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(11) |
EP 1 279 499 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.10.2007 Patentblatt 2007/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.07.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Farb- oder Feuchtwerk für eine Druckmaschine
Inking or damping device for a printing press.
Dispositif d'encrage ou de mouillage pour une machine à imprimer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
25.07.2001 DE 10136144
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.01.2003 Patentblatt 2003/05 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Dylla, Norbert, Dr.
86391 Stadtbergen (DE)
- Käser, Wolfgang
86690 Mertingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ulrich, Thomas et al |
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MAN Roland Druckmaschinen AG
Intellectual Property (IP) 86219 Augsburg 86219 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Farb- oder Feuchtwerk für Druckmaschinen gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Farb- und Feuchtwerke dienen dazu, in Druckmaschinen Farben auf einen Formzylinder
aufzutragen der die Farbe dann auf ein zu bedruckendes Medium, beispielsweise eine
Papierbahn überträgt. Immer höhere Produktionsgeschwindigkeiten bewirken ein verstärktes
Spritzen oder Nebeln der Druckfarbe bzw. des Feuchtmittels. Bauteile wie zum Beispiel
Walzenschlösser, Schraubenköpfe, unverschlossene Bohrungen oder Verriegelungen werden
dadurch sehr stark verschmutzt und lassen sich so nur schwer verstellen bzw. bei Defekt
nur sehr mühsam austauschen.
Die
DE 42 24 443 A1 schlägt zur Verhinderung der radialen Ausbreitung des Nebels ein elektrostatisches
Feld vor. Dazu wird eine Elektrodenanordnung vorgesehen, welche sich parallel über
die axiale Länge der Walzen erstreckt. Die Elektrodenanordnung versperrt jedoch die
Zugänglichkeit der Walzenanordnung und aufgrund der angelegten Hochspannung müssen
Sicherheitseinrichtungen für das Personal vorgesehen werden. Gegen das seitliche Austreten
des Farb- oder Feuchtnebels sind keine Maßnahmen vorgesehen und besonders bei falsch
gewählter Spannung strömen die Farbpartikel seitlich aus der Walzenanordnung.
Aus
DE-C-615 585 ist eine einfache, leicht zusammensetzbare und abnehmbare Schutzhaube für Anilin-Farbwerke
an Druckmaschinen bekannt, die durch zwei Seitenwände jeweils lose von der Farbkasten-
und Übertragungswalze gehalten wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Farb- oder Feuchtwerk zu schaffen,
bei dem auf einfache Weise das stirnseitige Austreten von Farb-/Feuchtnebel aus der
Walzenanordnung verhindert wird, wobei die Walzen sowie die Stellelemente leicht zugänglich
bleiben.
[0002] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
Die erfindungsgemäßen Abdeckungen lassen sich vorteilhaft einfach auf Walzenspindeln
stecken, so daß durch einfaches Abziehen die Stellelemente zugänglich sind und auch
ein unbehinderter Ausbau der Walzen möglich ist.
Durch die Abdeckungen werden die Walzenschlösser in besonders vorteilhafter Weise
vor der direkten Anströmung des Nebels bzw. vor Farbspritzern geschützt.
In Bereichen wo keine Stellelemente angeordnet sind, können zusätzlich flächige Abdeckungen
fest installiert werden, die in Verbindung mit den erfindungsgemäß aufgesteckten Abdeckungen
noch weitreichender das Austreten von Farb- oder Feuchtnebel verhindern.
Die erfindungsgemäßen Abdeckscheiben sind einfach herzustellen und unabhängig vom
Format der Druckzylinder. Sie können für die verschiedenen Spindeldurchmesser in abgestuften
Außendurchmessern vorgehalten werden.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung mit
der Beschreibung.
Nachfolgend wird die Erfindung näher erläutert. In den zugehörigen schematischen Zeichnungen
zeigt, die
- Fig. 1a
- einen Schnitt durch eine beispielhafte Walzenanordnung an einem Formzylinder,die
- Fig. 1b
- stellt die beispielhafte Walzenanordnung mit flächigen Abdeckungen dar,
- Fig. 2
- zeigt die Befestigung einer Walze an einer Seitenwand des Druckwerkes und die
- Fig. 3, 4, 5 und 6
- zeigen verschiedene erfindungsgemäß ausgeführte Abdeckscheiben.
