[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftragen von Flüssigkeiten, insbesondere
Thermoplasten, auf ein Substrat, wobei die Substanz aufgeschmolzen, beheizt und mittels
einer Düse oder eines Rakels durch einen perforierten Zylinder auf ein Trägermaterial
aufgebracht wird.
[0002] Bekannt sind im medizinischen Bereich Substrate, die mit hochviskosen Materialien
beschichtet werden. Unter bestimmten Gesichtspunkten ist es sinnvoll, dass diese Beschichtungen
keine geschlossenen Oberflächen aufweisen sondern punktförmig aufgetragen werden,
was zum Beispiel erlaubt, dass die Haut unter Bandagen auf Grund der Austrittsmöglichkeit
von Schweiß und sonstigen Ausscheidungen der Haut nicht mazeriert Ein adäquates Verfahren
um diese punktförmige Beschichtung zu erreichen, stellt der Rotationssiebdruck dar.
[0003] In diesem Verfahren befindet sich im Inneren eines rotierenden Siebs eine Düse über
die von außen her das zu beschichtende Fluid in den Siebraum eingebracht und durch
die Sieblöcher in Richtung des zu beschichtenden Substrats hindurchgedrückt wird.
Entsprechend der Transportgeschwindigkeit des Substrats (Rotationsgeschwindigkeit
der Siebtrommel) wird das Sieb vom Substrat abgehoben. Bedingt durch die Adhäsion
und die innere Kohäsion des Fluids wird von der auf dem Träger bereits haftenden Basis
der Kalotten der in den Löchern begrenzte Vorrat an Heißschmelzklebemasse konturenscharf
abgezogen beziehungsweise durch den bestehenden Druck auf den Träger gefördert.
[0004] Nach Beendigung dieses Transportes formt sich, abhängig von der Rheologie des Fluids,
über der vorgegebenen Basisfläche die mehr oder weniger stark gekrümmte Oberfläche
der Kalotte. Das Verhältnis Höhe zur Basis der Kalotte hängt vom Verhältnis Lochdurchmesser
zur Wandstärke der Siebtrommel und den physikalischen Eigenschaften (Fließverhalten,
Oberflächenspannung und Benetzungswinkel auf dem Trägermaterial) des Fluids ab.
[0005] Als Substratmaterialien sind bereits zahlreiche Materialien auf Folien-, Gewebe-,
Gewirke-, Vlies-, Gel- oder Schaumstoffbasis vorbeschrieben und werden auch in der
Praxis eingesetzt. Auf dem medikalen Sektor stellen sich besondere Anforderungen an
die Trägermaterialien. Die Materialien müssen hautverträgfich, in.der Regel luft-
und/oder wasserdampfdurchlässig sowie gut anmodellierbar und anschmiegsam sein. Aufgrund
dieser Anforderungen wird häufig ein möglichst dünner oder weicher Träger bevorzugt.
Zur Handhabung und beim Gebrauch ist bei den Trägermaterialien aber auch eine ausreichende
Festigkeit und gegebenenfalls begrenzte Dehnbarkeit gefordert. Weiterhin sollte das
Trägermaterial auch nach dem Durchnässen eine ausreichende Festigkeit und geringe
Dehnbarkeit aufweisen.
[0006] Die Ausführung von Düse und Sieb wird in CH 648 497 A5 grundlegend beschrieben, Verbesserungen
des Verfahrens werden in EP 0 288 541 A1, EP 0 565 133 A1, EP 0 384 278 A1 und DE
42 31 743 A1 beschrieben.
[0007] Für die Beschichtung von Trägermaterialien mit späterem medizinischen, kosmetischen
oder technischen Verwendungszweck werden bevorzugt Klebemassen, besonders bevorzugt
Selbstklebemassen eingesetzt. Diese gehören bevorzugt den Materlalklassen der Lösungen,
der Dispersionen, der Präpolymere und der thermoplastischen Polymere an.
[0008] Vorteilhafterweise werden thermoplastische Heißschmelzklebemassen eingesetzt auf
Basis natürlicher und synthetischer Kautschuke und anderer synthetischer Polymere
wie beispielhaft Acrylate, Methacrylate, Polyurethane, Polyolefine, Polyvinylderivate,
Polyester oder Silikone mit entsprechenden Zusatzstoffen wie Klebharzen, Weichmachern,
Stabilisatoren und anderen Hilfsstoffen soweit erforderlich.
[0009] Ihr Erweichungspunkt sollte höher als 50 °C liegen, die Applikationstemperatur beträgt
in der Regel mindestens 90 °C, bevorzugt zwischen 100 °C und 180 °C, beziehungsweise
180 °C und 220 °C bei Silikonen.
[0010] Das Verfahren verlangt also, dass die Heißschmelzklebemasse auf eine entsprechende
Temperatur gebracht wird, um sie zu verflüssigen, so dass sie durch die Sieblöcher
durchtreten kann. Üblicherweise wird die Heißschmelzklebemasse bereits im Zuführungssystem
und in der Düse auf die entsprechende Temperatur gebracht. Dabei wird im allgemeinen
versucht, eine möglichst hohe Temperatur einzustellen, da dadurch die Viskosität des
Klebers gesenkt wird und eine höhere Produktionsgeschwindigkeit erreicht werden kann.
Diesem Vorgang sind aber enge Grenzen gesetzt, da bei zu hoher Temperatur die Hotmelts
in kurzer Zeit einem chemischen Zersetzungsprozess unterliegen, was gerade bei medizinischen
Beschichtungen, die in Kontakt mit der Haut gelangen, nicht hinnehmbar ist
[0011] Um die Heißschmelzklebemasse einer möglichst kurzen Wärmebelastung auszusetzen und
damit die chemische Belastung zu minimieren, existieren verschiedene Möglichkeiten.
die sich im wesentlichen dadurch auszeichnen, dass das Sieb beheizt wird, damit der
Kleber in der kritischen Zone des Durchtritts des Klebers durch die Sieblöcher erhitzt
wird beziehungsweise ein Abkühlen verhindert wird.
[0012] Im Sieb oder um das Sieb herum werden zum Beispiel Heizelemente angeordnet, die als
Strahlungsquelle ausgeführt werden (EP 0 288 541 A1). Auch die Beheizung mit Heißtuft
wird beschrieben (CH 648 497 A5). Diese Arten der Beheizung haben jedoch den Nachteil.
dass nicht nur das Sieb mit Energie beaufschlagt wird, sondern auf Grund der Streuung
und der Durchlässigkeit des Siebes für Strahlung und Luftströmung auch die Umgebung
und das zu beschichtende Substrat
[0013] Des weiteren wird ein Verfahren beschrieben, in dem das Sieb selbst als Heizquelle
verwendet wird, indem es als elektrischer Widerstand in einem Stromkreis liegt (EP
0 384 278 A1). Dies bedingt aber umfangreiche maschinenbauliche Maßnahmen um das rotierende
Sieb gegen die übrige Maschine elektrisch zu isolieren.
