| (19) |
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(11) |
EP 1 285 143 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.08.2003 Patentblatt 2003/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.05.2001 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0105/586 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0108/8304 (22.11.2001 Gazette 2001/47) |
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| (54) |
PROFILLEISTE FÜR DEN ÜBERGANG ZWISCHEN BAUTEIL UND GEBÄUDEFLÄCHE
SHAPED BAR FOR ESTABLISHING A JUNCTION BETWEEN A STRUCTURAL MEMBER AND A BUILDING
SURFACE
BARRE PROFILEE PERMETTANT D'ETABLIR UNE JONCTION ENTRE UN ELEMENT DE CONSTRUCTION
ET UNE SURFACE DE BATIMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
| (30) |
Priorität: |
16.05.2000 DE 10023697 17.04.2001 DE 10118826
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.02.2003 Patentblatt 2003/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Lehrhuber, Konrad |
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84144 Geisenhausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Lehrhuber, Konrad
84144 Geisenhausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Konnerth, Dieter Hans et al |
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Wiese & Konnerth
Georgenstrasse 6 82152 Planegg 82152 Planegg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 819 605 DE-C- 19 614 109
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DE-A- 19 911 199
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Profilleiste zum Herstellen eines Übergangs zwischen
einem Bauteil, insbesondere einem Rahmenteil, und einer angrenzenden Fläche eines
Gebäudes, insbesondere einer oberen Putzschicht eines Mauer- oder Wandabschnittes
oder einer Isolierschicht, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE 196 14 109 A1 ist eine einteilige Profilleiste bekannt, die eine harte
Schutzzunge am Übergang zwischen Putzfläche und Bauteil aufweist. Diese Profilleiste
bietet zwar einen gewissen Schutz vor Bewitterung und damit eine erhöhte Lebensdauer
eines Schaumkunststoff-Klebebandes zum Befestigen der Profilleiste, hat jedoch den
Nachteil, daß die Schutzzunge keinen dichtenden Kontakt zum Bauteil herstellt und
dadurch wieder eine Fuge zwischen Profilleiste und Bauteil bewirkt. Somit besteht
kein dauerhafter Schutz vor Bewitterung und es wird eine zerklüftete und damit schmutzempfindliche
Oberfläche erzeugt, wodurch die optische Präsentation der im Einbauzustand sichtbaren
Oberfläche zusätzlich beeinträchtigt wird.
[0003] Aus der DE 198 19 605 A1 ist eine Abschlußleiste zum Abdichten eines Rahmenteils
gegenüber einer Laibung bekannt geworden. Die Abschlußleiste ist zumindest zweiteilig
geformt und enthält ein Halteteil, das einen Bauteilbefestigungsschenkel bildet und
an einem Bauteil oder Rahmenteil festlegbar ist, und ein Deckprofil, das mittels einer
Verrastungskontur durch Aufclipsen am Halteteil festlegbar ist. Eine am Deckprofil
gebildete Dichtlippe liegt im Einbauzustand unter einer gewissen Vorspannung am Rahmenteil
an, so daß sie die Bewegungsfuge zwischen dem Bauteil und der Profilleiste witterungsseitig
übergreift.
[0004] Durch den zweiteiligen Aufbau kann das Halteteil an den Zargen von Fenstern oder
Türen schon bei deren Herstellung angebracht werden, so daß nach deren Einbau in eine
Mauerausnehmung lediglich das Deckprofil auf das Halteteil aufgeclipst werden muß.