[0003] Die Figur 1a zeigt eine beispielhafte Anordnung von Farb- und Feuchtwerkwalzen 3
an einem Formzylinder 1 der mit einem Übertragungszylinder 2 zusammenwirkt. Die Druckfarbe
wird von einem Duktor 5 über Filmwalze 10 sowie verschiedene Reiber 9 und Übertragungs-
sowie Auftrags-Walzen 3 zum Formzylinder 1 gefördert. In vergleichbarer Weise erfolgt
das Anfeuchten der Druckform über den Walzenzug des Feuchtwerks.
Im unteren Bereich um den Formzylinder 1 ist eine Abschirmung 6 ersichtlich, welche
den sogenannten Schmitzring des Formzylinders 1 vor Verschmutzung schützt. Schmitzringe
15 können seitlich an Form- sowie Übertragungszylindern angeordnet und gegeneinander
angestellt sein, so daß sie sich beim Drucken aufeinander abwälzen und den Abdruckspalt
für das Gummituch konstant halten.
[0004] In Fig. 1b ist die beispielhafte nicht erfindungsgemäße Walzenanordnung mit flächigen
Abdeckungen 8 dargestellt, welche beispielsweise aus Blech herstellbar sind und in
den eingezeichneten Pfeilrichtungen seitlich zwischen den Walzenschlössern und den
Stirnseiten der Walzen 3 über die Spindeln 20 geschoben werden können. Diese Abdeckungen
werden an der Druckwerksseitenwand befestigt und müssen zum Einstellen der Walzenschlösser
18 oder zum Ein- bzw. Ausbau der Walzen 3 entfernt werden. Um diese Abdeckungen 8
montieren zu können, müssen entsprechende Ausschnitte frei bleiben, durch welche im
größerem Umfang Farb- oder Feuchtnebel austreten kann. Für unterschiedliche Druckumfänge
der Druckzylinder 1 ergeben sich abweichende Positionen der Spindeln 20, so daß für
jedes Format spezielle Abdeckungen 8 anzufertigen sind.
[0005] In Fig. 1a sind zwischen den Walzenschlössern 18 und den Stirnseiten der Walzen 3
erfindungsgemäße scheibenförmige Abdeckungen 7 vorgesehen, welche die direkte Anströmung
der Walzenschlösser 18 verhindern. Diese Abdeckungen 7 weisen vorzugsweise große Durchmesser
auf, damit sie einen möglichst großen Bereich gegenüber dem Farb- bzw. Feuchtnebel
abschatten. In vorteilhafter Weise können sich die Abdeckungen 7 von benachbarten
Walzen 3 teilweise überdecken, so daß Abdeckungs-Lücken vermieden werden. In Bereichen
wo sie mit rotierenden oder beweglichen Teilen in Berührung kommen können, müssen
entsprechende Abdeckungen 7 mit kleineren Außendurchmessern vorgesehen werden. In
einfacher Weise kann die umfängliche Form der Abdeckungen 7 auch partiell ausgenommen
werden, um beispielsweise am Montageort zwischen starren Bauteilen Platz zu finden
oder um zwischen anderen Bauteilen hindurch zu passen, um zum Montageort verbracht
werden zu können.
Auf Schienen 4, welche mit Abstand zur Seitenwand 16, Fig. 2, montiert sind, können
die Walzen beim Ein- oder Ausbau aufgelegt und leicht aus dem Druckwerk herausgerollt,
bzw. hineingerollt werden. Im inneren Bereich des Druckwerkes, vorzugsweise dort wo
keine Stellelemente vorgesehen sind, können diese Schienen 4 flächig ausgebildet werden,
um weiteren Abdeckschutz zu bilden.
Wie aus Fig. 1a und Fig. 2 ersichtlich, werden an feststehenden Spindeln 20 vorzugsweise
die leicht aufsteckbaren Abdeckungen 7 vorgesehen und in Bereichen der angetriebenen
Reiber 9 werden vorzugsweise die Schienen 4 als starre flächige Abschirmungen 4a ausgebildet.
