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(11) |
EP 1 274 591 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.2010 Patentblatt 2010/02 |
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Anmeldetag: 14.03.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2001/000157 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/076887 (18.10.2001 Gazette 2001/42) |
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MEHRSCHICHTMATERIAL UND DAMIT HERGESTELLTE FORMULARE
MULTILAYER MATERIAL AND FORMS PRODUCED THEREFROM
MATERIAU A PLUSIEURS COUCHES ET FORMULAIRES FABRIQUES A L'AIDE DUDIT MATERIAU
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
06.04.2000 CH 682002000
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.2003 Patentblatt 2003/03 |
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Patentinhaber: Fofitec AG |
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5605 Dottikon (CH) |
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Erfinder: |
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- FISCHER, Jules
CH-8966 Lieli (CH)
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Vertreter: Lauer, Joachim |
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Stapferstrasse 5
Postfach 2651 8033 Zürich 8033 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/13213 US-A- 5 756 175
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WO-A-99/08256 US-A- 6 022 051
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mehrschichtmaterial, welches insbesondere
als Aufspendematerial im Formularbereich verwendbar ist mit einer Trägerschicht, einer
Leimschicht und einer Selbstkleberschicht, wobei die Leimschicht zwischen der Trägerschicht
und der Selbstkleberschicht sowie direkt mit der Trägerschicht in Kontakt angeordnet
ist. Die Erfindung betrifft weiter ein Formular mit integrierter, herauslösbarer Karte
oder ein Formular mit aufgesetzter, ablösbarer Karte, jeweils hergestellt unter Verwendung
eines solchen Mehrschichtmaterials.
STAND DER TECHNIK
[0002] Ein Mehrschichtmaterial der genannten Art ist beispielsweise aus der
WO 98/13213 oder der
WO 99/08256 bekannt, wobei in diesen Vorveröffentlichungen auch Formulare der genannten Art beschrieben
sind. Bei diesem Stand der Technik wird als Leimschicht eine sogenannte Schälleimschicht
eingesetzt, wobei zwischen dieser Schälleimschicht und der Selbstkleberschicht allerdings
noch eine weitere tragende Schicht, zumeist eine Folienschicht, angeordnet ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Mehrschichtmaterial der eingangs genannten
Art anzugeben, welches noch kostengünstiger als die vorbekannten herstellbar ist und
bei Applikation als Aufspendematerial im Formularbereich die Herstellung neuartiger
Formulare mit verbesserten Eigenschaften ermöglicht. Die Lösung dieser Aufgabe besteht
bei einem Mehrschichtmaterial der eingangs genannten Art gemäss Patentanspruch 1 darin,
dass die Leimschicht im Mehrschichtmaterial auch mit der Selbstkleberschicht direkt
in Kontakt ist und eine Diffusionsbarriere für den Selbstkleber der Selbstkleberschicht
bildet,
dass die Trägerschicht und die Selbstkleberschicht voneinander trennbar sind, wobei
die Leimschicht entweder vollständig oder zumindest eine Teilschicht der Leimschicht
mit der Selbstkleberschicht mitgeht, und
dass nach einem solchen Trennen die Leimschicht oder die genannte Teilschicht der
Leimschicht die Selbstkleberschicht abdeckt, trocken und nicht klebrig ist.
[0004] Die sich durch die Verwendung des erfindungsgemässen Mehrschichtmaterials ergebenden
Vorteile sind insbesondere darin zu sehen, dass die beim vorgenannten Stand der Technik
noch vorhandene zusätzliche tragende Schicht zwischen der Leimschicht und der Selbstkleberschicht
entfällt, wodurch zum einen natürlich die Kosten für diese Schicht eingespart werden,
andererseits durch ihren Wegfall das Mehrschichtmaterial wesentlich dünner wird und
z.B. auf einem Formular aufgespendet entsprechend weniger aufträgt.
