[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mobilfunk-Endgerät, insbesondere ein miniaturisiertes
Mobilfunk-Endgerät, umfassend:
- ein Gehäuse mit einem Gehäuseinnenraum,
- eine zumindest teilweise in dem Gehäuseinnenraum angeordnete Sende-/Empfangseinrichtung
zum Senden oder/und Empfangen von Mobilfunksignalen,
- eine zumindest teilweise in dem Gehäuseinnenraum angeordnete Anzeigeeinrichtung zum
Anzeigen von Informationen und
- eine der Sende-/Empfangseinrichtung zugeordnete Sende-/Empfangsantenne,
wobei die Anzeigeeinrichtung durch eine transparente Abdeckung abgedeckt ist.
[0002] Ein derartiges Mobilfunk-Endgerät ist aus dem Stand der Technik bekannt. Mobilfunk-Endgeräte,
insbesondere Mobiltelefone, werden immer weiter miniaturisiert, um einem Benutzer
ein ungehindertes Mitführen und Nutzen eines solchen Endgeräts in nahezu jeder Lebenslage
zu erleichtern. So wurden Mobilfunk-Endgeräte bereits soweit miniaturisiert, daß diese
im Stile einer Armbanduhr an einem Körperteil, beispielsweise am Handgelenk, eines
Benutzers getragen werden können. Bei einer derart weitgehenden Miniaturisierung stellt
sich jedoch das Problem, daß hinreichend Raum für eine zum Senden und Empfangen von
Mobilfunk-Signalen geeignete Sende-/Empfangsantenne bereitgestellt werden muß. Dies
gilt sowohl für flächige Antennen (planare Antennen) als auch für helixförmige Antennen.
Des Weiteren stellt sich bei einer derartigen Ausgestaltung eines Mobilfunk-Endgeräts
als an einem Körperteil tragbares Gerät das Problem, daß die Sende-/Empfangsantenne
in hinreichendem Abstand von dem Körperteil positioniert werden muß, an welchem das
miniaturisierte Mobilfunk-Endgerät getragen wird. Dies ist deshalb erforderlich, da
der Körperteil des Benutzers, an welchem das Mobilfunk-Endgerät getragen wird, die
zu empfangenden Mobilfunksignale dämpft bzw. einen Teil der abgestrahlten Leistung
ausgesandter Mobilfunksignale absorbiert. Durch diese Effekte kann die Empfangsempfindlichkeit
eines miniaturisierten am Körper getragenen Mobilfunk-Endgeräts stark reduziert werden.
Darüber hinaus führen diese Effekte dazu, daß das Mobilfunk-Endgerät stets mit erhöhter
Sendeleistung Mobilfunksignale aussenden muß, was zu einem erhöhten Energiebedarf
und daher zu kürzeren Talktime-Zeiten führt. Darüber hinaus können die Dämpfungs-
bzw. Absorptionseffekte zu einer Fehlanpassung der Antenne führen.
[0003] Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Mobilfunk-Endgerät der
eingangs bezeichneten Art bereitzustellen, bei welchem trotz Miniaturisierung Dämpfungs-
bzw. Absorptionseffekte des Körpers minimiert werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Mobilfunk-Endgerät, insbesondere ein miniaturisiertes
Mobilfunk-Endgerät, gelöst, umfassend:
- ein Gehäuse mit einem Gehäuseinnenraum,
- eine zumindest teilweise in dem Gehäuseinnenraum angeordnete Sende-/Empfangseinrichtung
zum Senden oder/und Empfangen von Mobilfunksignalen,
- eine zumindest teilweise in dem Gehäuseinnenraum angeordnete Anzeigeeinrichtung zum
Anzeigen von Informationen und
- eine der Sende-/Empfangseinrichtung zugeordnete Sende-/Empfangsantenne,
wobei die Anzeigeeinrichtung durch eine transparente Abdeckung abgedeckt ist. Erfindungsgemäß
ist bei diesem Mobilfunk-Endgerät vorgesehen, daß die Sende-/Empfangsantenne im Bereich
der transparenten Abdeckung angeordnet ist.