Als wesentlicher Nachteil ist jedoch festzuhalten, daß der zweiteilige Aufbau dieser
Abschlußleiste eine aufwendigere Herstellung bedingt und daß stets zwei Teile gehandhabt
und montiert werden müssen. Die Abschlußleiste ist offenbar aus einem vergleichsweise
harten Kunststoff hergestellt, damit sich das auf das Halteteil aufgeclipste Deckprofil
von diesem nicht ungewollt lösen kann. Die Dichtlippe ist offenbar aus demselben Kunststoffmaterial
wie das Deckprofil als "harte" Dichtlippe hergestellt und kann damit zwar auch unter
einer gewissen Vorspannung am Rahmenteil anliegen, ohne jedoch durch die harte Gestaltung
ein flexibles Anschmiegen an den Untergrund zu ermöglichen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Profilleiste der eingangs genannten
Art so weiterzubilden, daß auch bei Bewegungen an dem Übergang eine dauerhafte Abdichtung
mit optisch einwandfreier Präsentation der im Einbauzustand sichtbaren Oberfläche
bei preiswerter Herstellung wie auch einfacher Weiterverarbeitung an einem genannten
Übergang erreicht wird.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Profilleiste mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Die weich eingestellte Dichtlippe besitzt eine Flexibilität, so daß sich
die Dichtlippe an den Untergrund dicht anschmiegen kann. Die Flexibilität wird durch
ein weicheres Material als der Rest der Profilleiste erzielt. Durch die Anformung
der Dichtlippe, z.B. im Coextrusionsverfahren, kann die einteilige Profilleiste einfach
und preiswert hergestellt und weiterverarbeitet werden. Durch den sichtseitigen oder
bei einer Außenanbringung witterungsseitigen Übergriff von der Profilleiste zum Bauteil
entsteht keine Fuge und eine dahinter angeordnete Befestigungseinrichtung, beispielsweise
ein Schaumkunststoff-Klebeband, ist weitgehend vor einer Bewitterung, insbesondere
vor UV-Strahlung, geschützt. Dadurch wird die Lebensdauer des Materials um ein vielfaches
verlängert und eine dauerhafte Abdichtung gewährleistet. Da die im Einbauzustand sichtbare
Oberfläche glatt, einheitlich und/oder relativ schmal ausgeführt ist, ergibt sich
eine optisch einwandfreie Präsentation.
[0007] Da die Profilleiste insgesamt einteilig gebildet ist, kann sie mit einem Werkzeug
in einem Herstellungsvorgang kostengünstiger hergestellt werden und reduziert den
Aufwand bei der Lagerhaltung und bei der Weiterverarbeitung.
[0008] Vorzugsweise liegt die weich eingestellte Dichtlippe im Einbauzustand unter einer
gewissen Vorspannung am Bauteil an. Dies wird durch entsprechende Wahl des Materials,
der Form und der Länge der Dichtlippe erzielt, so daß sie elastisch am Bauteil anliegt
und damit die genannten Vorteile erreicht und zusätzlich eine dauerhafte Abdichtung
der Fuge schon an der Dichtlippe erzielt wird. Die in der Dichtlippe entstehende Kraft
der Vorspannung berücksichtigt die Klebekraft eines einfachen Klebebandes oder eines
Schaumkunststoff-Klebebandes, mit dem die Profilleiste über ihren Bauteilbefestigungsschenkel
am Untergrund befestigt wird.
[0009] Die Dichtlippe enthält bevorzugt eine sich zur Spitze verjüngende Wanddicke, die
sich von etwa 1,2 mm bis etwa 0,2 mm reduziert, und/oder eine Länge von 3,0 bis 9,0
mm und/oder einen Winkel gegenüber der Fluchtlinie des Bauteilbefestigungsschenkels
von 30 bis 70 Grad, bevorzugt 52 Grad.
[0010] Eine bevorzugte Gestaltung sieht vor, daß die Profilleiste mit einer Anschlußeinrichtung
gebildet ist, die in Abhängigkeit der Struktur der angrenzenden Flächen gebildet ist.
Die Anschlußeinrichtung enthält beispielsweise ein oder mehrere mehr oder weniger
vorstehende Einputzschenkel gleicher oder unterschiedlicher Größe, die an die jeweiligen
Strukturen angepaßt sind, beispielsweise an Putz oder an Fugenmaterial von Fliesen.
