| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 279 896 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
05.10.2005 Patentblatt 2005/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.2002 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F23Q 7/00 |
|
| (54) |
Glühkerzen und Verfahren zu deren Herstellung
Glow plugs and method of production
Bougies à incandescence et procédé de fabrication
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
23.07.2001 DE 10134956
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.01.2003 Patentblatt 2003/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Beru AG |
|
71636 Ludwigsburg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Keller, Paul
71636 Ludwigsburg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Wilhelms, Rolf E. |
|
WILHELMS, KILIAN & PARTNER
Patentanwälte
Eduard-Schmid-Strasse 2 81541 München 81541 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 324 627
|
EP-A- 0 438 097
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 07, 29. September 2000 (2000-09-29) & JP
2000 111048 A (NGK SPARK PLUG CO LTD), 18. April 2000 (2000-04-18)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Glühkerze und ein Verfahren zu ihrer Herstellung nach
dem Gattungsbegriff der Patentansprüche 1 bzw. 5.
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Glühkerze sind aus der JP 2000-111048
A und der EP 0 324 627 A bekannt. Bei dem aus diesen Druckschriften zu entnehmenden
Stand der Technik ist eine Einschnürung in Form einer radialen Querschnittsverminderung
vorgesehen, die bewirkt, dass die Wärmeleitung zwischen Teilen der Heizwendel bzw.
zwischen der eigentlichen Heizwendel und der nachgeschalteten Regelwendel vermindert
ist.
[0003] Glühkerzen weisen üblicherweise ein Glührohr auf, in dem eine Heizwendel angeordnet
ist, die in einer Keramikfüllung eingebettet ist. Zur Verbesserung der Verdichtung
im brennraumseitigen Bereich des Glührohres, insbesondere in der Glührohrspitze, wird
der Bereich im so genannten Vorschubverfahren reduziert, wobei entweder durchgehende
Zylinder oder eine lineare Verjüngung zur Heizstabspitze erzielt werden. Bei diesem
Verfahren wird der Glühstab in das Rundhämmerwerkzeug eingeschoben; hierfür weisen
die Werkzeuge eine Einführungsschräge auf, wobei durch den Rundhämmervorgang und den
axialen Vorschub des Glührohres der Durchmesser reduziert wird.
[0004] Die Reduzierung nach dem Vorschubverfahren führt jedoch gerade im kritischen Bereich
direkt hinter der Verschweißung von Heizwendel und Glührohrspitze zu nicht befriedigender
Verdichtung. Ebensowenig sind komplexere Formbildungen des brennraumseitigen Glührohrbereichs,
die Glühverhalten, Glühverteilung und Lebensdauer der Glühkerze beeinflussen, oder
neue Anwendungsmöglichkeiten der Glühkerze erschließen, möglich.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, unter Umgehung der aus dem Stand der Technik bekannten
Nachteile die Verdichtung in der Glührohrspitze deutlich zu verbessern; gleichzeitig
soll eine neue Formgebung des Glührohrspitzenbereichs weitere Anwendungsmöglichkeiten,
insbesondere die Möglichkeit der Anbringung weiterer Bauteile, erschließen.
[0006] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch die Verfahren gemäß Ansprüchen 1 bis 4 bzw.
die Glühkerze nach Anspruch 5 gelöst. Demnach besteht ein erfindungswesentliches Merkmal
darin, die Verdichtung bzw. Verformung mittels des Einstechreduzierverfahren zu bewirken;
hierbei wird das Glührohr im Werkzeug positioniert, so daß die Stempel radial auf
das Glührohr einwirken können und das Glührohr auf den gewünschten Durchmesser verdichten,
wobei eine gleichmäßigere Verdichtung erfolgt, da in dieser Verdichtungsphase ein
axialer Vorschub nicht erfolgt, so daß bei nur radialer Einwirkung der Werkzeugstempel
Material und Wendel des Glührohrs nicht axial verschoben werden.
[0007] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Hierbei zeigen
Figur 1 schematisch im Längsschnitt das Glührohr einer Glühkerze aus dem Stand der
Technik;
Figur 2 und Figur 2.1 sind schematische Wiedergaben eines Glührohrspitzenbereichs
ohne zusätzliche Verjüngung bzw. Verdichtung;
Figur 3/Figur 3.1 sind schematische Ansichten eines Glühstabes mit zusätzlicher Verjüngung
(D1/D2) der Glühstabspitze;
Figur 4/Figur 4.1 in schematischem Längsschnitt des brennraumseitigen Bereichs einer
erfindungsgemäß verformten bzw. verdichteten Glühkerze mit Werkzeugen für das Einstechkneten;
Figur 4.2/4.3 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Glühstabspitze mit zusätzlicher
Verjüngung durch Einstechkneten mit bereichsweiser unterschiedlichen Längen;
Figur 5/5.1 eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen zusätzlicher Verjüngung
durch Einstechkneten einer Glühstabspitze mit einem Werkzeug mit unterschiedlichen
Radien der Frontflächen der Werkzeugbacken.
