[0001] Die Erfindung betrifft eine bipolar geschaltete Mehrzweckelektrolysezelle in hoher
Bauform für vorzugsweise hohe Strombelastungen zwischen 1 und 10 kA/m
2 je bipolarer Einzelzelle. Sie ist bei entsprechender Anpassung der Materialien für
die Elektroden und die übrigen Zellenbaugruppen an das betreffende Stoffsystem sowohl
in der Umwelttechnik zum elektrochemischen Abbau von anorganischen und organischen
Schadstoffen als auch in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zur Herstellung
anorganischer und organischer Produkte einsetzbar. Eine spezielle Anwendung ergibt
sich mit der Herstellung von Peroxodisulfaten und Perchloraten.
[0002] Bipolare Elektrolysezellen in Filterpressenbauart, bestehend aus einem Spannrahmen,
den beiden Elektrodenrandplatten mit Stromzuführungen und einer beliebigen Anzahl
bipolarer Elektrodenplatten nebst peripherer Ausrüstungen für die Zu- und Abführung
der Elektrolytlösungen sowie des Kühl- bzw. Temperiermediums, sind in zahlreichen
Ausführungsformen und für die unterschiedlichsten Anwendungen bekannt. Sie können
ungeteilt oder mittels Ionenaustauschermembranen bzw. mikroporösen Diaphragmen in
Zwei- oder Mehrkammerzellen geteilt ausgeführt werden. Die erforderlichen Elektroden-
bzw. Elektrolyträume können als separate Baugruppen ausgebildet oder in die Elektrodenrandplatten
bzw. in die bipolaren Elektrodenplatten integriert sein.
[0003] Gegenüber den analog aufgebauten monopolaren Elektrolysezellen in Filterpressenbauart
besteht der große Vorteil der bipolaren Elektrolysezellen darin, daß die Stromzuführung
nur zu den beiden Randplatten von außen herangeführt zu werden braucht, wahrend der
Stromtransport in den bipolaren Einzelzellen nur von der einen Seite der Elektrodenplatte
auf die andere Seite meist intern erfolgt. Größtenteils kommt man nicht mit einer
einfachen bipolaren Elektrodenplatte aus, bei der Anoden- und Kathodenseite aus dem
gleichen Elektrodenmaterial bestehen. Vielfach und besonders bei Mehrzweckelektrolysezellen
ist es erforderlich, Anoden und Kathoden aus unterschiedlichen Materialien, vorzugsweise
aus Metallblechen bestehend, bereitzustellen. Diese können dann direkt oder indirekt
über Kontaktkörper elektrisch leitend miteinander verbunden sein.
[0004] Eine mögliche Ausführungsform für eine solche bipolare Mehrzweckelektrolysezelle
mit großem Höhen-zu Breiten-Verhältnis, welches hier notwendig ist, um den "Gas-Lift-Effekt"
zur Elektrolytumwälzung zu erzielen, als Bestandteil eines vielseitig aufgebauten
und anwendbaren Gas-Lift-Elektrolyse und Reaktionssystems ist in der
DE 44 38 124 beschrieben. Dabei handelt es sich um eine im Hinblick auf die Nutzung des Auftriebes
durch die entwickelten Gase optimierte Elektrolysezellenkonstruktion mit einer Gesamthöhe
von 1,5 bis 2,5 m. Die bipolaren Elektrodenplatten bestehen aus Elektrodengrundkörpern
aus imprägniertem Graphit oder aus Kunststoffen mit eingearbeiteten Zu- und Abführungen
für die Elektrolytlösungen und das Kühlmedium sowie beidseitig aufgebrachten bzw.
im Falle der Graphitgrundkörper auch integrierten Elektroden und Elektrolyträumen.
[0005] Dabei sind die beiden Elektroden im Falle der Graphitgrundkörper über diesen miteinander
elektrisch leitend verbunden, im Falle der Kunststoffgrundkörper durch eingebrachte
Kontaktelemente. Solche Kontaktelemente sind innerhalb der durch Elektrolytrahmen
aus elastischem Material abgedeckten Dichtflächen angeordnet. Die Kontaktierung erfolgt
durch den Anpreßdruck beim Zusammenbau.
[0006] Bei solchen innerhalb der Kunststoffgrundkörper im Bereich der Dichtrahmen angebrachten
Kontaktelementen kommt es besonders bei hohen zu übertragenden Stromstärken zu Nachteilen
und Risiken. So besteht die Gefahr einer Überhitzung einzelner Kontaktelemente und
dadurch bedingt eines Ausfalls der gesamten bipolaren Einheit. Der vorzugsweise aus
thermoplastischen Kunststoffen gefertigte Elektrodengrundkörper beginnt an den überhitzten
Stellen zu erweichen, der Anpreßdruck auf die Kontakte läßt nach und es kommt zwangsläufig
zu einer Überlastung der anderen Kontaktelemente. Eine weitere Folge können Schmelzen
der Grundplatten, elektrische Überschläge, unkontrollierte Elektrolytaustritte und
auch mögliche Explosionen der sich dann mischenden Elektrolysegase sein. Jedenfalls
zieht der Ausfall einer bipolaren Einheit durch solche Kontaktschäden zwangsläufig
die Außerbetriebnahme der gesamten Filterpressenzelle nach sich. Das Risiko eines
solchen Ausfalls ist um so größer, je höher die Strombelastung der einzelnen Kontaktelemente
ist, je niedriger der Erweichungspunkt der verwendeten Kunststoffgrundkörper und um
so höher die erforderliche Elektrolyttemperatur ist.
