[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von
einer peripheren Baugruppe an eine Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt
werden gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Aus der DE 199 47 42.A1 ist ein münzbetätigter Unterhaltungsautomat mit einer Steuereinheit
und einer Münzeinheit, bestehend aus einem elektronischen Münzprüfer mit zugeordneten
münzindividuellen Münzstapelrohren, denen jeweils bodenseitig eine Auszahlvorrichtung
zugeordnet ist, bekannt. In der den elektronischen Münzprüfer mit der Steuereinheit
verbindenden Leitungsvielfalt, ist ein Konverter angeordnet zum Zweck, münzprüferausgangsseitige
Signale einem neuen Ereignis anzupassen. Durch den Einsatz des Konverters wird es
während der Währungsumstellung von DM auf EURO ermöglicht, vorhandene münzbetätigte
Unterhaltungsautomaten weiterhin störungsfrei zu benutzen, wenn Euro-Münzen zugeführt
werden, obwohl die münzbetätigten Unterhaltungsautomaten für die Annahme von DM-Münzen
konzipiert waren.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Datentransport zwischen einer Münzeinheit
und einer Steuereinheit eines münzbetätigten Unterhaltungsautomaten gegen mögliche
Manipulation zu sichern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Patentanspruches 1, 2, 8, 9, 15 oder 16 gelöst.
[0005] Weitergehende vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren weist den Vorteil auf, daß aufgrund des gesicherten
Datentransfers zwischen einer peripheren Baugruppe, z. B. einem elektronischen Münzprüfer,
und einer Steuereinheit eines münzbetätigten Unterhaltungsautomaten ein mechanischer
und/oder elektrischer Angriff auf Kontaktstellen zum Verändern von Signalen nicht
zum Erfolg führt. Durch den sich ständig verändernden Sicherheitsschlüssel, der von
der Steuereinheit an den Münzprüfer ausgegeben wird, ist ein Ausspähen des möglichen
Verfahrens durch Dritte erschwert und kann nur unter größtem Einsatz von Meßmitteln
nachvollzogen werden. Ein Ausspähen der erforderlichen Daten vor Ort an einem in Betrieb
befindlichen münzbetätigten Unterhaltungsautomaten ist somit ausreichend erschwert
und verhindert eine Manipulation an den von dem Münzprüfer an die Steuereinheit übermittelten
Wertimpulsen, die zur Veränderung eines Guthabenzählers am münzbetätigten Unterhaltungsautomaten
führen.
[0007] Seitens der Steuereinheit des münzbetätigten Unterhaltungsautomaten wird an eine
Steuerung des als Münzprüfers ausgebildeten peripheren Baugruppe eine Transaktionszahl
übermittelt. Die Steuerung der als Münzprüfer ausgebildeten peripheren Baugruppe sendet
bei keinem Vorliegen eines Münzwertes eine Antwort ohne eine Echtheitszahl an die
Steuereinheit zurück. Seitens der Steuereinheit wird erkannt, daß kein Münzwert vorliegt
und übersendet die zuvor gesendete Transaktionszahl wiederholt an die als Münzprüfer
ausgebildete periphere Baugruppe. Beim Vorliegen eines Münzwertes an der als Münzprüfer
ausgebildeten peripheren Baugruppe wird die von der Steuereinheit der Steuerung des
Münzprüfers zugesandte Transaktionszahl mit dem ermittelten Wert des zugeführten und
akzeptierten Zahlungsmittels und mindestens einer weiteren der Steuereinheit bekannten
Konstanten eine Echtheitszahl nach einem vorgegebenen Algorithmus von der einen Mikrocomputer
umfassenden Steuerung der peripheren Baugruppe gebildet. Von der Steuerung der peripheren
Baugruppe, z. B. des Münzprüfers, wird nachfolgend die Echtheitszahl und der Wert
des entgegengenommenen Zahlungsmittels an die Steuereinheit übermittelt. Von der Steuereinheit
wird geprüft, ob der in der Echtheitszahl transportierte Wert des Zahlungsmittels
mit dem übermittelten Wert übereinstimmt. Nur bei einer Übereinstimmung zwischen dem
Wert des Zahlungsmittels, der übermittelt wurde, und dem aus der Echtheitszahl ermittelten
Wert wird von der Steuereinheit der Guthabenzähler um den übermittelten Wert des akzeptierten
Zahlungsmittels, z. B. Münzen, erhöht. Der Steuereinheit sind der verwandte Algorithmus
als auch die Konstante zur Bildung der Echtheitszahl bekannt.
[0008] Die verwandte Konstante kann zum Beispiel aus dem Tagesdatum, der Uhrzeit und/oder
der Seriennummer der peripheren Baugruppe, z. B. Münzprüfer, Chipkartenleser, Schreibeinheit,
oder Banknotenakzeptor, gebildet werden.
