[0001] Bisher hat man sich durch unterschiedliche Vorrichtungen gegen das Einklemmen bei
maschinell bewegten Türen im speziellen Schiebetüren zu schützen versucht. Bekannte
und ausgeführte Vorrichtungen als Einklemm- bzw. Berührungsschutz der Schliesskante
bei diesen Türen sind:
- Kraftbetätigte Vorrichtungen, d.h. die Türblattkante oder der Türpfosten oder beide
müssen berührt werden.
- Durch elastische Hohlprofile, sogenannte druckempflindliche bzw. pneumatische Vorrichtungen
an Türblattkanten oder Türpfosten, leicht zu beschädigen.
- Elastische Aufhängung des Türblattes und messen dessen Auslenkung bei Berührung, durch
Sensoren.
- Rutschkupplung zwischen Antrieb und Türmechanismus.
- Messen der Energieaufnahme des Antriebes pro Zeiteinheit.
- Mechanische, federbelastete Vorrichtungen wie federbelastete Sicherheitsleisten, mechanische
Vorlaufkante (Schwert) an der Türkante, usw.
[0002] Diese nicht berührungslosen Vorrichtungen haben den Nachteil, das ein Einklemmen
zwischen Türkante und Türrahmen möglich ist, sie nicht verschleissfrei arbeiten und
eine Fernüberwachung ihrer Funktion nicht möglich ist.
- Berührungslose Vorrichtungen:
- Lichtschranke bzw. Lichtschranken beim Türantritt, können nicht kostengünstig, flächendeckend
über die ganze Türkantenhöhe verteilt werden. Gefahr des beschlagens und verschmutzens
der Optik.
- Lichtvorhänge, in der Türblattbewegungsebene sie können einen kleinen Gegenstand wie
Finger, Regenschirm usw. nicht erkennen. Gefahr der Optikverschmutzung. Schwierigkeiten
der Justierung, da die Türblattkanten nie genau senkrecht sind. Auch diese vorgenannten
Vorrichtungen können das Einklemmen zwischen Türkante und Türpfosten nicht verhindern.
- Lichtschranke entlang der Türblattkante, Verschmutzungsgefahr der Optik, speziell
im Türschwellenbereich.
- Durch eine rein kapazitive Ueberwachung mit einer Schwingkreisschaltung und nicht
unterteilter Elektrode. Türpfosten bzw. zweites Türblatt bei zentralöffnenden Türen,
werden als Hindernis erkannt und die Türe kann nicht schliessen.
- Ueberwachung des Türraumes durch Bewegungsmelder, usw. mit den bekannten Problemen
bei mehreren anwesenden Personen und Gegenstände die sich nicht bewegen.
[0003] Diese bekannten Vorrichtungen wurden bisher nur beim Schliessvorgang eingesetzt,
d.h. als Berührungs- bzw. Einklemmschutz zwischen Türblatt und Türpfosten.
[0004] Das in diesem Patent beschriebene Messverfahren mit unterteilter aktiven Flächen
an den zu schützenden Kanten lässt sich nicht nur als Berührungs- bzw. Einklemmschutz
bei sich schliessenden Türen, sondern auch bei sich öffnenden Türen einsetzen, dies
nicht nur zwischen Türpfosten und Türblatt, sondern auch bei Teleskoptüren zwischen
den schnell und langsam laufenden Türblättern.
[0005] Durch die geringe Baugrösse dieser Auswertelektronik und Unterbringung der aktiven
Flächen auf widerstandfähigen Folien, die sich an den zu schützenden Flächen einfach
befestigen lassen, besteht auch die Möglichkeit, Anlagen mit diesem Schutz einfach
und vandalensicher nachzurüsten.
[0006] Die nachfolgenden drei Skizzen A, B und C zeigen in der Draufsicht die mögliche Anordnung
der Elektrodenflächen bei automatischen Kabinenabschlusstüren am Türblatt bzw. Türrahmen
als Einzieh- und Berührungsschutz bei sich öffnenden Türen (Darstellung 2) und Berührungs-
und Einklemmschutz bei sich schliessenden (Darstellung 1) Türen. Die Elektrodenflächen
I und II der Auswertelektronik können über die ganze Türhöhe bzw. Schliesskantenhöhe
oder zu schützenden Kante/Fläche angeordnet werden. Das Blockschaltbild in Skizze
D zeigt eine mögliche Anordnung der Bauteile.
