[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Presseneinrichtung zum Pressen maßhaltiger Presslinge
aus einem im wesentlichen pulverförmigen Material mit den oberbegrifflichen Merkmalen
des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Pressen dienen allgemein zum Pressen von Pulver oder Granulat aus Eisen,
keramischen Grundbestandteilen oder dergleichen zu Presslingen, z. B. Zahnrädern oder
Formteilen. Durch die hohen spezifischen Pressdrücke von teils 30 - 100 kN/cm
2 und mehr ist eine sehr hohe Stabilität der Presseneinrichtung erforderlich.
[0003] Aus der DE 31 42 126 C2 ist eine modulare Presse bekannt, die aus der eigentlichen
Presse zum Aufbringen der Hauptpresskraft und einer Presseneinrichtung besteht, die
adapterartig in die eigentliche Presse eingesetzt werden kann. Die einsetzbare Presseneinrichtung
besteht aus einem Werkzeuggestell, das über eine obere und eine untere Verbindungseinrichtung
zwischen den beiden Pressenbären der Presse eingekoppelt wird. Im wesentlichen besteht
die adapterartige Presseneinrichtung dabei aus einem Rahmenwerk aus Zugstangen, die
zum Führen einer Vielzahl von Platten, Stempelträgern und einer Matrizenplatte zwischen
den ebenfalls auf dem Rahmenwerk angeordnet bzw. gelagerten Verbindungseinrichtungen
bestehen. Bei dieser Anordnung ist eine Grundplatte, in der hydraulische Einrichtungen
zum relativen Bewegen einzelner als Stempelträger ausgebildeter Platten angeordnet
sind, mit einem Lagerungsansatz in der eigentlichen Presse gelagert. Die weiteren
Platten sind gegenüber dieser Grundplatte im Rahmenwerk beweglich gelagert. Die Matrizenhalteplatte
ist über das Rahmenwerk mit der unteren Verbindungseinrichtung des Adapters starr
verbunden und gegenüber der oberen Verbindungseinrichtung des Adapters verschiebbar
im Rahmenwerk angeordnet. Die einzelnen Stempelträger sind gegenüber der Grundplatte
hydraulisch bewegbar, so dass sie zwischen einer Füllstellung, in der die Matrizenöffnung
der Matrizenhalteplatte mit Pulver befüllbar ist, und einer Pressendstellung, in der
das Pulver mit Hilfe von Pressenstempeln zu einem Pressling verpresst wird, bewegbar
sind. Die Stempel zum Pressen des Pulvers sitzen auf den jeweiligen Stempelträgern.
In der Pressendstellung sind die einzelnen Stempelträger auf Festanschlägen abgestützt.
Sowohl die Kolben-/Zylindereinrichtungen zum hydraulischen Antreiben der einzelnen
Stempelträger als auch die Festanschläge sind von den jeweiligen zentralen Öffnungen
der einzelnen Stempelträger beabstandet im Randbereich der Stempelträger angeordnet.
Dabei sind die zentralen Öffnungen in den einzelnen Stempelträgern derart ausgebildet,
dass jeweils die Stempel, die auf einem von der Matrizenhalteplatte weiter entfernten
Stempelträger aufsitzen, durch die Öffnungen der näher an der Matrizenhalteplatte
befindlichen Stempelplatten hindurchgeführt werden können.
[0004] Zur Verbesserung der Führung der Stempelträger ist aus der DE 40 00 423 C2 eine Presse
zur Herstellung maßhaltiger Presse aus pulverförmigem Material bekannt, die einen
oberen und unteren Pressenbären und ein in die Presse adaptermäßig eingesetztes Werkzeuggestell
aufweist, das über eine untere Kupplungsplatte am Unterbären und über ein oberes Anschlussstück
am Oberbären anschließbar ist. An einer in der Presse fest abgestützten Grundplatte
des Werkzeuggestelles ist ein verschieblich gelagertes Rahmenwerk aus Zugstangen vorgesehen,
welche die untere Kupplungsplatte mit einer Matrizenhalteplatte starr verbinden. Weiterhin
sind von der Grundplatte aus durch Kolben-/Zylinder-Antriebe Stempelträger in die
Füll- und Pressstellungen bewegbar. Zur Verbesserung der Führung wird vorgeschlagen,
die Stempelträger als Töpfe auszubilden, welche an zylindrischen Flächen relativ zur
Grundplatte geführt werden. Auch bei dieser Anordnung liegen die Stempelträger in
der Pressenendstellung auf Festanschlägen auf.
[0005] Beide Anordnungen machen eine sorgfältige Justierung der einzelnen Stempelträger
relativ zueinander und relativ zu dem Rahmenwerk erforderlich, um ein Verkanten oder
ein ungleichmäßiges Pressen zu vermeiden. Ein besonderes Problem dabei ist die Lage
der Festanschläge, die insbesondere für den von der Grundplatte aus dritten Stempelträger
weit von der zentralen Öffnung entfernt unterhalb von dessen Außenrand angreifen.
In der Pressendstellung hat dies zur Folge, dass die entsprechenden Stempelträger
außenseitig auf einem Festanschlag abgestützt sind, während auf die innenseitig, der
Durchgangsöffnung benachbart abgestützten Stempel eine gegengerichtete Presskraft
wirkt. Dies führt zu einer Durchbiegung des Stempelträgers, die mit einer in der Praxis
Vielzahl von Einzelversuchen zum Einstellen der Presskräfte auszugleichen ist. Bei
hohen Presszyklen muss zudem regelmäßig eine Nachjustierung erfolgen, um z.B. Einflüsse
der schwankenden Pulverqualitäten auszugleichen.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Presse zum Herstellen maßhaltiger Presslinge
aus im wesentlichen pulverförmigem Material derart zu verbessern, dass auch für von
der Grundplatte entfernt angeordnete Stempelträger ein Durchbiegen in Pressendstellung
verringert wird.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Presseneinrichtung zum Herstellen maßhaltiger Presslinge
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. durch Verfahren zum Herstellen maßhaltiger
Presslinge mit den Merkmalen der Patentansprüche 14 und 15 gelöst.
