[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Konditionierung der
elektrischen Gebäudeinstallation für die schnelle Datenübertragung, z.B. zur Realisierung
von Telekommunikationsdiensten aller Art, insbesondere aber des schnellen Internetzugangs
über die Steckdose und auch der Realisierung digitaler Audio- und Videosignalübertragung.
[0002] Aus der WO 99/30434 ist bereits eine Einrichtung bekannt, bei der über ein Stromversorgungsnetz
einschließlich eines hausinternen Netzes Daten übertragen werden.
[0003] Auch aus der DE 195 44 027 C2 ist ein Bussystem für eine elektrische Hausinstallationsanlage
bekannt, bei der für die Datenbusleitung dreiadrige oder auch vieradrige herkömmliche
Energieleitungen mitbenutzt werden.
[0004] Ferner ist in der DE 196 54 837 A1 ein im Bereich der Gebäudeautomation eingesetztes
Bussystem beschrieben, bei dem das Ein- und Auskoppeln aus den genutzten Niederspannungsleitungen
über Koppeltransformatoren erfolgt.
[0005] Das für eine schnelle Datenübertragung in Frage kommende Frequenzband reicht von
ca. 1 MHz bis über 30MHz. Bislang gibt es nur für den Frequenzbereich von 9kHz bis
148,5kHz unterhalb des Langwellenrundfunkbandes Nutzungsvorschriften in Form der europäischen
Norm EN 50065: Signalling on low voltage electrical installations in the frequency
range 3 kHz to 148,5 kHz, CENELEC, Brussels, 1991. In den interessanten höheren Frequenzbereichen
gibt es keine frei verfügbaren Bänder, die neuen Diensten zugewiesen und dafür geschützt
werden könnten. Die spektrale Überschneidung mit bestehenden Diensten wie Rundfunk,
See- oder Flugfunk und Amateurfunk ist unvermeidlich, so daß ohne besondere Maßnahmen
EMV-Probleme nicht auszuschließen sind. Denn Energieverteilnetze sind elektromagnetisch
"offene" Gebilde, die als Antennen einstrahlende Funksignale aufnehmen und eingespeiste
Hochfrequenz abstrahlen. Besonders in Gebäuden gibt es zudem vielfältige Störungen,
die durch die Nutzung der elektrischen Energie entstehen, so daß sehr geringe Sendepegel
für eine sichere Kommunikation nicht reichen werden. Besonders gravierend kann der
Störumfang in Fabrikanlagen sein. Künftig werden auch durch den Einsatz sehr schneller
Leistungsschalter in Form von IGBTs Verschlimmerungen des HF-Störszenarios erwartet.
Die Realisierbarkeit von sicherer Kommunikation auf Energieverteilnetzen steht und
fällt daher mit technisch und wirtschaftlich tragfähigen Lösungen für eine breite
Palette von EMV-Problemen. Aus heutiger Sicht könnte Stromnetzen für einen Zeitraum
von bis zu 20 Jahren eine Bedeutung als Kommunikationsmedium zukommen. Mit wachsendem
Nutzungsumfang dehnt sich auch die EMV-Problematik aus, so daß eine ständige Anpassung
und Ergänzung von EMV-Lösungen nötig sein wird.
[0006] Elektromagnetische Verträglichkeit ist stets eine zweiseitige Angelegenheit. Zum
einen gilt es, ein System so zu gestalten, daß von ihm keinerlei unzulässige Störwirkung
auf die Umgebung ausgeht, und zum anderen muß das System in jeder Umgebung, in der
keine grenzwertüberschreitenden Störungen vorliegen, sicher und zuverlässig funktionieren.
Beide Forderungen können nicht isoliert betrachtet werden, sondem sind durch enge
Wechselwirkung gekennzeichnet. Wenn es mit relativ einfachen Eingriffen in bestehende
Stromnetze gelingen würde, die in der Regel fehlende Symmetrie zumindest teilweise
herzustellen, könnte eine signifikante Abmilderung der EMV-Probleme erreicht werden.
[0007] Bei allen Anwendungen der Kommunikation über Stromnetze soll die Signalübertragung
grundsätzlich leitungsgebunden ablaufen, so dass keine Abstrahlung elektromagnetischer
Felder erfolgt. Dies ist technisch durch hohe Symmetrie der Leitungsführung und den
sogenannten Gegentaktbetrieb zu erreichen. Symmetrie besagt, dass Hin- und Rückleiter
einer Nachrichtenverbindung eng benachbart verlegt sind, und dass sie betragsmäßig
gleich grosse Ströme führen, wobei die Stromrichtungen entgegengesetzt sind. In diesem
Fall kompensieren sich die Felder in der Umgebung und sinken in kleinem Abstand bereits
unter die Nachweisgrenze. Das trifft z.B. sehr gut auf Koaxialkabel und verdrillte
Doppeladern (engl.: twisted pair) zu. Betrachtet man dagegen typische Gebäudeinstallationen,
dann erkennt man, dass solche idealen Bedingungen der Symmetrie dort nicht erfüllt
sind.
[0008] Andererseits haben jedoch umfangreiche Untersuchungen der Hochfrequenzeigenschaften
elektrischer Installationsnetze ergeben, daß bei moderaten Sendepegeln eine Kanalkapazität,
die bis weit über 100Mbit/s reicht, zur Verfügung steht. In diesem Zusammenhang wird
beispielsweise auf folgende Literaturstelle hingewiesen: Dostert K.: Power Lines as
High Speed Data Transmission Channels - Modelling the Physical Limits. Proceedings
of the 5
th IEEE International Symposium on Spread Spectrum Techniques and Applications (ISSSTA
'98) Sun City, South Africa (Sept. 1998), ISBN 0-7803-4281-X, Vol. 2/3, 585-589.
[0009] Der Aufbau von Verbindungen mit mehreren Megabit/s scheint somit auf den ersten Blick
unproblematisch. Die Nutzungsmöglichkeiten der Stromnetze sind jedoch leider nicht
unbegrenzt, weil aufgrund der Unsymmetrie mit Signalabstrahlung zu rechnen ist, wodurch
Funkdienste (Lang-, Mittel- und Kurzwellenrundfunk sowie Amateurfunkbänder) bei völlig
freizügiger Frequenzfreigabe beeinträchtigt werden können. Während sich Forschung
und Entwicklung in der Vergangenheit in erster Linie mit der Machbarkeit einer schnellen
Datenübertragung auf den Netzen befaßt haben, stehen jetzt Lösungen für Probleme der
elektromagnetischen Verträglichkeit im Vordergrund. Es gilt zum einen, für die Frequenzzuteilung
und die Festlegung von Pegelgrenzwerten Kompromißlösungen zu erarbeiten, und zum anderen
unzulässig hohe Signalabstrahlung durch geeignete Maßnahmen der Symmetrierung und
Gegentakteinspeisung zu verhindern. Geht man z.B. davon aus, daß für eine zuverlässige
Kommunikation ein Sendepegel U
L1, angegeben in Volt, an einer Steckdose einzuspeisen ist, ist zunächst die Frage zu
beantworten, welche elektrische Feldstärke E (in Volt/Meter) daraus in einer bestimmten
Entfernung von der gespeisten Leitung resultiert. Die Antwort ist alles andere als
einfach, denn E hängt neben der Entfernung erheblich von der Struktur des Leitungssystems,
der Art der Einspeisung und einer Vielzahl weiterer Umgebungsbedingungen ab. Bildet
man das Verhältnis E/U
L, dann erhält man eine Kenngrösse mit der Dimension 1/m, die als elektromagnetischer
Koppelfaktor oder auch Antennenfaktor bezeichnet wird.
