| (19) |
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(11) |
EP 1 278 950 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2005 Patentblatt 2005/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.04.2001 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/001556 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/081747 (01.11.2001 Gazette 2001/44) |
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VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES KRAFTSTOFFVERSORGUNGSSYSTEMS FÜR EINE BRENNKRAFTMASCHINE
INSBESONDERE EINES KRAFTFAHRZEUGS
METHOD FOR OPERATING A FUEL SUPPLY SYSTEM FOR AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE, ESPECIALLY
IN A MOTOR VEHICLE
PROCEDE POUR FAIRE FONCTIONNER UN SYSTEME D'ALIMENTATION EN CARBURANT D'UN MOTEUR
A COMBUSTION INTERNE, NOTAMMENT DANS UN VEHICULE AUTOMOBILE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT |
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Priorität: |
27.04.2000 DE 10020629
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.01.2003 Patentblatt 2003/05 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- LORCH, Walter
74374 Zaberfeld (DE)
- WILTSCHEK, Gerhard
71665 Vaihingen/Enz. (DE)
- LANG, Harald
71706 Markgröningen (DE)
- BOCHUM, Hansjoerg
Novi, MI 48377 (US)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 780 559 DE-C- 19 626 689
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DE-A- 19 604 552
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftstoffversorgungssystems
für eine Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem Kraftstoff
von einer Pumpe in einen Druckspeicher gepumpt wird, bei dem der Druck in dem Druckspeicher
gemessen wird, und bei dem der Druck in dem Druckspeicher durch die Ansteuerung eines
Drucksteuerventils veränderbar ist. Des weiteren betrifft die Erfindung ein entsprechendes
Kraftstoffversorgungssystem für eine Brennkraftmaschine sowie ein Steuergerät für
ein derartiges Kraftstoffversorgungssystem.
[0002] An eine Brennkraftmaschine beispielsweise eines Kraftfahrzeugs werden immer höhere
Anforderungen im Hinblick auf eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der erzeugten
Abgase bei einer gleichzeitig erwünschten erhöhten Leistung gestellt. Zu diesem Zweck
sind moderne Brennkraftmaschinen mit einem Kraftstoffversorgungssystem versehen, bei
dem die Zuführung von Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine elektronisch,
insbesondere mit einem rechnergestützten Steuergerät, gesteuert und/oder geregelt
wird. Dabei ist es möglich, den Kraftstoff in ein Luftansaugrohr der Brennkraftmaschine
oder direkt in den Brennraum der Brennkraftmaschine einzuspritzen.
[0003] Insbesondere bei der zuletzt genannten Art, der sogenannten Direkteinspritzung, ist
es erforderlich, daß der Kraftstoff unter Druck in den Brennraum eingespritzt wird.
Zu diesem Zweck ist ein Druckspeicher vorgesehen, in den der Kraftstoff mittels einer
Pumpe gepumpt und unter einen hohen Druck gesetzt wird. Von dort wird der Kraftstoff
dann über Einspritzventile in die Brennräume der Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0004] Unter anderem aufgrund des hohen Drucks ist es möglich, daß Bauteile des Kraftstoffversorgungssystems
z.B. alterungsbedingt sich verändern. So ist es möglich, daß das Drucksteuerventil,
mit dem der Druck in dem Druckspeicher gesteuert und/oder geregelt werden kann, langsam
seine Funktionsfähigkeit verändert. Ebenfalls ist es möglich, daß das Drucksteuerventil
aufgrund von Verschmutzungen schlagartig ausfällt. Derartige Veränderungen der Funktion
des Drucksteuerventils können Aussetzer oder einen sonstigen fehlerhaften Lauf der
Brennkraftmaschine zur Folge haben.
[0005] Ein Fehler eines Drucksteuerventils, angeschlossen an einen COMMON -RAIL Druckspeicher
einer Einspritzanlage, wird nach dem Stand der Technik ( DE 196 04 552 A; BOSCH GMBH
ROBERT, Ansprüche) erkannt, wenn bei völlig geöffnetem Drucksteuerventil der gemessene
Druckabfall zu klein ist.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, im Kraftstoffversorgungssystems für eine Brennkraftmaschine
einer langsam auftretender Fehler des Drucksteuerventils schnell und sicher zu erkennen.
Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen aus den unabhangigen Ansprüchen.
[0007] Wird das Drucksteuerventil vollständig geöffnet, so hat dies zur Folge, daß an dem
Drucksteuerventil ein Staudruck entsteht. Dieser Staudruck kann bei einem intakten
Drucksteuerventil vorab ermittelt werden. Der Staudruck ist dabei insbesondere von
Parametern des Drucksteuerventils abhängig, wie beispielsweise dem Strömungsquerschnitt
desselben. Durch die Messung des tatsächlichen Drucks in dem Druckspeicher nach dem
vollständigen Öffnen des Drucksteuerventils wird letztlich der aktuell vorliegende
Staudruck an dem Drucksteuerventil gemessen. Dieser gemessene Staudruck wird dann
mit dem erwarteten Staudruck verglichen und aus dem Vergleich kann dann auf die Funktionsfähigkeit
des Drucksteuerventils geschlossen werden.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren kann schnell und ohne einen wesentlichen zusätzlichen
Aufwand durchgeführt werden. Des weiteren kann mit dem Verfahren sicher erkannt werden,
ob das Drucksteuerventil intakt ist oder nicht. Das erfindungsgemäße Verfahren kann
dabei im Betrieb der Brennkraftmaschine, aber auch im Rahmen einer Überprüfung derselben
z.B. in einer Werkstatt durchgeführt werden.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Druck in dem Druckspeicher erst nach einer
Wartezeit nach dem Öffnen des Drucksteuerventils gemessen wird. Damit wird gewährleistet,
daß sich der Staudruck an dem Drucksteuerventil vollständig aufgebaut hat.
[0010] Bei vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung wird der erwartete Druck in Abhängigkeit
von Parametern eines intakten Drucksteuerventils und/oder in Abhängigkeit von aktuellen
Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine ermittelt.
[0011] Es wird dann das Drucksteuerventil als verschmutzt erkannt, wenn der gemessene Druck
größer ist als der erwartete Druck.
[0012] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung befindet sich die Brennkraftmaschine
im Schiebebetrieb oder im Leerlaufbetrieb. Dies sind Betriebszustände der Brennkraftmaschine,
in denen sich das erfindungsgemäße Verfahren besonders gut durchführen läßt.
[0013] Ebenfalls ist es vorteilhaft, wenn sich die Temperatur und/oder die Drehzahl der
Brennkraftmaschine in einem zulässigen Bereich befindet. Damit wird die Zuverlässigkeit
des erfindungsgemäßen Verfahrens weiter verbessert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0014]
- Figur 1
- zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Kraftstoffversorgungssystems, und
- Figur 2
- zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betreiben des Kraftstoffversorgungssystems der Figur 1.
[0015] In der Figur 1 ist ein Kraftstoffversorgungssystem 1 dargestellt, das für die Verwendung
in einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist. Bei dem Kraftstoffversorgungssystem
1 handelt es sich um ein sogenanntes Common-Rail-System, das insbesondere bei einer
Brennkraftmaschine mit Direkteinspritzung zur Anwendung kommt. Derartige Common-Rail-Systeme
sind von Benzin-; wie auch von Diesel-Brennkraftmaschinen bekannt.
[0016] Das Kraftstoffversorgungssystem 1 weist einen Druckspeicher 2 auf, der mit einem
Drucksensor 3 und einem Drucksteuerventil 4 versehen ist. Der Druckspeicher 2 ist
über eine Druckleitung 5 mit einer Hochdruckpumpe 6 verbunden. Die Hochdruckpumpe
6 ist über eine Druckleitung 8 an das Drucksteuerventil 4 angeschlossen. Über eine
Druckleitung 9 und ein Filter ist das Drucksteuerventil 4 und damit auch die Hochdruckpumpe
6 mit einer vorzugsweise elektrischen Kraftstoffpumpe 10 verbunden, die dazu geeignet
ist, Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter 11 anzusaugen.
[0017] Das Kraftstoffversorgungssystem 2 weist vier Einspritzventile 13 auf, die über Druckleitungen
14 mit dem Druckspeicher 2 verbunden sind. Die Einspritzventile 13 sind dazu geeignet,
Kraftstoff in entsprechende Brennräume der Brennkraftmaschine einzuspritzen.