[0008] Die zentrale Abstützung der Stempelträger ermöglicht in der Pressendstellung eine
Kraftübertragung derart, dass sich die Stempelträger nicht mehr durchbiegen. Die Kraftlinie
wird gleich oder zumindest im wesentlichen gleich in Verlängerung von den Abstützeinrichtungen
bzw. Festanschlägen durch die entsprechenden Abschnitte der Stempelträger mehr oder
weniger geradlinig auf die Stempel geführt, mit denen Pulver oder Granulat in der
Matrizenöffnung gepresst wird. Zwar setzt die Hydraulik zum Bewegen der einzelnen
Stempelträger relativ gegenüber dem Grundkörper bzw. der Grundplatte nach wie vor
seitlich an den Stempelträgern an, eine Verbiegung der Stempelträger zwischen dem
Ansatzpunkt der Kolbenstangen und dem zentralen Bereich mit den Stempeln wirkt sich
jedoch nicht mehr auf die tatsächliche Höhe oder eine Verkippung der Stempel in der
Pressendstellung aus.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Ansprüchen.
[0010] In überraschender Weise bieten auch zentral gelagerte Festanschläge bzw. Abstützeinrichtungen
eine ausreichende Stabilität zum Abstützen der einzelnen Stempelträger in der Pressendstellung.
Im günstigen Fall reichen zwei gering dimensionierte Abstützeinrichtungen zum Abstützen
darüber liegender Stempelträger mit oberhalb, auch seitlich oberhalb der Abstützeinrichtung
angeordneten Stempeln, um eine gute zentrale Kraftverteilung zu ermöglichen. In zweckmäßiger
Weise sind die Abstützeinrichtungen somit der zentralen Durchtrittsöffnung eines Stempelträgers
benachbart angeordnet.
[0011] Um die Stempelträger höherer Ebenen abstützen zu können, müssen die Öffnungen zum
Durchführen der Abstützeinrichtungen entsprechend in tiefergelegenen Stempelträgern
ausgebildet werden. Dabei können vergrößerte Durchtrittsöffnungen für Stempel tieferer
Ebenen, Mittelstifte und der gleichen auch zum Durchführen von Abstützeinrichtungen
in deren Randbereich genutzt werden. Je schmaler die Öffnungsbereiche zum Durchführen
der Abstützeinrichtungen in den Stempelträgern ausgebildet sind, desto mehr Stabilität
wird für den einzelnen Stempelträger geboten. Umgekehrt ermöglichen breitere Öffnungen
zum Durchführen der Abstützeinrichtungen das Durchführen einer Vielzahl von Abstützeinrichtungen
und insbesondere auch das wahlweise Einsetzen mehrerer Abstützeinrichtungen bei ersten
Pressversuchen. Möglich ist aber auch das Bereitstellen separater Öffnungen zum Durchführen
von Abstützeinrichtungen durch einen Stempelträger hindurch. Solche Öffnungen sind
für einen Stempelträger hinsichtlich dessen Stabilität weniger nachteilhaft und bieten
zudem bei durchgeführtem bzw. eingesetztem Festanschlag oder eingesetzter Abstützeinrichtung
für die Führung des Stempelträgers mit der Öffnung eine weitere Unterstützung.
[0012] Bei Stempelträgern, auf deren Oberfläche nur kleine Stempel aufzusetzen sind, bietet
sich auch an, zum Aufsetzen der Stempel und Untergreifenlassen durch Abstützeinrichtungen
nur entsprechend gering dimensionierte Aufsatzeinrichtungen in die zentrale Öffnung
des Stempelträgers hineinragen zu lassen. In vorteilhafter Weise werden in solchen
Fällen die Hydraulikeinrichtungen in Verlängerung der Aufsatzeinrichtungen von der
Mitte der zentralen Öffnung aus angeordnet.
[0013] Je weiter die Abstützeinrichtungen hinsichtlich ihres Querschnittes der Querschnittform
darüber angeordneter Stempel angepasst sind, desto besser kann die Presskraft direkt
in Kraftlinie übertragen werden, um Verbiegungen im relevanten Bereich der Stempelträger
zu vermeiden.
[0014] Gemäß einer weniger bevorzugten aber durchaus umsetzbaren Ausführungsform ist es
auch möglich, kombinierte Abstützeinrichtungen bereit zu stellen, die mehrstufig ausgebildet
sind und auf denen mehrere ineinander verschachtelte Stempelträger in Pressendstellung
in entsprechend verschiedenen Höhen aufsitzen.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Presseneinrichtung zum Herstellen maßhaltiger Presslinge aus pulverförmigem Material
im Querschnitt aus seitlicher Richtung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Grundplatte dieser Presseneinrichtung mit angedeuteten Auflageflächen
für Abstützeinrichtungen;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf einen ersten Stempelträger oberhalb der Grundplatte;
- Fig. 4
- einen zweiten Stempelträger oberhalb des ersten Stempelträgers, wobei beide Durchtrittsöffnungen
für Stempel und dergleichen von Stempelträgern tieferer Ebenen aufweisen, und
- Fig. 5
- einen weiteren Stempelträger oberhalb der genannten Stempelträger.
