[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung der Synchronität von Sendern
in einem Gleichwellennetz sowie eine dazu geeignete Einrichtung.
[0002] Es ist bekannt, daß zur Überprüfung der Synchronität von Sendern in einem DAB-Gleichwellennetz
(DAB = Digital Audio Broadcasting) die Kanalimpulsantwort, welche z.B. von DAB-Empfängern
während der Demodulation geliefert wird, herangezogen werden kann. Die Kanalimpulsantwort
setzt den jeweiligen Startzeitpunkt der von den DAB-Sendern ausgestrahlten DAB-Rahmensignale
in zeitlichen Bezug, so daß die maximale zeitliche Abweichung aller im Empfangsgebiet
liegenden DAB-Sender bestimmt werden kann. Dieses Verfahren findet in der Technik
allgemein Anwendung.
[0003] Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau eines DAB-Gleichwellennetzes. Der sogenannter
Ensemble Multiplexer (101) faßt die innerhalb eines Ensembles gemeinsam auszustrahlenden
Audio- und Datendienste zu einem Ensemble in Form des in European Telecommunication
Standard (ETS) 300 799 definierten Ensemble Transport Interfaces (ETI) zusammen. Dieser
Rahmen-orientierte Datenstrom wird durch einen Netzwerkadapter (102) um die Zeit t
NP verzögert, wobei typischer Weise der Netzwerkadapter (102) im Ensemble Multiplexer
(101) integriert ist. Der so an die Laufzeitanforderungen angepaßte ETI-Datenstrom
wird über ein Transportnetzwerk (103) an die Sender verteilt. Die am Sender einlaufenden
Rahmen (104) werden durch einen weiteren Netzwerkadapter (105) zum Ausgleich von Laufzeitunterschieden
im Transportnetzwerk verzögert. Falls die Laufzeit t
TN durch das Transportnetzwerk konstant ist, kann eine individuelle Verzögerungszeit
t
NA für jeden Sender statisch vorgegeben werden. In der Regel erfüllt die Laufzeit im
Transportnetzwerk jedoch nicht die zeitlichen Anforderungen von DAB, wozu ein sogenannter
dynamischer Laufzeitausgleich durch den Netzwerkadapter (105) durchgeführt werden
kann. Der Multiplexer (101) tastet dazu zusätzliche Zeitmarken (TIST) für jeden Rahmen
ein. Der TIST legt die Sollzeit fest, zu der der Rahmenanfang am COFDM-Modulator (107)
eintreffen soll. Als global verfügbare Bezugsgröße (110) wird dafür die vom Global
Positioning System (GPS) gelieferte Zeit in Form von 1 Hz Impulsen (1pps) verwendet.
Der Netzwerkadapter (105) verzögert demnach den empfangenen Rahmen (104) solange,
bis die vom TIST geforderte Zeitbedingung erfüllt ist, und speist den Rahmen (106)
in den COFDM-Modulator (107) ein. Dieser benötigt für die Erzeugung des DAB-Signals
eine fest vorgegebene Zeit t
MOD. Das so erzeugte DAB-Signal wird ggf. zur Anpassung spezifischer Zeitanforderungen
des Senders durch ein Verzögerungsglied (108) nochmals verzögert und dann über eine
Mischstufe mit folgender Endstufe (109) auf der gewünschten Frequenz ausgestrahlt
(111).
[0004] Aus der Fig. 1 können die wesentlichen Zeitbeziehungen abgelesen werden.
[0005] Die Gesamtlaufzeit eines Rahmens t
NS vom Ausgang des Multiplexers (101) bis zum Senderausgang (111) ergibt sich zu:

[0006] Die Laufzeit im Transportnetzwerk inkl. dynamischen Laufzeitausgleich vom Ausgang
des Multiplexers (101) bis zum COFDM-Eingang (106) bestimmt sich zu:

[0007] Falls der Netzwerkadapter (102) integraler Bestandteil des Multiplexers (101) ist,
vereinfachen sich die genannten Formeln zu:


[0008] DE 19 830 638 offenbart ein Verfahren zur Überwachung der Synchronität eines DAB-Senders,
welches die statische Senderverzögerungszeit zur Bewertung der Synchronität heranzieht.
Dem Verfahren zur Messung der Senderverzögerungszeit liegt der zeitliche Abstand der
Frame Phase Information des in den COFDM-Modulator eingespeisten ETI(NI)-Signals und
dem folgenden Nullsymbol im COFDM-Signal zugrunde (Institut für Rundfunktechnik, Technischer
Bericht Nr. B167/99, Abschnitt 3.2).
