(57) Ein elektronisches Schließsystem für die Zugangskontrolle weist folgende Teile auf:
einen mechanischen Träger zur Speicherung eines Benutzercode und eines Operationscodes,
der die Zeit darstellt, zu der der Träger ausgegeben wird, und der wahlweise irgendwelche
Zonen-Codes speichern kann, die die Zonen darstellen, die mit diesem Träger zugänglich
sind, wobei die Information auf dem Träger in durch einen Verschlüsselungsalgorithmus
und einen geheimen Schlüssel, der für jede Installation unterschiedlich ist, verschlüsselter
Form gespeichert ist;
ein elektromechanisches Schließsystem, das den Zugang an diese Zonen kontrolliert;
Ausgabeeinrichtungen für Träger, die zur Speicherung von Informationen auf den Trägem
der Benutzer betreibbar sind, wobei diese Informationen in durch den Verschlüsselungsalgorithmus
und den geheimen Schlüssel verschlüsselter Form gespeichert sind;
Programmiereinrichtungen, die Informationen an die elektronischen Schaltungen der
Türen übertragen können,
einen Rechner, der die gesamte Installation verwaltet und die Aufgabe hat, Informationen
an die Ausgabeeinrichtungen und an die Programmiereinrichtungen der Moduleinheiten
der Türen zu senden.
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Schließsystem zur Zugangskontrolle
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
[0002] Elektronischen Schließsysteme werden in weitem Umfang zur Zugangskontrolle von geschlossenen
Räumen für eine begrenzte Anzahl von Personen verwendet.
[0003] Die üblichen mechanischen Schlösser lösen nicht das Problem des Verlustes des Schlüssels
und das Ungültigmachen der Schlüssel in einfacher und vielseitiger Weise.
[0004] Auf dem Markt gibt es vielfältige elektronische Schließsysteme, die unterschiedliche
Träger (Karten oder elektronische Schlüssel, usw.) verwenden, bei denen der von einem
Benutzer verlorene Träger in einfacher Weise ungültig gemacht wird, wobei ein neuer
Träger für diesen Benutzer ausgegeben wird. Wenn das Schloß diesen Träger liest, macht
es automatisch den früheren Träger ungültig und akzeptiert den neuen Träger als gültig.
[0005] Das US-Patent 4,519,228 ("Electronic recodeable lock") von Tor Sornes beschreibt
ein elektronisches Schloß mit einer Lochkarte mit einem Magnetstreifen. In dem Magnetstreifen
ist ein Decodierbefehl gespeichert, der anzeigt, daß der Zugangscode des Schlosses
durch die Codierung der Lochkarte gewechselt werden muß.
[0006] Der Nachteil dieser Lösung sind die hohen Kosten der Verbundkarte (perforiert und
magnetisch) gegenüber den Lösungen, die eine übliche Magnetkarte verwenden.
[0007] Das US-Patent 3,906,447 ("Security system for lock and key protected secured areas")
von Crafton beschreibt ein Schließsystem der eingangs genannten Art für kontrollierte
Räume mit Hilfe von elektronischen Schlössern, bei dem jeder Benutzer über einen Träger
(Lochkarte, Magnetkarte, usw.) verfügt. Um Zugang an einen beschränkten Bereich zu
erhalten, muß das Schloß den Träger des Benutzers lesen. Jedes Schloß und jeder Träger
des Benutzers speichert einen Code. Wenn der Code des Trägers, der von einem Schloß
gelesen wird, mit dem in dem Schloß gespeicherten Code übereinstimmt, ermöglicht dieses
den Zugang an den Bereich, an den der Zugang durch das Schloß beschränkt ist. Auf
jedem Träger des Benutzers wird zusätzlich ein Folgen- oder Operationscode gespeichert,
der eine Zeit darstellt. Diese Zeit fällt mit dem Zeitpunkt zusammen, in dem jeder
Träger ausgegeben wird. Das Schloß vergleicht den Operationscode des Trägers mit der
in dem Schloß zum Zeitpunkt des Lesens des Trägers des Benutzers gespeicherten Zeit.
