| (19) |
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(11) |
EP 1 283 765 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2004 Patentblatt 2004/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.03.2001 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B26F 1/38 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/002360 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/076834 (18.10.2001 Gazette 2001/42) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUR BEARBEITUNG VON BEDRUCKTEN VERPACKUNGEN O. DGL. SUBSTRATEN
DEVICE FOR PROCESSING PRINTED PACKAGING OR SIMILAR SUBSTRATES
DISPOSITIF POUR TRAITER DES EMBALLAGES IMPRIMES OU DES SUBSTRATS ANALOGUES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
08.04.2000 DE 20006554 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.02.2003 Patentblatt 2003/08 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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03400045.5 |
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03026295.0 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- Hesterman, Ebe
1171 BG Badhoevedorp (NL)
- SCHOBER GmbH
Werkzeug- und Maschinenbau
D-71735 Eberdingen (DE)
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hesterman, Ebe
1171 BG Badhoevedorp (NL)
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| (74) |
Vertreter: Steimle, Josef, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker,
Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 155 178 US-A- 3 383 991 US-A- 4 604 083
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US-A- 3 203 292 US-A- 4 517 873 US-A- 5 388 490
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stanzen von bedrucktem Karton, Kartonverpackungen,
Briefumschlägen o. dgl. Substraten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bekannte Vorrichtungen zur Bearbeitung von bedruckten Substraten (US-PS-4,604,083)
sind als integraler Teil einer Bögen verarbeitenden Druckmaschine ausgebildet, wobei
mittels jeweiliger Schiebeelemente ein bedrucktes Substrat zum Stanzen zwischen rotierende
Bearbeitungswalzen eingeschoben und mittels auf deren Zylinderumfangsfläche befindlicher
Stanzwerkzeugteile bearbeitet wird. Eine registergerechte Übereinanderlage von Druckbild
und Veredelungsstufe ist dabei nur mit hohem technischen Aufwand möglich und die Bearbeitungsgenauigkeit
nachteilig beeinflußt.
[0003] Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, eine Vorrichtung zum Stanzen von bedrucktem
Material, insbesondere Verpackungsmitteln o. dgl. Substraten, zu schaffen, die als
Zusatzbaueinheit für weitgehend beliebige Druckmaschinen einsetzbar ist, durch eine
positionsgenaue Übernahme des Substrates eine Verbesserung der Bearbeitungsgenauigkeit
beim Bogendruck ermöglicht und schnell auf wechselnde Bearbeitungskonturen auch unterschiedlicher
Substrate einstellbar ist. Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
ist in US-PS-3,383,991 beschrieben.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1. Hinsichtlich wesentlicher weiterer Ausgestaltungsmerkmale wird auf
die Ansprüche 2 bis 17 verwiesen.
[0005] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Stanzen von bereits bedruckten Substraten ist
mit zwei an sich bekannten Bearbeitungswalzen versehen, von denen zumindest eine im
Bereich ihres umfangsseitigen Werkzeugteils einen Greifer aufweist, mit dem ein als
Substrat zu transportierender Druckbogen sowohl registergerecht erfaßt als auch in
einer registergerechten Transportstellung zwischen die Bearbeitungswalzen eingeführt
wird.
[0006] Die rotierenden Bearbeitungswalzen mit dem integrierten Greifer bilden damit eine
funktionale Einheit, so daß mit der Vorrichtung eine Veredelung des Substrats durch
Stanzen in einer Bearbeitungslinie mit dem Bedrucken möglich ist. Denkbar ist auch,
daß der Anwendungsbereich der Vorrichtung mit Präge- und/oder Lochungsbearbeitung(en)
erweitert ist. Das Substrat kann beispielsweise von einer der Vorrichtung vorgeordneten
Druckmaschine unmittelbar so übernommen werden, daß diese Druckmaschine und die Veredelungsvorrichtung
synchron mit hoher Geschwindigkeit betreibbar sind. Dabei wird eine registergerechte
Übereinanderlage des Druckbildes mit der Bearbeitungskontur der nachfolgenden Werkzeugteile
erreicht und bei verbesserter Genauigkeit sind auch unterschiedliche Substrate mit
wechselnden Bearbeitungskonturen nach kurzen Umrüstzeiten bearbeitbar, so daß die
Produktivität der Bearbeitungslinie durch eine Prozeßbündelung insgesamt erhöht ist.
[0007] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen, die zwei Ausführungsbeispiele der
erfindungsgemäßen Vorrichtung veranschaulichen. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung zum Stanzen von zu veredelndem Material mit
einer den Abfall aufnehmenden Entsorgungseinheit,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung der Vorrichtung im Bereich der Bearbeitungswalzen.
mit einer Gegenwalze,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht der unteren Bearbeitungswalze mit der Gegenwalze,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung der beiden Bearbeitungswalzen im Bereich des
Greifers,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein bogenförmiges Veredelungsmaterial mit Anordnung auszustanzender
Kartonteile,
- Fig. 6
- eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform als separate
Bearbeitungsstation,
- Fig. 7 und Fig. 8
- jeweilige Prinzipdarstellungen der Vorrichtung im Bereich der Zuführvorrichtung,
- Fig. 9
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung einer Zahnradverbindung im Bereich des Antriebs
der Bearbeitungswalzen,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht der Vorrichtung ähnlich Fig. 1 mit einem Ablagezylinder im Bereich
der Auslegevorrichtung, und
- Fig. 11
- eine Prinzipdarstellung ähnlich Fig. 7 mit einem an die Stanzvorrichtung anschließenden
zweiten Bearbeitungsmodul.