[0009] Die Anwendung der Kanalimpulsantwort erfordert einen ausgewählten Empfangsstandort,
an dem alle zu überwachenden DAB-Sender gleich gut empfangen werden, was nur in relativ
kleinen Versorgungsgebieten mit bis zu fünf DAB-Sendern zu erreichen ist. Bei größeren
Versorgungsgebieten müssen deshalb weitere günstige Empfangsstandorte gefunden werden.
Dies steigert neben den Investitionskosten für die Gerätetechnik selbst auch die einmaligen
und laufenden Infrastrukturkosten für die Standortmiete, die Anbindung an Fernwirk-
und Fernmeldesysteme. Hinzu kommt, daß nur relative Meßergebnisse geliefert werden
und die Fehlerzuordnung zu einem bestimmten DAB-Sender nicht direkt möglich ist.
[0010] Nachteil der in DE 19 830 638 vorgeschlagenen Lösung ist es, daß nur die statische
Senderverzögerungszeit zur Beurteilung der Synchronität herangezogen wird. Die zeitliche
Position eines DAB-Senders wird jedoch auch von der Laufzeit im DAB-Transportnetzwerk
und den Komponenten für den dynamischen Laufzeitausgleich bestimmt. Somit bleiben
Fehler beim dynamischen Laufzeitausgleich unerkannt und der DAB-Sender kann zur Störquelle
werden. Hinzu kommt, daß für das Meßverfahren neben dem HF-Signal des Senders auch
das am COFDM-Eingang anliegende ETI(NI)-Signal verwendet wird, welches in der Regel
nur eingeschränkt innerhalb der Gerätetechnik als internes Signal zugänglich ist.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen.
Es soll insbesondere ein verbessertes Verfahren zur Überwachung der Synchronität von
Sendern in einem Gleichwellennetz sowie eine dazu geeignete Einrichtung angegeben
werden.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 14 gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis
15 und 17 bis 30.
[0013] Nach Maßgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Überwachung der Synchronität von
Sendern in einem Gleichwellennetz vorgesehen, das die Schritte
(a) Bestimmen der zeitliche Position des von einem Sender erzeugten Signals bezüglich
einer externen Referenz;
(b) Ermitteln der Gesamtlaufzeit des vom Ausgang eines Multiplexers zum Ausgang eines
Senders übertragenen Signals durch Auswertung zumindest der in Schritt (a) erhaltenen
Zeitinformation und
(c) Beurteilen der Synchronität des Senders aus der in Schritt (b) ermittelten Gesamtlaufzeit
des Signals
umfaßt. Die Ermittlung der Gesamtlaufzeit des Signals in Schritt (b) kann neben der
Auswertung der in Schritt (a) erhaltenen Zeitinformation die Auswertung weiterer,
vom Multiplexer oder Sender übertragener Zeitinformationen umfassen.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl zur Überwachung der Synchronität eines
Senders in einem Gleichwellennetz als auch zu dessen Einmessung der zeitlichen Position
während der Inbetriebnahme angewendet werden.
[0015] Das angegebene Verfahren hat gegenüber den bisher bekannten Lösungen den Vorteil,
daß die Gesamtlaufzeit des übertragenen Signals bestimmt wird und damit sowohl Laufzeitfehler
des Senders als auch innerhalb des Transportnetzwerkes erkannt werden können. Bei
periodischem Einsatz des Verfahrens wird zudem eine schnelle Fehlererkennung, Fehlermeldung
und ggf. Ablösung bzw. Reserveschaltung des Senders und dessen Transportnetzwerkes
erzielt, wobei kein zusätzliches Personal zur Fehlerlokalisierung notwendig ist.
[0016] Das Verfahren kann somit insbesondere in den terrestrischen Gleichwellennetzen des
Digitalen Rundfunks (Digital Audio Broadcasting - DAB) gemäß ETS 300 401 und des Digitalen
Fernsehens (Digital Video Broadcasting - DVB) gemäß ETS 300 744 angewendet werden.
[0017] Bei Anwendung des Verfahrens im Digitalen Rundfunk kann zur Übertragung der Referenzzeit
und ggf. weiterer Zeitinformationen sowohl der Fast-Information-Channel FIC als auch
freie Übertragungskapazität des Main-Service-Channel verwendet werden.
[0018] Obwohl die vorliegende Erfindung in Verbindung mit Sendern im Gleichwellennetz beschrieben
worden ist, können die erfindungsgemäßen Vorrichtungen und Verfahren ebenfalls für
jede beliebige Laufzeitbestimmung eines Signals eingesetzt werden, das beispielsweise
auch per Freiraumübertragung und nicht leitungsgebunden von einem ersten Ort zu einem
zweiten Ort übermittelt wird.
