[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stromschienensystem für Leuchten nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Drahthalterungselement. Derartige Stromschienensysteme
sowie Drahthalterungselemente sind aus der US-A-3,831,130 bekannt.
[0002] Stromschienensysteme oder Lichtbänder finden in vielfältiger Form Verwendung, da
sie gegenüber fest installierten oder eingebauten Leuchten eine hohe Flexibilität
bei der individuellen Planung von Beleuchtungsstrukturen für spezifische Anforderungen
bieten. So bestehen die Stromschienensysteme aus mehreren einzelnen Elementen, die
nach dem Baukasten-Prinzip zusammengesetzt werden, so daß die gesamte Anordnung an
die zu beleuchtenden Räumlichkeiten angepaßt werden kann. Es sind Lichtbandsysteme
bekannt, mit denen nicht nur zweidimensionale, sondern auch dreidimensionale Strukturen
gebildet werden können.
[0003] Das Grundgerüst eines Stromschienensystems wird durch Tragschienen gebildet, die
zu der gewünschten Struktur zusammengesetzt werden und der Halterung der Stromversorgungs-
und Steuerleitungen sowie der einzelnen Leuchten dienen. Die Tragschienen müssen daher
eine hohe Stabilität besitzen und bestehen üblicherweise aus Metall. Sie können unterschiedliche
Formen aufweisen, beispielsweise sind Tragschienen mit einem Y-Profil oder einem A-Profil
bekannt. Am weitesten verbreitet sind allerdings U-förmige Tragschienen, welche mit
ihrem Mittelschenkel an einem Träger, z.B. einer Raumdecke oder Raumwand befestigt
werden. An den Tragschienen werden die einzelnen Leuchten-Module befestigt, wobei
üblicherweise die Länge einer einzelnen Tragschiene ein Vielfaches der Länge der Leuchten-Module
beträgt. Beispielsweise werden Tragschienen mit einer Länge von 3 m oder 4,50 m angeboten,
wenn die Leuchten-Module eine Länge von 1,50 aufweisen. Derartige ganzzahlige Längenverhältnisse
werden gewählt, um die Planung bei der Gestaltung eines Lichtbandsystems zu vereinfachen.
[0004] Um die Stromversorgung für die Leuchten sicher zu stellen, verlaufen an oder innerhalb
der Tragschienen entsprechende Leitungen. Zusätzlich können neben den Leitungen zur
Stromversorgung auch weitere Leitungen für die Übertragung von Steuersignalen vorgesehen
sein, wodurch sich die Möglichkeit eröffnet, bei Verwendung eines geeigneten Steuersystems
die einzelnen Leuchten individuell anzusteuern und zu dimmen.
[0005] Bei einem bekannten Lichtbandsystem, das von der Anmelderin unter der Bezeichnung
"Lichtbandsystem ZX" vertrieben wird, verlaufen die Leitungen in Form einer Durchgangsverdrahtung
innerhalb der U-förmigen Tragschienen, wobei in regelmäßigen Abständen, die der Länge
der Leuchten-Module entsprechen, Abgriffbuchsen angeordnet sind. Die Abgriffbuchsen
werden in die Tragschienen eingeklemmt, wobei Hinterschneidungen entsprechende nach
innen gerichtete Vorsprünge der Tragschienen hintergreifen. An den durch die Abgriffbuchsen
vorgegebenen Stellen können die Leuchten-Module montiert werden, indem sie auf die
nach unten offenen Tragschienen aufgesetzt und befestigt werden. Die Kontaktierung
der Leitungen erfolgt über ein an den Leuchten-Modulen befindliches Kontaktierungselement,
welches Anschlußkontakte aufweist, die beim Aufsetzen des Leuchten-Moduls auf die
Tragschiene in Öffnungen der Abgriffbuchse eingreifen und dabei mit den entsprechenden
Drähten in Kontakt treten. Ferner weisen die Leuchten-Module Drehknebel auf, welche
nach dem Aufsetzen verdreht werden und dabei für eine mechanische Befestigung an den
Tragschienen sorgen.
[0006] Bei dem eben beschriebenen Stromschienensystem können die Leuchten-Module jeweils
nur an den Stellen angeordnet werden, die durch die Abgriffbuchsen vorgegeben sind,
da andernfalls keine elektrische Kontaktierung möglich ist. Um solche Einschränkungen
zu vermeiden und damit eine größere Flexibilität für der Anordnung der einzelnen Leuchten
zu erhalten, wurden Stromschienensysteme entwickelt, welche ein von den Tragschienen
gehaltenes Stromleitprofil aufweisen. Dieses Stromleitprofil besteht aus länglichen
Körpern aus nicht-leitendem Material - üblicherweise Kunststoff - mit in Längsrichtung
der Tragschienen verlaufenden und von einer Kontaktierungsseite her zugänglichen Nuten
zur Aufnahme von Drähten für die Stromversorgung und/oder Übertragung von Steuersignalen.
Da in diesem Fall die nicht-isolierten Drähte zumindest über die Länge eines einzelnen
Stromleitprofil-Körpers zu der Kontaktierungsseite hin offen liegen, kann innerhalb
dieses Bereichs eine Leuchte an beliebiger Stelle angeordnet werden, so daß eine größere
Freiheit bei der Planung und Realisierung des Lichtbandsystems besteht.
[0007] Die Länge eines einzelnen Stromleitprofil-Körpers ist auf die Länge der Tragschiene
abgestimmt. Da Tragschienen in verschiedenen Längen angeboten werden, ist es somit
erforderlich, auch Stromleitprofil-Körper in den entsprechenden Größen anzubieten,
wodurch die Gesamtkosten für das Stromschienensystem erhöht werden, da eine Vielzahl
von Teilen zur Verfügung gestellt werden muß. Darüber hinaus ist es erforderlich beim
Zusammensetzen zweier Tragschienen die beiden Stromleitprofile ebenfalls miteinander
zu verbinden. Diese Verbindung ist insofern problematisch, als auch in diesem Bereich
gewährleistet sein muß, daß keine unbeabsichtigte Berührung eines Drahtes möglich
ist. Eine entsprechende Norm hierzu fordert, daß ein 1mm-dicker Prüfdraht in Geradeaus-Dehnung
nicht auf einen der Drähte treffen kann. Die Verbindung erfolgt daher mit Hilfe eines
sog. Reihenverbinders, der selbst allerdings keine Kontaktierungsmöglichkeit bietet,
was zur Folge hat, daß innerhalb des Verbindungsbereichs zwischen zwei Tragschienen
nach wie vor keine Kontaktierungsmöglichkeit besteht.
[0008] Die das Stromleitprofil bildenden Kunststoffkörper werden durch Extrusion hergestellt.
Dieses Verfahren ist insofern von Nachteil, als damit Kunststoffteile lediglich mit
einer begrenzten Präzision hergestellt werden können, da sich der Kunststoff nach
dem Verlassen der Extrusionsdüse sehr schnell abkühlt und seine Form verändert. Dies
hat zur Folge, daß einstückige Stromleitprofil-Körper nur bis zu einer gewissen Komplexität
hergestellt werden können.
[0009] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Technik bereitzustellen, die
ein Stromschienensystem für Leuchten mit einem in seiner Länge einfach an die Länge
einer Tragschiene anzupassenden und kostengünstig herzustellenden Stromleitprofil
ermöglicht.
[0010] Die Aufgabe wird durch ein Stromschienensystem, welches die Merkmale des Anspruches
1 aufweist, bzw. durch ein Drahthalterungselement gemäß Anspruch 14 gelöst. Das Stromschienensystem
zeichnet sich dadurch aus, daß das von einer einzelnen Tragschiene gehaltene Stromleitprofil
aus mindestens zwei aneinandergefügten Drahthalterungselementen aus nicht-leitendem
Material besteht, welche die Nuten zur Aufnahme der Drähte aufweisen. Die Drahthalterungselemente
sind dabei in ihren Endbereichen derart ausgebildet, daß sie beim Aneinanderfügen
mit an ihren Enden befindlichen Vorsprüngen derart überlappend ineinandergreifen,
daß sie in dem Verbindungsbereich zwischen zwei Drahthalterungselementen den Nuten
entsprechende und zu der Kontaktierungsseite hin offene Kanäle bilden. Diese Kanäle
sind lediglich von der Kontaktierungsseite her zugänglich, ansonsten jedoch wie auch
die Nuten der Drahthalterungselemente umschlossen, so daß die zuvor erwähnte Sicherheitsnorm
auch in diesen Bereichen erfüllt ist. Somit wird über die gesamte Länge einer Tragschiene
hinweg eine durchgängige aber sichere Kontaktierungsmöglichkeit geschaffen.
