[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Anschließen eines elektrischen Verbrauchers
an eine in einem Raum verlegte elektrische Versorgungsleitung mit mindestens zwei
isolierten elektrischen Leitern, die parallel zueinander verlaufend und in einer Ebene
liegend in einen gemeinsamen Mantel aus Isoliermaterial eingebettet sind, welche ein
aus einem Unterteil und einem Oberteil bestehendes Kupplungselement aus Kunststoff
aufweist, das an beliebiger Stelle der Versorgungsleitung an derselben festlegbar
ist, bei welcher das Unterteil in Montageposition selbsthaltend an der Versorgungsleitung
angebracht ist, bei welcher das Oberteil bei montiertem Kupplungselement lösbar aber
unverrückbar mit dem Unterteil verbunden ist, bei welcher die Leiter einer mit dem
Verbraucher verbundenen elektrischen Anschlußleitung in das Oberteil hineinragen und
bei welcher im Kupplungselement durch im Oberteil angebrachte Kontaktteile eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen jeweils einem Leiter der Versorgungsleitung und einem
Leiter der Anschlußleitung hergestellt ist, wobei die Kontaktteile des Kupplungselements
unter Durchdringung von Umhüllung und Isolierung der Versorgungsleitung deren Leiter
kontaktieren (EP 0 817 315 A1).
[0002] Beispielsweise in Ballräumen, Vortragssälen oder Passagierschiffen sind an Wänden
oder Decken von Räumen elektrische Versorgungsleitungen verlegt, an welche mit Anschlußleitungen
ausgerüstete elektrische Verbraucher, wie beispielsweise Lampen, angeschlossen werden
können. Das erfordert in der Regel einen erheblichen Montageaufwand, da an der vorgesehenen
Verbindungsstelle die Leiter der Versorgungsleitung freigelegt und die Leiter einer
jeweiligen Anschlußleitung mit den Leitern der Versorgungsleitung verbunden werden
müssen. Die Verbindungsstelle muß abschließend isoliert werden.
[0003] Dieser Aufwand wird mit der bekannten Anordnung nach der eingangs erwähnten EP 0
817 315 A1 vermindert. Diese Anordnung hat ein an der Versorgungsleitung zu befestigendes,
aus einem Oberteil und einem Unterteil bestehendes Kupplungselement. Zwischen Oberteil
und Unterteil ist in Montageposition eine Platine angeordnet, die mit auf beiden Seiten
herausragenden, beidseitig als Durchstechkontakte ausgeführten Kontaktteilen ausgerüstet
ist. Bei zusammengebautem Kupplungselement kontaktieren die Kontaktteile einander
zugeordnete Leiter der Versorgungsleitung einerseits und einer zu einer Lampe führenden
Anschlußleitung andererseits. Die Leiter beider Leitungen brauchen bei dieser Anordnung
nicht abisoliert zu werden. Allerdings müssen die isolierten Leiter der Anschlußleitung
bei der vor Ort durchzuführenden Montage des Kupplungselements zunächst noch in Nuten
des Oberteils eingelegt werden. Erst danach können Oberteil und Unterteil einschließlich
der zwischen beiden Teilen gesondert anzubringenden Platine mit den Kontaktteilen
zusammengefügt werden. Der Montageaufwand ist daher auch bei dieser Anordnung noch
relativ hoch.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Anordnung so
zu gestalten, daß ein Verbraucher auf einfache Weise und ohne zusätzliche Montagetätigkeit
mit der Versorgungsleitung verbunden werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
- daß die Kontaktteile des Kupplungselements elektrisch leitend fest mit den abisolierten
Leitern der Anschlußleitung verbunden sind und
- daß das Oberteil des Kupplungselements ein durch Spritzgießen hergestellter Griffkörper
ist, der das Ende der Anschlußleitung und die Verbindungsstellen zwischen den Kontaktteilen
und den Leitern derselben feuchtigkeitsdicht umschließt und aus dem die Kontaktteile
herausragen.