[0007] Beim Schliessvorgang wird im Schliessbereich durch eine wegabhängige Bedämpfung,
möglich durch die Messung des Abstandes zwischen Türflügelkante und Türpfosten, bzw.
zwischen den beiden Türflügelkanten (mit oder ohne aktive Flächen) bei zentralöffnenden
Türen, der Empfindlichkeit der kapazitiven oder analogen Auswertelektronik ein schliessen
der Türe erst möglich, indem die Gegenkante nicht mehr als Hindernis erkannt wird.
Anstatt einer Bedämpfung der Auswertelektronik bei der Türschliessung, wird eine Unterteilung
der Elektrodenfläche an der zu schützenden Türkante ausgeführt und diese kleineren
Segmentflächen durch die Segment-Abfrageelektronik getrennt abgefragt, und diese Messwerte
durch eine Auswertelektronik ausgewertet, siehe Blockbild Skizze D. Durch die Annäherung
der Türkante an den Türpfosten oder einer weiteren Türkante (mit oder ohne aktivierte
Elektrodenflächen), werden alle Segmente gleichmässig bedämpft. Sobald sich aber,
ein fremder Gegenstand in der Schliessrichtung des Türblattes und Einflussbereich
der Segmentflächen befindet, werden ein oder mehrere Segmentflächen ungleichmässig
bedämpft, diese Asymetrie erkennt die Auswertelektronik und gibt einen Steuerimpuls,
z.B. an die Türsteuerung, weiter. Wird keine Asymetrie festgestellt, kann sich die
Türe schliessen. Mit diesem Berührungsschutz wird die ganze zu schützende Fläche,
z.B. Türkantenhöhe oder Pfostenhöhe usw. lückenlos überwacht. Für automatische Schiebetüren
bestehen einschlägige Vorschriften, die das Einklemmen bzw. Einziehen von Fingern,
Haaren, Kleidungsstücken usw. bei sich öffnenden Türen zwischen Türblatt und Türpfosten,
aber auch bei Teleskoptüren zwischen den schnell und langsam laufenden Türflügel,
siehe Skizze "C" verhindern sollen. In der Nähe des Spaltes zwischen Türblatt und
Türpfosten bzw. zwischen den Türblättern werden die Elektrodenflächen angebracht,
die das Einklemmen von Gegenständen verhindern. Auch hier sind die Elektrodenflächen
in kleinere Segmentflächen unterteilt, die durch die
[0008] Segment-Abfrageelektronik getrennt abgefragt und die Messwerte durch eine Auswertelektronik
ausgewertet werden. (Siehe Blockschaltbild Skizze D). Durch den sich vorbei bewegten
Türflügel werden die einzelnen Flächensegmente gleichmässig bedämpft. Sobald sich
aber ein fremder Gegenstand, Finger, Haare, Kleidungsstück usw. in die Nähe der Segmentfläche
kommt, werden ein oder mehrere Segmentflächen ungleichmässig bedämpft, diese Asymetrie
wird von der Auswertelektronik erkannt, die einen Steuerimpuls, z.B. an die Türsteuerung
weiterleitet und damit die Türöffnung stoppt. Bei keiner auftretenden Asymetrie an
den Segmentflächen kann sich die Türe öffnen. Mit diesem System wird der Spalt über
die ganze Breite und Höhe lückenlos überwacht und damit ein Eindringen eines Gegenstandes
verhindert.
