[0001] Die Erfindung betrifft eine dualpolarisierte. Dipolantenne nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Aus der DE 198 23 749 A1 ist eine dualpolarisierte Dipolantenne bekannt geworden,
die sich insbesondere für die weltweit eingesetzten Mobilfunknetze, insbesondere das
GSM 900- oder das GSM 1800-Netz zur Übertragung im 900 MHz bzw. 1.800 MHz-Bereich
eignet.
[0003] Bei der bekanntgewordenen gattungsbildenden dualpolarisierten Antenne wird dabei
eine Polarisationsausrichtung von ±45° verwendet. In einem gemeinsamen Antennengehäuse
vor einem Reflektor sind dabei in Vertikalrichtung üblicherweise mehrere derartige
Dipolquadrate zur Übertragung in dem einen Frequenzbereich und beispielsweise zwischen
jeweils zwei derartiger vertikal übereinander angeordneten Dipolquadraten ein weiteres
anderes Dipolquadrat zur Übertragung in dem anderen Frequenzbereich angeordnet.
[0004] Die überwiegend eingesetzte horizontale Halbwertsbreite der Antenne beträgt 65°.
Um die Antennen möglichst kompakt zu realisieren, werden zur Erzielung der 65° Halbwertsbreite
pro Polarisation zwei Einzeldipole mit gleicher Phase zusammengeschaltet. Die Ausrichtung
der Dipole beträgt dabei +45° bzw. -45°. Resultierend daraus entsteht ein sog. Dipolquadrat.
[0005] Die beiden horizontalen Strahlungsdiagramme der +45° und -45° Polarisationen sollen
dabei möglichst deckungsgleich ausgerichtet sein. Eine Abweichung wird als Tracking-Fehler
bezeichnet.
[0006] Zur Erzielung einer schmäleren vertikalen Halbwertsbreite und zur Erhöhung des Antennengewinns
werden mehrere Dipolquadrate in vertikaler Richtung zusammengeschaltet. Geschieht
dies gleichphasig, so haben die beiden um +45° und -45° polarisierten Antennen keine
elektrische Absenkung. Bei einer derart gut dimensionierten Antenne tritt auch kein
Tracking-Fehler auf oder aber er ist als minimal zu bezeichnen. Auch die kreuzpolarisierten
Strahlungsdiagrammanteile sind ebenfalls minimal.
[0007] Für den Mobilfunkbereich ist heute vor allem der ±60° Sektor von Bedeutung. In den
letzten Jahren hat durch den großen Erfolg des Mobilfunks eine immer stärkere Verdichtung
der Netze stattgefunden. Dabei müssen die vorhanden Frequenzen ökonomischer eingesetzt
und in immer kürzeren räumlichen Abständen verwendet werden. Bei zu dichter Belegung
ergeben sich sog. Interferenzstörungen. Eine Abhilfe kann dadurch realisiert werden,
dass Antennen mit einer stärkeren elektrischen Absenkung verwendet werden, beispielsweise
mit einem Absenkwinkel von bis zu 15°.
[0008] Allerdings hat dies den unangenehmen Nebeneffekt, dass mit steigendem Absenkwinkel
die beiden Horizontaldiagramme der dualpolarisierten Antennen auseinanderdriften,
d.h., dass das +45° polarisierte Horizontaldiagramm in die positive Richtung und das
-45° polarisierten Horizontaldiagramm in die negative Richtung abdriftet. Dies führt
unter großen Absenkwinkeln zu einem beträchtlichen Tracking-Fehler. Weiterhin ist
das Tracking-Verhalten "Rothammels Antennenbuch", 1995, Frankh-Kosmos, Stuttgart,
Germany frequenzabhängig. Ebenso folgen die kreuzpolarisierten Strahlungsdiagrammanteile
den Horizontaldiagrammen, was im ±60° Sektor zu einer deutlichen Verschlechterung
der Polarisationsdiversity-Eigenschaften führt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, die Nachteile nach dem Stand
der Technik zu überwinden und eine verbesserte dualpolarisierte Antenne zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] Es muss als völlig überraschend bezeichnet werden, dass mit vergleichsweise einfachen
Mitteln es nunmehr möglich ist, bei der gattungsbildenden dualpolarisierten Dipolantenne
auch bei vergleichsweise starker Absenkung zu gewährleisten, dass die Horizontaldiagramme
nicht auseinanderdriften oder zumindest das Auseinanderdriften gegenüber dem Stand
der Technik deutlich minimiert und damit verbessert wird. Andererseits bietet die
erfindungsgemäße Lösung aber auch Möglichkeiten für den Fall, dass beispielsweise
bei nicht abgesenktem Strahlungsdiagramm - falls dies erforderlich sein sollte - gleichwohl
ein bestimmtes Tracking zu realisieren. Ebenfalls überraschend ist die dadurch erzielte
verbesserte Kompensation des Trackings in Abhängigkeit von der Frequenz.