[0008] In Fig. 1 ist eine insgesamt mit 1 bezeichnete Vorrichtung zum Stanzen eines von
Einzelbögen als Veredelungsmaterial gebildeten Substrates 2 (Fig. 5) dargestellt.
Insbesondere sind bedruckter Karton, Kartonverpackungen, Briefumschläge, Faltschachteln,
Blistercards, Wellpappe und mehrlagige Substrate vorgesehen, die durch einen Stanzund/oder
Ausbrechvorgang zu bearbeiten sind. Das in Form der einzelnen Bögen 3 zu bearbeitende
Substrat 2 wird in einer Vorschubrichtung A (Fig. 4) zwischen zwei rotierende Bearbeitungswalzen
4, 5 eingeführt und beim Durchlaufen von im Arbeitsspalt 6 wirksamen Werkzeugteilen
7 und 8 erfährt das Substrat 2 seine Bearbeitung.
[0009] Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung 1 ist zumindest eine der Bearbeitungswalzen
4, 5 mit zumindest einem Greifer 9 versehen (Fig. 2), der eine registergerechte Erfassung
des Substrates 2 und dessen paßgenauen Transport durch die Vorrichtung 1 ermöglicht.
[0010] In Fig. 1, 2 und 6 sind Ausführungsformen der Vorrichtung 1 dargestellt, deren als
Matrizenwalze ausgebildete untere Bearbeitungswalze 4 zwei um 180° versetzt angeordnete
Greifer 9, 9' aufweist. Ebenso ist denkbar, daß nur einer der Greifer 9, 9' auf der
unteren Bearbeitungswalze 4 (Matritze) und/oder auf der oberen Bearbeitungswalze 5
(Patrize) vorgesehen ist (nicht dargestellt).
[0011] In zweckmäßiger Ausführung ist als Greifer 9, 9' eine in einem umfangseitigen Querkanal
11 der Bearbeitungswalze 4 gelagerte Greiferleiste 12 vorgesehen, die sich im wesentlichen
über die gesamte Breite B der jeweiligen Walze 4 erstreckt (Fig. 3). An den Enden
des Querkanals 11 ist die Greiferleiste 12 im Bereich einer Stützachse 10 einstellbar
festgelegt.
[0012] Die vergrößerte Ausschnittsdarstellung gemäß Fig. 2 verdeutlicht, daß die Vorrichtung
1 aufnahmeseitig unmittelbar an eine Zuführvorrichtung 13 angrenzt, mittels der auch
aus unterschiedlichem Veredelungsmaterial bestehende Substrate 2 registergerecht zuführbar
sind. Die Zuführvorrichtung 13 ist ihrerseits als eine registergerechte Austrageinheit
einer nicht näher dargestellten Bogendruckmaschine nachgeordnet, wobei diese insbesondere
als Offset-Druckmaschine ausgebildet sein kann.
[0013] Die Zuführvorrichtung 13 oder 34 (Fig. 6) umfasst jeweilige Greifer 14, die das Substrat
2 jeweils von der Bogendruckmaschine übernehmen und dem Greifer 9 bzw. 9' der Bearbeitungswalze
4 in einer Übergaberichtung C (Fig. 2) zuführen. Dabei wird in einer synchronisierten
Bewegungsphase der Baugruppen eine Stellung P (Fig. 1) als Übergabeposition erreicht.
Diese Übergabeposition P des Substrates 2 zum Greifer 9, 9' der Bearbeitungswalze
4 hin ist sowohl durch eine Registerverstellung im Bereich der vorgeordneten Bogendruckmaschine
als auch durch eine entsprechende Verstellung der Greifer 14 der Zuführvorrichtung
13 optimal einstellbar. Mit dieser Registerverstellung im Bereich der Druckmaschine
ist eine Verstellung der Greifer 9, 9' im Bereich der Walze 4 entbehrlich, so daß
an der Vorrichtung 1 keine deren Stabilität beeinflußende Stellelemente erfoderlich
sind.
[0014] Von funktionaler Bedeutung für die Genauigkeit des Veredelungsvorganges in der Vorrichtung
1 ist eine exakte Einstellung der Greifer 9, 9' und der Greifer 14 zueinander. Die
Greifer 14 der Zuführvorrichtung 13 durchlaufen im Übergabebereich (bei P) eine an
die Bewegungsbahn D des Greifers 9, 9' der Bearbeitungswalze 4 so angenäherte Bewegungsbahn
E, daß bei der Übergabe und Übernahme im Bereich P das Substrat phasenweise gleichzeitig
vom Greifer 14 der Zuführeinheit 13 und vom Greifer 9 bzw. 9' der Bearbeitungswalze
4 gehalten ist. Im Bereich der Übergabeposition P wirken die Greifer 9 und 14 auf
einem Übergabeweg von beispielsweise 1 bis 5 mm zusammen, wobei dieser Weg registergerecht
auf ein Maß von ± 0,01 mm einstellbar ist.
[0015] Die Darstellung gemäß Fig. 2 verdeutlicht, daß der Zuführeinheit 13 im Bereich ihres
der Bogendruckmaschine (nicht dargestellt) zugewandten Endes mit einer Lackier- und/oder
Trocknereinheit 15, 16 für die Substrate versehen ist.