[0018] Mittels einer Signalleitung 15 ist der Drucksensor 3 mit einem Steuergerät 16 verbunden,
an das des weiteren eine Mehrzahl anderer Signalleitungen als Eingangsleitungen angeschlossen
sind. Mittels einer Signalleitung 17 ist die Kraftstoffpumpe 10 und über eine Signalleitung
18 ist das Drucksteuerventil 4 mit dem Steuergerät 16 verbunden. Des weiteren sind
die Einspritzventile 13 mittels Signalleitungen 19 an das Steuergerät 16 angeschlossen.
[0019] Der Kraftstoff wird von der Kraftstoffpumpe 10 aus dem Kraftstoffbehälter 11 zu der
Hochdruckpumpe 6 gepumpt. Mit Hilfe der Hochdruckpumpe 6 wird in dem Druckspeicher
2 ein Druck erzeugt, der von dem Drucksensor 3 gemessen wird und durch eine entsprechende
Betätigung des Drucksteuerventils 4 auf einen gewünschten Wert eingestellt werden
kann. Über die Einspritzventile 13 wird dann der Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzt.
[0020] Für die Bemessung der in den Brennraum eingespritzten Kraftstoffmenge bzw. Kraftstoffmasse
ist unter anderem der Druck in dem Druckspeicher 2 wesentlich. Je größer der Druck
in dem Druckspeicher 2 ist, desto mehr Kraftstoff wird während derselben Einspritzzeit
in den Brennraum eingespritzt. Dieser Druck in dem Druckspeicher 2 kann von dem Steuergerät
16 eingestellt und verstellt werden.
[0021] Hierzu steuert das Steuergerät 16 das Drucksteuerventil 4 in seinen geschlossenen
Zustand, so daß die Hochdruckpumpe 6 und die Kraftstoffpumpe 10 einen immer weiter
ansteigenden Druck in dem Druckspeicher 2 erzeugen. Umgekehrt steuert das Steuergerät
16 das Drucksteuerventil 4 in seinen geöffneten Zustand, so daß der Kraftstoff aus
dem Druckspeicher 2 wieder abfließt und sich der Druck in dem Druckspeicher 2 wieder
vermindert.
[0022] Im vollständig geöffneten Zustand entsteht ein Staudruck an dem Drucksteuerventil
4. Dieser Staudruck ist von dem freien Strömungsquerschnitt des Drucksteuerventils
4 und von der Menge des durchfließenden Kraftstoffs abhängig. Die letztgenannte Kraftstoffmenge
ist wiederum unter anderem abhängig von der Drehzahl der Brennkraftmaschine, der Menge
des geförderten Kraftstoffs und der Menge des in die Brennkraftmaschine eingespritzten
Kraftstoffs.
[0023] Nach einer längeren Betriebsdauer des Drucksteuerventils 4 ist es möglich, daß sich
der Strömungsquerschnitt des Drucksteuerventils 4 aufgrund von Verschmutzungen oder
sonstigen Ablagerungen langsam verengt. Dies führt zu einer schleichenden Veränderung
des von dem Drucksteuerventils 4 beeinflussten Drucks in dem Druckspeicher 2. Insbesondere
entsteht bei einem geringeren Strömungsquerschnitt des Drucksteuerventils 4 in dem
Druckspeicher 2 ein größerer Druck als dies an sich der Fall sein sollte. Im Extremfall
führt eine vollständige Verlegung des Strömungsquerschnitts des Drucksteuerventils
4 zu dessen Funktionsunfähigkeit und damit zum Ausfall des Kraftstoffversorgungssystems
1.
[0024] Mit dem Verfahren nach der Figur 2 wird eine schleichende Verschmutzung des Drucksteuerventils
4 erkannt. Das Verfahren der Figur 2 wird von dem Steuergerät 16 durchgeführt.
[0025] In einem Block 21 wird von dem Steuergerät 16 überprüft, ob sich die Temperatur der
Brennkraftmaschine in einem zulässigen Bereich befindet. Dies ist erforderlich, damit
das Verfahren der Figur 2 zuverlässig durchgeführt werden kann. Befindet sich die
Temperatur nicht in dem zulässigen Bereich, so wird das Verfahren der Figur 2 abgebrochen
und in einem späteren Zeitpunkt wieder gestartet.
