Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betreiben einer Leuchtstofflampe
umfassend eine Halbbrückenanordnung, deren Ausgangssignal einem Lastkreis zuführbar
ist, wobei an den Lastkreis eine Leuchtstofflampe mit Wendelelektroden anschließbar
ist, eine Vorheizvorrichtung zum Vorheizen der Wendelelektroden der Leuchtstofflampe
und eine Leistungsbestimmungsvorrichtung zum Bestimmen eines Vorheizleistungswerts,
der ein Maß für die Leistung darstellt, die während des Vorheizens in den Wendelelektroden
umgesetzt wird. Sie betrifft überdies ein korrespondierendes Verfahren zum Betreiben
einer Leuchtstofflampe.
Stand der Technik
[0002] Die vorliegende Erfindung befasst sich mit der Problematik, dass Leuchtstofflampen
produziert werden, die bei gleichen Abmessungen oder gleichen Fassungen unterschiedliche
elektrische Daten aufweisen. Beispielsweise ist ein Typ auf die umgesetzte elektrische
Leistung und damit den von der Lampe abgegebenen Lichtstrom optimiert, während ein
anderer Typ auf hohe Effizienz ausgerichtet ist und dabei wesentlich weniger elektrische
Leistung umsetzt. Da sich hinsichtlich ihrer Abmessungen entsprechende Lampentypen
in einer gegebenen Leuchte gegeneinander austauschen lassen, wurden Betriebsgeräte
entwickelt, die den jeweilig eingesetzten Lampentyp automatisch erkennen und die richtigen
Betriebsparameter einstellen. Von der Firma Energy Savings ist eine derartige Schaltungsanordnung
zur automatischen Erkennung des eingesetzten Lampentyps bekannt; wovon der wesentliche
Teil in Fig. 1 dargestellt ist. Hierbei wird eine Halbbrückenanordnung, die die zwei
Schalter S1 und S2 umfasst, von einer Zwischenkreisspannung, die gewöhnlich eine Gleichspannung
in der Größenordnung von 400 V ist, angesteuert. Der Mittelpunkt der Halbbrückenanordnung
ist mit einer Lampendrossel L
S verbunden, die nach dem Zünden der Lampe LA zur Strombegrenzung dient. Zwei Kondensatoren
C
K1, C
K2 dienen als Koppelkondensatoren. Ein Lastkreis umfasst neben der bereits erwähnten
Lampendrossel L
S einen Resonanzkondensator C
R. Sie dienen der Erzeugung der zum Zünden der Lampe notwendigen Spannung.
[0003] Die Lampe LA umfasst zwei Wendelelektroden W1, W2, die wie folgt vorgeheizt werden:
Die Lampendrossel L
S bildet zusammen mit einer Induktivität L1 eines Vorheizkreises VK einen Übertrager.
