[0001] Die Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere
Oberfräse, mit einer auf ein Werkstück auflegbaren Führungsschiene, die eine an der
Oberseite der Führungsschiene hochstehende, sich in Führungsschienen-Längsrichtung
erstreckende Führungsrippe aufweist, und mit einem auf die Führungsschiene aufsetzbaren
und in Längsrichtung verschiebbaren Führungselement, das eine der Führungsrippe entsprechende
Führungsnut bildet und mit der Handwerkzeugmaschine verbunden oder verbindbar ist,
derart, dass in der Gebrauchslage ein an der Handwerkzeugmaschine festgelegtes Bearbeitungswerkzeug
seitlich neben einer Längskante der Führungsschiene angeordnet ist, wobei die Führungsschiene
eine entlang einer in Längsrichtung verlaufenden Linie angeordnete Reihe von Rastausnehmungen
aufweist und an dem Führungselement ein den Rastausnehmungen zugeordnetes, vom Benutzer
betätigbares Rastglied angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Führungsvorrichtung geht aus der DE 37 41 439 C2 hervor. Mit ihrer
Hilfe kann im Falle einer Oberfräse als Handwerkzeugmaschine eine Lochreihe schnell
und exakt in das jeweilige Werkstück eingebracht werden. Nach dem anfänglichen Justieren
der Führungsschiene auf dem Werkstück werden die Löcher bei jeweils mit der betreffenden
Rastausnehmung verrastetem Rastglied gebohrt. Zwischen den einzelnen Bohrungen muss
die Oberfräse lediglich auf der Führungsschiene verschoben werden. Das anfängliche
Justieren umfasst die Ausrichtung der Führungsschiene sowohl in Querrichtung als auch
in Längsrichtung. Dabei erfolgt die richtige Positionierung der Führungsschiene in
Längsrichtung mit Hilfe einer an der Unterseite der Führungsschiene anzuordnenden
Anschlageinrichtung, die an der zugewandten Stirnseite des jeweiligen Werkstücks zur
Anlage gebracht wird.
[0003] Beispielsweise bei Seitenwänden von Möbelstücken ist es erforderlich, eine hintere
und eine vordere Reihe von Löchern zur Aufnahme von Fachbodenträgern zu bohren. Verwendet
man hierzu die Führungsvorrichtung gemäß der DE 37 41 439 C2, wird zunächst eine der
Lochreihen gebohrt, wonach man die Führungsschiene sozusagen unter Vertauschung ihrer
Längsenden auf dem Werkstück umsetzen muss. Ferner muss die Anschlageinrichtung gelöst
und am entgegengesetzten Ende der Führungsschiene wieder angebracht werden, damit
sie der gleichen Stirnseite der jeweiligen Möbel-Seitenwand gegenüberliegt. Anschließend
kann dann die zweite Lochreihe gebohrt werden.
[0004] Das Umsetzen der Führungsschiene und der Anschlageinrichtung ist verhältnismäßig
umständlich und zeitaufwendig. Ferner können sich Toleranzen in der Längslage der
Lochreihen ergeben, was bei fertigem Möbelstück ein Wackeln der Fachböden zur Folge
hat.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Führungsvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der Arbeits- und Justieraufwand, der
mit dem Ausführen von mehreren Reihen von Bearbeitungsvorgängen am Werkstück verbunden
ist, verringert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Rastausnehmungsreihe
mittig an der Führungsrippe und die Führungsrippe in halber Breite der Führungsschiene
angeordnet ist, oder dass die Rastausnehmungsreihe mittig zwischen der Führungsrippe
und einer zweiten Führungsrippe in halber Breite der Führungsschiene angeordnet ist,
oder dass die Führungsrippe mittig zwischen der Rastausnehmungsreihe und einer zweiten
Rastausnehmungsreihe in halber Breite der Führungsschiene angeordnet ist, so dass
das Führungselement in zwei um 180° verdrehten Gebrauchslagen auf die Führungsschiene
aufsetzbar ist und das Rastglied in beiden Gebrauchslagen mit der Rastausnehmungsreihe
bzw. einer der Rastausnehmungsreihen zusammenwirkt.