Durch die besonders vorteilhafte Kombination der leicht montierbaren und demontierbaren
Abdeckung 7 an feststehenden Spindeln 20 mit starren flächigen Abschirmungen 4a in
Bereichen wo keine Zugänglichkeit notwendig ist - beispielsweise an angetriebenen
Reibern 9-, kann eine nahezu hermetische Abschirmung vor dem Farb- und/oder Feuchtnebel
erreicht werden.
Neben den beiden in Fig. 1a dargestellten Schienen 4 können in darunterliegenden Ebenen
weitere Schienen 4 sowie die flächigen Abschirmungen 4a vorgesehen werden. Je nach
Bedarf können die Abschirmungen 4a so ausgeklinkt und mittels Rundungen an die Umgebung
angepaßt werden, daß sie nur geringe Abstände zu den beweglichen bzw. rotierenden
Teilen aufweisen und so optimale Abschirmflächen bilden. Die leicht entfernbaren Abdeckungen
7 schirmen beim Drucken insbesondere die Walzenschlösser 18 sowie die Befestigungselemente
der Walzen 3 vor dem Zusetzen mit einer Farbschicht ab und erlauben aufgrund der sauber
bleibenden Stellelemente sowie der Zugänglichkeit eine einfache Einstellung der Walzen
und einen einfachen Ausbau. Die starren möglichst großflächig ausgebildeten Abschirmungen
4a können in vorteilhafter Weise einen weiteren Bereich abschirmen, ohne den Ausbau
oder das Einstellen zu behindern, da sie in diesen Bereichen keine Stellteile bzw.
Walzenschlösser 18 verdecken.
[0006] Aus Figur 2 ist die Anordnung einer erfindungsgemäßen Abdeckung 7 in axialer Richtung
zwischen der Stirnseite einer Walze 3 und einem Walzenschloß 18 ersichtlich. Die an
den Formzylinder 1 angestellte Walze 3 ist vorzugsweise auf einer feststehenden Spindel
20 drehbar gelagert, welche durch die Walze 3 hindurch bis zur anderen - nicht dargestellten
- Seitenwand reicht. Die Spindel 20 ist in allgemein üblicher Weise mit Walzenschlössern
18 an den Seitenwänden 16 befestigt. Statt einer durchgehenden Spindel 20 sind beispielsweise
auch feststehende Achsstummel möglich, auf welchen die Walze 3 beidseitig nur im StirnBereich
drehbar gelagert ist.
Unterhalb des Walzenschlosses 18 und der Spindel 20 ist die Schiene 4 mittels Befestigungsmitteln
19, beispielsweise Stehbolzen, an der Seitenwand 16 befestigt. Nach Demontage aus
den Walzenschlössern 18 können die beiden Enden der Spindel 20 jeweils auf die Schiene
4 aufgelegt werden und einfach aus der Druckeinheit herausgerollt werden.
Oberhalb des Walzenschlosses 18 ist ein weiteres Befestigungsmittel 17, vorzugsweise
ein in der Seitenwand 16 verschraubter Stehbolzen, ersichtlich mit welchem die Abschirmung
6 des Schmitzrings 15 befestigt ist.
Die Abdeckung 7 läßt sich in radialer Richtung - d. h. in dieser Ansicht (Fig. 2)
in die Bildebene hinein - auf die Spindel 20 aufschieben und wird federnd gehalten.
Sie liegt bevorzugt sowohl an der Schiene 4 als auch an der Abschirmung 6 an, um einen
möglichst guten Schutz zu bilden.
[0007] Die Figur 3 zeigt eine erste beispielhafte Ausführung einer Abdeckung 7. Diese besteht
aus einer kreisringförmigen Scheibe, welche durch einen Schlitz 25 in radialer Richtung
geteilt ist. Sie ist aus einem elastischen Werkstoff hergestellt, vorzugsweise einem
farbabweisenden Kunststoff, so daß sich die am Schlitz 25 zur Anlage kommenden Flächen
entgegengesetzt zueinander aus der Scheibenebene schwenken lassen und sich ein Ausschnitt
ergibt durch den die Scheibe sich in radialer Richtung auf die Spindel 20 schieben
läßt. Durch eine klemmbare bogenförmige Halterung 26, welche die Spindel 20.etwas
über 180 Winkelgrade federnd umschließt, wird die Abdeckung 7 auf der Spindel 20 gehalten
und gegen Umkippen gestützt. Auf der dem Schlitz 25 abgewendeten Seite kann eine Öffnung
27 vorgesehen werden, durch die mit einem Finger oder einem Montagehaken eingegriffen
werden kann, um die Abdeckung von der Spindel 20 abzuziehen.