[0026] Befindet sich die Temperatur der Brennkraftmaschine in dem zulässigen Bereich, so
wird in einem nachfolgenden Block 22 überprüft, ob sich die Brennkraftmaschine im
Zustand des Schubabschaltens befindet. In diesem Zustand wird die Brennkraftmaschine
"von außen" angetrieben. Als Beispiel kann eine Bergabfahrt eines Kraftfahrzeugs angegeben
werden, bei der der Fahrer weder das Fahrpedal, noch das Kupplungspedal betätigt,
so daß das Kraftfahrzeug mit eingekuppeltem Getriebe, jedoch ohne Antrieb den Berg
hinunterrollt. In diesem Zustand wird die Brennkraftmaschine von dem bergabwärts rollenden
Kraftfahrzeug "angeschoben". Der Zustand wird deshalb auch als Schiebebetrieb (oder
Schubbetrieb) bezeichnet.
[0027] Befindet sich die Brennkraftmaschine nicht im Schiebebetrieb, so wird das Verfahren
der Figur 2 abgebrochen und in einem späteren Zeitpunkt wiederholt. Befindet sich
jedoch die Brennkraftmaschine im Schiebebetrieb, so wird in einem Block 23 das Drucksteuerventil
4 (DSV) vollständig von dem Steuergerät 16 geöffnet.
[0028] In einem Block 24 wird von dem Steuergerät 16 eine Wartezeit abgewartet, bis sich
ein Staudruck an dem Drucksteuerventil 4 aufgebaut hat. Diese Wartezeit ist von dem
Drucksteuerventil 4 abhängig und kann vorab ermittelt und in dem Steuergerät 16 abgespeichert
werden.
[0029] Nach Ablauf der Wartezeit wird in einem Block 25 von dem Drucksensor 3 der Druck
in dem Druckspeicher 2 gemessen. Diese Messung wird von dem Steuergerät 16 veranlaßt
und durchgeführt. Aufgrund des vollständig geöffneten Drucksteuerventils 4 handelt
es sich bei diesem gemessenen Druck um den Staudruck an dem Drucksteuerventil 4.
[0030] In einem nachfolgenden Block 26 wird von dem Steuergerät 16 ein Vergleichswert für
den Staudruck berechnet. Bei dem Vergleichswert handelt es sich um einen erwarteten
Druck, der sich bei intaktem Drucksteuerventil 4 einstellen müßte. Der Vergleichswert
ist abhängig von dem momentanen Betriebszustand der Brennkraftmaschine, also von den
aktuellen Betriebsgrößen derselben, wie z.B. deren Drehzahl, Motortemperatur, und
dergleichen. Weiterhin ist der Vergleichswert abhängig von Parametern des Drucksteuerventils
4, die in einer Kennlinie oder einem Kennfeld in dem Steuergerät 16 abgespeichert
sind. Die genannten Parameter beziehen sich dabei auf ein intaktes Drucksteuerventil
4 und können insbesondere vorab an einem neuwertigen Drucksteuerventil 4 ermittelt
und dann in dem Steuergerät 16 abgespeichert werden.
[0031] In einem nachfolgenden Block 27 wird nochmals von dem Steuergerät 16 überprüft, ob
sich die Brennkraftmaschine noch in dem Zustand des Schubabschaltens befindet. Ist
dies nicht mehr der Fall, so wird das Verfahren der Figur 2 abgebrochen und in einem
späteren Zeitpunkt wiederholt.
[0032] Befindet sich die Brennkraftmaschine noch im Schiebebetrieb, so wird von dem Steuergerät
16 in einem Block 28 der gemessene Staudruck mit dem Vergleichswert (MaxWert) verglichen.
Ist der gemessene Staudruck kleiner als der Vergleichswert, so wird daraus von dem
Steuergerät 16 in einem Block 29 auf ein intaktes Drucksteuerventil 4 geschlossen.