[0007] Eine in dieser Weise ausgebildete Führungsschiene muss lediglich in Querrichtung
zur zweiten zu bohrenden Lochreihe od. dgl. hin verschoben werden. Dabei bleibt die
Anschlageinrichtung unverändert an der Führungsschiene. Nach dem Verschieben in Querrichtung
um das erforderliche Maß muss nur das Führungselement mit der Handwerkzeugmaschine
in umgedrehter Lage wieder aufgesetzt werden.
[0008] Aus der WO 99/42246 A geht ein Schweißgerät hervor, das an einem motorisch antreibbaren
Wagen sitzt, dem eine Führungsschiene mit zwei an ihren Längskanten verlaufenden Führungsrippen
zugeordnet ist. Der Wagen ist zwischen den beiden Führungsrippen geführt. Die Führungsrippen
weisen an ihrer Oberseite jeweils eine Lochreihe auf, in die Antriebsräder des Wagens
eingreifen. Der Wagen mit dem Schweißgerät kann zwar umgesetzt werden. Ein Verrasten
mittels eines vom Benutzer zu betätigenden Rastgliedes und zugeordneter Rastausnehmungsreihe
findet jedoch nicht statt.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Führungsvorrichtung gemäß vorliegender Erfindung in Draufsicht, wobei die Führungsschiene
auf ein Werkstück aufgelegt ist,
- Fig. 2
- die Anordnung nach Fig. 1 im Längsschnitt gemäß der Schnittlinie II-II,
- Fig. 3
- die Anordnung nach Fig. 1 im Querschnitt gemäß der Schnittlinie III-III und
- Figuren 4 und 5
- jeweils eine andere Ausführungsform der Führungsschiene in schematischer Schrägansicht
in Teildarstellung.
[0010] Die aus den Figuren 1 bis 3 insgesamt hervorgehende Führungsvorrichtung dient zum
Führen einer Handwerkzeugmaschine, im dargestellten Falle eine lediglich mit ihrem
Umriss strichpunktiert angedeutete Oberfräse 1, über ein Werkstück 2, das beispielsweise
von einer Seitenwand eines Möbelstücks gebildet wird, in die zwei parallele Lochreihen
gebohrt werden sollen, so dass bei fertigem Schrank Fachbodenträger zum Halten von
Fachböden eingesteckt werden können. In Fig. 1 sind von der ersten Lochreihe 3 bereits
vier Löcher 3a,3b,3c und 3d gebohrt. Das fünfte Loch ist gerade in Bearbeitung. Die
Stellen der noch nicht gebohrten Löcher sowohl der ersten Lochreihe 3 als auch der
zweiten Lochreihe 4 sind durch kleine Kreuze angegeben. Von der zweiten Lochreihe
4 ist noch keines der Löcher gebohrt.
[0011] Die Führungsvorrichtung enthält eine längliche Führungsschiene 5, die auf das Werkstück
2 aufgelegt wird und eine an ihrer Oberseite hochstehende, sich in Führungsschienen-Längsrichtung
6 erstreckende Führungsrippe 7 aufweist. Die Führungsvorrichtung enthält ferner ein
Führungselement 8, das auf die Führungsschiene 5 aufsetzbar und im aufgesetzten Zustand
in Längsrichtung 6 verschiebbar ist. Dabei bildet das Führungselement 8 eine der Führungsrippe
7 der Führungsschiene 5 entsprechende Führungsnut 9, in die die Führungsrippe 7 eingreift,
so dass Führungselement 8 bei seinem Verschieben sicher geführt wird.