[0008] In Figur 4 ist eine weitere beispielhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Abdeckung
7 gezeigt. Diese besteht auch aus zwei etwa gleichen kreisringförmigen Scheiben 30a
und 30b die einen Ausschnitt 34a und 34b aufweisen. Die Scheiben 30a und 30b weisen
halbkreisförmige Ausnehmungen 33 auf, in welchen die beiden Scheiben 30a, 30b über
Befestigungselemente 31 miteinander verbunden sind und zum Verdrehen geführt werden.
Zur Montage werden die beiden Scheiben 30a und 30b so gegeneinander verdreht, daß
die Ausschnitte 34a und 34b miteinander zur Deckung kommen und die Abdeckung 7 auf
eine Spindel 20 aufgeschoben werden kann. Nach Aufbringen auf die Walzenspindel 20
werden die Scheiben 30a und 30b so gegeneinander verdreht, dass die Ausschnitte 34a/b
jeweils wieder mit einer geschlossenen Fläche der anderen Scheibe 30a, 30b in Deckung
kommen. An mindestens einer Scheibe 30a/b ist ein Federelement 32 vorgesehen, welches
die Abdeckung 7 sicher auf der Spindel 20 hält und ein leichtes Abziehen bzw. Demontieren
erlaubt. Als lösbare Halterung ist auch eine andere federnde Befestigung, beispielsweise
die Halterung 26, gemäß
Fig. 3, möglich.
[0009] Die Figur 5 zeigt ebenfalls eine beispielhafte Ausführungsvariante mit 2 Scheiben
40a und 40b, welche jedoch mit Abstand zueinander verbunden sind. Gegenüber einer
- als Eingriff für einen Finger oder einen Montagehaken vorgesehenen - Öffnung 41
ist ein Ausschnitt 45 angeordnet. Dieser läßt sich durch Segmente 43a und 43b, welche
in den Spalt zwischen den beiden Scheiben 40a und 40b eingebracht sind, verschließen.
Dazu ist ein Federelement 42 vorgesehen, welches innerhalb der Scheiben angeordnet
ist und die beiden Segmente 43a und 43b in geschlossenem Zustand hält. Gegen die Kraft
dieser Feder 42 lassen sich die Segmente 43a und 43b in Pfeilrichtung auseinander
schieben. Die Scheiben 40a und 40b sind vorzugsweise mit bogenförmigen Auflagen 44a
und 44b versehen, durch welche die Abdeckung 7 gegen Kippen bzw. Umfallen auf der
Spindel 20 gestützt wird. Die Auflagen 44a/b schließen die Spindel beispielsweise
auch etwas über 180 Winkelgrade um und wirken als federnd lösbare Halterung.
Die Segmente 43a/b sind vorzugsweise mit Anlaufschrägen versehen, wodurch beim Aufschieben
der Abdeckung 7 in radialer Richtung auf die Spindel 20, eine Öffnungskraft gegen
das Federelement 42 wirkt, welche die Segmente 43a/b in Pfeilrichtung auseinander
schwenkt und somit den Ausschnitt 45 freigibt. Beim Abziehen der Abdeckung 7 werden
die inneren Anlaufschrägen gegen die Spindel 20 gedrückt, wobei die Segmente 43a/b
ebenfalls gegen die Kraft der Feder 42 auseinander schwenken und die Demontage der
Abdeckung 7 ermöglichen.