[0019] Eine zur Ausführung des vorgeschlagenen Verfahrens zur Überwachung der Synchronität
von Sendern in einem Gleichwellennetz geeignete Vorrichtung umfaßt
(A) eine Einrichtung zur Bestimmung der zeitlichen Position des von einem Sender erzeugten
Signals bezüglich einer externen Referenz;
(B) eine Einrichtung zur Ermittlung der Gesamtlaufzeit des vom Ausgang eines Multiplexers
zum Ausgang eines Senders übertragenen Signals durch Auswertung zumindest der aus
(A) erhaltenen Zeitinformation und
(C) eine Einrichtung zur Beurteilung der Synchronität des Senders aus der ermittelten
Gesamtlaufzeit des übertragenen Signals. Einrichtung (B) sollte dabei zur Ermittlung
der Gesamtlaufzeit des Signals eine Auswerteeinheit für die aus Einrichtung (A) erhaltene
Zeitinformation und eine Auswerteinheit für weitere, vom Multiplexer oder Sender übertragene
Zeitinformationen aufweisen.
[0020] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- den schematischen Aufbau eines DAB-Gleichwellennetzes nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform eines Verfahrens zur Überwachung der Synchronität von Sendern
in einem Gleichwellennetz,
- Fig. 3a
- eine zweite Ausführungsform eines Verfahrens zur Überwachung der Synchronität von
Sendern in einem Gleichwellennetz,
- Fig. 3b
- eine Modifikation der zweiten Ausführungsform,
- Fig. 4a
- eine dritte Ausführungsform eines Verfahrens zur Überwachung der Synchronität von
Sendern in einem Gleichwellennetz,
- Fig. 4b
- eine Modifikation der dritten Ausführungsform und
- Fig. 5
- eine vierte Ausführungsform eines Verfahrens zur Überwachung der Synchronität von
Sendern in einem Gleichwellennetz.
[0021] Nach der in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsform wird zunächst für jeden oder
ausgewählte Rahmen des vom Multiplexer (201) ausgesendeten Signals (202) der Rahmenanfang
mit einem Rahmendetektor (203) markiert und unter Bezugnahme einer global verfügbaren
absoluten Zeitbasis (204) die individuelle Referenzzeit t
REF (206) (des jeweiligen Rahmens) durch die Zeitbestimmungseinheit (205) bestimmt.
[0022] Danach wird für jeden oder ausgewählte Rahmen des vom Sender (207) ausgesendeten
und in den Rahmendetektor (209) eingespeisten Signals (208) der Rahmenanfang markiert
und unter Bezugnahme derselben global verfügbaren Zeitbasis (210) der individuelle
Sendezeitpunkt t
DAB (212) (des jeweiligen Rahmens) durch die Zeitbestimmungseinheit (211) bestimmt.
[0023] Der Subtrahierer (213) zieht anschließend von dem zuvor bestimmten Sendezeitpunkt
(212) die zugehörige individuelle Referenzzeit t
REF (206) ab. Als Ergebnis liegt die Gesamtlaufzeit t
NS (214) des Rahmens vor.
[0024] Die so ermittelte Gesamtlaufzeit (214) wird in nicht dargestellter Weise von einer
Steuereinheit auf Einhaltung eines tolerablen Bereiches durch Vergleich mit einem
Sollwert in Verbindung mit einer max. zulässigen Abweichung überwacht.
[0025] Im Falle einer unzulässigen Abweichung der Gesamtlaufzeit kann je nach Ausstattung
der Sendeanlage ein Alarm zu einer übergeordneten Überwachungs- und Steuereinheit
signalisiert werden oder der Sender automatisch abgeschaltet bzw. durch eine Reserve
abgelöst werden.
[0026] Die Bestimmung der Referenzzeiten kann auf ausgewählte Rahmen unter Nutzung von Rahmenzählern
oder anderer markanter wiederkehrend enthaltener Rahmeninformationen eingeschränkt
werden. Dadurch wird die Anzahl zu übertragender Referenzzeiten eingeschränkt. Die
Referenzzeiten nachfolgender Rahmen können durch Extrapolation mit ausreichender Genauigkeit
bestimmt werden. Dadurch kann die notwendige Übertragungskapazität für die Referenzzeit
erheblich reduziert werden.