[0005] Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Mehrschichtmaterials sind in den
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Gegenstand der Erfindung sind auch noch mit dem erfindungsgemässen Mehrschichtmaterial
hergestellte Formulare gemäss den Ansprüchen 9 oder 10.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0007] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen, jeweils in geschnittener Darstellung:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Mehrschichtmaterials;
- Fig.2
- ein Formular mit integrierter, herauslösbarer Karte, hergestellt unter Verwendung
des Mehrschichtmaterials von Fig. 1;
- Fig.3
- das Formular von Fig. 2 mit herausgelöster Karte;
- Fig.4
- die herausgelöste Karte von Fig. 3 mit teilweise entfernter Leimschicht;
- Fig.5
- ein Formular mit aufgesetzter Karte, ebenfalls hergestellt unter Verwendung des Mehrschichtmaterials
von Fig. 1;
- Fig.6
- das Formular von Fig. 5 mit abgelöster Karte, wobei beim Ablösen ein Adhäsionsbruch
aufgetreten ist;
- Fig.7
- eine Darstellung gemäss Fig. 5, wobei beim Ablösen ein Kohäsionsbruch aufgetreten
ist; und
- Fig. 8
- ein andere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Mehrschichtmaterials mit einer
Trennschicht auf der Trägerschicht-Rückseite.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0008] In Fig.1 bezeichnet 1 ein Mehrschichtmaterial nach der Erfindung. Dieses umfasst
eine Trägerschicht 2, auf welcher eine Leimschicht 3 und eine Selbstkleberschicht
4, in der genannten Reihenfolge aufgetragen sind. Die Leimschicht 3 ist mit Selbstkleberschicht
in direktem Kontakt. Die Trägerschicht kann eine Papier- oder Kunsstofffolienschicht
sein. Die Selbstkleberschicht kann aus einem handelsüblichen Selbst- bzw. Haftkleber
bestehen, wie er üblicherweise für Selbstkleberetiketten verwendet wird und durch
welchen sich unter Druckanwendung auf den meisten Oberflächen eine mehr oder weniger
dauerhafte Klebeverbindung herstellen lässt. Die spezifischen Eigenschaften der Leimschicht
2 werden nachstehend anhand von bevorzugten Applikationen näher beschrieben. Zusätzlich
ist in Fig.1 die Selbstkleberschicht 4 noch mit einem von ihr leicht wieder ablösbaren
Abdeckmaterial versehen, welches z.B. aus einer mit einer Silikonschicht 5 versehenen
Papierschicht 6 besteht. In dieser Form ist das erfindungsgemässe Mehrschichtmaterial
1 einfach handhabbar und insbesondere auch auf sich selbst aufrollbar, so dass es
mit Vorteil in Endlosform herstellbar ist.
[0009] Die Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für die Anwendbarkeit des Mehrschichtmaterials
von Fig. 1 in Form eines Formulars 9 mit integrierter, herauslösbarer Karte. Auf die
Rückseite des Formulars 9, bei der es sich um einen einzelnen Papierbogen, aber auch
um eine Endlos-Papierbahn handeln kann, ist ein Stück des Mehrschichtmaterials von
Fig. 1 nach vorheriger Entfernung des Abdeckmaterials 5/6 mittels der dadurch freigelegten
Selbstkleberschicht 4 aufgeklebt. Anschliessend ist das Formular 9 mit einer Stanzung
11 versehen worden, wobei die Stanzung 11 zumindest teilweise, vorzugsweise aber ganz
innerhalb des aufgeklebten Mehrschichtmaterials sowie vorzugsweise vollumlaufend und
bis auf die Trägerschicht 2 hinunter ausgeführt ist, welche selbst aber nicht mit
durchgestanzt wird. Durch die Stanzung 11 entsteht in dem Formular 9 ein Stanzling
bzw. eine Karte 10, der oder die mit dem übrigen umgebenden Material des Formulars
9 nur noch über die nicht mit durchgestanzte Trägerschicht 2 in Verbindung steht und
auf dieser über die Leimschicht 2 und die Selbstkleberschicht 3 gehalten wird.