[0033] Ist hingegen der gemessene Staudruck größer als der berechnete Vergleichswert, so
wird von dem Steuergerät 16 in einem Block 30 auf eine Verschmutzung des Strömungsquerschnitts
des Drucksteuerventils 4 geschlossen.
[0034] Bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren ist es möglich, daß anstelle des Schiebebetriebs
ein Leerlaufbetrieb der Brennkraftmaschine zur Druchführung des Verfahrens ausgewählt
wird. Ebenfalls ist es möglich, daß zusätzlich zu der Voraussetzung, daß sich die
Temperatur der Brennkraftmaschine in einem zulässigen Bereich befinden muß, als weitere
Voraussetzung für die Druchführung des Verfahrens der Figur 2 sich die Drehzahl der
Brennkraftmaschine in einem zulässigen Bereich befinden muß.
[0035] Das vorstehend beschriebene Verfahren kann während des Betriebs der Brennkraftmaschine
durchgeführt werden. Ebenfalls ist es möglich, daß Verfahren in der Werkstatt mit
Hilfe eines entsprechenden Testgeräts ausführen zu lassen.
[0036] Die genannten Parameter des intakten Drucksteuerventils 4 können allgemein für einen
bestimmten Brennkraftmaschinentyp, aber auch individuell für jede Brennkraftmaschine
ermittelt und abgespeichert werden. Bei einem Austausch des Drucksteuerventils 4 können
neue Parameter ermittelt und in das Steuergerät 16 eingelesen werden.
1. Verfahren zum Betreiben eines Kraftstoffversorgungssystems (1) für eine Brennkraftmaschine
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, bei dem Kraftstoff von einer Pumpe (6, 10) in einen
Druckspeicher (2) gepumpt wird, bei dem der Druck (prist) in dem Druckspeicher (2)
gemessen wird, und bei dem der Druck (prist) in dem Druckspeicher (2) durch die Ansteuerung
eines Drucksteuerventils (4) veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksteuerventil (4) vollständig geöffnet wird, dass es sich bei dem gemessenen
Druck aufgrund des vollständig geöffneten Drucksteuerventils (4) um den Staudruck
an dm Drucksteuerventil (4) handelt, das der gemessene Druck in dem Druckspeicher
(2) mit einem erwarteten Druck verglichen wird, bei dem es sich um einen Vergleichswert
für den Staudruck handelt, und dass aus dem Vergleich auf die Funktionsfähigkeit des
Drucksteuerventils (4) geschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in dem Druckspeicher (2) erst nach einer Wartezeit nach dem Öffnen des
Drucksteuerventils (4) gemessen wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erwartete Druck in Abhängigkeit von Parametern eines intakten Drucksteuerventils
(4) ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erwartete Druck in Abhängigkeit von aktuellen Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine
ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Drucksteuerventil als verschmutzt erkannt wird, wenn der gemessene Druck größer
ist als der erwartete Druck.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Brennkraftmaschine im Schiebebetrieb oder im Leerlaufbetrieb befindet.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Temperatur und/oder die Drehzahl der Brennkraftmaschine in einem zulässigen
Bereich befindet.
8. Elektrisches Steuerelement, insbesondere Flash-Memory oder Read-Only-Memory, für ein
Steuergerät (16) einer Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs, auf dem
ein Programm abgespeichert ist, das auf einem Rechengerät, insbesondere auf einem
Mikroprozessor, ablauffähig und zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 7 geeignet ist.
9. Steuergerät (16) für ein Kraftstoffversorgungssystem (1) einer Brennkraftmaschine
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, wobei bei dem Kraftstoffversorgungssystem (1) Kraftstoff
von einer Pumpe (6, 10) in einen Druckspeicher (2) gepumpt wird, der Druck (prist)
in dem Druckspeicher (2) messbar ist, und der Druck (prist) in dem Druckspeicher (2)
durch die Ansteuerung eines Drucksteuerventils (4) veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Steuergerät (16) das Drucksteuerventil (4) vollständig geöffnet wird, dass
es sich bei dem gemessenen Druck aufgrund des vollständig geöffneten Drucksteuerventils
(4) um den Staudruck an dem Drucksteuerventil (4) handelt, dass durch das Steuergerät
816) der gemessene Druck in dem Druckspeicher (2) mit einem erwarteten Druck verglichen
wird, bei dem es sich um einen Vergleichswert für den Staudruck handelt, und dass
aus dem Vergleich auf die Funktionsfähigkeit des Drucksteuerventils (4) geschlossen
wird.