[0016] Wie aus den Fig. ersichtlich, besteht eine Presseneinrichtung zum Pressen maßhaltiger
Presslinge aus pulverförmigem oder granulatförmigem Material, insbesondere aus Eisenpulver,
aus Keramikpulver oder dergleichen aus einer Vielzahl von Baugruppen. Dies sind im
wesentlichen ein unterer Pressenblock, der durch eine Grundplatte 0, Stempelträger
1, 2, 3 und 4, eine Matrizenhalteplatte 5 und eine untere Verbindungseinrichtung 71
ausgebildet wird, und ein oberer Pressenblock 6, die übereinander in einem Rahmenwerk
aus Zugstangen 70 und dergleichen angeordnet sind. Dabei kann der obere Pressenblock
6 vorzugsweise vergleichbare Baugruppen aufweisen wie der untere Pressenblock. Der
obere Pressenblock 6 kann z.B. durch eine obere Verbindungseinrichtung 72, eine obere
Grundplatte und Stempelträger ausgebildet werden.
[0017] Die untere Verbindungseinrichtung 71 weist eine Kopplungseinrichtung zum Ankoppeln
an einen unteren Pressenbären einer hydraulischen Presse oder dergleichen auf. Der
obere Pressenblock 6 weist eine entsprechende obere Verbindungseinrichtung 72 mit
einer Kopplungseinrichtung zum Ankoppeln an einen oberen Pressenbären auf. In vorteilhafter
Weise wird durch eine solche Anordnung mit den Verbindungseinrichtungen 71, 72 ein
Adapter 7 ausgebildet, der als Werkzeugträger außerhalb einer Presse für entsprechende
Zwecke vorbereitet und eingerichtet werden kann, bevor er mit wenigen Arbeitsschritten
in eine Presse eingesetzt wird. Dies bedingt entsprechend kurze Stillstandzeiten für
die eigentliche Presse.
[0018] Zur Verbindung des unteren Pressenblockes und des oberen Pressenblockes 6 sind Führungsstangen
73 dargestellt, die in Verlängerung der Zugstangen 70 des Rahmenwerkes angeordnet
sind. Das Rahmenwerk hält somit die gesamten einzelnen Komponenten des Adapters 7
zusammen. Dabei sind Führungsstangen 73 zwischen den beiden Pressenblöcken nicht zwingend
erforderlich.
[0019] Nach dem Einbau der Presseneinrichtung bzw. des Adapters 7 in eine Presse ist die
untere Verbindungseinrichtung 71 mit dem unteren Pressenbären der Presse gekoppelt.
Über die Zugstangen 70, von denen vorzugsweise vier durch die vier Eckbereiche der
unteren Verbindungseinrichtung 71 führen, ist oberhalb der unteren Verbindungseinrichtung
71 die Grundplatte 0, deren Draufsicht auch aus Fig. 2 ersichtlich ist, angeordnet.
Möglich ist natürlich alternativ auch der Einsatz von mehr oder weniger, also z.B.
nur einer oder zwei Zugstangen.
[0020] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Grundplatte 0 einen rechteckigen
Außenumfang auf, wobei die vier Zugstangen 70 durch entsprechende Öffnungen in deren
Eckbereichen führen. Die Grundplatte 0 weist an zwei Seiten jeweils einen Lagerungsansatz
51 auf, mit dem die Grundplatte 0 nach dem Einbau mit der Presse fest verbunden, zumindest
aber in dieser fest abgestützt ist.
[0021] Die Grundplatte 0 dient als Lagereinrichtung für die Vielzahl von Stempelträgern
1 - 4, die hier im wesentlichen als plattenförmige Bauteile dargestellt sind. Die
einzelnen Stempelträger 1 - 4 sind mit Hilfe von hydraulischen Einrichtungen relativ
zur Grundpatte 0 bewegbar. Weiterhin führen von der Grundplatte 0 aus Festanschläge
12, 22, 32, 42 in Richtung der einzelnen Stempelträger 1 - 4, wobei die Stempelträger
1 - 4 in der Pressendstellung auf den diesen entsprechend zugeordneten der Festanschläge
12, 22, 32 bzw. 42 aufliegen. Die Festanschläge 12, 22, 42 sitzen vorzugsweise auf
Auflageflächen 57-59.
[0022] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der innengelegenste, hier beispielsweise
radial gleichmäßig um eine zentrale Pressenachse 74 angeordnete Stempelträger 3 mittig
auf bzw. in der Grundplatte 0 angeordnet. Eine Kolben-/Zylinder-Anordnung 33 zum Bewegen
des innengelegensten Stempelträgers 3 relativ zur Grundplatte 0 ist im Bereich einer
zentralen Durchgangsöffnung 54 durch die Grundplatte 0 hindurch angeordnet. Dadurch
wird eine druckbeaufschlagte Verschiebung des innengelegensten Stempelträgers 3 in
Richtung der zentralen Pressenachse 74 ermöglicht.
[0023] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Kolbenstange 35 der Kolben-/Zylinderanordnung
33 für den innengelegensten Stempelträger 3 eine zentrale Öffnung 34 auf, durch die
ein Mittelstift oder andere Baugruppen in Richtung der zentralen Pressenachse 74 durch
den innengelegensten Stempelträger 3 hindurch geführt werden können.