Die Anschlußeinrichtung kann auch zwei beabstandete Schenkel aufweisen, zwischen denen
ein Bauteil, insbesondere ein Blech oder eine Gipskartonplatte oder ähnliche Verkleidungsteile,
aufgenommen ist.
[0011] Die Profilleiste kann zwar auch mittels Schrauben oder Nägeln an der Unterlage befestigt
werden, bevorzugt ist jedoch vorgesehen, daß der Bauteilbefestigungsschenkel zum Festkleben
der Profilleiste fugenseitig eine Haftgrundlage, insbesondere ein beidseitig selbstklebendes
Schaumkunststoff-Klebeband aufweist.
[0012] Bevorzugt enthält die Profilleiste eine Schutzlasche für eine der Flächen. Diese
streifenförmige Schutzlasche kann auf ihrer Vorderseite mindestens einen Klebestreifen
zum Ankleben einer Schutzfolie aufweisen, die das Bauteil während des Putzauftrages
vor Verschmutzung schützt. Anschließend kann sowohl die Schutzfolie als auch die dann
nicht mehr benötigte Schutzlasche ohne Werkzeug abgezogen werden. Um das Abtrennen
zu erleichtern, ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die Schutzlasche mit der Profilleiste
mittels einer Materialschwächung abtrennbar verbunden ist.
[0013] in einer zweckmäßigen Ausgestaltung enthält die streifenförmige Lasche auf ihrer
Vorderseite einen vorstehenden Steg, der verhindern kann, daß ein Cuttermesser beim
Zuschneiden und Anpassen einer Schutzfolie in die Lasche abrutscht und sie beschädigt.
[0014] Die Profilleiste kann verwendet werden für Übergänge an aneinander angrenzenden Flächen
wie Innen- und Außenwänden von Gebäuden sowie für Übergänge beispielsweise zu Fenster-
und Türrahmen oder zu Bodenflächen. Die Flächen können mit Naßputz oder einer Wärmedämmschicht
versehen sein. Generell eignet sich die Profilleiste für Flächen mit Wand- oder Bodenbelägen
aus Platten oder Bahnen, Bleche, Dachdeckungen, für Oberflächen, an denen ein Vollwärmeschutz
mit Polystyrol, Mineralwolle oder Naturdämmstoffen gebildet ist, sowie für Oberflächen,
die mit Gipskartonplatten, Spanplatten, Keramikplatten oder Fliesen belegt sind.
[0015] Die Profilleiste kann einen mindestens eine Überhöhung aufweisenden Bauteilbefestigungsschenkel
enthalten, wobei die Überhöhung bevorzugt Maße von 0,5 bis 1,5 mm und/oder 1/3 bis
2/3 der Dicke des Schaumkunststoff-Klebebandes aufweist. Wird die Überhöhung geringer
ausgeführt, so verringert sich ihre Wirkung, vorteilhafte komprimierte und unkomprimierte
Zonen im Schaumkunststoff-Klebeband zu erzeugen, während bei stärker ausgebildeter
Überhöhung sich das Schaumkunststoff-Klebeband im Bereich der unkomprimierten Zonen
mindestens einseitig lösen kann, so daß die Profilleiste dadurch destabilisiert wird
und/oder sich vom Bauteil löst. Die Effekte und Vorteile der Dichtlippe und der Überhöhung
ergänzen sich somit und können daher gemeinsam in eine Profilleiste integriert werden.
Die Produktion und die Verarbeitung bleiben dabei weiterhin einfach und damit preiswert.
[0016] Vorzugsweise besteht die Profilleiste aus Kunststoff und insbesondere aus Hart-PVC
mit Ausnahme der weich eingestellten Dichtlippe, die aus einstückig angeformtem Weichkunststoffmaterial
besteht. Unter den Kunststoffen der Profilleiste sind Polyvinylchlorid, Polyethylen,
Polypropylen, Polystyrol und Polyurethan besonders bevorzugt. Der Querschnitt des
Kunststoffanteils der Profilleiste ist über die Profilleistenlänge gleichbleibend,
so daß die Profilleiste kostengünstig im Extrusionsverfahren hergestellt werden kann.
