[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs.
Die Vorrichtung dient zur Herstellung eines gesponnenen Garnes aus einem der Vorrichtung
zugeführten, losen Faserverband, wobei der Faserverband durch eine Wirbelkammer gezogen
wird, in der die Fasern einer Wirbelströmung eines Fluids ausgesetzt und dadurch zu
einem Garn gesponnen werden.
[0002] Spinnvorrichtungen der oben genannten Art sind beispielsweise bekannt aus den Publikationen
US-5528895 oder US-5647197 (beide Murata). Diese Vorrichtungen weisen einen Faserzuführungskanal
und einen Garnabzugkanal auf, wobei der Ausgangsbereich des Faserzuführungskanals
im wesentlichen gegen den Eingangsbereich des Garnabzugkanals gerichtet ist und die
Ausgangsöffnung des Faserzuführungskanals mit einem Abstand zur Eingangsöffnung des
Garnabzugkanals angeordnet ist. Im Bereiche dieses Abstandes wird die Wirbelströmung
erzeugt. Im Bereiche der Ausgangsöffnung des Faserzuführungskanals ist ferner ein
Drallstoppmittel (z.B. exzentrische Kante, über die die Fasern gezogen werden, oder
im wesentlichen konzentrischer Pin, um den die Fasern geführt werden) vorgesehen.
[0003] Der Eingangsbereich des Garnabzugkanals hat üblicherweise die Form einer schlanken
Spindel, um die herum ein Ablasskanal mit einem im wesentlichen ringförmigen Querschnitt
verläuft. Der Ablasskanal führt aus dem als Wirbelkammer ausgerüsteten Hohlraum zwischen
Faserzuführungskanal und Garnabzugkanal und verläuft im wesentlichen parallel zum
Garnabzugkanal Die Wirbelkammer hat dabei einen im wesentlichen gleichen Durchmesser
wie der Eingangsbereich des Ablasskanals und ist mit tangential in die Kammer gerichteten
Düsen zum Einblasen eines Fluids (z.B. Luft) ausgerüstet. Das in die Wirbelkammer
eingeblasene Fluid wird durch den Ablasskanal abgesaugt, wobei sich die in der Wirbelkammer
erzeugte Wirbelströmung um den Garnabzugkanal (Spindel) herum in den Ablasskanal hinein
fortsetzt. Die Wirbelkammer und ein Eingangsbereich des Ablasskanals stellen also
im wesentlichen eine funktionelle Einheit dar, die der Drehungserteilung dient. Auch
der Garnabzugkanal, der gegebenenfalls rotierend angeordnet ist, kann zur Drehungserteilung
beitragen, wobei dann mit verschiedenen Mitteln dafür gesorgt wird, dass die Fasern
gegen die Aussenseite des Garnabzugkanals gepresst und dadurch besser mitgenommen
werden.
[0004] Die Querschnitte von Faserzuführungskanal, Garnabzugkanal und Ablasskanal sind verglichen
mit der mittleren Länge der zu verarbeitenden Fasern klein. Die Länge des Faserzuführungskanals
ist derart ausgelegt, dass mindestens ein Teil der Fasern, deren vorlaufendes Ende
bereits im Bereiche des Garnabzugkanals angelangt ist, im Eingangsbereich des Faserzuführungskanals
noch gehalten wird (z.B. zwischen Lieferwalzen eines dem Faserzuführungskanal vorgeschalteten
Streckwerkes).
[0005] Fasern, die einer Vorrichtung, wie sie oben kurz beschrieben ist, zugeführt werden,
werden einerseits im Faserverband gehalten und von der Ausgangsöffnung des Faserzuführungskanals
im wesentlichen ohne Drehungserteilung in den Garnabzugkanal geführt. Andererseits
sind die Fasern aber im Bereich zwischen Faserzuführungskanal und Garnabzugkanal der
zentrifugalen Wirkung der Wirbelströmung ausgesetzt, durch die sie von der Eingangsöffnung
des Garnabzugkanals radial weggetrieben werden. Die mit dem beschriebenen Verfahren
hergestellten Garne zeigen denn auch einen Kern von im wesentlichen in Garnlängsrichtung
verlaufenden Fasern oder Faserbereichen ohne wesentliche Drehung und einen äusseren
Bereich, in dem die Fasern oder Faserbereiche um den Kern herum gedreht sind.