[0016] Andererseits ist der Vorrichtung 1 eine das bearbeitete Substrat 2 übernehmende Auslegevorrichtung
18 nachgeordnet, in deren Bereich eine nach einem Stanzvorgang den als Bearbeitungsabfall
19 bezeichneten Teil des Bogens 3 (Fig. 5) aufnehmende, insgesamt mit 20 bezeichnete
Entsorgungsvorrichtung angeordnet ist (Fig. 1). Vorgesehen ist dabei eine Zerkleinerungseinrichtung
24, in die jeweilige Abfallteile 19 über Förderrohre 25, beispielsweise in einer Fallrichtung
R, zugeführt und danach über Rohre 25' in einen Bunker 26 abgeleitet werden. Denkbar
ist auch, die Förderrohre 25, 25' an eine zentrale Entsorgungseinheit (nicht dargestellt)
anzuschließen.
[0017] Die als Entsorgungsvorrichtung vorgesehene Zerkleinerungsvorrichtung 24 wirkt über
das eine Gebäudedecke 30 durchgreifende Förderrohr 25 mit der Vorrichtung 1 zusammen,
wobei diese im Nahbereich ihres den Bearbeitungswalzen 4, 5 zugewandten Endes 21 mit
der Auslegevorrichtung 18 verbunden ist. Die Auslegevorrichtung 18 weist vorteilhaft
einen Vakuumsauger 22 (Fig. 4) auf, mit dem eine Trennung des Substrates 2 und der
Abfallteile 19 (Fig. 5) erreicht wird. In zweckmäßiger Ausführung ist die Auslegevorrichtung
18 mit einem Tisch 23 versehen, der oberseitig die Substrate 2 aufnimmt (Fig. 5, rechte
Seite) und diese abtransportiert. An seinem Aufnahmeende 21 begrenzt der Tisch 23
gemeinsam mit der unteren Bearbeitungswalze 4 einen Durchtrittsspalt 28, in dessen
Bereich ein abwärts gerichteter Durchtritt (Pfeil F) des durch die Bearbeitung entstandenen
Abfalls 19 zur Zerkleinerungsvorrichtung 24 hin dadurch erreicht ist, daß das noch
fest im Greifer 9 gehaltene Abfallteil 19 in Richtung des Pfeils F mitgenommen wird
und bei F' in das Förderrohr 25 gelangt (Fig. 2). Am abgabeseitigen Ende des Arbeitsspaltes
6 wird das als Gutteil verbleibende Substrat 2 über eine Spreizung vom Abfallteil
19 getrennt, wobei das Substrat 2 beispielsweise auf einer als Strich-Punkt-Linie
in Fig. 4 dargestellten Bahn 27 auf den Tisch 23 gelangt. Dieser Spreiz- und Transportvorgang
kann vorteilhaft dadurch unterstützt werden, daß über eine nicht näher dargestellte
Vorrichtung ein Blas- bzw. Saugluftstrom auf das Substrat 2 bzw. den Abfallteil 19
gerichtet wird.
[0018] Die vergrößerte Einzeldarstellung gemäß Fig. 4 verdeutlicht, daß der zumindest eine
Greifer 9, 9' der Bearbeitungswalze 4 mit einer jeweiligen Umfangsregisterverstellvorrichtung
31 versehen ist, mittels der die Greifer 9, 9' durch eine Schwenkbewegung (Pfeil S,
Fig. 4) verlagert und paßgenau um die Mittellängsachse M der Walze 4 eingestellt werden
können.
[0019] Zusätzlich zu dieser Verstellmöglichkeit S kann eine Verstellmöglichkeit der den
Greifer 9 tragenden Bearbeitungswalze 4 vorgesehen sein, wobei diese eine nicht näher
dargestellte Seiten- und/oder Diagonalregisterverstellvorrichtungen aufweist. Damit
kann eine Verstellung gemäß Pfeil H und K ausgeführt werden (Pfeil H: Diagonalregister;
Pfeil K: Seitenregister). Ebenso ist denkbar, daß beide Bearbeitungswalzen 4 und 5
die vorbeschriebenen Registerverstellungen S, H und K aufweisen.
[0020] Für einen flexiblen Einsatz der vorbeschriebenen Vorrichtung 1 sind die Bearbeitungswalzen
4, 5 im Bereich der Werkzeugteile 7, 8 mit auswechselbaren Bearbeitungswerkzeugen
versehen. Für deren schnelle Auswechselung können die Bearbeitungswalzen 4, 5 vorteilhaft
von jeweiligen Magnetzylindern gebildet sein, auf denen die Bearbeitungswerkzeuge
7, 8 in Form von Stanz-, Rill-, Loch- und/oder Prägewerkzeugen festgelegt werden.
[0021] Ebenso ist denkbar, daß eine der vorbeschriebenen Bearbeitungsstufen, insbesondere
eine Lochung des Substrats 2, auf einer registergerecht in die Bearbeitungslinie integrierte
Zusatzvorrichtung (nicht dargestellt) realisiert wird, wobei diese vor oder hinter
der Vorrichtung 1 im Bearbeitungsablauf vorgesehen ist.
[0022] Das Gesamtkonzept der Vorrichtung 1 sieht außerdem vor, daß die Bearbietungswalzen
4 und 5 einzeln, als ganzes oder gemeinsam auswechselbar sind (Pfeil L, Fig. 1, Fig.