[0027] Nach der in Fig. 3a dargestellten zweiten Ausführungsform wird die Referenzzeit (206)
des am Ausgang des Multiplexers verfügbaren Rahmen (202) ermittelt. Die so gewonnene
Referenzzeit (206) wird durch die Einfügeeinheit (301) in die zu sendenden Rahmen
(302) als zusätzliche Zeitmarke eingefügt und mit den Nutzinformationen (202) über
das Transportnetzwerk übertragen und vom Sender (207) ausgestrahlt.
[0028] Zur Auswertung des vom Sender (207) erzeugten Signals (208) kann ein für das jeweilige
Übertragungsverfahren üblicher Empfänger eingesetzt werden. Dieser enthält typischerweise
bei Rahmen-orientierten Übertragungsverfahren eine HF-Baugruppe (303) zur Selektion
und Vorverarbeitung, einen Rahmendetektor (209) und einen Kanaldekoder (304). Der
Rahmendetektor markiert zur Synchronisation des Kanaldekoders (304) den Rahmenanfang.
Der Kanaldekoder stellt seinerseits die dekodierten Daten als Bitstrom (305) bereit.
Erfindungsgemäß wird das vom Rahmendetektor gelieferte Signal (306) zur weiteren Verarbeitung
an die Zeitbestimmungseinheit (211) geführt. Die für das Verfahren notwendige Referenzzeit
(206) wird durch einen Referenzzeitdekoder (307) aus dem Bitstrom (305) dekodiert.
[0029] Besonderer Vorteil der zweiten Ausführungsform ist, daß kein zusätzlicher Transportweg
für die Übertragung der Referenzzeit benötigt wird.
[0030] Praktischerweise können die in Fig. 3a enthaltenen Blöcke zur Bestimmung und Eintastung
der Referenzzeit (203, 204, 205, 301) direkt im Multiplexer (201) implementiert werden.
Für diesen Fall zeigt Fig. 3b eine vorteilhafte Ausführung, bei der die Referenzzeit
(206) des am Ausgang der Einfügeeinheit (301) verfügbaren Rahmen (302) ermittelt wird
und damit die Gesamtlaufzeit vom Geräteausgang des Multiplexers bis zum Ausgang des
Senders bestimmt wird.
[0031] Die ermittelte Referenzzeit (206) eines jeden oder ausgewählten Rahmens kann auch
zeitlich verzögert in einen der nachfolgenden Rahmen durch die Einfügeeinheit (301)
eingetastet werden, wobei die Referenzzeit (206) um einen Rahmenzähler oder andere
markante wiederkehrend enthaltene Rahmeninformation des jeweiligen Rahmens erweitert
wird. Am Senderstandort kann damit der Referenzzeitdekoder (307) die aus dem Bitstrom
(305) dekodierte Referenzzeit (206) dem entsprechenden Rahmen zuordnen.
[0032] Alternativ zu der in Fig. 3a und Fig. 3b dargestellten zweiten Ausführungsform kann
ein zusätzlicher Transportweg auch vermieden werden, in dem Zeitmarken, die typischerweise
in Rahmen-orientierten Datenströmen bereits enthalten sind, verwendet werden, falls
diese den Anforderungen an die Genauigkeit gerecht werden. Das Meßergebnis ist dann
um einen spezifischen Offset zu korrigieren.
[0033] Beim Digitalen Rundfunk kann neben der im FIC signalisierten Uhrzeit auch der im
ETI zum dynamischen Laufzeitausgleich enthaltene TIST
NA bzw. TIST
NI verwendet werden. Der TIST legt, wie in ETS 300 799 definiert, die individuelle Sollzeit
eines Rahmens am Eingang des COFDM fest und wird nur im ETI und nicht im DAB-Signal
übertragen. Der in Fig. 1 im Sender enthaltene Netzwerkadapter (105) verzögert dazu
einen empfangenen Rahmen (104) solange, bis die individuelle Sollzeit erreicht ist
und speist den so verzögerten Rahmen (106) in den COFDM (107) ein.
[0034] Um die erfindungsgemäß notwendige Referenzzeit t
REF aus dem TIST zu bestimmen, kann durch Vergleich von Fig. 1 und Fig. 2 unter der Annahme,
daß als Absolutzeit GPS in Form von 1 Hz Impulsen verwendet wird, folgende Erkenntnis
gewonnen werden:



Daraus folgt:

[0035] Falls der Netzwerkadapter (102), wie in Fig. 4b dargestellt, integraler Bestandteil
des Multiplexers (101) ist, gelten folgende Beziehungen:


Daraus folgt:

[0036] Als spezifischer Offset ist demnach für die Berechnung die vorgegebene Soll-Laufzeit
t
ND(Soll) durch das Transportnetzwerk inkl. dynamischem Laufzeitausgleich anzuwenden.