[0014] Dieses Verfahren zeigt auch Schwächen im Dauereinsatz: Da die im rotativen Siebdruck
verwendeten Siebe mechanisch nicht sehr stabil sind, kann es im längeren Betrieb zu
Torsionen mit entsprechenden Beulenbildungen kommen. In diesem Fall berühren Teile
des Siebs die Düse, an der aus verfahrenstechnischen Gründen keine Isolierung angebracht
werden kann, und es kommt zu Kurzschlüssen .
[0015] Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung ist, dass sich das Sieb in den Bereichen,
in denen es nicht in Kontakt mit der Substanz, dem zu beschichtendem Substrat und
der Düse steht, wesentlich stärker erhitzt als in den Bereichen, in denen ein solcher
Kontakt vorliegt, bei dem Wärme abgeführt wird. Temperaturunterschiede von 40 bis
60 °C sind hier die Regel. Das bedingt eine meist in den Randbereichen auftretende
zonale mechanische Schwächung der Siebmaterialien durch Versprödung durch Überhitzung.
Die Folge ist, dass es insbesondere bei höherer Produktionsgeschwindigkeit zu zerstörerischen
Brüchen des Siebs kommt.
[0016] Der bisherige Stand der Siebbeheizung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass das
Hauptaugenmerk auf eine möglichst gleichmäßige Temperierung des Siebes entlang des
gesamten Umfangs gelegt wird. Dies ist mit der oben genannten Widerstandsheizung nahezu
ideal gelöst. Bei der Heißluftheizung wird dieses Ziel mittels einer das Sieb umschließenden
Haube verfolgt (CH 648 497 A5), bei der Strahlungsheizung mit der Verwendung mehrerer
Heizelemente entlang des Umfangs.
[0017] Nachteilig an der Beheizung des gesamten Umfangs ist einerseits die chemische Belastung
des umlaufenden, auf dem Sieb verbleibenden dünnen Kleberfilms durch den intensiven
Energieeintrag bei gleichzeitigem großen Oberfläche/Volumen-Verhältnis und somit großer
Kontaktfläche zum umgebenden Luftsauerstoff, andererseits die unnötige Abstrahlung
eines Teils der eingebrachten Energie an die Umgebung.
[0018] Ebenfalls Stand der Technik ist es, in den Zwickel, in dem sich die Kalotten aus
dem Sieb lösen, gezielt Energie einzubringen, um entstehende Spinnfäden des sich aus
dem Sieb lösenden Klebers abzuschmelzen und das Ausziehen das Spinnfadens so zu unterbinden
(CH 648 497 A5; DE 39 05 342 A1). Dies ist oft notwendig, da sich das Sieb nach dem
Übertrag des wesentlichen Teils der Klebstoffkalotte zu schnell abkühlt und somit
der verbleibende Kleberrest in seiner Viskosität so erhöht wird, dass das Verspinnen
möglich wird. Die auf den Gesamtumfang ausgerichteten Siebheizungen nach dem Stand
der Technik sind hier in ihrer Energiedichte nicht ausreichend oder können ihre Energie
aufgrund der geometrischen Gegebenheiten nicht in ausreichender Weise an diesen Punkt
des Ablösens des Klebers vom Sieb hinbringen, um hier einer Auskühfung des Siebes
entgegenzuwirken. So werden die oben genannten Fadenabschmetzer notwendig.
[0019] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, dass hervorragend
geeignet ist, viskose Flüssigkeiten auf ein Trägermaterial aufzubringen und die aus
dem Stand der Technik bekanten Nachteile vermeidet.
[0020] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren, wie es im Hauptanspruch beschrieben
ist. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Fortbildungen des Erfindungsgegenstands.
[0021] Demgemäß betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Auftragen von Flüssigkeiten, insbesondere
Thermoplasten, auf ein Substrat, wobei die Substanz aufgeschmolzen, beheizt und mittels
einer Düse oder eines Rakels durch einen perforierten Zylinder auf ein Trägermaterial
aufgebracht wird.
Der perforierte Zylinder wird in dem Kreisbogensegment des Zylinders beheizt, in dem
der Durchtritt der Flüssigkeit durch den Zylinder erfolgt, wobei das Kreisbogensegment
einen Winkel von bis zu 180°, bevorzugt von 5° bis 90° bezogen auf den Siebmittelpunkt
abdeckt.
[0022] Kem des Verfahrens ist somit, dass das Sieb ausschließlich oder zusätzlich zu einer
weiteren Heizung in dem Kreisbogensegment beheizt wird, in dem der Durchtritt der
Flüssigkeit durch das Sieb erfolgt. Dieses Segment deckt einen Winkel von bis zu 180°,
bevorzugt von 5° bis 90° bezogen auf den Siebmittelpunkt ab. Das beheizte Kreisbogensegment
kann dabei in Drehrichtung des Siebes sowohl vor, als auch hinter dem Durchtrittspunkt
der Flüssigkeit angeordnet sein. Vorzugsweise ist das beheizte Kreisbogensegment in
Drehrichtung des perforierten Zylinders beiderseits des Durchtritts der Flüssigkeit
angeordnet, um sowohl eine Beheizung des Siebes vor dem Durchtrittspunkt zu gewährleisten
als auch eine Beheizung in der Ablösezone des Punktes zu ermöglichen.
[0023] Ohne die Erfindung einschränken zu wollen, soll im folgenden auf die Realisierung
einer solchen Siebheizung mittels Heizplatten eingegangen werden, die je nach weiterer
Ausführung als Kontakt- oder/und Strahlungs- oder/und Konvektionsheizer wirksam werden
und im wesentlichen der Krümmung des Siebes folgen. Diese sind im entsprechenden Sektor
an der Innenseite des Siebes oder an der Außenseite des Siebes oder an beiden Seiten
des Siebes angeordnet und stehen zumindest in Teilbereichen in Kontakt mit dem Sieb
oder weisen einen Abstand von nicht mehr als 3 mm, bevorzugt bis 0,1 mm, auf. Der
Abstand kann über das Kreisbogensegment auch zwischen 0 und 3 mm, bevorzugt zwischen
0 und 0,1 mm variieren. Die Platten können elektrisch oder mit Öl nach den herkömmlichen
Verfahren beheizt werden.