[0010] Die beispielhafte Ausführungsform gemäß Figur 6 ist ähnlich zur Ausführung gemäß
Figur 5. Auch hier sind zwei Scheiben 50 mit Abstand zueinander verbunden und im Zwischenraum
sind bewegliche Segmente 51 a und 51 b vorgesehen, welche den Ausschnitt 55 verschließen
bzw. für Montage oder Demontage öffnen. Die in Pfeilrichtung verschwenkbaren Segmente
51a/b werden in Ausnehmungen 53 geführt. Im Unterschied zu Fig. 5 sind zum federnden
Zuhalten des Ausschnitts 55 jedoch Schraubenfedern 52 vorgesehen, welche einerseits
an den Scheiben 50 sowie an den hinteren im Zwischenraum der Scheiben 50 befindlichen
Bereich der Segmente 51a/b angelenkt sind. Die Federn 52 sind vorzugsweise vorgespannt
und halten den Ausschnitt 55 mit entsprechender Kraft entgegen der Pfeilrichtung geschlossen.
Zum Montieren auf eine Spindel 20 wird die Abdeckung 7 an den Anlaufschrägen der Segmente
51a/b angesetzt und in radialer Richtung aufgeschoben, wobei sich der Ausschnitt 55
zunächst öffnet und wieder schließt. Die in Pfeilrichtung verschwenkten Segmente 51a'/b'
sind gestrichelt gezeichnet. In dieser Position werden die Federn 52, entsprechend
der gestrichelt eingezeichneten Feder 52', verlängert. Gegen Kippen oder Verschiebung
wird diese Abdeckung 7 durch ein Federelement 54 gesichert, welches mindestens auf
einer Seite der Scheibe 50 angeordnet ist. Andere Sicherungen, wie beispielsweise
Auflagen 44a/b (Fig. 5) sind auch möglich.
[0011] Alle dargestellten und erläuterten Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Abdeckung
7 werden vorzugsweise aus farbabweisenden Kunststoffen hergestellt, selbstverständlich
sind jedoch auch andere Werkstoffe, wie beispielsweise Blech möglich. Die dargestellten
Abdeckungen 7 weisen alle eine kreisrunde Außenkontur auf, selbstverständlich können
die Abdeckungen 7 jedoch zur Anpassung an ihren Einbauort partiell ausgenommen bzw.
zur Vergrößerung ihrer Abschirmfläche partiell erweitert werden oder sonstige andere
Formen einnehmen.
Statt der Öffnungen 27, 41 können an den Abdeckungen 7 auch andere Griffelemente,
wie beispielsweise eine Mulde, Riffelungen oder ein Knopf, vorgesehen werden.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Abdeckung 7 lassen sich Stellelemente, wie beispielsweise
Walzenschlösser 18 oder Schrauben, einfach gegen Verschmutzungen durch stirnseitig
austretenden Farb- oder Feuchtnebel abschirmen und durch die einfache Demontage der
Abdeckung bleiben sie für Einstellarbeiten oder den Ein-/Ausbau von Walzen vorteilhaft
leicht zugänglich.
[0013] Durch eine vorteilhafte Kombination der erfindungsgemäßen Abdeckung 7 mit starr befestigten
flächigen Abschirmungen 4a, welche in Bereichen vorgesehen werden können wo keine
Stellelemente angeordnet sind - also keine Zugänglichkeit erforderlich ist - bzw.
wo Wellen rotieren oder sonstige Elemente sich bewegen, kann eine noch weitergehende
Abschirmung vor dem Farb- oder Feuchtnebel erzielt werden.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- Formzylinder
- 2
- Übertragungszylinder
- 3
- Walze
- 4
- Schiene
- 4a
- Abschirmung
- 5
- Duktor
- 6
- Abschirmung/Schutz
- 7
- Abdeckung
- 8
- Abdeckung
- 9
- Reiber
- 10
- Filmwalze
- 15
- Schmitzring
- 16
- Seitenwand
- 17
- Befestigungsmittel
- 18
- Walzenschloß
- 19
- Befestigungsmittel
- 20
- Spindel
- 25
- Schlitz
- 26
- Halterung
- 27
- Öffnung
- 30a/30b
- Scheibe
- 31
- Verbindungselement
- 32
- Federelement
- 33
- Ausnehmung
- 34a/34b
- Ausschnitt
- 40a/40b
- Scheibe
- 41
- Öffnung
- 42
- Feder
- 43a/43b
- Segment
- 44a/44b
- Auflage
- 45
- Ausschnitt
- 50
- Scheibe
- 51 a/51 b/51 a'/51 b'
- Segment
- 52, 52'
- Feder
- 53
- Ausnehmung
- 54
- Federelement
- 55
- Ausschnitt
1. Farb- oder Feuchtwerk für eine Druckmaschine mit mindestens einer, auf einer Spindel
(20) drehbar gelagerten, Walze (3) zum Einfärben oder Befeuchten eines Formzylinders
(1), wobei stirnseitig der Walze (3) eine Abdeckung (7) mittels eines verschließbaren
Ausschnitts (25, 34a, 34b, 45, 55) in radialer Richtung auf die Spindel (20) aufschiebbar
sowie abziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (7) mittels Federelementen (26, 32, 44a, 44.b, 54) lösbar an der Spindel
(20) befestigbar ist.