[0024] In radialer und axialer Richtung ist dem innengelegensten Stempelträger 3 ein erster
Stempelträger 1 benachbart angeordnet. Während der innengelegenste Stempelträger 3
bei diesem Ausführungsbeispiel ganz von der Grundplatte 0 gelagert und geführt wird,
weist der hier ebenfalls in Draufsicht quadratische erste Stempelträger, wie auch
aus Fig. 3 ersichtlich, in seinen Eckbereichen Bohrungen auf, durch welche die vier
Zugstangen 70 des Rahmenwerkes hindurchführen. Dies dient zur Lagerung des ersten
Stempelträgers 1 derart, dass dieser nur in Richtung der zentralen Pressenachse 74
verschiebbar angeordnet ist. Zum Bewegen des ersten Stempelträgers 1 in Richtung der
zentralen Pressenachse 74 sind eine oder mehrere Kolben-/Zylinderanordnungen 13, hier
zwei diametral gegenüberliegende, in der Grundplatte 0 angeordnet. Alternativ können
die Kolben-/Zylinderanordnungen z.B. auch auf oder unter der Grundplatte angeordnet
und/oder befestigt werden. Aus den entsprechenden Zylinderkammern, die zugeordnete
Hydraulikanschlüsse aufweisen, ragt jeweils eine Kolbenstange 15 durch die Oberfläche
der Grundplatte 0 hindurchführend und zur Unterseite des ersten Stempelträgers 1 hinführend
hindurch. Die Kolbenstangen 15 sind in dem ersten Stempelträger 1 derart festgelegt,
dass dieser in Auf- und Abwärtsrichtung relativ zur Grundplatte 0 hydraulisch bewegbar
ist. Zum Hindurchführen der im Betrieb von dem innengelegensten Stempelträger 3 auf
dessen Oberfläche getragenen Stempel durch den ersten Stempelträger hindurch weist
dieser eine zentrale Öffnung 14 auf.
[0025] Der bzw. die Festanschläge 12 zum Abstützen des ersten Stempelträgers 1 in der Pressendstellung
sind auf der Grundplatte 0 direkt der Aufnahmeöffnung und Führungseinrichtung für
den innengelegensten Stempelträger 3 benachbart angeordnet. Der bzw. die Festanschläge
12 für den ersten Stempelträger 1 liegen somit in der Pressendstellung unterhalb des
zur Öffnung 14 innenseitigen Bereichs des Stempelträgers 1 und liegen daher in Wirkrichtung
der Kraftlinie der Pressenkraft.
[0026] Zur Vereinfachung der Darstellung ist lediglich eine Ein- bzw. Aufsatzeinrichtung
16 für Stempel des ersten Stempelträgers 1 skizziert. Diese Ein- bzw. Aufsatzeinrichtung
16 für Stempel ragt in die Öffnung 14 des ersten Stempelträgers 1 hinein. Die Breite
der Aufsatzeinrichtung 16 ist dabei ausreichend, um den aufgesetzten Stempeln genügend
Halt zu geben und um außerdem sicher auf den Festanschlägen 12 für den ersten Stempelträger
1 zu sitzen.
[0027] Die Öffnung 14 des ersten Stempelträgers 1 besteht somit aus einem ersten zentralen
Öffnungsabschnitt, durch den auf dem innenliegendsten Stempelträger 3 aufgesetzte
Stempel hindurchgeführt werden können und einem äußeren ringförmigen Abschnitt 14a,
durch den Festanschläge zum Abstützen weiterer Stempelträger 2, 4 höher gelegener
Baugruppen hindurchführen. Je nach Anforderungen an die Stempel auf dem ersten Stempelträger
1 können auch weitere zusätzliche oder schmalere oder breitere Festanschläge 12 bzw.
Aufsetzeinrichtungen 16 für den ersten Stempelträger 1 ausgebildet werden.
[0028] Der nächste Pressenabschnitt ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel der zweite
Stempelträger 2, der in Fig. 1 oberhalb des ersten Stempelträgers 1 angeordnet ist.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist der Aufbau hinsichtlich dieses zweiten Stempelträgers
2 im wesentlichen vergleichbar zu dem des ersten Stempelträgers 1. So ist der zweite
Stempelträger 2 ebenfalls an den vier Zugstangen 70 geführt, die durch entsprechende
Öffnungen in dessen Außenumfangsbereich führen. Zum Heben bzw. Absenken ist der zweite
Stempelträger 2 ebenfalls mit einer Kolbenstange 25 einer Kolben-/Zylinderanordnung
23 für den zweiten Stempelträger 2 verbunden, die in der Grundplatte 0 angeordnet
ist. Außerdem weist der zweite Stempelträger 2 eine zentrale Öffnung 24 zum Hindurchführen
von Stempeln und dergleichen auf, die auf dem ersten Stempelträger 1, dem innenliegendsten
Stempelträger 3 oder als Mittelstift in der Pressenendstellung hindurchzuführen sind.
[0029] In vorteilhafter Weise ist der zweite Stempelträger 2 mit einer Höhenverstelleinrichtung
27 ausgestattet, wobei diesbezüglich eine Höhenverstelleinrichtung einsetzbar ist,
wie sie für sich genommen aus der DE 40 00 423 C2 bekannt ist. Diese besteht aus einem
Verstellring 27a mit einer untenseitig schiefen Ebene, die auf dem bzw. den Festanschlägen
22 für den zweiten Stempelträger 2 aufliegt. Durch Verdrehen des Verstellrings 27a
mit Hilfe eines Kurbelantriebs oder dergleichen um die zentrale Pressenachse 74 herum
verstellt sich die Höhe des zweiten Stempelträgers 2 in der Pressenendstellung relativ
zur Grundplatte 0.
[0030] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, besteht die Aufsatzeinrichtung 26 des zweiten Stempelträgers
2 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem geschlossenen ringförmigen Bauelement.