[0010] Aus einer Reihe publizierter Ergebnisse, wie sie in Proceedings of the 3
rd International Symposium on Power-Line Communications and its Applications (ISPLC'99),
Lancaster, UK (1999), ISBN: 90-74249-22-1 und dem Tagungsband des Funkschau-Intensivseminars
"Powerline Communication und EMV", München, 1 Juli 1999, angegeben sind, und eigenen
Messungen ergeben sich für
unkonditionierte Netze Zahlenwerte von K≈10
-2/m...10
-3/m für den Koppelfaktor. Das bedeutet, daß man bei einem Sendepegel U
L=1V auf der Leitung (unmodulierter Träger, d.h. Bandbreite Null) in der Meßentfemung
(typisch 3m) mit elektrischen Feldstärken von E=1...10mV/m (≡60...80dBµV/m) rechnen
muß. Diese Werte haben besondere Bedeutung im Zusammenhang mit künftigen Grenzwertfestlegungen
im Rahmen der sogenannten Nutzungsbestimmung 30 zur Frequenzzuweisungsplanverordnung
(Mitteilung 1/1999 der RegTP).
[0011] Mit einem Sendepegel von 1V wäre eine gute Kommunikation auf den meisten Installationsnetzen
möglich. Man beachte, daß hier nur der schmalbandige, unmodulierte Träger betrachtet
wurde und auf 60...80dBµV/m führt. Mit einer breitbandigen Modulation erhält man bei
normgerechter Messung erheblich geringere Werte. Des weiteren läßt sich gemäß der
vorliegenden Erfindung der Koppelfaktor durch symmetrierende Netzeingriffe erheblich
senken.
[0012] Bei der Untersuchung möglicher Störwirkungen durch Kommunikation auf Stromnetzen
muß zwischen den zwei Netzebenen unterschieden werden:
- Netzebene 1: Verbindungen zwischen Trafostation und Hausanschluß, in der Regel Erdkabel
- Netzebene 2: Verbindungen über Gebäudeinstallationsnetze.
[0013] Die Netzebene 1 stellt die sogenannte "letzte Meile" dar. Für System- und Gerätehersteller
ist das Überbrücken der Strecke nur bis zum Hausanschluß nicht zufriedenstellend.
Man erwartet eine erhebliche Aufwertung der angebotenen Dienste, wenn auch hausintern
keine Verkabelung mehr anfällt und damit z.B. ein PC mit dem Einstecken des Netzsteckers
sofort "online" ist. Die Machbarkeit dieser Vision von Internet aus der Steckdose
steht außer Frage. Dennoch wird es technisch nicht so aussehen, daß eine durchgängige
Übertragung von der Trafostation zur Steckdose realisiert wird. Vielmehr wird der
Hausanschluß einen Übergabepunkt darstellen, wo Netzebene 1 endet. Für das Funktionieren
dieser Ebene wird der Dienstanbieter verantwortlich sein, während die Ausgestaltung
der Ebene 2 weitgehend im Ermessen des Haus- oder Wohnungseigentümers liegen wird.
[0014] Hinsichtlich der Netzstrukturen bestehen bekanntlich ganz erhebliche Unterschiede
zwischen den Ebenen 1 und 2. Die wichtigste Komponente im Bereich Netzebene 1 ist
ohne Zweifel das Kabel. Das meistverwendete Kabel in deutschen Verteilnetzen hat eine
4-Sektor-Querschnittsgeometrie, wobei drei der Sektoren die Phasen L1, L2 und L3 des
Drehstromsystems bilden, während der vierte den Nullleiter oder Neutralleiter darstellt,
der an jedem Hausanschluß geerdet ist. Wenn man in ein solches Energiekabel hochfrequente
Sendesignale symmetrisch auf zwei Phasen einspeist, wobei gegenüberliegende Sektoren
zu bevorzugen sind, muss keine Funkabstrahlung befürchtet werden. Entsprechende Funkfeldmessungen
haben das bestätigt. Wichtig ist allerdings, den Nullleiter wegen seiner vielfachen
Verbindungen zur Erde nicht zu verwenden.
[0015] Das Energiekabel selbst spielt somit bei der ungewollten Aussendung elektromagnetischer
Energie bei der Kommunikation über Stromnetze eine untergeordnete Rolle. Kritische
Stellen auf Netzebene 1 sind auf der einen Seite das Sammelschienensystem der Trafostation
und auf der anderen Seite die Hausverkabelung. An diesen Punkten muss durch geeignete
Maßnahmen für eine möglichst geringe Antennenwirkung gesorgt werden. Der HF-gerechte
Hausanschluss und die Konditionierung der Gebäudeinstallation, die Gegenstand der
vorliegenden Erfindung ist, werden im folgenden beschrieben.
[0016] Am Hausanschluß sind gemäß Fig. 1 in die beiden hochfrequenzführenden Leiter 1 und
2 die Drosselspulen 3 und 4 einzufügen, die für hochfrequente Signale einen relativ
hohen Widerstand in der Grössenordnung von etwa dem 5-fachen Wellenwiderstand des
Versorgungskabels aufweisen. In diesem Fall wird der Reflexionsfaktor an der Einkoppelstelle
kleiner als 10%. Für die entsprechende Festlegung der Induktivität der Drosseln 3
und 4 ist die niedrigste zu übertragende Signalfrequenz maßgebend. Aufgrund der Übertragungseigenschaften
der Energiekabel auf Netzebene 1, siehe Dostert, K., Zimmermann, M.: The Low Voltage
Power Distribution Network a Last Mile Access Network - Signal Propagation and Noise
Scenario in the HF-Range- AEÜ 54 (2000) No. 1, pp. 13-22, ist hier der Frequenzbereich
von ca. 2MHz...10MHz besonders interessant für Telekommunikationsanwendungen. Bei
einem Wellenwiderstand in der Grössenordnung von 50Ω ist somit bei 2MHz eine Drosselimpedanz
von ca. 125Ω zu erreichen. Daraus ergibt sich eine Induktivität von 10µH.
[0017] Da die Drosselspulen hohe Ströme bei der Netzfrequenz (50Hz) führen, die bei typischen
Hausanschlüssen bis zu 40A betragen können, sind Induktivitäten in dieser Grössenordnung
nicht einfach zu realisieren. Reine Luftspulen kommen wegen der erforderlichen Baugrösse
nur in Ausnahmefällen in Frage. Geschickter ist es, Ringkemstrukturen aus besonderen
Ferritmaterialien einzusetzen, wobei die Eigenschaften sowohl durch die Materialwahl
als auch durch den Kemaufbau entscheidend bestimmt werden. Es sind Materialien zu
wählen, die eine hohe Sättigungsinduktion aufweisen, und beim Kernaufbau ist das Einbringen
verteilter Luftspalte von Vorteil, weil dadurch eine Scherung der Magnetisierungskennlinie
bewirkt wird, so dass die Sättigung zu sehr hohen Strömen hin verschoben wird, die
über den typischen Hausanschlusswerten liegen. Gute Erfahrungen wurden in diesem Zusammenhang
mit Ringkemen aus "Kool-Mµ"-Werkstoff des Herstellers Magnetics gemacht. Gegenüber
einer Luftspule lassen sich damit im interessierenden Frequenzbereich bei einer Netzstromamplitude
von 100A noch bis zu einem Faktor 100 höhere lmpedanzwerte erzielen.