[0007] Ein weiterer Nachteil solcher innenliegender Kontakte ist, daß bei Undichtigkeiten
im Dichtsystem Elektrolyt in den Preßkontakt eintritt und dort zu unkontrollierbaren
Korrosionserscheinungen führt. Diese Korrosion führt ebenfalls zum Ausfall oder Zerstörung
der Elektrolysezelle.
[0008] Deshalb haben sich solche bipolaren Elektrolysezellen mit Kunststoffgrundkörpern
bisher nur für niedrige bis mittlere Strombelastungen von 100 bis 1000 A und für niedrige
Arbeitstemperaturen durchsetzen können.
[0009] Diese Schwierigkeiten ließen sich auch dadurch beseitigen, daß auf die Verwendung
solcher Kunststoffgrundkörper verzichtet wird. Der Übergang zu einer der bekannten
Ganzmetallkonstruktionen für bipolare Elektrolysezellen, z.B. mit durch Schraubverbindungen
elektrisch leitend verbundenen beiden Metallelektrodenblechen bzw. kathodischen und
anodischen Halbzellen zur jeweiligen bipolaren Einheiten bringt gegenüber den Ausführungen
mit Kunststoffgrundkörpern aber auch eine Reihe von Nachteilen mit sich. So erfordert
die Minimierung der Verlustströme zwischen den auf unterschiedlichem Spannungsniveau
liegenden, durch die Elektrolytleitungen miteinander verbundenen Einzelzellen besondere
Maßnahmen, da der elektrische Widerstand in den Verbindungsleitungen für die Elektrolytlösungen
wesentlich geringer ist als bei Verwendung der elektrisch isolierend wirkenden Kunststoffgrundkörper
mit den darin eingearbeiteten Zu- und Abführungen für die Elektrolytlösungen.
[0010] In der Vielzahl der bisher beschriebenen Elektrolysezellen lassen sich die verwendeten
Elektroden normalerweise nicht als einfach zu fertigende und damit im Sinne einer
Mehrzweckzelle auch leicht auswechselbare Metall-elektrodenbleche einsetzen. Sobald
Kühlkanäle oder bei Verwendung durchbrochener Elektroden Elektrolytrückräume erforderlich
werden, sind Schweißkonstruktionen für die oft aus unterschiedlichen Elektrodenmaterialien
oder Materialverbunden bestehenden beiden Halbzellen einer bipolaren Einheit meist
unumgänglich. Insbesondere bei hochwertigen und/oder schwer verarbeitbaren Elektrodenmaterialien
ist der dafür zu betreibende apparative Aufwand relativ groß. Da der elektrische Kontakt
zwischen den beiden Halbzellen der bipolaren Einheiten meist durch eine Vielzahl von
Schraubverbindungen bewirkt wird, ist die Montage wesentlich aufwendiger als die der
Zellenkonstruktionen, bei denen dieser Kontakt beim Zusammenspannen automatisch hergestellt
werden kann. Auch erfordert der Übergang zu anderen Elektrodenmaterialien meist eine
geänderte, den Materialeigenschaften angepaßte Konstruktion.
[0011] Eine Elektrolysezelle für hohe Strombelastungen in monopolarer Ausführung wird in
DE- 39 38 160 beschrieben.
[0012] Die Monopolarbauweise hat den grundsätzlichen Nachteil, daß eine Vielzahl von Einzelzellen
in Reihe geschaltet werden muß um in einen günstigen Spannungsbereich für die Stromtransformation
zu kommen (z.B. 200 V).
[0013] Der Elektrolyt-seitige und Strom-seitige Anschluß führt zu hohen Kosten in der Ausführung.
[0014] Ein weiterer Nachteil der beschriebenen Zellen liegt in der Ausführung als Hohlkörper.
[0015] Der Abtrag der aktiven Beschichtung der Anode führt dazu, daß der gesamte Anodenkörper
neu gefertigt werden muß. Gleiches gilt für die Kathode.
[0016] Beim Pressen der Elektrodenhohlkörper deformieren sich diese und da sie keine innere
Abstützung haben (dies wäre fertigungstechnisch extrem schwierig zu realisieren) führt
dies zu einer ungenügenden Planparallelität der Elektroden. Im Extremfall kann dies
zu Kurzschlüssen und damit zur Zerstörung und Explosion der Zelle führen.
[0017] Diese Probleme erhöhen sich mit zunehmender Größe der Zelle und führen dazu, daß
nur relativ kleine Ausführungsformen realisiert werden die mit den geschilderten Nachteilen
zu hohen Bau- und Betriebskosten führen.
[0018] Die angestrebte vielseitig einsetzbare Mehrzweckelektrolysezelle für hohe Strombelastungen
läßt sich deshalb auf dieser Grundlage kaum verwirklichen.
[0019] Der Erfindung liegt deshalb das Problem zugrunde, eine nach dem Filterpressenprinzip
aufgebaute bipolare Mehrzweckelektrolysezelle mit Elektrodengrundkörpern aus Kunststoff
bereitzustellen, bei denen eine gute und betriebssichere Kontaktierung der Metallelektrodenbleche
auch bei hohen Strombelastungen unter Umgehung der dargestellten Nachteile der bekannten
technischen Lösungen gewährleistet ist.
