[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zum Umlegen eines Tunnels von einem
ersten bedienenden Knoten eines GPRS-Systems (General Packet Radio Service) auf einen
zweiten.
[0002] Das Umlegen eines Tunnels ist erforderlich, wenn ein mobiles Endgerät, das den betreffenden
Tunnel nutzt, aus dem Einzugsbereich des ersten bedienenden Knotens in den des zweiten
wechselt. Dieser Wechsel hat ein RAU (Routing Area Update) zur Folge, in dessen Verlauf
Daten über den PDP-Kontext des Endgeräts vom ersten zum zweiten bedienenden Knoten
weitergereicht werden. Die Übertragung dieser Daten erfolgt in Form von Nachrichten
nach dem GTP-Protokoll (GPRS-Tunnel-Protokoll). Nachrichten des GTP-Protokolls werden
unter anderem zum Auf- und Abbau von PDP-Kontexten und zum Weiterreichen von PDP-Kontexten
im Falle von Routing Area Updates verwendet. Für Einzelheiten über das GTP-Protokoll
wird auf die Spezifikationsschrift 3G TS 23.060 Technical Specification Group Services
and System Aspects; General Packet Radio Service (GPRS); Service Description; Stage
2 (Release 1999), zum Beispiel in der Version V3.3.0 vom April 2000 des 3GPP (3
rd Generation Partnership Project,
www.3GPP.ORG) verwiesen.
[0003] Die zwischen den zwei bedienenden Knoten übertragenen Daten ermöglichen es dem zweiten
bedienenden Knoten, einen Kontakt zu einem Gateway-Knoten aufzunehmen und sich von
dort die benötigten vollständigen Informationen über den Kontext zu beschaffen, die
es ihm ermöglichen, den GTP-Tunnel umzuschalten, so daß der Dienst für das Endgerät
unterbrechungsfrei fortgesetzt werden kann.
[0004] Für das GTP-Protokoll sind bisher zwei Versionen standardisiert, zum einen die GTP-Version
0, auch als Release 98 bzw. 97 bezeichnet, in GSM 09.60; zum anderen GTP-Version 1,
auch als Release 99 bezeichnet, in der bereits genannten Veröffentlichung TS 23.060.
Die Standardisierung der Version 1 verlangt, daß Knoten gemäß Version 1 mit solchen
nach Version 0 zusammenarbeiten können sollen, und daß die GTP-Tunnel mit der jeweils
höchstmöglichen Version betrieben werden.
[0005] Damit ein empfangender Knoten die GTP-Version erkennen kann, gemäß der eine empfangene
Nachricht erstellt worden ist, tragen die Nachrichten jeweils im Kopf ein Kennzeichen,
das die Zuordnung zur jeweiligen Version ermöglicht. Nachrichten, die gemäß Version
1 erstellt worden sind, sind von Knoten, die nach Version 0 oder noch älteren Standardisierungen
arbeiten, nicht interpretierbar. Ein Knoten nach Version 1 muß daher in der Lage sein,
je nach GTP-Version, die ein Knoten, an den er Nachrichten sendet, anwendet, diese
Nachrichten entweder gemäß Version 1 oder Version 0 zu erstellen.
[0006] Ein wesentlicher Unterschied zwischen Version 0 und Version 1 des GTP-Protokolls
ist das Verfahren, nach dem eine Nachricht dem aufgebauten Tunnel beziehungsweise
einem PDP-Kontext zugeordnet wird. Bei Version 0 werden hierfür sogenannte Tunnel
Identifier, abgekürzt TIDs, verwendet, die als Teil der Nachricht übertragen werden
und sich aus der IMSI (International Mobile Subscriber Identity) und dem NSAPI (Network
Layer Service Access Point Identifier) zusammensetzen. Die IMSI ist die weltweit eindeutige
Kennziffer eines Teilnehmers; der NSAPI referenziert einen von mehreren PDP-Kontexten,
die dem Teilnehmer zugeordnet sein können. Da die Tunnel Identifier mit 12 Byte Länge
recht unhandlich sind, werden an ihrer Stelle zusätzlich sogenannte Flow Labels mit
einer Länge von 2 Byte verwendet, die ein schnelle Zuordnung von Nachrichten zu einem
Kontext ermöglichen. Die Flow Labels werden aber nicht unbedingt eindeutig vergeben,
da sie nur einen Wertebereich von ca. 65,000 haben und deutlich mehr Kontexte je Knoten
aufgebaut werden können.
[0007] Die Flow Labels werden jeweils bei der Aktivierung eines GTP-Tunnels vergeben; jeder
an einem Tunnel beteiligte Knoten teilt dabei dem Gegenknoten mit, mit welchem Flow
Label er nachfolgende Nachrichten auf diesem Tunnel oder, was gleichbedeutend ist,
für diesen PDP-Kontext, erhalten will. Bei der ersten Nachricht, die im Rahmen des
Aufbaus eines Tunnels von einem bedienenden Knoten an einen Gateway-Knoten gesendet
wird (Create PDP Context Request) steht das Flow Label auf 0, weil der Gateway-Knoten
noch kein Flow Label hat vergeben können, und der Tunnel Identifier wird übertragen;
alle nachfolgenden Nachrichten dieses Tunnels müssen mit dem vom Gateway-Knoten vergebenen
Flow Label gesendet werden. Genau genommen werden jeweils zwei Flow Label vergeben,
eines für Signalisierung und eines für Daten. Im folgenden wird aber lediglich das
Flow Label für Signalisierung betrachtet.
[0008] In der GTP-Version 1 werden sogenannte TEID (Tunnel Endpoint Identifier) vergeben,
die die gleiche Funktion wie die Flow Labels haben, jedoch eine Länge von 4 Byte besitzen.
Die TEID sind daher mit den Flow Labels nach Version 0 nicht kompatibel, sie können
aber eindeutig vergeben werden. Der aus der Version 0 bekannte Tunnel Identifier ist
in Nachrichten nach Version 1 nicht mehr enthalten. IMSI und NSAPI, die eine eindeutige
Zuordnung der Nachricht zu einem PDP-Kontext ermöglichen, sind nur in der ersten Nachricht
(Create PDP Context Request) vom bedienenden Knoten an den Gateway-Knoten enthalten.
[0009] Innerhalb der jeweiligen Version funktionieren beide Versionen des GTP einwandfrei.
In der Standardisierung ist gefordert, daß ein Knoten für Version 1 auch die GTP-Version
0 unterstützt, also rückwärtskompatibel ist. Dies ist erforderlich, damit Knoten unterschiedlicher
Versionen zusammenarbeiten können.
[0010] Es treten jedoch Probleme auf, wenn ein Mobilfunkteilnehmer sich in einem Netz, das
Knoten unterschiedlicher Versionen enthält, bewegt und dabei vom Einzugsbereich eines
bedienenden Knotens in den eines anderen wechselt. Dieser Wechsel hat ein RAU (Routing
Area Update) zur Folge, bei dem ein Tunnel von dem Knoten, in dessen Einzugsbereich
sich der Teilnehmer zuvor aufgehalten hat, an den Knoten des neuen Einzugsbereichs
übergeben wird. Im Rahmen dieser Prozedur müssen Daten über den PDP-Kontext vom alten
zum neuen Knoten mit Hilfe von GTP-Nachrichten weitergereicht werden. Diese Daten
benötigt der neue Knoten, um den Kontakt zum Gateway-Knoten aufzunehmen und den GTP-Tunnel
umzuschalten, so daß der Dienst für den Teilnehmer unterbrechungsfrei fortgesetzt
werden kann. Wenn alle drei an der Umschaltung des Tunnels beteiligten Knoten der
gleichen GTP-Version angehören, ist die Umschaltung unproblematisch. Auch wenn zwei
von ihnen Knoten nach Version 0 sind und der dritte ein Knoten nach Version 1 ist,
ergeben sich keine Probleme, da sämtliche zwischen den Knoten ausgetauschten Nachrichten
solche nach GTP-Version 0 sein müssen. Wenn allerdings zwei Knoten der Version 1 und
der dritte der Version 0 angehören, führt die Tatsache, daß die zwei Knoten nach Version
1 untereinander mit Version-1-Nachrichten und mit dem im dritten Knoten mit Version-0-Nachrichten
kommunizieren, zu Schwierigkeiten. Drei Fälle sind zu unterscheiden.