[0011] Durch das modulare Zusammenfügen des Stromleitprofils aus mehreren einzelnen Drahthalterungselementen
besteht die Möglichkeit, Tragschienen unterschiedlichster Längen anzubieten, zu deren
Bestückung mit einem Stromleitprofil allerdings lediglich Drahthalterungselemente
einer einzigen Länge zu verwenden, da das Stromleitprofil lediglich durch eine Veränderung
der Anzahl der Drahthalterungselemente an die Länge der Tragschiene angepaßt werden
kann. Dies hat einen deutlich niedrigeren Produktionsaufwand zur Folge. Ferner müssen
keine langgezogenen und teuer herzustellenden einstückigen Kunststoffteile erstellt
werden. Die Drahthalterungselemente können beispielsweise mittels dem wesentlich leichter
zu beherrschenden und kostengünstigeren Spritzgußverfahren erzeugt werden.
[0012] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Bei aus Kunststoffteilen bestehenden Stromleitprofilen ist insbesondere zu beachten,
daß diese einer nicht zu- vernachlässigenden Wärmestrahlung ausgesetzt sein können,
insbesondere in der Nähe von an oder besonders in den Tragschienen angeordneten Vorschaltgeräten
für die Leuchten. Dies hat zur Folge, daß sich die Kunststoffteile ausdehnen bzw.
bei Nichtbestrahlung zusammenziehen können. Dabei ist besonders problematisch, daß
der Ausdehnungskoeffizient von Kunststoff ca. 10x größer ist als der von Metall, so
daß sich die einzelnen Drahthalterungselemente in ihrer Länge deutlich verändern können,
während hingegen die von dem Stromleitprofil gehaltenen Drähte nahezu gleichlang bleiben.
Mit einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird daher erreicht, daß die auf
eine größere Länge hintereinander angeordneten Drahthalterungselemente ein Ausdehnungsspiel
haben, wobei nach wie vor gewährleistet bleibt, daß über den Verbindungsbereich hinweg
eine Kontaktierungsmöglichkeit besteht und dennoch ein Berührungsschutz gegeben ist.
Hierzu weisen die Drahthalterungselemente an ihren Enden Verriegelungselemente auf,
welche beim Zusammensetzen zweier Drahthalterungselemente ineinandergreifen und eine
gegenseitige Verschiebung oder Entfernung in Längsrichtung auf ein vorbestimmtes Bewegungsspiel
begrenzen. Kühlen die Drahthalterungselemente ab und ziehen sich zusammen, so entfernen
sie sich bis zu einer vorgegebenen Maximalentfernung, bei der immer noch der Berührungsschutz
gegeben ist; werden sie erhitzt, nähern sie sich aneinander an. Auf diese Weise wird
temperaturunabhängig ein durchgängiges Stromleitprofil gebildet. Vorzugsweise haben
die Drahthalterungselemente eine Länge von ca. 500 mm, wobei das erlaubte Spiel, mit
dem sich zwei aneinander grenzende Drahthalterungselemente gegeneinander verschieben
können, ca. 8 mm beträgt, was für die in dem Stromschienensystem üblicherweise auftretenden
Temperaturunterschiede ausreichend ist.
[0014] Die Verriegelungselemente haben ferner den Vorteil, daß die Drahthalterungselemente
zu einer Schiene zusammengehängt werden können, die als Gesamtheit in die Tragschiene
eingeführt werden kann, wodurch die Montage erleichtert wird. Vorzugsweise weisen
die Drahthalterungselemente Führungsarme auf, welche in entsprechende Führungsnuten,
die an oder in der Tragschiene vorgesehen sind, eingreifen, so daß die Drahthalterungselemente
sicher gelagert werden. Dabei können die Tragschienen beispielsweise ein A-Profil,
ein Y-Profil oder ein U-Profil aufweisen, wobei die Drahthalterungselemente entsprechend
dem Profil an der Außenseite der Tragschiene oder innerhalb davon angeordnet sind.
[0015] Handelt es sich um eine U-förmige Tragschiene, so können an beiden Seitenwänden innerhalb
der Tragschiene Drähte verlaufen, wobei es denkbar wäre, jeweils getrennt Stromleitprofile
einzusetzen. Vorzugsweise bestehen allerdings die Drahthalterungselemente aus zwei
Seitenflügeln, welche die Nuten zur Aufnahme der Drähte aufweisen und an den Seitenwänden
anzuordnen sind, wobei diese Seitenflügel in regelmäßigen Abständen über Verbindungsstege
miteinander verbunden sind. Diese Verbindungsstege sind an dem Mittelschenkel der
Drahtschiene angeordnet. Ferner kann einer der beiden Seitenflügel einen parallel
zu dem Mittelschenkel der Tragschiene angeordneten Horizontalschenkel aufweisen, der
gemeinsam mit von den Verbindungsstegen hervorstehenden Halteschenkeln über die Länge
der Tragschiene hinweg einen zusätzlichen Hohl- oder Aufnahmeraum bildet, der für
die Aufnahme von zusätzlichen Kabeln oder Leitungen verwendet werden kann.
[0016] Das erfindungsgemäße Konzept eines modular gebildeten Stromleitprofils aus einer
Vielzahl von aneinandergereihten Drahthalterungselementen bietet die Möglichkeit,
über eine beliebige Länge hinweg eine durchgängige Kontaktierungsmöglichkeit zu realisieren,
indem das Stromleitprofil nach dem Zusammenschluß der Tragschienen in diese eingesetzt
wird. Aus Gründen einer einfachen Montage werden allerdings die Tragschienen üblicherweise
bereits fertig bestückt, d.h. mit einem bereits eingesetzten Stromleitprofil mit den
darin angeordneten Drähten verkauft. Dies aus dem Grund, da es beim Erstellen eines
Lichtbandsystems einfacher ist, die bereits fertig bestückten Tragschienen zusammenzusetzen,
als zunächst leere Tragschienen aneinanderzufügen und anschließend die Stromleitprofile
einzusetzen. Somit ergibt sich wiederum das Problem, daß zwischen zwei Tragschienen
eine Schnittstelle auftritt, an der die Drähte zweier Stromleitprofile miteinander
verbunden werden müssen.
[0017] Eine Weiterbildung der Erfindung betrifft daher ein Verbindungselement, welches auch
an diesen Schnittstellen eine Kontaktierungsmöglichkeit bildet. Im Gegensatz zu dem
bekannten Reihenverbinder weist das Verbindungselement von der Kontaktierungsseite
und den beiden Stirnseiten her zugängliche rillenförmige Ausnehmungen auf, welche
den Nuten der Stromleitprofile entsprechen, wobei in die Ausnehmungen jeweils ein
Metallverbinder eingesetzt ist, an den die miteinander zu verbindenden Drähte von
beiden Seiten her anschließbar sind. Dieses ebenfalls aus einem nicht-leitenden Material
bestehende Verbindungselement schließt die Lücke zwischen den Stromleitprofilen zweier
Tragschienen und stellt sicher, daß über die gesamte Länge des Stromschienensystems
hinweg ein Leuchten-Modul befestigt und an die Leitungen des Stromschienensystems
angeschlossen werden kann, da die Metallverbinder in dem Übergangsbereich die Kontaktierungsflächen
für die Anschlußkontakte des Leuchten-Moduls bilden. Vorzugsweise weisen die Metallverbinder
eine längliche Kontaktierungsplatte sowie an beiden Enden davon angeordnete U-förmige
Federelemente auf, durch welche die Drähte beim Einführen verklemmt und gegen die
Kontaktierungsplatte gedrückt werden. Gleichzeitig wird durch die Federelemente gewährleistet,
daß sich die Drähte bei einer Wärmeausdehnung der Drahthalterungselemente nicht pumpenartig
verschieben und möglicherweise sogar auswandern können. Bei U-förmigen Tragschienen,
bei denen an beiden Seitenwänden Stromleitprofile angeordnet sind, erfolgt eine mechanische
Verbindung zweier benachbarter Tragschienen vorzugsweise mit Hilfe einer kurzen U-förmigen
Verbindungsschiene, welche jeweils zur Hälfte in beide Tragschienen eingreift und
an deren Seitenschenkel die Verbindungselemente angeordnet sind.
[0018] Eine andere Weiterbildung befaßt sich mit einer möglichst einfach durchzuführenden
Kontaktierung der Drähte innerhalb einer U-förmigen Tragschiene durch ein Leuchten-Modul.