6). Die Ausführungsform der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 2 zeigt eine Anordnung einer
Gegendruckwalze 35, die im Bereich der Bearbeitungswalze 4 angeordnet ist. Die Bearbeitungswalzen
4, 5 bzw. die Gegendruckwalze 35 können nach Art einer Kassette so in ein Maschinengestell
40 integiert sein, daß in einer Querrichtung L' (Fig. 3) die einzelne oder gemeinsame
Entnahme möglich ist und damit die jeweiligen Bearbeitungswerkzeuge 7, 8 bzw. die
gesamte Stanzkassette bzw. die Stanzwerkzeuge besonders einfach auswechselbar sind.
[0023] In der Darstellung gemäß Fig. 6 ist in einer zweiten Ausführung die Vorrichtung 1'
als eine unabhängig vom Register einer zugeordneten Druckmaschine 32 wirksame Baueinheit
verdeutlicht, wobei das aus der Druckmaschine 32 ausgeförderte Substrat 2 mittels
eines Fördervorganges, beispielsweise durch ein Förderband 33 zugeführt, von einer
Registerrolle 34 erfaßt, registergerecht zwischen die beiden Bearbeitungswalzen 4,
5 eingeführt und danach mit der Auslegeeinheit 18 einer weiteren Veredelungsund/oder
Stapeleinheit 36 zugeführt wird. Denkbar ist dabei auch, daß diese Off-Line-Einheit
mit Lackier- und/oder Trocknerbaugruppen ähnlich den Einheiten 15, 16 in Fig. 6 ausgerüstet
wird.
[0024] In Fig. 7 ist eine Möglichkeit von konstruktiv veränderten Teilen des Systems dargestellt,
mit dem ein abrollender Schnitt beim rotativen Stanzen erreicht werden kann. Bei dieser
Verfahrensführung werden insbesondere beim Stanzen von Querlinien Belastungsspitzen
so reduziert, daß eine Bearbeitung mit geringem Stanzdruck erfolgt, damit ein häufiges
Nachstellen der Werkzeuge vermieden wird und erstmals auch schlankere Stanzzylinder
(Walzen 4, 5) eingesetzt werden können. Diese Bauteile weisen dabei ein Verhältnis
von Durchmesser zu Breite von 1:1 oder weniger als 1:1, beispielsweise 1:1,2; 1:1,4
usw., auf. Diese Größenverhältnisse im Bereich der Bearbeitungswalzen 4, 5 ermöglichen
eine optimale Kombination derartiger Vorrichtungen mit herkömmlichen Druckmaschinen,
beispielsweise Bogenoffsetmaschinen, wobei die Schrägstellung und der damit erreichte
geringere Stanzdruck besonders vorteilhaft wirksam sind. Die Bearbeitungswalzen können
damit in ihrem Format (Umfang x Breite) so dimensioniert werden, daß dieses gleich
ist dem Format der bildtragenden Druckzylinder.
[0025] Die Zuführeinheit 13 führt das Substrat von der Druckmaschine 32 in den Bereich der
Bearbeitungswalzen 4, 5, wie dies in Fig. 2 und 6 bereits näher dargestellt ist. Für
die Übergabe des Substrates im Bereich P ist die Greiferleiste 9 vorgesehen, die in
der Ausführung gemäß Fig. 7 mit einem Schrägungswinkel 69 auf der Bearbeitungswalze
4 in einer Schiefstellung montiert ist. Diese Schrägstellung kann mit einer axialen
Kippung (Kippwinkel 70) im Bereich einer Zuführwalze 71 zusammenwirken, so daß eine
abrollende Übergabe und Übernahme des Substrates erreicht ist. Dieses wird mit einer
entsprechenden Schrägstellung zwischen die Bearbeitungswalzen 4 und 5 so eingeführt
und weitertransportiert, daß ein abrollender Schnittverlauf ohne schlagartige Belastung
der Stanzwerkzeuge erreicht werden kann. Mit einem Winkel 69' ist eine zusätzliche
Schrägstellung im Bereich der Bearbeitungswalze 5, beispielsweise eine Schrägstellung
deren Stanzplatte, dargestellt, wobei sich für sämtliche der Neigungen und Kippungen
ein Schrägungswinkel von jeweils 0,5° als praktikabel herausgestellt hat.
[0026] In Fig. 8 und 9 ist in einer Prinzipdarstellung ein Antriebskonzept im Bereich der
Druckmaschine 32, der Zuführeinheit 13 und der Stanzvorrichtung 1 dargestellt. Dabei
sind zwei Servo-Antriebsmotoren 72 und 72' zur Sicherung eines synchronen Antriebes
jeweils mit einer berührungslosen Zahnradverbindung 73 (Fig. 9) versehen, wobei die
Verzahnungen mit einem auch während der Antriebsphase konstanten Abstand 74, 74' berührungslos
ineinandergreifen. Die Zähne gelangen nur dann zur Anlage, wenn ein Steuerungsfehler,
beispielsweise im Bereich der Software, zu einer ungewollten Überbelastung des Systems
führen könnte und ein sofortiges Abschalten des Antriebsmomentes erforderlich wird.
Mit dieser Zahnradverbindung 73 ist die Sicherung des Systems gegen Zerstörungen,
insbesondere der Greifer 9, mit geringem Aufwand erreicht.