[0012] Das Führungselement 8 erstreckt sich von der Führungsrippe 7 aus zur Seite hin und
trägt dort die Oberfräse 1. Dabei kann die Oberfräse 1 fest oder lösbar mit dem Führungselement
8 verbunden sein. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dass in der aus den Figuren
1 bis 3 hervorgehenden Gebrauchslage das an der Oberfräse 1 festgelegte und von dieser
antreibbare Fräs- oder Bohrwerkzeug 10 seitlich neben einer Längskante 11 der Führungsschiene
5 angeordnet ist, so dass es am vor der Längskante 11 frei liegenden Werkstück 2 angreifen
kann. Das Führungselement 8 steht von der Führungsrippe 7 der Führungsschiene 5 aus
zu dieser Seite hin ab und über die Führungsschienen-Längskante 11 vor, so dass die
Oberfräse 1 mit vor der Längskante 11 angeordnetem Werkzeug 10 gehalten wird. Das
Führungselement 8 weist an der Stelle des Werkzeugs 10 eine von diesem durchgriffene
öffnung 12 auf.
[0013] An der Führungsschiene 5 ist entlang einer in Längsrichtung 6 verlaufenden Linie
eine Reihe 13 von Rastausnehmungen 13a,13b,13c usw. angeordnet. Der Abstand zwischen
den Rastausnehmungen 13a,13b,13c usw. ist konstant. Das Führungselement 8 und somit
die Oberfräse 1 kann an den einzelnen Rastausnehmungen der Rastausnehmungsreihe 13
verrastet werden, so dass man die Löcher der Lochreihen 3 und 4 jeweils bei verrastetem
Führungselement 8 bohren kann. Der Abstand zwischen den Löchern 3a,3b,3c,3d der beiden
Lochreihen 3,4 des Werkstücks 2 entspricht dem Abstand zwischen den Rastausnehmungen
13a, 13b,13c oder einem mehrfachen von diesem.
[0014] An dem Führungselement 8 ist ein den Rastausnehmungen 13a,13b,13c usw. zugeordnetes,
vom Benutzer betätigbares Rastglied 14 angeordnet. Beim Ausführungsbeispiel ist das
Rastglied 14 durch eine Federeinrichtung 15 nach unten, d.h. in der Gebrauchslage
zur Führungsschiene 5 hin belastet, so dass es unter der Federkraft in die von Löchern
gebildeten Rastausnehmungen 13a,13b,13c usw. eingreift und beim Verschieben des Führungselements
8 auf der Führungsschiene 5 anliegt. Gelangt das Rastglied 14 beim Verschieben des
Führungselements 8 zur jeweils nächsten Rastausnehmung 13a,13b,13c, schnappt es unter
der Federkraft selbsttätig in diese ein.
[0015] Dem Rastglied 14 ist eine Betätigungseinrichtung 16 zugeordnet, mit der es entgegen
der Federkraft von der Führungsschiene 5 weg bewegt werden kann. Bei der Betätigungseinrichtung
16 handelt es sich im dargestellten Falle um einen Wipphebel 17, der oberhalb des
Führungselements 8 auf einem an diesem angeordneten Lagerteil 18 gelagert ist und
von dem Rastglied 14 mit Spiel durchgriffen wird. Das Rastglied 14 wird von einem
Rastbolzen 19 gebildet, der von seinem unteren, mit der Rastausnehmungsreihe 13 in
Eingriff gelangenden Endbereich ausgehend, das Führungselement 8 durchsetzt, sich
über einen an ihm angeordneten Ringbund 20 auf dem Führungselement 8 abstützt, durch
einen Zwischenraum 21 zwischen dem Führungselement 8 und dem Lagerteil 18 erstreckt
und das Lagerteil 18 sowie anschließend den Wipphebel 17 durchgreift. Oberhalb des
Wipphebels 17 trägt der Rastbolzen 19 ein sich auf dem Wipphebel 17 abstützendes Kopfstück
22. Die Federeinrichtung 15 in Gestalt einer den Rastbolzen 19 umschließenden Schraubenfeder
stützt sich einerseits am Ringbund 20 und andererseits am Lagerteil 18 ab. Verschwenkt
man den Wipphebel 17 in die eine oder andere Richtung, hebt er unter Abstützung am
Lagerteil 18 das Kopfstück 22 und somit das Rastglied 14 hoch. Da der Wipphebel 17
nach beiden Seiten hin verschwenkt werden kann, ist die Anordnung sowohl für Linkshänder
als auch für Rechtshänder geeignet. Es versteht sich, dass der Wipphebel auch durch
einen einarmigen Hebel ersetzt werden könnte. Die Schwenkbewegung des Wipphebels 17
wird durch einen Endanschlag 23 bzw. 24 am Führungselement 8 begrenzt.
