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(11) |
EP 1 282 517 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.2006 Patentblatt 2006/32 |
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Anmeldetag: 09.05.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/005273 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/085456 (15.11.2001 Gazette 2001/46) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM AUFTRAGEN EINER LACKSCHICHT AUF DIE OBERSEITE EINES
DRUCKMEDIUMS
METHOD AND DEVICE FOR APPLYING A LACQUER LAYER ON THE TOP SIDE OF A PRINTED MEDIUM
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR APPLIQUER UNE COUCHE DE VERNIS SUR LA FACE SUPERIEURE D'UN
SUPPORT D'IMPRESSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
11.05.2000 DE 10022939
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.02.2003 Patentblatt 2003/07 |
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Patentinhaber: Käsbauer, Hans |
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82335 Berg (DE) |
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Erfinder: |
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- Käsbauer, Hans
82335 Berg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Popp, Eugen et al |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Widenmayerstrasse 48 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftragen einer Lackschicht
auf die Oberseite eines Druckmediums, sowie eine entsprechende Vorrichtung.
[0002] Insbesondere in Verbindung mit der sich immer weiter verbreitenden digitalen Fotografie
ergeben sich sehr häufig Situationen, bei denen angefertigte Fotografien gedruckt
werden müssen, wobei das erhaltene Druckergebnis nicht immer besonders attraktiv aussieht.
Das verwendete Druckpapier ist glanzlos und matt. Dies ist insbesondere bei der Herstellung
von Prospektmaterial oder dergleichen von Nachteil, wenn ein Glanzdruck nicht unmittelbar
hergestellt werden kann oder entsprechendes Druckpapier nicht zur Verfügung steht
oder auch beispielsweise aufgrund des verwendeten Druckers derartige Ausdrucke nicht
ohne weiteres möglich sind.
[0003] Es gibt somit eine Reihe von Situationen auf dem Gebiet der Herstellung von Druckbögen,
bei denen es wünschenswert ist, das bedruckte Material nachträglich mit einer hochglänzenden
Schicht zu versehen, beispielsweise einer dünnen Lackschicht, um dem jeweiligen Ausdruck
ein gefälligeres ansprechenderes Aussehen zu verleihen.
[0004] Zu diesem Zweck behilft man sich herkömmlich mit der sogenannten Laminiertechnik.
Es wird eine mit einer Klebschicht versehene Cellophan- oder PVC-Folie auf die bedruckte
Oberseite eines Druckmediums aufgebracht, um auf diese Weise eine hochglänzende Oberfläche
zu erhalten. Dieses Verfahren ist innerhalb einer Druckmaschine nicht ohne weiteres
möglich. Die mit Kleber versehene PVC- oder Cellophan-Folie wird von einer Rolle abgezogen
und auf Format geschnitten, um dann auf die Druckseite des Druckmediums aufgebracht,
insbesondere aufgewalzt zu werden. Dabei gilt es, Lufteinschlüsse zu verneiden. Für
die vorgenannten Verfahrensschritte sind gesonderte Folien-Lager-, Zuführ- und Übertragungseinrichtungen
erforderlich. Der maschinentechnische Aufwand ist extrem hoch.
[0005] Alternativ wird im sogenannten Naß-In-Naß-Verfahren Dispersionslack auf die noch
nasse, d.h. druckfrische Oberseite eines Druckmediums aufgetragen. Über eine relativ
lange Strecke von 4 bis 8 m Länge erfolgt dann eine Trocknung unter Einwirkung von
IR-Strahlen. Sehr häufig tritt bei dieser Methode eine Mattierung der Lackoberfläche
auf, und zwar durch Anlösung der Lackschicht von der Farbseite her. Des weiteren ist
auch bei dieser Verfahrensweise der maschinentechnische Aufwand extrem hoch. Vor allem
bauen die entsprechenden Vorrichtungen mit Trockenstrecke entsprechend lang mit der
Folge, daß sie nur innerhalb entsprechend großer Gebäude bzw. Fertigungshallen installiert
werden können.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Auftragen einer Lackschicht auf die Oberseite eines Druckmediums zu
schaffen, welches bzw. welche bei extrem kurzer Verarbeitungsstrecke Hochglanzqualität
gewährleistet, und zwar im Naß-In-Naß-Verfahren, wobei auch problemlos eine sogenannte
Facon-Lackierung möglich sein soll.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bezüglich des Verfahrens durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1, und bezüglich der Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruches
9 gelöst.