[0027] In Fig. 10 ist die Vorrichtung 1'' mit einer gegenüber der Ausführung gemäß Fig.
1 veränderten Bauteilanordnung hinter den Bearbeitungswalzen (4, 5) versehen, womit
die Vorrichtung 1'' zusätzlich zu dem bereits in Fig. 4 und 5 dargestellten Stanzen
und Ausbrechen des Substrates auch zu dessen Anstanzen einsetzbar ist. Bei diesem
Anstanzvorgang erfaßt der Greifer 9 in vorbeschriebener Art und Weise das Substrat
und diese Greiferstellung wird durch entsprechende Maschinensteuerung solange beibehalten,
bis das Substrat den Bearbeitungsspalt zwischen den beiden Bearbeitungswalzen 4 und
5 passiert hat und die vorgesehenen Schnittlinien o. dgl. in das Substrat eingebracht
sind. In Fig. 10 ist mit einer Strichlinie ein Substrat 2' dargestellt, das in seiner
vollen Bogenlänge bearbeitet den Arbeitsspalt 6' passiert hat und nach dieser Bearbeitung
eine nachfolgend näher beschriebene Übergabe bzw. Übernahme erfolgt.
[0028] Die Greiferleiste 9 hat während dieser Halte- und Bearbeitungsphase die in Fig. 10
dargestellte, ca. 180° umfassende Drehposition erreicht und gelangt nunmehr gemeinsam
mit dem Substrat in den Bereich eines Ablagezylinders 55, der seinerseits mit Greifern
55' versehen ist und das beispielsweise angestanzte Substrat registergerecht übernimmt.
Dieser Ablagezylinder 55 ist als Teil einer Auslegevorrichtung 18' ausgebildet, mit
der das angestanzte Substrat als ein Zwischenprodukt Z zu einem Auslageförderband
57 hin bewegt, auf diesem zum Weitertransport abgelegt (Pfeil 57') und am Bandende
bei W zur Endbearbeitung bereitgestellt wird. Denkbar ist dabei auch, daß das.Substrat
2' (Strichdarstellung) in der Vorrichtung 1'' bereits in der vollen Länge gestanzt
wurde und auf einer nachgeordneten Bearbeitungseinheit (nicht dargestellt) das Substrat
in Abfall-Teil 19 und Fertigteil (sogenanntes Nutzen) geteilt wird (Fig. 5).
[0029] Das vorbeschriebene System gemäß Fig. 10 ist auch zum Stanzen und Ausbrechen vorgesehen,
wobei jedoch das Abfallteil 19 (Fig. 5) mit dem dieses haltenden Greifer 9 zum Ablagezylinder
55 hin mitgenommen wird und mittels dessen Greifer 55' zum Auslegeförderband 57 gelangt.
Dieses Auslageförderband 57 ist durch die Maschinensteuerung in seinem Förderwinkel
56 so verändert, daß eine im wesentlichen horizontale Förderrichtung einstellbar ist,
die in Fig. 10 mit einer Strich-Darstellung deutlich wird. Am Ende des Auslageförderbandes
57 wird der Abfall 19 von der Entsorgungsvorrichtung 20 übernommen. Für einen später
durch die Maschinensteuerung angezeigten Anstanzvorgang ist das Förderband 57 mit
geringem Aufwand in die geneigte Stellung rückschwenkbar (Pfeil 56).
[0030] Die Vorrichtung 1'' weist mit den Auslegern 18 und 57 wahlweise einsetzbare Baugruppen
auf, die ohne Verschiebungen von Bauteilen eine dreifache Auslagemöglichkeit eröffnen.
Neben einer Auslage des Substrates ohne eine Stanzung bzw. veredelnde Bearbeitung
können auch das angestanzte Zwischenprodukt Z oder der vom ausgestanzten Nutzen getrennte
Abfallteil weiterbefördert werden.
[0031] Die Vorrichtung 1'' kann in einer erweiterten Ausführung im Bereich der Bearbeitungswalzen
4, 5 mit einer zur Laser-Stanzung vorgesehenen Laserbearbeitungseinheit T versehen
sein.
[0032] Fig. 11 zeigt ähnlich Fig. 7 eine Prinzipdarstellung der Stanzvorrichtung 1 mit schräggestellten
(Winkel 69, 69', 70 gemäß Fig. 7) Walzenkörpern 4, 5 und 71, wobei vorgeschaltet der
Stanzvorrichtung 1 ein zweites Bearbeitungsmodul 80 vorgesehen ist. Das Stanzzylinderpaar
4 und 5 sowie ein Zylinderpaar 81 und 82 sind dabei jeweils rechtwinklig zur Maschinenlängsachse
so angeordnet, daß ein Durchlauf des Substrates in Richtung A (Fig. 4) erreicht wird.
Werden auf diesem System gemäß Fig. 11 nicht näher dargestellte Stanzplatten jeweils
schräg auf dem vorderen und hinteren Stanzzylinder-Paar 81, 82 bzw. 4, 5 aufgespannt,
so ergibt sich zwischen den jeweiligen Ober- und Unterzylindern ein abrollender Schnittverlauf
für die Querlinien. Voraussetzung dafür ist, daß das Substrat bzw. die Bögen in der
gleichen Schrägstellung wie die Stanzplatten durch die Vorrichtung geführt werden.