1. Der Mobilfunkteilnehmer bewegt sich von einem ersten bedienenden Knoten nach Version
0 zu einem zweiten nach Version 1. Bei dieser Situation muß für die Kommunikation
des ersten bedienenden Knotens mit dem zweiten und mit dem Gateway-Knoten GTP-Version
0 benutzt werden; die Kommunikation zwischen Gateway-Knoten und zweitem bedienenden
Knoten findet nach Version 1 statt. Beim Aufbau des Tunnels ordnet der Gateway-Knoten
ein Flow Label zu, welches vom ersten bedienenden Knoten zum Kennzeichnen von zu dem
Tunnel gehörenden Nachrichten benutzt wird. Wenn die zwei bedienenden Knoten Kontakt
aufnehmen, um die Umlegung des Tunnels vorzubereiten, kommunizieren sie nach Version
0, und der erste bedienende Knoten liefert an den zweiten das Flow Label, das ursprünglich
vom Gateway-Knoten dem Tunnel zugeordnet worden ist. Um die erforderlichen Kontextdaten
des Tunnels vom Gateway-Knoten zu erhalten, müßte der zweite bedienende Knoten eine
Nachricht mit diesem Flow Label an den Gateway-Knoten schicken können. Der zweite
bedienende Knoten und der Gateway-Knoten kommunizieren jedoch nach Version 1, die
die Übertragung von Flow Labels nicht zuläßt. Anstelle des Flow Labels könnte zwar
ein TEID nach Version 1 übertragen werden, doch ist ein solcher im Gateway-Knoten
für den Tunnel nicht definiert. Der Gateway-Knoten kann somit dem bestehenden Kanal
keine Nachricht nach GTP-Version 1 zuordnen. Da die Nachricht "Update PDP Context
Request" weder IMSI noch NSAPI enthält, ist der Gateway-Knoten auch dann nicht in
der Lage, den Kontext zu finden, wenn er den TEID ignoriert.
2. Der Mobilfunkteilnehmer bewegt sich von einem ersten bedienenden Knoten nach Version
1 zu einem nach Version 0. In diesem Fall ist bei der Kommunikation zwischen dem ersten
bedienenden Knoten und dem Gateway-Knoten im Rahmen des Aufbaus des Tunnels GTP-Version
1 verwendet worden, d.h. es ist zwar ein TEID für den Tunnel festgelegt worden, aber
kein Flow Label. Für die Kommunikation zwischen den zwei bedienenden Knoten muß GTP-Version
0 verwendet werden, diese erlaubt jedoch nur Flow Label. Eine Möglichkeit, den TEID
an den zweiten Knoten zu übertragen, besteht nicht, und selbst wenn sie bestünde,
könnte dieser sie nicht verarbeiten. Der zweite bedienende Knoten hat daher keine
Möglichkeit, die Flow Labels herauszufinden, mit denen er die benötigten Kontextdaten
vom Gateway-Knoten anfordern könnte.
3. Der Mobilfunkteilnehmer bewegt sich von einem bedienenden Knoten nach Version 1
zu einem anderen der gleichen Version, aber der Gateway-Knoten arbeitet nach Version
0. In diesem Fall kommunizieren die bedienenden Knoten untereinander nach Version
1, mit dem Gateway-Knoten jedoch nach Version 0. Der Gateway-Knoten ordnet somit beim
Aufbau eines Tunnels ein Flow Label zu, dieses kann jedoch nicht vom ersten an den
zweiten Knoten übertragen werden, so daß dieser auch nicht die Kontextinformationen
vom Gateway-Knoten abfragen kann.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Verfahren zum Umlegen eines Tunnels von
einem ersten bedienenden Knoten eines GPRS-Systems auf einen zweiten anzugeben, die
auch dann funktionieren, wenn sich unter den bedienenden Knoten und dem Gateway-Knoten
wenigstens ein Knoten nach Version 0 und andere nach Version 1 des GTP-Protokolls
befinden.
[0012] Die Aufgabe wird für den Fall, daß der erste bedienende Knoten ein Knoten nach Version
0 ist und der zweite bedienende Knoten und der Gateway-Knoten Knoten nach Version
1 sind, durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Dieses sieht vor, daß die Aufforderung
zur Anpassung des Kontexts, die der zweite bedienende Knoten an den Gateway-Knoten
richtet, eine Angabe von IMSI und NSAPI des betreffenden Tunnels enthält. Diese Angabe
erlaubt es dem Gateway-Knoten, eine eindeutige Entsprechung zu einem gespeicherten
Kontext herzustellen und so die benötigten Kontextdaten an den zweiten Knoten zu liefern.
[0013] Bevorzugte Ausführungsformen davon sind in den jeweiligen Unteransprüchen 2 bis 4
angegeben.
[0014] Die benötigte Angabe von IMSI und NSAPI kann auf ganz einfache Weise dadurch übertragen
werden, daß der zweite bedienende Knoten und der Gateway-Knoten den unter Version
0 des GTP-Protokolls aufgebauten Tunnel unter der gleichen Protokollversion weiterbetreiben.
In diesem Fall enthält die vom zweiten Knoten an den Gateway-Knoten zu sendende Aufforderung
zur Anpassung des Kontexts, die Nachricht "Update PDP Context Request", von vorneherein
diese benötigten Angaben. Diese Lösung beinhaltet also, daß das Protokoll, welches
der zweite bedienende Knoten bei der Kommunikation mit dem Gateway-Knoten anwendet,
von der Vorgeschichte des Tunnels abhängt, zu denen die ausgetauschten Nachrichten
gehören. Wenn ein Tunnel vom zweiten Knoten selber oder von einem anderen Knoten nach
Version 1 aufgebaut worden ist, findet die Kommunikation mit dem Gateway-Knoten nach
Version 1 statt; wurde der Tunnel ursprünglich von einem Knoten nach Version 0 aufgebaut,
so läuft die Kommunikation mit dem Gateway-Knoten weiterhin nach Version 0, obwohl
beide beteiligten Knoten Version 1 beherrschen.
[0015] Eine solche Steuerung der verwendeten Version läßt sich auf einfache Weise realisieren,
wenn der erste bedienende Knoten zunächst eine dem Tunnelverlegungsvorgang einleitende
Nachricht (SGSN Context Response) an den zweiten bedienenden Knoten sendet, der zweite
bedienenden Knoten die Version dieser Nachricht für seine Aufforderung zur Anpassung
des Kontexts an den Gateway-Knoten verwendet und dieser alle an ihn gerichteten Nachrichten
in der Version beantwortet, in der er sie empfangen hat.
[0016] Eine alternative Möglichkeit ist die, daß der zweite Knoten als Aufforderung zur
Anpassung des Tunnels anstelle der herkömmlichen Nachricht "Update PDP Context Request"
eine Nachricht vom Typ "Create PDP Context Request" nach Version 1 sendet. Diese Nachricht
wird gemäß der oben zitierten Schrift TS 29.060 vom empfangenden Gateway-Knoten richtig
verarbeitet, d.h. der bestehende PDP-Kontext wird wiedergefunden und die veränderten
Parameter werden ersetzt. Auf diese Weise wird sowohl der Tunnel zum zweiten bedienenden
Knoten verlegt als auch in der Version verändert.