Hierfür weist das Leuchten-Modul ein Kontaktierungselement mit mehreren Anschlußkontakten
auf, wobei das Kontaktierungselement von der offenen Seite her in die Tragschiene
einzuführen und anschließend teilweise - vorzugsweise um 45° - zu verdrehen ist. Durch
das Verdrehen werden die Anschlußkontakte in die Nuten des Stromleitprofils eingeführt
und mit den Drähten in Kontakt gebracht. Dabei kann das Kontaktierungselement vorzugsweise
derart ausgestaltet sein, daß zumindest einer der Anschlußkontakte in seiner Höhe
verstellbar ist. Da die in unterschiedlicher Höhe angeordneten Drähte des Stromleitprofils
verschiedene Funktionen haben, kann durch Verschieben der Anschlußkontakte eine wahlweise
Kontaktierung erreicht werden. Dies bietet die Möglichkeit, den an das Stromschienensystem
angeschlossenen Leuchten unterschiedliche Funktionen zuzuweisen, beispielsweise einige
der Leuchten lediglich als Notstromleuchten zu verwenden. Ferner können an dem Kontaktierungselement
Verriegelungselemente vorgesehen sein, welche bei dem Verdrehen und. Kontaktieren
der Drähte zusätzlich hervorstehende Teile der Tragschiene hintergreifen, wodurch
gleichzeitig eine mechanische Befestigung an der Tragschiene ermöglicht wird. Auf
diese Weise kann mit Hilfe eines einfachen Handgriffs sowohl eine elektrische Kontaktierung
als auch eine mechanische Befestigung des Leuchten-Moduls durchgeführt werden.
[0019] Im folgenden soll die vorliegende Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 die Tragschiene eines erfindungsgemäßen Stromschienensystems mit einem eingesetzten
Kontaktierungselement im Schnitt;
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Tragschiene ohne das Kontaktierungselement im Schnitt;
Fig. 3 ein Drahthalterungselement in perspektivischer Darstellung;
Fig. 4 das in Fig. 3 dargestellte Drahthalterungselement im Schnitt;
Fig. 5 den Übergangsbereich zwischen zwei zusammengesetzten Drahthalterungselementen
von der Kontaktierungsseite her;
Fig. 6 den Übergangsbereich zwischen zwei Drahthalterungselementen von der Rückseite
her;
Fig. 7 die Anordnung eines Verbindungselements und einer Verbindungsschiene zum Verbinden
zweier Tragschienen;
Fig. 8 den Aufbau des Verbindungselements;
Fig. 9a einen in dem Verbindungselement verwendeten Metallverbinder;
Fig. 9b ein Federelement des in Fig. 9a dargestellten Metallverbinders; und
Fig. 10 das in Fig. 1 dargestellte Kontaktierungselement in perspektivischer Darstellung.
[0020] Basiselement des in Fig. 1 dargestellten Stromschienensystems ist eine aus Metall
bzw. Blech bestehende U-förmige Tragschiene 1, welche mit ihrem Mittelschenkel 2 durch
nicht dargestellte Befestigungsmittel an einem Träger, z.B. einer Raumdecke oder einer
Raumwand befestigbar ist. Die Abdeckung der offenen unteren Seite der Tragschiene
1 erfolgt durch eine Abdeckschiene 5. Im dargestellten Fall ist diese Abdeckschiene
5 Bestandteil eines an der Tragschiene 1 befestigten Leuchten-Moduls, wobei in Fig.
1 lediglich das Kontaktierungselement des Leuchten-Moduls in Form eines Drehabgriffs
50 dargestellt ist, nicht allerdings dessen weiteren Bestandteile, beispielsweise
die Lampe oder das dazugehörige Steuer- bzw. Betriebsgerät, bei dem es sich um ein
elektronisches Vorschaltgerät (EVG) handeln kann. Der Innenraum der Tragschiene 1
dient in diesem Fall dann auch als Aufnahmeraum für die Betriebsgeräte der Lampen.
[0021] Diejenigen Bereiche der Tragschiene 1, an denen keine Leuchten-Module angeordnet
sind, können aus optischen und Sicherheitsgründen ebenfalls mit einer Abdeckschiene
5 verschlossen werden, wobei das Befestigen der Abdeckschiene 5 mittels Verklemmen
oder Verrasten erfolgt.
[0022] Im vorliegenden Beispiel sind an den Innenseiten der beiden Seitenwände 3a und 3b
der Tragschiene 1 Stromleitprofile angeordnet, welche erfindungsgemäß durch mehrere
aus Kunststoff bestehende und zusammengesetzte Drahthalterungselemente 10 gebildet
werden, die jeweils zwei Seitenflügel 10a und 10b mit mehreren Nuten 11 zur Aufnahme
der Drähte 6 enthalten. Dabei sind in dem rechten Seitenflügel 10a fünf Drähte 6 angeordnet,
während auf der linken Seite sechs Drähte 6 verlaufen.
[0023] Die in dem rechten Seitenflügel 10a angeordneten Drähte 6 können in der Reihenfolge
von oben nach unten beispielsweise folgende Funktion haben.
Notstrom 1
Notstrom 2
Neutralleiter vom Standardnetz
D1 = Steuerleitung für Lichtsteuerung
D2 = Steuerleitung für Lichtsteuerung.
[0024] Die Funktionen der in dem linken Seitenflügel 10b angeordneten Drähte 6 sind beispielsweise:
Phase von Notstrom 1
Phase von Notstrom 2
Standardphase 3
Standardphase 2
Standardphase 1
Erde.
[0025] Sowohl die Anzahl der verwendeten Drähte sowie deren Anordnung und Funktion ist lediglich
beispielhaft dargestellt und kann den individuellen Bedürfnissen angepaßt werden.
[0026] Durch eine Kontaktierung der entsprechenden Drähte 6 kann der angeschlossenen Leuchte
eine gewünschte Funktion zugewiesen werden, beispielsweise kann die Leuchte als Notlichtleuchte
verwendet werden. Durch das Verwenden der beiden Steuerleitungen für die Lichtsteuerung
besteht die Möglichkeit, mit diesen beiden Leitungen ein Bussystem zu bilden, über
das eine Vielzahl von Leuchten mit Hilfe von digitalen Steuerbefehlen angesteuert
werden kann, wie dies von komplexeren Beleuchtungssystemen her bekannt ist.
[0027] Die Kontaktierung der Drähte 6 erfolgt über mehrere an dem Drehabgriff 50 angeordnete
Anschlußkontakte 53 und 54, welche in die entsprechenden Nuten 11 eingreifen und gegen
die Drähte 6 zur Anlage kommen. Um eine variable und einfache Kontaktierung zu ermöglichen,
ist beispielsweise der Anschlußkontakt 53 mittels einem Trägerelement 55 höhenverstellbar
an dem Drehabgriff 50 angeordnet. Durch einfaches Verschieben des Trägerelementes
55 kann somit der an das Stromschienensystem angeschlossene Leuchte die gewünschte
Funktion zugewiesen werden. Für die Erdung ist ferner ein in einem Schlitz 63 des
Drehabgriffs 50 geführtes Drahtelement 62 vorgesehen, dessen Ende 62b den zur Erdung
vorgesehenen linken unteren Draht 6 kontaktiert. Der genauere Aufbau und die Funktionsweise
des Kontaktierungselements 50 werden zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher
erläutert. Die Netzeinspeisung für das Stromschienensystem kann zum Beispiel durch
einen entsprechend adaptierten Drehabgriff erfolgen, der in Längsrichtung an beliebiger
Stelle positioniert wird.
[0028] Eine sichere Halterung der beiden Seitenflügel 10a, 10b des Drahthalterungselements
10 erfolgt durch mehrere Führungsarme 12
1 - 12
4, welche in entsprechende Führungsnuten 4
1 - 4
4 der U-förmigen Tragschiene 1 eingreifen. Die zu einem Stromleitprofil aneinandergereihten
mehreren Drahthalterungselemente 10 werden bei der Montage in Längsrichtung in die
Tragschiene 2 eingeschoben. An der Rückseite der Seitenflügel 10a und 10b, d.h. an
der der Kontaktierungsseite gegenüberliegenden Seite der Nuten 11 befinden sich mehrere
Stützstreben 16, welche für eine stabile Lagerung der Nuten 11 innerhalb der Tragschiene
2 sorgen, so daß diese beim Kontaktieren nicht zurückgedrängt werden. Auf diese Weise
wird eine zuverlässige Kontaktierung der Drähte 6 unterstützt.
[0029] Die Verbindung der beiden Seitenflügel 10a und 10b erfolgt in regelmäßigen Abständen
über Verbindungsstege 13, welche an dem Mittelschenkel 2 der Tragschiene 1 angeordnet
sind. Die Verbindungsstege 13 weisen ferner nach unten abstehende Halteschenkel 15
auf, die gemeinsam mit einem von dem rechten Seitenflügel 10a horizontal abstehenden
Horizontalschenkel 14 einen zusätzlichen Hohlraum 8 bilden. Dieser Hohlraum kann für
die Lagerung zusätzlicher Kabel oder Leitungen verwendet werden. Darüber hinaus hat
der Horizontalschenkel 14 noch die Aufgabe, zu verhindern, daß das Kontaktierungselement
50 seitenverkehrt in die Tragschiene 1 eingeführt wird, wie ebenfalls später noch
erläutert wird.