2. Farb- oder Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (7) kreisringförmig ist.
3. Farb- oder Feuchtwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (7) aus einem elastischem Werkstoff, vorzugsweise aus Kunststoff, besteht
und die an einem Schlitz (25) aneinanderstoßenden Flächen entgegengesetzt aus der
gemeinsamen Ebene herausschwenkbar sind, wobei ein Ausschnitt gebildet wird durch
welchen die Abdeckung (7) auf die Spindel (20) aufbringbar und durch eine Halterung
(26) lösbar an der Spindel (20) fixierbar ist.
4. Farb- oder Feuchtwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (7) aus zwei, mit Ausschnitten (34a, 34b) versehenen, Scheiben (30a,
30b) gebildet wird, welche beweglich miteinander verbunden sind und die Ausschnitte
(34a, 34b) durch Verdrehen der Scheiben (30a, 30b) miteinander zur Deckung bringbar
sind.
5. Farb- oder Feuchtwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (7) durch zwei, mit Abstand zueinander verbundene, Scheiben (40a, 40b;
50) gebildet wird und einen Ausschnitt (45; 55) aufweist, welcher durch, zwischen
den Scheiben (40a, 40b; 50) beweglich angeordnete, Segmente (43a, 43b; 51 a, 51 b)
verschließbar ist, wobei die Segmente (43a, 43b; 51 a, 51 b) zum Aufstecken der Abdeckung
(7) auf die Spindel (20) gegen die Kraft von Federn (42, 52) verschwenkbar sind.
6. Farb- oder Feuchtwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (43a, 43b; 51 a, 51 b) an den einander zugewendeten Flächen Anlaufschrägen
für die Spindel (20) aufweisen.
7. Farb- oder Feuchtwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckung (7) eine Öffnung (27, 41) zum Eingriff mit einem Finger oder einem
Montagehaken vorgesehen ist.
8. Farb- oder Feuchtwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Abdeckung (7) ein Griffelement, wie beispielsweise eine Mulde, Riffelungen
oder ein Knopf, vorgesehen ist.
9. Farb- oder Feuchtwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (7) und/oder einzelne Teile aus einem farbabweisenden Kunststoff herstellbar
sind.
10. Farb- oder Feuchtwerk nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Zwischenräumen zwischen Abdeckungen (7) verschiedener Walzen (3) fest eingebaute
Abschirmungen (4a) vorgesehen sind.
1. Inking or dampening unit for a printing machine having at least one roller (3) that
is rotatably mounted on a spindle (20) for inking or dampening a forme cylinder (1),
with it being possible to push a cover (7) onto and also draw a cover (7) off from
the spindle (20) in the radial direction at the end face of the roller (3) by means
of a closable cut-out (25, 34a, 34b, 45, 55), characterised in that the cover (7) can be secured on the spindle (20) in a detachable manner by means
of spring elements (26, 32, 44a, 44b, 54).
2. Inking or dampening unit according to claim 1, characterised in that the cover (7) is circular-ringshaped.
3. Inking or dampening unit according to one of the preceding claims, characterised in that the cover (7) consists of an elastic material, preferably of plastics material, and
the surfaces that butt against each other at a slot (25) can be swung in opposition
out of the common plane, a cut-out being formed by means of which the cover (7) can
be applied to the spindle (20) and can be fixed in a detachable manner on the spindle
(20) by means of a holding support (26).