So lange die Lampe LA noch nicht gezündet hat, kann auf diesem Wege der Vorheizkreis
VK über die Lampendrossel mit Energie versorgt werden. Im Vorheizkreis VK ist weiterhin
ein Schalter S3 angeordnet, der zum Zwecke des Einschaltens der Vorheizung geschlossen
wird. Bei geschlossenem Schalter S3 und nicht gezündeter Lampe LA wird durch die Induktivität
L1 ein Strom durch den Vorheizkreis VK getrieben. Dieser durchfließt eine Induktivität
L2, die als Primärinduktivität mit zwei weiteren Induktivitäten L21, L22 einen Übertrager
bildet. Sobald Strom durch die Induktivität L2 fließt, fließt auch Strom durch die
Induktivitäten L21 und L22, wodurch ein Stromfluß durch die Wendelelektroden W1 und
W2 erzeugt wird, der eine Erwärmung der Wendelelektroden W1, W2 zur Folge hat, diese
also vorheizt. Die Höhe der Ströme I
21, I
22 hängt von der Impedanz der Wendelelektroden W1, W2 ab. Die Ströme I
21, I
22 stehen in einem festen Verhältnis zum Strom I
1 des Vorheizkreises VK. Indem der Spannungsabfall U
R1 an einem Messwiderstand R
1 gemessen wird, lässt sich der Strom I
1 bestimmen und damit feststellen, welcher Lampentyp in der Schaltungsanordnung eingesetzt
ist. Zur automatischen Steuerung der Halbbrückenanordnung wird die am Widerstand R
1 abfallende Spannung U
R1 einem Prozessor zugeführt, der entsprechend des ermittelten Lampentyps die Betriebsparameter
einstellt. Nach dem Vorheizen der Lampe LA wird die Lampe durch Ansteuern der Schalter
S1, S2 der Halbbrückenanordnung mit einer geeigneten Frequenz die an der Lampe anliegende
Spannung infolge des von der Lampendrossel L
S und des Resonanzkondensators C
R gebildeten Resonanzkreises so sehr erhöht, dass es zu einer Zündung der Lampe LA
kommt. Nach dem Zünden der Lampe LA werden die Schalter S1, S2 der Halbbrückenanordnung
mit einer Frequenz betrieben, die dem Normalbetrieb der Lampe entspricht. Wie für
den Fachmann offensichtlich verwendet die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung
einen aktiv geschalteten Vorheizkreis VK.
Darstellung der Erfindung
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung der
eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine automatische Erkennung des
in der Schaltungsanordnung eingesetzten Lampentyps auch bei Schaltungsanordnungen
mit nicht aktiv geschaltetem Vorheizkreis ermöglicht wird. Weiterhin soll ein entsprechendes
Verfahren zum Betreiben einer Leuchtstofflampe zur Verfügung gestellt werden.
[0005] Diese Aufgaben werden gelöst durch eine gattungsgemäße Schaltungsanordnung, bei der
mit einer Leistungsbestimmungsvorrichtung die während des Vorheizens in den Lastkreis
fließende Leistung bestimmbar ist.
[0006] Die verfahrensgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren, bei dem zunächst eine
Leuchtstofflampe unter Zuführung von Energie aus einer Halbbrückenanordnung in einen
Lastkreis vorgeheizt wird, wobei die Leuchtstofflampe, die Wendelelektroden aufweist,
an einen Lastkreis angeschlossen ist. Dabei wird ein Vorheizleistungswert bestimmt,
der ein Maß für die während des Vorheizens in den Lastkreis fließende Leistung darstellt.
In Abhängigkeit des ermittelten Vorheizleistungswerts wird einer von mindestens zwei
Abläufen zum Betreiben der Schaltungsanordnung ausgewählt.
[0007] Die erfindungsgemäßen Lösungen basieren auf der Erkenntnis, dass bei Schaltungsanordnungen
mit nicht aktiv geschaltetem Vorheizkreis die in den Lastkreis fließende Leistung
korreliert ist mit dem in die Schaltungsanordnung eingesetzten Lampentyp, solange
die Lampe nicht gezündet ist. Insbesondere lassen sich die im Lastkreis umgesetzten
Anteile herausrechnen, da die Werte der Bauelemente bekannt und konstant sind. Insofern
hängt die in den Lastkreis fließende Leistung im wesentlichen von der Impedanz der
Wendelelektroden ab, so dass im Rückschluss aufgrund der in den Lastkreis fließenden
Leistung geschlossen werden kann, welcher Lampentyp eingesetzt wurde. In Abhängigkeit
des festgestellten Lampentyps können dann die geeigneten Betriebsparameter eingestellt
werden. Im Gegensatz zu der bekannten, in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung
kann die Vorheizung bei erfindungsgemäßen Schaltungsanordnungen außer mit Vorheizinduktivitäten
auch mit Vorheizwiderständen oder durch Ausbildung eines Resonanzkreises erfolgen.