[0006] Bei dieser Anordnung sind die Kontaktteile im Wege der Vorfertigung im Oberteil des
Kupplungselements integriert. Das Ende der Anschlußleitung ist auf diese Weise konfektioniert.
Der einteilige Griffkörper des Oberteils umschließt dabei sowohl das Ende der Anschlußleitung
als auch die Verbindungsstellen zwischen deren Leitern und den Kontaktteilen. Die
aus dem Griffkörper herausragenden Kontaktteile sind damit im Oberteil des Kupplungselements
integriert. Sie werden gemeinsam mit demselben bewegt und positioniert. Nach dem Zusammenfügen
von nur zwei Teilen, dem Oberteil und dem Unterteil, ist das Kupplungselement ohne
zusätzliche Montagetätigkeit an der Versorgungsleitung angebracht. Die leitende Verbindung
zwischen den Leitern der beiden Leitungen ist damit auf einfache Weise hergestellt.
[0007] In bevorzugter Ausführungsform hat das Oberteil des Kupplungselements an seinem einen
Ende einen von demselben abstehenden Vorsprung, mit welchem es beim Zusammenfügen
des Kupplungselements in eine Vertiefung des an der Leitung angebrachten Unterteils
eingesteckt wird. Danach braucht das Oberteil nur noch um den Vorsprung als Drehstelle
in Richtung des Unterteils geklappt zu werden. Es ist in Montageposition durch den
Vorsprung einerseits und durch im Bereich seines demselben abgewandten Endes angreifende,
federnd einrastende Elemente des Unterteils andererseits fest, aber lösbar mit demselben
verbunden.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
[0009] Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Anordnung nach der Erfindung in schematischer Darstellung.
Fig. 2 ein an einer Versorgungsleitung angebrachtes Kupplungselement im Schnitt in
vergrößerter Darstellung.
Fig. 3 eine Seitenansicht eines an der Versorgungsleitung angebrachten Unterteils
des Kupplungselements.
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Kupplungselement nach Fig. 2.
Fig. 5 bis 7 Querschnitte von Fig. 4 längs der Linien V - V, VI - VI und VII - VII.
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Kontaktfläche des Oberteils des Kupplungselement.
[0010] Die in Fig. 1 schematisch angedeutete elektrische Versorgungsleitung 1 ist beispielsweise
an einer Wand oder Decke eines Raums verlegt. Sie ist als Flachleitung ausgeführt
und hat beispielsweise drei isolierte Leiter 2, 3 und 4 (Fig. 5, 6 und 7), die parallel
zueinander verlaufend in einem gemeinsamen Mantel 5 angebracht sind. Die isolierten
Leiter 2, 3 und 4 sind vorzugsweise mit Abstand zueinander in der Versorgungsleitung
1 angeordnet. An der Versorgungsleitung 1 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei aus Kunststoff bestehende Kupplungselemente K angebracht. Zu den Kupplungselementen
K führt jeweils eine elektrische Anschlußleitung 6, die mit einem elektrischen Verbraucher,
beispielsweise einer Lampe 7, verbunden ist. Der genauere Aufbau eines Kupplungselements
K geht aus den Fig. 2 bis 8 hervor.
[0011] Zu einem Kupplungselement K gehören ein Oberteil 8 und ein Unterteil 9, die in Montageposition
fest, aber lösbar miteinander verbunden sind. Das Oberteil 8 besteht beispielsweise
aus Polyurethan und das Unterteil 9 beispielsweise aus Polyester. Das Unterteil 9
ist ein im wesentlichen trogartiger, langgestreckter Träger mit einem Aufnahmeraum,
dessen Abmessungen den Abmessungen der Versorgungsleitung 1 angepaßt sind. Es hat
zwei den Aufnahmeraum begrenzende Seitenwände 10 und 11 sowie an beiden axialen Enden
je zwei elastisch verbiegbare Haken 12, die im Ruhezustand jeweils aufeinander zu
gebogen sind. Sie greifen bei montiertem Unterteil 9 über die Versorgungsleitung 1
und halten das Unterteil 9 damit an derselben. Am Unterteil 9 sind außerdem elastisch
verbiegbare Rastelemente 13 angebracht. Es sind beispielsweise vier Rastelemente 13
vorhanden, die einander paarweise zugeordnet sind (Fig. 4) und vorzugsweise an den
Rändern des Unterteils 8 in Höhe der Seitenwände 10 und 11 an dasselbe angeformt sind.