[0030] Die Form der Nuten 11 der Drahthalterungselemente 10 ist derart gewählt, daß ein
Berührungsschutz gewährleistet ist, wie im folgenden anhand von Fig. 2 erläutert werden
soll. Hier ist wiederum die Tragschiene 1 mit einem darin angeordneten Stromleitprofil
dargestellt, allerdings nunmehr ohne den Drehabgriff 50. Die eingangs erwähnte Sicherheitsnorm
sieht vor, daß die in dem Stromleitprofil angeordneten Drähte 6 nicht derart frei
liegen dürfen, daß ein 1mm-dicker Prüfdraht 7 in Geradeaus-Dehnung auf einen stromführenden
Draht 6 treffen kann. In der Darstellung ist dabei für den links unten angeordneten
Draht 6 der Eintrittswinkel für den Prüfdraht 7 am günstigsten. Wie Fig. 2 zu entnehmen
ist, sind die Breiten, Tiefen und Öffnungsformen der Nuten 11 derart bemessen, daß
selbst bei dem kleinsten Eintrittswinkel der Prüfdraht 7 keinen der Drähte 6 kontaktieren
kann. Auf diese Weise wird ein unbeabsichtigtes Berühren der Drähte 6 vermieden und
die entsprechende Sicherheitsnorm erfüllt.
[0031] Anhand der Fig. 3 bis 6 soll nunmehr die konkrete Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Drahthalterungselemente 10 erläutert werden, wobei Fig. 3 ein Drahthalterungselement
10 in perspektivischer Darstellung zeigt. Wesentliche Elemente des Drahthalterungselements
10 sind dabei die beiden Seitenflügel 10a und 10b, welche die Nuten 11 zur Lagerung
der Drähte aufweisen. Sie sind über zwei Verbindungsstege 13 miteinander verbunden.
Auf diese Weise kann zusätzlich mit Hilfe des Horizontalschenkels 14 und den von den
Verbindungsstegen 13 abstehenden Halteschenkeln 15 der zuvor erwähnte Hohlraum 8 gebildet
werden, der zur Lagerung weiterer für das Beleuchtungssystem nützlicher Leitungen
oder Kabel benutzt werden kann. An den beiden Seitenflügeln 10a, 10b befinden sich
ferner auch die Führungsarme 12
1 bis 12
4, welche in die Ausnehmungen 4
1 bis 4
4 der Tragschiene 1 beim Einsetzen eingreifen. Die Darstellungen in Fig. 3 und Fig.
4 zeigen dabei das Drahthalterungselement 10 unmittelbar nach der Herstellung. Um
das Drahthalterungselement 10 in die Tragschiene 1 einzuführen, werden die Seitenflügel
10a und 10b um die beiden Faltstellen A und B um 90° nach unten geklappt (siehe Fig.
4) und anschließend in die Tragschiene 1 eingeschoben, wodurch sich die in den Fig.
1 und 2 dargestellte Anordnung ergibt.
[0032] An ihren Enden weisen die beiden Seitenflügel 10a und 10b Vorsprünge 17 bzw. 22 auf,
mit deren Hilfe zwei zusammengefügte Drahthalterungselemente 10 überlappend ineinandergreifen.
An einem der beiden Enden sind ferner Verriegelungsköpfe 18 vorgesehen, welche ein
Entfernen zweier zusammengefügter Drahthalterungselemente 10 in Längsrichtung nur
bis zu einer gewissen Maximalentfernung zulassen, so daß ein aus mehreren Drahthalterungselementen
10 zusammengesetztes Stromleitprofil in seiner Länge flexibel ist und damit Längenveränderungen
der einzelnen aus Kunststoff bestehenden Drahthalterungselemente 10 aufgrund von Temperatunterschieden
kompensiert werden können.
[0033] Dies soll anhand der Fig. 5 und 6 verdeutlicht werden, welche zwei zusammengesetzte
Drahthalterungselemente in vergrößerter Darstellung zeigen, zum einen von der Kontaktierungsseite
her (Fig. 5) und zum anderen von der gegenüberliegenden Rückseite (Fig. 6) her. Die
zu dem ersten Drahthalterungselement 10
1 gehörenden Teile sind dabei mit dem Index 1 versehen, während die zu dem zweiten
Drahthalterungselement 10
2 gehörenden Elemente den Index 2 aufweisen. Nach dem Zusammenfügen der beiden Drahthalterungselemente
10
1 und 10
2 greifen diese beiden derart überlappend ineinander, daß jeweils durch einen Vorsprung
17, des ersten Drahthalterungselements 10
1 sowie durch einen Vorsprung 22
2 des zweiten Drahthalterungselements 10
2 ein Kanal 23 gebildet wird, der die Nuten 11 der beiden Drahthalterungselemente 10
1 und 10
2 miteinander verbindet. Wie auch die Nuten 11 sind sämtliche auf diese Weise gebildeten
Kanäle 23 in dem Verbindungsbereich lediglich von der Kontaktierungsseite, also von
oben her zugänglich, nicht allerdings von der Seite. Dadurch wird auch in dem Bereich
der Kanäle 23 der geforderte Berührungsschutz gewährleistet.
[0034] Der Darstellung in Fig. 6 ist zu entnehmen, daß die beiden Verriegelungsköpfe 18
2 ein Entfernen der beiden Drahthalterungselemente 10
1 und 10
2 nur bis zu einer Maximalentfernung zulassen, die dadurch vorgegeben ist, daß die
an den Enden der Verriegelungsköpfe 18 seitlich vorstehenden Verriegelungsvorsprünge
19
2 gegen Stoppwände 20
1 zur Anlage kommen. Dabei ist diese vorgegebene maximale Entfernung sowie die Länge
der ineinandergreifenden Vorsprünge 17 und 22 derart bemessen, daß selbst bei der
Maximalentfernung der beiden Drahthalterungselemente 10
1 und 10
2 voneinander noch die zuvor erläuterten Kanäle 23 gebildet werden und der Berührungsschutz
gewährleistet ist. Auf der anderen Seite können sich die Enden der beiden Drahthalterungselemente
10
1, 10
2 soweit aneinander annähern, bis ihre beiden Stirnseiten 21
1 und 21
2 gegeneinander in Anlage kommen. Dies bedeutet, daß beide Drahthalterungselemente
10
1, 10
2 mit einem gewissen Spiel gegeneinander verschiebbar sind, wobei jedoch zu jedem Zeitpunkt
der Berührungsschutz erzielt wird. Auf diese Weise können Veränderungen der Länge
eines einzelnen Drahthalterungselements 10, welches sich beispielsweise aufgrund von
erhöhter Temperatur ausdehnt oder bei niedrigeren Temperaturen zusammenzieht, kompensiert
werden. Dies ist insbesondere deswegen wichtig, da im Gegensatz zu den aus Kunststoff
bestehenden Drahthalterungselementen 10 die darin gelagerten Drähte 6 selbst keine
derartig großen Längenveränderungen vollführen können, da der Temperaturkoeffizient
von Metall nur 1/10 des Ausdehnungskoeffizients von Kunststoff beträgt. Bei einer
Länge von ca. 500mm für ein einzelnes Drahthalterungselement 10 kann somit ein zulässige
Spiel, mit dem sich die aneinandergrenzenden Drahthalterungselemente 10 gegeneinander
verschieben können, ca. 8mm betragen.
[0035] Die dargestellten Drahthalterungselemente 10 können aus Kunststoff in einfacher Weise
im Spritzgußverfahren erzeugt werden, wodurch sie sehr kostengünstig herzustellen
sind. Ferner ist es ausreichend, Drahthalterungselemente 10 in lediglich einer einzigen
Länge herzustellen, da zur Anpassung des gebildeten Stromleitprofils an die unterschiedlichen
Längen der Drahtschienen lediglich die Anzahl der verwendeten Drahthalterungselemente
10 angepaßt werden muß, was wiederum den Herstellungsaufwand des gesamten Systems
deutlich reduziert. Die ineinandergreifenden Vorsprünge sowie die Verriegelungselemente
können dabei auch anders ausgestaltet sein.