Dadurch können Stempel entsprechend voll umfänglich auf die Aufsatzeinrichtung 26
aufgesetzt werden. Die Festanschläge 22 sind wiederum derart auf der Grundplatte 0
angeordnet, dass sie in Wirkrichtung, insbesondere in Kraftlinie der Pressenkraft
unterhalb der Stempel unter die Aufsatzeinrichtung 26 greifen. Die Anordnung der Festanschläge
22 wird dabei so gewählt, dass diese möglichst nahe an der zentralen Öffnung 24 unter
die Aufsatzeinrichtung 26 greifen.
[0031] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist als weitere Baugruppe oberhalb des zweiten
Stempelträgers 2 ein weiterer, vierter Stempelträger 4 angeordnet, der hinsichtlich
des Aufbaus ähnlich den vorstehend beschriebenen Stempelträgern 1, 2 ausgebildet ist.
Im Umfangsbereich weist der vierte Stempelträger 4 wiederum Durchgangslöcher zum Durchführen
der Zugstangen 70 auf. Zum Heben bzw. Senken des vierten Stempelträgers relativ zur
Grundplatte 0 sind ebenfalls eine oder mehrere, hier zwei Kolben-/Zylinderanordnungen
bereit gestellt, deren Zylinder in der Grundplatte 0 angeordnet sind, wobei die Kolbenstange
45 durch entsprechende Öffnungen in der Grundplatte 0, dem ersten Stempelträger 1
und dem zweiten Stempelträger 2 bis zum vierten Stempelträger 4 hinführen. Auch der
vierte Stempelträger 4 weist eine zentrale Öffnung 44 auf, die zum Durchführen der
Stempel und dergleichen von tiefer liegenden Stempelträgern dient. Der innenseitige
Randbereich des vierten Stempelträgers 4 ist ebenfalls als Aufsatzeinrichtung 46 ausgebildet,
wobei die Oberseite zum Aufsetzen von Stempeln ausgebildet ist, während die Unterseite
zum Auflegen des vierten Stempelträgers 4 auf einen oder mehrere entsprechende Festanschläge
42 ausgebildet ist. Die Festanschläge 42 sind derart auf der Grundplatte 0 angeordnet,
dass sie von dieser aus durch den ersten und den zweiten Stempelträger 1 bzw. 2 hindurch
bis unter den vierten Stempelträger 4 führen und dort unterhalb der auf diesen aufgesetzten
Stempel in Wirkrichtung der Presskraft angeordnet sind.
[0032] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel weist auch der vierte Stempelträger 4 eine
Höhenverstelleinrichtung 47 zu dessen Höhenverstellung relativ zur Grundplatte 0 auf.
Derartige Höhenverstelleinrichtungen können für die verschiedenen Stempelträger wahlweise
bereit gestellt oder weggelassen werden.
[0033] Die Durchführungsöffnungen 14a, 24a zum Durchführen der Festanschläge 22 bzw. 42
durch den ersten Stempelträger 1 bzw. den zweiten Stempelträger 2 sind beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel zur Verdeutlichung der Möglichkeit einer Vielzahl von Öffnungsanordnungen
verschieden ausgebildet.
[0034] So ragen beim ersten Stempelträger in eine große zentrale Öffnung 14 die Aufsetzeinrichtungen
16 für Stempel des ersten Stempelträgers 1 von den Seiten her in die zentrale Öffnung
14 hinein, so dass in deren Randbereichen ringförmige Öffnungsfortsätze 14a ausgebildet
werden, durch die entsprechende Festanschläge 22, 42 hindurchgeführt werden können.
Zur Erhöhung der Stabilität bzw. Vergrößerung der Auflagefläche für Festanschläge
für den ersten Stempelträger 1 kann die seitliche Öffnung 14a dabei stufenförmig hinsichtlich
des Umfangs abnehmen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Öffnung zum Durchführen
von Festanschlägen 22 für den zweiten Stempelträger 2 daher größer als die Öffnung
zum Durchführen von Festanschlägen 42 für den vierten Stempelträger 4. In vorteilhafter
Weise ist dabei die Grundfläche zur Anordnung von Festanschlägen jeweils ringförmig
ausgebildet. Bei alternativen Anordnungen wäre es jedoch auch möglich, jeweils Festanschläge
für verschiedene Stempelträger auf einer einzigen ringförmigen Grundfläche auf der
Grundplatte 0 benachbart anzuordnen, sofern die jeweils unteren Stempelträger nur
in entsprechend schmalen Bereichen Stempel zu tragen haben und dann entsprechende
Aufsatzeinrichtungen ähnlich wie beim ersten Stempelträger in eine zentrale Öffnung
hineinragen.
[0035] Der zweite Stempelträger 2 zeigt eine weitere Möglichkeit für die Anordnung von Öffnungen
für Festanschläge 42. Dabei wird die zentrale Öffnung 24 von einer umlaufenden, ringförmigen
Aufsatzeinrichtung 26 umfasst, so dass mehrere oder entsprechend teilrunde Festanschläge
22 die Aufsatzeinrichtung 26 untergreifen können. Zum Durchführen der Festanschläge
42 durch den zweiten Stempelträger 2 sind außerhalb der ringförmigen Aufsatzeinrichtung
26 Öffnungen 24a ausgebildet, wobei diese in vorteilhafter Weise in einem Bereich
unterhalb einer entsprechenden Aufsatzeinrichtung 46 des vierten Stempelträgers 4
ausgebildet sind. Dies ermöglicht eine Anordnung der Festanschläge 42 in Wirkrichtung
der Pressenkraft auch hinsichtlich der Stempel auf dem vierten Stempelträger 4.
