[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils,
insbesondere einer Ölwanne, an einem zweiten Bauteil, insbesondere einem Motorblock
einer Brennkraftmaschine.
Stand der Technik
[0002] Derartige Einrichtung werden bei Kraftfahrzeugmotoren seit langem verwendet. Im allgemeinen
wird dabei die Ölwanne an dem Motorblock über Schrauben festgelegt, wobei zwischen
dem Rand der Ölwanne und dem Motorblock eine metallische Dichtung eingelegt ist. Eine
derartige Befestigung der Ölwanne an dem Motorblock hat jedoch zur Folge, dass die
bei dem Betrieb der Brennkraftmaschine auftretenden Schwingungen auf die Ölwanne übertragen
werden. Dies führt einerseits zu einer hohen Belastung der die Ölwanne mit dem Motorblock
verbindenden Schrauben - eine entsprechend große Anzahl von entsprechend dimensionierten
Schrauben ist erforderlich, um die Ölwanne zuverlässig mit dem Motorblock zu verbinden.
Darüber hinaus führt die Übertragung der Vibrationen auf die Ölwanne zu einer Verschlechterung
des akustischen Verhaltens der Brennkraftmaschine.
[0003] Um die Übertragung von Schwingungen von dem ersten Bauteil auf das zweite Bauteil
zu verringern, wird in der DE-A-27 19 468 vorgeschlagen, eine Isolierdichtung aus
einem Elastomer zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil einzuspannen sowie elastische
Isolierpuffer zwischen den Schraubenköpfen und dem zweiten Bauteil anzuordnen. Auf
diese Weise wird eine Montage des zweiten Bauteils an dem ersten Bauteil realisiert,
die sich bei Schwingungen mit hoher Frequenz als wirksam erweist.
[0004] Um eine ausreichende Dichtheit zu gewährleisten muss die Isolierdichtung bei dieser
Vorrichtung jedoch mit einer gewissen Kraft zwischen den beiden Bauteilen verspannt
werden. Dieses Verspannen setzt jedoch voraus, dass sowohl die Isolierdichtung als
auch der Isolierpuffer eine ausreichende Formstabilität aufweisen und demnach aus
einem ausreichend harten Material bestehen. Diese Bedingung an die Materialhärte führt
jedoch dazu, dass mit der in der DE-A-27 19 468 vorgeschlagene Einrichtung bei Schwingungen
mit niedriger Frequenz, wie sie bei einer Brennkraftmaschine beispielsweise im Leerlauf
entstehen, jedoch keine zufriedenstellenden Ergebnisse erreicht werden.
Darstellung der Erfindung
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es folglich, eine Einrichtung zum Lagern eines
ersten Bauteils an einem zweiten Bauteil vorzuschlagen, die verbesserte Dämpfungseigenschaften
auch im Bereich niedriger Frequenzen aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Einrichtung zum Lagern eines
zweiten Bauteils an einem ersten Bauteil, mit einem ersten Stützkörper welcher über
erste Verbindungsmittel an dem ersten Bauteil festlegbar ist, einem zweiten Stützkörper,
welcher an dem zweiten Bauteil festlegbar oder festgelegt ist, und einer Membran aus
einem Elastomer, welche den ersten Stützkörper und den zweiten Stützkörper flexibel
miteinander verbindet, wobei der zweite Stützkörper mit einer Anzahl von zweiten Verbindungsmitteln
beabstandet zu dem ersten Stützkörper an dem ersten Stützkörper und / oder dem ersten
Bauteil festlegbar ist.
[0007] Im Gegensatz zu dem bekannten Stand der Technik, bei dem die Dichtungselemente gleichzeitig
auch eine Lager- oder Befestigungsfunktion erfüllen, werden bei der vorliegenden Einrichtung
die Dichtfunktion und die Lagerfunktion von zwei verschiedenen Elementen wahrgenommen.