[0020] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die in den Patentansprüchen dargelegte
Erfindung in folgender Weise gelöst: Es werden Stromzuführungsplatten und bipolare
Elektrodenplatten mit einem Höhe zu Breite-Verhältnis von 30:1 bis 1,5: 1, vorzugsweise
10:1 bis 1,5: 1, eingesetzt, bei denen die Metallelektrodenbleche und die Elektrolytdichtrahmen
seitlich über die Elektrodengrundkörper aus Kunststoffen hinausragen und sowohl mit
beidseitig im Abstand von 1 bis 50 mm, vorzugsweise 5 bis 50 mm von den Elektrodengrundkörpern
angeordneten senkrechten Kontaktschienen als auch im Bereich der Elektrolytdichtrahmen
mit den Elektrodengrundkörpern zu mechanisch stabilen, als selbständige Einheiten
montierbaren, bipolaren Elektrodenplatten verbunden sind, wobei der elektrische Kontakt
zwischen Elektrodenplatten und Kontaktschienen sowie die elektrische Isolierung zweier
benachbarter bipolarer Einheiten gegeneinander durch die Elektrolytdichtrahmen bei
gleichzeitiger Abdichtung der Elektrolyträume beim Verspannen der Elektrodenplatten
mittels des Spannrahmens durch den Anpreßdruck herbeigeführt wird. Um einzeln handhabbare
Zellenelemente zu erhalten, werden die Kathoden- und Anodenbleche eines Bipolarelements
mit den jeweiligen Kontaktschienen ein- oder beidseitig zweckmäßig mittels Senkkopfschrauben
verschraubt. Diese Verschraubung dient jedoch nur dem besseren Handling und ist nur
zu einem geringen Teil für den Stromfluß verantwortlich, der erst durch den Preßkontakt
optimiert wird.
[0021] Da somit der Stromkontakt durch einen Luftspalt vom Elektrolyt-führenden Zellrahmen
getrennt ist, führen Undichtigkeiten im Dichtsystem nicht zum mittelfristigen Ausfall
der Stromzuführung, da eventuell austretender Elektrolyt drainiert wird und dadurch
solche Undichtigkeiten rechtzeitig erkannt und abgestellt werden können.
[0022] Die Metallelektrodenbleche bestehen im Falle der Anodenbleche aus Ventilmetallen
vorzugsweise aus Titan, welche im elektrochemisch aktiven Bereich in bekannter Weise
mit Aktivschichten aus Edelmetallen, Edelmetalloxiden, Mischoxiden von Edelmetallen
und anderen Metallen sowie sonstigen Metalloxiden, wie z. B. Bleidioxid, belegt sind.
Alternativ kommen als Träger solcher Aktivschichten auch andere Ventilmetalle, wie
Tantal, Niob oder Zirkonium in Betracht. Aber auch verbleiter, vernickelter, verkupferter
Stahl bzw. Nickelbasislegierungen, kommen für spezielle Anwendungen in Betracht.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weisen die Anodenbleche eine Edelmetallauflage
aus massivem Platin auf und sind erhältlich durch heißisostatisches pressen von Platinfolie
und Titanblech.
[0024] Als Kathodenmaterial kommt vorzugsweise Edelstahl, Nickel, Titan, Stahl und Blei
zur Anwendung. Bevorzugt kommen im Rahmen der vorliegenden Erfindung Kathoden aus
hochlegierten Edelstählen der Werkstoff Nr. 1.4539 zum Einsatz, deren aktive Elektrodenfläche
als Streckmetall ausgebildet ist und die rückseitig direkt auf dem als Stütze dienenden
durchbrochenen Kathodenrahmenteil aufliegen.
[0025] Unter durchbrochenen Metallelektrodenblechen sind insbesondere solche aus Streckmetallen
zu verstehen. Aber auch in anderer Weise perforierte Bleche oder Jalousieelektroden
kommen in Betracht.
[0026] Als Kontaktschienen werden bevorzugt solche aus Kupfer eingesetzt, die verzinnt oder
an den Kontaktflächen versilbert bzw. mit Edelmetallen beschichtet sein können. Die
Strom-Kontaktflächen der Elektroden sind vorzugsweise mit gut leitenden Überzügen
versehen, wie z.B. durch Galvanisieren aufgebrachte Platin-, Gold-, Silber- oder Kupferschichten.
Bevorzugt sind die Kontaktschienen und die Elektrodenkontakte vergoldet bzw. platiniert
und die Stromübertragung erfolgt durch den durch Verspannen des Elektrodenpaketes
entstehenden Preßkontakt.
[0027] Die erfindungsgemäße konstruktive Lösung mit außerhalb der Kunststoffgrundkörper,
aber noch innerhalb des Spannrahmens angeordneten Kontaktschienen wird aber erst dann
auch für Elektrolysezellen großer Strombelastung und Verwendung teurer und/oder schlecht
leitfähiger Elektrodenmaterialien optimal nutzbar, wenn die erfindungsgemäße hohe
und schmale Bauform mit vorzugsweise 1,5 bis 3 m Höhe und einem Höhen/Breiten-Verhältnis
von 10:1 bis 1,5:1 der Elektrodenplatten angewandt wird. Ähnliche Zellenabmessungen
sind zwar für Gas-Lift-Zellen bereits wiederholt vorgeschlagen worden, aber dort ausschließlich
mit dem Ziel einer Optimierung des Auftriebes durch die entwickelten Gase zur Erziehung
eines maximalen Gas-Lift-Effektes.