[0036] Bei Verwendung der soeben vorgestellten erfindungsgemäßen Drahthalterungselemente
wäre es denkbar, zunächst sämtliche Tragschienen eines Stromschienensystems zu montieren
und diese erst anschließend mit den erforderlichen Stromleitprofilen zu bestücken,
wobei dann eine Kontaktierung über die gesamte Länge des Stromschienensystems hin
möglich ist. Üblicherweise werden jedoch bereits die fertig bestückten Tragschienen
vertrieben, in denen sich bereits ein vollständiges Stromleitprofil mit den darin
angeordneten Drähten befindet. Im folgenden soll daher eine Möglichkeit erläutert
werden, auch in den Verbindungsbereichen zwischen zwei Tragschienen eine durchgängige
Kontaktierung zu realisieren. Diese durchgängige Kontaktierung wird dadurch erreicht,
daß hierfür ein Verbindungselement verwendet wird, welches den Nuten der Stromleitprofile
entsprechende und zusätzlich von den beiden Stirnseiten des Verbindungselements her
zugängliche rillenförmige Ausnehmungen aufweist.
[0037] Dies ist zunächst schematisch in Fig. 7 dargestellt. Zur mechanischen Verbindung
zweier aneinandergrenzender Tragschienen 1 wird eine ebenfalls U-förmige kurze Verbindungsschiene
30 verwendet, auf welche von beiden Seiten her die miteinander zu verbindenden Tragschienen
1 aufgeschoben werden. Eine nicht dargestellte Weiterbildung gewährleistet, daß zwei
durch eine Verbindungsschiene 30 miteinander verbundene Tragschienen 1 lösbar zusammengehalten
werden. Hierzu kann jede Tragschiene 1 in ihrem oberen Bereich eine oder mehrere Öffnungen
aufweisen. Die Verbindungsschiene 30 ist dann ebenfalls mit entsprechenden Öffnungen
versehen, durch die Federzungen ragen. Die Federzungen hintergreifen die Öffnungen
der Tragschiene 1, sobald die Verbindungsschiene 30 in der Tragschiene 1 die entsprechende
Position erreicht hat. Um die Tragschiene 1 und die Verbindungsschiene 30 wieder lösen
zu können, muß lediglich Druck auf die Federzungen ausgeübt werden. Eine solche lösbare
Verbindung liegt vorzugsweise an beiden Seiten vor, was bedeutet, daß die Verbindungsschiene
30 nächst ihren beiden Enden derartige Öffnungen mit den entsprechenden Federzungen
aufweist. Alternativ zu einer beidseitig lösbaren Verbindung ist allerdings auch eine
Ausgestaltung möglich, die lediglich auf einer Seite die soeben beschriebene Verbindung
mittels Federzungen aufweist, während an der anderen Seite der Verbindungsschiene
30 eine übliche Schraubverbindung vorgesehen ist.
[0038] Eine besonders vorteilhafte Variante dieser Weiterbildung liegt darin, daß die an
jeweils einem Ende der Verbindungsschiene 30 angeordneten Federzungen zu einem gemeinsamen
Schienen-Verriegelungselement gehören, das an dem Mittelschenkel der Verbindungsschiene
30 angeordnet ist, wobei die Federzungen im oberen Bereich der Seitenwände seitlich
durch Öffnungen ragen. Dabei ist das Schienen-Verriegelungselement so ausgebildet,
daß die Federzungen unter Einwirkung einer Kraft von oben auf das Element in das Innere
des Verbindungsschiene 30 eingezogen werden. Über eine in dem Mittelschenkel der Tragschienen
1 vorgesehene zusätzliche Öffnung ist das Schienen-Verriegelungselement von oben auf
einfache Weise zu erreichen und beispielsweise mittels eines Schraubenziehers zu betätigen,
so daß die Verbindung durch einen einfachen Handgriff wieder lösbar ist.
[0039] Die in Fig. 7 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten Drahthalterungselemente
10 sind in dem Verbindungsbereich geringfügig anders ausgestaltet, um der zusätzlich
in der Tragschiene 1 angeordneten Verbindungsschiene 30 Rechnung zu tragen. Beispielsweise
weisen die Drahthalterungselemente 10 in diesem Bereich keine Stützstreben 16 auf.
Zur Verbindung der Stromleitprofile sind an den Seitenschenkeln 30a und 30b der Verbindungsschiene
30 zwei Verbindungselemente 31 vorgesehen, welche die zuvor erwähnten Ausnehmungen
32 aufweisen. Innerhalb dieser Ausnehmungen 32 sind Metallverbinder angeordnet, die
von beiden Seiten her mit den miteinander zu verbindenden Drähten verbunden werden.
Dabei ist die Öffnungsform der Ausnehmungen 32 derart gewählt, daß auch diese das
Sicherheitskriterium eines Berührungsschutzes erfüllen. Für eine Verbindung mit den
Verbindungselementen 31 sind die den Verbindungselementen 31 benachbarten Drahthalterungselemente
auch an ihren Enden modifiziert.
[0040] Im dargestellten Beispiel sind an beiden Seiten der Verbindungsschiene 30 identische
Verbindungselemente 31 mit jeweils sechs Ausnehmungen 32 angeordnet. Dies bedeutet,
daß die oberste Ausnehmung 32 des auf der rechten Seite angeordneten Verbindungselements
32 frei bleibt, da der entsprechende Seitenflügel 10a lediglich fünf Nuten 11 zur
Halterung von fünf Drähten 6 aufweist. Selbstverständlich können jedoch auch der genauen
Struktur der Drahthalterungselemente entsprechende Verbindungselemente verwendet werden.
[0041] Die genauere Form eines Verbindungselements 31 ist in Fig. 8 dargestellt. Es besteht
aus einem kastenförmigen und an der Unterseite offenen Basisteil 33, in das von der
Unterseite her Metallverbinder 35 eingesetzt werden. Die Ausnehmungen 32 des Basisteils
33 sind von den beiden Stirnseiten her über trichterförmige Öffnungen 36 zugänglich,
wobei beim Einführen eines Drahtes in eine trichterförmige Öffnung 36 dieser in Verbindung
mit dem Metallverbinder 35 gebracht wird. Nach dem Einsetzen der Metallverbinder 35
wird das Basisteil 33 durch eine Abdeckplatte 34 von der Unterseite her verschlossen.
Eine Kontaktierung durch ein Leuchten-Modul in dem Bereich des Verbindungselements
31 erfolgt dann dadurch, daß die Anschlußkontakte des Kontaktierungselements gegen
die Oberseite einer Kontaktierungsplatte 37 der Metallverbinder 35 gepreßt werden.
Am Ende der Metallverbinder 35 wird diese Aufgabe wieder durch die Drähte übernommen,
so daß keine Lücke entsteht, in der eine Kontaktierung nicht möglich ist.
[0042] Die nähere Ausgestaltung eines Metallverbinders 35 ist in den Fig. 9a und 9b gezeigt.
Er besteht aus einer länglichen und an ihren Längsseiten ein wenig nach unten gebogenen
Kontaktierungsplatte 37, deren Aufgabe es ist, den elektrischen Strom von den Drähten
zu übernehmen und weiterzuleiten. An den Enden der Kontaktierungsplatte 37 ist jeweils
ein vorzugsweise aus einer Chrom-Nickel-Legierung bestehendes U-förmiges Federelement
38, welches einzeln in Fig. 9b dargestellt ist, angeordnet. Das Federelement 38 weist
eine nach innen gebogene Federzunge 39 auf, durch welche ein in den Metallverbinder
35 eingeführter Draht verklemmt und ausreichend fest in Hinblick auf die elektrischen
Übergangswiderstände gegen die Kontaktierungsplatte 37 gedrückt wird. Auf diese Weise
wird ferner vermieden, daß sich die Drähte bei einer sich verändernden Wärmeausdehnung
des Stromleitprofils pumpenartig verschieben bzw. auswandern können. Die von den Drähten
abgewandte Seite der aus verzinntem Kupfer bestehenden Kontaktierungsplatte 37 bildet
die Kontaktierungsfläche für die Kontakte des Kontaktierungselements. Zur Verbesserung
des Kontakts zwischen der Kontaktierungsplatte 37 und den Drähten besitzt die Kontaktierungsplatte
37 an ihrer Unterseite eine leicht bogenförmige oder dreieckige Vertiefung 43.