[0018] Um eine klare und saubere Trennung zwischen Netzebene 1 und 2 zu erzielen, werden
gemäß Fig. 1 drei breitbandige Hochfrequenzkurzschlüsse 5, 6 und 7 zum Hauserdungspunkt
8 eingesetzt, die vorzugsweise in Form von hochfrequenztauglichen Kondensatoren realisiert
sind. Hochfrequenztauglich bedeutet, dass sich auch bei Frequenzen von ca. 30MHz noch
keine parasitäre Serieninduktivität bemerkbar macht, die die Kurzschlusswirkung herabsetzt.
Die Auswahl geeigneter Kondensatoren ist schwierig, weil eine hohe Spannungsfestigkeit
erforderlich ist, die man nur durch eine gewisse Baugröße gewährleisten kann. Die
meisten Kondensatoren, die hinreichend spannungsfest sind, sind in Rollenform aufgebaut,
wodurch die Neigung zur parasitärer Induktivität vorgegeben ist. Solche Bauteile sind
in der Regel nur bis zu Frequenzen unterhalb 5MHz brauchbar. Für die höheren Frequenzen
sind sogenannte Chipkondensatoren vorteilhaft, die in Waffelform aufgebaut sind, d.h.
sie haben Quaderform, wobei die beiden Kondensatorflächen wechselweise mit dem Dielektrikum
als Zwischenlage geschichtet sind. Weil hier keine durchgehende gewickelte Leiterstruktur
vorhanden ist, ergeben sich sehr geringe parasitäre Induktivitäten. Kondensatoren
dieser Bauart sind erst in jüngster Zeit mit der erforderlichen hohen Spannungsfestigkeit
in den hier benötigten Grössen von ca. 50nF verfügbar. Bei 50nF erhält man bei 2MHz
eine Impedanz von ca. 1,5Ω, so dass sich aufgrund der vorgeschalteten Drosseln, die
ca. 125Ω aufweisen, praktisch eine perfekte HF-Sperre ergibt.
[0019] Die Sendeendstufe eines Modems 9 zur Kommunikation auf Netzebene 1 kann jetzt unabhängig
von allen elektrischen Vorgängen im Haus mit Hilfe des Koppelübertragers 10 an den
Wellenwiderstand des Versorgungskabels angepasst werden. Ein so gestalteter Übergabepunkt
stellt sicher, daß die Netzebene 1 von allen Vorgängen in der Kundenanlage unbeeinflußt
bleibt. Nur so kann letztlich die Sicherheit und Verfügbarkeit angebotener Dienste
gewährleistet werden.
[0020] Zu begründen ist noch, warum nur in den beiden mit Hochfrequenz beaufschlagten Leitern
1 und 2 Drosseln erforderlich sind und nicht in den beiden übrigen. Durch die enge
Nachbarschaft der vier Leiter in einem Kabel sind elektromagnetische Kopplungen unvermeidlich,
d.h. es wird zwangsläufig zu einem gewissen Übersprechen kommen. Dieses wird unmittelbar
in der Nähe der Koppelstelle am stärksten sein, weil dort der Sendepegel am größten
ist.
[0021] Hier befinden sich jedoch die HF-Kurzschlüsse 5, 6, und 7, die die ungewollte Ausbildung
hochfrequenter Spannungen am Hausanschlusspunkt sicher verhindern, weil die Koppelimpedanzen
zwischen den Leitern im interessierenden Frequenzbereich stets erheblich größer sind,
als die Impedanzen der HF-Kurzschlüsse.
[0022] Während so auf der Netzebene 1 eine gute Netzkonditionierung erreicht ist, die eine
elektromagnetisch verträgliche und zuverlässige, d.h. vom Netzbetrieb unabhängige
Kommunikation bei hohen Frequenzen gestattet, ist die weitergehende Kommunikation
über Gebäudeinstallationsnetze Gegenstand der folgenden Betrachtungen. Innerhalb von
Gebäuden ist die elektromagnetische Verträglichkeit eine besondere Herausforderung,
weil hier keine Möglichkeiten einer Netzaufbereitung bekannt sind. Sowohl für hochfrequenzmäßiges
Isolieren als für eine symmetrische, reine Gegentaktsignalspeisung sind keine Lösungsansätze
bekannt. Somit musste bislang mit einer relativ starken Koppelwirkung zwischen der
Signalspannung U
L auf der Leitung und der abgestrahlten Feldstärke gerechnet werden, d.h. der Koppelfaktor
konnte durchaus Werte, die erheblich größer als 10
-3/m sind, annehmen.
[0023] Die Hauptursache hierfür ist die Struktur typischer Gebäudeinstallationsnetze. Obwohl
die zu überbrückenden Entfernungen auf Netzebene 2 erheblich kürzer sind als auf Netzebene
1 und sich dadurch zum einen höhere Frequenzen (über 30MHz) nutzen lassen und zum
anderen geringe Sendepegel genügen, sind dennoch Probleme der elektromagnetischen
Verträglichkeit zu befürchten, weil das Mass der Unsymmetrie besonders hoch ist. Dies
lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen:
[0024] Die Einspeisestelle für hochfrequente Kommunikationssignale in Gebäuden ist typischerweise
die 230V-Netzsteckdose, zu der standardmäßig drei Leitungen führen, nämlich eine Phase
(L1, L2 oder L3), der Nullleiter und der Schutzleiter. Bislang wird von einer parallelen
Einspeisung zwischen Phase und Nullleiter ausgegangen. Während in einem Gebäude ein
Pol aller Steckdosen zwangsläufig am selben galvanisch durchverbundenen und am Hausanschluss
geerdeten Nullleiter angeschlossen ist, sind die drei Phasen im Idealfall gleichmäßig
auf die Steckdosen verteilt. Eine galvanische Verbindung der Phasen ist somit erst
im Niederspannungstransformator gegeben. Die hochfrequenzmäßige Verbindung erfolgt
jedoch gemäß Fig. 1 am Hauserdungspunkt, allerdings in Form eines Kurzschlusses aller
HF-Signale bei gleichzeitiger Erdung. Dies ist im Sinne einer Kommunikationsanwendung
sehr ungünstig, insbesondere wenn man sich vorstellt, dass ein sendendes Modem an
einer Steckdose, z.B. zwischen L1 und N, einspeist und das empfangende Modem sich
an einer Steckdose mit L2 befindet. Hierher können nur noch sehr schwache Nutzsignale
durch Übersprechen zwischen L1 und L2 gelangen, falls die beiden Phasen über eine
genügend große Länge parallel geführt sind. Bei typischen Hausinstallationen muss
das keineswegs der Fall sein, so dass man bei ungünstigen Konstellationen selbst über
relativ kleine Entfernungen zwischen Sender und Empfänger schon mit Ausfällen rechnen
muss. Auf der anderen Seite kann bezüglich der Leitungsstruktur eine gravierende Unsymmetrie
vorhanden sein, denn es ist keinesfalls gewährleistet, dass Phase und Nullleiter,
die zu einer Steckdose führen, im gesamten Leitungszug parallel und eng benachbart
verlegt sind. Sie können im Extremfall sogar aus entgegengesetzten Richtungen kommen.
Dies führt unmittelbar zu einem hohen Gleichtaktsignal am Speisepunkt, so dass selbst
bei geringer Sendeleistung eine merkliche Abstrahlung elektromagnetischer Wellen zu
beobachten ist.
[0025] Während die betrachtete Kurzschlusswirkung der Phasen am Hausanschluss sich prinzipiell
durch Einfügen von zusätzlichen Drosselspulen auf Hausseite beseitigen ließe, würden
die Probleme der elektromagnetischen Verträglichkeit dadurch nicht gelöst, weil keine
Erhöhung der Leitungssymmetrie bewirkt wird.