Wenn der Operationscode des Trägers größer als die in dem Schloß gespeicherte Zeit
zum Zeitpunkt des Lesens des Trägers ist, speichert das Schloß den Code des Trägers
als neuen Code, wobei der vorhergehende Trägercode ungültig gemacht wird. Das in diesem
Patent beschriebene System besteht aus einer Vorrichtung, die zum Codieren der Benutzer-Träger
bestimmt ist. Diese Vorrichtung weist Einrichtungen zum Speichern eines Zählers auf,
der eine Zeit darstellt, sowie Einrichtungen zum Weiterschalten dieses Zählers unter
regelmäßigen Intervallen. Das Schloß weist Einrichtungen zur Speicherung eines Zählers
auf, der in ähnlicher Form eine Zeit darstellt. Der Träger eines Benutzers speichert
außerdem einen Code, der die Zeit darstellt, zu dem sein Zugang an die Tür verfällt.
Das Schloß macht automatisch den Trägercode ungültig, wenn die von dem Schloß gespeicherte
Zeit mit der Verfallszeit des Trägers übereinstimmt.
[0008] Der grundlegende Nachteil dieses Systems besteht darin, daß es erforderlich ist,
eine dauernde Synchronisation zwischen der internen Zeit der Schlösser und der Zeit
in der Ausgabevorrichtung für die Träger aufrechtzuerhalten. Wenn aus irgendeinem
Grund diese beiden Zeiten desynchronisiert werden, hört das System auf zu funktionieren
oder arbeitet nicht mehr korrekt.
[0009] Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß es nur möglich ist, einen Trägercode pro
Schloß zu speichern, wobei der Zugang an die Tür durch zwei Benutzer mit unterschiedlichen
Trägem nicht möglich ist.
[0010] Ein anderer Nachteil dieser bekannten Erfindung besteht darin, daß in jedem Schloß
ein zusätzlicher Speicherplatz zum Speichern der Verfallszeit des Trägers zusätzlich
zu dem Trägercode vorhanden sein muß.
[0011] Das ES-Patent 532,333 ("Nueva cerradura electronica programable" ("Neuartiges programmierbares
elektronisches Schloß")) von Juan Imedio, beschreibt ein elektronisches Schloß, das
eine Karte aufweist, die einen Code speichert, der aus einem Kartencode und einem
sequentiellen Code besteht. Wenn der von einem Schloß gelesene Kartencode mit dem
durch das Schloß gespeicherten Code übereinstimmt, ermöglicht dieses den Zugang an
den durch das Schloß beschränkten Bereich. Wenn der Kartencode um eine Einheit größer
ist als der in dem Schloß gespeicherte Code, so macht dieses den früheren Code ungültig
und speichert den neuen Kartencode.
[0012] Das ES-Patent 9202223 ("Nueva cerradura electronica programable" ("Neuartiges programmierbares
elektronisches Schloß")) von Juan Imedio, beschreibt ein elektronisches Schloß mit
Karten ausgehend von dem ES-Patent 532,333 des gleichen Urhebers. Der grundlegende
Unterschied zu dem früheren Patent besteht darin, daß wenn der Kartencode um eine
oder mehrere Einheiten größer als der in dem Schloß gespeicherte Code ist, der frühere
Code ungültig gemacht wird, und der neue Kartencode gespeichert wird.
[0013] Der grundlegende Nachteil dieser Art von Systemen besteht darin, daß der sequentielle
Code dieser Schlösser nur dann weitergeschaltet wird, wenn die neuen Benutzer ihren
Träger in die Schlösser einstecken. Häufig wird die Weiterschaltung der sequentiellen
Codes der Schlösser nur dann zugelassen, wenn die Differenz zwischen dem Kartencode
und dem gespeicherten sequentiellen Code in dem Schloß einen Maximalwert nicht übersteigt.