Im Coextrusionsverfahren bestehen weich eingestellte Teile der Profilleiste, insbesondere
die Dichtlippe und/oder der Verbindungssteg, aus einstückig angeformtem weichem Kunststoffmaterial.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von mehreren in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In schematischen Ansichten zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Profilleiste im nicht eingebauten Zustand;
- Fig. 2
- einen Querschnitt der Profilleiste gemäß Fig. 1 im eingebauten Zustand;
- Fig. 3
- einen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels der Profilleiste mit einer streifenförmigen
Schutzlasche mit einem stufenförmigen Absatz und einem Bereich geringer Wanddicke;
- Fig. 4
- einen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels der Profilleiste mit einer streifenförmige
Schutzlasche mit einem verformbaren Band; und
- Fig. 5
- einen Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels der Profilleiste in Einbaulage.
[0018] Eine Profilleiste 10 (in Fig. 1 im nicht eingebauten Zustand dargestellt) enthält
einen vorderen Einputzschenkel 12 und einen hinteren Einputzschenkel 13, die als Anschlußeinrichtung
gemeinsam einen Putzaufnahmeraum 98 bilden. Beide Schenkel 12, 13 sind mit einer sägezahnartigen
Oberfläche 72 versehen und haben als Basis einen Bauteilbefestigungsschenkel 11, der
im Ausführungsbeispiel eine bogenförmige Überhöhung 16 aufweist. Das Maß der Überhöhung
16 beträgt beispielsweise ungefähr die Hälfte der Dicke eines an die Unterseite des
Bauteilbefestigungsschenkels 11 angeklebten Schaumkunststoff-Klebebandes 20. Das vor
dem Ankleben ebene Schaumkunststoff-Klebeband 20 weist eine einheitliche Dicke auf
und nimmt durch das Ankleben auch in etwa eine Bogenform an und weist damit auch eine
Überhöhung auf. Ein unterer Klebestreifen 21 des Schaumkunststoff-Klebebandes 20 ist
durch eine Abziehfolie 22 bis zur Verarbeitung geschützt. Am Übergang vom Bauteilbefestigungsschenkel
11 zum vorderen Einputzschenkel 12 ist unter einem Winkel 41 eine weich eingestellte
Dichtlippe 40 angeformt. Deren Länge ist so ausgebildet, daß sie über das Schaumkunststoff-Klebeband
20 hinausreicht. Der vordere Einputzschenkel 12 ist über eine Schwächungszone 39 mit
einer angewinkelten, streifenförmigen Schutzlasche 30 verbunden, die auf ihrer Vorderseite
einen Klebestreifen 31 mit einer Abziehfolie 32 aufweist.
[0019] Fig. 2 zeigt die Profilleiste 10 im eingebauten Zustand. Der vordere Einputzschenkel
12 und der hintere Einputzschenkel 13 sind an ihren sägezahnartigen Oberflächen 72
innig mit einer oberen Putzschicht 92, 92' verbunden. Äußere Verkrallungsformen 76
des vorderen Einputzschenkels 12, insbesondere in Form von durch Rändeln gebildeten
Vertiefungsstrukturen, bieten Halt für Anteile von Putz, insbesondere Feinanteile,
und Anstrichfarbe in sehr dünner Schicht. Die Abziehfolie 22 des unteren Klebestreifens
21 des Schaumkunststoff-Klebebandes 20 ist entfernt worden und die Profilleiste 10
ist vor dem Verputzen an ein ebenes Bauteil 93 angeklebt worden. Die bogenförmige
Überhöhung 16 des Bauteilbefestigungsschenkels 11 und des Schaumkunststoff-Klebebandes
20 bewirken dabei das Entstehen von komprimierten Zonen 27 und einer unkomprimierten