[0005] Durch eine derartige Positionierung der Sende-/Empfangsantenne im Bereich der transparenten
Abdeckung ist gewährleistet, daß die Sende-/Empfangsantenne den größtmöglichen Abstand
zu dem Körperteil hat, an welchem das Mobilfunk-Endgerät von dem Benutzer getragen
wird. Dadurch ist es möglich, die durch den Körperteil des Benutzers hervorgerufenen
und die Signalübertragung beeinträchtigenden, d.h. dämpfenden bzw. absorbierenden,
Effekte weitgehend zu reduzieren, so daß einerseits ein qualitativ hochwertiger Empfang
von Mobilfunksignalen möglich ist und andererseits eine Abstrahlung von Mobilfunksignalen
mit verhältnismäßig geringer Sendeleistung zu einer zuverlässigen Signalübertragung
führt. Anders gesagt führt die Erfindung zu dem Vorteil, daß bei Abstrahlung von Mobilfunksignalen
mit maximal zur Verfügung stehender Sendeleistung - aufgrund der vorstehend angesprochenen
Reduzierung der die Signalübertragung beeinträchtigenden Effekte - ein größerer Anteil
der Sendeleistung von einer Basisstation empfangen werden kann, so daß der Linkbudget
durch die Erfindung verbessert wird.
[0006] Ferner ist durch die erfindungsgemäße Maßnahme der Anordnung der Sende-/Empfangsantenne
im Bereich der transparenten Abdeckung das Risiko einer Fehlanpassung der Antenne
für den Fall, daß ein derartiges Mobilfunk-Endgerät einmal am Körper eines Benutzers
und ein anderes Mal in größere Entfernung zu dem Körper eines Benutzers getragen wird,
weitgehend reduziert.
[0007] Wenn in Bezug auf die Erfindung von einer Anzeigeeinrichtung die Rede ist, so umfasst
dieser Begriff neben einem herkömmlichen, allein zur Anzeige von Informationen ausgelegten
Display auch eine Vorrichtung zur kombinierten Anzeige und Eingabe von Informationen,
beispielsweise einen Touchscreen. Der in Bezug auf die Erfindung verwendete Begriff
Sende-/Empfangsantenne soll Antennen umfassen, welche entweder nur im Sendebetrieb
oder nur im Empfangsbetrieb oder sowohl im Sende- als auch im Empfangsbetrieb aktiv
sind. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß die transparente Abdeckung unmittelbar der
Anzeigeeinrichtung zugeordnet sein kann oder als Teil des Gehäuses ausgebildet sein
kann.
[0008] Im folgenden werden Weiterbildungen der Erfindung diskutiert.
[0009] Erfindungsgemäß kann die Sende-/Empfangsantenne als Bahn aus elektrisch leitendem
Material ausgebildet sein. So ist es möglich, die Bahn aus einem Drahtmaterial, beispielsweise
aus Kupfer, Silber, Gold, herzustellen. Diese Herstellungsvariante bietet die Möglichkeit
einer kostengünstigen Realisierung. Ferner können bei einer nach dieser Herstellungsvariante
ausgebildeten Sende-/Empfangsantenne verhältnismäßig hohe Ströme eingespeist werden,
beispielsweise im Bereich von mehreren 100mA, was eine Abgabe hoher Sendeleistungen
ermöglicht. Um jedoch die im Bereich der transparenten Abdeckung angeordnete Sende-/Empfangsantenne
für den Benutzer nicht sichtbar zu machen und dadurch eine Beeinträchtigung des äußeren
Erscheinungsbildes des Mobilfunk-Endgeräts oder der Ablesbarkeit der Anzeigeeinrichtung
zu vermeiden, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Bahn aus transparentem
elektrisch leitendem Material, insbesondere aus Indium-Zinn-Oxid (ITO), hergestellt
ist. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Bahn im Bereich der transparenten Abdeckung
großflächig auszubilden und dennoch eine gute Ablesbarkeit der vermittels der Anzeigeeinrichtung
angezeigten Informationen zu gewährleisten. Es ist bei dieser Lösung jedoch zu beachten,
dass die Antenne eine ausreichend hohen Impedanz aufweist, damit die in der Bahn fließenden
Ströme klein genug gehalten werden können.