[0016] Ist die erste Lochreihe 3 gebohrt, muss die Führungsschiene 5 auf die zweite Lochreihe
4 ausgerichtet werden. Hierzu wird sie in Querrichtung 25 in die strichpunktiert angedeutete
Lage verschoben. Dabei stellt eine an der Unterseite der Führungsschiene 5 gelagerte,
in Längsrichtung 6 verstellbare und der zugewandten Stirnseite 37 des Werkstücks 2
zugeordnete Anschlageinrichtung 36 sicher, dass die Lage der Führungsschiene 5 in
Längsrichtung 6 genau beibehalten wird. Sodann setzt man das Führungselement 8 mit
der Oberfräse 1 im um 180° verdrehten Zustand (in Fig.1 strichdoppelpunktiert angedeutet)
auf die Führungsschiene 5, so dass das Werkzeug 10 an der anderen Längskante 38 der
Führungsschiene 5 vorbei verläuft und die zweite Lochreihe 4 gebohrt werden kann.
[0017] Das Führungselement 8 mit der Oberfräse 1 kann also in zwei um 180° zueinander verdrehten
Gebrauchslagen auf die Führungsschiene 5 aufgesetzt werden. Dabei wirkt in beiden
Gebrauchslagen das Rastglied 14 mit der gleichen Rastausnehmungreihe 13 zusammen.
Dies ist dadurch möglich, dass die Rastausnehmungsreihe 13 mittig an der Führungsrippe
7 angeordnet ist, so dass sich das Rastglied 14 in beiden Gebrauchslagen auf der Linie
befindet, entlang der sich die Rastausnehmungsreihe 13 erstreckt.
[0018] Die Führungsrippe 7 weist einen U-förmigen Querschnitt mit einer die Oberseite der
Führungsrippe bildenden Stegwand 39 auf, die die Rastausnehmungsreihe 13 enthält.
[0019] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 ist die Führungsrippe 7 in halber
Breite der Führungsschiene 5, d.h. in Querrichtung 25 in der Mitte, angeordnet. Auf
diese Weise bildet die Führungsschiene 5 beiderseits der Führungsrippe 7 einen gleich
breiten Schienenstreifen 40 bzw. 41, auf dem sich das die Oberfräse 1 haltende Führungselement
8 in der jeweiligen Gebrauchslage abstützt. Aufgrund der gleichen Breite der beiden
Schienenstreifen 40,41 ergeben sich bezüglich der Abstützung des Führungselements
8 in beiden Gebrauchslagen die gleichen Verhältnisse.
[0020] Bei den Führungsschienen 5" und 5"' gemäß den Figuren 4 und 5 ist die Rastausnehmungsreihe
13" bzw. 13"' dagegen mit Querabstand zur Führungsrippe 7" bzw. 7"' angeordnet, wie
es auch in dem bekannten Falle gemäß der DE 37 41 439 C2 der Fall ist.