10. Kraftstoffversorgungssystem (1) für eine Brennkraftmaschine insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
bei dem Kraftstoff von einer Pumpe (6, 10) in einen Druckspeicher (2) gepumpt wird,
bei dem der Druck (prist) in dem Druckspeicher (2) messbar ist, und bei dem der Druck
(prist) in dem Druckspeicher (2) durch die Ansteuerung eines Drucksteuerventils (4)
veränderbar ist, sowie mit einem Steuergerät (16), dadurch gekennzeichnet, dass durch das Steuergerät (16) das Drucksteuerventil (4) vollständig geöffnet wird, dass
es sich bei dem gemessenen Druck aufgrund des vollständig geöffneten Drucksteuerventils
(4)um dem Staudruck an dem Drucksteuerventil (4) handelt, dass durch das Steuergerät
(16) der gemessene Druck in dem Druckspeicher (2) mit einem erwarteten Druck verglichen
wird, bei dem es sich um einen Vergleichswert für den Staudruck handelt, und dass
aus dem Vergleich auf die Funktionsfähigkeit des Drucksteuerventils (4) geschlossen
wird.
1. Method for operating a fuel supply system (1) for an internal combustion engine, in
particular in a motor vehicle, in which fuel is pumped by a pump (6, 10) into a pressurized
store (2), in which the pressure (prist) in the pressurized store (2) is measured,
and in which the pressure (prist) in the pressurized store (2) can be changed by actuation
of a pressure control valve (4), characterized in that the pressure control valve (4) is completely opened, in that the pressure measured is the dynamic pressure at the pressure control valve (4),
on account of the pressure control valve (4) being completely open, in that the pressure which is measured in the pressurized store (2) is compared with an expected
pressure, which acts as a comparison value for the dynamic pressure, and in that the comparison is used to draw conclusions as to the ability of the pressure control
valve (4) to function.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the pressure in the pressurized store (2) is only measured following a waiting time
after the pressure control valve (4) has been opened.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the expected pressure is determined as a function of parameters of an intact pressure
control valve (4).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the expected pressure is determined as a function of current operating variables
of the internal combustion engine.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the pressure control valve is recognized as soiled if the measured pressure is greater
than the expected pressure.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the internal combustion engine is in overrun mode or in idling mode.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the temperature and/or speed of the internal combustion engine is within a permissible
range.
8. Electrical control element, in particular flash memory or read only memory, for a
control unit (16) of an internal combustion engine, in particular in a motor vehicle,
on which is stored a program which can run on a computer, in particular on a microprocessor,
and is suitable for carrying out a method according to one of Claims 1 to 7.
9. Control unit (16) for a fuel supply system (1) of an internal combustion engine, in
particular in a motor vehicle, in which fuel in the fuel supply system (1) is pumped
by a pump (6, 10) into a pressurized store (2), the pressure (prist) in the pressurized
store (2) can be measured, and the pressure (prist) in the pressurized store (2) can
be changed by actuating a pressure control valve (4), characterized in that the pressure control valve (4) is completely opened by the control unit (16), in that the pressure measured is the dynamic pressure at the pressure control valve (4),
on account of the pressure control valve (4) being completely open, in that the pressure which is measured in the pressurized store (2) is compared by the control
unit (16) with an expected pressure, which acts as a comparison value for the dynamic
pressure, and in that the comparison is used to draw conclusions as to the ability of the pressure control
valve (4) to function.
10. Fuel supply system (1) for an internal combustion engine, in particular in a motor
vehicle, in which fuel is pumped by a pump (6, 10) into a pressurized store (2), in
which the pressure (prist) in the pressurized store (2) can be measured, and in which
the pressure (prist) in the pressurized store (2) can be changed by actuation of a
pressure control valve (4), and having a control unit (16), characterized in that the pressure control valve (4) is completely opened by the control unit (16), in that the pressure measured is the dynamic pressure at the pressure control valve (4),
on account of the pressure control valve (4) being completely open, in that the pressure which is measured in the pressurized store (2) is compared by the control
unit (16) with an expected pressure, which acts as a comparison value for the dynamic
pressure, and in that the comparison is used to draw conclusions as to the ability of the pressure control
valve (4) to function.