In den Seitenwänden 10 und 11 des Unterteils 9 sind außerdem nach außen offene, abgewinkelte
Vertiefungen 14 angebracht (Fig. 3).
[0012] Das Oberteil 8 des Kupplungselements K ist ein durch Spritzgießen hergestellter Griffkörper.
Es umschließt das Ende der Anschlußleitung 6 und die Verbindungsstellen zwischen deren
Leitern 15 und an dieselben angeschlossenen Kontaktteilen 16 feuchtigkeitsdicht. Die
Kontaktteile 16 sind in einem gemeinsamen, plattenförmigen Träger 17 aus mechanisch
festem Isoliermaterial, wie beispielsweise glasfaserverstärktem Polyester, fixiert.
Die Anschlußleitung 6 hat ebenso wie die Versorgungsleitung 1 beispielsweise drei
isolierte Leiter 15. Die Leiter 15 sind an ihren Enden abisoliert und mit den Kontaktteilen
16 beispielsweise durch Crimpen, Löten oder Schweißen fest und elektrisch leitend
verbunden. Die Kontaktteile 16 sind mit Spitzen ausgerüstete Durchstechelemente. Sie
ragen mit ihren Spitzen aus einer Kontaktfläche des Oberteils 8 heraus. Die Kontaktteile
16 sind im Oberteil 8 des Kupplungselements K vorzugsweise in axialer Richtung gegeneinander
versetzt, so wie es in Fig. 4 angedeutet ist. Ihre Positionen sind durch gestrichelte
Linien 18, 19 und 20 angegeben. Die Leiter 15 der Anschlußleitung 6 haben dementsprechend
im Oberteil 8 unterschiedliche Längen.
[0013] Das Unterteil 9 des Kupplungselements K kann vollautomatisch durch Spritzgießen hergestellt
werden. Zur Fertigstellung des Oberteils 8 werden zunächst das Ende der Anschlußleitung
6 abgemantelt und die Enden der dadurch freigelegten Leiter 15 auf Länge geschnitten
und abisoliert. Danach werden die Kontaktteile 16 elektrisch leitend mit den Leitern
15 verbunden. Anschließend wird der Griffkörper des Oberteils 8 durch Spritzgießen
erzeugt. Er umschließt das Ende der Anschlußleitung 6 in einem nicht abgemantelten
Bereich und die Verbindungsstellen zwischen Leitern 15 und Kontaktteilen 16 feuchtigkeitsdicht.
An einem Ende des Griffkörpers wird beim Spritzgießen ein nach außen abstehender Vorsprung
21 erzeugt.
[0014] Ein Kupplungselement K wird beispielsweise wie folgt an der Versorgungsleitung 1
angebracht:
[0015] Das vorgefertigte Unterteil 9 wird an der Versorgungsleitung 1 an einer beliebigen
Stelle in deren Verlauf angebracht. Es hält sich mit seinen Haken 12 selbst an der
Versorgungsleitung 1. Danach wird das ebenfalls vorgefertigte Oberteil 8 mit seinem
Vorsprung 21 in die Vertiefungen 14 des Unterteils 9 eingesteckt und mit dem Vorsprung
21 als "Drehpunkt" auf die Versorgungsleitung 1 zu geschwenkt. Dabei durchdringen
die Kontaktteile 16 den Mantel 5 der Versorgungsleitung 1 und dringen in die vorzugsweise
als Litzenleiter ausgeführten Leiter 15 der Anschlußleitung 6 ein. In der Endposition
greifen die Rastelemente 13 des Unterteils 9 über korrespondierende Flächen 22 des
Oberteils 8 und rasten in dieser Position ein. Oberteil 8 und Unterteil 9 des Kupplungselements
K sind dann miteinander verbunden. Die elektrisch leitende Verbindung zwischen den
Leitern von Versorgungsleitung 1 einerseits und Anschlußleitung 6 andererseits ist
hergestellt.