[0010] Die Leimschicht 2 ist nun so ausgebildet, dass die Karte 10 aus dem Formular herauslösbar
ist, durch sie im Formular 1 andererseits aber auch so fest gehalten wird, dass sie
bei dessen bestimmungsgemässem Gebrauch sich nicht von selbst herauslöst. Unter bestimmungsgemässem
Gebrauch ist unter anderem das Bedrucken des Formulars z.B. in einem Computerdrucker
(Inkjet- oder Laserdrucker) sowie seine Versendung auf dem Postweg zu verstehen.
[0011] Fig. 3 zeigt das Formular von Fig. 2 mit herausgelöster Karte 10. Die herausgelöste
Karte 10 trägt hier rückseitig noch die Selbstkleberschicht 4 und die komplette Leimschicht
3. Die Leimschicht 3 hat sich insofern beim Herauslösen der Karte 10 durch einen Adhäsionsbruch
von der Trägerschicht 2 vollständig und rückstandsfrei abgelöst.
[0012] Weiter weist die Leimschicht 3 die Eigenschaft auf, dass sie zumindest nach ihrer
Ablösung von der Trägerschicht 2 nicht mehr klebrig ist. Indem die Leimschicht 3 die
Selbstkleberschicht 4 auf der Rückseite der Karte 10 vollständig abdeckt, ist die
Karte 10 (im Unterschied beispielsweise zu einer üblichen Selbstklebe-Etikette) rückseitig
und damit als Ganzes nicht klebrig.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Leimschicht 3 auf der Kartenrückseite
auch noch so ausgebildet, dass sie beispielsweise mit einem Kugel- oder einem Filzschreiber
beschreibbar ist.
[0014] Die vorgenannten Eigenschaften der Leimschicht 3, nämlich ihre rückstandfreie Ablösbarkeit
von einer Trägerschicht, ihr Klebrigkeitsverlust bzw. Nicht-mehr-Klebrigkeit sowie
ihre Beschreibbarkeit nach Ablösung von der Trägerschicht wurden für einen sogenannten
Schälleim bereits beschrieben in der eingangs erwähnten
WO 98/13213. Wie bereits erwähnt, war bei diesem Stand der Technik allerdings noch eine zusätzliche
Folienschicht zwischen der Schälleimschicht und der Selbstklebeschicht vorhanden.
Durch den Wegfall dieser Folienschicht ist der Selbstkleber der Selbstkleberschicht
4 in direktem Kontakt mit der Leimschicht 2.
[0015] Handelsübliche Selbstkleber bzw. übliche Bestandteile derselben wie vor allem Acrylharze
haben nun aber die Eigenschaft, recht aggressiv durch eine Art Diffussionsprozess
in angrenzende Materialien einzudringen und sich unter anderem dadurch mit diesen
fest und dauerhaft zu verhaften. Hierbei kann es sogar zu einem Durchdringen einer
angrenzenden dünnen Schicht kommen, wodurch diese dann auch in einem gewissen Ausmass
klebrig wird. Letzeres wäre bei dem erfindungsgemässen Mehrschichtmaterial 1 im Hinblick
auf die Leimschicht 3 natürlich von Nachteil, weil sich dann einerseits diese weniger
leicht oder gar überhaupt nicht mehr von der Trägerschicht 2 ablösen liesse und andererseits
nach der Trennung auf der Kartenrückseite auch noch klebrig wäre. Der Leimschicht
3 kommt im Rahmen der vorliegenden Erfindung damit zusätzlich die Aufgabe zu, als
Diffusionsbarriere gegenüber dem Selbstkleber der Selbstkleberschicht 4 zu wirken
und das vorzugsweise über eine bestimmte Zeit hinweg, wie beispielsweise mindestens
ein Jahr.