In der Tat wird bei der vorliegenden Einrichtung die Lagerfunktion von den zweiten
Verbindungsmitteln erfüllt, während die Membran ausschließlich zur Abdichtung der
Verbindung dient. Jedes dieser beiden Elemente kann demnach für seine jeweilige Funktion
optimiert werden ohne dass aufgrund von Doppelfunktionen Kompromisse bei der Materialbeschaffenheit
eingegangen werden müssen.
[0008] Die zweiten Verbindungsmittel dienen bei der vorgeschlagenen Einrichtung lediglich
zum Festlegen des zweiten Stützkörpers in einem gewissen Abstand zum ersten Stützkörper
und nicht mehr zum Verspannen der Einrichtung. Die zweiten Verbindungsmittel können
demnach auf ihre vibrationsabsorbierende Funktion optimiert werden. Sie bilden dabei
vorzugsweise ein Auflager für den zweiten Stützkörper aus, das eine sehr geringe Materialhärte
aufweist.
[0009] Es ist anzumerken, dass erster und/oder zweiter Stützkörper vorteilhaft als umlaufende
Körper und im wesentlichen steif ausgebildet sind so dass eine zuverlässige Festlegung
und Abdichtung der erfindungsgemäßen Einrichtung an dem ersten Bauteil beziehungsweise
dem zweiten Bauteil erreicht werden kann. Die ersten Verbindungsmittel zur Festlegung
des ersten Stützkörpers an dem ersten Bauteil umfassen dabei vorzugsweise Schrauben,
die in entsprechende Bohrungen des ersten Bauteils einschraubbar sind.
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die zweiten Verbindungsmittel beispielsweise
jeweils ein Pufferelement aus einem Elastomer geringer Härte auf, das ein elastisches
Auflager für den zweiten Stützkörper ausbildet. Ein derartiges Elastomer eignet sich
besonders gut zur Absorption von Vibrationen in einem weiten Frequenzbereich, so dass
auch Schwingungen mit einer niedrigen Frequenz, wie sie beispielsweise beim Leerlauf
der Brennkraftmaschine entstehen, wirksam absorbiert werden können. Der zweite Stützkörper,
und mit ihm das zweite Bauteil, ist demnach durch die zweiten Verbindungsmittel optimal
von dem ersten Stützkörper bzw. dem ersten Bauteil entkoppelbar so dass das Schwingungsverhalten
der Einrichtung gegenüber den bekannten Einrichtungen deutlich verbessert wird. Hierdurch
werden die mechanischen Belastungen, denen die Verbindungsmittel ausgesetzt sind wesentlich
reduziert, so dass deren Anzahl im Vergleich zu bekannten Einrichtungen entsprechend
erniedrigt werden kann. Für den konkreten Fall, in dem das erste Bauteil einen Motorblock
einer Brennkraftmaschine und das zweite Bauteil eine Ölwanne darstellt, ergibt sich
durch das verbesserte Schwingungsverhaltein überdies ein deutlich verbessertes akustisches
Verhalten der Brennkraftmaschine.
[0011] Die Membran, die als Dichtungselement wirkt, weist ihrerseits eine geringe Dicke
auf, so dass ihre Steifheit verschwindend gering ist. Aufgrund dieser geringen Steifheit
können auch durch die Membran kaum Vibrationen von dem ersten Bauteil auf das zweite
Bauteil übertragen werden. Vorzugsweise ist die Membran darüber hinaus derart dimensioniert,
dass sie bei der Lagerung des zweiten Stützkörper an dem ersten Stützkörper bzw. an
dem ersten Bauteil leicht durchgebogen wird. In diesem Fall ist die Membran beim bestimmungsgemäßen
Einsatz nicht mechanisch gespannt und eine Schwingungsübertragung durch die Membran
wird vollständig verhindert.