[0021] Damit man die Oberfräse 1 trotz dem in den beiden um 180° verdrehten Gebrauchslagen
auf die Führungsschiene 5" bzw. 5"' aufsetzen kann, ist im Falle der Führungsschiene
5" gemäß Fig. 4 eine zweite Führungsrippe 42 vorgesehen, so dass die einzige Rastausnehmungsreihe
13" mittig zwischen den beiden Führungsrippen 7" und 42 verläuft, während bei der
Führungsschiene 5"' gemäß Fig. 5 eine zweite Rastausnehmungsreihe 43 vorhanden ist,
so dass die Führungsrippe 7"' mittig zwischen den beiden Rastausnehmungsreihen 13"'
und 43 verläuft. Die beiden Führungsrippen 7" und 42 der Führungsschiene 5" erstrecken
sich also beiderseits der einzigen Rastausnehmungsreihe 13" und die beiden Rastausnehmungsreihen
13"' und 43 der Führungsschiene 5"' verlaufen beiderseits der einzigen Führungsrippe
7"'.
[0022] Die Rastausnehmungsreihe 13" (Ausführungsform nach Fig. 4) bzw. die Führungsrippe
7"' (Ausführungsform nach Fig. 5) ist in halber Breite der Führungsschiene 5" bzw.
5"' angeordnet, so dass die Abstützung der Oberfräse 1 in beiden um 180° verdrehten
Gebrauchslagen wie bei dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 3 gleich groß
ist. Dies muss jedoch nicht unbedingt sein.
[0023] Bei der Ausführungsforme nach den Figuren 1 bis 3 ist das Rastglied 14 bei der Führungsnut
9 des Führungselements 8 an diesem angeordnet, so dass es von oben her im auf die
Führungsschiene aufgesetzten Zustand in die Rastausnehmungsreihe der Führungsrippe
eingreifen kann. Die Führungsschienen 5" und 5"' gemäß den Figuren 4 und 5 erfordern
dagegen eine mit Bezug auf die Führungsnut versetzte Anordnung des Rastgliedes am
Führungselement. Der Querabstand zwischen der Führungsnut und dem Rastglied entspricht
dem Querabstand zwischen den Führungsrippen und den Rastausnehmungsreihen in den Figuren
4 und 5.
[0024] In Fig. 1 ist eine zweckmäßige Maßnahme dargestellt, die auch bei den übrigen Ausführungsbeispielen
verwirklicht sein kann. Es handelt sich hier darum, dass die Führungsschiene 5 die
in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Rastausnehmungen 13a, 13b, 13c usw. unterscheidbar
machende Kennzeichen trägt, die neben der Rastausnehmungsreihe 13 stehen und im dargestellten
Falle von der Zahlenfolge 1 bis 40 gebildet wird, so dass jeder Rastausnehmung eine
Zahl zugeordnet ist. Das Führungselement 8 weist eine diesen Kennzeichen zugeordnete
Durchtrittsöffnung 44 auf, durch die hindurch beim Verschieben des Führungselements
8 in Längsrichtung 6 auf der Führungsschiene 5 nacheinander die einzelnen Kennzeichen
sichtbar werden. In Fig. 1 ist das Rastglied mit der durch die Zahl 5 gekennzeichnete
Rastausnehmung verrastet. Der Benutzer weiß also, dass es sich um die fünfte Rastausnehmung
vom zugewandten Schienenende her handelt. Auf diese Weise kann der Benutzer das Führungselement
8 in die jeweils zum Bohren eines Loches 3a,3b,3c usw. gewünschte Position bringen,
ohne einen Maßstab zuhilfe zu nehmen.
[0025] Zweckmäßigerweise sind, wie aus Fig. 1 hervorgeht, beiderseits der Führungsrippe
7 solche Kennzeichen angeordnet, die in der anderen Gebrauchslage des Führungselements
8 durch die Durchtrittsöffnung 44 sichtbar sind. Anstelle der einzigen Durchtrittsöffnung
44 könnte man am Führungselement auch beiderseits der die Führungsnut 9 bildenden
Partie jeweils eine solche Durchtrittsöffnung vorsehen, so dass jeder Reihe von Kennzeichen
eine der beiden Durchtrittsöffnungen zugeordnet ist.
