[0001] Die Erfindung betrifft ein Haltesystem für die Halterung von Blättern in einem Einband,
mit einer am Rücken des Einbandes angeordneten Trägerschiene, die sich durchgehend
über die Länge des dem Rücken zugewandten Blatfseitenrandes erstreckt.
sowie mit einer Halte- und Verbindungseinrichtung, die zur Halterung wenigstens eines
Blattes an dem genannten Blattseitenrand vorgesehen ist und einen sich entlang dem
Blattseitenrand und der Trägerschiene erstreckenden Haltestab aufweist, über den sich
das Blatt mit der Trägerschiene indirekt verbinden lässt.
[0002] Ein durch Benutzung bekanntes solches Blatthaltesystem verwendet als Halte- und Verbindungseinrichtung
Heftlaschen, mit deren Hilfe mehrere gelochte Blätter zusammengeheftet werden können.
Diese Heftlaschen sind selbst gelocht, so dass die durch die Heftlasche zusammengeheffeten
Blätter mit Hilfe der Hefflasche z.B. in einen Ordner als Blaffträger eingebunden
werden können.
[0003] Haltesysteme der eingangs erwähnten Art gehen jeweils aus der DE-A-32 06 695, der
DE-C-26 591 und der GB-A-248 591 hervor. In jedem dieser Systeme wird ein sich über
die gesamte Länge des Blattseitenrandes und der Trägerschiene erstreckender, mit der
Trägerschiene verbindbarer Haltestab verwendet. Der Haltestab greift an seinen Enden
in eine mit der Trägerschiene verbundene Öse ein oder/und ein mit der Trägerschiene
verbundener Achsstift ragt in eine am Haltestabende angebrachte Öse bzw. Hülse.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber diesem bekannten
Haltesystem alternatives Haltesystem der eingangs erwähnten Art zu schaffen.
[0005] Das diese Aufgabe lösende Haltesystem nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Haltestab durchgehend oder in zueinander in Stablängsrichtung im Abstand
angeordneten Haltestababschnitten nur über einen Teil der Länge des Blattseitenrandes
erstreckt,
dass zur Ausfüllung der gegenüber der Trägerschiene fehlenden Länge des Haltestabs
von der Trägerschiene in Richtung vom Rücken in den Einband hinein wenigstens ein
zur Trägerschiene paralleles Ergänzungsstück vorsteht,
und dass der Haltestab und das Ergänzungsstück schamierartig aneinandergereiht und
miteinander verstiftet sind.
[0006] Vorteilhaft verleiht ein solcher, durch Ergänzungsstücke komplettierter Haltestab
insbesondere bei Verwendung eines dünnen Einbands einem gebundenen Blattstapel eine
besondere Stabilität.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Randfläche des wenigstens
einen Blattes bzw. eines aus mehreren Blättern gebildeten Stapels dem Haltestab zugewandt
und liegt vorzugsweise gegen den Haltestab an. Es versteht sich, dass im Falle mehrerer
Blätter, die untereinander nach Art der bekannten Buchbindetechnik verklebt sein können,
diese Randseite den Rücken des Blattstapels bildet. Vorteilhaft erfolgt in dieser
Ausführungsform keinerlei Abdeckung und Einschränkung der nutzbaren Blattfläche durch
die Halte- und Verbindungseinrichtung.
[0008] Vorteilhaft übersteigt dabei die Dicke des Haltestabs zumindest nicht wesentlich
die Dicke des wenigstens einen Blattes bzw. Blattstapels. Platzsparend steht. in der
Draufsicht auf die Randseite bzw. Rücken gesehen, dann der Haltestab seitlich nicht
über die Randseite bzw. den Rücken hinaus vor. Für die Dicke eines Einbands mit dem
eingebundenen Blattstapel ist daher vorteilhaft nur die Dicke des Blattstapels und
nicht der Halte- und Verbindungseinrichtung maßgebend.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Haltestäbe zur jeweiligen
Halterung eines einzigen Blattes bzw. mehrerer, einen Stapel bildender Blätter vorgesehen.
Den verschiedenen Blaffstapeln können z.B. verschiedene Inhalte wie Kalender. Adressbücher
usw. zugeordnet sein. Vorteilhaft sind die einzelnen Bestandteile eines Bandes dann
leicht austauschbar und lassen sich getrennt von dem Band handhaben.