[0009] Die seitens der Steuereinheit an die periphere Baugruppe übermittelte Transaktionszahl
wird von einem Zufallsgenerator gebildet. Die verwandte Echtheitszahl hat eine Größe
von 2 Byte.
[0010] In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird seitens der Steuereinheit
periodisch eine durch einen Pseudozufallsgenerator gebildete Transaktionszahl ermittelt
und an die einen Mikrocontroller umfassende Steuerung der peripheren Baugruppe, z.
B. dem Münzprüfer, übermittelt. Seitens der Steuerung der peripheren Baugruppe, z.B.
dem Münzprüfer, wird aus der Transaktionszahl, dem ermittelten Wert und mindestens
einer weiteren Konstanten eine Echtheitszahl gebildet. Die Echtheitszahl und zusätzlich
der ermittelte Wert der akzeptierten Zahlungsmittel werden an die Steuereinheit übermittelt.
Seitens der Steuereinheit wird anhand des im Klartext erhaltenen Wertes des akzeptierten
Zahlungsmittels der vorher ermittelten und der Steuereinheit zugesandten Transaktionszahl
der Konstanten und anhand des bekanntes Algorithmus die Echtheitszahl gebildet. Die
von der Steuereinheit gebildete Echtheitszahl wird von dieser mit der zugesandten
Echtheitszahl verglichen. Bei einer Übereinstimmung wird der im Klartext übermittelte
Wert des Zahlungsmittels im Guthabenzähler der Steuereinheit kumuliert.
1. Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von einer peripheren Baugruppe an eine
Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt werden, wobei die Steuereinheit
mindestens einen Guthabenzähler umfaßt, dem Anzeigemittel zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Münzprüfer ein elektronischer Münzprüfer ist, dem von der Steuereinheit eine
Transaktionszahl übermittelt wird und daß aus dieser Transaktionszahl und dem ermittelten
Münzwert der zugeführten und akzeptierten Münze und/oder einer der Steuerung des Münzprüfers
bekannten Konstanten die Steuerung eine Echtheitszahl nach einem vorgebenen Algorithmus
bildet, wobei die Echtheitszahl und der ermittelte Münzwert von der Steuerung an die
Steuereinheit übermittelt werden und seitens der Steuereinheit überprüft wird, ob
der in der Echtheitszahl transportierte Münzwert mit dem übermittelten Münzwert identisch
ist, wobei bei einer Übereinstimmung der Münzwerte von der Steuereinheit der übermittelte
Münzwert im Guthabenzähler des Automaten kumuliert wird.
2. Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von einer peripheren Baugruppe an eine
Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt werden, wobei die Steuereinheit
mindestens einen Guthabenzähler umfaßt, dem Anzeigemittel zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Münzprüfer ein elektronischer Münzprüfer ist, dem von der Steuereinheit eine
Transaktionszahl übermittelt wird und daß aus dieser Transaktionszahl und dem ermittelten
Münzwert der zugeführten und akzeptierten Münze und/oder eine der Steuerung des Münzprüfers
bekannten Konstante die Steuerung eine Echtheitszahl nach einem vorgegebenen Algorithmus
bildet, wobei die Echtheitszahl und der ermittelte Münzwert von der Steuerung an die
Steuereinheit übermittelt wird, und daß seitens der Steuereinheit anhand des übermittelten
Münzwertes, der Steuereinheit bekannten Transaktionszahl und der bekannten Konstanten
und des verwandten Algorithmus die Echtheitszahl ermittelt wird und diese mit der
von der Steuerung übermittelten verglichen wird, und daß bei einer Identität der übersandte
Münzwert von der Steuereinheit im Guthabenzähler des Automaten kumuliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transaktionszahl eine von der Steuereinheit gebildete Zufallszahl ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Konstante aus der Seriennummer des Münzprüfers und/oder dem Datum gebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß von der Steuereinheit periodisch eine Transaktionszahl zur Steuerung des Münzprüfers
übermittelt wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Echtheitszahl gleich oder größer ist als 1 Byte.
7. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine an die Steuerung des Münzprüfers gesandte Transaktionszahl bei keinem Vorliegen
eines zu übermittelnden Münzwertes an die Steuereinheit eine Antwort ohne Echtheitszahl
an diese zurücksendet.
8. Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von einer peripheren Baugruppe an eine
Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt werden, wobei die Steuereinheit
mindestens einen Guthabenzähler umfaßt, dem Anzeigemittel zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß von der Steuereinheit an die periphere Baugruppe eine Transaktionszahl übermittelt
wird und daß aus dieser Transaktionszahl und einem ermittelten Wert der von der peripheren
Baugruppe zugeführten Zahlung und/oder einer der Steuerung der peripheren Baugruppe
bekannten Konstanten die Steuerung eine Echtheitszahl nach einem vorgebenen Algorithmus
bildet, die Echtheitszahl und der ermittelte Wert von der Steuerung an die Steuereinheit
übermittelt werden und seitens der Steuereinheit überprüft wird, ob der in der Echtheitszahl
transportierte Wert mit dem übermittelten Wert identisch ist, wobei bei einer Übereinstimmung
der Werte von der Steuereinheit der übermittelte Wert im Guthabenzähler des Automaten
kumuliert wird.
9. Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von einer peripheren Baugruppe an eine
Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt werden, wobei die Steuereinheit
mindestens einen Guthabenzähler umfaßt, dem Anzeigemittel zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die periphere Baugruppe einen Mikrocomputer umfaßt, dem von der Steuereinheit eine
Transaktionszahl übermittelt wird und daß aus dieser Transaktionszahl und dem ermittelten
Wert des zugeführten und akzeptierten Zahlungsmittels und/oder eine der Steuerung
der peripheren Baugruppe bekannten Konstante die Steuerung eine Echtheitszahl nach
einem vorgegebenen Algorithmus bildet, wobei die Echtheitszahl und der ermittelte
Wert des Zahlungsmittels von der Steuerung an die Steuereinheit übermittelt wird und
daß seitens der Steuereinheit anhand des übermittelten Münzwertes, der Steuereinheit
bekannten Transaktionszahl und der bekannten Konstanten und des verwandten Algorithmus
die Echtheitszahl ermittelt wird und diese mit der von der Steuerung übermittelten
verglichen wird und daß bei einer Identität der übersandte Wert des Zahlungsmittels
von der Steuereinheit im Guthabenzähler des Automaten kumuliert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 und/oder Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transaktionszahl eine von der Steuereinheit gebildete Zufallszahl ist.
11. Verfahren nach Anspruch 8 und/oder Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Konstante aus der Seriennummer der peripheren Baugruppe und/oder dem Datum gebildet
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 8 und/oder Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß von der Steuereinheit periodisch eine Transaktionszahl zur Steuerung der peripheren
Baugruppe übermittelt wird.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Echtheitszahl gleich oder größer ist als 1 Byte.
14. Verfahren nach Anspruch 8 und/oder Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine an die Steuerung der peripheren Baugruppe gesandte Transaktionszahl bei keinem
Vorliegen eines zu übermittelnden Wertes eines Zahlungsmittels an die Steuereinheit
eine Antwort ohne Echtheitszahl an diese zurücksendet.
15. Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von einer peripheren Baugruppe an eine
Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt werden, wobei die Steuereinheit
mindestens einen Guthabenzähler umfaßt, dem Anzeigemittel zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die periphere Baugruppe ein elektronischer Münzprüfer ist, dem von der Steuereinheit
eine Transaktionszahl übermittelt wird und daß aus dieser Transaktionszahl und einem
ermittelten Wert der zugeführten und akzeptierten Münze und/oder einer der Steuerung
des Münzprüfers bekannten Konstanten die Steuerung eine Echtheitszahl nach einem vorgegebenen
Algorithmus bildet, wobei die Echtheitszahl und der ermittelte Münzwert von der Steuerung
an die Steuereinheit übermittelt werden und seitens der Steuereinheit überprüft wird,
ob der in der Echtheitszahl transportierte Münzwert mit dem übermittelten Münzwert
identisch ist, wobei bei einer Übereinstimmung der Münzwerte von der Steuereinheit
der übermittelte Münzwert im Guthabenzähler des Automaten kumuliert wird.
16. Verfahren zur Verschlüsselung von Daten, die von einer peripheren Baugruppe an eine
Steuereinheit eines münzbetätigten Automaten gesandt werden, wobei die Steuereinheit
mindestens einen Guthabenzähler umfaßt, dem Anzeigemittel zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die periphere Baugruppe ein elektronischer Münzprüfer ist, dem von der Steuereinheit
eine Transaktionszahl übermittelt wird und daß aus dieser Transaktionszahl und dem
ermittelten Münzwert der zugeführten und akzeptierten Münze und/oder eine der Steuerung
des Münzprüfers bekannten Konstante die Steuerung eine Echtheitszahl nach einem vorgegebenen
Algorithmus bildet, wobei die Echtheitszahl und der ermittelte Münzwert von der Steuerung
an die Steuereinheit übermittelt wird, und daß seitens der Steuereinheit anhand des
übermittelten Münzwertes, der Steuereinheit bekannten Transaktionszahl und der bekannten
Konstanten und des verwandten Algorithmus die Echtheitszahl ermittelt wird und diese
mit der von der Steuerung übermittelten verglichen wird, und daß bei einer Identität
der übersandte Münzwert von der Steuereinheit im Guthabenzähler des Automaten kumuliert
wird.
17. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die periphere Baugruppe eine Vorrichtung zur Entgegennahme und Prüfung auf Echtheit
und Wertigkeit für Banknoten ist.
18. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die periphere Baugruppe eine Vorrichtung zur Annahme und Auslesung von Chipkarten
ist.