[0026] Mit den bislang bekannten Techniken ist somit eine Ausschöpfung der Ressourcen, die
Gebäudeinstallationsnetze für schnelle Kommunikationsanwendungen bieten, nur sehr
eingeschränkt möglich. Hier soll die nachstehend beschriebene besondere Ausgestaltung
der vorliegenden Erfindung Abhilfe schaffen. Zur Erläuterung sind vier Zeichnungen
vorgesehen:
- Fig. 1
- Konditioniertes Hausnetz mit einem Fehlerstromschutzschalter (Standard)
- Fig. 2
- Konditioniertes Hausnetz mit mehreren Fehlerstromschutzschaltern
- Fig. 3
- Konditioniertes Hausnetz mit Schutzleiter und ohne Fehlerstromschutzschalter
- Fig. 4
- Konditioniertes Hausnetz ohne Fehlerstromschutzschalter und ohne Schutzleiter (Altbau).
[0027] Anhand von Fig. 1 wurde der Hausübergabepunkt als Anschluss zu Netzebene 1 bereits
beschrieben. Für die Netzebene 2 liegt der Erfindung die Idee zugrunde, alle drei
Phasen und den Schutzleiter bei der Kommunikation mittels hochfrequenter Signale als
"Masse" zu konfigurieren und den Nullleiter gegenüber dieser Masse mit Hochfrequenz
zu speisen. Dieses wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass nach dem Stromzähler
13 und dem Fehlerstromschutzschalter 14 eine Drossel 15 in den Nullleiter eingefügt
wird, so dass der hausseitige Abgang des Nullleiters hochfrequenzmäßig eine "Insel"
bildet, die mit den übrigen Leitern und der Erdung nur noch schwach gekoppelt ist.
Der Aufbau der Drossel ist sehr einfach, da für die gebäudeinteme Kommunikation vorwiegend
ein Frequenzbereich oberhalb von 10MHz von Interesse ist. Die Frequenzaufteilung zwischen
Netzebene 1 und 2 ist zur Zeit noch Gegenstand von Standardisierungsüberlegungen,
wobei für Ebene 1 der Bereich 2...10MHz und für Ebene 2 der Bereich >10MHz angedacht
ist. Mit einer Induktivität von ca. 5µH sind bereits sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
Zur Vermeidung von Sättigungsproblemen kann eine geeignete Spule materialfrei, d.h.
als Luftspule ausgeführt werden. Eine Induktivität von 5µH kann z.B. mit einer zylinderförmigen
Luftspule mit einem Durchmesser von 3,5cm und einer Länge von ca. 8cm erreicht werden.
Auch andere Bauformen wie z.B. ein Toroid oder eine Spiralform können zur Anwendung
kommen. Für den Fall, dass eine Kommunikation mit Frequenzen weit unter 10MHz von
Interesse ist, ist es zweckmäßig, Ferrritmaterialien zur Erhöhung der Induktivität
einzusetzen. Die auf Netzebene 1 bewährten Ringkerne aus "Kool-Mµ"-Werkstoff können
hier vorteilhaft verwendet werden.
[0028] Gemäß Fig. 1 kann nun die Einspeisung der hochfrequenten Signale zwischen Schutzleiter
11 und hochfrequenzmäßig isoliertem Nullleiter 11a erfolgen, indem ein Modem 17 mittels
eines Übertragers 18 an diese Leiter gekoppelt wird. Mit Hilfe eines HF-Kurzschlusses
16 in Form eines Kondensators wird verhindert, dass hochfrequente Ströme über den
Fehlerstromschutzschalter fließen. Hier genügen Kapazitäten in der Größenordnung 50...100nF,
wobei gute Hochfrequenzeigenschaften erforderlich sind. An die Spannungsfestigkeit
sind dagegen geringe Anforderungen zu stellen, weil zwischen Schutz- und Nullleiter
an dieser Stelle nur sehr geringe Potentialdifferenzen vorhanden sind. Die drei Phasen
19a, 19b und 19c sind an der Signalübertragung nicht direkt beteiligt. Aufgrund ihrer
hochfrequenzmäßigen Masseverbindung entfalten sie eine im Sinne der elektromagnetischen
Verträglichkeit erwünschte Abschirmwirkung.
[0029] Aufgrund der beschriebenen Konditionierung in Richtung Netzebene 1 ist am Hausanschlusspunkt
eine hochfrequenzmäßige Erdung aller ankommenden Leiter gegeben. Von diesem Erdungspunkt
geht der hausinteme Schutzleiter 11 aus, der mit den entsprechenden Kontakten aller
Schutzkontakt-Steckdosen des Gebäudes verbunden ist. Die einschlägigen Normen schreiben
die Verwendung solcher Steckdosen verbindlich vor. In Fig. 1 sind exemplarisch vier
Steckdosen 12a-12d mit dem entsprechenden Schutzleiteranschluss dargestellt. Der weitere
gemeinsame Leiter, der zu allen Steckdosen führt, ist der Nullleiter. Die Phasen hingegen
sind - wie schon erwähnt - in der Regel nach energietechnischen Gesichtspunkten auf
die Steckdosen verteilt. Über die Verteilung existieren meist keine Aufzeichnungen.
Die Kopplung eines Modems zur Kommunikation über das Gebäudestromnetz erfolgt daher
an einer Steckdose stets auf Schutz- und Nullleiter in analoger Weise wie es für die
Komponenten 17 und 18 beschrieben wurde.
[0030] Die erfindungsgemäße Verwendung des Nullleiters zur Führung hochfrequenter Signale
bringt bislang nicht erreichte Vorteile, sowohl hinsichtlich der Übertragungsqualität
als auch der elektromagnetischen Verträglichkeit; im Einzelnen sind dies.
- Schutz- und Nullleiter sind im Normalfall auf nahezu gleichem elektrischem Potential.
Das bedeutet, dass man zwischen den Leitern weder eine Netzwechselspannung noch Störsignale
vorfindet. Damit sind zum einen die Anforderungen an die Spannungsfestigkeit des Kondensators
im Koppler 18 gering, und zum anderen kann auf eine Potentialtrennung zwischen Modem
und Netz sogar ganz verzichtet werden. Im letzteren Fall entspricht die Modem-Masse
dem Schutzleiterpotential, und die Signalkopplung erfolgt unmittelbar über einen Kondensator
auf den Nullleiter. In der Praxis kann der Einsatz eines Übertragers dennoch sinnvoll
sein, z.B. zur Anpassung der Sendeendstufen-Impedanz an den Leitungswellenwiderstand.
- Dadurch, dass Null- und Schutzleiter am Hausanschluss galvanisch verbunden sind,
wird der Großteil der Störungen, die durch den Netzbetrieb entstehen, kurzgeschlossen,
so dass man zwischen diesen Leitern nur sehr geringe Störpegel vorfindet. Des weiteren
verlaufen die beiden Leiter - wie in Fig. 1 angedeutet - praktisch immer parallel
zu jeder Steckdose hin. Man hat deshalb im gesamten Gebäude ein im Vergleich zum übrigen
Stromnetz relativ gut symmetriertes Zweidrahtnetz vor sich, das zum einen gute Übertragungseigenschaften
aufweist, und zum anderen nur wenig zur Signalabstrahlung neigt, weil eingespeiste
hochfrequente Signale sich von der Einspeisestelle über relativ große Längen im Gegentakt
ausbreiten können. Die unerwünschte Gegentakt-Gleichtakt-Konversion findet somit erst
bei schon stark abgeschwächtem Sendesignal statt. Man kann deshalb bei der erfindungsgemäßen
Nutzung von Gebäudeinstallationsnetzen zur schnellen Datenübertragung von deutlich
geringeren elektromagnetischen Koppelfaktoren ausgehen als sie z.B. im Rahmen der
Studie Powerline (Studienergebnisse zu EMV-Problemen) im Auftrag der RegTP; http://www.regtp.de/tech_reg_tele/start/fs_06.html
bestimmt wurden.