[0010] Wenn entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der mit der Trägerschiene
verbundene Haltestab um seine Längsachse drehbar z.B. an der Trägerschiene gelagert
ist. lässt sich der einem solchen drehbaren Haltestab zugeordnete Blattstapel in seiner
Gesamtheit verschwenken, wobei diese Verschwenkmöglichkeit es z.B. bei Einbindung
mehrerer Blattstapel in einen Ordner, Hefter oder sonstigen Einband erleichtert, die
einzelnen Blattstapel innerhalb des Einbands getrennt voneinander zu handhaben und
darin zu blättem.
[0011] Zweckmäßig ist der Haltestab von der Trägerschiene unter Überwindung einer Federkraft
lösbar.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Haltestab wenigstens eine
der Verbindung mit der Trägerschiene dienende Ausnehmung auf. Insbesondere ist wenigstens
an einer Stirnseite eine Ausnehmung vorgesehen, in die ein zur Verbindung mit den
Blättern oder der Trägerschiene verwendbares Verbindungselement, insbesondere eine
Verbindungsklammer. eingreifen kann. Zweckmäßig ist eine solche Verbindungsklammer
elastisch, so dass sie zur Lösung der Verbindung von Haltestab und Trägerschiene durch
Biegung aus dem Eingriff in die Ausnehmung an den Stimseiten des Haltestabs befreit
werden kann.
[0013] Haltestab und Ergänzungsstück können als Rohr ausgebildet sein. so dass als Schamierdrehachse
ein, ggf. über die gesamte Blattrandlänge durchgehender. Bolzen verwendbar ist, der
sich zur Lösung des Haltestabs von dem Träger herausziehen lässt. Die Schamierverbindung
kann alternativ durch von den Stimseiten eines Ergänzungsstücks oder Haltestabs bzw.
Haltestababschnitts vorstehende Stifte gebildet sein, die in eine entsprechende Öffnung
an der gegenüberliegenden Stimseite eines Haltestababschnitts bzw. Ergänzungsstücks
eingreifen. Vorzugsweise ist einer dieser Stifte gegen die Kraft einer in dem Haltestab
bzw. Ergänzungsstück angeordneten Feder bewegbar, so dass durch Eindrücken des Stiftes
in den Haltestababschnitt bzw. das Ergänzungsstück der Haltestab aus der Schamierverbindung
mit dem Ergänzungsstück gelöst werden kann.
[0014] Während es denkbar ist, die Blätter mit dem Haltestab beispielsweise durch Verklebung
ggf. über Klebestreifen unlösbar zu verbinden, kann in einer bevorzugten Ausführungsform
eine lösbare Verbindung des wenigstens einen Blattes mit dem Haltestab vorgesehen
sein. Hierzu sind beispielsweise auf den Haltestab quer zu dessen Längsachse aufsteckbare
Klammern verwendbar, deren Schenkel seitlich über die Haltestange überstehen und die
Blätter ergreifen und zusammenhalten. In einer Ausführungsform, in der jeweils zwei
Blätter durch einen gefalteten Bogen gebildet sind, ließe sich zur Befestigung der
Blätter an der Haltestange ein sich entlang der Haltestange und der genannten Faltlinie
erstreckender Klemmdrahtbügel verwenden, welcher mit Endabwinklungen in Eingriffsöffnungen
eingreift, die an den Stimseiten des Haltestabs vorgesehen sind.
[0015] Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden. sich
auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es
zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel für ein Haltesystem mit einem Haltestab für Papierbogen, an
dessen Stimenden Eingriffsöffnungen für Verbindungselemente zum Verbinden des Haltestabs
mit einem Träger gebildet sind.
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Haltesystem, bei dem jeweils zwei Blätter
durch einen Faltbogen gebildet sind, wobei die Blätter bzw. Bogen durch einen in den
Falz eingreifenden Drahtbügel an einem Haltestab gehaltert sind.
- Fig. 3 bis 11
- verschiedene Ausführungsbeispiele für ein Blatthaltesystem noch der Erfindung. bei
dem ein Haltestab schamierartig mit an einer Trägerschiene angebrachten Ergänzungsstücken
verbindbar ist,
- Fig. 12 bis 14
- weitere Ausführungsbeispiele für Blatthaltesysteme, die den Systemen von Fig. 1 und
2 ähnlich sind, und
- Fig. 15
- ein Blatthaltesystem mit einer elastischen Trägerschiene.