[0012] Dadurch, dass erfindungsgemäß ein Tracking-Fehler eliminiert oder zumindest minimiert
wird, werden auch die kreuzpolaren Strahlungsdiagrammanteile deutlich verbessert.
Infolgedessen verbessern sich auch die Polarisationsdiversity-Eigenschaften.
[0013] Ein weiterer Vorteil ist dabei ferner, dass der gesamte Kabelaufwand sich gegenüber
herkömmlichen Antenneneinrichtungen reduzieren lässt.
[0014] Die überraschende erfindungsgemäße Lösung liegt darin begründet, dass jeweils die
beiden gegenüberliegenden parallelen Dipole eines Dipolquadrats, die mit der gleichen
Polarisation abstrahlen bzw. empfangen, nicht parallel oder mit symmetrischen Kabeln
oder mit separaten Kabeln eingespeist werden, sondern dass die Einspeisung nur bezüglich
eines Dipols erfolgt und von der Einspeisestelle an dem einen Dipol dann ein koaxiales
Verbindungskabel zur Einspeisung an dem gegenüberliegenden zweiten, parallelen Dipol
vorgesehen ist. Dabei weist diese Verbindungsleitung eine elektrisch wirksame Länge
auf, derart, dass die jeweils parallelen Dipole eines entsprechenden Dipolquadrates
gleichphasig angeregt sind. Bevorzugt weist also die Verbindungsleitung eines elektrisch
wirksame Länge von zumindest näherungsweise λ oder einem ganzzahligen Vielfachen hiervon
bezüglich des zu übertragenden Frequenzbandbereiches, insbesondere bezogen auf die
Mittenfrequenz, auf.
[0015] Durch die Ausrichtung der Strahler auf +/-45 Grad wird durch die erfindungsgemäße
Anspeisung ein frequenzabhängiges Schielen der Dipolquadrate und somit auch eine Drift
der Diagramme in der horizontalen als auch in der vertikalen Richtung verursacht.
Es muss nunmehr als vollkommen überraschend bezeichnet werden, dass dies dazu führt,
dass dadurch breitbandig eine Verbesserung des Trackings zu verzeichnen ist und zusätzlich
die kreuzpolare Komponente verringert wird, ohne jedoch die elektrische Absenkung
zu verschlechtern. Dies ist umso überraschender, als sich aus der Sicht des Fachmannes
durch die erfindungsgemäße Zusammenschaltung der Dipole eine höchst unerwünschte Schmalbandigkeit
der Antenne ergibt und zusätzlich eine nachteilige Frequenzabhängigkeit des Absenkwinkels
zu erwarten wäre.