Insofern wird das Spektrum der Möglichkeiten des Vorheizens deutlich erweitert. Bei
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung erfolgt Vorheizen, Zünden und Normalbetrieb
der Lampe über ein und dieselbe Schaltungsanordnung, lediglich durch Variation der
Frequenz, mit der die Schalter der Halbbrückenanordnung geöffnet und geschlossen werden.
Vorteilhafterweise wird von der Leistungsbestimmungsvorrichtung der in einem Halbbrückenzweig
fließende Strom ausgewertet. Beispielsweise unter Verwendung eines Messwiderstands
oder einer Induktivität lässt sich hierdurch auf besonders einfache Weise die in den
Lastkreis fließende Leistung bestimmen.
[0008] Bevorzugt umfasst die Schaltungsanordnung weiterhin eine Ablaufsteuerung, die in
Abhängigkeit des Vorheizleistungswerts einen von mindestens zwei Abläufen zum Betreiben
der Schaltungsanordnung auswählt. Durch diese Maßnahme kann sichergestellt werden,
dass die Schaltungsanordnung automatisch, d.h. ohne Interaktion eines Bedieners, mit
Betriebsparametern betrieben wird, die dem festgestellten Lampentyp entsprechen.
[0009] Die mindestens zwei Abläufe zum Betreiben der Schaltungsanordnung können Betriebsarten
der Schaltungsanordnung zum Vorheizen und/oder Zünden und/oder Normalbetreiben der
Leuchtstofflampe oder Maßnahmen bei defekter oder nicht eingesetzter Leuchtstofflampe
umfassen.
[0010] Hierdurch wird zum einen sichergestellt, dass bei erkanntem Leuchtstofflampentyp
die Lampe in geeigneter Weise vorgeheizt, gezündet bzw. normal betrieben wird, d.h.
ohne dass die Schaltungsanordnung oder die Leuchtstofflampe Schaden nimmt. Weiterhin
kann hierdurch detektiert werden, ob die Lampenwendeln intakt sind bzw. ob überhaupt
eine Leuchtstofflampe eingesetzt ist. Im Stand der Technik hingegen ist die Wendeldetektion
relativ zeit- und kostenaufwendig, so dass bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,
bei der die Wirkleistung im Lastkreis ohnehin erfasst wird, eine merkliche Materialeinsparung
sowie eine elektrisch günstigere Konfiguration des Lastkreises möglich ist.
[0011] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
umfasst weiterhin eine Steuerungs- oder Regelvorrichtung, wobei mit der Leistungsbestimmungsvorrichtung
auch im Normalbetrieb der Leuchtstofflampe die in den Lastkreis fließende Leistung
ermittelbar ist, und die Steuerungs- oder Regelvorrichtung ausgelegt ist, in Abhängigkeit
von dieser ermittelten Leistung Parameter für den Normalbetrieb der Schaltungsanordnung
zu ändern. Eine Steuerung oder Regelung der in den Lastkreis fließenden Leistung im
Normalbetrieb ist deshalb nötig, da die Leuchtstofflampe je nach Temperatur bei unterschiedlichen
Arbeitspunkten betrieben wird, d.h. dass insbesondere kurz nach dem Einschalten der
Arbeitspunkt andere Strom und Spannungswerte aufweist als bei Betriebstemperatur.
Insofern stellt die Lampe keine konstante Last dar. Diese vorhandene Leistungserfassung
kann bei geeigneter Auslegung auch zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe verwendet
werden. Die Steuerungs- oder Regelvorrichtung kann ausgelegt sein, den ermittelten
Vorheizleistungswert gegen einen Sollwert zu vergleichen, um die Parameter für den
Normalbetrieb in Abhängigkeit des Ergebnisses dieses Vergleichs zu ändern.