[0043] Die Befestigung der Federelemente 38 an den Enden der Kontaktierungsplatte 37 erfolgt
durch an den Seitenwänden der Federelemente 38 befindliche Ausnehmungen 40, in die
Vorsprünge 41 der Kontaktierungsplatte 37 eingreifen. Eine stabile Anordnung der Metallverbinder
35 in dem Verbindungselement 31 wird ferner dadurch unterstützt, daß an der Abdeckplatte
34 aus Kunststoff bestehende Zapfen 42 angeordnet sind, welche nach dem Aufsetzen
der Abdeckplatte 34 von der Unterseite her gegen die Kontaktierungsplatten 37 der
Metallverbinder 35 drücken. Da die Zapfen 42 ferner in seitliche Ausnehmungen 43 der
nach unten gebogenen Längsseiten der Kontaktierungsplatten 37 eingreifen, wird gleichzeitig
auch ein seitliches Verschieben der Metallverbinder 35 unterbunden. Darüber hinaus
stellen die Zapfen 42 auch eine Sperre dar, durch die das Auswandern der Drähte begrenzt
wird. Das hier dargestellte Verbindungselement schließt die Lücke zwischen den Drahthalterungselementen
der Stromleitprofile, so daß ermöglicht wird, bereits fertig bestückte Stromschienen
1, mit durchgängig kontaktierbaren Stromleitprofilen zusammenzufügen, wobei auch in
den Verbindungsbereichen kontaktiert werden kann.
[0044] Dabei ist die Anwendung dieses Verbindungselements nicht auf das dargestellte Beispiel
mit den erfindungsgemäßen Drahthalterungselementen beschränkt. Beispielsweise kann
das in den Fig. 7 bis 9b dargestellte Verbindungselement auch bei dem eingangs erwähnten
Lichtbandsystem, bei dem die Stromleitprofile im Extrusionsverfahren hergestellt werden
und einstückig sind, für deren Verbindung Verwendung finden.
[0045] Alternativ zu der zuvor erwähnten Verwendung eines adaptierten Drehabgriffs für die
Netzeinspeisung kann auch ein an die Stirnseite einer Tragschiene anschließbares und
mit den Metallverbindern zusammenwirkendes Netz-Anschlußelement vorgesehen sein, durch
welches die Drähte des Stromschienensystems mit den Netzleitungen verbunden werden.
[0046] Abschließend soll anhand der Fig. 1 und 10 der genauere Aufbau und die Funktionsweise
des als Drehabgriff 50 ausgestalteten Kontaktierungselements erläutert werden. Fig.
10 zeigt dabei den Drehabgriff 50 mit einer an seiner Unterseite angeordneten Abdeckschiene
5 in perspektivischer Darstellung. Wesentlicher Bestandteil des Drehabgriffs 50 sind
die an der Außenseite des zylinderförmigen Basiskörpers 61 angeordneten Kontakte 53
und 54, die zu einer wahlweisen Kontaktierung der verschiedenen Drähte 6 höhenverstellbar
sind. Eine weitere, allerdings nicht frei wählbare sondern vorgegebene Kontaktierung
zur Erdung ist durch das Drahtelement 62 gegeben. Dieses Drahtelement 62 ist in einem
an dem Basiskörper 61 vorgesehenen Schlitz 63 geführt, wobei ein Ende 62a des Drahtelements
62 durch seine Formgebung in der Abdeckschiene 5 des Leuchten-Moduls klemmend fixiert
ist. Das andere Ende 62b steht in der Höhe des Erdungsdrahtes seitlich hervor. Ferner
besitzt der Drehabgriff 50 in seinem unteren Bereich zwei seitlich abstehende Verriegelungselemente
52.
[0047] Das Kontaktieren der Drähte 6 des Stromleitprofils erfolgt dadurch, daß der mit einem
Beleuchtungsmodul verbundene Drehabgriff 50 in die untere Öffnung der Tragschiene
1 eingeführt wird. Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, ist der zylinderförmigen Basiskörper
61 unterschiedlich hoch, wobei der lediglich auf der rechten Seite der Tragschiene
1 angeordnete Horizontalschenkel 14 verhindert, daß das Kontaktierungselement 50 seitenverkehrt
in die Tragschiene 1 eingeführt wird.
[0048] Nach dem Einführen des Drehabgriffes 50 wird dieser um ca. 45° verdreht, wobei infolgedessen
die seitlich angeordneten Verriegelungselemente 52 in nach innen vorstehende Teile
der Tragschiene 1 bzw. des Stromleitprofils eingreifen und somit für eine mechanische
Befestigung des Leuchten-Moduls sorgen. Gleichzeitig werden die Anschlußkontakte 53
und 54 in die Nuten 11 der Drahthalterungselemente 10 hineingedreht, so daß der erwünschte
elektrische Kontakt zustande kommt. Wie zuvor erwähnt, können einige oder alle Kontakte
höhenverstellbar sein, was im dargestellten Beispiel dadurch erfolgt, daß das Trägerelement
55 des Kontakts 53 innerhalb von Führungsschienen 56 und 57 vertikal verschiebbar
ist. Dabei sind das Trägerelement 55 sowie der zylinderförmige Basiskörper 61 mit
den Führungsschienen 56 und 57 so ausgestaltet, daß das Trägerelement 55 in den den
Drähten 6 entsprechenden Positionen leicht einrasten kann, wodurch eine genaue Positionierung
des Kontakts 53 erleichtert wird.
[0049] Der Schlitz 63 bildet für das Drahtelement 62 einen exenterförmigen Anschlag und
bewirkt, daß das Ende 62b des Drahtelements 62 während dem Verdrehen des Drehabgriffs
50 auf den zur Erdung vorgesehenen linken unteren Draht 6 gepreßt wird. Auf diese
Weise wird eine Erdung zwischen der metallischen Abdeckschiene 5, die Bestandteil
des Leuchten-Moduls ist, und der metallischen Tragschiene 1 hergestellt. Hierfür ist
es notwendig, daß das Drahtelement 62 eine gewisse Festigkeit aufweist, weshalb es
vorzugsweise aus einem verzinkten Stahldraht oder einem CrNi-Draht besteht.
[0050] Die an der Unterseite des Drehabgriffs angeordnete Abdeckschiene 5 verschließt die
Tragschiene 1 nach unten, wodurch gleichzeitig auch das Eindringen von Staub vermieden
wird. Im Bereich des Kontaktierungselements 50 weist die Abdeckschiene 5 einen länglichen
Schlitz auf, in welchen der Drehknebel 58 in der Verriegelungsstellung nach oben eingeführt
werden kann, so daß er unten mit der Abdeckschiene 5 bündig ist. Auf diese Weise wird
eine vollständige Abschließung der Tragschiene 1 erzielt.
[0051] Die Abdeckschiene 5 wird auch an Stellen verwendet, an denen keine Leuchten-Module
angeordnet sind. Im Falle der Befestigung eines Leuchten-Moduls ist die Abdeckschiene
5 allerdings gleichzeitig auch die Halterung für sämtliche Elemente des Leuchten-Moduls,
wobei z.B. das bzw. die Vorschaltgeräte oben auf der Abdeckschiene 5 angeordnet sind
und somit in den Innenraum der U-förmigen Tragschiene hineinragen. Der vorgestellte
Drehabgriff 50 ermöglicht auf eine einfache Weise eine Kontaktierung der Drähte sowie
eine mechanische Befestigung des Leuchten-Moduls in dem Stromschienensystem. Insbesondere
bei der vorgestellten Lösung, bei der über die gesamte Länge des Stromschienensystems
hinweg eine freie Kontaktierung ermöglicht wird, ist eine Anwendung des dargestellten
Drehabgriffes 50 vorteilhaft, da dieser besonders flexibel einsetzbar ist und wieder
entfernt werden kann.
[0052] Die vorliegende Erfindung gibt somit ein sehr leistungsfähiges Stromschienensystem
an, welches erstmalig die Möglichkeit einer vollkommen freien Kontaktierung und Anordnung
der Leuchten-Module bietet. Dies hat zur Folge, daß auch die einzelnen Leuchten-Module
nicht mehr an bestimmte Längen angepaßt werden müssen, um eine geeignete Anordnung
innerhalb des Stromschienensystems zu ermöglichen. Dabei ist die Anwendung nicht auf
das dargestellte Beispiel einer U-förmigen Stromschiene begrenzt. Beispielsweise können
die erfindungsgemäßen Drahthalterungselemente auch in Stromschienen mit anderen Profilen,
beispielsweise A-Profilen oder Y-Profilen Verwendung finden. Dies gilt in gleicher
Weise auch für das vorstelle Verbindungselement. Ferner können die Herstellungskosten
deutlich reduziert werden, da die Drahthalterungselemente auf wesentlich einfachere
und schnellere Weise hergestellt werden können, als dies bei den bekannten Stromleitprofilen
der Fall ist. Insbesondere bietet die vorliegende Erfindung eine Möglichkeit, die
im Zusammenhang mit Temperaturunterschieden auftretenden Probleme, welche eine Längenveränderung
und Verschiebung der Kunststoffteile verursachen, zu umgehen.