[0012] Es ist anzumerken, dass Da durch die erfindungsgemäße Gestaltung eine erhebliche
Reduktion der Übertragung von Vibrationen vom ersten Bauteil auf das zweite Bauteil
erreicht werden kann, müssen die zweiten Verbindungsmittel lediglich die statische
Last des zweiten Bauteils tragen. Die Anzahl der zweiten Verbindungsmittel kann demnach
auf ein Minimum reduziert werden, wobei auf eine entsprechende Verteilung
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst der zweite Stützkörper
eine der Anzahl der zweiten Verbindungsmittel entsprechende Anzahl von Verbindungsöffnungen
und die zweiten Verbindungsmittel umfassen dass jeweils eine Schraube mit einem Schraubenschaft
und einem Schraubenkopf, deren Schraubenschaft durch die Verbindungsöffnungen des
zweiten Stützkörpers hindurch in eine entsprechende Bohrung in dem ersten Bauteil
einschraubbar ist, wobei zwischen dem Schraubenkopf und dem zweiten Stützkörper jeweils
ein Pufferelement aus einem Elastomer angeordnet ist. Bei der Montage dieser Einrichtung
werden die Schrauben lediglich so weit in das erste Bauteil eingeschraubt, bis der
gewünschte Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil eingestellt ist. Die
Pufferelemente, die zwischen dem Schraubenkopf und dem zweiten Stützkörper angeordnet
sind, bilden in diesem Fall ein Auflager für den zweiten Stützkörper aus, auf dem
dieser lose aufliegt. Ist das Pufferelement wie oben beschrieben aus einem weichen
Elastomer gefertigt, ergibt sich eine optimale Reduzierung der Übertragung von Schwingungen
auf das zweite Bauteil. Eine solche Ausgestaltung zeichnet sich durch die besonders
einfache Montage aus.
[0014] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der oben beschriebenen Ausgestaltung weist
das erste Stützelement im Bereich der Bohrungen in dem ersten Bauteil jeweils eine
Verbindungsöffnung auf, durch die der Schraubenschaft der zweiten Verbindungsmittel
durchführbar ist und der Schraubenschaft weist eine dem ersten Schützkörper zugewandte
Schulterfläche auf, die nach dem Einschrauben der Schraube an dem ersten Stützkörper
anliegt. Die Schulterfläche des Schraubenschaftes verhindert einerseits, dass die
zweiten Verbindungsmittel zu weit in die entsprechenden Bohrungen eingeschraubt werden
und legt folglich bei der montierten Einrichtung den Abstand zwischen dem ersten und
dem zweiten Stützkörper fest. Andererseits wird bei festgezogenem zweiten Verbindungsmittel
der erste Stützkörper durch die Schulterfläche des Schraubenschaftes an das erste
Bauteil gepresst, so dass in diesem Bereich die Festlegung des ersten Stützkörpers
an dem ersten Bauteil durch das zweite Verbindungsmittel erfolgen kann.
[0015] Die dem ersten Stützkörper zugewandte Schulterfläche des zweiten Stützkörpers kann
in einfacher Weise durch eine Hülse ausgebildet werden, die auf den Schaft der Schraube
aufgeschoben ist.
[0016] Bei den oben beschriebenen Ausgestaltungen der Erfindung liegt der zweite Stützkörper
lose auf den durch die zweiten Verbindungsmittel ausgebildeten Auflager auf und ist
demnach in Richtung des ersten Stützkörpers beweglich. Um diese Beweglichkeit einzuschränken
kann bei einer Weiterbildung der Erfindung im Bereich der zweiten Verbindungsmittel
jeweils ein Abstandhalter aus einem weichen elastischen Material zwischen dem zweiten
Stützkörper und dem ersten Stützkörper oder dem ersten Bauteil angeordnet sein. Der
Abstandhalter ist beispielsweise als Hülse ausgebildet, die auf die zweiten Verbindungsmittel
aufschiebbar ist. Durch leichtes Zusammenpressen des Abstandhalters bei der Montage
der Einrichtung kann darüber hinaus die Resonanzfrequenz des Systems auf einen gewünschten
Wert eingestellt werden. Im Fall der Ölwanne und dem Motorblock kann auf diese Weise
die Resonanzfrequenz auf einen Wert eingestellt werden, bei dem die Brennkraftmaschine
möglichst wenig Vibrationen aufweist.
[0017] Um eine optimale Dichtheit der Einrichtung zu gewährleisten, ist die Membran vorzugsweise
fest mit erstem und zweitem Stützkörper verbunden. Die Membran kann beispielsweise
durch Vulkanisation mit dem ersten und/oder zweiten Stützkörper verklebt sein.