1. Procédé de fonctionnement d'un système d'alimentation en carburant (1) pour un moteur
à combustion interne, en particulier d'un véhicule automobile, avec une pompe (6,
10) qui refoule du carburant dans un accumulateur de pression (2), selon lequel on
mesure la pression (prist) régnant dans l'accumulateur de pression (2) et qui peut
être modifiée en commandant une soupape de commande de pression (4),
caractérisé en ce qu'
on ouvre complètement la soupape de commande de pression (4), et lorsque la soupape
de commande de pression (4) est entièrement ouverte la pression mesurée est la pression
dynamique au niveau de la soupape de commande de pression (4), on compare la pression
mesurée dans l'accumulateur de pression (2) à une pression escomptée, qui est une
valeur comparative pour la pression dynamique, et on détermine l'aptitude au fonctionnement
de la soupape de commande de pression (4) sur la base de la comparaison.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la pression régnant dans l'accumulateur de pression (2) est mesurée seulement après
écoulement d'un temps d'attente après l'ouverture de la soupape de commande de pression
(4).
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la pression escomptée est déterminée en fonction de paramètres d'une soupape de commande
de pression (4) intacte.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la pression escomptée est déterminée en fonction de grandeurs de fonctionnement actuelles
du moteur à combustion interne.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la soupape de commande de pression est classée comme encrassée lorsque la pression
mesurée est plus élevée que la pression escomptée.
6. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moteur à combustion interne se trouve en poussée ou au ralenti.
7. Procédé selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la température et/ou la vitesse de rotation du moteur à combustion interne se trouvent
dans une plage admissible.
8. Elément de commande électrique, en particulier mémoire flash ou mémoire morte, pour
un appareil de commande (16) d'un moteur à combustion interne, en particulier d'un
véhicule automobile, sur lequel est enregistré un programme qui peut être exécuté
sur un calculateur, en particulier sur un microprocesseur et qui est approprié pour
la mise en oeuvre d'un procédé selon une des revendications 1 à 7.
9. Appareil de commande (16) pour un système d'alimentation en carburant (1) d'un moteur
à combustion interne, en particulier d'un véhicule automobile, avec dans le système
d'alimentation en carburant (1), une pompe (6, 10) qui refoule du carburant dans un
accumulateur de pression (2), et qui mesure la pression (prist) régnant dans l'accumulateur
de pression (2) qui peut être modifiée commandant une soupape de commande de pression
(4),
caractérisé en ce qu'
l'appareil de commande (16), ouvre complètement la soupape de commande de pression
(4) et du fait que la soupape de commande de pression (4) est entièrement ouverte,
la pression mesurée est la pression dynamique au niveau de la soupape de commande
de pression (4), l'appareil de commande (16) compare la pression mesurée dans l'accumulateur
de pression (2) à une pression escomptée, qui est une valeur comparative pour la pression
dynamique, et on détermine l'aptitude au fonctionnement de la soupape de commande
de pression (4) sur la base de la comparaison.
10. Système d'alimentation en carburant (1) pour un moteur à combustion interne, en particulier
d'un véhicule automobile, qui refoule du carburant avec une pompe (6, 10) qui refoule
du carburant dans un accumulateur de pression (2), dans lequel la pression (prist)
régnant dans l'accumulateur de pression (2) peut être mesurée et modifiée en commandant
une soupape de commande de pression (4), et comprenant aussi un appareil de commande
(16),
caractérisé en ce que
l'appareil de commande (16), ouvre complètement la soupape de commande de pression
(4) et du fait que la soupape de commande de pression (4) est entièrement ouverte,
la pression mesurée est la pression dynamique au niveau de la soupape de commande
de pression (4), l'appareil de commande (16) compare la pression mesurée dans l'accumulateur
de pression (2) à une pression escomptée, qui est une valeur comparative pour la pression
dynamique, et on détermine l'aptitude au fonctionnement de la soupape de commande
de pression (4) sur la base de la comparaison.

