[0001] Die Erfindung betrifft ein Leuchtengehäuse mit einem Gehäuseteil und einem mit einem
Halterahmen versehenen Abdeckkörper, wobei der Halterahmen mit dem Gehäuseteil über
Befestigungsmittel lösbar verbunden ist.
[0002] Derartige Leuchtengehäuse sind als Wand- und Deckenleuchten in Form von Aufbau- oder
Einbauinstallationen erhältlich. Üblicherweise wird der Abdeckkörper, der ein in dem
Leuchtengehäuse angebrachtes Leuchtmittel abdeckt, entweder direkt oder mittels des
Halterahmens über eine Schraubverbindung mit dem Gehäuseteil verbunden. Die Schraubverbindung
wird dazu entweder durch Öffnungen im Abdeckkörper geführt oder verbindet den Halterahmen
seitlich mit dem Gehäuseteil. Der Abdeckkörper ist meist in Form einer transparenten
Abdeckscheibe ausgebildet. Das Anbringen der Öffnungen in einer Abdeckscheibe aus
Glas ist ein aufwendiger Fertigungsvorgang, der zudem die Gefahr einer Beschädigung
des Abdeckglases durch Sprung birgt. Weiterhin wird die Haltekraft für den Abdeckkörper
bei einer derartigen Befestigung punktförmig an den Öffnungen des Abdeckkörpers aufgebracht,
was insbesondere bei großflächigen Deckenleuchten zu erheblichen Spannungen in dem
Abdeckkörper führt. Die durch die Öffnungen in dem Abdeckkörper geführten Schraubbefestigungen
beeinflussen nicht nur das Design des Leuchtengehäuses sondern bilden Hervorstehungen
an der ansonsten ebenen Abdeckplatte, an denen sich bevorzugt Verschmutzungen ansammeln.
[0003] Eine weitere Möglichkeit zur Befestigung des Abdeckkörpers ist eine seitliche Befestigung
des Halterahmens an dem Gehäuseteil mittels Schrauben. In diesem Fall kann auf die
Durchführung einer Schraubverbindung durch die Abdeckplatte verzichtet werden, jedoch
eignet sich eine derartige Anordnung nicht für eine Einbaumontage des Leuchtengehäuses,
da die seitlichen Schraubverbindungen nach der Montage nicht mehr zugänglich sind.
Auch Verschlußhebel zur Verriegelung zwischen Halterahmen und Gehäuseteil müssen zur
Betätigung aus dem Leuchtengehäuse herausgeführt werden und von außen zugänglich sein.
Dies ist insbesondere bei einem Einbau der Leuchte, z.B. in eine Gipskartondecke,
nicht immer möglich.
[0004] Ein weiterer Nachteil bei der Verwendung von Schraubverbindungen besteht darin, daß
zum Verschrauben bzw. zum Lösen der Verschraubung geeignete Werkzeuge, wie Schraubendreher
oder Schraubenschlüssel, notwendig sind, die unter Umständen für eine Person, die
das Leuchtmittel in dem Leuchtengehäuse auswechseln möchte, unter ungünstigen Bedingungen
gehandhabt werden müssen.
[0005] Bei der Verwendung anderer lösbarer Verbindungselemente zwischen Halterahmen und
Gehäuseteil ist, insbesondere bei größeren Deckenleuchten, auf eine ausreichende Haltekraft
und eine sichere Verriegelung zu achten. Einfache Klemmelemente können oftmals keine
ausreichende Haltekraft für größere Abdeckscheiben einer Deckenleuchte erzeugen, insbesondere
wenn bei Deckenleuchten ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor berücksichtigt werden muß.
Die benötigte Haltekraft kann dann das drei- bis vierfache des Gewichts des Abdeckkörpers
betragen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Leuchtengehäuse zu schaffen, bei dem eine einfach
zu handhabende und sichere Verbindung zwischen dem mit einem Halterahmen versehenen
Abdeckkörper und dem Gehäuseteil ermöglicht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen
Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
[0008] Erfindungsgemäß kann das Leuchtengehäuse einen Gehäuseteil und einen mit einem Halterahmen
versehenen Abdeckkörper aufweisen. Das Gehäuseteil kann zur Montage der Leuchte beispielsweise
an einer Decke oder Wand befestigt werden. Der Abdeckkörper kann ein beliebig geformter
und/oder transparenter Körper sein, beispielsweise in Form einer Halbkugel oder einer
Platte, der ein in dem Leuchtengehäuse angebrachtes Leuchtmittel abdeckt. Die Grundform
des Leuchtengehäuses kann beliebig sein, bevorzugt werden jedoch rechteckige, dreieckige
oder n-eckige Formen sowie runde Gehäuseformen verwendet.
[0009] Der Halterahmen kann im wesentlichen aus dem gleichen Material wie der Abdeckkörper
bestehen. Halterahmen und Abdeckkörper können auch als gemeinsames Teil ausgebildet
sein. Der Halterahmen kann aber auch aus einem anderen Material als der Abdeckkörper
bestehen, beispielsweise sind Metall oder Kunststoff besonders geeignet. Der Halterahmen
kann auch aus mehreren miteinander verbundenen, z.B. verschraubten oder verklebten,
Teilen bestehen. Der Halterahmen kann beispielsweise seitlich oder an der Rückseite
des Abdeckkörpers angebracht sein. Es ist vorteilhaft, wenn der Halterahmen die äußere
Abgrenzung des Abdeckkörpers bildet und die Umfangsfläche des Abdeckkörpers bzw. seinen
äußeren Rand umschließt.