[0016] Fig. 1 zeigt zu einem Blattstapel 7 verbindbare Blätter. 1, 2 und 3 aus Papier. Das
Bezugszeichen 4 weist auf einen Haltestab hin, der in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
rohrförmig ausgebildet ist und in dessen Rohröffnungen Halteklammem 5 und 6 eingreifen,
welche den Haltestab 4 mit einem Träger (nicht gezeigt), z.B. mit dem Rücken eines
Einbands verbinden. Die Blätter 1,2,3 können nach Art der bekannten Buchbindetechnik
zu dem Blattstapel 7 verklebt sein. Der Haltestab 4 erstreckt sich entlang den ihm
zugewandten Blatträndern, wobei er dem Rücken des gebundenen Blattstapels bzw. Blocks
gegenüber- und gegen diesen anliegt.
[0017] Der Blattstapel kann mittels Klebeband mit dem Haltestab 4 verbunden sein. Zur Verbindung
mit dem Blattstapel verwendbar sind aber auch bei 8 angedeutete, quer zur Längsachse
des Haltestabs auf den Haltestab 4 aufsteckbare Klammern, deren Schenkel den Rand
des Blattstapels ergreifen. Bei genügend großer Klemmkraft der Klammern kann ein vorheriges
Binden der Blätter ggf. unterbleiben. Es versteht sich, dass der gesamte Haltestab
im Querschnitt durchgehend ein solches Klammerprofil aufweisen könnte.
[0018] Schließlich wäre es auch möglich, den Haltestab über die gesamte Länge des Stapelrückens
mit den Blättern zu verkleben. Hierzu könnte die dem Stapelrücken zugewandte Fläche
des Haltestabs geeignet geformt und ggf. eben sein.
[0019] Z.B. innerhalb eines Einbands können mehrere Haltestäbe 4 untergebracht sein, die
jeweils mit einem Blattstapel verbunden sind, wobei z.B. ein Blattstapel ein Adressbuch
und ein anderer Blattstapel einen Kalender enthält.
[0020] Zweckmäßig ist wenigstens eine der Halteklammem 5 und 6 elastisch, so dass sie durch
Verbiegung aus dem Eingriff in den Haltestab 4 gelöst werden kann. Vorteilhaft sind
dann wahlweise der Kalender oder das Adressbuch für sich aus dem Einband entnehmbar.
[0021] Der aus dem Einband entnommene Blattstapel wird durch den Haltestab 4 vorteilhaft
stabilisiert. Quer zum Haltestab lässt er sich kaum knicken.
[0022] Insbesondere wenn die Dicke des Haltestabs 4 die Dicke des Blattstapels nicht übersteigt,
benötigt der Haltestab 4 wenig Einbauraum. Vor allem ist dann die Dicke eines Blattstapel
enthaltenden Einbands ggf. nur durch die Dicke der Blattstapel bestimmt. An Klammerstellen
könnte der Haltestab 4 mit entsprechenden Ringausnehmungen versehen sein, so dass
die Klammern außer zu den Blättem hin radial nicht über den Haltestab hinaus vorstehen.
[0023] In den folgenden Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl
bezeichnet, welcher entsprechend der Reihenfolge der Figuren die Buchstaben a, b,
c usw. in alphabetischer Folge beigefügt sind.
[0024] In Fig. 2 ist ein Blattstapel 7a durch Faltbogen 9 und 10 mit Falzen 11 gebildet.
Entlang den Falzen 11 erstreckt sich über deren gesamte Länge ein rohrförmiger Haltestab
4a. Der Blattstapel 7a wird an dem Haltestab 4a durch einen gegen einen in den Falz
des äuBersten Bogens eingreifenden Drahtbügel gehalten, der mit Endabwinklungen in
die Rohröffnungen des Haltestabes 4a eingreift. In die Rohröffnung könnten ferner
den vorangehend beschriebenen Halteklammem 5 und 6 entsprechende Verbindungselemente
für die Verbindung mit einem Blattträger, insbesondere einem Einband, eingreifen.
[0025] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 erstreckt sich ein Haltestab 4b nur über einen
Teil der Länge der ihm zugewandten Blattränder bzw. des Blattstapelrückens. Von der
Trägerschiene 13 stehen Ergänzungsstücke 14 und 15 vor, die sich koaxial zu dem rohrförmig
ausgebildeten Haltestab 4b anordnen lassen. In dem betreffenden Ausführungsbeispiel
stimmen die Ergänzungsstücke im Querschnitt mit dem Haltestab 4 überein.
