[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler sowie
ein Verfahren zur Herstellung derselben. Sie befasst sich insbesondere damit, eine
Verbindung eines Ansaugverteilers an einen Zylinderkopf eines Motors herzustellen,
ohne Verwendung von Befestigungsflanschen bzw. Flanschschrauben.
[0002] Die Ausführung von Ansaugverteilern aus Kunststoff ist insbesondere auf die Anforderungen
an die Akustik und die Montage in Frage gestellt. So sind beispielsweise bereits bekannte
Ansaugverteiler so ausgestaltet, dass die Notwendigkeit berücksichtigt wird, einen
geeigneten Zugang zu den Flanschschrauben zu ermöglichen sowie flache Auflageflächen
für die Flanschschrauben vorzusehen.
[0003] Die europäische Patentanmeldung 0 567 702 A1 offenbart ein Verfahren zum Formen eines
Ansaugverteilers für einen Kraftfahrzeugmotor. Nach der Herstellung des Ansaugverteilers
im Blasformungsverfahren wird ein Flansch um die Rohre des Ansaugverteilers im Spritzgießverfahren
geformt, um die Einleitung von Kurbelgehäusegasen zu verbessern.
[0004] Die britische Patentanmeldung GB 2 203 487 A beschreibt ein Bauteil zur Einleitung
von Kurbelgehäusegasen, welches zwischen Zylinderkopf und Ansaugverteiler einer Verbrennungskraftmaschine
angeordnet ist. Das Bauteil ist mit Kraftstoffeinspritzern in Verbindung mit Kraftstoffzufuhr-
und Kraftstoffrücklaufleitungen sowie mit den Zylindern des Motors kommunizierenden
Luftzufuhrleitungen geformt.
[0005] Die internationale Patentanmeldung WO97/34081 offenbart ein relativ kompliziertes
Verfahren, wobei ein Flansch zur Verteilung von Dämpfen oder Gasen an die Zylinder
eines Motors vorgesehen ist, um einen ausgeglichenen Fluss sicherzustellen. Ein Befestigungsflansch
für einen Ansaugverteiler umfasst eine Fläche mit einem gemeinsamen Netzwerk an Strömungsleitungen,
die durch Vertiefungen zur Vermischung von Kurbelgehäusegasen und Ablassdämpfen gebildet
werden. Ein weiteres separates, abgedichtetes Netzwerk an Vertiefungen lenkt die Abgase.
Darüber hinaus ist ein zusätzliches an der Flanschfläche gebildetes Netzwerk an Vertiefungen
vorgesehen, welches einen Hilfsluftstrom zu den Einspritzöffnungen lenkt.
[0006] Das US-Patent 5, 353,752 offenbart ein Ansaugsystem für eine Verbrennungskraftmaschine.
Das Ansaugsystem umfasst vier Abzweigrohre, die mit einem vor- und nachgeschaltete
Abschnitte aufweisenden Ansaugverteiler in Verbindung stehen. Der nachgeschaltete
Abschnitt ist bei vier Einspritzern zur Einspritzung von Kraftstoff an jeden Zylinder
angeordnet und über Dichtungen an den Zylinderblock angeschlossen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist die effektivere Isolierung eines Ansaugverteilers von durch
den Motorbetrieb verursachten Schwingungen.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler,
welche eine an den Zylinderkopf eines Motors angebrachte Anschlussplatte aufweist
und die Anschlussplatte mit mindestens einer eine glatte Innenfläche aufweisenden
Öffnung versehen ist. Der Ansaugverteiler umfasst mindestens ein Einlassrohr, welches
an der Anschlussplatte so befestigt ist, dass mindestens ein Einlassrohr in mindestens
einer Öffnung der Anschlussplatte angeordnet ist. Ein Sicherungsmechanismus ist zwischen
dem mindestens einen Einlassrohr und der glatten Innenfläche der mindestens einen
Öffnung angeordnet, um sicherzustellen, dass die Einlassplatte während des Motorbetriebes
an ihrem Platz gehalten wird.
[0009] Erfindungsgemäß ermöglicht die Anschlussplatte, dass der Ansaugverteiler schwingungsmäßig
von dem Motor isoliert ist, dadurch, dass Zulaufkanäle oder Rohre des Ansaugverteilers
innerhalb der Öffnungen an der Anschlussplatte gesichert werden können.
[0010] Die Befestigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung umgeht daher die Notwendigkeit
von Befestigungsflanschen und Flanschschrauben zur Befestigung des Ansaugverteilers
an den Motor. In der Vergangenheit haben derartige Befestigungsflansche verursacht,
dass Motorschwingungen auf den Ansaugverteiler übertragen wurden. Darüber hinaus wird
aufgrund des Verzichtes auf Befestigungsflansche ein Ansaugverteiler geschaffen, welcher
relativ einfach in der Herstellung ist und sich leicht am Zylinderkopf befestigen
lässt.
[0011] Gemäß weiterer bevorzugter Ausführungen der vorliegenden Erfindung ist es möglich,
dass der Sicherungsmechanismus, welcher zwischen den Zulaufkanälen oder Rohren des
Ansaugverteilers und der glatten Flächen der Öffnungen an der Anschlussplatte angeordnet
ist, einen O-Ring oder eine Klebeverbindung zur wirksamen Isolierung von Schwingungen
aufweist.
[0012] Gemäß wiederum einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
ist ein Abschnitt des Ansaugverteilers über Ösen an einer Ventilabdeckung angebracht,
um den Ansaugverteiler zusätzlich von Motorschwingungen während des Betriebes zu isolieren
und den Ansaugverteiler zuverlässig zu befestigen.
[0013] Weitere Aufgaben, Vorteile und neuheitliche Merkmale der vorliegenden Erfindung werden
anhand der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung ersichtlich und im Zusammenhang
mit den beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0014] Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines an einem Motor angeschlossenen Ansaugverteilers
mit einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung; und
[0015] Figur 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1 und stellt eine Nahaufnahme
der Befestigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung dar.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0016] In Figur 1 ist eine Befestigungsvorrichtung 1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Wie gezeigt, kann Befestigungsvorrichtung 1 eingesetzt werden, um einen Ansaugverteiler
2 an einen Motor 8 über eine Anschlussplatte 12 anzuschließen.
[0017] Der Ansaugverteiler 2 ist mehrteilig ausgeführt und beinhaltet beispielsweise eine
untere Schale 4, welche mit einer mittleren Schale 6 bzw. einer oberen Schale 7 verbunden
werden kann. Die untere Schale 4 ist mit einer Vielzahl von Rohren oder Zulaufkanälen
5 versehen, welche in der Lage ist, den übrigen Ansaugverteiler 2 zu halten. Es wird
jedoch auch darauf hingewiesen, dass der Ansaugverteiler 2 aus einem Stück aufgebaut
werden kann, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen.
[0018] Die Befestigungsvorrichtung 1 umfasst eine Anschlussplatte 12, welche fest an den
Zylinderkopf 10 des Motors 8 angeschlossen ist. Diese sichere Anbringung der Anschlussplatte
12 an Motor 8 kann über Schrauben oder Schnappverschlüsse vorgesehen werden oder auch
über jede beliebige Anschlussvorrichtung, welche die Anschlussplatte 12 an Zylinderkopf
10 sicher hält. Die Anschlussplatte 12 ist mit einer Anzahl von Öffnungen 14 versehen,
die der Anzahl und der Form der Rohre 5 des Ansaugverteilers 2 entspricht.
[0019] Gemäß Figur 2 wird eine Nahaufnahme der hier vorliegenden erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
1 dargestellt. Wie zu sehen, ist jedes Ansaugrohr 5 in einer entsprechenden Öffnung
14 der gesicherten Anschlussplatte 12 eingesetzt. Um die Rohre 5 des Ansaugverteilers
2 mit der Anschlussplatte 12 sicher zu halten, sind beispielsweise O-Ringe oder eine
Klebeverbindung dazwischen angebracht. Es ist jedoch auch jeder beliebige ähnliche
Sicherungsmechanismus einbaubar, welcher zum sicheren Halten der Rohre 5 gegen die
Wände der Öffnungen 14 während des Betriebes des Motors 8 dient. Die Öffnungen 14
von Anschlussplatte 12 weisen glatte Oberflächen auf, an denen O-Ringe oder Klebeverbindungen
sitzen können. Dementsprechend ermöglicht Anschlussplatte 12 der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung 1, dass der Ansaugverteiler 2 am Zylinder 10 montiert werden
kann, ohne Befestigungsflansche bzw. Flanschschrauben einzusetzen.
[0020] Um den Ansaugverteiler 2 zu formen, kann die obere Schale 7 an der unteren Schale
4 befestigt werden. Darüber hinaus kann die obere Schale 7 Befestigungsflansche 15
aufweisen, um diese obere Schale an einer Ventilabdeckung (nicht dargestellt) am Motor
8 über isolierende Befestigungsösen 16 zu befestigen.
[0021] Demgemäß ermöglicht die Befestigungsvorrichtung 1 der vorliegenden Erfindung, den
Ansaugverteiler 2 im wesentlichen von durch den Betrieb des Motors verursachten Schwingungen
zu isolieren, die in der Vergangenheit durch die Befestigungsflansche auf den Ansaugverteiler
2 übertragen wurden.
[0022] Die vorhergehende Offenbarung zeigt lediglich eine Darstellungsform der Erfindung
auf und soll nicht begrenzend sein. Da ein Fachmann gegebenenfalls auf Abwandlungen
der offenbarten den Erfindungsgedanken innewohnenden Ausführungsbeispiele stoßen könnte,
soll die Erfindung so ausgelegt werden, dass alles im Rahmen der anhängenden Ansprüche
sowie Äquivalentes umfasst ist.
1. Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler, umfassend:
eine an den Zylinderkopf eines Motors angeschlossene Anschlussplatte, wobei die Anschlussplatte
mindestens eine Öffnung mit einer glatten Innenfläche aufweist; und
einen Ansaugverteiler mit.mindestens einem Einlassrohr, wobei der Ansaugverteiler
so an der Anschlussplatte befestigt wird, dass mindestens ein Einlassrohr in mindestens
einer Öffnung der Anschlussplatte angeordnet ist;
wobei ein Sicherungsmechanismus zwischen dem mindestens einen Einlassrohr und der
glatten Innenfläche der mindestens einen Öffnung angeordnet ist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Sicherungsmechanismus mindestens
einen O-Ring aufweist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Sicherungsmechanismus eine Klebeverbindung
aufweist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach die Anschlussplatte in den Zylinderkopf
geschraubt oder eingeschnappt wird.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Ansaugverteiler über mindestens
einer Öse an der Ventilabdeckung angebracht ist.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Ansaugverteiler aus Kunststoff
ist.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wonach der Ansaugverteiler eine untere Schale
und eine obere Schale umfasst und das mindestens eine Einlassrohr als Teil der unteren
Schale gebildet wird.
8. Verfahren zur Herstellung einer Befestigungsvorrichtung für einen Ansaugverteiler,
umfassend:
Anbringung einer Anschlussplatte an einen Zylinderkopf eines Motors, wobei die Anschlussplatte
mindestens eine Öffnung mit einer glatten Innenfläche aufweist;
Befestigung des mindestens ein Einlassrohr umfassenden Ansaugverteilers an der Anschlussplatte
durch Anordnung des mindestens einen Einlassrohres in der mindestens einen Öffnung
der Anschlussplatte; sowie
Anordnung eines Sicherungsmechanismus zwischen dem mindestens einen Einlassrohr und
der glatten Innenfläche der mindestens einen Öffnung.