[0010] Der Halterahmen kann mit dem Gehäuseteil über Befestigungsmittel lösbar verbunden
sein, wobei die Befestigungsmittel eine Ver- und Entriegelung des Halterahmens mit
dem Gehäuseteil durch eine lineare Bewegung des Halterahmens und des Gehäuseteils
relativ zueinander bewirken. Diese lineare Bewegung erfolgt längs einer Achse, die
bevorzugt senkrecht zu der Grundfläche des Gehäuseteils steht. Durch die Bewegung
des Halterahmens und des Gehäuseteils relativ zueinander können der Halterahmen und
das Gehäuseteil miteinander verriegelt werden. Durch eine weitere gleichartige Bewegung
können beide wieder entriegelt werden. Dieses Prinzip ermöglicht eine einfach zu handhabende
lösbare Verbindung des Halterahmens mit dem Gehäuseteil, ohne die Verwendung von Werkzeugen.
Das Leuchtengehäuse kann durch einen leichten Druck auf den Abdeckkörper zum Auswechseln
des Leuchtmittels geöffnet und anschließend wieder verschlossen werden. Eine umständliche
Handhabung von Schraubenzieher oder Schraubenschlüssel zum Anziehen oder Lösen einer
Schraubverbindung ist bei dem erfindungsgemäßen Leuchtengehäuse nicht nötig.
[0011] Die Befestigungsmittel können als geeignete Federschnappverschlüsse ausgebildet sein,
die durch die lineare Bewegung ein Einund Ausschnappen und somit die Ver- und Entriegelung
des Halterahmens mit dem Gehäuseteil bewirken.
[0012] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Abdeckkörper als Abdeckplatte ausgebildet.
Die Achse der linearen Bewegung steht dann senkrecht zur Außenfläche der Abdeckplatte.
Die Ver- und Entriegelung der Befestigungsmittel kann durch eine Krafteinwirkung (z.B.
durch Drücken) auf den Abdeckkörper und/oder den Halterahmen in Richtung auf das Gehäuseteil
erfolgen. Die Verbindung zwischen Abdeckkörper und Halterahmen mit dem Gehäuseteil
kann so durch eine einfache Krafteinwirkung auf den Abdeckkörper gelöst und wieder
verriegelt werden. Insbesondere wenn der Abdeckkörper als Abdeckplatte ausgebildet
ist, kann die Ver- und Entriegelung der Befestigungsmittel besonders einfach erfolgen.
Durch ein Drücken auf die Abdeckplatte erfolgt eine Kraftwirkung in Richtung auf das
Gehäuseteil, die senkrecht zur Außenfläche der Abdeckplatte und parallel zur Achse
der damit verbundenen linearen Bewegung ist. Durch die Krafteinwirkung rasten die
lösbaren Befestigungsmittel ein und aus und ermöglichen eine leicht zu handhabende
und sichere Verbindung des Halterahmens mit dem Gehäuseteil.
[0013] Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform weisen die Befestigungsmittel
einen oder mehrere Hebel auf. Der Hebel kann schwenkbar ausgebildet oder linear beweglich
angeordnet sein. Verursacht durch die lineare Bewegung des Halterahmens und/oder durch
die Krafteinwirkung greifen der oder die Hebel zur Verriegelung in eine Ausbuchtung
ein und werden in dieser Position arretiert. Bevorzugt wird ein Federmechanismus in
den Befestigungsmitteln verwendet, der einschnappt und die Hebel in der Verriegelungsstellung
fixiert.
[0014] Verursacht durch eine weitere lineare Bewegung des Halterahmens und/oder eine Krafteinwirkung
zur Entriegelung wird die Arretierung des Hebels gelöst. Diese weitere lineare Bewegung
kann in der gleichen Richtung wie die lineare Bewegung zur Verriegelung erfolgen.
Der Schnappmechanismus der Befestigungsmittel öffnet sich durch die zweite lineare
Bewegung und löst die Verriegelung des Hebels, der dadurch nicht weiter in seiner
Eingreifposition in der Ausbuchtung gehalten wird. Abdeckkörper und Halterahmen können
somit vom Gehäuseteil gelöst und abgenommen werden.
[0015] Die Befestigungsmittel können bevorzugt am Gehäuseteil angebracht sein und die Hebel
in eine Ausbuchtung des Halterahmens eingreifen. Es ist selbstverständlich auch möglich,
die Befestigungsmittel am Halterahmen anzubringen, wobei die Hebel in eine geeignete
Ausbuchtung des Gehäuseteils eingreifen können.
[0016] Zweckmäßigerweise kann der Hebel an dem in die Ausbuchtung eingreifenden Ende eine
Rolle, ein Rad oder eine Kugel aufweisen, so daß die Reibung zwischen Hebel und Ausbuchtung
beim Ver- und Entriegeln verringert und eine gleichmäßige Bewegung erzielt wird.
[0017] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist der Halterahmen innerhalb des
Gehäuseteils angeordnet und wird von diesem geführt. Das Gehäuseteil bildet so den
äußeren Abschluß des Leuchtengehäuses und schützt den Halterahmen und den Abdeckkörper
vor Beschädigung. Durch die Führung des Halterahmens durch das Gehäuseteil kann die
Stabilität des Leuchtengehäuses erhöht und das Abnehmen des Abdeckkörpers zum Wechseln
des Leuchtmittels vereinfacht werden. Zur Führung des Halterahmens können besondere
Führungselemente, beispielsweise Führungsschienen, vorgesehen sein.
[0018] Zweckmäßigerweise sind die Befestigungsmittel innerhalb des Gehäuseteils angebracht.
Dies gestattet einen besonders einfachen Aufbau des Leuchtengehäuses und eine Verringerung
des Gewichts des Halterahmens. Der oder die schwenkbaren Hebel der Befestigungsmittel
können in eine Ausbuchtung des Halterahmens eingreifen, um diesen in der verriegelten
Position zu halten. Die Ausbuchtung des Halterahmens ist zweckmäßigerweise derart
gestaltet, daß der schwenkbare Hebel, verursacht durch die lineare Bewegung des Halterahmens
und des Gehäuseteils relativ zueinander, betätigt wird. Durch die Betätigung wird
der schwenkbare Hebel in die Verriegelungsposition gebracht und dort arretiert. In
der Verriegelungsposition verhindert der arretierte Hebel ein Herausfallen des Halterahmens
und des Abdeckkörpers aus dem Gehäuseteil. Beispielsweise wird der schwenkbare Hebel
durch eine lineare Bewegung des Halterahmens in Richtung auf das Gehäuseteil bzw.
eine entsprechende Krafteinwirkung auf den Abdeckkörper in die Verriegelungsposition
gebracht. Durch die Arretierung des Hebels in dieser Position können die Befestigungsmittel
Kräfte aufnehmen, die auf den Halterahmen in einer Richtung weg vom Gehäuseteil wirken.