[0037] Bei der dritten Ausführungsform (Fig. 4a bzw. Fig. 4b), die auf eine Anwendung im
Digitalen Rundfunk gerichtet ist, extrahiert der TIST-Dekoder (402) aus dem am Sendereingang
anliegenden ETI-Datenstrom (401) den individuellen TIST (403) eines Rahmens. Der Subtrahierer
(404) bildet aus dieser und der extern festgelegten konstanten Soll-Laufzeit (405)
die für das Verfahren notwendige Referenzzeit (206).
[0038] Um den individuellen TIST (403) dem zugehörigen Rahmen korrekt zuordnen zu können,
ist es vorteilhaft, wenn der TIST-Dekoder (402) zusätzlich den Rahmenzähler oder eine
andere markante wiederkehrend enthaltene Rahmeninformation des jeweiligen Rahmens
dekodiert und den TIST (403) um diese Information ergänzt.
[0039] Die in Fig. 5 dargestellte vierte Ausführungsform ist gerichtet auf den Einsatz in
großen Versorgungsgebieten mit vielen Sendern, bei denen zur Einsparung von Kosten
die Verteilung des Datenstroms über Satellit erfolgt. Da die Signallaufzeiten zu den
einzelnen Sendern sich nur geringfügig unterscheiden wird typischer Weise auf den
dynamischen Laufzeitausgleich am Sender verzichtet.
[0040] Wie in Fig. 5 dargestellt, wird der vom Multiplexer (201) erzeugte Datenstrom (202)
über die Einfügeeinheit (505) als Datenstrom (302) an den Satelliten-Sender (509)
übergeben. Dieser kodiert den Datenstrom und sendet ihn als Uplink (510) zum Satellit,
der diesen als Downlink 511 an die Satelliten-Empfänger (513) verteilt. Der jeweilige
Satelliten-Empfänger 513 dekodiert den im Downlink enthaltenen Datenstrom und führt
diesen an den Sender (207).
[0041] Die bisher beschriebenen Verfahren zur Bestimmung der Gesamtlaufzeit eines Signals
vom Ausgang des Multiplexers bis zum Senderausgang können auch bei Verteilung des
Signals über Satellit angewendet werden. Da der Satellit jedoch seine Position insbesondere
seine Höhe als eine Art langsamen Taumelns ändert, verändert sich auch die Gesamtlaufzeit.
Dieser ist somit nicht mehr zu entnehmen, ob die Laufzeitänderungen durch Fehler im
Sender verursacht sind. Die bestimmte Gesamtlaufzeit kann damit alleine nicht zur
Beurteilung der Synchronität herangezogen werden.
[0042] Die Funktionserweiterungen der vierten Ausführungsform (Fig. 5) gegenüber der zweiten
Ausführungsform (Fig. 3a bzw. Fig. 3b) zielen darauf ab, zusätzlich die Laufzeit über
Satellit zu bestimmen und unter Bezugnahme auf die bekannte Soll-Laufzeit über Satellit
eine Korrekturzeit t
COR zu bestimmen. Diese Korrekturzeit t
COR wird in Verbindung mit der ermittelten Gesamtlaufzeit t
NS zur Bewertung der Synchronität des Senders herangezogen.
[0043] Mittels der in dieser Ausführungsform vorgeschlagenen Lösung ist es erstmals möglich,
die Gesamtlaufzeit in Gleichwellennetzen vom Multiplexerausgang bis zum Senderausgang
über Satellit zu bestimmen und gleichzeitig Zeitinformationen zu gewinnen, die eine
Beurteilung der Synchronität der Sender ermöglichen. Dadurch wird die Zuverlässigkeit
der Sender erhöht. Überdies kann auf den bisher erforderlichen Zeitausgleich in einer
Netzwerkadaption verzichtet werden, so daß eine erhebliche Kostenverringerung an jedem
Sender erreicht wird.