[0031] Zur Unterstützung der hochfrequenzmäßigen Erdung der drei Phasen kann es, insbesondere
bei weitläufigen Installationsnetzen in großen Gebäuden, vorteilhaft sein, zusätzliche
Kondensatoren 21, 22 und 23, z.B. in Unterverteilungen einzubauen.
[0032] Zur Realisierung der durchgängigen Kommunikation von Trafostation zur Steckdose ist
noch eine Verbindung 20 der beiden Modems 9 und 17 am Hausanschluss in Fig. 1 erforderlich.
Ein solcher "Gateway" kann z.B. mit einer Zweidrahtleitung oder einer Vierdrahtleitung
- für eine Trennung der Übertragungsrichtungen - in einfacher Weise realisiert werden.
Des weiteren ist auch der Einsatz von Koaxialleitungen oder Glasfasern möglich.
[0033] Es ist wichtig klarzustellen, dass durch keine der erfindungsgemäßen Maßnahmen die
elektrische Sicherheit beeinträchtigt wird. Insbesondere die Funktion von Fehlerstromschutzschaltern
wird in keiner Weise behindert oder eingeschränkt. Dies ist technisch einfach möglich,
weil die für die schnelle Datenübertragung in Frage kommenden Trägerfrequenzen sehr
weit oberhalb der Netzfrequenz liegen, so dass eine perfekte frequenzmäßige Trennung
der Funktionen schon von Natur aus unterstützt wird.
[0034] Die weiteren Zeichnungen Fig. 2 bis Fig. 4 zeigen besondere Ausgestaltungen der Erfindung
für Gebäudeinstallationen, die vom in Fig. 1 zugrunde gelegten Standard abweichen.
[0035] Fig. 2 bezieht sich auf eine Gebäudeinstallation, die mit zwei Fehlerstromschutzschaltern
ausgestattet ist. Das hier dargestellte Prinzip kann in einfacher Weise auf eine beliebige
Anzahl von Fehlerstromschutzschaltern erweitert werden. Der Hausanschluss zur Versorgungstrafoseite
hin weicht nicht von Fig. 1 ab. Man hat hier ebenfalls die drei Kurzschlüsse 201,
202 und 203 zum Erdungspunkt 204. Es folgt der Stromzähler 200, an dessen hausseitigem
Ausgang die Drosselspule 205 in den Nullleiter eingefügt wird, wodurch sich die erwünschte
hochfrequenzmäßige Isolation dieses Leiters im gesamten Hausnetz ergibt. Jetzt folgen
die beiden Fehlerstromschutzschalter 207 und 210, bei denen jetzt die Nullleiteranschlüsse
ein- und ausgangsseitig über die Kondensatoren 209 und 211 für hochfrequente Signale
verbunden sind. Für die Netzwechselspannung haben die Kondensatoren eine sehr hohe
Impedanz und bleiben ohne Wirkung. Hochfrequente Kommunikationssignale hingegen werden
durch sie an den Fehlerstromschutzschaltern vorbeigeleitet. Dadurch fliessen zum einen
keine HF-Ströme durch die Schutzschalter und zum anderen erhält man eine gute HF-Kopplung
der jeweiligen Nullleiterteilnetze 208 und 212 nach den Fehlerstromschutzschaltern,
so dass die Kommunikation zwischen den Teilnetzen problemlos möglich ist. Die Signalkopplung
von Modems 219, 220 erfolgt wieder in der oben beschriebenen vorteilhaften Weise zwischen
Schutzleiter 206 und Nullleiter 208, 212. Der Modemanschluss an Steckdosen geschieht
analog zu Fig. 1.
[0036] Fig. 3 bezieht sich auf eine Gebäudeinstallation ohne Fehlerstromschutzschalter,
die jedoch mit einem Schutzleiter ausgestattet ist. Der Hausanschluss zur Versorgungstrafoseite
hin weicht auch hier nicht von Fig. 1 ab. Man hat wieder die drei Kurzschlüsse 301,
302 und 303 zum Erdungspunkt 304. Es folgt der Stromzähler 300, an dessen hausseitigem
Ausgang die Drosselspule 306 in den Nullleiter 307 eingefügt wird, wodurch sich die
erwünschte hochfrequenzmäßige Isolation dieses Leiters im gesamten Hausnetz ergibt.
Die Signalkopplung eines Modems 308 erfolgt wieder in der bereits beschriebenen vorteilhaften
Weise zwischen dem Schutzleiter 305 und dem Nullleiter 307. Der Modemanschluss an
die exemplarisch eingezeichneten Steckdosen 310a...d geschieht analog zu Fig. 1. Zur
Unterstützung der hochfrequenzmäßigen Erdung der drei Phasen kann es auch hier, insbesondere
in großen Gebäuden, vorteilhaft sein, zusätzliche Kondensatoren 311, 312 und 313 z.B.
in Unterverteilungen einzubauen.
[0037] Fig. 4 bezieht sich auf veraltete Gebäudeinstallationen, die weder mit einem Fehlerstromschutzschalter
noch mit einem Schutzleiter ausgestattet sind. Der Bestand solcher Alt-Installationen
dürfte in Deutschland sehr gering sein, mit abnehmender Tendenz. Dennoch kann die
vorliegende Erfindung auch in solchen Altbeständen vorteilhaft bei der schnellen Kommunikation
über die Gebäudestromnetze eingesetzt werden.
[0038] Der Hausanschluss zur Versorgungstrafoseite hin weicht auch hier nicht von Fig. 1
ab. Man hat wieder die drei Kurzschlüsse 401, 402 und 403 zum Erdungspunkt 404. Es
folgt der Stromzähler 400, an dessen hausseitigem Ausgang die Drosselspule 405 in
den Nullleiter 406 eingefügt wird, wodurch sich die erwünschte hochfrequenzmäßige
Isolation dieses Leiters im gesamten Hausnetz ergibt. Die Signalkopplung eines Modems
411 erfolgt jetzt zwischen dem hochfrequenzmäßig geerdeten Dreiphasensystem 407a,
407b und 407c und dem Nullleiter 406 mittels des Übertragers 412. An einer Steckdose
410 findet die Kopplung zwischen den beiden Polen statt.
[0039] Zur Unterstützung der hochfrequenzmäßigen Erdung der drei Phasen kann es auch hier,
insbesondere in großen Gebäuden, vorteilhaft sein, zusätzliche Kondensatoren 408 und
409 in Unterverteilungen einzubauen.
[0040] Aufgrund des fehlenden Schutzleiters ergeben sich in Strukturen gemäß Fig. 4 einige
Nachteile:
- Bei der Signalkopplung muss die Netzwechselspannung abgetrennt werden, die zwischen
den signalführenden Leitern ca. 230V beträgt. Der Koppelkondensator im Übertrager
412 muss demnach hinreichend spannungsfest sein und der Übertrager muss eine sichere
galvanische Trennung zwischen Modem und Netz bewerkstelligen.
- Die Symmetrie der hochfrequenzführenden Leitersysteme kann in Strukturen nach Fig.
4 geringer sein als bei mitbenutztem Schutzleiter gemäß Fig. 1-3. Daraus kann höhere
Gegentakt/Gleichtakt-Konversion resultieren, die zu erhöhter Signalabstrahlung führt.