[0033] Vorteilhaft bei diesem System ist, daß die für die Zylinderpaare 4, 5 bzw. 81, 82
vorgesehenen Bearbeitungsplatten in normaler Geometrie gefertigt werden können und
keine Verkleinerung der nutzbaren Stanzbereiche auf dem Substrat entstehen. Beim Arbeiten
mit Voll-Stanzzylindern, Stanzhalbschalen oder Werkzeugen sind jeweils die Stanzlinien
um den Schrägungswinkel verdreht ausgearbeitet.
[0034] Beim Durchlauf des unbedruckten Substrates wird dieses an seiner Vorderkante erfaßt,
mittels Greifer durch die Druckstation 32 geführt und mittels Druckwerke auf an sich
bekannte Art und Weise bedruckt (linke Seite, Fig. 11). Anschließend wird das ebenfalls
an der Vorderkante von Greifern gehaltene Substrat in der als Förderer 33 vorgesehenen
Kettenauslage 83 oder der Registerrolle 34 (Fig. 6) erfaßt und der Vorrichtung 1 bzw.
80 im Bereich des unteren Stanzzylinders 4 bzw. 82 mit dem schräg montiertem Greifer
übergeben. Dabei ist im Bereich der Bearbeitungswalzen 4, 5 bzw. 81, 82 die Antriebsseite
zur jeweiligen Bedienseite in der Höhe um den Schrägungswinkel (Strich-Punkt-Darstellungen
in Fig. 11) versetzt, so daß auch die Greiferleiste der unteren Bearbeitungswalze(n)
die entsprechende Schrägstellung aufweist und die notwendige schräge Übergabe bei
der Bearbeitung des Substrates erfolgt.
[0035] An den achsparallelen Übergabezylindern 84 und 85 befinden sich die nicht näher dargestellten
Greiferleisten ebenfalls schräg montiert, so daß im Modul 80 eine harmonische Übergabe
des in Transportrichtung schräg liegenden Substrates erfolgt. Im Bereich eines nachfolgenden
Auslegers 86 wird das Substrat in einer in Förderrichtung A verlaufenden Lage "unverdreht"
dadurch aufgenommen, daß der Ausleger 86 ebenfalls um den Schrägungswinkel (Strich-Punkt-Darstellung)
verlagert ist. Der Schrägungswinkel beträgt für sämtliche der vorbeschriebenen Bauteile
jeweils 0,5°, wobei deren Anordnung dazu führt, daß das Substrat auf dem Ausleger
86 parallel zur Förderrichtung weiterbewegt wird.
1. Vorrichtung zum veredelnden Bearbeiten, insbesondere zum Schneiden oder Stanzen von
bedrucktem Karton, Kartonverpackungen, Wellpappe, Papier o. dgl. bogerförmigen Substraten
(2), mittels eines Rotationsstanzvorganges, bei dem das Substrat (2) in Vorschubrichtung
(A) zwischen zwei rotierende Bearbeitungswalzen (4, 5) einführbar ist und beim Durchlaufen
durch im Arbeitsspalt (6) wirksame Werkzeugteile (7, 8) seine Bearbeitung erfährt,
indem das Substrat (2) in zumindest ein Abfallteil (19) und wenigstens ein Gutteil
aufgeteilt wird, wobei eine Bearbeitungswalze (4) mit zumindest einem Greifer (9)
für einen registergerechten Transport des bogenförmigen Substrates (2) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Spreizen und Trennen des Gutteils vom Abfallteil (19) am abgabeseitigen
Ende des Arbeitsspaltes vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (9) nach dem Bearbeitungsvorgang das Abfallteil (19) festhält und vom
Arbeitsspalt (6) entfernt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abfallteil (19) mittels Saugund/oder Blasluft festgehalten und vom Arbeitsspalt
(6) entfernt wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Bearbeitungswalzen (4, 5) eine das Gutteil übernehmende Auslegevorrichtung (18;
18') und eine das Abfallteil (19) aufnehmende Entsorgungsvorrichtung (20) nachgeordnet
sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich eines den Bearbeitungswalzen (4, 5) zugewandten Endes (21) einer Auslegevorrichtung
(18) ein Vakuumsauger (22) und/oder ein Blasluftsystem zur Unterstützung der Trennung
von Gutteil und Abfallteil (19) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Bearbeitungswalzen (4, 5) eine Laserbearbeitungseinheit (T) vorgesehen
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit Auslegern (18, 57) wahlweise einsetzbare Baugruppen vorgesehen sind, die ohne
Verschiebung von Bauteilen eine dreifache Auslagemöglichkeit ermöglichen, wie eine
Auslage (57) des Substrates (2) ohne Bearbeitung bzw. eines angestanzten Zwischenproduktes
(Z), eine Auslage (57) des vom ausgestanzten Gutteils getrennten Abfallteils (19)
und eine Auslage (18) für das Gutteil.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, diese im Bereich der Ablagezylinder (55) mit einem in seinem Förderwinkel (56) verstellbaren
Auslageförderband (57) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aufnahmeseitig eine Zuführvorrichtung (13) unmittelbar vorgeordnet ist, mittels
der die Substrate (2) registergerecht zuführbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine das ausgestanzte Substrat (2) bzw. dieses (2') als angestanztes Zwischenprodukt
(Z) übernehmende Auslegevorrichtung (18; 18') und eine den Bearbeitungsabfall (19)
aufnehmende Entsorgungsvorrichtung (20) nachgeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Entsorgungsvorrichtung (20) einen im Bereich des den Bearbeitungswalzen (4, 5)
zugewandten Endes (21) der Auslegevorrichtung (18) angeordneten Vakuumsauger (22)
und/oder ein Blasluftsystem zur Unterstützung der Trennung von Substrat (2) und Abfall
(19) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslegevorrichtung (18) einen Tisch (23) bildet, der oberseitig die Gutteile
(27) aufnimmt und abtransportiert und an seinem Aufnahmeende (21) mit der unteren
Bearbeitungswalze (4) einen Durchtrittspalt (28) für einen abwärts gerichteten Durchtritt
(Pfeil F) des durch das Stanzen entstandenen Abfallteils (19) zur Entsorgungsvorrichtung
(20) begrenzt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Auslegevorrichtung (18') ein in seiner Förderrichtung (Winkel 56) veränderbares
Auslegeförderband (57) vorgesehen ist, das mit einem das Substrat (2') als Zwischenprodukt
(Z) von der unteren Bearbeitungswalze (4) übernehmenden Ablagezylinder (55) zusammenwirkt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Ablagezylinder (55) ein in seiner vollen Länge bearbeitetes Substrat (2')
mittels Greifer (55') übernehmbar ist.