[0010] Neben den vorstehend diskutierten Möglichkeiten der Ausbildung der Bahn aus Drahtmaterial
oder aus transparentem elek-trisch leitendem Material sind in Weiterbildungen der
Erfindung auch Kombinationen davon möglich. Beispielsweise kann die Bahn der Sende-/Empfangsantenne
in einem Bereich nahe eines Einspeisepunktes aufgrund der hohen dort auftretenden
Ströme aus Drahtmaterial hergestellt sein und in ihrem weiteren Verlauf dann aus transparentem
Material ausgebildet sein. Auch ist es möglich ein Mobilfunk-Endgerät mit mehreren
Antennen, beispielsweise für unterschiedliche Frequenzbänder oder für Antennendiversität/Polarisationsdiversität
auszustatten, von welchen wenigstens eine erfindungsgemäß mit einer Bahn im Bereich
der transparenten Abdeckung ausgebildet ist.
[0011] Hinsichtlich der Anordnung der Bahn an der transparenten Abdeckung kann vorgesehen
sein, daß die Bahn zumindest abschnittsweise auf der dem Gehäuseinnenraum zugewandten
Seite der transparenten Abdeckung angeordnet ist. So ist es möglich, die Bahn aus
elektrisch leitendem Material auf der Innenseite der transparenten Abdeckung, beispielsweise
einer transparenten Kunststoffscheibe oder transparenten Glasscheibe, anzubringen.
Dies kann beispielsweise durch Aufkleben, Aufdampfen, galvanisches Auftragen, Sputtern
oder dergleichen erfolgen.
[0012] Um den Abstand zwischen dem Körperteil, an welchem das Mobilfunk-Endgerät getragen
wird, und der Sende-/Empfangsantenne weiter zu vergrößern, kann erfindungsgemäß vorgesehen
sein, daß die Bahn zumindest abschnittsweise in der transparenten Abdeckung integriert
ist. Durch diese Maßnahme werden die störenden Dämpfungs- bzw. Absorptionseffekte
des Körperteils, an welchem das Mobilfunk-Endgerät getragen wird, weiter reduziert.
Gleichermaßen ist es in diesem Zusammenhang erfindungsgemäß möglich, daß die Bahn
zumindest abschnittsweise auf der dem Gehäuseinnenraum abgewandten Seite der transparenten
Abdeckung angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung wird die Bahn zwar der Außenseite
des Mobilfunk-Endgeräts dargeboten und ist somit ggf. mechanischen Einwirkungen ausgesetzt.
Allerdings kann bei hinreichend stabiler Ausbildung der Bahn eine Zerstörung durch
mechanische Einflüsse weitgehend ausgeschlossen werden, wobei gleichzeitig der Abstand
zwischen dem Körper und der Sende-/Empfangsantenne zu Gunsten geringerer Beeinträchtigungen
und einer besseren Sende-/Empfangsqualität von Mobilfunksignalen weiter vergrößert
werden kann.
[0013] Die Bahn aus elektrisch leitendem Material kann unmittelbar in oder an der transparenten
Abdeckung vorgesehen sein. Es ist erfindungsgemäß jedoch auch möglich, daß die Bahn
zumindest abschnittsweise in einer Substratschicht angeordnet ist. Die Substratschicht
kann in einem der transparenten Abdeckung nahen Bereich angeordnet sein, sie kann
mit der transparenten Abdeckung gekoppelt sein oder sie kann in dieser eingebettet
sein.
[0014] Wie eingangs bereits angedeutet kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Bahn
im wesentlichen flächig ausgebildet ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Bahn eine
als planare Antenne ausgebildete Sende-/Empfangsantenne bildet. Gleichermaßen ist
es möglich, daß die Bahn gekrümmten, insbesondere helixförmigen Verlauf aufweist.
[0015] Neben verschiedenen Variationen und Kombinationen hinsichtlich der Anordnung der
die Sende-/Empfangsantenne bildenden Bahn, welche zu einer Vergrößerung des Abstandes
zwischen dem Körperteil, an welchem das Mobilfunk-Endgerät getragen werden kann, und
der Bahn führen, existieren weitere Möglichkeiten hinsichtlich der Anordnung der Bahn
an der transparenten Abdeckung. Bei einer dieser Möglichkeiten ist vorgesehen, daß
die Bahn zumindest abschnittsweise in einem der Außenkontur der transparenten Abdeckung
nahen Randbereich verläuft. Dadurch ist gewährleistet, daß die Ablesbarkeit des Sichtfelds
der Anzeigeeinrichtung, in welchem die Informationen für den Benutzer anzuzeigen sind,
wie beispielsweise eine gerade gewählte Teilnehmernummer, Menüdaten, Informationen
zu einem eingehenden Anruf etc., nicht durch die Bahn beeinträchtigt wird. Dies ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn die Bahn aus einem nicht-transparenten Material
hergestellt ist. Sollte es jedoch aufgrund der für die Mobilfunk-Signalübertragung
zur Verfügung stehenden Frequenzbereich erforderlich sein, eine größere Bahnlänge
bereitzustellen, als dies durch die vorstehende Maßnahme der Anordnung der Bahn in
einem der Außenkontur der transparenten Abdeckung nahen Randbereich möglich ist, so
kann gleichermaßen vorgesehen sein, daß die Bahn zumindest abschnittsweise in einem
von der Außenkontur der transparenten Abdeckung entfernten Mittenbereich verläuft.