Andernfalls wird der Zugang an das Schloß nicht erlaubt. Wenn andererseits neue Träger
ausgegeben werden, und mit diesen zunächst kein Zugang an ein Schloß durchgeführt
wird (beispielsweise an einem Zugang mit geringem Verkehr, wie dies für einen Notausgang
der Fall sein kann), so schaltet das Schloß seine gespeicherten sequentiellen Codes
nicht weiter und wird gegenüber den Codes von neu ausgegebenen Trägem desynchronisiert,
so daß seine Neusynchronisation mit Hilfe einer außerhalb des Schlosses angeordneten
Einrichtung erforderlich wird, wenn die neuen Träger mit einem Code ausgegeben werden,
der den in dem Schloß gespeicherten Code um diesen Maximalwert übersteigt.
[0014] Ein weiterer Nachteil dieses Systems ist die Kompliziertheit der Herstellung von
vorausdatierten Benutzer-Trägem. Gelegentlich ist es erforderlich, Träger auszugeben,
die zu einer Zeit gültig werden, die nach dem Ausgabedatum des Trägers liegt. Ein
in diesen Fällen verwendetes Verfahren besteht darin einen sequentiellen Code zuzuordnen,
der um mehrere Einheiten größer ist, statt den nachfolgenden sequentiellen Code zuzuordnen.
Dieses Verfahren ist in dem Fall nicht befriedigend in dem nicht vorauszusehen ist,
wie viele Träger ausgegeben werden bevor der früher ausgegebene und vorausdatierte
Träger von dem Schloß gelesen wird. In dem Fall, in dem die Anzahl der ausgegebenen
Träger die Anzahl der Träger übersteigt, die vorher bei der Ausgabe des vorausdatierten
Trägers vorgesehen wurden, ist dieser nicht gültig, weil sein sequentieller Code kleiner
als der aktuell in dem Schloß gespeicherte ist, so daß dessen Neusynchronisation mit
einer Einrichtung außerhalb des Schlosses erforderlich wird.
[0015] Ein weiterer Nachteil dieses Systems ist die Schwierigkeit, Benutzer-Träger an voneinander
entfernten Stellen auszugeben. Weil es erforderlich ist, zu jedem Zeitpunkt den in
den Schlössern gespeicherten sequentiellen Code zu dem Zeitpunkt der Ausgabe eines
neuen Trägers zu kennen, ist es unbedingt erforderlich, daß man über eine Einrichtung
verfügt, über die dieser Code abgeleitet werden kann, oder es muß eine synchronisierte
Kopie dieser Codes an jeder Ausgabestation für Träger geführt werden. Dies bedingt
die Notwendigkeit eines häufigen Informationsaustauschs mittels irgendeines Datenübertragungssystems,
was größere Kosten und eine größere Kompliziertheit bedingt.
[0016] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schließsystem der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem es nicht erforderlich ist, irgendeinen Synchronismus
zwischen dem Zeitzähler des Schlosses und der Ausgabeeinrichtung der Träger aufrechtzuerhalten,
so daß die Notwendigkeit irgendeine Art von Kommunikation zwischen Ausgabeeinrichtungen
für Träger, die entfernt voneinander angeordnet sind, und/oder mit den Schlössern
entfällt.
[0017] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0018] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
[0019] Das erfindungsgemäße System ermöglicht die Zugangskontrolle von Benutzern einer Einrichtung
zu vorgegebenen Zonen und besteht aus den folgenden Elementen:
- einem mechanischen Träger, der einen Benutzercode und einen Ordnungsoder Operationscode
speichern kann, der die Zeit darstellt, zu der der Träger ausgegeben wird, und der
wahlweise irgendwelche Zonen-Codes speichern kann, die die Zonen darstellen, die mit
diesem Träger zugänglich sind, sowie einem mechanischen Träger, auf dem die enthaltene
Information in entsprechend einem Verschlüsselungsalgorithmus und einem geheimen Schlüssel,
der für jede Einrichtung unterschiedlich ist, verschlüsselter Form gespeichert ist
- einem elektromechanisches Schließsystem, das den Zugang an diese Zonen kontrolliert,
- Ausgabeeinrichtungen für Träger, die in der Lage sind Informationen auf den Trägem
der Benutzer zu speichern, wobei diese Informationen in gemäß einem Verschlüsselungsalgorithmus
und einem geheimen Schlüssel, der für jede Einrichtung unterschiedlich ist, verschlüsselter
Form gespeichert sind,
- Programmiereinrichtungen, die Informationen an die elektronischen Schaltungen der
Türen übertragen können,
- einem Rechner, der die gesamte Einrichtung verwaltet und die Aufgabe hat, Informationen
an die Ausgabeeinrichtungen für die Karten der Benutzer und an die Programmiereinrichtungen
der Moduleinheiten der Türen zu senden.