1. Stromschienensystem für Leuchten
mit mehreren modular miteinander verbindbaren Tragschienen (1) sowie einem von den
Tragschienen (1) gehaltenen Stromleitprofil, welches in Längsrichtung der Tragschienen
(1) verlaufende und von einer Kontaktierungsseite her zugängliche Nuten (11) zur Aufnahme
von Drähten (6) für die Stromversorgung und/oder Übertragung von Steuersignalen aufweist,
wobei
das von einer Tragschiene (1) gehaltene Stromleitprofil aus mindestens zwei aneinandergefügten
Drahthalterungselementen (10, 101, 102) besteht, welche die Nuten (11) zur Aufnahme der Drähte (6) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Drahthalterungselemente (10, 101, 102) beim Aneinanderfügen mit an ihren Enden befindlichen Vorsprüngen (17, 22) derart
überlappend ineinandergreifen, daß sie in dem Verbindungsbereich den Nuten (11) entsprechende
und zu der Kontaktierungsseite hin offene Kanäle (23) bilden.
2. Stromschienensystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahthalterungselemente (10, 101, 102) Verriegelungselemente (18, 19) aufweisen, welche eine relative Längsbewegung zweier
aneinandergefügter Drahthalterungselemente (10, 101, 102) gegeneinander auf ein vorbestimmtes Bewegungsspiel begrenzen.
3. Stromschienensystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahthalterungselemente (10, 101, 102) Führungsarme (121-124) aufweisen, welche in entsprechende Führungsnuten (41-44) der Tragschiene (1) eingreifen.
4. Stromschienensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragschiene (1) U-förmig ist, wobei an den Innenseiten der beiden Seitenwände
(3a, 3b) der Tragschiene (1) ein Stromleitprofil angeordnet ist.
5. Stromschienensystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenraum der U-förmigen Tragschiene (1) als Aufnahmeraum für Betriebsgeräte
der Lampen sowie für entsprechende Kontaktierungselemente dient.
6. Stromschienensystem nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahthalterungselemente (10, 101, 102) jeweils aus zwei Seitenflügeln (10a, 10b) bestehen, welche an den Seitenwänden (3a,
3b) der Tragschiene (1) angeordnet sind und die Nuten (11) zur Aufnahme der Drähte
(6) aufweisen,
wobei die beiden Seitenflügel (10a, 10b) jeweils durch Verbindungsstege (13) miteinander
verbunden sind, welche an dem Mittelschenkel (2) der Tragschiene (1) angeordnet sind.
7. Stromschienensystem nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß einer der beiden Seitenflügel (10a) einen parallel zu dem Mittelschenkel (2) der
Tragschiene (1) angeordneten Horizontalschenkel (14) aufweist, der zusammen mit von
den Verbindungsstegen (13) hervorstehenden Halteschenkeln (15) einen Aufnahmeraum
(8) zur Aufnahme von Kabeln oder Leitungen bildet.
8. Stromschienensystem nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses zum Verbinden der beiden Stromleitprofile von zwei aufeinanderfolgenden Tragschienen
(1) ein Verbindungselement (31) aufweist, welches den Nuten (11) der Stromleitprofile
entsprechende rillenförmige Ausnehmungen (32) aufweist, in die jeweils ein Metallverbinder
(35) eingesetzt ist, an den die miteinander zu verbindenden Drähte von beiden Seiten
her anschließbar sind.
9. Stromschienensystem nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallverbinder (35) aus einer länglichen Kontaktierungsplatte (37) bestehen,
an deren Enden jeweils ein U-förmiges Federelement (38) zum Verklemmen der an den
Metallverbinder (35) anzuschließenden Drähte (6) angeordnet ist.
10. Stromschienensystem nach einem der Ansprüche 4-7 und Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses zum Verbinden zweier Tragschienen (1) eine U-förmige Verbindungsschiene (30)
aufweist, welche in beide Tragschienen (1) innen eingreift und an deren Seitenschenkeln
(30a, 30b) jeweils ein Verbindungselement (31) angeordnet ist.
11. Stromschienensystem nach einem der Ansprüche 4-7 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses zum Anschließen einer Leuchte an das Stromschienensystem ein Kontaktierungselement
(50) mit mehreren Anschlußkontakten (53, 54) aufweist, welches in die Öffnung der
Tragschiene (1) einführbar und teilweise verdrehbar ist, um durch das Verdrehen Anschlußkontakte
(53, 54) in die Nuten (11) des Stromleitprofils einzuführen und in Anlage gegen die
zu kontaktierenden Drähte (6) zu bringen.
12. Stromschienensystem nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der Anschlußkontakte (53) höhenverstellbar ist.
13. Stromschienensystem nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Verdrehen an dem Kontaktierungselement (50) befindliche Verriegelungselemente
(52) hervorstehende Teile der Tragschiene (1) hintergreifen.
14. Drahthalterungselement zur modularen Bildung eines Stromleitprofils für ein Stromschienensystem,
welches Stromleitprofil in Längsrichtung verlaufende und von einer Kontaktierungsseite
her zugängliche Nuten (11) zur Aufnahme von Drähten (6) für die Stromversorgung und/oder
Übertragung von Steuersignalen aufweist, wobei
die Drahthalterungselemente (10, 101, 102) die Nuten (11) zur Aufnahme der Drähte (6) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahthalterungselemente an ihren Enden Vorsprünge (17, 22) aufweisen, die beim
Aneinanderfügen mit einem weiteren Drahthalterungselement (10, 101, 102) derart überlappend ineinandergreifen, daß sie in dem Verbindungsbereich den Nuten
(11) entsprechende und zu der Kontaktierungsseite hin offene Kanäle (23) bilden.
15. Drahthalterungselement nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahthalterungselemente (10, 101, 102) Verriegelungselemente (18, 19) aufweisen, welche eine relative Längsbewegung zweier
aneinandergefügter Drahthalterungselemente (10, 101, 102) gegeneinander auf ein vorbestimmtes Bewegungsspiel begrenzen.
16. Drahthalterungselement nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieses aus zwei Seitenflügeln (10a, 10b) besteht, welche durch Verbindungsstege (13)
miteinander verbunden sind, wobei jeder Seitenflügel (10a, 10b) wenigstens eine Nut
(11) zur Aufnahme eines Drahts (6) aufweist.
1. Current rail system for luminaires
having a plurality of carrier rails (1) connectable with one another in a modular
manner, and a current carrying profile held by the carrier rails (1) which current
carrier profile has groves (11) for receiving wires (6) for the current supply and/or
transmission of control signals, which grooves run in the longitudinal direction of
the carrier rails (1) and are accessible from a contacting side, wherein the current
carrier profile held by a carrier rail (1) is comprised of at least two wire carrier
elements (10, 101, 102) joined to one another, which elements have the grooves (11) for receiving the wires
(6),
characterised in that,
the wire holding elements (10, 101, 102), upon joining together, so engage into one another, overlapping, with projections
(17, 22) located at their ends that they form in the connection region channels (23)
corresponding to the grooves (11) and open towards the contacting side.
2. Current rail system according to claim 1,
characterised in that,
the wire holder elements (10, 101, 102) have locking elements (18, 19) which limit a relative longitudinal movement of two
wire holder elements (10, 101, 102) joined to one another to a predetermined play for movement with respect to one another.
3. Current rail system according to claim 1 or 2,
characterised in that,
the wire holder elements (10, 101, 102) have guide arms (121-124), which engage into corresponding guide grooves (41-44) of the carrier rail (1) .
4. Current rail system according to any of claims 1 to 3,
characterised in that,
the carrier rail (1) is U-shaped, wherein at the inner sides of the two side walls
(3a, 3b) of the carrier rail (1) there is arranged a current carrier profile.
5. Current rail system according to claim 4,
characterised in that,
the inner space of the U-shaped carrier rail (1) serves as receiving space for operating
devices of the lamps and for corresponding contacting elements.
6. Current rail system according to claim 4 or 5,
characterised in that,
the wire holder elements (10, 101, 102) are in each case comprised of two side wings (10a, 10b) which are arranged on the
side walls (3a, 3b) of the carrier rail (1) and have the grooves (11) for receiving
the wires (6),
wherein the two side wings (10a, 10b) are in each case connected with one another
by connecting webs (13) which are arranged on the middle limb (2) of the carrier rail
(1).
7. Current rail system according to claim 6,
characterised in that,
one of the two side wings (10a) has a horizontal limb (14) arranged parallel to the
middle limb (2) of the carrier rail (1), which horizontal limb together with holder
limbs projecting from the connecting webs (13) form a receiving space (8) for receiving
cables or lines.
8. Current rail system according to any preceding claim,
characterised in that,
this has a connection element (31) for connecting the two current carrier profiles
of two consecutive carrier rails (1), which connection element has groove-like recesses
(32) corresponding to the grooves (11) of the carrier profiles, in which recesses
in each case a metal connector (35) is placed to which the wires to be connected with
one another can be connected from both sides.