[0026] Von dem Ergänzungsstück 15 erstreckt sich in axialer Richtung ein Stift 16 für den
Eingriff in die ihm zugewandte Rohröffnung des Haltestabs 4. Der Stift 16 ist starr
mit dem Ergänzungsstück 15 verbunden. Ein von dem Ergänzungsstück 14 axial vorstehender,
zum Eingriff in die gegenüberliegende Rohröffnung vorgesehener Stift 17 ist in einer
Führung in dem Ergänzungsstück 14 gegen die Kraft einer darin angeordneten Feder 18
bewegbar. Durch den Haltestab und die Ergänzungsstücke mit den Stiften ist zwischen
dem Block 7b und der Trägerschiene 13 eine Schamierverbindung hergestellt.
[0027] Der Abstand zwischen den Ergänzungsstücken 14 und 15 ist unter Belassung eines Verschiebungsfreiraumes
größer als die Länge des Haltestabs 4b. Der Stift 17 liegt im Haltestab 4b gegen einen
nicht gezeigten Anschlag an. Bei Verschiebung in axialer Richtung unter Zusammendrücken
der Feder 18 läßt sich so der Stift 16 aus dem Eingriff in den Haltestab befreien
und der Haltestab mit dem daran befestigten Blattstapel 7b kann aus seiner Halterung
gelöst werden. Zum Lösen ist eine Bewegung des Haltestabs 4b nach oben erforderlich.
Vorteilhaft kann so durch das Gewicht des Stapels 7b keine ungewollte Trennung des
Haltestabs vom Träger bewirkt werden.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 4 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 3 dadurch, dass Stifte 16c und 17c nicht an Ergänzungsstücken 14c und 15c
sondern einschließlich einer Feder 18c an einem Haltestab 4c angebracht sind und die
Ergänzungsstücke entsprechende Eingriffsöffnungen für die Stifte aufweisen.
[0028] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5 ist ein Haltestab 4d unterbrochen und ein
mit einer Trägerschiene 13d verbundenes Ergänzungsstück 19 kann den durch die Unterbrechung
entstandenen Zwischenraum in koaxialer Anordnung zu dem Haltestab 4d ausfüllen.
[0029] Unter Herstellung einer Schamierverbindung greift ein Stift 16d in eine entsprechende
Öffnung an der Stirnseite des Ergänzungsstücks 19 ein, das z.B. als Rohr ausgebildet
sein kann. In eine solche Öffnung auf der gegenüberliegenden Stirnseite greift ein
Stift 20 ein, der durch einen rohrförmigen Abschnitt des Haltestabs 4d geführt ist.
Der mit einem Kopf versehene Stift 20 weist eine Verdickung 21 auf, durch die der
eingesteckte Stift verklemmt und gegen herausfallen gesichert ist. Zum Entfernen des
Stifts zwecks Entnahme des Haltestabs aus seiner Halterung lässt sich die Verklemmung
jedoch leicht lösen.
[0030] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 6 ist anstelle eines Stiftes 20, der durch einen
Abschnitt des Haltestabs hindurchgeführt ist, ein in einem Haltestab 4e gegen eine
Feder 18e verschiebbarer Stift 4e verwendet, der gegen einen nicht gezeigten Anschlag
innerhalb eines Ergänzungsstücks 19e zur Anlage kommt. Die Lösung des Haltestabs 4e
aus seiner Halterung lässt sich auch hier in der anhand der Fig. 3 beschriebenen Weise
durch Verschiebung des geteilten Haltestabs 4c unter Zusammendrücken der Feder 18c
erreichen.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7 sind an einem Ergänzungsstück 19f neben einem
starr mit dem Ergänzungsstück 19f verbundenen Stift ein gegen die Kraft einer Feder
18f bewegbarer Stift 17f angebracht. Wie bei den vorangehenden Ausführungsbeispielen
wird zum Lösen eines unterbrochenen Haltestabs 4f aus seiner Halterung die Feder 18f
über den gegen einen Anschlag im Haltestab 4f anliegenden Stift 17f zusammengedrückt,
bis der dem Stift 17f gegenüberliegende Stift aus seinem Eingriff in den Haltestab
4f befreit ist.