[0020] Das elektromechanische Schließsystem ist vorzugsweise durch die folgenden Elemente
gebildet:
- eine elektronische Schaltung, die ein elektronisches Signal zur Entsperrung des elektromechanischen
Blockiersystems erzeugt,
- eine Lese-Moduleinheit oder Lese-Moduleinheiten, die die Informationen lesen können,
die auf den Trägern der Benutzer enthalten sind,
- ein elektromechanisches Sperrsystem, das durch ein elektrisches Signal gesteuert wird
das den Zugang an eine Zone sperren kann.
[0021] Die Hauptvorteile des beschriebenen Systems sind folgende:
° Es ist nicht erforderlich, irgendeinen Synchronismus zwischen dem Zeitzähler des
Schlosses und der Ausgabeeinrichtung der Träger aufrechtzuerhalten.
° Es entfällt die Notwendigkeit irgendeine Art von Kommunikation zwischen Ausgabeeinrichtungen
für Träger vorzusehen, die entfernt voneinander angeordnet sind. Genauso wenig ist
es erforderlich, daß deren Zeitzähler synchronisiert sind. Diese Zeitzähler können
mit der Normal-Uhrzeit synchronisiert werden, was eine einfache und universelle Form
der Synchronisation ist.
° Die elektronischen Schaltungen können nicht gegenüber den ausgegebenen Trägem entsynchronisiert
werden, weil ein neuer Träger für den Zugang an eine genehmigte Zone es immer ermöglicht,
daß dieser mit einem späteren Operationscode ausgegeben wird.
[0022] Einer bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schließsystems wird nachfolgend
erläutert.
[0023] Zugangskontroll-Installationen können in Abhängigkeit von der Art der Benutzer klassifiziert
werden, die einen Zugang an diese Zonen ausführen. So gibt es drei Arten von Installationen:
- Installationen, bei denen die Benutzer, die einen Zugang an die Installation haben,
häufig wechseln. In derartigen Installationen ist eine einfache Einrichtung zum Ungültigmachen
früherer Benutzer zweckmäßig, ohne daß es erforderlich ist die Schlösser neu zu programmieren.
Außerdem ist ein Verfahren erforderlich, das den Zugang an bestimmte Zonen zuläßt,
ohne daß die Notwendigkeit einer Umprogrammierung der Schlösser besteht. Beispiele
dieser Arten von Installationen sind Universitäten, Altenheime, usw.
- Installationen, bei denen die Benutzer, die einen Zugang an die Installation haben,
nicht häufig wechseln. Bei derartigen Installationen ist es zweckmäßig, eine einfache
Einrichtung zur Modifikation der Zugangsbedingungen an die Zonen ohne die Notwendigkeit
der Umprogrammierung der Träger der Benutzer, zu haben. Beispiele dieser Art von Installationen
sind Büros, Fabriken, usw.
[0024] Andererseits gibt es Installationen, bei denen beide Arten von Benutzern nebeneinander
existieren, so daß ein System erforderlich ist, das beide Problematiken löst. Beispiele
dieser Art von Installationen werden Hotels, Museen, usw. sein, zu denen bestimmte
Benutzer vorübergehend Zugang haben (Kunden, Besucher), während andere einen dauernden
Zugang haben (Reinigungspersonal, Wachpersonal, usw.).
[0025] Das erfindungsgemäße System ermöglicht die Steuerung einer Zugangskontroll-Installation,
in der häufig wechselnde Benutzer und selten wechselnde Benutzer nebeneinander existieren.