Diese Maßnahme ist bei der Verwendung einer aus einem transparenten elektrisch leitenden
Material hergestellten Bahn im Hinblick auf eine gute Ablesbarkeit der Anzeigeeinrichtung
unkritisch. Ist die Bahn allerdings aus einem nicht transparenten elektrisch leitenden
Material, beispielsweise einem Drahtmaterial oder dergleichen, hergestellt, so kann
eine hinreichend gute Ablesbarkeit der Anzeigeeinrichtung in einer Weiterbildung der
Erfindung dadurch erreicht werden, daß die Bahn bei Betrachtung der Anzeige zum Erkennen
der angezeigten Informationen zumindest abschnittsweise zwischen wenigstens zwei zur
Anzeige von Symbolen vorgesehenen Symbol-Zeilenbereichen der Anzeigeeinrichtung verläuft.
[0016] Hinsichtlich der Kontaktierung der im Bereich der transparenten Abdeckung angeordneten
Sende-/Empfangsantenne kann vorgesehen sein, daß diese durch eine herkömmliche Festverdrahtung
hergestellt ist und daß über diese festverdrahtete Kontaktierung eine Übertragung
der empfangenen bzw. zu sendenden Signale zu der Sende-/Empfangseinrichtung bzw. von
dieser erfolgen kann. Gleichermaßen kann hinsichtlich der Kontaktierung jedoch auch
vorgesehen sein, daß die Sende-/Empfangsantenne durch wenigstens einen Kontakt, vorzugsweise
einen Federkontakt, mit der Sende-/Empfangseinheit elektrisch verbunden ist. Diese
Maßnahme bietet insbesondere Vorteile bei der Montage des Mobilfunk-Endgerätes. Je
nach erwünschter Ansteuerung der Sende-/Empfangsantenne bzw. je nach zur Verfügung
stehendem Frequenzbereich kann die Anordnung des Kontakts relativ zu der Sende-/Empfangsantenne
variieren. So ist es möglich, daß der wenigstens eine Kontakt in dem der Außenkontur
nahen Randbereich der transparenten Abdeckung angeordnet ist. Alternativ hierzu ist
es möglich, daß der wenigstens eine Kontakt in dem Mittenbereich der transparenten
Abdeckung angeordnet ist.
[0017] Auch durch die Wahl geeigneter Materialien für die Komponenten des Mobilfunk-Endgeräts
kann die Sende-/Empfangscharakteristik der Sende-/Empfangsantennen verbessert werden.
In diesem Zusammenhang kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die transparente
Abdeckung o-der/und ein der transparenten Abdeckung naher Volumenbereich oder/und
die Substratschicht aus einem Material, vorzugsweise aus Kunststoff oder Glas, hergestellt
ist, dessen Dielektrizitätskonstante auf das Senden und Empfangen von Mobilfunksignalen
in Form von elektromagnetischer Strahlung abgestimmt ist.
[0018] Darüber hinaus ist es für die Sende-/Empfangscharakteristik eines Mobilfunk-Endgeräts
mit entscheidend, in welchem Abstand die Sende-/Empfangsantenne und andere leitende
Flächen des Mobilfunk-Endgeräts, wie beispielsweise eine Massefläche, zueinander angeordnet
sind. Aufgrund dieses Zusammenhangs kann in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen
sein, daß der Abstand zwischen der Antenne und einer dem Mobilfunk-Endgerät zugeordneten
Massefläche, insbesondere auf einer dem Mobilfunk-Endgerät zugeordneten Leiterplatte,
auf das Senden und Empfangen von Mobilfunk-Signalen in Form von elektromagnetischer
Strahlung abgestimmt ist. Um unerwünschte Wechselwirkungen der Sende-/Empfangsantenne
und der Elektronik des Mobilfunk-Endgeräts zu minimieren, kann vorgesehen sein, daß
zwischen der Sende-/Empfangsantenne und der Elektronik eine weitere Schicht zur Abschirmung
vorgesehen ist. Dabei kann es sich auch um Hochfrequenzabschirmungen handeln, welche
Komponenenten der Elektronik auf der Leiterplatte kapseln. Auch ist es zur Reduzierung
derartiger Wechselwirkungen möglich, die Leiterplatte im Mobilfunk-Endgerät derart
anzuordnen, dass die Massefläche auf der der Sende-/Empfangsantenne zugewandten Seite
liegt.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beiliegenden Figuren beschrieben.