[0016] Dies kann bei einer gegebenen Zusammensetzung des Materials für die Leimschicht 3
insbesondere über ihre Schichtdicke erreicht werden, wobei eine Schichtdicke von 8-10
g / m
2 meist ausreichend sein sollte.
[0017] Als Leim für die Leimschicht 3 eignet sich z.B. ein solcher, wie er unter der Bezeichnung
62-SE-243-1012 von der Firma SICPA-Aarberg AG, CH-3270 Aarberg, bezogen werden kann.
[0018] Wie sich aus dem Vorstehenden schon ergibt, ist der Begriff "Leim" im Rahmen der
vorliegenden Erfindung funktional und nicht lediglich im engen Sinne eines Klebers
zu verstehen. Haftwirkung kommt ihm insofern auch nur solange zu, als die erwähnte
Trennung noch nicht erfolgt ist. Anschliessend weist der Leim eher die Eigenschaften
eines trockenen Lackes ober einer Filmschicht auf. So ist denn die Rückseite der herausgelösten
Karte 10 von Fig. 3 bei Verwendung des angegebenen Leims wie "plastifiziert" und schützt
dadurch die ggf. darunterliegende Bedruckung oder anderweitig angebrachte Information
wie eine Unterschrift etc. vor Manipulation.
[0019] Fig. 4 zeigt die herausgelöste Karte 10 von Fig. 3 über einer beliebigen Oberfläche
12. Durch teilweises mechanisches Abkratzen der Leimschicht 3 (z.B. mit einem Messer
oder auch nur mit dem Fingernagel) ist auf der Rückseite der abgelösten Karte 10 der
Selbstkleber 2 teilweise freigelegt worden, wodurch die Karte an den freigelegten
Stellen klebrig wird. Sie kann dadurch auf der Oberfläche 12 durch Andrücken angeklebt
werden angeklebt werden. Eine Anwendung hierfür wäre z.B. das Einkleben der Karte
10 in ein Album, so wie dies üblicherweise mit Fotos gemacht wird. Bei der Karte 10
könnte es sich bei entsprechender Ausbildung und Bedruckung auch um eine Art Foto
handeln.
[0020] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Anwendbarkeit des Mehrschichtmaterials
1 von Fig. 1 in Form eines Formulars 9 mit aufgesetzter, ablösbarer Karte. Das Mehrschichtmaterial
1 ist hier direkt auf die Grösse der gewünschten Karte zugeschnitten und nach Entfernen
des Abdeckmaterials 5/6 mit seiner Selbstkleberschicht 4 auf das Formular 9 aufgeklebt.
[0021] In Fig. 6 zeigt die Karte 10' von dem Formular 9 abgelöst. Im Unterschied zum vorbeschriebenen
Beispiel gemäss Fig. 2 und 3 besteht hier die Karte 10' ausschliesslich aus dem Material
der Trägerschicht 2, das demzufolge bei dieser Ausführungsform die eigentlich Nutzschicht
bildet und nicht lediglich eine Hilfsfunktion hat. Wie im Beispiel von Fig. 2 und
3 erfolgt aber die Trennung der Schichten aber auch zwischen der Leimschicht 3 und
der Trägerschicht 2, von der sich die Leimschicht rückstandfrei ablöst. Im vorliegenden
Beispiel gehen die beiden Schichten 2 und 3 deshalb nicht mit der Karte 10' mit, sondern
bleiben auf dem Formular zurück. Dort bilden sie eine dünne, praktisch nicht auftragende,
trockene sowie nicht (mehr) klebrige Beschichtung, die ggf. sogar noch beschreibbar
ist. Wie im Beispiel von Fig. 4 könnte auch hier vorgesehen sein, dass sich die Leimschicht
3 von der Selbstklebeschicht insbesondere mechanisch wenigstens teilweise entfernen
lässt, so dass auf der oder den dadurch freigelegten Selbstkleberstellen, ein anderer
Gegenstand (ggf. auch wieder die Karte 10') auf das Formular aufgeklebt werden könnte.