4. Inking or dampening unit according to claim 1 or 2, characterised in that the cover (7) is formed from two discs (30a, 30b) which are provided with cut-outs
(34a, 34b) and are connected together in a movable manner, and the cut-outs (34a,
34b) can be brought to coincidence with each other by turning the discs (30a, 30b).
5. Inking or dampening unit according to claim 1 or 2, characterised in that the cover (7) is formed by two discs (40a, 40b; 50) that are connected together with
a spacing and has a cut-out (45; 55) which can be closed by means of segments (43a,
43b; 51a, 51b) that are arranged so that they can be moved between the discs (40a,
40b; 50), with the segments (43a, 43b; 51a, 51b) being capable of being swung against
the force of springs (42, 52) for the purpose of plugging the cover (7) onto the spindle
(20).
6. Inking or dampening unit according to claim 5, characterised in that the segments (43a, 43b; 51a, 51b) have run-up slopes for the spindle (20) on the
facing surfaces.
7. Inking or dampening unit according to one of the preceding claims, characterised in that an opening (27, 41) is provided on the cover (7) for engagement with a finger or
an assembly hook.
8. Inking or dampening unit according to one of the preceding claims, characterised in that a grip element, such as, for example, a trough, grooves or a knob, is provided on
the cover (7).
9. Inking or dampening unit according to one of the preceding claims, characterised in that the cover (7) and/or individual portions can be produced from an ink-repellent plastics
material.
10. Inking or dampening unit according to one of the preceding claims, characterised in that provided in interspaces between covers (7) of various rollers (3) there are fixedly
installed screens (4a).
1. Groupe d'encrage ou de mouillage d'une machine d'impression ayant au moins un cylindre
3 monté à rotation sur un arbre 20, pour encrer ou mouiller un cylindre porte-plaques
1,
et du côté frontal du cylindre 3, un cache 7 amovible est emmanché par un segment
susceptible d'être fermé 25, 34a, 34b, 45, 55, dans la direction radiale sur l'arbre
20,
caractérisé en ce que
le cache 7 est fixé de manière amovible à l'arbre 20 par des éléments de ressort 26,
32, 44a, 44b, 54.
2. Groupe d'encrage ou de mouillage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le cache 7 est en forme d'anneau de cercle.
3. Groupe d'encrage ou de mouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache 7 est en une matière élastique, de préférence en matière plastique et les
surfaces qui se touchent au niveau de la fente 25 peuvent être dégagés par basculement
de façon opposée au plan commun, par une découpe à travers laquelle le couvercle 7
peut s'installer sur l'arbre 20 et par laquelle une fixation 26 bloque de manière
amovible sur l'arbre 20.
4. Groupe d'encrage ou de mouillage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le cache 7 comporte deux disques 30a, 30b munis de découpes 34a, 34b, ces disques
reliés de manière mobile l'un par rapport à l'autre et par rotation ils peuvent mettre
en coïncidence les découpes 34a, 34b.
5. Groupe d'encrage ou de mouillage selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le cache 7 est formé par deux disques 40a, 40b, 50 reliés à distance, et ayant une
découpe 45, 55 à travers laquelle on peut fermer des segments 43a, 43b, 51a, 51b mobiles
entre les disques 40a, 40b 50,
les segments 43a, 43b, 51a, 51b pouvant basculer contre la force de ressort 42, 52
pour emmancher le cache 7 sur l'arbre 20.
6. Groupe d'encrage ou de mouillage selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les segments 43a, 43b, 51a, 51b ont des rampes pour l'arbre 20 au niveau de surfaces
tournées l'une vers l'autre.
7. Groupe d'encrage ou de mouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache 7 comporte une ouverture 27, 41 pour introduire un doigt ou un crochet de
montage.
8. Groupe d'encrage ou de mouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache 7 comporte un élément de préhension tel que par exemple une gorge, une surface
moletée ou un bouton.
9. Groupe d'encrage ou de mouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le cache 7 et/ou différentes pièces sont fabriqués en matière plastique repoussant
l'encre.
10. Groupe d'encrage ou de mouillage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
des écrans 4a, installés de manière fixe entre les capots 7 des différents cylindres
3.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente