt bis zu 15 % Kieselgel zugesetzt
werden. Das Flächengewicht der Beschichtung beträgt 1 bis 30 g/m
2, vorzugsweise etwa 2 bis 3 g/m
2.
[0015] Prozentangaben beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf das Gewicht.
[0016] Als Substrat kommen neben Papier und Karton auch Kunststoffe, Keramik, Glas und Metall
in Betracht.
[0017] Insbesondere ist es möglich, sogenannte Transferpapiere zu bedrucken, bei denen der
Druck anschließend auf einen weiteren Gegenstand, z.B. ein T-Shirt oder eine Tasse,
übertragen wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung daher
eine Verfahren zum Bedrucken von Transferpapieren für Textilien, wobei ein Releasepapier
mit einer Releaseschicht aus Silicon oder Wachs und einer Beschichtung aus 75 Teilen
eines Copolymers aus Ethylen und einer Acrylsäure der Formel I
CH
2=CR
1-COOR
2
bei der R
1 für H oder CH
3 und R
2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, 0 bis 25 Teilen eines Polyurethans
und 0 bis 20 Teilen Kieselgel sowie gegebenenfalls weiteren üblichen Hilfsstoffen
versehen wird.
[0018] Das Releasepapier hat typischerweise ein Flächengewicht von 80 bis 150 g/m
2, bevorzugt 90 bis 100 g/m
2. Die Releaseschicht weist üblicherweise ein Flächengewicht von etwa 2 g/m
2 bei Silikon und von etwa 20 g/m
2 bei Wachs auf.
[0019] Die Beschichtung wird vorteilhaft durch Auftragen einer wässrigen Dispersion der
Bestandteile z.B. mittels Rakeln aufgebracht und weist ein Flächengewicht im Bereich
von 10 bis 30 g/m
2 auf. Dispersionen mit Feststoffgehalten im Bereich von 5 bis 40 % eignen sich gut.
[0020] Das erfindungsgemäß beschichtete und bedruckte Transferpapier wird dann in an sich
bekannter Weise auf das Textil aufgelegt und durch Einwirkung von Wärme und Druck
die Darstellung auf das Textil übertragen.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Bedrucken von Transferpapieren für farbige oder schwarze Textilien. Hierbei kommt
es darauf an, dass der Druck besonders gut angenommen wird, da die bedruckte Schichtseite
nicht wie bei den hellen und weißen Textilien auf dem Textil zu liegen kommt. Bei
dunklen Untergründen befindet sich eine Haftschicht auf einem Releasepapier. Auf diese
wird eine weiße Schicht aufgetragen, auf der der Druck dann auch gegen einen dunklen
Untergrund sichtbar und farbecht bleibt. Nach dem Bedrucken muss die bedruckte Schicht
mit einem zweiten Releasepapier abgedeckt und der Druck nach Abziehen des ersten Releasepapiers
mit der Haftschicht auf das Textil aufgebracht werden. Dadurch kommt die bedruckte
Schichtseite an der Oberfläche zu liegen, wo sie besonders beansprucht wird.
[0022] Vorteilhaft wird auf einem Releasepapier wie oben beschrieben eine Haftschicht aus
einer Mischung aus Ethylen-Acrylsäure-Copolymer, Polyurethan und Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
mit einem Flächengewicht von 10 bis 20 g/m
2 eingesetzt.
[0023] Die weiße Schicht besteht aus einem Weißpigment wie TiO
2, BaSO
4 oder CaCO
3 in einem Bindemittel aus 75 Teilen eines Copolymers aus Ethylen und einer Acrylsäure
der Formel I
CH
2=CR
1-COOR
2
bei der R
1 für H oder CH
3 und R
2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht und 0 bis 25 Teilen eines Polyurethans
sowie gegebenenfalls weiteren üblichen Hilfsstoffen. Das Flächengewicht beträgt vorteilhaft
etwa 20 bis 30 g/m
2, der Weißpigmentanteil 5 bis 25 Gew.-%. Über der weißen Schicht ist vorzugsweise
die zu bedruckende Beschichtung aufgebracht. Diese enthält 75 Teile eines Copolymers
aus Ethylen und einer Acrylsäure der Formel I
CH
2=CR
1-COOR
2
bei der R
1 für H oder CH
3 und R
2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, 0 bis 25 Teile eines Polyurethans
und 0 bis 20 Teile Kieselgel sowie gegebenenfalls weitere übliche Hilfsstoffe und
weist ein Flächengewicht von 10 bis 20 g/m
2 auf.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Bedrucken von insbesondere harten Oberflächen mittels Transferpapieren. Transferpapiere
für diesen Zweck werden in der deutschen Patentanmeldung Nr. 197 03 731.3 beschrieben.