[0018] Weiterhin kann die Dichtheit der Verbindung dadurch verbessert werden, dass im Bereich
einer Anlagefläche von erstem Stützkörper zum ersten Bauteil eine oder mehrere Dichtlippen
vorgesehen sind, die beispielsweise einstückig mit der Membran aus Elastomer ausgebildet
sind. Derartige Dichtlippen können auch zwischen zweitem Stützkörper und zweitem Bauteil
angeordnet sein.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Stützkörper einstückig
mit dem zweiten Bauteil ausgebildet. Der Stützkörper kann beispielsweise durch einen
abgewinkelten Bereich des Bauteil ausgebildet werden.
[0020] Bei der Einrichtung der vorliegenden Erfindung wird die Verbindung zwischen der ersten
und dem zweiten Bauteil überwiegend durch die dünne Membran hergestellt. Aufgrund
der geringen Dicke der Membran ist diese durchlässig für Störgeräusche oder elektromagnetische
Felder. In bestimmten Fällen kann es daher vorteilhaft sein, wenn die Vorrichtung
eine Abschirmvorrichtung aufweist, die sich über den Spalt zwischen dem ersten Stützkörper
und dem zweiten Stützkörper hinweg erstreckt. Eine solche Abschirmvorrichtung kann
bei entsprechender Auslegung ein Herausdringen von Störgeräuschen oder elektromagnetischen
Schwingungen verhindern.
[0021] Eine derartige Abschirmvorrichtung weist in einer möglichen Ausgestaltung ein Abschirmblech
auf, das innerhalb oder außerhalb der Einrichtung an einem der Stützkörper festgelegt
ist. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist das Abschirmblech an der ersten
Stützkörper festgelegt oder einstückig mit dem ersten Stützkörper ausgebildet, da
hierdurch die Steifigkeit des ersten Stützkörpers erhöht und damit die zuverlässige
Festlegung und Abdichtung des Stützkörpers an dem ersten Bauteil vereinfacht wird.
Weiterhin ist eine Festlegung des Abschirmblechs außerhalb der Einrichtung von Vorteil,
da ein solches Abschirmblech gleichzeitig einen Schutz gegenüber äußeren Einwirkungen
darstellt.
[0022] Es ist anzumerken, dass sich eine Einrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung vorteilhaft
für die Montage einer Ölwanne an dem Motorblock einer Brennkraftmaschine eignet. Dabei
ist es unerheblich, ob die Ölwanne aus einem beliebigen Metall oder einem formstabilen
Kunststoff besteht.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0023] Im folgenden werden verschiedene Ausgestaltungen der Erfindung anhand der beiliegenden
Figuren beschrieben.
[0024] Es zeigen:
- Fig.1:
- einen Schnitt im Bereich des zweiten Verbindungsmittels durch eine erste Ausgestaltung
einer erfindungsgemäßen Einrichtung;
- Fig.2:
- einen Schnitt im Bereich eines ersten Verbindungsmittels durch die Ausgestaltung der
Fig. 1;
- Fig.3:
- eine Draufsicht auf die Ausgestaltung der Fig. 1 und 2;
- Fig.4:
- einen Schnitt im Bereich des zweiten Verbindungsmittels durch eine zweite Ausgestaltung
einer erfindungsgemäßen Einrichtung;
- Fig.5:
- einen Schnitt im Bereich des zweiten Verbindungsmittels durch eine dritte Ausgestaltung
einer erfindungsgemäßen Einrichtung;
- Fig.6:
- einen Schnitt im Bereich eines ersten Verbindungsmittels durch die Ausgestaltung der
Fig. 5.
Ausführung der Erfindung
[0025] Die Fig. 1 und 2 stellen jeweils einen Schnitt durch eine Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zum Lagern eines ersten Bauteils an einem zweiten Bauteil dar. Bei der
dargestellten Ausführung handelt es sich beispielsweise um eine Einrichtung 10 zum
Lagen einer Ölwanne 12 an dem Motorblock 14 einer Brennkraftmaschine.