15. Vorrichtung zum Stanzen von insbesondere bedruckten Substraten (2) mittels Bearbeitungswalzen
(4, 5; 81, 82) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (2) im Bereich der Bearbeitungswalzen (4, 5; 81, 82) durch einen abrollenden
Schnittverlauf bearbeitbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungswalzen (4, 5; 81, 82) im Verhältnis von Durchmesser zu Breite mit
1 : 1 oder weniger, beispielsweise 1 : 1,2 ; 1 : 1,4 usw., bemessen sind.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bearbeitungswalzen (4, 5) eine Registerverstellung (S, H, K) zur Verstellung
des Umfangs-, Diagonal- und Seitenregisters aufweisen.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Bearbeitungswalzen (4, 5) mit einem diesen nachgeordneten und zumindest einen Teil
des Substrats (2) aufnehmenden Ablagezylinder (55) zusammenwirken.
1. Device for finishing and processing, in particular for cutting and punching, printed
cardboard, cardboard packaging, corrugated board, paper or similar sheet like substrates
(2) through a rotary punching process, wherein the substrate (2) can be inserted in
the feed direction (A) between two rotating processing rollers (4, 5) and is processed
during passage by tool parts (7, 8) which are effective in the working gap (6), in
that the substrate (2) is separated into at least a waste portion (19) and a finished
part, wherein a processing roller (4) with at least one gripper (9) is provided for
register-controlled transport of the sheet like substrate (2), characterized in that means are provided at the end of the working gap facing the discharge side for splitting
off and separating the finished part from the waste portion (19).
2. Device according to claim 1, characterized in that the gripper (9) holds the waste portion (19) after processing and removes it from
the working gap (6).
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the waste portion (19) is held and removed from the working gap (6) by means of suctioning
and/or pressurized air.
4. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that a discharge device (18; 18') for accepting the finished part and a disposing device
(20) for accepting the waste portion (19) are disposed downstream of the processing
rollers (4, 5).
5. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that a vacuum suction device (22) and/or a pressurized air system are disposed in the
region of an end (21) of a discharge device (18) facing the processing rollers (4,
5) to assist in separating the finished part from the waste portion (19).
6. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that a laser processing unit (T) is disposed proximate the processing rollers (4, 5).
7. Device according to any one of the preceding claims characterized in that modules are provided having selectively applicable discharge devices (18, 57) which
facilitate three-fold discharge options without having to displace components, such
as a discharge (57) of the substrate (2) without processing or of a pre-punched intermediate
product (Z), a discharge (57) of a waste portion (19) separated from a punched-out
finished part, and a discharge of the finished part.
8. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that it is connected, in the region of the delivery roller (55), to a discharge conveyer
band (57) whose conveying angle (56) can be adjusted.
9. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that a feed device (13) is disposed directly before the device at the reception side thereof
by means of which the substrates (2) can be supplied in a registered manner.
10. Device according to any one of the preceding claims, characterized by a downstream discharge device (18; 18') which receives the punched-out substrate
(2) or receives same (2') as an initially punched intermediate product (Z), and a
downstream disposing device (20) receiving the processing waste (19).
11. Device according to claim 10, characterized in that the disposing device (20) has a vacuum suctioning unit (22) disposed in the region
of the end (21) of the discharge device (18) facing the processing rollers (4, 5)
and/or a blowing air system for supporting separation of the substrate (2) from the
waste (19).
12. Device according to claim 10 or 11, characterized in that the discharge device (18) comprises a table (23) whose upper side receives the finished
parts (27) and transports them away and defines, at its receiving end (21) and together
with the lower processing roller (4), a passage gap (28) for downward passage (arrow
F) of the waste part (19), produced through punching, to the disposing device (20).
13. Device according to any one of the claims 10 through 12, characterized in that a discharge conveyer band (57) is provided as discharge device (18') whose conveying
direction (angle 56) can be changed and which cooperates with a delivery roller (55)
accepting the substrate (2') from the lower processing roller (4) as an intermediate
product (Z).
14. Device according to any one of the claims 10 through 13, characterized in that a substrate (2') which has been processed over its entire length can be transferred
to the delivery roller (55) through grippers (55').