[0016] Zwar ist aus der Vorveröffentlichung von Alois Krischke: "Rothammels Antennenbuch",
1995, Frankh-Kosmos, Stuttgart, Germany ein Beispiel gezeigt, wie zwei parallele Dipole
über eine Verbindungsleitung gespeist werden können. Dabei führt eine Zwei-Drahtleitung
zu den beiden Einspeisestellen an den beiden Dipolhälften eines ersten Dipols. Von
dort aus geht eine Zwei-Drahtleitung zu den Einspeisestellen der beiden Dipolhälften
eines parallelen zweiten Dipols. Die Verbindungsleitung zwischen den beiden Dipolen
kann gemäß vorveröffentlichter Figur 13.6 eine Länge von λ/2 haben, so dass die beiden
parallel angeordneten Dipole gegenphasig angeregt werden. Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
werden die Zweidraht-Verbindungsleitungen über Kreuz geführt, so dass beide Dipole
gleichphasig angeregt werden. Im dritten Beispiel wird eine Zweidraht-Verbindungsleitung
mit einer Länge λ zur gleichphasigen Speisung verwendet. Diese Vorveröffentlichung
betrifft aber nur einen völlig symmetrischen Spezialfall lediglich zweier parallel
zueinander angeordneter Dipole. Dort kann weder das der Erfindung zugrunde liegende
Problem eines Schielens auftreten, noch könnte durch eine derartige Maßnahme eine
Lösung hierfür erwartet werden. Demgegenüber handelt es sich bei der erfindungsgemäßen
Antenne um eine verschachtelte Gruppenantenne mit orthogonaler Polarisation mit je
zwei Dipolen oder mit zwei Dipolpaaren, die gegenüber der Vertikalen bzw. Horizontalen
verdreht angeordnet sind, nämlich bevorzugt in einem +45° bzw einem -45° Winkel. Ferner
sind die Einzeldiagramme der verschiedenen Polarisation nicht deckungsgleich, sondern
sie sind an die vertikale Ebene gespiegelt. Dass heißt, in einem Horizontalschnitt
schielt ein Diagramm nach rechts und das andere nach links. Von daher muss es in der
Tat als überraschend gelten, dass durch Verwendung einer koaxialen Verbindungsleitung
jeweils zwischen zwei parallelen Dipolen eine Polarisation bei Veränderung des Down-Tilt-Winkels
einem Auseinandertriften der Polarisationen und einem sogenannten "Schielen" entgegengewirkt
werden kann.
[0017] Ferner wird erfindungsgemäß in Abgrenzung zu der vorstehend genannten Vorveröffentlichung
von Alois Krischke: "Rothammels Antennenbuch" als Verbindungsleitung ein Koaxialkabel
verwendet.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist. dabei vorgesehen, dass die
elektrische Länge des Verbindungskabels einer Wellenlänge λ oder einem ganzzahligen
Vielfachen davon, bezogen auf die zu übertragende Mittenfrequenz, entspricht.
[0019] Da üblicherweise derartige Antennen nicht nur ein Dipolquadrat, sondern mehrere in
der Regel übereinander in vertikaler Anbaurichtung angeordnete und im 45° Winkel zur
Vertikalen ausgerichtete Dipolquadrate umfassen, kann nunmehr das Tracking-Verhalten
entsprechend den Anforderungen unterschiedlich voreingestellt werden. Dies kann in
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch erfolgen, dass beispielsweise
die Einspeisung von dem Einspeisekabel kommend jeweils nur an der gleichen Seite mit
der entsprechenden Polarisation ausgerichteten Dipolen erfolgt und für alle Dipole
in gleicher Weise von dort ausgehend Verbindungskabel zu dem jeweils gegenüberliegenden
Dipol führen.
[0020] Eine Veränderung des Tracking-Verhaltens bzw. der Größe des Gleichlaufs der Strahlungsdiagramme
oder einer Abweichung der beiden Strahlungsdiagramme für die beiden Polarisationen
kann ferner dadurch realisiert werden, dass beispielsweise von vier übereinander angeordneten
Dipolquadraten die Einspeisung bezüglich der parallel zueinander angeordneter Dipole
bei drei Dipolquadraten jeweils bezogen auf den links liegenden Dipol und lediglich
bezüglich eines Dipolquadrates nur bezüglich des dazu parallelen rechts liegenden
Dipoles erfolgt.
[0021] Werden z. B. bezogen auf vier Dipolquadrate nur bei zwei Dipolen die Einspeisung
nur an den links liegenden und die andere Hälfte der Einspeisung nur an den rechts
liegenden Dipolen vorgenommen (wobei die Einspeisung bzgl. des jeweils zweiten parallelen
Dipols über die Verbindungsleitung erfolgt), so ergibt sich ein anderer Wert für das-Tracking.
[0022] Mit anderen Worten lässt sich durch den unterschiedlichen Anteil, an welchem von
jeweils zwei parallel zueinander ausgerichteten Dipolen die Erst-Einspeisung erfolgt,
und welcher Dipol über eine davon ausgehende Verbindungsleitung gespeist wird, der
Grad und die Größe des Kompensationswertes für das Auseinanderdriften der +45° und
der -45° polarisierten Horizontaldiagrammanteil entsprechend fein einstellen und kompensieren.
