(19)
(11) EP 1 277 947 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.01.2003  Patentblatt  2003/04

(21) Anmeldenummer: 02015465.4

(22) Anmeldetag:  12.07.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F02M 35/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 20.07.2001 US 306417 P

(71) Anmelder: FILTERWERK MANN & HUMMEL GMBH
71638 Ludwigsburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Vichinsky, Kevin
    Portage, MI 49024 (US)

(74) Vertreter: Voth, Gerhard, Dipl.-Ing. 
FILTERWERK MANN + HUMMEL GMBH Postfach 4 09
71631 Ludwigsburg
71631 Ludwigsburg (DE)

   


(54) Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler sowie ein Verfahren zur Herstellung derselben


(57) Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler sowie ein Verfahren zur Herstellung derselben. Die Befestigungsvorrichtung beinhaltet eine an einen Zylinderkopf eines Motors angebrachte Anschlussplatte. Die Anschlussplatte weist mindestens eine Öffnung mit einer glatten Innenfläche auf. Der Ansaugverteiler beinhaltet mindestens ein Einlassrohr und ist mit der Adapterplatte durch Anordnung des mindestens einen Einlassrohres in der mindestens einen Öffnung der Anschlussplatte befestigt. Ein Sicherungsmechanismus ist zwischen dem mindestens einen Einlassrohr und der glatten Innenfläche der mindestens einen Öffnung angeordnet. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung isoliert im wesentlichen den Ansaugverteiler von durch den Motorbetrieb verursachten Schwingungen, welche in der Vergangenheit über Befestigungsflansche auf den Ansaugverteiler übertragen wurden.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler sowie ein Verfahren zur Herstellung derselben. Sie befasst sich insbesondere damit, eine Verbindung eines Ansaugverteilers an einen Zylinderkopf eines Motors herzustellen, ohne Verwendung von Befestigungsflanschen bzw. Flanschschrauben.

[0002] Die Ausführung von Ansaugverteilern aus Kunststoff ist insbesondere auf die Anforderungen an die Akustik und die Montage in Frage gestellt. So sind beispielsweise bereits bekannte Ansaugverteiler so ausgestaltet, dass die Notwendigkeit berücksichtigt wird, einen geeigneten Zugang zu den Flanschschrauben zu ermöglichen sowie flache Auflageflächen für die Flanschschrauben vorzusehen.

[0003] Die europäische Patentanmeldung 0 567 702 A1 offenbart ein Verfahren zum Formen eines Ansaugverteilers für einen Kraftfahrzeugmotor. Nach der Herstellung des Ansaugverteilers im Blasformungsverfahren wird ein Flansch um die Rohre des Ansaugverteilers im Spritzgießverfahren geformt, um die Einleitung von Kurbelgehäusegasen zu verbessern.

[0004] Die britische Patentanmeldung GB 2 203 487 A beschreibt ein Bauteil zur Einleitung von Kurbelgehäusegasen, welches zwischen Zylinderkopf und Ansaugverteiler einer Verbrennungskraftmaschine angeordnet ist. Das Bauteil ist mit Kraftstoffeinspritzern in Verbindung mit Kraftstoffzufuhr- und Kraftstoffrücklaufleitungen sowie mit den Zylindern des Motors kommunizierenden Luftzufuhrleitungen geformt.

[0005] Die internationale Patentanmeldung WO97/34081 offenbart ein relativ kompliziertes Verfahren, wobei ein Flansch zur Verteilung von Dämpfen oder Gasen an die Zylinder eines Motors vorgesehen ist, um einen ausgeglichenen Fluss sicherzustellen. Ein Befestigungsflansch für einen Ansaugverteiler umfasst eine Fläche mit einem gemeinsamen Netzwerk an Strömungsleitungen, die durch Vertiefungen zur Vermischung von Kurbelgehäusegasen und Ablassdämpfen gebildet werden. Ein weiteres separates, abgedichtetes Netzwerk an Vertiefungen lenkt die Abgase. Darüber hinaus ist ein zusätzliches an der Flanschfläche gebildetes Netzwerk an Vertiefungen vorgesehen, welches einen Hilfsluftstrom zu den Einspritzöffnungen lenkt.