[0032] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 8 sind an einem Ergänzungsstück 19g zwei bewegbare
Stifte 17g und 17g' angebracht, die jeweils gegen einen nicht gezeigten Anschlag im
unterbrochenen Haltestab 4g anliegen und gegen die Kraft einer Feder 18g bzw. 18g'
verschiebbar sind. Zum Lösen eines Haltestabs 4g aus seiner Halterung kann bei diesem
Ausführungsbeispiel der Haltestab 4g wahlweise in entgegengesetzten Richtungen verschoben
werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 9 sind ein Haltestab 4h sowie Ergänzungsstücke
14h und 15h durchgehend als Rohr ausgebildet, so dass zur Herstellung einer Schamierverbindung
ein sich über die gesamte Blattlänge erstreckender Stift 20h verwendet werden kann.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 10 sind zwei Haltestabschnitte 4i und ein Ergänzungsstück
19i ebenfalls durchgehend rohrförmig, und es ist ein dem Stift 20h gleichender Stift
20i verwendet.
[0034] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 11 ist ein Haltestab 4j in mehrere zueinander
im Abstand angeordnete Abschnitte unterteilt. Entsprechend den bestehenden Zwischenräumen
sind Ergänzungsstücke 19j vorgesehen. Die Haltestababschnitte wie auch die Ergänzungsstücke
sind rohrförmig ausgebildet, so dass unter Bildung einer Schamierverbindung ein durchgehender
Stift 20j durch die zueinander ausgerichteten Stababschnitte und Ergänzungsstücke
gesteckt werden kann.
[0035] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 12 ist in einem rohrförmig ausgebildeten Haltestab
4k eine Zugfeder 23 angeordnet, deren Enden mit einem Hakenelement 24 bzw. 25 verbunden
ist. Die Hakenelemente 24 und 25 können an einer an einem Blattträger 22, z.B. einem
Einband, gebildete Einhakmöglichkeit, z.B. einer Öse, angreifen.
[0036] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 13 weist ein Blattträger 221 eine rohrförmig
ausgebildeten Trägerschiene auf, in welcher eine der Zugfeder 23 entsprechende Zugfeder
231 mit Hakenelementen 241 und 251 angeordnet ist. Die Hakenelemente 241 und 251 lassen
sich in die Rohröffnungen eines entsprechend ausgebildeten Haltestabs 41 einhängen.
Es versteht sich, dass der Haltestab 41 nicht durchgängig als Rohr ausgebildet zu
sein braucht, sondern lediglich an seinen Stimenden geeignete Ausnehmungen zum anhängen
der Hakenelemente 241 und 251 erforderlich sind.
[0037] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 14 weist eine vorzugsweise als Blechteil ausgebildete
Trägerschiene 13m Abwinklungen 26 und 27 mit je einem Ösenloch auf. In einem rohrförmig
ausgebildeten Haltestab 4m ist eine Druckfeder 28 angeordnet. Die Druckfeder 28 weist
an ihren beiden Enden ein in dem Haltestab 4m geführtes Endstück mit einem Stift 30
auf, welcher in das Ösenloch der jeweiligen Abwinklung 26, 27 eingreift.
[0038] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 15 ist ein aus Blech gebildeter Haltestab 4n
mit ein Ösenloch aufweisenden Endabwinklungen 26n und 27n vorgesehen. In die Ösenlöcher
greift eine elastische Trägerschiene 13n ein. Durch elastische Verbiegung lässt sich
die Trägerschiene 13n aus dem Eingriff in die Ösenlöcher lösen.
[0039] Bei dem eine Trägerschiene 13 verwendenden Ausführungsbeispielen wird diese Trägerschiene
mit dem übrigen Träger, z.B. einem Einband, vernäht, verklebt, daran durch Heftelemente
oder in anderer Weise befestigt sein.
[0040] Zusammenfassend können folgende Vorteile des neuen Haltesystems angeführt werden:
Es ermöglicht eine kompakte Bauweise von Ordnem u.dgl., indem an Ordner bekannte Ringhalteelemente
entfallen. Diese kompakte Bauweise fördert das Erscheinungsbild. Die Lösung ermöglicht
Flexibilität und Variantenreichtum. Kalendereinheiten können beispielsweise monats-,
quartals- oder halbjahresweise austauschbar sein. Es bestehen Ergänzungsmöglichkeiten
durch ein breites Spektrum unterschiedlich bedruckter Ergänzungsblätter (blanko, kariert,
liniert, Infoblöcke usw.). Durch die platzsparende Bauweise ist letztlich der Papiernutzungsgrad
erhöht. Produkte mit der erfindungsgemäßen Blatthalterung muten stabil an, weil die
Papierblöcke in den Bänden spielfrei gehaltert sind. In einem Band können z.B. zwei,
drei, vier oder noch mehr Haltestäbe für jeweils einen Block untergebracht sein.