Das Transferpapier weist danach auf einem handelsüblichen für die Xerographie geeigneten
Papier eine Trennschicht aus einem Polyolefin oder Polyolefin-Copolymeren mit einem
Schmelzindex nach ASTM-D-1238 (MFI) von 3,5 bis 22/10 min. bei 2,16 kg/190 °C mit
einem Flächengewicht von 20 bis 50 g/m
2 auf. Da der Toner für den digitalen Offset-Druck auf diesen bekannten Papieren nicht
ausreichend haftet, wird erfindungsgemäß eine Beschichtung aus 75 Teilen eines Copolymers
aus Ethylen und einer Acrylsäure der Formel I
CH
2=CR
1-COOR
2
bei der R
1 für H oder CH
3 und R
2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, und 0 bis 25 Teilen eines
Polyurethans sowie gegebenenfalls weiteren üblichen Hilfsstoffen mit einem Flächengewicht
von 2 bis 10, vorzugsweise 2 bis 3 g/m
2 aufgebracht.
[0025] Diese Transferpapiere sind insbesondere zur Übertragung von Drucken auf Metall, Keramik
und Kunststoffoberflächen geeignet. Dazu wird das beschichtete und bedruckte Transferpapier
auf die harte Oberfläche aus Metall, Keramik, Kunststoff etc. aufgelegt und mittels
Druck und Wärme die Darstellung übertragen. Je nachdem, ob das Releasepapier in der
Wärme oder nach dem Erkalten abgezogen wird, erhält man entweder eine Übertragung
des Drucks mit einem Teil der Kunststoffschicht oder nur eine Übertragung des Drucks.
Letzteres ist insbesondere bei Metalloberflächen erwünscht, damit der metallische
Glanz an den nicht durch die Darstellung ausgefüllten Flächenteilen erhalten bleibt.
Zumeist wird ja nicht eine viereckige, der Größe des Transferpapiers entsprechende
Darstellung übertragen.
[0026] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschaulichen.
Beispiel 1
[0027] Ein Normalpapier mit einem Flächengewicht von 90 g/m
2 wurde mit einer 25 %igen wässrigen Dispersion eines Ethylen-Acrylsäure-Copolymers
mittels einer Rakel beschichtet. Nach dem Trocknen war die Beschichtung 2-3 g/m
2 stark. Dieses Papier wurde in einer digitalen Offset-Druckmaschine (Indigo N.V.,
Niederlande) mit Elektrolnk ® (Indigo N.V., Niederlande) bedruckt. Die Druckqualität
war ausgezeichnet. Eine Alterung des Papiers konnte in einem Zeitraum von 3 Jahren
nicht beobachtet werden. Auch bei mehrmaligem Erwärmen und Abkühlen tritt keine beobachtbare
Nachhärtung auf.
Beispiel 2
[0028] Ein handelübliches Releasepapier wurde zunächst mit einer Releasebeschichtung aus
Silikon versehen, die zu einem Flächengewicht von 2 g/m
2 aufgetrocknet wurde. Darauf wurde mittels einer Rakel eine Dispersion aus 75 Teilen
eines Ethylen-Acrylsäure-Copolymers (25 Gew.-% in Wasser), 25 Teilen eines Polyurethans
(40 Gew.-% in Wasser) und 20 Teilen Kieselgel (40 Gew.-% in Wasser) sowie weiteren
üblichen Hilfsstoffen aufgetragen. Nach dem Trocknen hatte die Beschichtung ein Flächengewicht
von 20 g/m
2. Auf dieses Transferpapier wurde eine farbige Darstellung in einer digitalen Offset-Druckmaschine
(Indigo N.V., Niederlande) mit Elektrolnk ® (Indigo N.V., Niederlande) aufgedruckt.
Anschließend wurde das Transferpapier auf ein T-Shirt aufgelegt, das T-Shirt in eine
Bügelpresse eingelegt und der Druck bei einer Temperatur von zwischen etwa 180 bis
200 °C in ca. 10 bis 20 Sekunden auf das Textil übertragen. Nach dem Erkalten wurde
das Releasepapier abgezogen. Die Druckqualität auf dem Textil war ausgezeichnet und
wurde auch durch mehrere Wäschen bei 40 °C nicht beeinträchtigt.
Beispiel 3
[0029] Ein handelübliches Releasepapier wurde zunächst mit einer Haftbeschichtung aus einer
Mischung von EEA, PU und EVA versehen, die zu einem Flächengewicht von 15 g/m
2 aufgetrocknet wurde. Darauf wurde mittels einer Rakel eine Dispersion aus 75 Teilen
eines Ethylen-Acrylsäure-Copolymers (25 Gew.-% in Wasser), 25 Teilen eines Polyurethans
(40 Gew.-% in Wasser) und 20 Teilen TiO
2 als Weißpigment (40 Gew.-% in Wasser) sowie weiteren üblichen Hilfsstoffen aufgetragen.