[0008] Der Kern der vorliegenden Erfindung liegt also darin, daß innerhalb einer Druckmaschine
durch Lack entsprechend einer Cellophan-Folie ein Lackfilm, insbesondere Nitro- oder
UV-Lackfilm, hergestellt, dieser unter der Einwirkung von Wärme und/oder UV-Strahlen
getrocknet bzw. gehärtet und anschließend auf die (frische bzw. noch nasse) bedruckte
Oberseite eines Druckmediums unter gleichzeitiger Verklebung mit dieser Oberseite
übertragen wird. Dabei ist es problemlos möglich, eine Facon-Lackierung, d.h. eine
Lackierung nur in Teilbereichen der bedruckten Oberseite des Druckmediums vorzusehen.
Durch die Trocknung bzw. Härtung des Lacks erhält man einen Lackfilm entsprechend
einer Cellophan-Folie, der mit der noch nassen Farbe auf dem Druckmedium nicht "verfließt".
[0009] Auf den getrockneten bzw. gehärteten Lackfilm kann ein Kleber, insbesondere UV-Kleber
unter Ausbildung eines Lack-Kleber-Verbundfilms aufgetragen werden. Anschließend kann
der Verbundfilm mit der Kleberseite auf die bedruckte Oberseite des Druckmediums übertragen
werden.
[0010] Vorzugsweise wird der Kleber entweder unmittelbar nach dem Auftrag auf den Lackfilm
oder nach der Übertragung des Lack-Kleber-Verbundfilms auf die Oberseite des Druckmediums
gehärtet, insbesondere mittels Infrarot und/oder Ultraschall.
[0011] Zur Ausbildung einer hochglänzenden Lackoberfläche wird Lack auf eine hochpolierte,
insbesondere mit Keramik beschichtete Transferfläche, insbesondere Transferwalze aufgebracht,
wobei die Übertragung auf die Oberseite des Druckmediums dann so erfolgt, daß die
an die hochpolierte, insbesondere Keramikfläche anliegende Seite des Lackfilms die
Ober- bzw. Sichtseite des lackierten Druckmediums definiert.
[0012] Eine keramikbeschichtete Transferfläche hat den Vorteil, daß sich der Lackfilm nach
Härtung desselben problemlos ablöst, ohne daß die hochglänzende Oberfläche des Lackfilms
gestört würde.
[0013] Für den Fall einer sogenannten Facon-Lackierung wird auf der Transferfläche nur teilbereichsweise
ein Lack-Kleber-Verbundfilm hergestellt, um dann auf den gewünschten Teilbereich der
bedruckten Oberseite des Druckmediums übertragen bzw. aufgebracht zu werden.
[0014] Es hat sich gezeigt, daß die Anwendung von Kleber entfallen kann, wenn der Lackfilm
auf eine vorbestimmte Temperatur, insbesondere etwa 80°-110° C eingestellt wird, in
der er ausgehärtet, jedoch gegenüber Oberflächen niedriger Temperatur selbstklebend
ist, so daß er unter problemloser Ablösung von der hochpolierten Transferfläche unmittelbar
auf die (frische bzw. noch nasse) bedruckte Oberseite des Druckmediums übertragen
und mit dieser innig verbunden werden kann.
[0015] Alternativ zu den oben genannten Verfahrensausgestaltungen (Lack-Kleber-Verbundfilm
oder Erwärmung des Klebers auf eine vorbestimmte Temperatur) kann auch der getrocknete
bzw. gehärtete Lackfilm auf eine bereits vorher mit Kleber versehene bedruckte Oberseite
des Druckmediums übertragen werden. Der Kleber kann nach Auftrag auf die bedruckte
Oberseite des Druckmediums gehärtet werden. Vorzugsweise erfolgt die Härtung durch
Einwirkung von Wärme und/oder UV-Strahlen.
[0016] Eine bevorzugte Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt
eine zur Herstellung eines Lackfilms bestimmte Lacktransfereinrichtung, der eine Lack-Übertragungsstation
zugeordnet ist, wobei nach der Lack-Übertragungsstation eine Station zur Aushärtung
des Lacks, insbesondere in Form einer Wärme- oder UV-Strahlungseinrichtung, angeordnet
ist, und mittels der der auf ihr hergestellte Lackfilm auf die Oberseite, nämlich
bedruckte Oberseite des Druckmediums übertragbar ist. Die Lacktransfereinrichtung
umfaßt eine hochpolierte Transferfläche, insbesondere Keramik-, Edelstahl- oder Chromfläche,
und zwar aus den oben dargestellten Gründen.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die
Lacktransfereinrichtung durch eine Transferwalze gebildet, deren Oberfläche entweder
aus hochpoliertem Edelstahl, Chrom oder aus NE-Werkstoffen, insbesondere Keramik besteht.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung ist der Lacktransfereinrichtung
eine der Lack-Übertragungsstation nachgeordnete Kleber-Übertragungsstation zugeordnet.