[0009] In den bekannten Offenlegungs- bzw. Patentschriften für automatische Schiebetüren
mit kapazitivem Berührungsschutz wird auf keine Unterteilung der Sensorflächen mit
systematischer Abfragung durch die Auswertelektronik hingewiesen, z.B.:
- Offenlegungsschrift DT2453439A1, weist auf eine Schaltungsanordnung hin
- Patentschrift US4753323, Anordnung der Sensorfläche an den zu schützenden Flächen
plus Schaltungsvarianten der Auswertelektronik
- Offenlegungsschrift WO89/08952, nicht unterteilte Sensorflächen mit einer Auswertelektronik
- Offenlegungsschrift A2613/89, nicht unterteilte Sensorflächen mit einer Auswertelektronik.
1. Nichterkennen des Türpfostens bei sich schliessenden Türen bzw. des Gegentürblattes
mit oder ohne Elektrodenfläche bei zentralöffnenden Türen im Schliessbereich, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Unterteilung der Elektrodenfläche an der zu schützenden Schliesskante in
mehrere Segmentflächen und ein getrenntes, systematisches Abfragen dieser Segmentflächen
und auswerten dieser Messwerte durch eine kapazitive oder analoge Auswertelektronik,
die bei einer unterschiedlichen Bedämpfung einzelner Segmentflächen hervorgerufen
durch die Anwesenheit eines Gegenstandes im Einflussbereich von einer oder mehreren
Segmentflächen, diese als Asymetrie erkennt und auswertet und einen Steuerimpuls zum
Stoppen des Türantriebes abgibt, bzw. bei gleichmässiger Bedämpfung aller Segmentflächen
keine Asymetrie auftritt und die Türe schliessen kann.
2. Nichterkennen des Türpfostens bei sich schliessenden Türen bzw. des Gegentürblattes
mit oder ohne Elektrodenfläche bei zentralöffnenden Türen dadurch gekennzeichnet, dass durch ein anbringen von minimum zwei Elektrodenflächen an der zu schützenden Schliesskanten
und einer wegabhängigen Bedämpfung der kapazitiven oder anlogen Auswertelektronik
im Schliessbereich, möglich durch eine Messung des Abstandes zwischen der Elektrodenflächen
an der Schliesskante und des Türpfostens oder zwischen zwei Schliesskanten durch einen
Entfernungsmesser, damit wird eine wegabhängige Bedämpfung ermöglicht und Türpfosten
bzw. Gegentürkante werden nicht mehr als Hindernis erkannt und die Türe kann schliessen.
3. Einziehschutz bei sich öffnenden Schiebetüren zwischen Türblatt und Türpfosten bzw.
bei Teleskoptüren zwischen den schnell- und langsam laufenden Türflügeln dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Unterteilung der Elektrodenflächen an der zu schützenden Kante in kleinere
Segmentflächen und ein getrenntes, systematischen Abfragen dieser Segmentflächen und
auswerten dieser Werte durch eine kapazitive oder analoge Auswertelektronik, die bei
einer unterschiedlichen Bedämpfung einzelner Segmentflächen hervorgerufen durch die
Anwesenheit eines Gegenstandes im Einflussbereich von einer oder mehreren Segmentflächen,
dies als Asymetrie erkennt und auswertet und einen Steuerimpuls zum Stoppen des Türantriebes
abgibt, bzw. bei gleichbleibender Bedämpfung aller Segmentflächen keine Asymetrie
auftritt und die Türe sich öffnen kann.
4. Abstandsmessung zwischen der Schliesskante und dem Türpfosten bzw. des Gegentürblattes
bei zentralöffnenden Türen im Schliessbereich nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, das Segmentflächen der unterteilten Elektrodenfläche zur Abstandsmessung der kapazitiven
oder analogen Auswertelektronik zwischen Türkante und Türpfosten bzw. beiden Türblättern
herangezogen werden.
5. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, dass dieser Berührungs- und Einklemmschutz für alle zu schützenden Flächen an allen maschinell
bewegten und nicht bewegten bzw. nicht bewegbaren Bauteilen angewendet werden kann.
6. Elektrodenanordnung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich dieser Berührungs- und Einklemmschutz mit allen anderen Schutzvorrichtungen
kombiniert werden kann.
7. Elektrodenanordnung auch Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenanordnung mit allen geeigneten Auswertelektroniken betrieben werden
kann.