Zone 26 im Schaumkunststoff-Klebeband 20. Über die normalen Bewegungsmöglichkeiten
hinaus verfügt das Schaumkunststoff-Klebeband 20 dadurch auch über Expansionseigenschaften
ähnlich Kompribändern. Das Schaumkunststoff-Klebeband 20 weist damit bei Bewegungen
eine erhebliche Rückstellkraft auf, die ein hohes Maß an Abdichtung einer Bewegungsfuge
99 bewirkt. Die am Übergang vom Bauteilbefestigungsschenkel 11 zum vorderen Einputzschenkel
12 angeformte, weich und flexibel eingestellte Dichtlippe 40 ist beim Ankleben der
Profilleiste 10 an das Bauteil 93 verformt worden und liegt jetzt unter einer gewissen
Vorspannung am Bauteil 93 an. Die Dichtlippe 40 weist damit aufgrund ihrer Flexibilität
bei Bewegungen ebenfalls eine erhebliche Rückstellkraft auf, die eine verbesserte
dauerhafte Abdichtung der Bewegungsfuge 99 bewirkt. Bei expandierenden Bewegungen
und/oder bei Querbewegungen an der Bewegungsfuge 99, die hohe Anforderungen an die
Abdichtfähigkeit der Profilleiste 10 stellen, wird eine verbesserte Abdichtung durch
die Rückstellkräfte des Schaumkunststoff-Klebebands 20 und der Dichtlippe 40 erreicht.
Die Gegenkraft zu den beiden Rückstellkräften wird während des Verarbeitungsvorganges
durch die Klebekraft des Schaumkunststoff-Klebebandes 20 erzeugt. Diese Aufgabe übernimmt
nach deren Aushärtung die obere Putzschicht 92, 92'.
[0020] An eine mittels einer Schwächungszone 39 mit dem vorderen Einputzschenkel 12 verbundene,
angewinkelte, streifenförmige Lasche 30 ist mittels eines Klebestreifens 31 eine Schutzfolie
49 angeklebt. Durch die Anwinkelung liegt die streifenförmige Lasche 30 beim Ankleben
der Schutzfolie 49 am Bauteil 93 an, so daß die Schutzfolie 49 an der Lasche 30 angedrückt
werden kann. Die Schutzfolie 49 schützt das Bauteil 93 während des Verputzvorganges
vor Verschmutzung und Beschädigung. Nach dem Verputzvorgang wird die streifenförmige
Lasche 30 an der Schwächungszone 39 von der Profilleiste 10 abgetrennt und mit der
Schutzfolie 49 entsorgt.
[0021] Fig. 3 zeigt eine Profilleiste 10 mit einer Dichtlippe 40 sowie mit einer streifenförmigen
Lasche 30 mit einem stufenförmigen Absatz 38 und einem Bereich geringer Wanddicke
45, der an der Stelle eines Ergänzungsteiles 94 eines Bauteiles 93 hochgewölbt ist.
Eine Schutzfolie 49 ist mittels eines Klebestreifens 31 mit Übermaß an die streifenförmige
Lasche 30 geklebt und wird anschließend mit einem Messer 46 abgeschnitten. Da die
Spitze des Messers 46 durch eine Abwinkelung im Bereich des stufenförmigen Absatzes
38 geführt ist, wird weder die streifenförmige Lasche 30, insbesondere im Bereich
geringer Wanddicke 45, durchtrennt noch eine später sichtbare Oberfläche an einem
vorderen Einputzschenkel 12 verletzt. Ein an die streifenförmige Lasche 30 angeformter
vorstehender Steg 36 führt beim Verputzvorgang ein Putzabzugswerkzeug ohne Gefahr
des Abrutschens sicher am vorderen Einputzschenkel 12 entlang. Da die Schutzfolie
49 durch die räumliche Anordnung der Messerführung nicht in den Bereich zwischen dem
vorstehenden Steg 36 und dem vorderen Einputzschenkel 12 hineinragt, kann diese weder
das Putzabzugswerkzeug behindern noch durch dieses mitgerissen und/oder verletzt werden.