- Auch die "Nullung" von Steckdosen, d.h. eine Verbindung vom Nullleiter zum Schutzkontakt
in der Steckdose, kann sich im Hinblick auf elektromagnetische Verträglichkeit als
nachteilig erweisen, weil dadurch hochfrequente Signale auf das Gehäuse angeschlossener
Geräte gelangen können und so eine zusätzliche Antennenwirkung entsteht.
[0041] Generell lässt die erfindungsgemäße Lösung dennoch stets bessere Ergebnisse sowohl
hinsichtlich Übertragungsqualität als auch elektromagnetischer Verträglichkeit erwarten
als die bisherige einfache Signalkopplung zwischen Nullleiter und Phase einer Steckdose.
Im wesentlichen ergeben sich die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung hier dadurch,
dass das gesamte Dreiphasensystem im Hausnetz hochfrequenzmäßig geerdet ist und der
Nullleiter als einziger gegenüber dieser "Masse" Hochfrequenz führen kann.
[0042] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird anstatt in den Nullleiter eine
Drosselspule unmittelbar am Hauserdungspunkt in den Schutzleiter eingefügt, um diesen
im gesamten Gebäude hochfrequenzmäßig von den übrigen, die "Masse" darstellenden Leitern
zu isolieren. Da der Schutzleiter im regulären Betrieb stromlos ist, kann für die
Drossel hochpermeables Ferritmaterial verwendet werden, so dass man bei geringer Baugröße
eine hohe Impedanz und damit gute HF-Isolation erzielt. Die Signalkopplung erfolgt
auch hier zwischen Nullleiter und Schutzleiter mit allen daraus resultierenden Vorteilen.
Hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit kann sich jedoch das Beaufschlagen
des Schutzleiters mit Hochfrequenz als Nachteil erweisen, weil dadurch hochfrequente
Signale auf das Gehäuse angeschlossener Geräte gelangen können und so eine zusätzliche
Antennenwirkung entsteht. Da die hochfrequenzmäßige Isolation jetzt jedoch aufgrund
des fehlenden Vormagnetisierungsstroms durch die Drossel erheblich perfekter erfolgen
kann, ist davon auszugehen, dass man in dieser Konfiguration mit geringerer Sendeleistung
auskommt, und so die erhöhte Abstrahlung durch entsprechende Pegelreduzierung kompensiert
werden kann.
1. Verfahren zur Netzkonditionierung zwecks schneller und elektromagnetisch verträglicher
Datenübertragung über gebäudeinterne Stromversorgungsnetze,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) in den Nullleiter möglichst nahe am Hauserdungspunkt eine Induktivität eingefügt
wird, die für die verwendeten Trägerfrequenzen eine hohe Impedanz hat
b) am Hausanschluß in zwei der drei von der Trafostation ankommenden Phasen L1, L2,
L3 Induktivitäten eingebaut sind und die Signalein- bzw. -aus- kopplung für die Kommunikation
zwischen Haus und Trafostation auf der Trafoseite dieser Induktivitäten erfolgt
c) am Hausanschluß auf Hausseite ein hochfrequenzmäßiger Kurzschluß aller vier Leiter
zum Hauserdungspunkt hin erfolgt
d) für den Fall, dass ein Fehlerstromschutzschalter vorhanden ist, die Induktivität
auf Verbraucherseite des Fehlerstromschutzschalters in den Nullleiter eingefügt wird,
und zwischen Schutzleiter und der hausseitigen Anschlussklemme des Nullleiters am
Fehlerstromschutzschalter ein Hochfrequenzkurzschluss hergestellt wird
e) für den Fall, dass mehrere Fehlerstromschutzschalter vorhanden sind die Induktivität
auf der hausabgewandten Seite der Fehlerstromschutzschalter, möglichst nahe am Hauserdungspunkt
eingesetzt wird und die einzelnen Fehlerstromschutzschalter an ihren Nullleiterklemmen
hochfrequenzmäßig überbrückt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalein- bzw. -auskopplung für die hausinterne schnelle Datenübertragung an
jedem Anschlusspunkt im Gebäude zwischen Nullleiter und Schutzleiter erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalein- bzw. -auskopplung für die hausinterne schnelle Datenübertragung an
jedem Anschlusspunkt im Gebäude zwischen Nullleiter und einer der drei Phasen L1,
L2 oder L3 erfolgt, wobei alle drei Phasen hochfrequenzmäßig geerdet sind und wobei
zur Unterstützung dieser Erdungsfunktion neben dem Hochfrequenzkurzschluss nach 1c)
bei Bedarf an mehreren Stellen des Gebäudes zusätzliche Hochfrequenzkurzschlüsse zwischen
den Phasen und dem Schutzleiter eingesetzt sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei besonderer Netzkonfiguration eine Induktivität seriell in den Schutzleiter eingefügt
wird, so dass dieser im gesamten Gebäude von den übrigen Leitern und Erde hochfrequenzmäßig
isoliert ist, und dass dann die HF-Signaleinspeisung entweder zwischen Schutzleiter
und Nullleiter oder Schutzleiter und einer der drei Phasen erfolgt, wobei der Nullleiter
und/oder die drei Phasen hochfrequenzmäßig Masse darstellen.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Übertragung von Daten
über ein gebäudeinternes Stromversorgungsnetz,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) eine Drosselspule (15) seriell in den Nullleiter eines Gebäudeinstallationsnetzes
eingebaut ist; so dass das gesamte hausseitige Nullleiternetzwerk für hohe Frequenzen
von allen übrigen Leitern und von der Erde getrennt ist,
b) am Hausanschluss in zwei der drei von der Trafostation ankommenden Phasen L1, L2,
L3 Drosselspulen (3, 4) mit relativ hoher Induktivität eingebaut sind und die Signalkopplung
für die Kommunikation zwischen Haus und Trafostation mittels eines Koppelübertragers
(10) auf der Trafoseite dieser Drosseln erfolgt, und
c) am Hausanschluss auf Hausseite drei spannungsfeste Kondensatoren (5, 6, 7) zwischen
die Phasen und von einer der Phasen zum Nullleiter geschaltet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorliegen eines für den Hausanschluss verwendeten 4-Sektor-Kabels die Auswahl
der beiden zur Datenübertragung benutzten Phasen derart erfolgt, dass diese Phasen
sich im Kabel diagonal gegenüberliegen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorliegen eines Fehlerstromschutzschalters (14) die Drosselspule (15) auf der
Verbraucherseite des Fehlerstromschutzschalters in den Nullleiter eingefügt ist und
zwischen dem Schutzleiter und der hausseitigen Anschlussklemme des Nullleiters am
Fehlerstromschutzschalter ein Kondensator (16) vorgesehen ist, welcher hochfrequente
Signale vom Fehlerstromschutzschalter fernhält.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorliegen mehrerer Fehlerstromschutzschalter (207, 210) die Drosselspule (205)
auf der Speiseseite der Fehlerstromschutzschalter eingesetzt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselspule in der Nähe des Hauserdungspunktes (204) eingesetzt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fehlerstromschutzschalter (207, 210) an ihren Nullleiterklemmen mit Kondensatoren
(209, 210) überbrückt sind, so dass hochfrequente Signale an den Fehlerstromschutzschaltern
vobeigeführt werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalkopplung für die schnelle Kommunikation an jedem Anschlusspunkt im Gebäude
zwischen Nullleiter (11a) und Schutzleiter (11) erfolgt, wobei der Schutzleiter hochfrequenzmäßig
Masse darstellt und der Nullleiter die hochfrequenten Signale führt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalein- bzw. -auskopplung für die hausinteme schnelle Kommunikation an jedem
Anschlusspunkt im Gebäude zwischen Nullleiter und einer der drei Phasen L1, L2 oder
L3 erfolgt, wobei neben dem Schutzleiter auch die drei Phasen hochfrequenzmäßig Masse
darstellen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung dieser Massefunktion Hochfrequenzkurzschlüsse (21, 22, 23) an mehreren
Stellen des Gebäudes zwischen den Phasen und dem Schutzleiter eingesetzt sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drosselspule mit hoher Induktivität seriell in den Schutzleiter eingefügt ist,
so dass dieser im gesamten Gebäude von den übrigen Leitern und Erde hochfrequenzmäßig
isoliert ist, und dass die HF-Signalübertragung entweder zwischen Schutzleiter und
Nullleiter oder Schutzleiter und einer der drei Phasen erfolgt, wobei der Nullleiter
und/oder die drei Phasen hochfrequenzmäßig Masse darstellen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass in Installationsnetzen ohne Schutzleiter eine Drosselspule (405) mit genügend hoher
Induktivität auf der Hausseite des Stromzählers seriell in den Nullleiter eingefügt
ist, so dass dieser im gesamten Gebäude von den übrigen Leitern und Erde hochfrequenzmäßig
isoliert ist, und dass die HF-Signalübertragung zwischen Nullleiter und den hochfrequenzmäßig
Masse darstellenden drei Phasen erfolgt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselspule (15) derart realisiert ist, dass sie auf das Hutschienensystem eines
Zähler- oder Verteilerschranks eingeklinkt und unmittelbar in den entsprechenden Leitungszug
eingefügt ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die seriell in den Nullleiter eingebaute Drosselspule (15) als Luftspule ausgeführt
ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die in zwei der drei von der Trafostation ankommenden Phasen eingebauten Drosselspulen
(34) einen Kern aus Ferritmaterial aufweisen.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die am Hausanschluss auf Hausseite vorgesehenen drei spannungsfesten Kondensatoren
(5, 6, 7) nahe am Hauserdungspunkt platziert sind.