1. Führungsvorrichtung für eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere Oberfräse (1), mit
einer auf ein Werkstück (2) auflegbaren Führungsschiene (5; 5"; 5"') die eine an der
Oberseite der Führungsschiene (5; 5"; 5"') hochstehende, sich in Führungsschienen-Längsrichtung
(6) erstreckende Führungsrippe (7; 7"; 7"') aufweist, und mit einem auf die Führungsschiene
(5; 5"; 5''') aufsetzbaren und in Längsrichtung (6) verschiebbaren Führungselement
(8), das eine der Führungsrippe (7; 7"; 7"') entsprechende Führungsnut (9) bildet
und mit der Handwerkzeugmaschine verbunden oder verbindbar ist, derart, dass in der
Gebrauchslage ein an der Handwerkzeugmaschine festgelegtes Bearbeitungswerkzeug (10)
seitlich neben einer Längskante (11) der Führungsschiene (5; 5''; 5"') angeordnet
ist, wobei die Führungsschiene (5 ; 5''; 5"') eine entlang einer in Längsrichtung
(6) verlaufenden Linie angeordnete Reihe (13; 13''; 13"') von Rastausnehmungen (13a,
13b, 13c) aufweist und an dem Führungselement (8) ein den Rastausnehmungen (13a, 13b,
13c) zugeordnetes, vom Benutzer betätigbares Rastglied (14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastausnehmungsreihe (13) mittig an der Führungsrippe (7) und die Führungsrippe
(7) in halber Breite der Führungsschiene (5) angeordnet ist, oder dass die Rastausnehmungsreihe
(13'') mittig zwischen der Führungsrippe (7") und einer zweiten Führungsrippe (42)
in halber Breite der Führungsschiene (5'') angeordnet ist, oder dass die Führungsrippe
(7''') mittig zwischen der Rastausnehmungsreihe (43) und einer zweiten Rastausnehmungsreihe
(43) in halber Breite der Führungsschiene (5"') angeordnet ist, so dass das Führungselement
(8) in zwei um 180° verdrehten Gebrauchslagen auf die Führungsschiene (5; 5"; 5"')
aufsetzbar ist und das Rastglied (14) in beiden Gebrauchslagen mit der Rastausnehmungsreihe
(13', 13'') bzw. einer der Rastausnehmungsreihen (13'", 43) zusammenwirkt.
2. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (5) die in Längsrichtung (6) aufeinanderfolgenden Rastausnehmungen
(13a, 13b, 13c) unterscheidbar machende Kennzeichen trägt und das Führungselement
(8) mindestens eine Durchtrittsöffnung (44) aufweist, durch die hindurch in beiden
Gebrauchslagen beim Verschieben des Führungselements (8) auf der Führungsschiene (5)
nacheinander die einzelnen Kennzeichen sichtbar werden.
1. Guiding device for a hand-operated machine tool, in particular a routing cutter (1),
with a guide rail (5; 5"; 5"') to be placed on a workpiece (2) and featuring a guide
fin (7; 7"; 7"') projecting upwards from the top of the guide rail (5; 5"; 5"') and
extending in its longitudinal direction (6), and with a guide element (8) which can
be mounted on the guide rail (5; 5"; 5"') and moved in the longitudinal direction
(6) and which forms a guide groove (9) corresponding to the guide fin (7; 7"; 7"')
and is or can be so connected to the hand-operated machine tool that a machining tool
(10) located on the hand-operated machine tool is placed laterally adjacent to a longitudinal
edge (11) of the guide rail (5; 5"; 5"') in the position of use, wherein the guide
rail (5; 5"; 5"') features a row (13; 13"; 13"') of latching recesses (13a, 13b, 13c)
arranged along a line running in the longitudinal direction (6) and wherein a latching
element (14) assigned to the latching recesses (13a, 13b, 13c) and operable by the
user is located on the guide element (8), characterised in that the row (13) of latching recesses is located centrally on the guide fin (7) and the
guide fin (7) is located at the half-width of the guide rail (5), or in that the row (13") of latching recesses is located centrally between the guide fin (7")
and a second guide fin (42) at the half-width of the guide rail (5"), or in that the guide fin (7'") is located centrally between the row (43) of latching recesses
and a second row (43) of latching recesses at the half-width of the guide rail (5"'),
so that the guide element (8) can be placed on the guide rail (5; 5"; 5"') in two
positions of use offset by 180° and the latching element (14) acts together with the
row (13', 13") of latching recesses or with one of the rows (13"', 43) of latching
recesses in both positions of use.