[0006] Dieser Garnaufbau kommt nach einer modellhaften Erklärung dadurch zustande, dass
vorlaufende Enden von Fasern, insbesondere von Fasern, deren nachlaufende Bereiche
noch stromaufwärts vom Faserzuführungskanal gehalten werden, im wesentlichen direkt
in den Garnabzugkanal gelangen, dass aber nachlaufende Faserbereiche, insbesondere,
wenn sie im Eingangsbereich des Faserzuführungskanals nicht mehr gehalten werden,
durch die Wirbelwirkung aus dem Faserverband gezogen und dann um das entstehende Garn
gedreht werden. Es kann auch vorkommen, dass vorlaufende Enden von Fasern durch die
Wirbelwirkung aus dem Faserverband abgespreizt werden, während das nachlaufende Ende
im zentralen Bereich des Faserverbandes verbleibt, was zu den in entsprechenden Garnen
beobachteten Schlaufen führt.
[0007] Jedenfalls sind Fasern zu einem gleichen Zeitpunkt sowohl im entstehenden Garn eingebunden,
wodurch sie in den Garnabzugkanal gezogen werden, als auch der Wirbelströmung ausgesetzt,
die sie zentrifugal, also von der Eingangsöffnung des Garnabzugkanals weg beschleunigt
und in den Ablasskanal zieht. Die durch die Wirbelströmung aus dem Faserverband gezogenen
Faserbereiche bilden einen in die Eingangsöffnung des Garnabzugkanals mündenden Faserwirbel,
dessen längere Anteile sich spiralartig aussen um den spindelförmigen Eingangsbereich
des Garnabzugkanals winden und in dieser Spirale entgegen der Kraft der Strömung im
Ablasskanal gegen die Eingangsöffnung des Garnabzugkanals gezogen werden. Fasern,
von denen weder das vorlaufendes noch das nachlaufendes Ende in das entstehende Garn
eingezogen wird, werden mit einer Wahrscheinlichkeit, die mit kleinerer Faserlänge
grösser wird, durch den Ablasskanal weggeführt und stellen dadurch unerwünschten Faserabgang
dar.
[0008] Das beschriebene, bekannte Spinnverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr
hohe Spinngeschwindigkeiten erlaubt (bis zehn Mal höhere Spinngeschwindigkeiten als
für Ringspinnverfahren). Andererseits erweist es sich als schwierig, mit dem Verfahren
einen hohen Faserabgang zu vermeiden und einen für eine hohe Garnqualität genügend
hohen Faseranteil im gedrehten Aussenbereich des Garnes zu erhalten.
[0009] Es ist nun die Aufgabe der Erfindung, vorrichtungsmässige Änderungen vorzuschlagen
mit denen das oben beschriebene Spinnverfahren verbessert werden kann. Die Erfindung
stellt sich also die Aufgabe, eine Vorrichtung zum Spinnen mittels Wirbelströmung
zu schaffen, mit welcher Vorrichtung es möglich werden soll, den Faserabgang gegenüber
dem Stande der Technik zu reduzieren, wobei die Garnqualität mindestens gleich hoch
sein soll.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtung, wie sie in den Patentansprüchen
definiert ist.
[0011] Die Erfindung basiert auf der Idee, die Wirbelkammer und den Ablasskanal funktionell
zu trennen, derart, dass der Faserwirbel sich nicht nach Belieben stromabwärts in
den Ablasskanal fortsetzen kann, sondern auf die Wirbelkammer, das heisst auf einen
vom Ablasskanal funktionell abgetrennten Raum beschränkt bleibt. Diese Idee wird realisiert,
dadurch, dass die Wirbelkammer stromabwärts durch eine Wand begrenzt wird und dass
das Fluid vollständig durch diese Wand hindurch in den Ablasskanal abgeführt wird.
Im Zentrum dieser die Wirbelkammer stromabwärts begrenzenden Wand ist die Eingangsöffnung
des Garnabzugkanals angeordnet. Die die Wirbelkammer stromabwärts begrenzende Wand
hat keine drehungserteilende Funktion, das heisst sie rotiert nicht. Für die Wegführung
des Fluids sind in dieser Wand um die Eingangsöffnung des Garnabzugkanals verteilte,
in den Ablasskanal oder in Ablasskanäle mündende Öffnungen vorgesehen, die auch zu
einer ringförmigen Öffnung zusammengefasst sein können.