[0017] Weiterhin alternativ kann vorgesehen werden, daß auch die Nachricht "Update PDP Context
Request" mit einem TEID gesendet werden kann, der den Wert 0 hat, und die zusätzlich
zu dem gemäß TS 23.060 vorgesehenen Informationselementen zusätzlich IMSI und NSAPI
enthält, um eine Zuordnung zu dem entsprechenden PDP-Kontext im Gateway-Knoten zu
ermöglichen.
[0018] In dem Fall, daß der zweite bedienende Knoten oder der Gateway-Knoten ein Knoten
nach Version 0 ist und die jeweils anderen Knoten nach Version 1 sind, wird die Aufgabe
gelöst durch das Verfahren nach Anspruch 5, bei dem ein Flow Label, das der zweite
bedienende Knoten und der Gateway-Knoten benötigen, um den Tunnel vom ersten auf den
zweiten bedienenden Knoten umlegen zu können, dem zweiten vom ersten bedienenden Knoten
zur Verfügung gestellt wird.
[0019] Bevorzugte Ausführungsformen davon sind in den jeweiligen Unteransprüchen 6 bis 17
angegeben.
[0020] Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Zuordnung des Flow Labels vorzunehmen.
Wenn der Gateway-Knoten ein Knoten nach Version 1 ist, der Aufbau des Kanals also
nach Version 1 stattgefunden hat, dann ist dem Tunnel beim Aufbau nur ein TEID, aber
kein Flow Label zugeordnet worden. In diesem Fall ist es zweckmäßigerweise der erste
bedienende Knoten, der die Zuordnung eines Flow Labels zum Tunnel vornimmt.
[0021] Eine erste Variante sieht vor, daß der erste bedienende Knoten dem Kontext ein Flow
Label mit einem Wert zuordnet, der für die Umleitung eines Tunnels von einem bedienenden
Knoten nach Version 1 zu einem bedienenden Knoten nach Version 0 spezifisch ist, d.h.
der verschieden ist von allen Flow Labels, die für die Kommunikation von regulär nach
Version 0 arbeitenden Knoten verwendet werden. Der zweite bedienende Knoten kann auf
den Empfang eines solchen spezifischen Flow Labels reagieren, indem er anstelle einer
Nachricht "Update PDP Context Request", die er normalerweise an den Gateway-Knoten
senden würde, wenn er ein korrektes Flow Label von einem ersten bedienenden Knoten
der gleichen Version erhalten hätte, eine Nachricht "Create PDP Context Request" an
den Gateway-Knoten sendet, die IMSI und NSAPI enthält und somit eine eindeutige Identifizierung
des anzupassenden Kontexts am Gateway-Knoten erlaubt. Alternativ kann auch vorgesehen
werden, daß der zweite bedienende Knoten eine Nachricht "Update PDP Context Request"
an den Gateway-Knoten sendet, die allerdings abweichend vom geltenden Protokoll der
Version 1 zusätzlich IMSI und NSAPI enthält und so wiederum eine Identifizierung zuläßt.
Eine solche Vorgehensweise ist möglich, weil die bestehende Norm keine PDP Update
Requests mit Flow Label 0 vorsieht und deren Verarbeitung daher nicht normiert ist.
[0022] Eine zweite Variante des Verfahrens, die ebenfalls dann anwendbar ist, wenn der Gateway-Knoten
nach Version 1 und der zweite bedienende Knoten nach Version 0 arbeiten, sieht vor,
daß der Gateway-Knoten jedem vom ersten bedienenden Knoten nach Version 1 etablierten
Kontext nicht nur eine TEID zuordnet, sondern gleichzeitig über ein festgelegtes Verfahren
verfügt, nach dem er jedem nach Version 1 etablierten Kontext bzw. genauer gesagt
dessen TEID ein Flow Label zuordnen kann. Somit entspricht im Gateway-Knoten jedem
nach GTP-Version 1 etablierten Kontext ein TEID und ein Flow Label. Zweckmäßigerweise
kann der Gateway-Knoten bereits bei der Vergabe von TEIDs die daraus resultierenden
Flow Labels in dem Sinne berücksichtigen, daß eine effektive Identifizierung von Kontexten
anhand der Flow Labels möglich ist. Das gleiche Verfahren steht auch dem ersten bedienenden
Knoten zur Verfügung. Wenn ein Tunnel, der von dem ersten bedienenden Knoten nach
GTP-Version 1 etabliert worden ist, auf einen zweiten bedienenden Knoten nach Version
0 umgelenkt werden muß, so kann der erste bedienende Knoten durch Anwendung des Verfahrens
unmittelbar den korrekten Wert des Flow Labels ermitteln und dem zweiten bedienenden
Knoten zur Verfügung stellen, anhand dessen der Gateway-Knoten den PDP-Kontext identifizieren
kann. Somit kann der zweite bedienende Knoten den Gateway-Knoten in der gleichen Weise
ansprechen, als ob er den Tunnel von einem bedienenden Knoten nach Version 0 übergeben
bekommen hätte.
[0023] Ein bevorzugtes, weil besonders einfaches Verfahren zum Zuordnen des Flow Labels
zu einem TEID ist das Gleichsetzen des Flow Labels mit den zwei niederwertigen Bytes
des TEID. Wenn hingegen der Gateway Knoten ein Knoten nach Version 0 und die beiden
bedienenden Knoten Knoten nach Version 1 sind, so ist die Zuordnung eines Flow Labels
zum Tunnel bereits bei dessen Aufbau vom Gateway-Knoten vorgenommen worden, und dieses
Flow Label ist dem ersten bedienenden Knoten bekannt. Um dieses Flow Label an den
zweiten Knoten - über Version 1-Nachrichten - zu übermitteln, ist es zweckmäßig, es
im TEID-Feld einer Version 1-Nachricht zu "verpacken".
[0024] Da das Flow Label das TEID-Feld nicht ausfüllt, ist es vorteilhaft möglich, den verbleibenden
Platz in dem TEID-Feld zur Übertragung eines vorgegebenen Wertes zu nutzen, der andernfalls
in einem TEID nicht vorkommt und an dem der zweite bedienende Knoten daher zu erkennen
vermag, daß es sich bei dem übertragenen Wert nicht um einen TEID, sondern um ein
"verpacktes" Flow Label handelt, und den Wert dementsprechend korrekt verarbeiten
kann. Ein solcher vorgegebener Wert kann z.B. 0 sein.
[0025] Ausführungsbeispiele werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
- Figuren 1 bis 3
- die möglichen Konstellationen bei der Übergabe eines Tunnels zwischen zwei bedienenden
Knoten unter Beteiligung von jeweils zwei Knoten nach GTP-Version 1 und einem Knoten
nach Version 0;
- Figuren 4 bis 6
- den Ablauf der Signalisierung bei der Übergabe des Tunnels in den verschiedenen Konstellationen.
[0026] Bei der Konstellation der Figur 1 ist der erste bedienende Knoten SGSN1, über den
der Tunnel des Endgeräts MS ursprünglich aufgebaut worden ist, ein Knoten nach GTP-Version
0; er kommuniziert mit dem Gateway-Knoten GGSN und dem zweiten bedienenden Knoten
SGSN2 nach GTP-Version 0, d.h. die ausgetauschten Nachrichten sind gekennzeichnet
durch Flow Label und TEID. Der Gateway-Knoten GGSN und der zweite bedienende Knoten
SGSN2 kommunizieren miteinander nach Version 1 mit durch TEIDs gekennzeichneten Nachrichten.