[0026] Das System besteht aus den folgenden Elementen:
- Mechanische Träger, die in der Lage sind, Informationen bezüglich der Benutzer zu
speichern. Jeder Benutzer besitzt einen dieser Träger. Diese Träger können von unterschiedlicher
Art sein (Magnetkarten, elektronische Schlüssel, Chipkarten mit Kontakten, Hochfrequenz-Fernsteuerschaltungen,
Chipkarten mit Kontakten, usw.).
- Elektromechanische Blockiersysteme, die durch ein elektrisches Signal gesteuert werden
und den Zugang an eine Tür sperren können.
- Lese-Einrichtungen, die Informationen lesen können, die auf den Trägem der Benutzer
enthalten sind.
- Elektronische Schaltungen, die Informationen speichern können, die auf die Träger
der Benutzer bezogen sind.
- Eine elektronische Schaltung, die die Information speichert, die auf die Träger bezogen
ist, die einen Zugang an die Zone haben.
[0027] Jeder Benutzer ist im Besitz eines der Träger, der die Information über diesen Benutzer
speichert. Wenn der Benutzer einen Zugang an eine Zone wünscht, so bietet er seinen
Träger dem Lesegerät des Blockiersystems dar, das einer beschränkten Zone zugeordnet
ist. Das Lesegerät des Blockiersystems liest die Information des Trägers und überträgt
sie an das elektronische Blockiermodul. Dieses elektronische Modul überprüft die Gültigkeit
des Trägers. Wenn der Zugang des Trägers in diese Zone zulässig ist, sendet die elektronische
Moduleinheit ein elektrisches Signal an die Blockiereinrichtung, wodurch der Zugang
an die Zone freigegeben wird.
| Träger des Benutzers |
| Benutzercode |
Operationscode |
Code Zone A |
Code Zone B |
........ |
Code Zone Z |
| Speicher der elektronischen Moduleinheit |
| Zonen-Code |
| Code des Benutzers 1 |
Operationscode 1 |
| Code des Benutzers 2 |
Operationscode 2 |
| -------------------------- |
-------------------------- |
| Code des Benutzers N |
Operationscode N |
[0028] Jeder Träger speichert einen Code des Benutzers, der diesen identifiziert. Jede elektronische
Schaltung, die einer Zone zugeordnet ist, speichert eine Liste mit den Codes der Benutzer,
die eine Zugangsberechtigung an diese Zone haben. Die elektronische Schaltung vergleicht
den Benutzercode, der auf dem Träger gespeichert ist mit den Benutzercodes, die in
dem Speicher der Schaltung gespeichert sind. Wenn einer dieser Benutzercodes mit dem
Benutzercode des gelesenen Trägers übereinstimmt, geht die elektronische Moduleinheit
zum Vergleich des Operationscodes über.
[0029] Auf jedem Träger wurde ein Operationscode gespeichert, der den Zeitpunkt der Ausgabe
dieses Trägers darstellt. Die Liste der Benutzer die in den elektronischen Steuer-Moduleinheiten
gespeichert ist, speichert außerdem den Operationscode jedes Trägers. Sobald der Träger
gelesen und der Benutzercode überprüft wurde, wird der auf dem Träger gespeicherte
Operationscode mit dem diesem Träger entsprechenden Operationscode verglichen, der
in der elektronischen Moduleinheit gespeichert ist. Wenn der Operationscode dieses
Trägers gleich dem diesen Träger entsprechenden Operationscode ist, der in der elektronischen
Moduleinheit gespeichert ist, erlaubt die elektronische Moduleinheit den Zugang an
die beschränkte Zone, wobei das elektromechanische Blockiersystem freigegeben wird.
Wenn der Operationscode dieses Trägers nach dem diesem Träger entsprechenden Operationscode
liegt, der in der elektronischen Moduleinheit gespeichert ist, so wird der letztere
durch den neuen Operationscode des gelesenen Trägers ersetzt, wobei auf diese Weise
die vor dem gelesenen Träger ausgegebenen Träger ungültig gemacht werden.
Dieses System ermöglicht es, den Zugang eines Trägers zu einer Zone dadurch aufzuheben,
daß einfach ein neuer Träger für diesen Benutzer ausgegeben wird und dem zugeordneten
Leser, der dieser Zone zugeordnet ist, dargeboten wird.