[0036] Oberhalb des vierten Stempelträgers 4 ist als nächste Baugruppe die Matrizenhalteplatte
5 angeordnet, die über die Zugstangen 70 starr mit der unteren Verbindungseinrichtung
71 verbunden ist. In Verlängerung der Matrizenhalteplatte 5 sind oberhalb dieser,
z. B. über Führungsstangen 73, weitere Baugruppen des oberen Pressenblockes 6 angeordnet,
wobei diese im wesentlichen spiegelbildlich zu dem beschriebenen Aufbau des unteren
Pressenblocks angeordnet sein können. Dabei ist die obere Verbindungseinrichtung 72
über die Führungsstangen 73 relativ zur Matrizenhalteplatte 5 beweglich geführt. Möglich
ist aber auch eine feste Verbindung der Führungsstangen 73 mit der Matrizenhalteplatte
5, wobei in diesem Fall die gesamte obere Baugruppe einschließlich der oberen Verbindungseinrichtung
72 relativ zu der Matrizenhalteplatte 5 über die Führungsstangen 73 verschiebbar angeordnet
ist.
[0037] Bei einem Presszyklus wird die Matrize 5 in einem ersten Schritt relativ zur Grundplatte
0 und den Stempelträgern 1 - 4 des unteren Pressenblocks nach oben bewegt. Dabei werden
die auf den Stempelträgern 1 - 4 aufsitzenden Stempel und optional auch der Mittelstift
aus der Matrizenöffnung 56 ebenfalls teilweise nach oben bewegt, jedoch nicht so weit,
wie die Matrize, so dass eine Matrizenöffnung 56 ausgebildet wird, in die von oben
her Pulver eingefüllt werden kann. Zum Befüllen wird dabei ein Pulver-Füllschuh zwischen
Matrize und oberen Pressenblock 6 geführt. Nach dem Einfüllen von Pulver oder Granulat
in die Matrizenöffnung und dem Zurückfahren des Pulver-Füllschuhs wird die gesamte
Presseneinrichtung gespannt, wobei die Matrizenhalteplatte 5 mit dem oberen Pressenblock
6 von oben her gegen die Grundplatte 0 gespannt wird. Dabei werden die einzelnen Stempelträger
1 - 4 mit den an- bzw. aufsitzenden Stempeln gegen die Matrizenhalteplatte 5 gepresst,
wobei die Stempel das Pulver in der Matrizenöffnung 56 zu einem Pressling komprimieren.
[0038] Nach dem Entspannen und Abheben des oberen Pressenblocks 6 kann durch ein weiteres
Anheben von einem oder mehreren Stempelträgern 1 - 4 und damit durch weiteres Hochfahren
von einem oder mehreren der darauf sitzenden Stempeln der Pressling aus der Matrizenöffnung
nach oben befördert werden. Nach dem Entfernen mittels eines Roboters oder durch den
in die Öffnung oberhalb der Matrizenhalteplatte 5 einfahrenden Füllschuh können die
einzelnen Stempelträger 1 - 4 des unteren Pressenblocks wieder in die Stellung zum
Befüllen der Matrizenöffnung 56 zurückgefahren werden.
[0039] Ein besonderes Merkmal der Presseneinrichtung sind die durch zugeordnete Festanschläge
12, 22, 32, 42 zentral abgestützten Stempelträger 1 - 4. Die zentrale Abstützung ermöglicht
in der Pressendstellung eine Ausübung der Presskraft in Wirkrichtung, insbesondere
Kraftlinie aller einzelnen Stempel, so dass eine Verbiegung der einzelnen Stempelträger
zu deren zentraler Öffnung hin minimiert oder ganz vermieden werden kann.
[0040] Während vorstehend eine Beschreibung von Festanschlägen 12, 22, 32, 42 gegeben wurde,
die jeweils auf der Grundplatte 0 aufsitzen oder in dieser angeordnet sind, sind auch
andere Anordnungen ausführbar. So kann ein Teil der Festanschläge auch auf anderen
Stempelträgern aufsitzen, z.B. die Festanschläge des vierten Stempelträgers 4 auf
oder in dem zweiten Stempelträger. Dadurch müssen in dem zweiten und tieferliegenden
Stempelträgern entsprechend keine Öffnungen zum Durchführen dieser Festanschläge für
den vierten Stempelträger ausgebildet werden. Trotzdem kann eine Abstützung in Kraftlinie
erfolgen, wenn in Kraftlinie unterhalb des Abstützungspunktes der Festanschläge für
den vierten Stempelträger auf dem zweiten Stempelträger die Festanschläge für den
zweiten Stempelträger angeordnet sind.
[0041] Während vorstehend als Abstützeinrichtung zumeist zwei symmetrisch um die zentrale
Öffnung oder in dieser angeordnete Festanschläge beschrieben wurden, sind auch andere
Ausführungsformen realisierbar. Beispielsweise kann pro Stempelträger auch nur ein
einziger Festanschlag eingesetzt werden. Dieser kann sehr klein dimensioniert sein,
kann sich aber z.B. auch ganz kreisrund bzw. zylinderförmig oder fast zylinderförmig
erstrecken. Auch der Einsatz von mehr als zwei Festanschlägen pro Stempelträger ist
möglich. Je größer und je verteilter die Auflagefläche auf den Festanschlägen ist,
desto gleichmäßiger verteilen sich die beim Pressen wirkenden Kräfte.