9. Current rail system according to claim 8,
characterised in that,
the metal connectors (35) are comprised of an elongate contacting plate (37), at the
ends of which there is in each case a U-shaped spring element (38) for clamping the
wires (6) to be connected to the metal connectors (35).
10. Current rail system according to any of claims 4-7 and claim 8 or 9,
characterised in that,
this has a U-shaped connection rail (30) for connecting two carrier rails (1), which
connection rail engages internally into both carrier rails (1) and at the side limbs
(30a, 30b) of which there is arranged in each case a connection element (31).
11. Current rail system according to any of claims 4-7 or 10,
characterised in that,
for connection of a luminaire to the current rail system this has a contacting element
(50) having a plurality of connection contacts (53, 54) which can be introduced into
the opening of the carrier rail (1) and is partly rotatable in order, through the
rotation, to introduce connection contacts (53, 54) into the grooves (11) of the current
carrier profile and bring them to bear against the wires (6) to be contacted.
12. Current rail system according to claim 11,
characterised in that,
at least one of the connection contacts (53) is height adjustable.
13. Current rail system according to claim 11 or 12,
characterised in that,
through the rotation, locking elements (52) on the contacting element (50) engage
behind the projecting parts of the carrier rail (1).
14. Wire holder element for modular formation of a current carrier profile for a current
rail system, which current carrier profile has groves (11) for receiving wires (6)
for the current supply and/or transmission of control signals, which grooves run in
the longitudinal direction and are accessible from a contacting side, wherein the
wire carrier elements (10, 101, 102) have the grooves (11) for receiving the wires (6),
characterised in that,
the wire holding elements (10, 101, 102) have projections (17, 18) at their ends which, upon joining together with a further
wire holding element (10, 101, 102), so engage into one another, overlapping, that they form in the connection region
channels (23) corresponding to the grooves (11) and open towards the contacting side.
15. Wire holder element according to claim 14,
characterised in that,
the wire holder elements (10, 101, 102) have locking elements (18, 19) which limit a relative longitudinal movement of two
wire holder elements (10, 101, 102) joined to one another to a predetermined play for movement with respect to one another.
16. Wire holder element according to claim 14 or 15,
characterised in that,
this is comprised of two side wings (10a, 10b) which are connected with one another
by means of connecting webs (13), wherein each side wing (10a, 10b) has at least one
groove (11) for receiving a wire (6).
1. Système de rails conducteurs pour luminaires, comportant plusieurs rails support (1),
aptes à être assemblés entre eux de manière modulaire, ainsi qu'un profilé électroconducteur,
qui est maintenu par les rails support (1) et qui comporte des rainures (11) orientées
dans le sens longitudinal des rails support (1) et accessibles à partir d'un côté
de connexion, en vue de recevoir des câbles (6) pour la distribution du courant et/ou
pour la transmission de signaux de commande, le profilé électroconducteur, maintenu
par un rail support (1), étant formé par au moins deux éléments de fixation des câbles
(10, 101, 102), assemblés l'un à l'autre, lesquels comportent les rainures (11) destinées à recevoir
les câbles (6), caractérisé en ce que les éléments de fixation des câbles (10, 101, 102), au moment de leur assemblage, s'engagent les uns dans les autres de manière chevauchante
avec des saillies (17, 22) situées au niveau de leurs extrémités, de telle sorte que,
dans la zone d'assemblage, ils forment des conduits (23) ouverts vers le côté de connexion
et correspondants aux rainures (11).
2. Système de rails conducteurs selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de fixation des câbles (10, 101, 102) comportent des éléments de verrouillage (18, 19), par lesquels un mouvement longitudinal
relatif de deux éléments de fixation des câbles (10, 101, 102) assemblés est limité l'un vers l'autre jusqu'à un jeu prédéterminé.
3. Système de rails conducteurs selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments de fixation des câbles (10, 101, 102) comportent des bras de guidage (121-124), qui s'engagent dans des rainures de guidage (41-44) correspondantes du rail support (1).
4. Système de rails conducteurs selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rail support (1) est en forme de U, un profilé électroconducteur étant agencé
sur les faces intérieures des deux parois latérales (3a, 3b) du rail support (1).
5. Système de rails conducteurs selon la revendication 4, caractérisé en ce que le volume intérieur du rail support (1) en forme de U est destiné à former un logement
pour des composants d'exploitation des lampes, ainsi pour des éléments de connexion
correspondants.
6. Système de rails conducteurs selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les éléments de fixation des câbles (10, 101, 102) sont formés chacun par deux ailes latérales (10a, 10b), qui sont agencées sur les
parois latérales (3a, 3b) du rail support (1) et qui comportent les rainures (11)
destinées à recevoir les câbles (6), les deux ailes latérales (10a, 10b) étant reliées
respectivement l'une à l'autre par des barrettes de liaison (13), qui sont disposées
sur la branche centrale (2) du rail support (1).
7. Système de rails conducteurs selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'une des deux ailes latérales (10a) comporte une branche horizontale (14), qui est
orientée parallèlement à la branche centrale (2) du rail support (1) et qui, conjointement
avec des branches de retenue (15), en saillie sur les barrettes de liaison (13), forme
un logement (8) destiné à recevoir des câbles ou lignes.
8. Système de rails conducteurs selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que ledit système, en vue de relier les deux profilés électroconducteurs de deux rails
support (1) consécutifs, comporte un élément de liaison (31), qui comporte des évidements
(32) en forme de goulottes, qui correspondent aux rainures (11) des profilés électroconducteurs
et dans lesquels est inséré respectivement un raccord métallique (35), sur les deux
côtés duquel peuvent être branchés les câbles à raccorder.
9. Système de rails conducteurs selon la revendication 8, caractérisé en ce que les raccords métalliques (35) sont formés par une plaquette de contact (37) allongée,
aux deux extrémités de laquelle est agencé respectivement un élément ressort (38)
en forme de U destiné à serrer les câbles (6) à brancher sur le raccord métallique
(35).
10. Système de rails conducteurs selon l'une quelconque des revendications 4 à 7 et la
revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que ledit système, en vue de relier deux rails support (1), comporte un rail de liaison
(30) en forme de U, qui s'engage à l'intérieur des deux rails support (1) et sur les
branches latérales (30a, 30b) duquel est agencé respectivement un élément de liaison
(31).
11. Système de rails conducteurs selon l'une quelconque des revendications 4 à 7 ou 10,
caractérisé en ce que ledit système, en vue du branchement d'un luminaire au système de rails conducteurs,
comporte un élément de connexion (50), qui comporte plusieurs contacts de connexion
(53, 54) et qui peut être inséré dans l'ouverture du rail support (1) et peut tourner
partiellement, afin que des contacts de connexion (53, 54) puissent être amenés sous
l'effet de la rotation dans les rainures (11) du profilé électroconducteur et venir
en appui contre les câbles (6) à mettre en contact.
12. Système de rails conducteurs selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'au moins un des contacts de connexion (53) est réglable en hauteur.
13. Système de rails conducteurs selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que, sous l'effet de la rotation, des éléments de verrouillage (52) situés sur l'élément
de connexion (50) enserrent par l'arrière des pièces en saillie du rail support (1).
14. Élément de fixation des câbles pour la réalisation modulaire d'un profilé électroconducteur
pour un système de rails conducteurs, lequel profilé électroconducteur comporte des
rainures (11) orientées dans le sens longitudinal, accessibles à partir d'un côté
de connexion et destinées à recevoir des câbles (6) pour la distribution du courant
et/ou pour la transmission de signaux de commande, les éléments de fixation des câbles
(10, 101, 102) comportant des rainures (11) destinées à recevoir les câbles (6), caractérisé en ce que les éléments de fixation des câbles comportent au niveau de leurs extrémités des
saillies (17, 22) qui, au moment de l'assemblage avec un autre élément de fixation
des câbles (10, 101, 102), s'engagent les unes dans les autres de manière chevauchante, de telle sorte que,
dans la zone d'assemblage, ils forment des conduits (23) ouverts vers le côté de connexion
et correspondants aux rainures (11).
15. Élément de fixation des câbles selon la revendication 14, caractérisé en ce que les éléments de fixation des câbles (10, 101, 102) comportent des éléments de verrouillage (18, 19), par lesquels un mouvement longitudinal
relatif de deux éléments de fixation des câbles (10, 101, 102) assemblés est limité l'un vers l'autre jusqu'à un jeu prédéterminé.
16. Élément de fixation des câbles selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que ledit élément est formé par deux ailes latérales (10a, 10b), qui sont reliées l'une
à l'autre par des barrettes de liaison (13), chaque branche latérale (10a, 10b) comportant
au moins une rainure (11) destinée à recevoir un câble (6).