[0027] Figur 4 zeigt den Ablauf der Signalisierung zwischen einem Endgerät MS und den drei
Knoten SGSN1, SGSN2 und GGSN einerseits beim Aktivieren eines PDP-Kontexts und andererseits
bei der Umlegung des GTP-Tunnels. Dabei sind Nachrichten gemäß GTP-Version 0 durch
magere, Nachrichten nach Version 1 durch fette Pfeile dargestellt. Nachrichten, die
nicht zwischen Knoten ausgetauscht werden und daher nicht an das GTP-Protokoll gebunden
sind wie etwa mit dem Endgerät MS ausgetauschte Nachrichten sind gestrichelt dargestellt.
[0028] In Schritt 1 sendet das Endgerät MS eine Anforderung zur Aktivierung eines PDP-Kontexts
(Activate PDP Context Request) an den SGSN1, der unter anderem die NSAPI und Art bzw.
Qualität des gewünschten Dienstes spezifiziert. Der bedienende Knoten SGSN1 richtet
daraufhin eine Anforderung "Create PDP Context Request" nach PDP-Version 0 an den
Gateway-Knoten GGSN, in der die IMSI und NSAPI dem Gateway-Knoten mitgeteilt werden
(Schritt 2). Der Gateway-Knoten erzeugt daraufhin einen neuen Eintrag in seiner PDP-Kontexttabelle,
die es ihm erlaubt, Datenpakete des Endgeräts MS zwischen dem SGSN1 und einem externen,
in den Figuren nicht dargestellten PDP-Netzwerk zu routen und Gebühren zu berechnen,
und teilt ihm ein Flow Label zu. Als Bestätigung sendet er in Schritt 3 eine Nachricht
"Create PDP Context Response" zurück an den ersten bedienenden Knoten SGSN1, die das
zugeteilte Flow Label enthält. Der erste bedienende Knoten bestätigt seinerseits die
Einrichtung des Kontexts dem Endgerät MS durch eine Nachricht "Activate PDP Context
Accept" (Schritt 4).
[0029] Durch das zugeordnete Flow Label ist der SGSN1 in der Lage, Datenpakte des Endgeräts
MS, die zu dem neu eingerichteten Kontext gehören, so zu kennzeichnen, daß der Gateway-Knoten
GGSN sie von den Datenpakten anderer Endgeräte oder von anderen Kontexten zugehörigen
Datenpaketen des gleichen Endgeräts unterscheiden kann.
[0030] Der Prozeß des Umlegen eines Tunnels beginnt damit, daß das Endgerät in Schritt 5
eine Aufforderung "Routing Area Update Request" an den zweiten bedienenden Knoten
SGSN2 sendet. Dieser Knoten SGSN2 arbeitet nach GTP-Version 1.
[0031] Durch eine Nachricht "SGSN Context Request" nach GTP-Version 0 (Schritt 6) gibt er
dem ersten bedienenden Knoten SGSN1 zunächst bekannt, daß der Kontext übergeben werden
soll; der SGSN1 bestätigt dies durch eine Nachricht "SGSN Context Response" (Schritt
7) und beginnt, von dem PDP-Netzwerk kommende und für die Teilnehmerstation MS bestimmte
Datenpakete zu puffern. Nachdem im Schritt 8 der neu bedienende Knoten SGSN2 seine
Bereitschaft zur Übernahme von Daten durch eine Nachricht "SGSN Context Acknowledge"
bestätigt hat, leitet der Knoten SGSN1 die gepufferten Datenpakete in Schritt 9 zum
Knoten SGSN2 weiter.
[0032] Um zu erreichen, daß für die Teilnehmerstation MS bestimmte Datenpakte nicht mehr
an SGSN1, sondern direkt an den neuen bedienenden Knoten SGSN2 geroutet werden, muß
der Gateway-Knoten GGSN über die Änderung informiert werden. Dies erfolgt durch eine
Aufforderung zur Anpassung des Kontexts, die in Schritt 10 vom SGSN2 an den Gateway-Knoten
GGSN gesendet wird.
[0033] Während im Falle der Übernahme eines Kontexts von einem bedienenden Knoten der gleichen
Version die Aufforderung zur Anpassung des Kontexts eine Nachricht "Update PDP Context
Request" wäre, verwendet der zweite bedienenden Knoten im hier betrachteten Fall als
Aufforderung eine Nachricht vom Typ "Create PDP Context Request". Diese Nachricht
enthält im Gegensatz zur Nachricht "Update PDP Context Request" gemäß GTP-Version
1 IMSI und NSAPI des Endgerätes MS. Der Gateway-Knoten erwartet bei einer Nachricht
dieses Typs nicht, daß sie mit einem definierten TEID gesendet wird; er versucht daher
nicht, einen solchen TEID der Nachricht zu interpretieren, sondern er identifiziert
den betreffenden Kontext in dem von ihm geführten Verzeichnis direkt anhand von IMSI
und NSAPI. Der so gefundene Kontexteintrag wird aktualisiert, indem ihm der neue bedienende
Knoten SGSN2 sowie die GTP-Version zugeordnet wird, nach der die Kommunikation zwischen
GGSN und bedienendem Knoten abläuft.
[0034] Wenn der Gateway-Knoten diese Operation erfolgreich ausgeführt hat, bestätigt er
dies in Schritt 11 dem neuen SGSN2 durch eine Nachricht, die vom Typ "Create PDP Context
Response" oder "Update PDP Context Response" sein kann.
[0035] Bevor das Endgerät MS in Schritt 18 eine Bestätigung seiner RAU-Anforderung "Routing
Area Update Accept" erhält, findet noch ein Nachrichtenaustausch der beiden bedienenden
Knoten mit dem Home Location Register HLR des Mobilfunk-Kommunikationssystems statt,
in deren Verlauf die Zuordnung des Endgeräts MS zu dem neuen bedienenden Knoten SGSN2
in diesem Register vermerkt wird. Diese Schritte unterscheiden sich nicht von den
für ein GSM- oder UMTS-Funk-Kommunikation bekannten Schritten und werden deshalb hier
nicht eingehend beschrieben.
Alternativ zur Verwendung der Nachricht "Create PDP Context Request" in Schritt 10
kann auch eine gegenüber der geltenden GTP-Version 1 geringfügig modifizierte Nachricht
vom Typ "Update PDP Context Request" angewendet werden. Diese modifizierte Nachricht
enthält einen TEID mit dem Wert 0 sowie IMSI und NSAPI des Endgeräts MS. Der Gateway-Knoten
GGSN vergibt selbst keine TEIDs mit Wert 0. Wenn er einen "Update PDP Context Request"
mit TEID = 0 empfängt, so kann daraus geschlossen werden, daß der TEID nicht vom Gateway-Knoten
GGSN vergeben worden ist und daß ihm somit kein Eintrag im Kontextverzeichnis des
GGSN entspricht. Daher greift der GGSN in einen solchem Falle auf IMSI und NSAPI zurück,
um den von dem "Update PDP Context Request" betroffenen Kontext zu identifizieren
und wie oben beschrieben zu aktualisieren.
[0036] Eine weitere Alternative ist, daß der zweite bedienende Knoten für die Aktualisierungsaufforderung
des Schritts 10 jeweils diejenige GTP-Version wählt, in der er in Schritt S7 die Nachricht
"SGSN Context Acknowledge" erhalten hat, hier also die Version 0. Auf diese Weise
gibt er sich dem GGSN gegenüber für den betroffenen Kontext als Version-0-Knoten aus,
kann diesem den anzupassenden Kontext durch Angabe eines Flow Labels identifizieren,
und erhält vom Gateway-Knoten Antwortnachrichten ebenfalls in Version 0. Auf diese
Weise wird der Kontext auf den neuen bedienenden Knoten SGSN2 korrekt umgelegt, auch
wenn die verwendete GTP-Version die gleiche bleibt.