[0006] Das US-Patent 5, 353,752 offenbart ein Ansaugsystem für eine Verbrennungskraftmaschine. Das Ansaugsystem umfasst vier Abzweigrohre, die mit einem vor- und nachgeschaltete Abschnitte aufweisenden Ansaugverteiler in Verbindung stehen. Der nachgeschaltete Abschnitt ist bei vier Einspritzern zur Einspritzung von Kraftstoff an jeden Zylinder angeordnet und über Dichtungen an den Zylinderblock angeschlossen.

[0007] Aufgabe der Erfindung ist die effektivere Isolierung eines Ansaugverteilers von durch den Motorbetrieb verursachten Schwingungen.

[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler, welche eine an den Zylinderkopf eines Motors angebrachte Anschlussplatte aufweist und die Anschlussplatte mit mindestens einer eine glatte Innenfläche aufweisenden Öffnung versehen ist. Der Ansaugverteiler umfasst mindestens ein Einlassrohr, welches an der Anschlussplatte so befestigt ist, dass mindestens ein Einlassrohr in mindestens einer Öffnung der Anschlussplatte angeordnet ist. Ein Sicherungsmechanismus ist zwischen dem mindestens einen Einlassrohr und der glatten Innenfläche der mindestens einen Öffnung angeordnet, um sicherzustellen, dass die Einlassplatte während des Motorbetriebes an ihrem Platz gehalten wird.

[0009] Erfindungsgemäß ermöglicht die Anschlussplatte, dass der Ansaugverteiler schwingungsmäßig von dem Motor isoliert ist, dadurch, dass Zulaufkanäle oder Rohre des Ansaugverteilers innerhalb der Öffnungen an der Anschlussplatte gesichert werden können.

[0010] Die Befestigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung umgeht daher die Notwendigkeit von Befestigungsflanschen und Flanschschrauben zur Befestigung des Ansaugverteilers an den Motor. In der Vergangenheit haben derartige Befestigungsflansche verursacht, dass Motorschwingungen auf den Ansaugverteiler übertragen wurden. Darüber hinaus wird aufgrund des Verzichtes auf Befestigungsflansche ein Ansaugverteiler geschaffen, welcher relativ einfach in der Herstellung ist und sich leicht am Zylinderkopf befestigen lässt.

[0011] Gemäß weiterer bevorzugter Ausführungen der vorliegenden Erfindung ist es möglich, dass der Sicherungsmechanismus, welcher zwischen den Zulaufkanälen oder Rohren des Ansaugverteilers und der glatten Flächen der Öffnungen an der Anschlussplatte angeordnet ist, einen O-Ring oder eine Klebeverbindung zur wirksamen Isolierung von Schwingungen aufweist.

[0012] Gemäß wiederum einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Abschnitt des Ansaugverteilers über Ösen an einer Ventilabdeckung angebracht, um den Ansaugverteiler zusätzlich von Motorschwingungen während des Betriebes zu isolieren und den Ansaugverteiler zuverlässig zu befestigen.

[0013] Weitere Aufgaben, Vorteile und neuheitliche Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung ersichtlich und im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN



[0014] Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines an einem Motor angeschlossenen Ansaugverteilers mit einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung; und

[0015] Figur 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1 und stellt eine Nahaufnahme der Befestigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung dar.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN



[0016] In Figur 1 ist eine Befestigungsvorrichtung 1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Wie gezeigt, kann Befestigungsvorrichtung 1 eingesetzt werden, um einen Ansaugverteiler 2 an einen Motor 8 über eine Anschlussplatte 12 anzuschließen.

[0017] Der Ansaugverteiler 2 ist mehrteilig ausgeführt und beinhaltet beispielsweise eine untere Schale 4, welche mit einer mittleren Schale 6 bzw. einer oberen Schale 7 verbunden werden kann. Die untere Schale 4 ist mit einer Vielzahl von Rohren oder Zulaufkanälen 5 versehen, welche in der Lage ist, den übrigen Ansaugverteiler 2 zu halten. Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass der Ansaugverteiler 2 aus einem Stück aufgebaut werden kann, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen.

[0018] Die Befestigungsvorrichtung 1 umfasst eine Anschlussplatte 12, welche fest an den Zylinderkopf 10 des Motors 8 angeschlossen ist. Diese sichere Anbringung der Anschlussplatte 12 an Motor 8 kann über Schrauben oder Schnappverschlüsse vorgesehen werden oder auch über jede beliebige Anschlussvorrichtung, welche die Anschlussplatte 12 an Zylinderkopf 10 sicher hält. Die Anschlussplatte 12 ist mit einer Anzahl von Öffnungen 14 versehen, die der Anzahl und der Form der Rohre 5 des Ansaugverteilers 2 entspricht.