Zwischen den beiden Stationen ist die Strahlungseinrichtung bzw. ein Wärme- oder UV-Strahler
angeordnet. Hierdurch wird ein Lack-Kleber-Verbundfilm gebildet, der auf die bedruckte
Oberseite des Druckmediums übertragen werden kann.
[0019] In einer hierzu alternativen Ausgestaltung der Vorrichtung kann auch vor der Lacktransfereinrichtung
eine Kleber-Übertragungsstation zur Übertragung eines Kleberfilms auf die Oberseite
des Druckmediums angeordnet sein. In diesem Fall wird von der Lacktransfereinrichtung
der Lackfilm auf die bereits mit einem Kleberfilm versehene Oberseite des Druckmediums
aufgebracht. Vorzugsweise ist zwischen der Lacktransfereinrichtung und der Kleber-Übertragungsstation
noch eine Kleberhärteeinrichtung angeordnet.
[0020] Der Lacktransfereinrichtung ist in Nachordnung zur Kleber-Übertragungsstation eine
Kleber-Trockeneinrichtung zugeordnet. Vorzugsweise ist die Kleber-Trockeneinrichtung
der Transferstation, in welcher der Lackfilm bzw. die Lack-Kleber-Verbundfolie mit
ihrer Kleberseite auf die Oberseite des Druckmediums aufgebracht wird, nachgeordnet.
[0021] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, als Kleber-Trockenrichtung entweder
einen UV-Strahler, IR-Strahler oder einen Ultraschallgenerator zu verwenden.
[0022] Die Übertragung des Lackfilms bzw. Lack-Kleber-Verbundfilms erfolgt vorzugsweise
in einem Spalt zwischen Transferfläche und einer Gegenwalze.
[0023] Zur Facon-Lackierung wird der Lack und gegebenenfalls Kleber in korrespondierender
Weise z.B. mittels einer Hochdruckwalze nur teilbereichsweise auf die Transferfläche
der Lacktransfereinrichtung aufgetragen.
[0024] Nachstehend werden Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtungen
anhand den beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen in
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Übertragung eines Lack-Kleber-Verbundfilms
im Anschluß an ein Druckwerk im schematischen Längsschnitt;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung entsprechend Fig. 1, jedoch ohne
Einrichtung zur Aufbringung eines Klebers, ebenfalls in schematischem Längsschnitt;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des ersten Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des zweiten Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 2, und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispieles derhier fraglichen
Vorrichtung.
[0025] Nachfolgend sind gleiche und funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0026] In Fig. 1 und 2 ist mit der Bezugsziffer 1 der Ausgang einer nicht näher dargestellten
Druckmaschine gekennzeichnet, an die sich eine Lackierstation 2 anschließt. Durch
eine sogenannte Auslage 3 werden in der Druckmaschine oberseitig bedruckte Druckbögen
4 zu der Lackierstation 2 gefördert, wobei die Auslage 3 zu diesem Zweck ein endlos
umlaufendes Förderband 5 aufweist, welches die Druckbögen 4 in Richtung des Pfeiles
6 transportiert. Die Lackierstation 2 umfaßt ein auf höhenverstellbaren Füßen gelagertes
Gehäuse 7 mit einer zentral um eine horizontale Achse 10 in Richtung des Pfeiles 11
drehangetriebenen Transferwalze 9.
[0027] Im Falle der in Fig. 1 dargestellten Lackierstation ist die Umfangsfläche 12 der
Transferwalze 9 vorzugsweise mit hochpolierter Keramikfläche beschichtet ist. Bei
der Lackierstation aus Fig. 2 ist dagegen die Umfangsfläche 12 der Transferwalze 9
vorzugsweise chrombeschichtet; sie kann jedoch bei Bedarf auch keramikbeschichtet
oder mit einem anderen vergleichbaren Material beschichtet sein, welches die Herstellung
von hochpolierten, geschlossenen Oberflächen erlaubt ebenso wie Chrom oder Keramik.
[0028] Auf die Umfangsfläche 12 wird beim Ausführungsbeispiel zunächt UV-Lack aufgetragen,
und zwar mittels eines Lackzylinders 13. Dieser wird durch eine Schöpfwalze 14 sowie
Dosierwalze 15 mit UV-Lack aus einem Lack-Reservoir 16 mit UV-Lack versorgt. Bei dieser
Konstruktion handelt es sich um eine allgemein bekannte vorrichtungstechnische Anordnung.