[0037] Ein zweites Verfahren zum Umlegen des Tunnels vom ersten bedienenden Knoten GGSN1
auf den zweiten GGSN2 unterscheidet sich vom in Fig. 4 gezeigten Signalisierungsablauf
dadurch, daß auch der zweite bedienende Knoten in Schritt 10 für seine Aufforderung
zur Aktualisierung des Kontexts Version 0 verwendet, in der er bereits in Schritt
7 das Flow Label des Tunnels erhalten hat. Der Gateway-Knoten antwortet darauf in
Schritt 11 ebenfalls unter Verwendung von Version 0. Das heißt obwohl zweiter bedienender
Knoten SGSN2 und Gateway-Knoten GGSN Version 1 beherrschen, führen sie den unter Version
0 aufgebauten Tunnel unter Anwendung von Version 0 weiter.
[0038] Da sich bei diesem zweiten Verfahren die Version des Tunnels beim Umlegen auf den
zweiten bedienenden Knoten nicht ändert, sind besondere Vorkehrungen erforderlich,
falls der Tunnel ein zweites Mal, auf einen dritten bedienenden Knoten nach Version
1 umgelegt werden muß.
[0039] Bei der Übergabe dieses Version-0-Tunnels von einem zweiten an einen dritten bedienenden
Knoten, die beide Version 1 anwenden, stellen sich die gleichen Probleme wie in dem
Fall, daß ein zwischen einem ersten bedienenden Knoten nach Version 1 und einem Gateway-Knoten
nach Version 0 aufgebauter Tunnel an einen zweiten bedienenden Knoten nach Version
1 umgelegt werden muß. Einige der an späterer Stelle beschriebenen Lösungen dieses
Problems sind daher auch auf diesen Fall anwendbar.
[0040] Figur 2 zeigt eine Konfiguration, in der ein erster Knoten SGSN1 nach GTP-Version
1, ein Gateway-Knoten GGSN nach GTP-Version 1 und ein zweiter bedienender Knoten SGSN2
nach Version 0 miteinander kommunizieren. Der erste bedienende Knoten SGSN1 und der
Gateway-Knoten GGSN verwenden untereinander also durch Tunnel Endpoint Identifier
TEID gekennzeichnete Nachrichten nach Version 1, die zwei bedienenden Knoten SGSN1
und SGSN2 verwenden untereinander durch Flow Labels und TID gekennzeichnete Nachrichten
nach Version 0.
[0041] Die Reihenfolge der Schritte zum Aufbauen und Umlegen des Tunnels, die in Figur 5
dargestellt ist, entspricht der von Figur 4. Allerdings sind die für die verschiedenen
Nachrichten verwendeten GTP-Versionen, wiederum durch dicke und dünne Pfeile gekennzeichnet,
unterschiedlich. Die Kontextanforderung "Create PDP Context Request" und die Antwort
darauf in den Schritten 2 und 3 entsprechen in ihrer Zielsetzung denen von Figur 4,
allerdings mit dem Unterschied, daß für sie GTP-Version 1 eingesetzt wird, und daß
infolgedessen der Gateway-Knoten GGSN dem Kontext einen Tunnel Endpoint Identifier
TEID zuordnet und diesen an den ersten bedienenden Knoten SGSN1 zurückmeldet.
[0042] Die Anforderung "SGSN Context Request" nach GTP-Version 0, die der zweite bedienende
Knoten SGSN2 in Schritt 6 an den ersten richtet, wird von diesem mit einem "SGSN Context
Response" nach Version 0 beantwortet. Bei einer rein nach Version 0 ablaufenden Kanalumlegung
enthielte diese Nachricht in ihrem Informationselement (IE) "PDP Context" ein vom
Gateway-Knoten an den ersten bedienenden Knoten für diesen Kontext vergebenes Flow
Label. Da hier ein solches Flow-Label nicht existiert, wird stattdessen im ersten
bedienenden Knoten ein Flow Label nach einem vorab festgelegten Verfahren aus dem
vom Gateway-Knoten GGSN vergebenen TEID berechnet ist. Ein besonders einfaches Verfahren
zur Berechnung des Flow Labels ist, jeweils die zwei niederwertigen Bytes eines TEID
als Flow Label zu verwenden und die zwei höherwertigen zu vernachlässigen. Dieses
Flow Label wird vom zweiten bedienenden Knoten SGSN2 in seiner in Schritt 10 an den
Gateway-Knoten gerichteten Aufforderung zur Kontextanpassung verwendet. Da dem Gateway-Knoten
GGSN das Verfahren "bekannt" ist, nach dem der erste bedienende Knoten GGSN1 Flow
Labels aus TEIDs erzeugt, kann er bei Empfang des entsprechenden Flow Labels in einer
Aufforderung zur Kontextaktualisierung in Schritt 10 vom zweiten bedienenden Knoten
leicht eine geringe Zahl von Kontexten in seinem Verzeichnis ausfindig machen, die
von der Aktualisierung betroffen sein könnten. Unter diesen den tatsächlichen Betroffenen
zu ermitteln, ist dann ohne weiteres möglich.
[0043] Eine andere Möglichkeit, den Kontext zu aktualisieren, ist die Verwendung von Flow
Labels mit dem Wert 0, ähnlich wie oben mit Bezug auf Figur 4 beschrieben. Da Flow
Labels mit diesem Wert ansonsten nicht vergeben bzw. allenfalls von einem bedienenden
Knoten nach Version 0 in Nachrichten vom Typ "Create PDP Context Request" verwendet
werden, bei denen ein Flow Label des Tunnels zum Zeitpunkt des Sendens der Nachricht
noch nicht bekannt ist, kann der Gateway-Knoten GGSN, wenn er vom zweiten bedienenden
Knoten SGSN2 eine Nachricht mit einem solchen Flow Label mit Wert 0 empfängt, daraus
folgern, daß das Flow Label nicht von ihm selbst vergeben worden sein kann und daß
deshalb eine Zuordnung der Nachricht zu einem Tunnel unter Vernachlässigung des Flow
Labels und unter Verwendung von mitübertragener Identifizierungsinformation, das heißt
der im TID im Kopf der Nachricht enthaltenen IMSI und NSAPI des Endgeräts, stattfinden
muß.
[0044] Als weitere Alternative kann noch eine Ergänzung von GTP-Version 0 vorgesehen werden,
bei der der zweite bedienenden Knoten SGSN2 eine Nachricht vom Typ "Create PDP Context
Request" sendet, wenn er vom ersten bedienenden Knoten eine Nachricht mit auf 0 gesetztem
Flow Label erhält.
[0045] Bei der in Figur 3 gezeigten dritten Konstellation sind beide bedienenden Knoten
SGSN1 und SGSN2 Knoten nach GTP-Version 1 und der Gateway-Knoten GGSN ist ein Knoten
nach Version 0. Der Aufbau des Tunnels und seine Übergabe vom ersten bedienenden Knoten
SGSN1 an den zweiten SGSN2 sind in Fig. 6 gezeigt. Der Aufbau des Tunnels in den Schritten
1 bis 4 läuft genauso ab wie mit Bezug auf Figur 1 und 4 beschrieben. Untereinander
müssen die zwei bedienenden Knoten Version 1 anwenden. Um das zwischen bedienendem
Knoten SGSN1 und Gateway-Knoten GGSN ausgehandelte Flow Label an den zweiten bedienenden
Knoten SGSN2 zu übertragen, muß es also über eine Verbindung der Version 1 befördert
werden. Um dieses Flow Label zum zweiten bedienenden Knoten SGSN2 zu befördern, ergänzt
es der erste bedienende Knoten SGSN1 um zwei höherwertige Bytes auf das Format eines
TEID, der in Schritt 7 (SGSN Context Response) an den zweiten Knoten SGSN2 übermittelt
wird.