[0030] Die Information über den Benutzer ist auf dem Träger in entsprechend einem Verschlüsselungsalgorithmus
verschlüsselter Form gespeichert, der eine zufällige Folge in Abhängigkeit von der
auf dem Träger gespeicherten Information sowie einen geheimen Schlüssel erzeugt der
von jeder Installation abhängt. Die in dem Träger in verschlüsselter Form enthaltene
Information kann ausschließlich dann interpretiert werden, wenn man den Verschlüsselungsalgorithmus
und den geheimen Schlüssel kennt. Auf diese Weise wird die Möglichkeit vermieden,
daß von einer Installation ausgegebene Träger von Lesegeräten einer anderen Installation
gelesen werden. Der Verschlüsselungsalgorithmus kann irgendeiner der häufig bei Kommunikationssystemen
verwendeten Verschlüsselungsalgorithmen sein (DES, 3DES, RSA, etc.).
[0031] Die grundlegende Verbesserung des vorliegenden Systems gegenüber Crafton besteht
darin, daß die elektronische Schaltung, die den Zugang an eine Zone kontrolliert,
verschiedene Benutzercodes mit ihren jeweiligen Operationscodes speichert, was den
Zugang mit verschiedenen Trägem an diese Zone ermöglicht. Eine weitere Verbesserung
gegenüber dem Patent von Crafton besteht darin, daß der von dem Träger empfangene
Operationscode in der elektronischen Schaltung gespeichert wird. Auf diese Weise werden
die Operationscodes der Träger nicht mit der Zeit verglichen, zu der das Lesegerät
die auf dem Träger enthaltene Information liest, sondern dieser Operationscode wird
mit dem letzten Operationscode verglichen, der für diesen Träger in der elektronischen
Moduleinheit gespeichert wurde. Mittels dieses Verfahrens ist keine perfekte Synchronisation
zwischen dem Zeitzähler der Ausgabevorrichtung für Träger und dem Zeitzähler der elektronischen
Schaltung erforderlich. Tatsächlich ist es nicht erforderlich, einen Zeitzähler in
den elektronischen Schaltungen vorzusehen, die den Zugang an diese Zonen kontrollieren,
was geringere Kosten und eine Verringerung des Raumbedarfs dieser Schaltungen bedingt.
[0032] In dem Träger ist wahlweise eine Liste von Zonen gespeichert, die für den Benutzer
zugänglich ist. Diese Liste wird zu dem Zeitpunkt geschaffen, zu dem der Träger ausgegeben
wird, so daß es auf diese Weise zum Zeitpunkt der Ausgabe dieses Trägers möglich ist
die Zonen zu bestimmen, zu denen der Benutzer Zugang hat. Dieses Verfahren wird für
Benutzer der Installation mit großer Häufigkeit des Wechsels verwendet. Die Modifikation
der Zugangsbedingungen für diese Benutzer wird durch Ausgabe eines neuen Trägers und
die Speicherung dieser Information auf dem Träger verwirklicht, statt durch eine Umprogrammierung
der elektronischen Moduleinheiten.
[0033] Die Benutzercodes bleiben während der Ausgabe von neuen Trägem unverändert, und sie
werden zur Registrierung der von den Trägern ausgeführten Operationen verwendet. Weil
es nicht erforderlich ist, die Benutzercodes zu wechseln, sind auch keine Kombinationen
erforderlich die verhindern, daß sich diese Codes wiederholen, wodurch der Speicher
verkleinert wird, der zum Speichern dieser Codes erforderlich ist.
[0034] Die Benutzung der Zeit, zu der die Träger ausgegeben werden, als Maßnahme zum Ungültigmachen
der früheren Träger bedingt, daß immer dann, wenn ein neuer Träger mit einem zulässigen
Zugang an eine Zone ausgegeben wird, sich die Sicherheit ergibt, daß wenn dieser gültig
ist, die anderen ungültig gemacht werden. Es existieren keine Probleme der Synchronisation
zwischen dem Operationscode, der auf einen neu ausgegebenen Träger gespeichert ist,
und den Codes, die in den elektronischen Moduleinheiten gespeichert sind, die den
Zugang an diese Zonen kontrollieren, und zwar unabhängig von der Anzahl der vorher
ausgegebenen Träger.