[0023] Auf dem Gebiet der erläuterten dual- oder kreuzpolarisierten Antenne lässt sich also
die gegebenenfalls unterschiedlich wählbare Serieneinspeisung zur Kompensation der
Frequenzabhängigkeit der Strahlungsdiagramme und zur Kompensation des Tracking-Fehlers
nutzen, was völlig überraschend und nicht naheliegend ist.
[0024] Die erfindungsgemäße Lösung bietet aber auch den weiteren Vorteil, dass nur ein mit
entsprechend groß dimensioniertem Querschnitt vorgesehenes Einspeiskabel zu jeweils
zwei um 90° versetzt liegenden Dipolen vorgesehen ist, und dass von diesen beiden
Dipolen jeweils nur ein mit dünnerem Kabelquerschnitt ausgestattetes Verbindungskabel
zu dem jeweils gegenüberliegenden Dipol eines Dipolquadrates geführt werden muss.
Dadurch wird der gesamte Kabelaufwand deutlich vermindert.
[0025] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich nachfolgend aus dem
anhand von Zeichnungen erläuterten Beispiel. Dabei zeigen im einzelnen:
- Figur 1 :
- eine dualpolarisierte Dipol-Antenne mit mehreren Dipolquadraten;
- Figur 2 :
- eine schematische Seitenansicht auf ein Dipolquadrat längs der Pfeilrichtung A in
Figur 1 mit einer Verkabelung nach dem Stand der Technik;
- Figur 3 :
- eine Draufsicht auf das Dipolquadrat nach Figur 2 nach dem Stand der Technik;
- Figur 4:
- eine entsprechende Darstellung zu Figur 2 gemäß der erfindungsgemäßen Lösung; und
- Figur 5 :
- eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4;
- Figur 6:
- eine schematische Darstellung für acht vertikal übereinander angeordnete in 45° Neigung
verdrehte Dipolquadrate mit unterschiedlich liegenden Einspeisestellen;
- Figur 7:
- ein nochmals leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel mit sechs übereinander angeordneten
Dipolquadraten mit unterschiedlich liegenden Einspeisestellen.
[0026] In Figur 1 ist in schematischer Draufsicht eine dualpolarisierte Dipolantenne 1 mit
mehreren ersten Dipolquadraten 3 und mehreren zweiten Dipolquadraten 5 gezeigt. Die
ersten Dipolquadrate 1 dienen beispielsweise zur Übertragung im 900 MHz-Bereich. Die
demgegenüber kleiner dimensionierten zweiten Dipolquadrate 5 sind beispielsweise zur
Übertragung im 1.800 MHz-Bereich abgestimmt. Alle Dipolquadrate 3 und 5 sind um 45°
gegenüber der Vertikalen und Horizontalen geneigt ausgerichtet und längs einer vertikalen
Anbaurichtung 7 übereinander vor einem Reflektor 9 in geeignetem Abstand vor dem Reflektorblech
9' angeordnet.
[0027] Zum grundsätzlichen Aufbau und Wirkungsweise,wird insoweit auf den vorveröffentlichten
Stand der Technik gemäß der DE 198 23 749 A1 verwiesen, auf deren Inhalt in vollem
Umfange Bezug genommen und zum Inhalt der vorliegenden Anmeldung gemacht wird.
[0028] Diese grundsätzlich vorbekannten Dipolquadrate weisen einen Aufbau und eine Einspeisung
gemäß Figuren 2 und 3 der vorliegenden Anmeldung auf.
[0029] Die Dipolquadrate umfassen dabei jeweils zwei Paar von parallelen Dipolen 13 und
15, die nach Draufsicht gemäß Figur 4 nach Art eines Dipolquadrates angeordnet sind.