[0012] Besonders bevorzugt umfasst die Ablaufsteuerung eine bistabile Stufe, um in Abhängigkeit
des ermittelten Vorheizleistungswertes eine von zwei Betriebsarten der Schaltungsanordnung
auszuwählen. Diese Variante ist insbesondere geeignet für Schaltungsanordnungen, in
die nur zwei Lampentypen einsetzbar sind, die sich hinsichtlich ihrer Abmessungen
entsprechen. In diesem Fall genügt diese einfache Lösung, um automatisch den eingesetzten
Lampentyp zu erkennen und die zugehörigen Betriebsparameter einzustellen.
[0013] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Hinweis auf die beigefügten
Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar:
- Fig. 1
- einen Teil einer aus dem Stand der Technik bekannten Schaltungsanordnung mit aktiv
geschaltetem Vorheizkreis;
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung und
- Fig.3
- in schematischer Blockschaltbilddarstellung ein Betriebsgerät zum Betreiben einer
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung.
[0015] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung, wobei Elemente und Größen,
die denen von Fig. 1 entsprechen mit denselben Bezugszeichen bezeichnet sind. Die
in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung umfasst ebenfalls eine Halbbrückenanordnung
mit zwei Schaltern S1, S2, die von einer Spannung Uz gespeist werden. Der Mittelpunkt
der Halbbrückenanordnung ist mit einer Lampendrossel Ls verbunden, deren anderes Ende
mit einer ersten Wendelelektrode W1 der Lampe LA verbunden ist. Die Lampendrossel
Ls bildet mit einem Resonanzkondensator C
R, der zwischen der Wendelelektrode W1 und einer zweiten Wendelelektrode W2 geschaltet
ist, einen Resonanzkreis zum Zünden der Lampe LA. Zwei Kondensatoren C
K1, C
K2 dienen wiederum als Koppelkondensatoren. Die in den Lastkreis LK fließende Leistung
ist korreliert mit einem Strom I
RM, der durch einen in einem Halbbrückenzweig der Halbbrückenanordnung angeordneten
Messwiderstand R
M fließt. Bevorzugt wird die am Messwiderstand R
M abfallende Spannung U
RM zur Ermittlung der in den Lastkreis LK fließenden Leistung ausgewertet.
[0016] Bei der in Fig. 2 dargestellten Schaltungsanordnung wird kein aktiv geschalteter
Vorheizkreis zum Vorheizen der Wendelelektroden W1, W2 der Leuchtstofflampe LA verwendet.
Vielmehr werden die Betriebszustände der Leuchtstofflampe LA wie Vorheizen, Zünden
und Normalbetrieb durch geeignete Einstellung der Frequenz bewirkt, mit der die Schalter
S1, S2 der Halbbrückenanordnung geöffnet und geschlossen werden.
[0017] In Fig. 3 ist in Blockschaltbilddarstellung ein Betriebsgerät gezeigt, an dem eine
bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung gezeigt ist.