Der auf die Umfangsfläche 12 der Transferwalze 9 aufgetragene Lack wird unter Ausbildung
eines UV-Lackfilms gehärtet, und zwar mittels eines dem Lackzylinder 13 nachgeordneten
UV-Strahlers 17.
[0029] In Fig. 1 ist dem UV-Strahler 17 ein Kleberzylinder 18 nachgeordnet, der in ähnlicher
Weise wie der Lackzylinder durch eine Kleber-Schöpfwalze 19 und Kleber-Dosierwalze
20 mit Kleber aus einem Kleberbad 21 versorgt wird.
[0030] Bei der dargestellten Ausführungsform ist dem Kleberzylinder ein IR-Strahler 22 zur
Vorhärtung der auf den Lackfilm aufgetragenen Klebschicht nachgeordnet. Der auf der
Umfangsfläche 12 der Transferwalze 9 hergestellte Lack-Kleber-Verbundfilm wird dann
in einem Spalt zwischen Transferwalze 9 und zugeordneter Gegenwalze 23 auf die obere
Druckseite der Druckbögen 4 aufgebracht unter inniger Verbindung mit derselben.
[0031] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist keine Kleber-Übertragungsstation
vorgesehen. Stattdessen wird der Lack lediglich durch einen IR- oder UV-Strahler 17
gehärtet, wobei die Härtung bzw. Trocknung auf einer auf etwa 100 °C eingestellten
Transferfläche bzw. hier Umfangsfläche 12 der Transferwalze 9 erfolgt. Dadurch wird
der Lackfilm gegenüber Oberflächen niedriger Temperatur klebrig gehalten, ohne daß
es Probleme bei der Ablösung des Lackfilms von der Transferwalze gibt. Der Strahler
17 ist vorzugsweise unmittelbar vor dem Spalt zwischen Transferwalze 9 und zugeordneter
Gegenwalze 23 angeordnet.
[0032] Es kann besonders vorteilhaft sein, wenn dem vorgenannten Übertragungsspalt, der
eine sogenannte Transferstation 25 definiert, eine Einrichtung zu einer endgültigen
Aushärtung des Lackfilms und/oder Klebers nachgeordnet wird, insbesondere ein Ultraschallgenerator.
Bei dieser Ausführungsform erfolgt die endgültige Aushärtung von Lack und/oder Kleber
erst nach Übertragung des Lack- oder Lack-Kleber-Verbundfilms auf die Druckseite der
Druckbögen 4. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, daß im Spalt zwischen Transferwalze
9 und Gegenwalze 23 problemlos eventuelle Lufteinschlüsse aus dem Bereich zwischen
Lack- oder Lack-Kleber-Verbundfilm und Druckseite der Druckbögen 4 herausgepreßt werden
können. Die noch nicht vorgehärtete und damit noch relativ weiche Lack- und/oder Kleberschicht
stellt keinen Widerstand für entweichende Lufteinschlüsse dar. Eine der Transferstation
nachgeordnete Einrichtung zur endgültigen Aushärtung der Lack- und/oder Kleberschicht
ist in den Fig. 1, 3 und 5 mit der Bezugsziffer 24 angedeutet.
[0033] Der Abtransport der lackierten Druckbögen 4 erfolgt in herkömmlicher Weise durch
eine Transportbandeinrichtung 26, welcher eine herkömmliche Stapeleinrichtung 27 nachgeordnet
ist.
[0034] Schematisch sind die beiden erläuterten Lackierstationen noch einmal in den Fig.
3 und 4 dargestellt. Hierbei ist gut zu erkennen, daß bei der Station in Fig. 4 die
Kleber-Übertragungsstation 18-21 und der IR-Strahler 22 sowie die Einrichtung 24 zur
Härtung der Kleberschicht entfallen. Die Station ist daher konstruktiv weniger aufwendig,
obwohl eine Vorrichtung zum Erwarmen der chrombeschichteten Umfangsfläche 12 der Transferwalze
9 erforderlich ist.
[0035] Fig. 5 zeigt eine dritte, zu den in Fig. 3 und 4 schematisch dargestellten Ausführungsformen
alternative Ausführungsform einer Lackierstation. Kleber wird hier mittels einer Kleber-Übertragungsstation
18-21 auf die Oberseite von Druckmedien 4 vor dem Übertragen eines Lackfilms aufgebracht.