Beide Dipolpaare 13' und 13" sowie die beiden Dipolpaare 15' und 15" werden über eine
Symmetrierung 113 mit den beiden Symmetrierungs-Hälften 113' und 113" bzw. über eine
Symmetrierung 115 mit den beiden Symmetrierungs-Hälften 115' und 115" getragen und
gehalten, die im gezeigten Ausführungsbeispiel von einem Fuß- und Verankerungsbereich
21 auf dem Reflektor 9 mit einer senkrechten und jeweils nach außen gerichteten Komponente
zu den im Abstand vor dem Reflektor 9 befindlichen Dipolhälften verlaufen. Üblicherweise
über eine Bohrung 23 im Reflektor 9 wird von einem hinter dem Reflektor 9 kommenden
Speisekabel 27 im Bereich des Fußpunktes oder des Verankerungsbereiches 21 über eine
Verzweigungsstelle 29 ein erstes Verbindungskabel 31 (Koaxialkabel) längs des einen
Tragarme.s der Symmetrierung 113 zur Einspeisestelle 33 geführt, an der der Außenleiter
31a beispielsweise an dem Tragarm 113' elektrisch angebunden und der Innenleiter 31b
davon getrennt über ein geringes Maß in axialer Längsrichtung verlängert ausgebildet
ist, um dort an einer mit der zweiten Dipolhälfte in Verbindung stehenden Anschlussstelle
oder Krümmer 35 elektrisch angeschlossen zu werden.
[0030] Die gleiche Anschlussverbindung erfolgt für den gegenüberliegenden Dipol. Über ein
separates zweites Speisekabel und zwei weitere separate Verbindungsleitungen erfolgt
die elektrische Einspeisung an den beiden um 90° versetzt liegenden Dipolpaaren, die
der Übersicht halber in Figur 2 und 3 nicht eingezeichnet sind.
[0031] Demgegenüber wird nunmehr erfindungsgemäß eine Einspeisung entsprechend den Figuren
4 und 5 vorgenommen, bei welcher das Speisekabel 27 (ein Koaxialkabel) direkt bis
zur Einspeisestelle 33 an einem Dipol geführt ist. Dort ist das Speisekabel 27 mit
seinem Innenleiter wiederum an der Einspeisestelle 33' (die mit der einen Dipolhälfte
in Verbindung steht) und der Außenleiter 31b mit der anderen Dipolhälfte am Einspeispunkt
33' elektrisch verbunden.
[0032] Von dieser Einspeisestelle 33 geht dann eine Verbindungsleitung 37 aus, welche zur
Einspeisestelle 35 an der gegenüberliegenden Dipolhälfte führt. Der Innenleiter ist
dabei wieder mit der einen Dipolhälfte über die Anschlussstelle 35' und der Außenleiter
mit der zweiten Dipolhälfte bei 35" elektrisch verbunden.
[0033] In der Praxis wird auch hierbei das Speisekabel über die Bohrung 23 an dem einen
Tragarm oder in dem einen Tragarm der Symmetrierung, 113' oder 113" (wenn dieser beispielsweise
als Hohlleiter oder Hohlträger ausgebildet ist) im Inneren verlegt und bis zur Einspeisestelle
33 geführt, wo der Außenleiter mit der einen Dipolhälfte elektrisch verbunden und
der Innenleiter an der: Anschlussstelle der zweiten Dipolhälfte angeschlossen ist.
Das koaxiale Verbindungskabel 37 ist ebenso am oder beispielsweise in dem zweiten
Tragarm 113' oder 113" der entsprechenden Symmetrierung 113 von der Einspeisestelle
33 an dem einen Dipol wieder in Richtung Reflektorblech 9' zurückgeführt und in dem
gegebenenfalls hohlen Tragarm der gegenüberliegenden Symmetrierung 113 des gegenüberliegenden
Dipols 13' zu dessen oben liegender Einspeisestelle 35 geführt. Ebenso kann aber eine
Verlegung an der Symmetrierung oder in sonstiger geeigneter Weise erfolgen. Anhand
von Figuren 1, 4 und 5 ist nur das Prinzip der Verschaltung gezeigt, weshalb hier
das jeweilige Speisekabel 27 quasi von außen kommend an die Einspeisestelle herangeführt
gezeigt ist, obgleich es in der Praxis über die zentrale Bohrung 23 kommend längs
der Symmetrierung zur Einspeisestelle 33 geführt ist.
[0034] Die Länge des Verbindungskabels sollte dabei λ oder einem ganzzahligen Vielfachen
davon, bezogen auf den zu übertragenden Frequenzbereich, insbesondere den Mittenfrequenzbereich,
betragen.
[0035] Entsprechend wird über ein separates Speisekabel oder ein entsprechendes separates
Verbindungskabel die Einspeisung an den beiden in dem Ausführungsbeispiel nach Figur
4 und 5 um 90° versetzt liegenden Dipolen 15 und 115 vorgenommen. Auch dort erfolgt
also eine Einspeisung über ein separates Speisekabel zunächst an dem einen Dipol 15'
an einer dort ausgebildeten Speisestelle, wobei von dort ein separates Verbindungskabel
dann zu einem gegenüberliegenden Dipol 15" geführt und an einer entsprechenden Einspeisestelle
angeschlossen ist.