Das in Fig. 3 gezeigte Betriebsgerät dient insbesondere zur Einstellung geeigneter
Betriebsparameter eines ersten und eines zweiten Lampentyps. Dem ersten Lampentyp
ist während des Vorheizens eine Leistung P1 zugeordnet, während dem zweiten Lampentyp
beim Vorheizen eine Leistung P2 zugeordnet ist. Das in Fig. 3 dargestellte Betriebsgerät
weist einen Eingang E zum Anschließen einer Netzspannung U
N an ein Bauteil 10 auf. Bauteil 10 umfasst ein HF-Filter, einen Gleichrichter sowie
eine Schaltung zur Begrenzung der Netzstromoberschwingungen. Das Ausgangssignal des
Bauteils 10 ist typischerweise eine stabilisierte Gleichspannung von ca. 400 V, die
sogenannte Zwischenkreisspannung, die eine Halbbrückenanordnung 12 speist. Die Zwischenkreisspannung
U
Z wird von der Halbbrückenanordnung 12 in ein Rechteckspannungssignal U
R umgewandelt, dessen Frequenz durch einen Oszillator 14 bestimmbar ist. Die Rechteckspannung
U
R wird an einen Lastkreis 16 geleitet, der einen Resonanzkreis zum Zünden einer an
ihn angeschlossenen Lampe LA umfasst. Der Lastkreis 16 dient weiterhin dazu, den Lampenstrom
im Normalbetrieb der Lampe LA zu begrenzen. Der Oszillator 14 wird von einer Ablaufsteuerung
18 angesteuert, mittels der die zum Vorheizen, Zünden und Normalbetrieb der Lampe
LA notwendigen Frequenzen und/oder Tastverhältnisse der Rechteckspannung U
R einstellbar sind. Ablaufsteuerung 18, Oszillator 14 und Halbbrückenanordnung 12 sind
nicht notwendigerweise getrennte Schaltkreise, sondern können wie bei einem freischwingenden
Inverter eine Einheit bilden. Die an einem nicht dargestellten Messwiderstand R
M, der in einem Halbbrückenzweig der Halbbrückenanordnung angeordnet ist, abfallende
Spannung U
RM wird einer Leistungsbestimmungsvorrichtung 20 zugeführt. Aus der Spannung U
RM und in Kenntnis der Bauelemente des Lastkreises 16 lässt sich die in den Lastkreis
fließende Leistung P
ist ermitteln. Von einem Schwellwertschalter 22 wird die Leistung P
ist mit einem Schwellwert P
schwell verglichen, der so gewählt ist, dass die Leistung P
ist bei angeschlossenem ersten Lampentyp während der gesamten Vorheizphase sicher kleiner
ist als P
schwell, während der Anschluss eines zweiten Lampentyps dazu führt, dass während des Vorheizens
der Schwellwert P
schwell mindestens zeitweise überschritten wird. Wird der Schwellwert P
schwell nicht überschritten, so bleibt der Ausgang des Schwellwertschalters im Zustand L,
andernfalls geht der Ausgang des Schwellwertschalters 22 zumindest zeitweise in den
Zustand H über. Nur während der Vorheizphase erzeugt die Ablaufsteuerung 18 ein Signal,
wodurch der elektrische Schalter 24 geschlossen wird. Hierdurch wird das Ausgangssignal
des Schwellwertschalters 22 an eine bistabile Stufe 26 geleitet und übernommen. Die
bistabile Stufe 26 stellt an ihrem Ausgang im Ruhezustand ein Signal bereit, das dem
Zustand L des Schwellwertschalters 22 entspricht. Wird dieses Ausgangssignal am Ausgang
der bistabilen Stufe 26 bereitgestellt, schaltet ein Schalter 28 in die in Fig. 3
dargestellte Stellung, so dass einem Regelverstärker 30 eine Sollgröße zugeführt wird,
die einer Leistung P1 entspricht. Als zu regelnde Größe wird dem Regelverstärker 30
die Leistung P
ist zugeführt.
[0018] Für den Fall, dass der Schwellwertschalter 22 an seinem Ausgang ein Signal bereitstellt,
das dem H-Zustand entspricht, bewirkt die bistabile Stufe 26, dass der Schalter 28
umschaltet und ein Signal an den Regelverstärker 30 übermittelt, das mit der Leistung
P2 korreliert ist. Bereits ein kurzzeitiges Auftreten des H-Zustands am Ausgang des
Schwellwertschalters 22 genügt, um den Schalter 28 in die P2-Position zu bringen.
In dem Zustand P2 verharrt der Schalter 28 bis das Betriebsgerät abgeschaltet wird.
[0019] Bei dem in Fig. 3 dargestellten Betriebsgerät wird die der Lampe LA während des Vorheizens
zugeführte Leistung geregelt. In einer einfacheren Ausführungsform wird die der Lampe
LA während des Vorheizens zugeführte Leistung nach Vorgabe einer Sollleistung gesteuert.