[0044] Um die Korrekturzeit t
COR zu bestimmen, wird am Standort des Multiplexers (201) durch einen zusätzlichen Satelliten-Empfänger
(508) der Downlink (511) empfangen und daraus der Datenstrom (507) dekodiert. Die
Laufzeitmeßeinrichtung (506) bestimmt die Laufzeit des empfangenen Datenstroms (507)
gegenüber dem gesendeten Datenstrom (302). Dazu werden in nicht dargestellter Weise
die Rahmenanfänge jeweils durch einen Rahmendetektor markiert und die Zeit zwischen
den zugehörigen Rahmenanfängen vermessen. Um eine Zuordnung der empfangen Rahmen zu
den gesendeten Rahmen zu treffen, können im Datenstrom enthaltene Rahmenzähler oder
andere markante wiederkehrend enthaltene Rahmeninformationen ausgewertet werden. Der
Subtrahierer (502) zieht von der ermittelten Laufzeit über Satellit (504) die bekannte
Soll-Laufzeit über Satellit t
SAT(Soll) (501) ab. Als Ergebnis liegt die Korrekturzeit t
COR (503) vor, welche von der Einfügeeinheit (505) in ähnlicher Weise wie die Referenzzeit
(206) in den vom Multiplexer gelieferten Datenstrom (202) als zusätzliche Zeitinformation
eingefügt wird. Am Sender dekodiert der Zeitinformationsdekoder (514) aus dem Bitstrom
(305) die Referenzzeit (206) und zusätzlich die Korrekturzeit (503).
[0045] Durch Addition der Korrekturzeit (503) zu dem extern festgelegten konstanten Sollwert
für die Gesamtlaufzeit (214) wird dieser Sollwert in nicht dargestellter Weise angepasst
und entsprechend der ersten Ausführungsform in Verbindung mit der Gesamtlaufzeit (214)
von der Steuereinheit zur Beurteilung der Synchronität verwendet.
[0046] Die ermittelte Korrekturzeit (503) kann somit durch die Einfügeeinheit (505) ähnlich
der Referenzzeit (206) als zusätzliche Zeitinformation in das auszusendende Signal
(203) eingefügt und durch einen Zeitinformationsdekoder (514) ähnlich der Referenzzeit
(206) aus dem Bitstrom (305) dekodiert werden.
1. Verfahren zur Überwachung der Synchronität von Sendern in einem Gleichwellennetz,
dadurch gekennzeichnet, daß es die Schritte
(a) Bestimmen der zeitliche Position des von einem Sender erzeugten Signals bezüglich
einer externen Referenz;
(b) Ermitteln der Gesamtlaufzeit des vom Ausgang eines Multiplexers zum Ausgang eines
Sender übertragenen Signals durch Auswertung zumindest der in Schritt (a) erhaltenen
Zeitinformation und
(c) Beurteilen der Synchronität des Senders aus der in Schritt (b) ermittelten Gesamtlaufzeit
des Signals
umfaßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Ermittlung der Gesamtlaufzeit des Signals in
Schritt (b) neben der Auswertung der in Schritt (a) erhaltenen Zeitinformation die
Auswertung weiterer, vom Multiplexer oder Sender übertragener Zeitinformationen umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Bestimmen der zeitlichen Position
des von einem Sender erzeugten Signals bezüglich einer externen Referenz in Schritt
(a) durch
(a1) Markieren des Rahmenanfangs jedes oder ausgewählter Rahmen eines von einem Multiplexer
(201) ausgesendeten Signals (202) mit einem Rahmendetektor (203);
(a2) Bestimmen der individuellen Referenzzeit (206) für jeden oder ausgewählter Rahmen
durch die Zeitbestimmungseinheit (205) in bezug auf eine global verfügbare Zeitbasis
(204);
(a3) Markieren des Rahmenanfangs jedes oder ausgewählter Rahmen eines von einem Sender
(207) ausgesendeten und in einen Rahmendetektor (209) eingespeisten Signals (208)
und
(a4) Bestimmen des individuellen Sendezeitpunktes (212) für jeden oder ausgewählter
Rahmen durch die Zeitbestimmungseinheit (211) in bezug auf dieselbe global verfügbare
Zeitbasis (210)
erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die in Teilschritt (a2) bestimmte Referenzzeit (206)
mittels einer Einfügeeinheit (301) in den gleichen oder einen der nachfolgenden Rahmen
des ausgesendeten Signals (302) als zusätzliche Zeitmarke eingefügt, die gemeinsam
mit Nutzinformationen (202) an Sender (207) übertragen und von diesem ausgestrahlt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, wobei Teilschritt (a3)
(a31) das Markieren des Rahmenanfangs mittels des Rahmendektors (209);
(a32) das Synchronisieren eines Kanaldekoders (304) mittels der markierten Rahmenanfänge
und
(a33) das Bereitstellen der dekodierten Daten als Bitstrom (305) durch den Kanaldekoder