Nach dem Trocknen hatte die Beschichtung ein Flächengewicht von 25 g/m
2. Zuletzt wurde eine Beschichtung aus 75 Teilen eines Ethylen-Acrylsäure-Copolymers,
25 Teilen eines Polyurethans und 20 Teilen Kieselgel sowie weiteren üblichen Hilfsstoffen
mit einem Flächengewicht von 15 g/m
2 in derselben Weise aufgebracht. Auf dieses Transferpapier wurde eine farbige Darstellung
in einer digitalen Offset-Druckmaschine (Indigo N.V., Niederlande) mit Elektrolnk
® (Indigo N.V., Niederlande) aufgedruckt. Anschließend wurde das Transferpapier auf
ein schwarzes T-Shirt aufgelegt, das T-Shirt in eine Bügelpresse eingelegt und der
Druck bei einer Temperatur von etwa 220 °C in ca. 10 bis 20 Sekunden auf das Textil
übertragen. Nach dem Erkalten wurde das Releasepapier abgezogen. Die Druckqualität
auf dem Textil war ausgezeichnet und wurde auch durch mehrere Wäschen bei 40 °C nicht
beeinträchtigt.
Beispiel 4
[0030] Ein handelsübliches Normalpapier wurde zunächst mit einer Trennschicht aus einem
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit 7 bis 18 Gew.-% Vinylacetatgruppen versehen, die
zu einem Flächengewicht von 40 g/m
2 aufgetrocknet wurde. Darauf wurde mittels einer Rakel eine Dispersion aus 75 Teilen
eines Ethylen-Acrylsäure-Copolymers (25 Gew.-% in Wasser) und 25 Teilen eines Polyurethans
(40 Gew.-% in Wasser) sowie weiteren üblichen Hilfsstoffen aufgetragen. Nach dem Trocknen
hatte die Beschichtung ein Flächengewicht von 2 g/m
2. Auf dieses Transferpapier wurde eine farbige Darstellung in einer digitalen Offset-Druckmaschine
(Indigo N.V., Niederlande) mit Elektrolnk ® (Indigo N.V., Niederlande) aufgedruckt.
Anschließend wurde das Transferpapier auf eine Tasse aufgelegt und in einer an sich
bekannten Vorrichtung durch Wärmeeinwirkung übertragen. Nach dem Erkalten wurde das
Releasepapier abgezogen. Die Druckqualität war ausgezeichnet.
1. Verfahren zum Bedrucken von Substraten mittels digitalem Offset-Druck mit einem Toner,
der Pigment-Polymerpartikel in einer Kohlenwasserstoffträgerflüssigkeit enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Substrat vor dem Bedrucken mit einer Beschichtung aus mindestens 25 % eines Copolymers
aus Ethylen und einer Acrylsäure der Formel I
CH2=CR1-COOR2
bei der R1 für H oder CH3 und R2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, sowie gegebenenfalls weiteren
Polymeren und üblichen Hilfsstoffen versehen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung aus 75 Teilen des Ethylen-Acrylsäure-Copolymers, 0 bis 25 Teilen
eines Polyurethans und 0 bis 20 Teilen Kieselgel sowie gegebenenfalls weiteren üblichen
Hilfsstoffen besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung aus Ethylen-Acrylsäure-Copolymer und gegebenenfalls weiteren Hilfsstoffen
besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass R1 für H oder CH3, insbesondere für H, und R2 für H steht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung durch Auftragen der Bestandteile in Form einer wässrigen Dispersion
aufgebracht wird.
6. Substrat zum Bedrucken mit einem Toner, der Pigment-Polymerpartikel in einer Kohlenwasserstoffträgerflüssigkeit
umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
es eine Beschichtung aus 75 Teilen eines Copolymers aus Ethylen und einer Acrylsäure
der Formel I
CH2=CR1-COOR2
bei der R1 für H oder CH3 und R2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, 0 bis 25 Teilen eines Polyurethans
und 0 bis 20 Teilen Kieselgel sowie gegebenenfalls weiteren üblichen Hilfsstoffen
aufweist.
7. Substrat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat ein Transferpapier zum Übertragen des Drucks auf einen Gegenstand ist.
8. Beschichtung für Substrate, die mit einem Toner bedruckbar sind, der Pigment-Polymerpartikel
in einer Kohlenwasserstoffträgerflüssigkeit umfasst
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung aus 75 Teilen eines Copolymers aus Ethylen und einer Acrylsäure der
Formel I
CH2=CR1-COOR2
bei der R1 für H oder CH3 und R2 für H oder einen Alkylrest mit 1 bis 6 C-Atomen steht, 0 bis 25 Teilen eines Polyurethans
und 0 bis 20 Teilen Kieselgel sowie gegebenenfalls weiteren üblichen Hilfsstoffen
besteht.