1. Elektronisches Schließsystem für die Zugangskontrolle, das die Kontrolle des Zugangs
von Benutzern einer Installation an bestimmte Zonen ermöglicht,
gekennzeichnet durch:
- einen mechanischen Träger, der zur Scheicherung eines Benutzercodes und eines Operationscode
ausgebildet ist, der die Zeit darstellt, zu der der Träger ausgegeben wird, und der
wahlweise irgendwelche Zonen-Codes speichern kann, die die Zonen darstellen, die mit
diesem Träger zugänglich sind, wobei die auf dem Träger enthaltene Information mit
einem Verschlüsselungsalgorithmus und einem geheimen Schlüssel, der für jede Installation
unterschiedlich ist, verschlüsselt gespeichert ist;
- ein elektromechanisches Schließsystem, das den Zugang an diese Zonen kontrolliert;
- Ausgabeeinrichtungen für Träger, die in der Lage sind, Informationen auf den Trägern
der Benutzer zu speichern, wobei diese Informationen in durch einen Verschlüsselungsalgorithmus und einen geheimen Schlüssel, der für jede Installation
unterschiedlich ist, verschlüsselter Form gespeichert sind;
- Programmiereinrichtungen, die Informationen an die elektronischen Schaltungen der
Türen übertragen können,
- einen Rechner, der die gesamte Installation verwaltet und die Aufgabe hat, Informationen
an die Ausgabeeinrichtungen für die Karten der Benutzer und an die Programmiereinrichtungen
der Moduleinheiten der Türen zu senden.
2. Elektronisches Schließsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das elektromechanische Schließsystem durch die folgenden Elemente aufweist:
- eine elektronische Schaltung, die ein elektronisches Signal zur Entsperrung des
elektromechanischen Blockiersystems erzeugt,
- eine Lese-Moduleinheit oder Lese-Moduleinheiten, die die Informationen lesen können,
die auf den Trägem der Benutzer enthalten sind,
- ein elektromechanisches Sperrsystem, das durch ein elektrisches Signal gesteuert
wird das den Zugang an eine Zone sperren kann.
3. Elektronisches Schließsystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Schaltung des elektromechanischen Schließsystems durch die folgenden
Elemente gebildet ist:
- eine Einrichtung zum Speichern von Daten,
- einen Zähler, der unter regelmäßigen vorgegebenen Zeitintervallen weitergeschaltet
wird, und
- eine Einrichtung zum Vergleichen von von den Trägern empfangenen Daten mit den Daten,
die in der elektronischen Schaltung gespeichert sind.
4. Elektronisches Schließsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Speichern von Daten zur Speicherung ihres Zonen-Codes, einer
Liste von Benutzer-Codes und der diesen zugeordneten Operationscodes betreibbar ist.
5. Elektronisches Schließsystem für die Zugangskontrolle nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichereinrichtung zum Vergleich des in einem Träger enthaltenen Codes des
Benutzers mit jedem der Benutzer-Codes, die in dem Speicher der elektronischen Schaltung
gespeichert sind, und zur Lieferung eines elektrischen Signals dem Fall betreibbar
ist, in dem der Code des Trägers und der Operationscode, der diesem Träger entspricht,
mit einem der Träger-Codes und seinem Operationscode übereinstimmt, die in dem Speicher
gespeichert sind.
6. Elektronisches Schließsystem nach einem der Ansprüch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichereinrichtung zum Vergleich des Operationscodes eines Trägers mit dem
Operationscode eines der Träger, die in dem Speicher dieser Schaltung gespeichert
sind, und zur Speicherung des Operationscodes des gelesenen Trägers als neuer Operationscode
für diesen Träger dann betreibbar ist, wenn der Operationscode des Trägers nach dem
Operationscode für diesen Speicher liegt, der in dem Speicher der Schaltung gespeichert
ist.