Der Kleber wird unmittelbar nach dem Aufbringen mittels eines IR- oder. UV-Strahlers
17 gehärtet. Anschließend wird mittels der Transferwalze 9, die eine Umfangsfläche
12 aus Chrom oder Keramik besitzt, der Lackfilm auf die klebenden Oberseiten der Druckmedien
4 übertragen. Mittels der bereits erwähnten Einrichtung 24 wird anschließend der Kleber
bzw. Lack-Kleber-Verbundfilm ausgehärtet.
[0036] Es kann der vorstehenden Beschreibung und anliegenden Zeichnung entnommen werden,
daß die Lackierung auf extrem kurzer Strecke erfolgen kann. Der bauliche Aufwand ist
sehr begrenzt. Die beschriebene Vorrichtung erlaubt ein Lackieren im sogenannten Naß-In-Naß-Verfahren
auf kürzester Strecke mit hoher Qualität (Hochglanz).
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Druckmaschine
- 2
- Lackierstation
- 3
- Auslage
- 4
- Druckbogen
- 5
- Förderband
- 6
- Pfeil
- 7
- Gehäuse
- 8
- Standfuß
- 9
- Transferwalze
- 10
- Drehachse
- 11
- Pfeil
- 12
- Umfangsfläche der Transferwalze
- 13
- Lackzylinder
- 14
- Schöpfwalze
- 15
- Dosierwalze
- 16
- Lack-Reservoir
- 17
- UV-Strahler
- 18
- Kleberzylinder
- 19
- Kleber-Schöpfwalze
- 20
- Kleber-Dosierwalze
- 21
- Kleberbad
- 22
- IR-Strahler
- 23
- Gegenwalze
- 24
- Einrichtung zur Härtung der Kleberschicht
- 25
- Transferstation (Spalt zwischen Transferwalze 9 und Gegendruckwalze 23)
- 26
- Druckbogen-Abtransporteinrichtung
- 27
- Stapeleinrichtung
1. Verfahren zum Auftragen einer Lackschicht auf die Oberseite eines Druckmediums (Druckbogen),
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Ausbildung eines Lackfilms, insbesondere UV-Lackfilms;
b) Trocknung bzw. Härtung des Lackfilms unter der Einwirkung von Wärme und/oder UV-Strahlen;
c) Übertragung des getrockneten bzw. gehärteten Lackfilms auf die frisch bzw. noch
nasse bedruckte Oberseite des Druckmediums unter gleichzeitiger dauerhafter Verklebung
mit dieser Oberseite.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daβ
auf den getrockneten bzw. gehärteten Lackfilm ein Kleber, insbesondere UV-Kleber unter
Ausbildung eines Lack-Kleber-Verbundfilms aufgetragen wird, wobei anschließend der
Verbundfilm mit der Kleberseite auf die bedruckte Oberseite des Druckmediums übertragen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet , daß
der Kleber entweder unmittelbar nach dem Auftrag auf den Lackfilm oder nach der Übertragung
des Lack-Kleber-Verbundfilms auf die bedruckte Oberseite des Druckmediums gehärtet
wird, insbesondere mittels Wärmeeinwirkung, UV-Strahlung und/oder Infrarotstrahlung
und/oder Ultraschall.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet , daß
zur Ausbildung einer hochglänzenden Lackoberfläche Lack auf eine hochpolierte, insbesondere
mit Keramik beschichtete Transferfläche, insbesondere Umfangsfläche einer Transferwalze
aufgebracht wird, wobei die Übertragung auf die Oberseite des Druckmediums dann so
erfolgt, daß die an die hochpolierte, insbesondere Keramikfläche anliegende Seite
des Lackfilms die Ober- bzw. Sichtseite des lackierten Druckmediums definiert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet , daß
zum Zwecke einer sogenannten Facon-Lackierung ein Lack-Kleber-Verbundfilm nur teilbereichsweise
hergestellt und auf einen entsprechenden Teilbereich einer bedruckten Oberseite des
Druckmediums übertragen bzw. aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet , daß
der Lackfilm auf eine vorbestimmte Temperatur, insbesondere etwa 80°-110° C eingestellt
wird, in der er an sich ausgehärtet, jedoch gegenüber Oberflächen niedrigerer Temperatur
selbstklebend ist, so daß er unmittelbar auf die frische bzw. noch nasse bedruckte
Oberseite des Druckmediums übertragen werden kann.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4,
dadurch gekennzeichnet , daß
der getrocknete bzw. gehärtete Lackfilm auf eine vorher mit Kleber versehene bedruckte
Oberseite des Druckmediums übertragen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet , daß
der Kleber nach Auftrag auf die bedruckte Oberseite des Druckmediums gehärtet wird,
insbesondere durch Einwirkung von Wärme und/oder UV-Strahlen.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zum Auftragen
einer Lackschicht auf die Oberseite eines Druckmediums, mit einer zur Herstellung
eines Lackfilms bestimmten Lacktransfereinrichtung, der eine Lack (13)-Übertragungsstation