[0019] Gemäß Figur 2 wird eine Nahaufnahme der hier vorliegenden erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1 dargestellt. Wie zu sehen, ist jedes Ansaugrohr 5 in einer entsprechenden Öffnung 14 der gesicherten Anschlussplatte 12 eingesetzt. Um die Rohre 5 des Ansaugverteilers 2 mit der Anschlussplatte 12 sicher zu halten, sind beispielsweise O-Ringe oder eine Klebeverbindung dazwischen angebracht. Es ist jedoch auch jeder beliebige ähnliche Sicherungsmechanismus einbaubar, welcher zum sicheren Halten der Rohre 5 gegen die Wände der Öffnungen 14 während des Betriebes des Motors 8 dient. Die Öffnungen 14 von Anschlussplatte 12 weisen glatte Oberflächen auf, an denen O-Ringe oder Klebeverbindungen sitzen können. Dementsprechend ermöglicht Anschlussplatte 12 der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1, dass der Ansaugverteiler 2 am Zylinder 10 montiert werden kann, ohne Befestigungsflansche bzw. Flanschschrauben einzusetzen.

[0020] Um den Ansaugverteiler 2 zu formen, kann die obere Schale 7 an der unteren Schale 4 befestigt werden. Darüber hinaus kann die obere Schale 7 Befestigungsflansche 15 aufweisen, um diese obere Schale an einer Ventilabdeckung (nicht dargestellt) am Motor 8 über isolierende Befestigungsösen 16 zu befestigen.

[0021] Demgemäß ermöglicht die Befestigungsvorrichtung 1 der vorliegenden Erfindung, den Ansaugverteiler 2 im wesentlichen von durch den Betrieb des Motors verursachten Schwingungen zu isolieren, die in der Vergangenheit durch die Befestigungsflansche auf den Ansaugverteiler 2 übertragen wurden.

[0022] Die vorhergehende Offenbarung zeigt lediglich eine Darstellungsform der Erfindung auf und soll nicht begrenzend sein. Da ein Fachmann gegebenenfalls auf Abwandlungen der offenbarten den Erfindungsgedanken innewohnenden Ausführungsbeispiele stoßen könnte, soll die Erfindung so ausgelegt werden, dass alles im Rahmen der anhängenden Ansprüche sowie Äquivalentes umfasst ist.


Ansprüche

1. Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler, umfassend:

eine an den Zylinderkopf eines Motors angeschlossene Anschlussplatte, wobei die Anschlussplatte mindestens eine Öffnung mit einer glatten Innenfläche aufweist; und

einen Ansaugverteiler mit.mindestens einem Einlassrohr, wobei der Ansaugverteiler so an der Anschlussplatte befestigt wird, dass mindestens ein Einlassrohr in mindestens einer Öffnung der Anschlussplatte angeordnet ist;

wobei ein Sicherungsmechanismus zwischen dem mindestens einen Einlassrohr und der glatten Innenfläche der mindestens einen Öffnung angeordnet ist.
 
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Sicherungsmechanismus mindestens einen O-Ring aufweist.
 
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Sicherungsmechanismus eine Klebeverbindung aufweist.
 
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach die Anschlussplatte in den Zylinderkopf geschraubt oder eingeschnappt wird.
 
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Ansaugverteiler über mindestens einer Öse an der Ventilabdeckung angebracht ist.
 
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Ansaugverteiler aus Kunststoff ist.
 
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Ansaugverteiler eine untere Schale und eine obere Schale umfasst und das mindestens eine Einlassrohr als Teil der unteren Schale gebildet wird.
 
8. Verfahren zur Herstellung einer Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler, umfassend:

Anbringung einer Anschlussplatte an einen Zylinderkopf eines Motors, wobei die Anschlussplatte mindestens eine Öffnung mit einer glatten Innenfläche aufweist;

Befestigung des mindestens ein Einlassrohr umfassenden Ansaugverteilers an der Anschlussplatte durch Anordnung des mindestens einen Einlassrohres in der mindestens einen Öffnung der Anschlussplatte; sowie

Anordnung eines Sicherungsmechanismus zwischen dem mindestens einen Einlassrohr und der glatten Innenfläche der mindestens einen Öffnung.


 




Zeichnung