[0046] Einer ersten Variante des Verfahrens zufolge werden anschließend zwei in Figur 6
als gestrichelte Pfeile dargestellte Nachrichten ausgetauscht: Der Knoten SGSN sendet
in Schritt 10' eine Aufforderung zur Kontextanpassung (Update PDP Context Request)
nach Version 1 an den Gateway-Knoten GGSN. Da dieser nur Version 0 beherrscht, signalisiert
er dem zweiten Knoten SGSN2 (Schritt 10"), daß er die Aufforderung nicht verarbeiten
kann. Daran erkennt der zweite Knoten, daß der Gateway-Knoten eine Version-0-Nachricht
mit einem Flow-Label benötigt, und erzeugt daraufhin in Schritt 10 eine neue Aufforderung,
diesmal nach Version 0, in die sie die zwei niedrigerwertigen Bytes des vom ersten
Knoten SGSN1 empfangenen TEID als Flow Label einfügt.
[0047] Einer zweiten Variante zufolge verwendet der erste bedienende Knoten SGSN1 zwei Bytes
mit einem vorgegebenen Wert, um das dem Tunnel zugeteilte Flow Label auf das Format
eines TEID zu ergänzen. Dieser vorgegebene Wert, hier 0, sollte dann bei der normalen
Erzeugung eines PDP Kontexts der Version 1 nicht vergeben werden, so daß der zweite
bedienende Knoten SGSN2 an dem Wert dieser 2 Bytes erkennen kann, daß es sich bei
der in Schritt 7 im Format eines TEID an ihn übertragenen Information in Wirklichkeit
um ein Flow Label handelt, dieses wieder herstellt und somit für die Aufforderung
zur Aktualisierung des Kontexts in Schritt 10 von vorneherein das von dem Gateway-Knoten
GGSN interpretierbare Nachrichtenformat der Version 0 wählen kann.
[0048] Da bei dieser zweiten Variante die vom zweiten bedienenden Knoten SGSN2 für die Aktualisierungsaufforderung
verwendete Version nicht im Dialog zwischen zweitem Knoten SGSN2 und Gateway-Knoten
GGSN von letzterem festgelegt wird, sondern durch die Version der Nachricht SGSN Context
Response bestimmt ist, eignet sich diese Variante auch für den oben bereits angesprochenen
Fall, daß ein Tunnel, der ursprünglich zwischen einem bedienenden Knoten SGSN 1 nach
Version 0 und einem Version-1-GGSN aufgebaut und dann zu einem zweiten bedienenden
Knoten SGSN2 nach Version 1 unter Beibehaltung ursprünglich für den Tunnel verwendeten
Protokollversion an einen dritten bedienenden Knoten nach Version 1 umgelegt wird.
[0049] Gemäß einer dritten Variante kann die in Schritt 7 zu übertragende Kontextinformation
auch dahingehend erweitert werden, daß sowohl Flow Labels als auch TEID transportiert
werden können, jeweils als solche gekennzeichnet. Dies kann durch Hinzufügen eines
zusätzlichen Datenfeldes zu der Kontextinformation erfolgen, die das Flow Label aufnimmt,
so daß, wenn bekannt, sowohl TEID als auch Flow Label an den zweiten bedienenden Knoten
SGSN2 übergeben werden können. Denkbar ist auch die Hinzufügung eines einfachen Flags,
dessen Status den Inhalt des TEID-Feldes einer Nachricht als TEID oder als Flow Label
kennzeichnet. Damit ist der Wertebereich für TEID nicht eingeschränkt.
[0050] Auch diese dritte Variante ist für die Umlegung eines unter Version 0 betriebenen
Tunnels an einen dritten bedienenden Knoten nach Version 1 geeignet.
[0051] Eine vierte Möglichkeit ist, auch zwischen den bedienenden Knoten GTP-Version 0 anzuwenden.
Zwar beginnt der zweite bedienende Knoten GGSN2 den Dialog mit dem ersten Knoten SGSN1
mit GTP Version 1, was der erste Knoten (SGSN1) versteht; er müßte daher normalerweise
mit GTP Version 1 antworten. Indem jedoch der erste Knoten SGSN1 "Nichtverstehen"
der GTP Version 1 Nachricht vortäuscht, veranlaßt er den zweiten bedienenden Knoten
SGSN2, Version 0 zu verwenden, so daß das Flow Label übertragen werden kann. Auch
diese Variante erlaubt die Umlegung eines Version-0-Tunnels unter Beibehaltung der
Version an einen dritten bedienenden Knoten.
1. Verfahren zum Umlegen eines Tunnels von einem ersten bedienenden Knoten (SGSN1) eines
Mobilfunk-Kommunikationssystems, insbesondere eines GPRS-Systems, auf einen zweiten
(SGSN2), wobei das Mobilfunk-Kommunikationssystem bedienende Knoten (SGSN1, SGSN2)
und einen Gateway-Knoten (GGSN) aufweist, wobei wenigstens einer dieser Knoten ein
Knoten nach Version 0 des GTP-Protokolls ist und andere dieser Knoten Knoten nach
Version 1 des GTP-Protokolls sind, bei dem der zweite Knoten (SGSN2) eine Nachricht
über den Bedarf zum Umlegen des Tunnels (RAU request) von einem Endgerät (MS) erhält
und daraufhin eine Aufforderung zur Anpassung des den Tunnel betreffenden Kontexts
an den Gateway-Knoten (GGSN) richtet, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, daß der erste bedienende Knoten (SGSN1) ein Knoten nach Version 0 ist
und der zweite bedienende Knoten (SGSN2) und der Gateway-Knoten (GGSN) Knoten nach
Version 1 sind, die Aufforderung zur Anpassung des Kontexts eine Angabe von IMSI und
NSAPI des betreffenden Tunnels enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufforderung eine Nachricht vom Typ "Create PDP Context Request" ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufforderung eine Nachricht vom Typ "Update PDP Context Request" ist, die einen
TEID mit dem Wert 0 und die die Angabe über IMSI und NSAPI des Tunnels enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gateway-Knoten (GGSN) und der zweite bedienende Knoten (SGSN2) den umgelegten
Tunnel gemäß Version 0 des GTP-Protokolls betreiben.