[0024] Speziell beim Kontaktheizverfahren ist zu beachten, dass zwischen der Kontaktheizplatte
und dem Sieb erhöhte Reibung auftritt, dies gilt insbesondere dann, wenn die Platten
ein größeres Kreissegment (zum Beispiel größer 20°) umschließen, oder mit höheren
Geschwindigkeiten (zum Beispiel über 30 m/min) gefahren wird. Diese erhöhte Reibung
führt zu einer dynamisch wechselnden Torsion des Siebs wodurch die Standzeiten wesentlich
verkürzt werden könnten. Dies kann wie folgt vermieden werden:
[0025] Das gegen die Rotationsrichtung vor dem Durchtritt der Flüssigkeit liegende Heizelement
bildet einen kontinuierlich kleiner werdenden Spalt bis zum Vollkontakt mit dem Sieb
in Rotationsrichtung. Günstig erweist es sich, wenn sich der Spalt in Rotationsrichtung
kontinuierlich von 3 mm bis auf 0 mm verringert, bevorzugt von 0,3 mm auf 0 mm. Eine
solchermaßen ausgeführte Düse erhöht die Temperaturen der im Sieb vorhandenen Kleberreste,
ohne dass das Sieb anfänglich in Kontakt mit dem Heizelement steht und stellt den
Kontakt erst her, wenn der Kleber durch Temperaturerhöhung die Viskosität erreicht
hat, bei der er keinen Beitrag zur Torsion des Siebs leistet Der Kleber kann zunehmend
die Funktion eines Schmierfilms zwischen Sieb und Heizelement übernehmen.
[0026] Die Ausbildung des Schmierfilms wird in einer vorteilhaften Ausführung dadurch unterstützt,
dass die Oberfläche der Heizplatte, die dem Sieb zugewandt ist, zumindest teilweise
eine geordnete oder unregelmäßige Struktur mit einer Rautiefe von 0,001 bis 1 mm,
bevorzugt von 0,01 bis 0,5 mm aufweist, zum Beispiel eine in Drehrichtung verlaufende
Rillung der OberFläche.
[0027] Auf der in Rotationsrichtung nach der Durchtrittsöffnung der Flüssigkeit liegenden
Seite ist das beheizende Kreissegment wie folgt ausgeführt, um eine Beheizung des
Siebes im Bereich des Ablösens der Kalotte zu ermöglichen: Der Abstand zum Sieb beträgt
konstant 0 bis 3 mm, bevorzugt jedoch 0,01 mm bis 0,2 mm.
[0028] Um die Erwärmung des Siebs und des Klebers zu beschleunigen kann zusätzlich von außen
an dem in Rotationsrichtung vor dem Durchtrittspunkt des Klebers liegenden Kreissegment
eine Heizplatte an das Sieb angelegt werden, die der Rundung des Siebs folgt. Die
Heizplatte kann nach den üblichen Verfahren mit Öl oder Elektrizität beheizt werden.
Dies erweist sich vor allem dann als sinnvoll, wenn hohe Beschichtungsgeschwindigkeiten
erzielt werden sollen.
[0029] Vorteilhaft erweist sich die Ausführung der von außen anliegenden Heizplatte, wenn
sie ein Kreissegment bildet, das bezogen auf das Kreissegment innerhalb des Siebes
um 5 - 10° kleiner ist, vorzugsweise 6 - 7°. Des weiteren ist es günstig, wenn die
Heizplatte einen Abstand vom Sieb von 0,0 mm bis 3 mm aufweist, vorzugsweise 0,0 mm
bis 0,1 mm. Auch hier kann der Abstand kontinuierlich verringert werden, um den Kleber
als Schmierfilm auszubilden.
[0030] Konstruktiv ist es vorteilhaft, eine oder mehrere Heizplatten direkt an der Düse,
durch die das Thermoplast in das Sieb eingebracht wird, zu befestigen oder die Düse
in dem Kreisbogensegment des Durchtritts der Flüssigkeit selbst als Heizelement auszubilden.
Um Undichtigkeiten des Systems zu vermeiden und eine ausreichende Beheizung des Siebes
auch in den Randzonen zu gewährleisten, sollte das Heizelement oder der Bereich der
Düse, der als Heizelement ausgeführt ist, mindestens teilweise bruchlos in die seitliche
Begrenzungslippe der Düsenaustrittsöffnung übergehen.
[0031] Eine solchermaßen ausgeführte Düse ermöglicht die kurzzeitige Erniedrigung der Viskosität
des Klebers, ohne chemische Zersetzung, erbringt eine lange Standzeit des Siebs in
der Produktion, da die randseitigen Versprödungen und Torsionen bedingt durch die
Zähigkeit des Klebers wegfallen, und vermeidet die Wärmebelastung in der Umgebung
des Beschichtungsortes. Darüber hinaus kann durch die Beheizung in Drehrichtung hinter
dem Durchtrittspunkt des Klebers in vielen Fällen ein zusätzlicher Fadenabschmelzer
eingespart werden.
[0032] In einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens werden anstelle der oben beschriebenen
Heizplatten Strahlungsquellen, wie zum Beispiel Infrarotstrahler, als Heizelemente
verwendet, die aber erfindungsgemäß ausschließlich in dem Kreisbogensegment wirken,
in dem der Durchtritt der Flüssigkeit durch das Sieb erfolgt und welches einen Winkel
von 0° bis 180°, bevorzugt von 5° bis 45° bezogen auf den Siebmittelpunkt abdeckt.
[0033] Durch die Anordnung von Heizelementen an der Düse oder die direkte Integration solcher
in die Düse, kann es, zum Beispiel durch Wärmeleitungseffekte, zur unerwünschten Aufheizung
des Düsengrundkörpers kommen. Ein temperierendes Medium, wie zum Beispiel Thermalöl
oder Wasser, müsste diese Wärme abführen. Vorteilhaft ist es jedoch, die zu beschichtende
Flüssigkeit selbst zur Wärmeabfuhr zu verwenden. Dazu wird diese Flüssigkeit mit einer
Temperatur, die unterhalb der angestrebten Beschichtungstemperatur liegt, der Düse
zugeführt und darin durch die abzuführende Wärmemenge auf Beschichtungstemperatur
erhitzt. Dazu ist es vorteilhaft, entsprechend angeordnete Strömungskanäle vorzusehen,
zum Beispiel ein doppelwandiges, zentral in axialer Richtung im Düsengrundkörper angeordnetes
Zuströmrohr, bei dem die Flüssigkeit zunächst den den Heizelementen näher gelegenen
Außenmantel durchströmt und sodann in das innere Verteilrohr geleitet wird.
[0034] Mit dem beschriebenen Verfahren können vorteilhaft Flüssigkeiten mit einer dynamischen
Nullviskosität von 0,1 bis zu 1000 Pas beschichtet werden, bevorzugt mit einer dynamischen
Nullviskosität von 1 bis 500 Pas.
[0035] Als aufzutragende Substanzen eignen sich alle anorganischen und organischen Verbindungen,
deren Viskosität durch Temperaturerhöhung in den oben genannten Bereich gebracht werden
kann, auch Dispersionen, Emulsionen, Lösungen und Schmelzen. Für die Beschichtung
von Trägermaterialien mit späterem medizinischen, kosmetischen oder technischen Verwendungszweck
werden bevorzugt Klebemassen, besonders bevorzugt Selbstklebemassen eingesetzt Diese
gehören bevorzugt den Materialklassen der Lösungen, der Dispersionen, der Präpolymere
und der thermoplastischen Polymere an.