[0022] Fig. 4 zeigt eine Profilleiste 10 mit einer Dichtlippe 40 sowie mit einer streifenförmigen
Lasche 30 mit einem verformbaren Band 47, das insbesondere aus einem dünnen Kunststoffstreifen
oder einem Schaumkunststoffband besteht und sich daher ohne weiteres an der Stelle
eines Ergänzungsteiles 94, z. B. eines Scharniers oder dergleichen, eines Bauteiles
93 räumlich wölben und/oder verwinden läßt. Eine Schutzfolie 49 ist mittels eines
Klebestreifens 31 mit Übermaß an die streifenförmige Lasche 30 geklebt und wird anschließend
mit einem Messer 46 abgeschnitten. Dessen Spitze wird dabei durch eine Nut 37 geführt,
die durch die winkelige Anordnung eines vorstehenden Steges 36 zur streifenförmigen
Lasche 30 gebildet ist, so daß weder das verformbare Band 47 durchtrennt noch eine
später sichtbare Oberfläche an einem vorderen Einputzschenkel 12 verletzt wird. Der
an die streifenförmige Lasche 30 angeformte vorstehende Steg 36 führt beim Verputzvorgang
ein Putzabzugswerkzeug ohne Gefahr des Abrutschens sicher am vorderen Einputzschenkel
12 entlang. Da die Schutzfolie 49 durch die räumliche Anordnung der Messerführung
nicht in den Bereich zwischen dem vorstehenden Steg 36 und dem vorderen Einputzschenkel
12 hineinragt, kann diese weder das Putzabzugswerkzeug behindern noch durch dieses
mitgerissen und/oder verletzt werden.
[0023] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (siehe Fig. 5) enthält die Profilleiste
10 eine Dichtlippe 40 aus weichem Material sowie eine Schutzlasche 30, die zwischen
ihrem Befestigungssteg 69 an der Befestigungsbasis 11 und ihrem freien Ende in mehrere
Segmente unterteilt ist. Das innenliegende erste Segment 81 wird bei der Herstellung
der Profilleiste 10 aus demselben harten Kunststoff extrudiert wie die Befestigungsbasis
11 oder aus einem anderen Kunststoff. Das sich anschließende zweite, mittlere Segment
82 wird aus einem weichen, leicht verformbaren Kunststoffmaterial coextrudiert, während
das sich anschließende dritte, äußere Segment 83 wieder aus einem härteren Kunststoffmaterial
coextrudiert ist, entweder aus dem Material der Befestigungsbasis 11 oder aus einem
anderen Kunststoffmaterial.
[0024] Somit kann an der Stelle, an der von der Oberfläche 93 eine Stukkatur 95 vorsteht,
die Schutzlasche 30 in ihrem mittleren, weichen Segment 82 verformt werden, so daß
das äußere Segment 83 das Anbauteil 94 frontseitig überdeckt. Das mittlere Segment
82 bietet die erforderliche Flexibilität für das Wölben der Schutzzunge 30. Da das
äußere Segment 83 aus hartem Kunststoffmaterial gebildet ist, kann es sich weder in
Längsrichtung noch in Querrichtung wellen oder wölben. Es bietet somit gemeinsam mit
den übrigen Segmenten eine funktionssichere Unterlage zum Anbringen einer Schutzfolie
49. Nach Gebrauch wird die Schutzlasche 30 an dem Steg 69 abgetrennt und von der Profilleiste
10 entfernt. Ein hochstehender Steg 99 des ersten Segments 81 verhindert, daß ein
Cuttermesser beim Zuschneiden und Anpassen der Schutzfolie 49 in das weiche zweite
Segment 82 abrutscht und es beschädigt. Zusätzlich kann das mittlere, weiche Segment
82 zumindest eine Einkerbung (nicht dargestellt) aufweisen, um die Flexibilität zu
erhöhen.