[0028] Im vorliegenden Fall ergeben sich in Kombination mit der erfindungsgemäßen Kontaktierung
auch bei Elektroden ohne Gasentwicklung die folgenden Vorteile: Zunächst wächst bei
gleicher Breite der Kontaktschienen die verfügbare Kontaktfläche proportional zur
Zellenhöhe an, wodurch sich geringere Wärmebelastungen der Kontakte ergeben. Aber
auch der Stromtransport von den Kontaktflächen durch die Metallelektrodenbleche wird
begünstigt, da bei gleicher wirksamer Elektrodenfläche, gleicher Dicke der Elektrodenbleche
und gleicher Strombelastung der für den Stromtransport maßgebliche Querschnitt mit
der Höhe der Elektrodenplatten anwächst und gleichzeitig die Weglänge für den Stromtransport
mit zunehmender Höhe geringer wird. Unter diesen Randbedingungen nimmt der elektrische
Widerstand und damit der Spannungsabfall in den Elektrodenblechen mit dem Quadrat
der Zellenhöhe ab. Bei gleichem zulässigen Spannungsabfall können also bei den erfindungsgemäß
anzuwendenden schmalen und hohen Elektrodenplatten wesentlich dünnere oder weniger
elektrisch leitfähige Elektrodenbleche bzw. wesentlich höhere Strombelastungen eingesetzt
werden. Dies ist besonders bei durchbrochenen Elektrodenblechen, bei denen ja eine
Verringerung des Querschnitts für den Stromtransport in Kauf genommen werden muß,
von großer Wichtigkeit. Auch wird im Falle der Montage des Zellenpaketes bei dünnen
Blechelektroden eine evtl. Welligkeit des Bleches nach der Pressung ausgeglichen und
somit eine Planparallelität der Elektrode erreicht.
[0029] Durch außen auf die Kontaktschienen aufgelötete Kupferrohre können die Kontakte mittels
Kühlwasser auch bei hohen Strombelastungen auf oder unter Raumtemperatur gehalten
werden. Auf diese Weise werden Erwärmungen des Zellrahmens, des Dichtsystems und der
Stromkontakte und die damit verbundenen Probleme wie Verformungen und Überhitzungen
vollständig vermieden.
[0030] Die Planparallelität der Elektroden zueinander ist die Voraussetzung für hohe Stromausbeuten
und gleichmäßige Elektroden korrosion.
[0031] Durch die in der beschriebenen Zellenkonstruktion im Dichtrahmen frei beweglichen
Elektrodenplatten (schwimmenden) führen Verspannungen und thermische Dehnungen nicht
zu Verformungen und Wölbungen der Elektroden, so daß eine ausgezeichnete Parallelität
erreicht wird die durch einen im Folgenden beschriebenen Unterdruck auf die Anodenrückseite,
bei einer besonderen Ausführungsform, noch stabilisiert werden kann.
[0032] Schließlich spielt die Höhe der Zelle eine Rolle bei der Kühlung der hochbelasteten
Kontaktschienen.
[0033] Es wurde nämlich gefunden, daß sich insbesondere bei hohen Elektrolysetemperaturen
in den oben und unten offenen Spalten zwischen Kunststoffgrundkörpern und Kontaktschienen
eine Luftströmung ausbildet, die eine Kühlung der Kontakte und der seitlich über die
Kunststoffgrundkörper hinausragenden Metallelektrodenbleche bewirkt. Dieser Kühleffekt
nimmt ebenfalls sowohl infolge des "Schornsteineffektes" als auch der sich vergrößernden
"Kühlfläche" mit der Zellenhöhe deutlich zu.
[0034] Damit konnte erreicht werden, daß die Kontakte, insbesondere bei höheren Elektrolyttemperaturen
bei einer erfindungsgemäß aufgebauten Bipolarzelle, eine deutlich geringere Temperatur
annehmen als bei den Elektrolysezellen mit inneren Kontaktelementen, bei denen unter
vergleichbaren Bedingungen an den Kontaktelementen deutlich höhere Temperaturen gemessen
werden als im Zelleninneren. Ein weiterer bereits erwähnter sehr wesentlicher Vorteil
des Abstandes zwischen Zellenrahmen und Kontaktsteg ist, daß damit eine Drainage eines
möglicherweise in geringem Umfang austretenden Elektrolyten erfolgen kann. Dringt
nämlich Elektrolyt in den Kontaktspalt ein, so entsteht Salz und der Kontakt verschlechtert
sich innerhalb kürzester Zeit.
[0035] Ein wesentlicher zusätzlicher Effekt der Anodenstabilisierung wird durch das Kühlmittel
erreicht.
[0036] Das auslaufende Kühlmittel wird im Niveau unter die Höhe des Einlaufs abgesetzt.
Dadurch entsteht ein durch die Niveaudifferenz einstellbarer Unterdruck, der das Anodenblech
auf den Kunststoffgrundkörper saugt und somit zugleich die Planparallelität verbessert
und eine Vorwölbung der Anode bei Druckschwankungen in der Zelle verhindert. Durch
diese Maßnahme kann ein sehr geringer Elektrodenabstand von 2 bis 4 mm und somit ein
geringer Elektrolytwiderstand und eine hohe Strömungsgeschwindigkeit erreicht werden.
[0037] Durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit bei geringem Massedurchsatz wird ein hoher
Stofftransport zur Anodenoberfläche erreicht, der zu einer hohen Ausbeute des Anodenproduktes
führt.
[0038] Die Erfindung wird im folgenden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten
Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 a einen vereinfachten Vertikalschnitt einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
mit je einem durchbrochenen und einem massiven Metallelektrodenblech, letzteres von
der Rückseite her gekühlt;
Fig. 1b eine Schnittansicht entlang der Linie Ib-Ib in Fig. 1 a;
Fig. 2a einen vereinfachten Vertikalschnitt einer zweiten nicht-erfindungs-gemäßen
Ausführungsform mit zwei massiven Elektrodenblechen, beide von der Rückseite her gekühlt.