zugeordnet ist, wobei nach dieser Station ein Wärme- oder UV-Strahler (17) angeordnet
ist, und mittels der der auf ihr hergestellte Lackfilm auf die frisch bedruckte Oberseite
des Druckmediums (4) übertragbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet , daß
die Lacktransfereinrichtung (9) eine hochpolierte Transferfläche (12), insbesondere
Keramik-, Edelstahl- oder Chromfläche umfaßt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet , daß
die Lacktransfereinrichtung durch eine Transferwalze (9) gebildet ist, deren Umfangsfläche
(12) entweder aus hochpoliertem Edelstahl, Chrom oder aus NE-Werkstoffen, insbesondere
Keramik, besteht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet , daß
der Lacktransfereinrichtung eine der Lack (13)-Übertragungsstation nachgeordnete Kleber
(18)-Übertragungsstation zur Erzeugung eines Lack-Kleber-Verbundfilms zugeordnet ist,
wobei zwischen diesen beiden Stationen der Wärme- oder UV-Strahler (17) angeordnet
ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet , daβ
vor der Lacktransfereinrichtung eine Kleber- Übertragungsstation (18) zur Übertragung
eines Kleberfilms auf die Oberseite des Druckmediums (4) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet , daß zwischen Lacktransfereinrichtung und Kleber-Übertragungsstation (18) eine Kleberhärteeinrichtung,
insbesondere ein IR- oder UV-Strahler (17), angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet , daß
der Lacktransfereinrichtung (9) in Nachordnung zur Kleber-Übertragungsstation (18)
eine Kleber-Trockeneinrichtung (22 und/oder 24) zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet , daß
die Kleber-Trockeneinrichtung (24) der Transferstation (25), in welcher der Lack-Kleber-Verbundfilm
mit seiner Kleberseite bzw. Lackfilm auf die bedruckte Oberseite des Druckmediums
(4) aufgebracht wird, nachgeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet , daß
die Kleber-Trockeneinrichtung entweder ein IR-Strahler (22), UV-Strahler oder ein
Ultraschallgenerator (24) ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 9 bis 17,
dadurch gekennzeichnet , daβ
die Übertragung des Lackfilms bzw. Lack-Kleber-Verbundfilms in einem Spalt (25) zwischen
Transferfläche (12) und einer Gegenwalze (23) erfolgt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9-11,
dadurch gekennzeichnet , daß
der die Lacktransfereinrichtung auf eine vorbestimmte Oberflächen-Temperatur, insbesondere
etwa 80°-110° C eingestellt ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 19,
dadurch gekennzeichnet , daß
zur Facon-Lackierung mittels Lack- und gegebenenfalls Kleber-Hochdruckwalzen nur teilbereichsweise
Lack und gegebenenfalls Kleber auf die Transferfläche (12) der Transfereinrichtung
(9) insbesondere deckungsgleich aufbringbar sind.
1. Method of applying a layer of varnish to the top side of a printed medium (printed
sheet),
characterized by the following steps:
a) forming a varnish film, especially a UV varnish film;
b) drying or hardening the varnish film under the action of heat and/or UV rays;
c) transferring the dried or hardened varnish film to the freshly printed or still
wet printed top side of the printed medium, with simultaneous permanent adhesive bonding
of the varnish film to that top side.
2. Method according to claim 1,
characterized in that an adhesive, especially a UV adhesive, is applied to the dried or hardened varnish
film to form a varnish/adhesive composite film, the composite film then being transferred
with the adhesive side to the printed top side of the printed medium.
3. Method according to claim 2,
characterized in that the adhesive is hardened either immediately after application to the varnish film
or after transfer of the varnish/adhesive composite film to the printed top side of
the printed medium, especially by means of the action of heat, UV radiation and/or
infrared radiation and/or ultrasound.
4. Method according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that, to form a high-gloss varnish surface, varnish is applied to a highly polished, especially
ceramics-coated transfer surface, especially the circumferential surface of a transfer
roller, the transfer to the top side of the printed medium then being effected so
that the side of the varnish film in contact with the highly polished surface, especially
a ceramics surface, defines the top or "right" side of the varnished printed medium.