[0022] Im Beispiel von Fig. 5 und 6 kann die Trägerschicht 2 als Material für die Karte
10' bevorzugt aus festerem Papier (z.B. 150 g / m
2. Karton oder einem Kunststoff bestehen, so das die Karte 10' nach ihrer Ablösung
vom Formular eine ausreichende Eigensteifigkeit besitzt und dadurch einfacher sowie
dauerhafter im Gebrauch ist. Im Gegensatz hierzu ist es im allgemeinen von Vorteil
für die Trägerschicht im Beispiel von Fig. 2 und 3 ein eher dünneres Material zu verwenden,
wobei hier z.B. eine Polyesterfolie mit einer Dicke von 30 - 50 µm oder ein Papiermaterial
mit einer Dicke von 80 - 120 g / m
2 meist genügt.
[0023] Die Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform ähnlich wie Fig. 6 mit einer von einem Formular
9 abgelösten Karte 10", wobei beim Ablösen der Karte allerdings ein Kohäsionsbruch
innerhalb der Leimschicht 3 aufgetreten ist. Entsprechend bleibt nur ein Teil 3.1
der Leimschicht 3 auf dem Formular 9 als Abdeckung für die Selbstkleberschicht 2 zurück,
während ein anderer Teil 3.2 auf der Kartenrückseite haftet und mit der Karte 10"
mitgeht. Diese anhaftende Teilschicht 3.2 schützt die Karte und ist zusätzlich vorzugsweise
beschreibbar. Die auf der Selbstkleberschicht 2 zurückbleibende Teilschicht 3.1 muss
natürlich dick genug sein, den Selbstkleber wirksam und auch dauerhaft überdecken
zu können,
[0024] Ob beim Trennen ein Adhäsionbruch zwischen der Leimschicht 3 und der Trägerschicht
2 gemäss Fig. 3 oder gemäss Fig. 6 ein Kohäsionbruch innerhalb der Leimschicht 3 auftritt,
lässt sich über die Material und/oder Oberflächeneigenschaften der Leimschicht 3 und/oder
der Trägerschicht 2 und/oder über ihre Affinität zueinander steuern und einstellen.
Jedenfalls muss aber die Haftung zwischen der Leimschicht 2 und der Selbstkleberschicht
3 und der letzteren insbesondere an üblichen Papieroberflächen grösser sein als die
genannte Affinität oder die innere Stabilität der Leimschicht 3.
[0025] In Fig. 8 wird noch ein weiteres Mehrschichtmaterial 1 gezeigt, das auch wieder eine
Trägerschicht 2, eine Leimschicht 3 und eine Selbstkleberschicht 4 umfasst. Die Trägerschicht
2 ist hier jedoch rückseitig mit einer Trennbeschichtung 5 (Silikonisierung) versehen,
wodurch das Material auch ohne Abdeckung für die Selbstkleberschicht 4 in Endlosform
produzierbar und aufrollbar ist.
[0026] Zusätzlich ist in Fig. 8 die Leimschicht 3 mit zwei Teilschichten 3.3 und 3.4 dargestellt,
welche mit den vorgenannten Teilschichten 3.1 und 3.2 jedoch nicht identisch sind.
Die Leimschicht 3 ist in dieser Ausführung schon von ihrer Herstellung her ein zweischichtiges
Gebilde, wobei grundsätzlich auch noch weitere Schichten vorgesehen sein könnten.