15. Device for punching of in particular printed substrates (2) through processing rollers
(4, 5; 81, 82) according to any one of the preceding claims, characterized in that the substrate (2) can be processed in the region of the processing rollers (4, 5;
81, 82) via a rolling stamped-line travel.
16. Device according to claim 15, characterized in that the processing rollers (4, 5; 81, 82) have a ratio of diameter to width of 1:1 or
less, e.g. 1:1.2; 1:1.4 etc.
17. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that both of the processing rollers (4, 5) have a register adjustment means (S, H, K)
for adjusting the peripheral, the diagonal and the lateral register.
18. Device according to any one of the preceding claims, characterized in that the processing rollers (4, 5) cooperate with a delivery roller (55) which is disposed
downstream thereof and which receive at least part of the substrate (2).
1. Dispositif pour la transformation par façonnage, en particulier pour le massicotage
ou le découpage de carton imprimé, d'emballages en carton, de carton ondulé, de papier
ou de substrats bombés de ce genre (2) à l'aide d'une opération de découpage rotatif,
dans lequel le substrat (2) peut être mis en place, dans la direction d'avance (A),
entre deux cylindres de façonnage (4, 5) en rotation et subit son façonnage lors du
passage à travers les éléments d'outils (7, 8) actifs dans la fente de travail (6),
le substrat (2) étant divisé en au moins une partie rebutée (19) et au moins une partie
acceptée, moyennant quoi un cylindre de façonnage (4) est muni d'au moins une griffe
(9) pour un transport conforme au repérage du substrat bombé (2), caractérisé en ce que des moyens pour l'écartement et la séparation de la partie acceptée de la partie
rebutée (19) sont prévus à l'extrémité du côté déchargement de la fente de travail.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pince (9) retient la partie de gâche (19) après le traitement et l'éloigne de
l'intervalle de travail (6).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie de gâche (19) est retenue et est éloignée de l'intervalle de travail (6)
au moyen d'un système aspiration-soufflage.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rouleaux de traitement (4, 5) sont disposés après un dispositif de sortie (18,
18') réceptionnant la partie bonne et après un dispositif d'évacuation (20) recueillant
la partie de gâche (19).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans la partie d'une extrémité (21) d'un dispositif de sortie (18) tournée vers les
rouleaux de traitement (4, 5) est disposé un suceur (22) et/ou un système de soufflage
pour prendre en charge la séparation de la partie bonne et de la partie de gâche (19)
.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité de traitement laser (T) est prévue dans la partie des rouleaux de traitement
(4, 5).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des sous-groupes utilisables au choix avec des sorties (18, 57) sont prévus, qui
permettent une possibilité de sortie triple sans déplacement d'éléments, comme une
sortie (57) du substrat (2) sans traitement et d'un produit intermédiaire (Z) poinçonné,
une sortie (57) de la partie de gâche (19) séparée de la partie bonne poinçonnée et
une sortie (18) pour la partie bonne.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci est raccordé dans la partie du cylindre de réception (55) à une bande transporteuse
de sortie (57) réglable dans son angle de convoyage (56).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que directement avant lui, du côté de la réception, est placé un dispositif de chargement
(13) au moyen duquel les substrats (2) peuvent être chargés en parfait repérage.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de sortie (18, 18') réceptionnant le substrat poinçonné (2) ou celui-ci
(2') comme produit intermédiaire poinçonné (Z) et un dispositif d'évacuation (20)
recueillant la gâche de traitement (19) sont disposés après le dispositif.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif d'évacuation (20). présente un suceur (22), disposé dans la partie
de l'extrémité (21) du dispositif de sortie (18) tournée vers les rouleaux de traitement
(4, 5), et/ou un système aspiration-soufflage pour prendre en charge la séparation
de substrat (2) et de la gâche (19).
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le dispositif de sortie (18) forme une table (23) qui recueille du côté supérieur
les parties bonnes (27) et les transporte, et limite, sur son extrémité de réception
(21), avec le rouleau de traitement inférieur (4), un intervalle de passage (28) pour
un passage (flèche F) orienté vers l'avant de la partie de gâche (19) obtenue par
le poinçonnage vers le dispositif d'évacuation (20).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce qu'une bande transporteuse de sortie (57), coopérant avec un cylindre de réception (55)
prenant en charge le substrat (2') comme produit intermédiaire (Z) par le rouleau
de traitement inférieur (4), modifiable dans son sens de convoyage (angle 56), est
prévue comme dispositif de sortie (18').
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce qu'un substrat (2') traité sur toute sa longueur sur le cylindre de réception (55) peut
être pris en charge au moyen de pinces (55').
15. Dispositif de poinçonnage de substrats notamment imprimés (2) au moyen de rouleaux
de traitement (4, 5 ; 81, 82) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le substrat (2) peut être traité dans la partie des rouleaux de traitement (4, 5
; 81, 82) par une allure de coupe déroulante.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que les rouleaux de traitement (4, 5 ; 81, 82) ont des dimensions avec un rapport du
diamètre à la largeur de 1/1 ou moins, par exemple de 1/1,2, 1/1,4 etc..
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux rouleaux de traitement (4, 5) présentent un réglage de repérage (S, H, K)
pour le réglage du repérage circonférentiel, diagonal et latéral.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des rouleaux de traitement (4, 5) coopèrent avec un cylindre de réception (55) placé
après celui-ci et qui recueille au moins une partie du substrat (2).