[0025] Die in Fig. 5 dargestellte Profilleiste 10 bildet den Übergang zwischen einer ersten
Wand 93 und einer zweiten Wand, die beispielsweise eine Schicht 91 aus Grundputz aufweist
und auf der mittels einer Schicht Fliesenkleber 101 Fliesen 102 angebracht sind. Die
für diesen Einsatzfall angepaßte Profilleiste 10 enthält als Anschlußeinrichtung mehrere
vergleichsweise kurze Einputzschenkel 12, 13 und 15, die mit Hinterschneidungen 74
gebildet sind, so daß eine in den Spalt zwischen der Profilleiste 10 und dem Rand
der Fliese 102 eingebrachte Fugenmasse 103 eine dauerhafte Verankerung mit der Profilleiste
10 bildet. Die kurz gebildeten Einputzschenkel 12, 13 und 15 ermöglichen das Einbringen
von Fugenmasse auch bei einem engen Spalt zwischen der Profilleiste 10 und der Fliese
102.
1. Profilleiste zum Herstellen eines Übergangs zwischen einem Bauteil (93), insbesondere
einem Rahmenteil, und einer angrenzenden Fläche eines Gebäudes, insbesondere einer
oberen Putzschicht (92) eines Maueroder Wandabschnittes oder einer Isolierschicht
(91), wobei die Profilleiste (10) einen Bauteilbefestigungsschenkel (11) und eine
Dichtlippe (40) enthält, welche die Bewegungsfuge zwischen dem Bauteil (93) und dem
Bauteilbefestigungsschenkel (11) sichtseitig übergreift,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Profilleiste (10) einteilig geformt ist und am Bauteilbefestigungsschenkel (11)
ein elastisches Schaumkunststoff-Klebeband (20) aufweist, das im Einbauzustand eine
elastische Verbindung zwischen der Profilleiste (10) und dem Bauteil (93) bildet,
und
die Dichtlippe (40) weich eingestellt ist, wobei die Dichtlippe (40) aus einem weicheren
Material besteht als der Rest der Profilleiste (10).
2. Profilleiste nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die weich eingestellte Dichtlippe (40) im Einbauzustand unter einer gewissen Vorspannung
am Bauteil (93) anliegt.
3. Profilleiste nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (10) mit einer Anschlußeinrichtung gebildet ist, die in Abhängigkeit
der Struktur der angrenzenden Flächen gebildet ist und insbesondere zumindest einen
Einputzschenkel (12) enthält.
4. Profilleiste nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußeinrichtung zwei beabstandete Schenkel aufweist, zwischen denen ein Bauteil,
insbesondere ein Blech oder eine Gipskartonplatte, aufgenommen ist.
5. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bauteilbefestigungsschenkel (11) fugenseitig eine Haftgrundlage, insbesondere
ein beidseitig selbstklebendes Schaumkunststoff-Klebeband (20) aufweist.
6. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (10) eine streifenförmige Schutzlasche (30) für eine der Flächen
enthält.
7. Profilleiste nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Profilleiste (10) einteilig gebildete Schutzlasche (30) an einer Materialschwächung
(69) abtrennbar ist.
8. Profilleiste nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die streifenförmige Lasche (30) auf ihrer Vorderseite einen vorstehenden Steg (36)
aufweist.
9. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (10) aus Kunststoff hergestellt ist.
10. Profilleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (10) aus Hart-PVC hergestellt ist mit Ausnahme der weich eingestellten
Dichtlippe (40), die aus einstückig angeformtem Weichkunststoffmaterial besteht.
1. Profile strip for producing a transition between a component (93), in particular a
frame part, and an adjoining surface of a building, in particular an upper plaster
layer (92) of a masonry or wall portion or an insulating layer (91), the profile strip
(10) comprising a component-fastening limb (11) and a sealing lip (40), which overlaps
the movement joint between the component (93) and the component-fastening limb (11)
on the visible side, characterized in that the profile strip (10) is formed in one piece and, on the component-fastening limb
(11), has a flexible foamed-plastic adhesive strip (20) which, when in use, forms
a flexible connection between the profile strip (10) and the component (93), and the
sealing lip (40) is of soft formulation, the sealing lip (40) being composed of a
softer material than the rest of the profile strip (10).