5. Verfahren zum Umlegen eines Tunnels von einem ersten bedienenden Knoten (SGSN1) eines
Mobilfunk-Kommunikationssystems, insbesondere eines GPRS-Systems, auf einen zweiten
(SGSN2), wobei das Mobilfunk-Kommunikationssystem bedienende Knoten (SGSN1, SGSN2)
und einen Gateway-Knoten (GGSN) aufweist, wobei wenigstens einer dieser Knoten ein
Knoten nach Version 0 des GTP-Protokolls ist und andere dieser Knoten Knoten nach
Version 1 des GTP-Protokolls sind, bei dem der zweite Knoten (SGSN2) eine Nachricht
über den Bedarf zum Umlegen des Tunnels (RAU request) von einem Endgerät (MS) erhält
und daraufhin eine Aufforderung zur Anpassung des den Tunnel betreffenden Kontexts
an den Gateway-Knoten (GGSN) richtet, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, daß der erste bedienende Knoten (SGSN1) und der Gateway-Knoten (GGSN)
Knoten nach Version 1 sind und der zweite bedienende Knoten (SGSN2) ein Knoten nach
Version 0 ist, oder in dem Fall, daß der Gateway-Knoten (GGSN) ein Knoten nach Version
0 ist und die bedienenden Knoten (SGSN1, SGSN2) jeweils Knoten nach Version 1 sind,
der erste bedienende Knoten (SGSN1) ein dem Kontext zugeordnetes Flow Label an den
zweiten bedienenden Knoten überträgt und daß der zweite bedienende Knoten (SGSN2)
die Aufforderung zur Anpassung des den Tunnel betreffenden Kontexts unter Einfügung
dieses zugeordneten Flow Labels sendet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, daß der erste bedienende Knoten (SGSN1) und der Gateway-Knoten (GGSN)
Knoten nach Version 1 sind und der zweite bedienende Knoten (SGSN2) ein Knoten nach
Version 0 ist, der erste bedienende Knoten (SGSN1) dem Kontext ein Flow Label mit
einem vorgegebenen Wert zuordnet, der für die Umleitung eines Tunnels von einem bedienenden
Knoten nach Version 1 zu einem bedienenden Knoten nach Version 0 spezifisch ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wert des Flow Labels 0 ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite bedienende Knoten (SGSN2) als Aufforderung zur Anpassung des den Tunnel
betreffenden Kontexts eine Nachricht vom Typ "Create PDP Context Request" sendet.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, daß der erste bedienende Knoten (SGSN1) und der Gateway-Knoten (GGSN)
Knoten nach Version 1 sind und der zweite bedienende Knoten (SGSN2) ein Knoten nach
Version 0 ist, der erste bedienende Knoten (SGSN1) jedem nach Version 1 etablierten
Kontext den Flow Label nach einem gegebenen Verfahren zuordnet, und daß der Gateway-Knoten
(GGSN) das gleiche Flow Label nach dem gleichen Verfahren zuordnet.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren zum Zuordnen des Flow Labels das Gleichsetzen des Flow Labels mit den
zwei niederwertigen Bytes des TEID umfaßt.
11. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, daß der Gateway-Knoten (GGSN) ein Knoten nach Version 0 ist und die
bedienenden Knoten (SGSN1, SGSN2) Knoten nach Version 1 sind, das dem Tunnel vom Gateway-Knoten
(GGSN) zugeteilte Flow Label im TEID-Feld einer vom ersten (SGSN1) an den zweiten
bedienenden Knoten (SGSN2) gesendete Nachricht übertragen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite bedienende Knoten eine Aufforderung zur Kontextaktualisierung nach Version
1 an den Gateway-Knoten (GGSN) sendet, und daß er, wenn der Gateway-Knoten (GGSN)
die Aufforderung nicht verarbeiten kann, das Flow Label aus dem TEID-Feld extrahiert
und eine neue Aufforderung nach Version 0 unter Verwendung des extrahierten Flow Labels
sendet.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in vom Flow Label nicht ausgefüllte Bytes des TEID-Feldes ein vorgegebener Wert eingetragen
wird, der für die Umleitung eines Tunnels zwischen zwei bedienenden Knoten nach Version
1 über einen Gateway-Knoten nach Version 0 spezifisch ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite bedienende Knoten (SGSN2) die Aufforderung zur Kontextaktualisierung nach
Version 0 sendet, wenn das TEID-Feld den vorgegebenen Wert enthält.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der spezifische Wert 0 ist.
16. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu dem TEID-Feld eine Kennung übertragen wird, die angibt, ob das TEID-Feld
einen TEID oder ein Flow Label enthält.
17. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, daß der Gateway-Knoten (GGSN) ein Knoten nach Version 0 ist und die
bedienenden Knoten (SGSN1, SGSN2) Knoten nach Version 1 sind, das dem Tunnel vom Gateway-Knoten
(GGSN) zugeteilte Flow Label in einem speziellen, vom TEID-Feld verschiedenen Datenfeld
einer Nachricht vom ersten an den zweiten bedienenden Knoten (SGSN1 bzw. SGSN2) übermittelt
wird.
1. Method for transferring a tunnel from a first controlling node (SGSN1) in a mobile
radio communications system, in particular a GPRS system, to a second node (SGSN2),
with the mobile radio communications system having controlling nodes (SGSN1, SGSN2)
and a gateway node (GGSN), with at least one of these nodes being a node in accordance
with Version 0 of the GTP protocol and others of these nodes being nodes of the Version
1 type of the GTP protocol, in which the second node (SGSN2) receives a message about
the requirement to transfer the tunnel (RAU request) from a terminal (MS) and then
passes a request for matching the context relating to the tunnel to the gateway node
(GGSN), characterized in that, in a situation where the first controlling node (SGSN1) is a node of the Version
0 type and the second controlling node (SGSN2) and the gateway node (GGSN) are nodes
of the Version 1 type, the request for adaptation of the context contains details
of the IMSI and NSAPI for the relevant tunnel.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the request is a message of the "Create PDP Context Request" type.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the request is a message of the "Update PDP Context Request" type, which contains
a TEID with the value 0, and which contains the details of the IMSI and NSAPI for
the tunnel.
4. Method according to Claim 1, characterized in that the gateway node (GGSN) and the second controlling node (SGSN2) operate the transferred
tunnel of the Version 0 type of the GTP protocol.
5. A method for transferring a tunnel from a first controlling node (SGSN1) in a mobile
radio communications system, in particular a GPRS system, to a second node (SGSN2),
with the mobile radio communications system having controlling nodes (SGSN1, SGSN2)
and a gateway node (GGSN), with at least one of these nodes being a node in accordance
with Version 0 of the GTP protocol and others of these nodes being nodes of the Version
1 type of the GTP protocol, in which the second node (SGSN2) receives a message about
the requirement to transfer the tunnel (RAU request) from a terminal (MS) and then
passes a request for matching the context relating to the tunnel to the gateway node
(GGSN), characterized in that, in the situation where the first controlling node (SGSN1) and the gateway node (GGSN)
are nodes of the Version 1 type, and the second controlling node (SGSN2) is a node
of the Version 0 type, or in the situation where the gateway node (GGSN) is a node
of the Version 0 type and the controlling nodes (SGSN1, SGSN2) are each nodes in accordance
with Version 1, the first controlling node (SGSN1) transmits a flow label, which is
associated with the context, to the second controlling node, and in that the second controlling node (SGSN2) sends the request for adaptation of the context
relating to the tunnel, with this associated flow label being inserted.
6. Method according to Claim 5, characterized in that, in the situation where the first controlling node (SGSN1) and the gateway node (GGSN)
are nodes of the Version 1 type, and the second controlling node (SGSN2) is a node
of the Version 0 type, the first controlling node (SGSN1) associates a flow label
with the predetermined value with the context, which value is specific for the transfer
of a tunnel from a controlling node of the Version 1 type to a controlling node of
the Version 0 type.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the value of the flow label is 0.
8. Method according to one of Claims 5 to 7, characterized in that the second controlling node (SGSN2) sends a message of the "Create PDP Context Request"
type as the request for adaptation of the context relating to the tunnel.
9. Method according to Claim 5, characterized in that, in the situation where the first controlling node (SGSN1) and the gateway node (GGSN)
are nodes of the Version 1 type and the second controlling node (SGSN2) is a node
of the Version 0 type, the first controlling node (SGSN1) allocates the flow label
to each established context of the Version 1 type using a given method, and in that the gateway node (GGSN) allocates the same flow label using the same method.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the method for allocation of the flow label comprises equating the flow label to
the two least significant bytes of the TEID.