(304)
umfaßt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das vom Rahmendekoder (206) in Teilschritt (a31)
gelieferte Signal (306) der Zeitbestimmungseinheit (211) zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, wobei aus dem Bitstrom (305) die Referenzzeit (206)
durch einen Referenzzeitdekoder (307) dekodiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Referenzzeit (206) in Teilschritt (a2) durch
(i) Extrahieren eines individuellen TIST (403) eines Rahmens aus dem am Sendereingang
anliegenden ETI-Datenstrom (401) mittels eines TIST-Dekoders (402) und
(ii) Subtrahieren einer extern festgelegten konstanten Soll-Laufzeit (405) von dem
im Schritt (i) bestimmten individuellen TIST (403) eines Rahmens mittels eines Subtrahierers
(404)
gebildet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei das Ermitteln der Gesamtlaufzeit
des Senders durch Auswertung zumindest der in Schritt (a) erhaltenen Zeitinformation
in Schritt (b) durch
Subtrahieren der in Teilschritt (a2) bestimmten Referenzzeit (206) von dem in Teilschritt
(a4) bestimmten zugehörigen Sendezeitpunkt (212) mittels eines Subtrahieres (213)
erfolgt, wodurch die Gesamtlaufzeit (214) für jeden Rahmen ermittelt wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Beurteilen der Synchronität
des Senders aus der in Schritt (b) ermittelten Gesamtlaufzeit des Signals in Schritt
(c) durch
(c1) Prüfen der in Schritt (b) ermittelten Gesamtlaufzeit (214) auf Einhaltung eines
tolerablen Bereiches durch Vergleich mit einem Sollwert in Verbindung mit einer maximal
zulässigen Abweichung und
(c2) Erzeugen eines Stellsignals im Falle einer unzulässigen Abweichung der ermittelten
Gesamtlaufzeit (214) von dem Sollwert
erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der in den Schritten (c1) und (c2) verwendete Sollwert
durch Addieren einer Korrekturzeit (503) zu einem extern festgelegten Sollwert bestimmt
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Korrekturzeit (503) durch
(i) Ermittlung der Laufzeit (504) des über das Transportnetzwerk ausgesendeten (302)
und empfangenen (507) Signals durch die Laufzeitmeßeinrichtung (506) und
(ii) Subtrahieren einer extern festgelegten konstanten Soll-Laufzeit (501) von der
im Schritt (i) erhaltenen Laufzeit (504) mittels eines Subtrahierers (502)
ermittelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die ermittelte Korrekturzeit (503)
(i) durch die Einfügeeinheit (505) als zusätzliche Zeitinformation in das auszusendende
Signal (302) eingefügt und
(ii) durch einen Zeitinformationsdekoder (514) aus dem Bitstrom (305) dekodiert
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 10 bis 13, wobei das in Schritt (c2) erzeugte Stellsignal
einen Alarm in einer übergeordneten Überwachungs- und Steuereinheit auslöst.
15. Verfahren nach Anspruch 10 bis 13, wobei das in Schritt (c2) erzeugte Stellsignal
den Sender abschaltet, wobei der abgeschaltete Sender durch einen Reservesender ergänzt
werden kann.
16. Vorrichtung zur Überwachung der Synchronität von Sendern in einem Gleichwellennetz,
dadurch gekennzeichnet, daß sie
(A) eine Einrichtung zur Bestimmung der zeitlichen Position des von einem Sender erzeugten
Signals bezüglich einer externen Referenz;
(B) eine Einrichtung zur Ermittlung der Gesamtlaufzeit des vom Ausgang eines Multiplexers
zum Ausgang eines Senders übertragenen Signals durch Auswertung zumindest der aus
(A) erhaltenen Zeitinformation und
(C) eine Einrichtung zur Beurteilung der Synchronität des Senders aus der ermittelten
Gesamtlaufzeit des Signals
umfaßt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, wobei die Einrichtung (B) zur Ermittlung der Gesamtlaufzeit
des Signals eine Auswerteeinheit für die aus Einrichtung (A) erhaltene Zeitinformation
und eine Auswerteinheit für weitere, vom Multiplexer oder Sender übertragene Zeitinformationen
aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, wobei die Einrichtung (A) zur Bestimmung
der zeitlichen Position des von einem Sender erzeugten Signals bezüglich einer externen
Referenz
(A1) eine Einheit zur Markierung des Rahmenanfangs jedes oder ausgewählter Rahmen
eines von einem Multiplexer (201) ausgesendeten Signals (202) mit einem Rahmendetektor