Fig. 2b eine Schnittansicht entlang der Linie IIb-IIb in Fig. 2a;
Fig. 3a einen vereinfachten Vertikalschnitt einer dritten nicht-erfindungsgemäße Ausführungsform
mit zwei durchbrochenen Metallelektrodenblechen ohne zusätzliche Kühlung.
Fig. 3b eine Schnittansicht entlang der Linie IIIb-IIIb in Fig. 3a;
Fig. 4 einen vereinfachten Vertikalschnitt durch eine bipolare Elektrolysezelle mit
drei gemäß Fig. 1 a aufgebauten bipolaren Elektrodenblechen und vereinfacht dargestelltem
Spannrahmen.
[0039] Bei allen Ausführungsformn wurde auf die Wiedergabe technischer Details, wie z.B.
für das Dichtsystem und die Befestigung der Elektrodenbleche und der Kontaktschienen
verzichtet.
[0040] In den Figuren 1a bis 3c sind beispielhaft und schematisch drei Ausführungsformn
einer geteilten bipolaren Mehrzweckelektrolysezelle in Schnittdarstellungen durch
die elektrochemisch wirksamen Bereiche dargestellt, wobei die oberen Figuren Seitenansichten
und die unteren Figuren Draufsichten darstellen.
[0041] Die bipolare Mehrzweckelektolysezelle, wie diese in ihrer ersten Ausführungsform
gemäß Fig. 1a und 1b dargestellt ist, und dabei das Bezugszeichen 10 trägt, ist Teil
einer nicht dargestellten Elektrolyseeinrichtung. Die bipolare Mehrzweckelektolysezelle
10 besteht aus einem Elektrodengrundkörper 12 aus Kunststoff, an dem beidseitig Metall-Elektrodenbleche
oder Elektrodenplatten angebracht sind, wobei in dieser Ausführungsform das eine Elektrodenblech
14 massiv, und das andere Elektrodenblech 16 im elektrochemisch wirksamen Bereich
durchbrochen ist. Der Elektrodengrundkörper 12 weist sowohl in vertikaler als auch
in horizontaler Richtung im Querschnitt eine doppel-T Form auf, wodurch zwischen dem
Elektrodengrundkörper 12 und den jeweiligen Elektrodenblechen 14, 16 Kanäle 18, 20
gebildet werden. Auf dem massiven Elektrodenblech 14 ist zusätzlich ein Elektrolytdichtrahmen
22 aus elastischem Material angebracht, der auf der Außenseite des massiven Elektrodenblechs
14 vom Elektrodengrundkörper 12 aus betrachtet einen weiteren Kanal 24 bildet. Dabei
dient der von dem massiven Elektrodenblech 14 und dem Elektrolytdichtrahmen 22 gebildete
Kanal 24, sowie der zwischen dem Elektrodengrundkörper 12 und dem durchbrochenen Elektrodenblech
16 gebildete Kanal 20, der im folgenden als Elektrodenrückraum bezeichnet wird, dazu,
die Elektolytlösungen für die Elektrolyse aufzunehmen. Der zwischen dem Elektrodengrundkörper
12 und dem massiven Elektrodenblech 14 gebildete Kanal 18 dient dazu, Kühlflüssigkeit
zur Kühlung des massiven Elektrodenblechs 14 sowie gegebenenfalls des Elektrodengrundkörpers
12 aufzunehmen und wird im folgeneden als Kühlraum bezeichnet.
[0042] In den Elektrodengrundkörper 12 sind Zu- und Ableitungen für die Elektrolytlösungen
eingearbeitet, wobei die Zuleitungen 26 und 28 in einem unteren Mittelbereich des
Elektrodengrundkörpers 12 angeordnet sind und die zugehörigen Ableitungen 30 und 32
in einem oberen Mittelbereich davon angeordnet sind. Die Zu- und Ableitungen sind
über jeweilige Einlaßöffnungen 34, 36 und Auslaßöffnungen 38, 40 mit den Elektrolytkanälen
24 und 20 verbunden, durch welche die Elektolytlösungen für die Elektrolyse geleitet
werden, wobei die Einlass- und Auslassöffnungen 34 und 38 für den am massiven Elektrodenblech
14 ausgebildeten Kanal 24 durch das massive Elektrodenblech 14 hindurchführen.
[0043] Wie bereits erwähnt, ist zur Kühlung des massiven Elektrodenblechs 14 zwischen dem
Elektrodengrundkörper 12 und dem Elektrodenblech 14 ein
[0044] Kühlraum 18 vorgesehen, in den, bzw. durch den ein Kühlmittel, in diesem Fall Kühlwasser,
über in einem unteren bzw. oberen Mittelbereich des Elektrodengrundkörpers 1 2 angeordnete
Zuleitungen 42 und Ableitungen 44 sowie entsprechende Verbindungskanäle 46 und 48
geleitet bzw. gepumpt werden kann. Dabei kann natürlich auch ein "Lift-Effekt" ausgenutzt
werden, wobei aber auch Kühlmittel denkbar wären, bei denen ein umgekehrter Effekt
auftritt. Das durchbrochene Metallelektrodenblech benötigt keine zusätzliche Kühlung,
da sie von der Elektrolytlösung ausreichend gekühlt wird und nur in Randbereichen
auf dem Grundkörper aufliegt, wodurch ein Wärmestau vermieden wird.
[0045] Auf dem durchbrochenen Metallelektrodenblech 16 liegt eine lonenaustauschermembran
50 auf, die über geeignete Mittel an dem durchbrochenen Elektrodenblech 1 6 angebracht
ist.