[0016] Zur zusätzlichen Abdichtung des "Kontaktraumes" des Kupplungselements K kann gemäß
Fig. 8 in der Kontaktfläche des Oberteils 8 noch eine umlaufende Dichtung 23, beispielsweise
ein O-Ring, angebracht werden, welche die Kontaktteile 16 des Oberteils 8 rundum umschließt.
Die Dichtung 23 wird in Montageposition des Kupplungselements K an die Versorgungsleitung
1 angepreßt. Oberteil 8 und Dichtung 23 können einstückig ausgeführt sein. Ein geeignetes
Material für eine derartige Einheit ist ein thermoplastisches Elastomer (TPE).
1. Anordnung zum Anschließen eines elektrischen Verbrauchers an eine in einem Raum verlegte
elektrische Versorgungsleitung mit mindestens zwei isolierten elektrischen Leitern,
die parallel zueinander verlaufend und in einer Ebene liegend in einen gemeinsamen
Mantel aus Isoliermaterial eingebettet sind, welche ein aus einem Unterteil und einem
Oberteil bestehendes Kupplungselement aus Kunststoff aufweist, das an beliebiger Stelle
der Versorgungsleitung an derselben festlegbar ist, bei welcher das Unterteil in Montageposition
selbsthaltend an der Versorgungsleitung angebracht ist, bei welcher das Oberteil bei
montiertem Kupplungselement lösbar aber unverrückbar mit dem Unterteil verbunden ist,
bei welcher die Leiter einer mit dem Verbraucher verbundenen elektrischen Anschlußleitung
in das Oberteil hineinragen und bei welcher im Kupplungselement durch im Oberteil
angebrachte Kontaktteile eine elektrisch leitende Verbindung zwischen jeweils einem
Leiter der Versorgungsleitung und einem Leiter der Anschlußleitung hergestellt ist,
wobei die Kontaktteile des Kupplungselements unter Durchdringung von Umhüllung und
Isolierung der Versorgungsleitung deren Leiter kontaktieren sind,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Kontaktteile (16) des Kupplungselements (K) elektrisch leitend fest mit den abisolierten
Leitern (15) der Anschlußleitung (6) verbunden sind und
- daß das Oberteil (8) des Kupplungselements (K) ein durch Spritzgießen hergestellter Griffkörper
ist, der das Ende der Anschlußleitung (6) und die Verbindungsstellen zwischen den
Kontaktteilen (16) und den Leitern (15) derselben feuchtigkeitsdicht umschließt und
aus dem die Kontaktteile (16) herausragen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktteile (16) mit den Leitern (15) der Anschlußleitung (6) durch Crimpen
verbunden sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- daß an einem Ende des Oberteils (8) des Kupplungselements (K) ein von demselben abstehender
Vorsprung (21) angebracht ist, der in Montageposition in Vertiefungen (14) des Unterteils
(9) eingreift, und
- daß das Oberteil (8) im Bereich seines dem Vorsprung (21) abgewandten Endes durch am
Unterteil (9) angebrachte, federnd einrastende Elemente (13) mit demselben verbunden
ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktteile (16) in einem gemeinsamen Träger (17) aus mechanisch festem Isoliermaterial
angebracht sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Kontaktfläche des Oberteils (8) des Kupplungselements (K), aus welcher die
Kontaktteile (16) herausragen, eine dieselben umschließende, umlaufende Dichtung (23)
angebracht ist, die in Montageposition an der Versorgungsleitung (1) anliegt.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (23) einstückig mit dem Oberteil (8) des Kupplungselements (K) verbunden
ist.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß Oberteil (8) und Dichtung (23) aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) bestehen.