[0042] Weitere vorteilhafte Varianten ergeben sich durch andere Befestigungen und Lagerungen
der einzelnen Baugruppen aneinander bzw. zueinander. Während vorstehend die Matrizenhalteplatte
mit der unteren Verbindungseinrichtung fest bzw. starr verbunden ist und Grundplatte
und Stempelträger relativ dazu verschiebbar sind, kann auch eine andere relative Anordnung
gewählt werden. Z.B. kann gemäß einer für den Fachmann üblichen Alternative der Grundkörper
starr mit der Verbindungseinrichtung verbunden werden und die Matrizenhalteplatte
relativ dazu verschiebbar gelagert sein.
[0043] Zweckmäßig ist gemäß einer weiteren Ausführungsform mit eigenständiger erfinderischer
Bedeutung auch das Anordnen von Dehnungs- bzw. Stauchungsmesseinrichtungen 80 an den
Festanschlägen und/oder den Stempelträgern. Mit solchen Messeinrichtungen können die
tatsächlichen Stauchungen beim Pressen festgestellt werden, womit eine Korrektur der
Presskraft und/oder der Justierung von Höhenverstelleinrichtungen der einzelnen Stempelträger
gesteuert oder geregelt werden kann. Möglich ist damit auch eine Überprüfung der konstanten
Pulverqualität hinsichtlich z.B. Änderungen der verwendeten Pulvercharge. Gerade durch
eine Abstützung der Stempel in Kraftlinie wird ein derartiges Messverfahren im Vergleich
zu früheren Anordnungen sinnvoll, da bisherige die Messungen verfälschende Biegungseffekte
der Stempelträger bei dem vorstehenden Konzept vernachlässigbar sind.
1. Presseneinrichtung zum Herstellen maßhaltiger Presslinge aus im wesentlichen pulverförmigem
Material, insbesondere Eisenpulver oder Keramikpulver, mit
- einem Rahmenwerk (70, 73), welches über eine untere Verbindungseinrichtung (71)
mit einem Unterbären einer Presse und über eine obere Verbindungseinrichtung (72)
mit einem Oberbären der Presse adaptermäßig verbindbar ist,
- einer Matrizenhalteplatte (5), die im Rahmenwerk (70, 73) angeordnet ist,
- einem Grundkörper (0), der in dem Rahmenwerk (70, 73) angeordnet ist, wobei die
Matrizenhalteplatte (5) und der Grundkörper (0) relativ zueinander verschiebbar in
dem Rahmenwerk (70) angeordnet sind,
- einer Vielzahl von Stempelträgern (1 - 4), von denen zumindest ein Teil am Rahmenwerk
(70) relativ zur Matrizenhalteplatte (5) und relativ zum Grundkörper (0) verschiebbar
zwischen diesen gelagert ist, wobei die Stempelträger (1 - 4) mittels Kolben-/Zylinder-Antrieben
relativ zum Grundkörper (0) in Füll- und Pressstellungen bewegbar sind, und
- Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42), welche die Stempelträger (1 - 4) in Pressendstellung
relativ zum Grundkörper (0) abstützen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42) zwischen dem Grundkörper (0) und den zugeordneten
Stempelträgern (1 - 4) derart angeordnet sind, dass auf den Stempelträgern (1 - 4)
sitzende Stempel in Pressendstellung über die Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42)
in Kraftlinie zentral abgestützt sind.
2. Presseneinrichtung nach Anspruch 1, bei der einzelne oder alle der Abstützeinrichtungen
(22, 42) zu nicht direkt zum Grundkörper (0) benachbarten Stempelträgern (2, 4) jeweils
auf oder an einem Stempelträger (1, 2) zwischen diesen Stempelträgern (2, 4) und dem
Grundkörper (0) abgestützt sind.
3. Presseneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der zumindest ein Teil der Abstützeinrichtungen
(12, 22, 32, 42) als Festanschläge auf dem Grundkörper (0) angeordnet ist.
4. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der einzelnen Stempelträgern
(1 - 4) eine Abstützeinrichtung (12, 22, 32, 42) zugeordnet ist, welche einen oder
mehrere, vorzugsweise jeweils zwei Festanschläge aufweist.
5. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der die Abstützeinrichtungen
(12, 22, 32, 42) zentral, einer zentralen Öffnung (54, 14, 24, 44) der Stempelträger
(1 - 4) benachbart, unterhalb der Stempelträger (1 - 4) angeordnet sind und entsprechende
Stempel oberhalb dieser Bereiche auf den entsprechenden Stempelträgern (1 - 4) angeordnet
sind.
6. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der eine zentrale Öffnung
(14) zumindest eines der Stempelträger (1) mittig für den Durchtritt von Stempeln
und dergleichen und im Randbereich (14a) für den Durchtritt von Abstützeinrichtungen
(22, 42) zu Stempelträgern (2, 4) zwischen diesem Stempelträger (1) und der Matrizenhalteplatte
(5) ausgebildet ist.
7. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der zumindest bei einem der
Stempelträger (2) eine zentrale Öffnung (24) zum Durchtritt von Stempeln, Abstützeinrichtungen
(42) und dergleichen und zusätzlich eine oder mehrere separate Öffnungen (24a) zum
Durchtritt von zumindest einer der Abstützeinrichtungen (42) für einen weiteren Stempelträger
(4) zwischen diesem Stempelträger (2) und der Matrizenhalteplatte (5) ausgebildet
sind.
8. Presseneinrichtung nach Anspruch 7, bei der zumindest eine solcher separaten Öffnungen
(24a) durch eine Aufsatzeinrichtung (26) zum Aufsetzen von einem oder mehreren Stempeln
auf den Stempelträger (2) mit der separaten Öffnung (24a) von der zentralen Öffnung
(24) getrennt sind, wobei die Aufsatzeinrichtung (26) vorzugsweise eine Breite gleich
der darauf aufsitzenden Stempel aufweist.
9. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der eine oder mehrere Aufsatzeinrichtungen
(16) zum Aufsetzen von Stempeln und zum Untergreifen von Abstützeinrichtungen (12)
in eine zentrale Öffnung (14) eines Stempelträgers (1) hineinragen.
10. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der die Abstützeinrichtungen
(12, 22, 32, 42) eine teilweise zylindrische Innen- und/oder Außenwandung aufweisen.
11. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der die Abstützeinrichtungen
(12, 22, 32, 42) hinsichtlich des Querschnittes ähnlich dem Querschnitt darüber angeordneter
Stempel ausgebildet sind.
12. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der Abstützeinrichtungen
(12, 22) mit einer zu zumindest zwei Stempelträgern hin abgestuften Höhe ausgebildet
sind, wobei ein von der Matrizenhalteplatte (5) entfernterer Stempelträger (1) auf
der niedriger abgestuften Oberfläche der Abstützeinrichtung abgestützt wird und der
zur Matrizenhalteplatte (5) hin näher angeordnete Stempelträger (2) auf der höheren
Oberfläche der Abstützeinrichtung in Pressendstellung abgestützt wird.
13. Presseneinrichtung nach einem vorstehenden Anspruch, bei der Stauchungsmesseinrichtungen
(80) an den Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42) und/oder Stempelträgern (1, 2, 3,
4) befestigt sind.
14. Verfahren zum Herstellen maßhaltiger Presslinge aus im wesentlichen pulverförmigem
Material, insbesondere Eisenpulver oder Keramikpulver, mit einer Presseneinrichtung
mit
- einem Rahmenwerk (70, 73) zum adaptermäßigen Verbinden eines Unterbären einer Presse
über eine untere Verbindungseinrichtung (71) und zum adaptermäßigen Verbinden eines
Oberbären der Presse über eine obere Verbindungseinrichtung (72),
- einer Matrizenhalteplatte (5), die im Rahmenwerk (70, 73) angeordnet ist, und einem
Grundkörper (0), der in dem Rahmenwerk (70, 73) angeordnet ist, wobei die Matrizenhalteplatte
(5) und der Grundkörper (0) relativ zueinander verschiebbar in dem Rahmenwerk (70)
angeordnet sind,
- einer Vielzahl von Stempelträgern (1 - 4), von denen zumindest ein Teil am Rahmenwerk
(70) relativ zur Matrizenhalteplatte (5) und relativ zum Grundkörper (0) verschiebbar
zwischen diesen gelagert ist, und
- Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42) zum Abstützen der Stempelträger (1 - 4) beim
Pressen in Pressendstellung relativ zum Grundkörper (0),
- wobei die Stempelträger (1 - 4) mittels Kolben-/Zylinder-Antrieben beim Betrieb
relativ zum Grundkörper (0) in Fülloder Pressstellungen bewegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42) zwischen dem Grundkörper (0) und den zugeordneten
Stempelträgern (1 - 4) derart angeordnet werden, dass auf den Stempelträgern (1 -
4) sitzende Stempel beim Pressen in Pressendstellung über die Abstützeinrichtungen
(12, 22, 32, 42) in Kraftlinie zentral abgestützt werden.
15. Verfahren zum Herstellen maßhaltiger Presslinge aus im wesentlichen pulverförmigem
Material, insbesondere Eisenpulver oder Keramikpulver, mit einer Presseneinrichtung
mit
- einem Rahmenwerk (70, 73) zum adaptermäßigen Verbinden eines Unterbären einer Presse
über eine untere Verbindungseinrichtung (71) und zum adaptermäßigen Verbinden eines
Oberbären der Presse über eine obere Verbindungseinrichtung (72),
- einer Matrizenhalteplatte (5), die im Rahmenwerk (70, 73) angeordnet ist, und einem
Grundkörper (0), der in dem Rahmenwerk (70, 73) angeordnet ist, wobei die Matrizenhalteplatte
(5) und der Grundkörper (0) relativ zueinander verschiebbar in dem Rahmenwerk (70)
angeordnet sind,
- einer Vielzahl von Stempelträgern (1 - 4), von denen zumindest ein Teil am Rahmenwerk
(70) relativ zur Matrizenhalteplatte (5) und relativ zum Grundkörper (0) verschiebbar
zwischen diesen gelagert ist,
- Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42) zum Abstützen der Stempelträger (1 - 4) beim
Pressen in Pressendstellung relativ zum Grundkörper (0) und
- Messeinrichtungen (80) zum Messen von Stauchungen beim Pressen an den Festanschlägen
und/oder den Stempelträgern,
- wobei die Stempelträger (1 - 4) mittels Kolben-/Zylinder-Antrieben beim Betrieb
relativ zum Grundkörper (0) in Fülloder Pressstellungen bewegt werden, und
- wobei Messwerte der Messeinrichtungen (80) zum Überwachen des Betriebs verwendet
werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Abstützeinrichtungen (12, 22, 32, 42) zwischen dem Grundkörper (0) und den zugeordneten
Stempelträgern (1 - 4) derart angeordnet werden, dass auf den Stempelträgern (1 -
4) sitzende Stempel beim Pressen in Pressendstellung über die Abstützeinrichtungen
(12, 22, 32, 42) in Kraftlinie zentral abgestützt werden, so dass die Messwerte der
Messeinrichtungen (80) tatsächliche Stauchungen beim Pressen darstellen, und
- dass mit den Messwerten eine Korrektur der Presskraft und/oder der Justierung von Höhenverstelleinrichtungen
der einzelnen Stempelträger gesteuert oder geregelt werden.