1. Method of conditioning mains for the purpose of rapid and electromagnetically compatible
data transmission by way of current supply mains internal to a building,
characterised in that
a) an inductance having a high impedance for the carrier frequencies employed is introduced
into the neutral conductor as close as possible to the building earth point,
b) inductances are incorporated at the building service connection in two of the three
phases L1, L2, L3 coming from the transformer station and the signal coupling-in and
decoupling for communication between building and transformer station is carried out
on the transformer side of these inductances,
c) a short-circuit in terms of high-frequency of all four conductors relative to the
building earth point is carried out on the building side at the building service connection,
d) if one fault current circuitbreaker is present, the inductance is introduced into
the neutral conductor on the load side of the fault current circuitbreaker and a high-frequency
short-circuit is produced between earth conductor and the service connection terminal,
which is at the building side, of the neutral conductor at the fault current circuitbreaker
and
e) if several fault current circuitbreakers are present the inductance is inserted
on the side, which is remote from the building, of the fault current circuitbreaker
as close as possible to the building earth point and the individual fault current
circuitbreakers are bridged over in terms of high frequency at the neutral conductor
terminals thereof.
2. Method according to claim 1, characterised in that the signal coupling-in and decoupling for the rapid data transmission internally
of a building is carried out at each service connection point in the building between
neutral conductor and earth conductor.
3. Method according to claim 1, characterised in that the signal coupling-in and decoupling for the rapid data transmission internally
of a building is carried out at each service connection point in the building between
neutral conductor and one of the three phases L1, L2 and L3, wherein all three phases
are earthed in terms of high frequency and wherein to assist this earthing function,
apart from the high-frequency short-circuit according to 1c) additional high-frequency
short-circuits between the phases and the earth conductor are if needed inserted at
several places in the building.
4. Method according to claim 1, characterised in that in the case of a special mains configuration an inductance is introduced serially
into the earth conductor so that this is insulated in terms of high frequency over
the entire building from the remaining conductors and earth and that then the HF signal
feed takes place between either earth conductor and neutral conductor or earth conductor
and one of the three phases, wherein the neutral conductor and/or the three phases
represent ground in terms of high frequency.
5. Device for carrying out the method according to claim 1 for transmission of data by
way of a current supply mains internal to a building,
characterised in that
a) a choke coil (15) is serially incorporated in the neutral conductor of a building
installation mains so that the entire neutral conductor network, at the building side
is, for high frequencies, separated from all remaining conductors and from the earth,
b) choke coils (3, 4) with relatively high inductance are incorporated at the building
service connection in two of the three phases L1, L2, L3 coming from the transformer
station and the signal coupling for the communication between building and transformer
station is carried out by means of a coupling transformer (10) on the transformer
side of these chokes and
c) three voltage-stable capacitors (5, 6, 7) are connected between the phases and
from one of the phases to the neutral conductor at the building service connection
on the building side.
6. Device according to claim 5, characterised in that in the presence of a 4-sector cable used for the building service connection the
selection of the two phases used for the data transmission is carried out in such
a manner that these phases are diagonally opposite one another in the cable.
7. Device according to claim 5 or 6, characterised in that in the presence of one fault current circuitbreaker (14) the choke coil (15) is introduced
into neutral conductor on the load side of the fault current circuitbreaker and a
capacitor (16), keeping high-frequency signals away from the fault current circuitbreaker
is provided between the circuitbreaker and the service connection terminal, which
is at the building side, of the neutral conductor at the fault current circuitbreaker.
8. Device according to claim 5 or 6, characterised in that in the presence of several fault current circuitbreakers (207, 210) the choke coil
(205) is inserted on the feed side of the fault current circuitbreaker.
9. Device according to claim 8, characterised in that the choke coil is inserted in the vicinity of the building earth point (204).
10. Device according to claim 8 or 9, characterised in that the fault current circuitbreakers (207, 210) are bridged over at the neutral conductor
terminals thereof by capacitors (209, 210) so that high-frequency signals are taken
past the fault current circuitbreakers.
11. Device according to one of claims 5 to 10, characterised in that the signal coupling for rapid communication is carried out at each service connection
point in the building between neutral conductor (11a) and earth conductor (11), wherein
the earth conductor represents ground in terms of high frequency and the neutral conductor
conducts the high-frequency signals.
12. Device according to one of claims 5 to 10, characterised in that the signal coupling-in and decoupling for the rapid communication internally of a
building is carried out at each service connection point in the building between neutral
conductor and one of the three phases L1, L2 and L3, wherein apart from the earth
conductor the three phases also represent ground in terms of high frequency.
13. Device according to claim 12, characterised in that in support of this ground function, high-frequency short-circuits (21, 22, 23) are
inserted at several places in the building between the phases and the earth conductor.
14. Device according to one of claims 5 to 13, characterised in that a choke coil with high inductance is serially introduced into the earth conductor
so that this is insulated in terms of high frequency over the entire building from
the remaining conductors and earth and that the HF signal transmission takes place
between either earth conductor and neutral conductor or earth conductor and one of
the three phases, wherein the neutral conductor and/or the three phases represent
ground in terms of high frequency.
15. Device according to one of claims 5 to 13, characterised in that in installation mains without earth conductor a choke coil (405) with sufficiently
high inductance is introduced serially into the neutral conductor on the building
side of the current meter so that this conductor is insulated in terms of high frequency
over the entire building from the remaining conductors and earth and that the HF signal
transmission takes place between neutral conductor and the three phases representing
ground in terms of high frequency.
16. Device according to one of claims 5 to 13, characterised in that the choke coil (15) is realised in such a manner that it is clipped onto the top-hat
rail system of a meter cabinet or distributor cabinet and is introduced directly into
the corresponding conductor section.