[0026] Die Einrichtung 10 umfasst einen ersten Stützkörper 16, beispielsweise einen umlaufend
ausgebildeten Metallring, der mittels erster Verbindungsmittel, z.B. Schrauben 18,
an dem Motorblock festgelegt ist (siehe Fig. 2). Der erste Stützkörper 16 ist mittels
einer Membran 20 aus einem Elastomer mit einem zweiten Stützkörper 22 verbunden, der
seinerseits an der Ölwanne festgelegt ist. Der zweite Stützkörper 20 kann in beliebiger
Art und Weise mit der Ölwanne 12 verbunden sei. In der dargestellten Ausführung ist
der zweite Stützkörper 22 einstückig mit der Ölwanne 12 zum Beispiel als ein Verbindungsflansch
der Ölwanne ausgebildet. Dieser kann insbesondere durch einen umgebogenen Rand der
Ölwanne erzeugt werden.
[0027] Die Membran 20 ist vorzugsweise mit dem ersten Stützkörper 16 und dem zweiten Stützkörper
22 verklebt oder an diese anvulkanisiert. Sie gewährleistet so eine Abdichtfunktion
zwischen den beiden Stützkörpern 16 und 22. Um die Abdichtfunktion zu dem Motorblock
14 zu gewährleisten, sind vorzugsweise Dichtlippen 24 zwischen dem ersten Stützkörper
16 und dem Motorblock 14 angeordnet, die einstückig mit der Membran 20 ausgebildet
sein können.
[0028] Die Membran 20 erfüllt in der erfindungsgemäßen Einrichtung lediglich eine Abdichtfunktion.
Um den zweiten Stützkörper 22 in einem gewissen Abstand zu dem ersten Stützkörper
16 festzulegen, ist daher eine bestimmte Anzahl von zweiten Verbindungsmitteln 26
vorgesehen, die jeweils ein Auflager für den zweiten Stützkörper 22 bilden. Das zweite
Verbindungsmittel 26 umfasst vorzugsweise eine Schraube 28, die durch eine Verbindungsöffnung
30 in dem zweiten Stützkörper 22 hindurch in eine entsprechende Bohrung des Motorblocks
eingeschraubt ist. Zur Reduktion der Schwingungsübertragung ist zwischen dem Schraubenkopf
32 und dem zweiten Stützkörper 22 ein Pufferelement 34 in Form einer Hülse aus weichem
Elastomer angeordnet. Diese Hülse wird vor dem Einschrauben der Schraube 28 einfach
auf den Schaft 36 der Schraube geschoben. Da die Hülse aus einem weichen Elastomer
besteht ist, ist zur Verstärkung darüber hinaus vorzugsweise eine Unterlegscheibe
35 z.B. aus Metall zwischen dem Schraubenkopf 32 und der Pufferelement 34 angeordnet.
[0029] Der Schaft 36 der Schraube weist vorteilhaft eine Verdickung auf, so dass eine dem
ersten Stützkörper 16 zugewandte Schulterfläche 38 ausgebildet wird, die nach dem
Einschrauben der Schraube 28 an dem ersten Stützkörper 16 anliegt. Die Schulterfläche
38 des Schraubenschaftes 36 verhindert einerseits, dass die Schraube 28 zu weit in
die entsprechenden Bohrungen eingeschraubt werden und legt folglich den Abstand zwischen
dem ersten und dem zweiten Stützkörper fest. Andererseits wird bei festgezogener Schraube
28 der erste Stützkörper 16 durch die Schulterfläche des Schraubenschaftes an den
Motorblock 14 gepresst, so dass in diesem Bereich die Festlegung des ersten Stützkörpers
16 an dem Motorblock 14 durch das zweite Verbindungsmittel erfolgen kann.
[0030] Eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung ist in der Fig. 3 dargestellt.