[0008] Nach Figur 1 weist eine übliche Glühkerze ein Glührohr 5 mit innenliegender Heizwendel
4 auf, die in einer Keramikfüllung 3 eingebettet und am brennraumseitigen Ende des
Glührohres 5 mit diesem durch Verschweißung 6 verbunden ist; am gegenüberliegenden
Ende ist die Heizwendel 4 mit dem Anschlußpol 1 verbunden. Der vordere brennraumseitige
Bereich 5a des Glührohres 5 ist nach dem bekannten Vorschubverfahren zylinderförmig
reduziert.
[0009] Mögliche Ausgangsform ist ein Glühstab gemäß Figur 2/2.1 ohne zusätliche Verjüngung
und ohne zusätzliche Verdichtung der Glühstabspitze.
[0010] Gemäß Figur 3/3.1 kann die Glühstabspitze durch das Verfahren aus dem Stand der Technik
von dem Durchmesser D1 auf den Durchmesser D2 im Spitzenbereich reduziert werden.
[0011] In Figur 4 wird die erfindungsgemäße Verformung des brennraumseitigen Bereiches 5a
des Glührohres 5 schematisch im Längsschnitt wiedergegeben. Hierbei weist dieser Bereich
unmittelbar oberhalb der Glührohrspitze eine bandförmige Einschnürung 12 auf. Dieser
Bereich ist besonders stark verdichtet und führt durch die Nähe der Glührohrwandung
zur Heizwendel 4 zu einem bandförmigen Bereich 12 besonders schneller Erwärmung bei
Stromfluß durch die Heizwendel 4.
[0012] In Figur 4.1 wird, ebenfalls in schematischem Längsschnitt, das Herstellungsverfahren
der erfindungsgemäßen Glühkerze gemäß Figur 4 wiedergegeben; hierbei wird das Einstechreduzieren
mittels des Einstechwerkzeuges 8 dargestellt; die auf die Glührohrwandung einwirkende
Frontfläche 11 des Einstechwerkzeugs 8 ist in drei plane Bereiche aufgeteilt, die
zueinander gewinkelt sind. Die Einstechwerkzeuge 8 der nicht abgebildeten Einstechvorrichtung
oszillieren mit kleinem Hub in der Richtung X wie bei dem Vorschubverfahren, jedoch
ohne axialen Vorschub; dieser Bewegung ist eine radiale Vorschubbewegung (X(v)) überlagert,
wobei mit jedem Hub der Durchmesser des Glührohrbereiches weiter verringert wird.
Auf diese Weise wird der Glührohrbereich entsprechend der Ausrichtung der Frontfläche
11 des Einstechwerkzeugs 8 verformt. Hierbei verhindert ein Festanschlag 9 ein Ausweichen
des Werkstoffes im Bereich der Glührohrspitze. Hierbei ist das Werkzeug in den Randbereichen
angeschrägt oder gerundet, um eine gewisse Bewegung des Materials zu ermöglichen.
Schließlich kann das reine Einstechverfahren in Kombination mit dem Vorschubverfahren
durchgeführt werden, wobei der axiale Vorschub des bearbeiteten Werkstücks in mit
Pfeil angedeuteter Richtung erfolgt.
[0013] Figur 4.2 zeigt in schematischer Ansicht eine erfindungsgemäß verformte Glührohrspitze
auf, die mit einem Werkzeug nach Figur 4.3 hergestellt wird, das Backen unterschiedlicher
Länge (11, 12, 13) aufweist, wobei W1 und W2 die Winkelung der Frontflächen bezüglich
der Einstechrichtung angeben.
[0014] Figur 5 zeigt in schematischem Längsschnitt des brennraumseitigen Bereiches 5a eines
Glührohres 5 einer anderen erfindungsgemäßen Glühkerze, die oberhalb der Glührohrspitze
eine riefenförmige Einschnürung 12 aufweist; das Einstechreduzierungsverfahren mittels
Einstechwerkzeugen 8 mit unterschiedlich gewölbten Frontflächen 11 unterschiedlicher
Radien R
1, R
2 und R
3 wird in Figur 5.1 dargestellt, wobei hier im übrigen Bezug auf die Beschreibung der
Figur 3 genommen wird.