17. Device according to one of claims 5 to 16, characterised in that the choke coil (15) serially incorporated in the neutral conductor is constructed
as an air-core coil.
18. Device according to one of claims 5 to 17, characterised in that the choke coils (34) incorporated in two of the three phases coming from the transformer
station have a core of ferrite material.
19. Device according to one of claims 5 to 18, characterised in that the three voltage-stable capacitors (5, 6, 7) provided at the building service connection
on the building side are placed near the housing earth point.
1. Procédé pour rendre un réseau apte à la transmission rapide de données et compatible
sur le plan électromagnétique via des réseaux d'alimentation électrique à l'intérieur
de bâtiments,
caractérisé en ce que :
a) une inductance qui possède une impédance élevée pour les fréquences porteuses utilisées
est insérée dans le neutre si possible à proximité du point de mise à la terre de
la maison
b) des inductances sont montées au raccordement de la maison dans deux des trois phases
L1, L2, L3 arrivant de la station de transformateur et le couplage et/ou découplage
de signal pour la communication entre la maison et la station de transformateur se
fait du côté transformateur de ces inductances
c) un court-circuit, en ce qui concerne les hautes fréquences, de tous les quatre
conducteurs est exécuté au raccordement de la maison du côté maison en direction du
point de mise à la terre de la maison
d) pour le cas où un disjoncteur de courant de défaut est prévu, l'inductance est
insérée dans le neutre du côté utilisation du disjoncteur et un court-circuit à haute
fréquence est établi entre conducteur de protection et la borne d'alimentation du
neutre côté maison au disjoncteur de courant de défaut
e) pour le cas où plusieurs disjoncteurs de courant de défaut sont prévus, l'inductance
est montée sur le côté des disjoncteurs opposé à la maison, si possible à proximité
du point de mise à la terre de la maison, et chaque disjoncteur différentiel sont
pontés en ce qui concerne les hautes fréquences à leur borne de neutre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couplage et/ou le découplage de signal pour la transmission rapide de données
à l'intérieur de la maison est exécuté à chaque point de raccordement dans le bâtiment
entre neutre et conducteur de protection.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couplage et/ou le découplage de signal pour la transmission rapide de données
à l'intérieur de la maison est exécuté à chaque point de raccordement dans le bâtiment
entre neutre et une des trois phases L1, L2 ou L3, les trois phases étant ainsi toutes
mises à la terre en ce qui concerne les hautes fréquences, et pour assister cette
fonction de mise à la terre, outre le court-circuit à haute fréquence selon 1c), des
courts-circuits supplémentaires à haute fréquence sont utilisés en cas de besoin à
plusieurs endroits du bâtiment entre les phases et le conducteur de protection.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en cas de configuration particulière du réseau une inductance est insérée en série
dans le conducteur de protection de telle sorte que celui-ci est isolé en ce qui concerne
les hautes fréquences du reste des conducteurs et de la terre dans l'ensemble du bâtiment,
et en ce que l'injection de signal HF se fait alors soit entre conducteur de protection et neutre,
soit entre conducteur de protection et une des trois phases, le neutre et/ou les trois
phases représentant la masse en ce qui concerne les hautes fréquences.
5. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1 pour la transmission
de données via un réseau d'alimentation à l'intérieur d'un bâtiment,
caractérisé en ce que :
a) une bobine d'inductance (15) est montée en série dans le neutre d'un réseau d'installation
de bâtiment de telle sorte que l'ensemble du réseau de neutres côté maison pour les
hautes fréquences est déconnecté de tous les conducteurs restants et de la terre,
b) des bobines d'inductance (3, 4) dotées d'une inductance relativement élevée sont
montées au raccordement de la maison dans deux des trois phases L1, L2, L3 provenant
de la station transformateur, et le couplage de signal pour la communication entre
maison et station transformateur se fait au moyen d'un translateur de couplage (10)
du côté transformateur de ces bobines et,
c) au niveau du raccordement de la maison côté maison, trois condensateurs (5, 6,
7) à tension invariable sont mis en circuit entre les phases et l'une des phases allant
au neutre.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'en présence d'un câble à 4 secteurs utilisé pour le raccordement de la maison, le
choix des deux phases utilisées pour la transmission de données se fait de telle sorte
que ces phases sont diagonalement opposées dans le câble.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'en présence d'un disjoncteur de courant de défaut (14), la bobine d'inductance (15)
est insérée dans le neutre du côté récepteur du disjoncteur et un condensateur (16),
lequel élimine les signaux à haute fréquence du disjoncteur différentiel, est prévu
entre le conducteur de protection et la borne d'alimentation côté maison du neutre
au disjoncteur.
8. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'en présence de plusieurs disjoncteurs (207, 210), la bobine d'inductance (205) est
montée du côté de l'alimentation des disjoncteurs.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la bobine d'inductance est montée à proximité du point de mise à la terre de la maison
(204).
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que les disjoncteurs (207, 210) sont pontés à leur borne de neutre avec des condensateurs
(209, 210) de sorte que les signaux à haute fréquence passent à côté des disjoncteurs.
11. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que le couplage de signal pour la communication rapide à chaque point de raccordement
dans le bâtiment est exécuté entre neutre (11a) et conducteur de protection (11),
le conducteur de protection représentant la masse en ce qui concerne les hautes fréquences
et le neutre conduisant les signaux à haute fréquence.
12. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que le couplage et/ou découplage de signal pour la communication rapide à l'intérieur
de la maison se fait à chaque point de raccordement dans le bâtiment entre neutre
et une des trois phases L1, L2 ou L3, sachant que les trois phases, outre le conducteur
de protection, représentent également la masse en ce qui concerne les hautes fréquences.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que pour assister cette fonction de masse, des courts-circuits à haute fréquence (21,
22, 23) sont établis à plusieurs endroits du bâtiment entre les phases et le conducteur
de protection.
14. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 13, caractérisé en ce qu'une bobine d'inductance à forte inductance est insérée en série dans le conducteur
de protection de telle sorte que celui-ci est isolé, en ce qui concerne les hautes
fréquences, du reste des conducteurs et de la terre dans l'ensemble du bâtiment, et
en ce que la transmission de signal HF se fait soit entre conducteur de protection et neutre,
soit entre conducteur de protection et une des trois phases, le neutre et/ou les trois
phases représentant la masse en ce qui concerne les hautes fréquences.
15. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 13, caractérisé en ce que dans les réseaux d'installation sans conducteur de protection, une bobine d'inductance
(405) à inductance suffisamment élevée est insérée en série dans le neutre côté maison
du compteur électrique de telle manière que ce neutre soit isolé dans l'ensemble du
bâtiment des autres conducteurs et de la terre du point de vue de la haute fréquence,
et en ce que la transmission de signal HF se fait entre neutre et les trois phases représentant
la masse en ce qui concerne les hautes fréquences.
16. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 13, caractérisé en ce que la bobine d'inductance (15) est réalisée de telle façon qu'elle est encliquetée sur
le système de rails à chapeau d'une cellule de compteurs ou bloc de distribution et
est insérée directement dans le chemin de connexion correspondant.
17. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 16, caractérisé en ce que la bobine d'inductance (15) montée en série dans le neutre est constituée par une
bobine sans fer.
18. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 17, caractérisé en ce que les bobines d'inductance (34) montées dans deux des trois phases provenant de la
station transformatrice comportent un noyau en ferrite.
19. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 18, caractérisé en ce que les trois condensateurs (5, 6, 7) à tension invariable prévus au raccordement de
la maison du côté maison sont placés à proximité du point de mise à la terre de la
maison.