[0020] Es stellen dar:
- Figur 1
- eine schematisierte perspektivische Ansicht eines miniaturisierten erfindungsgemäßen
Mobilfunk-Endgeräts
- Figur 2
- eine Schnittansicht des Mobilfunk-Endgeräts aus Figur 1 geschnitten entlang der Schnittlinie
II-II aus Figur 1,
- Figur 3
- eine Ansicht entsprechend Figur 1 eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung
und
- Figur 4
- eine Ansicht entsprechend Figur 2 geschnitten entlang der Schnittlinie IV-IV aus Figur
3.
[0021] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Mobilfunk-Endgerät allgemein mit 10 bezeichnet.
Dieses Mobilfunk-Endgerät 10 ist derart miniaturisiert, daß es im Stile einer Armbanduhr
an einem nicht gezeigten Handgelenk eines Benutzers getragen werden kann. Hierzu ist
an einem Gehäuse 12 des Mobilfunk-Endgeräts 10 ein Armband 14 mit einem ersten Armbandabschnitt
14
1 und einem zweiten Armbandabschnitt 14
2 angebracht, welches Armband mit einem nicht gezeigten Verschluß in herkömmlicher
Weise wie ein Uhrenarmband gehandhabt werden kann.
[0022] Mit Bezug auf Figuren 1 und 2 wird nun der Aufbau des Mobilfunk-Endgeräts 10 beschrieben.
Das Gehäuse 12 schließt einen Gehäuseinnenraum 16 ein, in welchem unter anderem eine
Leiterplatte 18 angeordnet ist. Auf der Leiterplatte 18 ist eine Anzeigeeinrichtung
20 angebracht, welche über eine auf der Leiterplatte 18 realisierte (nicht gezeigte)
Schaltungselektronik angesteuert wird. Die Unterseite 22 der Leiterplatte 18 ist mit
einer im wesentlichen durchgehenden Massefläche für die nicht gezeigte Schaltungselektronik
ausgebildet.
[0023] Auf der Leiterplatte 18 ist ferner mit einem Ende ein schematisch gezeigter Federkontakt
24 derart angeordnet, daß er die Leiterplatte 18 zur Weiterleitung von Mobilfunksignalen
kontaktiert.
[0024] An dem von der Leiterplatte 18 entfernten Ende des Federkontakts 24 ist dieser mit
einer Bahn 26 aus elektrisch leitendem Material elektrisch verbunden. Die Bahn 26
ist in einer Glasplatte 28 integriert, welche eine in dem Gehäuse 12 ausgebildete
Ausnehmung mit der Kontur 30 abdeckt.
[0025] Die Glasplatte 28 ist transparent ausgebildet und bedeckt die Anzeigeeinrichtung
20 derart, daß bei Betrachtung des Mobilfunk-Endgeräts 10 die auf der Anzeigeeinrichtung
20 angezeigten Informationen, wie repräsentativ in Figur 1 durch die Buchstaben ABC
gezeigt, ablesbar sind.
[0026] Die Bahn 26 ist aus transparentem elektrischen Material, wie Indium-Zinn-Oxid (ITO)
, hergestellt und, wie Figur 1 zu entnehmen, in Form eines umgekehrten "U" als planare
Antenne flächig ausgebildet.
[0027] Das Mobilfunk-Endgerät 10 umfaßt ferner einzelne Bedienungselemente in Form von Druckknöpfen
32
1, 32
2, 32
3, welche zur Bedienung des Mobilfunk-Endgeräts ausgelegt sind, beispielsweise zur
Auswahl einzelner Nummern, zum Initiieren eines Gesprächsaufbaus, zum Beenden eines
Gesprächs, zum Aktivieren eines Menüs oder dergleichen. Ferner umfaßt das Mobilfunk-Endgerät
10 eine Hörkapsel, welche zur Ausgabe von akustischen Signalen unter den Schlitzen
34 im Gehäuse angeordnet ist. Darüber hinaus umfaßt das Mobilfunk-Endgerät 10 auch
ein Mikrophon, welches unter den Gehäuseschlitzen 36 angeordnet ist.