2. Guiding device according to claim 1, characterised in that the guide rail (5) is provided with identifying marks to distinguish between the
latching recesses (13a, 13b, 13c) arranged consecutively in the longitudinal direction
(6), and in that the guide element (8) has at least one through hole (44) through which the individual
identifying marks become visible in succession in both positions of use as the guide
element (8) is moved along the guide rail (5).
1. Dispositif de guidage pour un outil portatif, en particulier une défonceuse (1), avec
un rail de guidage (5 ; 5" ; 5"') pouvant s'appuyer contre une pièce, qui présente
une nervure de guidage (7 ; 7"; 7"') dressée vers le haut sur la face supérieure du
rail de guidage (5 ; 5"; 5"') et s'étendant dans la direction longitudinale (6) du
rail de guidage, et avec un élément de guidage (8) pouvant s'appliquer sur le rail
de guidage (5 ; 5" ; 5"') et mobile dans la direction longitudinale (6), qui forme
une rainure de guidage (9) correspondant à la nervure de guidage (7 ; 7" ; 7"') et
est relié ou peut être relié à l'outil portatif, de telle manière que dans la position
d'utilisation, un outil d'usinage (10) fixé sur l'outil portatif est placé latéralement
à côté d'un bord longitudinal (11) du rail de guidage (5 ; 5" ; 5"'), le rail de guidage
(5 ; 5" ; 5"') présentant une rangée (13 ; 13" ; 13"') d'évidements de crantage (13a,
13b, 13c) disposés le long d'une ligne dans la direction longitudinale (6), et sur
l'élément de guidage (8) est placé un élément de crantage (14) actionnable par l'utilisateur
et associé aux évidements de crantage (13a, 13b, 13c), caractérisé en ce que la rangée d'évidements de crantage (13) est placée au centre sur la nervure de guidage
(7) et la nervure de guidage (7) à mi-largeur du rail de guidage (5), ou en ce que la rangée d'évidements de crantage (13") est placée au centre entre la nervure de
guidage (7") et une deuxième nervure de guidage (42) à mi-largeur du rail de guidage
(5"), ou en ce que la nervure de guidage (7'") est placée au centre entre la rangée
d'évidements de crantage (43) et une deuxième rangée d'évidements de crantage (43)
à mi-largeur du rail de guidage (5'"), de sorte que l'élément de guidage (8) peut
s'appliquer sur le rail de guidage (5 ; 5" ; 5'") dans deux positions d'utilisation
tournées de 180° et l'élément de crantage (14) coopère dans les deux positions d'utilisation
avec la rangée d'évidements de crantage (13', 13") resp. avec l'une des rangées d'éléments
de crantage (13'", 43).
2. Dispositif de guidage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rail de guidage (5) présente des marques rendant différenciables les évidements
de crantage (13a, 13b, 13c) se succédant dans la direction longitudinale (6) et l'élément
de guidage (8) présente au moins une ouverture de passage (44) à travers laquelle,
dans les deux positions d'utilisation, les différentes marques sont visibles successivement
lors du déplacement de l'élément de guidage (8) sur le rail de guidage (5).