Der Halterahmen mit dem Abdeckkörper wird so in dieser Position gehalten.
[0019] Durch das Aufbringen einer Druckkraft auf den Abdeckkörper bzw. den Halterahmen in
Richtung auf das Gehäuseteil bzw. durch eine dadurch verursachte lineare Bewegung
des Halterahmens in Richtung auf das Gehäuseteil wird die Arretierung des Hebels entriegelt
und die Verbindung zwischen Halterahmen und Gehäuseteil gelöst. Der Abdeckkörper kann
sodann abgenommen werden.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Befestigungsmittel einen
oder mehrere Stifte auf, die zur Verriegelung des Halterahmens mit dem Gehäuseteil
in eine oder mehrere Ausbuchtungen eingreifen. Die Haltestifte können beispielsweise
durch Federkraft betätigt und in der Eingreifposition gehalten werden. Die entsprechende
Ausbuchtung kann sowohl am Gehäuseteil als auch am Halterahmen vorgesehen sein. Der
oder die Haltestifte und der Federmechanismus sind entsprechend am Halterahmen bzw.
am Gehäuseteil angebracht. Durch die Befestigungsmittel dieser Ausführungsform kann
auf einfache Weise eine Ver- und Entriegelung des Halterahmens mit dem Gehäuseteil
erzielt werden. Der Federmechanismus kann beispielsweise eine Druckfeder aufweisen,
die gegen die Haltestifte drückt, um diese in der Verriegelungsposition in der Ausbuchtung
zu halten. Die Ver- und Entriegelung erfolgt durch eine lineare Bewegung des Halterahmens
und des Gehäuseteils relativ zueinander längs einer Achse.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weisen die Befestigungsmittel
einen oder mehrere schwenkbare Hebel auf, die zur Verriegelung mit einem oder mehreren
Zapfen in Eingriff gelangen und durch einen Federmechanismus in einer Verriegelungsposition
arretiert werden können. Der Hebel kann eine Ausbuchtung aufweisen, in die der Zapfen
in der Verriegelungsposition eingreift und den Halterahmen und das Gehäuseteil fest
miteinander verbindet. Der Zapfen kann am Halterahmen und der schwenkbare Hebel am
Gehäuseteil oder umgekehrt angebracht sein. Der Federmechanismus weist zweckmäßigerweise
eine Feder auf, die auf den Hebel wirkt. Zum Verschließen der Leuchte gelangt der
Zapfen mit dem Hebel in Kontakt und bewegt diesen in die Verriegelungsposition, in
der beide fest miteinander verbunden sind. Der Hebel kann in der Verriegelungsposition
durch einen Anschlag gehalten werden. Zur Entriegelung von Halterahmen und Gehäuseteil
kann die Arretierung des Hebels durch eine weitere lineare Bewegung, die den Hebel
aus der Verriegelungsposition bewegt, gelöst werden, und der Halterahmen mit Abdeckkörper
kann entfernt werden. Es ist vorteilhaft den Hebel durch die Feder und einen weiteren
Anschlag in der entriegelten Position zu halten, um ein einfaches Einführen der Leuchte
zu ermöglichen.
[0022] In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist der Halterahmen verdeckt an einer
Umfangsfläche des Abdeckkörpers bzw. der Abdeckplatte angebracht. Der Halterahmen
kann beispielsweise mit der Umfangsfläche verklebt oder auf andere Weise mit dieser
verbunden sein. Durch eine seitliche Anbringung des Halterahmens an dem Abdeckkörper
bzw. der Abdeckplatte können deren Seitenflächen oder Umfangsflächen vor Beschädigung
geschützt werden. Die seitliche Abdeckung des Abdeckkörpers kann durch eine entsprechende
Ausgestaltung des Halterahmens vollständig oder teilweise erfolgen. Durch die erfindungsgemäße
verdeckte Anbringung des Halterahmens ist in einer Draufsicht der gesamte Abdeckkörper
bzw. die gesamte Fläche der Abdeckplatte sichtbar. Es können somit eventuell störende
Effekte durch in der Draufsicht sichtbare Teile des Halterahmens oder durch sichtbare
Befestigungsmittel, die beispielsweise Teile der Abdeckplatte verdecken, weitgehend
vermieden werden.
[0023] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform greift der Halterahmen in eine Vertiefung
in der Umfangsfläche des Abdeckkörpers ein. Durch diesen Eingriff kann eine einfache
Befestigung des Halterahmens am Abdeckkörper erzielt werden.
[0024] Gemäß einer besonders vorteilhaften Weise den Halterahmen an der Abdeckplatte anzubringen,
greift eine Vorstehung des Halterahmens in eine umlaufende Nut in der Umfangsfläche
der Abdeckplatte ein. Auf diese Weise kann ein, um die Umfangsfläche der Abdeckplatte
umlaufender Halterahmen einfach und sicher angebracht werden. Die Haltekraft für die
Abdeckplatte wird in einer derartigen Ausführungsform entlang der Umfangsfläche der
Abdeckplatte verteilt, was insbesondere bei glasartigen Abdeckplatten von großem Vorteil
ist. Auch der Halterahmen wird gleichmäßig mit der Haltekraft für die Abdeckplatte
belastet.
[0025] Der Halterahmen kann erfindungsgemäß eine oder mehrere Vorstehungen aufweisen, mit
der er in eine oder mehrere Vertiefungen in der Umfangsfläche des Abdeckkörpers eingreift.