Durch den mehrschichtigen Aufbau ist es insbesondere möglich, die Leimschicht 3 hinsichtlich
ihrer verschiedenen vorbeschriebenen Funktionalitäten zu optimieren. Insbesondere
könnte die Teilschicht 3.4 aus einem Material bestehen, welches besonders gute Barriereeigenschaften
aufweist und den Selbstkleber der Schicht 4 daran hindert, durch die Leimschicht 3
als Ganzes hindurch zu diffundieren. Die andere/n Teilschicht/en 3.3 könnte/n in diesem
Fall im Hinblick auf die weiteren Eigenschaften wie Ablösbarkeit, Klebrigkeitsverlust
und ggf. Beschreibbarkeit unabhängig eingestellt und optimiert werden. Für einen derartigen
zweischichtigen Aufbau der Leimschicht 3 könnte als Material für die Teilschicht 3.4
mit guten Barriereeigenschaften z.B. ein Leim der bereits genannten Firma SICPA Aarberg
AG mit der Bezeichnung 62-SE-243-1011 in einer Schichtdicke von 7 - 8 g/ m
2 in Kombination mit dem bereits erwähnten Leim der gleichen Firma mit der Bezeichnung
62-SE-243-1012 mit einer Schichtdicke von 2 - 3 g/ m
2 verwendet werden.
[0027] Bei Verwendung ausschliesslich des Leimes 62-SE-243-1012 in der weiter oben schon
erwähnten Schichtdicke von 8 - 10 g/ m
2 ist eine Barriereschicht nach Art der Teilschicht 3.4 allerdings nicht erforderlich.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0028]
1 Mehrschichtmaterial
2 Trägerschicht
3 Leimschicht
3.1 - 3.4 Teilschichten der Leimschicht
4 Selbstkleberschicht
5 Silikonschicht
6 Papierschicht
9 Formular
10 Karte
11 Stanzung
12 Oberfläche
1. Mehrschichtmaterial (1) insbesondere verwendbar als Aufspendematerial im Formularbereich,
mit einer Trägerschicht (2), einer Leimschicht (3) und einer Selbstkleberschicht (4),
wobei die Leimschicht (3) zwischen der Trägerschicht (2) und der Selbstkleberschicht
(4) sowie direkt mit der Trägerschicht (2) in Kontakt angeordnet ist,
wobei die Trägerschicht (2) und die Selbstkleberschicht (4) voneinander trennbar sind,
wobei die Leimschicht (3) entweder vollständig oder zumindest eine Teilschicht (3.2)
der Leimschicht (3) mit der Selbstkleberschicht (4) mitgeht, und
wobei nach einem solchen Trennen die Leimschicht (3) oder die genannte Teilschicht
(8) der Leimschicht die Selbstkleberschicht abdeckt, trocken und nicht klebrig ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leimschicht (3) im Mehrschichtmaterial (1) auch mit der Selbstkleberschicht (4)
direkt in Kontakt ist und eine Diffusionsbarriere für den Selbstkleber der Selbstkleberschicht
(4) bildet.
2. Mehrschichtmaterial (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimschicht (3) so ausgebildet ist, dass beim Trennen zwischen ihr und der Trägerschicht
(2) ein Adhäsionsbruch auftritt.
3. Mehrschichtmaterial (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimschicht (3) so ausgebildet ist, dass beim Trennen in ihr ein Kohäsionsbruch
auftritt.
4. Mehrschichtmaterial (1) nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimschicht (3) oder die genannte Teilschicht (3.2) der Leimschicht nach dem
erwähnten Trennen beschreib- und/oder bedruckbar ist.
5. Mehrschichtmaterial (1) nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leimschicht (3) selbst im Mehrschichtmaterial (1) mindestens zweischichtig (3.3,
3.4) aufgebaut ist und als eine weitere Teilschicht (3.4) eine Schicht umfasst, die
die Aufgabe der Leimschicht (3), als Diffusionsbarriere für den Selbstkleber der Selbstkleberschicht
(4) zu wirken, im wesentlichen übernimmt.
6. Mehrschichtmaterial (1) nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die nach einem Trennen mit der Selbstkleberschicht (4) mitgegangene Leimschicht (3)
oder Teilschicht (3.2) der Leimschicht mechanisch entfernbar ist.