[0012] Durch die oben kurz beschriebene, funktionelle Trennung von Wirbelkammer und Ablasskanal
wird die Wahrscheinlichkeit eines Faserabganges durch den Ablasskanal reduziert. Fasern
im Faserwirbel, von denen kein Ende in das entstehende Garn eingebunden ist, verbleiben
dadurch länger in der Wirbelkammer und die Wahrscheinlichkeit, dass sie von den wirbelnden
Endbereichen von eingebundenen Fasern mitgenommen und in das entstehende Garn zurückgeführt
werden, steigt. Dieser Effekt reduziert den gemäss dem Stand der Technik unerwünscht
hohen Faserabgang.
[0013] Beispielhafte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Herstellung
eines gesponnenen Garnes aus einem losen Faserverband mit Hilfe einer Wirbelströmung
werden anhand der folgenden Figuren im Detail beschrieben. Dabei zeigen:
- Figur 1
- den Ausgangsbereich des Faserzuführungskanals und den Eingangsbereich des Garnabzugkanals
(Wirbelkammerbereich) einer bekannten Vorrichtung zur Herstellung eines gesponnenen
Garnes aus einem losen Faserverband mittels Wirbelströmung (Schnitt);
- Figur 2
- den ebenfalls geschnitten dargestellten Wirbelkammerbereich einer beispielhaften Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung;
- Figur 3
- die die Wirbelkammer gemäss Figur 2 stromabwärts begrenzende Wandplatte als Draufsicht
(A-A in Figur 2);
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung (Darstellungsweise
wie Figur 2);
- Figur 5
- die die Wirbelkammer gemäss Figur 4 stromabwärts begrenzende Wandplatte als Draufsicht
(B-B in Figur 4);
- Figuren 6 und 7
- den geschnittenen Wirbelkammerbereich von zwei weiteren Ausführungsformen der erfindungsgemässen
Vorrichtung.
[0014] Figur 1 zeigt den Wirbelkammerbereich einer Vorrichtung gemäss dem Stande der Technik, mit
der einem durch einen Faserzuführungskanal 1 zugeführten, losen Faserverband 2 in
einer Wirbelkammer 3 eine Drehung erteilt wird, so dass daraus ein gesponnenes Garn
4 entsteht, das durch einen Garnabzugkanal 5 abgezogen wird. Die Wirbelströmung wird
in der Wirbelkammer 3 durch Einblasen eines Fluids, beispielsweise Luft, durch tangential
in die Kammer mündende Düsen 6 erzeugt. Das Fluid wird durch einen Ablasskanal 7 abgeführt,
wobei der Ablasskanal 7 einen um den Garnabzugkanal 5 angeordneten, ringförmigen Querschnitt
aufweist und sein Eingangsbereich im wesentlichen denselben Durchmesser hat wie die
Wirbelkammer 3, so dass die in der Wirbelkammer erzeugte Wirbelströmung sich in den
Ablasskanal fortsetzt und aus dem Faserverband durch die zentrifugale Wirkung der
Wirbelströmung herausgelöste Faserbereiche 8 sich im Ablasskanal sprialförmig aussen
um den spindelförmigen Eingangsbereich des Garnabzugkanals 5 legen.
Wirbelkammer 3 und Eingangsbereich des Ablasskanals 7 stellen eine funktionsmässige
Einheit dar, so dass Fasern, die nicht in das entstehende Garn eingebunden werden,
mit hoher Wahrscheinlichkeit durch das Fluid in den Ablasskanal gespült werden und
dadurch für das entstehende Garn verloren gehen.
[0015] An der Ausgangsöffnung 9 des Faserzuführungskanals 1 ist in der dargestellten Ausführungsform
als Drallstoppmittel eine Kante 10 angeordnet, die exzentrisch zum Garnabzugkanal
5 angeordnet ist. Es ist auch bekannt, als Drallstoppmittel einen konzentrisch zum
Garnabzugkanal angeordnete Nadel (Pin) einzusetzen, welche Nadel einen temporären
Garnkern darstellt.