1. Verfahren zum Herstellen einer Glühkerze aus einem Glührohr mit innenliegender Heizwendel
und ggf. Regelwendel, bei dem die Heizwendel und ggf. die Regelwendel im Glührohr
in eine Keramikfüllung eingebettet wird/werden und der brennraumseitige Bereich des
Glührohres mit einer Einschnürung versehen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Keramikfüllung im brennraumseitigen Bereich des Glührohres dadurch verdichtet wird, dass die Einschnürung am Glührohr nach dem Einbetten der Heizwendel
bzw. Regelwendel in die Keramikfüllung durch Einstechreduzieren mit radialem Vorschub
gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einstechreduzieren mit Einstechwerkzeugbacken durchgeführt wird, deren Frontflächen
nicht planar sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frontflächen der Einstechwerkzeuge konvex und/oder konkav gewölbt sind.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frontflächen bereichsweise plan ausgebildet sind, wobei die planen Flächenbereiche
gegeneinander gewinkelt angeordnet sind.
5. Glühkerze mit
- einem Glührohr (5) und
- einer Heizwendel (4) und ggf. einer Regelwendel, die in eine Keramikfüllung (3)
im Glührohr eingebettet ist/sind, wobei
- das Glührohr (5) im brennraumseitigen Bereich (5a) eine bandförmige oder riefenförmige
Einschnürung (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Einschnürung (12) mittels Einstechreduzieren des mit der Keramikfüllung (3)
gefüllten Glührohres (5) derart ausgebildet ist, dass die Keramikfüllung (5) im Bereich
der Einschnürung (12) verdichtet ist.
1. Method for manufacturing a glow plug from a hot tube with internal heating coil and,
if necessary, a control coil, wherein the heating coil and, if necessary, the control
coil is/are embedded in a ceramic filling and the region of the hot tube on the combustion
chamber side is provided with a constriction, characterised in that
the ceramic filling in the area of the hot tube on the combustion engine side is compressed
in that the constriction on the hot tube is formed by recess reduction with radial feed after
the hot coil or control coil is embedded in the ceramic filling.
2. Method according to Claim 1,
characterised in that
the recess reduction is carried out with recessing tool jaws whose front faces are
not planar.
3. Method according to Claim 2,
characterised in that
the front faces of the recessing tools are curved in a convex and/or concave shape.
4. Method according to Claim 2,
characterised in that
the front faces are designed so that they are flat in some areas, wherein the flat
surface areas are arranged so that they are angled at each other.
5. Glow plug with
- a hot tube (5) and
- a hot coil (4) and, if necessary, a control coil which is/are embedded in a ceramic
filling (3) in the hot tube, wherein
- the hot tube (5) exhibits a strip- or channel-shaped constriction (12) in the region
(5a) on the combustion chamber side,
characterised in that
- the constriction (12) is formed by recess reduction of the hot tube (5) filed with
the ceramic filling (3), so that the ceramic filling (5) is compressed in the region
of the constriction (12).
1. Procédé de fabrication d'une bougie à incandescence à partir d'un tube incandescent
avec un filament chauffant intérieur et le cas échéant un filament de régulation,
dans lequel le filament chauffant et le cas échéant le filament de régulation est/sont
encapsulé(s) à l'intérieur du tube incandescent dans une charge céramique et la zone
du tube incandescent côté chambre de combustion est munie d'un rétrécissement,
caractérisé en ce que la charge céramique dans la zone du tube incandescent côté chambre de combustion
est comprimée en formant le rétrécissement sur le tube incandescent après l'encapsulation
du filament chauffant ou du filament de régulation dans la charge céramique par réduction
en plongée avec avance radiale.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la réduction en plongée est réalisée avec des mâchoires d'outil de réduction en plongée
dont les surfaces frontales ne sont pas planaires.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les surfaces frontales des outils de réduction en plongée sont convexes et/ou concaves.
4. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les surfaces frontales sont partiellement planes, les zones de surfaces planes étant
disposées courbées les unes par rapport aux autres.
5. Bougie à incandescence comprenant
- un tube incandescent (5) et
- un filament chauffant (4) et le cas échéant un filament de régulation qui est/sont
encapsulé(s) dans une charge céramique (3) à l'intérieur du tube incandescent,
- le tube incandescent (5) présentant dans la zone (5a) côté chambre de combustion
un rétrécissement (12) en forme de bande ou de cannelure,
caractérisée en ce que
- le rétrécissement (12) est formé par réduction en plongée du tube incandescent (5)
rempli de la charge céramique (3) de telle sorte que la charge céramique (3) est comprimée
dans la zone du rétrécissement (12).