Es ist besonders vorteilhaft, die Vorstehungen und die entsprechenden Vertiefungen
gleichmäßig entlang der Umfangsfläche des Abdeckkörpers anzuordnen, um die Kraft,
mit der der Halterahmen den Abdeckkörper hält, gleichmäßig zu verteilen.
[0026] Der Abdeckkörper kann auch eine Fase aufweisen, in die die Vorstehung des Halterahmens
eingreift, um den Abdeckkörper zu halten. Die Fase kann umlaufend oder an Teilen der
Umfangsfläche des Abdeckkörpers vorgesehen sein. Eine Fase an einem Scheibenrand ist
besonders einfach herzustellen, besonders für Abdeckscheiben aus Glas oder Kunststoff.
[0027] Die Abdeckplatte kann erfindungsgemäß mehrere miteinander verklebte Scheiben aufweisen,
um beispielsweise einen Sicherheitsverbund, ähnlich einem Verbundsicherheitsglas,
zu erzielen. Durch das Verkleben von mehreren Scheiben können deren Eigenschaften
vorteilhaft miteinander kombiniert werden, um beispielsweise eine Tönung oder eine
Gewichtsreduktion der Abdeckplatte zu erzielen. Die Abdeckplatte kann als ein Vakuum-Verbund
ausgebildet sein.
[0028] Zweckmäßigerweise können durch die Anordnung der Scheiben eine oder mehrere Vertiefungen
in der Umfangsfläche der Abdeckplatte entstehen. In diese Vertiefungen können eine
oder mehrere Vorstehungen des Halterahmens eingreifen. In einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung werden drei Scheiben mit runder, ovaler oder eckiger Grundfläche miteinander
verklebt. Wenn die Grundfläche der mittleren der drei Scheiben kleiner als die Grundfläche
der äußeren beiden Scheiben ist, entsteht eine umlaufende Nut in der Umfangsfläche
der Abdeckplatte, in die die Vorstehung des Halterahmens eingreifen kann. Selbstverständlich
ist es erfindungsgemäß auch möglich, durch entsprechende Gestaltung der miteinander
zu verklebenden Scheiben eine andere zweckmäßige Anordnung mit einer oder mehreren
Vertiefungen in der Umfangsfläche der Abdeckplatte zu erzielen. Weiterhin können die
Scheiben auch auf andere Weise, ohne flächig miteinander verklebt zu werden, miteinander
verbunden werden.
[0029] Es ist besonders vorteilhaft, wenn zwischen den Scheiben Klebefolie angeordnet ist.
Die Klebefolie kann beispielsweise aus PVB bestehen. Weiterhin ist es zweckmäßig,
eine Klebefolie mit hoher Beständigkeit gegen Temperatur, Feuchtigkeit und Licht zu
verwenden, um eine Alterung der Klebeverbindung zu verhindern. Durch eine geeignete
zwischen den Scheiben angeordnete Folie können weitere vorteilhafte Effekte, wie beispielsweise
eine Einfärbung oder Filterung des hindurchtretenden Lichts, erzielt werden. Auch
kann erfindungsgemäß eine mattierte Folie zwischen den Scheiben angeordnet sein.
[0030] Um Reflexionen zu vermeiden und/oder eine gleichmäßige Lichtausstrahlung der Leuchte
zu erzielen, kann der Abdeckkörper bzw. die Abdeckplatte mattiert sein. Durch eine
derartige Mattierung kann weiterhin das Leuchtmittel verdeckt und eine Blendwirkung
durch die Leuchte reduziert werden.
[0031] Eine besonders gleichmäßige Mattierung des Abdeckkörpers bzw. der Abdeckplatte kann
durch eine Ätzung oder ein Glasperlenstrahlen erfolgen. Es ist besonders zweckmäßig,
wenn eine innenliegende Oberfläche einer der verklebten Scheiben mattiert oder mit
einer Opalschicht versehen ist. Eine derartige Abdeckscheibe aus Glas mit einer Opalschicht
auf der Rückseite wird auch als Milchüberfangglas bezeichnet. In einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung kann auch eine außenliegende Oberfläche der Abdeckscheibe mattiert sein.
[0032] Der Abdeckkörper bzw. die Abdeckplatte kann zweckmäßig aus Glas oder Kunststoff bestehen.
Insbesondere sind eisenoxidarmes Glas oder transparenter Kunststoff geeignet. Weiterhin
kann die Abdeckplatte auch als Lochblech ausgebildet sein.
[0033] Zweckmäßig ist im Inneren des Gehäuseteils ein Leuchtmittelträger zur Aufnahme eins
Leuchtmittels angebracht. Das erfindungsgemäße Leuchtengehäuse kann mit einer Vielzahl
von bekannten Leuchtmitteln unterschiedlicher Form und unterschiedlicher Leuchtkraft
ausgestattet sein. Die Zuführung der Stromversorgung für das Leuchtmittel kann beispielsweise
durch eine Öffnung in der Rückwand des Gehäuseteils erfolgen.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung bewirken die Befestigungsmittel
eine Ver- und Entriegelung des Halterahmens mit dem Gehäuseteil durch eine Drehbewegung
und/oder eine lineare Bewegung des Halterahmens und des Gehäuseteils relativ zueinander.
Durch die lineare Bewegung und/oder die Drehbewegung werden Hebel oder Stifte in eine
Verriegelungsposition gebracht, in der sie in eine oder mehrere Ausbuchtungen eingreifen
und in dieser Position arretiert werden. Die Verriegelung kann durch eine weitere
Bewegung, vorzugsweise mit einem Drehsinn entgegen der ersten Drehbewegung, entriegelt
und die Verbindung zwischen Halterahmen und Gehäuseteil gelöst werden. Eine Ver- und
Entriegelung durch eine Drehbewegung ist besonders für Leuchtengehäuse mit einer runden
Grundfläche vorteilhaft. Die Hebel und/oder Stifte können durch einen Einrast- und/oder
Federmechanismus der Befestigungsmittel in der verriegelten Position gehalten werden.
[0035] Zweckmäßigerweise greift eine Vorstehung des Halterahmens in eine Vertiefung in der
Umfangsfläche des Abdeckkörpers ein, um eine verdeckte Befestigung des Halterahmens
mit dem Abdeckkörper zu schaffen. Selbstverständlich können auch mehrere Vorstehungen
in mehrere Vertiefungen eingreifen, um die Haltekraft gleichmäßig zu verteilen. Vorteilhafterweise
ist die Vertiefung als umlaufende Nut in der Umfangsfläche des Abdeckkörpers ausgebildet.
Der Abdeckkörper kann als transparente Abdeckplatte, beispielsweise aus Glas oder
lichtdurchlässigem Kunststoff, ausgebildet sein.
[0036] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform sind die Befestigungsmittel als Bajonettverschluß
ausgebildet. Die Befestigungsmittel können einen Stift aufweisen, der durch die Drehbewegung
in eine entsprechend ausgebildete Ausbuchtung eingreift und somit den Halterahmen
mit dem Gehäuseteil verbindet. Der oder die Stifte sind entweder am Gehäuseteil angebracht
und greifen in eine Ausbuchtung des Halterahmens ein oder sie sind am Halterahmen
angebracht und greifen in eine entsprechende Ausbuchtung im Gehäuseteil ein. Durch
die Verwendung eines Bajonettverschlusses kann einfach eine haltbare und lösbare Verbindung
zwischen Halterahmen und Gehäuseteil erzielt werden, die insbesondere für Leuchtengehäuse
mit einer runden Grundform zweckmäßig ist.
[0037] Das erfindungsgemäße Leuchtengehäuse weist Befestigungsmittel zum Ver- und Entriegeln
des Halterahmens mit dem Gehäuseteil auf, die eine einfache und sichere Verbindung
des Halterahmens mit dem Gehäuseteil ermöglichen. Das Öffnen und Schließen des Leuchtengehäuses
ist ohne die Zuhilfenahme von Hilfsmitteln und Werkzeugen durch eine lineare Bewegung
oder eine Drehbewegung des Halterahmens und des Gehäuseteils relativ zueinander bzw.
eine entsprechende Krafteinwirkung möglich. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung
des Leuchtengehäuses kann dieses sowohl in einer Aufbau- als auch in einer Einbauposition
montiert und betrieben werden. Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung des Halterahmens
kann dieser mit dem Abdeckkörper ohne Schraubbefestigungen oder zusätzliche Teile
lösbar verbunden werden. Durch die verdeckte Halterung des beispielsweise als Abdeckscheibe
ausgebildeten Abdeckkörpers ist die gesamte Abdeckfläche sichtbar. Das Eingreifen
des Halterahmens in einer umlaufenden Nut in der Umfangsfläche des Abdeckkörpers verteilt
die Kraft, mit der der Halterahmen den Abdeckkörper hält, gleichmäßig auf den Abdeckkörper
und ermöglicht es große und/oder schwere Abdeckkörper sicher zu halten.
[0038] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Verwendung der Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 verschiedene schematische Ansichten eines erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses beim
Verschließen,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Leuchtengehäuses,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Lampengehäuses,
Fig. 5 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses im geschlossenen
Zustand,
Fig. 6 eine schematische Ansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses
im geschlossenen Zustand und
Fig. 7 mehrere schematische Ansichten eines weiteren erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses.
[0039] Fig. 1 zeigt drei verschiedene Ansichten eines erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses,
wobei in der Mitte eine Draufsicht eines geöffneten Leuchtengehäuses und oben sowie
links zwei verschiedene Seitenansichten eines geschlossenen Leuchtengehäuses dargestellt
sind.
[0040] Das gezeigte Leuchtengehäuse weist ein rechteckiges Gehäuseteil 1 auf, indem ein
Leuchtmittelträger zur Aufnahme eines Leuchtmittels, nicht gezeigt, vorgesehen sein
kann. Die Gestaltung der Grundform des Gehäuseteils ist dabei beliebig, beispielsweise
können auch runde oder dreieckige Formen verwendet werden. Das Gehäuseteil 1 kann
beispielsweise aus Blech, Metall oder Kunststoff hergestellt werden.
[0041] Der viereckige Halterahmen 2 ist in dem gezeigten Beispiel innerhalb des Gehäuseteils
1 angeordnet und wird von diesem geführt, was zu einer verbesserten Stabilität des
Leuchtengehäuses führt.
[0042] Der Halterahmen 2 kann, wie gezeigt, aus einzelnen miteinander verschraubten Rahmenteilen
oder aus einem Stück bestehen.
[0043] Der gezeigte Abdeckkörper 3 ist als lichtdurchlässige Abdeckplatte ausgebildet und
besteht aus drei miteinander verklebten Scheiben 3a, 3b, 3c. Die Scheiben 3a, 3b,
3c können beispielsweise aus Glas oder einem transparenten Kunststoff bestehen. Zwischen
den Scheiben 3a, 3b, 3c ist eine Klebefolie angeordnet. Ein derartiger Glasaufbau
entspricht einem Verbundsicherheitsglas und genügt den entsprechenden baurechtlichen
Vorschriften. Der Glasverbund kann beispielsweise als Vakuumverbund ausgeführt werden.
Zur Verringerung der Blendwirkung ist es vorteilhaft, wenn die Abdeckplatte 3 mattiert
ist. Dies kann beispielsweise durch eine Ätzung oder ein Glasperlenstrahlen einer
der Oberflächen der verklebten Scheiben 3a, 3b, 3c erfolgen.
[0044] Die Ver- und Entriegelung des Halterahmens 2 mit dem Gehäuseteil 1 erfolgt durch
die Befestigungsmittel 4. Durch die Gestaltung der Befestigungsmittel 4 wird eine
Ver- und Entriegelung durch eine lineare Bewegung des Halterahmens 2 und des Gehäuseteils
1 relativ zueinander bzw. durch eine entsprechende Krafteinwirkung auf die Abdeckplatte
3 und/oder den Halterahmen in Richtung auf das Gehäuseteil 1 bewirkt. In der gezeigten
Ausführungsform kann die Verund Entriegelung besonders einfach durch einen leichten
Druck auf die Abdeckplatte 3 erfolgen. Durch diese Krafteinwirkung werden die Schnappmechanismen
zur Arretierung der einzelnen Befestigungsmittel gleichmäßig betätigt.
[0045] In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind die Befestigungsmittel 4 am Gehäuseteil
1 angebracht. Die schwenkbaren Hebel 5 der Befestigungsmittel 4 greifen mit den an
ihren Enden angebrachten Rollen 6 in Ausbuchtungen 7 des Halterahmens 2 ein. Die Befestigungsmittel
weisen bevorzugt Druckverschlüsse zur Ver- und Entriegelung auf, wie sie auch als
Beschläge zum Verriegeln von Möbeltüren verwendet werden. Diese Automatik-Federschnappverschlüsse
oder Mini-Latches können in einer Ausführungsform aus einem Schnäpper, der in ein
Schließteil eingreift, bestehen. Der Schnäpper kann beispielsweise am Gehäuseteil
1 des Leuchtengehäuses angebracht werden. Der schwenkbare Hebel 5 des Schnäppers greift
sodann zur Verriegelung in entsprechende Ausbuchtungen 7 des Halterahmens 2 ein.
[0046] Das gezeigte Leuchtengehäuse kann sowohl zur Aufbau- als auch zur Einbaumontage eingesetzt
werden. Durch die große Haltekraft der Befestigungsmittel 4 kann das Leuchtengehäuse
sowohl als Wand- als auch als Deckenleuchte verwendet werden.
[0047] Die Fig. 2 zeigt schematisch eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses
in einem Zustand beim Verschließen durch die noch nicht verriegelte Abdeckplatte 3
mit dem Halterahmen 2. In diesem Zustand sind die Hebel 5 der Befestigungsmittel 4
noch nicht in ihrer Verriegelungsposition. Durch die entsprechende Gestaltung der
Ausbuchtung 7 in dem Halterahmen 2 wird durch die lineare Bewegung des Halterahmens
2 und des Gehäuseteils 1 relativ zueinander längs einer Achse (als Pfeil dargestellt)
eine Schwenkbewegung der Hebel 5 bewirkt. Durch diese Schwenkbewegung der Hebel 5
greifen diese jeweils in eine Nase der Ausbuchtung 7 ein. Weiterhin wird, verursacht
durch die lineare Bewegung des Halterahmens 2 und der damit verbundenen Schwenkbewegung
des Hebels 5 in die Verriegelungsposition, der Hebel 5 in der Verriegelungsposition
arretiert. In dieser Position wird der Halterahmen 2 von dem Hebel 5 gehalten. Durch
die an dem in die Ausbuchtung 7 eingreifenden Ende des Hebels 5 angebrachte Rolle
6 wird die Reibung bei dem Verriegelungsvorgang verringert, was zu einer gleichmäßigen
und ruckfreien Bewegung führt. Der Verriegelungszustand, bei dem Halterahmen 2 und
Gehäuseteil 1 miteinander verbunden sind, wurde in Fig. 1 dargestellt.
[0048] Eine Entriegelung erfolgt durch eine weitere Krafteinwirkung auf die Abdeckplatte
in Pfeilrichtung. Durch diese Krafteinwirkung wird die Arretierung der Hebel 5 gelöst.
Die Hebel dann frei schwenkbar und der Halterahmen 2 kann einfach aus dem Gehäuseteil
1 herausgenommen werden. Öffnen und Schließen des Leuchtengehäuses wird somit durch
eine lineare Bewegung des Halterahmens 2 und des Gehäuseteils 1 relativ zueinander
bewirkt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Abdeckkörper 3 als Abdeckplatte
ausgebildet. Somit steht die Achse der linearen Bewegung senkrecht zur Außenfläche
der Abdeckplatte 3.
[0049] Gemäß des gezeigten Ausführungsbeispiels greift eine Vorstehung 2d des Halterahmens
2 in eine umlaufende Nut 3d der Abdeckplatte 3 ein. Die Abdeckplatte 3 wird aus drei
miteinander verklebten Scheiben 3a, 3b, 3c gebildet. Durch eine entsprechende Gestaltung
der Grundflächen der Scheiben 3a, 3b, 3c kann die umlaufende Nut 3d der Abdeckplatte
3 auf einfache Weise gestaltet werden. Durch eine derartige Anordnung ist es möglich,
eine stabile Verbindung zwischen dem Halterahmen 2 und der Abdeckplatte 3 zu schaffen,
bei der keine zusätzlichen Befestigungsmittel notwendig sind. Weiterhin müssen keine
Öffnungen zur Durchführung von Befestigungsteilen, wie beispielsweise Schrauben, in
der Abdeckplatte angebracht werden. Dies ist insbesondere bei der Verwendung von Glasscheiben
von Vorteil.
[0050] Die Fig. 3 zeigt schematisch eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses. Das Gehäuseteil 1 ist über Befestigungsmittel
4 mit dem Halterahmen 2 lösbar verbunden. Die Befestigungsmittel 4 sind in dieser
Ausführungsform als Federstifte ausgebildet. Die Stifte der Befestigungsmittel 4 werden
durch Federn (nicht gezeigt) in Ausbuchtungen 7 des Halterahmens 2 gedrückt und der
Halterahmen 2 wird dadurch gehalten. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die
Befestigungsmittel 4 am Gehäuseteil 1 angebracht. Jedoch ist es selbstverständlich
auch möglich, die Befestigungsmittel 4 am Halterahmen 2 anzubringen und in Ausbuchtungen
7 des Gehäuseteils 1 eingreifen zu lassen.
[0051] Der als Abdeckplatte ausgebildete Abdeckkörper 3 ist in diesem Beispiel mit dem Halterahmen
2 durch eine Klebeverbindung verbunden. Der Halterahmen 2 ist derart ausgebildet,
daß er den Abdeckkörper 3 seitlich umfaßt und vor Beschädigung schützt.
[0052] Die Fig. 4 zeigt schematisch eine Draufsicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Lampengehäuses. Das rund ausgebildete Gehäuseteil 1 ist mit dem ebenfalls runden Halterahmen
2 über Befestigungsmittel 4 lösbar verbunden. Die Befestigungsmittel 4 sind in diesem
Beispiel als Bajonettverschluß ausgebildet und weisen am Halterahmen 2 angebrachte
Stifte auf. Jeweils ein Stift der Befestigungsmittel 4 greift in eine geeignet ausgebildete
Ausbuchtung des Gehäuseteils 1 ein und bewirkt eine lösbare Verbindung zwischen Gehäuseteil
1 und Halterahmen 2. Selbstverständlich können die Stifte auch am Gehäuseteil 1 angebracht
sein und in Ausbuchtungen des Halterahmens 2 eingreifen. Die Ver- und Entriegelung
erfolgt durch eine Drehbewegung des Halterahmens 2 und des Gehäuseteils 1 relativ
zueinander bzw. durch eine Drehund/oder Linearbewegung des Halterahmens 2 und des
Gehäuseteils 1 relativ zueinander längs einer Achse. Zur Vereinfachung ist die Abdeckplatte
3 in dem gezeigten Beispiel nicht dargestellt.
[0053] Im Inneren des Gehäuseteils 1 ist ein Leuchtmittelträger 8 zur Aufnahme eines Leuchtmittels
9 angebracht. Als Leuchtmittel 9 können handelsübliche Lichtquellen oder Lampen vorgesehen
sein. Durch die erfindungsgemäße Ver- und Entriegelung des Halterahmens 2 mit dem
Gehäuseteil 1 durch eine lineare Bewegung oder eine Drehbewegung kann der Halterahmen
2 mit der Abdeckplatte 3 ohne Werkzeug abgenommen und einfach ein Austausch des Leuchtmittels
9 vorgenommen werden.
[0054] Die Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses
im geschlossenen Zustand. Der linke Teil der Figur zeigt eine Ansicht im Inneren des
Leuchtengehäuses. Der rechte Teil der Figur zeigt eine Schnittdarstellung des Leuchtengehäuses.
[0055] Am Gehäuseteil 1 sind im Inneren des Leuchtengehäuses ein oder mehrere Befestigungsmittel
4, insbesondere Federschnappverschlüsse oder Mini-Latches, angebracht. Ein schwenkbarer
Hebel 5 der Befestigungsmittel 4 greift zur Verriegelung in eine Ausbuchtung 7 des
Halterahmens 2 ein.
[0056] Der Halterahmen 2 weist ein geeignetes Verschlussprofil 2b auf. Mit Hilfe von Verbindungsteilen,
die in das Verschlussprofil 2b eingreifen, können die Teile eines mehrteiligen Halterahmens
2 miteinander verbunden werden. Durch beispielsweise winkelförmige Verbindungsteile
ist es auf diese Weise möglich, aus geraden Profilteilen einen rechteckigen Halterahmen
2 zu bilden.
[0057] Die Abdeckplatte 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Acryl- oder Glasscheibe
mit einer Fase 10 an einer Kante der Platte 3 ausgebildet. In die Fase 10 der Abdeckplatte
3 greift eine Vorstehung 2a des Halterahmens 2 ein. Durch den umlaufenden Eingriff
in die Fase 10 der beispielsweise rund oder rechteckig ausgebildeten Abdeckplatte
3 werden Halterahmen 2 und Abdeckplatte 3 fest miteinander verbunden. Halterahmen
und Abdeckplatte 3 können weiterhin miteinander verklebt werden.
[0058] Die Fig. 6 zeigt eine schematische Ansicht eines weiteren erfindungsgemäßen Leuchtengehäuses
in geschlossenem Zustand. Im Gegensatz zu dem in Fig. 5 dargestellten Leuchtengehäuse
sind die Befestigungsmittel 4 in Fig. 6 fest mit dem Halterahmen 2 verbunden und greifen
in eine entsprechende Ausbuchtung 7 des Gehäuseteils 1 ein. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Halterahmen 2 außerhalb des Gehäuseteils 1 angeordnet und bildet die seitliche
Abdeckung des Leuchtengehäuses. Das Gehäuseteil 1 kann besonders einfach ausgebildet
sein. Die Befestigungsmittel 4 werden beispielsweise über eine Schraubverbindung mit
dem Halterahmen 2 verbunden. Eine derartige Ausführung hat den Vorteil, daß kein Teil
des Gehäuseteils 1 seitlich über den Halterahmen 2 hinausragt. Von vorne betrachtet
bildet der Halterahmen 2 den seitlichen Abschluß des Leuchtengehäuses. Zur Befestigung
der Abdeckplatte 3 am Halterahmen 2 weist die Abdeckplatte 3 die Fase 10 auf.
[0059] Die Fig. 7 zeigt mehrere schematische Ansichten eines weiteren erfindungsgemäßen
Leuchtengehäuses. Die linken Darstellungen zeigen eine Ansicht des Inneren des Leuchtengehäuses.
Die rechten Darstellungen zeigen einen Schnitt durch das Leuchtengehäuse.
[0060] In Fig. 7a wird der Halterahmen 2 mit der Abdeckplatte 3 in das Gehäuseteil 1 eingeführt,
wobei ein Zapfen 11 mit einem schwenkbaren Hebel 5 des Befestigungsmittels 4 in Berührung
gelangt.
[0061] Durch den Kontakt von Zapfen 11 und Hebel 5 wird der Hebel 5 beim weiteren Einführen
des Halterahmens 2 in das Gehäuseteil 1 aus seiner Ausgangslage bewegt, wie in Fig.
7b dargestellt. Dabei gelangen Zapfen 11 und Hebel 5 in Eingriff. Der Zapfen 11 greift
in eine Ausbuchtung des Hebels 5 ein.