Man erkennt unter der Kontur des Motorblocks 14 die verdeckt eingezeichneten Konturen
der ersten und zweiten Stützkörper 16 und 22. Man erkennt deutlich, dass die Stützkörper
16 und 22 eine geringe seitliche Ausdehnung aufweisen und lediglich in dem Bereich
der Verbindungsmittel 18 bzw. 26 jeweils eine Verbreiterung aufweisen. Hierdurch wird
die Montage der Einrichtung wesentlich vereinfacht, da die Schrauben der einzelnen
Verbindungsmittel von unten her zugänglich sind.
[0031] Es ist anzumerken, dass die Zahl der ersten Verbindungsmittel 18 im allgemeinen wesentlich
höher ist als die der zweiten Verbindungsmittel 26. Die ersten Verbindungsmittel dienen
zum abgedichteten Festlegen des ersten Stützkörpers an dem Motorblock. Es ist klar
dass zum Gewährleisten einer ausreichenden Dichtheit der Abstand zwischen jeweils
zwei ersten Verbindungsmittel entsprechend klein und dementsprechend deren Anzahl
vergleichsweise hoch sein muss. Die Funktion der zweiten Verbindungsmittel beschränkt
ich dagegen auf die reine Festlegung der Ölwanne in einem bestimmten Abstand zu dem
ersten Stützkörper. Aufgrund der guten Dämpfungseigenschaften der beschriebenen Einrichtung
sind die zweiten Verbindungsmittel dabei kaum mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt.
Ihre Anzahl kann daher auf ein Minimum beschränkt werden, wobei lediglich auf eine
statisch bestimmte Aufhängung der Ölwanne geachtet werden muss. In einem konkreten
Fall der Ölwanne können zweite Verbindungsmittel 26 beispielsweise an vier Stellen
des Umfangs der Ölwanne angeordnet sein.
[0032] Es ist anzumerken, dass die in der Fig. 3 eingezeichneten Schnittlinien C-C und D-D,
den Schnitten der Fig. 2 bzw. 1 entsprechend.
[0033] Eine andere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Einrichtung ist in Fig. 4 dargestellt.
Bei dieser Ausgestaltung ist im Bereich der zweiten Verbindungsmittel 26 jeweils ein
Abstandhalter 40 aus einem weichen elastischen Material zwischen dem zweiten Stützkörper
22 und dem ersten Stützkörper 16 angeordnet. Der Abstandhalter ist beispielsweise
als Hülse ausgebildet, die auf den Schaft 36 der Schraube aufschiebbar ist. Der Abstandhalter
40 dient dazu, die Beweglichkeit des zweiten Stützkörpers 22 in Richtung des ersten
Stützkörpers 16 einzuschränken. Durch leichtes Zusammenpressen des Abstandhalters
bei der Montage der Einrichtung kann darüber hinaus die Resonanzfrequenz des Systems
auf einen gewünschten Wert eingestellt werden. Im Fall der Ölwanne und dem Motorblock
kann auf diese Weise die Resonanzfrequenz auf einen möglichst niedrigen Wert eingestellt
werden, bei dem die Brennkraftmaschine kaum Vibrationen aufweist.
[0034] Die Fig. 5 und 6 zeigen jeweils einen Schnitt durch eine weitere Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Einrichtung, die insbesondere in den Fällen von Vorteil ist, in
denen im Inneren der Brennkraftmaschine Störgeräusche oder elektromagnetische Felder
entstehen, die durch die dünne Membran nicht abgeschirmt werden können. Bei dieser
Ausgestaltung ist ein Abschirmblech 42 außen an dem ersten Stützkörper 16 montiert,
der sich über den Spalt zwischen dem ersten Stützkörper 16 und dem zweiten Stützkörper
22 hinweg erstreckt. Dieses Abschirmblech 42 kann bei entsprechender Auslegung ein
Austreten unerwünschter Störgeräusche bzw. elektromagnetischer Strahlung wirksam unterbinden.
Darüber hinaus stellt das außen an der Einrichtung angebrachte Abschirmblech einen
wirksamen Schutz für die Membran gegen äußere Einwirkungen dar.