[0036] Anhand von Figur 1 ist beispielsweise gezeigt, dass dort über zwei getrennte Speisekabel
27 die jeweils links liegenden Dipolhälften 13' und 15' an einer entsprechenden Speisestelle
35 eingespeist werden, und dass von dort Verbindungskabel 31 zu den jeweils gegenüberliegenden
Dipolen 13" bzw. 15" zu dort vorgesehenen Einspeisestellen führen.
[0037] So können beispielsweise alle in Figur 1 größeren Dipolquadrate 3, aber auch alle
kleineren Dipolquadrate 5 in gleicher Weise eingespeist werden.
[0038] Möglich ist aber auch, dass beispielsweise ein einzelner oder bei noch mehr vertikal
übereinander angeordneten Dipolquadraten beispielsweise die Hälfte oder eine beliebige
andere Kombination von Dipolquadraten unterschiedlich eingespeist werden. So ist beispielsweise
bezüglich des untersten Dipolquadrates 3 in Figur 1 gezeigt, dass dort die Einspeisung
über zwei getrennte Speisekabel an den rechts liegenden Dipolen des Dipolquadrates,
nämlich an dem Dipol 13" und dem Dipol 15" erfolgt, nämlich an den erläuterten Speisestellen.
Über zwei getrennte Verbindungsleitungen 31 wird dann jeweils ausgehend von der ersten
Einspeisestelle die Einspeisung an dem gegenüberliegenden parallelen Dipol vorgenommen.
[0039] In Abhängigkeit davon, wo jeweils zunächst die erste Einspeisung erfolgt und welches
der jeweils paarweise parallelen Dipole eines Dipolquadrates durch die Verbindungsleitung
ausgehend vom ersten Dipol elektrisch angeschlossen ist, ergibt sich ein unterschiedliches
Maß für das Tracking.
[0040] Anhand von Figur 6 und 7 sind zwei Beispiele für einmal 8 übereinander angeordnete
Dipolquadrate in 45°-Ausrichtung gezeigt, die zur Erzielung eines ganz bestimmten
Wertes für das Tracking eine unterschiedliche Einspeisung einmal. bezüglich der links
liegenden oder bezüglich der rechts liegenden Dipole zeigen. Entsprechendes gilt für
das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7, welches 6 übereinander angeordnete Dipolquadrate
in 45°-Ausrichtung zeigt. Dabei wird, ausgehend jeweils von einer Hauptspeiseleitung
27 über nachfolgende Verteiler und Abzweiger, die Einspeisung für die verschiedenen
dualpolarisierten Dipolquadrate realisiert. In Figur 6 und 7 ist dabei das Reflektorblech
nicht miteingezeichnet.
1. Dualpolarisierte Dipolantenne in Form eines oder mehrerer Dipolquadrate (3, 5), wobei
das oder die Dipolquadrate. (3, 5) in einem 45' Winkel gegenüber der Vertikalen oder
Horizontalen gedreht ausgerichtet sind,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale
- eine Einspeisung (33, 35) bezüglich zweier erster parallel versetzt zueinander liegender
Dipole (13; 13', 13") und bezüglich zweier weiterer, gegenüber den ersten parallelen
Dipolen (13; 13', 13") um 90° verdreht angeordneter und ebenfalls parallel versetzt
zueinander liegender Dipole (15; 15', 15") des Dipolquadrates (3, 5) erfolgt derart,
dass eine Speiseleitung (27) zu einer Einspeisestelle (33) an einem Dipol (13", 15")
geführt ist, und dass von dieser Einspeisestelle (33) ausgehend eine Verbindungsleitung
(37) zu der Einspeisestelle (35) an dem jeweils gegenüberliegenden parallelen Dipol
(13', 15') des Dipolquadrates (3, 5) verlegt und dort mit den Dipolhälften (13', 15')
des Dipolquadrates (3, 5) elektrisch verbunden ist,
- Speiseleitung (27) und die Verbindungsleitung (37) bestehen aus Koaxialkabeln, und
- die elektrisch wirksame Länge der Verbindungsleitung (37) ist so gewählt, dass die
jeweils parallelen Dipole (13; 13', 13"; 15; 15', 15") gleichphasig angeregt sind.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch wirksame Länge der Verbindungsleitung bzw. der Verbindungsleitungen
(31) zumindest näherungsweise λ oder ein ganzzahliges Vielfaches davon bzgl. des zu
übertragenden Frequenzbandbereiches, insbesondere bezogen auf die Mittenfrequenz beträgt.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren längs einer Anbaurichtung (7) über- und/oder nebeneinander angeordneten
Dipolquadraten (3, 5) die mit den Speisekabeln (27) verbundenen Einspeisestellen (33)
an allen Dipolquadraten (3, 5) an entsprechend gleicher Stelle oder Ausrichtung liegen.
4. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren längs einer Anbaurichtung (7) über- und/oder nebeneinander angeordneten
Dipolquadraten (3, 5) die mit den Speisekabeln (27) verbundenen Einspeisestellen (33)
bei zumindest einem der Dipolquadrate (3, 5) oder bei einem Teil aller Dipolquadrate
(3, 5) am jeweils anderen der jeweils paarweise zueinander parallelen Dipole (13,
15) der Dipolquadrate (3, 5) erfolgt.
5. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (37) jeweils von der ersten Einspeisestelle (33) an einem
Dipol (13", 15") zur jeweiligen Einspeisestelle (35) an dem dazu parallelen Dipol
(13', 15') an oder in den gegebenenfalls hohl ausgebildeten Tragarmen der Symmetrierungen
(113, 115) der Dipole (13, 15) verlegt sind.
6. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (37) einen anderen Leitungsquerschnitt, insbesondere einen
dünneren Leitungsquerschnitt für den Innenleiter und/oder für den Außenleiter aufweisen
als die zur ersten Einspeisestelle (33) geführten Speiseleitungen (27).
7. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit der Anspeisung an jedem Dipolqüadrat eine Verringerung der Frequenzabhängigkeit
der Ausrichtung der kopolaren und/oder kreuzpolaren Strahlungsdiagramme oder eine
Verbesserung des Tracking-Verhaltens durchführbar ist.
1. Dual-polarized dipole antenna in the form of one or more dipole squares (3, 5), the
dipole square or squares (3, 5) being oriented rotated at a 45° angle with respect
to the vertical or horizontal,
characterized by the following features
- a feed arrangement (33, 35) with respect to two first dipoles (13; 13', 13") located
offset with respect to one another and parallel and with respect to two further dipoles
(15; 15', 15"), arranged rotated by 90° with respect to the first parallel dipoles
(13; 13', 13") and also located offset to one another and parallel, of the dipole
square (3, 5) is effected in such a manner that a feed line (27) is passed to a feed
point (33) at a dipole (13", 15"), and in that, coming from this feed point (33),
one connecting line (37) is run to the feed point (35) on the respective opposite
parallel dipole (13', 15') of the dipole square (3, 5) and is there electrically connected
to the dipole halves (13', 15') of the dipole square (3, 5),
- the feed line (27) and the connecting line (37) are coaxial cables, and
- the electrically effective length of the connecting line (37) is chosen such that
the respectively parallel dipoles (13; 13', 13"; 15; 15', 15") are excited in phase.
2. Antenna according to Claim 1, characterized in that the electrically effective length of the connecting line or of the connecting lines
(31), respectively, is at least approximately λ or an integral multiple thereof with
respect to the frequency band range to be transmitted, particularly with respect to
the centre frequency.
3. Antenna according to Claim 1 or 2, characterized in that where there are a number of dipole squares (3, 5) arranged above and/or next to one
another along a direction of installation (7), the feed points (33) connected to the
feed cables (27) are located at a correspondingly identical point or orientation at
all dipole squares (3, 5).
4. Antenna according to one of Claims 1 to 3, characterized in that where there are a number of dipole squares (3, 5) arranged above and/or next to one
another along a direction of installation (7), the feed points (33) connected to the
feed cables (27) are located on the respective other one of the dipoles (13, 15),
which are in each case parallel with one another in pairs, of the dipole squares (3,
5) in the case of at least one of the dipole squares (3, 5) or in some of all dipole
squares (3, 5).