[0020] Im Hinblick auf den festgestellten Lampentyp stellt die Ablaufsteuerung 18 geeignete
Signale zum Betreiben der Lampe nicht nur während der Vorheizphase, sondern auch zum
Zünden und im Normalbetrieb bereit, insbesondere durch Variation der von Amplitude,
Frequenz und Tastverhältnis der Spannung U
R.
[0021] Wie für den Fachmann offensichtlich, können anstelle der Verwendung einer bistabilen
Stufe auch andere Methoden eingesetzt werden, um nach Feststellung des eingesetzten
Lampentyps eine entsprechende Ansteuerung der Lampe sicherzustellen.
[0022] Selbstverständlich kann in einer nicht dargestellten Ausführungsform, wie aus Fig.
1 bekannt, das Vorheizen der Wendelelektroden mittels Vorheizinduktivitäten realisiert
sein.
1. Schaltungsanordnung zum Betreiben einer Leuchtstofflampe (LA) umfassend
- eine Halbbrückenanordnung (12), deren Ausgangssignal einem Lastkreis (LK; 16) zuführbar
ist, wobei an den Lastkreis (LK; 16) eine Leuchtstofflampe (LA) mit Wendelelektroden
(W1, W2) anschließbar ist,
- eine Vorheizvorrichtung (L21, L22, CR) zum Vorheizen der Wendelelektroden (W1, W2) der Leuchtstofflampe (LA) und
- eine Leistungsbestimmungsvorrichtung (20) zum Bestimmen der Vorheizleistung, die
während des Vorheizens in den Wendelelektroden (W1, W2) umgesetzt wird,
- eine Ablaufsteuerung (18), die in Abhängigkeit der vom Lastkreis (LK; 16) während
des Vorheizens aufgenommenen Leistung (Pist) einen von mindestens zwei Abläufen (P1, P2) zum Betreiben der Schaltungsanordnung
auswählt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsbestimmungsvorrichtung (20) den in einem Halbbrückenzweig der Halbbrückenanordnung
(12) fließende Strom (I
RM) ausgewertet und damit die vom Lastkreis (LK; 16) während des Vorheizens und die
von der Leuchtstofflampe (LA) im Normalbetrieb aufgenommene Leistung bestimmbar ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Abläufe (P1, P2) zum Betreiben der Schaltungsanordnung Betriebsarten
der Schaltungsanordnung zum Vorheizen und/oder Zünden und/oder Normalbetreiben der
Leuchtstofflampe (LA) oder Maßnahmen bei defekter oder nicht eingesetzter Leuchtstofflampe
(LA) umfassen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin eine Steuerungs- oder Regelungsvorrichtung (22, 26, 28, 30) umfasst,
die ausgelegt ist, in Abhängigkeit von der im Normalbetrieb der Leuchtstofflampe (LA)
in den Lastkreis fließenden Leistung (Pist) Parameter für den Normalbetrieb der Schaltungsanordnung zu ändern.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungs- und Regelvorrichtung (22, 26, 28, 30) ausgelegt, ist, den ermittelten
Vorheizleistungswert gegen einen Sollwert (Pschwell) zu vergleichen, um die Parameter für den Normalbetrieb in Abhängigkeit des Ergebnisses
dieses Vergleichs zu ändern.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufsteuerung (18) eine bistabile Stufe (26) umfasst, um in Abhängigkeit des
ermittelten Vorheizleistungswert (Pist) eine von zwei Betriebsarten (P1, P2) der Schaltungsanordnung auszuwählen.