2. Profile strip according to Claim 1, characterized in that the soft-formulation sealing lip (40) rests under a certain prestress against the
component (93) when in use.
3. Profile strip according to Claim 1 or 2, characterized in that the profile strip (10) is formed with a connection device, which is formed as a function
of the structure of the adjoining surfaces and, in particular, comprises at least
one embedding limb (12).
4. Profile strip according to Claim 3, characterized in that the connection device has two spaced limbs, between which a component, in particular
a metal sheet or a plasterboard, is accommodated.
5. Profile strip according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the component-fastening limb (11) has an adhesion base on the joint side, in particular
a foamed-plastic adhesive strip (20) that is adhesive on both sides.
6. Profile strip according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the profile strip (10) comprises a strip-shaped protective strap (30) for one of
the surfaces.
7. Profile strip according to Claim 6, characterized in that the protective strap (30), which is formed in one piece with the profile strip (10),
can be separated at a weakened portion (69) of the material.
8. Profile strip according to Claim 6 or 7, characterized in that the strip-shaped strap (30) has a projecting web (36) on its front side.
9. Profile strip according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the profile strip (10) is manufactured from plastic.
10. Profile strip according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the profile strip (10) is produced from hard PVC, with the exception of the soft-formulation
sealing lip (40), which is composed of soft plastic material moulded on in one piece.
1. Baguette profilée pour réaliser une transition entre un élément de construction (93),
notamment un élément de châssis, et une surface attenante d'un bâtiment, notamment
une couche supérieure d'enduit (92) d'une partie de mur ou de cloison ou une couche
isolante (91), la baguette profilée (10) comportant une branche (11) de fixation à
l'élément de construction et une lèvre d'étanchéité (40) qui recouvre du côté visible
le joint de dilatation entre l'élément de construction (93) et la branche (11) de
fixation à l'élément de construction,
caractérisée en ce que la baguette profilée (10) est formée d'un seul tenant et présente, sur la branche
(11) de fixation à l'élément de construction, une bande adhésive (20) en matière plastique
alvéolaire qui forme, à l'état installé, une liaison élastique entre la baguette profilée
(10) et l'élément de construction (93), et
la lèvre d'étanchéité (40) est réglée molle, la lèvre d'étanchéité (40) étant constituée
d'un matériau plus mou que le reste de la baguette profilée (10).
2. Baguette profilée selon la revendication 1, caractérisée en ce que la lèvre d'étanchéité (40) réglée molle s'applique, à l'état installé, avec une certaine
précontrainte contre l'élément de construction (93).
3. Baguette profilée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la baguette profilée (10) est pourvue d'un organe de raccordement qui est réalisé
en fonction de la structure des surfaces attenantes et comporte notamment au moins
une branche à encastrer (12).
4. Baguette profilée selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'organe de raccordement présente deux branches mutuellement distantes entre lesquelles
est reçu un élément de construction, notamment une tôle ou une plaque de placoplâtre.
5. Baguette profilée selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la branche (11) de fixation à l'élément de construction présente du côté du joint
une base d'adhérence, notamment une bande adhésive (20) en matière plastique alvéolaire
autocollante sur les deux faces.
6. Baguette profilée selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la baguette profilée (10) présente une patte de protection (30) en forme de bande
pour une des faces.
7. Baguette profilée selon la revendication 6, caractérisée en ce que la patte de protection (30), réalisée d'un seul tenant avec la baguette profilée
(10), peut être détachée au niveau d'un affaiblissement de matière (69).
8. Baguette profilée selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que la patte en forme de bande (30) présente une nervure en saillie (36) sur son côté
avant.
9. Baguette profilée selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la baguette profilée (10) est réalisée en matière plastique.
10. Baguette profilée selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la baguette profilée (10) est réalisée en PVC dur, à l'exception de la lèvre d'étanchéité
(40) réglée molle, qui est constituée d'une matière plastique molle rapportée d'un
seul tenant.