[0016] Figur 2 zeigt eine erste, beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Wie in der Figur 1 ist der Wirbelkammerbereich im Schnitt dargestellt, also der Ausgangsbereich
des Faserzuführungskanals 1 mit Ausgangsöffnung 9 und Drallstoppmittel 10 und der
Eingangsbereich des Garnabzugkanals 5 mit Eingangsöffnung 11, sowie Wirbelkammer 3
und Ablasskanal 7, der wie in der Figur 1 beispielsweise einen im wesentlichen ringförmigen
Querschnitt aufweist.
[0017] Zwischen Wirbelkammer 3 und Ablasskanal 7 ist eine kreisscheibenförmige Wandplatte
20 angeordnet, die die Eingangsöffnung 11 des Garnabzugkanals 5 trägt und rund um
diese Eingangsöffnung 11 verteilt eine Mehrzahl von Öffnungen 21, durch die das Fluid
aus der Wirbelkammer 3 in den Ablasskanal 7 gelangt. Offensichtlich kann der Ablasskanal
7 mit ringförmigem Querschnitt auch ersetzt werden durch eine Mehrzahl von auf die
Öffnungen 21 ausgerichteten Ablasskanälen.
[0018] Die über der Wandplatte 20 wirbelnden Faserbereiche 8, die im entstehenden Garn eingebunden
sind, können nicht durch die Öffnungen 21 hindurch treten und werden über diese Öffnungen
hinweg bewegt. Der Faserwirbel beschränkt sich also auf die Wirbelkammer 3 und die
eingebundenen Fasern vermögen nicht eingebundene Fasern besser im wirbelnden Faserverband
zu halten.
[0019] Damit die Faserdichte in der Wirbelkammer 3 nicht zu gross wird und an den radialen
Wandungen der Wirbelkammer 3 nicht allzu viel Faserreibung entsteht, ist es vorteilhaft,
den Radius der Wirbelkammer 3 gegenüber dem Stande der Technik zu vergrössern auf
mindestens einen Zehntel (vorteilhafterweise mehr als einen Sechstel) der effektiven
Stapellänge der zu verarbeitenden Fasern (effektive Stapellänge berechnet nach der
im japanischen Gebrauchsmuster 2.513.582 publizierten Formel).
[0020] Um Faserreibung an der Wandplatte 20 zu reduzieren ist es vorteilhaft, diese mit
einer Reibungs-reduzierenden Oberflächenstruktur zu versehen (z.B. Orangenhaut).
[0021] Figur 3 zeigt als Draufsicht (Blickrichtung A in Figur 2) die Wandplatte 20, die die Wirbelkammer
3 der Figur 2 stromabwärts gegen den Ablasskanal 7 abschliesst. Die Wirbelrichtung
ist mit den Pfeilen F angedeutet. Die Öffnungen 21 durchdringen die Wandplatte 20
derart schief, dass das wirbelnde Fluid ohne grosse Richtungsänderung und dadurch
generierte Turbulenzen in den Ablasskanal abfliessen kann.
[0022] Die in den Figuren 2 und 3 planparallel dargestellt Wandplatte 20 kann auch die Form
eines vorzugsweise stumpfen Kegels aufweisen, wobei die Eingangsöffnung 11 das Garnabzugkanals
auf dem Scheites des Kegels angeordnet ist.
[0023] Figuren 4 und 5 zeigen in derselben Art wie Figuren 2 und 3 eine weitere, beispielhafte Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugsziffern
bezeichnet wie in den Figuren 2 und 3.
[0024] Die Ausführungsform der Figuren 4 und 5 unterscheidet sich durch die Ausgestaltung
der Wandplatte 20, deren Öffnungen 21 am Umfang angeordnete Schlitze sind. Der Ablasskanal
7 ist wiederum mit ringförmigem Querschnitt dargestellt, könnte aber auch eine andere,
an die schlitzförmigen Öffnungen geeignet anschliessende Form haben.
[0025] Figuren 6 und 7 zeigen, in derselben Darstellungsart wie Figuren 2 und 4 zwei weitere, beispielhafte
Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung. In diesen Vorrichtungen wird
ein zentraler Teil der die Wirbelkammer stromabwärts begrenzenden Wand durch die eingangsseitige
Stirnfläche 30 des Garnabzugkanals 5 gebildet. An diesen zentralen Teil schliesst
ein peripherer Teil an, wobei die Öffnungen im peripheren Teil angeordnet sind (Figur
6) oder zwischen zentralem und peripherem Teil (Figur 7).