6. Verfahren zum Betreiben einer Leuchtstofflampe (LA), folgende Schritte umfassend:
a) Vorheizen der Leuchtstofflampe (LA) durch eine Vorheizvorrichtung, unter Zuführung
von Energie aus einer Halbbrückenanordnung (12) in einen Lastkreis (16; LK), an dem
die Leuchtstofflampe (LA), die Wendelelektroden (W1, W2) aufweist, angeschlossen ist;
b) Bestimmen eines Vorheizleistungswerts (Pist) mit Hilfe einer Leistungsbestimmungsvorrichtung (20), der ein Maß für die während
des Vorheizens in den Lastkreis (16; LK) fließende Leistung darstellt;
c) In Abhängigkeit des ermittelten Vorheizleistungswerts (Pist) Auswählen eines von mindestens zwei Abläufen (P1, P2) zum Betreiben der Schaltungsanordnung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsbestimmungsvorrichtung den in einem Halbbrückenzweig der Halbbrückenanordnung
(12) fließenden Strom (I
RM) auswertet und damit die vom Lastkreis (LK; 16) während des Vorheizens und die von
der Leuchtstofflampe (LA) im Normalbetrieb aufgenommene Leistung bestimmt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt b) zur Bestimmung des Vorheizleistungswert (Pist) der während des Vorheizens durch die Halbbrückenanordnung (12) fließende Strom IRM ermittelt wird.
1. Circuit arrangement for operating a fluorescent lamp (LA), comprising
- a half-bridge arrangement (12) whose output signal can be fed to a load circuit
(LK; 16), it being possible to connect a fluorescent lamp (LA) with filament electrodes
(W1, W2) to the load circuit (LK; 16),
- a preheating device (L21, L22, CR) for preheating the filament electrodes (W1, W2) of the fluorescent lamp (LA), and
- a power determining device (20) for determining the preheating power that is converted
in the filament electrodes (W1, W2) during preheating,
- a sequence control system (18) which selects one of at least two sequences (P1,
P2) for operating the circuit arrangement as a function of the power (Pact) consumed by the load circuit (LK; 16) during preheating,
characterized in that the power determining device (20) evaluates the current (I
RM) flowing in a half-bridge arm of the half-bridge arrangement (12), and it is thereby
possible to determine the power consumed by the load circuit (LK; 16) during preheating
and the power consumed by the fluorescent lamp (LA) in normal operation.
2. Circuit arrangement according to Claim 1, characterized in that the at least two sequences (P1, P2) for operating the circuit arrangement comprise
operating modes of the circuit arrangement for preheating and/or igniting and/or normal
operations of the fluorescent lamp (LA), or measures in the event of a defective or
unused fluorescent lamp (LA).
3. Circuit arrangement according to Claim 1, characterized in that it further comprises a controlling or regulating device (22, 26, 28, 30) which is
designed to change parameters for the normal operation of the circuit arrangement
as a function of the power (Pact) flowing into the load circuit in normal operation of the fluorescent lamp (LA) .
4. Circuit arrangement according to Claim 3, characterized in that the controlling and regulating device (22, 26, 28, 30) is designed to compare the
determined preheating power value against a desired value (Pthres) in order to change the parameters for the normal operation as a function of the
result of this comparison.
5. Circuit arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the sequence control system (18) comprises a bistable stage (26) in order to select
one of two operating modes (P1, P2) of the circuit arrangement as a function of the
determined preheating power value (Pact).
6. Method for operating a fluorescent lamp (LA), comprising the following steps:
a) preheating the fluorescent lamp (LA) via a preheating device while feeding energy
from a half-bridge arrangement (12) into a load circuit (16; LK) to which the fluorescent
lamp (LA), which has filament electrodes (W1, W2), is connected;
b) determining with aid of a power determining device (20) a preheating power value
(Pact) that is a measure of the power flowing into the load circuit (16; LK) during preheating;
and
c) selecting one of at least two sequences (P1, P2) for operating the circuit arrangement
as a function of the determined preheating power value (Pact),
characterized in that the power determining device evaluates the current (I
RM) flowing in a half-bridge arm of the half-bridge arrangement (12) and thereby determines
the power consumed by the load circuit (LK; 16) during preheating and the power consumed
by the fluorescent lamp (LA) in normal operation.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the current IRM flowing through the half-bridge arrangement (12) during preheating is determined
in step b) for determining the preheating power value (Pact).