(203);
(A2) eine Einheit zur Bestimmung der individuellen Referenzzeit (206) für jeden oder
ausgewählter Rahmen durch die Zeitbestimmungseinheit (205) in bezug auf eine global
verfügbare Zeitbasis (204);
(A3) eine Einheit zur Markierung des Rahmenanfangs jedes oder ausgewählter Rahmen
eines von einem Sender (207) ausgesendeten und in einen Rahmendetektor (209) eingespeisten
Signals (208) und
(A4) eine Einheit zur Bestimmung des individuellen Sendezeitpunktes (212) für jeden
oder ausgewählter Rahmen durch die Zeitbestimmungseinheit (211) in bezug auf dieselbe
global verfügbare Zeitbasis (210)
aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, wobei Einheit (A2) eine Einfügeeinheit (301) zum Einfügen
der Referenzzeit (206) in den gleichen oder einen der nachfolgenden Rahmen des ausgesendeten
Signals (302) als zusätzliche Zeitmarke aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, wobei Einheit(A3)
(A31) einen Rahmendetektor (209) zur Markierung des Rahmenanfangs und
(A32) einen Kanaldekoder (304), der mittels der markierten Rahmenanfänge synchronisiert
wird und dekodierte Daten als Bitstrom (305) bereitstellt,
aufweist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, wobei Einheit (A3) eine Zeitbestimmungseinheit (211)
aufweist, der das Signal (306) von Rahmendekoder (206) zugeführt wird.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, wobei Einheit (A3) einen Referenzzeitdekoder
(307) aufweist, der die Referenzzeit (206) aus dem Bitstrom (305) dekodiert.
23. Vorrichtung nach Anspruch 18, wobei Einheit (A2)
(i) einen TIST-Dekoder (402) zum Extrahieren eines individuellen TIST (403) eines
Rahmens aus dem am Sendereingang anliegenden ETI-Datenstrom (401) und
(ii) einen Subtrahierer (404) zur Differenzbildung zwischen dem individuellen TIST
(403) eines Rahmens und einer extern festgelegten konstanten Soll-Laufzeit (405)
aufweist, um Referenzzeit (206) zu bilden.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, wobei Einrichtung (B) einen Subtrahierer
(213) zum Subtrahieren der in Einheit (A2) bestimmten Referenzzeit (206) von dem in
Einheit (A4) bestimmten zugehörigen Sendezeitpunkt (212) und eine Einheit zur Ermittlung
der Gesamtlaufzeit (214) für jeden Rahmen aufweist.
25. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei Einrichtung (C) zur Beurteilung
der Synchronität des Senders aus der in Einrichtung (B) ermittelten Gesamtlaufzeit
des Senders
(C1) eine Einheit zum Prüfen der in Schritt (b) ermittelten Gesamtlaufzeit (214) auf
Einhaltung eines tolerablen Bereiches durch Vergleich mit einem Sollwert in Verbindung
mit einer maximal zulässigen Abweichung und
(C2) eine Einheit zum Erzeugen eines Stellsignals im Falle einer unzulässigen Abweichung
der ermittelten Gesamtlaufzeit (214) von dem Sollwert
aufweist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, wobei die Einheiten (C1) und (C2) den verwendeten Sollwert
durch Addieren einer Korrekturzeit (503) zu einem extern festgelegten Sollwert bilden.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, wobei die Korrekturzeit (503) in Einheit (A2) durch
(i) Ermittlung der Laufzeit (504) des über das Transportnetzwerk ausgesendeten (302)
und empfangenen (507) Signals durch die Laufzeitmeßeinrichtung (506) und
(ii) Subtrahieren einer extern festgelegten konstanten Soll-Laufzeit (501) von der
im Schritt (i) erhaltenen Laufzeit (504) mittels eines Subtrahierers (502)
ermittelt wird.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, wobei die ermittelte Korrekturzeit (503)
(i) in Einheit A2 durch die Einfügeeinheit (505) ähnlich der Referenzzeit (206) als
zusätzliche Zeitinformation in das auszusendende Signal (302) eingefügt und
(ii) in Einheit (A3) durch einen Zeitinformationsdekoder (514) ähnlich der Referenzzeit
(206) aus dem Bitstrom (305) dekodiert
wird.
29. Vorrichtung nach Anspruch 25 bis 28, wobei das von Einheit (C2) erzeugte Stellsignal
einen Alarm in einer übergeordneten Überwachungs- und Steuereinheit auslöst.
30. Vorrichtung nach Anspruch 25 bis 28, wobei das von Einheit (C2) erzeugte Stellsignal
den Sender abschaltet, wobei der abgeschaltete Sender durch einen Reservesender ergänzt
werden kann.