[0036] Vorteilhafterweise werden thermoplastische Heißschmelzklebemassen eingesetzt auf
Basis natürlicher und synthetischer Kautschuke und anderer synthetischer Polymere
wie beispielhaft Acrylate, Methacrylate, Polyurethane, Polyolefine, Polyvinylderivate,
Polyester oder Silikone mit entsprechenden Zusatzstoffen wie Klebharzen. Weichmachern,
Stabilisatoren und anderen Hilfsstoffen soweit erforderlich.
[0037] Ihr Erweichungspunkt sollte höher als 50 °C liegen, da die Applikationstemperatur
in der Regel mindestens 90 °C beträgt, bevorzugt zwischen 100 °C und 180 °C, beziehungsweise
180 °C und 220 °C bei Silikonen. Gegebenenfalls kann eine Nachvemetzung durch UV-
oder Elektronenstrahlen-Bestrahlung angebracht sein, um besonders vorteilhafte Eigenschaften
der Heißschmelzklebemassen einzustellen.
[0038] Insbesondere Heißschmelzklebemassen auf Basis von Blockcopolymeren zeichnen sich
durch ihre vielfältigen Variationsmöglichkeiten aus, denn durch die gezielte Absenkung
der Glasübergangstemperatur der Selbstklebemasse infolge der Auswahl der Klebrigmacher,
der Weichmacher sowie der Polymermolekülgröße und der Molekulargewichtsverteilung
der Einsatzkomponenten wird die notwendige funktionsgerechte Verklebung mit der Haut
auch an kritischen Stellen des menschlichen Bewegungsapparates gewährleistet.
[0039] Für besonders stark klebende Systeme basiert die Heißschmelzklebemasse bevorzugt
auf Blockcopolymeren, insbesondere A-B-, A-B-A-Blockcopolymere oder deren Mischungen.
Die harte Phase A ist vornehmlich Polystyrol oder dessen Derivate, und die weiche
Phase B enthält Ethylen, Propylen, Butylen, Butadien, Isopren oder deren Mischungen,
hierbei besonders bevorzugt Ethylen und Butylen oder deren Mischungen.
[0040] Polystyrolblöcke können aber auch in der weichen Phase B enthalten sein, und zwar
bis zu 20 Gew.-%. Der gesamte Styrolanteil sollte aber stets niedriger als 35 Gew.-%
liegen. Bevorzugt werden Styrolanteile zwischen 5 Gew.-% und 30 Gew.-%, da ein niedrigerer
Styrolanteil die Klebemasse anschmiegsamer macht.
[0041] Insbesondere die gezielte Abmischung von Di-Block- und Tri-Blockcopolymeren ist vorteilhaft,
wobei ein Anteil an Di-Blockcopolymeren von kleiner 80 Gew.-% bevorzugt wird.
[0042] In einer vorteilhaften Ausführung weist die Heißschmelzklebemasse die nachfolgend
angegebene Zusammensetzung auf:
| 10 Gew.-% bis 90 Gew.-% |
Blockcopolymere, |
| 5 Gew.-% bis 80 Gew.-% |
Klebrigmacher wie Öle, Wachse, Harze und/oder deren Mischungen, bevorzugt Mischungen
aus Harzen und Ölen, |
| weniger als 60 Gew.-% |
Weichmacher, |
| weniger als 15 Gew.-% |
Additive, |
| weniger als 5 Gew.-% |
Stabilisatoren. |
[0043] Die als Klebrigmacher dienenden aliphatischen oder aromatischen Öle, Wachse und Harze
sind bevorzugt Kohlenwasserstofföle, -wachse und -harze, wobei sich die Öle, wie Paraffinkohlenwasserstofföle,
oder die Wachse, wie Paraffinkohlenwasserstoffwachse, durch ihre Konsistenz günstig
auf die Hautverklebung auswirken. Als Weichmacher finden mittel- oder langkettige
Fettsäuren und/oder deren Ester Verwendung. Diese Zusätze dienen dabei der Einstellung
der Klebeeigenschaften und der Stabilität. Gegebenenfalls kommen weitere Stabilisatoren
und andere Hilfsstoffe zum Einsatz.
[0044] Ein Füllen der Klebemasse mit mineralischen Füllstoffen, Fasern, Mikrohohl- oder
- vollkugeln ist möglich.
[0045] Insbesondere an medizinische Trägermaterialien werden hohe Anforderungen bezüglich
der Klebeeigenschaften gestellt. Für eine ideale Anwendung sollte die Heißschmelzklebemasse
eine hohe Anfassklebrigkeit besitzen. Die funktionsangepasste Klebkraft auf der Haut
und auf der Trägerrückseite sollte vorhanden sein. Weiterhin ist, damit es zu keinem
Verrutschen kommt, eine hohe Scherfestigkeit der Heißschmelzklebemasse notwendig.
Durch die gezielte Absenkung der Glasübergangstemperatur der Klebemasse infolge der
Auswahl der Klebrigmacher, der Weichmacher sowie der Polymermolekülgröße und der Molekularverteilung
der Einsatzkomponenten wird die notwendige funktionsgerechte Verklebung mit der Haut
und der Trägerrückseite erreicht. Die hohe Scherfestigkeit der Klebemasse wird durch
die hohe Kohäsivität des Blockcopolymeren erreicht. Die gute Anfassklebrigkeit ergibt
sich durch die eingesetzte Palette an Klebrigmachem und Weichmachern.
[0046] Die Produkteigenschaften wie Anfassklebrigkeit, Glasübergangstemperatur und Scherstabilität
lassen sich mit Hilfe einer dynamisch-mechanischen Frequenzmessung gut quantifizieren.
Hierbei wird ein schubspannungsgesteuertes Rheometer verwendet.
[0047] Die Ergebnisse dieser Meßmethode geben Auskunft über die physikalischen Eigenschaften
eines Stoffes durch die Berücksichtigung des viskoelastischen Anteils. Hierbei wird
bei einer vorgegebenen Temperatur die Heißschmelzklebemasse zwischen zwei planparallelen
Platten mit variablen Frequenzen und geringer Verformung (linear viskoelastischer
Bereich) in Schwingungen versetzt Über eine Aufnahmesteuerung wird computerunterstützt
der Quotient (Q = tan δ) zwischen dem Verlustmodul (G" viskoser Anteil) und dem Speichermodul
(G' elastischer Anteil) ermittelt

[0048] Für das subjektive Empfinden der Anfassklebrigkeit (Tack) wird eine hohe Frequenz
gewählt sowie für die Scherfestigkeit eine niedrige Frequenz. Eine hoher Zahlenwert
bedeutet eine bessere Anfassklebrigkeit und eine schlechtere Scherstabilität
[0049] Die Glasübergangstemperatur ist die Temperatur, bei der amorphe oder teilkristalline
Polymere vom flüssigen oder gummielastischen Zustand in den hartelastischen oder glasigen
Zustand übergehen oder umgekehrt (Römpp Chemie-Lexikon, 9. Aufl., Band 2, Seite 1587,
Georg Thieme Verlag Stuttgart - New York, 1990). Er entspricht dem Maximum der Temperaturfunktion
bei vorgegebener Frequenz.