1. Montage pour faire fonctionner une lampe (LA) fluorescente comprenant
- un montage (12) en demi-pont, dont le signal de sortie peut être envoyé à un circuit
(LK ; 16) de charge, une lampe (LA) fluorescente ayant des électrodes (W1, W2) de
filament pouvant être raccordée au circuit (LK ; 16) de charge,
- un dispositif (L21, L22, CR) de préchauffage pour préchauffer les électrodes (W1, W2) de filament de la lampe
(LA) fluorescente et
- un dispositif (20) de détermination de la puissance pour déterminer la puissance
de préchauffage qui est transformée dans les électrodes (W1, W2) de filament pendant
le préchauffage,
- une commande (18) de régime qui sélectionne l'un d'au moins deux régimes (P1, P2)
de fonctionnement du montage en fonction de la puissance (Pist) absorbée par le circuit (LK ; 16) de charge pendant le préchauffage,
caractérisé en ce que le dispositif (20) de détermination de la puissance exploite le courant (I
RM) passant dans une branche du montage (12) en demi-pont, et ainsi la puissance absorbée
par le circuit (LK ; 16) de charge pendant le préchauffage et la puissance absorbée
par la lampe (LA) fluorescente en fonctionnement normal peuvent être déterminées.
2. Montage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les au moins deux régimes (P1, P2) de fonctionnement du montage comprennent des types
de fonctionnement du montage pour le préchauffage et/ou l'amorçage et/ou le fonctionnement
normal de la lampe (LA) fluorescente ou des mesures à prendre lorsque la lampe (LA)
fluorescente est défectueuse ou n'est pas utilisée.
3. Montage suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend, en outre, un dispositif (22, 26, 28, 30) de commande ou de régulation,
qui est conçu pour modifier des paramètres du fonctionnement normal du montage, en
fonction de la puissance (Pist) passant dans le circuit de charge en fonctionnement normal de la lampe (LA) fluorescente.
4. Montage suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif (22, 26, 28, 30) de commande et de régulation est conçu pour comparer
la valeur déterminée de puissance de préchauffage à une valeur (Pschwell) de consigne pour modifier les paramètres du fonctionnement normal en fonction du
résultat de cette comparaison.
5. Montage suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la commande (18) de régime comprend un étage (26) bistable pour sélectionner l'un
de deux types (P1, P2) de fonctionnement du montage en fonction de la valeur (Pist) de puissance de préchauffage déterminée.
6. Procédé pour faire fonctionner une lampe (LA) fluorescente comprenant les stades suivants
:
a) on préchauffe la lampe (LA) fluorescente par un dispositif de préchauffage en apportant
de l'énergie d'un montage (12) en demi-pont à un circuit (16 ; LK) de charge, auquel
la lampe (LA) fluorescente qui a des électrodes (W1, W2) de filament est raccordée
;
b) on détermine une valeur (Pist) de puissance de préchauffage à l'aide d'un dispositif (20) de détermination de puissance,
qui représente une mesure de la puissance passant dans le circuit (16 ; LK) de charge
pendant le préchauffage ;
c) on sélectionne l'un d'au moins deux régimes (P1, P2) de fonctionnement du montage
en fonction de la valeur (Pist) de puissance de préchauffage déterminée,
caractérisé en ce que le dispositif de détermination de puissance exploite le courant (I
RM) passant dans une branche du montage (12) en demi-pont, et détermine ainsi la puissance
absorbée par le circuit (LK ; 16) de charge pendant le préchauffage et la puissance
absorbée par la lampe (LA) fluorescente en fonctionnement normal.
7. Procédé suivant la revendication 6, caractérisé en ce qu'au stade b) de détermination de la valeur (Pist) de la puissance de préchauffage, on détermine le courant (IRM) passant dans le montage (12) en demi-pont pendant le préchauffage.