1. Haltesystem für die Halterung von Blättem (7b-Tj) in einem Einband, mit einer am Rücken
des Einbandes angeordneten Trägerschiene (13.13c-13j), die sich durchgehend über die
Länge des dem Rücken zugewandten Blattseitenrandes erstreckt,
sowie mit einer Halte- und Verbindungseinrichtung, die zur Halterung wenigstens eines
Blattes an dem genannten Blattseitenrand vorgesehen ist und einen sich entlang dem
Blattseitenrand und der Trägerschiene erstreckenden Haltestab (4b-4j) aufweist, über
den sich das Blatt mit der Trägerschiene indirekt verbinden lässt,
dadurch gekennzeichnet.
dass sich der Haltestab (4b-4j) durchgehend (4b,4c,4h) oder in zueinander in Stablängsrichtung
im Abstand angeordneten Haltestababschnitten (4c,4e-4g,4i,4j) nur über einen Teil
der Länge des Blattseitenrandes (13,13c-13j) erstreckt,
dass zur Ausfüllung der gegenüber der Trägerschiene (13,13c-13i) fehlenden Länge des Haltestabs
(4b-4j) von der Trägerschiene in Richtung vom Rücken in den Einband hinein wenigstens
ein zur Trägerschiene paralleles Ergänzungsstück (14,14c, 14h; 15, 15c, 15h; 19.19c-19g,19i,19j)
vorsteht,
und dass der Haltestab und das Ergänzungsstück schamierartig aneinandergereiht und miteinander
verstiftet sind.
2. Blatthaltesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Randfläche des wenigstens einen Blattes bzw. eines aus mehreren Blättern gebildeten
Blattstapels (7b-7j) dem Haltestab (4b-4j) zugewandt ist und vorzugsweise gegen den
Haltestab anliegt.
3. Blatthaltesystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke des Haltestabes (4b-4j) kleiner oder etwa gleich der Dicke des wenigstens
einen Blattes bzw. eines Stapels (7b-7j) aus mehreren Blättern ist.
4. Blatthaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet.
dass in dem Einband mehrere Haltestäbe zur jeweiligen Halterung wenigstens eines Blattes
bzw. eines Stapels aus mehreren Blättem anbringbar sind.
5. Blatthaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mit der Trägerschiene (13,13b-13j) verbundene Haltestab (4b-4j) um seine Längsachse
drehbar gelagert ist.
6. Blatthaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet.
dass der Haltestab (4b,4c,4e,4f,4g) von der Trägerschiene unter Überwindung einer Federkraft
lösbar ist.
7. Blatthaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet.
dass der Haltestab (4b-4j) wenigstens eine der Verbindung mit der Trägerschiene dienende
Ausnehmung aufweist und vorzugsweise an wenigstens einer Stirnseite eine Ausnehmung
für den Eingriff eines Verbindungselements (17;20) vorgesehen ist.
8. Blatthaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Blatt lösbar mit dem Haltestab verbunden ist.
1. Retaining system for securing sheets (7b-7j) in a cover, having a carrier rail (13,
13c-13j), which is arranged on the spine of the cover and extends continuously over
the length of the sheet side edge directed towards the spine, and having a retaining
and connecting device which is provided for securing at least one sheet at the abovementioned
sheet side edge and has a retaining bar (4b-4j) which extends along the sheet side
edge and the carrier rail via which the sheet can be connected indirectly to the carrier
rail, characterized in that the retaining bar (4b-4j) extends continuously (4b, 4c, 4h) or in retaining-bar sections
(4c, 4e-4g, 4i, 4j), spaced apart from one another in the longitudinal direction of
the bar, only over part of the length of the sheet side edge (13, 13c-13j), in that, for the purpose of filling that length of the retaining bar (4b-4j) which is absent
in relation to the carrier rail (13, 13c-13j), at least one supplementary segment
(14, 14c, 14h; 15, 15c, 15h: 19, 19c-19g, 19i, 19j), which is parallel to the carrier
rail, projects from the carrier rail, in the direction from the spine into the cover,
and in that the retaining bar and the supplementary segment are lined up in a row one beside
the other in a hinge-like manner and pinned to one another.