5. Method according to any one of claims 1 to 4,
characterized in that for the purpose of so-called façon varnishing (spot varnishing), a varnish/adhesive
composite film is produced only in a sub-area and is transferred or applied to a corresponding
sub-area of a printed top side of the printed medium.
6. Method according to claim 1 or 4,
characterized in that the varnish film is adjusted to a predetermined temperature, especially about 80°-110°C,
at which it has hardened as such but is self-adhesive with respect to surfaces of
lower temperature, so that it can be transferred directly to the fresh or still wet
printed top side of the printed medium.
7. Method according to claim 1 or 4,
characterized in that the dried or hardened varnish film is transferred to a printed top side of the printed
medium that has previously been provided with adhesive.
8. Method according to claim 7,
characterized in that after being applied to the printed top side of the printed medium, the adhesive is
hardened, especially by the action of heat and/or UV rays.
9. Apparatus for carrying out the method according to any one of claims 1 to 8 for applying
a layer of varnish to the top side of a printed medium, having a varnish transfer
device for producing a varnish film, which is associated with a varnish (13) transfer
station, a thermal or UV radiator (17) being arranged downstream of that station,
and by means of which the varnish film produced thereon is transferable to the freshly
printed top side of the printed medium (4).
10. Apparatus according to claim 9,
characterized in that the varnish transfer device (9) comprises a highly polished transfer surface (12),
especially a ceramics, high grade steel or chromium surface.
11. Apparatus according to claim 10,
characterized in that the varnish transfer device is formed by a transfer roller (9), the circumferential
surface (12) of which consists either of highly polished high grade steel or chromium
or of non-ferrous materials, especially ceramics.
12. Apparatus according to any one of claims 9 to 11,
characterized in that the varnish transfer device is associated with an adhesive (18) transfer station,
which is arranged downstream of the varnish (13) transfer station, for producing a
varnish/adhesive composite film, the thermal or UV radiator (17) being arranged between
those two stations.
13. Apparatus according to any one of claims 9 to 11,
characterized in that upstream of the varnish transfer device there is arranged an adhesive transfer station
(18) for transferring an adhesive film to the top side of the printed medium (4).
14. Apparatus according to claim 13,
characterized in that between the varnish transfer device and the adhesive transfer station (18) there
is arranged an adhesive hardening device, especially an IR or UV radiator (17).
15. Apparatus according to any one of claims 12 to 14,
characterized in that the varnish transfer device (9) is associated, downstream of the adhesive transfer
station (18), with an adhesive drying device (22 and/or 24).
16. Apparatus according to claim 15,
characterized in that the adhesive drying device (24) is arranged downstream of the transfer station (25)
in which the varnish/adhesive composite film is applied with its adhesive side or
varnish film to the printed top side of the printed medium (4).
17. Apparatus according to claim 15 or 16,
characterized in that the adhesive drying device is either an IR radiator (22), a UV radiator or an ultrasound
generator (24).
18. Apparatus according to any one of claims 9 to 17,
characterized in that the transfer of the varnish film or varnish/adhesive composite film is effected in
a nip (25) between the transfer surface (12) and a counter-roller (23).
19. Apparatus according to any one of claims 9 to 11,
characterized in that the varnish transfer device is adjusted to a predetermined surface temperature, especially
about 80°-110°C.
20. Apparatus according to any one of claims 9 to 19,
characterized in that for façon varnishing (spot varnishing), varnish and, where appropriate, adhesive
are applicable, especially congruently, only to sub-areas of the transfer surface
(12) of the transfer device (9) by means of varnish relief rollers and, where appropriate,
adhesive relief rollers
1. Procédé d'application d'une couche de vernis sur la face supérieure d'un produit imprimé
(feuille imprimée),
caractérisé par les étapes suivantes :
a) réalisation d'un film de vernis, en particulier un film de vernis sensible à l'ultraviolet
;
b) séchage et durcissement du film de vernis sous l'effet de la chaleur et/ou des
rayons ultraviolets ;
c) transfert du film de vernis séché et durci sur la face supérieure fraîchement imprimée
et/ou encore humide du produit imprimé par un collage simultané durable avec cette
face supérieure.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur le film de vernis séché et durci est appliquée une colle, en particulier une
colle sensible à l'ultraviolet moyennant la formation d'un film composite de vernis
et colle, le film composite étant ensuite transféré avec le côté adhésif sur la face
supérieure imprimée du produit imprimé.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la colle est durcie soit directement après le transfert sur le film de vernis, soit
après le transfert du film composite de vernis et colle sur la face supérieure imprimée
du produit imprimé, en particulier sous l'effet de la chaleur, d'un rayonnement ultraviolet
et/ou d'un rayonnement infrarouge et/ou des ultrasons.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que pour la réalisation d'une surface vernie brillante, le vernis est appliqué sur une
surface de transfert à poli spéculaire, en particulier la surface périphérique d'un
cylindre de transfert, en particulier revêtue de céramique, le transfert sur la face
supérieure du produit imprimé étant ensuite effectué de telle sorte que la face du
film de vernis, en appui contre la surface à poli spéculaire, en particulier la surface
céramique, définit la face supérieure ou face visible du produit imprimé vernis.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, à des fins de vernissage à façon, un film composite de vernis et colle est réalisé
seulement par zones partielles et est transféré ou appliqué sur une zone partielle
correspondante d'une face supérieure imprimée du produit imprimé.