7. Mehrschichtmaterial (1) nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (2) auf ihrer von der Leimschicht (3) abgewandten Seite mit einer
Trennbeschichtung, insbesondere eine Silikonisierung (5) versehen ist.
8. Mehrschichtmaterial (1) nach einem der Ansprüche 1 - 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstkleberschicht (4) mit einem von ihr leicht wieder ablösbaren Abdeckmaterial
(5,6), insbesondere einem Silikonpapier, abgedeckt ist.
9. Formular mit integrierter, herauslösbarer Karte (10, 10', 10"), dadurch gekennzeichnet, dass auf seiner Rückseite, den Bereich der Karte wenigstens teilweise überdeckend, ein
Mehrschichtmaterial (1) nach einem der Ansprüche 1 - 7 aufgeklebt ist und wobei die
Karte (10,10',10") ein durch die Trägerschicht (2) im Formular gehaltener, durch eine
von der Formular-Vorderseite her bis zur Trägerschicht (2) hin ausgeführte Stanzung
(11) im Formular erzeugter Stanzling ist.
10. Formular mit aufgesetzter, ablösbarer Karte (10,10',10"), dadurch gekennzeichnet, dass auf das Formular ein Stück eines Mehrschichtmaterials (1) nach einem der Ansprüche
1 - 7 mittels der Selbstkleberschicht (4) dieses Mehrschichtmaterials (1) aufgeklebt
ist und wobei als ablösbare Karte (10,10',10") die Trägerschicht (2) des Mehrschichtmaterials
(1) dient.
1. A multilayered material (1), which can be used in particular as dispensable material
for forms, having a carrier layer (2), a glue layer (3) and a self-adhesive layer
(4), the glue layer (3) being disposed between the carrier layer (2) and the self-adhesive
layer (4) and being in direct contact with the carrier layer (2);
the carrier layer (2) and the self-adhesive layer (4) being separable from one another,
the glue layer (3) either being detached completely with the self-adhesive layer (4)
or at least a partial layer (3.2) of the glue layer (3) being detached with the self-adhesive
layer (4);
the glue layer (3) or said partial layer (8) of the glue layer covering the self-adhesive
layer and being dry and tack-free after such a separation;
characterized in that
in the multilayered material (1) the glue layer (3) is also in direct contact with
the self-adhesive layer (4) and forms a diffusion barrier for the pressure-sensitive
adhesive of the self-adhesive layer (4).
2. A multilayered material (1) according to claim 1, characterized in that the glue layer (3) is designed in such a way that adhesive failure occurs between
said glue layer and the carrier layer (2) during separation.
3. A multilayered material (1) according to claim 1, characterized in that the glue layer (3) is designed in such a way that cohesive failure occurs in said
glue layer during separation.
4. A multilayered material (1) according to any of claims 1 - 3, characterized in that the glue layer (3) or said partial layer (3.2) of the glue layer can be inscribed
and/or printed after said separation.
5. A multilayered material (1) according to any of claims 1 - 4, characterized in that in the multilayered material (1) the glue layer (3) itself is composed of at least
two layers (3.3, 3.4) and comprises as a further partial layer (3.4) a layer that
essentially assumes the task of the glue layer (3) to function as a diffusion barrier
for the pressure-sensitive adhesive of the self-adhesive layer (4).
6. A multilayered material (1) according to any of claims 1 - 5, characterized in that the glue layer (3) or partial layer (3.2) of the glue layer detached with the self-adhesive
layer (4) upon separation can be removed mechanically.
7. A multilayered material (1) according to any of claims 1 - 6, characterized in that the carrier layer (2) is provided with a release coating, in particular a siliconizing
(5), on the side facing away from the glue layer (3).
8. A multilayered material (1) according to any of claims 1 - 6, characterized in that the self-adhesive layer (4) is covered with a covering material (5, 6) that can be
easily removed from it, in particular silicone release paper.