5. Antenna according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the connecting lines (37) are in each case run from the first feed point (33) on
one dipole (13", 15") to the respective feed point (35) on the dipole (13', 15') parallel
thereto on or in the support arms, possibly constructed to be hollow, of the balancing
arrangements (113, 115) of the dipoles (13, 15) .
6. Antenna according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the connecting lines (37) have a different line cross section, particularly a thinner
line cross section for the inner conductor and/or for the outer conductor, than the
feed lines (27) connected to the first feed point (33).
7. Antenna according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a reduction in the frequency-dependence of the orientation of the copolar and/or
cross polar radiation patterns or an improvement in the tracking behaviour can be
obtained depending on the feed arrangement at each dipole square.
1. Antenne dipolaire à double polarisation sous forme d'un ou de plusieurs carrés dipolaires
(3, 5), dans laquelle le ou les carrés dipolaires (3, 5) est/sont orienté(s) tourné(s)
sous un angle de 45° par rapport à la verticale ou à l'horizontale,
caractérisée par les caractéristiques suivantes :
- une alimentation (33, 35) concernant deux premiers dipôles (13 ; 13' ; 13") situés
en décalage parallèle l'un par rapport à l'autre, et concernant deux autres dipôles
(15 ; 15' ; 15") agencés tournés de 90° par rapport aux premiers dipôles parallèles
(13 ; 13' ; 13") et également situés en décalage parallèle l'un par rapport à l'autre,
du carré dipolaire (3, 5), a lieu de telle sorte qu'une ligne d'alimentation (27)
est menée à un point d'alimentation (33) sur un dipôle (13", 15"), et partant de ce
point d'alimentation (33), une ligne de connexion (37) vers le point d'alimentation
(35) est posée sur le dipôle (13', 15') parallèle respectivement opposée du carré
dipolaire (3, 5) et y est reliée électriquement avec les moitiés de dipôle (13', 15')
du carré dipolaire (3, 5),
- la ligne d'alimentation (27) et la ligne de connexion (37) sont constituées par
des câbles coaxiaux, et
- la longueur électriquement active de la ligne de connexion (37) est choisie telle
que les dipôles parallèles respectifs (13 ; 13', 13" ; 15 ; 15', 15") sont excités
en concordance de phase.
2. Antenne selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur électriquement active de la ligne de connexion ou des lignes de connexion
(31) est au moins approximativement λ ou un multiple entier de celle-ci par rapport
à la gamme de bande de fréquence à transmettre, en particulier en se référant à la
fréquence centrale.
3. Antenne selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisée en ce que dans le cas de plusieurs carrés dipolaires (3, 5) agencés le long d'une direction
de montage (7) les uns au-dessus et/ou à côté des autres, les points d'alimentation
(33) connectés au câbles d'alimentation (27) se trouvent sur tous les carrés dipolaires
(3, 5) à un point ou une orientation en conséquence similaire.
4. Antenne selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que dans le cas de plusieurs carrés dipolaires (3, 5) agencés le long d'une direction
de montage (7) les uns au-dessus et/ou à côté des autres, les points d'alimentation
(33) connectés au câbles d'alimentation (27), pour au moins un des carrés dipolaires
(3, 5) ou pour une partie de tous les carrés dipolaires (3, 5), ont lieu sur l'autre
dipôle respectif des dipôles (13, 15) parallèles les uns aux autres par paire, des
carrés dipolaires (3, 5).
5. Antenne selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la ligne de connexion (37) respective est posée depuis le premier point d'alimentation
(33) sur un dipôle (13", 15") jusqu'au point d'alimentation (35) respectif sur le
dipôle (13', 15') parallèle à celui-ci, sur ou dans les bras porteurs, réalisés éventuellement
creux, des équilibrages (113, 115) des dipôles (13, 15).
6. Antenne selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la ligne de connexion (37) présente une autre section transversale, en particulier
une section transversale plus mince pour le conducteur intérieur et/ou pour le conducteur
extérieur que les lignes d'alimentation (27) menées au premier point d'alimentation
(33).
7. Antenne selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'en fonction de l'alimentation sur chaque carré dipolaire, on peut effectuer une réduction
de la variation de l'orientation, en fonction de la fréquence, des diagrammes de rayonnement
copolaires et/ou polaires croisés ou une amélioration du comportement de suivi.