Besonders für medizinische Anwendungen ist ein relativ niedriger Glasübergangspunkt
notwendig.
| Bezeichnung |
TG
niedrige Frequenz |
Anschmiegsamkeit
niedrige Frequenz/RT |
Anfassklebrigkeit
hohe Frequenz/RT |
| Heißschmelzklebemasse A |
-12 ± 2 °C |
tan δ = 0,32 ± 0,03 |
tan δ = 1,84 ± 0,03 |
| Heißschmelzklebemasse B |
-9 ± 2°C |
tan δ = 0,22 ± 0,03 |
tan δ = 1,00 ± 0,03 |
[0050] Die Heißschmelzklebemassen sind vorzugsweise so eingestellt, dass sie bei einer Frequenz
von 0,1 rad/s eine dynamisch-komplexe Glasübergangstemperatur von weniger als 15 °C,
bevorzugt von 5 °C bis -30 °C, ganz besonders bevorzugt von -3 °C bis -15 °C, aufweisen.
[0051] Bevorzugt werden erfindungsgemäß Heißschmelzklebemassen, bei denen das Verhältnis
des viskosen Anteils zum elastischen Anteil bei einer Frequenz von 100 rad/s bei 25
°C größer 0,7, besonders zwischen 1,0 und 5,0, ist, oder Heißschmelzklebemassen, bei
denen das Verhältnis des viskosen Anteils zum elastischen Anteil bei einer Frequenz
von 0,1 rad/s bei 25 °C kleiner 0,6 ist, bevorzugt zwischen 0,4 und 0,02, ganz besonders
bevorzugt zwischen 0,35 und 0,1.
[0052] Die Kalotten beziehungsweise polygeometrischen Körperformen können unterschiedliche
Formen aufweisen. Bevorzugt sind abgeflachte Halbkugeln. Weiterhin ist auch der Aufdruck
anderer Formen und Muster auf dem Trägermaterial möglich, so beispielsweise ein Druckbild
in Form alphanumerischer Zeichenkombinationen oder Muster wie Gitter, Streifen, sowie
Kumulate der Kalotten und Zickzacklinien.
[0053] Die Klebemasse kann gleichmäßig auf dem Trägermaterial verteilt sein, sie kann aber
auch funktionsgerecht für das Produkt über die Fläche unterschiedlich stark oder dicht
aufgetragen sein, was auch durch die erfindungsgemäße Variationsmöglichkeit des Winkels
zwischen Fläche und Sieb begünstigt wird.
[0054] Als Trägermaterialien eignen sich alle starren und elastischen Flächengebilde aus
synthetischen und natürlichen Rohstoffen. Bevorzugt sind Trägermaterialien, die nach
Applikation der Klebemasse so eingesetzt werden können, dass sie technische Anforderungen
oder die Eigenschaften eines funktionsgerechten Verbandes erfüllen. Beispielhaft sind
Textilien wie Gewebe, Gewirke, Gelege, Vliese, Laminate, Netze, Folien, Schäume und
Papiere aufgeführt. Weiter können diese Materialien vor- beziehungsweise nachbehandelt
werden. Gängige Vorbehandlungen sind Corona und Hydrophobieren; geläufige Nachbehandlungen
sind Kalandem, Tempem, Kaschieren, Stanzen und Eindecken.
[0055] Insbesondere beim direkten Beschichten des Trägermaterials muss dieses eine gewisse
Festigkeit und Dichte aufweisen, um zu verhindern, dass während des Beschichtens die
Kalotten in das Trägermaterial zu weit eindringen oder gar durchschlagen.
[0056] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die
Kalotten und/oder polygeometrischen Körperformen nach der Beschichtung auf ein zweites
Trägermaterial übertragen. Das zweite Trägermaterial stellt in diesem Fall den eigentlichen
Träger dar, das erste Trägermaterial dient als Hilfsträger. Ein solcher Hilfsträger
kann auch in Form einer abhäsiv beschichteten Walze oder Gurtbandes ausgeführt sein.
[0057] Eine bevorzugte Ausführungsform des Hilfsträgers ist die Walze mit abhäsiver Oberfläche,
wobei die abhäsive Oberfläche der Walze aus Silikone oder Fluor enthaltenden Verbindungen
oder plasmabeschichteten Trennsystemen bestehen kann. Diese können in Form einer Beschichtung
mit einem Flächengewicht von 0,001 g/m
2 bis- 3000 g/m
2 besteht, bevorzugt 100 bis 2000 g/m
2 aufgebracht werden.
[0058] Für die Durchführung des Verfahrens ist es wünschenswert, dass die abhäsive Oberfläche
der Walze in ihrer Temperatur zwischen 0 °C und 200 °C, bevorzugt kleiner 60 °C, besonders
bevorzugt kleiner 25 °C einstellbar ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn
die abhäsiven Eigenschaften der Oberfläche der Walze so abgestimmt sind, dass die
aufgetragene Selbstklebemasse auch auf einer gekühlten Walze (< 25 °C) haftet.
[0059] Auch ein nachträgliches Kalandem des beschichteten Produktes und/oder eine Vorbehandlung
des Trägers, wie Coronabestrahlung, zur besseren Verankerung der Klebeschicht kann
vorteilhaft sein.
[0060] Weiterhin kann eine Behandlung der Heißschmelzklebemasse mit einer Elektronenstrahl-Nachvemetzung
oder einer UV-Bestrahlung zu einer Verbesserung der gewünschten Eigenschaften führen.
[0061] Das Trägermaterial wird bevorzugt mit einer Geschwindigkeit von größer 2 m/min, bevorzugt
20 bis 200 m/min, beschichtet.
[0062] Der prozentuale Anteil, der mit der Heißschmelzklebemasse beschichteten Fläche sollte
mindestens 1 % betragen und kann bis zu ungefähr 99 % reichen, für spezielle Produkte
bevorzugt 15 % bis 95 %, besonders bevorzugt 50 % bis 95 %. Dieses kann gegebenenfalls
durch Mehrfachapplikation erreicht werden, wobei gegebenenfalls auch Heißschmelzklebemassen
mit unterschiedlichen Eigenschaften eingesetzt werden können.
[0063] Der partielle Auftrag ermöglicht durch geregelte Kanäle die Abführung des transepidermalen
Wasserverlustes und verbessert das Ausdampfen der Haut beim Schwitzen insbesondere
bei der Verwendung von luft- und wasserdampfdurchlässigen Trägermaterialien. Hierdurch
werden Hautirritationen, die durch Stauungen der Körperflüssigkeiten hervorgerufen
werden, vermieden. Die angelegten Abführungskanäle ermöglichen ein Ableiten auch unter
Verwendung eines mehrlagigen Verbandes.