2. Sheet-retaining system according to Claim 1, characterized in that the edge surface of the at least one sheet, or of a sheet stack (7b-7j) formed from
a plurality of sheets, is directed towards the retaining bar (4b-4j) and preferably
butts against the retaining bar.
3. Sheet-retaining system according to Claim 1 or 2, characterized in that the thickness of the retaining bar (4b-4j) is less than or approximately equal to
the thickness of the at least one sheet, or of a stack (7b-7j) of a plurality of sheets.
4. Sheet-retaining system according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a plurality of retaining bars for respectively securing at least one sheet, or a
stack of a plurality of sheets, can be fitted in the cover.
5. Sheet-retaining system according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the retaining bar (4b-4j), which is connected to the carrier rail (13, 13b-13j),
is mounted rotatably about its longitudinal axis.
6. Sheet-retaining system according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the retaining bar (4b, 4c, 4e, 4f, 4g) can be released from the carrier rail by overcoming
a spring force.
7. Sheet-retaining system according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the retaining bar (4b-4j) has at least one recess, serving for connection to the
carrier rail, and a recess for the engagement of a connecting element (17; 20) is
provided preferably on at least one end side.
8. Sheet-retaining system according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the at least one sheet is connected releasably to the retaining bar.
1. Système de maintien de feuilles (7b-7j) dans un volume, avec un rail support (13,
13c-13j) disposé au dos du volume, qui s'étend en continu sur la longueur du bord
latéral des feuilles face au dos, ainsi qu'avec un dispositif de maintien et de reliure
qui est prévu pour maintenir au moins une feuille sur ledit bord latéral de la feuille
mentionnée et présente une barre de maintien (4b-4j) s'étendant le long du bord latéral
de la feuille et du rail support, via laquelle la feuille peut être reliée indirectement
avec le rail support, caractérisé en ce que la barre de maintien (4b-4j) s'étend en continu (4b, 4c, 4h) ou en sections (4c,
4e-4g, 4i, 4j) disposées à une certaine distance l'une par rapport à l'autre dans
le sens longitudinal de la barre seulement sur une partie de la longueur du bord latéral
de la feuille (13, 13c-13j), en ce que, pour remplir la longueur de la barre de maintien (4b-4j) manquante par rapport au
rail support (13, 13c-13j), au moins une pièce complémentaire (14, 14c, 14h; 15, 15c,
15h; 19, 19c-19g, 19i, 19j) parallèle au rail support fait saillie du rail support,
en direction du dos vers l'intérieur du volume, et en ce que la barre de maintien et la pièce complémentaire sont agencées l'un derrière l'autre
et fixées au moyen d'une goupille, de manière analogue à une charnière.
2. Système de maintien de feuilles selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface latérale de ladite au moins une feuille ou d'une pile formée par plusieurs
feuilles (7b-7j) est orientée vers la barre de maintien (4b-4j) et se trouve de préférence
contre la barre de maintien.
3. Système de maintien de feuilles selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'épaisseur de la barre de maintien (4b-4j) est inférieure ou environ identique à
l'épaisseur de ladite au moins une feuille ou d'une pile (7b-7j) de plusieurs feuilles.
4. Système de maintien de feuilles selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on peut agencer dans le volume plusieurs barres de maintien pour le maintien à chaque
fois d'au moins une feuille ou d'une pile de plusieurs feuilles.
5. Système de maintien de feuilles selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la barre de maintien (4b-4j) reliée au rail support (13, 13b-13j) est agencée de
manière à pouvoir tourner autour de son axe longitudinal.
6. Système de maintien de feuilles selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la barre de maintien (4b, 4c, 4e, 4f, 4g) peut être détachée du rail support en surmontant
une force de ressort.
7. Système de maintien de feuilles selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la barre de maintien (4b-4j) présente au moins un évidement servant au raccord avec
le rail support et un évidement est de préférence prévu sur une face frontale pour
la prise d'un élément de raccord (17; 20).
8. Système de maintien de feuilles selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'au moins une feuille est reliée de manière amovible avec la barre de maintien.