6. Procédé selon la revendication 1 ou 4, caractérisé en ce que le film de vernis est réglé à une température prédéterminée, en particulier environ
80°C à 110°C, par laquelle il durcit en lui-même, mais est auto-adhésif par rapport
à des surfaces de plus faible température, de telle sorte qu'il peut être transféré
directement sur la face supérieure fraîchement imprimée et/ou encore humide du produit
imprimé.
7. Procédé selon la revendication 1 ou 4, caractérisé en ce que le film de vernis séché et durci est transféré sur une face supérieure imprimée,
revêtue au préalable de colle, du produit imprimé.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la colle est durcie, en particulier sous l'effet de la chaleur et/ou des rayons ultraviolets,
après l'application sur la face supérieure imprimée du produit imprimé.
9. Dispositif destiné à la mise en oeuvre du procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, pour l'application d'une couche de vernis sur la face supérieure d'un produit
imprimé, comportant un dispositif de transfert de vernis, destiné à la réalisation
d'un film de vernis et auquel est associé un poste de transfert de vernis (13), un
émetteur de chaleur ou de rayons UV (17) étant monté en aval de ce poste, et au moyen
duquel le film de vernis réalisé sur celui-ci peut être transféré sur la face supérieure
fraîchement imprimée du produit imprimé (4).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de transfert de vernis (9) comporte une surface de transfert (12) à
poli spéculaire, en particulier une surface en céramique, acier inoxydable ou chrome.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de transfert de vernis est formé par un cylindre de transfert (9),
dont la surface périphérique (12) est réalisée soit en acier inoxydable à poli spéculaire,
en chrome ou dans des matériaux non ferreux, en particulier en céramique.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce qu'au dispositif de transfert de vernis est associé un poste de transfert de colle (18),
monté en aval du poste de transfert de vernis (13), en vue de réaliser un film composite
de vernis et colle, l'émetteur de chaleur ou de rayons UV (17) étant monté entre les
deux postes.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce qu'un poste de transfert de colle (18), destiné à transférer un film de colle sur la
face supérieure du produit imprimé (4), est monté en amont du dispositif de transfert
de vernis.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'un dispositif de durcissement de la colle, en particulier un émetteur de rayons IR
ou UV (17), est monté entre le dispositif de transfert de vernis et le poste de transfert
de colle (18).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce qu'un dispositif de séchage de la colle (22 et/ou 24), monté en aval du poste de transfert
de colle (18), est associé au dispositif de transfert de vernis (9).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que le dispositif de séchage de la colle (24) est monté en aval du poste de transfert
(25), dans lequel le film composite de vernis et colle est appliqué avec sa face adhésive
ou le film de vernis sur la face supérieure imprimée du produit imprimé (4).
17. Dispositif selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que le dispositif de séchage de la colle est un émetteur de rayons IR (22), un émetteur
de rayons UV ou un générateur d'ultrasons (24).
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 17, caractérisé en ce que le transfert du film de vernis ou du film composite de vernis et colle est effectué
dans une fente (25) entre la surface de transfert (12) et un contre-cylindre (23).
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de transfert de vernis est réglé à une température de surface prédéterminée,
en particulier environ 80°C à 110°C.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 19, caractérisé en ce que pour le vernissage à façon au moyen d'un cylindre de forte pression à vernis et,
le cas échéant, à colle, le vernis et, le cas échéant, la colle peuvent être appliqués,
en particulier de manière coïncidente, seulement par zones partielles sur la surface
de transfert (12) du dispositif de transfert (9).