[0026] Figur 6 zeigt eine Ausführungsform, in der sich die Wirbelkammer 3 nicht im wesentlichen
eben und senkrecht zur Achse des Garnabzugkanals 5 erstreckt, wie dies in den Figuren
2 und 4 gezeigt ist, sondern kegelförmig ist.
[0027] Der zentrale Teil der die Wirbelkammer 3 stromabwärts begrenzenden Wand bildet die
eingansseitige Stirnfläche 30 des Garnabzugkanals 5. Einen an den zentralen Teil anschliessenden,
peripheren Teil dieser Wand bildet ein perforierter Ring 31. Die Funktion des Ablasskanals
7 kann beispielsweise durch den die Vorrichtung umgebenden Luftraum übernommen werden.
[0028] Figur 7 zeigt eine Ausführungsform, in der die die Wirbelkammer 3 stromabwärts begrenzende
Wand wiederum durch die eingangsseitige Stirnfläche 30 des Garnabzugkanals 5 und einen
peripheren Ring gebildet wird. Die Öffnungen 21 zum Ablasskanal 7 bilden zusammen
eine einzige, ringförmigen Öffnung, die zwischen zentralem und peripherem Wandteil
angeordnet ist.
[0029] Damit die im Faserwirbel wirbelnden Faserbereiche 8 nicht oder so wenig wie möglich
in den Ablasskanal 7, der hier wiederum einen ringförmigen Querschnitt aufweist, gelangen
können, ist die ringförmige Öffnung so schmal wie möglich und so nahe wie möglich
an der Eingangsöffnung 11 des Garnrabzugkanals 5 angeordnet.
1. Vorrichtung zur Herstellung eines gesponnenen Garnes (4) aus einem losen Faserverband
(2) mit Hilfe einer Wirbelströmung, die als einziges, drehungserteilendes Mittel wirkt,
wobei die Vorrichtung einen Faserzuführungskanal (1) mit einer Ausgangsöffnung (9)
und einen Garnabzugkanal (5) mit einer von der genannten Ausgangsöffnung (9) beabstandeten
Eingangsöffnung (11) aufweist sowie ein Mittel zur Erzeugung einer Wirbelströmung
in einer Wirbelkammer (3), die im wesentlichen zwischen der genannten Ausgangsöffnung
(9) und der genannten Eingangsöffnung (11) angeordnet ist, welches Mittel Düsen (6)
zum Einblasen eines Fluids in die Wirbelkammer (3) und zur Erzeugung der Wirbelströmung
in der Wirbelkammer (3) und einen Ablasskanal (7) zur Wegführung des Fluids aus der
Wirbelkammer (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzende Wand aufweist,
die die Wirbelkammer (3) vom Ablasskanal (7) trennt, in deren Zentrum die genannte
Eingangsöffnung (11) angeordnet ist und die zur vollständigen Wegführung des Fluids
eine Mehrzahl von Öffnungen (21) in den Ablasskanal (7) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzende Wand senkrecht zur Achse des Garnabzugkanals
ausgerichtet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzende Wand die Form eines stumpfen Kegels
hat, an dessen Spitze die genannte Eingangsöffnung (11) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzende Wand eine reibungsreduzierende
Oberflächenstruktur aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzende Wand durch eine Wandplatte (20)
gebildet wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandplatte (20) zur Wegführung des Fluids eine Mehrzahl von Öffnungen (21) aufweist,
die in Richtung der Wirbelströmung schief durch die Wandplatte (20) verlaufen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandplatte (20) zur Wegführung des Fluids an ihrem Umfang eine Mehrzahl von schlitzförmigen
Öffnungen (21) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die schlitzförmigen Öffnungen (21) in Richtung der Wirbelströmung schief durch die
Wandplatte (20) verlaufen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zentraler Teil der die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzenden Wand durch
eine eingangsseitige Stirnseite (30) des Garnabzugkanals (5) gebildet wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein peripherer Teil der die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzenden Wand durch
einen perforierten Ring (31) gebildet wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zentralen Teil der die Wirbelkammer (3) stromabwärts begrenzenden Wand
und einem peripheren Teil dieser Wand eine ringförmige Öffnung in den Ablasskanal
(7) vorgesehen ist.