[0028] Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ist es möglich, den Abstand d zwischen der als
Antenne wirksamen Bahn 26 und der Unterseite 38 des Gehäuses 12 zu vergrößern, so
daß die Mobilfunkübertragung beeinträchtigende Einflüsse, wie dämpfende oder absorbierende
Effekte eines an der Unterseite 38 des Gehäuses 12 anliegenden Benutzer-Körperteils,
beispielsweise eines Handgelenks, aufgrund des erhöhten Abstands d weitgehend reduziert
werden können. Ferner ist es durch diese Maßnahme möglich, den Abstand e zwischen
der Bahn 26 und der Massefläche 22 hinreichend groß zu gestalten, so daß sich auch
ein günstiges Abstrahlungsverhalten der als Antenne wirkenden Bahn 26 ergibt.
[0029] Figuren 3 und 4 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Für dieselben Komponenten wie im ersten Ausführungsbeispiel werden dieselben Bezugszeichen
verwendet, jedoch erhöht um die Zahl 100. Es wird eine eingehende Beschreibung dieser
Komponenten zur Vermeidung von Wiederholungen vermieden.
[0030] Der wesentliche Unterschied zwischen dem Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 1 und
2 und dem Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 3 und 4 besteht darin, daß die Sende-/Empfangsantenne
in Figur 3 nicht wie in Figur 1 und 2 von einer flächigen Bahn 26 aus transparentem
Material gebildet ist, welche in die Glasplatte 28 integriert ist, sondern daß sie
auf der Unterseite 140 der Glasplatte 128 im Gehäuseinnenraum 116 angebracht und als
Draht 142 ausgebildet ist. Dieser Draht 142 verläuft ausgehend von dem Federkontakt
124 im wesentlichen richtungsparallel zu der Kontur 130 in einem konturnahen Bereich
der Glasplatte 128.
[0031] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist gewährleistet, daß die von dem Draht
142 gebildete Sende-/Empfangsantenne einen großen Abstand d' von der Gehäuseunterseite
138 und einen geeigneten Abstand e' von der Massefläche 122 aufweist. Andererseits
ist diese Erfindungsvariante kostengünstiger in der Herstellung, da lediglich eine
einfache Drahtbahn an der Unterseite 140 der Glasplatte 128 angebracht werden kann.
[0032] Selbstverständlich ist es möglich, die Drahtbahn 142 auch helixförmig auszubilden.
Gleichermaßen ist es möglich die Drahtbahn 142 in das Glas 128 zu integrieren, ähnlich
wie beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 1 und 2.
[0033] Die Erfindung zeigt einen Weg, wie insbesondere bei einem miniaturisierten am Körper
eines Benutzers getragenen Mobilfunk-Endgerät eine Sende-/Empfangsantenne derart angeordnet
werden kann, daß die durch den Körper aufgrund dämpfender
oder absorbierender Effekte hervorgerufenen Beeinträchtigungen der Mobilfunk-Signalübertragung
weitgehend beseitigt werden können.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Mobilfunk-Endgerät
- 12
- Gehäuse
- 14
- Armband
- 141, 142
- Armbandabschnitt
- 16
- Gehäuseinnenraum
- 18
- Leiterplatte
- 20
- Anzeigeeinrichtung
- 22
- Massefläche
- 24
- Federkontakt
- 26
- Bahn
- 28
- Glasplatte
- 30
- Kontur der Gehäuseausnehmung
- 321,2,3
- Bedienungselement
- 34, 36
- Gehäuseschlitz
- 38
- Unterseite des Gehäuses
- 140
- Unterseite der Glasplatte
- 142
- Drahtbahn
- d, e,
- Abstände
- d', e'
- Abstände
1. Mobilfunk-Endgerät (10; 110), insbesondere miniaturisiertes Mobilfunk-Endgerät, umfassend:
- ein Gehäuse (12; 112) mit einem Gehäuseinnenraum (16; 116),
- eine zumindest teilweise in dem Gehäuseinnenraum (16; 116) angeordnete Sende-/Empfangseinrichtung
zum Senden oder/und Empfangen von Mobilfunksignalen,
- eine zumindest teilweise in dem Gehäuseinnenraum (16; 116) angeordnete Anzeigeeinrichtung
(20; 120) zum Anzeigen von Informationen und
- eine der Sende-/Empfangseinrichtung zugeordnete Sende-/Empfangsantenne (26; 142),
wobei die Anzeigeeinrichtung (20; 120) durch eine transparente Abdeckung (28; 128)
abgedeckt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sende-/Empfangsantenne (26; 142)im Bereich der transparenten Abdeckung (28; 128)
angeordnet ist.