[0064] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist das so
beschichtete Trägermaterial eine Luftdurchlässigkeit von größer 1 cm
3/(cm
2*s) auf, bevorzugt 10 bis 150 cm
3/(cm
2*s), und/oder eine Wasserdampfdurchlässigkeit von größer 200 g/(m
2*24h); bevorzugt 500 bis 5000 g/(m
2*24h).
[0065] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weist
das so beschichtete Trägermaterial auf Stahl eine Klebkraft auf der Trägerrückseite
von mindestens 0,5 N/cm auf, besonders eine Klebkraft zwischen 2 N/cm und 20 N/cm.
[0066] Die Epilation entsprechender Körperregionen und der Massetransfer auf die Haut sind
aufgrund der hohen Kohäsivität des Klebers vernachlässigbar, weil der Kleber nicht
an Haut und Haar verankert, vielmehr ist die Verankerung der Klebemasse auf dem Trägermaterial
mit bis zu 20 N/cm (Probenbreite) für medizinische Anwendungen gut.
[0067] Durch die ausgeformten Sollbruchstellen in der Beschichtung werden Hautlagen beim
Ablösen nicht mehr mit- oder gegeneinander verschoben. Das Nichtverschieben der Hautlagen
und die geringere Epilation führen zu einem bisher nicht gekannten Grad der Schmerzfreiheit
bei solchen stark klebenden Systemen. Weiter unterstützt die individuelle biomechanische
Klebkraftsteuerung, welche eine nachweisliche Absenkung der Klebkraft dieser Pflaster
aufweist, die Ablösbarkeit Das applizierte Trägermaterial zeigt gute propriorezeptive
Wirkungen.
[0068] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform werden die Selbstklebemassen geschäumt,
bevor sie auf das Trägermaterial aufgetragen werden.
[0069] Die Selbstklebemassen werden dabei bevorzugt mit inerten Gasen wie Stickstoff, Kohlendioxid,
Edelgasen, Kohlenwasserstoffen oder Luft oder deren Gemischen geschäumt. In manchen
Fällen hat sich ein Aufschäumen zusätzlich durch thermische Zersetzung gasentwickelnder
Substanzen wie Azo-, Carbonat- und Hydrazid-Verbindungen als geeignet erwiesen.
[0070] Der Schäumungsgrad, d.h. der Gasanteil, sollte mindestens etwa 5 Vol.-% betragen
und kann bis zu etwa 85 Vol.-% reichen. In der Praxis haben sich Werte von 10 Vol.-%
bis 75 Vol.-%, bevorzugt 50 Vol.-%, gut bewährt. Wird bei relativ hohen Temperaturen
von ungefähr 100 °C und vergleichsweise hohem Innendruck gearbeitet, entstehen sehr
offenporige Klebstoffschaumschichten, die besonders gut luft- und wasserdampfdurchlässig
sind.
Die vorteilhaften Eigenschaften der geschäumten Selbstklebebeschichtungen wie geringer
Klebstoffverbrauch, hohe Anfassklebrigkeit und gute Anschmiegsamkeit auch an unebenen
Flächen durch die Elastizität und Plastizität sowie der Initialtack lassen ganz besonders
sich auf dem Gebiet der medizinischen Produkte optimal nutzen.
[0071] Durch den Einsatz von atmungsaktiven Beschichtungen in Verbindung mit elastischen
ebenfalls atmungsaktiven Trägermaterialien ergibt sich ein vom Anwender subjektiv
angenehmer empfundener Tragekomfort.
[0072] Ein besonders geeignetes Verfahren zur Herstellung der geschäumten Selbstklebemasse
arbeitet nach dem Schaum-Mix-System. Hierbei wird die thermoplastische Selbstklebemasse
unter hohem Druck bei einer Temperatur über dem Erweichungspunkt mit den vorgesehenen
Gasen wie zum Beispiel Stickstoff, Luft oder Kohlendioxid in unterschiedlichen Volumenanteilen
(etwa 10 Vol.-% bis 80 Vol.-%) in einem Stator/Rotorsystem umgesetzt.
Während der Gasvordruck größer 100 bar ist, betragen die Mischdrucke Gas/Thermoplast
im System 40 bis 100 bar, bevorzugt 40 bis 70 bar. Der so hergestellte Haftklebeschaum
kann anschließend über eine Leitung in die Beschichtungsdüse gelangen.
[0073] Durch die Schäumung der Selbstklebemasse und die dadurch entstandenen offenen Poren
in der Masse sind bei Verwendung eines an sich porösen Trägers die mit der Klebemasse
beschichteten Produkte gut wasserdampf- und luftdurchlässig. Die benötigte Klebemassenmenge
wird erheblich reduziert ohne Beeinträchtigung der Klebeeigenschaften. Die Klebemassen
weisen eine überraschend hohe Anfassklebrigkeit (tack) auf, da pro Gramm Masse mehr
Volumen und damit Klebeoberfläche zum Benetzen des zu beklebenden Untergrundes zur
Verfügung steht und die Plastizität der Klebemassen durch die Schaumstruktur erhöht
ist. Auch die Verankerung auf dem Trägermaterial wird dadurch verbessert. Außerdem
verleiht die geschäumte Klebebeschichtung, wie bereits oben erwähnt, den Produkten
ein weiches und anschmiegsames Anfühlen.
[0074] Durch das Schäumen wird zudem die Viskosität der Klebemassen in der Regel gesenkt.
Hierdurch wird die Schmelzenergie emiedrigt, und es können auch thermoinstabile Trägermaterialien
direkt beschichtet werden.
[0075] Die hervorragenden Eigenschaften des erfindungsgemäßen, selbstklebend ausgerüsteten
Trägermaterials legen die Verwendung für medizinische Produkte, insbesondere Pflaster,
medizinische Fixierungen, Wundabdeckungen, dotierte Systeme, insbesondere für solche,
welche Stoffe freisetzen, orthopädische oder phlebologische Bandagen und Binden nahe.
[0076] Schließlich kann das Trägermaterial nach dem Beschichtungsvorgang mit einem klebstoffabweisenden
Trägermaterial, wie silikonisiertes Papier, eingedeckt oder mit einer Wundauflage
oder einer Polsterung versehen werden.
[0077] Besonders vorteilhaft ist, wenn das Trägermaterial sterilisierbar, bevorzugt gamma-sterilisierbar,
ist. So sind besonders geeignet für eine nachträgliche Sterilisation Heißschmelzklebemassen
auf Blockcopolymerbasis, welche keine Doppelbindungen enthalten. Dieses gilt insbesondere
für Styrol-Butylen-Ethylen-Styrol-Blockcopolymerisate oder Styrol-Butylen-Styrol-Blockcopolymerisate.
Es treten hierbei keine für die Anwendung, signifikanten Änderungen in den Klebeeigenschaften
auf.