[0062] In Fig. 7c ist der Halterahmen 2 vollständig in das Gehäuse 1 eingeführt und in dieser
Position verriegelt. Der schwenkbare Hebel 5 wird durch einen Federmechanismus 12
in der Verriegelungsposition arretiert. Der Hebel 5 liegt in der Verriegelungsposition
an einem Anschlag an und befindet sich mit dem Zapfen 11 in Eingriff. In der Verriegelungsposition
wird der Halterahmen 2 mit der Abdeckplatte 3 festgehalten.
[0063] Zur Entriegelung wird die Arretierung des Hebels 5 durch eine weitere lineare Bewegung
gelöst. Die weitere lineare Bewegung kann entweder in der Richtung erfolgen, in der
der Halterahmen 2 in das Gehäuseteil 1 eingesetzt wurde, wie dies auch bei den bereits
beschriebenen Federschnappverschlüssen der Fall ist. Es ist auch möglich, den Halterahmen
2 durch eine lineare Bewegung entgegen der Einsetzrichtung zu entriegeln. In diesem
Fall wird der Halterahmen 2 mit der Abdeckplatte 3 entgegen der Haltekraft des Federmechanismus
12 aus dem Gehäuseteil 1 herausgezogen. Dies kann beispielsweise durch das Aufsetzen
einer Saugvorrichtung auf die Abdeckplatte 3 und das Herausziehen von Abdeckplatte
3 und Halterahmen 2 erfolgen. Selbstverständlich können Abdeckplatte 3 und Halterahmen
2 auch auf andere Weise aus dem Gehäuseteil 1 herausbewegt werden.
[0064] Das erläuterte Erfindungsprinzip beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsformen
sondern beinhaltet selbstverständlich auch nicht gezeigte Kombinationen und Variationen
der einzelnen Ausführungsformen.
1. Leuchtengehäuse mit einem Gehäuseteil (1) und einem Abdeckkörper (3), wobei der Abdeckkörper
(3) mit dem Gehäuseteil (1) über Befestigungsmittel (4) lösbar verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsmittel (4) eine Ver- und Entriegelung des Abdeckkörpers (3) mit dem
Gehäuseteil (1) durch eine lineare Bewegung des Abdeckkörpers (3) und des Gehäuseteils
(1) relativ zueinander längs einer Achse bewirken.
2. Leuchtengehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckkörper (3) mit einem Halterahmen (2) versehen ist, der mit den Befestigungsmitteln
(4) in Eingriff gelangt, der Abdeckkörper (3) als Abdeckplatte ausgebildet ist und
die Achse der linearen Bewegung senkrecht zur Außenfläche der Abdeckplatte ist.
3. Leuchtengehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelung der Befestigungsmittel (4) durch Krafteinwirkung auf den
Abdeckkörper (3) und/oder den Halterahmen (2) in Richtung auf das Gehäuseteil (1)
erfolgt.
4. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (4) einen oder mehrere schwenkbare Hebel (5) aufweisen, die
verursacht durch die lineare Bewegung zur Verriegelung in eine oder mehrere Ausbuchtungen
(7) eingreifen und in dieser Position arretiert werden, wobei zur Entriegelung die
Arretierung der Hebel (5) durch eine weitere lineare Bewegung gelöst wird.
5. Leuchtengehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (5) an dem in die Ausbuchtung (7) eingreifenden Ende eine Rolle (6), ein
Rad oder eine Kugel aufweist.
6. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen (2) innerhalb des Gehäuseteils (1) angeordnet ist und von diesem
geführt wird.
7. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (4) innerhalb des Gehäuseteils (1) angebracht sind und der
schwenkbare Hebel (5) in eine Ausbuchtung (7) des Halterahmens (2) eingreift.
8. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (4) an dem Halterahmen (2) angebracht sind und der schwenkbare
Hebel (5) in eine Ausbuchtung (7) des Gehäuseteils (1) eingreift.
9. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (4) einen oder mehrere schwenkbare Hebel (5) aufweisen, die
zur Verriegelung mit einem oder mehreren Zapfen (11) in Eingriff gelangen und durch
einen Federmechanismus (12) in einer Verriegelungsposition arretiert werden, wobei
zur Entriegelung die Arretierung des Hebels (5) durch eine weitere lineare Bewegung
gelöst wird.
10. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen (2) verdeckt an einer Umfangsfläche des Abdeckkörpers (3) bzw. der
Abdeckplatte angebracht ist.
11. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen (2) in eine Vertiefung in der Umfangsfläche des Abdeckkörpers (3)
eingreift.
12. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorstehung (2a) des Halterahmens (2) in eine umlaufende Nut (3d) in der Umfangsfläche
der Abdeckplatte (3) eingreift.
13. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (3) mehrere miteinander verklebte Scheiben (3a, 3b, 3c) aufweist.
14. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckkörper (3) eine Fase (10) aufweist, in die eine Vorstehung (2a) des Halterahmens
(2) eingreift.
15. Leuchtengehäuse nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckkörper (3) bzw. die Abdeckplatte aus Glas oder transparentem Kunststoff
besteht oder als Lochblech ausgebildet ist.
16. Leuchtengehäuse mit einem Gehäuseteil (1) und einem mit einem Halterahmen (2) versehenen
Abdeckkörper (3), wobei der Halterahmen (2) mit dem Gehäuseteil (1) über Befestigungsmittel
(4) lösbar verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungsmittel (4) eine Ver- und Entriegelung des Halterahmens (2) mit dem
Gehäuseteil (1) durch eine Drehbewegung und/oder Linearbewegung des Halterahmens (2)
und des Gehäuseteils (1) relativ zueinander bewirken und
eine Vorstehung (2a) des Halterahmens (2) in eine Vertiefung in der Umfangsfläche
des Abdeckkörpers (3) eingreift.
17. Leuchtengehäuse nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung als umlaufende Nut (3d) ausgebildet ist.
18. Leuchtengehäuse nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (4) als Bajonettverschluß ausgebildet sind.