2. Mobilfunk-Endgerät (10; 110) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sende-/Empfangsantenne als Bahn (26; 142) aus elek-trisch leitendem Material
ausgebildet ist.
3. Mobilfunk-Endgerät (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (26) zumindest abschnittsweise aus transparentem elektrisch leitendem Material,
insbesondere aus Indium-Zinn-Oxid, hergestellt ist.
4. Mobilfunk-Endgerät (110) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (142) zumindest abschnittsweise aus einem Drahtmaterial, insbesondere aus
Kupfer, Silber oder Gold, hergestellt ist.
5. Mobilfunk-Endgerät (110) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (142) zumindest abschnittsweise auf der dem Gehäuseinnenraum (116) zugewandten
Seite (140) der transparenten Abdeckung (128) angeordnet ist.
6. Mobilfunk-Endgerät (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (26) zumindest abschnittsweise in der transparenten Abdeckung (28) integriert
ist.
7. Mobilfunk-Endgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn zumindest abschnittsweise auf der dem Gehäuseinnenraum abgewandten Seite
der transparenten Abdeckung angeordnet ist.
8. Mobilfunk-Endgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn zumindest abschnittsweise in einer Substratschicht angeordnet ist.
9. Mobilfunk-Endgerät (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (26) im wesentlichen flächig ausgebildet ist.
10. Mobilfunk-Endgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn gekrümmten, insbesondere helixförmigen, Verlauf aufweist.
11. Mobilfunk-Endgerät (10; 110) nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (26; 142) zumindest abschnittsweise in einem der Außenkontur (30; 130) der
transparenten Abdeckung (28; 128) nahen Randbereich verläuft.
12. Mobilfunk-Endgerät (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (26) zumindest abschnittsweise in einem von der Außenkontur (30) der transparenten
Abdeckung (28) entfernten Mittenbereich verläuft.
13. Mobilfunk-Endgerät (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn bei Betrachtung der Anzeige (20) zum Erkennen der angezeigten Informationen
zumindest abschnittsweise zwischen wenigstens zwei zur Anzeige von Symbolen vorgesehenen
Symbol-Zeilenbereichen der Anzeigeeinrichtung verläuft.
14. Mobilfunk-Endgerät (10; 110) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sende-/Empfangsantenne (26; 142) durch wenigstens einen Kontakt (24; 124), vorzugsweise
einen Federkontakt, mit der Sende-/Empfangseinheit elektrisch verbunden ist.
15. Mobilfunk-Endgerät (10; 110) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wenigstens eine Kontakt (24; 124) in dem der Außenkontur nahen Randbereich der
transparenten Abdeckung (28; 128) angeordnet ist.
16. Mobilfunk-Endgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wenigstens eine Kontakt in dem Mittenbereich der transparenten Abdeckung angeordnet
ist.
17. Mobilfunk-Endgerät (10; 110) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die transparente Abdeckung (28; 128) oder/und ein der transparenten Abdeckung naher
Volumenbereich oder/und die Substratschicht aus einem Material, vorzugsweise aus Kunststoff
oder Glas, hergestellt ist, dessen Dielektrizitätskonstante auf das Senden und Empfangen
von Mobilfunksignalen in Form von elektromagnetischer Strahlung abgestimmt ist.
18. Mobilfunk-Endgerät (10; 110) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (e; e')zwischen der Antenne (26; 142) und einer dem Mobilfunk-Endgerät
zugeordneten Massefläche, insbesondere auf einer dem Mobilfunk-Endgerät (10; 110)
zugeordneten Leiterplatte (18; 118), auf ein Senden und Empfangen von Mobilfunk-Signalen
in Form von elektromagnetischer Strahlung abgestimmt ist.