[0078] Es eignet sich auch hervorragend für technische reversible Fixierungen, welche beim
Abziehen keine Verletzung oder Beschädigung von diversen Untergründen, wie Papier,
Kunststoffe, Glas, Textilien, Holz, Metalle oder Mineralien, zulassen.
[0079] Schließlich können technisch permanente Verklebungen hergestellt werden, welche nur
unter teilweiser Spaltung des Untergrundes getrennt werden können.
[0080] Anhand einer Figur soll eine vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt werden, ohne damit die Erfindung unnötig beschränken zu wollen.
[0081] Es zeigt
- Figur 1:
- einen Ausschnitt aus einer Siebdruckbeschichtungseinheit, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren arbeitet
[0082] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Siebdruckbeschichtungseinheit, die nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet. Das Trägermaterial 10 wird in einen Spalt
zwischen dem Sieb 8 (Drehrichtung 9) und der Gegendruckwalze 11 (Drehrichtung 12)
geführt Durch das Sieb 8 wird das Trägermaterial 10 mit einem Fluid beschichtet. Dabei
strömt das Fluid durch ein axial im Düsengrundkörper 1 liegendes Verteilrohr 2 über
den Steigspalt 4 zum Durchtrittspunkt durch das Sieb 13.
[0083] Der Düsengrundkörper und damit das Fluid wird durch Thermalöt beheizt, welches durch
entsprechende Bohrungen 3 geführt wird. Angebaut an die Düse sind erfindungsgemäß
nur auf einen Sektor des Siebes wirkende Heizplatten 5 und 6, die durch Elektroheizstäbe
7 beheizt werden. Diese sind in Drehrichtung des Siebes sowohl vor wie auch hinter
dem Durchtrittspunkt des Fluids angeordnet.
Beispiel
[0084] In einer Rotationssiebdruckmaschine von 1m Beschichtungsbreite, die mit den üblichen
Einrichtungen zum Führen einer Endlosbahn wie Abrollung, Aufrollung Bahnkantensteuerung
und Bahnspannungsmesssystemen ausgestattet ist, und deren Beschichtungsteil aus einem
rotierenden Rundsieb, einer darin befindlichen Düse und einer Gegendruckwalze, mit
der das Sieb an die Beschichtungsdüse angedrückt wird, besteht, wird ein thermoplastischer
Kleber auf eine Papierbahn beschichtet.
- Verarbeitungstemperatur in Zuführsystem und Düse 140 °C
- Verarbeitungstemperatur im Bereich Sieblöcher 150 °C
- Flächengewicht der Papierbahn 65 g/qm
- Sieb 40 mesh, Lochgröße 0,3 mm.
[0085] Die Heizelemente sind wie folgt ausgeführt:
- Kreissegment an Düse vor Austrittsöffnung:
- Winkel des Kreissegments 60 Grad
- Radius des Kreissegments Siebradius, bis 0,1 mm kleiner als Siebradius
- Heizung des Kreissegments elektrisch, 12 kW
- Kreissegment an Düse nach Austrittsöffnung:
- Winkel des Kreissegments 60 Grad
- Radius des Kreissegments Siebradius, bis 0,03 mm kleiner als Siebradius
- Heizung des Kreissegments elektrisch, 12 kW
- außen liegende Heizplatte vor Austrittsöffnung:
- Winkel des Kreissegments 54 Grad
- Radius des Kreissegments Siebradius, bis 0,1 mm größer als Siebradius
- Heizung des Kreissegments elektrisch, 12 kW
[0086] Es wurden ausschließlich die beschriebenen Heizelemente zur Siebheizung verwendet.
[0087] Mit dieser Vorrichtung ließ sich ein Auftragsgewicht von 40 g/qm erzielen. Die Temperaturbelastung
konnte auf der für diese Siebe unterkritischen Temperatur von 150 Grad gehalten werden.
Eine Beschichtung von mehreren zehntausend Quadratmetern der Stoffbahn mit einer Geschwindigkeit
von 50 m/min konnte ohne erkennbare Schäden oder Verschleißspuren an Sieb oder Siebheizung
durchgeführt werden. Berührungen zwischen der Beschichtungsdüse und dem Sieb auf Grund
von Torsionen führten zu keiner Zerstörung des Siebs. In einer nachfolgenden chemischen
Untersuchung des Klebers konnten keinerlei Anhaltspunkte für eine chemische Zersetzung
gefunden werden. Die erreichbare maximale Produktionsgeschwindigkeit lag bei 100 m/min.
1. Verfahren zum Auftragen von Flüssigkeiten, insbesondere Thermoplasten, auf ein Substrat,
(10) wobei die Substanz aufgeschmolzen, beheizt und mittels einer Düse (1) oder eines
Rakels durch einen perforierten Zylinder (8) auf ein Trägermaterial (10) aufgebracht
wird, dadurch gekennzeichnet, dass der perforierte Zylinder in dem Kreisbogensegment des Zylinders beheizt wird, in
dem der Durchtritt der Flüssigkeit durch den Zylinder erfolgt, wobei das Kreisbogensegment
einen Winkel von bis zu 180°, bevorzugt von 5° bis 90° bezogen auf den Siebmittelpunkt
abdeckt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das beheizte Kreisbogensegment in Drehrichtung des perforierten Zylinders (8) beiderseits
des Durchtritts der Flüssigkeit angeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der perforierte Zylinder (8) in dem Kreisbogensegment, in dem der Durchtritt der
Flüssigkeit durch den perforierten Zylinder (8) erfolgt, durch eine oder mehrere Heizplatten
(5,6) beheizt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizplatte (5) mindestens über Teilbereiche des Kreisbogensegments in Kontakt
zum Sieb steht oder einen Abstand von nicht mehr als 3 mm, bevorzugt bis 0,1 mm, aufweist.
5. Verfahren nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizplatte (5) an der Innenseite des Siebes, an der Außenseite des Siebes oder
an beiden Seiten des Siebes angeordnet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass außen angebrachte Heizplatten (5,6) der Rundung des Siebs folgen und ein Kreissegment
jeweils vor dem Durchtrittspunkt des Klebers durch den perforierten Zylinder (8) bilden,
das einen Winkel bildet, der 5° bis 10°, bevorzugt 6° bis 7°, kleiner ist als der
Winkel, den die innerhalb des Siebes liegenden Heizplatten (5,6) bilden.
7. Verfahren nach Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Heizplatten (5,6) an der Düse, durch die das Thermoplast in den
perforierten Zylinder (8) eingebracht wird, befestigt sind oder dass die Düse in dem
Kreisbogensegment des Durchtritts der Flüssigkeit selbst als Heizelement (5) ausgebildet
ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (5) oder der Bereich der Düse der als Heizelement (5) ausgeführt
ist, mindestens teilweise bruchlos in die seitliche Begrenzungslippe der Düsenaustrittsöffnung
übergeht.
9. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizplatte (5,6) zumindest teilweise durch die Flüssigkeit selbst beheizt wird.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial eine Walze oder ein Gurtband mit abhäsiver Oberfläche ist, wobei
die abhäsive Oberfläche insbesondere aus einer Beschichtung aus Silikone oder Fluor
enthaltenden Verbindungen oder plasmabeschichteten Trennsystemen besteht, die ganz
besonders mit einem Flächengewicht von 0,001 g/m2 bis 3000 g/m2 aufgetragen wird, bevorzugt 100 bis 2000 g/m2.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz bei der Verarbeitungstemperatur eine dynamische Nullviskosität von 0,1
Pas bis 1000 Pas, bevorzugt von 1 Pas bis 500 Pas aufweist.
12. Verfahren nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz eine Lösung, eine Dispersion, ein Präpolymer oder ein thermoplastisches
Polymer ist, bevorzugt ein Schmelzkleber ist, besonders bevorzugt ein Schmelzhaftkleber
ist.
1. Method for applying liquids, in particular thermoplastics, to a substrate (10), the
substance being melted, heated and applied to a supporting material (10) through a
perforated cylinder (8) by way of a nozzle (1) or doctor blade, characterized in that the perforated cylinder is heated in that arc segment of the cylinder where the liquid passes through the cylinder, said arc
segment covering an angle of up to 180°, preferably of 5° to 90°, relative to the
center point of the screen.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the heated arc segment is arranged on both sides of the passage of the liquid in
the direction of rotation of the perforated cylinder (8).
3. Method according to Claim 2, characterized in that the perforated cylinder (8) is heated by one or more heater plates (5, 6) in that arc segment where the liquid passes through the perforated cylinder (8).
4. Method according to Claim 2, characterized in that the heater plate (5) is in contact with the screen at least over parts of the arc
segment or is at a distance of not more than 3 mm, preferably up to 0.1 mm.
5. Method according to Claims 3 and 4, characterized in that the heater plate (5) is arranged on the inner side of the screen, on the outer side
of the screen or on both sides of the screen.
6. Method according to Claim 5, characterized in that heater plates (5, 6) arranged on the outside follow the curvature of the screen and
form a circle segment in each case before the point of passage of the adhesive through
the perforated cylinder (8), which circle segment forms an angle which is 5° to 10°,
preferably 6° to 7°, smaller than the angle formed by the heater plates (5, 6) lying
on the inside of the screen.
7. Method according to Claims 3 to 6, characterized in that one or more heater plates (5, 6) are secured on the nozzle through which the thermoplastic
is introduced into the perforated cylinder (8), or in that the nozzle is itself designed as a heater element (5) in the arc segment where the
liquid passes through.
8. Method according to Claim 7, characterized in that the heater element (5), or the area of the nozzle designed as heater element (5)
merges, at least partially without interruption, into the lateral limiting lip of
the nozzle outlet orifice.
9. Method according to Claim 3, characterized in that the heater plate (5, 6) is at least partially heated by the liquid itself.
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the supporting material is a roller or a belt with a non-adhesive surface, said non-adhesive
surface consisting in particular of a coating of silicone-containing or fluorine-containing
compounds or plasma-coated release systems, which coating is applied especially with
a weight per unit area of from 0.001 g/m2 to 3000 g/m2, preferably 100 to 2000 g/m2.
11. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the substance has, at the processing temperature, a dynamic zero viscosity of from
0.1 Pas to 1000 Pas, preferably of from 1 Pas to 500 Pas.
12. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the substance is a solution, a dispersion, a prepolymer or a thermoplastic polymer,
preferably a hot-melt adhesive, particularly preferably a hot-melt pressure-sensitive
adhesive.
1. Procédé d'application de liquides, en particulier, de thermoplastes, sur un substrat
(10), la substance étant fondue, chauffée et appliquée à l'aide d'une buse (1) ou
d'un racloir, à travers un cylindre perforé (8) sur un matériau subjectile (10), caractérisé en ce que le cylindre perforé est chauffé dans le segment d'arc de cercle du cylindre dans
lequel le passage du liquide à travers le cylindre a lieu, le segment d'arc de cercle
couvrant un angle allant jusqu'à 180°, de préférence, allant de 5° à 90°, par rapport
au point médian du tamis.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le segment d'arc de cercle chauffé est disposé dans le sens de rotation du cylindre
perforé (8), des deux côtés du passage du liquide.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cylindre perforé (8) est chauffé dans le segment d'arc de cercle dans lequel le
passage du liquide à travers le cylindre (8) a lieu, par l'intermédiaire d'une ou
de plusieurs plaques de chauffage (5, 6).
4. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la plaque de chauffage (5) est en contact avec le tamis au moins par l'intermédiaire
de domaines partiels du segment d'arc de cercle et présente un écart de non plus de
3 mm, de préférence, allant jusqu'à 0,1 mm.
5. Procédé selon les revendications 3 et 4, caractérisé en ce que la plaque de chauffage (5) est disposée sur le côté intérieur du tamis, sur le côté
extérieur du tamis ou sur les deux côtés du tamis.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les plaques de chauffage appliquées de l'extérieur (5, 6) suivent la courbure du
tamis et forment un segment d'arc de cercle à chaque fois avant le point de passage
de l'adhésif à travers le cylindre perforé (8) qui forme un angle qui est de 5° à
10, de préférence, de 6° à 7° plus petit que l'angle formé par les plaques de chauffage
placées au sein du tamis.
7. Procédé selon les revendications 3 à 6, caractérisé en ce qu'une ou plusieurs des plaques de chauffage (5, 6) sont fixées à la buse, à travers
laquelle le thermoplaste est introduit dans le cylindre perforé (5) ou que la buse
est réalisée elle-même en tant qu'élément de chauffage (8) dans le segment d'arc de
cercle du passage du liquide.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de chauffage (5) ou le domaine de la buse, qui est réalisé en tant qu'élément
de chauffage (5), se transforme, au moins partiellement, sans rupture, pour donner
la lèvre de limitation latérale de l'orifice de sortie de la buse.
9. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la plaque de chauffage (5, 6) est au moins partiellement chauffée par le liquide
lui-même.
10. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau subjectile est un rouleau ou une bande en forme de courroie à surface
abrasive, la surface abrasive se composant, en particulier, d'un revêtement en composés
contenant des silicones ou du fluor ou de systèmes de séparation à revêtement au plasma,
qui est 'appliqué tout particulièrement à raison d'un grammage de 0,001 g/m2 à 3000 g/m2, de préférence, de 100 à 2000 g/m2.
11. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la substance présente, à la température de mise en oeuvre, une viscosité zéro dynamique
de 0,1 Pas à 1000 Pas, de préférence, de 1 à 500 Pas.
12. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la substance est une solution, une dispersion, un prépolymère ou un polymère thermoplastique,
de préférence, un adhésif fusible, particulièrement, de préférence, un adhésif thermofusible.