9. A form with an integrated, detachable card (10, 10', 10"), characterized in that on its backside, at least partially covering the area of the card, a multilayered
material (1) according to any of claims 1 - 7 is affixed, the card (10, 10', 10")
being a punch-out held in the form by the carrier layer (2), which is produced by
a punching action (11) carried out from the front of the form up to the carrier layer
(2).
10. A form with an attached card (10, 10', 10") that can be detached, characterized in that a piece of a multilayered material (1) according to any of claims 1 - 7 is affixed
to the form by means of the self-adhesive layer (4) of this multilayered material
(1), the carrier layer (2) of the multilayered material (1) serving as detachable
card (10, 10', 10").
1. Matériau multicouche (1), utilisable notamment en tant que matériau destiné à être
apposé sur des formulaires, avec une couche de support (2), une couche de colle (3)
et une couche d'auto-adhésif (4), la couche de colle (3) étant disposée entre la couche
de support (2) et la couche d'auto-adhésif (4) ainsi qu'en contact direct avec la
couche de support (2),
la couche de support (2) et la couche d'auto-adhésif (4) pouvant être séparées l'une
de l'autre, la couche de colle (3) restant soit intégralement soit avec au moins une
couche partielle (3.2) de la couche de colle (3) solidaire de la couche d'auto-adhésif
(4), et
la couche de colle (3) ou ladite couche partielle (8) de la couche de colle recouvrant,
après une telle séparation, la couche d'auto-adhésif (4) tout en étant sèche et non-adhésive,
caractérisé en ce que, au sein du matériau multicouche (1), la couche de colle (3) est également en contact
direct avec la couche d'auto-adhésif (4) et constitue pour l'auto-adhésif de la couche
d'auto-adhésif une barrière de diffusion.
2. Matériau multicouche (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de colle (3) est réalisée à façon à ce que la séparation entre elle et
la couche de support (2) provoque une rupture adhésive.
3. Matériau multicouche (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de colle (3) est réalisée à façon à ce que la séparation provoque une rupture
cohésive au sein d'elle.
4. Matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, après ladite séparation, la couche de colle (3) ou ladite couche partielle (3.2)
de la couche de colle est prête à servir de support d'écriture et/ou d'impression.
5. Matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, au sein du matériau multicouche (1), la couche de colle (3) est composée d'au moins
deux couches (3.3, 3.4) et comprend en tant que couche partielle supplémentaire (3.4)
une couche qui assure l'essentiel de la fonction de la couche de colle (3) consistant
à servir de barrière de diffusion pour l'auto-adhésif de la couche d'auto-adhésif
(4).
6. Matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche de colle (3) ou la couche partielle (3.2) de la couche de colle étant restée
solidaire de la couche d'auto-adhésif (4) après une séparation, peut être enlevée
par des moyens mécaniques.
7. Matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche de support (2) est munie, sur son côté opposé à la couche de colle (3),
d'un revêtement anti-adhésif, notamment de type siliconé (5).
8. Matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche d'auto-adhésif (4) est recouverte par un matériau de couverture (5,6) s'en
détachant facilement, notamment par un papier siliconé.
9. Formulaire avec une carte intégrée et détachable (10, 10',10"), caractérisé en ce que, sur son verso, un matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 7
est collé de manière à couvrir au moins partiellement la zone de la carte, et la carte
(10,10',10") étant le résultat d'une opération de découpage (11) réalisée au sein
dudit formulaire depuis la face recto du formulaire et pénétrant jusque dans la couche
de support (2), faisant en sorte que sa tenue dans le formulaire soit assurée par
la couche de support (2).
10. Formulaire avec une carte apposée et détachable (10,10',10"), caractérisé en ce qu'un morceau d'un matériau multicouche (1) selon l'une des revendications 1 à 7 est
collé sur ledit formulaire au moyen de la couche d'auto-adhésif (4) de ce matériau
multicouche (1) et la couche de support (2) du matériau multicouche (1) servant de
carte détachable (10,10',10").
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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