[0035] Es bleibt anzumerken, dass in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung das Abschirmblech
einstückig mit dem ersten Stützkörper ausgebildet ist, da hierdurch die Steifigkeit
des ersten Stützkörpers wesentlich erhöht und damit die zuverlässige Festlegung und
Abdichtung des Stützkörpers an dem ersten Bauteil vereinfacht wird.
1. Einrichtung (10) zum Lagern eines zweiten Bauteils (12) an einem ersten Bauteil (14),
gekennzeichnet durch einen ersten Stützkörper (16) welcher über erste Verbindungsmittel (18) an dem ersten
Bauteil (14) festlegbar ist, einen zweiten Stützkörper (22), welcher an dem zweiten
Bauteil (12) festlegbar oder festgelegt ist, einer Membran (20) aus einem Elastomer,
welche den ersten Stützkörper (14) und den zweiten Stützkörper (22) flexibel miteinander
verbindet, wobei der zweite Stützkörper (22) mit einer Anzahl von zweiten Verbindungsmitteln
(26) beabstandet zu dem ersten Stützkörper (16) an dem ersten Stützkörper (16) und/oder
dem ersten Bauteil (14) festlegbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Verbindungsmittel (26) jeweils ein Pufferelement (34) aufweisen, das
ein elastisches Auflager für den zweiten Stützkörper (22) ausbildet.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Stützkörper (22) eine der Anzahl der zweiten Verbindungsmittel (26) entsprechende
Anzahl von Verbindungsöffnungen (30) umfasst und dass die zweiten Verbindungsmittel
(26) jeweils eine Schraube (28) mit einem Schraubenschaft (36) und einem Schraubenkopf
(32) umfassen, deren Schraubenschaft (36) durch die Verbindungsöffnungen (30) des
zweiten Stützkörpers (22) hindurch in eine entsprechende Bohrung in dem ersten Bauteil
(14) einschraubbar ist, wobei zwischen dem Schraubenkopf (32) und dem zweiten Stützkörper
(22) jeweils ein Pufferelement (34) aus einem Elastomer angeordnet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stützkörper (16) im Bereich der Bohrungen in dem ersten Bauteil (14) jeweils
eine Verbindungsöffnung aufweist, durch die der Schraubenschaft (36) der zweiten Verbindungsmittel
(26) durchführbar ist, und dass der Schraubenschaft (36) eine dem ersten Schützkörper
(16) zugewandte Schulterfläche (38) aufweist, welche nach dem Einschrauben der Schraube
an dem ersten Stützkörper (16) anliegt.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dem ersten Stützkörper (16) zugewandte Schulterfläche (38) von einer Hülse ausgebildet
wird, die auf den Schaft (36) der Schraube (28) aufgeschoben ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der zweiten Verbindungsmittel (26) jeweils ein Abstandhalter (40) aus
einem elastischen Material zwischen dem zweiten Stützkörper (22) und dem ersten Stützkörper
(16) oder dem ersten Bauteil (14) angeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstandhalter (40) als Hülse ausgebildet ist, die auf die zweiten Verbindungsmittel
(26) aufschiebbar ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass erster und / oder zweiter Stützkörper als umlaufende Körper ausgebildet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (20) fest mit erstem und zweitem Stützkörper verbunden ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer Anlagefläche von erstem Stützkörper (16) zum ersten Bauteil (14)
eine oder mehrere Dichtlippen (24) vorgesehen sind, die insbesondere einstückig mit
der Membran (20) aus Elastomer ausgebildet sind.
11. Einrichtung nach einer der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Stützkörper (22) einstückig mit dem zweiten Bauteil (12) ausgebildet ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine Abschirmvorrichtung, die sich über den Spalt zwischen dem ersten Stützkörper
(16) und dem zweiten Stützkörper (22) hinweg erstreckt.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmvorrichtung ein Abschirmblech (42) umfasst, das an dem ersten Stützkörper
(16) festgelegt ist.
14. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmblech (42) einstückig mit dem ersten Stützkörper (16) ausgebildet ist.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (14) einen Motorblock einer Brennkraftmaschine umfaßt und dass
das zweite Bauteil eine Ölwanne umfaßt.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölwanne aus einem Metall oder einem formstabilen Kunststoff besteht.