11. Method according to Claim 5, characterized in that, in the situation where the gateway node (GGSN) is a node of the Version 0 type and
the controlling nodes (SGSN1, SGSN2) are nodes of the Version 1 type, the flow label
which is allocated to the tunnel by the gateway node (GGSN) is transmitted in the
TEID field of a first message which is sent from the first controlling node (SGSN1)
to the second controlling node (SGSN2).
12. Method according to Claim 11, characterized in that the second controlling node sends a request for context updating based on Version
1 to the gateway node (GGSN), and in that, if the gateway node (GGSN) cannot process the request, the second controlling node
extracts the flow label from the TEID field and sends a new request based on Version
0 using the extracted flow label.
13. Method according to Claim 11, characterized in that a predetermined value is entered in TEID field bytes which are not filled by the
flow label, which value is specific for the transfer of a tunnel between two controlling
nodes of the Version 1 type via a gateway node of the Version 0 type.
14. Method according to Claim 13, characterized in that the second controlling node (SGSN2) sends the request for context updating using
Version 0 when the TEID field contains the predetermined value.
15. Method according to Claim 13 or 14, characterized in that the specific value is 0.
16. Method according to Claim 11, characterized in that, in addition to the TEID field, an identifier is transmitted, which indicates whether
the TEID field contains a TEID or a flow label.
17. Method according to Claim 5, characterized in that, in the situation where the gateway node (GGSN) is a node of the Version 0 type and
the controlling nodes (SGSN1, SGSN2) are nodes of the Version 1 type, the flow label
which is allocated to the tunnel by the gateway node (GGSN) is transmitted in a specific
data field, which is not the TEID field, in a message from the first controlling node
(SGSN1) to the second controlling node (SGSN2).
1. Procédé pour transférer un tunnel d'un premier noeud exploitant (SGSN1) d'un système
de radiocommunication mobile, notamment d'un système GPRS, à un deuxième noeud (SGSN2),
le système de radiocommunication mobile comportant des noeuds exploitants (SGSN1,
SGSN2) et un noeud passerelle (GGSN), au moins l'un de ces noeuds étant un noeud selon
la version 0 du protocole GTP et d'autres de ces noeuds étant des noeuds selon la
version 1 du protocole GTP, dans lequel le deuxième noeud (SGSN2) reçoit un message
sur la nécessité de transférer le tunnel (RAU request) d'un terminal (MS) et dans
lequel il adresse ensuite au noeud passerelle (GGSN) une demande d'adaptation du contexte
concernant le tunnel, caractérisé par le fait que, si le premier noeud exploitant (SGSN1) est un noeud selon la version 0 et le deuxième
noeud exploitant (SGSN2) et le noeud passerelle (GGSN) sont des noeuds selon la version
1, la demande d'adaptation du contexte contient une indication de l'IMSI et du NSAPI
du tunnel concerné.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la demande est un message du type "Create PDP Context Request".
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la demande est un message du type "Update PDP Context Request" qui contient un TEID
avec la valeur 0 et l'indication de l'IMSI et du NSAPI du tunnel.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le noeud passerelle (GGSN) et le deuxième noeud exploitant (SGSN2) exploitent le
tunnel transféré selon la version 0 du protocole GTP.
5. Procédé pour transférer un tunnel d'un premier noeud exploitant (SGSN1) d'un système
de radiocommunication mobile, notamment d'un système GPRS, à un deuxième noeud (SGSN2),
le système de radiocommunication mobile comportant des noeuds exploitants (SGSN1,
SGSN2) et un noeud passerelle (GGSN), au moins l'un de ces noeuds étant un noeud selon
la version 0 du protocole GTP et d'autres de ces noeuds étant des noeuds selon la
version 1 du protocole GTP, dans lequel le deuxième noeud (SGSN2) reçoit un message
sur la nécessité de transférer le tunnel (RAU request) d'un terminal (MS) et dans
lequel il adresse ensuite au noeud passerelle (GGSN) une demande d'adaptation du contexte
concernant le tunnel, caractérisé par le fait que, si le premier noeud exploitant (SGSN1) et le noeud passerelle (GGSN) sont des noeuds
selon la version 1 et le deuxième noeud exploitant (SGSN2) est un noeud selon la version
0 ou si le noeud passerelle (GGSN) est un noeud selon la version 0 et les noeuds exploitants
(SGSN1, SGSN2) sont des noeuds selon la version 1, le premier noeud exploitant (SGSN1)
transmet un Flow Label attribué au contexte au deuxième noeud exploitant et que le
deuxième noeud exploitant (SGSN2) envoie la demande d'adaptation du contexte concernant
le tunnel en insérant ce Flow Label attribué.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, si le premier noeud exploitant (SGSN1) et le noeud passerelle (GGSN) sont des noeuds
selon la version 1 et le deuxième noeud exploitant (SGSN2) est un noeud selon la version
0, le premier noeud exploitant (SGSN1) attribue au contexte un Flow Label avec une
valeur prédéterminée qui est spécifique de la déviation d'un tunnel d'un noeud exploitant
selon la version 1 à un noeud exploitant selon la version 0.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que la valeur du Flow Label est 0.
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par le fait que le deuxième noeud exploitant (SGSN2) envoie comme demande d'adaptation du contexte
concernant le tunnel un message du type "Create PDP Context Request".
9. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, si le premier noeud exploitant (SGSN1) et le noeud passerelle (GGSN) sont des noeuds
selon la version 1 et le deuxième noeud exploitant (SGSN2) est un noeud selon la version
0, le premier noeud exploitant (SGSN1) attribue à chaque contexte établi selon la
version 1 le Flow Label selon un procédé donné et le noeud passerelle (GGSN) attribue
le même Flow Label selon le même procédé.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé par le fait que le procédé pour l'attribution du Flow Label comprend le fait que le Flow Label est défini égal aux deux octets de poids faible du TEID.
11. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, si le noeud passerelle (GGSN) est un noeud selon la version 0 et les noeuds exploitants
(SGSN1, SGSN2) sont des noeuds selon la version 1, le Flow Label attribué au tunnel
par le noeud passerelle (GGSN) est transmis dans le champ TEID d'un message envoyé
par le premier noeud exploitant (SGSN1) au deuxième noeud exploitant (SGSN2).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le deuxième noeud exploitant envoie une demande de mise à jour de contexte selon
la version 1 au noeud passerelle (GGSN) et que, si le noeud passerelle (GGSN) ne peut
pas traiter la demande, ce deuxième noeud exploitant extrait le Flow Label du champ
TEID et envoie une nouvelle demande selon la version 0 en utilisant le Flow Label
extrait.
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé par le fait qu'on enregistre dans des octets du champ TEID qui ne sont pas remplis par le Flow Label
une valeur prédéterminée qui est spécifique de la déviation d'un tunnel entre deux
noeuds exploitants selon la version 1 via un noeud passerelle selon la version 0.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé par le fait que le deuxième noeud exploitant (SGSN2) envoie la demande de mise à jour de contexte
selon la version 0 si le champ TEID contient la valeur prédéterminée.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé par le fait que la valeur spécifique est 0.
16. Procédé selon la revendication 11, caractérisé par le fait que, en plus du champ TEID, on transmet un indicateur qui dit si le champ TEID contient
un TEID ou un Flow Label.
17. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que, si le noeud passerelle (GGSN) est un noeud selon la version 0 et les noeuds exploitants
(SGSN1, SGSN2) sont des noeuds selon la version 1, le Flow Label attribué au tunnel
par le noeud passerelle (GGSN) est transmis dans un champ de données spécial, différent
du champ TEID, d'un message envoyé par le premier noeud exploitant (SGSN1) au deuxième
noeud exploitant (SGSN2).