[0046] Aus der Draufsicht in Fig. 1b ist schließlich ersichtlich, daß Kontaktschienen 52
die seitlich verlängerten Metallelektrodenbleche 14 und 16 kontaktieren und zwischen
den jeweiligen Kontaktschienen und dem Rand des Grundkörpers 12 Spalten 54 ausgebildet
sind, welche durch die Metallelektrodenbleche seitlich begrenzt sind.
[0047] In den Fig. 2a und 2b ist eine weitere Ausführungsform gezeigt. Darin wird eine mit
110 bezeichnete Mehrzweckelektrolysezelle dargestellt, wobei Bauelemente, die solchen
der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1a und 1b entsprechen, mit denselben Bezugsziffern,
jeweils vermehrt um die Zahl 100, versehen sind. Es wird im folgenden nur auf die
Unterschiede eingegangen, so daß im übrigen auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels
verwiesen wird.
[0048] Während bei der ersten Ausführungsform ein massives 14 und ein durchbrochenes Elektrodenblech
16 verwendet werden, werden bei der zweiten Ausführungsform zwei massive Elektrodenbleche
114 verwendet, auf denen jeweils ein Elektrolytdichtramen 122 aufliegt. Die Einlass-
und Auslassöffnungen 134, 136 und 138, 140 für die an den massiven Elektrodenblechen
114 ausgebildeten Kanäle 128 sind in dieser Ausführungsform durch beide Elektrodenbleche
114 hindurchführen.
[0049] Beidseitig des Grundkörpers 112 sind zwischen dem Grundkörper 112 und den Elektrodenblechen
Kühlräume 118 vorgesehen, um die massiven Elektrodenbleche 114 zu kühlen. Die Kühlräume
118 werden wiederum über Zuleitungen 142 und Ableitungen 144 sowie entsprechende Verbindungskanäle
146 und 148 mit Kühlflüssigkeit versorgt.
[0050] Bei der Verwendung von Mehrzweckelektrolysezellen mit zwei massiven Elektrodenblechen
114, wird im eingespannten Zustand, d.h. wenn mehrere erfindungsgemäße Mehrzweckelektrolysezellen
durch Spannrahmen zusammengeschlossen werden, zwischen die dann in der Mitte zwischen
zwei Dichtrahmen liegende Membran und die Kathoden bzw. Anodenfläche ein sogenanntes
"Spacer-gitter" eingebracht, welche das Aufliegen der Membran auf einer der Elektrodenoberflächen
verhindert und einen geordne-ten Elektrolytfluß sicherstellt. Derartige Spacer werden
in verschiedenen Formen für Elektrolysezwecke angeboten.
[0051] In den Fig. 3a und 3b ist eine weitere, mit 210 bezeichnete nicht-erfindungs-gemäße
Mehrzweckelektrolysezelle dargestellt, wobei Bauelemente, die solchen der ersten Ausführungsform
gemäß Fig. 1a und 1b entsprechen, mit denselben Bezugsziffern, jeweils vermehrt um
die Zahl 200, versehen sind. Es wird im folgenden nur auf die Unterschiede eingegengen.
[0052] Während bei der ersten Ausführungsform ein massives 14 und ein durchbrochenes Elektrodenblech
16 verwendet wird, werden bei dieser Ausführungsform zwei durchbrochene Elektrodenbleche
216 verwendet, wobei zu deren elektrischen Isolierung zusätzlich auf einer der Elektrodenbleche
ein dünner Dichtrahmen 256 angebracht ist, auf dem die lonenaustauscher-membran 250
über geeignete Mittel angebracht ist. Die lonenaustauschermembran 250 kann aber auch
direkt auf einem Elektrodenblech angeordnet sein, wobei dann ein dünner Dichtrahmen
auf der Membran, oder dem freien Elektrodenblech angebracht wird. Durch die ausschließliche
Verwendung von durchbrochenen Elektrodenblechen sind in dieser Ausführungsform Kühlräume
nicht erforderlich.
[0053] In Fig. 4 wird der Stromtransport durch eine Zelle aus drei erfindungsgemäß aufgebauten
bipolaren Elektrodenplatten und den beiden Randelektrodenplatten mit beidseitiger
Stromzuführung und bis zu den seitlichen Kontaktschienen verbreiterten Kunststoffgrundkörpern
verdeutlicht.
[0054] Zugrundegelegt wurde die Aufbauvariante nach Fig. 1a mit einem durchbrochenen und
einem massiven Metallelektrodenblech je bipolarer Elektrodenblech. Die Bezeichnungen
der numerierten Bauelemente sind die gleichen wie bei Fig 1.
[0055] Die Erfindung ist nicht auf die in den Figuren 1 und 4 dargestellten konstruktiven
Ausführungsformen beschränkt.
1. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle für hohe Strombelastungen, bestehend aus einem
Spannrahmen, zwei Elektrodenrandplatten mit Metallelektrodenblechen und Stromzuführung
sowie aus bipolaren Elektrodenplatten, letztere bestehend aus:
je einem Elektrodengrundkörper (12) aus Kunststoff, mit einseitig oder beidseitig
eingearbeiteten Elektrodenrückräumen (20) und/oder Kühlräumen (18), eingearbeiteten
Zu- und Abführungsleitungen für die Elektrolytlösungen (26,28,30,32) und das Kühlmedium
(42, 44),
beidseitig auf den Grundkörper (12) aufgebrachten Metallelektrodenblechen (14,16),
die im elektrochemisch wirksamen Bereich massiv und/oder durchbrochen sind,
auf den massiven Metallelektrodenblechen (14) aufliegende Elektrolytdichtrahmen (22)
aus elastischem Kunststoff,
auf den durchbrochenen Metallelektrodenblechen (16) und/oder den Elektrolytdichtrahmen
(22) aufliegende Ionenaustauschermembranen (50) zur Trennung der Elektrodenräume,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektrodenplatten ein Höhen zu Breiten-Verhältnis von 30:1 bis 1,5:1 aufweisen,
die Metallelektrodenbleche (14,16), wobei das Eleketrodenblech (14) massiv und das
andere Elektrodenblech (16) im elekterochemisch wirksamen Bereich durchbrochen ist,
und die Elektrolytdichtrahmen (22) seitlich über die Elektrodengrundkörper (12) hinausragen
und sowohl mit beidseitig im Abstand von 1 bis 50 mm von den Elektrodengrundkörpern
(12) angeordneten senkrechten Kontaktschienen (52), als auch im Bereich der Elektrolytdichtrahmen
(22) mit den Elektrodengrundkörpern (12) zu mechanisch stabilen, als selbständige
Einheiten montierbaren, bipolaren Elektrodenplatten verbunden sind, wobei die elektrische
Isolierung zweier benachbarter bipolarer Einheiten gegeneinander durch die Elektrolytdichtrahmen
(22) bei gleichzeitiger Abdichtung der Elektrolyträume beim Verspannen der Elektrodenplatten
mittels des Spannrahmens durch den Anpressdruck herbeigeführt wird, wobei die Kontaktschienen
(52) die seitlich verlängerten metallelektrodenbleche (14) und (16) kontaktieren und
zwischen den jeweiligen Kontaktschienen und dem Rand des Elektrodengrundkörpers (12)
Spalten (54) ausgebildet sind, welche die metallelektrodenbleche seitlich begrenzen.
2. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anodenbleche aus Ventilmetallen, vorzugsweise Titan, mit Aktivschichten aus Edelmetallen
bestehen.
3. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anodenbleche eine Edelmetallauflage aus massivem Platin, erhältlich durch heißisostatisches
Pressen von Platinfolie und Titanblech aufweisen.
4. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kathodenblechmaterial Nickel, Titan, Stahl, Edelstahl oder Blei ist.
5. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kathodenbleche aus hochlegierten Edelstählen, z.B. solchen mit der Werkstoffnr.
1.4539, bestehen, deren aktive Elektrodenflä-chen als Streckmetall ausgebildet sind
und die rückseitig direkt auf dem als Stütze dienenden, durchbrochenen Kathodenrahmenteil
aufliegen.
6. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromkontaktflächen der Elektroden mit gut leitenden Überzügen aus Platin, Gold,
Silber oder Kupferschichten versehen sind.
7. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktschienen aus Kupfer bestehen, welches verzinnt, vorsilbert oder mit einem
Edelmetall beschichtet ist.
8. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktschienen und die Elektrodenkontakte vergoldet bzw. platiniert sind und
die Stromübertragung durch den durch Verspannen des Elektrodenpaketes entstehenden
Presskontakt erfolgt.
9. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Elektrodengrundkörpern und senkrecht stehenden Kontaktschienen ein Luftspalt
von mehreren Millimetern besteht, der bei leichten Elektrolytleckagen eine Drainage
erlaubt und eine Unterwanderung der Stromkontakte verhindert.
10. Bipolare Mehrzweckelektrolysezelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektrodenplatten eine Höhe von 1,5 bis 3 m und eine Höhen/Breitenverhältnis
von 10:1 bis 1,5:1 aufweisen.
1. A bipolar multipurpose electrolysis cell for high current loads, consisting of a clamping
frame, two electrode edge plates with metal electrode sheets and current infeed and
of bipolar electrode plates, the latter consisting of:
in each case an electrode base member (12) of plastics, with electrode rear spaces
(20) and/or cooling spaces (18) incorporated on one or both sides, incorporated infeed
and outfeed lines for the electrolyte solutions (26, 28, 30, 32) and the cooling medium
(42, 44),
metal electrode sheets (14, 16), which are solid and/or of open-work construction
in the electrochemically active zone, mounted on both sides of the base member (12),
electrolyte sealing frames (22) of resilient plastics resting on the solid metal electrode
sheets (14),
ion-exchange membranes (50) resting on the open-work metal electrode sheets (16) and/or
the electrolyte sealing frames (22) for partitioning the electrode spaces,
characterised in that
the electrode plates have a height-to-width ratio of 30:1 to 1.5:1, the metal electrode
sheets (14, 16), one electrode sheet (14) being solid and the other electrode sheet
(16) being of open-work construction in the electrochemically active zone, and the
electrolyte sealing frames (22) project laterally beyond the electrode base members
(12) and are connected to perpendicular contact rails (52) arranged on both sides
at a distance of 1 to 50 mm from the electrode base members (12), and, in the zone
of the electrolyte sealing frames (22), to the electrode base members (12) to form
mechanically robust, bipolar electrode plates which may be installed as independent
units, wherein electrical insulation of two adjacent bipolar units relative to one
another by the electrolyte sealing frames (22), sealing of the electrolyte spaces
being simultaneously effected, is brought about by contact pressure when clamping
the electrode plates by means of the clamping frame,
wherein the contact rails (52) contact the laterally extended metal electrode sheets
(14) and (16) and gaps (54) are formed between the respective contact rails and the
edge of the electrode base member (12), which gaps are laterally defined by the metal
electrode sheets.
2. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to claim 1, characterised in that the anode sheets consist of valve metals, preferably titanium, with active layers
of noble metals.
3. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to claim 1 or claim 2, characterised in that the anode sheets comprise a noble metal facing of solid platinum, obtainable by hot
isostatic pressing of platinum foil and titanium sheet.
4. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the cathode sheet material is nickel, titanium, steel, special steel or lead.
5. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to claim 4, characterised in that the cathode sheets consist of high-alloy special steels, for example those with the
material no. 1.4539, the active electrode surface of which is constructed as expanded
metal and the rear side of which rests directly on the open-work cathode frame part
serving as support.
6. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to any one of the preceding claims,
characterised in that the current contact faces of the electrodes are provided with highly conductive coatings
of platinum, gold, silver or copper layers.
7. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to any one of the preceding claims,
characterised in that the contact rails consist of copper which is tin-plated, pre-silvered or coated with
a noble metal.
8. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to any one of the preceding claims,
characterised in that the contact rails and the electrode contacts are gold-plated or platinised and current
transfer proceeds by the pressure contact arising by clamping the electrode package.
9. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to any one of the preceding claims,
characterised in that an air gap of some millimetres is present between electrode base members and perpendicular
contact rails, which gap permits drainage in the event of slight electrolyte leakage
and prevents a creepage of the current contacts.
10. A bipolar multipurpose electrolysis cell according to any one of the preceding claims,
characterised in that the electrode plates have a height of 1.5 to 3 m and a height/width ratio of 10:1
to 1.5:1.
1. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire pour des charges électriques élevées,
se composant d'un cadre de serrage, de deux plaques extérieures d'électrode avec des
tôles d'électrode métalliques et une arrivée de courant ainsi que de plaques d'électrode
bipolaires, ces dernières se composant de:
chacune un corps de base d'électrode (12) en matière plastique, avec des espaces arrière
d'électrode (20) et/ou des espaces de refroidissement (18) usinés sur un côté ou sur
les deux côtés, des conduits d'arrivée et de départ usinés pour les solutions électrolytiques
(26, 28, 30, 32) et le fluide de refroidissement (42, 44),
de tôles d'électrode métalliques (14, 16) installées sur les deux côtés sur le corps
de base (12), qui sont massives et/ou perforées dans la région électrochimiquement
active,
de cadres d'étanchéité (22) pour l'électrolyte, en matière plastique élastique, posés
sur les tôles d'électrode métalliques massives (14),
de membranes échangeuses d'ions (50) appliquées sur les tôles d'électrode métalliques
perforées (16) et/ou les cadres d'étanchéité pour l'électrolyte (22) pour la séparation
des espaces des électrodes,
caractérisée en ce que les plaques d'électrode présentent un rapport hauteur:largeur de 30:1 à 1,5:1, les
tôles d'électrode métalliques (14, 16), dans lesquelles la tôle d'électrode (14) est
massive et l'autre tôle d'électrode (16) est perforée dans la région électrochimiquement
active, et les cadres d'étanchéité pour l'électrolyte (22) sortent latéralement au-delà
du corps de base d'électrode (12) et sont assemblés aussi bien avec des rails de contact
perpendiculaires (52) disposés à une distance de 1 à 50 mm des corps de base d'électrode
(12) que, également dans la région des cadres d'étanchéité pour l'électrolyte (22),
avec les corps de base d'électrode (12) en plaques d'électrodes bipolaires mécaniquement
stables, à monter comme des unités autonomes, dans laquelle l'isolation électrique
de deux unités bipolaires voisines l'une par rapport à l'autre est assurée par les
cadres d'étanchéité pour l'électrolyte (22), avec étanchéité simultanée des espaces
d'électrolyte, lors du serrage des plaques d'électrode au moyen du cadre de serrage
par la pression de serrage, dans laquelle les rails de contact (52) sont en contact
avec les tôles d'électrode métalliques prolongées latéralement (14) et (16) et des
fentes (54) sont formées entre les rails de contact respectifs et le bord du corps
de base d'électrode (12), qui limitent latéralement les tôles d'électrode métalliques.
2. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon la revendication 1, caractérisée en ce que les tôles d'anode sont constituées de métaux de soupape, de référence de titane,
avec des couches actives en métaux nobles.
3. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les tôles d'anode présentent un dépôt de métal noble en platine massif, réalisable
par pressage isostatique à chaud d'une feuille de platine et une tôle de titane.
4. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que le matériau des tôles de cathode est le nickel, le titane, l'acier, l'acier allié
ou le plomb.
5. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon la revendication 4, caractérisée en ce que les tôles de cathode se composent d'aciers fortement alliés, par exemple des aciers
portant le numéro de matériau 1.4539, dont les faces d'électrode actives sont en métal
déployé, et qui reposent à l'arrière directement sur la partie de cadre de cathode
perforée servant d'appui.
6. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les faces de contact électrique des électrodes sont munies de revêtements bons conducteurs,
en platine, or, argent, ou en couches de cuivre.
7. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les rails de contact sont composés de cuivre, qui est étamé, préalablement argenté
ou revêtu d'un métal noble.
8. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les rails de contact et les contacts d'électrode sont dorés ou platinés et la transmission
du courant est effectuée par le contact à pression engendré par le serrage du paquet
d'électrodes.
9. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce qu'il existe entre des corps de base d'électrode et des rails de contacts placés perpendiculairement
un entrefer de plusieurs millimètres, qui permet un drainage en cas de légères fuites
d'électrolyte et empêche une attaque insidieuse des contacts électriques.
10. Cellule électrolytique polyvalente bipolaire selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les plaques d'électrode présentent une hauteur de 1,5 à 3 m et un rapport hauteur:largeur
de 10:1 à 1,5:1.